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Fareast 28R-WM vor Laboe

Vom 10. bis 16. August 2020, also direkt im Anschluss an die Olympischen Segelwettbewerbe in Tokio, wird die WM der internationalen Klasse in der Baltic Bay-Marina in Laboe gastieren. Deutschland ist in den Fokus der Klasse gekommen, da das Unternehmen Diamond Yachts im Yachtzentrum Baltic Bay die Deutschland-Vertretung für Fareast-Yachten übernommen hat und ganz frisch eine 28R auf der Kieler Förde im Einsatz hat.

Erwartet wird eine Flotte von ca. 40 Booten. „Wir haben die Bau-Nummer 410 bei uns. In Deutschland ist die Klasse gerade am Wachsen, in Schweden ist sie schon sehr aktiv. Die größten Flotten gibt es in China und Australien“, berichten Dines Pontoppidan und Finn Heeg von Diamond Yachts. Um die Anreise für internationale Teilnehmer noch attraktiver zu machen, wird der KYC die Fareast 28R vor der WM als eigene Klasse im Rahmen der Kieler Woche 2020 starten lassen. Die Boote können also ab Mitte Juni an die Kieler Förde überführt werden, um dann bis zur WM im August in Laboe ihren Standort zu beziehen.

Dirk Ramhorst (Leiter Regattaausschuss des KYC) freut sich schon jetzt auf die Klasse: „Wir freuen uns, dass wir die Fareast neben der Weltmeisterschaft auch als Klasse zur Kieler Woche dabei haben werden. Das bietet den Seglern eine gute Gelegenheit, sich mit dem WM-Revier vertraut zu machen. “ Demolar DU, der Präsident der internationalen Klassenvereinigung ergänzt: „Wir freuen uns sehr, den Kieler Yacht-Club als Veranstalter für unsere Weltmeisterschaft 2020 gewonnen zu haben. Die Fareast 28R-Weltmeisterschaft kehrt nicht nur nach Europa zurück, sondern wird auch in ehemals olympischen Gewässer gesegelt, in denen schon so viele Meisterschaften stattgefunden haben.“

Die Fareast 28R ist ein rasantes Sportgerät, deren WM 2017 in Europa (Schweden) geegelt wurde. Die Neun-Meter-Yacht ist mit einer Amwind-Segelfläche von 48 m² sowie einem satten 80 m²-Gennaker ausgestattet. Bei einem limitierten Crewgewicht von 410 kg wird das Sportboot in der Regel von fünf Personen gesegelt. Der Brutto-Grundpreis bei rund 50.000 Euro (inklusive Auslieferung).

Informationen zur Fareast 28R gibt es bei der Diamond Yachts GmbH (Tel. 04343-42270, www.diamond-yachts.de)

Fast geschafft: Ankunft der „Malizia“ in New York

Um kurz nach 14.00 Uhr deutscher Zeit twitterte Boris Herrmann ein Bild der 16-jährigen Greta Thunberg mit dem Kommentar „Angekommen“. Im Hintergrund zu sehen: die Küste New Yorks mit ersten Hochhäusern. Fast genau zwei Wochen nach dem Start in den Plymouth erreichte die Mailizia ihr Ziel. Noch befindet sich die Yacht allerdings einige Kilometer vom Hafen entfernt. Vor Coney Island, der südlichsten Spitze von Brooklyn, gingen Boris Herrmann, Pierre Casiraghi, Greta Thunberg, ihr Vater Svante sowie der Dokumentarfilmer Nathan Grossman mit der Hochseerennyacht für einen Zwischenstopp vor Anker, um Zoll- und Einreiseformalitäten zu erledigen. Abhängig von den Gezeiten würden sie dann frühestens gegen 14:45 Uhr – also 20:45 Uhr deutscher Zeit – in der North Cove Marina anlegen und an Land gehen, so Herrmann weiter auf Twitter. Kurz vorher sollen den Seglern dann 17 von den Vereinten Nationen geschickte Segelboote zur Begrüßung entgegenfahren, die jeweils für eines der UN-Nachhaltigkeitsziele stehen.

“Angekommen”, kommentierte Boris Herrmann ein ähnliches Bild, das er am frühen Nachmittag auf Twitter veröffentlichte © Jen Edney | Team Malizia

Die Reise hat Greta Thunberg anscheinend gut überstanden. Das Malizia-Team nahm während der Überquerung Rücksicht auf die Gäste und segelte auch gleich zu Beginn der Reise beispielsweise nicht auf direktem Weg nach New York, um schlechtem Wetter zu entgehen. Kritiker prangerten an, dass solch eine Reise für die junge Frau zu gefährlich sei, doch Greta schickte von Bord immer wieder Fotos und Videos, auf denen die sonst so ernste junge Frau lächelte. Ein Kernpunkt der Kritik lag im Reisezeitpunkt. Der Törn fand im August und damit in der Hurrikansaison statt. In der Regel beginnt die Zeit der Atlantiküberquerungen erst Ende November, wenn das Wetter stabiler wird und die Gefahr eines Tropensturms gering ist. Doch Boris Herrmann und das Mailizia-Team sind zu sehr Profis, um Greta Thunberg einem zu großen Risiko auszusetzen. So gestaltete sich die Überfahrt sehr entspannt für eine Reise auf einer Kohlefaser-Rennyacht. Kartenspiele, Leibesübungen und Diskussionen standen neben Navigation und Bootshandling auf den Tagesplan.
Auch wenn es hier und da zu lesen war, folgte der Imoca 60 kein Begleitboot. Auch wurde die Reise nicht von Flugzeugen überwacht.

