Monatsarchive: November 2012

luscious friday



thx Tammo

DesTopNews 2012-48

Kurzurlaub in Baden-Baden

Nach anderthalb Jahren Weltenbummlerei dachte ich mir eines Morgens zu Hause am Küchentisch: „Mensch, Hannes, Du kennst Dich in Deinem eigenen Heimatland ja viel schlechter aus, als so zum Beispiel in Indien.“ Um diesem Bildungsmissstand entgegenzuwirken, rief ich auf gut Glück im Reisebüro meines Vertrauens an – und tatsächlich, es war noch ein Platz bei dem Tagesausflug zum in.puncto Studio des SWR in Baden-Baden frei. Kost und Logis würden gestellt, Fahrtkosten übernommen und als Piemont-Kirsche auf dem Reisesahnetörtchen sollte ich auch noch meine langjährige Radiofreundin Nicole vom SWR3 endlich persönlich kennenlernen dürfen.

Auf ging es also am Montag Abend von Berlin Tegel nach Karlsruhe / Baden-Baden. Der maßgeschneiderte Anzug von unseren Boworn-Freunden aus Bangkok passte trotz deftiger Deutscher Küche noch (gerade so), mein Rauschebart wurde noch schnell vom muslimischem Frisör aus Kreuzberg ein wenig optimiert und schon waren die Reisvorbereitungen erledigt. Nach dem ich schon diverse Male auf Grund meines Zuspätkommens vom Sicherheitscheck zum Gate rennen durfte, um gerade noch als letzter unter ironischem Applaus ins Flugzeug zu steigen, war ich dieses Mal sogar überaus pünktlich in Tegel.

Im Flieger bestellte ich mir übermütig bei der Stewardess zum Bier gleich noch einen Rotwein dazu. Das hätte ich mal lieber nicht tun sollen, denn kurz darauf meldete sich schon meine Blase. Auf See ist die größte Toilette der Welt schließlich immer frei und meine soziale Kompatibilität dadurch etwas gesunken. Ich bin einfach nicht mehr trainiert. Dass nun die Toilette ständig besetzt war (von anderen Pionierblasen) sollte nun mein Unglück sein. Unruhig rutschte ich auf meinem engen Sessel hin und her und konnte kaum einen Blick auf die im mystischen Nebel versunkenen badischen Städtchen werfen. Beim Aussteigen war ich dann natürlich der erste an der Gangway und mit geöffnetem Gürtel stürmte ich die Flughafentoilette des FKB.

Wesentlich entspannter verbrachte ich dann die Fahrt im Taxi zum Hotel Tannenhof auf dem SWR-Gelände. Mein osteuropäischer Fahrer plauderte unentwegt über „seine“ Stadt, die doch vor kurzem ihr 900-jähriges Bestehen feierte und zeigte mir während einer kleinen nächtlichen Stadtrundfahrt unendlich viele Sehenswürdigkeiten. Leider konnte ich auf Grund der Dunkelheit und des Tiefennebels zwar kaum etwas erkennen, möchte mich aber trotzdem dafür an dieser Stelle recht herzlich bei allen GEZ-Zahlern bedanken.

Im Tannenhof händigte mir dann der übermüdete Rezeptionist als letzte Handlung noch eine Zahnpasta aus, da mir meine Tube zuvor bei den Sicherheitskontrollen in Berlin abgenommen wurde. Sicher ist sicher. Zufrieden schlummerte ich also im 60er Jahre Ambiente ein und musste in dem breiten Bett kurz an meinen Captain und seine 50 Zentimeter durchgelegenen Schaumstoff denken. Ob er die Kakerlaken schon von Bord scheuchen konnte?

