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Travemünder Woche sagt für 2020 ab

Mit dem Beschluss der Landesregierung, bis einschließlich 31. August alle Großveranstaltungen zu untersagen, waren die Alternativen zum traditionellen Datum in der letzten vollen Juli-Woche (17. bis 26. Juli 2020) bis auf einen Ersatztermin geschrumpft. Doch die Option einer Travemünder Woche vom 3. bis 11. Oktober hat sich als nicht tragfähig erwiesen. In Absprache mit der Stadt Lübeck, den Partnern und TW-Mitveranstaltern und nach Rückmeldung der Segelklassen wird die 131. Travemünder Woche daher heute abgesagt.

„Wir müssen den Weg der Absage schweren Herzens gehen. Es ist der erste Ausfall seit 1947. Aber die Situation lässt uns keine andere Möglichkeit“, sagt Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder gGmbH in enger Abstimmung mit Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau. „Die Travemünder Woche ist das größte jährlich stattfindende Event in der Hansestadt und hat in seiner 131-jährigen Geschichte vielen Krisen getrotzt. Wir haben alle Optionen geprüft, die Segel- und Festivalwoche auch in diesem Jahr – in abgewandelter Form – aufrecht zu erhalten. Am Ende konnten wir leider keine andere Entscheidung als die Absage treffen“, sagt Jan Lindenau.
Die Konkretisierung der Landesregierung zu den Corona-Beschlüssen Ende der vergangenen Woche hat deutlich gemacht, dass die Travemünder Woche selbst bei einer Reduzierung auf die Segelwettbewerbe als Großveranstaltung gelten würde, die im Sinne der Verordnung bis zum 31. August untersagt ist. Damit wäre aufgrund der Terminlage nur noch der Oktober-Termin möglich gewesen, zumal hier wegen der Ferienzeit die Möglichkeit bestanden hätte, auf die Unterstützung der Ehrenamtler zu bauen.

Einer Vermarktung der Travemünder Woche, die für die Durchführung der Segelwettbewerbe notwendig ist, wäre im Herbst aber weitgehend die Grundlage entzogen. Wegen weiterhin zu erwartender Einschränkungen und aufgrund der Witterung ließe sich ein Festivalgeschehen kaum realisieren. Die Präsentationsfläche für die Partner würde wegfallen, die Umsatzmöglichkeiten für Schausteller wären eingeschränkt. „Wir wären hier wirtschaftlich in eine Situation gekommen, die noch prekärer wäre, als sie es ohnehin schon ist. Daher mussten wir jetzt die Reißleine ziehen. Als gemeinnützige GmbH haben wir das Problem, keine Rücklagen aufbauen zu können. Und einige Kosten laufen weiter. Daher müssen wir nun sehen, wie wir dieses Jahr bewältigen können“, berichtet Frank Schärffe, weiß aber mit der Stadt Lübeck einen starken Partner an seiner Seite. „Eine Tradition wie die Travemünder Woche, die den Ruf Lübecks durch Besuchende und Teilnehmende von allen Kontinenten weit in die Welt hinausträgt, wirft man nicht über Bord. Lübeck steht zur Travemünder Woche. Wir werden als Stadt unseren Beitrag zum Erhalt der Travemünder Woche beitragen und mit entsprechender finanzieller Unterstützung beispringen müssen. Ich werde der Bürgerschaft vorschlagen, die finanziellen Aufwendungen aus den Vorbereitungen der Travemünder Woche für 2020 zu übernehmen, damit die Travemünder Woche 2021 ohne Vorbelastungen solide vorbereitet werden kann“, sagt Jan Lindenau.

Aber nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus segelsportlicher Sicht ließ sich die 131. Travemünder Woche an einem Oktober-Termin nicht durchsetzen. TW-Sportdirektor Jens Kath musste nach Rücksprache mit den Klassenvereinigungen feststellen, dass nur noch ein Rumpfprogramm übrig geblieben wäre. Andere Regattatermine der Klassen, aber auch die geringere Attraktivität des Reviers im Herbst hätten das Programm der ursprünglich geplanten 30 Regatten mit 14 Meisterschaften mehr als halbiert. Dazu wären auch die verbliebenen Klassen mit verkleinerten Starterfeldern angereist, zumal die Anreisemöglichkeiten der internationalen Teilnehmer völlig in der Schwebe sind. „Wir hätten einen immensen Aufwand betreiben müssen, um nur einen Bruchteil einer üblichen Travemünder Woche zu retten“, sagt Jens Kath, und Anderl Denecke, der Gesamt-Wettfahrtleiter, ergänzt: „Das verbliebene Programm wäre dem Anspruch einer Travemünder Woche nicht gerecht geworden. Das hätte dem Ansehen der Travemünder Woche nicht gutgetan.“

