Archiv der Kategorie: Luvgier

Endlich Segelfrei!

Da freut man sich nach der langen, dunklen Jahreszeit darauf endlich wieder die Leinen loszuwerfen, die Segel zu setzen und auf die Ostsee hinauszufahren und dann freue ich mich über Segelfrei? Bin ich bescheuert? Die Sache ist so: seit vier Tagen bin ich auf der Ostsee unterwegs, ein verlängerter Ostertörn. Und was macht das, sonst im April eigentlich stets so angenehme Wetter? Es ist kalt und windig oder kalt und regnerisch. Im Wechsel. Klassisches Aprilwetter eigentlich, nur war es die Jahre vorher eben anders. Ich habe zwar warme Klamotten an, aber nach einem ganzen Tag auf dem Wasser kriecht die Kälte dann doch irgendwann und die Zwiebelschichten. Das Thema Segelhandschuhe kursiert ja immer wieder in den Foren, ich bevorzuge aber doch lieber kalte Hände. Das ich diese dann manchmal verzweifelt in ein Paar Socken gesteckt habe, muss ja keiner wissen.
Mein Törn ging von Minde über Höruphav nach Augustenborg. Und von dort an einem langen Segeltag bei sehr böigen 6Bft aus Nordost immer vor dem Wind bis hinein nach Flensburg. (Diese 30 Seemeilen lange Tour kann ich übrigens jedem nur ans Herz legen! Es ist wie eine lange Talabfahrt in den Bergen: Rauschefahrt, Wind immer achterlich und die Welle bis auf das kurze Stück von Sönderborg in die Innenförde immer entspannt). Auf dem Wasser ist es wie immer wunderbar, aber sobald es dunkel wird und die Kälte sich von den Händen auf den Rest des Körpers ausbreitet, fange ich an zu grübeln. Ist das jetzt wirklich so toll? Will ich das nur gut finden, weil ich es eben gut finden will? Ist das echt meine Version von Entspannung? Dazu sei gesagt, das ich, aus welchen Gründen auch immer, nur bei offenen Luken bzw. Fenstern schlafen kann. Und zwar nicht nur eines, sondern zwei damit auch ja Durchzug herrscht. Falls das nicht der Fall ist, verstopft die Nase und ich laufe den nächsten Tag mit fiesen Kopfschmerzen herum. Im Sommer gar kein Problem, ist das bei den aktuellen Minusgraden auf dem Wasser aber nicht so toll. Im Prinzip schlafe ich also wie in einem Kühlhaus mit offenen Türen. Unter der Decke einigermassen angenehm, ist aber jede Extremität, die ihren Weg nach draussen findet, schutzlos der Kälte ausgeliefert. Nase, Füsse, Hände. Irgendetwas ist immer kalt und klamm. Und dann der Moment, wenn man morgens aufsteht. Das Boot ein Eisschrank, die Duschen an Land oft noch nicht funktionsfähig oder nur gegen eine spezielle Münze, die ich aber natürlich nicht bekommen habe. Also schnell in die Klamotten und ab in den Wind, Segeln gehen. Kaum stehen die Tücher, ist alles vergessen und ich atme das pure Glück. Bis zum nächsten Hafen.
Video vom Überführungstörn nach Dänemark
Und während dieser Tage frage ich mich dann, wo ist eigentlich mein „Zeitmillionär“ Gefühl geblieben? Das Gefühl der sich endlos dehnenden Stunden und Tage auf dem Wasser? So richtig will es sich nicht einstellen, bis: Heute morgen wache ich erst um 1030h auf. Die Sonne scheint auf das Schiff und es wird so schon langsam warm im Boot. Mein Unterbewusstsein hat wohl im Schlaf schon die Entscheidung gefällt: Heute habe ich Segelfrei!! Kein schnelles Frühstück, kein Fertigmachen des Bootes, keine Wetterberichte. Statt dessen eine warme Dusche und ein bewusst langsames Frühstück. Und ein ganzer langer Tag vor mir. In Flensburg, dieser wunderschönen Stadt. Und plötzlich dehnen sich die Stunden und der Tag kommt mir jetzt schon endlos vor. Ich bin, genau: Zeitmillionär für einen Tag. Nach langem Stadtbummel sitze ich nun im (warmen) McCafe und schreibe diese Zeilen. Und habe keine Idee, was ich mit dem Rest des Tages noch anfangen werde. Großartig!! Ich kann daher jedem Charterer oder zeitlich begrenztem Fahrtensegler nur ans Herz legen, einen Tag Pause in jeden Törn mit einzuplanen. Er verändert die Perspektive und macht einem noch mehr bewusst, wie schön unser Hobby doch ist. Denn oft ist nicht das Meilenfressen die Heilung der Segelsucht, sondern die Auszeit von der Auszeit. 

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Every Single Week – Track 13 – (Ballad Of The) Sailing Bassman – Song und Musiker

Making of „(Ballad Of The) Sailing Bassman“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:

 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Jürgen Gleba

Mit Jürgen habe ich in der Band von John Barron gespielt. Er ist ein toller Gitarris, ein kleiner Equipmentfreak und daher für den Rockabillysound für „(Ballad Of The Sailing) Bassman“ meine erste Wahl. Aufgenommen haben wir zu Hause in seinem privaten Equipmenttempel und hatten dabei eine wunderbare Zeit. Wie auch früher stets bei John in der Band!! Eine der schönen Seiten an dem Musikerjob ist es ja, das man immer wieder so großartige Mensachen kennenlernt wie eben Jürgen.

 

Jürgen und ich bei John Barron – Riders Cafe

Jürgen und ich bei John Barron – Weinscala

Jürgen spielt in vielen Bands. Unter anderem auch bei Micky Wolfs Cigarbox Experiment, den ich ja in Folge 10 hier bereits vorgestellt habe.


Jürgen bei der 1. Cigarboxnight mit Micky Wolf

Hier mit Rhythm ’56

Aber es muss nicht immer Rockabilly sein. Auch im Rock ist Jürgen zu Hause und spielt mittlerweile bei RockBuster auch Bass. Sehr vielseitig der Mann!

Jürgen mit seiner Band RockBuster
Michael Prott
Ein paar Worte zu meinem Lieblingssaxophonisten Michael. Seit meiner Musicalzeit Mitte der 90er begegnen wir uns immer wieder. Wenn es um ein gut gespieltes, rotziges Sax geht ist Michael die absolut erste Wahl. Er ist zwar auch im Jazz und vielen anderen Stilen zu Hause (und wir haben diese auch Live performt), aber er ist einfach der Beste, wenn es um Rock’n’Roll geht. Und so durfte er natürlich auch auf meinem Album nicht fehlen. Neben seinen Tracks hat er dabei übrigens auch die Arrangements für die Bläser Sections geschrieben. 
Mit Michael auf der Bühne beim Martini Club. An der Trompete Nic, ebenfalls auf meinen Album vertreten.