Kritikpunkte der Reise

Die Klimafalle

Rund 100 internationale Journalisten waren in Plymouth vor Ort, um die halbstündige Pressekonferenz mit Boris Herrmann und Greta Thunberg live zu verfolgen. Die Mehrzahl von ihnen kam über den Londoner Großflughafen Heathrow und reiste mit der Bahn weiter. Allein dieser CO2 Verbrauch war um ein Vielfaches höher, als wenn Greta selber über den Atlantik geflogen oder wenn der Start ihrer Atlantiküberquerung nicht zum medialen Großereignis hochstilisiert worden wäre. Zudem fliegen Boris Herrmann und Pierre Casiraghi von New York zurück nach Europa. Doch Greta und ihrem Unterstützer Boris Herrmann ging es vor allem darum, Aufmerksamkeit für den drohenden Klimawandel zu erzeugen und ein wichtiges Signal zu setzen. Das ist ihnen gelungen.

Alles nur ein PR-Gag?

Besser hätte die Pressearbeit für Greta Thunberg und Boris Herrmann kaum laufen können. Ihr gemeinsames Segelabenteuer war das beherrschende Thema der Medien im August. In den sozialen Netzwerken summierten sich die Kommentare in die Tausende. Ernsthafte Diskussionen um das Für und Wider wurden jedoch leider immer wieder durch pure Hasskommentare gesprengt. Ein trauriges Bild des menschlichen Miteinanders zeichnete sich ab. Doch half es, das ernste Thema des Klimawandels weiter präsent zu halten. Die Reise war mehr als ein PR-Gag. Sie brachte den Segelsport in den Fokus und – noch wichtiger – führte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Klimawandel.

Wer weiß, wie strapaziös eine vierzehntägige Reise auf einem Imoca 60 sein kann, erkennt auch, dass der hohe persönliche Einsatz nur für den (kurzen) medialen Hype zu hoch gewesen wäre. Mit dem Komfort einer Atlantiküberquerung an Bord eines gut ausgestatteten Cruiser Racers hat Segeln auf einer Rennyacht wie der „Malizia“ wenig zu tun. Es ist nass, laut und ungemütlich – aber schnell. Greta wusste vor dem Törn, worauf sie sich einlässt. Und Boris Herrmann und dem Team „Malizia“ ist es gelungen, eine Aufmerksamkeit für ein professionelles Segelprojekt zu generieren, dass ihnen nicht nur in der Imoca Szene höchste Anerkennung beschert hat.

Gallionsfigur statt Vorbildfunktion

Mit ihrer Entscheidung, emissionsfrei über den Atlantik zu segeln, hat Greta Thunberg einen Transportweg gewählt, der nur wenigen Menschen möglich ist. Sowohl die Dauer der Reise als auch das Transportmittel sind außergewöhnlich und nicht nachzuahmen. Damit fällt es ihren Fans schwerer, sich mit ihr zu identifizieren und sie als Vorbild für das eigene, klimabewusste Handeln anzusehen. Einen zumindest ein bisschen komfortableren, aber durchaus langsameren Weg möglichst emissionsfrei über den Atlantik zu reisen, haben 36 junge Aktivisten aus verschiedenen europäischen Ländern gefunden. Sie reisen an Bord des klassischen Dreimasters „Regina Maris“, ausgestattet mit einem 400 PS Dieselmotor (!), ab Oktober nach Südamerika. Hier findet im Dezember in Chile die Weltklimakonferenz statt, zu der auch Greta Thunberg auf dem Landweg aus den USA anreisen wird.

GFK-Classics Maasholm 2019: Szene-Treffen unter neuem Namen

In gut einer Woche ist es wieder so weit: Von Freitag bis Sonntag kommen in Maasholm an der Schlei zahlreiche Eigner „klassischer“ GFK-Yachten zusammen, um ihre Kenntnisse und Erfahrungen rund um die Schiffe des klassischen, frühen Kunststoffbootsbaus auszutauschen.

Mit dem neuen Namen „GFK-Classics Maasholm“ findet das Treffen in diesem Jahr deshalb wieder unter der Leitung des Vereins GFK-Klassiker e.V. statt, nachdem der Verlag Delius Klasing im Frühjahr bekannt gab, in diesem Jahr die Veranstaltung nicht auszurichten.

Nach einer ersten Zusammenkunft und Begrüßung am Freitagabend geht es am Samstag im Rahmen einer kurzen Seeregatta – dem ClassicsRace – zunächst aufs Wasser. Anschließend finden dann die Präsentation der Yachten, das ClassicsOpen, sowie ihre Bewertung statt, bevor am Sonntag mehrere Auszeichnungen wie der GFK-ClassicsAward 2019 und der TörnAward 2019 verliehen werden.

Das Treffen der GFK-Klassiker wurde 2006 ins Leben gerufen, um den Austausch unter den Eignern zu fördern, die klassischen Kunststoffyachten verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und ihren Erhalt sicherzustellen. 2012 gründeten die Teilnehmer den Verein „GFK-Klassiker e.V.“.

Mehr Infos zum diesjährigen Programm und der Anmeldung zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite des Vereins.

