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Ultime Trimaran “Sodebo3”: Schnellste Yacht der Welt? – Mit Mittelcockpit

Thomas Coville hat in Vannes seinen neuen Trimaran “Sodebo 3” der Öffentlichkeit vorgestellt. Im sehenswerten Video spricht er über den dramatischen Weg dahin.

Schließlich scheiterte der Einhand-Skipper viermal bei dem Versuch, alleine als Schnellster die Welt zu umsegeln. 2016  klappte es beim fünften Mal mit dem damals schon 15 Jahre alten Sodebo-Trimaran. Er blieb acht Tage und zehn Stunden unter der Bestzeit.

Sodebo 3
Der neue 32 Meter Trimaran “Sodebo3” mit Mittelcockpit. © Sodebo

Und dennoch war es seine letzte Chance, denn die Konkurrenz segelte längst mit neueren und schnelleren Booten. Die Zeit der großen Foiler hatte begonnen. Und folgerichtig hielt der Rekord nur ein Jahr. Dann schnappte ihn sich Francois Gabart mit seinem Semi-Foiler “Macif”.

Coville hinkte der Entwicklung technisch immer hinterher. Aber das hat sich nun geändert. Während sich die Kollegen mit den neuen Trimaranen bei der Route du Rhum zerlegten – und auch er selber mit einem Schaden am Beam seiner alten Sodebo nicht nonstop durchkam – konnte er nun den neuesten Trimaran der 32-Meter-Klasse aus den Hallen der berühmten Multiplast-Werft im französischen Vannes ziehen lassen.

Die Live-Übertragung der Sodebo-Launch-Show in Vannes. Was für eine Begeisterung:

Die große Überraschung der Konstruktion: Das Cockpit ist sieben Meter weiter vorne platziert, als bei den beiden anderen Neubauten vom Gitana-Team und der inzwischen vollkommen zerstörten “Banque Populaire”. Damit wird der Gewicht-Schwerpunkt weiter nach vorne verlagert und das Foiling soll vereinfacht werden. Die Bauzeit wird von Sodebo mit zwei Jahren und 110.000 Arbeitsstunden beziffert. Es muss sich zeigen, ob dieser neue Monster-Trimaran besser auf die brutalen Bedingungen vorbereitet ist, die ihn erwarten.

Thomas Coville spricht im Interview mit Sandra Valeska Bruhns über seine Pläne

“Banque Populaire”, als es ihr noch gut ging. Das Cockpit ist weiter hinten platziert. © zedda

 

Route du Rhum
Die Giganten im Vergleich. Gitana vor Macif und Banque Pop kurz nach dem Route du Rhum Start. © Yvan Zedda RdR2018

 

Gitana
Gitana im Vergleich. Mit Vollgas raus aufs Meer. Luvschwert und Ruder werden hochgezogen. © Benoit Stichelbaut / Gitana SA

 

gitana 17. Ultim Trimaran, Sebastien Josse
Gitana 17 aus der Möwenperspektive. Die kleinen Bötchen daneben sind keine Minis, sondern IMOCA! © u.r./segelreporter

Ostsee: Das Gewässer wird im Norden flacher

Während sich hierzulande die Küsten durch Klimawandel und den daraus folgenden Meeresspiegelanstieg mancherorts in Gefahr sind, sieht das für die skandinavische Ostseeküste anders aus. Der Grund: Hier übertrifft die Landhebung den Anstieg des Meeresspiegels. Das Land hebt sich schneller als das Wasser steigt.

Selbst Buckelwal verirren sich schon mal in die Ostsee. Hier 2014 beim Sprungtraining in der Flensburger Außenförde. © Bomholt

Besonders rasch schreitet der Erhebung der Landmasse im Norden der Ostsee, am Bottnischen Meerbusen in Schweden und Finnland, voran. Mehr als 20 Zentimeter hob sich das Land in Teilen dieser Region allein in den letzten 30 Jahren an. Steine, die einst nur leicht aus dem Wasser ragten, sind heute fast komplett trockengelegt. In mehreren Tausend Jahren, vermuten Forscher, könnte es sogar eine neue Landverbindung zwischen Schweden und Finnland geben.

Ostsee von oben
Perle der Ostsee: Die Dänische Südsee © vidicom

Auch die schnelle Landerhebung sorgt in Skandinavien für Probleme: Fahrrinnen werden zu flach für große Schiffe, Häfen müssen teuer ausgebaggert werden. Und durch die ungleichmäßige Anhebung der Landmassen kommt es insbesondere während der Schneeschmelze zu Überschwemmungen, weil Flüsse das Meer nicht mehr erreichen.

Der Ursprung der Entwicklung liegt in der Eiszeit. Seit der riesige Eispanzer, der einst Skandinavien bedeckte, zu schmelzen begann, verringert sich nach und nach der auf der Landmasse lastende Druck. Deshalb strebt sie langsam nach oben. Das Gegenteil passiert an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins. Dort senkt sich das Land sogar leicht ab.

