Monatsarchive: Januar 2016

SV Civetta II – Vlado Porvaznik SK

HIMALAJA – EL CAPITAN – 4 x ATLANTIK UND DIE GANZE WELT

Himalaya

Wie das Ganze zusammenhängt? Hier eine interessante Geschichte aus dem wahren Leben:
Wenn ein eingefleischter Bergsteiger aus Slowenien fast alle Herausforderungen, die man weltweit im Hochgebirge bezwingen kann, bereits hinter sich gelassen hat, und dann das Segeln für sich entdeckt, kann man sicher sein, dass der Mann auch in diesem neuen Medium etwas Besonderes auf die Beine stellt. WEITERLESEN

Die Wnuk Müller Saga

Für die Ewigkeit gebaut

Wusstet ihr schon, dass die Wnuk Müller sich in der kommenden Woche vor 20 Jahren zum ersten Mal im Düsseldorfer Schnee stehend geküsst haben? Bestimmt nicht. „Wären wir verheiratet, hätten wir jetzt also quasi bald goldene Hochzeit“, meint Frau Müller. 10 Jahre auf See, sieben Tage die Woche 24 Stunden gemeinsam an Bord der IRON LADY, zählen doppelt. Dann wären wir jetzt auf 30 Jahren angekommen. Und? Fühlen wir den Alltag, die Gewöhnung? Vielleicht doch mal Lust auf was anderes? Oder kann man jetzt denn auch den Rest des Lebens mit dem gleichen Partner durchs Leben gehen. Proofed – Sozusagen. Mann und Frau zweifeln ja nun doch auch mal an sich selbst und an dem Partner. Das gehört doch dazu? Oder etwa nicht? Das ich dann letztes Jahr fast acht Monate auf See verbracht habe, war denn wohl ein bisschen zu lang und zu viel haben wir festgestellt. MARLIN hin und MARLIN her – unsere Familie ist uns doch auch wichtig. Den langen Flensburger Winter als Single durchzustehen ist eben auch kein Pappenstiel. Ich bin ja der Meinung, dass die MARLIN auch für zwei Skipper genug Anspruch bietet. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Also: Skipper gesucht für die MARLIN. Einer der mit einsteigt. Drei Monate Du, drei Monate ich. Das wär doch mal was. Leider gar nicht so einfach, denn mit den sechs Kojen, vier bis fünf Gästen, der See-BG mit ihren bescheuerten Regeln im Rücken und tausende von anderen Schiffen die sich nicht daran halten. Es wird einem echt schwer gemacht eine deutsche Fahne am Heck seines Dampfers über die Weltmeere zu segeln.

Aber wir wollen ja kein Trübsal blasen. Wir schauen in die Zukunft. Erst mal in die nähere Zukunft. Ich habe dieses Jahr die Törnplanung mit Nathalie zusammen gemacht und mit der Hinsicht darauf, dass wir uns als Familie mehr und länger sehen. Also kein Spitzbergen, keine Antarktis, einfach über den Teich. Wer mit will schaut sich unseren Törnplan an.

 


Mitsegeln auf der MARLIN. Buche jetzt Deinen Trip mit der MARLIN. Kuba ab Mitte April. Atlantiküberquerung 2016 von den Bahamas über Bermudas zu den Azoren oder sei bei der Atlantiküberquerung von den kanarischen Inseln nach Union Island in der Karibik im November dabei. www.marlin-expeditions.com

Mal kurz zur Apotheke … 

In Deutschland wäre alles so einfach: Am Morgen in die nächste Arztpraxis, eine Stunde warten, ein Blick des geschulten Arztauges – und ein Rezept für die passenden Medikamente. Dann ein paar Türen weiter in die nächste Apotheke, ein paar gute Pillen…

Der Trick mit der WCV (Waypoint-Closure-Velocity)

seonke_roever

von Sönke Roever

Navigationsgeräte an Bord liefern unterschiedliche Geschwindigkeitsangaben. Die am meisten genutzte stammt aus dem GPS-Gerät und heißt Speed over Ground (SOG) – also die Fahrtgeschwindigkeit über den Meeresboden. Nicht selten gibt es auf Segelschiffen auch ein klassisches Sumlog, das die Geschwindigkeit durch das Wasser anzeigt (Speed through water bzw. STW). Sie wiederum hilft beim Segeltrimm, da Veränderungen sofort sichtbar werden. Beim Speed over Ground hingegen vergeht immer ein wenig Zeit – je nachdem wie die Berechnung im GPS-Gerät eingestellt ist.

