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Laser Radial Jugend-WM: Mit Überblick in Front

Spätstart in Kiel. Bis 15 Uhr musste der Segelnachwuchs in Kiel warten, bevor es für die 365 Aktiven aus 44 Nationen auf die Bahnen ging. Der Wind hatte nach der morgendlichen Flaute aufgefrischt und so konnten am zweiten Tag der Laser Radial Jugend-Weltmeisterschaft vor Kiel-Schilksee verspätet zwei Wettfahrten gestartet werden. „Faire Bedingungen“, lautete das Fazit von Julian Hoffmanns (Allgäu), der nach vier Wettfahrten hinter dem Italiener Francesco Viel und vor dem Schweden Ludvig Hoffmann auf Platz zwei liegt.

 

„Wir hatten wohl so zwischen 6 und 10 Knoten und das passte sehr gut da draußen“, sagte er. In beiden Rennen platzierte er sich unter den ersten Fünf. „Außer im ersten Rennen, in dem der Franzose Matisse Pacaud weit vorne lag, war das Feld ziemlich nah beieinander.“ Julian Hoffmann hatte sich vorgenommen, frei zu starten sowie Speed und Dreher mitzunehmen. Das habe gut geklappt. „Ich wollte wenig Risiko gehen“, erklärte der Obersdorfer.

„Ich mag die wechselnden Winde“, erklärte Ludvig Lindqvist. Der Schwede hatte sich am Montag auf die Führungsposition gesegelt. „Die Rennen gestern waren besser, aber ich bin sehr zufrieden mit den heutigen.“

Zufrieden zeigte sich auch Julia Büsselberg (Berlin). „Die Bedingungen waren schwierig, aber wer schnell war, war gut dabei.“ Gute Starts, viel Speed und den Überblick behalten, lautete ihre Strategie, die erfolgreich aufging. Nach zwei vierten Plätzen am Vortag segelte sie am zweiten Wettfahrttag einen ersten und dritten und liegt im Gesamtklassement vorne. Hinter ihr haben sich die Italienerin Matilda Talluri und die Spanierin Ana Moncada Sanchez eingereiht. „Ich komme immer besser in die Regatta rein“, so Büsselberg nach vier Wettfahrten.

Während am Montag noch die Dreher schnell kamen, konnte die Berlinerin am Dienstag mit Gefühl in die Dreher hineinfahren. Dafür gab es keinen zusätzlichen Schwung durch die Welle. Wer es verstand, die Welle zu reiten, der hatte am Vortag einen Vorteil. Das war am Montag die Stärke von Laura Schewe (Kiel). Von der Welle war allerdings am Dienstag nicht mehr viel übrig geblieben. Nun will die Altenholzerin weiterhin konstant segeln und schauen, was am Ende dabei rauskommt. Schewe konnte ihre Resultate vom Vortag nicht wiederholen und fiel auf den neunten Platz zurück. Carlotta Sophie Crüsemann (Kiel) liegt auf dem 20. Rang.

 

Laser Radial Youth World Championships

Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)

Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren

Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.

 

Das weitwere Programm:

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Interboot: Mono- und Multi-Hulls für Neulinge

Segeln lernen leicht gemacht, das ist das Ziel aller Interessenvertreter des Wassersports am Wind, um den Nachwuchs zu begeistern. Aber längst nicht nur Kinder und Jugendliche starten in den Segelsport. Auch Erwachsene suchen den idealen Einstieg. Dabei begegnen sie sehr schnell der Frage: Einrumpf- oder Mehrrumpfboot? Jollen und kleine Kielschwerter auf der einen sowie Katamarane und Trimarane auf der anderen Seite bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot bei ihrer 57. Auflage vom 22. bis 30. September 2018 in Friedrichshafen am Bodensee.

Segelschulen weltweit unterrichten Anfänger sowohl auf Jollen als auch auf Kats. Oft ist es abhängig von den örtlichen Begebenheiten, die der Segelinteressierte bei der späteren eigenen, selbstständigen Ausübung berücksichtigen sollte. Ein Revier mit Steganlage und unzugänglichem Uferstreifen spricht für einen Einrümpfer. Am offenen Strand kann dagegen der Katamaran gut zu Wasser gelassen werden. Eine Slipanlage (Rampe) genügt beiden. Ein Pluspunkt der klassischen Einrumpfboote ist die deutlich geringere Breite, die bei der Liegeplatzsuche schlicht genügsamer ist, aber auch bei Manövern zum Beispiel in engen Hafenausfahrten das Gefühl von mehr Sicherheit vermittelt. Der Trumpf der Multihulls ist das höhere Geschwindigkeitspotential. Schon bei leichten bis mittleren Winden entfalten sie eine Faszination für Speed, der nicht nur Youngster im Wettbewerb mit anderen Funsportarten erliegen.

Ein innovatives Konzept aus Frankreich präsentiert Johannes Ersing Boot & Zubehör mit dem Segelboot ePoh. Es sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Trimaran, ist aber genaugenommen eine Jolle mit zwei Auslegern, die wie seitliche Stützen wirken, wenn die ePoh aus dem Gleichgewicht kommt und zu viel Krängung aufweist. Damit zielen die Konstrukteure auf sportliche Einsteiger, die sich durchaus von Beginn an eine Gleitjolle (Skiff) zutrauen, aber das typisch Wacklige noch aussparen wollen.

Eine Lanze für Mehrrumpfboote bricht Deutschlands größter Kathersteller Topcat aus Inning am Ammersee. Er zeigt die Interboot-Premiere K3X. Die Rumpfform des 4,92 Meter langen und 2,44 Meter breiten Boots wurde mithilfe von Computersimulationen (CFD) komplett neu entwickelt. Es ist zwar auf Solosegler zugeschnitten, bietet aber für Zweimann-Crews in Segelschulen und Bootsvermietungen das Modell Streamcut. „Wir spüren einen Trend zum Einhandsegeln, dem wir mit der bekannten wie beliebten Einfachheit unserer schwertlosen Boote nun mit dem K3X gerecht werden“, sagt Geschäftsführer Pablo Walden. „Für Familien und Einsteiger eignet sich aber auch der etwas kleinere K4X, den wir im Vorjahr neu konzipiert haben.“

Deutschlands meistverbreitete Erwachsenenjolle Ixylon ist in allen drei Ausstattungsvarianten Family, Fun und Regatta in Rothaushalle A1 zu sehen.  Die 5,10 Meter lange und 1,80 breite Kimmschwertjolle hat keinen Mittelschwertkasten und somit viel Bewegungsfreiraum im Cockpit, was Familien mit Kindern und Wasserwanderer zu schätzen wissen. Dazu gibt es auf der Messe noch die Ixybox zu sehen, eine Art Wohnwagen zum Transport nicht nur des Boots.

Eine feste Größe in puncto Schlauchbootkatamarane ist die Firma Grabner aus Haag in Österreich schon seit 60 Jahren. Nach Friedrichshafen bringt sie den neuesten Happy Cat Evolution, dessen Segeleigenschaften in einem wissenschaftlichen, hydrodynamischen Forschungsprojekt und intensiven Versuchsreihen optimiert wurden. Zwei Geübte brauchen keine halbe Stunde, bis das Boot aus dem Kofferraum segelfertig auf 4,65 Meter Länge und 2,20 Meter Breite aufgebaut ist. Außerdem kann man einen kleinen Außenborder anhängen.

Einen sehr ähnlichen Ansatz haben die niederländischen DinghyGo-Boote. Von den aufblasbaren Jollen sind alle drei Modelle auf der Messe zu bestaunen. Die kompakte Nomad S ist nur 2,30 Meter lang, die Nomad 3 mit 2,75 Meter ist die Nachfolgerin des Ursprungsmodells Beach 2. Als sportliche Version präsentiert DinghyGo die Orca mit einer Länge von 3,25 Meter, auf der sogar bis zu fünf Personen mitsegeln können. Auch hier ist ein Außenborder möglich, und das Prinzip lautet, aus der Tasche im Auto in rund 20 Minuten auf dem Wasser.

Die Interboot ist von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 30. September, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Kuttersegeln für Jedermann

Der Norddeutsche Regatta Verein lädt der alle Neugierigen und Interessierten am Freitag, den 24. August, ab 14 Uhr zum Segeln ein.

Zwischen den vielen Jubiläumsregatten anlässlich des 150. Geburtstags kann der NRV anders:  Am Freitag sollen nicht nur Profis, Leistungsseglern und Mitgliedern segeln, sondern alle, die Lust haben, die Alster von einem anderen Blickwinkel aus zu erleben. Alle Hamburger, Zugereisten und Besucher sind herzlich dazu eingeladen, mitzufeiern und die Alster auf traditionellen Jugendwanderkuttern zu erkunden. An zwei Stationen an der Außenalster kann nach Belieben an Bord gegangen werden. Die Kutter, die von erfahrenen Skippern gesteuert werden, drehen den Nachmittag über ihre Runden und machen ihre Stops beim Norddeutschen Regatta Verein sowie beim Hamburger Segel-Club.

Der Jugendwanderkutter ist ein traditionelles Segelboot, das insbesondere in der Jugendarbeit von Segelvereinen Verwendung fand  und zum Teil noch findet. Mit einer Länge von 8,50 m und einer Breite von 2,10 m können bis zu zehn Personen bequem darauf Platz finden. Bevor der Jugendwanderkutter in den 1960ern vom Deutschen Segler-Verband als eigene Bootsklasse anerkannt wurde, waren die Boote mit ihrer traditionellen Rumpfbauweise insbesondere bei der kaiserlichen Marine als Rettungsboote um 1900 im Einsatz. Nur wenige Jugendwanderkutter sind noch auf der Elbe rund um Hamburg und auf der Alster aktiv, einige weitere gibt es auf Nord- und Ostsee und im Weser-Ems-Gebiet.

„Es ist eine wunderbare Möglichkeit für nicht Segler, auf traditionellen Booten unseren tollen Sport kennenzulernen.“, sagt NRV Clubmanager Klaus Lahme.

