Archiv der Kategorie: sail24.com

Dream Yacht Charter investiert in Argos Yachtcharter

Argos Yachtcharter wurde 1979 als Familienunternehmen gegründet. Beginnend mit der Vercharterung von Segelyachten in der Türkei entwickelte sich das Unternehmen zu einer der führenden internationalen Charteragenturen in Deutschland. Dream Yacht Charter ist seit seiner Gründung Hauptpartner der Agentur.

Nun investiert Dream Yacht Charter in Argos Yachtcharter und festigt damit die Zusammenarbeit mit der Agentur. Das weltweit größte Charterunternehmen übernimmt die Anteile von Argos-Gründer Cengiz Inceören, der das Unternehmen zum 01.01.2019 verlassen wird, und ist damit zukünftig Mehrheitsgesellschafter. Argos Yachtcharter wird durch seinen Geschäftsführer Bora Inceören weitergeführt.

„Argos setzt seine Arbeit wie gewohnt fort. Wir bleiben eine Agentur und werden alle Marken auch weiterhin mitvermarkten“, erklärt Aysegül Inceören von Argos Yachtcharter auf Anfrage von Sail24.

Thomas Zajac steuert Pegaso

Mit dere Rekordzahl von 2.100 Booten startet heute die traditionelle Segelregatta “Barcolana”. Bei der 50. Auflage der größten Regatta der Welt haben sich nicht weniger als 38 österreichische Boote angemeldet. Nationalteam-Segler Thomas Zajac ließ es sich nicht nehmen, nach den Österreichischen Hochseemeisterschaften an der kroatischen Küste vor Biograd direkt nach Triest anzureisen, um auf der „Pegaso“ – einem 60-Fuß-Carbon-Racer – das Steuer zu übernehmen. Der Nacra-17 Experte (Bronze-Medaille 2016 vor Rio de Janeiro auf dem Nacra 17 zusammen mit Tanja Frank) ist auf dem sonst rein italienischen Boot außerdem für die Taktik verantwortlich. „Für mich ist es eine große Ehre als einziger Österreicher im Team das Steuer auf diesem Top-Boot zu übernehmen. Die Top-10 könnten für uns durchaus möglich sein.“
Die “Barcolana” findet seit 1969 jährlich am zweiten Sonntag im Oktober statt und verwandelt Triest in die Welthauptstadt des Segelsports. Der Name der Regatta leitet sich vom Triestiner Stadtteil Barcola ab.

Flottillentörn ins Baltikum: South Coast Baltic Boating Rally 2018

Hoch über der Estrella leuchtet der wolkenlose Himmel noch blassblau, am Horizont längst kräftig orangerot. Steuerbord schimmern entfernt die fast weißen Strände der Kurischen Nehrung, backbord wogen bis zum Horizont die dunklen Wellen der Ostsee. Und für einen kurzen Augenblick stehen sich an diesem Sommerabend drei Tage nach Aufbruch in Danzig sogar die untergehende Sonne und der aufsteigende Mond gegenüber. Das einzige Manko: Der Wind zeigt sich launisch, hat wieder etwas nachgelassen. Frisch ist es trotzdem. So sei das hier nun mal, bemerkt Skipper Adam Walczukiewicz. Gelassen dreht er das Ruder um ein paar Grad, zieht den Reißverschluss seiner Jacke einfach ein Stückchen höher und hält Ausschau nach anderen Booten.

Sonnenuntergang nach einem langen Tag auf See – irgendwo zwischen Kaliningrad und Klaipėda

Die Crew kämpft gegen die Müdigkeit, aber diesen fast perfekten Segel-Moment will sich dann doch keiner entgehen lassen. Nach und nach klettern alle an Deck und zücken ihre Smartphones. Mit dem Verschicken der Bilder müssen sie sich allerdings ein wenig gedulden. Noch sind die Geräte ins russische Netz eingeloggt. Gebannt wird gemeinsam eine Weile aufs Meer geschaut – und dann schließlich belustigt spekuliert, ob Schlafmangel besonders anfällig für romantische Szenerien wie diese mache. Mehr als 18 Stunden am Stück befindet sich das achtköpfige Team des Leitboots nämlich inzwischen auf See, ebenso wie die Crews rund 20 anderer Boote, die an der diesjährigen, bereits dritten SOUTH COAST BALTIC Boating Rally teilnehmen.

Skipper Adam Walczukiewicz ist auf der südöstlichen Ostsee zu Hause

Alle, die hier dabei sind, haben neben der Liebe zum Segeln mindestens eins gemeinsam: Sie wollen die südliche Ostseeküste mit dem eigenen Boot erkunden. Im Rahmen der Rally geht das für sie ganz bequem: Von der Route über die für die Teilnehmer kostenlosen Liegeplätze bis hin zum Landprogramm ist alles organisiert – jeder nur so viel er will, lautet dabei die Devise. Gleich drei Länder stehen für die knapp einwöchige Tour der internationalen Flottille auf dem Plan: Polen, Russland und Litauen, genau genommen die Regionen rund um Danzig, Kaliningrad und Klaipėda.
Peter Wattler ist mit zwei Freunden aus seinem Solinger Segelclub auf der Seewolf dabei und fasst zusammen, was die meisten Rally-Teilnehmer wohl sofort unterschreiben würden: „Ich brauchte nicht lange überlegen, ob ich bei der Rally mitmache, für mich hat sie nur Vorzüge: Ich muss mich um die Organisation nicht selber kümmern, lerne interessante Leute kennen und sehe nicht nur die Häfen, sondern auch eine ganze Menge von den Städten und ihrem Hinterland.“ Für ihn sei das besonders spannend, schiebt er nach, schließlich kenne er den südöstlichen Teil der Ostsee bisher noch gar nicht.

