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Revierprofil: Golf von Korinth

Charterfirma: Nomicos Yachts Ltd., Eleftherías Avenue 7, 17455 Alimos, Athen, Griechenland, Tel.: 0030 210 9851385, E-Mail: info@nomicos-yachts.com, Internet: www.nomicos-yachts.com. Vertreten durch: Cosmos Yachting GmbH, Ungererstr. 25, 80802 München, Deutschland, Tel.: 0049 (0)89 411471900, E-Mail: info@cosmos-yachting.de, Internet: www.cosmos-yachting.com.
Schiffe & Preise: Angeboten werden Einrümpfer von 31 bis 57 Fuß, zu Preisen von € 1.150,- bis € 11.500,- sowie Katamarane von 39 bis 46 Fuß, zu Preisen von € 3.500,- bis € 9.500,-.
Revier: Navigatorisch einfaches Revier mit kurzen Distanzen. Probleme kann der in den Sommermonaten nachmittags kräftig auffrischende Westwind bereiten.

(Bild: Jan Bindseil)

Seekarten: Griechische Sportboot-Kartensätze I & III.
Nautische Literatur: Rod Heikell: „Greek Waters Pilot“.
Wind & Wetter: Von Juni bis September überwiegend gutes Wetter. Der Wind pendelt sich auf W ein. Oft starke Gewitter über dem Peloponnes!
Wetterberichte: Über www.windfinder.de.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Tidenhub bis zu 0,5 m. Der Strom läuft meist mit dem Wind. Er kann bis zu einem Knoten, im Kanal von Korinth bis zu drei Knoten erreichen. Sehr kräftig kann er auch unter der Brücke Harilaos Trikoupi laufen.
Navigation: Ausschließlich terrestrisch.
Beste Zeit: Mai bis September.
Anreise: Flug nach Athen.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird überall gut verstanden.
Klima: Mediterran. Die oft extreme Sommerhitze wird nachmittags vom Wind gemildert.
Kleidung: Im Sommer leichte Baumwollkleidung. In der Vor- und Nachsaison Pullover und leichtes Ölzeug.
Sicherheit: Griechenland ist eines der sichersten Reiseländer.
Reiseführer: Hans-Peter Siebenhaar: „Peloponnes“, im Michael Müller Verlag.

Nautisches:

Kallithea: Die Tiefenangaben in der Bucht von Kallithea sind sowohl in den Karten als auch im Führer falsch. Nahe der angeblichen Fünf-Meter-Linie zeigte das Echolot noch 27 Meter an. Hinter der kleinen Insel ankert man auf 6 – 8 Meter, Grund: Gras. Auch die westliche Bucht ist tiefer, steigt aber schnell an. Man ankert auf 8 Meter, Grund: Schlick und Gras.
Kanal von Korinth: Kommt man aus dem Saronischen Golf, geht man längsseits an die Mole vor dem Turm der Kanalbehörde, um dort die Gebühren zu bezahlen. Ist wenig Betrieb, darf man hier auf die Durchfahrt warten, sonst muss man östlich davon in Warteposition gehen oder ankern. Die Kanalbehörde gibt auf Kanal 11 bekannt, in welcher Reihenfolge die Schiffe durch den Kanal gehen. Kommt man aus dem Golf von Korinth, muss man sich auf Kanal 11 anmelden und in Warteposition vor dem Wellenbrecher gehen, bis die Durchfahrt frei gegen wird. Nach der Durchfahrt geht man dann an die Mole vor dem Turm der Kanalbehörde, um die Gebühren zu bezahlen. Die betrugen für unser 41-Fuß-Schiff 153,14 € – One-Way! Zu beachten ist, dass im Kanal – je nach Windrichtung – Gegen- oder Schiebestrom mit bis zu 3 Knoten laufen kann.

Windverhältnisse:

Generell: In dem zu beiden Seiten von hohen Bergen gesäumten Golf von Korinth, kennt der Wind nur zwei Richtungen: West oder Ost! In den Sommermonaten kommt der Wind überwiegend aus West. Mit oft recht kräftigem Ostwind muss man in der Vor- und Nachsaison rechnen.
Meltemi: Griechenlands Sommerwind weht hier zwischen Juni und September meist aus West. Meist setzt er am späten Vormittag ein, erreicht am Nachmittag mit 5 bis 6 seine größte Stärke und flaut abends ab. Manchmal kann er auch eine ganze Woche durchblasen. Im östlichsten Teil, zwischen Korinth und Kiáto, kommt er oft aus N bis NE.
Gewitter: Bedingt durch die hohen Berge zu beiden Seiten des Golfes, bilden sich schon früh im Jahr Gewitter aus, die recht kräftig ausfallen können. Für Segler gefährlich sind ihre Böenwalzen.

Magic Marine: Neue Racing Collection

Die Namen sagen schon alles: „Racing Spraytop“, „Racing Buoyancy Aid“ und „Pro Racing Harness“ – Highend-Produkte für Regatten. Ergänzt werden sie durch einen Ganzkörper-Neopren, passende Handschuhe und rutschfeste Schuhe.

Das Racing Spraytop ist ein Unisex-Oberteil in Schwarz und in den Größen XS bis XXL erhältlich. Es besteht aus wasserdichtem Zwei-Lagen-Stretchgewebe mit verschweißten Nähten, um Schutz vor Spritzwasser, Wind und Regen zu bieten. Das Oberteil hat einen Neoprenbund mit Klettverschluss.

