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Rückschläge für Hoffmann und Büsselberg

Bei den Jungen starteten die drei Führenden mit nur einem Punkt Unterschied in die Finalrennen. Der Italiener Francesco Viel lag mit nur einen Punkt Vorsprung vor seinem Landsmann Guido Gallinaro und dem punktgleichen Oberstdorfer Julian Hoffmann, dessen Boot der Schriftzug „Rio2016“ ziert. Hintergrund: Es ist der Olympia-Laser von Philipp Buhl. „Ich kenne ihn aus dem Verein. Es ist cool, mit dem Boot von einem guten Bekannten zu fahren, der damit bei Olympia war“, sagte der 15-Jährig. Aber er profitiere nicht nur von dessen Boot, das bereits den Olympiatest bestanden hat, sondern bekomme bei Gelegenheit auch Tipps von dem WM-Bronzemedaillengewinner aus Aarhus, erklärt Hoffmann.

„Ich habe nie damit gerechnet, dass ich so weit vorne fahren kann“, freute sich der Allgäuer. Bisher musste er nur einen Ausrutscher verschmerzen. „Es war schwer zu sehen, wo der Druck ist. Ich bin dann auf der falschen Seite gestartet, und der Start war generell nicht gut.“ Den 40. Platz konnte er als Streicher werten. Alle anderen Ergebnisse lagen unter den besten Acht, so dass Hoffmann optimistisch in den heutigen Tag ging.

Doch als kurz nach 13 Uhr das erste Rennen des Tages gestartet wurde, lief für Julian Hoffmann alles schief. Beim Start wählte ein großer Pulk die rechte Seite, so auch Hoffmann. Es schien nicht ganz die richtige Entscheidung gewesen zu sein, denn nach der ersten Kreuz lagen andere vorn. Der Italiener Cesare Barabino setzte sich an die Spitze, brachte einen kleinen Abstand zwischen sich und die folgenden Boote und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mehrfach griff der Italiener ans Ruderblatt, um dieses vom Seegras zu befreien – aufhalten konnte ihn das aber auch nicht.

Nach der ersten Kreuz lag Julian Hoffmann trotz eines mäßigen Starts noch unter den ersten Booten, verlor aber während des Rennens an Plätzen. Vor der Ziellinie überholte auch Justin Barth (Berlin) den Oberstdorfer. „Falsche Seite, Start nicht gut, gestern vergessen mich auszutragen“, fasste Julian Hoffmann nach den Finalrennen deprimiert zusammen.

Auch Marc Handschug (Potsdam) entschied sich auf dem Vorwindkurs für die falsche Seite und saß in einem Windloch fest. Der Amerikaner Chase Carraway hingegen kämpfte sich nach vorne und überquerte als Zweiter die Ziellinie. Während die beiden ersten alleine ins Ziel kamen, wurde es um Position drei noch mal eng. Tom Higgins (Irland) und Uffe Tomasgaard (Norwegen) schenkten sich nichts. Letztendlich hatte der Ire die Nase vorn. „Bei den Wellen und den drehenden Winden, habe ich es einfach nicht geschafft, um ihn rumzukommen. Aber es lief insgesamt sehr gut“, sagte der Norweger. „Man musste die ganze Zeit umherschauen und die Böen im Blick haben. Zweimal bin ich aufgestanden, um zu erkennen, wo der Druck ist.“ Dabei scheint Tomasgaard die Böen gut erkannt zu haben. Der Norweger hat sich so die Führungsposition im Gesamtklassement erobert. Die Italiener Guido Gallinaro und Cesare Barabino folgen auf Platz zwei und drei. Julian Hoffmann ist auf den 14. Platz abgerutscht, Justin Barth liegt momentan auf dem 26.

Einen Traumstart in die Finalrennen legte Vanessa Gregor (Kiel) hin. Sie ersegelte sich im ersten Rennen den Sieg. „Ich habe die Dreher gesehen und bin auf die richtige Seite gefahren. Da ich von der kleinen Talsperre komme, bin ich das gewohnt“, erklärt die Remscheiderin. Ihren guten Vorsprung konnte sie ins Ziel bringen. Doch der Sieg setzte sie im zweiten Rennen unter Druck. Und dem konnte sie nicht standhalten. „Ich hatte mentale Schwierigkeiten“, erklärt sie. Als 45. überquerte sie die Ziellinie.

Umgekehrt erging es Laura Schewe (Kiel). Lag sie zu Beginn noch mit dem 27. recht weit hinter der Spitze zurück, kämpfte sie sich in der zweiten Wettfahrt mit Biss und den richtigen taktischen Entscheidungen nach vorne und holte sich den dritten Platz. Sie kletterte damit wieder auf den 6. Rang im Gesamtklassement. Konstante Rennen lieferte Ana Moncada Sanchez ab. „Ich habe die ganze Zeit nach den Drehern geschaut und bin mitgegangen. Es war schwierig, aber ich bin sehr zufrieden.“ Die Spanierin liegt auf dem dritten Rang, vor ihr haben sich Matilda Talluri (Italien) auf dem ersten und Matilda Nicholls (Großbritannien) auf dem zweiten Rang platziert. Julia Büsselberg (Berlin) liegt, nach den heutigen Platzierungen (23 und 19) auf dem vierten Platz.

„Bisher lief alles gut“, zog Wettfahrtleiter Fabian Bach am Donnerstag ein Zwischenfazit. „Wir hatten bisher ganz unterschiedliche Bedingungen. Viel Wind am Montag und dann wenig die letzten Tage – da war für jeden Segler etwas dabei.“ Bei Drehern von 10 bis 20 Grad haben die erfahrenen Teams auf den Bahnen zwar ein bisschen basteln müssen, aber das gehöre dazu. „Die Bedingungen waren stabil, so dass wir von der Wettfahrtleitung sehr zufrieden sind.“ Für die kommenden Tage wird wieder mehr Wind erwartet. „Für morgen sind die Vorhersagen sehr gut. Eher im oberen Bereich.“

Laser Radial Youth World Championships 
Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)
Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren
Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.

 

Programm:
Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

 

Easy going: Hanse 458

Schon lange setzt die Werft auf ein einfaches Schiffshandling – bei gleichzeitig guter Segelperformance. Möglich wird dies durch ein wohldurchdachtes Deckslayout, das alle Leinen nach achtern auf Winschen in direkter Nachbarschaft der beiden Steuerstände führt und den Schiffsführer so in die Lage versetzt, seine Yacht allein zu trimmen (inklusive Reffen, falls notwendig) und zu lenken. Die leichte Segelführung wird von der Werft als Easy Sailing Concept bezeichnet. Eine passende Charakterisierung, zumal die Fock serienmäßig auf einer Selbstwendeschiene läuft. Im Falle, dass Code 0 oder Gennaker gesetzt werden, kommen zwei weitere Winschen zum Einsatz. Auch diese liegen weit achtern auf den Seitendecks.

Für angenehme und doch schnelle Segeleigenschaften sorgen ein hohes Rigg, ein vorbalanciertes Ruder, der L-förmig gestaltete Flossenkiel und moderate Rumpf­linien, die im Heck in ein abgerundetes U münden. Weil sich das auf die Steuerstände ausgerichtete Segelführungs-Konzept ausgesprochen gut bewährt hat, wurde es auf die brandaktuellen Modelle übertragen.