Juniorenerfolge bei Laser- und 29er-EM

Bei der Juniorinnen-Europameisterschaft der Laser Radial in Dziwnów/Polen holte Julia Büsselberg Bronze in der Gesamtwertung. Direkt dahinter rangierte Laura Schewe. Nach einer Woche mit schwierigen Winden auf der Ostsee und wechselhaften Ergebnissen vergab Julia Büsselberg erst in der Schussphase der EM die Chance auf den Titel. Mit einem zweiten Platz und einem Tagessieg zum Abschluss schwang sich die Spanierin Ana Moncada zur neuen Junioren-Europemeisterin auf. Auch die Weißrussin Ekaterina Sanko machte noch einen Sprung nach vorn und wurde Vize-Europameisterin. Im deutsch-deutschen Duell um Bronze behielt Julia Büsselberg knapp den Bug vor Laura Schewe vorn.

Unter den 136 Laser Standard auf dem gleichen Revier nahe der deutsch-polnischen Grenze konnten sich die Deutschen in der Altersklasse der U19 gleich Gold und Silber sichern. Nico Naujok gewann die Wertung vor Philip Walkenbach. Naujok wurde in der Gesamtwertung Elfter, war hier bis zum zweiten Rennen der Finalrunde sehr stark unterwegs. Dann aber riss der Erfolgsfaden. In der europäischen U19-Wertung hatte er aber ein dickes Polster gegenüber Philip Walkenbach, der in der Gesamtwertung noch bis auf Rang 14 aufrückte und mit seinem Teamkollegen des German Sailing Team bei der U19-Siegerehrung auf dem Podium stand. Den EM-Titel in der Gesamtwertung sicherte sich der Grieche Anastasios Panagiotidis.

Die 29er trugen ihre Europameisterschaft mit 210 Startern auf dem Gardasee aus. Nach einer starken Finalserie sicherten sich die britischen Teams Ewan Wilson/Finley Armstrong und Freya Black/James Grummet einen UK-Doppelsieg. Jonas Schupp/Moritz Hagemeyer steigerten sich nach Rang neun in der Qualifikation noch auf den siebten Gesamtrang und waren damit beste Deutsche. Felix Neszvecsko/Maximilian Körner waren als 17. der Gesamtwertung das beste U17-Team. Moritz Dorau/Riko Rockenbauch wurden in dieser Altersklassen-Wertung Dritte (Gesamt-36.). Gleich drei Medaillen für Deutschland gab es zudem bei den Mädchen. Elena Krupp/Clara Borlinghaus siegten hier vor Laila Möbius/Emelie Hesse. In der U17-Wertung der Mädchen gab es zudem Gold für Katharina Schwachhofer/Elena Stoltze.

Interview zur „Allianz deutscher Segelmacher“: „Es geht um Qualität“

Was ist die „Allianz deutscher Segelmacher“?
Jens Nickel: Die Idee kam als Tinne (Christian Tinnemeier, Anmerk. d. Red.) und ich uns unterhalten haben und wir feststellten, dass uns einige Dinge ärgern: Das eine ist die Außendarstellung des Wettbewerbs. Wir sind nur noch wenige Betriebe, die ausschließlich in Deutschland fertigen, und viele unserer Wettbewerber versuchen sich das Image zu geben, in Deutschland zu fertigen, obwohl sie in Billiglohnländern herstellen. Wir möchten den Endverbraucher dafür sensibilisieren, da wir deutliche Qualitätsunterschiede sehen. Wir bilden unsere Azubis drei Jahre lang aus, damit sie sich Hintergrundwissen aneignen, und wir bessere Segel bauen können. Das gibt es in den Billiglohnländern nicht und das sollte man kommunizieren.

Wir brauchen mehr Leute. Wir haben momentan sehr lange Lieferzeiten. Das ist nicht akzeptabel.

Der zweite Punkt ist, dass es zu wenig Segelmacher gibt. Wir brauchen mehr Leute. Wir haben momentan sehr lange Lieferzeiten. Das ist nicht akzeptabel. Wir wollen daher auf den Beruf Segelmacher aufmerksam machen und zeigen, dass es ein toller Beruf ist.
Christian Tinnemeier: Wir können nur vernünftig ausbilden, wenn wir in Deutschland fertigen. Wir werden oft gefragt, ob wir tatsächlich in Deutschland fertigen und wo wir fertigen.
Jens Nickel: Wir sind momentan fünf Segelmacher in der Allianz: Co-Segel, Latsch Segel, Jan-Segel, Faber + Münker und Segelwerkstatt Stade. Wenn man auf die Messen in Düsseldorf oder Hamburg geht, sind dort 40 Wettbewerber und viele fertigen nicht zu 100 Prozent, oder gar nicht in Deutschland. Das ist dem Segler aber oft nicht klar.

Soll die „Allianz deutscher Segelmacher“ auch ein Qualitätssiegel werden?
Jens Nickel: Absolut! Wir haben den Begriff „Made in Germany“ vermieden, aber darauf zielt es ab.
Christian Tinnemeier: Es ist nicht korrekt dem Kunden gegenüber zu sagen, dass man ein deutscher Segelmacher ist, und nicht in Deutschland produziert. Das muss man offen kommunizieren und das machen viele nicht. Das finden wir nicht in Ordnung.