Die Racing Buoyancy Aid ist nach CE ISP 12402-5 zertifiziert. Sie verfügt über verstellbare Seitengurte, einen seitlichen Reißverschluss mit YKK-Reißverschluss, einen Hüftgurt mit Schnalle und Fronttaschen für die Aufbewahrung von wichtigen Gegenständen. Für den Rennsport hat es eine Öffnung für einen Trapezhaken und reflektierende Details für zusätzliche Sicherheit.

Das führende Wetsuit-Design für Segelboote ist der ACE-Wetsuit mit fortschrittlicher Technologie und Materialien, mit denen Sie bei allen Wetterbedingungen aufs Wasser gehen können. Das DryTec quickdry Gewebe wurde in einem Innovationslabor entwickelt und getestet und trocknet dreimal schneller als Standard-Neoprenfutter. Das Futter fühlt sich wie ein weicher Wollpullover an und wird an Brust und Rücken in entscheidenden Positionen platziert, um ein Maximum an Wärme und Komfort zu gewährleisten.

Der Bestseller „Pro Racing Harness“ hat ein Update erhalten. Dieses Gurtzeug ist ein Allrounder, der sich für eine Vielzahl von Seglern eignet. Er hat eine innere Rückenlehne im unteren Rückenbereich, um alle Segelbedingungen und -positionen zu fördern. Er verfügt über Neopren-Beinbänder und eine Schnellspannstange mit Verstellmöglichkeit an vier Stellen für eine einfache Montage. Alle Gurte können sauber in einer elastischen Tasche verstaut werden, um sie aus dem Weg zu räumen.

Die Frixion-Stiefel wurden in Zusammenarbeit mit Lizard-Schuhen in umfangreichen Forschungen entwickelt, um eine leichte, robuste Konstruktion zu schaffen, die speziell für Griffigkeit und Haltbarkeit im Trapez entwickelt wurde. Sie verfügen über eine robuste und langlebige Sohle, kombiniert mit einem flexiblen, leichten Obermaterial mit hervorragendem Grip und einem internen EVA-Pad. Der Griff am Rist sorgt für die richtige Verbindung mit dem Trapezriemen und der Griff an der Sohle stellt sicher, dass der Stiefel auf den meisten Decks nicht rutscht. Die Stiefel haben einen hoch geschnittenen Schaft und eine Anpassung der Schnürung, um Bewegung und Flexibilität im Knöchel zu ermöglichen. Gleichzeitig bietet sie einen breiten Halt am oberen Knöchel.
www.magicmarine.com

Unter Deck der Bavaria C45

Wir segeln die Bavaria C45 Style. Hier ist das Cockpit mit Teak belegt (selbiges kann auch für Ober- und Seitendecks bestellt werden), gibt es im Gästecockpit einen geteilten Tisch, der den Durchgang von der Steuermannsplicht ins Schiffsinnere freilässt, findet man eine gediegenere Einrichtung als auf der Ambition oder Holiday. Im Falle der Testyacht wurde die Standard-Möblierung aus Mahagoni eingebaut. Und ein Drei-Kabinen-Layout gewählt, das Platz für eine kleine Abstellkammer lässt. Vorn im Bug findet man die Eignersuite mit vernünftig dimensionierten Kleiderschränken und einem geteilten Bad. An Steuerbord liegt der WC-Raum, ihm gegenüber die Duschkabine.

Im Salon sitzt man sich auf U- und Längssofas gegenüber, wobei die Zweiercouch gleichzeitig als Navi-Sitz dient. Der Navitisch ist mit Blick in Richtung Cockpit aufgestellt. An der Wand zur Abstellkammer hängt ein Multifunktionsdisplay, über das sich die gesamte Bord-Elektrik und -Elektronik steuern lässt. Über das BUS-System der B&G-Instrumente ist „Digitales Switching“ möglich, sprich, von jedem Kartenplotter aus kann das gesamte Schiff überwacht und gesteuert werden, inklusive Beleuchtung, Heizung und Entertainment-Systeme.

In den beiden Achterkabinen ist ebenfalls je ein Doppelbett untergebracht. Schrankraum gibt es auch, doch der ist leider sehr begrenzt. Ein zweites Bad findet sich steuerbord neben dem Niedergang, davor liegt besagte Abstellkammer – für Polster, Werkzeug, sperrige Sachen ist sie ideal. Gekocht wird auf der Backbordseite. Zur Vorbereitung der Speisen steht eine große Arbeitsfläche zur Verfügung, die mit einer soliden Kante eingefasst ist. Hier kann sich festhalten, wer bei Seegang kocht oder durchs Schiff läuft. Insgesamt gibt es viele Haltemöglichkeiten an und unter Deck. Griffe an den Cockpittischen, an der Sprayhood, am Niedergang, eine Griffleiste mittig an der Kajütdecke, eine weitere an der Wand zur Kammer. Das ist sehr erfreulich.