Gleichwohl ist die Absage ein Schlag für die Travemünder Woche. Nach 73 Jahren in ununterbrochener Austragung wird es erstmals keine Siegernamen geben, und für die Vermarktungsagentur uba aus Hamburg sowie die Standbetreiber ist es ein schwerer Einschnitt. „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten der Travemünder Woche ein gelungenes Umfeld geschaffen und hatten gehofft, in diesem Krisenjahr zumindest für ein abgespecktes Programm tätig werden zu können“, sagt Uwe Bergmann, Geschäftsführer von uba. „Wir als Agentur, die Dienstleister und Standbetreiber stehen 2020 durch die Absagen der diversen Events vor einem Scherbenhaufen.“

Mit der Absage der 131. Travemünder Woche beginnt nun bereits die Vorbereitung der 132. Ausgabe des Events (23. Juli bis 1. August). Sportlich sind bereits einige Meisterschaften terminiert bzw. avisiert. Die sportliche Leitung der TW wird die Gespräche mit den Klassen nun intensiv fortsetzen, um dann hoffentlich 2021 mit frischer Energie durchstarten zu können.

Sicht ins Dunkle

Es gibt drei verschiedene Typen von Nachtsichtgeräten: Wärmebildtechnologie, Bildintensivierung und aktive Beleuchtung. Wärmebildtechnologie kann Lichtwellen „sehen“, die viel länger sind, als die, die das menschliche Auge sehen kann. Diese Lichtwellen werden durch Wärmestrahlung ausgesendet. Diese Wärmestrahlung ist auch unter dem Begriff der Schwarzkörperstrahlung bekannt. Wärmebildkameras verwenden eine Technik, um Unterschiede in der Wärmestrahlung zu lesen und ein Silhouetten-Bild zu erzeugen. Beim Prinzip der Bildintensivierung passiert genau das, was der Name besagt: Das vorhandene Licht wird zu einem sichtbaren Bild intensiviert. Die aktive Beleuchtung oder aktive Infrarot-Nachtsicht hingegen ist eine Kombination aus Infrarotbeleuchtung mit sogenannten CCD-Kameras. Das Ergebnis ist ein dunkles, monochromes Bild auf einem Bildschirm wie zum Beispiel einem Multifunktions-Display.

Nite Track verwendet eine breite dynamische Belichtungssteuerung basierend auf Umgebungslichtwerten, die schwaches Licht umwandeln. Das Ergebnis ist ein klares Bild mit einer realistischen Schärfentiefe, die es Wassersportlern ermöglicht, auch nachts klar zu sehen. Für schlechte Lichtverhältnisse verfügt Nite Track über einen Infrarot Illuminator, der aber auch bei extremer Dunkelheit nützlich sein kann. Er kann nach Wunsch ein- oder ausgeschaltet werden.

„Andere Hersteller der Einstiegsklasse liefern bei weitem nicht die Auflösung und Bildaktualisierung bei bewegten Bildern wie Nite Track. Das liegt auch daran, dass Objekte im Wasser nach einiger Zeit die Wassertemperatur annehmen und schwerer erkennbar werden. Kameras mit ähnlich guten Bildergebnissen kosten das Dreifache“, so Waterloft.

Nite Track eignet sich für die Freizeitschifffahrt ebenso gut wie für die kommerzielle Berufsschifffahrt. Die Auflösung der Bilder liegt bei 752 x 582 Pixeln bei 0.000005 Lux und 60hz / 60 FPS. (Kameras im gleichen Preissegment liegen bei 0.1 Lux und 9hz/9FPS.) Erhältlich ist Nite Track Marine in weiß oder schwarz.