Revierprofil: Nördliche Ägäis

Charterfirma: Albatross Yachting, Frangon 26str, Thessaloniki, Griechenland, Internet: www.albatros-yachting.gr. Vertreten durch: Master Yachting, Yachtcharter 1a, 97286 Sommerhausen, Deutschland, Internet: www.master-yachting.de.
Schiffe und Preise: Angeboten werden Schiffe von 34 bis 52 Fuß zu Preisen von 1.500 bis 4.400 Euro sowie ein 40-Fuß-Katamaran von 3.500 bis 6.990 Euro.
Revier: Lange Tagesetappen und Meltemi können Skipper und Crew schon mal fordern.
Seekarten: Imray G21 & G22.
Nautische Literatur: Rod Heikell: Greek Waters Pilot (Englisch). Gerd Radspieler: Griechenland 4 – Nordgriechische Küste, Nördliche Sporaden, Thásos, Límnos, Lesvos.
Wind und Wetter: Vorherrschender Wind zwischen Juni und September ist der Meltemi. Selbst bei bestem Sommerwetter kann er stürmisch aus Nordost blasen.
Wetterberichte: Verlässliche Windprognosen bekamen wir über www.accuweather.com.
Leuchtfeuer und Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert. Nicht jede Bucht kann man nachts ansteuern.
Gezeiten und Strom: Tidenhub bis 0,5 Meter. Gezeitenströme kann man vernachlässigen.
Navigation: Terrestrisch. Ein guter Plotter ist eine wertvolle Hilfe.
Beste Zeit: Juni bis September.
Anreise: Flug nach Thessaloniki. Transfer nach Nikíti.
Einreise und Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird fast immer gut verstanden.
Klima: Mediterran – subtropisch. In den Sommermonaten sind 40 Grad Celsius keine Seltenheit.
Kleidung: Leichte Baumwollkleidung, leichter Pullover und immer Ölzeug.
Sicherheit: Griechenland gilt immer noch als eines der sich­er­sten Länder der Welt.
Reiseführer: Andreas Neumeier: Chalkidiki / Antje und Gunther Schwab: Thássos & Samothráki / Ulli Grundner – Peter Einhorn: Límnos.

Windverhältnisse

Meltemi: Der Sommerwind der Ägäis weht hier aus Nordost, seltener aus Nord bis Nordnordwest. Am Nachmittag kann er bis 7 BFT auffrischen. Seine größte Stärke erreicht er zwischen Samothráki und Límnos.
Thermik: An windstillen Tagen kann sich in Landnähe, besonders aber im Golf von Ágio Óros und Kassándra, eine auflandige Thermik aufbauen, mit der sich gut segeln lässt.
Schirokko: Mit diesem Wind aus Süd bis Südost muss man in der Vor- und Nachsaison immer rechnen. Er kann eine Stärke erreichen, die Yachten in Schwierigkeiten bringen kann. Sonst sichere Ankerplätze können dabei zu einer gefährlichen Falle werden.
Fronten: Selbst in den Sommermonaten können in diesem Bereich der Ägäis Fronten durchziehen. Ein fallendes Barometer kündigt meist aus Südwest auffrischenden Wind an, der in der Folge über West auf Nordwest umspringt. Gefährlich sind die Böen beim Durchzug der Front.
Gewitter: Im Sommer bilden sich über dem Festland immer wieder Gewitter aus. In ihren Böenwalzen kann der Wind um 180° umspringen und kurzzeitig Orkanstärke erreichen. Besonders gefährlich auf exponierten Ankerplätzen!

Anspruchsvolle Welle und schöne Bedingungen

Wellen und 15 bis 17 Knoten Wind ließen die Jollen zum Auftakt der Laser Radial Youth World Championships vor Kiel Schilksee hin und her tanzen und verlangten den Aktiven konzentrierte Tonnenmanöver ab.  Wer anderen Vorfahrt gewähren musste, kämpfte, um nicht baden zu gehen. Am besten meisterten die Bedingungen Laura Schewe (Kiel), Josh Armit (NZL) und Ludvig Lindqvist (SWE), die nach dem ersten Tag in Führung liegen.

Konnte im ersten Rennen die Niederländerin Emma Savlon noch Laura Schewe auf Distanz halten und das Rennen vor der Deutschen gewinnen, so musste sie sich mit einer Disqualifikation im zweiten Rennen auf einem Gesamtrang 47 nach dem ersten Tag einreihen. Laura Schewe hingegen machte keine Fehler und verbesserte im zweiten Rennen das Resultat, gewann dieses und ging auch im Gesamtklassement in Führung. „Viel besser hätte es nicht laufen können. Die Bedingungen waren richtig schön. Die Welle war anspruchsvoll“, fasste die Kielerin den Tag zusammen. Bisher kenne sie die Situation noch nicht, bei so einem Event als Führende in den nächsten Tag zu starten. Aber sie versuche, sich einfach darauf zu konzentrieren, dass morgen ein neuer Tag mit zwei neuen Rennen und anderen Bedingungen sei, so Schewe.

„Ich hatte ein gutes erstes Rennen“, erklärte Emma Savlon, Zweite der Youth Worlds des Weltsegelverbandes in Corpus Christi (USA). Und obwohl sie einen guten Start im zweiten Rennen hatte, entschied sie sich auf der zweiten Kreuz für die falsche Seite und verlor Plätze. „Das war ein dummer Fehler“, fasste sie zusammen. Dazu kam noch eine Disqualifikation und so rutschte Savlon auf den 47. Platz. Konstante Rennen und Platzierungen unter den ersten Dreien hat sie sich für die beiden Rennen am morgigen Dienstag vorgenommen. „Das könnte nicht ganz so einfach werden.“ Denn in Kiel seien die Bedingungen schwieriger als in Texas vor wenigen Wochen.

Momentan auf dem zweiten Platz liegt die Russin Valeriya Lomatchenko, auf dem dritten hat sich die Spanierin Ana Moncado Sanchez eingereiht. Dicht gefolgt von Julia Büsselberg, die zwei vierte Plätze ersegelte. Unter den ersten 20 haben sich auch Vanessa Gregor (17), Carolin Müller (19) und Theresa Wierschin (20) platziert.

Josh Armit, der erst vor wenigen Wochen in Corpus Christi die Youth Worlds des Weltverbandes gewann, war nicht ganz zufrieden. Es sei ein ordentlicher, aber kein richtig guter Tag gewesen. Der stärkere Wind habe ihn gefreut, und er sei angereist, um zu lernen und sein Bestes zu geben. „Wenn ich mich in der Regatta wohl fühle, weiß ich, dass ich gut segele.“ Heute habe er einige Fehler gemacht, was für Morgen Luft nach oben lasse, so der Neuseeländer. Das Resultat kann sich aber trotzdem sehen lassen. Nach einem ersten und einem dritten Platz in den zwei Qualifikationsrennen des Tages liegt Armit nach dem ersten Tag im Gesamtklassement auf dem ersten Platz.  „Es war um einiges wärmer als noch zur Kieler Woche“, fasste er den Tag auf dem Wasser zusammen. Armit teilt sich die Führungsposition mit dem Schweden Ludvig Lindqvist, der auch einen ersten und einen dritten Platz einfuhr. Hinter ihnen hat sich Julian Hoffmann platziert. Nach einem vierten Rang im ersten Rennen, folgte ein Sieg im zweiten.

„Es ist eine Herausforderung, nur ein kleines Team zu haben, da wir nicht die Unterstützung haben, wie die großen Teams“, erklärte Arthit Mikhail Romanyk aus Thailand. Er ist zusammen mit seiner Schwester angereist – die einzigen Thailänder, die vor Kiel starten. Aber ganz ohne Unterstützung müssen sie auch nicht auskommen. Denn sie trainieren nicht nur zusammen mit dem australischen Team, sondern sind auch zusammen mit den Australiern vor Ort. Als Ziel hat sich Arthit Mikhail Romanyk die Goldfleet gesetzt. Und nach dem ersten Tag ist er auch ganz zuversichtlich, dass er es erreichen kann: „Es war heute recht windig. Das war gut für mich, da ich ein bisschen schwerer bin.“ Momentan liegt er in einer guten Position dafür, denn er hat sich nach dem ersten Tag auf dem fünften Rang eingereiht. Seine Schwester Janisara Sasha (Platz 54) strahlte über das Gesicht: „Das ist der beste Ort, an dem ich bisher gesegelt bin.“ Sie ist zum ersten Mal in Kiel, ihr Bruder zum zweiten Mal. Seit sechs Jahren segeln sie zusammen. „Es ist ein gutes Teamwork, und Mikhail ist auch mein Coach und passt auf mich auf“, so Janisara Sasha.

 

Weiteres Programm:

Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Sydbank Cup: Titelverteidiger setzten sich durch

Wenig Wind, kurzfristig für einige Boote fast ein wenig viel Wind, ausgiebiger Spinnaker-Einsatz auf dem Hinweg und stundenlanges Kreuzen auf dem Rückweg: Der Sydbank Cup 2018 hatte von all dem etwas zu bieten. Bei der wahren Schönwetter-Regatta gab es erfolgreiche Titelverteidiger zu verzeichnen: Michael Berghorn mit der „Halbtrocken 4.0“ (ORC B),  Jonas Hallberg mit der „Hinden“ (ORC C) und in der Kategorie Double Hand der Schwede Rikard Roth mit der „XAR“. Ein überzeugendes Ergebnis lieferte Tilmar Hansen mit der last-minute gemeldeten TP52 „Outsider“ ab: Gleich zweimal war die Yacht weit vor allen anderen Booten das First Ship Home und konnte zudem bei der Rückregatta den Sieg ersegeln.