Ausführliche Story auf SegelReporter

Bali 4.8: Zuwachs für die Charterflotte

Bali nennt die französische Multihull-Werft Catana eine Bau-Reihe, die in erster Linie für den Charterbetrieb gedacht ist. Neuestes Modell, und bislang noch in der Vorbereitung, ist der Bali 4.8-Katamaran. Stapellauf von Baunummer 1 ist für diesen Herbst geplant.

Das Besondere an Bali-Kats ist, dass sich die Rückwand der Kajüte dank Dreh-Kipp-Technik komplett öffnen lässt und die seitlichen Fenster beiseitegeschoben werden können. Cockpit und Essbereich werden dann zu einem einzigen großen, licht- und luftdurchfluteten Raum. Für Schatten sorgen das Dach des Aufbaus und das feste Biminitop. Wen es in die Sonne zieht, der hat die Qual der Wahl: Vor dem Aufbau liegt ein zweites geräumiges Cockpit samt Tisch und Sitzecke, darüber hinaus lässt sich auf dem Trampolin eine geräumige Polsterlandschaften aufschlagen. Zugang zum Vorschiff erhält man über die Seitendecks oder eine Tür im Salon. Ein drittes Cockpit befindet sich oben auf dem Biminitop. Hierbei handelt es sich allerdings eher um eine Liegewiese, die, mit komfortablen Polstern ausgelegt, zum Chillen einlädt oder zum Klönschnack mit dem Rudergänger, dessen Steuerstand direkt daneben liegt. Von hier aus werden auch sämtliche Strecker und Schoten, mit Ausnahme der für den Code Zero, bedient. Da die Fock auf einer Selbstwendeschienen sitzt und die Großschot oben auf dem Kajütdach gespreizt geschotet wird, ist das Segelhandling einfach und einhandtauglich.

Je nach Ausbau-Variante können bis zu zwölf Personen mitsegeln. Im sechs Kabinen-Layout sind erstaunlicherweise sogar noch sechs Nasszellen untergebracht. Der Design-Kniff besteht darin, sämtliche Betten quer zur Schiffsrichtung aufzustellen und die mittleren Kabinen mit Doppelstockbetten einzurichten. Bei dieser Interieur-Variante sind alle Kabinen als reine Schlafzimmer angelegt, ausgestattet nur mit Kojen und einem Schrank. Deutlich komfortabler geht es zu, wenn man z. B. den Vier-Kabinen-Ausbau wählt oder eine der beiden Eigner-Versionen (wahlweise mit drei oder vier Schlafzimmern). Die Kabinen bieten dann deutlich mehr Bewegungsfreiheit, größere Schränke, Schreibtische und Ablageflächen.

Technische Daten

Konstruktion: X. Fay, O. Poncin
Design: Lasta
LüA: 14,86 m
Rumpflänge: 14,28 m
Breite: 7,88 m
Tiefgang: 1,35 m
Verdrängung, leer: 15,3 t
Max. Verdrängung: 22 t
Wassertank: 1.000 l
Treibstofftank: 1.000 l
Motor: 2 x 45 PS /opt. 2 x 57 PS
Groß: 81 m²
Fock: 47 m²
Code 0: 90 m²
Infos: www.bali-catamarans.com

Faszination Langstrecke

Ob mit voller Crew oder Double-Hand: Langstrecken-Regatten liegen im Trend. Die Klassenvereinigung der Seesegler vervollständigt mit dem Offshore und Double Hand Cup ihr kompaktes Angebot für Dickschiff-Regattasegler. Acht Runden für die Double-Hand Fraktion, satte 20 Events für die Jahreswertung der Mittel- und Langstreckensegler in voller Crewstärke: Die RVS präsentiert mit dem RVS Offshore und dem RVS Double Hand Cup einen vollen Kalender.

Langstreckenregatten erleben starken Zulauf. Klassiker wie das Rolex Fastnet Race oder Gotland Rund sind extrem beliebt und die begrenzten Startplätze innnerhalb weniger Minuten vergeben. „Langstreckensegeln ist für viele das Herzstück unseres Sports“, sagt RVS-Chef Bertil Balser. „Da ist es selbstverständlich, dass wir ein entsprechendes Angebot darlegen.“

Nach der Offensive für die Up&Down-Fraktion mit dem RVS Inshore Cups legt die Seesegel-Klassenvereinigung jetzt nach: Ein saisonübergreifendes Angebot für Mittel- und Langstreckensegler soll den Rahmen für die Aktiven der Saison 2019 setzen. Wichtigste Neuerung hierbei: Der RVS Double Hand Cup. Insgesamt acht Events bilden dabei die Jahreswertung.

Um in die Wertung zu kommen, werden die besten vier Wettfahrten gewertet. Und bereits die erste Runde beginnt mit einem Paukenschlag: Das junge Event „Baltic 500“ von Strande um Læsø und Seeland eröffnet die Serie. Weitere Highlights sind Rund Bornholm, der Sydbank Cup und die Flensburger Fördewoche.