Gibt es denn Auflagen um als Segelmacher dabei zu sein?
Jens Nickel: Die Auflage ist, zu 100 Prozent in Deutschland zu produzieren. Ansonsten freuen wir uns über jeden, der mitmacht.

Und die Zulieferer sind egal, zum Beispiel wo das Tuch herkommt?
Jens Nickel: Wir kaufen unser Zubehör weltweit ein. Dass mit Dimension-Polyant der größte Tuchlieferant der Welt in Deutschland sitzt, ist Zufall. Das machen wir nicht zum Maßstab. Das Problem ist die Verarbeitung. Ein Beispiel: Wenn ein Segel ausgeliefert wird, ist der Stand des Segels für den Kunden schwer zu beurteilen, und ist meistens auch gut. Aber wie schnell verändert er sich? Das hat bei einem radial geschnittenen Segel etwas mit der Bahnbreite zu tun. Ob ich jetzt aber 40 oder 25 Bahnen eingenäht habe, das ist in dem Moment kein Kriterium für den Endverbraucher. Das ist aber nach zwei Jahren ein extremes Kriterium. Auf diese Punkte wollen wir hinweisen. Wir fertigen in Deutschland ganz anders als in den Billiglohnländern.

Worauf sollte ich achten, wenn ich ein qualitativ hochwertiges Segel haben möchte?
Christian Tinnemeier: Auf das Material zum Beispiel. Die Betriebe, die in Deutschland fertigen, machen das ganz deutlich: Die kaufen bei Dimension-Polyant oder Contender. Das sind die Hauptlieferanten. Das sind beides Betriebe, die in Deutschland fertigen oder teilfertigen lassen. Wenn man in Fernost kauft, kauft man manchmal „China-Ware“. Diese Produkte sind meist aus einfachem Polyester, einfach beschichtet und grob strukturiert. Dann ist es eine Frage weniger Jahre, bis das Material nicht mehr das leistet, was es leisten soll und trotzdem wird dem Kunden verkauft, dass es sich um hochqualitatives Tuch handelt.

Macht sich Qualität auch am Service fest?
Simon Henzel: Oft können Mitbewerber keinen guten Service mit Fachkenntnissen bieten. Die haben viele Verkäufer, die Segelsport betreiben, aber über die Fertigung an sich gibt es kaum Wissen. Wenn nicht ausgebildet wird, gibt es irgendwann nur noch Verkäufer mit kaufmännischer Ausbildung.
Jens Nickel: Wobei das eben ein interessanter Punkt ist: Viele gute Segler glauben, dass sie Ahnung vom Segelmachen haben. Das ist Zweierlei: Es ist Grundvoraussetzung ein guter Segler zu sein, um Segelmacher zu werden. Wenn man ein guter Segler ist, weiß man aber nicht zwangsläufig, was da beim Segelmachen passiert. Das ist ein sehr vielschichtiges Thema.
Christian Tinnemeier: Auch die Beratung ist ein ganz wichtiges Merkmal. Wenn wir potenzielle Kunden beraten können, dann werden sie später eigentlich zu 90 Prozent auch unsere Kunden. Wenn sie nur online anfragen, fallen wir durch die Preisschiene erstmal durch das Netz und kommen sowieso nicht zum Zuge. Aber gute Beratung heißt eben nicht das teuerste Produkt verkaufen zu wollen, sondern das Produkt, was für denjenigen richtig ist. Da gibt es aber genug Firmen, die empfehlen den Kunden lieber das teure Produkt – gibt ja mehr Umsatz.

Wie sieht das mit dem Preis aus?
Christian Tinnemeier: Er ist ein Thema, aber er ist nicht das Thema. Die Kunden, die bewusst fragen, wo wir fertigen, sind auch bereit mehr Geld auszugeben. Wenn es um zehn Prozent geht, sind die bereit das zu zahlen, wenn sie wissen, dass wir in Deutschland fertigen, sie einen vernünftigen Service bekommen, sie jederzeit anrufen und sagen können: „Ich habe ein Problem. Könnt ihr mir helfen?“ Und bei der Allianz ist die eine Idee auch zu sagen: „Liebe Kunden habt keine Angst, ihr könnt bei Simon, bei Jens oder auch bei mir anrufen.“ Und dann wird den Kunden geholfen. Unser aller Interesse ist, dass der Kunde glücklich ist, viel segeln kann und einen tollen Sommer erlebt. Das ist und muss unser Interesse sein. Das kriegen wir nur hin, wenn wir uns da mehr vernetzen und besser aufstellen.
Jens Nickel: Wir stellen ja hauptsächlich Unikate her, da kann keiner behaupten, er baut immer alles perfekt. Wenn jetzt vielleicht mal ein Mastrutscher verkehrt angenäht ist und das Schiff des Kunden liegt in Kiel, rufe ich Tinne an und sage ihm, dass er sich bitte ins Auto schwingen soll und sich um den Kunden kümmert. Dann spare ich mir vier Stunden Autofahrt und der Kunde ist glücklich. Und warum soll man so was nicht machen? Das war vor 20 Jahren unvorstellbar.

