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Neue Dehler 30 OD im Wasser

Punktlandung: Rechtzeitig zum Cannes Yachtfestival hat Dehler die neue Dehle 30 One Design zu Wasser gelassen. Noch bis zum Ende der Messe am Sonntag kann die Dehler 30 am Stand SAIL208 besichtigt werden. Interessierte können sich unter diesem Link anmelden.

meanwhile in Cannes… #playharder

Gepostet von Dehler30od am Samstag, 7. September 2019

Die Offshore Olympia-Klasse für Paris – Doublehanded mixed – befeuert die Diskussion um den am besten geeignete Bootstyp. Die Dehler 30od würde durchaus in das Anforderungsprofil passen. Mit dem Entwurf des sportlichen Kreuzers möchte Dehler auch genau dieses Profil erfüllen. Sollte die Dehler 30 den Sprung in die Olympischen Bootsklassen wäre dies ein großer Prestigeerfolg für die Werft, die den Bootsbau in Deutschland seit den Anfängen mitbestimmte. Mit der Sprinta Sport und der späteren Dehler DB1 (aus der die Dehler 34 entstand) festigte die Werft den Ruf als Schmiede für schnelle Schiffe, die international das Regattageschehen dominierten. Doch im neuen Jahrtausend wurde es still um Dehler. Unter dem neuen Besitzer, der Hansegroup, setzt die Traditionswerft aber alles daran, die Marke Dehler wieder an die Spitze zu bringen.

RVS feiert stimmungsvolles Saionfinale

Der auslaufenden Sommer bot zwar nur einen Tag segelbaren Wind, aber Wettfahrtleiter Eckart Reinke packte in den vier Wettfahrten mit einem aufregenden Finale. Nach drei Up-and-Down-Rennen, die durch drehende Winde und wehcselnde Ergebnisse geprägt waren, schickte er die beiden Startgruppen auf einen spannendes Coastal-Race zum Abschluss. In dem Spezialformat ging es nach der Startkreuz auf einen sternenförmigen Kurs um drei Tonnen, deren Reihenfolge der Rundung frei zu wählen war. So ging das Gros des Feldes zwar auf eine Runde gegen den Uhrzeigersinn, einige Ausreißer versuchten sich aber auch auf dem entgegengesetzten Kurs. Es zeigte sich, dass die drei Tonnen sehr exakt ausgelegt waren und die Unterschiede auf den beiden Runden nur marginal ausfielen.

Für einen Nervenkitzel sorgte dann der Zieleinlauf. Reinke hatte das Finish mitten in den inneren Hafen von olpenitz gelegt – und innerhalb weniger Minuten ging die gesamte Flotte über die Linie, inklusive einiger letzter Wendenduelle direkt an der Kaimauer. „Das war ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Tag mit stark drehenden Winden. Die Wettfahrtleitung hat wirklich einen super Job gemacht, ganz prima“, sagte „Sydbank“-Skipper Torsten Bastiansen. Er hatte mit seiner Crew der X-41 allen Grund zur Freude, lag er in Gruppe ORC 1/2 doch nach den vier Wettfahrten mit einem Punkt vor dem Schwesterschiff „Sportsfreund“ von Axel Seehafer. Jens Kuphals „Intermezzo“ folgte mit sieben Punkten auf Rang drei.

In ORC 3/4 hatte die Crew um Henning Tebbe und Jürgen Klinghardt mit „patent4“ den besten Riecher für die stellenweise stark drehenden Winde und führte nach vier Wettfahrten ihre Klasse an. „Bei ablandigem Wind war es heute wirklich nicht einfach, stets die richtige Seite zu treffen“, sagte „patent4“-Steuermann Henning Tebbe. Ein Blick auf die weiteren Ränge zeigt, wie knapp auch in Klasse ORC 3/4 die Rennen liefen. Gerade mal ein Punkt trennte „patent4“ von der zweitplatzierten Melges 24 „Bostik Bad Bays“ von Jan Schmidt, die wiederum punktgleich vor Knut Freudenbergs First 36.7 „Halbtrocken“ lag.

Bei diesen Ergebnissen blieb es schließlich, da der Sonntag keinen segelbaren Wind mehr bot. Der großartigen Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Crews feierten nich auf dem Steg ihre Siegerehrung und bekundeten ihren festen Willen, im kommenden Jahr wieder zu kommen und dann auch noch weitere Mannschaften zum Kommen zu animieren.

14 Teams kamen zum RVS-Saisonfinale nach Port Olpenitz. Foto: Frieder Griem

Zum Gelingen des Events trugen sowohl die Möglichkeiten des Port Olpenitz mit dem weitläufigen Hafen und den Ferienhaus-Unterkünften direkt am Hafen als auch die BBQ- und Spanferkel-Abende bei. Glücklich zeigten sich die drei Veranstalter, Bertil Balser und Bendix Hügelmann von der RVS sowie Sven Christensen vom Kieler Yacht-Club. „Das Finale war ein voller Erfolg“, so der einhellige Tenor. „Uns hat es viel Spaß gemacht, wir sehen uns zum RVS-Saisonfinale 2020 Anfang September wieder hier in Port Olpenitz“, sagte RVS-Vize Bendix Hügelmann.

Begeistert zeigte sich auch DSV-Vizepräsident Clemens Fackeldey, dem es auch ein persönliches Anliegen war, beim RVS-Saisonfinale vor Ort zu sein. Daher hatte er extra seinen Urlaub unterbrochen und eine 400 Kilometer lange Anreise in Kauf genommen. „Ich habe die Rennen interessiert und begeistert verfolgt“, sagte Fackeldey, der am Samstagabend die erfolgreichen Crews der vergangenen ORC Europameisterschaft für die RVS ehrte. Vor dem schwedischen Oxelösund hatte im August das Dreigestirn der „Sportsfreund“, „Intermezzo“ und der „Halbtrocken 4.0“ die ersten drei Plätze belegen können. „Macht weiter so“, so Fackeldeys Botschaft an die Segler und die RVS, deren Arbeit der DSV-Vize besonders hervorhob.

Henningsen & Steckmest: 60 Jahre Bootsbaukunst

An der Jubiläumsregatta auf der Schlei, ausgerichtet von Henningsen & Steckmest, nahmen über 50 Yachten teil. Darunter befanden sich 40 Scalar-Yachten (wie 28, 31, 34, 36 Scalare) sowie verschiedene Einzelbauten der Werft.

Über 50 Boote nahmen an der Jubiläumsregatta teil. © Nico Krauss / Hamburg

Von der ersten gebauten Yacht, nämlich dem Folkeboot Kairos (1959) über 6,5 KR Yachten, die jeweils ihren 50. Geburtstag feierten und die Ur-Scalar (1973) bis hin zum vorletzten Neubau war nahezu die gesamte Werftgeschichte auf der Regattabahn. Die Schlei bot bei bestem Wetter all diesen schönen Yachten eine sehr passende Kulisse.

60 Jahre Werftgeschichte auf der Schlei unterwegs. © Nico Krauss / Hamburg

Am Abend zum Jubiläumsfest versammelten sich ein Drittel aller Eigner, der jemals gebauten Henningsen & Steckmest Yachten im Werfthafen sowie viele langjährige Hafenlieger und Kunden. Die Jubiläumsrede von Rolf Steckmest mit historischen Einblicken, die Preisverteilung und der Anblick der vielen Yachten im Werfthafen rundeten den Abend ab.

Eine solche Verbundenheit mit der Bauwerft sowie langjährige Treue ist sicher nicht alltäglich.

