Archiv der Kategorie: sail24.com

Mega-Daysailer “Che bella vita”

Fehlte der Maßstab, könnte es eine optimierte Mischung aus Finn Dingi und Contender-Jolle sein, was beiderbeck designs gezeichnet hat, nur viermal so groß eben. Die Intention ist sonnenklar: Carpe diem – genieße den Tag! Ohne Firlefanz legt der Eigner mit seinen Gästen nur einen Moment nach dem Boarding ganz allein ab. Eine umlaufende Scheuerleiste macht Fender verzichtbar. Das 150-Quadratmeter-Segel wird elektrisch aus dem Großbaum gerollt.

Der Mega-Daysailor fast ohne Decksaufbauten minimiert Stolperfallen und maximiert Liegeflächen. Die Doppelruder werden von nur einem innovativen Steuerrad aus gelenkt, das durch eine einfache Kettenumlenkung über ein Zahnrad unter Deck je nach Bedarf von der Lee- zur Luvseite und umgekehrt geschwenkt werden kann. Neben der Instrumentensäule mittschiffs bleibt so immer ein völlig freier Durchgang. Der Segeltrimm bleibt denkbar einfach und erfolgt über vier Knöpfe: Großfall ziehen zum Setzen und fieren zum Bergen sowie Großschot ziehen zum Segeldichtholen und fieren zum Öffnen. Strecker Fehlanzeige.

Durch das von der Firma Incidences konzipierte, unverstagte Rigg, dessen Lasten zwischen Mastfuß und Kiel aufgefangen werden, treten keine Biegekräfte am Rumpf auf. Dieses Konzept in Verbindung mit Karboneinsatz macht ihn superleicht. Die „Che Bella Vita“ wiegt unter 15 Tonnen bei einem Ballastanteil von mehr als 40 Prozent (Tiefgang 3 Meter). Dank eines Bugstrahlruders lässt sich das Boot auch unter Motor kinderleicht manövrieren.

Zum Beispiel in eine abgelegene Bucht, wo unter Anker beidseitig die Rumpfwände über eine Länge von vier Metern zu Badeplattformen ausgeklappt werden. Eine weitere befindet sich ausziehbar am Heck. Dahinter wiederum können innen ebenfalls an beiden Seiten Tische hochgeklappt werden. Im Handumdrehen ist die Logistik für eine Party an Bord aufgebaut, die durch pfiffige LED-Beleuchtung stimmungsvoll illuminiert wird. Hinter der Schlupfkoje stecken mehr als nur ein WC und ein Duschbad. Von hier aus werden Dinner- und Chill-out-Bereich mit einem Singapur Sling aus der Eisbox der Cocktailbar sowie Surf ‘n‘ Turf vom Grill bedient. Und wem das schöne Leben am Tag nicht reicht, macht in der einzigen Doppelkabine aus der „Che Bella Vita“ einen Nightsailor.

„Das Boot ist ein wahrer Daysailor und passt wie dafür gemacht zu unser Lifestyle-Kollektion“, schwärmt Robert Stark, Gründer, Mitinhaber und Geschäftsführer von Marinepool – Spirit of the Oceans. Als echter Daysailor habe es auch ein hohes Potential für Incentives von Luxushotels und High-end-Events. Eine Yacht kostet rund 2,6 Millionen Euro. Das Konzept wird von beiderbeck designs und Marinepool als Weltpremiere anhand eines Modells in Halle 7a der 50. boot in Düsseldorf (19. bis 26. Januar 2019) auf den benachbarten Ständen mit den Nummern G27 und G23.1 vorgestellt.

