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Oceanis Yacht 54: Easy Sailing

Neben den reinen Oceanis-Modellen unterhält Beneteau eine Produktlinie, die den Namen Oceanis Yacht trägt und in der die Fahrtenschiffe der Werft eine Heimat finden. Vorerst zeigt sich nur das Flaggschiff Oceanis Yacht 62 unter Segeln, doch der Stapellauf eines zweiten, etwas kleineren Modells ist schon in Aussicht gestellt. Er soll während der Cannes Boat Show im September 2020 stattfinden. Wie bei ihrer großen Schwester ist auch die neue 54-Fuß-Yacht voll auf Komfort gepolt. Dazu gehören ein hochwertiges und großzügig gestaltetes Interieur, ein geräumiges Cockpit, in dem vor allem die Gäste viel Bewegungsfreiheit genießen, und barrierefreie Übergänge, die den Wechsel vom Außen- in den Innenbereich so angenehm wie möglich gestalten.

Ebenso wichtig ist eine leichte Manövrierfähigkeit, denn die Yacht soll trotz ihrer 17 Meter Länge von einer kleinen Mannschaft handelbar bleiben. Möglich wird das durch ein ausgetüfteltes Deckslayout, das den Skipper in die Lage versetzt, alle Segel auch vom Steuerstand aus zu bedienen. Im Hafen kann er zudem auf die Unterstützung durch das optionale Dock-&Go-System bauen, welches das Manövrieren unter Motor auf engem Raum erleichtert. Dazu gehören ein Bugpropeller und ein um 360° schwenkbares Saildrive-Antriebssystem, die mittels Joysticks bedient werden.

Beim Segeln hilft ein durchdachtes Deckslayout mit zwei Winschenpaaren auf jeder Schiffsseite. Alle sind in Reichweite des Skippers montiert. Da die Fock auf einer Selbstwendeschiene sitzt und das Großsegel ohne Traveller auskommt, kann die Oceanis Yacht 54 sogar solo gesegelt werden. Statt Traveller gibt es eine gespreizte Großschotführung, deren Fußblöcke auf einem Targabügel über dem Niedergang verankert sind. Diese Schotführung hält das Cockpit frei von Leinen und gewährt einen bequemen Einstieg in den Salon. Da der Aufbau flach und nahezu plan angelegt ist, können die Flächen beiderseits des Niedergangs zum Sonnenbaden genutzt werden. Passende Polster hingelegt, und fertig sind die Liegewiesen.

Weitere Bereiche findet man auf dem Vordeck, das mit Flush-Luken ausgestattet ist, und auf der großen Badeplattform, sobald diese herabgelassen wurde. Dann gibt sie auch den Zugang zur Dinghi-Garage frei, einem geräumigen Stauraum unterhalb des Cockpitbodens, der Platz für ein aufblasbares Beiboot von 2,40 Metern Länge gewährt.

Das Schiffsinnere zeichnet sich durch helle und luftig gestaltete Räume aus. Dank zahlreicher Luken und Fenster kommt viel Licht und Luft in die Räume. Für die Möblierung stehenNussbaum- und Eichenholz zur Auswahl. Bezüglich der Kabinenaufteilung bietet Beneteau zwei verschiedene Lösungen an, eine mit drei Kabinen und zwei Bädern, die andere mit drei Kabinen und drei Nasszellen.

Technische Daten:

Konstruktion: Biscontini Yacht Design
Design: Lorenzo Argento
Lüa: 17,16 m
Rumpflänge: 15,98 m
LWL: 15,40 m
Breite: 5,00 m
Tiefgang Standard: 2,50 m
Verdrängung: 16,6 t
Ballast Standard: 4,5 t
Wassertank: 720 l
Treibstofftank: 400 l
Motor (Saildrive) Standard: 80 PS
Motor (Saildrive Dock & Go, optional): 80 PS
Groß: 83 m²
Selbstwendefock: 56 m²
Rollgenua: 70 m²
Code 0: 135 m²
Gennaker: 260 m²
Infos: www.beneteau.com