www.waterloft.de

Die Mai-Ausgabe von segeln

Die unglaubliche Dynamik, die das Virus im März verursachte, stellte auch uns vor große Herausforderungen. Nicht nur bei den Heftthemen, sondern auch bei den Artikeln, die wir für unser Portal segelreporter.com über die Entwicklungen geschrieben haben. Teilweise haben sich die Ereignisse noch während des Schreibens überholt und der Text war für die Tonne. Für die Themen dieses Heftes hatte die Entwicklung ebenfalls Auswirkungen. Vielleicht nimmt das Coronavirus Ihrer Meinung nach nicht genug Platz im Heft ein, doch wir können keinen Blick in die Zukunft werfen und möchten auch nicht die Glaskugel bemühen. Stichtag für diese Ausgabe war der 1. April, im Handel erscheint das Heft am 22. April. Die Informationen sind also schon drei Wochen alt, bis Sie sie lesen können. In diesen Zeiten eine Ewigkeit. Daher haben die Entwicklungen des Virus in den Märzwochen rekonstruiert und die Auswirkungen auf die Segelwelt herausgearbeitet. Bei den restlichen Themen haben wir dieses Mal sehr praxisorientiert gearbeitet. In dieser Ausgabe finden Sie allerhand Anregungen, die Sie selber an Ihrem Schiff durchführen können, um die Zeit bis zum endgültigen Saisonstart zu überbrücken.
Leider haben wir im Verlag das Virus auch wirtschaftlich zu spüren bekommen. Die Ausgabe schrumpfte um ein paar Seiten. Ich hoffe, Sie haben Verständnis für diese Maßnahme.
Geschlossen schickte der Verlag unsere Redaktionen übrigens schon ab dem 16. März in das Home-Office, aus dem wir den neuen Alltag organisieren mussten. Diese Ausgabe von segeln ist die erste, die komplett außerhalb der Redaktionsräume entstanden ist. Vielleicht ist das Boat-Office ja gar nicht so weit weg, wie wir immer denken.

Die Themen in dieser Ausgabe

  • Jetzt selber machen! Diese kleinen und großen Projekte können Sie in der Corona-Pause durchführen
  • Test Dufour 390: Wir segelten die neue Dufour bei Starkwind vor La Rochelle
  • Virtuelle Realität: So trainieren die Profis und wie virtuelles Segeln im Coronakoller boomt
  • Bordtoiletten: Alles über den kleinen Thron an Bord

Das segeln-Carepaket

Es sind keine leichten Zeiten für uns Segler. Dank der Coronapandemie sind die Häfen größtenteils geschlossen oder nur unter strengen Auflagen geöffnet. Anstatt die ersten Törns bei schönstem Segelwetter zu unternehmen, hocken wir zu Hause und warten auf bessere Zeiten. Langeweile lässt da nicht lange auf sich warten. Doch wir haben für Sie etwas geschnürt: Das segeln-Carepaket gegen Langeweile!
Denn #LesenGehtImmer

DAS ERWARTET SIE IM SEGELN-CAREPAKET:

  • Die aktuelle Ausgabe (#5/2020) von segeln
  • Ausgabe #2/2020 der Segler-Zeitung
  • Ausgabe #9/2019 von segeln “Alles über Kleinkreuzer”
  • Ausgabe #12/2019 des MotorBoot-Magazins
  • Versandkostenfrei!

Jetzt im Handel: Segler-Zeitung 5-2020

Das Titelfoto der Segler-Zeitung 5-2020 sagt alles: “AP über Alpha“. Im März und April rauschten die Absagen nur so ins Haus, alle Wettfahrten sind verschoben. Von der Opti-EM über die Young Europeans Sailing und ORC-EM bis hin zum America’s Cup. Alle Segelveranstaltungen sind betroffen. Die großen vier Regatta-Wochen im Norden, bei denen die Segler-Zeitung Medienpartner ist, suchen ihre eigenen Wege aus dem Shutdown. So hofft die Travemünder Woche auf ein baldiges Ende des Veranstaltungsverbotes zumindest ab Mitte Juli. Die Nordseewoche verlagert ihre Regatten in Netz. Die Warnemünder Woche hat für 2020 ganz abgesagt, und die Kieler Woche weicht in den September aus.  Ähnlich sieht es am Bodensee aus: Match Race verschoben, Absagen für Bodensee Rund Um und die Bodensee Woche. Diese Liste lässt sich nahezu endlos verlängern, so dass wir einen Corona-Ticker (früher hieß es Terminkalender) eingerichtet haben.

Und die Regatten sind ja nur ein Bestandteil des Segelsports, der umfassend betroffen ist. Die Ultramarin Boatshow am Bodensee und das Yachtstelldichein in der ancora in Neustadt/Holstein fallen dieses Jahr aus, die Magdeboot wurde verschoben. Die Häfen an der Ostseeküste sind geschlossen. Die Saison 2020 erlebt einen absoluten Fehlstart.

Doch es gibt auch positive Nachrichten, die wir natürlich gern verbreiten möchten. So zeigt sich der Großteil der Segelmacher optimistisch. Sie trotzen der Krise.

Sehr wechselvolle Zeiten hat der große Hamburger Yachtausrüster A.W. Niemeyer gemeistert, der in diesem Jahr seinen 275-jährigen Geburtstag feiert. Lesen Sie die unvergleichliche Erfolgsgeschichte des einstigen Hamburger Eisenwarenhandels.

