Kategorie: sail24.com

KiWo erfüllt Kinderwünsche

Auch in diesem Jahr werden mit dem Kieler-Woche-Wunschbaum Herzenswünsche von Kieler Kindern erfüllt. Ende November wird der Wunschbaum im Eingangsbereich des Rathauses, Fleethörn 9, aufgestellt. An diesem festlich geschmückten Tannenbaum hängen insgesamt 200 Wunschkarten von Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen. Alle Kieler*innen sind eingeladen, ab dem 30. November während der Öffnungszeiten des Rathauses (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr) eine der Karten mitzunehmen und den darauf geschriebenen oder gemalten Herzenswunsch zu erfüllen. 

Das Geschenk soll gemeinsam mit der Wunschkarte rechtzeitig bis zum 11. Dezember im Kieler-Woche-Büro (Rathaus, Zimmer 269) abgegeben werden. Die feierliche Bescherung mit dem Weihnachtsmann muss in diesem Jahr ausfallen. Die Geschenke werden vom Kieler-Woche-Büro stattdessen in einem kleinen und besonderen Rahmen übergeben.

Das “Boat College” von Enjoy Yachting

Neben Bootsbesichtigungen und Bootsberatungen hat das Enjoy-Yachting Team acht spannende Themen in ca. einstündigen Vorträgen in exklusiven Einzelterminen, einen Shuttle-Service, Lunch und Getränken vorbereitet.

Dabei legt das Enjoy-Team wert darauf, dass alle Termine nach Voranmeldung und natürlich unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln mit Mund-Nasenbedeckung und wenn notwendig auch Trennwänden Corona-sicher durchgeführt werden. Zudem stehen Luftfilter und natürlich ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung.

Fachlich wird dabei ein breites technisches und wirtschaftliches Themen-Portfolio, das die unterschiedlichsten Interessen bedient, aufgefahren. Aber auch der Genuss kommt nicht zu kurz: Neben Fragen zu den Bereichen Yachtbau, kleine Motorenkunde, Seemanschaft und der Möglichkeit über ein attraktives Kaufchartermodell auch in diesen Corona-Zeiten Geld in eine Yacht zu investieren, wird auch die Frage nach dem richtigen Wein an Bord beantwortet.

Lars Reisberg von Enjoy Yachting ist sich sicher, dass dieses Angebot attraktiv ist: „Aus den unzähligen Beratungsgesprächen wissen wir, dass die Interessenten neben den Booten noch viele andere Gesprächsthemen haben. Da schöpfen wir aus dem Vollen: Gelcoat ist immer ein großes Thema und unser Boostbauer Finn wird da sicher auf viel Zulauf stoßen. Ebenso die Teak-Scheuerleisten und selbst eine Auffrischung in Sachen „Belegen einer Klampe“ ist durchaus gefragt.“

Interessierte sollten schnell buchen, denn die Anzahl der Teilnehmerplätze ist selbstverständlich begrenzt. Gegen eine Teilnahmegebühr von 50,_Euro pro Person haben Bootssportler und alle, die es werden wollen, die Gelegenheit und einen tollen Tag in einer entspannten, aber sicheren Atmosphäre und Umgebung mit dem Enjoy-Team in Hannover zu verbringen.

Weitere Infos und Anmeldung unter: www.enjoy-yachting.de/boat-college

Wahlkampf in Bayern

Das wäre zu normalen Zeiten so am Freitag beim Bayerischen Seglerverband, dem rund 31.000 Mitglieder in zirka 200 Vereinen angehören. Auf der einen Seite steht der zur Wiederwahl antretende Dietmar Reeh (Deutscher Touring Yacht-Club), auf der anderen die Gegenkandidatin Sibylle Merk (Bayersicher Yacht-Club/Segelclub Füssen Forggensee).

Doch einen großen analogen Andrang wird es nicht geben, denn die BSV-Mitgliederversammlung wird am 27. November den Umständen entsprechend digital durchgeführt. Vereine, die nicht selbst daran teilnehmen können, haben bis Donnerstag, 26. November, die Möglichkeit, ihre Stimmen per Briefwahl einzureichen. 