Neu bei der Hanse 458 sind eine noch größere Flexibilität in Bezug auf Einrichtungslayout, Farben und Materialien. Allein die große Farbpalette für die gewünschte Rumpffarbe sorgt dafür, dass sich ein Eigner seine Yacht recht individuell gestalten kann, hinzu kommen diverse Polsterfarben und -stoffe, mehrere Holz- beziehungsweise Furniervarianten und etliche Einrichtungs-Zuschnitte. All das kennt man auch von älteren Hanse-Modellen, doch bei der 458 wurden Farben und Möbelformen dem Zeitgeist angepasst. Sie sind heller und wirken insgesamt moderner und frischer.

Je nach gewählter Ausbau-Version stehen drei oder vier Doppelkabinen zur Verfügung. An Steuerbord neben dem Niedergang wird gekocht, auf der anderen Seite ist das Bad eingebaut (auch das kennt man von älteren Hanse-Yachten). Im Zentrum liegt ein geräumiger Salon, davor befinden sich getrennte WC- und Dusch-Räume und entweder eine komfortable Eignerkajüte oder zwei Doppelkabinen.

Technische Daten

Konstruktion: Judel / Vrolijk
Interieur: Hanse Yachts
Lüa: 14,04 m
Rumpflänge: 13,55 m
LWL: 12,20 m
Breite: 4,38 m
Tiefgang: 2,23 m /altern. 1,82 m
Verdrängung: 11,7 t / 12,1 t
Ballast: 3,4 / 3,7 t
Wassertank: 450 l
Treibstofftank: 210 l
Motor: 57 PS /altern. 80 PS
Groß: 60 m²
Altern. Rollgroß: 48 m²
Selbstwendefock: 43 m²
Gennaker: 160 m²
Preis: ab 237.881 Euro
Internet: www.hanseyachts.com

Gewinn und Verlust auf dem Vorwind-Kurs

Ungetrübter Sonnenschein, dazu leichte Winde um die zehn Knoten und Kabbelwelle erwartete die Segler am letzten Qualifikationstag bei der Laser Radial Jugend Weltmeisterschaft vor Kiel-Schilksee. Ab dem morgigen Donnerstag werden die Gruppen neu gemischt und nur noch das Goldfleet kämpft um den Titel. „Dann beginnt eine neue Regatta“, sagte der Führende Francesco Viel aus Italien.

Viel konnte mit einem elften und einem zweiten  Platz seine Führungsposition verteidigen, war aber nicht ganz zufrieden. „Morgen sind wieder neue Rennen.“ Er habe zwar zwei gute Wettfahrten gesegelt, aber nicht sehr gut. „Es war schwieriger als gestern.“ Doch den Überblick habe er nie verloren und sich auch für die richtige Seite entschieden. „Ich habe sehr viel geschaut, wo die Konkurrenz ist“, erklärte Viel.

Es war auch nicht ganz der Tag für Julian Hoffmann (Oberstdorf). Im ersten Rennen musste er sich mit einem 41. Platz begnügen, den er allerdings als Streicher werten kann, sodass er auf Platz drei ins Goldfleet starten wird. Zwischen ihm und Francesco Viel reihte sich der Italiener Guido Gallinero ein.

Für das Goldfleet qualifizierten sich auch die deutschen Nachwuchssegler Justin Barth (Berlin/Platz 28), Leonard Stock (Kiel/Platz 36), Philip Walkenbach (Berlin/Platz 59) und Marc Handschug (Potsdam/Platz 62).

Bei den Frauen legte die Führende Julia Büsselberg (Berlin) im zweiten Rennen des Tages einen sehr guten Start hin. Ihre Position in einer kleinen Führungsgruppe, in der auch Laura Schewe (Kiel) dicht hinter ihr lag, konnte sie auf der ersten Kreuz halten. Dann kam der Vorwindkurs. Laura Schewe nutzte die Schnelligkeit ihres Bootes und zog an den anderen vorbei. Ihren Vorsprung baute sie dann auf der zweiten Kreuz weiter aus und ließ sich den Sieg bis ins Ziel nicht mehr nehmen. „Seglerisch lief es sehr gut, auch wenn es nicht meine Lieblingsbedingungen waren“, fasste die Altenholzerin zusammen. Bei den relativ leichten Winden und der Kabbelwelle sei es schwierig, über diese zu kommen. Doch ein Fehler an Land verhagelte ihr ein besseres Resultat als der 15. Platz im Gesamtklassement. Sie hatte vergessen sich beim obligatorischen „Sign In“  auszutragen. Diese Pflicht, die aus Sicherheitsgründen eingeführt wurde, steht in den Segelanweisungen. Daher wurden ihr beim ersten Rennen Strafpunkte dazugerechnet. „Das ist ganz ärgerlich“, haderte sie mit der Situation. Aber ihr Ziel unter die besten Fünf zu kommen, müsse sie noch nicht aus den Augen verlieren. „Es sind ja noch ein paar Tage, da kann noch alles passieren.“

Obwohl Julia Büsselberg weiterhin die Spitze des Klassements anführt, war sie nicht zufrieden mit dem Tag. „Es lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eigentlich lief es gut, aber auf dem Vorwind war ich zu langsam und habe dort verloren.“ Sie habe zwar versucht, ihre Technik an die veränderten Bedingungen anzupassen, aber das habe nicht so gut funktioniert. Vielleicht sei sie nicht genug Risiko eingegangen, rätselt die Berlin, woran es lag.

Hinter Julia Büsselberg liegt die Italienerin Matilda Talluri. Sie habe sich bei den Winddrehern für die richtige Seite entschieden und obwohl ihr leichte Winde nicht so liegen, konstante Rennen abgeliefert. „Als Segler muss man in allen Bedingungen konstant segeln und darf kein bestimmter Wind-Typ sein.“ Sie blieb fokussiert und konnte so auch ihre leichte Nervosität – aufgrund ihrer Position auf Platz zwei – überwinden. „Die Position ist momentan noch nicht wichtig. Es kommen noch sechs Rennen und da kann noch viel passieren.“ Auf Platz drei liegt nach sechs Wettfahrten die Russin Valeriya Lomatchenko.

Für das Goldfleet haben sich für den DSV zudem noch Carlotta Crüsemann (Kiel/Platz 29), Lina Fischer (Kiel/Platz 32), Carolin Müller (Fürstenberg/Platz 37), Theresa Wierschin (Lübeck/Platz 43), Laura Pukropski (Neuruppin/Platz 44) und Vanessa Gregor (Kiel/Platz 45) qualifiziert.

Die Gruppengrößen bleiben, doch die besten Boote segeln ab morgen im Goldfleet und je nach Platzierung werden sie weiter in Silver, Bronze und Emerald (jeweils 68 Boote) bei den Jungs aufgeteilt. Bei den Mädels gibt es nur die Gold- und Silberfleet mit jeweils 48 Booten.

Laser Radial Youth World Championships 
Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)
Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren
Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.