Der Sydbank Cup 2018 startete am Mittwochabend in der Kieler Innenförde eher beschaulich. Bei Leichtwindverhältnissen und spiegelglatter Förde glitten die Yachten in drei Startgruppen über die Startlinie. Im Verlauf des Rennens nach Kopenhagen frischte der Wind auf, und die Regatta kam in Fahrt. Nach einem Ruhetag in der dänischen Hauptstadt, startete das Rückrennen nach Kiel. Es galt, bei moderaten Winden aus Südwest und West nach Hause zu kreuzen.

Im Sinne der kleinen Boote hatte die Wettfahrtleitung auf dem Hinweg nach Kopenhagen eine Bahnverkürzung vorgenommen, damit alle innerhalb des Zeitlimits ins Ziel kamen. Erste Yacht, die die Ziellinie vor Ålsgårde nördlich von Helsingør passierte, war die TP52 „Outsider” mit einer Crew um den Offshore Vize-Weltmeister Tilmar Hansen (Kieler Yacht-Club). Innerhalb von rund 14 Stunden kamen die restlichen Yachten ins Ziel. Lediglich zwei Crews brachen das Hinrennen nach Kopenhagen ab, eine davon aufgrund eines technischen Schadens. Ansonsten waren die Kommentare der Segler zum Rennverlauf durchweg positiv. „Ein exzellentes Rennen”, nannte es der Schwede Rikard Roth, der die Hinrunde in der Gruppe A der Kategorie Double Hand gewann. „Eine super schöne Regatta”, hieß es aus den Reihen der “Outsider”-Crew.

Genauso zufrieden waren die Segler mit dem herzlichen Empfang durch die KYC-Crew mit Hot Dogs und Budĕjovický Budvar Welcome Bier von den Sponsoren WeTreu und May & Olde bei ihrer Ankunft in Tuborg Havn im Norden Kopenhagens. Nach einem freien Tag in der dänischen Hauptstadt mit Zeit für Arbeiten am Boot oder Sightseeing standen am Freitagabend im Hellerup Sejlklub die Siegerehrung der Hinrunde des Sydbank Cups und das traditionelle BBQ mit Freibier von der Sydbank auf dem Programm. Als Sieger der Hinrunde wurden folgende Skipper und ihre Crews gefeiert: Rikard Roth mit der XP-44 „XAR“ (Double Hand Gruppe A), Carl Rasmus Richardsen mit der MAXFUN 35 „Tøsen“ (Double Hand Gruppe B), Andreas Rose mit der J-125 „needles und pins“ (ORC A Full Crew), Michael Berghorn mit der X-41 „Halbtrocken 4.0“ (ORC B Full Crew) und Jonas Hallberg mit der JPK 10.10 „Hinden“ (ORC C Full Crew).

Nach einem geselligen Abend bei lauen Sommertemperaturen fiel am Sonnabendvormittag bei blauem Himmel und moderatem Wind das Startsignal für die Rückregatta von Kopenhagen nach Kiel, die so genannte KYC-Trophy. Rund 150 zu segelnde Seemeilen lagen vor den Regattateilnehmern. Der Kurs führte Richtung Gedser südlich um Seeland herum zurück nach Kiel. Die Ziellinie lag auf Höhe des Kieler Leuchtturms.

Die Spinnaker, die nach dem Start in Kopenhagen gesetzt worden waren, wurden schnell wieder eingeholt. Stattdessen wurde es bei südwestlichen und später westlichen Winden von zehn bis 21 Knoten eine Rückfahrt mit viel Kreuzen. „Wir haben die ganze Nacht auf der Kante gesessen und sind nach Hause gekreuzt“, fasste Marcus Schlichting, Crewmitglied auf der Swan 48 S „Big Easy III“, das Rennen von Kopenhagen nach Kiel zusammen.
Als erstes Schiff überquerte die „Outsider“ nach 17 Stunden 53 Minuten und 47 Sekunden gesegelter Zeit gegen vier Uhr morgens die Ziellinie am Kieler Leuchtturm und war damit etliche Stunden vor den anderen Regattateilnehmern zurück im Hafen. Damit hat die Crew der TP52 „Outsider“ ihr angepeiltes Ziel, auch auf der Rückrunde das First Ship Home zu sein, erreicht. Und auch das zweite Vorhaben, auf dem Rückweg von Kopenhagen nach Kiel schneller als die J-125 „needles und pins“ zu sein, konnte die „Outsider“-Crew umsetzen. Fast 18 Stunden brauchte die „Outsider“ für die Rückfahrt, rund 19 waren es auf dem längeren Hinweg gewesen. Das macht deutlich, wie viel beschwerlicher das Segeln beim Rückrennen mit westlichen und südwestlichen Winden war.

In der Gruppe ORC A siegte Tilmar Hansen mit der „Outsider“ vor Stefan Kunstmann mit der BALTIC 52 „Zukunft IV“ des Kieler Yacht-Clubs auf dem zweiten sowie Andreas Rose mit der „needles und pins“ auf dem dritten Platz. „Wir sind vollkommen zufrieden: Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Die Regatta war für uns ein voller Erfolg. Das haben wir zum Großteil unserem Navigator zu verdanken, der uns alle Winddreher auf der Rückfahrt gut angesagt hat“, freute sich Bo Teichmann von der „Outsider“-Crew über den Sieg.

In der Gruppe ORC B hatten die X-41-Yachten beim Rennen von Kopenhagen nach Kiel die Nase vorne. Michael Berghorn gelang mit der X-41 „Halbtrocken 4.0“ nach dem Sieg bei der Hinrunde auch der beim Rückrennen und freute sich, dass er mit seiner Crew den Titel verteidigen konnte. „Der Hinweg nach Kopenhagen war tolles Segeln und deutlich weniger anstrengend als der Rückweg. Beim Rennen zurück nach Kiel war viel Einsatzfreude von der Crew gefordert, die die ganze Zeit auf der Kante gesessen hat“, resümierte Berghorn. Auf Platz zwei der Gruppe arbeitete sich Sven Christensen mit der X-41 „Sydbank“ vor. Die dritte X-41 Yacht war die „Stardust“ mit Skipper Alf Henryk Wulf, der auch auf den Hinweg nach Kopenhagen in der Gruppe ORC B bereits auf Platz drei gelandet war. Die vierte X-41 Yacht im Rennen war die „Ningxia“ mit der brasilianischen Crew um Skipper Cesar Gomez Neta, die auf der Hinrunde einen guten fünften Platz ersegelte, obwohl bei den Brasilianern der Spaß am Mitmachen im Vordergrund stand. Beim Rennen zurück nach Kiel waren die Südamerikaner allerdings nicht mehr mit von der Partie, sondern entschieden sich spontan für ein anderes Fortbewegungsmittel für den Rückweg.

Bei den kleinen Yachten der Gruppe ORC C ließ sich Jonas Hallberg mit der JPK 10.10 „Hinden“ den ersten Platz von der Hinrunde auch auf dem Rückweg von Kopenhagen nach Kiel nicht streitig machen. Somit hatte er zum dritten Mal in Folge beim Sydbank Cup die Nase vorne. Der zweite Platz ging wie bereits auf der Hinrunde an Werner Lemmel mit der Swan 46 „Rarotonga“. Drittplatzierter ist Frank Mantwill mit der X-362 SPORT „Glüxkind“. „Der Rückweg war sehr anstrengend, denn Kreuzen ist eigentlich nicht unser bevorzugter Kurs. Aber wir sind mutig gesegelt und es hat gut geklappt“, kommentierte Jonas Hallberg den weiteren Erfolg der „Hinden“.

Auch der Schwede Rikard Roth und sein Crewmitglied Lars Jörnvi verteidigten in der Gruppe A der Kategorie Double Hand mit der XP-44 „XAR“ erfolgreich ihren Titel vom Vorjahr und gewannen nach der Hinrunde auch die Rückrunde des Sydbank Cups 2018. Platz zwei belegt der Skipper Walter Watermann mit Jan Henning Günther auf der XP-44 „X-Day“. Jan Stähr fiel vom zweiten Platz auf dem Hinweg nach Kopenhagen beim Rückrennen mit der Figaro 2 „Gnaraloo“ auf den dritten Platz zurück.

In der Gruppe B der Kategorie Double Hand sah die Ergebnisliste des Rückrennens auf den ersten Plätzen genauso aus wie beim Hinweg. Skipper Carl Rasmus Richardsen und Lena Fetting hielten mit der MAXFUN 35 „Tøsen“ den ersten Platz. Danach folgen Dr. Lars Kyburg und Niels Töbke mit der Comfortina 42 „Ventus“.

Die Wanderpreise für die Rückrunde gingen an die Crews folgende Yachten: der Carl Grage Gedächtnispreis von 1957 an die „Outsider“, der Preis R.T. Dixon Challenge von 1912 an die „Hinden“ und der Wanderpokal der KYC-Trophy an die „Halbtrocken 4.0“. Neu war beim Sydbank Cup 2018 der inoffizielle Zukunftspreis für die beste Crew, in der alle Mitglieder jünger als 28 Jahre sind. Passenderweise durfte die Crew der BALTIC 52 „Zukunft IV“ den Zukunftspreis mit nach Hause nehmen.

Auch bei der Rückregatta von Kopenhagen nach Kiel konnte, wie bereits von Wettfahrtleiter H.-Eckhard von der Mosel prophezeit, aufgrund der Windverhältnisse kein neuer Streckenrekord aufgestellt werden. Der Rekord aus dem Jahr 2013 von Tilmar Hansen mit der TP52 “Outsider” bleibt weiterhin bestehen: 11 Stunden 31 Minuten 46 Sekunden.

Von der Mosels Fazit zum Sydbank Cup fiel sehr positiv aus: „Wir sind vollkommen zufrieden mit dem Verlauf der Regatta. Besonders die Rückregatta war für uns als Wettfahrtleitung durch die gleichmäßigen Windverhältnisse recht ruhig. Die Stimmung unter den Seglern war wie immer sehr gut.“ Die hervorragende Atmosphäre beim Sydbank Cup lobten auch viele Regattateilnehmer. „Schön am Sydbank Cup ist neben der guten Organisation besonders der familiäre Charakter der Regatta und das nette Miteinander der Segler. Das ist ansonsten bei anderen Rennen wegen immer stärker zunehmender Professionalität im Segelsport kaum noch üblich“, sagte Titelverteidiger Michael Berghorn von der „Halbtrocken 4.0“.  Mit der Siegerehrung am frühen Sonntagabend im Clubhaus des Kieler Yacht-Clubs in Strande ging der Sydbank Cup 2018 in geselliger Runde zu Ende.