Der ehemalige DSV-Vizepräsident Reeh tritt mit einem erfahrenen Team an, dem unter anderem Christian Spöhrer (Bayersicher Yacht-Club) angehört, der maßgeblich am erfolgreichen BSV-Auftritt auf der fr.ee. im März in München mitgewirkt  hat. Mit an Bord ist auch Jürgen Jensch (SC Füssen Forggensee), erfolgreicher Tornadosegler und jetziger KV-Chef, sowie weitere Mitstreiter*innen.

Im Team von Sybille Merk, die unter ihrem Mädchennamen Powarzynski in der Europe (Olympia-Sechste 1996) und im Laser Radial erfolgreich war, sind Markus Reger, erfolgreicher Leistungssegler und ehemaliges Mitglied des Nationalkaders, sowie Günther Schlegel (Yacht-Club Nürnberg).

Noch im Februar arbeiteten Reeh, Spöhrer und Reger auf der fr.e.e  Seite an Seite für die BSV-Interessen. Im Reeh-Team zur Mitgliederversammlung im März standen Merk, Reger und Spöhrer. Jetzt ist das Team gespalten und stellt sich getrennt zur Wahl.

Mehr Informationen unter www.bayernsail.de – Dort finden Sie Informationen zum gesamten Reeh-Team, ein Interview mit dem amtierenden Vorsitzenden und eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Merk-Team.

Schnäppchenwoche bei AWN

Schnäppchenjäger aufgepasst: AWN hat die “Black Sail Week” ausgerufen. Online und in allen AWN-Filialen gibt es bis zum 27.11. viele stark reduzierte Produkte. Das Angebot reicht von Funktionsbekleidung über Freizeitbekleidung, Taschen, Accessoires und Navigation bis hin zu Produkten aus dem Bereich Sicherheit. Die Ersparnis gegenüber dem regulären Preis liegt zum Teil bei 85 Prozent. Sämtliche Angebote der Black Sail Week sind allerdings nur gültig, so lang der Vorrat reicht.

Zur AWN-Website.

Modulare Planung für die TW 2021

Die Regattawoche in der Lübecker Bucht bildet eine Einheit mit dem Event an Land. Sie wird durch die Festivalmeile, durch die Einnahmen über die Standbetreiber sowie die Sponsoren, die auf Direktkontakte mit dem Publikum setzen, mitfinanziert. Daher ist die Antwort auf die Frage, welches Programm für die Festivalbesucher möglich ist, auch immer die Antwort darauf, was den Seglern geboten werden kann bzw. wie viele Regatten möglich sind. Die Entwicklungen der Pandemie-Maßnahmen im November, aber auch die positiven Meldungen über die Entwicklungen von Impfstoffen lassen für den kommenden Sommer viele Szenarien möglich erscheinen. Die Erfahrungen auf der vergangenen Saison haben indes gezeigt, dass Segeln unter Corona-Auflagen auch als Regattasport möglich ist.

Die Laser 4.7 sollen mit ihrer Europameisterschaft einen Höhepunkt der TW 2021 bilden. Foto: segel-bilder.de

Die Nachfragen der Klassenvereinigungen, zur Travemünder Woche im kommenden Jahr dabei sein zu können, sind zahlreich – aufgrund der langfristigen Planung für 2021 und der Verlegung einiger Wettbewerbe aus 2020. Mit der Europameisterschaft der Laser 4.7 steht bereits in der langfristigen Planung eine internationale Meisterschaft im Fokus. Dazu wollen die RS-Klassen mit der Weltmeisterschaft der Feva, der Junioren-WM der Aero und der Inklusions-WM der RS Venture, die für 2020 vor Travemünde geplant waren, dabei sein. Weiter kommen die Splash-Klassen mit der Austragung ihrer Europameisterschaften, die IC Canoes, die Trias und die Waszp mit ihren Euro-Cups dazu, und diverse Klassen wollen ihre deutschen Titelkämpfe in der Lübecker Bucht austragen. Inklusive des Seesegelns und weiterer Ranglistenregatten steht ein breites Programm auf der Liste der TW 2021, mit dem über 1.000 Boote und bis zu 1.700 Segler in Travemünde zusammenkommen könnten!