„Das Segeln auf lange Distanz ist die DNA unseres Sports. Was Seglerinnen und Segler auf einer Langstrecke erleben, finden sie in keiner anderen Klasse. Umso mehr freut es mich, dass mit der Olympia-Nominierung von Mixed-Offshore hier nun ein zusätzliches Schlaglicht gesetzt wird“, sagt RVS-Vize Bendix Hügelmann.

Neben dem Angebot für Double Hand Crews hat die RVS wie im vergangenen Jahr eine Jahreswertung für hiesige Mittel- und Langstrecken in voller Crewstärke zusammengestellt: den RVS Offshore Cup. 20 Regatten – verteilt über die verschiedenen Reviere – gehen in die Wertung ein. So hat jede Crew, gleiche Chancen, über das Jahr im Heimatrevier Punkte für die Jahreswertung zu sammeln. Die besten fünf Ergebnisse gehen in die Offshore-Wertung ein. Gewertet werden die einzelnen Läufe der jeweiligen Veranstaltung. Damit kann schon eine Teilnahme an der Nordseewoche ausreichen, um in der Jahreswertung gelistet zu sein.

Die besonders anspruchsvollen Langstrecken-Rennen sind mit einem Faktor belegt. Damit wird der zu segelnden Distanz ein sportlicher Wert zugeordnet. Die Rennen Helgoland-Edinburgh sowie Rund Bornholm stehen somit besonders hoch im Kurs.

„Im RVS Offshore Cup treffen die unterschiedlichsten Crews aufeinander. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dieses Format nicht nur den Austausch unter den Seglern fördert, sondern der Klasse insgesamt dabei hilft, eine größere Strahlkraft zu entwickeln“, sagt Bertil Balser. „Die besten Crews aus Inshore, Offshore und Double Hand Wertung finden spätestens zur Seesegelparty 2019 zusammen, das wird ein ganz besonderes Fest“, so Balser weiter.

Die weitere Vermarktung der RVS Cups läuft derweil auf Hochtouren. Die KV ist derzeit auf der Suche nach Partnern aus der maritimen Wirtschaft. „Wir führen bereits Gespräche mit festen Größen aus der Branche“, sagt Bendix Hügelmann.

RVS Double Hand Cup 2019

30. Mai – 4. Juni: Baltic 500

7.-10. Juni: Nordseewoche

22.-30. Juni: Kieler Woche

6.-14. Juli: Rund Bornholm

25.-28. Juli: Travemünder Woche / IDM See Double Hand

14.-18. August: Sydbank Cup

17.-18. August: Doublehand Regatta

21. September: Flensburger Fördewoche

 

RVS Offshore Cup 2019

18. Mai: Im-Jaich-Cup

24.- 25. Mai: Rund Rügen

25. Mai: Rund Hiddensee

25. Mai: Rotesand Regatta

1.-2. Juni: Glückstadt-Regatta

7.-10. Juni: Nordseewoche (W6,W7,W8,W12)

14.-16. Juni: Ærø -Rund

21. Juni: Flensburger Dunkel

21.-22. Juni: Midsummer Cup

22. Juni: Neustädter Mittsommer-Nachtregatta

22.-30. Juni: Kieler Woche (Aal-Regatta, Silbernes Band)

6.-14. Juli: Warnemünder Woche (Bäder-Regatta, Bornholm)

25.-28. Juli: Travemünder Woche (Langstrecke, Mittelstrecke)

14.-18. August: Sydbank Cup

23.-25. August: Greifswalder Boddentappen

24. (25.) August: Fehmarn Rund

7.-8. September: Weser-Herbst-Regatta

13.-21. September: Flensburger Fördewoche (NOSPA, FL Pilsener Cup)

28. September: KH&S Kalkgrund-Regatta

FSR warnt nach schwerem Unfall: Rettungsinseln nicht selbst prüfen oder bearbeiten!

Einen schweren Unfall in einer Wartungsstation nimmt der FSR zum Anlass für eine Warnung: Wer eine Rettungsinsel besitzt sollte sich keinesfalls selbst daranmachen, sie zu demontieren. Unbeabsichtigt kann es zu einem Unglück kommen.

Hintergrund der Warnung ist ein Vorfall, bei dem ein Techniker einer professionellen Wartungsstation schwer verletzt wurde, nachdem die Druckgasflasche einer Rettungsinsel überraschend auslöste. Die Insel war von ihrem Besitzer zum Entsorgen zur Wartungsstation gebracht worden, nachdem sich der Besitzer zunächst selbst an der Technik versucht hatte. Dabei muss die Insel derart manipuliert worden sein, dass die lose Druckgasflasche auslöste, als der Techniker die Insel inspizierte.