Michael bei Franny and the Fireballs

(Ballad Of The) Sailing Bassman
Vocals Dara McxNamara
Backing Vocals Caro Leuzinger
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Upright Bass Claus Aktoprak
Guitars Jürgen Gleba
Piano Merih Aktoprak
Additional Guitars Claus Aktoprak
Saxophone Michael Prott
Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

(Ballad Of The) Sailing Bassman
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

Sailing Bassman, give me Rockn’Roll
Sailing Bassman, and a lot of Soul
Sailing Bassman, I feel so alone
Boppin’ to the music on my own

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find me a perfect girl

If she’s blonde, black or brown
I don’t care at all
Lots of curves, and a pretty face
Plus one braincell, that is all

Sailing Bassman, all my trust’s in you
Sailing Bassman, that you really do
Sailing Bassman, find that girl for me
Set my spirit free
Slap it Mr. Bassman, yeah, uuh

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find my perfect girl

If she’s blonde, black or brown
I don’t care at all
Lots of curves, and a pretty face
Plus one braincell, that is all

Sailing Bassman, all my trust’s in you
Sailing Bassman, that you really do
Sailing Bassman, find that girl for me
Set my spirit free

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find my perfect girl
I hope you find my perfect girl
I hope you find my perfect … girl

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Every Single Week – Track 12 – Song und Musiker

Making of „Hades To Hell“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:
 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Peter Caulton

Den gebürtigen Neuseeländer Peter Caulton habe ich ca. 2005 bei der Arbeit mit der Johnny Cash Tribute Band „Ring Of Fire“ kennengelernt. Erste Probe – Gänsehaut pur. Diese Stimme! Und Johnny Cash mochte ich schon immer, vor allem die späten, von Rick Rubin produzierten Alben. Mit der Band „Ring Of Fire“ waren wir dann in wechselnden Besetzungen recht erfolgreich ein paar Jahre lang unterwegs.

Ring of Fire – live

Peter zog in jungen Jahren nach  diversen TV- und Live Konzerten nach Australien, und tourte durch den Kontinent mit Namen wie „Little River Band“, Emmylou Harris, Kenny Rogers und anderen Größen des Showbusiness. 

Peter im TV – Who drove the Mystery Train

Nach drei eigenen CDs, eine davon nominiert bei der 40. Grammy Verleihung, ging es für ihn über den großen Teich nach Europa in den Norden Deutschlands, wo  sich unsere Wege kreuzten. 


Ein Song aus Peter’s eigen Album

Mittlerweile ist Peter aber wieder zurück in Neuseeland und auf mein Album konnte ich ihn nur via Internet beamen; WeTransfer machte es möglich. Ab und an kommt er noch nach Deutschland, und so haben wir letzten Sommer wieder einen Auftritt zusammen gespielt.

5000 Beers
Jochen Topp

Mit Jochen spielte ich das erste Mal zusammen in der Band von Mo (die später via Voice Of Germany als MayaMo wieder durchstartete) tolle südamerikanisch angehauchte Eigenkompositionen. Percussion belebt jedes Live Konzert und sollte eigentlich auf jeder  Bühne dabei sein. Budgetmässig fällt der Percussionist aber dann doch leider häufig schnell weg. Jochen spielte in verschiedenen Formationen und auch eine ganze Zeit beim „König der Löwen“. 

Für ein weiteres Bandprojekt einige Jahre später, hatte ich dann aber endlich einmal genug Budget und gönnte mir wieder einmal Live Percussion. Alles lief super, bis Jochen vom Hund in die Hand gebissen wurde. Trotzdem spielte er am nächsten Tag einen tollen Gig mit Gips! Respekt. Ohne Jochens Wunderkiste wäre „Hades To Hell“ nicht der Song, der er jetzt geworden ist. Ergebunden wie viele Percussionisten so sind (Percussion ist eben kein Instrument, sondern eine Lebenseinstellung), berät Jochen neben der Musik auch sehr kompetent in Sachen Feng Shui. Hier der LINK dazu.

Hades to Hell

Vocals Peter Caulton
Backing Vocals Andreas Pappert
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Upright Bass Claus Aktoprak
Slide Guitar Van Wolfen
Lead Guitar Van Wolfen
Guitars Claus Aktoprak
Acoustic Guitars Claus Aktoprak
Piano Claus Aktoprak
Keyboards Claus Aktoprak
Blues Harp Christian Hönniger

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

Hades To Hell
(M: Peter Kanapin, Claus Aktoprak T: Peter Kanapin)
Looking for a place, to lay my body down and feel
Emptiness and rest
Far away from thoughts, driving me insane
Just be all alone, when there’s nothing, nothing but betrayal
Down on her dark side
I’ve been waiting
Yes, I’ve been waiting for so long
To pull the trigger in my brain
I’ve been waiting now it’s dead and gone
(Dead and gone)
There’s something I
I can’t believe coming down this way again
Like a fool in the rain, from Hades to Hell again
Like that groundhog day movie
Like from Hades back to Hell again and again, oh no
Feels like I’m dreaming
CHORUS
SOLO
Like that groundhog day movie
Like from Hades back to Hell again and again, oh no
Feels like I’m dreaming
I’ve been waiting
I’ve been waiting for so long
To pull the trigger in my brain
I’ve been waiting now it’s dead and gone
(When I’m dead and gone)

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Medizin an Bord oder "Wie nähe ich eine Schweinshaxe?"

Es ist ein grauer Samstagmorgen imn der Klinik „Großer Sand“ in Hamburg Harburg. Dieses Krankenhaus ist spezialisiert auf die Belange der Seefahrt und so wird hier auch der 2-tägige Kurs „Medizin an Bord“ gegeben in dem ich dieses Wochenende verbringen werde. Auf meiner Schärenreise hatte ich mir ein paar Wunden an Füßen und Händen zugezogen und auch mit einer kleinen Lebensmittelvergiftung gekämpft. Das war zwar alles mit Bordmitteln und meinen vorhandenen Kenntnissen zu beheben, im Hinterkopf blieb jedoch immer die Idee, das alles einmal richtig zu lernen. Gerade auf den längeren Reisen, die hoffentlich noch anstehen werden, und auf von mir geskipperten Charterreisen hätte ich gerne ein paar Kenntnisse mehr, um mir und meiner Crew helfen zu können. Ob mir dieser Kurs der Kreuzer Abteilung das Fachwissen in zwei Tagen vermitteln kann wird sich zeigen; der redselige und unterhaltsame Dozent Thomas Krieg sagt in seiner Einführung selbst, das er uns nun 8 Semester Medizin in 2 Tagen vermitteln muss. Andererseits ist der Kurs Pflicht für jeden Kapitän und für viele Teilnehmer an großen Regatten. Schaden kann es also wohl nicht.

Empfangen werden wir im Seminarraum von einer angehenden, jungen Ärztin, die als Helferin fungiert und, etwas erbost über ihre verlorenes Wochenende, an einem Kalbsherz herumschneidet. Dazu liegen dann noch jede Menge Schweinshaxen herum und uns wird angekündigt, das jeder auch noch jeden im Laufe des Seminares pieksen wird. Dazu liegen vor jedem Teilnehmer ein Teller mit medizinischem Kram, Blutdruckmanschetten, Spritzen, Kanülen und Atropin Ampullen. Zusammen mit der frühen Uhrzeit macht das ganze Szenario leicht flau im Magen, zumal am Kalbsherzen erst einmal die Folgen eines Herzinfarkts (verursacht durch den Elektoschock der Tötungsmaschnine) demonstriert werden. Einen schönen guten Morgen, Graf Dracula.