Durch die verschiedenen Liegeplatz-Bereiche auf dem Priwall, im Passathafen, auf der Tornadowiese, an der Nordermole sowie am Grünstrand und am Mövenstein und die zeitliche Aufsplittung während der zehn Veranstaltungstage lassen sich für die Segler Areale kreieren, die vielen Auflagen gerecht werden können – abhängig davon, welche Bedingungen die Behörden dann an die Ausrichtung stellen. Der Knackpunkt: Die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur steigen mit den zusätzlichen behördlichen Anforderungen bei gleichzeitigem Risiko, dass die Einnahmenseite durch Beschränkungen für die TW-Besucher einbrechen werden.

An Land werden wohl eher die ruhigen Momente dominieren. Foto: segel-bilder.de

Die TW-Verantwortlichen um Geschäftsführer Frank Schärffe, Sportdirektor Jens Kath, Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke und Projektleiterin Birgit Stamp-Oehme entwerfen daher in Kooperation mit Uwe Bergmann von der Vermarktungsagentur für das Landprogramm (uba aus Hamburg) einen flexiblen Plan, der auf die Entwicklungen der Corona-Pandemie reagiert. „Wir stehen hier in enger Abstimmung mit der Stadt Lübeck. Es besteht Einigkeit über die Maxime, dass die Travemünder Woche kein zweites Mal ausfallen darf! Welche Möglichkeiten der Veranstaltung sich dann im Juli 2021 tatsächlich ergeben, muss die Entwicklung in den kommenden Monaten ergeben“, sagt Frank Schärffe, der in den vergangenen Wochen in diversen Arbeitskreisen und Sitzungen über die Travemünder Woche 2021 getagt hat. Die intensive Vorbereitungsarbeit wird sich in den kommenden Monaten, verstärkt durch die Corona-bedingten Besonderheiten, fortsetzen.

Uwe Bergmann hat in drei Szenarien dargelegt, wie sich die Corona-Maßnahmen auf die Gestaltung der TW auswirken. Im Optimalfall kann demnach ein Landprogramm ausgerichtet werden, das zwar Programmpunkte mit großen Menschenmengen ausspart, aber dennoch Festivalcharakter ermöglicht. „Wir planen damit, die örtlichen Gegebenheiten in Travemünde mit großen Flächen am Strand oder im Brügmanngarten zu nutzen. Es würde alles etwas anders, aber vieles durchaus möglich sein“, sagt Bergmann. Das andere Extrem ist eine weitgehende Absage des Landprogramms. Dazwischen liegt ein Festivallight.

In allen Fällen ist von einer Steigerung der Kosten durch zusätzliches Security-Personal, mehr Absperrungen, gesteigerte Hygienemaßnahmen bei geringeren Einnahmen aufgrund geringerer Besucherkapazitäten zu rechnen. Bei einem Wegfall des Landprogramms müssten die Corona-Maßnahmen und auch manche Infrastrukturkosten allein durch das Segelprogramm gestemmt werden.

Die einzelnen Veranstaltungsmodule müssen daher also nicht nur die veränderlichen Auflagen und Einnahmesituationen einbeziehen, sondern auch die Bereitschaft der Klassen und Teilnehmer, Abstriche hinzunehmen, ein erhöhtes Startgeld zu akzeptieren oder auch eine Ausrichtung, die an bestimmte Voraussetzungen in der Unterbringung, Anreise oder Wasserorganisation gebunden ist.

Sportdirektor Jens Kath hat daher einzelne Bausteine im Segelprogramm definiert, die je nach Auflagen und Einnahmesituation möglich sind. Im Fokus stehen dabei die verschiedenen Veranstaltungsbereiche. So kann das Seesegeln über die Ausrichtung im Passathafen und eine einfache Trennung der Teilnehmer vom Publikum sehr sicher geplant werden. Das gleiche gilt für die Klassen, die am Mövenstein untergebracht werden, da dieser bereits von sich aus eingegrenzt ist. Die Liegeplätze am Priwallstrand und auf der Tornadowiese verlangen mehr Absperraufwand, am schwierigsten wird es sein, die Durchmischung am Grünstrand zu unterbinden. „Mit den Travemünder Seeregatten und der Mövensteinregatta im vergangenen Juli und August haben wir gezeigt, dass Segeln möglich sein wird. Auf dieser Erfahrung bauen wir jetzt die Basis für das Regattaprogramm auf und sehen, was noch alles möglich ist“, so Jens Kath. „Organisatorisch sehen wir uns auch unter Corona-Bedingungen in der Lage, den Seglern ein volles Programm bieten zu können“, erklärt Anderl Denecke.