Nordseewoche: Pantaenius Rund Skagen findet statt

Die Langstrecken-Regatta Pantaenius Rund Skagen wird stattfinden, aber mit Änderungen bei Startort und Crewzusammensetzung. Die Organisatoren der NORDSEEWOCHE können den Teilnehmern damit einen Teil des eigentlich geplanten Programms anbieten. Der Rest der NORDSEEWOCHE findet allerdings nicht statt, da der Hafen von Helgoland für Sportboote gesperrt bleibt. „Entscheidungen zu Corona-bedingten Maßnahmen sind für Außenstehende nicht immer verständlich. Die Bürger von Helgoland werden aber sicher gute Gründe haben, weswegen sie die Segler erst nach Pfingsten wieder in ihren Hafen lassen wollen,“ sagt Organisationsleiter Marcus J. Boehlich. Somit ist Helgoland erstmals nicht Startpunkt für die Offshore-Regatta Pantaenius Rund Skagen, die nun vor Cuxhaven angeschossen wird und damit 545 Seemeilen lang ist. 

Ein weiteres Zugeständnis an die aktuelle coronabedingte Lage und den Schutz vor möglichen Infektionen ist, dass die Langstrecke ausschließlich als Double-Hand-Regatta, sprich mit zwei Seglern pro Boot, gesegelt werden darf. Der Start ist für Pfingstmontag, 1. Juni 2020, um 10 Uhr geplant. Die Insel Helgoland muss auf dem Weg nach Skagen an Backbord, also links liegengelassen werden. Das Ziel bleibt, wie bisher geplant, Kiel-Schilksee. „Die NORDSEEWOCHE ist bekannt dafür aus der gegebenen Situation immer das Bestmögliche zu machen. Das heißt, alles für den Segelsport und im Besonderen für die Regattasegler zu tun. Die NORDSEEWOCHE 2020 sendet jetzt das wichtige Signal: Es geht wieder los!“, sagt Wettfahrtleiter Albert Schweizer.

Mit ihren nun 545 Seemeilen gilt die Offshore-Regatta Pantaenius Rund Skagen als eine der härtesten Langstreckenregatten Europas. Sie findet im Rahmen der NORDSEEWOCHE, immer im Wechsel mit dem Edinburgh Rennen nach Schottland, alle zwei Jahre statt.
„Ganz besonders möchten wir uns an dieser Stelle bei der Wettfahrleitung bedanken, die es unter sehr herausfordernden Umständen möglich gemacht hat, eine Regatta auf die Beine zu stellen. Wir sind stolz darauf, Teil des Teams zu sein und die traditionsreiche Langstrecke Rund Skagen für Segler auch in diesem Jahr erlebbar zu machen“, sagt Daniel Baum, Geschäftsführer von Pantaenius.

Auf der Website der Nordseewoche kann für die Langstrecke Pantaenius Rund Skagen gemeldet werden: nordseewoche.org/melden/nordseewoche-helgoland-melden

Die Route von Pantaenius Rund Skagen führt über circa 545 Seemeilen von Cuxhaven nach Kiel Schilksee – real und virtuell. Grafik: Pantaenius / Hinnerk Bodendieck

Nordseewoche virtuell

Erstmals können alle an Land gebliebenen in diesem Jahr virtuell am Highlight der deutschen Offshoresegler teilnehmen. Mit Hilfe der Software Virtual Regatta, die sowohl auf Computern als auch auf Mobilgeräten wie Smartphone oder Tablet genutzt werden kann, können alle Interessierten kostenlos teilnehmen. Wer die Regatta erfolgreich beenden möchte, muss sich mit den unterschiedlichen Gegebenheiten der drei zu bezwingenden Reviere Nordsee, Skagerrak und Ostsee genau auseinandersetzen. Geschicktes Taktieren unter Einbeziehung von aktuellen Wetter- und Gezeitendaten ist dabei unerlässlich, egal ob virtuell oder real. 
Um die Software am Computer nutzen zu können muss lediglich im Internetbrowser die Website virtualregatta.com aufgerufen werden. Um auf mobilen Endgeräten mitsegeln zu könnnen, muss zuvor die App Virtual Regatta Offshore aus dem Apple Appstore oder dem Google Play Store heruntergeladen werden. Alle Informationen rund um die virtuelle Teilnahme können unter www.pantaenius.com/de-de/aus-der-praxis/pantaenius-rund-skagen nachgelesen werden.

