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Großes Programm zur hanseboot ancora boat show

Exklusive Motor- und Segelyachten, Multihulls und ein großes Angebot an Land – das bietet vom 25. bis 27. Mai die hanseboot ancora boat show in Neustadt in Holstein. Deutschlands größte Boat Show im Wasser lädt alle Bootssport-Interessierten ein, in eine Welt von luxuriösem Yachting Lifestyle einzutauchen. Während an den Steganlagen der 5-Sterne-Marina ancora rund 180 Boote und Yachten in Augenschein genommen werden können, wartet an Land und auf dem Wasser ein attraktives Rahmenprogramm auf die Besucher. Dazu gibt es die Gelegenheit, in rund 85 Pagoden, maritime Ausrüstung und Zubehör zu testen, zu kaufen oder sich umfassend bei Experten zu informieren. Viele Mitmach- und Informationsangebote sind perfekt zugeschnitten auf alle Yachtsport-Enthusiasten.

„Bei kostenfreiem Eintritt wird den Besuchern in diesem wunderbaren Hafen vor der traumhaften Kulisse der Lübecker Bucht wieder ein breiter Überblick über den Bootsmarkt für jeden Geschmack und Geldbeutel geboten. Wir freuen uns sehr, dass das Format weiter ausgebaut wird. Erstmalig wird neben den Pavillons entlang des Hafenbeckens auch eine Ausstellungshalle auf dem Gelände der ancora Marina bespielt, in der vor allem das Thema Dienstleistung, Ausrüstung und Zubehör präsentiert wird. Damit wollen wir das Fachpublikum zusätzlich ansprechen“, sagt Heiko Zimmermann, Projektleiter der hanseboot ancora boat show.

Treffpunkt der Szene

Traditionell wehen während der hanseboot ancora boat show die Flaggen vieler bekannter europäischer Yacht-Werften wie Bavaria, Comfortina, Dufour Yachts, Hallberg-Rassy, HanseYachts, Impression, Italia Yachts, Jeanneau oder X-Yachts. Besucher, die ihr Herz an den motorisierten Bootssport verloren haben, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. So werden Motoryachten wie Absolute, Comitti, Elling, Galeon, Prestige, Princess oder Sunseeker an den Steganlagen in Szene gesetzt. Yachteigner, Freizeitskipper und Einsteiger können bei einem Bummel die aktuellen Segel- und Motoryacht-Modelle der neuen Saison in Augenschein nehmen und an Bord gehen. „Einige Highlights für Segler stehen bereits jetzt schon fest wie eine Luffe 40.04 oder eine Solaris 42 und im Bereich der Motoryachten bieten wir mit der Cranchi M 44 HAT und der Princess 43 Flybridge echte Hingucker auf dem Wasser“, freut sich Heiko Zimmermann. Ab Ende März gibt es dann die virtuelle Vorschau aller Yachten auf der Online Boat Show.

Kats & Co. erobern den Norden

Einen Schwerpunkt setzt die hanseboot ancora boat show erneut auf die Präsentation von Multihulls. So werden an den Steganlagen unter anderem Katamarane führender europäischer Yachtwerften wie Lagoon, Bali oder Bavaria vorgestellt, sowie ein Motorkat von Fontaine Pajot.

Seminare, Workshops und Demonstrationen

Auch Informationen und Tipps gibt es auf der 9. In-Water Boat Show. So werden bei verschiedenen kostenlosen Workshops und Vorträgen Themen wie Sicherheit auf dem Wasser oder Leckabwehr behandelt. Zum ersten Mal wird ein Catch-and-Lift Rettungssystem vorgeführt, sowie ein Frauenfahrtraining angeboten. Wer sich für das große Thema Refit interessiert, kommt in die Boatfit-Area der hanseboot ancora boat show. Um den richtigen Umgang mit Trailern geht es beim Trailerfahrtraining des SVG-Verlags in Zusammenarbeit mit Volkswagen. Der Umgang mit dem Gespann treibt manchem Wassersportler Schweißperlen auf die Stirn:  Rangieren mit dem Trailer, Fahrtipps und -tricks und die wichtigsten Regeln werden in der Praxis erklärt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Ostsee-Experte Sönke Roever kommt gleich mit zwei spannenden Seminaren: Beim Praxisseminar geht es darum, wie AIS und Radar korrekt bedient und interpretiert werden. Zudem bietet Roever mit weiteren hochkarätigen Referenten ein kosten- und anmeldepflichtiges Fahrtensegler-Seminar am Samstag, 26. Mai, von 9 bis 15 Uhr an.