Michael Dibowski, FSR-Vorsitzender, stellt heraus: „Rettungsinseln, die ihre Lebensdauer erreicht haben, müssen ausgemustert werden. Seeluft, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel tragen zur Materialermüdung bei. Man sollte keinesfalls probieren, einzelne Bauteile zu demontieren, um sich so vielleicht Ersatzteile zu sichern. Der richtige Weg ist die Demontage durch Fachunternehmen.“

Bente 28: Mehr Platz und eine separate Nasszelle

Mittlerweile sind gut 100 Bente 24 verkauft, und viele Eigner haben der Werft ausführliche Feedbacks gegeben, von denen etliche mit Wünschen für ein Nachfolgemodell verbunden waren. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass mehr Raum zum Kochen und Schlafen und eine abgetrennte Nasszelle ganz oben auf den Wunschlisten stehen. Schlussfolgerung der Werft: Eine größere Bente muss her. Bei weitem nicht so groß wie die neue Bente 39, aber doch deutlich geräumiger als die Ursprungs-Bente. 28 Fuß scheinen perfekt, um den Charakter der nur 7 Meter langen Bente 24 zu erhalten, bei der es um puristischen Segelspaß geht, aber gleichzeitig mehr Platz zu bieten.

(Bild: Bente Yachts)

Auf der Bente 28, von der inzwischen Skizzen und Renderings veröffentlicht wurden, findet man steuerbords neben dem Niedergang einen kleinen WC-Raum. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt eine kleine Küchenzeile mit Herd und Spüle. Anstelle eines mobilen Salontisches, wie man ihn auf der Bente 24 anbringen kann, ist in der Schiffsmitte ein Schwertkasten aufgebaut, denn die neue Bente wird mit einem Schwingkiel ausgestattet. Der Wunsch nach flexiblem Tiefgang wurde ebenfalls häufig genannt. Zu beiden Seiten des Schwertkastens sind die obligatorischen Salonbänke aufgestellt, die nachts als Kojen dienen können. Weitere Schlafplätze bietet die Dreieckskoje vorn im Bug.

Wie ihre kleine Schwester soll auch das 28er-Modell in segelfertiger Standardversion reduziert ausgerüstet bleiben, einerseits, um den Einstiegspreis gering zu halten, andererseits, um individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Zur Motorisierung schlägt die Werft einen 8-10 kW starken Einbau-Elektromotor vor.

Technische Daten

Konstruktion: Judel/Vrolijk & Co
LüA: 8,55 m
LWL: 7,15 m
Breite: 2,99 m
Verdrängung: 2,2 t
Tiefgang (Schwingkiel): 1,00 / 1,85 m
Motor: E-Innenborder mit 8-10 kW
Groß: 28 m²
Fock: 19 m²
Gennaker: 74 m²
Preis: ab 68.000 Euro
Infos: www.benteyachts.com

 

Parasail: Anker für Grasböden

Die Parasail GmbH ist jetzt Händler der amerikanischen Firma Mantus und vertreibt deren Anker in Deutschland. Dieser ist so konzipiert, dass er in dichte Grasböden eindringen und mit großer Haltekraft arbeiten soll. Bevor er ins Parasail-Sortiment aufgenommen wurde, wurde er dort gründlich getestet. Das Ergebnis: „Beim Testen ist der Mantus schneller und tiefer gesetzt als jeder andere getestete Anker. Er lässt sich einfach verstauen, sodass Sie Ihn auch problemlos als Reserveranker fahren können, ohne viel Platz auf dem Boot zu benötigen.“ Der Mantus-Anker ist aus hochwertigem Stahlblech geformt und enthält keine Gussteile. Seine Spitze mit scharfem Kopf wird präzisionsgefertigt.

Auf dem Weg zum SBF See: Die erste Theoriestunde

Konzentriert wandert mein Blick zwischen dem blau-weiß-gemusterten Seil unseres Ausbilders Reinhard – Nein stopp, „Tampen“ natürlich, das sollte ich mir jetzt wohl besser merken – und jenem in meinen eigenen Händen hin und her. Während sich sein Tampen schnell und elegant in einen herrlich symmetrischen Knoten verwandelt, sieht meiner schon nach wenigen Sekunden seltsam verheddert aus. Ich muss lachen.

„Die beiden Enden doppelt überkreuzen, dann das obere Ende über das untere legen und schließlich nur noch von hinten durch die Bucht ziehen. Fertig ist der Kreuzknoten!“ – Zugegeben, theoretisch klingt das irgendwie nicht allzu kompliziert und bekannt kommt mir das Ganze ja auch vor. Nachmachen klappt trotzdem nicht auf Anhieb. Ich erfahre: Bei dem, was ich da im ersten Versuch hervorgebracht habe, handelt es sich um einen Altweiberknoten. Na toll! Also nochmal – und im zweiten Schritt dann einfach genau andersherum knoten.