Beste Bedingungen für die Teilnehmer der Regatta. © Nico Krauss / Hamburg

Messe KlarSchiff: K.O. nach der zweiten Runde

„Die Veranstaltung KlarSchiff wird 2020 nicht stattfinden.“ Mit diesem kurzen Satz besiegelt die Stadthalle Bremerhaven nach nur zwei Messen das Ende der Wassersportveranstaltung in der Seestadt. Eigentlich habe man ursprünglich erst nach einer dritten KlarSchiff Bilanz ziehen wollen, sagt der Geschäftsführer der Stadthalle, Raymond Kiesbye: „Ab der vierten Veranstaltung hätte die KlarSchiff kostendeckend laufen sollen. Aber die absteigende Kurve bei Ausstellern und Besuchern hat uns zu einem früheren Schlussstrich bewogen.“

Von einem Drittel weniger an Besuchern als bei der Premiere der KlarSchiff 2018 spricht Bremerhavens Tourismus- und Stadthallenchef Raymond Kiesbye, wenn er auf das Frühjahr dieses Jahres schaut: „Gleichzeitig hatten wir Druck aus der Kämmerei, unsere defizitären Veranstaltungen in der Stadthalle auf den Prüfstand zu stellen.“ Lediglich der Maritime Flohmarkt am Sonntag sei gut gelaufen. Da überlege die Stadthalle für das Frühjahr 2020 eine Fortsetzung in Verbindung mit einem „Nautiquariat“.

Wobei auch der Ideengeber für die KlarSchiff die Flohmarktidee retten möchte: Rolf Noll vom Kutter- und Museumshavenverein Vegesack hat schon Nägel mit Köpfen gemacht und für den 6. Oktober 2019 einen Maritimen Flohmarkt im Kulturbahnhof Vegesack (KUBA) ausgeschrieben. Von 8 bis 10 Uhr soll aufgebaut werden, bis 17 Uhr läuft die Veranstaltung. Noll zeigt sich schon etwas betrübt, dass nun auch die Nachfolgeveranstaltung der ehemaligen Boatfit in Bremen eingestellt wird: „Messemacherin Cindy Scharnhorst hat sich wirklich bemüht. Aber es war mein Rat und auch der von Mitinitiator Klaus Schlösser, sich noch einen Profi und Kenner der maritimen Szene für die Akquisition von Ausstellern dazu zu holen“, so Noll. Er könne die Entscheidung von Raymond Kiesbye sogar nachvollziehen angesichts der großen Hallenflächen, die die Stadthalle letztlich nicht wie geplant vermieten konnte und sie dann Vereinen wie der Schiffergilde kostenlos überlassen habe.

Klaus Schlösser von bootsausbildung.com hat auf den beiden KlarSchiff-Messen ziemlich erfolgreich das Seminarprogramm auf die Beine gestellt – mit gut gebuchten Kursen vom Pyroschein über Funkzeugnisse bis hin zu Vorträgen zur Tablet-Navigation an Bord. Schlösser hatte für die Stadthalle den Rat, die Messe weg von einer Besuchermesse hin zu einer Fachmesse zu entwickeln – bei deutlich höheren Eintrittspreisen, aber qualitativ hochwertigstem Angebot für alle, die ihr Boot auf die nächste Saison vorbereiten wollten: „Wenn Du ansonsten mit der kleinen Reichweite einer solchen Messe bei 5.000 bis 6.000 Besuchern rumkrebst, dann lässt sich schnell ausrechnen, dass das bei sechs Euro Eintritt nicht gut klappen kann.“

Schlösser wie auch Noll sind nun aber selbst erst einmal am Ende mit ihrer Idee einer Wassersportmesse für das Land Bremen. „Wir haben erst eine Messe begraben und jetzt die nächste. Bei mir ist da die Luft erst einmal raus – zumal meine Kernkompetenz in der Ausbildung und nicht beim Messemachen liegt. Aber es ist schon schade, weil so eine Messe meiner Meinung nach in die Region gehört.“, sagt Klaus Schlösser.

Volker Kölling

Der „Delphin“ ist im Wasser

„Dies ist ein bedeutender Moment für das Team – nicht nur, weil es ein neues Boot ist, sondern auch, weil wir nach 2017 ein ganz neues Konzept entwickeln mussten. In der kurzen Zeit seit der Veröffentlichung des Konzepts im November 2017 ist eine großartige Leistung des Teams, dies in die Realität umgesetzt zu haben“, sagte Kevin Shoebridge, COO des Emirates Team New Zealand.

Über 100.000 Stunden Entwicklungsarbeit der 65 Designer und Bootsbauer sollen in die Yacht geflossen sein, bis der Cupper entworfen und gebaut worden ist. Dafür wurde auch eigens eine ETNZ-Produktionsanlage in Auckland in einer leeren Fabrikhalle gebaut.

„Wir hatten seit dem Moment, in dem wir beschlossen haben, eine eigene Produktionsstätte zu errichten, Druck. Wir haben ein Team von 42 engagierten Leuten auf der Werft aufgebaut, die mit Hochdruck daran gearbeitet haben, dieses Boot aus der Halle zu schieben“, sagte Sean Regan, der den Aufbau der Werft geleitet hat. „Selbst für die erfahrensten Bootsbauer im Team war dies eine sehr einzigartige Konstruktion, da es sich um ein so hoch entwickeltes Boot handelt. Es ist ermutigend, dass für einige unserer jungen Bootsbauer der erste Bau auf einem Boot erfolgte, das in Bezug auf Konstruktion, Design und Leistung den neuesten Stand der Entwicklung aufweist.“

Der Leiter des ETNZ-Designteams, Dan Bernasconi, hatte zunächst die AC75-Klassenregeln mitentwickelt, bevor er sich auf das spezifische Design des neuseeländischen Bootes fokussierte: „Design und Konstruktion des AC75 stecken voller Innovationen – mehr als bei den AC50 auf Bermuda“, sagte Bernasconi. „Der AC75 ist ein völlig neues Konzept und hat in vielen Bereichen eine Menge Herausforderungen mit sich gebracht. Aber genau dafür wurde die Regel entwickelt, um die Entwicklung auf das Äußerste zu treiben. Wir waren in keinem Aspekt unseres Designs konservativ. Es wird nicht lange dauern, bis wir uns dem Design unseres zweiten Bootes widmen müssen, das wir schließlich im America’s Cup 2021 einsetzen werden. Deshalb müssen wir so viele unserer Ideen wie möglich in dieser Yacht testen.“

Im Gegensatz zu den anderen großen Herausfordererm konzentrierte sich das Emirates Team New Zealand bei der Entwicklung seines ersten Bootes ausschließlich auf Computersimulationen, anstatt ein Testboot im kleineren Maßstab zu bauen. Nun aber ist das ETNZ das erste Team, das einen AC75 im Praxis-Einsatz testen kann.

„Wir werden nervös sein, wenn wir die Yacht zum ersten Mal segeln. Aber ich bin mir sicher, dass das bei allen Teams nicht anders ist“, sagte Skipper Glenn Ashby. „Die AC75 sind große, leistungsstarke und schnelle Boote und es wird nur eine Handvoll davon geben. Aber nach unserer Einschätzung sind sie ausgereifter als das, was wir in den letzten beiden America’s Cups gesegelt sind. Wie bei jedem neuen Boot geht es darum, es langsam auf Touren zu bringen, effizientes Segeln zu erlernen, die Entwicklung der Konstruktionen voranzutreiben und dann die Stunden zu nutzen, um sich auf das AC World Series in Sardinien im April 2020 vorzubereiten.“

Das Emirates Team New Zealand wird sich nun auf eine intensive Testphase am Hauraki-Golf von Auckland in den Frühlings- und Sommermonaten konzentrieren und den Vorteil nutzen, auf dem Rennkurs des AC zu trainieren.