Nach dem ersten Schrecken wird es aber zunächst sehr theoretisch. Und jeder stellt sich vor. Es gibt Regattasegler und Paare, die auf Weltreise wollen. Und viele Ostseefahrer, so wie mich. Die Vorstellungsrunde verbindet; so wie das gegenseitige Blutdruck und Blutzuckermessen. Nach dem kurzen Frühstück (für mich kein Mett :-) ) ist der Zuckerspiegel bei vielen enorm und messbar gestiegen. Steilvorlage in das Thema Unterzuckerung und Gegenmaßnahmen. Unser Dozent ist Lehrbeauftragter im Rettungsdienst, Kapitän und Ingenieur. Und er kann reden. Wie ein Wasserfall. Hat aber auch viel zu sagen, und der Wortschwall ist unterhaltsam, lustig und lässt einen wach bleiben. Am nächsten Tag wird mir das dann bei zwei weiteren Dozenten bewusst, die einen eher trocken Stil haben,  der an meinen Augenlidern zerrt.
Im Eiltempo geht es quer durch den menschlichen Körper. Wunden, Brüche, Schockarten kombiniert mit blutigen Bildern von offenen Brüchen, oder dem Abriss eines Skalps nach einer Patenthalse (Dozent Tommy zeigt stolz auf seine Kamera, die er für solche Fälle immer dabei hat) . „Kein Problem: Klammern und einen abgeschnittenen Finger eines Gummihandschuh als Drainage legen.“ Hmmm. Ob ich das morgen abend dann wohl auch so kann? Irgendwann ist dann Mittagspause und Zeit die Informationen geistig zu sortieren und einzuordnen. Was will ich eigentlich? Operationen an Bord oder schon das Legen einer Infusion bei 6 Windstärken sind Illusion. Im Prinzip reden wir also von erster Hilfe an Bord und dem Wissen darüber einen Patienten, auch über die hier übliche Zeit von 7 Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, am Leben zu erhalten. Einhand ist das Meiste sowieso unmöglich. Auf Chartertörn oder Weltumsegelung muss man sich aber schon darauf einstellen größere Wunden, Brüche, Vergiftungen oder gar Herzinfarkte deutlich länger zu versorgen, als es zuhause üblich wäre. Der Kurs macht so doch absolut Sinn; man muss eben seine Grenzen kennen und erkennen.

Nachmittags steht dann auch viel Praxis im Vordergrund. Wir kümmern uns in Viererteams um die Erstversorung einen Verletzen. Puls, Blutdruck, Verletzungen erkennen, Grob- und Feinmotorik prüfen. Dazu dann die praktischen Arbeit mit einem Defibrillator… und das immer und immer wieder. Das übt, und gibt mir im Ernstfall deutlich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Danach folgt das Nähen und Klammern der Eisbeine. Interessant, bei Seegang wäre das Setzen einer Naht aber beinahe unmöglich. Toll ist dafür das Klammern, einfach und effektiv. So ein Gerät würde ich auf die nächste Reise mitnehmen. Und auch der Wundverschluss mit Sekundenkleber ist verblüffend effizient und hätte bei mir Vorrang vor einer Naht. Der Sekundenkleber ist zur Blasenbehandlung an den Fingern beim Basspielenen sowieso häufiger bei mir im Einsatz. Der erste Tag ist um. Ich habe viel gelernt und auch geübt. Schön.

Am zweiten Tag erscheinen mit der Chefärztin und einem Anästhesisten zwei neue Dozenten. Sie haben sich viel vorgenommen, verstricken sich aber etwas in Bildern und zuviel Theorie. Wie gesagt, ich will ja nicht operieren, sondern nur notversorgen. Dafür gehen dann die Infos über Aufbau von Wirbeln und Gehirnhäuten etc. deutlich zu weit. Gut zu wissen, aber in der Praxis für mich egal. Der Kursleiter spürt dann auch die einsetzende Unaufmerksamkeit und drängt wieder zu mehr Praxis. Es folgt dann das Anlegen von Infusionen und der Einsatz von Atropin, Adrenalin etc. aus Ampullen. Gefolgt von starken Schmerzmitteln, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Natürlich nur in der Theorie :-) Viel Zeit geht dann für die Info drauf, wie man sich eine entsprechende Bordapotheke zusammenstellen kann, was dort hineingehört und welche zoll- und strafrechtlichen Folgen damit international einhergehen. Schon interessant, für mich aber zur Zeit irrelevant. Die Uhr tickt und ich wünsche mir mehr Praxis in der „einfachen“ Wundversorgung. Das ist dann doch der häufigste Fall an Bord, denke ich. Platzwunde, Schnittwunde und co. Fällt aus Zeitmangel aber nun leider aus. Schade. Ist aber letztendlich überall nachzulesen. Und gehört vielleicht auch eher in den Bereich erste Hilfe, als zu „Medizin an Bord“. Geschenkt. Geübt werden dann auch noch Herzdruckmassage, Atemspende, Schienen von Brüchen mit Bauschaum und der Einsatz einer Bone Injection Gun als alternative Lösung zum Legen einer Infusion. Alles sehr praxis- und bordnah. Toll. Zum Ende gibt es dann noch ein Zertifikat und man wird mit schwirrendem Kopf ins Leben entlassen. Ich habe mir dann nachträglich noch Literatur besorgt und weiss nun definitiv eine Menge mehr als vorher. Ob ich das auch praktisch umsetzen kann wir die Zukunft zeigen…oder doch eher hoffentlich nicht :-)

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Every Single Week – Track 11 – Song und Musiker

Making of „My Everything“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:

 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Meine Frau Merih habe ich vor 16 Jahren kennengelernt, als ich auf der Suche nach einer Keyboarderin für meine Band „The Hamburg Soul Foundation“ mit der Grand-Prix Sängerin Corinna May war. Irgendwer empfahl mir eine junge, türkische Keyboarderin, die gerade frisch vom Studium aus Los Angeles zurückgekehrt war. Das klang natürlich interessant und so wuchsen wir gleichermassen musikalisch wie persönlich zusammen und waren schon bald ein Paar. Zusammen gingen wir dann auf Tour und hatten einige weitere Bands zusammen. Inzwischen geht jeder zwar musikalisch seinen eigenen Weg (für Lena Meyer-Landruth bin ich zu alt, Merih macht dort aber eine sehr gute Figur), aber wir sind, vielleicht auch deswegen immer noch sehr glücklich verheiratet. 

Zusammen auf der Bühne bei unserer Hochzeit

Merih war natürlich sofort meine erste Wahl für die Tasteninstrumente und ich bin sehr glücklich sie auf meinem Album mit dabei zu haben.

One for my Baby – Merih beim Martini Club


In den nächsten Wochen produziert sie nun ihr eigenes, türkischsprachiges Album. Ich darf auch einige Tracks am Kontrabass dazu beitragen und bis schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Mehr Infos dazu demnächst hier auf facebook.

Bir varmis bir yokmus – Ein Song von Merih

Ralf Hartmann

Ralf Hartmann hatte ich irgendwann einmal in den 70ern als Frontmann der Band „Franny and the Fireballs“ in meinem Heimatort Reinbek gesehen. Die Band und ihre Show hatte mich damals sehr beeindruckt und mich meine Fühler weiter in Richtung Rock’n’Roll ausstrecken lassen. Jahrzehnte später standen wir dann bei der Band „Kati und die Schulmänner“ gemeinsam auf der Bühne, wie man in diesem Video sehen kann.