Raymarine: Neue UKW-Generation

Alle drei sind voll funktionsfähige UKW-See-/Binnenfunkgeräte mit digitalem Selektivruf (DSC) der Klasse D. Jedes Modell ist mit einem integrierten GPS-Receiver und einem Anschluss für eine optionale externe GPS/GNSS-Antenne ausgerüstet, die den GPS-Empfang verbessert, wenn das Funkgerät unter Deck oder in einem innen liegenden Ruderhaus installiert ist. Die neue Raymarine UKW-Funkgerätereihe ergänzt den modernen Stil der Raymarine Axiom-Serie – ganz gleich, ob direkt am Steuerstand oder mit einem Montagebügel an einem anderen bequem erreichbaren Ort montiert.

Ray53 – kompaktes UKW-Seefunkgerät mit GPS

Das Ray53 ist klein in der Größe, aber groß in Ausstattung und Leistung. Sie müssen nur die MMSI-Nummer Ihres Boots in das Ray53 eingeben und können sofort von den erweiterten Ruf- und Sicherheitsfunktionen des digitalen Selektivrufs (DSC) profitieren. Das Ray53 unterstützt sowohl NMEA2000 als auch ältere NMEA0183-Netzwerke, sodass es mit anderer Onboard-Elektronik verbunden werden kann. Es unterstützt außerdem den Anschluss eines optionalen Remote-Lautsprechers, um Audio an einem zweiten Standort bereitzustellen.

Ray63 – Multistations-UKW-See-/Binnenfunkanlage mit GPS

Durch sein Full-Size-Gehäuse bietet das Ray63 extragroße Bedienelemente und eine größere LCD-Anzeige, die eine unkomplizierte Bedienung auf See ermöglichen. Außerdem unterstützt das Ray63 die Erweiterung mit mehreren Stationen und die Intercom-Funktionalität über einen kabelgebundenen RayMic-Controller oder zwei drahtlose RayMic-Controller. Das RayMic Zweitstations-Kit ermöglicht die vollständige Bedienung des Ray63 von einem anderen Standort an Bord. Außerdem arbeitet die Ray63 mit den neuen drahtlosen Raymarine RayMic Hub- und Handset-Kits zusammen, die die UKW-Steuerung an bis zu zwei zusätzlichen Positionen an Bord des Boots mit drahtlosem Komfort ergänzen.

Ray73 – Multifunktions-UKW-See-/Binnen-Funkanlage mit GPS, AIS-Empfänger und Lautsprecheranschluss

Die neue Ray73 Multifunktions-UKW-See-/Binnenfunkanlage ist die Kommunikationszentrale für Ihr Boot. Zusätzlich zu den Funktionen des Ray63 verfügt das Ray73 über einen AIS-Empfänger und einen leistungsstarken Lautsprecheranschluss zur Nutzung als Bordkommando-Anlage. Das AIS liefert detaillierte Kollisionsvermeidungs- und Identifikationsdaten für alle mit AIS ausgestatteten Boote und Schiffe im näheren Umkreis an ein Multifunktionsdisplay, einen Kartenplotter, ein Radarsystem und Instrumente, die im Bordnetzwerk eingebunden sind. In Kombination mit einem optionalen Signalhorn ermöglicht der Lautsprecheranschluss des Ray73 die Kommunikation mit Besatzungsmitgliedern, die sich an Deck aufhalten, der Besatzung anderer Boote und Schiffe oder mit Personen auf dem Dock. Neben seiner leistungsstarken Lautsprecherfunktion kann das Ray73 auch manuelle oder automatische Nebelsignale erzeugen, wenn das Boot im Hafen vertäut oder auf See ist.

Die neue Raymarine UKW-Funkgerätereihe ist ab sofort über das FLIR-Netzwerk von Raymarine-Händlern erhältlich.

Werftporträt: Rustler Yachts

Es ist jedes Mal ein Puzzlespiel, wenn die Bootsbauer die Aufbauseitenwände einer Rustler 33 in Holz ausführen sollen. Die goldbraunen Teakfurniere müssen doppelt passen: Erstens sollen die beiden Seiten möglichst ähnlich aussehen. Darum suchen die Handwerker makellose Furnierpaare mit annähernd gleicher Maserung. Zweitens sollen die Furniere in Längsrichtung möglichst nahtlos aneinander stoßen. Im besten Fall fällt es gar nicht auf, wenn es einen Stoß gibt.

Sind die Bootsbauer fündig geworden, schneiden sie die Konturen der Aufbauseitenwände aus den 0,6 Millimeter dünnen Furnieren aus und legen sie zur Kontrolle trocken in die Form. Auch wenn die Seitenwände später aussehen, als seien sie aus Holz – es handelt sich um einen Aufbau aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Wenn die Handwerker zufrieden sind, entfernen sie die Furnierteile wieder. Dann streichen sie die Form mit einem durchsichtigen Gelcoat ein und legen die Furniere auf diese Schicht.

 

Bootsbauer von Rustler Yachts bereiten einen Teil des Decks für die Vakuuminfusion vor

Zum Schluss folgt eine Lage Glasgewebe als Träger. Dann hüllen die Bootsbauer das Holz-Glas-Gelege in der Form in eine Folie ein, schließen Schläuche und eine Vakuumpumpe an und lassen durch einen zweiten Satz Schläuche das Polyesterharz einlaufen. Ist das Harz verteilt, erhitzen sie das Ganze. So härtet es aus und die Furniere sind fixiert. In einem zweiten Schritt folgen die restlichen Glasfasermatten. Zwei Arbeitsgänge sind nötig, weil sich die hauchdünnen Furniere sonst bewegen würden.