Danzig: Juwel der Ostseestädte

Tag 1, 22 Uhr, Marina Gdańsk: Nachdem sich der polnische Auftaktabend samt Musik und Snacks dem Ende zugeneigt hat, kehrt langsam Ruhe im Hafen ein. Zwischen den Booten eilen allerdings noch eifrig Segler hin und her. Fragen über Fragen an das SOUTH COAST BALTIC-Team, bevor die bunte Truppe am nächsten Morgen Richtung Kaliningrad aufbrechen will: Sind alle Reisepässe und Visa-Unterlagen da? Nicht mehr Alkohol an Bord als erlaubt? Und wo genau befindet sich eigentlich der russische Kontrollpunkt? Zum Abschluss des Tages gibt es an Bord der meisten Boote dann noch ein Gute-Nacht-Bier – mit direktem Blick auf das Krantor. Schon in ein paar Stunden wird es losgehen: Um vier Uhr früh öffnet die Zugbrücke in der Altstadt extra für die Rally-Boote.

Um in die Marina Gdańsk zu gelangen, müssen die Teilnehmer die Zugbrücke in der Altstadt passieren

Besser gelegen könnte die Marina wohl kaum sein. Direkt gegenüber des Hunderte Jahre alten Wahrzeichens von Danzig, das am Vormittag übrigens besonders schön angeleuchtet wird, und nur einen Katzensprung vom malerischen historischen Kern der knapp 500.000-Einwohner-Stadt entfernt, der zwar im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber hinterher wieder aufgebaut wurde. In nicht einmal fünf Minuten erreicht man zu Fuß die prachtvolle Langgasse, kann den Neptunbrunnen und das Rechtstädtische Rathaus bewundern. Die Marienburg (Burg Malbork), UNESCO-Weltkulturerbe, einstige Machtzentrale der Deutschen Ordensritter und größter Backsteinbau Europas, liegt etwa 50 Kilometer weiter südöstlich. Aber nicht nur, wer sich für die bewegte Geschichte der Region begeistert und sich an prachtvollen historischen Gebäuden nicht sattsehen kann, ist hier goldrichtig: Mit Sopot liegt in unmittelbarer Nachbarschaft Danzigs auch einer der beliebtesten Badeorte Polens. So viel herrlich feinen Sand wie an der südlichen Ostseeküste bekommt man wohl kaum irgendwo zu sehen.

Das mittelalterliche Krantor diente einst zum Be- und Entladen von Schiffen und war ursprünglich komplett aus Holz. Heute befinden sich Ausstellungsräume des Polnischen Schifffahrtsmuseums hinter den restaurierten Mauern

Kaliningrad: Russisches Kontrastprogramm

Etwa acht Stunden nach Aufbruch in Danzig trudeln die ersten Yachten in Baltijsk ein. Hier liegt er also, der russische Kontrollpunkt. So kurz vor dem Einklarieren steigert sich die Aufregung. Dass Baltijsk – deutlich sichtbar – auch Hauptstützpunkt der Baltischen Flotte ist, macht es nicht unbedingt besser. Jetzt bloß nichts falsch machen. Probleme gibt es heute aber keine. Ganz im Gegenteil: Der Empfang am Grenzkontrollanleger fällt herzlich, das Prozedere unkompliziert aus. Nicht einmal eine halbe Stunde lang werden Boot und Passagiere jeweils kontrolliert, bevor sie ihre Weiterreise durch den Seekanal antreten dürfen. Motor statt Segel heißt es nun allerdings. Egal, an Bord der Estrella wird die gemütliche Fahrt einfach für eine Stärkung genutzt – der polnische Skipper hat Żurek eingepackt, eine deftige Mehlsuppe mit Ei und Wurst. Noch circa 20 Seemeilen bis nach Kaliningrad.

Nach einem trüben Tagesbeginn in Danzig reißt am russischen Kontrollpunkt in Baltijsk endlich die Wolkendecke auf

Die Hauptstadt der gleichnamigen, von Polen und Litauen umgebenen Oblast ist unzweifelhaft die ungewöhnlichste Station der Rally: Unter dem Namen „Königsberg“ einst Hauptstadt Ostpreußens, nach dem Zweiten Weltkrieg dann Teil des sowjetischen Staatsgebiets und in diesem Sommer Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft. Statt historischer Schönheit so weit das Auge reicht, wie in Danzig, gibt es hier Kontraste satt. Die Metropole und ihre Umgebung, die gerade einmal 500 Kilometer Luftlinie von Berlin entfernt liegen und den westlichsten Teil Russlands bilden, quellen fast über vor lauter Gegensätze, die spannende Entdeckungsreisen versprechen.