Seit rund einer Stunde sitze ich nun gemeinsam mit acht anderen Teilnehmern in einem Seminarraum nicht weit vom Hamburger Elbufer entfernt: im Vorbereitungskurs für den Sportbootführerschein See, der mich schon bald zum Fahren von Sportbooten über 15 PS auf Seeschifffahrtsstraßen berechtigen wird. Fragen zum Ablauf des Kurses und die obligatorische Vorstellungsrunde haben wir bereits abgehakt. Die Motivationen meiner Kurskollegen sind vielfältig: Da wäre zum Beispiel das vom verstorbenen Großvater hinterlassene Boot, das endlich genutzt werden soll, oder der Wunsch nach einem Charter-Urlaub mit der Familie. Große Vorkenntnisse hat hier niemand. Zu meiner Erleichterung bin ich in einer bunten Truppe mehr oder weniger blutiger Anfänger gelandet – und nicht die Einzige, die trotz aller Begeisterung ein bisschen Bammel vor den nächsten Wochen hat. Reinhard Schölz, der den Kurs im Auftrag der Segel- und Sportbootschule Well Sailing leitet, macht das hier zum Glück nicht zum ersten Mal. Ohne seine ansteckende Gelassenheit wäre wohl spätestens beim Thema Prüfung leichte Panik ausgebrochen. 15 neunteilige Navigationsaufgaben, 285 Fragen, die gelernt werden wollen, und dann noch eine Praxisprüfung: Das klingt erst mal ein wenig beängstigend. Keine Panik, alles machbar, vermittelt uns Reinhard – wenn man denn lernt. Stimmt auch wieder, zumindest ein Teil der Prüfung besteht ja inzwischen lediglich aus Multiple-Choice-Fragen.

Kaum dass wir beim Knoten unserer ersten beiden frisch gelernten Seemannsknoten nicht mehr völlig durcheinandergeraten, geht es auch schon weiter. Nächste Lektion: Lichterführung. Eigentlich nicht unbedingt ein Thema für die erste Stunde, aber drei Teilnehmer wollen schon in ein paar Tagen auf Nachtfahrt gehen. Wir lernen deshalb schon jetzt den Unterschied zwischen Topp-, Seiten- sowie Hecklichtern und versuchen, Maschinenfahrzeuge von Segelbooten, Fischereifahrzeuge von Fahrzeugen mit gefährlichen Gütern zu unterscheiden. Reinhard wirft verschiedene Abbildungen mit dem Beamer an die Wand des Seminarraumes und erklärt uns, worauf wir achten müssen. Eigentlich alles ganz logisch, finde ich. Was mir hilft: bei Unklarheiten sofort nachzufragen. Merken geht deutlich leichter, wenn man versteht. Mit den vielen neuen nautischen Begriffen und Bezeichnungen zu hantieren, fühlt sich allerdings noch ziemlich ungewohnt an.

Die Kosten für den SBF-Kurs bei Well Sailing betragen 280 Euro. Eine Übungsfahrt ist darin bereits enthalten, die 110,93 Euro Prüfungsgebühr sowie der eine oder andere Euro für Übungsmaterialien aber noch nicht. Fünf Abende und einen kompletten Samstag wird unsere kleine Gruppe von nun an gemeinsam Theorie büffeln. Für jeden Termin stehen zwei bis drei Themenbereiche und ein oder zwei Knoten auf dem Plan. Die Inhalte vertiefen und auswendig lernen müssen wir dann aber alleine – mithilfe von Kursunterlagen, Büchern, Apps und Co. Praktisch: Wer möchte, kann das Kursbesteck für die Navigationsaufgaben und Materialien wie aktuelle Übungsbögen und -karten gleich vor Ort im Kurs kaufen. Für die Übungsfahrten auf der Bille, die uns auf die Praxisprüfung vorbereiten sollen, stehen noch einmal zusätzliche Termine zur Auswahl. An diesem ersten Seminarabend erscheint die Vorstellung, in naher Zukunft alleine ein Sportboot übers Wasser zu steuern, aber noch fast absurd.

Um kurz vor neun will ich dann am liebsten „Stopp!“ rufen. Und wundere mich über mich selber: Für Betonnung scheint an diesem Dienstagabend einfach kein Platz mehr in meinem Hirn zu sein. So ein Abendkurs lässt sich zwar gut in den Alltag integrieren, erfordert nach Feierabend aber noch mal ordentlich Konzentration. Draußen ist es längst dunkel, in meinem Kopf schwirren Begriffe wie „trawlender Fischer“, „tiefgangbehindertes Fahrzeug“ und „Grundsitzer“ hin und her und ich bin plötzlich hundemüde. Trotzdem bemühe ich mich, auch den Erklärungen zum letzten Thema des Tages noch einigermaßen aufmerksam zu folgen – und merke langsam, dass das Ganze immer mehr Spaß macht je tiefer wir eintauchen.