Mit Ralf zusammen bei „Kati und die Schulmänner“

Franny and the Fireballs – früher


Franny and the Fireballs – heute


Aber neben dem Rock’n’Roll ist Ralf auch im Jazz, Swing und altem Schlager unterwegs und einige kennen ihn daher auch noch als Gitarrist von Olli Dietrich.
 
mit Olli Dietrich
Für „My Everything“ brauchte ich einen Jazzgitarristen und ein passendes Gitarrenintro und dachte daher sofort an Ralf. Und das war eine sehr gute Wahl, wenn ich mir den fertigen Song so anhöre.
Und hier der offizielle Eintrag bei Wikipedia

My Everything

Vocals Dara McNamara 
Guitar Ralf Hartmann
Drums Oliver Steinwede 
Piano Merih Aktoprak
Upright Bass Claus Aktoprak 
Flügelhorn Nicolas Boysen
Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

My Everything
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

I’m all alone and thinking of you, dear
Got nothing to do, cause I’m on my own here
My mind is filled with memories of you
And all the times, when I felt so blue

I am all smiles, just when I remember
Our day we met, t’was late in september
Now I’m so glad, I made you my wife
Cause you’re the love of my life

My everything, I’ll love you forever
I wear our ring, my greatest treasure
Your happiness is top of my list
Cause when my girl’s happy, there’s nothing I miss

Once in a while, please let us remember
That special day, so late in September
Your trembling hand
Found its way in mine
As we had found love’s devine

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Every Single Week – Track 10 – Song und Musiker

 
Making of „The Black Tie“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:

 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Micky Wolf

Micky aka Van Wolfen


Die Wege von Micky Wolf und mir kreuzten sich eines Tages über die Johnny Cash Tribute Band um Peter Caulton. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wer wen angerufen hatte, aber eines Tages trafen wir uns in einem Proberaum in Eimsbüttel und mir lief eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken herunter. Zum einen klang Peter wie der originiale, unlängst verstorbene Johnny Cash, zum anderen war und ist Micky einer der bluesigsten Gitarristen, mit denen ich je gespielt hatte. Und unser Sound war atemberaubend. Doch wie so viele Bands hielt auch diese Formation wegen persönlicher Reibereien leider nicht lange. Den Kontakt zu Micky habe ich aber immer aufrechterhalten..
Live im Weinland-Wohnzimmer
Neben dem Blues ist auch das Slidespiel Mickys große Stärke und er kann seine jahrzehntelange, stilübergreifende Erfahrung auf den Punkt abrufen. Im Studio hatten wir so im Rekordtempo viele coole Tracks, mit denen wir arbeiten konnten. E-Gitarre, Slide, Dobro, und neuerdings auch Cigarbox; alles auf den Punkt am Start. Der Traum jedes Produzenten. Mehr Infos gibt es auf Mickys Homepage.

Van Wolfen – Tarantula Blues

Micky und ich zusammen bei „Ring of Fire“

Christian Hönniger habe ich vor ein paar Jahren bei einem Projekt um die Musical Sängerin Annika Bruhns kennengelernt. Zu der Zeit veröffentlichte sie ein von Paul Glaser produziertes Country Album und wir spielten eine Handvoll Gigs und eine Releaseparty, bevor auch dieses Projekt zu einem unverdientem, schnellen Ende kam. Vorher hatte ich noch nie jemanden so Harp spielen sehen. Mit diesem gewaltigen Tonumfang und  dem bluesigen Sound. 

Christian bei der Löseckes Blues Gang


Hammergeil. Christian kommt aus Hannover (wie ich aber erst während der Aufnahmen erfuhr. Ich dachte, er käme mal eben schnell aus Hamburg vorbei…umso dankbarer bin ich ihm natürlich für die tollen Tracks!!) und spielt dort in einigen bekannten Formationen. Die Videos im Making Of bei der Aufnahmesession sagen eigentlich alles. Christian holt einfach alles aus sich und dem kleinen Instrument heraus und bleibt dabei auch noch so bescheiden. Im Ernst: Ich habe noch keinen besseren an der Blues-Harp gesehen als ihn!! Hier geht es zu Christians Homepage.
Christian und ich bei Annika Bruhns

The Black Tie
Vocals John Barron 
Backing Vocals Caro Leuzinger 
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener  
Backing Vocals Mario Schulmann 
Dobro Van Wolfen
Lead Guitar Van Wolfen
Blues Harp Christian Hönniger
Guitar Jürgen Gleba
Piano Merih Aktoprak
Keyboards Merih Aktoprak
Drums Oliver Steinwede 
Upright Bass Claus Aktoprak
Percussion Jochen Topp 
Saxophone Michael Prott
Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

 The Black Tie
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

Oh I don’t need no black tie
Now all my friends are gone
No I don’t need no black tie
Now I’m left here all alone

Friends had left me one by one
And no one will come back
And nothing I can do about
Just wear this tie in black

Life’s a bitch and then you’ll die
Is written in my face
And if it’s time for me to go
It’s not the end of the human race

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

SOLO

Pain and hurt and misery
Was all I ever found
And now my only place to be
Lies six feet in the ground

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone
And left me here to die
All alone
And left me here to die – all alone

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Every Single Week – Track 9 – Song und Musiker

Making of „Der einsame Seemann“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:

 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Uwe Steger

Bei ROLAND war ich die letzten Jahre vor meiner Reise als Produktmanager für das V-Accordion angestellt. Wie es dazu kam und warum gerade ich diesem Instrument „zugeteilt“ wurde, ist eine andere zu lange Geschichte. Fakt ist: Ich kann dieses Instrument weder spielen noch hatte ich je eine Verbindung zum Akkordeon. Es war für mich eigentlich immer nur verbunden mit Skiurlaubmusik. Oberkrainer an der Skihütte zum Glühwein. Im Nachhinein habe ich aber einmalige und großartig talentierte Musiker kennengelernt. Akkordeon ist eben kein Rock’n’Roll Instrument, das man so nebenbei erlernt. Da steckt sehr viel Musikunterricht und Übung dahinter. Es gibt für dieses Instrument sogar regelmäßig Wettbewerbe und Meistertitel, was ich im musikalischen und emotionalen Kontext eigentlich immer etwas schräg finde. Das war für mich immer mehr etwas für Klassiker. Es gibt ja auch keinen Weltmeister an der E-Gitarre oder an den Drums. Aber mich begeisterte immer auch schon Virtuosität. Und Musiker, die ihr ganzes Leben ihrer Leidenschaft widmen. So wie Uwe Steger. Hier und weiter unten eine Auswahl einiger seiner Videos. Mehr davon gibt es auf seiner Homepage.
 Uwe fingerfertig in „China“
Ich lernte auch Uwe Steger als Preisträger am ROLAND V-Accordion kennen. Uwe ist aber neben seiner großartigen Spieltechnik (er spielt mit einer, auf mich beinahe hypnotisch wirkenden Leichtigkeit) auch ein sehr kreativer Kopf. Der sich nicht nur mit dem perfekten Spiel gedruckter 32tel Noten zufrieden gibt, sondern auch selber komponiert und arrangiert. „Der einsame Seemann“ lebt ja nun wirklich nicht gerade durch ausgefeilte Melodien und Harmonien, also wollte ich durch die bluesige Gitarre und eben ein „intelligentes“ Akkordeonspiel dem Song eine eigene Note geben. Und das ist Uwe perfekt gelungen;wie er auch in dem Making Of Video erläutert. Für mich ist es eine echte Ehre, so einen genialen Musiker mit „an Bord“ gehabt zu haben.

