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Enge Entscheidungen bei den Seesegel-Meisterschaften

Die Ergebnisse der Mittelstrecke in der Flensburger Förde entschieden über die Platzierungen hinter den Siegern „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (ORC 1+2) sowie „OneSpirit“ von Gordon Nickel (ORC 3+4)

Zum Abschluss der IDM der Seesegler vor Glücksburg bescherte die Förde den Crews beste Bedingungen. Wettfahrtleiter Hajo Andresen schickte die beiden ORC-Gruppen planmäßig um 10 Uhr auf die abschließende Mittelstrecke. Waren die vergangenen Tage noch von diversen Frühstarts geprägt, zeigten sich die Segler diesmal konservativ an der Startlinie. Vielleicht, um das Risiko zu minimieren, vielleicht aber auch auf Grund leichter Kopfschmerzen von der Party am vorherigen Abend:

Das am Clubhaus des Flensburger Segel Clubs aufgebaute Festzelt und die Klänge von Offshore-DJ „Fat Fechner“ hatten für hervorragende Stimmung unter den Seglern gesorgt: So ausgelassen wurde in Flensburg lange nicht mehr getanzt.

Der Kurs der Mittelstrecke führte die Yachten über rund 20 Seemeilen durch die Außen- und Innenförde. Der Wind wehte am Start böig um 18 Knoten und nahm über den Tag langsam ab. Dennoch entwickelten sich schnell packende Zweikämpfe unter den Yachten, die sich auch auf das Gesamtergebnis auswirkten: Die zweitplatzierte Yacht vom Vortag in der ORC 3+4, Hauke Mojes „Quiron“, kam zum Abschluss nicht über einen achten Platz hinaus und rutschte damit auf den vierten Platz insgesamt ab. Davon profitierte Max Augustin mit der „HEAT“, der mit einem fünften Platz in der Mittelstrecke den zweiten Platz über alles errang, nun gefolgt von Dr. Knut Freudenbergs „Halbtrocken“ auf Rang drei. Der Abstand zwischen den Plätzen drei und vier: 0,2 Punkte.

Die “HEAT” segelte in der ORC 3+4 auf Platz zwei. Foto: segel-bilder.de

Gordon Nickel zeigte am Finaltag unterdessen erneut, warum die „OneSpirit“ vor Flensburg verdient den Titel des Deutschen Meisters ersegelte: In Sachen Bootshandling, Speed und Fehlerminimierung ist die junge Crew mit ihrer Italia 9.98 derzeit das Maß der Dinge. Nickel sagte dazu: „Wir sind super happy über das Ergebnis und hatten eine tolle Zeit in Flensburg. Die Segeltage waren lang und schön und wir sind froh darüber, dass wir uns so gut platzieren konnten.“

Auch in ORC1+2 stand der Sieger der Bestenermittlung bereits am Vortag fest. Die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn hatte eine dominante Serie gesegelt und konnte daher entspannt in den Abschlusstag starten; der Sieg war ihr nicht mehr zu nehmen. „Halbtrocken 4.0“-Skipper Michael Berghorn zog dementsprechend ein zufriedenes Resümee: „Anspruchsvolles Segeln mit böigen Winden mit über 30 Knoten haben gutes Bootshandling und eine gute Crew erfordert. Nach einer erfolgreichen Saison haben wir diese Herausforderung hier ganz gut bewältigen können.“

Die “Outsider” schob sich zum Abschluss noch auf Rang zwei. Foto: segel-bilder.de

Auf Rang zwei konnte sich nach einem Sieg bei der Mittelstrecke die „Outsider“ von Tilmar Hansen vorschieben. Torsten Bastiansens X-41 „Sydbank“ reichte ein dritter Platz im Abschlussrennen nicht, um den zweiten Platz über alles zu halten. Auch hier zeigen die Punktabstände zwischen den Teams auf dem Podium, wie eng es bei dieser IDM – trotz kleines Feldes – zur Sache ging: „Outsider“ und „Sydbank“ trennten 0,7 Punkte.