Ergebnisse Sydbank Cup 2018, KYC-Trophy Kopenhagen-Kiel:
(Platz, Schiffsname, Bootstyp, Skipper/Eigner)

Double Hand:
Gruppe A:

  1. XAR, XP-44, Rikard Roth/Lars Jörnvi
  2. X-Day, XP-44, Walter Watermann/Jan Henning Günther
  3. GNARALOO, FIGARO 2, Jan Stähr

Gruppe B:
1. Tøsen, MAXFUN 35, Carl Rasmus Richardsen/Lena Fetting
2. Ventus, Comfortina 42, Dr. Lars Kyburg/Niels Töbke

ORC Club Full Crew:
ORC A:

  1. Outsider, TP52, Tilmar Hansen
  2. Zukunft IV, BALTIC 52, Stefan Kunstmann
  3. needles and pins, J-125, Andreas Rose

ORC B:

  1. Halbtrocken 4.0, X-41, Michael Berghorn
  2. Sydbank, X-41, Sven Christensen
  3. Stardust, X-41, Alf Henryk Wulf

ORC C:

  1. Hinden, JPK 10.10, Jonas Hallberg
  2. Rarotonga, Swan 46, Werner Lemmel
  3. Glüxkind, X-362 SPORT, Frank Mantwill

Weitere Informationen über den Sydbank Cup und die Ergebnisse finden Sie unter www.manage2sail.com und auf der Seite des Kieler Yacht-Clubs unter http://www.kyc.de/de/regatten/sydbankcup/  oder auf Facebook unter SydbankCup.

Stimmungsvolle WM-Eröffnung

Die Laser Radial Youth World Championships vom 18. bis 25. August ist das vierte große Segelereignis für die Laser-Klasse vor Kiel-Schilksee in wenigen Jahren. Über 370 Aktive aus 44 Nationen werden die kommenden Tage um Punkte und Titel kämpfen. Es sind bei den Mädchen und Jungen jeweils zwei Titel zu vergeben: unter 19 Jahren und unter 17 Jahren.

Das Stimmengewirr der unterschiedlichsten Sprachen schallte am Sonntag über das Hafenvorfeld in Kiel-Schilksee. Bunte Flaggen wurden begleitet von Samba-Rhythmen geschwenkt. Der Olympiahafen ist mit der Eröffnung der Laser Radial Youth World Championships wieder ganz in internationaler Hand.

„Ihr seid die Zukunft unseres Sports“, sagte Eric Faust, Vertreter der Internationalen Laser Klassenvereinigung. Er schätze sich glücklich, dass Kiel der Gastgeber der Weltmeisterschaften ist. Viel Erfolg bei den Rennen und viele neue Freunde an Land, wünschte Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs, den Athleten. „Es ist uns eine Freude und eine Ehre,  Euch hier zu haben.“ Auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freute sich über die Segler aus der ganzen Welt. „Es ist fantastisch so viele talentierte, junge Segler in Kiel begrüßen zu können.“ Sonnenschein und warmes Wasser seien für Kiel nicht immer normal, aber er hoffe, dass der endlose Sommer in diesem Jahr auch diese Woche über noch anhalte.

„Jetzt kann’s losgehen“, sagte Laura Schewe. Sie ist motiviert und gegen die leichte Aufregung hat sie probate Mittel gefunden. „Bei einer Regatta auf dem Heimrevier sind die Erwartungen von außen größer. Und vor einer Weltmeisterschaft ist ein bisschen mehr Anspannung da, die man zu kontrollieren hat.“ Den Kopf bekommt sie frei, indem sie beispielsweise Zeit mit Freunden verbringt. Allerdings hat es auch was Gutes, die Regatta vor der Haustür zu haben. „Das ist das Rundum-Sorglos-Paket an Land. Man weiß beispielsweise, dass der Kühlschrank immer voll ist“, sagte sie lachend. Bis Freitag hat sie noch trainiert, dann zwei Tage Pause genossen, in denen alles verarbeitet wurde. „So kann ich voll motiviert und mit richtig Bock aufs Segeln in die Regatta starten.“ Einen Platz unter den Top Five hat sie sich zum Ziel gesetzt. „Ich will das Ergebnis vom letzten Jahr bestätigen.“ Das Feld sei stark besetzt. So ist die Niederländerin Emma Savelon am Start, die im vergangenen Jahr den vierten Platz direkt vor der Altenholzerin und in Corpus Christi bei der Youth Worlds des Weltseglerverbandes unlängst den zweiten Platz belegte.

So ganz einschätzen kann Julius Hoffmann seine Konkurrenz noch nicht. Zwar hatte er einige der Konkurrenten auch bei den Youth Worlds in Corpus Christi bereits auf dem Wasser getroffen, doch es ist seine erste große Weltmeisterschaft. „Ich weiß gar nicht so, wie das Niveau ist.“

Hoffmann möchte in den Qualifikations-Wettfahrten eine bestmögliche Platzierungen ersegeln und sich so eine gute Ausgangsposition sichern. Mit einer Platzierung in der ersten Hälfte des Goldfleets wäre der Obersdorfer Gymnasiast zufrieden. In den vergangenen Tagen im Training habe er sich bereits mit dem Revier angefreundet. Doch: „Die Windrichtung ist ein bisschen komisch – ziemlich drehend, aber das bin ich von den Seen gewöhnt.“

Programm:
Montag, 20. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

 

Erik Heil und Max Boehme holen sich Meistertitel im 49er

Die deutsche Leistungsspitze der 49er-Klasse duellierte sich vom 17.-19. August immer wieder um die Führung. Tim Fischer (NRV) und Fabian Graf (VSaW), die erst letzte Woche mit ihrem spektakulären WM Bronze-Gewinn in Aarhus überzeugten, lagen nach sieben Wettfahrten am Samstag punktgleich auf mit ihrer stärksten Konkurrenz Erik Heil (NRV), Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2016 in Rio, und Max Boehme (KYC). Heil, der sonst mit Thomas Plößel (NRV) segelt, hatte in den letzten drei Wettfahrten am heutigen Sonntag den besseren Riecher für den Wind und ließ Fischer / Graf am Ende hinter sich auf Platz zwei. Bei den klassischen Alsterbedingungen mit extremen Winddrehern das Boot nicht kentern zu lassen und die einsetzenden Böen auf dem Wasser frühzeitig gut zu erkennen, war eine Herausforderung für alle Segler. „Normalerweise segeln wir nicht auf so kleinen Revieren“, sagte Erik Heil.

Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayrischen Yacht-Club belegten nach zehn spannenden Wettfahrten Platz drei. Neben Ruhm und Ehre freuten sie die drei Teams auf dem Podium auch über ein Preisgeld. „Wir sind sehr stolz über den Erfolg unserer beiden Olympic Team Mitglieder Erik Heil und Tim Fischer“, sagte Clubmanager Klaus Lahme. „Der Doppelerfolg zeigt uns, dass wir mit unserer Spitzenförderung auf dem richtigen Weg zu den olympischen Spielen 2020 in Tokio sind.“

Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Brüder Jan Peter und Hannes Peckolt. Zum ersten Mal, nachdem sie vor zehn Jahren bei den olympischen Spielen im 49er die Bronzemedaille geholt hatten, saßen sie wieder zusammen im 49er. „Es war tolles Segeln auf sehr hohem Niveau. Das sehr faire Miteinander unter den Seglern war beeindruckend und wir freuen uns sehr, dass wir hier dabei sein konnten“, sagte Jan Peter Peckolt. „Der Umgang mit den Winddrehern und die Notwendigkeit, schnell die taktisch richtigen Entscheidungen zu fällen, waren eine besondere Herausforderung.“ Mit dem von Erik Heil und Thomas Plößel geliehenem Boot segelten die beiden Brüder auf Anhieb auf Platz sechs.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Internationale Deutsche Meisterschaft der 49er in Hamburg stattfand. Bereits in 2008 ersegelte die Flotte ihren Internationalen Deutschen Meister auf der Alster.

Revierführer IJsselmeer

Op het IJsselmeer! Das IJsselmeer ist ein Binnensee mit kurzen Distanzen. Ideal für eine entspannte Tour durch die schönen holländischen Orte. Alles Wichtige für eine Rundreise:

(Bild: Jan Bindseil)


Inhalt

  1. Makkum
    Ansteuerung
    Häfen
  2. Workum
    Ansteuerung
    Häfen
  3. Hindeloopen
    Ansteuerung
    Häfen
  4. Stavoren
    Ansteuerung
    Häfen
  5. Lemmer
    Ansteuerung
    Häfen
  6. Urk
    Ansteuerung
    Häfen
  7. Lelystad
    Ansteuerung
    Häfen
  8. Enkhuizen
    Ansteuerung
    Häfen
  9. Andijk
    Ansteuerung
    Häfen
  10. Medemblik
    Ansteuerung
    Häfen

01 Makkum

Makkum liegt ganz im Nordosten des IJsselmeeres in der Nähe des Abschlussdeiches und den Schleusen von Kornwerderzand. Von Süden kommend sticht zuerst die große Werfthalle ins Auge und dient als Anhaltspunkt. Im Industriegebiet von Makkum sitzen einige namhafte Werften, die gerade unter Langfahrtseglern Rang und Namen haben.

Aufgrund des flachen Wassers vor dem Strand von Makkum gilt der Ort als idealer Punkt zum Lernen von Wassersportarten wie Kiten und Windsurfen. Die meisten Segler kennen wahrscheinlich nur die gut ausgestattete Marina Makkum. Doch der eigentliche Ort ganz am Ende des Makkumer Diep sollte bei Gelegenheit auch besichtigt werden.