Programm:
Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Finalwettfahrten
Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Finalwettfahrten
Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

Voll in ihrem Element: Hamburg Boat Show

Mit glänzenden Beschlägen und polierten Planken legt die Hamburg Boat Show (HBS) von Mittwoch, 17. bis Sonntag, 21. Oktober 2018 ab zu ihrer Jungfernfahrt. Ihre Premiere feiert die Messe von der Branche für die Branche mit rund 300 Ausstellern und der ganzen Bandbreite des Wassersports auf dem Messegelände in der Hansestadt. „Die Hamburg Boat Show ist ein Treffpunkt für die Wassersport- Community. Sie bietet alles, was Boot- und Board-Fans begeistert. Vom Anfänger bis zum Profi – jeder, der das Wasser liebt, kommt hier voll auf seine Kosten“, erklärt Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes (DBSV), der die neue Messe veranstaltet. Ein Ankerpunkt der Premiere werden die beiden großen Promenadenstege in Halle B6 sein, an denen allein schon 20 Motor- und Segelboote in direkter Nachbarschaft liegen. Darüber hinaus präsentiert sich eine Vielzahl an Booten an individuellen Ständen in den Messehallen. Ergänzt wird die Marken- und Bootsvielfalt durch einen großen Board- Bereich mit Testbecken und eine Halle mit Zubehör und Ausrüstung.

Von der Jolle übers Dickschiff, vom Sportschlaucher bis zur Motoryacht – Bootfans werden auf der neuen Wassersportveranstaltung in Hamburg fündig. Aber auch Wasseranbeter, für die Bretter die Welt bedeuten, kommen im Board-Bereich auf ihre Kosten. Vielfältig sind vor allem die Marken, die auf der neuen Bootsausstellung vertreten sind: „Von A wie Absolut über H wie Hanse bis Z wie Zodiac – das Angebot für die Besucher ist umfassend. Die Hamburg Boat Show ist mehr als eine reine Produktschau. Mit zahlreichen Fachinformationen und -vorträgen liefert die Veranstaltung Input für Bootsfahrer und Board-Fans“, ergänzt Dirk Kreidenweiß von der Messe Friedrichshafen, der mit seinem Team für das operative Geschäft verantwortlich ist. Selbst aktiv werden die Besucher in Halle B7, wo beim Stand-Up-Paddling im Testbecken oder auf der stehenden Welle Wassersport hautnah erlebt werden kann. Unter die Haut gehen auch die kurzen Filme der Ocean Film Tour, die Sehnsucht nach dem Meer verbreitet. Wem das Messeprogramm tagsüber noch nicht genug ist, kann sich zum Abend hin in wechselnden Hallen zur Afterworkparty mit seinen Kunden, Freunden und Bekannten verabreden, sich austauschen und feiern.

Die Hamburg Boat Show geht von Mittwoch, 17. bis Sonntag, 21. Oktober 2018 auf dem Messegelände in Hamburg vor Anker. Die Veranstaltung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr.  Die Tageskarte kostet 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Kinder von 6-16 Jahren zahlen 6 Euro. Die Familienkarte gibt es für 32 Euro. Teilweise parallel findet die Hamburg Motor Classics vom 19. bis 21. Oktober in den A-Hallen des Messegeländes statt. Besucher der Veranstaltungen erhalten bei der jeweils anderen eine Ermäßigung von 2,50 € auf den regulären Eintrittspreis.

Spaßboot Epoh: Skiff segeln leicht gemacht

Der Name Epoh steht für: Exponential pleasure, zero hassle, zu Deutsch: Exponenzielles Vergnügen, Null Stress. Das klingt sehr gut, ist aber auch eine ziemliche Ansage. Noch dazu für ein Boot, dass es in dieser Form wohl noch nie gab. Der Rumpf passt in keine Schublade. Skiff? Trimaran? Jolle mit Stützrädern? Ganz nüchtern betrachtet handelt es sich um ein Skiff mit Schwimmern – oder Floats, wie man dazu auch sagt – unter den Auslegern. Was soll das sein, fragt man sich?

Die Antwort lautet: Eine Art eierlegende Wollmilchsau. Entwickler Yannick d’Armancourt kommt eigentlich vom Surfen, aber seine Familie hatte an ihrem Strandhaus immer einen alten 470er liegen. Als der völlig weichgesegelt war, bot Schiffbauingenieur d’Armancourt an, für Ersatz zu sorgen: entweder wieder ein abgelegtes Regattaboot oder er würde sich selbst etwas ausdenken. Und dieses Etwas müsste Spaß für ihn und Einfachheit für den Rest der Familie verbinden können.

Für den Surfer d’Armancourt lag es nahe, ein Skiff zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen zu machen. Nur hätte ein Skiff für den Rest der Familie mangels Stabilität wohl bedeutet, permanent im Bach zu liegen – daher die Idee mit den Schwimmern. Anders als beim Trimaran befinden sich die Floats bei Ruhelage jedoch nicht im Wasser. Sie tauchen erst bei einem bestimmten Krängungswinkel ein. Dann entfalten sie dynamischen Auftrieb und wirken so der Krängung entgegen.

Das bedeutet nicht, dass Epoh unkenterbar ist. Aber man muss schon entweder Absicht an den Tag legen oder sehr, sehr große Fehler machen, um es umzuwerfen. Das Boot verträgt es sogar, wenn der Vorschoter sich auf den eingetauchten Leeschwimmer stellt, statt es auf dem Luvschwimmer auszureiten. Natürlich bremst der so beschwerte Float das Boot, aber es kentert nicht, sondern es verzeiht viele Fehler.

Wie sieht es mit dem exponenziellen Vergnügen aus? Für Epoh werden verschiedene Segelgarderoben angeboten, somit ist das Boot den Fähigkeiten der Crew anzupassen. Das reicht von einer einfachen Kombination von Fock und kleinem Groß, die man einfach auf der Kante ausreiten kann, bis hin zu einem größeren Groß und verschiedenen Gennakern, die im Doppeltrapez auf den Auslegern gesegelt werden, und die das Boot in Gleitfahrt bringen.

Mit einer entsprechend erfahrenen Crew lässt sich das Boot im Prinzip wie ein Skiff segeln, der Leeschwimmer taucht dann nur ab und zu in die Wellenkämme ein. Dabei ist das Boot auch im Handling angenehm einfach gehalten. Beispielsweise gibt es eine Selbstwendefock und einen Bergeschlauch im Vorschiff, mit dessen Hilfe sich der jeweilige Gennaker simpel und schnell setzen und bergen lässt. Wie bei Skiffs üblich, steuert man das Boot mit zwei langen Auslegern.

Von der großen Breite bleibt im Hafen wenig übrig, weil die Ausleger auf dem Trailer schnell an den Rumpf zu schieben sind. Mit 2,52 Metern Breite passt Epoh dann auf jeden üblichen Landliegeplatz. Für den Straßentransport lassen sich die Ausleger ganz demontieren und im Rumpf mitnehmen, der dann noch ganze 2,03 Meter breit ist, also kaum breiter als die meisten Zugfahrzeuge mit Außenspiegeln. So kann Epoh überallhin mitgenommen werden und zum Einsatz kommen.