Sportlich geht es am Strandabschnitt der ancora Marina zu:  Hier laden diverse Boards zum Stand Up Paddling ein. Auf Kids warten Spritztouren durch das Hafenbecken an Bord eines Schlauchbootes mit Motor, die unter Federführung des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) und des Yachtausrüsters A.W. Niemeyer (AWN) durchgeführt werden.

Start Boating lädt zu Probefahrten ein

„Start Boating“ ist auch in diesem Jahr wieder auf der hanseboot ancora boat show vertreten. Die bundesweite Kampagne ist vor drei Jahren erfolgreich lanciert worden. Dabei geht es darum, einzigartige Erlebnisse an Bord von Booten und Yachten zu vermitteln, und Neulinge für den Wassersport zu begeistern. Die hanseboot ancora boat show ist dabei eines der ersten Wassersportevents in der Saison, auf der kostenlose Probefahrten von Motor- und Segelbooten unterschiedlicher Kategorien und Größen möglich sind.

Öffnungszeiten

Die hanseboot ancora boat show, 9. In-Water Boat Show Neustadt in Holstein findet vom 25. bis 27. Mai in der ancora Marina in Neustadt/Holstein statt. Am Sonntag, 27. Mai, findet zudem ein nautischer Flohmarkt parallel zur Boat Show statt. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt auf das Messegelände ist frei. Weitere Informationen unter www.hanseboot-ancora.de sowie unter www.facebook.de/hanseboot

HNV und DSV wieder Hand in Hand

Der Heinz Nixdorf Verein zur Förderung des Segelsports (HNV) und der Deutsche Segler-Verband (DSV) haben wieder zusammengefunden – zur Freude der Nachwuchsathleten der olympischen Disziplinen. Sie können in Zukunft auf eine verbesserte Unterstützung bauen, nachdem die Förderung des HNV im vergangenen Jahr auf andere Bereiche zielte.

Der HNV wurde 1992 gegründet und hat in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten viele Segler in speziell ausgewählten Klassen wie dem Starboot oder der Europe im Einklang mit dem DSV unterstützt. Im vergangenen Jahr wurde diese Zusammenarbeit aber unterbrochen, der HNV konzentrierte sein Engagement auf die Junioren-Bundesliga und machte sich auch für das NRV Olympic Team stark. Jetzt kehrt der Förderverein wieder zu seinen Wurzeln zurück.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung für 2018 steht die Unterstützung der Perspektiv- und Nachwuchskader durch den HNV. So erhalten alle 22 Seglerinnen und Segler des DSV-Perspektivkaderteams über ihre gemeinnützigen Heimatvereine finanzielle Zuwendungen. Der HNV unterstützt die Trainings- und Motivationsveranstaltungen für die Nachwuchskader sowohl inhaltlich als auch materiell. Darüber hinaus stellt er dem DSV zwei zusätzliche Großraum-Fahrzeuge zur Verfügung, um die Mobilität der Nationalmannschaften und der Trainingsgruppen am Bundesstützpunkt in Kiel zu verbessern.

Die Wiederaufnahme der Partnerschaft und die konkreten Maßnahmen wurden Ende Februar auf der HNV-Mitgliederversammlung unter Führung der Vorsitzenden Petra Niemann-Peter beschlossen. „Der HNV ist seit vielen Jahren ein bekannter Förderer des olympischen Nachwuchses. Wir freuen uns, dass er bei uns wieder an Bord ist“, sagte Torsten Haverland, DSV-Vizepräsident Leistungs- und Wettsegeln.