Daneben existiert noch eine dritte Komponente, die erfahrungsgemäß nur wenige Segler kennen oder nutzen – die Waypoint Closure Velocity (WCV) auch Velocity made good (VMG) genannt. Damit ist die gut gemachte Fahrt zu einem Ziel gemeint – quasi die Geschwindigkeit über Grund auf ein Ziel zu. Kreuzen wir gegen den Wind auf einen Wegpunkt zu, können wir ihn logischerweise nicht direkt anliegen. Stattdessen zeigt der Bug immer am Ziel vorbei, dennoch nähern wir uns ihm. Dies wird auf der nachfolgenden Abbildung sichtbar.

wcv3

Wie zu sehen ist, zeigt der Bug zunächst 35 Grad am Ziel vorbei, und das Schiff macht sechs Knoten Fahrt über Grund. In diesem Fall bewegt es sich mit einer WCV von 4,9 Knoten auf das Ziel zu. Später sind es 55 Grad Abweichung, und die WCV beträgt nur noch 3,4 Knoten. Diese Werte zu errechnen ist kein Hexenwerk. Hinter der WCV verbirgt sich eine einfache Formel, die sich aus der Geometrie eines rechtwinkligen Dreiecks ergibt. Sie lautet:

WCV = Cosinus (Winkel der Kursabweichung) x Geschwindigkeit über Grund.
Also cos 35 Grad x 6 Knoten = 4,9 Knoten

Diese Information hilft auf einer Langfahrt, wenn der Weg zum Wegpunkt noch relativ weit und der Wind wechselhaft ist oder eine Strömung das Leben schwer macht. Wer dann eine lange Kreuz vor sich hat, kann diesen Parameter sinnvoll nutzen und beispielsweise immer dann eine Wende einleiten, wenn der Wert eine bestimmte Grenze unterschreitet. Nicht selten läuft es danach auf dem anderen Bug besser.

Video, das die WCV zeigt (die Zahl in der unteren Zeile am linken Gerät)

Auch gibt es häufig an Bord die Frage, ob es zielführender ist, mit dem Schiff an der Kreuz maximal Höhe zu kneifen oder etwas abzufallen. Kneifen wir Höhe, segeln wir mit dem bestmöglichen Winkel auf das Ziel zu, sind dafür aber nicht so schnell. Fallen wir etwas ab und segeln stattdessen mit leicht gefierten Schoten, sind wir deutlich schneller, laufen aber auch weniger Höhe und dafür mehr am Wegpunkt vorbei. Die Wahrheit liegt dazwischen, und die Herausforderung ist, die optimale Kombination aus Winkel zum Wind und der sich daraus ergebenen Geschwindigkeit zu finden, um möglichst schnell zum Ziel zu gelangen. Dieser Optimalwert heißt in der Fachsprache »Target Boat Speed«.

wcv4

Auf einer langen Kreuz hilft die WCV, den optimalen Winkel zum Wind zu finden.

Der Trick bei einer Langfahrt ist, bei widrigen Verhältnissen über lange Distanzen einfach am GPS die WCV abzulesen und solange mit der Segelstellung und dem Winkel zum Wind zu spielen, bis sie maximal ist. Dann hat man den Target Boat Speed gefunden. Für kurze Strecken lohnt es sich in der Regel nicht nach WCV zu segeln, weil sich der Winkel zum Ziel zu schnell ändert und damit auch die WCV. Auf langen Strecken ändert sich der Winkel der Kursabweichung hingegen nur sehr langsam und ermöglicht daher einen besseren Vergleich bei der Wahl des richtigen Buges und des Winkels zum Wind.