Als ich am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn sitze, bin ich zwar noch nicht gerade das blühende Leben, fühle mich aber zumindest wieder aufnahmefähig. Mich hat das SBF-Fieber gepackt. 18 Minuten habe ich noch bis zu meiner Haltestelle. Ich klicke mich durch den App-Store und lade mir die erste Übungsapp herunter. Na gut, der Großteil meiner Antworten ist zwar noch falsch, was jeweils mit einer niederschmetternden roten Markierung bestraft wird, ein Maschinenfahrzeug in Fahrt von 50 und mehr Meter Länge erkenne ich aber mit links an seinen Lichtern – und fühle mich richtig schlau, als endlich mal die grüne Markierung aufleuchtet.


Nächstes Mal: Wie ich mich im Kampf mit Gezeiten, Leuchtfeuern, Motorkunde und Co. schlage.

Kieler Woche: Mit Dänen und mehr Mixed

Die Kieler Woche richtet sich weiterhin international aus. Erstmals wird Marselisborg Yacht-Club/Sailing Århus mit in das Organisationsteam der Kieler Woche (22. – 30. Juni) aufgenommen. „Die kombinierte Weltmeisterschaft der olympischen Klassen in Århus war sehr gelungen, und wir haben hervorragende Wettfahrtleitungen gesehen. Daher reifte der Gedanke, dass wir mit den Dänen enger zusammenarbeiten sollten“, so der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst.

Neben dem Kieler Yacht-Club, dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Verein Seglerhaus am Wannsee aus Berlin gesellt sich somit der erste internationale Verein zum Organisationsteam der Kieler Woche. Und das soll erst der Anfang einer verstärkten Internationalität im Bereich der Wettfahrtleitung sein. Bereits in diesem Jahr werden Wettfahrtteams zwischen Århus und Kiel ausgetauscht. Ziel sei es, die Qualität auf dem Wasser noch weiter zu verbessern, beschreibt es Ramhorst.

Es sei eine Säule der verstärkten internationalen Ausrichtung, so Ramhorst weiter. Auch wenn die Fahnenmasten für die Nationenflaggen bereits 2018 kaum ausreichten, setzt Kiel auf weiter steigende Internationalität. So wurde mit dem Weltseglerverband vereinbart, Aktive aus sogenannten „Emerging Nations“ (aufstrebende Schwellenländer) zur Kieler Woche einzuladen. World Sailing übernimmt die Flugkosten, Kiel sorgt für die Charterboote, Meldegelder und Unterkünfte.

Und mit dem europäischen Verband EUROSAF wird im Bereich Jury und Wettfahrtleitung noch intensiver zusammengearbeitet. „Wir werden in diesem Jahr das Austausch-Programm verstärkt fortsetzen und Jurymitglieder sowie Wettfahrtleiter zu den Young Europeans Sailing und zur Kieler Woche einladen“, so Ramhorst.

Dabei ist die erhöhte Internationalität kein Selbstzweck, Ziel ist es die Veranstalterleistungen auf dem Wasser zu verbessern und Aktiven aus der ganzen Welt hochkarätige Formate zu bieten. Mit den olympischen Klassen, den 2.4mR, der OK Europameisterschaft sowie den Offshore-Regatten sind auch 15 internationale Klassen Bestandteil der Kieler Woche, die vom 22. bis 30. Juni die gesamte Bandbreite des Segelsports abbildet.

Und während die deutsche Nationalmannschaft in Kiel-Schilksee eine Kür absolviert und in den Jahren 2019 und 2020 den Blick auf die Nationenplätze in Enoshima richtet, plant die Kieler Woche auch schon über die Spiele in Japan hinaus, denn 2024 in Frankreich werden neue Segeldisziplinen am Start sein. Eine davon ist Mixed Doublehand Offshore.

„In den Diskussionen um den Sailing World Cup wurden wir seitens World Sailing immer für unsere Mischung aus olympischen, internationalen und offshore Veranstaltungen kritisiert, doch gerade letzteres erweist sich jetzt als perfekt auch für World Sailing. Denn wir sind die einzige ‚klassische‘ Veranstaltung, die nun unmittelbar auf das Double-Hand-Offshore-Format reagieren kann“, so Dirk Ramhorst.

Die ab 2024 neue olympische Disziplin „Mixed Doublehand Offshore“ steht von Mittwoch bis Sonntag im Kieler Woche Programm. Kurz-, Mittel- und Langstrecke entsprechen dem geplanten olympischen Programm, jedoch nicht nur für mixed Crews. Gesegelt wird mit ORC-Club vermessenen Yachten. Mit am Start ist das Ehepaar Roland und Nahid Gäbler.

Auch für die Zweihandjolle 470er bietet Kiel die Mixed-Variante an, weil ab 2024 das Zweihand-Jollen-Segeln in der Mixed-Variante olympisch werden soll. Dafür wird die 470er Klasse hoch gehandelt. „In Absprache mit der Klassenvereinigung haben wir entschieden, schon in diesem Jahr auch Mixed anzubieten“, so Dirk Ramhorst. Bereits in der Ausschreibung zur boot Düsseldorf im Januar wurde die Mixed-Variante frühzeitig aufgenommen. Und während sich die 470er-Spitze im Frauen- und Männer-Bereich auf die Spiele in Enoshima (Japan) fokussiert, formieren sich erste Mixed-Crews vor allem im Nachwuchsbereich mit der Ausrichtung auf die neue olympische Disziplin 2024 vor Marseille.