KiWo-Plakat 2019: Großer Splash für den Wasserspaß

Schon die Einladung ist eine Auszeichnung. Denn der Gestaltungswettbewerb genießt weltweit ein hohes Ansehen, zumal viele Motive mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.

Die Reihe mit bereits mehr als 70 Kieler-Woche-Plakaten seit 1948 ist weltweit einzigartig und ein eindrucksvolles Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte. Das Design muss seit 1974 auch auf verschiedensten Artikeln und Souvenirs – etwa Krawatten, Bechern oder Schlüsselanhängern – seine Wirkung zeigen.

Fünf internationale Büros mit sechs eingereichten Entwürfen waren für das Design 2019 im Rennen. Die Jury entschied sich am 5. September für den Entwurf des Berliner Designers Daniel Wiesmann.

Das sagt die Jury: Das Siegerplakat zeichnet sich durch ein komplexes, dynamisches Zusammenspiel von grafisch klarer Form und avancierter Typografie aus. Besonders der ungewöhnliche, gelungene Umbruch des Titels Kieler Woche 2019 macht gerade in seiner humorvollen Fokussierung auf die wichtigsten Bestandteile neugierig und zieht den Betrachter in seinen Bann. Der Titel Kieler Woche wurde schon lange nicht mehr derart selbstbewusst als eigenständige grafische Form im Plakat in Szene gesetzt.

Das illustrative Element des Wassertropfens erlaubt eine hohe Variationsbreite innerhalb der sehr unterschiedlichen Anwendungen und assoziiert gleichermaßen Segelsport und Wasserspaß. Die ausdrucksstarke Gesamtwirkung und das typografische Spiel waren die entscheidenden Argumente, dieses Motiv als neues Gesicht der Kieler Woche 2019 auszuwählen.

Meisterliche Vorstellungen der „Halbtrocken 4.0“ und der „OneSpirit“

Auf den dahinter liegenden Rängen ist das Rennen um Silber und Bronze hingegen völlig offen. In Klasse ORCi1/2 trennen die zweitplatzierte „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (X-41) und die „Outsider“ (Tp52) von Tilmar Hansen nur 1,3 Punkte.

Auch Gordon Nickel ist der Sieg in Klasse ORCi3/4 nicht mehr zu nehmen. Mit einer konstant starken Serie unterstreicht die Crew der „OneSpirit“ (Italia 9.98) ihre dominante Rolle in der sportlich stark besetzten ORCi3/4 Gruppe. Das Rennen um die Ränge zwei und drei ist unterdessen noch nicht gelaufen: Nur 0,8 Punkte trennen Max Augustins Farr 30 „Heat“ und Hauke Mojes J/97 „Quiron“. Während die Crew um Max Augustin sich im Verlauf der Saison konsequent gesteigert hat, ist die derzeit drittplatzierte „Quiron“ eine echte Überraschung im Feld. Doch auch die „Halbtrocken“ von Dr. Knut Freudenberg hat mit 3,8 Punkten Rückstand noch genauso Chancen auf einen Podiumsplatz wie die Crew der „Patent4“ von Jürgen Klinghardt auf Rang fünf.

Zum Finaltag der IDM See bestreiten die Crews ein Coastal-Rennen um feste Seezeichen in der Flensburger Förde. Die Besonderheit: Der Kurs wird erst kurz vor dem Start bekannt gegeben. Die auf ca. vier Stunden ausgelegte Wettfahrt ist eine besondere Herausforderung für Navigatoren und Taktiker. Die Entscheidung über Silber und Bronze in beiden Klassen fällt also am Sonntag.

Kiel.Sailing.City.: Vielseitig und sozial

Das Kieler Segelcamp hat auch in seiner 16. Auflage Kielerinnen und Kieler sowie Gäste der Landeshauptstadt berührt und in ihnen die Leidenschaft für den Segelsport geweckt. Unter der strahlenden Sommersonne herrschte in diesem Jahr im Camp 24/7 an der Reventlouwiese eine ganz besonders heitere Segelstimmung.