Wahl zum Segler des Monats Dezember

Im Dezember wandert die Segelelite aus Europa ab und trifft sich in Revieren der Karibik oder auf der Südhalbkugel. Das Rolex Sydney Hobart gehört seit 1945 zu den Großereignissen des Segelsports. In seiner 74. Auflage sorgte der Hochsee-Klassiker mit dem traditionellen Start an Weihnachten in Sydney für ein aufregendes Rennen an der Spitze. Die deutschen Starter gehörten zwar nicht zu den Crews auf den Supermaxis, bewiesen aber, dass die erfolgreiche Teilnahme an Sydney Hobart zu den großen Punkten in der Bucket-List eines enthusiastischen Seglers gehört. Von einer großen Tradition ist das Finale der Star Sailors League vor Nassau zwar noch einige Jahre entfernt, aber die Einladungsregatta im ehemals olympischen Star hat sich mit seiner Ansammlung an Superstars und der medialen Inszenierung doch schon zu einem Klassiker entwickelt. Die erfolgreichen deutschen Athleten dieser beiden Events stehen bei der Abstimmung zum Segel des Monats Dezember auf sail24.com zur Wahl. Die Publikumsabstimmung ist vom 25. Januar bis 1. Februar 2019 für die User von sail24.com freigeschaltet.

Die Nominierten:

Frithjof Kleen

Skipper: Diego Negri ITA // Crew: Frithjof Kleen GER

Der Berliner ist zu einer festen Institution unter den Starbootseglern geworden. Am Gardasee schult er junge Talente im Starboot, und an der Vorschot führt er so manchen Steuermann auf Erfolgskurs. 2017 durfte er mit Olympiasieger Paul Goodison den Sieg zum Finale der Star Sailors League feiern, diesmal stieg Frithjof Kleen beim Italiener Diego Negri an Bord und segelte sich wieder in das Finale der Superstars. Mit Platz drei landete der 35-jährige Olympia-Teilnehmer von London erneut einen großen Coup.

Dr. Wolfgang Schäfer

“Winning Appliances” beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2018

Zum Ende der Saison 2018 erfüllt sich der Vorsitzende des Seesegel-Ausschuss im DSV noch einmal große segelsportliche Träume. Im Oktober wurde der Arzt aus Lüneburg Weltmeister in der Farr40, jetzt segelte Wolfgang Schäfer das Sydney Hobart Rennen mit. An Bord der „Winning Appliances“, einer Carkeek 60 (die ehemalige „IchiBan“), lief Wolfgang Schäfer nach 2 Tagen und 6 Stunden in Hobart ein und gehörte damit zu der Crew, die das Rennen der 85 gestarteten Yachten als Neunte beendete.

Friedrich Böhnert und Crew

Die Crew der “Lunatix”.

Für Friedrich Böhnert war die Teilnahme am Sydney Hobart mit der eigenen „Lunatix“ ebenfalls die Erfüllung eines Traums. Auf eigenem Kiel reiste der Hamburger mit wechselnder Crew nach Australien, nahm auf dem Weg dorthin an verschiedenen Regatten teil. Der Weihnachtsklassiker war einer der Höhepunkte der vor eineinhalb Jahren begonnenen Reise, die im weiteren Verlauf um die Welt führen soll. Mit einer Mannschaft aus Hamburg und Schleswig-Holstein bewältigte die XP50 das Rennen im Mittelfeld nach gesegelter und berechneter Zeit.

 

Segler des Monats Dezember




Wempe bringt die Tide in den Blick

Für die einfache Bedienung und gute Lesbarkeit sorgt eine patentierte Drehlünette mit Tidenanzeige. Sie informiert über die nächsten Hoch- und Niedrigwasserstände der Gezeiten. Ihre Lünette besitzt eine Dreieck-Markierung mit HT (High Tide) für Hochwasser, gegenüber liegt ein zweites Dreieck mit der Markierung LT (Low Tide) für Niedrigwasser. Dazwischen signalisieren Stunden-Marker die verbleibende Zeit bis zur nächsten Flut. Für Skipper liegt der Vorteil der Zeitmeister Sport Tiden Automatik auf der Hand: Ihre Funktionen helfen, um in Küstennähe nicht unerwartet auf dem Trockenen zu sitzen. Ein Sicherheitsaspekt, der auch Surfern, Kitern und Fischern nützt. Mit dieser neu entwickelten Tidenuhr präsentiert Wempe Glashütte I/SA eine Weltpremiere.