Bukh Bremen GmbH startet mit neuer Geschäftsführung ins Jahr 2021

Bereits seit März ist der neue Geschäftsführer Dr. Jörg Bunke im Unternehmen und übernimmt offiziell zum 01.01.2021 die Führung der Bukh Bremen GmbH. Ein geordneter Übergang von altem zu neuem Management war, trotz Corona-Bedingungen, das Ziel und die Herausforderung. Die ehemaligen Gesellschafter und noch amtierenden Geschäftsführer Andrew Winkley und Jens Ellermann scheiden planmäßig zum Ende 2020 aus dem Unternehmen aus, nachdem sie das Bremer Traditionsunternehmen 2017 an die französische Alliance Marine S.A.S. verkauft hatten. Der Übergang wurde langfristig vorbereitet. Das neue Team um Dr. Jörg Bunke wird ergänzt um Michael Brassat (Leiter Vertrieb und Marketing) sowie Dennis Katzke (Leiter Einkauf und Finanzen).

Die Bukh Bremen GmbH wurde 1976 als Tochterunternehmen der Motorfabriken Bukh A/S aus Dänemark unter der Firma Bukh Diesel Vertriebsgesellschaft gegründet. Seitdem hat sich Bukh Bremen in Deutschland zu einem führenden Importeur und Großhändler für technisches Bootszubehör im Geschäft mit dem Fachhandel, Werften und industriellen Kunden entwickelt. Im Jahre 2009 übernahmen Andrew Winkley und Jens Ellermann sämtliche Anteile an der inzwischen unter Bukh Bremen GmbH firmierenden Gesellschaft im Wege eines MBO. Die Geschäftsfelder wurden seitdem strategisch ausgebaut und umfassen heute mehr als 45 Vertretungen führender Hersteller im Bereich Technik und Ausrüstung für die Berufs- und Sportschifffahrt. Das Unternehmen wurde 2017 an die französische Alliance Marine S.A.S. verkauft, die mit über 300 Mitarbeitern und 500 Marken der Marktführer in Frankreich für technische Dienstleistungen im Yacht- und Bootsbau sowie Ersatzteile und Bootszubehör ist. Zur Alliance Marine Group gehören heute 14 Unternehmen der Branche in Frankreich, England, Italien, USA sowie in Deutschland die Bukh Bremen GmbH. Internationale bekannte Marken wie Plastimo, Typhoon oder Revere gehören zur Alliance Marine Group.

Jetzt erhältlich: Segler-Zeitung 12-2020

Die neue Ausgabe der Segler-Zeitung lesen:

Lesen im Lockdown

Monat für Monat stehen wir in der Redaktion vor der Frage: Wenn wir mit der Segler-Zeitung erscheinen, was hat dann noch Relevanz? Das war schon vor Corona so und liegt einfach in der Natur der Sache des Zeitungmachens. Doch Corona führt uns jeden Monat neu vor Augen, wie unglaublich schnell sich alles ändern kann.

In dieser Ausgabe hätten wir eigentlich auf die Boot & Fun Berlin geschaut. Doch es kam wieder anders, die Messe wurde abgesagt, und zur Drucklegung dieser Ausgabe hat der zweite Lockdown in Deutschland begonnen. Es hilft nur der Blick nach vorn, und immer der Vorsatz, das Beste aus dem zu machen, was kommt. Ähnlich sieht es auch Petros Michelidakis, der Chef der weltgrößten Wassersportmesse boot Düsseldorf. Er blickt optimistisch in die Zukunft. Hoffentlich bringen die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Entspannung im Dezember/Januar. Das Interview mit ihm lesen Sie ab Seite 20.

Aus sportlicher Sicht fand zuletzt zum Glück wieder einiges satt. Zum Beispiel konnten die Segel-Bundesliga in Hamburg und die Sailing Champions League in Porto Cervo ihre Meister küren. Darüber lesen Sie ab Seite 86.