Mit seinem breit gefächerten Angebot an Land und auf dem Wasser bot das Camp 24/7 von Mai bis September hunderten Kindern und Jugendlichen unvergessliche Segelerlebnisse. Schulklassen konnten im Umgang mit Schot und Pinne erfahren, dass Segeln Gemeinsinn und Zusammenhalt stärkt. Auch zahlreiche Erwachsene brachen in diesem Jahr von der Kiellinie spontan zu Segeltörns auf der Kieler Förde auf, um die Faszination des Segelsports zu erleben.

„Die Zahl 4000 werden wir auch dieses Jahr knacken“, so Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. Mit dem Besuch des Bundespräsidenten während der Kieler Woche, den Angeboten von SUP bis zur Segel-Bundesliga sei ein breites Angebot vorhanden, „für das ich mich bei dem Team und den Förderern bedanken möchte“, ergänzte Kämpfer, der betonte, dass dieses Camp ganz besonders gut in die Sailing City passe. „Zudem unterstreicht es, dass Kiel auch eine soziale Stadt ist. Das Camp 24/7 zeigt, dass man keine reichen Eltern benötigt, um in Kiel segeln zu können“, so der Oberbürgermeister.

„Mehr als 90 Partner aus Wirtschaft und Vereinen stellen gemeinsam sicher, dass das Camp 24/7 stattfinden kann. Nur mit dieser kontinuierlichen Unterstützung, können hier Jahr für Jahr Tausende Kinder und Erwachsene erste Segelerfahrungen machen. Dafür gilt allen Beteiligten großer Dank“, sagte Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG. Auch Meier betonte den sozialen Aspekt und ergänzte: „Auch das integrative Segeln wird hier gelebt. Und die Firmenevents helfen auch Erwachsenen bei der Teambildung.“

Ein ganz besonderer Höhepunkt waren die Wettkämpfe der Special Olympics Deutschland im Beachvolleyball und Segeln zum Beginn der Camp-Saison im Mai. Und sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete dem Camp einen Besuch ab und knüpfte zum Kieler-Woche-Start Knoten mit Segelkids. Wie gut es ihm gefallen hat, zeigte der Bundespräsident mit seinem Eintrag ins Gästebuch des Camps: „Hier möchte ich Segeln lernen. Ich bin begeistert vom Camp 24/7.“

Mit Veranstaltungen der Digitalen Woche Kiel klingt die Segelsaison im Camp 24/7 nun aus und endet am Sonntag, 16. September, wenn die 1. und 2. Segel-Bundesliga in direkter Nachbarschaft zum Camp an der Kiellinie gastiert (14. bis 16. September).

Am Freitagnachmittag, 7. September, nahmen Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG, schon einmal offiziell Abschied von den Segelkids im Camp und läuteten die letzte Woche der Saison ein. Traditionell gaben die Kids das Camp-Steuerrad an die Erwachsenen zurück. Mit ihnen freuten sich Partner und Freunde des Camps 24/7 über eine Saison voller Segel, Sonne und Superlative.

Neben den beliebten Schnupperkursen für Kinder erfreuten sich in diesem Jahr wieder die Schulklassen-Törns einer großen Beliebtheit. Darüber hinaus zog sich das soziale Engagement durch die gesamte Saison: Neben der Schulkooperation mit den Schulen am Heidenberger Teich waren in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Kiel Kinder vom Kinderschutzbund Kiel e. V. im Camp 24/7.

Auch neben dem Segeln wurde und wird viel geboten: Das Camp 24/7 war Austragungsort verschiedenster sportlicher Wettkämpfe wie dem Beach-Volleyball Firmencup und dem SUP Firmencup. Erstmals wurde sogar ein SUP-Halbmarathon organisiert. Während der Kieler Woche präsentierte die Fachhochschule Kiel im Camp Ausblicke zum Thema „Robotik in der Altenpflege“ und in der Digitalen Woche bietet eine Veranstaltung der Stadtwerke Kiel und mehrerer Mitveranstalter alles rund ums Thema E-Mobilität (Freitag, 14. September, 12 bis 18 Uhr).

Die Landeshauptstadt Kiel präsentiert das Gemeinschaftsprojekt Camp 24/7 von Kiel-Marketing GmbH und der Stadtwerke Kiel AG mit Unterstützung von mehr als 90 weiteren Partnern aus Wirtschaft und Vereinen, darunter auch der SVG Verlag.