Technische Daten

Länge: 4,92 m
Breite
– segelfertig: 3,62 m
– Ausleger am Rumpf: 2,52 m
– ohne Ausleger: 2,03 m
Tiefgang: 0,16 bis 1,20 m
Gewicht: 160 kg
Maximale Zuladung: 225 kg
Großsegel: 13/16 m²
Gennaker: 15/22 m²
Preis
– kleines Groß: 16.380 Euro
– großes Groß: 17.320 Euro
– kleiner Gennaker: plus 2.030 Euro
– großer Gennaker: plus 2.285

Kontakt

Transsonique, 3 Rue Victor Schoelcher, 29990 Concarneau, Frankreich,
Tel: +33 2 98 98 22 42, Web: www.epoh.eu, E-Mail: [email protected]

Süddeutschland/Österreich/Schweiz: Johannes Ersing Boote und Zubehör, E-Mail: [email protected]

Wahl zum Segler des Monats Juli

Der Hochsommer ist die Jahreszeit der Meisterschaften, und die deutschen Asse zeigten sich im Juli bestens aufgelegt. Gleich mehrfach regnete es WM-Gold in ehemaligen Olympia- und international stark besetzten Klassen. Bei der Premiere der kombinierten Offshore-WM nach den beiden führenden Vermessungsformeln konnten sich die deutschen Crews mit zweimal Silber hervorragend in Szene setzen. Fünf mit WM-Medaillen dekorierte Crews stehen für die Wahl zum Segler des Monats Juli zur Auswahl. Abgestimmt über den/die Sieger wird auf dem Portal sail24.com. Die Wahl ist freigeschaltet vom 22. bis 29. August.

Die Nominierten für die Juli-Wahl

 „Outsider“-Crew: Nach Jahren mit ruhigeren Regatta-Aktivität legte die „Outsider“ ein beeindruckendes Comeback auf der WM-Bahn der seegehenden Yachten hin. WM-Gold konnte die Mannschaft um Tilmar Hansen zwar nicht angreifen, doch die Silber-Medaille vor Den Haag wurde in der Klasse A souverän eingefahren.

„Immac Fram“-Crew: Es war ein großer Kampf um die Krone der Offshore-WM in der Klasse C. Kai Mares und seine Mannschaft auf der „Immac Fram“ profitierten vom Zweikampf um das Gold, in den sich die niederländische „J Lance“ und die schwedische „Pro4U“ verstrickten, und segelten noch auf den zweiten Platz.

Andre Budzien: Heimsieg bei der WM der OK-Jollen: Andre Budzien legte in einem Mammutfeld, das bestückt war mit Weltklasse-Athleten, eine beeindruckende Leistung hin. Und dennoch war es eng vor Warnemünde. Denn Trainingspartner Jan Kurfeld und der schwedische Olympiasieger Frederik Lööf schenkten Budzien nichts bei seinem dritten WM-Titel in der OK-Klasse.

Lutz Stengel/Holger Jess: Intensive Optimierungsarbeiten am Boot, ein Tag Training und der dritte Platz bei den Pre-Worlds: Das waren die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft der 505er durch die erstmals als Team auftretenden Lutz Stengel/Holger Jess. Dann aber lief das Team zur großen Form auf und sicherte sich den Titel bereits einen Tag vor Abschluss der Wettfahrten.

Christian Spranger/Christoph Kopp: Die ehemals olympische Tempest-Klasse wird in den vergangenen Jahren dominiert durch Crews aus Deutschland und der Schweiz. In diesem Jahr gab es bei anspruchsvollen Bedingungen auf dem Attersee in Österreich einen deutschen WM-Doppelerfolg. Christian Spranger/Christoph Kopp krönten sich schließlich zu Weltmeistern.

Wahl zum Segler des Monats Juli

Laser Radial Jugend-WM: Mit Überblick in Front

Spätstart in Kiel. Bis 15 Uhr musste der Segelnachwuchs in Kiel warten, bevor es für die 365 Aktiven aus 44 Nationen auf die Bahnen ging. Der Wind hatte nach der morgendlichen Flaute aufgefrischt und so konnten am zweiten Tag der Laser Radial Jugend-Weltmeisterschaft vor Kiel-Schilksee verspätet zwei Wettfahrten gestartet werden. „Faire Bedingungen“, lautete das Fazit von Julian Hoffmanns (Allgäu), der nach vier Wettfahrten hinter dem Italiener Francesco Viel und vor dem Schweden Ludvig Hoffmann auf Platz zwei liegt.

 

„Wir hatten wohl so zwischen 6 und 10 Knoten und das passte sehr gut da draußen“, sagte er. In beiden Rennen platzierte er sich unter den ersten Fünf. „Außer im ersten Rennen, in dem der Franzose Matisse Pacaud weit vorne lag, war das Feld ziemlich nah beieinander.“ Julian Hoffmann hatte sich vorgenommen, frei zu starten sowie Speed und Dreher mitzunehmen. Das habe gut geklappt. „Ich wollte wenig Risiko gehen“, erklärte der Obersdorfer.

„Ich mag die wechselnden Winde“, erklärte Ludvig Lindqvist. Der Schwede hatte sich am Montag auf die Führungsposition gesegelt. „Die Rennen gestern waren besser, aber ich bin sehr zufrieden mit den heutigen.“

Zufrieden zeigte sich auch Julia Büsselberg (Berlin). „Die Bedingungen waren schwierig, aber wer schnell war, war gut dabei.“ Gute Starts, viel Speed und den Überblick behalten, lautete ihre Strategie, die erfolgreich aufging. Nach zwei vierten Plätzen am Vortag segelte sie am zweiten Wettfahrttag einen ersten und dritten und liegt im Gesamtklassement vorne. Hinter ihr haben sich die Italienerin Matilda Talluri und die Spanierin Ana Moncada Sanchez eingereiht. „Ich komme immer besser in die Regatta rein“, so Büsselberg nach vier Wettfahrten.

Während am Montag noch die Dreher schnell kamen, konnte die Berlinerin am Dienstag mit Gefühl in die Dreher hineinfahren. Dafür gab es keinen zusätzlichen Schwung durch die Welle. Wer es verstand, die Welle zu reiten, der hatte am Vortag einen Vorteil. Das war am Montag die Stärke von Laura Schewe (Kiel). Von der Welle war allerdings am Dienstag nicht mehr viel übrig geblieben. Nun will die Altenholzerin weiterhin konstant segeln und schauen, was am Ende dabei rauskommt. Schewe konnte ihre Resultate vom Vortag nicht wiederholen und fiel auf den neunten Platz zurück. Carlotta Sophie Crüsemann (Kiel) liegt auf dem 20. Rang.

 

Laser Radial Youth World Championships

Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)

Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren

Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.

 

Das weitwere Programm:

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Interboot: Mono- und Multi-Hulls für Neulinge

Segeln lernen leicht gemacht, das ist das Ziel aller Interessenvertreter des Wassersports am Wind, um den Nachwuchs zu begeistern. Aber längst nicht nur Kinder und Jugendliche starten in den Segelsport. Auch Erwachsene suchen den idealen Einstieg. Dabei begegnen sie sehr schnell der Frage: Einrumpf- oder Mehrrumpfboot? Jollen und kleine Kielschwerter auf der einen sowie Katamarane und Trimarane auf der anderen Seite bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot bei ihrer 57. Auflage vom 22. bis 30. September 2018 in Friedrichshafen am Bodensee.