Und während das Liveerlebnis auf dem Wasser zurzeit unterbunden ist, schlägt die noch größere Stunde des Internets. Nicht nur die Nordseewoche segelt digital. Auch Deutsche Meisterschaften und WM-Titel werden im e-Sailing vergeben. Auf der boot kürte DSV-Präsidentin Mona Küppers den Deutschen Meister 2019 in dieser Disziplin und unterstrich damit die Bedeutung des trockenen Segelsports. Die Segel-Bundesliga bietet Alternativen im Netz, die Kieler Woche vergibt einen e-Sailing-Titel, usw., usw… Nutzen Sie diese digitale Chance, solange analog noch nichts geht.

Wir alle sind irgendwann – der eine früher, die andere später – auf Entzug. Doch denken Sie daran: Das Reduzieren der sozialen Kontakte und die Verschiebung der Sportveranstaltungen ist einem sehr guten Zweck geschuldet – unserer Gesundheit und der der Anderen, vielleicht Schwächeren.

Bleiben Sie gesund, und freuen Sie sich auf die Zeit danach. – Hermann Hell (aus dem Homeoffice)

P.S.: Und auch so kann es gehen: „Und jetzt erst recht! – Wir waren und sind der Partner im Segelsport. Alle Verträge mit unseren aktiven Seglern sind wieder verschickt, und die Saison 2020 ist gesichert. Auch wenn andere sich zurückziehen aus dem Sponsoring, bleiben wir ein echter Partner. Nun warten wir alle darauf, wieder nach draußen zu dürfen und hoffen dann auf viel Wind und tolle Ergebnisse. Wir schaffen das!“ Das teilt Matthias Graf zu Castell-Rüdenhausen, Geschäftsführer IMMAC Sailing Team GmbH, mit. Danke im Namen des gesamten Segelsports!

Und so kommen Sie zu Ihrer neuen Ausgabe der Segler-Zeitung:

Corona: MCS checkt Schiffe für Eigner

Wer vorerst den Hafen nicht betreten darf, um nach dem Rechten zu sehen, kann sich ab sofort an die Spezialisten von MCS Marine Claims Service wenden. Das Sachverständigenbüro mit Firmenhauptsitz in Hamburg behält auch weiterhin eine offizielle Zugangserlaubnis zu Häfen und bietet Eignern an, ihre an Land stehenden oder auch bereits im Wasser befindlichen Boote zu besuchen und sie – zumindest von außen – auf Schäden oder Mängel hin zu überprüfen oder einfach nach dem Rechten zu sehen.

Das Angebot erstreckt sich zurzeit auf Häfen entlang der Ostseeküste und den Hamburger Yachthafen. Darüber hinaus können Bootseigner den Service über die kroatische Filiale in allen Häfen in Istrien in Anspruch nehmen. Das Angebot ist bei entsprechender Nachfrage um beliebige Häfen und Gebiete erweiterbar. Dies gilt auch für den Serviceumfang, welcher individuell bestimmt werden kann. So kann das Boot auf Wunsch auch einem mit dem Eigner abgestimmten und ausführlicheren Check unterzogen werden. Bei Bedarf nimmt MCS – Marine Claims Service darüber hinaus Kontakt zu Werften oder Servicebetrieben auf, um regelmäßige Überprüfungen durchführen.

Weitere Informationen unter: www.marine-claims.de/fruehjahrscheck

Die aktuellsten Termine:

Deutschland:

  • 21./22. April 2020 Timmendorfer Strand / Niendorf (Ostsee) / Travemünde / Priwall
  • 21./22. April 2020 Hamburger Yachthafen
  • 21. April 2020 Teerhofinsel / Lübeck
  • 22. April 2020 Boltenhagen

Kroatien:

  • 20. April 2020 Häfen von Umag, Novigrad bis Porec
  • 22. April 2020 Häfen von Pula bis Rovinj 
  • 24. April 2020 Punat /Krk

Gründl wagt den Schritt in die Normalität

Ab dann gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 Uhr, und sonnabends von 10:00 bis 13:00 Uhr. „Wir sind froh darüber, dass ein Stück Normalität in unseren Alltag zurückkehrt“, erklärt das Unternehmen, weist aber noch einmal deutlich auf die Hygienevorschriften hin: „Wir schützen Sie, bitte schützen Sie uns. In unserem Ladengeschäft und auf unserem Ausstellungsgelände gelten die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen. Bitte halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Kunden und dem Verkaufspersonal.“ Zum Start in den „Alltag“ ist eine Garmin-Kartenplotter-Aktion vorbereitet.