Uwe Stegers Interpretation von „Lemon Tree“
Uwe spielt den Song „Freibeuter“ im Duett

„Der einsame Seemann“ – Offizielles Video

Der einsame Seemann
Vocals John Barron
Vocals Claus Aktoprak
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Bass Claus Aktoprak
Lead Guitar Yorck Mennich
Guitar Yorck Mennich
Acoustic Guitar Dara McNamara
Accordion Uwe Steger
E-Piano Merih Aktoprak
Saxophone Michael Prott
Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

Der einsame Seemann
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

Ich lief aus Bombay aus, ohne Gitarre
Und in Singapur, verlor ich mein Herz
Mein alter Seesack blieb zurück in Manila
Und im Tattooshop, verlor ich meinen Schmerz

Ich fuhr bis Helgoland, ohne ein Segel
Und in Brasilien verlor ich den Hut
Ich kam in China an ohne den Anker
Und vorm Traualtar verlor ich meinen Mut

Und jetzt denkst du, ich bin ein Loser
Doch ich verlor nie meinen Stolz
An Bord, an Land, bin ich oft so allein
Drum zieht es mich immer wieder raus
Denn ich bin ein einsamer Seemann
So weit weg von Zuhaus
Oh, so weit weg von Zuhaus

Ich fand noch immer meinen eigenen Weg
Ich ging über Backbord, auch mal Steuerbords oder schräg
Wenn mein Leben um ist und an mir vorüber zieht
Dann will ich nur Glück seh’n, und kein Schiet-iet-iet

Ich kam mal ohne Mast bis Neukaledonien
Fünf Liter Dieselöl, die blieb’m vor Cadiz
Mein Kapitänspatent nahm mir ein Kerl in Russland
Nur meine Unschuld, ja, die blieb hier auf dem Kiez

Und jetzt denkst du, ich bin ein Loser
Doch ich verlor nie meinen Stolz
An Bord, an Land, bin ich oft so allein
Drum zieht es mich immer wieder raus
Denn ich bin ein einsamer Seemann
So weit weg von Zuhaus
So weit weg von Zuhaus, so weit weg von Zuhaus

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Die Geschichte und das Video vom einsamen Seemann

Der Song „Der einsame Seemann“ ist definitv nicht die Musik, die ich üblicherweise schreiben, spielen oder hören würde. Und trotzdem habe ich mich in den Song verliebt. Inspiriert wurde ich durch die Comics von Lucky Luke bzw. der ewig gleichen Endszene, in der er stets singt: „I’am a poor lonesome cowboy, and a long way from home“. An den langen Segelabenden mit ihren spektakulären Sonnenuntergängen rund um die Mittsommernächte, kam mir immer wieder diese Zeile in den Kopf. Ich hatte dann die Songidee um einen Cowboy, der überall auf seinem Weg etwas verliert und dafür belächelt wird. Am Ende dann aber doch immer wieder selbstbewusst in den Sonnenuntergang reitet, und die Spötter hinter sich lässt. Die Musik und die ersten englischen Textzeilen waren schnell geschrieben, doch dann fand ich den Song erstens irgendwie banal und zweitens fand ich dieses Video im Netz. Also legte ich den Song zunächst auf Eis.

„I’m A Poor Lonesome Cowboy“ – Diesen Song gab es leider schon
„Der einsame Seemann“ – Ein Cowboy wird zum Matrosen
Nach meiner Reise spielte ich den Song John Barron bei einer Demoaufnahmesession vor. Und er schlug vor ihn doch auf deutsch umzutexten und ein Seemannslied daraus zu machen. Mein „Jaja“ liess er nicht gelten und so probierte ich ein paar Tage später einfach mal herum. Gleiche Story, aber statt dem Cowboy ein Matrose und ein deutscher Text. So wurde der einsame Seemann geboren. Und nach meiner sechsmonatigen Reise fühlte ich mich an Land in der Tat sehr verloren und verzehrte mich nach der Einsamkeit der See. So bekam der Text dann eine doppelte Bedeutung für mich. Und ein paar Wochen später nahm ich mit John die erste Version auf. Und wieder hatte er eine Idee: „Lass‘ uns das doch im Duett singen!“. Mein „Jaja“ verhallte wieder ungehört und bei meinem ersten Vortrag mit großer Live-Band sangen wir dann in der Tat zu zweit. Und es fühlte sich richtig an. 
Der einsame Seemann – Uraufführung

Wenn schon Seemannslied, dann aber richtig. Und ein Seemannslied braucht ein Akkordeon. Aus meiner Zeit bei ROLAND kannte ich den deutschen Akkordeonisten Uwe Steger. Für mich einer der besten, innovativsten und charmantesten Musiker an diesem Instrument. Und er sagte zu und spielte mir in seinem Studio in Leipzig einen wunderschönen Track ein. Doch dazu demnächst mehr im „Making of“ zu diesem Titel.
Beim Schnitt zum „Making of“ hatte ich die Idee zum Video eines Logbuchs samt Echtzeit-Handschrift und bewegten und statischen Bildern. Ein paar Stunden bei Google und ein paar weitere des Experimentierens später, hatte ich eine Lösung (ohne After Effects) gefunden. Handschrift in Excel (da kein Cursor) auf grünem Hintergrund, Text löschen mit Backspace während ich den Bildschirm im Videoprogramm aufnehme, dann den Text ausschneiden, per Chroma Key freistellen, rückwärts abspielen und auf die richtige Größe, Position und Tempo bringen. Ein paar Fotos mit Stativ machen und ineinander überblenden. Bis zu drei Videos auf einer Logbuchseite verkleinert und in Position und Winkel frei laufen lassen. Am Ende klappte alles, aber es kostete eine Woche Arbeit und viel Ausprobieren. Und das alles mit Magix Video Deluxe. Man lernt eben nie aus :-)  Viel Spaß mit dem Video!
Übrigens: Die Single und auch das ganze Album bekommst du hier:
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Vortrag und Auftritte auf der BOOT 2017 – Ein Blick hinter die Kulissen


Sieht entspannter aus als es war
Auf der diesjährigen BOOT in Düsseldorf war ich für einen Vortrag und zwei Live-Auftritte eingeladen. Was auf der Bühne dann (hoffentlich) immer locker und ganz entspannt aussieht, verhält sich hinter den Kulissen dann doch immer viel aufwändiger. Daher möchte ich in diesem Blogbeitrag einfach mal einen Blick hinter die Kulissen geben. Was steht also an? Erstens ein Vortag für meinen Verlag millemari auf der Bühne des Segel Centers. Auf Facebook hatte ich schon ein paar Bilder von der Bühne gesehen. Sehr groß, viele Zuschauer, beim Ansehen der Bilder leicht einsetzendes Lampenfieber…kenne ich alles, sollte ich aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zweitens ein 30-minütiger Auftritt beim Marina Verbund Ostsee und drittens ein weiterer, dieses Mal einstündiger Auftritt bei dem italienischen Marina Verbund FVG. Die beiden Auftritte bereiten mir keine Sorgen. Mit Dara McNamara an meiner Seite sind wir ein eingespieltes Team mit großem Repertoire. Da muss auch nichts mehr geprobt werden. Die Technik bringen wir selber mit. Kennen wir, funktioniert, klingt gut! Also beginne ich mit den Setlisten für die beiden Auftritte. Die sind schnell geschrieben und damit ist dieser Punkt abgehakt. 
Zurück zum Vortrag. Eine Woche vor der Messe telefoniere ich mit dem Techniker der Segel Center Bühne. Fazit: Alles kein Problem. Ich möchte bitte meinen eigenen Laptop mitbringen, damit meine PowerPoint Präsentation mit eingebundenen Video/Audio Daten auch sicher läuft. Für die zwei Livesongs nehmen wir unsere eigene, bewährte Technik und er legt dann einfach nur die Summe auf seine Anlage. Soweit so gut. Allerdings benötigt er das Video als HDMI-Signal. Mein Laptop hat aber nur einen VGA -Ausgang. Einen Adapter zur Wandlung bestelle ich daraufhin bei Amazon für €8.-. Kann ich bestimmt immer wieder gut gebrauchen. Problem gelöst. Denke ich aber leider nur…