Die Vendée Globe, die wohl härteste Regatta der Welt, sollte planmäßig am 8. November, also noch vor Erscheinen dieser Ausgabe, gestartet worden sein. Ich drücke die Daumen, dass das Rekordstarterfeld von 33 Seglerinnen und Seglern gesund zum Einhand-Nonstop-Rennen um die Welt aufbrechen konnte. Mehr Lockdown, als mehrere Monate solo um die Welt zu segeln, geht nicht. Mit dabei sind in diesem Jahr erstmals auch zwei Deutsche Starter: Isabelle Joschke und Boris Hermann (Seite 90).

Eine gute Nachricht aus der Branche sind die vollen Auftragsbücher der Werften. Bavaria (Seite 14) und Hanse (Seite 16) berichten von enormer Nachfrage nach Neubooten. Und auch der Gebrauchtbootmarkt boomt. Unsere Boots Börse ab Seite 93 ist so dünn wie selten. Der Markt ist schlicht leergekauft. Mehr Angebote finden Sie auf unserer Website boots-boerse.de. Schauen Sie doch mal rein, denn Weihnachten steht vor der Tür, und wer freut sich nicht über ein Boot.

Im Namen der ganzen Redaktion wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe, eine schöne und besinnliche Adventszeit und dass Sie gesund durch die nächsten Wochen kommen!

Nikolas Woeckner / Chefredakteur

Die neue Ausgabe der Segler-Zeitung lesen:

Gelungener Re-Start und noch mehr Service

Zusätzlich wurde das Portfolio mit Komplett-Lösungen inclusive Mast- und Decks-Layout abgerundet. Auch im Bereich One-Design-Segel wurden trotz der wenigen Regatten neue Designs erstellt und getestet.

Um eine lückenlose bundesweite Versorgung zu garantieren, wurde die Zusammenarbeit mit den Beilken-Händlern Ultramarin (Bodensee), Tactix Yachting Solutions (Berlin), Segelmacherei Ruhr (Essen), Martel-Segel (Travemünde) und Kurt Klemm (Grömitz) intensiviert und neu geordnet.

Und für 2021 sind weitere Service-Angebote vorgesehen:  Kostenloser Hohl- und Bring-Service für Reparatur-Segel, sowie Testmöglichkeiten für One-Design-Segeln in Bremen.

Mit dem Beilken-Easy-Sails bietet das Traditionsunternehmen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu bietet der erfahrene Regatta-Segler Uwe Wenzel Anleitungen beim Einstieg ins Regattasegeln „Einstieg ins Regattasegeln leichtgemacht“, und in Kooperation mit dem WYC Bremen und dem Wassersportverein Aumund stellt Beilken in Bremen eine Monas für die Feierabendregatten mit aktuellen Segeln zur Verfügung.

Eckhard von der Mosel: juristische Kompetenz für das ORC

Die Wahl von Eckhard von der Mosel war von dem internationalen Vorstand bereits seit einiger Zeit angebahnt worden. Sowohl der Vorsitzende Bruno Finzi (Italien) als auch der Schatzmeister Patrick Lindquist (Finnland) hatten von der Mosel auf eine Bereitschaft zur Kandidatur angesprochen. Als dann Dr. Wolfgang Schäfer (Lüneburg) seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode erklärte, wurde von der Mosel auf der 51. Jahrestagung des ORC Congress von den 56 Mitgliedern zum neuen Vize-Vorsitzenden gewählt.

„Ich habe große Lust an dieser internationalen Arbeit, und ich denke, ich kann vor allem in juristischen Fragestellungen Unterstützung geben. Das ORC ist ansonsten stark geprägt von Ingenieuren und aktiven Seglern“, sagt von der Mosel. Bereits seit 1999 ist der Kieler im ORC aktiv, ist seit 2000 Mitglied im Race Management Committee. „Ich habe mich vor allem um die Gestaltung der Messbriefe gekümmert, habe Fragen geklärt, wie die Daten dargestellt werden, damit der Messbrief für Wettfahrtleiter, Race Manager und Segler verständlich ist. Denn die Berechnung des Ratings ist inzwischen so komplex, dass sie nur noch von Experten zu durchblicken ist. Aber es ist wichtig zu entscheiden, welche Auswertungsmöglichkeit für welche Art von Event anzuwenden ist. Das ORC-Rating ist auf den ersten Blick zwar schwer zu durchschauen, aber tatsächlich ein perfektes Werkzeug für das Handicap-Segeln auf den unterschiedlichsten Revieren.“