Zur Gründl-Wiedereröffnung

Oceanis 40.1: Frischer Schwung

Der Riss stammt aus der Feder von Marc Lombard, der frischen Schwung, sprich bessere Performance in die vormals etwas behäbige Oceanis-Serie bringen soll. Die Premiere ist für September auf der Cannes Boatshow angesetzt. Aktuell gibt es noch keine Fotos, aber aussagekräftige Renderings. Sie zeigen eine modern geschnittene Yacht mit relativ schmaler und langer Wasserlinie, die gute Speedwerte auch bei leichterem Wind erwarten lässt. Durch ausgeprägte Kimmkanten, die vom Bug bis in den Spiegel hineinlaufen, kommt einerseits Stabilität, andererseits mehr Volumen ins Schiff, was den Einbau vieler Kabinen für den Chartermarkt, alternativ großzügige Interieurs für Privatkunden ermöglicht.

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die große Vielfalt, welche die Neue in Bezug auf Interieur und Ausstattung bietet. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Kielmodellen mit Tiefgängen zwischen 1,68 und 2,27 Metern und zwei unterschiedlich hohen Masten, die entweder 76 oder 79 Quadratmeter Segelfläche an den Wind bringen.

Ein modernes und luftiges Interieur in der neuen Oceanis 40.1 © Beneteau

Noch vielfältiger ist das Angebot hinsichtlich passender Interieurs. Es gibt vier unterschiedliche Einrichtungs-Pläne, darunter zwei, die Drei-Kabinen-Lösungen vorschlagen, eine mit vier Schlafkammern und eine weitere mit nur zwei Doppelkabinen. Letztere bietet erwartungsgemäß den meisten Komfort, auch, weil nur ein Bad eingeplant ist und so Platz für eine luxuriöse Vorschiffskabine bleibt, inklusive Inselbett und, sofern gewünscht, mit Schreib- / Schminktisch. Als weiteres Plus kann die große Backskiste beziehungsweise Werkstatt anstelle der zweiten Achterkabine verbucht werden.

Beide Drei-Kabinen-Interieurs (wahlweise mit einer oder mit zwei Nasszellen) verfügen über vollwertige Schlafkammern samt Schrank und kleinem Ankleidebereich. Im Vier-Kabinen-Layout wird es in der seitlich an den Bug gerückten Vorschiffskabine eng, denn diese ist mit Doppelstockbetten ausgestattet und muss – wie die zweite Vorschiffskabine auch – ohne Schrank auskommen. Salon und Kombüse bleiben bei allen Layouts gleich. Gekocht wird an einer c-förmigen Pantry, gegessen und entspannt im gegenüberliegenden Wohn- und Essbereich, der Platz für sechs Personen bietet.

Technische Daten:

Konstruktion: Marc Lombard
Design: NAUTA
Lüa: 12,87 m
Rumpflänge: 11,99 m
LWL: 11,70 m
Breite: 4,18 m
Tiefgang Standard: 2,17 m, altern. 1,68 m oder 2,27 m
Verdrängung: 8,2 t
Ballast: 2 t, altern. 2,2 t oder 2 t
Wassertank: 235 l
Treibstofftank: 195 l
Motor: 45 PS
Groß:42 m²
Selbstwendefock:27 m²
Rollgenua: 34 m²
Code 0:62 m²
Preis:ab 198.968 Euro (segelfertige Zwei-Kabinen-Version)
Werft: www.beneteau.com

Ein Zeichen setzen: Horns of Hope

Heute, am Freitag, 17.4.2020 um 18 Uhr sind alle Schiffe im Hamburger Hafen dazu aufgerufen, für 20 Sekunden ihre Typhone erklingen zu lassen, um sich damit der Kampagne “Horns for Hope” anzuschließen. Die ursprünglich Anfang April im Hafen von Abu Dhabi gestartete Aktion wird von der Hamburg Port Authority unterstützt und soll ein weit hörbares Zeichen der Anerkennung und Unterstützung für alle Seeleute weltweit in der Corona-Krise sein. Der Handelsverkehr auf See läuft trotz Corona weiter und viele Seeleute haben aufgrund von Ein- und Ausreisebeschränkungen Probleme von Bord und zu ihren Familien in den jeweiligen Heimatländern zu gelangen.