Der Problemfall

 
Als nächstes steht der Reiseplan und die Lade- und Parksituation auf dem Programm. Aus Erfahrung weiß ich, dass man hier am ehesten Probleme bekommt. Der Reiseplan ist simpel. Wir fahren mit meinem Auto und übernachten auf dem Hinweg bei einem sehr guten Freund nur 30 Minuten entfernt vom Messegelände. So kommen wir entspannt an und können direkt nach der Messe wieder zurück nach Hamburg fahren. Denn am Tag nach der Messe habe ich in Hamburg noch einen Auftritt. Die Lade/Parksituation gestaltet sich aber deutlich schwieriger. Ich telefoniere mit Greta vom Segel Center. Ergebnis: Ich darf gegen Kaution für eine Stunde zum Ausladen auf das Gelände, muss dann allerdings draußen parken. Wer die BOOT kennt, weiß das das mit viel Zeitaufwand verbunden ist. Riesenparkplätze weit weg von den Hallen, Shuttlebusse, lange Wege. Wird schon klappen. Ein großes Problem stellt allerdings der Abbau dar. Denn man kann lt. Plan nur bis 1800h auf das Gelände fahren. Unser Auftritt geht aber von 1700h bis 1800h. Vorher geht auch nicht, da nach einer Stunde Aufenthalt die Kaution weg wäre. Das lässt sich im Vorfeld auch per Telefon nicht klären, muss sich also vor Ort irgendwie lösen lassen. 
Zurück zum Vortrag. Der ist auf der HANSEBOOT schon gut angekommen, war allerdings etwas zu lang. Mit zwei Live Songs wird es auch nicht besser, also kürze ich ihn noch hier und da etwas und mache, wie üblich, einen Probevortrag für meine Frau. Alles passt, ich liege zeitlich gut im Rennen. Nur merkwürdig das der Ton aus dem TV und nicht aus der Anlage kommt. Das muss wohl am HDMI -Adapter liegen? Kann man sicher im Laptop schnell umstellen, denke ich mir. Einen Tag vor der Abreise packe ich langsam alles zusammen. Es gibt immer so viel zu bedenken. Anfahrt, Tickets, Texte, Leadsheets, Notenständer, Kabel, Batterien, Klamotten, Bargeld für die Kaution, USB-Sticks, Backups, CDs und DVDs. Ausdrucke des Vortrages falls die PowerPoint nicht im Referentenmodus läuft…wie auf der HANSEBOOT. Die Liste ist endlos und es dauert auch immer einen ganzen Tag bis ich wirklich alles zusammenhabe. 
Der Reisetag ist entspannt, wir kommen gut durch und werden bei meinem Freund in Essen regelrecht verwöhnt. Tolles Essen, guter Wein, schöne Gespräche…wir haben uns lange nicht gesehen. Die Zeit verfliegt nur so und wir sind erst gegen zwei im Bett. Und um 0800h schon wieder auf den Beinen, denn ich möchte früh auf der Messe sein. Denn ich hasse Hektik vor dem Vortrag! Etwas schwer vom Wein kommen wir langsam in die Gänge, und ich erfahre, das wir erst ab 1000h auf das Gelände fahren können. Mit Ausladen, Aufbau und Auto wegbringen wird das nun schon eng. Mist. Es klappt aber alles reibungslos und um 1030h steht schon die Anlage auf der Bühne, der Sound stimmt, die PowerPoint läuft…einzig der Ton aus dem Laptop ist nicht vorhanden. Und er lässt sich nicht, wie gehofft, schnell in einem Menü umschalten, sondern geht stur über HDMI raus. Ich probiere hektisch herum, aber dann kommt schon Meno Schrader auf die Bühne und ich muss verschwinden. Jetzt wird es eng. Gut, erst einmal das Auto vom Gelände bringen, denn in 50 Minuten beginnt ja nun auch schon mein Vortrag. Hatte ich schon gesagt, dass ich Hektik vor Vorträgen hasse? Bei der Ausfahrt des Geländes frage ich nun auch nach, wie ich den nach 1800h wieder einladen soll. Antwort: Ich benötige eine Nachtarbeitsgenehmigung die mir am Tor 2 im Messebüro ausgestellt werden könnte. Ich weiß weder wo sich das Tor 2 befindet, noch was ich für diese Genehmigung benötige aber die Zeit drängt. Wird schon werden. Ich finde ein Parkhaus nicht so weit weg vom Messegelände stelle schnell mein Auto ab und hetze vorbei an den endlosen Hallen von Nummer 8 bis Nummer 15. Mir tun jetzt schon die Füße weh. Auf dem Weg google ich nach dem HDMI Ton Problem. Ich finde jede Menge Einträge dazu, allerdings keine Lösung. Das Problem scheint also bekannt zu sein, aber nicht einfach zu beheben. Langsam beginne ich Ausweichszenarien durchzudenken. Meine Filmausschnitte laufen nun derzeit ohne Ton; soll ich ihn einfach nachsprechen? Oder die Sequenzen einfach stumm laufen lassen und sie hinterher erläutern? Ich habe die Präsentation ja auch als Backup auf einem Stick. Vielleicht läuft sie beim Techniker? Nicht schön das alles.
Zurück in der Halle treffe ich die ersten bekannten Gesichter. Hallo hier, hallo da. Immer ruhig und höflich. Doch ich habe nur noch 15 Minuten bis zum Vortrag und werde langsam etwas nervös J Ich eile mit meinem Stick zur Technik, und natürlich laufen die Videos nicht auf seinem Laptop. Arrggghhhh. Doch der Kollege ist ganz entspannt und sagt: „Wir haben doch noch 10 Minuten.“ Zum Glück sitzt der gerade Vortragende auf einem Boot neben der Bühne, so das wir an meinen Laptop kommen. Aber es will einfach nicht klappen. Interne Ausgänge, ein extra Audiointerface…alles bleibt stumm. Na dann. Ich entscheide mich dafür die Filmpassagen in Echtzeit zu synchronisieren. Wird schwierig, aber vielleicht findet es das Publikum ja auch unterhaltsam. Ich gehe zu Dara, hole mein Instrument und atme ein paar Mal tief durch um mich für den Vortrag zu entspannen. Der in zwei Minuten beginnt. Wir platzieren uns auf der Bühne, stellen die Mikros auf und plötzlich sagt der tiefenentspannte Techniker: „So, es läuft!“. Der Ton ist da. Yes, yes, yes!!! Auf den wahrlich letzten Drücker. Jetzt bloß nichts anmerken lassen. Ruhig sprechen. Immer langsam. Mir gelingt ein perfekter Einstieg in den Vortrag und wir spielen den ersten Song.  „Ich geh‘ segeln“, die Leute tanzen, bleiben stehen, die Stimmung ist gut. Der Rest des Vortrages läuft von alleine. Ich habe viel Zeit, da wir extrem pünktlich angefangen haben, muss nicht hetzen und komme exakt um 1159h zum Ende. Das hat dann doch noch richtig Spaß gemacht. Nun kann ich endlich auch alle richtig begrüßen, einige Fragen beantworten und noch ein paar Bücher und DVDs verkaufen. Und die Zeitschrift „Production Partner“ nimmt Kontakt auf. Sehr cool, die habe ich bei ROLAND immer gerne gelesen.  Der schwierigste Part ist damit überstanden. Ich bedanke mich noch einmal bei der Technik und frage nach. In irgendeinem Untermenü musste er erst etwas aktivieren, damit es dann in einem weiteren Untermenü anwählbar wird um es dann wiederum im Soundmenü als Wiedergabegerät einstellen zu können. Sollte ich mir nächstes Mal besser vorher ansehen.