Die Preisverleihung der realen und der virtuellen Ausgabe von Pantaenius Rund Skagen soll, so es die gesetzlichen Bestimmungen erlauben, ganz real und der Tradition der Nordseewoche folgend, im November in Hamburg stattfinden.

Einen weiteren Höhepunkt der NORDSEEWOCHE stellt normalerweise der Capitell Cup Rund Helgoland dar, der in diesem Jahr jedoch wegen der Hafensperrung auf Helgoland ausfallen muss. Erstmals wird aber auch diese Regatta virtuell veranstaltet. Im Unterschied zur Langstrecke Pantaenius Rund Skagen, wird beim Capitell Cup Rund Helgoland nicht die Offshore- sondern die Inshore-Variante von Virtual Regatta benötigt. Alle Infos dazu können auf der Nordseewoche-Website nachgelesen werden.

“Diese ungewöhnliche Aktion ist nur dank der Unterstützung der Partner der NORDSEEWOCHE möglich, insbesondere Pantaenius, der Capitell AG und der Messe boot Düsseldorf, die auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Nordseewoche stehen”, heißt es von Seiten der Veranstalter.

METS mit neuer Führung

Niels Klarenbeek ist 42 Jahre alt und seit Jahren Wassersportler. In seiner Freizeit segelt er mit seiner Frau und zwei Kindern auf den friesischen Seen. Klarenbeek hat Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Hanze studiert und hatte verschiedene Funktionen im Vertrieb und in der Geschäftsentwicklung inne, darunter fünf Jahre Vertrieb für die weltweit führende Fachmesse für Prozess-, Trink- und Abwasser Aquatech. Neben der METSTRADE wird Niels Klarenbeek auch eng mit IBEX zusammenarbeiten. IBEX ist die größte technische Fachveranstaltung der Schiffsindustrie in Nordamerika. „Ich arbeite seit mehreren Jahren eng mit Niels zusammen und habe großes Vertrauen in ihn”, sagt Bas Dalm, Executive Vice President für Ausstellung und Vertrieb bei RAI Amsterdam. „Er ist ein Konnektor, sieht Chancen und mit seiner Ausstellungserfahrung und Leidenschaft für die Branche hat die maritime Freizeitbranche einen starken Botschafter.” Niels Klarenbeek: „Ich freue mich sehr, diese Gelegenheit erhalten zu haben, Direktor der METSTRADE zu werden. Ihr weltweit anerkannter Ruf, das umfassende Konzept unter einem Dach und die einzigartige Atmosphäre sind Facetten, die ich über viele Jahre hinweg respektiert habe.” Klarenbeek hat seine neue Position am 14. April angetreten.