Segelschulen weltweit unterrichten Anfänger sowohl auf Jollen als auch auf Kats. Oft ist es abhängig von den örtlichen Begebenheiten, die der Segelinteressierte bei der späteren eigenen, selbstständigen Ausübung berücksichtigen sollte. Ein Revier mit Steganlage und unzugänglichem Uferstreifen spricht für einen Einrümpfer. Am offenen Strand kann dagegen der Katamaran gut zu Wasser gelassen werden. Eine Slipanlage (Rampe) genügt beiden. Ein Pluspunkt der klassischen Einrumpfboote ist die deutlich geringere Breite, die bei der Liegeplatzsuche schlicht genügsamer ist, aber auch bei Manövern zum Beispiel in engen Hafenausfahrten das Gefühl von mehr Sicherheit vermittelt. Der Trumpf der Multihulls ist das höhere Geschwindigkeitspotential. Schon bei leichten bis mittleren Winden entfalten sie eine Faszination für Speed, der nicht nur Youngster im Wettbewerb mit anderen Funsportarten erliegen.

Ein innovatives Konzept aus Frankreich präsentiert Johannes Ersing Boot & Zubehör mit dem Segelboot ePoh. Es sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Trimaran, ist aber genaugenommen eine Jolle mit zwei Auslegern, die wie seitliche Stützen wirken, wenn die ePoh aus dem Gleichgewicht kommt und zu viel Krängung aufweist. Damit zielen die Konstrukteure auf sportliche Einsteiger, die sich durchaus von Beginn an eine Gleitjolle (Skiff) zutrauen, aber das typisch Wacklige noch aussparen wollen.

Eine Lanze für Mehrrumpfboote bricht Deutschlands größter Kathersteller Topcat aus Inning am Ammersee. Er zeigt die Interboot-Premiere K3X. Die Rumpfform des 4,92 Meter langen und 2,44 Meter breiten Boots wurde mithilfe von Computersimulationen (CFD) komplett neu entwickelt. Es ist zwar auf Solosegler zugeschnitten, bietet aber für Zweimann-Crews in Segelschulen und Bootsvermietungen das Modell Streamcut. „Wir spüren einen Trend zum Einhandsegeln, dem wir mit der bekannten wie beliebten Einfachheit unserer schwertlosen Boote nun mit dem K3X gerecht werden“, sagt Geschäftsführer Pablo Walden. „Für Familien und Einsteiger eignet sich aber auch der etwas kleinere K4X, den wir im Vorjahr neu konzipiert haben.“

Deutschlands meistverbreitete Erwachsenenjolle Ixylon ist in allen drei Ausstattungsvarianten Family, Fun und Regatta in Rothaushalle A1 zu sehen.  Die 5,10 Meter lange und 1,80 breite Kimmschwertjolle hat keinen Mittelschwertkasten und somit viel Bewegungsfreiraum im Cockpit, was Familien mit Kindern und Wasserwanderer zu schätzen wissen. Dazu gibt es auf der Messe noch die Ixybox zu sehen, eine Art Wohnwagen zum Transport nicht nur des Boots.

Eine feste Größe in puncto Schlauchbootkatamarane ist die Firma Grabner aus Haag in Österreich schon seit 60 Jahren. Nach Friedrichshafen bringt sie den neuesten Happy Cat Evolution, dessen Segeleigenschaften in einem wissenschaftlichen, hydrodynamischen Forschungsprojekt und intensiven Versuchsreihen optimiert wurden. Zwei Geübte brauchen keine halbe Stunde, bis das Boot aus dem Kofferraum segelfertig auf 4,65 Meter Länge und 2,20 Meter Breite aufgebaut ist. Außerdem kann man einen kleinen Außenborder anhängen.

Einen sehr ähnlichen Ansatz haben die niederländischen DinghyGo-Boote. Von den aufblasbaren Jollen sind alle drei Modelle auf der Messe zu bestaunen. Die kompakte Nomad S ist nur 2,30 Meter lang, die Nomad 3 mit 2,75 Meter ist die Nachfolgerin des Ursprungsmodells Beach 2. Als sportliche Version präsentiert DinghyGo die Orca mit einer Länge von 3,25 Meter, auf der sogar bis zu fünf Personen mitsegeln können. Auch hier ist ein Außenborder möglich, und das Prinzip lautet, aus der Tasche im Auto in rund 20 Minuten auf dem Wasser.

Die Interboot ist von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 30. September, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Kuttersegeln für Jedermann

Der Norddeutsche Regatta Verein lädt der alle Neugierigen und Interessierten am Freitag, den 24. August, ab 14 Uhr zum Segeln ein.

Zwischen den vielen Jubiläumsregatten anlässlich des 150. Geburtstags kann der NRV anders:  Am Freitag sollen nicht nur Profis, Leistungsseglern und Mitgliedern segeln, sondern alle, die Lust haben, die Alster von einem anderen Blickwinkel aus zu erleben. Alle Hamburger, Zugereisten und Besucher sind herzlich dazu eingeladen, mitzufeiern und die Alster auf traditionellen Jugendwanderkuttern zu erkunden. An zwei Stationen an der Außenalster kann nach Belieben an Bord gegangen werden. Die Kutter, die von erfahrenen Skippern gesteuert werden, drehen den Nachmittag über ihre Runden und machen ihre Stops beim Norddeutschen Regatta Verein sowie beim Hamburger Segel-Club.

Der Jugendwanderkutter ist ein traditionelles Segelboot, das insbesondere in der Jugendarbeit von Segelvereinen Verwendung fand  und zum Teil noch findet. Mit einer Länge von 8,50 m und einer Breite von 2,10 m können bis zu zehn Personen bequem darauf Platz finden. Bevor der Jugendwanderkutter in den 1960ern vom Deutschen Segler-Verband als eigene Bootsklasse anerkannt wurde, waren die Boote mit ihrer traditionellen Rumpfbauweise insbesondere bei der kaiserlichen Marine als Rettungsboote um 1900 im Einsatz. Nur wenige Jugendwanderkutter sind noch auf der Elbe rund um Hamburg und auf der Alster aktiv, einige weitere gibt es auf Nord- und Ostsee und im Weser-Ems-Gebiet.

„Es ist eine wunderbare Möglichkeit für nicht Segler, auf traditionellen Booten unseren tollen Sport kennenzulernen.“, sagt NRV Clubmanager Klaus Lahme.