Es läuft…auf der Bühne des Segel Centers

Um die beiden nächsten Auftritte mache ich mir keine Sorgen mehr. Lampenfieber kenne ich nur vor Vorträgen mit all ihren Unwägbarkeiten. Das nächste Problemthema ist also erst der Abbau. Und die Nachtarbeitserlaubnis. Das Wort klingt schon nach Schwierigkeiten! Aber zunächst einmal ziehen wir weiter zum Stand des Marina Verbundes Ostsee. Wir werden hier im Sommer eine kleine Tour durch die Häfen des Verbundes machen, die sich von Südschweden bis an die polnische Grenze verteilen. Ich freue mich da schon wie ein kleines Kind darauf. Mit meinem Boot von Hafen zu Hafen zu fahren, dort Musik machen und auch noch Geld dafür bekommen. Von mir aus kann die Tour gerne über 5 Jahre gehen JIch hole Stefanie von meinem Label auf die Messe und wir werden herzlichst vom Marina Verbund empfangen. Kaffee, Süßigkeiten, eine kleine Bühne. Großartig. Wir haben eine Stunde Zeit für Aufbau und Relaxing. Es kommen wieder ein paar bekannte Gesichter vorbei und wir klönen in der Lounge am Stand. Der Auftritt läuft dann sehr gut, es ist allerdings um diese Uhrzeit recht schwierig das Publikum zum Anhalten zu bekommen. Zu viel gibt es noch zu sehen, zu weit sind die Wege. Die Balladen gehen ein wenig unter im Gewusel. Also machen wir lieber ein paar schnelle Nummern und am Ende haben wir doch eine hübsche, kleine Crowd zusammen. Ein gelungener Tourauftakt für den Sommer. Ich freu‘ mich echt darauf!

 Gute Laune am Stand des Marina Verbundes Ostsee

Bevor wir weiterziehen muss ich mich jetzt aber um den Abbau kümmern und laufe über das endlos scheinende Gelände bis ich endlich einen Eingang in ein offiziell anmutendes Gebäude finde. Irgendwann finde ich dann auch eine Information und die sehr nette Dame schleppt mich in ein Security Büro. Hier werde ich nach Anliegen, Stand und Firmenname befragt und habe 2 Minuten später die Nachtarbeitserlaubnis in der Hand. Kein Antrag, keine Kosten. Wunderbar. 
Die Nachtarbeitserlaubnis…nur statt luvgier haben sie Lufftgitr geschrieben 
Damit sind nun alle Probleme gelöst und wir ziehen weiter zum Stand des italienischen Marina Verbundes FVG. Dort soll von 1700h bis 1800h eine kleine Standparty mit Preisverlosung stattfinden und wir liefern dazu die Musik. Klingt toll und ich freue mich darauf. Italiener verstehen es zu feiern. Wir werden wieder sehr, sehr warmherzig empfangen bauen unsere Sachen schnell auf und haben danach 90 Minuten Leerlauf. Endlich Zeit zum Essen. Leider ist es genauso schlecht, wie teuer.  Und dann setzt am Stand auch noch ein toter, müder Punkt ein. Wir probieren beide nicht von den Barhockern zu fallen und vermeiden den Gedanken an die lange Rückfahrt nach Hamburg. Sind uns nur einig direkt nach Auftrittsende sofort loszufahren. 

 Dolce Vita bei FVG Marinas Network
Aber dann sagt Susanne uns auch schon an, von irgendwo her taucht Prosecco auf, und mit einem Mal ist der Stand voller netter Menschen. Teils bekannte, teils neue Gesichter und eine nette Party ist in Gange. Es ist angenehm voll, die Italiener sind zufrieden und tanzen, der Sound ist gut. Es macht wirklich Spaß und ich träume davon nach der Ostseetour dann direkt die Italientour durch die Häfen des Verbundes anzuhängen! Ich liebe Italien! Wie cool wäre das denn bitte? Nach dem Auftritt quatsche ich noch ein wenig hier und da, verkaufe auch noch ein paar CDs und werde vom Verband TransOcean kontaktiert. Den kenne ich nur aus Büchern von Langfahrern und bin direkt ein wenig stolz, das sie auf mich aufmerksam geworden sind. Bin mal gespannt, was sich da noch ergibt!  Ich gehe das Auto und habe enorme Schwierigkeiten es in dem nun fast leeren Riesenparkhaus wiederzufinden. Ich bin vorhin in der Eile einfach losgelaufen ohne mir die Platznummer zu merken. Anfängerfehler! Ich will schon umdrehen, da finde ich mein Auto doch noch in der letzten Ecke. Problemlos geht es auf die Messe, wir bekommen auch noch nette Hilfe von zwei Segelrebellen beim Einladen und sind schnell auf der Autobahn. Wir halten nur für einen riesengroßen Kaffee und sind um 2230h bereits wieder in Hamburg. Ich falle tot ins Bett und wache am nächsten Morgen mit einer fetten Erkältung auf. Heute Abend ist noch ein Auftritt mit Biggs B Sonic im Weinland am Hamburger Hafen, den schaffe ich auch noch und dann ist Musikerwochenende. Der Auftritt macht Spaß und kommt gut an, ich kann zwar weder sprechen noch mitsingen, aber das machen die beiden Jungs aus der Band schon selber sehr gutJUm Mitternacht sitze ich dann in einem Chinarestaurant auf der Reeperbahn vor einer Hühnersuppe und freue mich auf den Montag. Endlich frei. Nach einem sehr erfolgreichen Wochenende.

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Im Glüxpiraten Segeltalk

Danke an die Glüxpiraten für dieses tolle Interview!! Ich hätte noch stundenlang weitermachen können… Tolle Idee, und es gibt viele interessante Podcasts kostenlos auf der Seite der Glüxpiraten. Unbedingt mal reinhören!

http://gluexpiraten.de/gst009-interview-mit-claus-aktoprak/

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Every Single Week – Track 8 – Song und Musiker

Making of „Flying“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:
 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Andreas Pappert

Andreas Pappert kenne ich nun auch schon gute 20 Jahre. Ich hatte ihn für einige Zeit als Keyboarder in der „Hamburg Soul Foundation“ unter meiner musikalischen Leitung mit GrandPrix-Vorausscheid Gewinnerin Corinna May. Das brachte mir bei ihm den Spitznamen „Doktor Akkord“ ein. Ungefähr zur gleichen Zeit produzierten wir ein Album mit der Hamburger Band „Hangover Brothers„. Mit Andi an den Drums und mir am Bass. Eigentlich mehr zum Spaß im Proberaum produziert, ist das Album aber wirklich sehr, sehr cool geworden und hat eine unglaubliche Energie.

 
Wohl auch ungefähr zur gleichen Zeit gründete Andreas dann sein Label woold records. Neben dem Label hatte Andreas aber auch die Agentur Dolce-Vita-Entertainment und bringt auch heute noch diverse namhafte Künstler in große Einkauszentren in ganz Deutschland.  Ich war dann  oft als Techniker gebucht, und dankbar für das Geld. Denn als Musiker hat man davon ja immer zu wenig. Wir waren gemeinsam unterwegs mit Jürgen Drews, Bernhard Brink und co. Diese Touren schweissen einen natürlich noch mehr zusammen.

Dann trennten sich unsere Wege für meine Zeit bei ROLAND, denn als Angestellter hatte ich nicht mehr die Zeit für lange Tourneen. Und als ich dann jetzt ein paar Jahre später seine Stimme auf einem Demo seiner Band Mocktones hörte, war ich ganz überrascht. Ich kannte Andreas immer schon als guten Harmoniesänger, aber seine Solostimme war genau das, was ich für den Titel Flying brauchte.