Wie geht es weiter, was sind eure Pläne für die Allianz?
Jens Nickel: Ich sage es mal so, wir sehen eigentlich noch zwei oder drei Firmen, die wir gerne in der „Allianz deutscher Segelmacher“ dabeihätten. Dann ist unser Kontingent, was wir an Mitbewerbern reinbekommen möchten, erschöpft.
Christian Tinnemeier: Theoretisch produzieren zehn Segelmacher im Sinne unserer Betriebsgröße in Deutschland. Es gibt auch noch, gerade im Osten und im Süden, viele Ein-Mann-Betriebe – das darf man nicht vergessen. Die sind aber nicht unbedingt das, was wir in der Allianz haben wollen, weil die zum Beispiel nicht ausbilden.

Weltmeister ist Liebling der Wähler

Mit einer überzeugenden Konstanz bei der WM in Quiberon/Frankreich hat sich Max Billerbeck das WM-Gold der Contender geschnappt. Ein Erfolg, auf den die deutschen Contender 14 Jahre haben warten müssen. Entsprechend wurde der WM-Titel in der Gemeinschaft gefeiert. Und auch bei der Wahl zum Segler des Monats zeigte sich die Begeisterung für Billerbeck. Über die sozialen Medien animiert, stimmte die Fan-Gemeinde für den Mann von der Elbe.

Auch Silas Mühle, der mit wechselnden Vorschoterinnen und in unterschiedlichen Klassen (Nacra 15, Nacra 17) gleich zweimal WM-Bronze der Junioren holte, hatte seine Gemeinschaft aktiviert. Über lange Strecken der Wahl gab es so ein Duell zwischen den WM-Medaillengewinnern.

Am Ende setzte sich Billerbeck mit 54 Prozent der Stimmen durch. Mühle kam auf knapp 44 Prozent. Dahinter konnten die weiteren zur Wahl stehenden Teams nicht mithalten.

Die Ergebnisse:
Max Billerbeck: 54, 01 Prozent
Silas Mühle: 43,83 Prozent
Knut Freudenberg/Nils Reichert: 1,35 Prozent
Luise und Helena Wanser: 0,81 Prozent

Schiffahrtsregatta im Sommer-Look

Bei leichten Winden fiel der erste Startschuss, wie immer stilecht von dem historischen dänischen Marinekreuzer „Lyra“ abgegeben. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die Yachten mit Code Zero oder großer Genua auf den Weg zur ersten Tonne. Allerdings schlief im Laufe des Tages der Wind immer mehr ein, so dass die Wettfahrtleitung entschied, die Bahn zu verkürzen. Doch während die großen Yachten bei immer schwächer werdenden Winden noch ins Ziel kamen, schafften 42 Schiffe der Flotte das auf 16.30 Uhr angesetzte Zeitlimit nicht mehr. Unter Motor ging es ins hyggelige Ærøskøbing, wo jede der eintreffenden Yachten in der Hafeneinfahrt mit dem Geläut einer großen Schiffsglocke begrüßt wurde. Im Hafen dicht nebeneinander liegend wurden alle Schiffe mit den Flaggen der Regatta und denen der teilnehmenden Firmen über die Toppen geflaggt.

Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote segelte auf der „Fleur de Mer“ die Schiffahrtsregatta mit. Foto: Hinrich Franck

Nach dem traditionellen Spaziergang durch den pittoresken kleinen Ort, angeführt von dem örtlichen Spielmannszug, versammelten sich alle Segler im eigens aufgebauten Festzelt am Hafen zur feierlichen Abendveranstaltung. Dieter Gast, Geschäftsführer von Peter Gast Shipping, betonte in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit des Miteinanders der maritimen Branche in einem schwierigen Marktumfeld. Die angespannte Sicherheitslage vor der Küste des Iran, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China und weitere Umweltschutzbestimmungen nannte er als aktuell größte Herausforderungen für die Schifffahrt. „Ich freue mich, dass wieder so viele internationale Gäste an der Regatta teilnehmen und unsere deutschen Teilnehmer ihre internationalen Partner eingeladen haben“, sagte er. „Nutzt alle diese Veranstaltung um miteinander zu sprechen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam den maritimen Wirtschaftssektor weiter zu stärken.“

Für große Begeisterung sorgte der rund 15-minütige Film von AquaTV über die Regatta, der mit wunderschönen Aufnahmen, zahlreichen Zitaten bekannter Teilnehmer des Rennens und der Organisatoren und einigen humorvollen Bildsequenzen für beste Stimmung bei allen Zuschauern sorgte. Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote nahm zum ersten Mal an der Traditionsveranstaltung teil und segelte auf der „Fleur de Mer“ von Jens Ruppert zusammen mit dem im Frühjahr neu gewählten NRV-Vorsitzenden Tobias König. Andy Grote betonte in seiner Rede den starken Zusammenhalt der Schifffahrtsbranche über Stadt- und Landesgrenze hinweg und lobte das gemeinsame Segeln und zusammen Sporttreiben als gemeinschafts- und identitätsstiftend. Marcus Boehlich (SVAOe), für seine faire Durchführung von Regatten, aber auch seine verbale Spitzfindigkeit berühmt, wurde nach 25 Jahren im Wettfahrt-Organisationsteam der Regatta mit großem Applaus verabschiedet und bekam von Christian und Dieter Gast ein Messing-Barometer als Dank für seinen Einsatz geschenkt.