Kurz vor dem Start der WM-Vorrundenpartie Spanien – Marokko wird Kaliningrad von Fangesängen erfüllt. Einige Rally-Teilnehmer hatten Glück und konnten Karten für das Spiel ergattern

Vorbei an der Christ-Erlöser-Kathedrale mit ihren goldenen Kuppeln, dem gotischen Dom und modernen WM-Stadion, alten Fischersiedlungen, heruntergekommenen­ Sowjet-Plattenbauten und endlosen Wiesen fahren die Rally-Teilnehmer auf den Landausflügen unter anderem zum weltweit einzigen Bernsteintagebau nach Jantarny, an die wilde Steilküste von Swetlogorsk und von dort wieder zurück, mitten in die vor Fußballfreude nur so sprühende Stadt. Die Kurische Nehrung, die zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt und hier an der Küste ihren südlichsten Punkt hat, passt da nicht mal mehr ins Programm.

Klaipėda: Wilde Weite

An Tag 5 sind morgens um halb drei alle hellwach, nicht ganz freiwillig allerdings. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Litauen wartet – genauso wie die Eisenbahnbrücke im Hafengebiet von Kaliningrad, die nun schon zum zweiten Mal extra für die vielen Rally-Boote geöffnet wird. Als sie sich langsam hochschiebt, quietscht und knarrt es. Ansonsten ist es vollkommen still. Nacheinander gleiten die Boote hindurch und dann weiter kanalauswärts an großen Kränen und Hallen vorbei. Ihre Masten spiegeln sich im glatten Wasser. Richtig dunkel ist es auch jetzt nicht. Wie so oft auf dieser Reise. Die Sommersonnenwende macht sich hier deutlicher bemerkbar als an der deutschen Küste.

Die Marina im Museum des Weltozeans liegt hinter einer Hubbrücke, die nur nachts geöffnet wird

Klaipėda, Litauens einzige Hafenstadt, ebenfalls lange ostpreußisch und damals „Memel“ genannt, liegt am nördlichen Ende der knapp 100 Kilometer langen Kurischen Nehrung und bildet die letzte Station der Rally. Mit ihren nicht einmal 200.000 Einwohnern ist die Stadt zwar deutlich kleiner als Danzig und Kaliningrad, ihre Atmosphäre aber quirlig und weltoffen. Die kompakte Altstadt mit den vielen restaurierten Fachwerkhäusern sollte bei einem Besuch daher genauso auf dem Programm stehen wie das atemberaubende Umland mit seinen berühmten Sanddünen, den riesigen Wäldern und der einmaligen Vogelwelt.

Traditionelle Kurenkähne können dank ihres geringen Tiefgangs auch die seichtesten Stellen des Haffs befahren

Praktisch: Segler können sowohl im Kastellhafen im Herzen der Stadt als auch gegenüber, direkt auf der Kurischen Nehrung festmachen, zum Beispiel im Smiltynė Yachtclub oder Yachthafen Nida. Für die Rally-Teilnehmer bildet Smiltynė zwar die Basis, kreuz und quer durch die Region geht es für sie zwei Tage lang aber trotzdem: Mit der Fähre hinein in Klaipėdas Zentrum, im Reisebus wieder hinaus zur ornithologischen Station nach Ventė, per Boot rüber nach Juodkrantė, zu Fuß hinauf auf die höchste Sanddüne Europas und schließlich mit dem Kurenkahn das Kurische Haff hinab. Trotz allgemeiner Erschöpfung sind sich hinterher alle einig: Das hat richtig Lust gemacht auf mehr.

Das Kurische Haff ist durch die Kurische Nehrung von der Ostsee getrennt. Da sich hier keine großen Wellen aufbauen, kann auch bei starkem Wind noch ganz bequem gesegelt werden

Am allerletzten Rally-Tag, auf einem kleinen Abstecher nach Nida, erlebt die Crew der Estrella dann doch noch ihren komplett perfekten Segel-Moment: Kurz vor dem kleinen Küstenort zeichnet sich der Sand der Kurischen Nehrung nicht mehr nur als heller Streifen am Horizont ab, sondern türmt sich direkt neben der Estrella meterhoch auf. Vom Himmel strahlt die Nachmittagssonne hinab in die Gesichter, in den Bäuchen schwappt die warme litauische Fischsuppe vom Mittagessen leicht hin und her und hält die Kälte zumindest für eine Weile ab – und der Wind bläst mit bis zu 30 Knoten.


SOUTH COAST BALTIC

SOUTH COAST BALTIC ist eine Initiative der Regionen Vorpommern (DE), Bornholm (DK), Zachodniopomorskie (PL), Pomorskie (PL), Kaliningrad (RU) und Klaipėda (LT) zur Vermarktung der südlichen Ostseeküste als Wassersportregion. Neben dem grenzüberschreitenden Austausch und der Qualitätsentwicklung von Häfen und Marinas ist es Ziel des EU-geförderten Projekts, den Bekanntheitsgrad der Wassersportregion zu steigern – etwa durch die sommerliche Boating Rally und einen kostenlosen Hafenführer, der zur boot 2019 in überarbeiteter Neuauflage erscheinen wird. Mehr Infos zur Initiative und dem Wassersportrevier südliche Ostseeküste unter: www.southcoastbaltic.eu.