www.metstrade.com

Ultramarin erwirbt Bente Yachts

Der Hamburger Insolvenzverwalter Dr. Hendrik Heerma von der auf Sanierungen spezialisierten Sozietät FRH Finck Rinckens Heerma Rechtsanwälte – Steuerberater hat in dem bisherigen dreimonatigen Verfahren die Bente Yachts Gruppe vollumfänglich weitergeführt und erfolgreich an Ultramarin Meichle + Mohr, Kressbronn/Bodensee, veräußert. Die Käuferin Ultramarin wurde in diesem Prozess durch den Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Jürgen Blersch von der BGP Blersch Goetsch Partnerschaftsgesellschaft Insolvenzverwaltungen mit Sitz in Wiesbaden vertreten. Beim Kaufprozess standen Sorgfalt, die Sanierung des Unternehmens und die Übernahme der Mitarbeiter, die im hohen Maße den Spirit der jungen Bootsmarke transportieren, an erster Stelle. Sonja Meichle leitet zusammen mit ihrem Vater Deutschlands größten Binnenyachthafen, Ultramarin, die Meichle + Mohr Marina, mit rund 1.500 Liegeplätzen in Kressbronn am Bodensee. Ergänzend dazu ist die Mutter von zwei Kindern Vizepräsidentin des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft in Köln und verfügt über ein abgeschlossenes VWL-Studium. Ultramarin vertreibt seit Anfang an erfolgreich die Marke Bente. Durch die Erfahrung im Yachtsport sowie die unternehmerische Expertise von Ultramarin möchte das familiengeführte Unternehmen zukünftig das vollständige Potenzial von Bente ausschöpfen und das eigene Portfolio erweitern. Ultramarin hat Christian Daum von der Bente Yachts GmbH für die Schlüsselfunktion Head of Bente Yachts gewinnen können. Ultramarin, die Meichle+Mohr Marina gehört zur Meichle+Mohr Firmengruppe und hat die Rechte der jungen Werft aufgekauft, um die Modellpalette fortzuführen. Die bereits beauftragten Segelboote in der Werft Yacht Service Polen mit Sitz in Stettin werden fertiggebaut und können ausgeliefert werden. Kunden, die eine Bente 24 bestellt haben und nicht vom Kauf zurückgetreten sind, sollen ihre Boote diesen Sommer ohne Verluste erhalten. Georderte Bente 39 sollen bis zum Sommer 2021 fertiggestellt werden. Somit bleibt die Bente 24 Schwerpunkt des Geschäfts, begleitet von der Bente 39 und zukünftig erweitert um die Bente 28. Eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit mit dem bisherigen Design- und Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk & co. wird angestrebt. Geplant sind ferner Optimierungen im Qualitätsmanagement, kleinere Anpassungen im Produktionsablauf und der Ausbau des Händlernetzes. Vorbehaltlich der Zustimmung der Gläubigerversammlung werden ab dem 01.07.2020 wieder alle Modelle der Boote der Marke Bente bestellbar sein. Der Geschäftssitz wird zukünftig am Bodensee liegen.

Befoil 16 Sport: Nur fliegen ist schöner

Sie heißt Befoil 16 Sport, ist ein Entwurf des renommierten Design-Büros VPLP und kann (je nach Ausstattungspaket) entweder recht komfortabel oder extrem sportlich agieren.

In der Basic-Version ist sie mit Schwertern und normalen Ruderblättern ausgerüstet und gleicht einem konventionellen Kat. Bei Easy und Comfortable gibt es Ausleger bzw. Trampolin-Wings dazu und besagte Foils. Eine vierte Ausstattungs-Variante kommt ohne Wings aus, erhält aber Foils und Doppel-Trapez, und wird unter dem Namenszusatz Sporty vermarket.

Ausgestattet mit den Foils, hebt sich der Kat aus dem Wasser heraus und zischt los. Laut Werft passiert das bereits bei acht Knoten Wind bezieungsweise knappen drei Beaufort. Getakelt wird er mit Alu-Rigg, Selbstwendefock und Fathead-Großsegel. Diese beiden Segel gehören zum Standard, wohingegen der Roll-Gennaker als Option gilt.

Der Standort von Befoil ist Lorient in der Bretagne. Für die Fertigung der GFK-Rümpfe wird Epoxy verwendet.

Technische Daten:

Länge: 4,87 m
Breite: 2,50 m; mit Flügeln: 4,34 m
Gewicht: 175 kg
Mastlänge: 8,50 m
Groß: 14 m²
Fock: 3,7 m²
Preis für die Basic-Version: ab 24.782 Euro
Infos: www.befoil.com

Buch: „Luft Holen“ von Santiago Lange

Am 16. August 2016 verblüffte Santiago Lange die Sportwelt, als er gemeinsam mit Cecilia Carranza die Goldmedaille im Segeln bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewann. Er war 54 Jahre alt, es waren seine sechsten Olympischen Spiele, und er kämpfte gegen ungeheure Widerstände. Sein Sieg war eine unvergleichliche Demonstration seines Kampfgeists – kaum ein Jahr nach einer Krebsoperation, bei der ihm ein Lungenflügel entfernt werden musste. Santiago Lange bescherte dem Segelsport eine Sternstunde, die unvergessen bleibt. Doch wie schaffte er es bloß, in so kurzer Zeit wieder auf die Beine zu kommen? Und wieso kämpft er weiter, obwohl sein Körper, seine Freunde und seine Familie meinen, dass es Zeit sei aufzuhören? Das Buch „Luft Holen“ erscheint am 27.5.2020.