Am nächsten Morgen dann brüllendes Schweigen der anderen Gäste in dem beengten Frühstückssaal. Jeder positionierte sich so an seinem Einzeltisch, dass er mit dem Rücken zu den holzvertäfelten Wänden saß und die feindlichen Teller genau im Blick hatte. Ich beschloss also auf laute Kohlenhydrate zu verzichten und hielt mich an leise, eiweißreiche Kost: Joghurt mit Früchten, Lachs mit Meerrettich und als Hauptgang Rührei mit Speck. Dazu trank ich drei Gläser billigen Multivitaminsaft und notgedrungener Maßen auch fast einen ganzen Liter „schwarzen“ Kaffee, um wach zu werden. Für später schmierte ich mir dann allerdings noch ein lautes, kohlenhydratreiches Brötchen. Wer weiß, wann ich das nächste Mal auf GEZ-Kosten bewirtet werden sollte…

Das Frühstück war noch keine halbe Stunde her und ich gerade auf dem zehnminütigem Fußweg zum Sendegebäude, als plötzlich meine Füße wie von selbst immer schneller wurden und ich am Pförtner vorbei erneut mit geöffnetem Gürtel und wehendem Mantel förmlich durch die Empfangshalle flog, hinein in die erlösende Toilette. „Ich muss noch viel trainieren…“ Dachte ich verkrampft und hielt die Spannung noch für ein paar Sekunden, bevor sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete.

Nicole macht ein Foto von meinem grünen Zahn

Mit großer Erleichterung konnte ich nun der ersten Begegnung mit meiner Telefonfreundin Nicole entgegengehen. Da telefoniert man schon seit einem Jahr mit einem Mädchen, das man noch nie gesehen hat! Ein wenig aufgeregt war ich ja schon. Als Nicole dann aus der Maske kam, wir uns umarmten und die Stimme in personalisierter Gestalt vor mir stand, war alle Aufregung vergessen und die Welt wieder ein klein wenig schöner. Mit diesem Hochgefühl verging die Sendung in der „grünen Hölle“ dann im Nu. Während des Interviews drangen die Worte ohne mein Verstand zu passieren aus mir heraus, sodass ich mir später erst die Aufzeichnung anschauen musste, um mir meine eigenen Worte wieder in Erinnerung zu rufen. „Wenn ich eine Frau wäre würde ich mich den ganzen Tag befummeln.“ Hörte ich mich sagen. Das hatten die gesendet?

Ein paar Stunden später im Taxi zum Flughafen hing ich in Gedanken noch dem aufregenden Tag nach und versuchte meine Souvenirs vom Mittagessen aus den Zahnzwischenräumen zu befreien. Das badische Nackensteak wollte sich einfach nicht von ihnen trennen. Doch nach dem ich meinem Fahrer, einem Altrocker mit buschigem Schnäuzer, kurz von den Sailing Conductors erzählte, sollte ich genug Zeit dazu haben. Wie ein Wasserfall erzählte er von seinen Rolling Stones Karten in der O2 World in London, die er für schlappe 1400 € erstanden hatte und von all den tollen Erlebnissen auf Beach Boys, Led Zeppelin und anderen Mega- Konzerten, um klar zu machen, dass er hier der Captain war. Ich beschäftigte mich mit dem Nackensteak, fand mich mit meiner Rolle als Smutje ab und konnte auf der Fahrt immerhin schon 2 von 3 Stückchen herauslocken.

Als dann der Flieger mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde auf der Rollbahn entlangschoss und die Räder vom Boden abhoben – genau in diesem Moment ließ auch der letzte Rest Nackensteak los und ich verabschiedete mich von Baden-Baden. Es breitete sich der Geschmack des Glücks in meinem Munde aus und ich entschwand in den dunklen Nachthimmel nach Berlin. Zufrieden mit mir und dem Land unter mir, das ich jetzt ein bisschen besser kannte, bestellte ich bei der blonden Stewardess ein Bier und einen Rotwein dazu, um mein Training fortzusetzen.

Hier die komplette Sendung:

flattr this!

Sailrocket over the 60 knot average mark


www.sailrocket.com/blogs

via: http://segelreporter.com

Soforthilfe für Coby+Arnold Lelijveld, SV Drifter

Liebe Freunde zur See

wir bitten um Eure Aufmerksamkeit für Drifter.