Neben der neuartigen Drehlünette setzt der deutsche Uhrmacher auf bewährte Technik. Die Tidenuhr wird von einem bewährten Automatikwerk mit konstanter Laufzeit von 42 Stunden angetrieben. Zudem wurde das Kaliber von Wempe optimiert und feinreguliert, damit seine hohe Ganggenauigkeit die deutsche Chronometer-Zertifizierung erhält. Das mattschwarze Zifferblatt hinter dem entspiegelten Saphirglas bietet klar ablesbare Kontraste – ebenso wie die in beide Richtungen drehbare Tidenlünette, die aus kratzfester Keramik gefertigt ist. Um die Krone vor Stößen und Wasser zu schützen, ist sie verschraubt und durch einen Flankenschutz gesichert. Bis zu einem Wasserdruck von 30 Bar ist der 42 Millimeter große Edelstahltank abgedichtet und wird mit einem Edelstahlarmband angedockt. Eine Faltschließe samt Sicherheitsbügel und einem Verlängerungselement erhöhen den Tragekomfort.

Statt ständig den Gezeitenkalender zu verfolgen, genügt ab sofort ein kurzer Blick auf die Tidenuhr. Um die Zeitmeister Sport Tiden Automatik einzustellen, entnimmt man aus einem Gezeitenkalender die genaue Uhrzeit für das Hochwasser am gewünschten Ort.

Die Idee zu dem genial-einfachen Prinzip hatte der Künstler und Erfinder Friedrich-Karl Fäsing von der Nordseeinsel Juist. Als begeisterter Sportbootfahrer hat er stets mit den Tücken der Gezeiten zu kämpfen. Bei seinen Touren wollte er aber nicht ständig den Gezeitenkalender checken – und die bisherigen Armbanduhren mit Tidenfunktion überzeugten ihn nicht. Stattdessen kaufte er sich eine Taucheruhr mit Drehlünette, konstruierte darauf einen eigenen Tidenring und ließ sich seine Idee beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen. Zusammen mit Wempe wurde die Tidenlünette optimiert und ist nun in der Zeitmeister Sport Tiden Automatik seit Januar 2019 weltweit auf dem Markt. Mit einer mittleren Gangabweichung von nur zwei Sekunden pro Tag arbeitet das Kaliber derart präzise, dass es die strenge deutsche Chronometerprüfung nach DIN 8319 besteht.

Video-Interview: Volvo Penta und der Kurs auf die elektrische Zukunft

Direkt nach der Ankündigung von Volvo Penta, bis 2021 elektrische Energielösungen für Land und Meer bereitzustellen, hat das Unternehmen Details eines hybridbetriebenen Inboard Performance System (IPS)-Konzepts bekannt gegeben. Die Hybridvariante, die den Vorteil von IPS weiter ausbauen soll, ermöglicht den Einsatz von Booten in emissionsfreien Zonen, die in den kommenden Jahren eingeführt werden sollen.
So sollen z.B. an den zu UNESCO-Welterbestätten ernannten westnorwegischen Fjorden wie Geirangerfjord und Næerøyfjord ab 2026 nur noch Elektroschiffe verkehren dürfen. Die Hybridkonfiguration soll zudem zusätzliche Vorteile gegenüber reinen Verbrennern bringen, wie z.B. geringere Geräusche, Vibrationen und Betriebskosten.
Im Laufe der Zeit soll sich dieses System zu immer mehr Hybridtechnologien und vollelektrischen Antriebsvarianten hin entwickeln. Dies sieht der Motorenhersteller als Teil eines Engagements an, um Kunden flexible technische Lösungen anzubieten, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen.

ONAK Faltkanu: Leicht verstaut – schnell aufgebaut

Problemlos lässt sich das Boot zu einem Trolley von 119 x 38 x 25 cm falten, der auch ganz einfach ans Fahrrad zu hängen und im Kofferraum oder Schiff zu verstauen ist. Obwohl das ONAK so kompakt ist in seiner gefalteten Form, bietet es entfaltet reichlich Beinfreiheit. Ein Seilzugsystem macht den Aufbau zum Kinderspiel. Die Stabilität wurde durch ein patentiertes Honeycomb curv™-Kompositmaterial verstärkt, das eine stärkeres Kraft-Gewichtsverhältnis hat als zum Beispiel Aluminium.