Santiago Lange – „Luft Holen“, 240 Seiten, 24 Euro, ISBN-13 9783710500299, Pantauro Verlag

Sport zu Corona-Zeiten

Für die DSV-Kaderathleten ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie sich trotz der Krise und ohne die Möglichkeit, auf das Wasser zu gehen, fit halten. Schließlich wollen und sollen sie Top-Leistungen bringen, wenn die Regatten wieder anlaufen. Aber auch Breitensportler sollten darauf achten, dass sie jetzt in Bewegung bleiben – auch wenn Segeln nicht möglich ist, Sportstätten geschlossen und Vereinsaktivitäten untersagt sind.

„Der Athletik-Aspekt beim Segeln wird oft unterschätzt. Spitzensegler sind auch Hochleistungs-Athletiksportler. Und die Kaderathleten sind von den Trainern natürlich bestens mit individuellen Athletikprogrammen für zuhause ausgestattet“, sagt Prof. Weisser, gleichwohl können Kräftigungs- und Ausdauerübungen den Sport auf dem Wasser nicht komplett ersetzen: „Die Koordination an Bord, die Manöverabläufe und auch das Gleichgewicht müssen ständig geübt werden, um sich zu verfestigen – selbst bei Sportlern, bei denen das schon in Fleisch und Blut übergegangen zu sein scheint. Ein Athletiktraining kann das nur bedingt kompensieren.“

Für Breitensportler, die kein individuelles Programm im Köcher haben, gibt Prof. Weisser einige allgemeine Hinweise, die helfen können, durch die Corona-Zeit zu kommen, das Wohlbefinden stärken und mitunter sogar das Immunsystem unterstützen können. Übertriebener Ehrgeiz ist dabei indes zu vermeiden. Herzerkrankungen, Atemnot aber auch Gelenk- und Muskelschmerzen bei gymnastischen Übungen sind Schranken bzw. Warnhinweise des Körpers, die es zu beachten gilt.

Kräftigungsübungen lassen sich ohne großen Aufwand realisieren. Foto: Tom Körber

„Zur Kräftigung der Rumpfstabilität – bei Seglern ist insbesondere die Bauch- und Rückenmuskulatur wichtig, aber auch der Arm- und Beinmuskulatur sind täglich fünf bis sieben Übungen in einer Wiederholung von jeweils zehn- bis 15-mal sinnvoll. Damit ist man in zehn bis 15 Minuten durch. Liegestütze, Unterarm-Stütze, Diagonal- und Seitstütze, Kniebeugen und Becken-Hebeübungen sind hierfür sehr geeignet, da man keine zusätzlichen Geräte benötigt“, sagt Weisser. Eine gute Übungsreihe ist vom DSV-Athletiktrainer Hanspeter Lange konzipiert worden und auf der DSV-Seite unter dem Artikel „Winterzeit = Fitnesszeit“ einzusehen.

Für den Ausdaueraspekt lautet nach Prof. Burkhard Weisser die Faustregel, dass mit 150 Minuten Ausdauersport in der Woche ein sehr guter Trainingseffekt zu erzielen ist. Wie diese Zeit aufgeteilt wird, sei nicht entscheidend: „Auch eine Einheit von fünf bis zehn Minuten bringt einen Effekt. Laufen, Radfahren oder eine Einheit auf dem Ruderergometer sind natürlich sehr gut. Aber auch Treppengehen kann man zum Ausdauersport zählen. Das bringt vielmehr als nur Spazierengehen. Zehn Etagen täglich in zügigem Schritt sind schon eine gute Belastung.“ Trotz der Corona-Epidemie rät der Sportmediziner dazu, soweit es geht, Sport an der frischen Luft zu betreiben. „Frische Luft, die Vitamin-D-Produktion in der Sonne ankurbeln, dazu Sport und auch gesunde Ernährung, also drei- bis fünfmal täglich Obst oder Gemüse, stärken das Immunsystem – ein sehr wichtiger Schutz in diesen Zeiten.“

Pogo 44: Schick, schnell und flexibel

Der Entwurf der gut 13 Meter langen Yacht wurde wieder einmal an das Finot-Conq-Designteam vergeben, mit der Maßgabe, einige typische Charakteristika bereits eingeführter Pogo-Modelle zu übernehmen, um so die Familienzugehörigkeit zu betonen.