 
Die Mocktones – Live

Das er mein Album nun auf seinem Label auch veröffentlicht, war zunächst gar nicht geplant, aber eine tolle Überraschung. Denn heutzutage ist ein motiviertes Label mit Engagement Gold wert, und ich würde ohne Andreas sicher nicht da stehen, wo ich jetzt bin. Und wir haben ja gemeinsam auch noch viel vor! Wie zum Beispiel eine Sommertournee auf unseren Segelbooten durch die Ostseehäfen, Remixe von „Ich geh‘ segeln“ und vieles mehr. Lasst euch also überraschen!

Die Mocktones – Live

Flying
Vocals Andreas Pappert
Backing Vocals Caro Leuzinger
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Bass Claus Aktoprak
Guitars Yorck Mennich
Acoustic Guitar Claus Aktoprak
Additional Guitars Claus Aktoprak
Additional Guitars Jürgen Gleba
Piano Merih Aktoprak
Keyboards Merih Aktoprak
Saxophone Michael Prott
Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

Flying
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

You say stop when I say go
Why we are fighting I don’t know
You say yes, but I say no
I think we lost it long ago

Well, I won’t miss your tears
And I won’t miss your fears, hey nothing is forever
It’s just a step outside in the morning light
Let the party begin

Flying
Yeah it feels like I am flying
Yes, it feels like am flying and my freedom lifts me up
Sailing
Oh it feels like I am sailing in the sun
My new life’s just begun
I’m flying, flying in the sun

You say “Wrong”, when I think: “Right”
We’re like fire and dynamite
You let go, when I hold tight
You don’t see the stars at night

Well, I won’t miss your words
And I won’t miss your hurts, hey nothing is forever
It’s just a step outside in the morning light
Let the party begin

CHORUS

Telephone: I’ll give my life a brand new start,
Just listen to my heart,
Hey hang up the phone and party 1, 2, 3, 4

Flying
Yeah it feels like I am flying
Yes, it feels like am flying and my freedom lifts me up
Sailing
Oh it feels like am sailing in the sun
My new life’s just begun
I’m flying, flying in the sun
I’m on my way

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Every Single Week – Track 7 – Song und Musiker

Making of „Aftershow“

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie „Every Single Week“  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album „Zeitmillionär“ vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem „Making of“ einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:

 Making of – Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Dara McNamara


Mit Dara spiele ich schon viele, viele…viele Jahre zusammen. Überwiegend in Irish Pubs auf der Reeperbahn und in Hannover haben wir uns anfangs die Nächte um die Ohren geschlagen und sind dann im Hellen nach Hause gefahren. Harte Zeiten. Der Ire Dara McNamara ist auf einer Reise in Hamburg gelandet und hier (wie einige andere seiner Landsleute) hängengeblieben. Irgendwann war uns die Reeperbahn zu viel. Ich habe mir einen „echten“ Job und Dara sich andere Orte zum Spielen gesucht. Man wird ja nicht jünger. Unsere Wege kreuzten sich aber immer wieder (da wir auch privat sehr gut befreundet sind) und so standen und stehen wir auch immer noch häufig zusammen auf der Bühne. Dara hat für mich DIE Balladenstimme schlechthin. Ich könnte ihm stundenlang zuhören und er versteht es sein Publikum zu verzaubern. Von daher wollte ich ihn unbedingt für mein Album haben und so hat er auch vier Titel dazu beigetragen. Und da er „nebenbei“ auch noch ein brillianter Akustikgitarrist ist, hat er diese auch noch auf vielen weiteren Songs eingespielt.

Dara hat eine eigene Homepage mit allen Terminen und Infos.

https://www.amazon.de/gp/product/B00QL39E6Q?ie=UTF8&keywords=Dara%20McNamara&qid=1455739270&ref_=sr_1_1&sr=8-1

Und er hat vor kurzer Zeit sein Konzeptalbum „Seven“ auf den Markt gebracht. Hier kann man einmal reinhören.

Diesen Song hat Dara auf unserer Hochzeit gesungen

Und hier ist Dara mit seiner Band Pickville beim NDR zu sehen.

Jurik Maretzki

Mein Executive Proucer Jurik war ein echter Geheimtipp. Dara hatte dort sein Album SEVEN gemischt und teilweise produziert und schwärmte begeistert von Juriks Talent. Dazu kam, das sein „rooted music studio“ bei mir um die Ecke lag, was das Arbeiten sehr vereinfachte. Wir lernten uns kennen, wurden uns einig und begannen dann 14 Tage später mit der Produktion. Da wusste ich noch nicht, das ich Jurik in diesem Jahr häufiger als meine Frau sehen sollte. Bei der Studiowahl sollte man also auch darauf achten, ob es menschlich harmoniert. Und das passte mit Jurik alles sehr gut zusammen. Zu jedem Song hatte er ergänzende Vorschläge und Ideen und vor allem war er der König der PlugIns. Und er war unermüdlich beim Editieren und bei der Arbeit mit Melodyne und co. Keine Spur blieb unberührt. Ich hatte anfangs Angst davor, das dadurch etwas von der Spontanität und dem Live-Vibe der Aufnahmen verloren geht und verliess daher oft das Studio bei diesen Arbeiten. Aber im Vorher-Nacher Vergleich gewannen dann doch stets die bearbeiteten Spuren. Jurik weiss definitv was er da macht! Und wir kamen uns auch menschlich näher und am Ende bin ich froh, über die Arbeit einen tollen Freund gefunden zu haben.

Die Planung der Aufnahmen mit den 30 Musikern und den unzähligen Spuren war eine weitere große Herausforderung. Ich erstellte mehrseitige Excel Dokumente zur Planung der Aufnahmen und des Mixes. Jede aufgenommene Spur wurde abgehakt. Und die gesamte Planung haben wir sogar wirklich eingehalten. Es war zwar eine mühsame Vorarbeit, aber ohne diese wäre ich wahrscheinlich heute noch am Aufnehmen.

Aftershow

Vocals Dara McNamara
Backing Vocals Caro Leuzinger
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Bass Claus Aktoprak
Guitars Yorck Mennich
Acoustic Guitar Dara McNamara
Additional Guitars Claus Aktoprak
Pedal Steel Karen Adolph
Lead Guitar Yorck Mennich
Piano Merih Aktoprak
Keyboards Merih Aktoprak
Saxophone Michael Prott

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki

Aftershow
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

Every night I sing my love songs
Every night I give my best
There are times when I feel useless
Sometimes better than the rest
But every show is ending
When it’s best you’ll have to go
Sometimes I think my whole life
Is a never ending show

I will tell you all about her
She was more then I deserved
She was the best and loveliest person
I’ve ever seen on earth
With a twinkle of her eye
She showed, I was her only one
One day she stopped to twinkle
One day later she was gone
And now the stage is bare, the curtain’s down
Lights are glowing dim,
I hear the people going home,
Weeks have passed, still I wait for you
And the stage is getting cold
But I’m going home alone
So my friends if you should see her
Somewhere on the road tonight
Let her know that I will be there
Oh, I long to hold her tight
Please tell her that I love her
Tell her that I do
Cause if she’s not here to listen
I must sing this song to you
CHORUS
So listen to my story
Listen to my song
Hold your ladies tight tonight
Cause tomorrow, they might be gone
SOLO
Hold your ladies tight tonight
Cause tomorrow, they might be gone

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