Revierprofil: Nördliche Ägäis

Charterfirma: Albatross Yachting, Frangon 26str, Thessaloniki, Griechenland, Internet: www.albatros-yachting.gr. Vertreten durch: Master Yachting, Yachtcharter 1a, 97286 Sommerhausen, Deutschland, Internet: www.master-yachting.de.
Schiffe und Preise: Angeboten werden Schiffe von 34 bis 52 Fuß zu Preisen von 1.500 bis 4.400 Euro sowie ein 40-Fuß-Katamaran von 3.500 bis 6.990 Euro.
Revier: Lange Tagesetappen und Meltemi können Skipper und Crew schon mal fordern.
Seekarten: Imray G21 & G22.
Nautische Literatur: Rod Heikell: Greek Waters Pilot (Englisch). Gerd Radspieler: Griechenland 4 – Nordgriechische Küste, Nördliche Sporaden, Thásos, Límnos, Lesvos.
Wind und Wetter: Vorherrschender Wind zwischen Juni und September ist der Meltemi. Selbst bei bestem Sommerwetter kann er stürmisch aus Nordost blasen.
Wetterberichte: Verlässliche Windprognosen bekamen wir über www.accuweather.com.
Leuchtfeuer und Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert. Nicht jede Bucht kann man nachts ansteuern.
Gezeiten und Strom: Tidenhub bis 0,5 Meter. Gezeitenströme kann man vernachlässigen.
Navigation: Terrestrisch. Ein guter Plotter ist eine wertvolle Hilfe.
Beste Zeit: Juni bis September.
Anreise: Flug nach Thessaloniki. Transfer nach Nikíti.
Einreise und Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird fast immer gut verstanden.
Klima: Mediterran – subtropisch. In den Sommermonaten sind 40 Grad Celsius keine Seltenheit.
Kleidung: Leichte Baumwollkleidung, leichter Pullover und immer Ölzeug.
Sicherheit: Griechenland gilt immer noch als eines der sich­er­sten Länder der Welt.
Reiseführer: Andreas Neumeier: Chalkidiki / Antje und Gunther Schwab: Thássos & Samothráki / Ulli Grundner – Peter Einhorn: Límnos.

Windverhältnisse

Meltemi: Der Sommerwind der Ägäis weht hier aus Nordost, seltener aus Nord bis Nordnordwest. Am Nachmittag kann er bis 7 BFT auffrischen. Seine größte Stärke erreicht er zwischen Samothráki und Límnos.
Thermik: An windstillen Tagen kann sich in Landnähe, besonders aber im Golf von Ágio Óros und Kassándra, eine auflandige Thermik aufbauen, mit der sich gut segeln lässt.
Schirokko: Mit diesem Wind aus Süd bis Südost muss man in der Vor- und Nachsaison immer rechnen. Er kann eine Stärke erreichen, die Yachten in Schwierigkeiten bringen kann. Sonst sichere Ankerplätze können dabei zu einer gefährlichen Falle werden.
Fronten: Selbst in den Sommermonaten können in diesem Bereich der Ägäis Fronten durchziehen. Ein fallendes Barometer kündigt meist aus Südwest auffrischenden Wind an, der in der Folge über West auf Nordwest umspringt. Gefährlich sind die Böen beim Durchzug der Front.
Gewitter: Im Sommer bilden sich über dem Festland immer wieder Gewitter aus. In ihren Böenwalzen kann der Wind um 180° umspringen und kurzzeitig Orkanstärke erreichen. Besonders gefährlich auf exponierten Ankerplätzen!

Anspruchsvolle Welle und schöne Bedingungen

Wellen und 15 bis 17 Knoten Wind ließen die Jollen zum Auftakt der Laser Radial Youth World Championships vor Kiel Schilksee hin und her tanzen und verlangten den Aktiven konzentrierte Tonnenmanöver ab.  Wer anderen Vorfahrt gewähren musste, kämpfte, um nicht baden zu gehen. Am besten meisterten die Bedingungen Laura Schewe (Kiel), Josh Armit (NZL) und Ludvig Lindqvist (SWE), die nach dem ersten Tag in Führung liegen.

Konnte im ersten Rennen die Niederländerin Emma Savlon noch Laura Schewe auf Distanz halten und das Rennen vor der Deutschen gewinnen, so musste sie sich mit einer Disqualifikation im zweiten Rennen auf einem Gesamtrang 47 nach dem ersten Tag einreihen. Laura Schewe hingegen machte keine Fehler und verbesserte im zweiten Rennen das Resultat, gewann dieses und ging auch im Gesamtklassement in Führung. „Viel besser hätte es nicht laufen können. Die Bedingungen waren richtig schön. Die Welle war anspruchsvoll“, fasste die Kielerin den Tag zusammen. Bisher kenne sie die Situation noch nicht, bei so einem Event als Führende in den nächsten Tag zu starten. Aber sie versuche, sich einfach darauf zu konzentrieren, dass morgen ein neuer Tag mit zwei neuen Rennen und anderen Bedingungen sei, so Schewe.

„Ich hatte ein gutes erstes Rennen“, erklärte Emma Savlon, Zweite der Youth Worlds des Weltsegelverbandes in Corpus Christi (USA). Und obwohl sie einen guten Start im zweiten Rennen hatte, entschied sie sich auf der zweiten Kreuz für die falsche Seite und verlor Plätze. „Das war ein dummer Fehler“, fasste sie zusammen. Dazu kam noch eine Disqualifikation und so rutschte Savlon auf den 47. Platz. Konstante Rennen und Platzierungen unter den ersten Dreien hat sie sich für die beiden Rennen am morgigen Dienstag vorgenommen. „Das könnte nicht ganz so einfach werden.“ Denn in Kiel seien die Bedingungen schwieriger als in Texas vor wenigen Wochen.

Momentan auf dem zweiten Platz liegt die Russin Valeriya Lomatchenko, auf dem dritten hat sich die Spanierin Ana Moncado Sanchez eingereiht. Dicht gefolgt von Julia Büsselberg, die zwei vierte Plätze ersegelte. Unter den ersten 20 haben sich auch Vanessa Gregor (17), Carolin Müller (19) und Theresa Wierschin (20) platziert.

Josh Armit, der erst vor wenigen Wochen in Corpus Christi die Youth Worlds des Weltverbandes gewann, war nicht ganz zufrieden. Es sei ein ordentlicher, aber kein richtig guter Tag gewesen. Der stärkere Wind habe ihn gefreut, und er sei angereist, um zu lernen und sein Bestes zu geben. „Wenn ich mich in der Regatta wohl fühle, weiß ich, dass ich gut segele.“ Heute habe er einige Fehler gemacht, was für Morgen Luft nach oben lasse, so der Neuseeländer. Das Resultat kann sich aber trotzdem sehen lassen. Nach einem ersten und einem dritten Platz in den zwei Qualifikationsrennen des Tages liegt Armit nach dem ersten Tag im Gesamtklassement auf dem ersten Platz.  „Es war um einiges wärmer als noch zur Kieler Woche“, fasste er den Tag auf dem Wasser zusammen. Armit teilt sich die Führungsposition mit dem Schweden Ludvig Lindqvist, der auch einen ersten und einen dritten Platz einfuhr. Hinter ihnen hat sich Julian Hoffmann platziert. Nach einem vierten Rang im ersten Rennen, folgte ein Sieg im zweiten.