Die Werft selbst, die an der tidenstromumtosten, gleichzeitig wunderschönen bretonischen Küste produziert, spricht von Family-Spirit und meint damit, dass allen Familienmitgliedern derselbe Geist innewohnen soll, dessen Grundlage eine ausgewogene Mischung aus Leistungsstärke, modernem, trendigem Aussehen, Wohnlichkeit unter Deck und Flexibilität im Hinblick auf Tiefgang bildet. Das gilt für alle Modelle der Cruiser-Range, in die sich auch die neue Pogo 44 einreihen soll.

Neben typischen Charakteristika wie einem geringen Gewicht dank Vakuum-Infusion, einem flachen Rumpf mit superflachem Unterwasserschiff und voluminösem Vorschiff, einem breiten Heck und Doppelruder-Anlage findet man auf der Neuen etliches, das explizit von der ebenfalls noch sehr jungen Pogo 36 übernommen wurde – darunter die nach vorn gerichteten Salonfenster, die vor allem Langfahrtseglern gefallen, da sie einen guten Überblick ermöglichen, ohne dass man die Kajüte verlassen muss. Eine besonders sportliche Note steuern die beiden Pinnen bei, auch sie kennt man schon von der 36. Ganz nebenbei entsteht durch das Weglassen von Steuerrädern Platz für einen Cockpittisch.

Weil man die Pogo 44 auch mit kleiner Crew oder sogar einhand manövrieren können soll, sind alle Winschen und Klemmen – sogar die Schot-Winden – achtern auf dem Kajütdach angeordnet. Mit etwas Übung können Halsen, Wenden und Reffvorgänge so allein erledigt werden. Beim Rigg stehen zwei Versionen zur Auswahl: ein Alu-Rigg mit Backstagen oder ein Carbon-Rigg ohne, das es erlaubt, ein im Topp weit ausgestelltes Großsegel zu fahren.

Für den Innenausbau bietet Pogo-Structures gleich drei Lösungen an. Alle haben zwei Achterkabinen unter dem Cockpitboden und wahlweise eine oder zwei Vorschiffskajüten und eine oder zwei Nasszellen. Die Saloneinrichtung bleibt stets gleich. Auf der Steuerbordseite liegt die Küchenzeile, Backbord wird gegessen. Die L-förmige Sitzrunde samt rechteckigem Tisch und Sockel für den Schwenkkiel ist groß genug für vier bis fünf Personen, zumindest, wenn der Hocker dazugestellt wird. Zum Navigieren setzt man sich ans achtere Ende des Sofas, denn dort ist der Kartentisch aufgebaut.

Technische Daten:

Konstruktion: Finot-Conq
Lüa: 13,55 m
Rumpflänge: 12,80 m
Breite: 4,50 m
Tiefgang (Schwenkkiel): 1,38 bis 3,10 m
Verdrängung: 5,9 t
Motor: Volvo, 50 PS
Groß:51 m²
Fock: 50 m²
Stagsegel: 30 m²
Gennaker: 150 m²
Preis: ab 323.341 Euro
Infos:www.pogostructures.com

Sparen mit B&Gs C-MAP-Aktion

B&G, Hersteller von Navigations-, Autopilot-, Radar- und Kommunikationslösungen für die Schifffahrt, bietet Kunden beim Kauf eines Geräts mit einer C-MAP MAX N+ Karte einen Rabatt von bis zu 300 Euro auf ausgewählte Kartenplotter.

Die neueste Version der C-MAP MAX N+ Karte bietet eine Vielzahl von Aktualisierungen und Verbesserungen. Zu den Verbesserungen der neuen Version dieser Karten gehören detaillierte Hafenpläne sowie zusätzliche Details zu vorhandenen Häfen, Easy Routing und detailliertere Informationen auf allen Zoomstufen. Die neue Version der Local MAX N+ Karten soll außerdem bis zu dreimal so viel Abdeckung wie die Vorgängerversionen bieten.

Die in diesem Angebot enthaltenen Produkte sind die “Vulcan”-Plotter in 7, 9 und 12 Zoll, sowie die “Zeus 3”-Plotter in 7, 9, 12 oder 16 Zoll. Bei den “Vulcan”-Plottern werden maximal 200 Euro erlassen, bei den “Zeus 3”-Plottern bis zu 300 Euro.