(Bild: ONAK)

Das Kanu wird aus nachhaltigem und langlebigem Material in Belgien hergestellt. „Wir haben die Lieferkette vereinfacht, sodass aus nur ein paar Teilen ein vollwertiges Kanu entsteht. Wir haben auch beschlossen, ausschließlich mit lokalen Zulieferern zu arbeiten und uns für ein Produkt ohne Mikroplastik entschieden“, so Mitgründer Otto van de Steene.
www.onakcanoes.com

X-Yachts: Neues 40 Fuß-Boot angekündigt

Sehr zur Freude vieler X-Yachts-Fans, denen die aktuellen Modelle des Werft-Portfolios zu groß sind, wurde auf der boot 2019 bekannt gegeben, dass die Werft bei der Entwicklung eines neuen 40-Füßers schon weit fortgeschritten ist. Die neue soll den Namen x 4.0 tragen, womit klar sein dürfte, sie gehört zur Baureihe, die von ihren Fahr- und Komfortleistungen in der Mitte zwischen den bewährten Xc-Cruiser und Xp-Racern angesiedelt ist. Schnell, aber trotzdem ausgesprochen wohnlich.

Elegant: Die Fallen verschwinden am Niedergang in Fallenkästen

Viel Tüftelarbeit haben die Konstrukteure auf die Gestaltung des Niedergangs verwendet, den Einstieg selbst ein gutes Stück nach vorn verrückt, mit dem Vorteil, dass man die Leinen, die verdeckt auf die Winschen zulaufen, auch in ruppiger See sicher greifen und bedienen kann. Das wirklich Neue ist jedoch die Tür. Statt Schotten sind Türblätter eingesetzt, die zur Seite schwingen können und sich in geöffnetem Zustand an die Einstiegswände schmiegen.

Fahrtenkomfort unter Deck. Der Salon der neuen X-Yacht

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Design-Direktor Niels Jeppesen erste renderings gezeigt, jede Menge vorläufige technische Daten verraten, sogar schon einen Einführungspreis genannt und den Stapellauf des ersten Schiffs für den Frühsommer 2019 in Aussicht gestellt.

Anhand der ausgegebenen Pläne lässt sich erkennen, dass der Eigner zwischen einem Zwei- und einem Drei-Kabinen-Ausbau wählen kann. Beide Interieurs sehen die Eignerkabine im Bug. Werden achtern zwei Kammern eingerichtet, muss beim Bad auf eine separate Duschkabine verzichtet werden. Pantry und Salon-Layout bleiben immer gleich. Gekocht wird backbord neben dem Niedergang, gegessen am geräumigen Salontisch, der mit L- und Längs-Sofa ausgestattet ist.

Praktisch für alle x 4.0- Interessenten ist, dass sie sich ab sofort zuhause ihre Wunsch-Yacht selbst konfigurieren können. Mit wenigen Maus-Klicks wird aus einem grauen Rumpf eine weißer, aus dem blauen Unterwasserschiff ein rotes und erscheint der Name auf dem Spiegel.

Technischen Daten

Konstruktion: x-Yachts-Design-Team

Lüa inkl. Bugspriet: 12,09 m

Rumpflänge: 11,50 m

LWL: 10,40 m

Breite: 3,81 m

Tiefgang Standard T-Kiel: 2,10 m

Verdrängung: 7,8 t

Ballast Standard: 2,8 t

Wassertank: 300 l

Treibstofftank: 200 l

Motor: Yanmar 29 PS /opt. 40 PS

Groß: 47 m2

Selbstwendefock: 31 m2

Genua: 37 m2

Asym. Spi: 130 m2

www.xyachts.de

Segeln in der virtuellen Realität auf der boot Düsseldorf

Auf der boot Düsseldorf 2019 präsentieren wir zusammen mit blanx, einer Agentur für digitale Medien, eine virtuelle Segelumgebung auf unserem Stand in Halle 11. Mithilfe einer speziellen Brille und zwei Fernbedienungen lässt sich so eine Yacht steuern, aus jedem Blickwinkel genau betrachten oder nach Belieben konfigurieren.
Was zuerst aussieht wie ein Spiel, entpuppt sich schnell als unglaublich realitätsnahe Simulation eines Segelbootes auf See. Kaum sitzt die spezielle Brille auf dem Kopf, versucht der Körper auch schon die Bewegungen auf See auszugleichen. So mancher hat sich bei der Benutzung hinter dem Rad verkeilt, um Krängung und Seegang entgegenzuwirken. Kurioserweise empfinden einige Nutzer sogar leichte Anzeichen von Seekrankheit, da das Gehirn den Reiz einer schwankenden Umgebung verarbeitet, die Füße aber auf festem (Teppich-)Boden in Halle 11 stehen.