Auch der Verein der deutschen Hochsee-Segler, Trans-Ocean e.V. ruft dazu auf, “gleichzeitig auf den Knopf zu drücken oder ins Horn zu blasen, um sich solidarisch zu zeigen mit all jenen, die draußen auf den Meeren mit ihren Containerschiffen, Frachtern, Kreuzfahrtschiffen oder auch Segelyachten unterwegs sind oder ausgebremst wurden, denen es nicht möglich ist, in ihre Heimat zurückzukehren oder ihren Kurs fortzusetzen. In diesem Sinne wollen wir alle am Freitag, den 17. April, um 18:00 Uhr, jeweils Ortszeit, für 20 Sekunden für „Horns of Hope“ die Schiffshörner ertönen zu lassen!”

crazy4sailing: Kleidung für Segler

Für höchste Ansprüche


Stavanger Jacke: 339,90 Euro (UVP), Stavanger Latzhose: 279,90 Euro (UVP)

Die Ölzeugserie Stavanger von crazy4sailing richtet sich an Segler, die auch mal fern der Küsten unterwegs sind und dabei maximalen Komfort genießen möchten. Mit einer Wassersäule von 20.000 Millimetern halten sowohl die Ölzeughose als auch die -jacke den stärksten Witterungen auf See stand. Dank des atmungsaktiven Stoffs aus 100 Prozent Polyamid mit einer Polyurethan-Beschichtung wird Feuchtigkeit schnell von innen nach außen geleitet und der Träger bleibt trocken. Verstärkungen an den richtigen Stellen sorgen für lange Haltbarkeit. Der hohe verstellbare Kragen der Jacke, mit vorgeformter Gesichtsmaske macht die Jacke bei schlechtem Wetter besonders angenehm zu tragen.

Link zum Hersteller: Jacke Stavanger
Link zum Hersteller: Latzhose Stavanger

Offshore-Ölzeug jetzt auch im Damenschnitt


Bergen Latzhose Damen: 199,90 Euro (UVP), Bergen Jacke Damen: 249,90 (UVP)

Das beliebte Offshore-Ölzeug Bergen ist jetzt auch in einem eigenen Damenschnitt erhältlich. Das Set besteht aus der Latzhose in der Farbe Carbon/Schwarz und der Jacke in der Farbkombination Rot/Carbon. Die Latzhose verfügt über breite, elastische Hosenträger mit Schnellverschluss und große Verstärkungen am Gesäß, den Knien und den Beinöffnungen. Die Jacke ist mit einer leicht zugänglichen „Napoleon-Tasche“, einem Taillenzug und D-Ring in einer Stautasche sowie wärmenden Schlupftaschen mit herausziehbarem Fleece-Futter ausgestattet. Sowohl Jacke als auch Hose sind zu 100 Prozent wasserdicht und atmungsaktiv.

Link zum Hersteller: Damen Latzhose Bergen
Link zum Hersteller: Damen Jacke Bergen

Leicht, solide und bequem


Sydney II Jacke: 179,90 Euro (UVP), Sydney II Neon Jacke: 179,90 Euro (UVP)

Neu im Sortiment von crazy4sailing ist die Ölzeugjacke Sydney II. Das weiterentwickelte Ölzeug für Binnen- und Küstenreviere ist ideal für Tagestörns und alle Arten von Outdoor-Aktivitäten geeignet. Das Ober- material der Jacke Sydney II (in den Farben Navy/Weiß und Rot/Navy erhältlich) besteht aus einem zweilagigen, komfortablen und weichen, dennoch soliden Nylongewebe mit Polyurethan-Beschichtung. Für die Jacke Sydney II „NEON“, erhältlich in den Neonfarben Orange und Gelb, wird ein solides Zweilagen-Gewebe aus Polyester mit Polyurethan-Beschichtung verwendet. Diese Materialwahl hat einen technischen Hintergrund. Polyester gewährleistet eine höhere Farbechtheit bei Neonfarben im Vergleich zu Nylon. Der positive Nebeneffekt: Die Jacken sind dadurch besonders leicht. Alle Teile aus der Sydney-Linie sind zu 100 Prozent wasserdicht (Wassersäule 10.000 mm) und atmungsaktiv.

Link zum Hersteller: Sydney II Jacke
Link zum Hersteller: Sydney II Neon Jacke

Warm und geschützt


Neopren Vollfinger- Handschuh: 24,90 Euro (UVP)

Besonders die empfindlichen Finger sind an Bord vielfältigen Beanspruchungen bzw. der Gefahr von Verletzungen ausgesetzt. Optimalen Schutz der Hände bietet der wärmende Vollfinger-Handschuh aus Neopren von crazy4sailing. Die Finger sind ergonomisch vorgeformt, was den Tragekomfort deutlich erhöht. Die Handinnenseiten sind mit weichem, aber zugleich abriebfestem Heavy-Duty-PU-Amara für besten Gripp und Haltbarkeit verstärkt. So lassen sich zum Beispiel Fallen oder Schoten einfach Durchsetzen und Blasen oder Verbrennungen an den Fingern gehören der Vergangenheit an.