Ein weiteres Highlight des Abends war der Vortrag von Profisegler Robert Stanjek, Skipper des Offshore Team Germany. Mit packenden Bildern von diesjährigen Rolex Fastnet Race gab er den Zuhörern einen spannenden Einblick in das Hochseesegeln auf einem Imoca 60. Mit diesen Schiffen, die dafür konzipiert sind, am ‚The Ocean Race‘, dem Nachfolger des Volvo Ocean Race, teilzunehmen, plant das Offshore Team Germany zum ersten Mal nach fast zwanzig Jahren wieder eine Yacht unter deutscher Flagge an die Startlinie zu bringen. „Wir wollen mit deutschen Talenten an der Seite von internationalen Profis an dem Rennen teilnehmen“, sagte Robert Stanjek. „Wir freuen uns über die Begeisterung, die wir überall, wo wir unser Projekt vorstellen, erfahren und hoffen auf ganz viel Support für unsere Kampagne, die unter dem Motto #made in Germany steht.“

Dieter Gast (links) freute sich, mit Robert Stanjek einen spannenden Vortragenden eingeladen zu haben. Foto: Hinrich Franck

Zum Abschluss der Preisverteilung kündigte Dr. Karsten Liebing (Geschäftsführer der Hammonia Reederei), zusammen mit Karsten Fach (Marine Service GmbH) an, dass es für die schnellste klassische Yacht einen neuen Preis geben wird. Dieser „Peter Gast Gedächtnis Preis“ ehrt den Mitbegründer und langjährigen Organisator der Regatta, der die Veranstaltung, die als Wettfahrt zwischen einigen Schifffahrtskaufleuten begann, in den vergangenen Jahrzehnten zu einem bedeutenden Network-Event der maritimen Branchen ausbaute.

Die traditionsreiche Schiffahrtsregatta, die größte privat organisierte Regatta in Deutschland, wird unter anderem von Besiktas Shipyard, BMW Niederlassung Hamburg, dem deutsch-norwegischen Schiffsklassifzierer DNV GL, Oldendorff Carriers, der Hamburger Sparkasse, der Berenberg Bank, SKF und SKF Marine, VHT, Brand Marine Consultants, Bosch Rexroth und der KPMG sowie der chinesischen Werft Zhoushan IMC-YY Shipyard & Engineering unterstützt.

Die Durchführung der Regatta wurde von den Wettfahrtteams der drei Vereine Kieler Yacht Club (KYC), Norddeutscher Regatta Verein (NRV) und Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne (SVAOe) geleistet.

SVK setzt auf breites Angebot

Die Sonne schien, das Gelände rund um das großzügige Clubhaus mit Gastronomie war mit Maritimem Flohmarkt, Wurst- und Eis-Verkaufstresen, mit Flaggen-Girlanden einladend für die Besucher gestaltet, am Steg lagen Optimisten, RS 500, C55 zum Probesegeln bereit, und auch die vereinseigene Yacht, eine Dehler 32, machte kurze Ausflüge auf die Innenförde. In Kooperation mit dem Verein „Meer bewegen“ konnten Interessierte zudem in die Möglichkeiten des Inklusions-Segelsport hineinschnuppern. Eine RS Venture mit behindertengerechter Ausstattung sowie eine 2.4mR konnten gesegelt werden.

Der Vereinsvorsitzende Ludwig Hinrichs freute sich, auf einen sehr rüstigen Verein blicken zu können. Rund 650 Mitglieder hat die SVK derzeit, 90 davon in der Jugendabteilung. Und im Gegensatz zu vielen anderen Clubs hat die SVK sogar ansteigende Zahlen: „Wir hatten im vergangenen Jahr ein Netto-Plus von 40 Mitgliedern“, so Hinrichs. „Vor allem die Erwachsenenschulungsgruppe wächst. Ein Erfolgsmodell ist das freie After-Work-Segeln, das wir zweimal in der Woche mit unserer Dehler 32 für Mitglieder ohne Boot oder interessierte Neueinsteiger anbieten.“ Gerade die Ausbildung genießt in der SVK eine große Tradition. Laut Hinrichs fußt die Ausbildungskonzeption des DSV auf den Erfahrungen der SVK.

Aber auch die Jugend ist bei der SVK höchst aktiv. Auf zwölf Trainer kann Jugendwartin Iris Brettschneider zurückgreifen, zehn Trainingseinheiten in den verschiedenen Klassen werden im Wochenverlauf angeboten. In Optimisten, Europe, Laser RS500 und C55 sowie einer Larsen23 sind die Jugendlichen unterwegs. Dafür verwalten sie ihren eigenen Jugendetat und sorgen für eine ständige Erneuerung der Flotte. Im Jubiläumsjahr hat sich die Abteilung zudem auf einem Traditionssegler für einen Sommertörn eingebucht. Und die Fahrt war in Windeseile ausgebucht.