RVS-Finale vor Port Olpenitz

Zwei Tage mit einer Mischung aus Up&Down-Wettfahrten und navigatorisch anspruchsvollen Sprintrennen vor Port Olpenitz werden darüber entscheiden, welche Seesegel-Crews sich die Krone der Saison aufsetzen. Die Eckdaten des neuen Seesegel-Events versprechen ein kurzweiliges Regattawochenende. 16 Teams sind am Start.

Bereits am Freitagabend lädt die RVS alle Crews zum Grillen und Get-Together ein. Der Community-Gedanke steht bei dieser neuen Regatta ebenso im Fokus wie die Einbeziehung der Teilnehmer in den Ablauf der Veranstaltung. Auf dem Wasser erwartet die Segler eine spannende Mischung aus Up&Down-Wettfahrten und navigatorisch anspruchsvollen Sprint-Rennen unter der sorgsamen Ägide von Wettfahrtleiter Eckart Reinke, der mit einem bunten Köcher unterschiedlicher Kurse nach Olpenitz reist. „Das genaue Format der Sprint-Rennen wird dann bei der Steuerleutebesprechung im Einklang mit den Teilnehmern ausgewählt“, sagt Reinke und unterstreicht den Service-Gedanken der Regatta. Die Wettfahrten finden unmittelbar vor dem Hafen von Port Olpenitz statt, Start und Ziel im Vorhafen liegen als Option auf dem Tisch.

Organisiert wird das RVS Saisonfinale von der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) in Kooperation mit dem Kieler Yacht-Club. RVS-Chef Bertil Balser sagt dazu: „Wir können in diesem Event vieles ausprobieren und auch spontan Ideen umsetzen, diese Freiheit ist prima. Die Erfahrungen aus dem Saisonfinale werden sorgfältig sondiert und fließen in die Planung für die Saison 2020 mit ein.“

Als finales Event der RVS Inshore Cup Serie verspricht das RVS Saisonfinale spannende Wettfahrten: In Klasse ORC1/2 liegt die frisch gebackene Europameister-Crew der X-41 „Sportsfreund“ von Axel Seehafer zwar komfortabel in Führung vor der Landmark 43 „Intermezzo“ von Jens Kuphal, dem Team-Manager des Offshore Team Germany. Zur IDM Seesegeln während der Travemünder Woche hatte die „Intermezzo“-Crew ihre Klasse mit einem Sieg in ORC1/2 beweisen können. Die beiden Teams dürften sich auf dem Wasser nichts schenken, um vor Olpenitz die Jahreswertung unter sich auszumachen. Die Teams hatten sich im Verlauf der Saison gegenseitig zu Höchstleistung gepusht und zuletzt bei der ORC Europameisterschaft mit der „Halbtrocken 4.0“ von Michael und Mareike Berghorn die drei ersten Plätze belegt. Die „Halbtrocken 4.0“ ist allerdings vor Olpenitz nicht dabei.

In Klasse ORC3/4 geht die „halbtrocken“ von Dr. Knut Freudenberg als Gesamt-Dritte ins Finale. Dadurch, dass sowohl „Immac Fram“ von Kai Mares als auch „OneSpirit“ von Sören Brandt nicht vor Olpenitz segeln, dürfte sich das gesamte Podium in Klasse ORC3/4 nach dem Event neu sortieren. Ein Umstand, der auch der „patent4“-Crew von Jürgen Klinghardt (Italia 9.98) sowie der Studenten-Crew der J/109 „Ellide“ wohl bekannt sein dürfte.

Nach dem Segeln erwartet die Segler ein attraktives Rahmenprogramm rund um die inzwischen obligatorische Tagessiegerehrung. Dieser wird ebenfalls DSV-Vizepräsident Clemens Fackeldey beiwohnen, um vor Ort die drei Podium-Crews der ORC-Europameisterschaft zu ehren. Der weitere Samstagabend steht dann ganz im Zeichen der RVS Inshore Cup Saison 2019, wenn die Seesegler gemeinsam auf die Saison anstoßen und feiern.

Boot & Fun Inwater wächst rasant

Die zweite BOOT & FUN Inwater in der Marina Havelauen in Werder (Havel) war ein Riesenerfolg. Rund 100 Boote aller Größen und Arten an den Stegen und an Land sowie zahlreiche Pagoden auf der langen Promenade mit maritimen Angeboten vom Kajak über Bootsmotoren bis zu exklusiven Watertoys sorgten bei sommerlichen Temperaturen für beste Stimmung bei Besuchern, Ausstellern und Organisatoren. Tausende Bootsbegeisterte besuchten vom 30. August bis 1. September 2019 die BOOT & FUN Inwater, die nach der erfolgreichen Premiere 2018 dieses Jahr sehr stark gewachsen ist. Die Schau mit exklusiven Marken und breiter Angebotspalette auf und am Wasser profitierte vom besonderen maritimen Flair der Marina Havelauen in Werder in einem der schönsten Wassersportreviere Deutschlands.

Die BOOT & FUN Inwater positioniert sich erfolgreich mit einer umfassenden Boots-Auswahl auf dem Wasser als Kickoff-Event zur Hallenmesse BOOT & FUN BERLIN im November. Die Schau in Werder präsentiert sich dabei eine der großen Inwater-Boat-Shows in Deutschland. „Boote in ihrer natürlichen Umgebung in einem der schönsten Reviere Deutschlands zu zeigen, ist der Schlüssel zum Erfolg der BOOT & FUN Inwater“, erklärt Daniel Barkowski, Projektleiter beider Bootsmessen. „Unser Konzept Schauen, Testen, Kaufen ging voll auf. Hier werden die Kontakte geknüpft, die nach der Messe und bei der BOOT & FUN Berlin im November zum Kauf führen.“

Viele Aussteller betonten die besondere Qualität des Publikums, die sich gegenüber der Premiere 2018 noch einmal gesteigert hat. Großes fachliches Interesse und konkrete Kaufabsichten trafen beim weit überwiegenden Teil der Besucher zusammen. Viele Verkäufe konnten bereits während der Schau realisiert werden. Zahlreiche Aussteller sagten, auch im kommenden Jahr bei der BOOT & FUN Inwater ihre Boote und Dienstleistungen präsentieren zu wollen.

Die BOOT & FUN Inwater ist auch im kommenden Jahr als Auftaktveranstaltung zur Messesaison in der Marina Havelauen geplant. Die BOOT & FUN BERLIN mit einer der umfangreichsten Präsentationen von Motor- und Segelbooten in Deutschland findet vom 21. bis 24. November 2019 in den Messehallen unterm Funkturm statt, parallel mit der Premiere der MOTORWORLD Classics Berlin.

Ausstellerstimmen zur BOOT & FUN Inwater 2019

Prestige, Jeanneau, Glastron – Aqua Marin Boot & Yachten, Catina Burchardi
Die Inwater 2019 war ein voller Erfolg. Die Stimmung war durchweg positiv, alle Besucher hatten ein Lächeln im Gesicht. Wir hatten interessiertes Fachpublikum mit Bezug zum Wassersport, das bewusst wegen unserer und anderer Marken gekommen war, und zwar wirklich bundesweit. Wir waren erfolgreich, wir haben verkauft. Sehr positiv für eine Messe, die zum zweiten Mal stattfindet ist, dass sie sich so rapide vergrößert hat.