Zusätzlich zu dem Spiel- und Ausbildungseffekt bieten sich in der virtuellen Realität zahlreiche Vorteile für die Wassersport-Welt. Werften können bei der Planung eines neuen Modells eine virtuelle Umgebung erstellen auf ersten Rundgängen im Schiff überprüfen, ob auch wirklich alles so funktioniert wie es soll und an der richtigen Stelle sitzt. Kunden können in wenigen Sekunden, den Decksbelag austauschen, die Rumpffarbe ändern oder die Inneneinrichtung verändern, bis es ihrem Traumboot entspricht.

Was noch alles möglich ist, erklären Helen Hachenberg und Jörg Kühnel von blanx in dem Video:

 

Floater Rucksack: Wertsachen wasserdicht verstaut

Modernes Design, das robuste und tauchfeste Material und die großen Fächer machen den Rucksack von Code-Zero zum idealen Begleiter auf See, aber auch bei schlechtem Wetter im Alltag, auf Reisen und bei allen Abenteuern.

Ein Hüftgurt zur zusätzlichen Stabilisierung sowie ein gepolsterter Rücken machen auch längeres Tragen angenehm, verschiedene Innenfächer bieten Stauraum für Notebook und Co. Der Rucksack ist aus TPU/Tarpauline gefertigt und mit abgedichteten Reißverschlüsse versehen und somit nicht nur gegen Spritzwasser, sondern auch für kurze Tauchgänge gerüstet.

Maße: 48 x 33 x 15 cm
Volumen: 23 L
3 Fächer
gepolsterter Rücken
Hüftgurt
Transportgute / Boardcatcher
Preis: 120 Euro

www.code-zero.com

Sail United gewinnt “Stern des Sports”

Jeder Mensch, egal ob mit Behinderung oder ohne, kann surfen, segeln oder kiten! Davon ist man beim Lübecker Verein Sail United überzeugt. Um dies zu ermöglichen, wurde die Initiative „Mit Wassersport – gemeinsam barrierefrei“ ins Leben gerufen. Die Lübecker arbeiten dabei eng mit verschiedenen Partnern zusammen, um jedem Menschen den Weg auf das Wasser zu ebnen, unabhängig davon, welche Behinderung die Person mitbringt.

Im vergangenen Jahr präsentierte sich der Verein mit seinem Programm an drei Tagen der Travemünder Woche, erreichte damit ein großes Publikum. In Vorbereitung auf dieses Event hatte der Vereinsvorsitzende Tobias Michelsen auch die Gelegenheit genutzt, die Initiative im Rahmen des TW-Empfangs zur boot 2018 zu präsentieren. Und Michelsen hat prominente Unterstützung. Paralympics-Sieger Heiko Kröger trägt die Bedeutung des inklusiven Wassersports in die Welt.

In Kooperation mit Verbänden des Behindertensports, Wassersportvereinen und -schulen sowie Reha-Einrichtungen werden Menschen mit und ohne Behinderungen in verschiedenen Wassersportarten unterrichtet, vom Surfen, Segeln und Kajakfahren bis zu Trendsportarten wie Stand-Up-Paddling. Nicht sportliche Höchstleistungen stehen dabei im Vordergrund, sondern der Wille, alle gleichberechtigt teilhaben zu lassen und niemanden auszuschließen. Dafür wurde Sail United nun beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ mehrfach ausgezeichnet.