„Es sieht fantastisch aus“ sagt Werftchef Adrian Jones. „Und wir wollen zeigen, dass wir Vakuuminfusion beherrschen.“ Die Verbindung von Tradition und Moderne passt zur Rustler 33, die als Retroklassiker ohnehin etwas von einem Wolf im Schafspelz hat. Über Wasser besitzt die Yacht aus der Feder des englischen Designers Stephen Jones lange Überhänge und ein kleines Spiegelheck, unter Wasser einen extrem beschnittenen Lateralplan mit freistehendem Balanceruder und kurzem, L-förmigem Kiel.

Die Werft in Falmouth im äußersten Südwesten von England brachte die Rustler 33 im Jahr 2011 auf den Markt, als größere und modernisierte Variante der Rustler 24. Diesen Daysailer hatte der Betrieb 2009 eingeführt. Dafür griff Rustler Yachts auf einen Entwurf des schottischen Designers David Boyd von 1966 zurück. Boyd war damals einer der führenden Yachtdesigner und hatte unter anderem die 12er Sceptre und Sovereign als Herausforderer für den America’ s Cup 1958 und 1964 entworfen.

 

Die Navigationsecke im Bau. Die Tischlerarbeiten werden sorgfältig ausgeführt

Dem damaligen Stil entsprechend ist die Rustler 24 ein klassisches offenes Kielboot mit langem Kiel und angehängtem Ruder. Eigentlich passte sie 2009 nicht mehr in die Zeit. Doch Rustler Yachts landete damit einen unerwarteten Erfolg. In nur zwei Jahren verkaufte die Werft 35 Stück. Boyds Entwurf bündelte die ganze Erfahrung des Yachtdesigners und entsprach zugleich dem Wunsch, das Segeln auf das Wesentliche zu reduzieren. Zugleich fragten Kunden nach einer größeren Variante mit Kajüte.

Beflügelt von dem Erfolg mit der Rustler 24 gaben die Werftchefs bei Designer Stephen Jones die Rustler 33 als Weekender in Auftrag. So kommt es, dass die beiden Boote sich vom Rest der Rustler-Familie unterscheiden. Bis zur Rustler 24 hatte sich die Werft vor allem mit Blauwasseryachten einen Namen gemacht. Die erste Yacht mit diesem Markenzeichen stammt aus der Feder von Kim Holman, der 1964/65 eine neue Version seiner Twister 31 zeichnet – mit deutlichen Anleihen beim Folkeboot.

Der Salon einer Rustler 42 nimmt Gestalt an

Holmans Rustler 31 wird in den 1970ern von verschiedenen Werften in England gebaut. 1980 entwirft Holman eine größere Version. Die Rustler 36 ist wiederum ein vom Folkeboot abgeleiteter Plattgatter. Auch die Rustler 36 wird zunächst auf verschiedenen Werften gebaut. Dann wird 1987 in Falmouth Orion Marine als Rustler-Werft gegründet. In den nächsten Jahren erarbeitet sich die Rustler 36 in der Szene einen Ruf als seegängige und hochwertige, wenn auch nicht ganz günstige Fahrtenyacht.

1992 rückt die Werft ins Rampenlicht, als die segelbegeisterte und -erfahrene Prinzessin Anne sich eine Rustler 36 kauft. Seitdem wächst die Werft langsam, aber beständig. Adrian Jones kennt seine Kunden gut. „Sie sind in ihren 50ern oder 60ern und stehen kurz vor dem Ruhestand. Sie sind einigermaßen wohlhabend und haben ihr ganzes Leben gesegelt. Sie segeln zu zweit und suchen ein Boot, mit dem sie um die Welt segeln können, wenn sie es wollen. Und sie wollen keine zu großen Boote.“

Die klassische Rustler-Yacht ist so etwas wie ein Land Rover unter Segeln. Nicht übermäßig luxuriös, aber vollkommen zuverlässig. In diesem Sinne bringt die Werft 1999 als größere und leicht modernisierte Variante die Rustler 42 auf den Markt. Auch sie ist für Blauwassersegler gedacht. Im Bau sind die Details noch gut zu sehen. Die schweren Püttinge beispielsweise sind sowohl am Deck als auch am rundum anlaminierten Hauptschott angebolzt. Der Ballast ist eingelegt statt untergebolzt.

Vorgefertigte Griffleisten für die Rustler 42 im Holzlager der Werft

Auf Kundenwunsch folgt 2009 die Rustler 44 als etwas größere Decksalonvariante der Rustler 42. Mit 13,7 Tonnen auch kein Leichtgewicht. Im Handauflegeverfahren entstehen massive Laminatstärken. „Es sind schwere Boote“ sagt Jones. „Aber das hat seinen Grund: Wir wollen unsere Kunden mit gutem Gewissen um die Welt segeln lassen.“ Für Kunden, die auf kurze Törns bei Sonnenschein aus sind, hat Rustler ja inzwischen die 24 und die 33 im Angebot: den Morgan neben dem Land Rover.