Aqualine, St. Tropez – Bootscenter B1 Aqualine Bootsmanufaktur, Frank Schaper
Es war wieder top. Das ganze Ambiente, natürlich geleitet vom Wetter, hatte Mittelmeerflair. „Testen, Schauen, Kaufen“ – genau das gibt es hier: Wassersport for life. Auf dem Wasser zu sein, Boote testen zu können, ist natürlich sehr wichtig, und das wurde auch ganz stark genutzt.

Bavaria, Greenline – Allert Marin, Marcel Ranke
Es war eine fantastische Messe bei Superwetter. Wir hatten sehr, sehr viele interessierte Kunden gehabt, die sich die Boote angeschaut haben. Und wir können sogar den einen oder anderen Erfolg verzeichnen. Wir gehen mit einem sehr, sehr guten Gefühl nach Hause. Wir haben Probefahrten mit den Booten durchgeführt, was unsere Kunden sehr geschätzt haben – das ist etwas ganz anderes, als wenn man sein Traumboot nur an Land sehen kann.

Linssen, Tecnorib Pirelli – Yachtzentrum Marina Zehdenick, Ralph Weil
Die Veranstaltung geht in die richtige Richtung. Es sind mehr Aussteller und mehr Schiffe da. Der Standort ist einfach gut: Es ist ein tolles Ambiente und ein tolles Flair. Es ist eine fast mediterrane Atmosphäre, wenn man über die Promenade läuft und vom Wasser aus auf die Boote schaut.

Sunbeam, Antaris, Maril – premium.boating, Björn Eismann
Die Qualität der Besucher ist besser als im Vorjahr, und das ist für uns das Entscheidende. Wäre es etwas kühler gewesen, wären sicher noch mehr Interessenten da gewesen.

Galeon, Fjord – Segel Auto Boote, Ralf Segel
Alle unsere Besucher waren sehr angetan vom Flair der Schau, besonders natürlich auf dem Wasser. Denn selbst mit dem Boot zu fahren zu können, kommt ganz hervorragend an.

Cranchi, Interboat – Kielwasser Feine Boote, Oliver Kulzer
Die BOOT & FUN Inwater ist ein sehr schöner Erfolg für uns. Nicht zuletzt dank des sehr schönen Wetters hatten wir viele, aber nicht zu viele Besucher, die gute Kunden wurden. Die Messe ist gewachsen; das tut der Veranstaltung sehr gut und lockt zusätzlich Publikum an. Wir haben an diesem Wochenende Boote verkauft.

Delphia – Palme Marin / Werderaner Yachthandel, Angela Weidner
Wir sind sehr begeistert. Wir haben ein qualitativ gutes Publikum hier. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich alles sehr gesteigert. Man merkt, die BOOT & Fun Inwater ist gut beworben und gut angenommen worden. Wir hatten Anfragen sowohl zu Kauf, Kaufcharter und Charter – und wir kommen 2020 wieder.

Audi – Audi-Zentrum Potsdam, Frank Gehlfuß
Wir hatten ordentlich Kundeninteresse und Zuspruch mit vielen tiefergehenden Gesprächen und wirklichem Interesse an den Fahrzeugen. Die Klientel für Boot und Auto, gerade mit höheren Anhängelasten, passt ideal zusammen.

Kieler Woche im Piraten-Look

Anker lichten, Segel setzen, Feiern – so könnte das Motto der Kieler Woche 2020 (20. bis 28. Juni) lauten. Die 126. Auflage des Segel- und Sommerfestivals präsentiert sich in einem auffälligen und ungewöhnlichen Freibeuter-Design. Der Entwurf des Baseler Grafikers Jiri Oplatek setzte sich im traditionellen Designwettbewerb gegen zwölf andere Vorschläge durch. Für die Fachjury steht fest: „Diese gestalterische Konzeption stellt formal und inhaltlich einen bisher noch nicht dagewesenen grafischen Ansatz im Kieler-Woche-Design dar.“

Abenteuer, Ausgelassenheit und Freiheit – für die Jurymitglieder stellen sich diese Begriffe, die die Kieler Woche charakterisieren, beim Betrachten des Siegerentwurfs ein. Weiter heißt es in der Jurybegründung: „Formal überlagern und ergänzen sich geometrische Flächen zu einem detailreichen Formenspiel. Dieses Spiel schafft eine Vielzahl assoziativer Ebenen, die die Verbindung zwischen der Kieler Woche als Sommerfestival und Segelwettbewerb herstellen. Neben der Freibeuter-Assoziation der Gesamterscheinung tauchen sukzessive Segel- und Wellenformen, abstrahierte Bootsklassen aber auch kartografische Elemente auf.“

Das Fazit der Fachjury: „Das Motiv der Kieler Woche 2020 ist ungewöhnlich, humorvoll und selbstbewusst.“

Die Jury stellt das Kieler-Woche-Plakat für 2020 vor. Foto: Kieler Woche

Der Siegerentwurf kommt erstmals seit dem Jahr 2011 wieder aus der Schweiz. Der Grafiker und Designer Jiri Oplatek wurde 1976 im tschechischen Brno geboren. Nach seinem Studium an der Schule für Gestaltung in Basel arbeitete er von 2000 bis 2003 als Grafiker bei „Meissner & Mangold“. 2003 gründete Oplatek in Basel gemeinsam mit Thomas Bircher und Roland John das Büro „Claudiabasel, Grafik + Interaktion“.

Nach einer Gastdozentur an der HfG Karlsruhe/ZKM ist Jiri Oplatek seit 2012 an der HGK Basel als Dozent für die Studiengänge Bachelor of Arts in Visueller Kommunikation und Master of Arts in Visueller Kommunikation und Bildforschung tätig.

In der Jury saßen vier Fachjuroren, vier Sachjuroren und zum zweiten Mal eine neunte Jurorin aus der Kieler Bevölkerung.

Die Fachgutachter waren Andrew Goldstein vom Karlsruher Designteam 2xGoldstein (ständige Gutachter mit einer Stimme), die Berliner Designerin Ariane Spanier (erstmals als ständige Gutachterin dabei), Vorjahressieger Daniel Wiesmann sowie Philipp Dornberger (Leiter Kieler-Woche-Büro).

Ihnen saßen als Sachgutachter zur Seite: Hauke Petersen als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche, Sven Christensen als Geschäftsführer der Point of Sailing Marketing GmbH, Dr. Carsten Krage als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kieler Woche Marketing GmbH und Universitätspräsident Prof. Lutz Kipp, Vorsitzender des Kultur- und Wissenschaftssenats der Landeshauptstadt Kiel.

Verstärkt wurde die Jury zudem von Tania Apenburg vom Beirat für Menschen mit Behinderung. 2018 hatte der Hauptausschuss beschlossen, immer ein neuntes Jurymitglied aus der Kieler Bevölkerung zur Jurysitzung einzuladen, um stetig neue Impulse zu setzen und den überregional und international ausgerichteten Designwettbewerb regional besser zu verankern. Das neunte Jurymitglied wechselt jährlich.