Jüngstes Kind im Angebot der Segler-Vereinigung ist das inklusive Segeln. Dazu agieren die Kieler in einer Kooperation mit dem Verein „Meer bewegen“ vom Wittensee. Der junge Club hat sich vor vier Jahren gegründet und hat zwei RS Venture angeschafft, zudem eine 2.4mR geschenkt bekommen. Eine Venture und die 2.4mR liegen seit diesem Jahr bei der SVK. „Der Standort ist klasse – nicht nur seglerisch. Gerade die Erreichbarkeit durch den ÖPNV ist sehr gut“, sagt Thomas Preuhsler, der Zweite Vorsitzende von Meer bewegen. „Wir wollen diese Kooperation gern fortsetzen.“

Das sieht man bei der SVK genauso. Dreimal in der Woche wird inklusives Segeln angeboten, und es kommt sehr gut an. Deshalb soll das Angebot auch noch ausgebaut werden. Der Aktionstag zum 100. Geburtstag der SVK stand daher auch unter dem Motto: „Jede Meile zählt!“ Schnuppersegler wurden gebeten, pro gesegelte Meile einen Euro in den Spendentopf zu werfen. Ziel der Sammlung: Zur kommenden Saison soll eine weitere C55 angeschafft werden, die für das inklusive Segeln genutzt werden soll. „Bei den Special Olympics im vergangenen Jahr haben wir sehr gute Erfahrung mit der C55 gemacht, und das Boot würde gut in unser bisheriges Angebot passen“, sagt Iris Brettschneider, die in 2018 die Fäden für das Segelangebot bei den Special Olympics in Kiel in der Hand hatte. Die SVK sprüht in ihrem 100. Jahr eben nicht nur vor Ideen, sondern hat auch höchst engagierte Ehrenamtler in ihren Reihen.

HISWA te Water: Vom Schlauchboot bis zur Superyacht

Die Vorbereitungen für die HISWA te Water sind in vollem Gange. Viele Aussteller werden ihre Neuheiten auf exklusiven treibenden Pavillons präsentieren. Die Aussteller, die sich für einen Markenpavillon entschieden haben, sind Isloep, Interboat, Hanze, Aquatec, Prins Watersport, Mercury, Honda, Suzuki, Nimbus, Yamaha, SeaFury, Boot aan Stroom, Lengers, Saffier, Najad und Rapsody.

Breit und sehr variiert ist das Angebot an Segelyachten. Bavaria, jetzt wieder da, kommt mit einigen neuen Modellen, so wie auch Najad. Contest präsentiert die 42 CS und Swan zeigt zum ersten Mal die Swan 48. Noch eine Neuheit ist die Solaris 44. Auch Bestevaer ist dabei, sowie auch Rossignante. Viko, Bente, X-Yachts, Hanse, Dehler, Dufour, Jeanneau, Beneteau und Saffier kommen beinahe mit einer kompletten Linie. Auch die schwedischen Bootsbauer Hallberg-Rassy und Arcona sind präsent. Mit der Beneteau First 18 und 24 und FH750s werden Segelfans kaum Zeit genug haben, sich alles anzusehen.

Neu ist der Golden Boulevard, wo die größeren exklusiven Yachten von 15 Meter und mehr zu besichtigen sind. Die Creme de la Creme mit exklusiven Schiffen von Marken wie Princess, Fairline, Holterman, Zeelander, Contest, Sturier, Prestige, Bluegame, SAcs, Mulder, De Valk, Wajer und Steeler.

Die durchschnittliche Bootslänge bei der 36. HISWA zu Wasser beträgt 9,98 Meter. Mit einer Länge von 25 Metern ist die Princess 75Y die Größte, ein RIB von 2,5 Metern die Kleinste. Alle Segmente vertreten: Boote aus Holz, GFK und Stahl; von Segel- und Motoryachten über Tender bis hin zu Sloepen.

Ein sichtbarer Trend ist das wachsende Interesse für Multihulls bzw. Katamarane und Trimarane. „Das ist ein richtiger Wachstumsmarkt“, sagt Salesmanager Alex Hoeve. „Man sieht, dass sich immer mehr Privatleute für Komfort und die guten Segeleigenschaften dieser Art Schiffe entscheiden, die besonders für lange Fahrten und Reisen geeignet sind. Auf der HISWA haben wir verschiedene Neuerscheinungen wie die Fountaine Pajot 42 und die Lagoon 46. Auch der Trimaran von Dragon Fly ist dabei und zeigt, wie aus einem Trimaran ein Monohull gemacht werden kann.“

Elektrisch fahren ist im Wassersport ein aktuelles Thema, weshalb die Organisatoren der HISWA te Water selbstverständlich gern eine Plattform bieten. Dies geschieht auf dem sogenannten Boot-an- den-Strom-Pavillon, wohin sich die Besucher für all ihre Fragen über elektrisches Bootfahren wenden können. Es gibt allerlei Formen von Antrieben zu sehen, sowohl für langsam als auch für schnell fahrende Boote.

Mehr: www.hiswatewater.nl

VSaW dominiert die Liga

Der vierte Act am Wannsee verlangte den Seglern der 36 Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga mit drehenden Winden, Flaute und extremer Hitze alles ab.

In der 1. Segel-Bundesliga führte von Freitag bis Sonntag der VSaW mit beeindruckenden zehn Rennsiegen die Tabelle des Events an und brachte sich für die zweite Hälfte der Saison in Position für die Deutsche Meisterschaft: „Unsere Freude ist riesig! Wir haben den Sieg sauber nach Hause geholt! Im Hinblick auf das Finale wächst der Druck natürlich. Wir werden weiterhin voll angreifen“, sagte Steuermann Jasper Wagner, der die Tabellenführung zusammen Carl Naumann, Elias Rothe und Jens Steinborn verteidigte. Der zweite Platz in der Gesamttabelle bleibt in Bremen beim Wassersport-Verein Hemelingen vor dem Bayerischen Yacht-Club.