Adrian Jones weiß, dass Rustler Yachts’ Nische begrenzt ist. Entsprechend setzt die Werft nicht auf hohe Stückzahlen, sondern auf Qualität, damit die Kunden zufrieden sind und wieder kommen. Für den guten Ruf der Werft ist auch die Arbeitsweise verantwortlich. Es gibt kein Fließbandverfahren, sondern die Teams begleiten ihre Boote von Anfang bis Ende. Die Handwerker kennen ihre Boote und fühlen sich mit ihnen verbunden. „Das spart uns Garantieleistungen“, sagt der Werftchef.

Und es trägt sicher zu der Markenloyalität bei, die Jones bei seiner Kundschaft beobachtet. „Wenn die Kunden das zweite Mal zu Besuch kommen, sprechen die Bootsbauer sie schon mit dem Vornamen an.“ Der Betrieb wächst mit den Kunden. Ebenso wie die Rustler 33 und 44 auf Kundenwunsch entwickelt wurden, entsteht vielleicht eines Tages eine größere Yacht, wenn die Nachfrage reicht. Pläne für eine 53- und eine 63-Fuß-Yacht existieren.

Vetus ZWBH-Wellenabdichtung: Keine Undichtigkeiten, kein Tropfen

ZWBH-Wellenabdichtungen sind für den Einsatz innerhalb von wassergeschmierten Wellenanlagen konstruiert worden. Das aktualisierte Monoblock-Design funktioniert wie die bekannte ZWB-Dichtung und bietet durch die zusätzliche Lippendichtung mehr Sicherheit und minimale Reibung. Es ist extra flexibel, um Stöße und Vibrationen zu absorbieren. Öl- und fettbeständig und mit einem einvulkanisierten 10-mm-Schlauchanschluss ist die ZWBH bereit für den nächsten Schritt.

Die ZWBH-Dichtungen bestehen aus 65-70 Shore NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk) mit Messingschlauchsäule und können einem Temperaturbereich zwischen -15 °C und 85 °C standhalten. Das macht sie extrem langlebig. Das Gerät verfügt über Wasser- und Fetteinspritzpunkte und ist so konzipiert, dass neben der jährlichen Schmierung mit Silikonfett nur minimale Wartung erforderlich ist. Es eignet sich für VETUS-Bronze-, Stahl- oder GFK-Stevenrohre und ist für Wellendurchmesser von 25 mm, 30 mm und 35 mm erhältlich.
www.vetus.com

Neues BVWW-Präsidium vorgestellt

Der Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. (BVWW) ist das wirtschaftspolitische Sprachrohr der Wassersportwirtschaft in Deutschland und setzt sich seit über 50 Jahren für die Belange der Branche auf nationaler und internationaler Ebene ein. Zu seinen Mitgliedern gehören Unternehmen und Verbände, die in der Wassersportwirtschaft gewerblich tätig sind.

Die neue Verbandsleitung, deren Amtszeit vier Jahre beträgt, setzt sich nun wie folgt zusammen:

Präsident: Robert Marx, Friedrich Marx GmbH & Co. KG, Hamburg (Wiederwahl)

Schatzmeister: Karsten Klemme, Ecosail GmbH, Charter Ostsee & International, Heiligenhafen (Neuwahl)

Vizepräsidenten: Martin Baum, Pantaenius GmbH & Co. KG, Hamburg (Wiederwahl); Harald Kuhnle, Kuhnle Tours GmbH, Rechlin (Wiederwahl): Sonja Meichle, ULTRAMARIN, Meichle + Mohr GmbH, Kressbronn (Wiederwahl); Thomas Dederichs, Bts Europa AG, Mönchengladbach (Neuwahl)

In seiner Laudatio würdigte der alte und neue BVWW-Präsident Robert Marx die großen Verdienste, die sich Bernd Gröver in seiner 23-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Schatzmeister um den Verband und die Wassersportwirtschaft erworben habe: „Bernd Gröver war in all den Jahren Garant für die wirtschaftliche Stabilität des Verbandes, hat sich in der gesamten Branche hohes Ansehen erworben und übergibt seinem Nachfolger einen gesunden und geordneten Haushalt.“

Nicht mehr zur Wiederwahl stellte sich auch Herr Harald Siegel, der das Amt des Vizepräsidenten seit 2013 bekleidet hatte. Robert Marx dankte auch ihm für seinen ehrenamtlichen Einsatz, die vielen guten Ideen und Anregungen, von denen der Verband während seiner Amtszeit immer profitieren konnte.

Honda: Upgrade für Außenbordmotoren

Ab Saisonstart 2019 werden alle Modelle dieser Leistungsklasse von dem hubraumstarken 3,6-Liter-Aggregat des BF250 (250 PS) angetrieben. Der 60-Grad-V6-Motor mit obenliegender Nockenwelle, 24 Ventilen und elektronischer Kraftstoffeinspritzung überträgt die Agilität des Spitzenmodells von Honda nun auch auf kleinere Motoren.

Der größere Hubraum sorgt in allen Drehzahlbereichen für ein höheres Drehmoment und mehr Laufruhe. Mit der großen Schubkraft, welche die Motoren aus dem Stand heraus entwickeln, gelangen Boote schneller in die Gleitphase und den effizienten Reisemodus. Das macht sich nicht nur in einem reduzierten Kraftstoffverbrauch bemerkbar, sondern erhöht auch die Reichweite pro Tankfüllung.