Zum Perspektivkader des DSV gehören:
Laser Radial: Lena Haverland, Pauline Liebig, Svenja Weger
Laser Standard: Theodor Bauer, Nik Aron Willim
Finn: Phillip Kasüske, Max Kohlhoff
470er: Nadine Böhm, Ann-Christin Goliaß, Frederike Loewe, Anna Markfort, Simon Diesch, Philipp Autenrieth, Malte Winkel, Matti Cipra
49er: Nils Carstensen, Jan Frigge, Tim Fischer, Fabian Graf, Jakob Meggendorfer, Andreas Spranger
Nacra 17: Carolina Werner

Prämiert: Helly Hansen Ægir H²Flow

Jüngst ging der German Design Award an die neue Ölzeugserie Ægir H²Flow von Helly Hansen. Sie besteht aus einer Jacke und einer Salopette. Das Ölzeug wurde speziell für das sportliche Segeln entwickelt. Der Namensvetter des Ægir H²Flow Ölzeugs ist Ægir, der Gott des Meeres in der nordischen Mythologie.

Die Ægir H²Flow Jacke und die Salopette sind isoliert, wasser- und winddicht, sowie atmungsaktiv. Außerdem verfügen sie über ein Mehr-Lagensystem.
Doch das besondere verbirgt sich im Inneren: Die H²Flow-Technologie ist ein Temperaturregulierungssystem, das die Luft besonders gut zirkulieren lässt, wodurch der Körper gekühlt und die Feuchtigkeit gut abtransportiert werden soll. Durch diese neuartige Belüftung soll das Ölzeug besonders schnell trocknen.

Der Gesäßbereich und die Knie der Salopette sind mit effektivem und für die NASA entwickeltem Aerogel von PrimaLoft verstärkt und gepolstert. Dies macht langes Sitzen auf der Kante bequemer.

Preis Jacke: 230 Euro

Preis Salopette: 220 Euro

www.hellyhansen.com

Mit Worldcup-Titel zum Wahl-Sieg

Der Sieg beim Sailing Worldcup vor Miami im Januar war für die Skiff-Frauen Victoria Jurczok und Anika Lorenz gleich in mehrfacher Hinsicht ein Grund zum Feiern. Schon der Titel an sich war für das Team im 49erFX ein herausragendes Erlebnis. Die überlegende Art und Weise, wie er herausgesegelt wurde, bestätigte zudem die starke Arbeit der vergangenen Jahre und das hohe Leistungsniveau, auf dem das Duo segelt. Dass es der erste Worldcup-Sieg überhaupt in der gemeinsamen Karriere der beiden war, setzte dem Erfolg noch die Krone auf.

Und jetzt gab es noch einmal Nachschlag: Bei der erstmals durchgeführten Online-Wahl zu Deutschlands „Segler/in des Monats Januar“ über das Online-Portal sail24.com sicherten sich Jurczok/Lorenz den Premierentitel. Das Duo aus Berlin und Hamburg setzte sich damit auch in der Publikumsgunst an die Spitze. Doch anders als in Miami war der Sieg nicht bereits vor dem letzten Tag eine sichere Sache. Vielmehr entwickelte sich die Wahl zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Philipp Buhl, bei dem mal das Skiff-Duo und mal das Laser-Ass an der Spitze lag. Der Laser-Segler hatte ebenfalls vor Miami mit Silber ein herausragendes Worldcup-Ergebnis abgeliefert und kann in Deutschland auf eine große Fangemeinde bauen. Auch Jens Kroker mischte kräftig mit bei der Abstimmung. Der Paralympics-Sieger von Qingdao wurde als erster paralympischer Segler in die Athleten-Kommission von World Sailing gewählt. Diese Wahl bei World Sailing bescherte ihm auch hohe Anerkennung unter den Segelsportfans in Deutschland.