Als aktiver Segler einer Luffe 44, ehemals auch mit Regatta-Ambitionen, wurde Eckhard von der Mosel geprägt durch die Leidenschaft eines Hans-Otto Schümann („Rubin“), eines Willi Illbruck („Pinta“) oder eines Norbert Lorck-Schierning („Jan Pott“), die durch das Engagement im ORC für den Selbsterhalt des Regattasports kämpften. Konstruktions- und Technik-Experten wie Fietje Judel und der im vergangenen Jahr verstorbene Boris Hepp machten von der Mosel mit den Tiefen der Vermessungsformel vertraut. „Ich schwimme da sicherlich im Fahrwasser von Wolfgang Schäfer.“

Doch nicht nur die Geheimnisse der Vermessung haben es dem 65-Jährigen angetan. Vor allem die Entwicklung der internationalen Beziehungen im Segelsport üben auf ihn einen großen Reiz aus. Beeindruckt ist er, wie sich Polen und insbesondere Estland in den vergangenen Jahren zu Top-Nationen im ORC-Bereich entwickelt haben. Daher geht er auch davon aus, dass die WM im kommenden Jahr vor Tallinn ein großartiges Event werden wird. „Für diese Internationalität setze ich mich gern ein. Das ist spannend, dazu habe ich große Lust.“ Und Eckhard von der Mosel kann dafür auch 25-jährige Erfahrung als Regatta-Organisator einbringen. Von 1994 an war er der Leiter der Seeregatten im Kieler Yacht-Club – mit der Kieler Woche, dem von ihm initiierten Blueribboncup und dem Höhepunkt, der WM 2014 vor Schilksee. Nach der Heim-WM gab er den Posten im KYC an Eckart Reinke, Stefan Kunstmann und Ralf Paulsen ab, kümmert sich aber weiterhin um den Blueribboncup und die Immobilien-Regatta.

Seine neuen Aufgaben im ORC wird Eckhard von der Mosel nun mit dem weiteren ORC-Vorstand um den Vorsitzenden Bruno Finzi, Schatzmeister Patrick Lindquist sowie die ebenfalls neu gewählten Vize-Vorsitzenden Thomas Nilsson (Norwegen) und Akis Tsalikis (Griechenland) abstimmen: „Eine fast logische Aufgabe ist durch meinen Beruf die Übernahme von Aufgaben im juristischen und Regelbereich. Aber ich möchte mich auch gern für den nordeuropäischen Raum engagieren, zu Bewerbungen für die Austragung internationaler Meisterschaften anspornen.“ Denn der Erfolg des ORC hängt auch vom Erfolg der Großevents ab, und dafür müssen potenzielle Ausrichter einige Kriterien erfüllen: „Die Auswahl hängt davon ab, dass der Ort eine gute Infrastruktur bietet, gut zu erreichen ist und über eine erfahrene Wettfahrtleitung verfügt. Aber es gehört viel Arbeit dazu, um zu erfahren, warum ein Ort gern angesteuert wird.“

In diese Arbeit will sich von der Mosel nun stürzen – über Online-Netzwerke, die sich inzwischen mit den ORC-Verantwortlichen im Ostseeraum gut entwickelt haben. Wichtig dabei ist, dass sich der Kieler der Unterstützung seiner Ehefrau Dina sicher ist. Sie ist selbst begeisterte Seglerin, genießt die kurzen Segeltörns mit einem Zugvogel auf dem Plöner See und die Ostsee-Urlaube auf der Luffe 44, am liebsten an der schwedischen Ostküste in der Schärenwelt bis hinauf nach Stockholm.