Weitere Informationen zum Segelcamp erhalten Interessierte unter der Kieler Rufnummer 901-2573. Nähere Informationen zum Programm gibt es unter www.camp24-7.de und www.facebook.com/segelcamp. Mehr über die zahlreichen Aktivitäten in Kiel.Sailing.City sind im Internet auf der Seite www.kiel-sailing-city.de  zusammengestellt.

Kaiserwetter zum IDM-Auftakt

Für die großen Yachten der Klasse ORC 1/2 ging der Kurs rund um die dänische Insel Lyö, die Teams der Klasse ORC 3/4 segelten einen 46-Seemeilen langen Kurs durch die Sonderburger Bucht.

In der Flensburger Außenförde erwartete die Crews eine satte Kreuz. Unter der deutschen Küste galt es, so dicht unter Land wie möglich zu segeln, um den dort vorherrschenden Winddreher bestmöglich auszukosten. Dazu gesellte sich eine steile Welle, die den Crews auf dem Rückweg spektakuläre Surfs unter Spinnaker bescherte. Die frischen Bedingungen sorgten dafür, dass der Großteil der Yachten Glücksburg noch im Hellen erreichte. First Ship Home war die TP52 „Outsider“ von Tilmar Hansen, die bereits nach 7 Stunden die Ziellinie passierte. Die moderne High-Tech Rennyacht bot dabei ein spektakuläres Bild, zeigte aber auch, wie unterschiedlich die Yachten der nur schwach vertretenen Klasse ORC1/2 sind. Als zweite Yacht passierte die Xp44 „Xenia“ von Ralf Lässig nach rund 9 Stunden und 29 Minuten die Ziellinie. Während „Outsider“ auch berechnet auf Rang eins steht, sind die weiteren berechneten Ergebnisse noch unter Vorbehalt auf Grund eines offenen Protests. Derzeit liegt die X-41 „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn berechnet auf Rang zwei vor der „Xenia“ von Ralf Lässig.

In ORC 3/4 segelte die Italia 9.98 „OneSpirit“ von Gordon Nickel überzeugend und entschied die Langstrecke für sich. Nachdem die junge Crew bei der ORC-Weltmeisterschat im Juli mit einem schwachen Langstreckenergebnis zu kämpfen hatte, zeigte sich Steuermann Gordon Nickel gut gelaunt anlässlich des Tagessieges: „Wir sind froh über das Ergebnis. Heute hat alles gestimmt; die Sonne und der Wind haben uns traumhafte Bedingungen auf der Förde beschert. Das Team hat super harmoniert, die Manöver und der Boat-Speed waren solide. Wir freuen uns auf die nächsten Tage.“

Zweiter wurde die X-362 „ex&hopp“ von Michael Schulz. Punktgleich auf dem dritten Platz liegen die First 36.7 „Halbtrocken“ von Dr. Knut Freudenberg und die „Patent4“ von Jürgen Klinghardt. Für den heutigen Freitag stehen zwei Up&Down-Wettfahrten auf dem Programm. Die Vorhersage verspricht zum Nachmittag frische Winde um 15 Knoten aus süd-westlicher Richtung.

Test: Breehorn 37

Bei einem Blick unter Deck schweift mein Auge über matt lackierte Teakholzflächen und zahlreiche weiße Flächen: in der Pantry, den Polstern oder der Decke. Ich fühle mich absolut wohl. Es handelt sich um einen Innenausbau der traditionellen Art, der auf der Werft in der eigenen Schreinerei gefertigt und montiert wird, wenn Rumpfschale und Deck bereits verheiratet wurden. Spaltmaße kann ich keine entdecken, die Kanten sind alle versiegelt oder mit Laibungen versehen.

An Backbord liegt die U-Pantry mit einem 3-Flammen-Herd und Ofen. Auf See mit Krängung und Wellengang könnte ich mich in der U-Form gut verkanten und eine volle Mahlzeit zubereiten. Die tiefen Spülbecken sind ebenfalls seetauglich. Achtern der Pantry schließt sich die Nasszelle an. Viel Platz bietet sie nicht, aber ein Komfortbecken der Pumptoilette nimmt sie auf. Außerdem besteht ein Zugang zur großen Backskiste unter der Cockpitbank.