Infos zur Einreise in die Region Kaliningrad gibt’s hier.

Sturmschäden: Was ist versichert, wenn der Orkan kommt?

Im Herbst ziehen die ersten schweren Stürme über Deutschland hinweg. In den Häfen kommt es immer wieder zu Schäden an den Schiffen. Sei es ein gerissener Festmacher, eine zerfetzte Persenning oder ein zerrissenes Segel. Ein Sturm kann die Boote dabei sowohl im Land als auch im Wasser heimsuchen. Bei besonders schweren Stürmen wie Christian oder Xaver in den letzten Jahren fielen beispielsweise Schiffe an Land von ihren Böcken.

Sind alle Schäden, die am Boot entstehen, versichert oder gibt es Fallstricke? Kann ein Eigner womöglich auf seinem Schaden sitzenbleiben?

Thomas Gibson von Firmenich Yachtversicherungen beantwortete uns im Live-Interview auf Facebook alle relevanten Fragen rund um Sturmschäden. Sei es an Land oder im Wasser. Mit seinen Ratschlägen kommen Sie gut durch den Herbst:

Messe für gebrauchte Katamarane in Frankreich

Wie beliebt Katamarane in Frankreich sind, zeigt sich nicht nur darin, dass fast alle führenden Werften für Fahrten-Katamarane in Frankreich sitzen, sondern auch darin, wie viele französische Eigner das Leben auf einer Yacht mit zwei oder mehr Rümpfen bevorzugen. Vom 17. bis 21. Oktober findet eigens für gebrauchte Katamarane eine schwimmende Messe in Canet-en-Roussillon im Mittelmeer nahe der spanischen Küste statt. “Les Occasions du Multicoque”, wie die Messe heißt, wendet sich besonders an Eigner von Katamaranen zwischen 50 und 80 Fuß. Viele Franzosen nutzen diese Messe, um sich ihren Katamaran für ein Sabbat-Jahr, also einen zeitlich begrenzten Ausstieg aus dem Berufsleben, zu kaufen und ihn nach der Berufspause wieder zu verkaufen.
www.lesoccasionsdumulticoque.com

Ankündigung: SAIL24 TV Experten-Talk Sturmschäden

Der Herbst ist da und mit ihm steigt die Häufigkeit von Stürmen. Doch auch sein Boot im Winterlagen zu haben schützt nicht hundertprozentig vor Schäden am Schiff.

Am Mittwoch, 10. Oktober 2018, um 14.15 Uhr ist der Versicherungsexperte Thomas Gibson von der Firma Firmenich Yachtversicherungen bei SAIL24 TV zu Gast und wird Versicherungsfragen rund um das Thema Sturm- und Winterlagerschäden beantworten.

Den Live-Stream können Sie auf folgenden Facebook-Seiten verfolgen und dort Ihre Fragen in den Kommentarspalten stellen.

facebook.com/segelnmagazin

facebook.com/seglerzeitung

facebook.com/bootsboerse

facebook.com/segelreporter

Bäume stellen bei Sturm eine Gefahr für Schiffe im Winterlager dar.

 

Zwei neue Dragonflys: 32 Evolution und 40

Dragonfly 32 Evolution

Aus Supreme wird Evolution: Quorning entwickelt den 32er- Dragonfly weiter

Weiterentwicklung der feinen Art: Der beliebte, faltbare Dragonfly 32 Supreme wird ab Frühjahr 2019 vom Dragonfly 32 Evolution abgelöst. Voluminösere Schwimmer in komplett neuer Form sollen dem unsinkbaren Trimaran größere Stabilität verleihen und insgesamt für ein entspannteres Segeln sorgen, gerade bei rauen Bedingungen mit viel Wind und hohem Wellengang. Ein genaues Bild von den neuen Schwimmerformen kann sich machen, wer im Januar 2019 zur boot Düsseldorf fährt. Dort wird der Dragonfly in Evolution-Ausführung erstmals gezeigt.
Die bewährte 32er-Touring-Ausgabe bleibt in ihrer aktuellen Form erhalten.

Technische Daten

Lüa, segelfertig: 9,75 m
Lüa, zusammengefaltet: 11,99 m
Breite: 8,00 / 3,60 m
Tiefgang (Schwert): 0,50 – 1,90 m
Verdrängung: 3,4 t
Wassertank: 120 l
Treibstofftank: 25 l
75 l, Option für Innenborder
Motor: Außenborder max. 30 PS
Innenborder max. 21 PS
Groß: 58 m²
Genua: 29 m²
Code 0: 66 m²
Gennaker: 110 m²
Preis: ab 276.800 Euro
Werft: www.dragonfly.dk

Dragonfly 40

In kleinen Häfen mit engen Boxengassen, wie man sie im gesamten Ostseeraum vorfindet, ist eine moderate Schiffsbreite von unschätzbarem Vorteil. Das Manövrieren fällt leichter, und die Auswahl an Liegeplätzen wird unvergleichlich höher. Aber auch außerhalb deutscher und skandinavischer Gewässer ist eine geringe Breite gefragt, allein schon um Liegeplatzgebühren zu sparen. Um die Geschwindigkeitsvorteile, die filigran gebaute Tris bieten, optimal zu nutzen und die Nachteile einer großen Breite weitgehend zu minimieren, hat die dänische Dragonfly-Werft von Beginn an (im vergangenen Jahr feierte sie ihr 50. Firmenjubiläum) auf ein Faltsystem gesetzt, das die Yacht auf boxentaugliche Maße zurechtstutzt. Alle Dragonflys können ihre Schwimmer von Bord aus mithilfe des patentierten, ausgetüftelten Swing-Wing-Systems an den Mittelrumpf heranziehen.