Die komplett überarbeiteten Außenborder warten mit einem neuen Design, einer verbesserten elektronischen Schaltung, neu gestalteten Bedienelementen, einer optimierten Luftführung, einem optimierten Korrosionsschutz sowie Verbesserungen für Wartungsroutinen auf. So wurde beispielsweise die Position des Hochdruck-Kraftstofffilters so verändert, dass er leicht zugänglich ist und sich in kürzester Zeit austauschen lässt. Auch die elektronische Wassererkennung im Kraftstoff wurde überarbeitet.

Neues, progressives V-Design

Optisch sticht auf den ersten Blick das neue, elegant-schlanke V-Design des Motorgehäuses ins Auge. Es greift Gestaltungselemente aus der 2017 vorgestellten Konzeptskizze für Honda-Außenbordmotoren auf, erfüllt aber in erster Linie funktionelle Aspekte. Dazu zählen neben einer verbesserten Aerodynamik insbesondere die Optimierung der Luftzufuhr sowie die Verbesserung von Verschluss, Dichtung und Stoßabsorption der Motorabdeckung.

Neue Drive by wire-Schaltung (Honda iST®)

Die neuen Motoren können wahlweise mechanisch oder elektronisch geschaltet werden. Dafür hat Honda seine intelligente Motorsteuerung iST® (Intelligent Shift & Throttle System) weiterentwickelt. Die Modelle sind jetzt optional mit einer Wegfahrsperre ausgestattet, die ein einfaches Starten und Stoppen des Motors per Knopfdruck ermöglicht. Die Zündung wird über einen drahtlosen Transponder aktiviert oder deaktiviert. Geht dieser verloren, kann man die Zündung nicht mehr ein- oder ausschalten. Der Betriebszustand bleibt erhalten bis die Stromzufuhr über den Hauptschalter oder über einen Ersatztransponder verändert wird.

Die neue Schaltung ermöglicht die gleichzeitige Drosselklappen-Steuerung von bis zu vier Motoren und zwei Steuerständen. Schalten und Gasgeben erfolgt mühelos über die neu entwickelte Schaltbox. Die Gaseinstellung kann bei jeder Geschwindigkeit feinjustiert werden. Das erleichtert insbesondere das An- und Ablegen sowie die präzise Steuerung beim Trolling. Ab Doppelmotorisierung kann ein Einhebelmodus aktiviert werden.

Über einen Schalter können alle Motoren gleichzeitig getrimmt werden. Individuelle Trimmschalter ermöglichen die Feinabstimmung der Trimmung jedes einzelnen Motors. Alle DBW-Motoren verfügen für die Schaltung über zwei CAN-Bus- Systeme, das NMEA 2000®-Netzwerk und das Honda-eigene Netzwerk.

Das neue System ist besonders ausfallsicher, da sich die Systeme gegenseitig vergleichen. Im Unterschied zu den Schaltsystemen von Mitbewerbern verfügt das Honda-System über drei Schalt- und Fernbedienungs-Sensoren für die Plausibilitätskontrolle. Meldet nur einer der Sensoren eine Fehlfunktion, arbeitet der Motor, anders als bei Systemen, die nur zwei Sensoren haben, weiter.

Neue Fernbedienungs-Elemente

Sowohl für mechanisch als auch elektronisch gesteuerte Motoren stehen diverse Fernbedienungs- und Steuerungselemente zur Top- oder seitlichen Montage zur Auswahl. Bedienelemente und Anzeige-Instrumente wie Drosselhebel, Schalter und Multifunktionsdisplay wurden neu gestaltet.

Getrenntes Ansaugluft- und Kühlluftsystem – verbesserte Luftzufuhr

Ansaug- und Kühlluft sind bei den neuen Motormodellen getrennt. Die Ansaugluft gelangt über zwei große seitliche Luftöffnungen an der oberen Motorabdeckung ins Innere. Die Zufuhr der Kühlungsluft wurde an die Frontseite des Motors verlegt. Die Umgebungsluft ist dort trockener, weil weniger Sprühnebel angesaugt wird. Unter der Motorhaube werden die beiden Luftströme separat voneinander in einem indirekten Luftkreislauf geführt. Staub und Wasser werden dabei automatisch abgeschieden.

Verbesserter Korrosionsschutz – längere Haltbarkeit

Um die Haltbarkeit verschiedener Triebwerksteile weiter zu verbessern und den Wartungsaufwand zu verringern, setzt Honda bei den neuen Motoren erstmals eine hoch korrosionsbeständige Zink-Nickel-Beschichtung ein. Bauteile wie Ölwanne, Thermostat-Abdeckung, obere Montage-Abdeckung und Propellerwellenhalter werden zudem künftig aus einem neuen Aluminiummaterial gefertigt, das nahezu keine Korrosion mehr ansetzt und die Standzeiten dieser Bauteile erheblich verlängert. Ergänzend wurde die Zahl der Opferanoden im Motorblock erhöht.