Die große Navigationsecke, die ihren Namen auch wirklich verdient, liegt an Steuerbord. Ein Ölzeugschrank befindet sich genau dort, wo er hingehört: neben den Niedergang. Es ist mir unverständlich, wieso viele Werften Platz für Ölzeug in das Vorschiff verbannen. Achtern an Steuerbord erstreckt sich die geräumige Achterkammer mit eigenem Schrank.

Der Salon wird durch zwei Halbschotts von Pantry und Navigation separiert. Ein großer Klapptisch, ein Längs- und ein L-Sofa, zahlreiche Schapps und Ablagen bilden das Herzstück des Schiffes. Viel Platz für gesellige Hafenabende mit Freunden oder auch bequeme Ecken für lange Leseabende allein oder zu zweit. Die Gemütlichkeit springt mir aus jeder Ecke entgegen. Im Vorschiff befindet sich die Eignerkabine mit zwei vollwertigen Schränken je an Steuer- und Backbord und Hängeschapps am Fußende.

Breehorn baut nur auf Bestellung, und der zukünftige Eigner kann viel Einfluss auf den Ausbau seines Schiffes nehmen. Neudeutsch nennt sich das Semi-Custom. Daher variiert der Ausbau einer Breehorn in der Regel immer ganz leicht. Die Aufteilung unter Deck bleibt aber bestehen.

ICECAT 61: Schneller Katamaran

Yachten, die von der noch jungen, italienischen Werft ICE Yachts hergestellt werden, überzeugen durch sorgfältige Fertigung unter Nutzung hochwertiger Materialien und modernster Verarbeitungstechniken (wie Epoxy-Infusion). Dank schneller Risse und geringer Verdrängung bringen sie zudem gute Segelleistungen. Das gilt sowohl für die schnellen Einrümpfer, als auch für den ersten Katamaran, dessen Premiere in diesem Jahr gefeiert werden konnte.

ICECAT 61 heißt der flinke Fahrtenkatamaran, der in Zusammenarbeit mit dem bekannten Mehrrumpfdesigner Enrico Contreas entstand. Wers besonders sportlich mag, bestellt die RS-Version, die dank komplettem Sandwich-Carbon-Aufbau eineinhalb Tonnen leichter ist als die Standard-Version. Bei beiden Ausführungen ist ein Carbon-Rigg obligatorisch.

Obwohl Wendigkeit und Schnelligkeit im Vordergrund stehen, darf davon ausgegangen werden, dass ICE-Zweirümpfer viel Komfort bieten können. Das ergibt sich allein schon aus der Schiffsgröße, aber auch durch eine effektiv arbeitende, sprich elektrifizierte Decksausrüstung/Winschen und ein sehr wohnliches Interieur.

Für die nahe Zukunft sind weitere Kat-Modelle geplant, die zwischen 51 und 69 Fuß liegen sollen.

Technische Daten

Lüa: 18,60 m
LWL: 18,60 m
Breite: 8,20 m
Tiefgang: 1,10 – 2,50 m
Verdrängung: 15 t
Kabinen: 3 / 4 oder 5
Wassertank: 770 l
Treibstofftank: 770 l
Motor: 2 x 55 PS
Groß: 118 m²
Fock: 59 m²
Gennaker: 130 m²
Preis: ab 1.606.500 Euro
Werft: www.iceyachts.it
Händler: www.westyachting.de

IDM der Seesegler startet mit Rennen in die Nacht

Mit guter Stimmung bereitete sich das kompakte Teilnehmerfeld zum Auftakt der Flensburger Fördewoche heute auf die erste Herausforderung der Titelkämpfe vor und ging schließlich in die erste Wettfahrt der Wettkämpfe, die die Mannschaften in die Nacht führen sollte.