Aufgrund der Nähe zu den Schleusen des Abschlussdeiches ist Makkum der ideale Absprunghafen für eine Erkundung der Inseln im Wattenmeer.

Ansteuerung

Die Einfahrt von Makkum umgibt ein riesiges Flach, das weit in das IJsselmeer hinaus ragt. Daher sollte nie direkt Kurs auf die Werfthalle oder Hafeneinfahrt genommen werden. Die Einfahrt in das Makkumer Diep liegt schon fast vor den Toren von Kornwerderzand. Ob aus West oder Süd kommend: Wer den Kurs auf Kornwerderzand steckt, geht auf Nummer sicher. Nachts sollte Makkum nur mit äußerster Vorsicht angelaufen werden: Es sind nicht alle Tonnen des schmalen Fahrwassers beleuchtet.

Häfen

Der erste Hafen an Steuerbord ist ein Vereinshafen, in dem es auch Liegeplätze für Passanten gibt. Die meisten Segler werden aber wohl die große Marina nebenan ansteuern. Der Meldesteg befindet sich gleich neben der Tankstelle. Die Marina ist gut ausgestattet und bietet nahezu alles.

Tel. +31 5 15 23 28 28
E-Mail info@marinamakkum.nl
VHF Kanal 31

Direkt am Ort befinden sich noch Liegemöglichkeiten an einem langen Steg direkt neben der Schleuseneinfahrt. Außerdem gibt es noch einige Plätze im Fischerhafen.

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02 Workum

Das kleine Städtchen am Ostufer des IJsselmeeres wird von Seglern gerne übersehen. Dafür wird es von Kitern und Windsurfern geliebt. Im Sommer lässt sich Workum bereits von weitem an den zahlreichen Kiteschirmen erkennen. Da auch die Einfahrt von Workum von einem Flach umgeben ist, sollte umsichtig navigiert werden. Außerdem versandet die Zufahrtsrinne regelmäßig und muss ausgebaggert werden.

Die Altstadt von Workum beginnt erst hinter der Schleuse. Noch bis vor wenigen Jahren war sie Schiffen mit größerem Tiefgang verwehrt, da der Drempel bei 1,65 Meter lag. Jetzt liegt er bei 1,90 Meter, sodass auch größere Schiffe binnen liegen können.

Ansteuerung

Auf keinen Fall direkt die Einfahrt anlaufen, sondern erst Kurs auf die Ansteuerungstonne H2-W1 nehmen, von der aus das Fahrwasser nach Workum fast genau östlich abzweigt. Unbedingt in der Mitte des Fahrwassers bleiben, das irgendwann an einem Steindamm vorbei und weiter in einen Kanal führt. Nachts sollte Workum nicht angelaufen werden.

Häfen

Der große Jachthafen It Soal liegt gleich an Backbord und bietet für den Segler so ziemlich alles. Die Marina ist ruhig gelegen, allerdings direkt neben einem Campingplatz mit reichlich sommerlichem Trubel. Der Standard ist hoch. Allerdings liegt die Marina etwas außerhalb der Stadt. Entlang des Kanals finden sich noch weitere kleine Möglichkeiten anzulegen.

Tel. +31 5 15 54 29 37
E-Mail marina@itsoal.nl

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03 Hindeloopen

Der kleine Ort, nur zwei Seemeilen von Workum entfernt, gehört zu den schönsten am IJsselmeer. Bereits von weitem dient der leicht schiefe Kirchturm als Ansteuerung. Auch Hindeloopen ist von einem großen Flach umgeben, sodass mit Umsicht navigiert werden sollte.

Im Gegensatz zu Makkum und Workum besitzt Hindeloopen keinen eigenen Strand, sodass in den Sommermonaten weniger Trubel herrscht. Einst war Hindeloopen ein beliebter Wohnsitz von Kapitänen, die für die holländische Handelsflotte fuhren. Viele der imposanten Kapitänshäuser sind erhalten geblieben. Die Altstadt wirkt auch heute noch sehr ursprünglich.

Bei starkem Nordnordwest kann es nahezu unmöglich werden, Hindeloopen durch die schmale Rinnen zu verlassen.

Ansteuerung

Von Süden kommend, darf der Kirchturm nicht direkt angesteuert werden, sonst wird man Bekanntschaft mit der KNRM (das niederländische Pendant der DGzRS) schließen. Daher einen leichten Bogen fahren, bis die Hafeneinfahrt von Workum etwa querab liegt. Die Ansteuerungstonne H2-W1 liegt etwas nördlich von Hindeloopen. Von ihr zweigt ein betonntes Fahrwasser nach Süden ab, das in den Hafen führt. Nachts sollte Hindeloopen ebenfalls nicht angelaufen werden.

Häfen

Direkt hinter der Hafeneinfahrt liegt der Stadthafenbeziehunsgweise der Alte Hafen mit einigen Boxen und Stegen, an denen im Sommer die Päckchen liegen. Rechts öffnet sich eine der besten Marinas Hollands: der Jachthaven Hindeloopen. Der Meldesteiger mit dem Hafenmeisterbüro befindet sich gleich vorne neben der Tankstelle. Der Hafen bietet gute sanitäre Einrichtungen, ein Restaurant direkt am Hafen, ein Hallenbad, eine Sauna, Squash- und Tennisplätze. Schiffszubehör wird ebenfalls angeboten, dass allerdings zu einem großen Teil aus Bekleidung besteht. Von der Marina ist es nur ein kurzes Stück bis in die Altstadt.

Tel. +31 5 14 52 45 54
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Hindeloopen verfügt über einen der besten Häfen der Niederlande

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04 Stavoren

Aufgrund seiner Lage an der Westspitze Frieslands ein beliebter Ausgangshafen sowie Törnziel. Einst war auch Stavoren ein großer Handelshafen und Teil der Hanse. Allerdings verlor Stavoren den Anschluss, als Städte wie Enkhuizen, Hoorn oder Amsterdam aufblühten. Der Fischfang prägte darauf den Ort, der heute defintiv nicht mit den Handelszentren aus dem Goldenen Zeitalter mithalten kann. Rund um den alten Häfen besitzt er einen gewissen rustikalen Charme, aber die Stadt selber bezaubert einen nicht.

Im Süden von Stavoren liegt eines der berüchtigtsten Flachs des IJsselmeeres: der Vrouwezand. Obwohl das Flach sehr gut betonnt ist, laufen hier jedes Jahr Yachten auf und müssen freigeschleppt werden.

Stavoren galt lange Zeit als das Nadelöhr Frieslands, da die Johan-Friso-Schleuse dem Verkehrsaufkommen der Freizeitschifffahrt nicht mehr gewachsen war. So bildeten sich in den Sommermonaten lange Schlangen auf der Binnen- und Außenseite mit Wartezeiten von mehreren Stunden. Eine neue Schleuse hat die Lage mittlerweile entschärft. Bei viel Wind sollte daher überlegt werden, binnen weiterzufahren.

Ansteuerung

Von Süden oder Osten kommend wird Kurs auf die westliche Spitze des Vrouwezand genommen. Erst wenn diese umrundet wurde, kann Kurs auf das Pumpwerk genommen werden. Wer das Flach im Süden berücksichtigt, kann Stavoren auch problemlos in der Nacht ansteuern. Die Hafeneinfahrten sind befeuert.

Häfen

Stavoren besitzt zwei Hafenbecken. Im nördlichen liegt der Alte Hafen mit Liegemöglichkeiten für Passanten. In den Sommermonaten bilden sich hier große Päckchen. Im südlichen Becken geht es an Backbord zur Schleuse und an Steuerbord in den großen Hafen der Marina Stavoren. Sie ist eine der größten Marinas in Holland und bietet neben guten sanitären Einrichtungen einen kleinen Bäcker, ein Restaurant und eine Tankstelle. Der Meldesteg befindet sich gleich an Backbord hinter der Einfahrt. Bei stürmischem Wetter wird es in der Marina schnell unangenehm. Der Weg in den Ort ist etwas weit.

Tel. +31 5 14 68 46 74
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Dank der neuen Schleuse ist Stavoren nicht mehr das Nadelöhr Frieslands

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05 Lemmer

Das ehemalige kleine Dorf Lemmer liegt am Ende der trichterförmigen Lemster Bucht. Obwohl es durch die vorherrschende westliche Windrichtung nicht immer einfach ist, aus der Bucht zu kommen, hat sich Lemmer zu einem Wassersportzentrum entwickelt. Häfen, Charterflotten, Restaurants, Schiffszubehör, Segelmacher – kaum etwas, das es in Lemmer nicht gibt.

Die kleine Altstadt entlang des Kanals ist immer einen Besuch wert. Die große Werfthalle dient schon von Weitem als Ansteuerung. Obwohl rund um den Hafen Industriegebiete entstanden sind, bekommt man in der Stadt wenig davon mit. Lemmer war schon immer in deutscher Hand, da es von Nordrhein-Westfalen durch einen Autobahnanschluss gut zu erreichen ist.

Ansteuerung

Lemmer stellt an den Navigator keine großen Anforderungen. Einzig die Untiefe ‚Steile Bank‘ sollte gemieden werden. Sie ist durch kleine Gefahrentonnen gekennzeichnet. Früher lag hier eine Kardinal-Süd, die unlängst wieder durch einen roten Tonnenstrich ersetzt wurde. Bei der Einfahrt in das Hafengebiet kann es aber knifflig werden, da Lemmer in mehrere kleine Hafenbecken unterteilt ist. Lemmer kann auch in der Nacht angelaufen werden.

Häfen

In ganz Lemmer gibt es mehr als zehn Yachthäfen – die meisten davon binnen. Außen geht es gleich an Backbord in den Industriehafen mit einigen Anlegemöglichkeiten. Wer noch ein Stück weiterfährt, stolpert geradezu über die Marina Friese Hoek. Sie ist gut ausgestattet und bietet gute sanitäre Einrichtungen. In die Stadt ist es auch nicht weit. Bei starkem Westwind ungemütlich.