Link zum Hersteller: Neopren Vollfinger-Handschuh

Das gesamte Sortiment von crazy4sailing finden Sie unter: www.crazy4sailing.com

Wilfried Erdmann: Segellegende wird 80

In Pommern geboren, beschäftigte er sich schon früh mit extremen Reisen, als dies noch nicht gängig war. Mit 18 Jahren ist er per Fahrrad nach Indien gefahren, bevor ihn die Sehnsucht nach dem Meer packte, die ihn bis heute nicht losgelassen hat. Am 15. April wird Wilfried Erdmann 80 Jahre alt

Schon vor der dreijährigen Weltumseglung mit seiner Ehefrau Astrid (1969 bis 1972) und dem vier Jahre später folgenden Törn mit Gattin und Sohn Kym durch die pazifische Südsee ist er 1968 als erster Deutscher allein um die Erde gesegelt und hat dies als einziger hierzulande 1984/1985 nonstop wiederholt. Später realisierte er auch Segeltörns abseits gängiger Routen. Zum Beispiel 1990 mit einer Jolle rund um Mecklenburg-Vorpommern im Jahr nach dem Mauerfall.

Wilfried Erdmann hat nie mittelmäßige Sachen gemacht. Ebenfalls als erster Deutscher bestand er im Jahre 2000/2001 die größte Herausforderung der Meere: In 343 Tagen segelte er 32 000 Seemeilen auf dem kleinsten je dafür benutzten Boot um die Erde – allein, nonstop und gegen die vorherrschende Windrichtung. Seine überwältigenden Erlebnisse bringt Erdmann zu Papier. Das Buch „Allein gegen den Wind“ steht nach Erscheinen 32 Wochen auf der SPIEGEL- Bestsellerliste. Allein von der Hardcover-Ausgabe sind in sechs Auflagen mehr als 40.000 Exemplare verkauft worden.

Mit „Mein Schicksal heißt Kathena“ debütiert Wilfried Erdmann 1986 im Delius Klasing-Tochterverlag Edition Maritim. Der Titel zählt bis heute zum Verlagsprogramm. Von seinen zahlreichen Büchern wurden außerdem „Die magische Route“, „Ein unmöglicher Törn“ und seine Biografie „Ich greife den Wind“ zum Erfolg. Der anlässlich seines 80. Geburtstages geplante Prachtband „Ich bin auf See – Mein Bild vom Segeln“ wird zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

Wilfried Erdmann lebt mit seiner Ehefrau Astrid im schleswig-holsteinischen Goltoft.

KiWo setzt auf Zusammenhalt

Der Baseler Grafiker Jiri Oplatek hat ein neues Motiv im Stil seines farbenfrohen „KiWo“-Design entworfen: Es zeigt einen blau-grünen Kreuzknoten (auch bekannt als Samariterknoten) und den Hashtag #Zusammenhalt.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Kieler Woche 2020 im Zeitraum vom 5. bis 13. September statt.

Die Verlegung der Kieler Woche 2020 von Juni auf September verlangt auch einige Anpassungen im Regattabereich. „Wir können die Regatten nicht 1:1 spiegeln. Die Klassen haben schon lange anders geplant, unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter und wir selbst ja auch“, so Dirk Ramhorst, Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten.

„Es wird also eine andere Kieler Woche als gewohnt, aber wir möchten positive Signale setzen. Natürlich steht die Gesundheit der Aktiven, aller Mitarbeiter und Gäste der Kieler Woche an oberster Stelle“, so Ramhorst, der sehr wohl in die Planungen einbezieht, dass Virologen und die Politik das letzte Wort haben könnten. 

Teil 1 (5.-8. September):
420er, 505er, J/24, J/70, J/80, Contender, Europe, Fareast 28R, Laser 4.7, Laser Rad. (open.), MustoSkiff, VXone  

Teil (9.-13. September):
29er (10. -13. September), 470er, 49er, 49erFX, F18, Finn, Laser Rad W, Laser Std. M, Nacra15, Nacra17, OK-Jolle

Teil III, Seebahnen (5. – 12. September):
5./6. September: Welcome Race (Kiel-Eckernförde-Kiel) für ORC-Club, Folkeboote, Albin Ballad
5./6. September (Kiel-Eckernförde-Kiel) geplant: Aalregatta, Yardstick
10. September: Senatspreis für ORC-Club, Double Hand, Yardstick
11. September/12. September: Silbernes Band für ORC-Club, Double Hand, Yardstick.