Der TO hat am 24.11.2012 weder eine Entscheidung getroffen, noch eine Zahlung zugesagt – und sei sie noch so gering! Damit wurden Coby und Arnold Lelijveld ein weiteres Mal vor den Kopf gestoßen!

Die Mitgliederversammlung wurde abgebrochen, weil der Empfang zum Festabend offenbar wichtiger gewesen ist. Die Abstimmung über die Satzung ist wahrscheinlich gescheitert, weil von Vorstands Seite keiner den Durchblick hatte, welche Form von Mehrheit wohl notwendig gewesen wäre. Fachleute werden die Situation zu klären haben, der Vorstand hat sich offenbar blamiert. WEITERLESEN>

Trans Ocean e.V. – Der Offenbarungseid

OFFENBARUNGSEID
Das Ende zuerst: die Relevanz des Alten TO ist viril und lebendig! Martin Birkhoff und seine Vorstandsjünger haben wenig – oder sollte ich sagen nichts? – unternommen, alte Missetaten vergessen zu machen! Wichtiger noch: die dunklen Kapitel sind ans Tageslicht gekommen, ohne Mitarbeit / Mithilfe von Vorstandsseite. Dumm gelaufen, jedenfalls für einen Vorstand, der mit dem Wort Transparenz nichts anzufangen weiß! WEITERLESEN>

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via: www.pressure-drop.us

Trans Ocean e.V. – der Schlendrian

MITGLIEDERVERSAMMLUNG – KURZ GESAGT
– Keine Erklärung über Rücktritt von Uwe Röttgering und Dirk Mennewisch
– Keine neue Satzung
– Keine Online-Abstimmung
– Keine Entschädigung für die Familie Lelijveld – jedenfalls in absehbarer Zeit, weil man erst ein Rechtsgutachten in Auftrag geben möchte.
– Keine Diskussion, Reaktion, Konsequenzen aufgrund der erweiterten Kassenprüfung für die vergangenen zehn Geschäftsjahre
– Keine Zeit, sich mit allen Tagesordnungs Punkten zu befassen
– Keine Vertagung, sondern Aufhebung der Versammlung

– Entlastung des Vorstands
– Neuwahl Vorsitzender des Beirats – Bert Frisch
– Neuwahl Schatzmeister aus Cuxhaven

Der Neue Trans Ocean ist somit – und wie absehbar – gescheitert – der TO befindet sich weiterhin fest in der Hand seiner Funktionäre! WEITERLESEN>

Vendée Globe – Second week’s highlights

Tracker

Trans Ocean e.V. – TO-tanic – Stunde der Wahrheit

Der Eisberg wurde bereits im November 2011 und im Februar 2012 in Cuxhaven gesichtet: er hat im TO einige Menschen frösteln lassen, ob der Vorstellung, was er hätte anrichten können, wenn man nicht ein wenig das Ruder gelegt – den Vorstand konzertiert ausgewechselt – und den Mitgliedern versichert hätte, dass Altes fortan seine Relevanz verloren hätte!

Der Kurswechsel der TO-Tanic war jedoch ein Scheinmanöver, weil zu viel Brückenpersonal sich nicht hat einig werden können oder wollen, wie man den Kahn wieder flott bekommen könne oder müsse! Probleme haben im TO traditionell die gleichen Namen: mangelnde Transparenz, fehlende Ehrlichkeit und das Fehlen von Demokratie! Wie sollte ein RUNDER TISCH wohl funktionieren, wenn die dort Beteiligten sich diesen Tugenden nicht verpflichtet fühlen? Wenn ein professioneller Mediator seine Pflicht verweigert, statt dessen Versprechungen macht, die er nicht zu halten gewillt und sich am Ende gar als dem Establishment verpflichtet outet? Allesamt Konstruktionsfehler, die das Scheitern bereits im Neuanfang verbergen! Es kam, wie es hatte kommen müssen – allerdings erheblich schlimmer! WEITERLESEN>

Xp 33 downwind


via: www.baadnyt.dk

SV Tuvalu, Hans Geilinger ES