Den Wettbewerb „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Er ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Durch Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen den teilnehmenden Sportvereinen in den zurückliegenden Jahren insgesamt sechs Millionen Euro in Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Sail United hatte sich über den Erfolg auf Landesebene für den Bundesentscheid qualifiziert und wurde von einer Jury nun auf den zweiten Platz gesetzt. Das spielte dem Lübecker Verein nun eine Geldprämie von 7500 Euro zu. Zudem wurde Tobias Michelsen noch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, der zusätzlich mit 2000 Euro dotiert ist.

Das Engagement wird begleitet von der Volksbank Lübeck, dessen Vorstand Dr. Michael Brandt gemeinsam mit Heiko Kröger zur Siegerehrung gereist war. Die Ehrung nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin vor. Er überreichte den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2018 gemeinsam mit Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Scalar 40: Handgefertigtes Unikat

Scalar-Yachten stehen für alte Bootsbaukunst und hohe Individualisierbarkeit. Seit 1973 werden sie in der familiengeführten Werft Henningsen & Steckmest an der Schlei gefertigt. Auf der boot Düsseldorf 2019 haben wir uns die neue Scalar 40 zeigen lassen, die nicht nur hochglanzlackierte Mahagoniaufbauten und jede Menge Teak, sondern auch einen Dieselofen mit sichtbarer Flamme, eine Pinne und eine Regendusche zu bieten hat.

Dream Yacht Charter macht Sabbatsegeln möglich

Man braucht sich nur einmal im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören, und der Trend wird klar: Immer mehr Segler, die mitten im Leben stehen, würden liebend gern eine Segel-Auszeit nehmen, und damit nicht erst warten, bis die Rente kommt. Wenn die Kinder noch nicht zur Schule gehen, wenn der Arbeitgeber sein Okay gibt, könnte man eigentlich lossegeln. Geld genug ist häufig vorhanden, weil man im ersten Abschnitt seiner beruflichen Karriere schon einiges ansparen konnte (oder in der glücklichen Lage ist, geerbt zu haben), das Unternehmen scheitert letztlich am nicht vorhandenen Schiff. Es muss hochseetauglich sein, mit der für Langfahrten unerlässlichen Sicherheitsausrüstung ausgestattet sein und sollte am besten schon in dem Revier liegen, das man bereisen möchte. Dann könnte man sich die weite Anreise sparen.

Ab sofort lässt sich der Traum von der Segelauszeit einfacher verwirklichen, denn das weltweit operierende Unternehmen Dream Yacht Charter bietet nun auch Sabbatical-Charter an. Was der französische Charterriese, der über 50 Stützpunkte in den schönsten Segelrevieren der Welt unterhält, unter diesem Begriff versteht, ist nichts anderes als wohlorganisierte Langfahrt-Charter. Man übernimmt eine Yacht in dem Revier, das man sich als Traumziel ausgeguckt hat, und lässt es dort zurück, wenn das Sabbatical abgelaufen ist. Für die Auszeit muss man kein Schiff kaufen (und später auch nicht verkaufen), man leiht es einfach aus und übernimmt es, langfahrtauglich ausgestattet, in der Südsee, in der Karibik oder im Mittelmeer.

Wer noch ein wenig segelunerfahren ist, vor allem in Bezug auf Hochseesegeln, kann sich für die Anfangszeit einen Profi-Skipper an Bord holen. Da die Vorlaufzeit eines Sabbaticals in der Regel Monate, wenn nicht gar Jahre dauert, bleibt Zeit genug, ein geeignetes Schiff innerhalb der vorhandenen Flotte zu finden, dasselbe gilt für einen Skipper. Sabbatical Charter lohnt sich allerdings erst ab einer Auszeit von etwa drei Monaten, denn der Aufwand, der mit der Suche und Ausstattung der gewünschten Yacht verbunden ist, muss natürlich bezahlt werden. Bei kürzerer Dauer sollte man auf normale Charter-Yachten und -konditionen zurückgreifen. Das ist letztlich günstiger.

Marktlücke erkannt

Die Idee für die Sabbatical-Charter stammt vom Schweizer Unternehmer Urs Rothacher. Vor einigen Jahren startete er in sein erstes Sabbatical, verkaufte dafür seine Firma und kümmerte sich selbst um An- und Verkauf einer geeigneten Yacht. Mittlerweile hat er schon drei Sabbaticals mit seiner Familie absolviert und weiß sehr genau, wie steinig der Weg zur Segelauszeit ist, wenn man alles allein organisiert.