Beim Dragonfly 40, dessen Jungfernfahrt für Mai 2019 geplant ist, lässt sich die Breite von 8,40 auf 4,00 Meter reduzieren. Derzeit befindet sich der Prototyp dieses neuen Flaggschiffs noch im Bau. So viel ist bekannt: In der Touring-Ausführung wird es eine wohnlich und komfortabel ausgestattete Einrichtung geben, außerdem eine einhandtaugliche Segel- und Decksausrüstung, damit Familientörns mit Kindern so entspannt wie möglich ablaufen können. Wer es sportlicher mag, entscheidet sich für die Ultimate-­Variante, die mit einem zwei Meter längeren Mast und deutlich mehr Segelfläche aufwartet.

Technische Daten

Konstruktion: Jens Quorning und Steen Olsen
Lüa: 12,10 m
Lüa zusammengefaltet: 13,50 m
Breite: 8,40 / 4,00 m
Tiefgang (Schwert): 0,70 – 2,10 m
Verdrängung: 5 t
Wassertank: 140 l
Treibstofftank: 75 l
Motor: 40 PS
Groß Touring: 60 m²
Rollgenua Touring: 33 m²
Code 0 Touring: 55 m²
Groß Ultimate: 78 m²
Rollgenua: 38 m²
Code 0 Ultimate: 75 m²
Gennaker: 140 m²
Preis: Touring ab 425.800 Euro
Ultimate ab 449.600 Euro
Werft: www.dragonfly.dk

Unter Deck der Sarch7

Die komplette Einrichtung der Sarch7 ist phänomenal anders, als man es von den allermeisten Kleinkreuzern gewohnt ist: Sie umfasst einen separaten WC-Raum (gleich backbord um die Ecke), vier Kojen, aufgeteilt in eine Dreieckskoje vorn im Bug und eine quer aufgebaute Doppelkoje achtern unter dem Cockpitboden. Außerdem gibt es einen großzügig dimensionierten, aufklappbaren Salontisch, der gleichzeitig als Kartentisch fungiert und groß genug für vierköpfige Tafel- bzw. Skatrunden ist. Man sitzt auf einer hinter dem Tisch aufgebauten Bank und auf der vorderen Koje. Auf der Steuerbordseite findet man dann noch eine kleine Pantryzeile inklusive Spüle, Einflammenkocher, Schrankraum für eine portable Kühlbox und einen weiteren Schrank für einen Mülleimer.

All das klingt nach einem typischen Fahrtenschiff-Interieur, doch typisch ist hier nichts, denn wir befinden uns auf einem Kajütboot von nicht einmal sieben Metern Länge, das zudem noch mit einem Hubkiel ausgestattet ist. Von ihm sehen wir zunächst nichts, außer einer flachen Box, unter der sich der Führungskasten des Kiels verbirgt.

Bei der Stehhöhe muss man allerdings Abstriche machen, Stehhöhe bei einem Schiff dieser Kürze darf man nicht erwarten und will sie auch nicht haben. Um in Salon und Bad auf 1,60 Meter zu kommen, musste das Freibord ohnehin schon hoch gezeichnet und auf eine Bilge verzichtet werden. In die Achterkoje muss man hineinkriechen, sie liegt unter dem Cockpitboden. Für Kids wird dieser Platz zur heiß geliebten Höhle, für erwachsene Segler ist sie eher ein breites Ein-Personen-Bett. Stauraum für Kleidung findet man unter der Dreieckskoje, in Schwalbennestern und Hängetaschen, wetterfeste Utensilien verschwinden in zwei Backskisten und im Ankerkasten.

J/70-IDM war eine Familienangelegenheit

Die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der J/70-Klasse beim Württembergischen Yacht-Club (WYC) ist entschieden: Neue Meister sind Simon und Felix Diesch mit Julian und Philipp Autenrieth (WYC/Bayerischer YC). Mit einem Punkt Rückstand segelte die Hamburger Crew Klaus Brinkbäumer, David und Dorian Heitzig sowie Miklas Meyer (HSC/NRV) auf Rang zwei. Bronze geht an ein weiteres WYC-Team, Max und Moritz Rieger, Thomas Stemmer und Klaus Diesch. Nur vier Rennen, die alle schon am Donnerstag gesegelt wurden, entschieden über Sieg und Platzierte – von Freitag bis Sonntag herrschte hartnäckige Flaute.

Schon im ersten Rennen zeigte sich, dass das Experiment aufgeht: Die beiden Brüderpaare Simon und Felix Diesch sowie Julian und Philipp Autenrieth, die in verschiedenen Kombinationen sehr erfolgreich segeln, saßen noch nie miteinander in einem Boot.