Helgahard Cup begeistert die Segelszene

69 Teams segelten auf Laser Bahia jeweils 13 Rennen im Bundesligaformat. Acht Mannschaften qualifizierten sich schließlich für das Finale, das der australische Champions-League-Sieger David Chapman mit Vorschoterin Julia Röttger für sich entschied. Auf den Podiumsplätzen folgten Florian Haufe/Carlotta Crüsemann vom NRV und Jan-Philipp Hofmann/Lena Böhnke (Düsseldorfer YC).

Insgesamt schickte das Wettfahrtleiterteam um Jens Hahlbrock 118 Mal die Achter-Flotten auf den Kurs. Dabei zeigte sich die Alster von ihrer typischen Seite: Winddreher, Windlöcher, Böen und Flauten machten es den Seglern nicht leicht. Bis zum Schluss blieb es spannend, wer es ins Finale schaffen würde. Neben den Medaillengewinnern schafften es auch die deutschen Ex-Olympiasegler Tobias Schadewaldt, Florian Spalteholz und Moana Delle, Ex-Match-Race-Ass Silke Basedow, die Junioren-Olympiamedaillengewinnerin Constanze Stolz und Allrounder Niklas Ganssauge in den Showdown der besten Acht.

David Chapman, der gerade erst die Champion League gewonnen hat, freute sich am Ende über den knappen Sieg: „Einen großen Dank an den NRV, es lief wirklich gut für mich. Gratulation an den Club, dieses Event aus der Taufe gehoben zu haben. Es ist ein großartiges Konzept – 100 Euro Startgeld für drei Tage Segeln, gutes Essen und Trinken. Natürlich auch Danke an alle Teilnehmer. Es war ein großer Spaß, ich habe es sehr genossen.“

Eine Neuauflage des Events soll es im kommenden Jahr vom 21. bis 23. August geben.

Die Top-Acht-Platzierungen : 1. David Chapman/Julia Röttger, 2. Florian Haufe/Carlotta Crüsemann (NRV), 3. Jan-Philipp Hofmann/Lena Böhnke (DYC), 4. Florian Spalteholz/Moana Delle (NRV), 5. Tobias Schadewaldt und Juliane Adelssen (NRV), 6. Niklas Ganssauge/Caro Hentschel (NRV), 7. Silke Basedow/Bastian Seibt (HSC), 8. Constanze Stolz/Timo Sommer (DYC/NRV)

Kenterung stoppt den Gold-Lauf

Als Sechste und als Achte machten die 470er-Segler Simon Diesch und Philipp Autenrieth sowie die Nacra 17-Crew Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer das starke deutsche Gesamtergebnis perfekt. „Ich bin zufrieden“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner. „Zwei Medaillen und auch gute Ergebnisse bei den 470er-Männern und im Nacra 17 bedeuten ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2020 einen guten Abschluss unseres Japan-Einsatzes.“

Tim Fischer/Fabian Graf, die vor einem Jahr WM-Bronze gewannen, standen dicht vor dem Sieg bei dieser Weltcup-Regatta. Als souveräne Spitzenreiter waren sie ins Finale gestartet, kenterten dann aber in einer starken Böe und beendeten das Medal Race schließlich als Letzte. Dennoch konnten sie damit einen Podiumsplatz verteidigen und freuten sich über die Medaille: „Die Kenterung ist beim Gennakersetzen passiert. Die Böen gingen weit über die 20 Knoten und mit der Welle war es ein Lottospiel, ob man den Downwind überlebt oder nicht. Trotzdem haben es andere Teams besser hinbekommen als wir. Heißt also: noch mehr Training. Wir haben aber gezeigt, dass wir Medaillenkandidaten sind, wenn wir zu den Spielen geschickt werden. Die Bedingungen liegen uns sehr gut“, sagte Tim Fischer.

Ähnlich sehen es die Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort. Die 470er-Akteurinnen, die von Bundestrainer Marek Chocian trainiert werden, waren als Sechste mit nur noch hauchdünner Medaillenchance ins Finale gestartet und machten daraus tatsächlich noch eine Bronzemedaille. „Wir sind superglücklich, dass wir hier am Ende noch eine Medaille einsacken konnten“, berichtete Steuerfrau Frederike Loewe. „Am Morgen haben wir uns noch fast lachend gesagt, dass wir dafür ja ‚einfach‘ nur das Medaillenrennen gewinnen müssen. Gesagt, getan! Uns hat das Ergebnis gezeigt, dass wir auch bei wenig Wind segeln können.“

Mit dem Sieg im Medalrace holten Frederike Loewe(li.) und Anna Markfort noch Bronze. Foto: Jesus Renedo / Sailing Energy

Auch Simon Diesch und Philipp Autenrieth segelten mit Platz sechs im Weltklassefeld der 470er-Segler in Medaillennähe. Für die süddeutschen Schützlinge von Trainer Tytus Konarzewski bedeutete die gute Leistung in der Sagami Bucht einen wichtigen Motivationsschub. Vorschoter Philipp Autenrieth sagte: „Es ist gut zu sehen, dass wir auch nach drei hochkarätigen Wettkämpfen und sechs Wochen Belastung noch performen können – und das auf sehr gutem Niveau. Außerdem zeigt es, dass wir uns hier im Revier immer besser zurechtgefunden haben.“ Für die deutschen 470er-Männer geht es im Frühjahr vor allem darum, den noch nicht gesicherten Nationenstartplatz für Olympia 2020 zu sichern.

Im Nacra 17 agierten Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer gewohnt sicher in den Top Ten. Die Kieler Mixed-Katamaran-Crew hat sich zwar durch eine Kenterung um ein besseres Resultat als den achten Platz gebracht, sieht sich aber auf gutem Kurs: „Wir können Medaillen gewinnen, wenn wir unsere beste Leistung abrufen. Das Gesamtpaket ist noch nicht ganz rund. Daran arbeiten wir hart“, sagt der 24-jährige Steuermann Paul Kohlhoff, der mit Alica Stuhlemmer bei Marcus Lynch trainiert. Das Olympiarevier schätzen die Kieler: „Es ist ein Revier für Alleskönner, in dem man sich gut anpassen können muss. Du muss einfach in allen Bedingungen stark sein“, so Kohlhoff.

Ergebnisse (mit deutschen Top-20-Ergebnissen)

Laser Radial: 1. Emma Plasschaert (BEL), 54 Punkte, 2. Anne-Marie Rindom (DEN), 57 Punkte, 3. Alison Young (GBR), 64 Punkte …16. Svenja Weger (Potsdamer Yacht-Club), 158 Punkte

Laser Standard: 1. Pavlos Kontides (CYP), 36 Punkte, 2. Matthew Wearn (AUS), 57 Punkte, 3. Jean Baptiste Bernaz (FRA), 62 Punkte …14. Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt), 137 Punkte

470er Männer: 1. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS), 27 Punkte, 2. Jordi Xammar Hernandez/Nicolás Rodríguez García-Paz (ESP), 37 Punkte, 3. Kazuto Doi/Naoya Kimura (JPN), 47 Punkte …6. Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club), 75 Punkte

470er Frauen: 1. Silvia Mas Depares/Patricia Cantero Reina (ESP), 44 Punkte, 2. Nia Jerwood/Monique de Vries (AUS), 45 Punkte, 3. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club), 58 Punkte … 11. Fabienne Oster/Anastasiya Winkel (Norddeutscher Regatta Verein), 97 Punkte, 12. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht-Club), 99 Punkte …17. Luise Wanser/Helena Wanser (Norddeutscher Regatta Verein), 130 Punkte