Dazu ein Beispiel: Auf den letzten 146 Seemeilen der Überfahrt nach Neuseeland haben wir Gegenwind bekommen, und eine leicht versetzt laufende Strömung hat uns zusätzlich das Leben schwer gemacht. Wind und Strömung waren zudem sehr wechselhaft. Um unter diesen Bedingungen den schnellsten Weg zum Ziel zu finden, sind wir stur nach der WCV gesegelt. Immer wenn sie unter vier Knoten sank, haben wir mit den Segeln gespielt, und wenn das nichts brachte, eine Wende gefahren. Mit uns segelten etliche andere Yachten und nicht wenige Skipper haben sich gewundert, warum wir am Ende einen ganzen Tag eher in Neuseeland angekommen sind. Von einigen haben wir zu hören bekommen, »wie toll unser Schiff segelt«. In Wirklichkeit segelt es auch nicht besser als andere Schiffe – wir haben nur schlicht die moderne Technik genutzt, um den optimalen Weg zum Ziel zu finden. Wobei es uns dabei weniger um das Abhängen der anderen als vielmehr um das schnellstmögliche Ankommen ging. Zum einen ist Kreuzen nicht gerade unsere Lieblingsbeschäftigung und zum anderen zog bereits das nächste Tief auf und wir wollten schnell in den Hafen.

Uwe_Roettgering

Ergänzung von Uwe Röttgering

Entsprechendes gilt für Kurse vor dem Wind. Liegt das Ziel genau in Lee, ist man meist schneller, wenn man den Wind nicht genau von achtern nimmt. Als Faustformel gilt: je schwächer der Wind ist, desto vorlicher sollte man auf raumen Kursen den Wind für ein optimales VMG nehmen. Kompliziert? Dann ein Beispiel: Kann man das Ziel direkt mit dem Wind genau von achtern anliegen lassen wird man schneller sein, wenn man den wahren Wind aus z.B. 165 Grad nimmt und auf halbem Weg eine Halse fährt. Dass man mit dem Wind aus 165 Grad schneller ist, als bei genau achterlichem Wind (also 180 Grad) ist, liegt an der besseren Wirksamkeit der Segel bei diesem Einfallswinkel. Beispielhaft für viele Fahrtenyachten kann man dies schön am Geschwindigkeitsdiagramm einer Halber Rassy 37 sehen:

hr37

Bildquelle: Hallberg Rassy

Für das beste VMG bei 4 Knoten Wind sollte der wahre Wind aus 137 Grad kommen, bei 20 Knoten (TWS) dagegen aus 171 Grad. Auch wenn diese Werte für die HR 37 berechnet sind, dürften sie auf die meisten Fahrtenyachten annähernd übertragbar sein. Rennyachten müssen den Wind für ein optimales VMG noch deutlich vorlicher nehmen, da sie, einmal ins Gleiten gekommen, die zusätzlich zu segelnde Strecke durch einen überproportionalen Geschwindigkeitszuwachs wieder wettmachen.

Der Beitrag Der Trick mit der WCV (Waypoint-Closure-Velocity) erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Es ist vollbracht

Die Musik kommt so laut aus den Boxen, das man glaubt live auf der Bühne zu stehen. Ich blicke nach links.
Dort steht Dara mit der Akustikgitarre am Mikro, daneben zwei glücklich strahlende Gitarristen. Fabi und Jürgen. 

Weiter hinten meine Frau Merih am Turm aus Fender Rhodes und NordStage. Ein Riesenlächeln im Gesicht. 
Hinter mir höre ich Olli an den Drums. Immer genau auf dem Beat, drückt das noch einmal extra. 

Ich schaue in die andere Richtung. Michael und Linda an den Saxophonen. Gefangen in der Musik.
Und dann kommen auch noch die fetten Backgroundgesänge aus den Boxen und ich drehe mich noch weiter um. An drei Mikrofonen strahlen Caro, Kati und Mario um die Wette. „Ich geh‘ segeln, a-ha-ha-hah“. 

Musik und Instrumente wohin ich höre und sehe. Und in diesem Augenblick treffen mich zwei Gedanken wie ein Blitz. 

Nummer eins: Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte lass es mich irgendwie schaffen diese tolle Band mit Männern und Mäuschen einmal live auf eine große Bühne zu bringen. Nur einmal!! Und in den Gesichtern sehe ich, dass ich wohl nicht alleine mit diesem Gedanken bin. Nicht die kleinen üblichen Besetzungen, sondern einmal das volle Programm vor ausverkaufter Halle. 