Auch im zweiten Lauf klappte alles, als Dritte kamen sie ins Ziel – und waren im folgenden Rennen erneut das führende Boot, bis dieser Lauf wegen einschlafendem Wind abgebrochen wurde. Da waren sie gerade noch 20 Meter vor der Ziellinie. Der Wind dreht weg – und kam kurz darauf erheblich stärker wieder. Wettfahrtleiter Conrad Rebholz nutzte die Chance – schon angesichts der ungünstigen Windprognose für die folgenden Tage – und ließ zwei weitere Rennen bei nunmehr rund drei Windstärken segeln. „In den letzten beiden Rennen sind wir ein bisschen gestolpert. Wir waren meist nicht weit genug auf einer Seite“, so Philipp Autenrieth. Die Plätze 15 und 14 standen später für das Diesch/Autenrieth-Team in der Ergebnisliste. „Wir waren überrascht, dass es noch für die Spitzenposition reichte“, so Autenrieth weiter.

Die anderen Teams machten eben auch Fehler, wie etwa die Rieger-Crew, die im letzten Lauf nur auf Rang 21 landete und damit die im Rennen zuvor eroberte Führung wieder abgeben musste, insgesamt damit auf Rang drei landete. „Bei Nordost ist die linke Seite meist besser“, erklärte Simon Diesch, warum dem Team aus dem Stand heraus ein Laufsieg gelungen war. „Es war ein Riesenspaß, mal wieder mit dem eigenen Bruder zu segeln und gleich Deutscher Meister zu werden“, freute sich der 23-Jährige.

Zwischen die beiden WYC-Teams schob sich mit einem guten vierten Lauf das Hamburger Team von Klaus Brinkbäumer, der mit der Mannschaft des Titelverteidigers auf dem Bodensee segelte. Der siegreiche Steuermann von 2017, der Hamburger „Segelreporter“ Carsten Kemmling, indes segelte als Crewmitglied bei Michael Grau – und kam immerhin auf den vierten Rang.

Das beste von fünf ausländischen Teams segelte auf Rang sieben: die Crew des Schweizers Thomas Studer vom CV Neuchâtel. Beste Steuerfrau wurde Johanna Meier vom ASV Warnemünde auf Rang 23. Das Damen-Team des WYC (Anne und Ellen Bauer, Lina Schnetz und Theresa Löffler) segelte auf Rang 25. Insgesamt waren 52 Teams aus vier Nationen am Start.

„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass wir nur an einem Tag richtig segeln konnten. Aber es war gut, dass wir da vier Läufe ins Ziel gebracht haben. Es war danach einfach zu wenig Wind für ein meisterschaftswürdiges Rennen“, bilanzierte Wettfahrtleiter Conrad Rebholz. „Auch ich hätte gerne eine fünfte Wettfahrt gesehen, dann hätten wir noch einen Streicher im Ergebnis. Aber mit vier Rennen ist die Meisterschaft gültig“, kommentierte WYC-Regattaobmann Günther Widmer. Und WYC-Präsident Oswald Freivogel schloss die Meisterschaft mit einem Dank an die vielen Ehrenamtlichen des Clubs: „Wir hatten vier geniale Tage, auch wenn der Wind knauserig war. Ein Riesendank an das große Helfer-Team, das schon das ganze Jahr exorbitant viel geleistet und jetzt noch einen draufgesetzt hat!“

J/70-IDM, Endstand nach vier Wettfahrten (ohne Streicher; 52 Mannschaften aus vier Nationen):

  1. Simon und Felix Diesch, Julian und Philipp Autenrieth (WYC/Bayerischer YC); 1-3-15-14, 33 Punkte
  2. Klaus Brinkbäumer, David und Dorian Heitzig, Miklas Meyer (Hamburger SC/NRV); 5-12-11-6; 34 Punkte
  3. Max und Moritz Rieger, Thomas Stemmer, Klaus Diesch (WYC); 3-6-8-21; 38 Punkte
  4. Michael Grau, Carsten Kemmling, Florian Thoelen, Klaas Höpcke (NRV); 10-22-7-1; 40 Punkte
  5. Maximilian Weiß, Maximilian Adami, Bastian Henning, Jonas Vogt (DTYC Tutzing/Münchner YC); 4-10-10-18; 42 Punkte
  6. Dennis und Kevin Mehlig, Yannick Hafner, Christian Severens (WYC); 7-13-22-2; 44 Punkte

J99: Für die Regattabahn

Zur Sport-Range bei J/Boats gehören aktuell die J/70, die der Deutschen Segel-Bundesliga jede Menge begeisterte Zuschauer beschert, die J/80, die J/88 und die J/111. Ab dem nächsten Jahr vergrößert sich die Flotte um die J/99. Wie alle Js präsentiert sich auch die Neue mit einem vollkommen schnörkellosen Design ohne jegliches Extrem. Der Bug ist gerade geformt und nicht etwa (wie heutzutage vielfach üblich) nach vorn gereckt. Das Achterschiff wird zum Spiegel hin schmaler und läuft nicht kantig geradeaus. Im Heckbereich wird ein flaches Unterwasserschiff sichtbar, dessen Spiegelform in ein harmonisch abgerundetes U mündet. Scharfe Chines sieht man nicht. Auch der flache Kajütaufbau mit den pfeilförmigen Salonfenstern passt zur klassischen Linie. Zwei kleinere Luken für Pantry und Navi-Ecke bringen zusätzlich Licht und Luft ins Schiffsinnere.