Verbesserte Handhabung

Im Zuge des Redesigns der Motoren wurde auch die Motorabdeckung überarbeitet. Sie wird nun an drei Punkten verriegelt, lässt sich zu Wartungszwecken leicht abnehmen und durch eingelassene Griffmulden bequem tragen. Die Hauben-Dichtung wurde komplett neu gestaltet und versiegelt das Motorgehäuse nun noch zuverlässiger gegen Wasser und Staub.

boot Düsseldorf 2019: 250.000 Besucher

Neun Tage Feierstimmung liegen hinter Ausstellern und Veranstaltern der boot Düsseldorf 2019. Gute Geschäfte, hervorragende Kontakte zu Wassersportfans und Fachbesuchern aus der ganzen Welt kennzeichneten die Messe, die am Sonntag zu Ende ging, und Messechef Werner Matthias Dornscheidt resümiert: „Ich habe ja schon viele Veranstaltungen hier in Düsseldorf erlebt. Aber diese boot war einzigartig. Großartige Stimmung in den Hallen, gut gelaunte Menschen in Urlaubsstimmung an den Ständen und hoch zufriedene Aussteller. Damit haben wir eindeutig unser Ziel erreicht: Diese magische Jubiläums boot wird allen in bester Erinnerung bleiben.“

Mit fast 2.000 Ausstellern aus 73 Ländern auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche setzte die boot 2019 eine neue Bestmarke. Fast 250.000 Wassersportler (boot 2018: 247.000 Besucher) reisten aus über 100 Ländern nach Düsseldorf. Damit bewies die boot eindeutig ihre Nummer 1-Position in der Welt. Neben den Besuchern aus Deutschland lagen die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Schweiz und Italien an der Spitze der Herkunftsländer. „Die Aussteller berichten uns von super Geschäften und vielen neuen Kontakten in die ganze Welt. Die boot ist eindeutig eine Business-Plattform allererster Güte. Auch das vielfältige Angebot an internationalen Reisedestinationen in der Travel World lockte die Besucher“, erläutert boot Director Petros Michelidakis.

„Die Branche blickt voller Optimismus auf die kommende Wassersportsaison“, freut sich Experte Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft BVWW. Sowohl bei Motorbooten als auch bei Segelyachten gehe der Trend zu größeren Booten über 12 Metern Länge und kleinen Flitzern. Sehr gefragt seien auch Mehrrumpfboote, ein Trend, den die boot in der Halle 15 sehr gut darstellte. Tracht ergänzt: „Ich rechne damit, dass die boot 2019 der Impulsgeber und Motor für alle Bereiche des Wassersports sein wird. Unsere Mitgliedsunternehmen waren von der hohen Internationalität und Qualität der Besucher begeistert.“

Der Spagat zwischen Branchentreff mit B2B-Besuchern auf der einen und Trendsport-Event für das Publikum auf der anderen Seite gelingt der boot spielend. So nutzen Entscheidungsträger großer Charterunternehmen die Messe, um sich ein umfassendes Bild vom Markt zu machen, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten und vergleichen zu können. Und dies vermehrt, denn das Chartern wird bei den Freunden der boot immer beliebter und ist in der Branche ein echter Trend. Mit 1.500 Segelyachten und Motorbooten an den Ständen der Aussteller war das Angebot für Charterfreunde riesig. So konnten potenzielle Charterer direkt auf der Messe ihr Urlaubsboot besichtigen und eine individuelle Wahl treffen.

Tauch- und Trendsport auf der boot Düsseldorf konnte ein weiteres Mal zulegen und war der Publikumsmagnet. 100.000 Surffans sahen sich die sensationellen Wellenritte auf „THE WAVE“ an. Viele Anbieter von Boards berichten von der wiederentdeckten Freude der Besucher am Surfsport. Stand-Up-Paddling, Windsurfen, Wellenreiten oder Wakeboarden begeisterten und die Wettkämpfe auf „THE WAVE“ oder im „Flatwaterpool“ machten den Menschen Lust auf Meer!

Bestes Tauchklima und tolle Stimmung herrschte auch im Dive Center und der gesamten Tauchhalle vom ersten Tag an. Michelidakis: „Für die Tauch-Community ist die boot das Event des Jahres. Hier werden Tauchreisen und –gänge geplant, Tauchpartner gefunden und neuestes Equipment getestet.“

Vom 18. bis 26. Januar 2020 läutet die boot das nächste Jahrzehnt ein und wird im kommenden Dezember ihren berühmten Schiffskran „Big Willi“ feiern: Der stärkste Messekollege wird 40 Jahre alt.

FROG: Revolution des Karabiners

Die italienische Innovationsschmiede von Kong hat sich einen besonderen Clou ausgedacht: ein Karabiner mit automatischem Verschluss, der an bestimmten Verankerungspunkten verwendet werden kann. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Polytechnikinstitut in Mailand entwickelt.