„Es ist eine Herausforderung, nur ein kleines Team zu haben, da wir nicht die Unterstützung haben, wie die großen Teams“, erklärte Arthit Mikhail Romanyk aus Thailand. Er ist zusammen mit seiner Schwester angereist – die einzigen Thailänder, die vor Kiel starten. Aber ganz ohne Unterstützung müssen sie auch nicht auskommen. Denn sie trainieren nicht nur zusammen mit dem australischen Team, sondern sind auch zusammen mit den Australiern vor Ort. Als Ziel hat sich Arthit Mikhail Romanyk die Goldfleet gesetzt. Und nach dem ersten Tag ist er auch ganz zuversichtlich, dass er es erreichen kann: „Es war heute recht windig. Das war gut für mich, da ich ein bisschen schwerer bin.“ Momentan liegt er in einer guten Position dafür, denn er hat sich nach dem ersten Tag auf dem fünften Rang eingereiht. Seine Schwester Janisara Sasha (Platz 54) strahlte über das Gesicht: „Das ist der beste Ort, an dem ich bisher gesegelt bin.“ Sie ist zum ersten Mal in Kiel, ihr Bruder zum zweiten Mal. Seit sechs Jahren segeln sie zusammen. „Es ist ein gutes Teamwork, und Mikhail ist auch mein Coach und passt auf mich auf“, so Janisara Sasha.

 

Weiteres Programm:

Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Sydbank Cup: Titelverteidiger setzten sich durch

Wenig Wind, kurzfristig für einige Boote fast ein wenig viel Wind, ausgiebiger Spinnaker-Einsatz auf dem Hinweg und stundenlanges Kreuzen auf dem Rückweg: Der Sydbank Cup 2018 hatte von all dem etwas zu bieten. Bei der wahren Schönwetter-Regatta gab es erfolgreiche Titelverteidiger zu verzeichnen: Michael Berghorn mit der „Halbtrocken 4.0“ (ORC B),  Jonas Hallberg mit der „Hinden“ (ORC C) und in der Kategorie Double Hand der Schwede Rikard Roth mit der „XAR“. Ein überzeugendes Ergebnis lieferte Tilmar Hansen mit der last-minute gemeldeten TP52 „Outsider“ ab: Gleich zweimal war die Yacht weit vor allen anderen Booten das First Ship Home und konnte zudem bei der Rückregatta den Sieg ersegeln.

Der Sydbank Cup 2018 startete am Mittwochabend in der Kieler Innenförde eher beschaulich. Bei Leichtwindverhältnissen und spiegelglatter Förde glitten die Yachten in drei Startgruppen über die Startlinie. Im Verlauf des Rennens nach Kopenhagen frischte der Wind auf, und die Regatta kam in Fahrt. Nach einem Ruhetag in der dänischen Hauptstadt, startete das Rückrennen nach Kiel. Es galt, bei moderaten Winden aus Südwest und West nach Hause zu kreuzen.

Im Sinne der kleinen Boote hatte die Wettfahrtleitung auf dem Hinweg nach Kopenhagen eine Bahnverkürzung vorgenommen, damit alle innerhalb des Zeitlimits ins Ziel kamen. Erste Yacht, die die Ziellinie vor Ålsgårde nördlich von Helsingør passierte, war die TP52 „Outsider” mit einer Crew um den Offshore Vize-Weltmeister Tilmar Hansen (Kieler Yacht-Club). Innerhalb von rund 14 Stunden kamen die restlichen Yachten ins Ziel. Lediglich zwei Crews brachen das Hinrennen nach Kopenhagen ab, eine davon aufgrund eines technischen Schadens. Ansonsten waren die Kommentare der Segler zum Rennverlauf durchweg positiv. „Ein exzellentes Rennen”, nannte es der Schwede Rikard Roth, der die Hinrunde in der Gruppe A der Kategorie Double Hand gewann. „Eine super schöne Regatta”, hieß es aus den Reihen der “Outsider”-Crew.

Genauso zufrieden waren die Segler mit dem herzlichen Empfang durch die KYC-Crew mit Hot Dogs und Budĕjovický Budvar Welcome Bier von den Sponsoren WeTreu und May & Olde bei ihrer Ankunft in Tuborg Havn im Norden Kopenhagens. Nach einem freien Tag in der dänischen Hauptstadt mit Zeit für Arbeiten am Boot oder Sightseeing standen am Freitagabend im Hellerup Sejlklub die Siegerehrung der Hinrunde des Sydbank Cups und das traditionelle BBQ mit Freibier von der Sydbank auf dem Programm. Als Sieger der Hinrunde wurden folgende Skipper und ihre Crews gefeiert: Rikard Roth mit der XP-44 „XAR“ (Double Hand Gruppe A), Carl Rasmus Richardsen mit der MAXFUN 35 „Tøsen“ (Double Hand Gruppe B), Andreas Rose mit der J-125 „needles und pins“ (ORC A Full Crew), Michael Berghorn mit der X-41 „Halbtrocken 4.0“ (ORC B Full Crew) und Jonas Hallberg mit der JPK 10.10 „Hinden“ (ORC C Full Crew).

Nach einem geselligen Abend bei lauen Sommertemperaturen fiel am Sonnabendvormittag bei blauem Himmel und moderatem Wind das Startsignal für die Rückregatta von Kopenhagen nach Kiel, die so genannte KYC-Trophy. Rund 150 zu segelnde Seemeilen lagen vor den Regattateilnehmern. Der Kurs führte Richtung Gedser südlich um Seeland herum zurück nach Kiel. Die Ziellinie lag auf Höhe des Kieler Leuchtturms.

Die Spinnaker, die nach dem Start in Kopenhagen gesetzt worden waren, wurden schnell wieder eingeholt. Stattdessen wurde es bei südwestlichen und später westlichen Winden von zehn bis 21 Knoten eine Rückfahrt mit viel Kreuzen. „Wir haben die ganze Nacht auf der Kante gesessen und sind nach Hause gekreuzt“, fasste Marcus Schlichting, Crewmitglied auf der Swan 48 S „Big Easy III“, das Rennen von Kopenhagen nach Kiel zusammen.
Als erstes Schiff überquerte die „Outsider“ nach 17 Stunden 53 Minuten und 47 Sekunden gesegelter Zeit gegen vier Uhr morgens die Ziellinie am Kieler Leuchtturm und war damit etliche Stunden vor den anderen Regattateilnehmern zurück im Hafen. Damit hat die Crew der TP52 „Outsider“ ihr angepeiltes Ziel, auch auf der Rückrunde das First Ship Home zu sein, erreicht. Und auch das zweite Vorhaben, auf dem Rückweg von Kopenhagen nach Kiel schneller als die J-125 „needles und pins“ zu sein, konnte die „Outsider“-Crew umsetzen. Fast 18 Stunden brauchte die „Outsider“ für die Rückfahrt, rund 19 waren es auf dem längeren Hinweg gewesen. Das macht deutlich, wie viel beschwerlicher das Segeln beim Rückrennen mit westlichen und südwestlichen Winden war.

In der Gruppe ORC A siegte Tilmar Hansen mit der „Outsider“ vor Stefan Kunstmann mit der BALTIC 52 „Zukunft IV“ des Kieler Yacht-Clubs auf dem zweiten sowie Andreas Rose mit der „needles und pins“ auf dem dritten Platz. „Wir sind vollkommen zufrieden: Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Die Regatta war für uns ein voller Erfolg. Das haben wir zum Großteil unserem Navigator zu verdanken, der uns alle Winddreher auf der Rückfahrt gut angesagt hat“, freute sich Bo Teichmann von der „Outsider“-Crew über den Sieg.