Nummer zwei: Meine kleine Idee ist erwachsen geworden. Eigentlich wollte ich nur ein wenig Musik unterwegs für meine Videos im Blog machen. Dann wurde daraus ein Film, dann ein ganzer Soundtrack. 15 neue Songs. Fertig aufgenommen und gemischt. Ich habe 30 Musiker motivieren können mich dabei zu unterstützen. Und die Songs können anhand der positiven Reaktionen auch so schlecht nicht sein. Und dann habe fast alle Musiker noch einmal motivieren können, heute in das elevate Studio in Hamburg zu kommen um einen letzten Dreh für mein Filmprojekt zu machen.  Alle Songs in einer anderen Besetzung. Der Dreh dann mit 7 Kameras, Licht, Essen und Trinken plus penible Terminkoordination. Das hat mich ein paar Tage vorher komplett aufgefressen. Werden alle kommen? Funktioniert die Technik? Habe ich an alles gedacht? Was wäre wenn? Wer trinkt was? Was wenn es viel länger dauert als geplant?
Und in diesem einen Augenblick ist es Realität. Die Kameras laufen, die Songs laufen, alles läuft…ich bin gleichermaßen ausgebrannt wie glücklich! Genau diese Bilder fehlten mir noch für meine Vision vom Film „Zeitmillionär“. Ein Film über kleine Träume, die ganz groß wurden. 
 
Draußen im Aufenthaltsraum des Studios ist es rappelvoll. Wie im Wartezimmer einer Notaufnahme. Jeder wartet brav auf seinen Aufruf ins brutal heiße Studio. Ich werde den Plan nicht halten können, denn dann kippen wir hier drin vor Hitze und Sauerstoffmangel um.
Wir; die Band, Tom, Lars und Mike an den Kameras, Alois an Licht und Ton. Wir müssen immer wieder lüften und Pausen machen, aber am Ende hängen wir dann doch nur 45 Minuten. Das passt noch wunderbar. Der Dreh rauscht an mir vorüber, ich sehe die Musiker kommen und gehen. Mit manchen spreche ich nur ganz kurz. Sie sind zwar alle zusammen auf den Tonaufnahmen, lernen sich aber heute das erste Mal kennen. Kontakte werden geknüpft, Fotos gemacht, Partystimmung kommt auf. Und ich bin ein wenig stolz. Stolz darauf, so tolle Menschen zu kennen. Stolz darauf, alle zusammenzubringen zu können um einfach etwas zu machen. Und einmal nicht nur mitmachen.
Es kostete zwar eine wahnsinnige Energie, und es dauerte auch noch zwei Tage nach dem Dreh bis ich endlich langsam runterkomme. Aber der Tag war absolut einzigartig für mich. Unvergesslich und für immer tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Mein eigenes „Nashville“. (Wer die TV-Serie noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern).  Nun kann ich es kaum abwarten die Bilder zu sehen, die Tom nun zusammenschneidet um dem Film die letzten Szenen hinzuzufügen.
Ich denke, ich werde mich nie genug bei allen Beteiligten bedanken können, denn es fehlen mir dafür einfach die passenden wenigen Worte. Und dann würden zu viele werden. 
Danke
Und wenn wir uns dann irgendwann einmal auf der oben erwähnten großen Bühne in die Augen sehen, sagt das mehr als 1.000 Worte. Oder den Echo verliehen bekommen. Oder meinetwegen auch Grammy und Oscar. 

Und was sagt der gute alte Kung Fu Mönch dazu?

Und nach all dem Pathos hier noch ein Klassiker zum Thema Gagenverhandlungen. So komme ich mir dann leider notgedrungen auch oft vor, um die Film- und Albumidee überhaupt realisieren zu können.  

Es ist vollbracht

Die Musik kommt so laut aus den Boxen, das man glaubt live auf der Bühne zu stehen. Ich blicke nach links.
Dort steht Dara mit der Akustikgitarre am Mikro, daneben zwei glücklich strahlende Gitarristen. Fabi und Jürgen. 

Weiter hinten meine Frau Merih am Turm aus Fender Rhodes und NordStage. Ein Riesenlächeln im Gesicht. 
Hinter mir höre ich Olli an den Drums. Immer genau auf dem Beat, drückt das noch einmal extra. 

Ich schaue in die andere Richtung. Michael und Linda an den Saxophonen. Gefangen in der Musik.
Und dann kommen auch noch die fetten Backgroundgesänge aus den Boxen und ich drehe mich noch weiter um. An drei Mikrofonen strahlen Caro, Kati und Mario um die Wette. „Ich geh‘ segeln, a-ha-ha-hah“. 