Das Angebot gilt bis zum 31. Mai 2020 bei teilnehmenden Händlern. Ausführliche Informationen zu den Geschäftsbedingungen der Kampagne finden Sie unter: www.bandg.com/de-de/cmapoffer

Wetter-Routing aus dem Homeoffice

WetterWelt Diplom-Meteorologe und Wetterrouter Sebastian Wache analysiert und erklärt (aus dem Homeoffice) von nun an in regelmäßigen Abständen die Wetterlage. Die Videos richten sich vor allem an die Segler in der Karibik, aber auch alle anderen Wetterinteressierten sind herzlich eingeladen.

Champions League muss umplanen

Der zweite Qualifier wird bei seiner Neuansetzung wieder auf J/70-Booten gesegelt. Ursprünglich war erstmals in der SCL der Einsatz der Bootsklasse RS21 geplant, was jedoch nur durch eine Einbindung in die Travemünder Woche ermöglicht wurde.

Die terminliche Ansetzung dieses Qualifiers als auch die noch ausstehende Bekanntgabe des Alternativtermins für den bereits verschobenen ersten SCL-Qualifiers in Marienhamn, Finnland, erfolgen unter genauer Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und den ausrichtenden Clubs.

Von diesen Neuansetzungen unberührt bleiben bis auf Weiteres der dritte Qualifier in St. Petersburg, Russland, vom 13. bis 16. August sowie das Finale in Porto Cervo, Italien, vom 24. bis 27. September.

„Die sportlichen Rahmenbedingungen sowie die Zuteilung der Vereine auf die drei Qualifier ändern sich nach aktuellem Stand nicht“, sagt Anke Lukosch, die sportliche Leiterin der SCL. „Wir setzen alles daran, allen für die Sailing Champions League qualifizierten Clubs die Teilnahme an dieser hochkarätigen Rennserie zu ermöglichen.“

Bremerhaven plant „Lütte Sail“

Nachdem nun auch die alle fünf Jahre stattfindende Sail Amsterdam 2020 abgesagt wurde, möchte der Oberbürgermeister von Bremerhaven, Melf Grantz dennoch versuchen, die normalerweise ebenfalls alle fünf Jahe stattfindende Sail Bremerhaven auf das nächste Jahr zu verschieben. „Auch wenn ich es sehr bedauere, dass nun auch die Sail Amsterdam abgesagt werden musste, war damit zu rechnen. Bedauerlicherweise werden die Amsterdamer nicht verschieben. Dennoch bin ich doch sehr dafür, dass wir in Bremerhaven wenigstens eine ‚Lütte Sail‘ im August des nächsten Jahres feiern können.“

Bremerhaven habe mit der „Lütten Sail“ 2008 gute Erfahrungen gemacht, erklärt der Oberbürgermeister, „an die wollen wir anknüpfen.“ So stelle er sich vor, dass das bisher im Mai stattfindende Seestadtfest auf den August verschoben wird und als Lütte Sail ein außergewöhnliches maritimes Fest werden könne. „Die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener lieben die Sail und viele haben auf die Sail dieses Jahr hingearbeitet. Ich fände es sehr schade, wenn wir nächstes Jahr keine Sail mehr veranstalten könnten. Auch wenn aufgrund der Corona- Pandemie nicht ganz so viele große Schiffe zu erwarten sein dürften, sollte es uns gelingen, ein schönes maritimes Fest zu feiern.“ Grantz hofft, dass der „Lütten Sail“ viele Sponsoren der Sail 2020 erhalten bleiben. „Ich habe heute mit dem Präsidenten des Senats Andreas Bovenschulte gesprochen, der uns seine Unterstützung zugesagt hat.“ Die Sails in Bremerhaven sind gemeinsame Veranstaltungen des Landes Bremen und der Stadt Bremerhaven. Jetzt müsse eine Vorlage für den Senat und Magistrat erarbeitet werden, um die Weichen für eine „Lütte Sail 2021“ zu stellen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen werden und ich lasse mir meinen Optimismus für die Lütte Sail 2021 nicht nehmen“, so Grantz.

www.bremerhaven.de