In der 2. Segel-Bundesliga behält OneKiel mit Magnus Simon, Bendix Hempel, Matthias Lukosch und Philipp Sudbrack die Spitzenposition und könnte als Liga-Neuling direkt in die 1. Bundesliga durchmarschieren: „Die Bedingungen waren ziemlich tricky – von instabilen Windstärken bis hin zu wechselhaften Drehern. Umso zufriedener sind wir natürlich mit unserer Leistung! Es war ein tolles Event“, freute sich Magnus Simon, Steuermann des Kieler Clubs. In der Tabelle schiebt sich der Potsdamer Yacht Club auf den zweiten Platz vor, der Blankeneser Segel-Club aus Hamburg ist Dritter.

Ergebnisse Erste Bundesliga

Ergebnisse Zweite Bundesliga

Hamburg Boat Show: Zweite Auflage in den Startlöchern

Die Hamburg Boat Show, als wichtige Bootsmesse für den Norden, lässt auch in diesem Jahr keine Wünsche offen und baut ihr Angebot sowie ihre Fachlichkeit weiter aus“, erklärt Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV), der die Messe veranstaltet. Neben zahlreichen Ausstellern, Motor- und Segelbooten, einem umfangreichen Vortragsprogramm und einem SUP-Becken erwartet die Besucher unter anderem ein neues Diving Center in Halle B7. Hier können sie Tauchvorführungen bestaunen oder gleich selbst beim Schnuppertauchen im 20-Fuß-Container abtauchen.

„Wir haben das Messekonzept zur zweiten Auflage nochmals erweitert. So wird das Thema Tauchen ins Programm aufgenommen, wir bauen die Nachwuchsförderung aus und veranstalten die ersten offenen Hamburger Meisterschaften im SUP-Kopfstand-Stehen. Zudem wird es in den Hallen mehr Mitmach-Angebote an den Ständen geben, beispielsweise mit einem Motorboot-Simulator oder beim Segel-Erlebnis mit Virtual Reality Brille“, berichten Dirk Kreidenweiß und Lars Jansen von der Messe Friedrichshafen, die mit ihren Kollegen für das operative Geschäft verantwortlich sind.

Ein ganz besonderes Gefährt finden Messebesucher in Halle B5. Auszubildende im Boots- und Schiffbau fertigen hier nämlich an den fünf Messetagen ein Wikingerboot. Die neun Meter lange Nachbildung des norwegischen Gokstadfundes entsteht im Gegensatz zu seinem Vorbild allerdings mit neuester Bootsbautechnik aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das Wikingerboot ist Teil des Jugend-Projektes „Euro-Viking“ von Weltumsegler Burkhard Pieske, in dessen Rahmen Jugendliche aus allen europäischen Ländern mit den nachgebauten Funktions-Repliken auf historisch verbürgten Wikingerrouten von Camp zu Camp segeln und rudern.


Die Hamburg Boat Show findet von Mittwoch, 23. Oktober, bis Sonntag, 27. Oktober 2019, auf dem Messegelände in Hamburg statt und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr.

Die Tageskarte kostet online 12 Euro, an der Kasse vor Ort 14 Euro. Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen 6 Euro. Eine Familienkarte gibt es online für 26 Euro, an der Kasse für 29 Euro. Neu ist das Sunset-Ticket für 6 Euro, gültig täglich ab 16 Uhr.

Große Feier zum 100. SVK-Geburtstag

Der Tag der offenen Tür scheint perfekt datiert. Denn die Wind- und Wettervorhersage könnte nicht besser sein: Den ganzen Tag soll die Sonne über dem Vereinsareal und dem Sportboothafen an der Kiellinie 215 in Kiel scheinen. Eine leichte Brise auf der Kieler Innenförde wird dafür sorgen, dass die Besucher sehr entspannt in das Segelgeschehen hineinschnuppern können.

Von 10 Uhr bis 18 Uhr wartet ein breites Programm zum Mitmachen und Informieren auf Segler und solche, die es werden wollen. Durchgehend sind die Infostände „Rundum Segeln“ für Jung und Alt aufgebaut, Spiel-, Lern- und Bastelstationen für Kinder und Jugendliche werden angeboten, ein maritimer Flohmarkt bietet Schnäppchen, ein Bildervortrag zeigt die Schönheit des Segeln und nachmittags wird mit Live-Musik, leckeren Getränken und coolen Snacks für Unterhaltung und kulinarische Genüsse gesorgt.

Programm:
10.00 Uhr: Eröffnung, Open-Ship verschiedener Jollen und Dickschiffe, Start der Info- und Aktivitätenstände für Jung und Alt.
11:00 Uhr: Dickschiff-Schnuppersegeln, Mann-über-Bord-Manöver, Stafettensegeln, „Meer bewegen“.
12:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Vortrag „der perfekte Segeltrimm“.
13:00 Uhr: Mann-über-Bord-Manöver, Vortrag „kleine Wolkenkunde“.
14:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Vortrag „der perfekte Segeltrimm“.
15:00 Uhr: Mann-über-Bord-Manöver, Live-Musik bei Kaffee und Kuchen, Vortrag „kleine Wolkenkunde“.
16:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Schnuppersegeln, Preisverleihung Segelquiz.
17:00 Uhr: Preisverleihung und gemütlicher Ausklang.

Segler-Vereinigung Kiel
Kiellinie 215
24106 Kiel