49er: 1. James Peters/Fynn Sterritt (GBR), 49 Punkte, 2. Benjamin Bildstein/David Hussl (AUT), 49 Punkte, 3. Tim Fischer/Fabian Graf (Norddt. Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), 52 Punkte …20. Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club), 101 Punkte

Nacra 17: 1. Quentin Delapierre/Manon Audinet (FRA), 21 Punkte, 2. Ben Saxton/Nicola Boniface (GBR), 22 Punkte, 3. Ruggero Tita/Caterina Banti (ITA), 23 Punkte …8. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club), 44 Punkte

„Platoon“ zum zweiten Mal Weltmeister

Nach einem starken Mittwoch mit zwei Tagessiegen in den drei Tagesrennen machte es Harm Müller-Spreer noch einmal ungewollt spannend. Im Feld der elf Profiteams segelte die „Platoon“ nur auf die Ränge 8 und 9, kassierte dazu zwei Strafpunkte, da sie zweimal mit Konkurrenten schuldhaft in Clinch geraten war. Doch am Ende reichte es, um die italienische „Azzurra“ knapp mit zwei Punkten auf Distanz zu halten. Denn auch die „Azzurra“ erwischte keinen guten Tag, kam nur auf die Plätze 6 und 8.

Die Erleichterung stand Müller-Spreer ins Gesicht geschrieben, als er in der Marina von Puerto Portals wieder an Land kam: „Wir haben uns heute ein paar Mal zu oft in den Fuß geschossen, aber es fühlt sich großartig an zu gewinnen. Der zweite Titelgewinn innerhalb von drei Jahren sagt viel über dieses Team aus“, sagte Müller-Spreer und ergänzte: „An einem Tag wie diesem muss man unbedingt die Nerven behalten: Das Rennen ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“ Taktiker John Kostecki erklärte: „Wir haben ein großartiges Team, wir segeln jetzt seit drei Jahren zusammen, aber wir waren noch nie in dieser Position – mit einem guten Vorsprung bis in den letzten Tag hinein. Wir werden daraus lernen.“

Enttäuschung herrschte dagegen bei „Azzurra“-Steuermann Guillermo Parada: „Es ist eine Schande. Es war ein Tag voller Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Wir sind in beiden Rennen vor ihnen gestartet. Aber wir haben uns nie so positioniert, um das auszunutzen.“

Ergebnisse

1. Platoon (GER) (Harm Müller-Spreer) (4,5,2,3,1,1,5,8,9,2 PEN) 40 Punkte
2. Azzurra (ARG / ITA) (Alberto Roemmers) (2,9,4,5,2,4,2,6,8) 42
3. Bronenosec (RUS) (Vladimir Liubomirov) (5,8,3,6,6,3,1,7,4) 43
4. Schlitten (USA) (Takashi Okura) (9,1,1,2,9,10,8,4,1) 45
5. Alegre (USA / GBR) (Andrés Soriano) (10,4,5,1,8,2,6,3,7) 46
6. Quantum Racing (USA) (Doug DeVos) (1,7,8,4,4,7,9,2,5) 47
7. Phoenix 12 (RSA) (Tina Plattner) (3,3,7,7,5,5,11,5,6) 52
8. Phoenix 11 (RSA) (Hasso Plattner) (8,2,9,9,11,8,4,10,2) 63
9. Provezza (TUR) (Ergin Imre) (DNF, DNC, DNC, DNC, 3,7,3,1,3) 65
10. Gladiator (GBR) (Tony Langley) (6,10,6,8,7,9,11,9,11) 77
11. Vision Future (FRA) (Jean J. Chaubard) (7,6,10,10,10,6,10,11,10) 80

Ölzeug: 14 Modelle in der Übersicht

Es ist nicht immer Kaiserwetter, wenn auch der Törn bei strahlendem Sonnenschein und 4 Windstärken aus der richtigen Richtung für die meisten Segler die Krönung darstellt. Doch wenn die Routenplanung einmal nicht nur im Hochsommer entlang der Küste und von Freitag bis Sonntag verläuft, sollte etwas robusteres und umfangreicher ausgestattetes Ölzeug an Bord sein. Die Anbieter aus aller Welt haben hierfür das sogenannte „Offshore-Ölzeug“ entwickelt, ein Mittelding zwischen den leichten „Coastal“-Serien und der schon beinahe rüstungsartigen „Ocean“-Bekleidung.

Die Auswahl im Markt ist nahezu unüberschaubar groß, die Preisspanne weit gesteckt. In dieser Marktübersicht haben wir uns deshalb auf einen bestimmten Bereich fokussiert. Voraussetzung für die Auflistung in dieser Marktübersicht war erstens die Zuordnung des Ölzeugs seitens der Hersteller in die Kategorie „Offshore“. Beim Preis haben wir uns für einen Bereich von circa 300 Euro bis knapp über 600 Euro entschieden. So entsteht eine größere Auswahl und jeder kann für sich entscheiden, ob es das günstige Angebot ausländischer Newcomer tut, man zu den Hausmarken der einschlägigen Ausrüster greifen will oder doch lieber auf das Ölzeug der Markenanbieter am oberen Ende der Preisrange vertraut.

1. Orangemarine: Offshore

Knapp 280 Euro für das Set aus Jacke und Hose sind eine echte Kampfansage. Zumal auf den ersten Blick alles an Bord ist, was das Segeln komfortabel macht: An der Jacke sammeln eine dreifach verstellbare Kapuze mit Schirm und Regenrinne, ein extrem hoher und fleecegefütterteer Kragen mit wegrollbarer Gischtmaske Pluspunkte. In zwei dichten Brusttaschen und zwei gefütterten Cargotaschen lässt sich reichlich Utensil verstauen, zwei gefütterte Einschubtaschen wärmen die Hände bei ungemütlichen Bedingungen. Verstärkungen im Ellenbogenbereich fehlen zwar, dafür ist der untere Rückenbereich gedoppelt. Die Ärmelmanschette besteht aus glattem und dünnem PU, das sollte Wasser weitgehend draußen halten. Die Hose ist höheren Belastungen an Bord ausgesetzt und weist reichlich Verstärkungen auf: Hosenboden, Knie und die Fersenkante sind gedoppelt. Zwei gefütterte Brusttaschen und eine Cargotasche auf dem Schenkel wärmen die Hände und fassen Kleinkram, Trägerlänge und Taillenweite sind justierbar.

Preis: 279,80 Euro (statt 360 Euro), Größen: unisex S-XXL,
Farben: rot/schwarz, grau/schwarz, www.orange-marine.de

2. SVB: Seatech

Für eine Handvoll Euro mehr ist dieses Set zu haben. Unter der Hausmarke des Bremer Ausrüsters hängt ein optisch ansprechendes aber auch etwas schlichtes Ölzeug am Kleiderbügel. Der Kapuze fehlen verschiedene Einstellmöglichkeiten, eine Regenrinne wurde nicht umgesetzt. Dafür punktet der Kragen mit hohem Schnitt, weicher Fütterung und einer Gischtmaske. Am Rumpf finden sich zwei Cargotaschen im unteren Bereich die mit gefütterten Einschubtaschen hinterlegt sind. Eine Brusttasche gibt es zudem. Am unteren Rückenteil ist das Material gedoppelt, die Ärmel sind aber nicht vorgeformt. Dort sollen gummierte Innenbündchen möglichst dicht halten. An der Hose nehmen zwei Cargotaschen im Brustbereich Utensilien auf, eine Beintasche ist nicht vorhanden. Dafür gibt es aber Verstärkungen an der vorgeformten Kniepartie und am Gesäß. Die Taille passt sich mit Gummibündchen und Riegeln an.