Typisch bei allen Js der Sport-Range sind schnelle, sehr ausgewogenen Segeleigenschaften. Speedster nennt J/Boats diese Yachten, die in erster Linie zum Regattasegeln gedacht sind. Auch die neue J/99 soll natürlich Erfolge einfahren, möglichst bei allen großen Langstrecken-Regatten wie dem Fastnet-Rennen oder dem Middle Sea Race, genau wie auf hochkarätigen Short-handed-Veranstaltungen. Das ist ihre Hauptaufgabe. Trotzdem will die Werft sie so ausrüsten, dass auch Fahrtensegeln möglich ist, denn das gehört auch zum Speed­ster-Konzept. Entsprechend gibt es zwei separate Doppelkabinen achtern unter der Plicht. Weitere Kojen können im Salon auf den Längssofas aufgeschlagen werden. Dazwischen liegt der klappbare Tisch. Einen WC-Raum findet man im Bug. Weil hier keine Kojen eingebaut sind, bleibt Platz zum Stauen der Segel. Die Pantry befindet sich an Backbord neben dem Niedergang, ihr gegenüber der Navigationstisch mit Sitz und Blick in Fahrtrichtung.

In Standardausführung wird die J/99 mit Pinne und einem tief reichenden Ruderblatt ausgestattet. Optional sind Doppelruder-Anlage, Radsteuerung und Wasserballast-System. Dass die neue J sehr leistungsfähig ist, darf angenommen werden. Schon mit Beginn der kommenden Saison kann sie zeigen, was in ihr steckt, denn erste Auslieferungen sind bereits zum Saisonstart möglich.
Genauere Angaben zu Segelfläche und Verdrängung gibt es bislang noch nicht, ein Preis für die segelfertige Standard-Ausführung wurde allerdings bereits genannt.

Technische Daten

Lüa: 9,90 m
Tiefgang Standard: 1,90 m
Tiefgang Race: 2,10 m
Breite: 3,40 m
Motor:Volvo D1-20 mit 20 PS
Preis: ab 122.550 Euro
Werft: www.jboats.com
Händler: www.mittelmannswerft.de

boot: Erstmals mehr als 2.000 Aussteller

und 2.000 Aussteller werden vom 19. bis zum 27. Januar an Bord der 50. boot sein. In 16 Messehallen auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird eine riesige Erlebniswelt rund um das Thema „360° Wassersport erleben“ gestartet. Ob Segeln, Motorboot fahren, Tauchen, Surfen, Paddeln oder einfach am Wasser relaxen, auf der boot 2019 wird ein Feuerwerk an Ideen gestartet, die sich um die Freizeit im, auf oder am Wasser drehen.

Wassersport-Spektakel und Branchenevent

„Die boot Düsseldorf ist die einzige Messe weltweit, die diese Vielfalt umfassend präsentiert. Mit Herstellern aus erwarteten 70 Ländern aus allen Teilen der Welt zeigen wir hier eine einzigartige Produktvielfalt. 1.500 Segel- und Motorboote haben auf der boot ihre Messeheimat“, erläutert boot Director Petros Michelidakis. Die Besucher der größten Wassersportmesse der Welt folgen dem Ruf der Messe nach Düsseldorf sogar aus über 102 Ländern. Michelidakis: „Damit ist die boot nicht nur ein Spektakel für die Besucher aus der Region, sondern vielmehr ein anerkanntes internationales Branchenevent mit B2B-Charakter. So nutzen zum Beispiel Entscheidungsträger großer Charterunternehmen die Messe, um sich ein umfassendes Bild vom Markt zu machen, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten und vergleichen zu können.“ Und dies vermehrt, denn das Chartern wird bei den boot Freunden immer beliebter und ist in der Branche ein echter Trend.

Der Trend zum Luxus: Tender und „Chase Boats“

Nach den Trends für die kommende boot gefragt, nennt die boot Crew in Düsseldorf als erstes die Begriffe „Luxustender“ oder sogenannte „Chase Boats“, die nicht in der Garage der Superyacht Platz nehmen und mit denen die Fahrt der eigenen Superyacht verfolgt werden kann. Sie werden auch gerne genutzt, um einen Ausflug mit Freunden auf eine Angeltour zu unternehmen oder einen einsamen, abgelegenen Strand aufzusuchen. Zu den Top-Anbietern in dieser Klasse gehören auf der boot zum Beispiel Sacs, Wally oder Skipper. Aber auch Großserienhersteller wie Fairline, Princess, Jeanneau, Hanse und viele mehr werden ihre Neuigkeiten in diesem Segment präsentieren. Mit einem zur Yacht passenden Luxustender erfüllen sich viele Eigner den Wunsch nach hohen Stil- und Design-Standards, dem trägt die Mannschaft der boot Rechnung und hat alle Hersteller von High-Class-Booten und –Yachten in den benachbarten Hallen 5 (Luxustender), 6 (Luxusyachten und -tender) und 7a (Superyacht Show) platziert. „Hier ist kein einziger Quadratmeter mehr frei“, freut sich Projekt Manager Arne von Heimendahl.