IDM Seesegeln
ORCi:  Samstag, 5. September, bis Dienstag, 8. September
ORCi Double Hand: Donnerstag, 10. September, und Freitag/Samstag, 11./12. September

Mylius 50: Hightech vom Feinsten

Der Rumpf wird als Carbon-Sandwich mit Corecell als Distanzmarerial aufgebaut, und auch bei Mast und Baum setzt man auf Kohlefaser, ebenso bei den Wanten. Alternativ kann ROD bestellt werden. Durch die Verwendung dieser sehr leichten, gleichzeitig hochfesten Hightech-Materialien kann das Gesamtgewicht der über 15 Meter langen Yacht auf nur neuneinhalb Tonnen begrenzt werden. Ihre geringe Verdrängung in Kombination mit ihrem jollenähnlich flachen Rumpf und ihrer beachtlichen Am-Wind-Segelfläche von 160 bis 170 Quadratmetern (abhängig vom Schnitt des Großsegels) macht sie zu einer Rennmaschine, die zahlreiche Erfolge auf internationalen Regattabahnen einzufahren verspricht.

Den Gegenpol zur hohen Segelfläche bildet eine schlanke Kielfinne, deren angehängte Pinocchio-Bombe bis auf eine Wassertiefe von 3,50 Metern herabreicht. Mit einem alternativen Kurzkiel lässt sich der maximale Tiefgang auf 2,70 Meter verringern.

Aufgrund ihres leichten Gewichts und ihres sehr aufgeräumten und klar strukturierten Decks könnte man darauf schließen, dass auch die Einbauten auf das Nötigste reduziert sind. Doch weit gefehlt. Für den Innenausbau bietet die Werft mit Sitz im norditalienischen Podenzano drei unterschiedliche Lösungen an, wovon zwei mit drei Doppelkabinen und eine mit nur zwei Schlafzimmern aufwarten. In jedem Fall sind zwei Bäder eingebaut, entweder liegen beide im Vorschiff oder sind als En-Suite-Komponenten an die jeweiligen Schlafzimmer angegliedert. Wer auf professionelle Unterstützung durch einen Bootsmann nicht verzichten mag, lässt sich das Bugsegment zur Skipper-Kabine ausbauen.

Beim Blick unter Deck wird klar, was mit „Open-Space-Konzept“ gemeint ist. Foto: Mylius Yachts

Markenzeichen aller Mylius-Yachten ist jedoch das sogenannte Open-Space-Konzept, das allen Interieur-Layouts zugrunde liegt und das vor allem Liebhaber vollkommen klarer und schnörkelloser Möblierung zu schätzen wissen. Sobald man den Niedergang hinabsteigt, wird deutlich, was damit gemeint ist. Salon und Pantry gehen nahtlos ineinander über, selbst der Blick ins Vorschiff bleibt unverstellt, es sei denn die Schiebetür zum Schlafbereich wird bewusst geschlossen. Unterstützung findet die offene Raumgestaltung durch einen breiten Durchgang zwischen den beiden Sitzgruppen und gedeckte, überwiegend helle Farben an Wänden, Polstern und Möbelmodulen. Allen voran Weiß.

Cruising-Komfort kommt mit der voll ausgestatteten Pantry an Bord, die neben Herd und Spüle auch den unverzichtbaren Kühlschrank bereithält und ausreichend Stauraum für Geschirr und sonstige Küchenutensilien. Damit wird klar: Die Mylius 50 ist zwar als ernstzunehmende Regattayacht angelegt, gleichzeitig soll sie aber auch entspannte Törns ermöglichen. Für eine weitere Annehmlichkeit sorgt die Dinghi-Garage unter dem Cockpitboden. Um das Beiboot darin zu stauen, braucht man nur die Badeplattform abzulassen. Durch das dann geöffnete Tor kann das Beiboot ins Schiff gezogen werden, ohne dass man vorher Luft ablassen muss.

Technische Daten:

Konstruktion:
Mylius Design Team
Lüa: 15,60 m
Länge incl. Bugspriet: 17,63 m
LWL: 14,23 m
Breite: 4,48 m
Tiefgang: 350 m / opt. 2,70 m
Verdrängung: ca. 9,5 t
Ballast: ca. 4,1 t
Wassertank: 400 l
Treibstofftank: 150 l
Motor: Yanmar 4JH57 mit 57 PS
Groß: 102 m2 /altern. 90 m2
Fock: 68 m2
Gennaker: 274 m2
Preis: ab 1.150.000 Euro
Werft: www.mylius.it
Händler: www.westyachting.de