In der Gruppe ORC B hatten die X-41-Yachten beim Rennen von Kopenhagen nach Kiel die Nase vorne. Michael Berghorn gelang mit der X-41 „Halbtrocken 4.0“ nach dem Sieg bei der Hinrunde auch der beim Rückrennen und freute sich, dass er mit seiner Crew den Titel verteidigen konnte. „Der Hinweg nach Kopenhagen war tolles Segeln und deutlich weniger anstrengend als der Rückweg. Beim Rennen zurück nach Kiel war viel Einsatzfreude von der Crew gefordert, die die ganze Zeit auf der Kante gesessen hat“, resümierte Berghorn. Auf Platz zwei der Gruppe arbeitete sich Sven Christensen mit der X-41 „Sydbank“ vor. Die dritte X-41 Yacht war die „Stardust“ mit Skipper Alf Henryk Wulf, der auch auf den Hinweg nach Kopenhagen in der Gruppe ORC B bereits auf Platz drei gelandet war. Die vierte X-41 Yacht im Rennen war die „Ningxia“ mit der brasilianischen Crew um Skipper Cesar Gomez Neta, die auf der Hinrunde einen guten fünften Platz ersegelte, obwohl bei den Brasilianern der Spaß am Mitmachen im Vordergrund stand. Beim Rennen zurück nach Kiel waren die Südamerikaner allerdings nicht mehr mit von der Partie, sondern entschieden sich spontan für ein anderes Fortbewegungsmittel für den Rückweg.

Bei den kleinen Yachten der Gruppe ORC C ließ sich Jonas Hallberg mit der JPK 10.10 „Hinden“ den ersten Platz von der Hinrunde auch auf dem Rückweg von Kopenhagen nach Kiel nicht streitig machen. Somit hatte er zum dritten Mal in Folge beim Sydbank Cup die Nase vorne. Der zweite Platz ging wie bereits auf der Hinrunde an Werner Lemmel mit der Swan 46 „Rarotonga“. Drittplatzierter ist Frank Mantwill mit der X-362 SPORT „Glüxkind“. „Der Rückweg war sehr anstrengend, denn Kreuzen ist eigentlich nicht unser bevorzugter Kurs. Aber wir sind mutig gesegelt und es hat gut geklappt“, kommentierte Jonas Hallberg den weiteren Erfolg der „Hinden“.

Auch der Schwede Rikard Roth und sein Crewmitglied Lars Jörnvi verteidigten in der Gruppe A der Kategorie Double Hand mit der XP-44 „XAR“ erfolgreich ihren Titel vom Vorjahr und gewannen nach der Hinrunde auch die Rückrunde des Sydbank Cups 2018. Platz zwei belegt der Skipper Walter Watermann mit Jan Henning Günther auf der XP-44 „X-Day“. Jan Stähr fiel vom zweiten Platz auf dem Hinweg nach Kopenhagen beim Rückrennen mit der Figaro 2 „Gnaraloo“ auf den dritten Platz zurück.

In der Gruppe B der Kategorie Double Hand sah die Ergebnisliste des Rückrennens auf den ersten Plätzen genauso aus wie beim Hinweg. Skipper Carl Rasmus Richardsen und Lena Fetting hielten mit der MAXFUN 35 „Tøsen“ den ersten Platz. Danach folgen Dr. Lars Kyburg und Niels Töbke mit der Comfortina 42 „Ventus“.

Die Wanderpreise für die Rückrunde gingen an die Crews folgende Yachten: der Carl Grage Gedächtnispreis von 1957 an die „Outsider“, der Preis R.T. Dixon Challenge von 1912 an die „Hinden“ und der Wanderpokal der KYC-Trophy an die „Halbtrocken 4.0“. Neu war beim Sydbank Cup 2018 der inoffizielle Zukunftspreis für die beste Crew, in der alle Mitglieder jünger als 28 Jahre sind. Passenderweise durfte die Crew der BALTIC 52 „Zukunft IV“ den Zukunftspreis mit nach Hause nehmen.

Auch bei der Rückregatta von Kopenhagen nach Kiel konnte, wie bereits von Wettfahrtleiter H.-Eckhard von der Mosel prophezeit, aufgrund der Windverhältnisse kein neuer Streckenrekord aufgestellt werden. Der Rekord aus dem Jahr 2013 von Tilmar Hansen mit der TP52 “Outsider” bleibt weiterhin bestehen: 11 Stunden 31 Minuten 46 Sekunden.

Von der Mosels Fazit zum Sydbank Cup fiel sehr positiv aus: „Wir sind vollkommen zufrieden mit dem Verlauf der Regatta. Besonders die Rückregatta war für uns als Wettfahrtleitung durch die gleichmäßigen Windverhältnisse recht ruhig. Die Stimmung unter den Seglern war wie immer sehr gut.“ Die hervorragende Atmosphäre beim Sydbank Cup lobten auch viele Regattateilnehmer. „Schön am Sydbank Cup ist neben der guten Organisation besonders der familiäre Charakter der Regatta und das nette Miteinander der Segler. Das ist ansonsten bei anderen Rennen wegen immer stärker zunehmender Professionalität im Segelsport kaum noch üblich“, sagte Titelverteidiger Michael Berghorn von der „Halbtrocken 4.0“.  Mit der Siegerehrung am frühen Sonntagabend im Clubhaus des Kieler Yacht-Clubs in Strande ging der Sydbank Cup 2018 in geselliger Runde zu Ende.

Ergebnisse Sydbank Cup 2018, KYC-Trophy Kopenhagen-Kiel:
(Platz, Schiffsname, Bootstyp, Skipper/Eigner)

Double Hand:
Gruppe A:

  1. XAR, XP-44, Rikard Roth/Lars Jörnvi
  2. X-Day, XP-44, Walter Watermann/Jan Henning Günther
  3. GNARALOO, FIGARO 2, Jan Stähr

Gruppe B:
1. Tøsen, MAXFUN 35, Carl Rasmus Richardsen/Lena Fetting
2. Ventus, Comfortina 42, Dr. Lars Kyburg/Niels Töbke

ORC Club Full Crew:
ORC A:

  1. Outsider, TP52, Tilmar Hansen
  2. Zukunft IV, BALTIC 52, Stefan Kunstmann
  3. needles and pins, J-125, Andreas Rose

ORC B:

  1. Halbtrocken 4.0, X-41, Michael Berghorn
  2. Sydbank, X-41, Sven Christensen
  3. Stardust, X-41, Alf Henryk Wulf

ORC C:

  1. Hinden, JPK 10.10, Jonas Hallberg
  2. Rarotonga, Swan 46, Werner Lemmel
  3. Glüxkind, X-362 SPORT, Frank Mantwill

Weitere Informationen über den Sydbank Cup und die Ergebnisse finden Sie unter www.manage2sail.com und auf der Seite des Kieler Yacht-Clubs unter http://www.kyc.de/de/regatten/sydbankcup/  oder auf Facebook unter SydbankCup.