Tel. +31 5 14 56 41 41
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Dahinter direkt links neben der alten Schleuse befindet sich noch der alte Gemeindehaven. Er liegt sehr zentral, bietet aber nicht den Komfort einer Marina. Ruhig liegt man Binnen in der Stadt am Kanal.

In Lemmer liegt man am besten mitten in der Stadt am Kanal

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06 Urk

Vor der Erschließung des Nordoostpolders war Urk eine Insel und hat sich bis heute ein gewisses Inselflair erhalten. Urk gehört mit Sicherheit zu den ursprünglichsten Häfen am IJsselmeer. Wer den Ort anläuft bekommt von weitem noch den Eindruck, es handele sich um eine Insel. Der große weiße Leuchtturm weist den Weg.

Doch auch in Urk beginnt der Tourismus Fuß zu fassen. War Urk noch vor zehn Jahren eine Art Geheimtipp, wird Urk heute von vielen Yachten angelaufen. Neue Schwimmstege wurden verlegt, neue Restaurants und eine ganze Waterfront aufgebaut, die dem Fischerhafen etwas an Flair genommen haben.

Dennoch sollte Urk unbedingt auf dem Törnplan stehen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Fischereihäfen am IJsselmeer, besitzt Urk noch immer eine der größten Flotten Europas. Allerdings wird der Fang nicht mehr in Urk angelandet, sondern an der Küste und mit LKW in den Ort gebracht.
Vor Urk erstreckt sich ein Flach mit vielen Steinen.

Ansteuerung

Von Nord kommend muss das Flach umfahren werden. Wer geradewegs auf den Leuchtturm zuhält, wird mit den Steinen im flachen Wasser Bekanntschaft schließen. Besser weiträumig umfahren und den Hafen von Süden aus anlaufen. Eine rote Betonnung hilft, das Flach zu umschiffen. Wer umsichtig navigiert, kann Urk auch in der Nacht anlaufen, da die Hafeneinfahrt gut befeuert ist.

Häfen

Der schönste Liegeplatz bietet sich gleich an Backbord längsseits am Kai. Direkt hinter dem Deich liegt dann der Strand. Allerdings sind diese Plätze begehrt und begrenzt. Entlang der Hafenmole wurde daher noch ein Steg gebaut, an dem festgemacht werden kann. Bei südöstlichen Winden kann es hier aber sehr unruhig werden. Direkt an der Hafeneinfahrt an Steuerbord liegt ein kleiner Vereinshafen, der auch von Gästen angelaufen werden kann. Allerdings ist es von hier aus recht weit in den Ort.

Besser liegt man im Nieuwe Hafen in Boxen mit Schwimmstegen gegenüber der Kaimauer. Freie Boxen sind mit grünen Schildern gekennzeichnet. Hier gibt es auch ein kleines Sanitärhaus, das allerdings viel zu klein ist. Daher wurden daneben Container aufgestellt. Da diese öffentlich zugänglich sind, tränen die Augen teilweise schon beim Betreten.

In Urk liegen die schönsten Liegeplätze direkt an der Mole

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07 Lelystad

Lelystad ist eine sehr junge Stadt und noch keine hundert Jahre alt. Sie liegt auf dem Flevolandpolder und von den Häfen rundherum recht weit entfernt.

Bekannt ist Lelystadt für das große Outlet Shopping Center und für den Nachbau eines Ostindienfahrers aus dem 17. Jahrhundert. Beide Attraktionen liegen allerdings im Marker- und nicht im IJsselmeer. Von den Häfen weiter außerhalb im IJsselmeer gibt es aber auch Busverbindungen. Lelystad selber haben wohl die wenigsten Segler jemals besucht.

Ansteuerung

Die schnurgerade Küste des Flevolandpolders bietet keine navigatorischen Hürden. Es ist überall ausreichend Tief. Der hohe Turm der Flevolandcentrale dient als Kursmarke. Die Häfen, die zu Lelystad gehören liegen etwas verteilt.

Häfen

Ganz im Norden liegt mitten im Nirgendwo die Flevomarina. Eine große Marina mit allem erdenklichen Komfort. Restaurant, Sauna und Versorgungsmöglichkeiten liegen alle auf dem Gelände. Wer möchte, kann sich sogar ein Bad mit Badewanne reservieren. Wer hier anlegt, braucht die Marina nicht zu verlassen.

Tel. +31 88 05 04 170
E-Mail havenkantoor@flevomarina.com

Weiter Richtung Süden liegt der Hafen Deko Marine. Er liegt etwas zentraler und bietet ebenfalls viel Komfort. Outlet und Batavia sind von hier aus besser zu erreichen.

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08 Enkhuizen

Enkhuizen ist das Juwel des IJsselmeeres und eine der schönsten holländischen Städte. In der Blütezeit des Goldenen Zeitalters gehörte Enkhuizen zu den reichsten Städten der Welt. Kaufmänner ließen wunderschöne Stadthäuser errichten, die zu großen Teilen erhalten sind. Ein Spaziergang durch die Gassen Enkhuizens gehört daher unbedingt zu einem Törn in Holland dazu. Wer das Glück hat, in der Nachsaison bei beinahe leeren Straßen durch den Ort zu wandeln, wird beinahe das Gefühl haben, im Enkhuizen des 17. Jahrhunderts zu sein. Außerdem gibt es in Enkhuizen gute Verpflegungsmöglichkeiten und zahlreiche kleine Restaurants.

Es lohnt sich, ruhig einen Tag länger in Enkhuizen zu bleiben. Das Zuiderzeemuseum bietet sich bei Regen an, das Freilichtmuseum (Buitenmuseum) bei tockenem Wetter. Hier wurden aus ganz Holland historische Häuser wieder aufgebaut und zu einem typischen holländischen Dorf zusammengefügt. Für Segler ist der Kirchturm bereits von weitem zu sehen und dient als Landmarke.

Ansteuerung

Da der Damm zum Markermeer direkt in Enkhuizen beginnt, erfolgt die Ansteuerung aus Ost oder Nord. Der Enkhuizerzand gehört zu den berüchtigsten Flachs im IJsselmeer, ist aber gut betonnt. Von Osten kommend sollte immer etwas nördlicher des Kirchturms gehalten werden, um das Flach sicher auszuschließen. Die Hafeneinfahrt ist gut befeuert und kann auch nachts angelaufen werden. Ein Richtfeuer weist den Weg.

Häfen

Gleich an der Einfahrt in das Krabbersgat liegt an Steuerbord der Compagnieshaven. Eine große Marina mit guten sanitären Anlagen, einem kleinen Supermarkt und einem Ausrüster, der allerdings mehr auf Kleidung spezialisiert ist. Der Weg in den Ort ist nicht weit. Der Meldesteiger befindet sich am Ende der Hauptgasse an Steurbord. In den Sommermonaten werden hier vom Hafenmeister die Liegeplätze zugeteilt. Er steht mit Klemmbrett bewaffnet auf dem Steg und ruft den Gästen die Boxennummer zu. Trotz der vielen Liegeplätze kann es vorkommen, dass man im Sommer abgewiesen wird, weil der Hafen voll ist.

Tel. +31 228 313353
E-Mail info@compagnieshaven.nl

Einige Meter weiter das Krabbersgat entlang liegt der Buitenhafen – der Stadthafen. Im Sommer liegt hier ein Päckchen neben dem anderen und irgendwann signalisiert die große Anzeigetafel an der Hafeneinfahrt, dass der Hafen voll ist. Die beste Zeit für den Stadthafen liegt in der Vor- oder Nachsaison, wenn es am IJsselmeer etwas ruhiger geworden ist.

An Steuerbord zweigt der Zugang zum Oude Havn ab. Hinter einer kleinen weißen Klappbrücke befindet sich der schönste Hafen Enkhuizens mitten im Herzen der Stadt. Allerdings ist der Platz auf wenige Schiffe begrenzt, sodass er früh am Tage angelaufen werden sollte.

Noch ein Stück weiter im Krabbersgat liegt an Steuerbord hinter der Mole, an dem die Plattboden liegen, der Buyshaven. Der Hafen bietet sehr gute sanitäre Anlagen, nettes Personal und weniger Trubel als die anderen Häfen Enkhuizens. Der Hafen erstreckt sich entlang einer grünen Halbinsel. Von der Lage her einer der schönsten Häfen am IJsselmeer. Einziges Manko des Hafens ist der Weg in die Stadt, der um das Hafenbecken führt.

Tel. +31 2 28 31 56 60
E-Mail info@buyshaven.nl
VHF Kanal 31

Um in den Oude Haven von Enkhuizen zu gelangen, muss eine Klappbrücke direkt am alten Wachturm Dromedaris passiert werden

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09 Andijk

Eine der schönsten Marinas bietet Andijk. Aber mehr auch nicht. Der Ort hinter dem Deich ist fast nicht existent und so bleiben die meisten wahrscheinlich in der Marina. Einzig die Kirche von Andijk dient als gute Landmarke für die Navigation.

Ansteuerung

Weitestgehend unproblematisch. Keine Untiefen. Die Hafenmole von Andijk schützt den Hafen im Norden, die Einfahrt ist nach Süden geöffnet. Wer den Hafen nachts ansteuert, sollte das im Hinterkopf behalten und einen Bogen fahren. Die Befeuerung kann von Norden kommend zu Unsicherheit führen, da sie optisch vertauscht sind.

Häfen

Große Marina mit guten sanitären Anlagen. Tankstelle und Restaurant sind ebenfalls vorhanden. Sehr ruhig und schön gelegen. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will, findet hier seinen Platz.

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10 Medemblik

Der kleine Ort an der Westseite des IJsselmeeres besitzt noch immer ein leicht verschlafenes Flair. Es ist weder so schön und prunkvoll wie Enkhuizen noch so urig wie Urk. Dennoch ist es ein beliebtes Ausflugsziel.