Neben den Titel geht es für die Crews auch um wichtige Punkte für die Rangliste der Regattavereinigung Seesegeln (RVS). Mit einem Ranglistenfaktor von 1,3 werden vor Flensburg ordentlich Punkte verteilt und sowohl in der kombinierten Klasse ORC1/2 als auch in der Klasse ORC 3/4 liegen die Top-Teams dicht an dicht.

In der Jahreswertung in ORC1/2 liegen die X-41 „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg) und Kirsten Harmstorf (Hamburg) mit der DK46 „Tutima“ mit jeweils 25 Punkten gleichauf. Auf Rang drei folgt Walter Watermann (Kiel) mit der Xp44 „X-Day“ mit 28 Punkten, punktgleich mit der viertplatzierten Luffe 43 „Adamas“ von Jan Peters (Lübeck). Da die „Tutima“ vor Flensburg nicht am Start ist, hat die „Sydbank“ die Favoritenrolle für die Jahreswertung übernommen.

In Klasse ORC3/4 geht „Patent4“ (12 Punkte) von Jürgen Klinghardt (Hamburg) mit 5 Punkten Vorsprung vor der „VarunaXPress“ (17 Punkte) von Kai Haupthoff (Eckernförde) in die letzte Runde. Auf Rang drei liegt die „Akka“ von Anke Scheuermann (Hamburg). Die bei der Offshore-Weltmeisterschaft in Den Haag stark gesegelten Crews der „One Spirit“ von Gordon Nickel (Stade) und der „Immac Fram“ von Kai Mares (Dänischenhagen) liegen etwas abgeschlagen auf den Rängen vier und fünf, beide Crews konnten auf Grund ihrer Teilnahme an der Offshore WM nicht an Runde 3 des RVS-Cups vor Travemünde teilnehmen.

Doch neben der Jahresranglistenwertung ist der Fokus der teilnehmenden Mannschaften natürlich insbesondere auf die Meisterschaft ausgerichtet. Den Auftakt der IDM bildet die traditionelle Distanzwettfahrt durch die Flensburger Außenförde. Start war am Mittag für die beiden Startklassen. Die starken frischen Ostwinde versprachen eine schnelle Reise, die ersten Teams werden bei Einbruch der Dunkelheit zurück in Glücksburg erwartet. Die Beteiligung liegt mit rund 25 Schiffen zwar unter den Erwartungen, die Qualität der auflaufenden Flotte ist jedoch hoch. Wettfahrtleiter Claus-Otto Hansen sagte: „Wir freuen uns, die Seesegler nach 2015 erneut bei uns im FSC willkommen zu heißen. Natürlich hätten wir uns mehr Teilnehmer gewünscht, haben aber ein schönes Programm auf dem Wasser und an Land für die Segler vorbereitet. Wir freuen uns auf die nächsten Tage!“

Das Programm der IDM Seesegeln sieht in diesem Jahr erstmalig neben einer herkömmlichen Langstrecke von 8 bis 10 Stunden Segelzeit noch eine Mittelstrecke um feste Seezeichen vor. Die besondere Besonderheit der Mittelstrecke: Der Kurs wird erst am Abend vorher bekannt gegeben und stellt die Navigatoren vor eine zusätzliche Herausforderung. RVS-Vorsitzender Bertil Balser sagte dazu: „Wir beobachten einen Trend hin zu Distanzwettfahrten, dem wollten wir mit der IDM Seesegeln so gut es geht entsprechen.“

»Das schönste Boot der Welt«

Vor elf Jahren kaufte Peter Grönlund, 59, ein extrem mitgenommenes, pflegebedürftiges IF-Boot für wenig Geld. Er hatte gehört, dass sein alter Segelverein im dänischen Rungsted, nördlich von Kopenhagen am Öresund gelegen, seine IF-Flotte verkaufen wolle. Als Grönlund erfuhr, um welches Boot es im Speziellen ging, war die Sache eigentlich schon klar: Es handelte sich um die Baunummer 960 aus dem Jahr 1972.