Musik und Instrumente wohin ich höre und sehe. Und in diesem Augenblick treffen mich zwei Gedanken wie ein Blitz. 

Nummer eins: Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte lass es mich irgendwie schaffen diese tolle Band mit Männern und Mäuschen einmal live auf eine große Bühne zu bringen. Nur einmal!! Und in den Gesichtern sehe ich, dass ich wohl nicht alleine mit diesem Gedanken bin. Nicht die kleinen üblichen Besetzungen, sondern einmal das volle Programm vor ausverkaufter Halle. 

Nummer zwei: Meine kleine Idee ist erwachsen geworden. Eigentlich wollte ich nur ein wenig Musik unterwegs für meine Videos im Blog machen. Dann wurde daraus ein Film, dann ein ganzer Soundtrack. 15 neue Songs. Fertig aufgenommen und gemischt. Ich habe 30 Musiker motivieren können mich dabei zu unterstützen. Und die Songs können anhand der positiven Reaktionen auch so schlecht nicht sein. Und dann habe fast alle Musiker noch einmal motivieren können, heute in das elevate Studio in Hamburg zu kommen um einen letzten Dreh für mein Filmprojekt zu machen.  Alle Songs in einer anderen Besetzung. Der Dreh dann mit 7 Kameras, Licht, Essen und Trinken plus penible Terminkoordination. Das hat mich ein paar Tage vorher komplett aufgefressen. Werden alle kommen? Funktioniert die Technik? Habe ich an alles gedacht? Was wäre wenn? Wer trinkt was? Was wenn es viel länger dauert als geplant?
Und in diesem einen Augenblick ist es Realität. Die Kameras laufen, die Songs laufen, alles läuft…ich bin gleichermaßen ausgebrannt wie glücklich! Genau diese Bilder fehlten mir noch für meine Vision vom Film „Zeitmillionär“. Ein Film über kleine Träume, die ganz groß wurden. 
 
Draußen im Aufenthaltsraum des Studios ist es rappelvoll. Wie im Wartezimmer einer Notaufnahme. Jeder wartet brav auf seinen Aufruf ins brutal heiße Studio. Ich werde den Plan nicht halten können, denn dann kippen wir hier drin vor Hitze und Sauerstoffmangel um.
Wir; die Band, Tom, Lars und Mike an den Kameras, Alois an Licht und Ton. Wir müssen immer wieder lüften und Pausen machen, aber am Ende hängen wir dann doch nur 45 Minuten. Das passt noch wunderbar. Der Dreh rauscht an mir vorüber, ich sehe die Musiker kommen und gehen. Mit manchen spreche ich nur ganz kurz. Sie sind zwar alle zusammen auf den Tonaufnahmen, lernen sich aber heute das erste Mal kennen. Kontakte werden geknüpft, Fotos gemacht, Partystimmung kommt auf. Und ich bin ein wenig stolz. Stolz darauf, so tolle Menschen zu kennen. Stolz darauf, alle zusammenzubringen zu können um einfach etwas zu machen. Und einmal nicht nur mitmachen.
Es kostete zwar eine wahnsinnige Energie, und es dauerte auch noch zwei Tage nach dem Dreh bis ich endlich langsam runterkomme. Aber der Tag war absolut einzigartig für mich. Unvergesslich und für immer tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Mein eigenes „Nashville“. (Wer die TV-Serie noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern).  Nun kann ich es kaum abwarten die Bilder zu sehen, die Tom nun zusammenschneidet um dem Film die letzten Szenen hinzuzufügen.
Ich denke, ich werde mich nie genug bei allen Beteiligten bedanken können, denn es fehlen mir dafür einfach die passenden wenigen Worte. Und dann würden zu viele werden. 
Danke
Und wenn wir uns dann irgendwann einmal auf der oben erwähnten großen Bühne in die Augen sehen, sagt das mehr als 1.000 Worte. Oder den Echo verliehen bekommen. Oder meinetwegen auch Grammy und Oscar. 

Und was sagt der gute alte Kung Fu Mönch dazu?

Und nach all dem Pathos hier noch ein Klassiker zum Thema Gagenverhandlungen. So komme ich mir dann leider notgedrungen auch oft vor, um die Film- und Albumidee überhaupt realisieren zu können.