Jedes Jahr endet in Medemblik die 24 Stunden Regatta. Und wer jemals diese Regatta mitgesegelt ist, weiß, wieso Medemblik der Zielhafen ist, denn die Hafeneinfahrt ist am IJsselmeer einzigartig. Die Mole umspannt zangenförmig die Einfahrt. Bei der Zieleinfahrt sind beide Molen mit Menschenmaßen bevölkert, die jedem einlaufenden Schiff zujubeln. Das prunkvolle Kastell Radbout aus dem Mittelalter an Backbord dient als Wahrzeichen.

Etwas südlich des Ortes liegt das Regattacenter Medemblik, das sich international einen Namen gemacht hat. Hier werden regelmäßig Welt- und Europameisterschaften ausgetragen sowie zahlreiche Klassenregatten gesegelt.

Ansteuerung

Die Ansteuerung ist recht problemlos. Keine Untiefen, die besondere Sorgfalt erfordern. Je nach Richtung liegt die Vogelinsel de Kreupel im Weg, die umschifft werden muss. Die Molenköpfe sind nachts befeuert.

Wer von Süden kommt, sollte auf Regattafelder achtgeben. Es wird nicht gern gesehen, wenn ein Fahrtenboot durch ein Feld dümpelt. Alles, was nach einer Regatta aussieht, wird weiträumig umfahren.

Häfen

Im Ort befinden sich gleich mehrere Häfen. Der Stadthafen befindet sich in dem großen Becken direkt hinter der Hafeneinfahrt. Hier wird im Päckchen gelegen. An Land gibt es sanitäre Anlagen, die allerdings zu klein dimensioniert sind.

Gleich an Backbord hinter dem Kastell liegt der ruhig gelegene Pekelharinghaven mit guten sanitären Einrichtungen, einer guten Infrastruktur.

Tel. +31 2 27 54 21 75
E-Mail pekelharinghaven@zonnet.nl
VHF Kanal 31

Dem Stadthafen folgend, hinter der Brücke befindet sich ein weiterer Hafen mit Liegemöglichkeiten für Passanten. Man ist allerdings auf die Brückenöffnung angewiesen. Die sanitären Anlagen sind in einem guten Zustand, erreichen aber nicht den Standard einer Marina.

Im Regattacenter südlich von Medemblik können auch Passanten liegen. Der Hafen bietet so ziemlich alles, liegt aber auch recht weit außerhalb des Ortes.

Tel. +31 2 27 54 77 81
E-Mail info@regattacenter.com
VHF Kanal 31

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Transponder mit mehr Power: Garmin AIS 800

Auch Garmin hat jetzt einen neuen AIS-Transponder der Klasse B vorgestellt, der nach dem SOTDMA-Verfahren sendet. Bei diesem Verfahren werden die AIS-Daten an zuvor reservierten Zeitpunkten gesendet. Normale Klasse B-Transceiver senden nur, wenn sie einen freien Zeitschlitz entdecken. Das kann dazu führen, dass AIS-Daten womöglich nicht gesendet werden. Zudem sendet das neue Gerät mit fünf Watt. Eine GPS-Antenne ist integriert sowie ein Antennensplitter, um die normale Funktantenne im Mast mitnutzen zu können. Der AIS 800 wird dann zwischen Antenne und Funkgerät installiert. Über NMEA2000 kann das Gerät mühelos in das Bordnetzwerk integriert werden, um die Daten auf Plottern sichtbar zu machen.
Preis: 999 Euro www.garmin.de

Sydbank Cup: Titelverteidiger mischen vorn mit

Der letzte Startschuss zur Hinrunde des Sydbank Cups 2018 verhallte am Mittwoch, 15. August, um 19.25 Uhr über der Kieler Innenförde. Bei drei Gruppenstarts machten sich 36 Yachten bei Leichtwindbedingungen im Uhrzeigersinn um Seeland herum auf den Weg nach Kopenhagen. Mit von der Partie sind acht Double-Hand-Crews und 28 Yachten mit voller Crewstärke.
Bei glatter See, sommerlichen Temperaturen und einer schwachen Brise glitten die Yachten über die Startlinie. Noch lange waren die Boote am Horizont zuerkennen. Und der schwache Wind erforderte von den Crews Geduld, denn bis auf Höhe der dänischen Insel Langeland ging es nur langsam voran. Das Regattafeld blieb eng zusammen.
Dann hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Langstreckenseglern und bescherte ihnen ein wenig mehr Wind. „Ab Langeland waren die Bedingungen gut – ein wirklich schöner Segeltörn”, berichtete die Crew der Swan 48 S „Big Easy III”. Die Windprognose von Wettfahrtleiter H.-Eckhard von der Mosel vor Regattabeginn war recht treffend: „Nicht genug Wind, dass es gefährlich wird, aber gerade genug, um es interessant zu machen.”  Angesichts der Leichtwindbedingungen rückte ein neuer Streckenrekord auf der Etappe Kiel-Kopenhagen allerdings frühzeitig in weite Ferne. Der Rekord der „UCA” (Klaus Murmann/Kiel/J/V 86) im Jahr 2008 von 13 Stunden 53 Minuten und 13 Sekunden bleibt ungebrochen. H.-Eckhard von der Mosel glaubte aber schon beim Start aus anderen Gründen nicht an einen neuen Rekord: „Da die Crews wegen eines aktiven Schießgebietes im Norden Seelands nicht den idealen Kurs segeln können, sondern einen kleinen Umweg nehmen müssen, sind neue Rekorde nicht möglich.” Auch für die Rückfahrt von Kopenhagen nach Kiel erwartet von der Mosel aufgrund der Wetterprognosen keinen Streckenrekord.
Mit einer kommoden Windrichtung mit viel Einsatz des Spinnakers auf der Hinfahrt rechnete der Skipper der X-41 „Sydbank”, Sven Christensen. Er sollte Recht behalten: Die Spinnaker der Yachten kamen auf dem Weg nach Kopenhagen relativ durchgängig zum Einsatz. „In unserer Gruppe sind viele gute Boote am Start. Das wird spannend”, sagte Christensen, der nicht nur beim Sydbank Cup mitsegelt, sondern als Geschäftsführer der Agentur Point of Sailing auch die Segelveranstaltung vermarktet. Als einen Favoriten im Rennen um den Sieg nannte er die TP52 „Outsider” mit einer Crew um den frisch gekürten Offshore Vize-Weltmeister Tilmar Hansen, der mit einer Last-Minute-Anmeldung überraschte.
Und mit seiner Einschätzung lag Christensen goldrichtig: Die „Outsider” überquerte am Donnerstag um 14.43 Uhr als erstes Schiff die Ziellinie vor Ålsgårde. Nach berechneter Zeit reichte es letztendlich aber nur für den zweiten Rang in der Gruppe. Danach kamen die Yachten in großen Abständen ins Ziel, da sich das Feld im Laufe des Rennens weit auseinander gezogen hatte.