Eigner Peter Grönlund

Mit diesem Boot, der Skinfaxe, verbindet ihn eine ganz persönliche Geschichte, die bis in seine Jugend zurückreicht. „Auf diesem Boot hat meine Mutter in den 70ern als eine von zwei Segellehrerinnen unseres Vereins unterrichtet“, sagt er. Fast schon revolutionär aus heutiger Sicht war der Ansatz des Clubs, durch das Engagement von weiblichen Segellehrern mehr Frauen dazu zu bewegen, den Sport zu erlernen. Peter Grönlund selbst war 14 Jahre alt, als sein Verein Skinfaxe und weitere IF-Boote kaufte. Da konnte er schon lange segeln. In den folgenden Jahren unternahmen die Teenager des Vereins zahllose Törns auf der Ostsee. Zu seinen schönsten Segelerinnerungen zählen die Reisen mit der Clubjugend als IF-Flottille: Fünf IFs, jeweils fünf Mann an Bord, kein Motor: das einfache Segelleben.

Heute verfügt seine Skinfaxe über einen kleinen 1,5 PS Außenborder. Allerdings „nur für Hafenmanöver. Die Häfen sind ja heutzutage viel zu eng, um unter Segeln an- oder abzulegen, das war früher anders“, betont er. Die Zusammensetzung seiner Crew hat sich inzwischen auch verändert, er ist verheiratet und hat eine Tochter und er lebt auch nicht mehr in Dänemark, sondern in Berlin. Jedes Jahr steht ein vierwöchiger Sommertörn mit der Familie auf dem Programm, der sie durch die dänischen, schwedischen und norwegischen Gewässer führt. „Die Belte und Sunde, Kattegatt, Südnorwegen mit dem Oslo-Fjord zum Beispiel.“ Nachdem Grönlund die Skinfaxe 2007 übernommen hatte, war jedoch noch einiges zu tun.

Ein Blick unter Deck des IF-Boots

35 Jahre Segelausbildung waren nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Eine aufwendige Osmosesanierung stand auf dem Programm, der Rumpf bekam über der Wasserlinie ein neues Gelcoat verpasst. Grönlund entfernte den gesamten Innenausbau und arbeitete das Marinesperrholz mit Teakfurnier wieder auf, verkleidete Bordwände und Himmel neu, erneuerte die Elektrik, installierte zum Beispiel USB-Lade­buchsen und stellte die Beleuchtung auf sparsame LED um. „Die Bordbatterie hat 50 Amperestunden, das reicht für die ganze Saison.“, sagt er und lacht. Als nächstes Großprojekt steht das Deck an.

IF-Boot Skinfaxe am Wind

Mit circa 3.600 Booten zählt die Klasse zu einem der meistgebauten Kielboote weltweit. 1966 war das IF-Boot als eine Art Weiterentwicklung des Nordischen Folkeboots vom Schweden Tord Sundén entworfen worden, 1967 segelte das erste Exemplar. Im letzten Jahr feierte die aktive Klasse ihr 50-Jähriges Bestehen. Peter Grönlund selbst ist in der IF-Szene bekannt wie ein bunter Hund. Mit seiner Firma seacamperIF stellt er gerade in Holland auf der Wassersportmesse ‘HISWA te water’ eine Neuauflage des IF-Boots vor. Von einem alten IF-Boot wurde eine Positivform abgenommen, mit der nun das ‘IF-Boot New Edition’ in Serie gebaut wird. Das neue IF-Boot besitzt einige Änderungen, im Vergleich zum Original, ist aber trotzdem Klassenkonform, kann also an IF-Regatten teilnehmen. Dazu bald mehr auf Sail24.com.

Die Klassen-vorschriften schreiben für die Teilnahme an Regatten eine Besteckschublade vor

Und warum segelt Grönlund kein anderes, größeres und komfortableres Boot? An mangelnder Segelerfahrung kann es nicht liegen. Bereits mit 18 segelte er als bezahltes Crewmitglied auf einer 12mR, die damals einem dänischen Baron gehörte. Auch eine Atlantiküberquerung an Bord einer Samoa 48 kann er vorweisen. Aber „das IF-Boot segelt einfach gut: Schnell, sicher, ausbalanciert! Und es ist das schönste Boot der Welt.“

Neue Kollektion von Helly Hansen: Ægir Ocean Racing

Die Segler des Volvo Ocean Race waren während ihrer Regatta um die Welt monatelang extremen Bedingungen ausgesetzt. Es war für die Entwickler von Helly Hansen das perfekte Testfeld für die neue Ægir Ocean Racing Kollektion, die sich in puncto Stoff, Material­auswahl und Schnitt beweisen musste.