Die Nachricht über die Wahl zu den „Seglerinnen des Monats“ erreichte Victoria Jurczok und Anika Lorenz in Portugal. Vor Lagos an der Algarve wollte das Duo gemeinsam mit Trainer David Evans und den Sparringspartnerinnen Tina Lutz/Susann Beucke im intensiven Wellentraining an der perfekten Bootsbeherrschung feilen, um in der Saison weitere Erfolge einfahren zu können. „Das ist cool“, freute sich Anika Lorenz über die Gratulation. „Wir haben die Wahl im Internet verfolgt. Es war ein harter Fight mit Buhli. Wir freuen uns, dass wir gewählt wurden. Das ist eine tolle Sache.“ Den Worldcup-Sieg in Miami ordnen die beiden in ihrer Karriere ganz weit oben an, die Bronzemedaille bei der WM 2016 rangiert in der persönlichen Rangliste allerdings noch darüber.

Victoria Jurczok/Anika Lorenz, Philipp Buhl und Jens Kroker standen für die Januar-Abstimmung zur Wahl. Fotos: Moya, Renedo, NRV

Das Abstimmungsergebnis:
Victoria Jurczok/Anika Lorenz: 40,35 %
Philipp Buhl: 38,83 %
Jens Kroker: 20,82 %

Die Siegerinnen:
Victoria Jurczok und Anika Lorenz segeln seit 2011 gemeinsam in einem Boot. Schon davor waren sie international im Junioren-Bereich der 470er sehr erfolgreich – damals allerdings noch als Konkurrentinnen. Im 49erFX haben sie schnell den Sprung in die Weltspitze geschafft und glänzten mit mehreren Top-Ten-Ergebnissen bei Weltmeisterschaften. Der Höhepunkt der gemeinsamen Karriere war die Bronzemedaille bei der WM 2016 vor Clearwater/Florida. Bei den Olympischen Spielen in Rio segelten sie in das Medal Race und wurden schließlich Neunte. Im vergangenen Jahr holten sie mit Bronze bei der EM vor Kiel ihre zweite internationale Medaille. Die WM beendeten sie auf Rang fünf. Die beiden 27-Jährigen starten für den Verein Seglerhaus am Wannsee und können sich als Sportsoldatinnen voll auf ihre Olympiakampagne für Tokio 2020 konzentrieren.

Hansa 303 für sicheres und leichtes Segeln

Was genau macht die Hansa 303 zum idealen Boot für Para Sailing? Der Mann, der diese Frage am Besten beantworten kann, ist Chris Mitchell aus Australien, der Designer der Hansa-Boote. Während er beruflich in Süd-Ost-Asien tätig war, suchte er nach einem geeigneten Boot, um Kindern das Segeln beizubringen. Es sollte für alle Könnensstufen leicht zu handhaben sein, komfortabel für Menschen unterschiedlichster Größe, leicht segelbar und sicher im Umgang. Die Idee zur Hansa 303 war geboren, und die Boote gingen nach Mitchells Rückkehr nach Australien in Serie. „Die Bootsklasse war nie ausschließlich für Segler mit Behinderungen geplant. „Segeln für Jedermann“ lautet unser Motto“, erklärt Mitchell.

Durch die Organisation „Sailability“ hätte die Bootsklasse den Weg in den Behindertensport gefunden, weil sie sich als ideal für Segler mit Behinderungen herausstellte, so der Australier. „Die Hansa 303 ist bewusst einfach und leicht kontrollierbar gehalten, außerdem extrem stabil, ohne Gewichtsverlagerung zu segeln, unkenterbar und schnell zu reffen. Das macht sie besonders sicher – perfekt für Schulen und Menschen mit physischen Einschränkungen“, sagt der Bootsdesigner.

Rund 3.000 Hansa 303 gibt es laut Mitchell weltweit. In den Niederlanden, Spanien und Portugal wäre die Bootsklasse in Europa schon deutlich verbreiteter als in Deutschland, wo die Klasse bislang noch recht unbekannt ist. „Wir sind mit unseren Hansa 303 in Kiel, um zu helfen, das Segeln wieder zur paralympischen Sportart zu machen“, betont Chris Mitchell.