Ursprünglich sollte die Ziellinie weiter südlich bei Rungsted liegen, doch aufgrund der Windverhältnisse hatte die Wettfahrtleitung die Bahn verkürzt und das Ziel vor Ålsgårde nördlich von Helsingør verlegt. „Die Vorverlegung der Ziellinie war genau die richtige Entscheidung, da die Boote schon in der ersten Nacht des Rennens nicht genug Speed hatten. Die ersten Segler haben sich noch über die Vorverlegung gewundert, die letzten waren froh darüber”, so von der Mosel. Das konnte Bo Teichmann von der „Outsider” nur bestätigen. „Für uns spielte die Verkürzung keine Rolle. Es wäre vermutlich sogar komfortabler gewesen weiter durchzusegeln, aber für die kleinen Boot war die Entscheidung genau richtig”, sagte Teichmann.
Für internationales Flair sorgt beim Sydbank Cup 2018 die Crew des brasilianischen Skippers Cesar Gomez Neta. Gemeinsam mit sechs weiteren Seglern vom IATE Clube de Santa Catarina ist er extra aus Brasilien zum Langstreckenrennen nach Kiel angereist. Während eines Europaaufenthaltes im Frühjahr, bei dem er in Kopenhagen Verlobung feierte, erfuhr er vom Sydbank Cup. Daraufhin beschloss der Brasilianer, die Regatta für eine Art Junggesellenabschied der besonderen Art zu nutzen und mit seinen besten Freunden aus Jugendtagen zusammen anzutreten. Die Crew aus Südamerika geht mit der X41 “Ningxia” an den Start. Verstärkt wird die Crew durch den Dänen Jess Jørgensen (Assens Sejlklub/Fünen), der X-41-Yachten für Regatten und Regattatraining verchartert. Die Brasilianer haben bereits Regattaerfahrungen in den olympischen Bootsklassen Laser und 49er gesammelt, aber auch auf einem der X-41 ähnlichen Bootstyp. Vor dem Sydbank Cup haben sie zwei Stunden in Kiel auf der “Ningxia” trainiert. „Mit dem Boot haben wir gute Chancen beim Rennen, aber der Spaß steht bei uns im Vordergrund”, erklärte Cesar Gomez Neta vor dem Start.
Dafür, dass die Brasilianer bei der Regatta in erster Linie Spaß haben wollten und die X-41 “Ningxia” kaum kannten, lieferten sie ein recht passables Segelergebnis auf der Hinrunde nach Kopenhagen ab. In der mittleren Gruppe landeten sie hinter Sven Christensen mit der “Sydbank” auf Platz fünf.
Hinrunden-Sieger der mittleren Gruppe ist der Titelverteidiger aus dem Vorjahr, Michael Berghorn, mit der X-41 „Halbtrocken 4.0”. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Christian Rönsch mit der J-111 „Piranha” und Alf Henryk Wulf mit der X-41 „Stardust”. Somit änderte sich an der Spitze des Feldes auf Platz eins und zwei im Vergleich zum Vorjahr nichts.
In der Gruppe ORC A gab es mehr Veränderungen auf den ersten drei Plätzen. Es siegte Andreas Rose mit der J-125 „needles und pins”. Platz zwei belegte die last-minute gemeldete TP52 „Outsider” mit Skipper Tilmar Hansen, die bereits am Start als einer der heimlichen Favoriten gehandelt wurde. Drittplatzierter ist Matthias Mier mit der Class 40 „Andasta”. „Für uns war es eine superschöne Regatta, die viel Spaß gemacht hat”, sagte Bo Teichmann von der „Outsider”. Am Anfang wäre es aufgrund der Windverhältnisse schwer gewesen, aus der Kieler Förde zu kommen, aber in der zweiten Hälfte des Rennens hätte die „Outsider” gut Druck im Segel gehabt. Für die Rücketappe nach Kiel hat sich die Outsider-Crew Einiges vorgenommen: „Wir hoffen, wieder das First Ship Home zu sein und vielleicht noch an der “needles und pins” vorbei auf Platz eins zu segeln.”
Ein alter Bekannter aus dem Vorjahr siegte in der Gruppe ORC C, Titelverteidiger Jonas Hallberg mit der JPK 10.10 „Hinden”. Bereits im dritten Jahr in Folge hat Hallberg mit der „Hinden” in der Gruppe der kleinen Boote beim Sydbank Cup die Nase vorn. „Für uns lief es ganz gut. Der Knackpunkt war, dass wir nach dem Start schnell aus der Förde gekommen sind, und nördlich von Seeland kam dann nochmal ordentlich Wind”, erklärte  Hallberg. Bei guter Segelleistung blieb auf der „Hinden” die Geselligkeit während des Rennens nach Kopenhagen nicht auf der Strecke. Ein Crewmitglied feierte unterwegs seinen 40. Geburtstag, inklusive Kuchen mit Kerzen darauf. Der zweite Platz in der Gruppe der kleinen Yachten ging an Werner Lemmel mit der Swan 46 „Rarotonga”, der dritte an Frederik Linthout mit der Varianta 44 „Fredfisher”.
Auch in der Gruppe A der Kategorie Double Hand setzte sich der Titelverteidiger erneut an die Spitze. Es gewann der schwedische Skipper Rikard Roth mit Lars Jörnvi als Crew mit der XP-44  „XAR”. Auf Platz zwei folgt Jan Stähr mit der Figaro 2 „Gnaraloo”. Ein Boot unter französischem Stander brach das Rennen ab. „Es war ein exzellentes Rennen mit einem langsamen Anfang und einem sehr schnellen Ende. Als der Wind nachmittags zunahm, war es für uns fast ein wenig zuviel, aber das letzte Stück war dann wieder sehr entspannt”, fasste Rikard Roth die Etappe Kiel-Kopenhagen zusammen.
In der Gruppe B Double Hand siegten Skipper Carl Rasmus Richardsen und Lena Fetting mit der MAXFUN 35 „Tøsen”. Platz zwei belegen Skipper Dr. Lars Kyburg und Niels Töbke. Glück im Unglück hatte die Crew der X-99 mod T „Madame X”. Eine Patenthalse führte zum Mastbruch. Die Crew blieb unverletzt und konnte unbeschadet den nächsten Hafen anlaufen.
Nach mittlerweile alter Tradition wurden die Segler des Sydbank Cups bei ihrer Ankunft in Tuborg Havn von der KYC-Crew mit von der Firma WeTreu gesponserten Hot Dogs und einem May & Olde und Budĕjovický Budvar Welcome Bier begrüßt. Da sich der Zieleinlauf der Yachten insgesamt über rund 14 Stunden hinzog, war es auch für das KYC-Team vor Ort eine lange Nacht. Erst um 3.30 Uhr am frühen Freitagmorgen waren die letzten Segler mit Hot Dogs und einem Welcome Bier versorgt. Das Engagement der KYC-Crew wurde von den Seglern sehr gelobt. Bo Teichmann: „Das ist immer ein toller und sehr persönlicher Empfang beim Sydbank Cup in Kopenhagen.”
Freitag spendierte der Sponsor May & Olde den Seglern ein wohlverdientes Frühstück im Tuborg Havn. Anschließend nutzten die Segler die Zeit für Bastelarbeiten an den Yachten, die Vorbereitungen für die zweite Etappe sowie ein wenig Sightseeing in der dänischen Hauptstadt, bevor die Sydbank als Eventsponsor am späten Nachmittag im Tuborg Havn zum Gin-Tasting einlud. Danach wurden im Hellerup Sejlklub die Sieger der Hinrunde des Südbank Cups geehrt, bevor die Langstreckensegler beim traditionellen BBQ ihre Erfahrungen der ersten Etappe der Regatta austauschten. Bei dem geselligen Beisammensein in dem dänischen Segelklub im Norden Kopenhagens gab die Sydbank 240 Liter Freibier für die Segler aus.
Nach dem Ruhetag in Kopenhagen fällt Sonnabend um 10 Uhr vor Tuborg Havn der Startschuss für die Rückregatta, die KYC-Trophy. Der zu segelnde Kurs führt Richtung Gedser südlich um Seeland herum nach Strande (rund 150 sm), wo am Sonntag, 19. August, gegen 17 Uhr im Clubhaus des Kieler Yacht Clubs die Siegerehrung geplant ist.

Ergebnisse Sydbank Cup 2018, KDY-Trophy Kiel-Kopenhagen:
(Platz, Schiffsname, Bootstyp, Skipper/Eigner)

Double Hand:
Gruppe A:

  1. XAR, XP-44, Rikard Roth/Lars Jörnvi
  2. GNARALOO, FIGARO 2, Jan Stähr

Gruppe B:
1. Tøsen, MAXFUN 35, Carl Rasmus Richardsen/Lena Fetting

 

  1. Ventus, Comfortina 42, Dr. Lars Kyburg/Niels Töbke

    ORC Club Full Crew:
    ORC A:

  1. needles and pins, J-125, Andreas Rose
  2. Outsider, TP52, Tilmar Hansen
  3. Andasta, Class 40, Matthias Mier

ORC B:

  1. Halbtrocken 4.0, x-41, Michael Berghorn
  2. Piranha, J-111, Christian Rönsch
  3. Stardust, X-41, Alf Henryk Wulf

ORC C:

  1. Hinden, JPK 10.10, Jonas Hallberg
  2. Rarotonga, Swan 46, Werner Lemmel
  3. Fredfisher, Varianta 44, Frederik Linthout

Weitere Informationen über den Sydbank Cup und die Ergebnisse finden Sie unter www.manage2sail.com und auf der Seite des Kieler Yacht-Clubs unter http://www.kyc.de/de/regatten/sydbankcup/  oder auf Facebook unter SydbankCup

Weitere Informationen über den Sydbank Cup und die ersten Ergebnisse finden Sie unter www.manage2sail.com und auf der Seite des Kieler Yacht-Clubs unter http://www.kyc.de/de/regatten/sydbankcup/ oder auf Facebook unter Sydbank Cup.

Beneteaus neue Linie: Oceanis 46.1

Ein Jahr nachdem Beneteau mit der Oceanis 51.1 ein vollkommen neues Yachtdesign vorgestellt hat, präsentiert sie nun ein zweites Modell mit denselben auffällig kantigen Rumpf-Charakteristika.

Ausgeprägte Chines, die vom Heck bis in die Bugspitze hineinlaufen, sorgen dafür, dass oberhalb der Wasserlinie mehr Platz für den Einbau der Kabinen bleibt, aber unter Wasser ein schnittiger, leistungsfähiger Rumpf zum Tragen kommt, der angenehmes und schnelles Segeln ermöglicht.

Dass dieses Konzept aufgeht, haben Tests der großen Schwester bewiesen. Darauf bauend, wird diese Konstruktions-Philosophie auch beim neuen 46-Füßer aufgehen. Unter Beweis stellen kann die Debütantin das ab August 2018 bei ersten Testfahrten. Zu besichtigen ist sie ab September, denn sie soll auf Europas großen Herbstmessen ausgestellt werden.

Für die markanten Risslinien zeichnen sich Designer aus dem Hause Finot-Conq verantwortlich. Vergleichbar ist auch der Umfang an Kombinier-Möglichkeiten hinsichtlich Interieur-Gestaltung und Ausstattung. Mit oder ohne Targabügel, mit In-Mast-Rollgroßsegel und Selbstwendefock, (was als Standardbeseglung gilt), alternativ mit höherem Performance-Rigg und deutlich größerer Segelfläche, mit tiefem oder eher flachem Kiel, mit drei, vier oder auch fünf Kabinen, sogar für die Pantry gibt es mehrere Zuschnitte.

Um den Innenausbau haben sich wieder Innenarchitekten von Nauta-Design gekümmert. Sie stellen eine riesengroße Auswahl zur Verfügung, die fast so groß ist, als würde der Eigner eine Semi-custom-Yacht ordern. Wer sich für eine Drei-Kabinen-Lösung entscheidet, erhält eine Eigner-Suite mit freistehendem Bett, das beachtliche 1,60 mal 2,05 Meter misst, und ein Bad mit separatem Duschbereich.

Egal für welche Kabinenaufteilung man sich entscheidet, alle Räume sind hell und luftig, denn durch zahlreiche Rumpf- und Kajütfenster und durch mehrere Skylights in Deck und Kabinendach fällt viel Tageslicht ins Schiffsinnere.

Technische Daten

Lüa: 14,60 m, inkl. festem Bugsprit
Rumpflänge: 13, 65 m
LWL: 13,24 m
Breite: 4,50 m
Tiefgang
– tiefer Kiel: 2,35 m
flacher Kiel: 1,75 m
– Performance-Kiel: 2,65 m
Verdrängung: 10,6 t
Ballast
– tiefer Kiel: 2,7 t
– flacher Kiel: 3,1 t
– Performance Kiel: 2,6 t
Wassertank: 370 l
Treibstofftank: 200 l
Motor: 57 PS (Standard)
Rollgroß: 45 m2
Selbstwendefock: 44 m2
Genua (105 %): 58 m2
Code 0: 102 m2