Preis: 299,95 Euro, Größen: unisex S-XXL,
Farben: anthrazit/gelb, rot, anthrazit, www.svb.de

3. AWN: Ocean Pro+

AWN bietet mit der Hausmarke Ocean Pro+ ein Offshore-Set an, für das ein Hunderter mehr über den Tresen gereicht werden muss. An der Kapuze finden sich zwei Einstellmöglichkeiten, die Gischtmaske ist kaum höher geschnitten als der Kragen. Der ist sehr hoch und mit weichem Fleece gefüttert. Neben zwei Cargotaschen finden sich darüber zwei gefütterte Einschubtaschen für die Hände. Die vorgeformten Ärmel sind mit Verstärkungen an den Ellenbogen ausgestattet, doppelte Bündchen aus PU sollen Wassereinbruch vermeiden. Die Jacke ist in kleinen Größen tailliert geschnitten. Auch wenn nur die Hose getragen wird, müssen die Hände nicht zittern: Dafür finden sich zwei gefütterte Einschubtaschen im oberen Bereich, weiter unten eine Cargotasche. Knie-, Gesäß- und Saumbereich sind verstärkt. Für guten Sitz sorgen breite, verstellbare und elastische Hosenträger sowie ein elastischer Bund in der Taille. Eine Cargotasche sitzt auf dem rechten Bein.

Preis: ca. 390 Euro, Größen: XXS-XXXL,
Farben: gelb, rot, schwarz, www.awn.de

4. Compass: Professional Offshore

Ebenso hat Compass24 seine Hausmarke im Rennen. Das preislich kaum höher angesiedelte Ölzeug-Set bietet zumindest auf dem Papier ordentlichen Gegenwert: eine dreifach verstellbare Kapuze mit Schirm, ein extra hoher und fleecegefütterter Kragen, der zu dem mit einer bis über die Nase reichenden und wegrollbaren Gischtklappe noch besser schützen kann. Einschubtaschen im Brustbereich fehlen, hier bietet eine sogenannte LaserCut-Brusttasche mit Drainageöffnung Stauraum. Die zwei unteren Taschen sind wiederum gefüttert. Am Ende der im Ellenbogenbereich verstärkten Ärmel befindet sich eine Manschette aus glattem PU. Außerdem sind hier die Säume der Bündchen zusätzlich verstärkt. Die an Gesäß, Knie- und Beinabschluss verstärkte Hose weist neben den zwei gefütterten Brusttaschen eine kleine Besonderheit auf: Stege an den inneren Elastikbündchen verhindern ein Hochrutschen der Hose.

Preis: ca. 400 bis 470 Euro je nach Größe, Größe S-XXL D/H,
Farben: rot, www.compass24.de

5. Decathlon: Tribord Offshore 900

Der Sportartikelanbieter mit dem üppigen Sortiment bietet auch für Segler/-innen diverse Modellreihen. Das Topmodell kostet im Set knapp 400 Euro und scheint einiges zu bieten. Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Und der beginnt gleich an der Kapuze, die sich nur bedingt einstellen lässt. Dafür aber ist der Kragen sehr hoch geschnitten und bis an den oberen Rand weich gefüttert, zusätzlich gibt es eine wegrollbare Gischtklappe. Mit insgesamt fünf Außentaschen ist die Jacke ausgerüstet, zwei davon sind gefütterte Einschubtaschen. Die untere Rückenpartie ist verstärkt, an den Ellenbogen jedoch fehlt ein solcher Schutz. Am Ende der vorgeformten Ärmel soll eine Innenmanschette Wasser stoppen. An der Hose findet sich Schutzmaterial an den vorgeformten Knien und am Gesäß. Zwei Einschub- und eine Cargotasche wärmen und stauen. Die breiten Träger und der Taillenzug sind elastisch.

Preis: ca. 400 Euro, Größe: XS-XXL D/H,
Farben: rot, schwarz, www.decathlon.de

6. Crazy4Sailing: Bergen

Die Farbgebung ist größtenteils etwas oldschool, die Ausstattung moderner: Die Bergen-Jacke des Pflegemittel- und Zubehörherstellers punktet mit manchen Details. Zwar ist der gefütterte Kragen niedrig und verfügt über keine echte Gischtmaske, die Kapuze dafür ist zweifach reffbar und mit einem Schirm ausgestattet. Die Taschenvielfalt hält sich in Grenzen, Einschubtaschen oben fehlen, dafür sind die Cargotaschen als 2-Wege-Modelle mit gefütterter Rückseite konzipiert und unter der Abdeckung des Reißverschlusses befindet sich eine Napoleontasche. An den ergonomisch vorgeformten Ärmeln mit abriebfesten Verstärkungen finden sich wärmende Neoprenmanschetten an neonfarbenen Einsätzen. Die Hosenträger sind breit und elastisch, die Taille lässt sich in der Weite verstellen. Es gibt zwei Fleecetaschen auf der Brust und eine Innentasche mit Reißverschluss.

Preis: ca. 420 Euro, Größe: XS-XXL unisex, D/H,
Farben: diverse, www.crazy4sailing.com

7. Westcoast: Offshore

Im Segelland Schweden wurde dieses Ölzeug erdacht. Und auf den ersten Blick erkennt man eine Vielzahl stimmiger Details: Die dreifach verstellbare Kapuze mit Schirm mündet in einen hohen und fleecegefütterten Kragen, der an der Front über einen Gischtschutz verfügt. Außerdem befindet sich hinten an der Innenseite des Kragens eine dünne Sturmhaube, die auf die Schnelle über Kopf und Mütze gezogen werden kann. Vier wärmende Einschubtaschen mit wasserabweisenden Spezialreißverschlüssen halten die Hände warm, zwei Cargotaschen fassen Kleinutensilien, dazu gibt es noch zwei Innentaschen. An Schultern, Ellenbogen und dem unteren Rückenteil sind Verstärkungen aufgebracht, die Ärmel verschließen elastische Gummimanschetten. Zahlreiche Verstärkungen an allen relevanten Stellen weist auch die Hose auf. Dazu kommen zwei gefütterte Einschub- und zwei Cargotaschen.

Preis: ca. 430 Euro, Größe: XS-XXL unisex,
Farben: rot, gelb, www. westcoast-sailingwear.de

8. Magic Marine: Element

Auch die Niederländer wissen, wie Ölzeug zu funktionieren hat: Die Kapuze mit Wasserdrainage und Schirm ist doppelt justierbar, der mittelhohe Kragen mit Fleece gefüttert. Eine hohe Gischtklappe ist nicht dabei. Dafür zwei fleecegefütterte Einschubtaschen unten am Rumpf sowie eine wasserdichte Brusttasche. Zudem findet sich innen eine Reißverschlusstasche. Die vorgeformten Ärmel sind im Ellenbogenbereich und an den Unterarmen verstärkt, wie auch der untere Rückenbereich der Jacke. Innenmanschetten verhindern allzu starken Wassereinbruch. Als Auffindhilfe hat der Hersteller den rechten Unterarm in einer kräftigen Signalfarbe ausgeführt. Sehr hoch geschnitten ist die Segelhose mit breiten Trägern und Taillenzug. Eine Cargotasche auf dem Bein, eine Brusttasche und zwei gefütterte Einschubtaschen zeichnen die Hose aus – ebenso wie die Verstärkungen am Gesäß und an den Knien.