 

 

Kieler Woche (22. bis 30. Juni):

 

Teil 1: (vom 22. bis 25. Juni):

Samstag, 22., bis Montag, 24. Juni: Youth Sailing Champions League

Samstag, 22., bis Dienstag, 25. Juni; 505, FD, Laser Rad. (open), 29er, Musto Skiff, 2.4mR, Laser 4.7, Europe, Contender, Foiling Open (inklusive Waszp und Moth)

OK Europameisterschaft.

 

Teil 2: (26./27. bis 30. Juni):

Laser Std. M, Laser Rad. W, Finn M, 470 M/W, 49er M, 49erFX W, Nacra17 Mix.

Donnerstag, 27., bis Sonntag, 30. Juni: 420er, J/24, J/80 und J/70.

 

Seebahn:

Samstag, 22. Juni: Rendezvous der Klassiker.

Samstag/Sonntag (22./23. Juni): Welcome Race (ORC Club, Albin Express, Albin Ballad und Multihull). Aalregatta: (Yardstick, OD, Folkeboot).

Samstag, 22. Juni, bis Dienstag, 25. Juni: Kiel-Cup (ORC Int.)

Sonntag (23. Juni): Start des Nord Stream Races (Swan 50)

Mittwoch bis Sonntag (26.-30. Juni): Mixed Doppelhand Offshore Challenge (ORC Club).

Donnerstag, 27. Juni: Senatspreis (ORC Club)

Freitag/Samstag,  28./29. Juni: Das Silberne Band (ORC Club).

Messe-Überblick: Beach & Boat 2019

Auch in diesem Jahr präsentiert die Beach & Boat in Leipzig wieder Neuheiten, Trends und Angebote für die anstehende Wassersportsaison. Die Wassersportmesse unterteilt sich dabei in die drei Ausstellungs- bzw. Erlebnisbereiche „Boote“, „Sport“ und „Tourismus“.

(Bild: Leipziger Messe / Martin Neuhof)

Bootseigner sollten zum Beispiel in der „Beach & Boat WERKSTATT“ vorbeischauen. Hier können sie Bootsbauern bei ihrer Arbeit über die Schulter gucken und erhalten wichtiges Know-how für die Aufarbeitung und Reparatur von Booten. Im „FORUM ABC des Wassersports“ stehen Experten für Fragen und Tipps in Sachen Wassersport bereit. Jede Menge Wassersport-Erlebnis und Mitmach-Aktionen gibt es rund um den „Beach & Boat POOL“. Auf 550 Quadratmetern Wasserfläche können sich Besucher hier unter anderem beim Schlauchbootfahren, Jollensegeln und Stand-Up-Paddling austoben.

(Bild: Leipziger Messe / Martin Neuhof)

Öffnungszeiten

28. Februar bis 3. März 2019, täglich von 9.30 bis 18.00 Uhr.

Eintrittspreise

Tageskarte: 13,00 €
Tageskarte ermäßigt: 10,50 €
Tages-Kinderkarte (6-12 Jahre): 6,00 €
Gruppenkarte pro Person (ab 10 Personen) (nur an der Tageskasse): 10,50 €
Abendkarte (Zutritt nur Mo bis Fr ab 15 Uhr) (nur an der Tageskasse): 6,50 €

Die Eintrittskarten berechtigen gleichzeitig zum Besuch der Messe HAUS-GARTEN-FREIZEIT und der mitteldeutschen handwerksmesse.

Mehr Infos zur Messe unter: www.beach-and-boat.de

WetterWelt feiert 20-jähriges Jubiläum

Ein Mann, zwei Räume, drei Computer – so titelten vor 20 Jahren die Kieler Nachrichten und so fing Dr. Meeno Schrader mit seiner Firma WetterWelt in Kiel an. Als aktiver und erfolgreicher Regattasegler sprachen sich seine Dienstleistungen in der Segelszene schnell herum. Bereits drei Monate nach Gründung war er beim Admirals Cup in England und beriet das Deutsche Team, das einen Sieg einfuhr. Das öffnete ihm Türen zu internationalen Spitzenseglern, allen voran Ellen MacArthur. Sie vertraute ihm und es entstand eine fünf Jahre andauernde intensive Zusammenarbeit als Router bei allen Hochseerennen und Rekordversuchen mit und ohne Crew (Einhand).