Der neue Ægir Ocean Smock kommt nach dieser Testphase nun in der brandneuen 5-lagigen Helly Tech-Version, die in der über 140-jährigen Geschichte von Helly Hansen die höchste Wasserdichte aufweist, auf den Markt. Helly Hansen testete während des Rennes fünf Versionen wasserdichter und atmungsaktiver Stoffe, um die Konstruktion gemeinsam mit dem Feedback der Crew zu perfektionieren, während sie von Etappe zu Etappe segelte. Für den Schutz vor Nässe und einen uneingeschränkten Tragekomfort ist der Ægir Ocean Smock mit einem hohen Kragen und Manschetten aus Latex ausgestattet. Eine verstellbare Taillen-Abdichtung aus Neopren auf der Innenseite des Smocks sorgt für einen optimalen Sitz und schützt vor eindringendem Wasser.

Die Ergänzung zum Smock ist die Ægir Ocean Trouser mit der gleichen 5-lagigen Helly Tech-Konstruktion sowie Cargotaschen an den Oberschenkeln, Kniestoßdämpfern und Cordura-Verstärkungen an Gesäß und Knien. Die Ægir-Kollektion von Helly Hansen ist ab Frühjahr 2019 im Handel verfügbar.
Preis: steht noch nicht fest www.hellyhansen.com

Neue boot Kampagne: Follow the Call

Mehr Yacht! Mehr Life!

Die hanseboot ancora boat show, Deutschlands größte In-Water Boat Show, bekommt zu ihrem 10. Jubiläum einen neuen Namen. Ab sofort heißt sie „HAMBURG ancora YACHTFESTIVAL“ und findet, wie gewohnt, am letzten Maiwochenende, vom 24. bis 26. Mai 2019, in der 5-Sterne ancora Marina in Neustadt in Holstein statt. Mit Beginn der Yachtsportsaison präsentieren sich über 180 Yachten in ihrem natürlichen Element, dem Wasser. In 90 Pagoden kann maritime Ausrüstung und Zubehör getestet und gekauft werden. Schon längst ist die Show zum Treffpunkt der Yachtsportenthusiasten im Frühling geworden und fester Termin für alle, die sich einen umfassenden Marktüberblick verschaffen wollen.

„Die In-Water Boat Show hat sich in den vergangenen Jahren hinsichtlich ihrer Qualität enorm weiter entwickelt und dabei ihren ganz eigenen Charakter erhalten. Sie ist nicht mehr nur Ausstellung von exklusiven Segel- und Motoryachten, sondern mit ihren spannenden Workshops, Live-Vorführungen und hochkarätigem Sideprogramm steht deutlich das Erlebnis und die Fachlichkeit im Vordergrund“, sagt Heiko Zimmermann, Projektleiter HAMBURG ancora YACHTFESTIVAL. „Diesen exklusiven Charakter und die zunehmende Internationalisierung wollen wir mit dem neuen Namen betonen. Dazu gehört natürlich auch ein neues Logo, das mit den diagonalen Streifen an das „Y“ des internationalen Flaggenalphabets angelehnt ist. Die blaue Farbgebung unterstreicht das maritime Profil“, so Zimmermann weiter.

Die In-Water Boat Show ist bereits im vergangenen Jahr vergrößert worden, indem erstmalig die Ausstellungshalle der ancora Marina bespielt sowie Steg Y zusätzlich aufgemacht wurden. Für das HAMBURG ancora YACHTFESTIVAL arbeitet das Projektteam bereits schon jetzt mit Hochdruck an weiteren Highlights.

Das HAMBURG ancora YACHTFESTIVAL, 10. In-Water Boat Show Neustadt in Holstein findet vom 24. bis 26. Mai 2019 in der 5-Sterne ancora Marina in Neustadt/Holstein statt. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen unter www.yachtfestival.de