Preis: ca. 480 Euro, Größe: XS-XXXL D/H,
Farben: grau/orange, grau/mint, grau, www.magicmarine.com

9. Parasail: Offshore

© Parasail

Seit einer gefühlten Ewigkeit ist der Anzug am Markt, und auch die Produktbilder haben sich nie verändert. Der Hersteller selbst nennt sein Ölzeug „legendär“ und verweist auf den Einsatz bei DLRG, Polizei und Feuerwehr. Doch auch Segler wärmt der hochgeschnittene und fleecegefütterte Kragen ohne Gischtschutz bestimmt sehr gut, die einstellbare Kapuze schützt vor Wasser und Kälte. Zwei Cargo- und zwei gefütterte Einschubtaschen nebst Oberarmtasche und wasserdichter Innentasche bieten Stau- und Wärmeraum, eine Verstärkung am unteren Rückenteil schützt vor Abrieb und ein Schrittgurt vor dem Hochrutschen der Jacke. Neoprenbündchen an den Ärmeln wärmen und halten das Wasser draußen. Außerdem gibt es eine einzippbare Fleecejacke on top. Die Hose hat Verstärkungen an Knien und Gesäß, zwei Fleecetaschen oben und zwei Cargotaschen auf den Beinen vervollständigen die Ausstattung.

Preis: 489 Euro, Größe: XS-XXXL unisex,
Farben: rot, gelb, www. parasail.de

10. Marinepool: Hobart

Das Sortiment des Herstellers ist groß, die Erfahrung ebenso. An der fleecegefütterten Kapuze mit dem angedeutetem Schirm finden sich mit einer weit nach unten geführten Kordel und einem Klettriegel zwei Einstellmöglichkeiten für freie Sicht und gute Passform. Der sehr hoch geschnittene und gefütterte Kragen lässt sich vorne mit einer wegrollbaren Gischtklappe bis deutlich über die Nase verschließen. Eine Brusttasche mit Drainage sowie zwei untere Cargotaschen mit gefüttertem Einschub komplettieren die Jacke rumpfseitig. In der rechten Außentasche lässt sich ein wasserdichter Beutel befestigen. Am unteren Rückenteil und an den Ellenbogen ist die Jacke verstärkt. Gummiartige Ärmelbündchen verhindern Wassereinbruch und Zugluft. Die passende Hose mit Knie- und Gesäßverstärkungen verfügt zwar nicht über gefütterte Einschubtaschen, wohl aber über zwei Staumöglichkeiten.

Preis: ca. 500 Euro, Größe: unisex XXS-XXXL,
Farben: diverse, www.marinepool.de

11. Helly Hansen: Skagen Offshore

Seit 140 Jahren existiert die Marke, die vom Fischer bis zum Rekordsegler schon alle ausgerüstet hat. Die Jacke des Skagen-Ölzeugs verfügt über einen sehr hohen und weich gefütterten Kragen, der zudem mit einer etwas knappen Gischtmaske versehen ist. Die Kapuze mit dem kleinen Schirm ist über Kordeln (auch horizontal) zweifach verstellbar. Am Rumpf gibt es zahlreiche Staumöglichkeiten: Zwei Cargotaschen nehmen Bootsmesser und anderen Kleinkram auf, zwei gefütterte Einschubtaschen wärmen die Hände bei Bedarf. An robuste Verstärkungen hat der Hersteller ebenfalls gedacht und das untere Rückenteil sowie die Ellenbogen gedoppelt. Die Ärmelabschlüsse sind mit Gummibündchen ausgestattet, die sich an signalfarbenen Stulpen befinden. Die vielfach einstellbare und sinnvoll verstärkte Hose weist in der Damenausführung ein besonderes Merkmal auf: den praktischen Dropseat.

Preis: ca. 580 Euro, Größe: D/H XS-XXL,
Farben: blaze orang/navy/rot/ebony, www.hellyhansen.de

12. Musto: BR2 Offshore

Seit Langem ist das Modell BR2 des Ölzeug-Profis Musto auf dem Markt, wohl nicht ohne Grund. Der sehr hoch geschnittene und bis an die Oberkante gefütterte Kragen verfügt zwar nicht über eine Gischtmaske, dafür birgt er eine immerhin zweifach verstellbare Kapuze mit kleinem Schirm und Regenrinne. Taschenseitig ist alles da, was man braucht: zwei große Cargotaschen mit hinterlegten gefütterten Einschüben, außerdem zwei gefütterte Einschubtaschen in Brusthöhe. Zwei Innentaschen gibt es auch noch. Die vorgeformten Ärmel enden in doppelten Manschetten, die innere aus weichem und dünnem, gummiähnlichem Material. Extra Materialdopplungen sind nicht vorhanden. An der Hose hingegen sind an den Knien, am Gesäßbereich und hinten am Saum abriebfeste Verstärkungen vorhanden. Eine Cargotasche rechts auf dem Bein und zwei gefütterte Einschubtaschen in Brusthöhe runden die Ausstattung ab.

Preis: ca. 610 Euro, Größe: D/H 8-16, XS-XXL,
Farben: diverse, www.musto.com

13. Gill: OS24J

Auch dieses Ölzeug ist schon seit Jahren auf dem Markt und gut ausgereift. Die Kapuze mit Schirm lässt sich über drei Wege sehr gut an die Bedürfnisse und Vorlieben anpassen, der sehr hohe und bis an den Oberrand gefütterte Kragen ist mit einer großen Gischtmaske versehen. Am Rumpf schließen sich zwei obere gefütterte Einschubtaschen an, darunter zwei große Cargotaschen. Eine Innentasche ist auch noch vorhanden. Auf besondere Materialdopplungen verzichtet der Hersteller. Die Ärmel münden in weiche PU-Manschetten, die nahezu wasserdicht abschließen sollen. Zwei feine Klettbahnen der äußeren Manschette anstatt einer breiten halten den Saum flexibel. Die hochgeschnittene Hose mit breiten Trägern ist an Gesäß und Knien verstärkt, zwei gefütterte Einschubtaschen und eine Cargotasche auf dem rechten Oberschenkel komplettieren die Ausstattung.

Preis: ca. 610 Euro, Größe: D 34-44, unisex XS-XXXL,
Farben: diverse, www.gillmarine.com

14. Plastimo: Active

Von den Franzosen stammt das Ölzeug am oberen Ende dieser Skala, und in manchen Details spiegelt sich das wider. Die mit Mesh gefütterte Kapuze ist durchdacht: Neben dreifacher Verstellbarkeit hat Plastimo seitliche Fenster eingebaut, die das Blickfeld erweitern. Bei Nichtgebrauch verschwindet die Haube in einem sehr hohen, aber nicht bis zur Oberkante gefütterten Kragen. Dafür ist die Gischtmaske sehr üppig und praktisch. Etwas mager ist die Taschensituation außen am Rumpf. Neben einer Brusttasche sind zwei gefütterte Cargotaschen nur von oben zu bedienen. Die klassischen Einschübe fehlen. Dafür hat der Hersteller innen neben zwei wasserdichten Taschen eine abnehmbare, umlaufende Gamasche als Schutz vor Wasser und Kälte verarbeitet. Ellenbogen und unterer Rückenbereich sind gut verstärkt, auf einem Ärmel befindet sich eine Tasche. Neoprenbündchen schließen unten ab. Die Hose bietet einen Clou: Der Latz samt Trägern ist abnehmbar.

Preis: ca. 640 Euro, Größe: D/H XS-XXL,
Farben: grau, rot, www.plastimo.com