Ein interessantes Thema, mit den ersten Ausstellern schon zur boot 2018, ist „Fractional Ownership“, wird 2019 weiter vorangetrieben. „Fractional Ownership“ ist das englische Schlagwort für den kollektiven Besitz einer Yacht. Man kann 1/9, 1/6 oder ein 1/3 einer Großyacht erwerben und shippert damit zwischen 6 bis 18 Wochen über die Ozeane.

Nachfrage nach großen Segelyachten und Mehrrumpfbooten

Ähnliches gilt für die Segelhallen 15, 16 und 17. Nahezu alle großen Werften sind an Bord mit Seglern in allen Größen und Klassen. „Die größte Segelyacht auf der boot 2018 war die Oyster 745 und wir erwarten zu unserem Jubiläum wieder einige Yachten aus den Häusern Oyster oder Nautors Swan in dieser Größenordnung“, so Petros Michelidakis. Darüber hinaus werden auch 2019 wieder die Mehrrumpfboote – Katamarane oder Trimarane – sehr gefragt sein. Ideal auch für Einsteiger geeignet, da sie durch ihre Breite dem Boot mehr Stabilität verleihen.

Spektakuläre Neuzugänge gibt es auch im Segelbereich: Die Ausrichter des Clipper Race stellen auf der boot 2019 ihre spannende Regatta, die abenteuerhungrige Segler 11 Monate über die Weltmeere treibt, vor. Hier dürfen nicht nur die Profis ans Steuer, sondern auch leidenschaftliche (Hobby)segler sind gefragt. (www.clipperroundtheworld.com)

boot zeigt aktuellen Trendsport

Mit ihren 50 Jahren wirkt die boot jugendlich frisch und sozusagen „younger than ever“. „Unser Ziel ist es immer ganz nah am Markt zu sein und die aktuellen Trends auf der Messe umzusetzen beziehungsweise selbst zu kreieren“, beschreibt der boot Chef die Situation. Wie etwa beim, 2018 erstmals ausgetragenen, spektakulären Tow-In Windsurfen im 60 Meter langen Flatwater-Pool der boot. Auch die stehende Riesenwelle „THE WAVE“ ist so ein Trendsetter, lässt sie doch ihre Akteure auf einer 1,50 hohen und 9 Meter breiten Welle surfen. Die begehrten Ritte auf der Welle können ab Dezember wieder auf der WAVE-Website gebucht werden. Mit ihren hochkarätigen Challenges mit internationalen Spitzensurfern ist „THE WAVE“ ein echter Publikumsmagnet: 2018 sahen sich 110.000 Menschen die Aktionen auf der Welle an.

Clubswan 36: Klein und wild

Die ClubSwan 36 ist mehr als nur ein neues Schiff. Sie ist ein Statement“, sagt die Werft. Zu Recht, denn mit ihrer neuen One-Design-Yacht trifft sie mitten in die Herzen aller, die davon träumen, sich in einem Feld supereleganter, superschneller und superinnovativer Rennziegen mit Gleichgesinnten zu messen. Allein das Rumpfdesign ist sensationell anders. Rumpf und Deck formen eine ovale Einheit, über die sich ein feines Netz aus Knicken legt. Eine kaum sichtbare Kimmkante zieht sich diagonal übers Seitenteil, plustert den Bug ordentlich auf, bevor sie im Heck in eine scharfe Deckskante mündet. Darunter liegt das Cockpit. Schier und plan, ohne Bänke und mit reichlich Platz zum Segeltrimmen. Den kann die sechsköpfige Crew gut gebrauchen, denn das flexible Rigg hält unzählige Trimm- beziehungs­weise Biegemöglichkeiten parat, um die 90 Quadratmeter Segelfläche zu bändigen. Raumschots sind es sogar 160.

Das wirklich Spektakuläre spielt sich jedoch unter Wasser ab. Erstens ist das Unterwasserschiff so flach, wie man es sonst nur von Gleitjollen kennt, zweitens ist die Wasserlinie einen halben Meter länger als der Rumpf über Deck, drittens trägt die Club­Swan 36 eine Kielfinne, die so schmal ist, wie sie nur extreme Racer aushalten, viertens gibt es zusätzlich ein langes, gebogenes Schwert, das auf Raumgängen für Auftrieb sorgt und am Wind mehr Höhe bringt. Gesteuert wird sportlich mit der Pinne, die auf zwei Ruderblätter wirkt.

Auch das Rigg ist extrem und soll so biegsam sein wie das eines Starbootes

Wie ihre größere Schwester, die ClubSwan 50, wird auch die Neue in extra ausgeschriebenen Regatten starten und dort für Furore sorgen, auf jeden Fall für wundervolle Bilder.

Technische Daten

Konstruktion: Juan Yacht Design
Lüa: 10,50 m
LWL: 11,00 m
Breite: 3,60 m
Tiefgang: 2,75 m
Verdrängung: 2,95 t
Ballast: 1,4 t
Groß:56 m²
Fock: 34 m²
Spi: 103 m²
Preis: auf Anfrage
www.clubswan36.com