Zusätzlich beriet er viele Regattateams bei Welt- und Europameisterschaften – weltweit. Bereits als Student arbeitete er bei den Olympischen Spielen in Korea für das deutsche Segelteam. Es folgten viele olympische Spiele, bei denen meist gleich mehrere Teams (u.a. Deutschland, Irland, Israel, Singapur) von Schraders Erfahrung profitierten. Die Spiele in Japan in 2020 werden bereits seine sechsten olympischen Spiele (für Deutschland, Irland, Schweiz) sein. Sehr schnell machte sich Meeno Schrader in Deutschland und über die Grenzen hinaus einen Namen. Nebenbei wuchs die Firma organisch. Jedes Jahr um durchschnittlich 1 bis 1,5 Mitarbeiter.

Meeno Schrader mit Ellen MacArthur

Auch in der Medienlandschaft wurde Meeno Schrader schnell „entdeckt“. Bereits wenige Wochen nach Firmengründung stand er beim NDR im Nachmittagsprogramm vor der Kamera. Es wurden neue Formate entwickelt und in DAS! präsentiert. 2001 folgte schließlich der dauerhafte Wechsel zum Schleswig-Holstein Magazin, wo Meeno Schrader ein neues Format vorstellte und mit seiner Firma produzierte: jeden Tag die Wettermoderation von einem anderen Orten in Schleswig-Holstein. Bei jedem Wetter. Sieben Tage die Woche. Über 13 Jahre kamen so über 4000 Produktionen zusammen.

Heute arbeiten 15 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Firma. Eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung dient der Entwicklung eigener Produkte unter anderem einem webbasierten Portal für Wirtschaftswettervorhersagen, einer Wetter-App und einer Wettersoftware SEAMAN PRO, die als Planungswerkzeug für die Törnplanung dient. Ein nahezu lückenloses Angebot macht die WetterWelt in Deutschland seit Jahren zum führenden Anbieter von Seewetterdienstleistungen. Hierzu gehört auch die weltweite Versorgung der internationalen Berufsschifffahrt mit meteorologischen Dienstleistungen, ein aktuell stark wachsendes Geschäftsfeld der WetterWelt. Weitere Geschäftstätigkeiten erfolgen in Form von Wirtschaftswettervorhersagen im B2C sowie B2B – Bereich diverser Projekte. Vor 10 Jahren wurde unter anderem das Tochterunternehmen meteolytix gegründet, das wetterabhängige Artikel- und Absatzprognosen, etwa für Bäckereien, erstellt. Gutachten, Seminare und Vorträge runden das Arbeitsumfeld ab.

Heute steht die WetterWelt auf mehreren soliden Beinen und verzeichnete 2018 gerade ihr erfolgreichstes Geschäftsjahr seit Bestehen. Im kommenden Jahr werden neue Geschäftsräume bezogen, und es ist beabsichtigt weiter personell zu wachsen.

Estela Jentsch ist die Seglerin des Monats Januar

Jugend weist die Erfahrung in die Schranken: Die 16-jährige Tornado-Seglerin Estela Jentsch, die bei der WM in Neuseeland mit ihrem australischen Partner Daniel Brown Bronze gewonnen hatte, setzte sich bei der Online-Wahl von sail24.com gegen die erfahrene Konkurrenz durch. Die 505er-Asse Wolfgang Hunger/Holger Jess (505er) sowie Drachen-Segler Klaus Diederich mussten sich hinter der Seglerin vom SC Füssen Forggensee einreihen.

Bereits bei der zweiten Weltmeisterschaft in Folge hatte das Jugend-Team Jentsch/Brown den erfahrenen Teams das Fürchten gelehrt. Im vergangenen Jahr gewann die deutsch-australische Kombination Bronze und siegte in der Mixed- und die Jugend-Kategorie. In diesem Jahr wiederholten die beiden das Kunsstück und ließen dabei auch so erfahrene Tornado-Asse wie dern Neuseeländer Rex Sellars, den Olympiasieger von Los Angeles 1984, hinter sich.

Bei der Wahl zu der/n Seglern/in des Monats war Estela Jentsch damit nicht zu schlagen. Zunächst hatten zwar Wolfgang Hunger/Holger Jess, die bei der 505er-WM in Australien auf den sechsten Rang gesegelt waren, die Spitze der Wahl übernommen. Doch dann machten die Anhänger von Estela Jentsch mobil. Sie gaben nicht nur ihre Stimme auf Sail24 ab, sondern bekundeten auch ihre Sympathie für die junge Seglerin. Nie zuvor hat es soviele Kommentare zu einem Artikel auf Sail24 gegeben. Grüße aus aller Welt begleiteten die Wahl von Estela. Und das Daumendrücken zahlte sich aus. Mit über 52 Prozent der Stimmen setzte sich die Bayerin durch. Auf fast 47 Prozent der Stimmen kamen Hunger/Jess, während der Drachen-WM-Dritte Klaus Diederichs, der in London lebt, bei dieser Wahl keine Chance hatte.

Das Endergebnis:

1. Estela Jentsch, 52,66 Prozent

2. Wolfgang Hunger/Holger Jess, 46,81 Prozent

3. Klaus Diederichs, 0,53 Prozent