(Bild: KONG )

Das Einhängen geht ungewöhnlich schnell und sonst schwer erreichbare Fixpunkte sind dank der Frontalöffnung leichter zu erreichen als mit traditionellen Karabinern. Der Karabiner schließt automatisch bei Kontakt mit dem Ankerpunkt, FROG Cable ist auch für den Einsatz mit Stahlseilen geeignet. Zu bekommen ist der neue Karabiner im Fachhandel bei allen Vertriebspartnern der Robert Lindemann KG.
Händlernachweis unter: www.lindemann-kg.de

Namensvetterin: Präsidentin des DSV tauft neue SWISS MONAS

Wenn man eines in der journalistischen Ausbildung lernt, dann ist das sicherlich, sich nicht zu Wortspielen mit Namen hinreißen zu lassen – sei es auch manchmal noch so verlockend. Kreieren die MONAS Klassenvereinigung, die Nationale Klasse im Deutschen Seglerverband ist, und die DSV-Präsidentin Mona Küppers aber ein solches im Zusammenhang mit einer Bootstaufe, darf dieses Wortspiel natürlich mal so richtig ausgekostet werden, zumal es sogar gleich ein dreifaches ist. Also los: Am zweiten boot-Samstag wurde die sechste SWISS MONAS gewissermaßen zu Monas Mona’s. Oder so ähnlich. Die DSV-Präsidentin Mona Küppers taufte die MONAS GER 505 – mit Taufsekt aus den MONAS Weinbergen – auf den Namen “Mona’s”.

Die MONAS ist ein offenes Kielboot, das von Helmut Stöberl konstruiert und 1975 erstmals vorgestellt wurde. Alle Bedien- und Trimmeinrichtungen sind auf eine Person zugeschnitten und ermöglichen leichtes und sicheres Segeln. Nachdem mangels Nachfrage lange Zeit keine neuen MONAS auf den Markt kamen, erwarb die Klassenvereinigung 2012 sowohl die Konstruktions- und Nutzungsrechte als auch das Patent und die Markenrechte der MONAS, um diese zu sichern. Noch im selben Jahr startete Kurt Helbling, Bootbau Jona, mit der Überarbeitung der MONAS-Formen und dem Baubeginn einer Serie SWISS-MONAS. Die MONAS GER 500 war die erste MONAS, die als SWISS MONAS in der Schweiz gebaut wurde.

Technische Daten

Länge üa: 7,00 m
Breite üa: 1,91 m
Tiefgang: 1,10 m
Gewicht segelfertig: 640 kg
Segelfläche am Wind: 23,2 qm
Großsegel ca.: 14,2 qm
Lattenfock ca.: 9,0 qm
Rollfock ca.: 7,0 qm
www.monas-klassenvereinigung.de

 

Yachtclub Sipplingen e.V. als Motorboot-Verein des Jahres 2018 geehrt

Seit 2009 ist allein die Jugendarbeit entscheidend bei der Wahl zum „Motorboot-Verein des Jahres“. Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes, Torsten Conradi, dem DMYV-Präsidenten Winfried Röcker, der DSV-Präsidentin Mona Küppers, dem Geschäftsführer des SVG-Verlags Thorsten Höge und Hermann Hell, Herausgeber der Segler-Zeitung und der WasserSport im SVG-Verlag und Initiator der Aktion, überzeugte die Bewerbung des 1971 gegründeten Yachtclub Sipplingen e.V. (YCSi) aufgrund seines ganzheitlichen wassersportlichen Ansatzes bei der Jugendarbeit. Unterstützer der Aktion „DMYV-Verein des Jahres“ sind die Volkswagen AG und die Yamaha Motor Deutschland GmbH. Zur weiteren praktischen Unterstützung seiner Jugendarbeit erhielt der YCSi ein Schlauchboot vom Typ YAM 310 S, gestiftet von Yamaha Motor Deutschland.

Yachtclub Sipplingen e.V.: die Preisträger

Der YCSi betreibt seit seiner Gründung aktive Jugendarbeit. Ein Highlight für die Jugend war 2001 die Schlauchbootweltmeisterschaft der Klassen M1 bis M4. Mit dem damals in Sipplingen verbliebenen Schlauchboot hat die Jugendarbeit auch den Weg zum motorisierten Wassersport gefunden. Diese Jugendgruppe hat derzeit 24 Aktive Mitglieder zwischen sieben und 18 Jahren. Sie werden von fünf Trainern und weiteren Assistenten sowohl im Motorbootsport als auch im Segeln unterrichtet. Sicherheit steht dabei an erster Stelle, aber auch der Umgang mit der Umwelt wird in Theorie und Praxis geschult. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung zu guten, verantwortungsvollen Bootsführern und dem Erlernen guter Seemannschaft.

Die Preisträger mit Mona Küppers, Thorsten Höge und Winfried Röcker

Dank der Zusammenarbeit mit der örtlichen DLRG genießen die Kinder zudem bereits frühzeitig eine Schwimmausbildung. Trainer und Assistenten müssen neben der fachlichen Kompetenz zudem das Bodenseeschifferpatent besitzen. Dieses ist – dank der Sondergenehmigung der Schifffahrtsämter – für Trainer auch schon ab 16 anstatt erst mit 18 Jahren möglich. Mit Aktionen im Rahmen von „Kids kommt ins Boot“ wird die Jugend außerhalb des Vereins angesprochen. Bereits 1993 begann der YCSi, Kindern im Alter zwischen sieben und 14 Jahren in Jugendtrainingswochen den Wassersport schmackhaft zu machen. Jedes Jahr kommen in den großen Ferien 30 bis 35 Kinder für fünf Tage zum YCSi, um den Wassersport spielerisch kennenzulernen. Eine Kooperation mit der Grundschule Sipplingen wird ebenfalls seit Längerem praktiziert und gefördert. Im Winter werden interessierte Schüler in der Schule von einer Lehrkraft auf das wöchentliche Training in der Sommersaison mit der Vermittlung des Basiswissens vorbereitet.
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