Die Dezember-Ausgabe von segeln

Die Pandemie hat uns eindrücklich vor Augen geführt, wie sicher und erholsam Wassersport in Zeiten von Abstandsregelungen und Co. ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr mehr Menschen den Weg auf das Wasser gesucht haben, als in den Jahren zuvor. Das neu Entfachte bezog sich nicht allein auf den Segelsport, sondern den Wassersport allgemein. Doch auch Segelboote fanden in diesem Jahr viele neue Eigner. In Gesprächen mit Händlern und Werften war von langen Wartezeiten die Rede, da die Kapazitäten ausgereizt wären. Der Gebrauchtbootmarkt ist so leergefegt, wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Das sind im Prinzip gute Vorzeichen für das nächste Jahr. Doch so sehr der Wassersport innerhalb Deutschlands an Fahrt aufnahm, sahen sich Segler mit etwas konfrontiert, das längst hinter uns zu liegen schien: geschlossene Grenzen.
Für mich bedeutet das Segeln beispielsweise eine unerreichte Freiheit. Die Weite des Ozeans, die fremden Küsten hinter dem Horizont geben mir auf See ein Hochgefühl. Und dass am Ende des Meeres ein sicherer Hafen auf den Segler wartet, galt eigentlich als gesetzt. Als in diesem Jahr zu Beginn der Pandemie die ersten Segler auf Langfahrt nach teils mehrwöchigen Ozeanüberquerungen ohne Verbindung zur Außenwelt ihr Ziel erreichten, muss es ein Schock gewesen sein. Teilweise durften sie ihre Boote nicht verlassen, das Land nicht betreten. Die Welt stand Kopf. Als zuletzt Segler Neuseeland anliefen, um sich vor Stürmen zu schützen, wurden sie verhaftet (illegale Einreise). Einschränkungen haben dazu geführt, dass die Langfahrtcommunity vorsichtiger geworden ist. Normalerweise bereiten sich um diese Jahreszeit zahlreiche Crews auf eine Atlantiküberquerung vor. Doch nur wenige wagen in diesem Jahr wirklich den Sprung über den Teich. Bei der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) starteten im letzten Jahr 283 Schiffe, in diesem Jahr gibt es nur noch 66 Meldungen (Stand Oktober).
Trotz aller Einschränkungen bleibt das Langfahrtsegeln eine der eindrücklichsten Erfahrungen, die ein Mensch meines Erachtens sammeln kann. Wer nur ein einziges Mal den Zauber des Passatsegelns erlebt hat, wird vom Segeln nicht mehr loskommen. Lassen Sie sich von der Pandemie nicht von Ihren Plänen, Ihren Träumen abbringen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.

Unsere Themen

  • Langfahrt Spezial: Von der richtigen Yacht bis hin zur Ausrüstung
  • Praxis: Den Wind auf Binnenseen verstehen
  • Technik: Handfunkgeräte
  • Leben an Bord: Heizen, aber richtig!
  • Navigation: Augmented Reality
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Zehn Jahre Tactical Sailing: Jubiläumsedition – „Spiel gegen den Wind – Boot gegen Boot“!

Heute ist „Tactical Sailing (TS)“ weltweit bekannt, zur deutschen Fassung des Programms sind Versionen in Englisch und Spanisch mit Übersetzungen der Dokumente in Italienisch, Französisch, Schwedisch, Portugiesisch und Polnisch dazugekommen.

Auch die Zahl der Bootstypen im TS-Hafen ist ständig gewachsen: vom Opti über Laser bis hin zu J/70 und TP52 sind 14 Bootstypen im Einsatz – egal ob bei Fleet-, Match-, Team-Race oder der Segel-Bundesliga.

Das „Projekt TS“ gelang dank der Zusammenarbeit mit vielen Kollege“. So gelang der Einstieg in den Medienmarkt und es gab sehr bald ein positives Echo in der „Segel-Community“ – bei Seglern, Vereinen, Trainern.

Der Qualitätsanspruch des Teams an ein „Lern- und Unterhaltungsspiel“ zum Segelsport wurde eingelöst, denn bereits nach zwei Jahren bekam Tactical Sailing 2012 den „Eurelea“ – eine europaweit vergebene Auszeichnung für „Beste Mediendidaktik“.