Rothacher erkannte die Marktlücke und begab sich auf die Suche nach einem Partner, mit dem er seine Pläne umsetzen konnte. Bei Loic Bonnet, CEO von Dream Yacht Charter, traf er auf offene Ohren. Inzwischen fungiert Rothacher als Geschäftsführer von Dream Yacht Sabbatical und sagt: „Ich freue mich, mit Loic zusammen zu arbeiten, um einer wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein Segelsabbat ist die perfekte Aktivität für eine berufliche Auszeit und ideal für Familien. Es hilft allen, als Team zusammen zu kommen.“

Weil sich Kats besonders gut für längere Segel-Touren eignen, hat man sich den französischen Hersteller Outremer als weiteren Partner ins Boot geholt. Die Multihulls, die diese Werft produziert, sind unter Blauwasserseglern sehr begehrt und bekannt für hochwertige Verarbeitung und Seetüchtigkeit. Aus der großen Flotte von Dream Yacht Charter kann man sich natürlich auch Monohulls für die geplante Langfahrt aussuchen.

Wie immer sind Schiffstyp und -länge maßgebend für die Höhe der anfallenden Charterkosten. Allerdings spielen weitere Faktoren in die Gebührenberechnung hinein, u. a. Revier, Ausstattung und ob ein Skipper an Bord kommen soll. Als Richtwert sei genannt: Für einen 40 Fuß großen Kat, der zum Beispiel in Polynesien liegt, beträgt die monatliche Miete ca. 10.000 Euro.
www.dreamyachtsabbatical.com

Speedlounger 8500: Das besondere Schiff

Von seinen Linien her ähnelt der Daysailer einer superheißen Offshore-Yacht, die mühelos jederzeit Siege einfahren kann, von ihrer Machart einer unvollendeten Schönheit, die noch auf den letzten Feinschliff wartet. Letzteres wird sie vergeblich tun, versichert ihr Erbauer. Bewusst hat Martin de Klott die Schweißnähte seiner Aluminium-Beauty nicht nachgearbeitet, die Rumpf-Knicke nicht geglättet, den Innenraum nicht verkleidet. Bis auf den Himmel, der ist mit hübschen Paneelen bespannt, die gleichzeitig isolieren.

(Bild: Silke Springer)

Wer sich für Industriedesign begeistert, wird den Speedlounger lieben, vor allem, wenn noch Faszination für schnelles Segeln hinzukommt, denn von hoher Leistungsfähigkeit darf ausgegangen werden. Dafür sprechen die Linien, das leichte Gewicht von wenig über zwei Tonnen und die große Segelfläche.

Ein paar Stunden allein oder mit Freunden über den See heizen, dann den Anker werfen, ein kühles Getränk aus der Box holen und den Sonnenuntergang im riesigen Cockpit genießen. Dafür ist das Boot perfekt. Wer auch noch den Sonnenaufgang beobachten möchte, kann die Nacht an Bord verbringen. Allein oder zu zweit ist das durchaus komfortabel, denn der Innenraum ist mit einer Doppelkoje, einem kleinen Pantryblock und einem WC, das unter der Salonbank verschwindet, ausgebaut.

Bekanntermaßen muss man für außergewöhnliche Dinge mehr bezahlen als für Mainstream-Ware. Das gilt auch hier. 150.000 Euro zahlt man für die Standardausführung, was kein Schnäppchen ist. Dafür erhält man aber ein wirklich ausgefallenes Liebhaberstück, mit dem man deutlich aus der Masse herausragt.

Technische Daten

Konstruktion: FCY Design
LüA: 9,45 m
Rumpflänge: 8,50 m
Breite: 3,08 m
Tiefgang Standard: 1,12 m
Tief gehender Kiel: 1,60 m
Verdrängung: 2.150 kg
Segelfläche am Wind: 46 m²
Screecher: 42 m²
CE-Kategorie: C
Preis: 150.000 Euro
www.speedlounger.nl
www.alufleet.nl