Und auch nach zehn Jahren ist TS nach wie vor aktuell – es wird national und international genutzt. Beginnend mit der einfachen Darstellung von Grundregeln des Segelns bis hin zu komplexen Regattasituationen garantieren die praktizierten Simulations-Methoden den schnellen und effizienten Lernerfolg. Und so gelingt es, taktische Vorgänge des Segelsports im Umgang mit dem „unsichtbaren Monster“ Wind leicht verständlich darzustellen.

Weitere Informationen zu Tutorials, Video-Clips, dem TS-Wörterbuch sowie zur „Rangliste“ unter www.TacticalSailing.de

Die Jubiläumsedition für 10 € gibt es unter http://www.tacticalsailing.de

Schäfer geht, von der Mosel kommt

Der Rückzug von Wolfgang Schäfer aus dem Amt kam für das ORC überraschend. Doch der Lüneburger Arzt und erfolgreiche Farr40-Segler erklärte nach über einem Vierteljahrhundert ORC-Arbeit auf der online abgehaltenen Jahrestagung: „Diese 26 Jahre waren eine großartige Zeit mit Tiefs und Hochs, aber nicht ohne Erfolg und Verbesserung für das ORC. Jetzt wäre eine gute Zeit, zurückzutreten und die Tür für Jüngere zu öffnen. Das Leben ist wie eine Rennstrecke: Man sollte nicht den richtigen Moment zum Wenden oder Halsen verpassen. Deshalb möchte ich jetzt als Stellvertretender Vorsitzender zurücktreten und den Kongress bitten, Ecky von der Mosel zu meinem Nachfolger zu ernennen.“

Eckhard von der Mosel wurde als Nachfolger von Wolfgang Schäfer ins Amt des Vize-Vorsitzenden gewählt. Foto: segel-bilder.de

Das ORC folgte dem Vorschlag und wählte von der Mosel ins Amt. Der Kieler war Vorsitzender des ORC Race Management Commitee und bringt jahrezehntelange Erfahrung als Regatta-Organisator beim Kieler Yacht-Club mit – sowohl bei der Kieler Woche, internationalen Meisterschaften und der Ausrichtung des Blueribboncups.

Geleitet wird das ORC in den kommenden vier Jahren weiterhin von seinem Vorsitzenden Finzi (Italien). Daneben behält Jose Frers (Argentinien) sein Amt als stellvertretender Vorsitzender. Daneben wurden Thomas Nilsson (Norwegen) und Akis Tsalikis (Griechenland) als neue Mitglieder in das Management Committee gewählt.

Im Rückblick auf 2020 musste das ORC, dem inzwischen 35 Länder angehören, zwar den Verzicht auf sämtliche internationale Meisterschaften verkraften. Damit ging auch ein Rückgang der ORC-Zertifikate um 24 Prozent einher. Doch laut dem Schatzmeister Patrick Lindquist (Finnland) ist der der Verband finanziell solide aufgestellt. Und untätig waren die ORC-Verantwortlichen in der abgelaufenen Saison nicht. 15 Vorschläge zur Verbesserung der Vermessungsformel gingen ein. Designer, Programmierer und Technologie-Experten sind inzwischen damit beschäftigt, sowohl Foil-Konfigurationen in die Formel einzuberechnen als auch eine ORC Multihull Rule (ORC mh) zu erstellen, die in der kommenden Saison versuchsweise angewendet werden soll. Weitgehend unverändert werden dagegen die ORC-Formeln für die Einrümpfer und Superyachten bleiben.

Erfolgreich war im vergangenen Jahr die Ausstellung von ORC DH-Zertifikaten. Die Zweihand-Szene hat sich weiterhin stark entwickelt, und mit 2400 Zertifikaten in 2020 machen sie rund ein Drittel der gesamten ORC-Flotte aus. Gelegenheit zum internationalen Leistungsvergleich gibt es im kommenden Jahr aller Voraussicht nach wieder bei internationalen Meisterschaften. So soll die Europameisterschaft aus 2020 im Mai 2021 vor Capri/Italien nachgeholt werden. Die Weltmeisterschaft 2021 soll vom 6. bis 14. August vor Tallinn/Estland ausgetragen werden. Das Meldeportal auf Manage2sail ist bereits geöffnet und in den drei Gruppen liegen inzwischen über 75 Meldungen – vorrangig aus dem baltischen und skandinavischen Raum – vor.