Archiv der Kategorie: sail24.com

Bavaria zieht Resümee

Mit vollen Auftragsbüchern sei BAVARIA YACHTS im Herbst in die neue Produktionssaison gestartet. „Die Messen im Herbst in Holland, England, Frankreich, Italien, Norwegen und Deutschland sind sehr gut für uns gestartet“, berichtet Michael Müller, seit Februar 2019 CEO von BAVARIA YACHTS. „Durch unser neues Arbeitszeitmodell, bei dem wir in unserer Hochsaison im Winter mehr Boote produzieren können und im Sommer angefallene Überstunden abbauen, konnten wir die Produktion optimieren und Lieferzeiten verkürzen. Weiterhin greifen jetzt unsere Maßnahmen zur Restrukturierung der Werft. Im Ergebnis haben wir die Kosten besser im Griff und können schneller neue Boote liefern.“

Für das neue Geschäftsjahr wurde außerdem die bestehende Produktpalette überarbeitet. Die Segelyachten der CRUISER Line starten mit einem neuen Design in die neue Saison und die Motorboote der S-Line locken mit einem STYLE-Paket und einem Preisvorteil von 20 Prozent auf die im Paket enthaltenen Optionen. Für Januar 2020 sind zwei Weltpremieren geplant: Eine neue Segelyacht der C-Line und ein neues Motorboot befinden sich bereits im Prototypenbau. 

Auch personell gibt es eine Neuerung: Diplom-Ingenieur Jens Abromeit wird in Zukunft Michael Müller (CEO) und Dr. Ralph Kudla (CRO/CFO) als Geschäftsführer unterstützen. „Jens Abromeit hat großes Knowhow in der Serienfertigung. Wir freuen uns sehr ihn an Bord zu haben“, erklärt Michael Müller. 

Großes Liga-Finale vor Glücksburg

In den fünf bisherigen Erstliga-Acts in dieser Saison (Starnberger See, Bodensee, Travemünder Woche, Berlin, Kiel) haben die Berliner eindrucksvoll ihre Klasse unter Beweis gestellt. Nach drei Event-Siegen und zwei vierten Plätzen reicht ihnen in Glücksburg der drittletzte Platz, um die Verfolger vom Bayerischen YC auf Distanz zu halten. Weitere Mannschaften, auch der drittplatzierte WV Hemelingen und der NRV auf Rang vier, können nicht mehr in den Titelkampf eingreifen. Diese vier Mannschaften sind auch die ersten Anwärter für die Champions-League-Plätze, da der fünftplatzierte SMC Überlingen bereits weitere fünf Punkte Abstand zum Führungsquartett hat. „Wir wollen die Meisterschaft gewinnen“, spornt VSaW-Steuermann Tim Elsner, der zusammen mit Carl Naumann, Elias Rothe und Max Salzwedel im Finale segelt, sein Team an. „Wir sind heiß und freuen uns auf spannende Rennen.“

Spannung ist am Tabellenende der Ersten Liga garantiert. Während der Klub am Rupenhorn, der im vergangenen Jahr noch für positive Überraschungen gesorgt hatte, bereits für die Zweite Liga planen kann, und auch die SG Lohheider See nicht mehr zu retten, dürfen der Mühenberger SC und die SKW Bremen noch hoffen.

Aufgestiegen ist das junge Team von One Kiel schon, jetzt fehlt noch die Zweitliga-Meisterschaft als Ausrufezeichen hinter einer grandiosen Saison. Foto: Wehrmann

In der Zweiten Liga führt bei der Titelvergabe wohl kein Weg an One Kiel vorbei. Der junge Mannschaft ist zu dieser Saison nur als Nachrücker in die Zweite Liga gelangt und dann souverän durch das Geschehen marschiert. Nach Platz fünf zum Saisonauftakt gab es nur noch Siege. Damit ist One Kiel bereits sicher aufgestiegen und kann ganz locker seine Top-Position gegen den Blankeneser SC, Potsdamer YC und Lübecker YC verteidigen. Die drei ärgsten Verfolger werden dagegen alles daran setzen, ihre Position zu verteidigen, um in der kommenden Saison in der Ersten Liga antreten zu können.

Der Startschuss der ersten Wettfahrten fällt am Donnerstag um 11.00 Uhr. Gesegelt wird vor Glücksburg auf zwei Bahnen. Ein Riesenaufwand für den ausrichtenden Flensburger SC, der in Kooperation mit dem DHH 26 Motorboote im Einsatz hat, um den Shuttle für die Teams, die Arbeit der Jury und der Tonnenleger zu gewährleisten. Mit der Siegerehrung am Samstag um 17 Uhr endet die Liga-Saison dann in einem emotionalen Finale.

Doch damit ist in Glücksburg noch nicht Schluss. Denn am Sonntag und Montag geht es mit dem Liga-Pokal weiter, und wird nicht nur die nächste Siegertrophäe vergeben, vielmehr entsheidet sich, welche Teams den Sprung in die Zweite Liga schaffen. Die teilnehmenden Teams, die aktuell noch nicht in der Ersten oder Zweiten Liga vertreten sind, haben die Möglichkeit, einen der vier Startplätze für 2020 zu ergattern.

Das Teilnehmerfeld des DSL-Pokals setzt sich wie folgt zusammen:

  • die jeweils besten drei Clubs aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga
  • die letzten vier Clubs der 2. Segel-Bundesliga
  • die zwei besten Clubs der Junioren Segel-Liga
  • die sechs besten Clubs der Auszugswertung der IDM der J/70
  • die sechs besten Clubs der Auszugswertung des Lake Constance Battles.

Messe-Überblick: Hamburg Boat Show 2019

Die Hamburg Boat Show, als wichtige Bootsmesse für den Norden, lässt auch in diesem Jahr keine Wünsche offen und baut ihr Angebot sowie ihre Fachlichkeit weiter aus“, erklärt Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV), der die Messe veranstaltet. Neben einer großen Marken- und Bootsvielfalt soll ein umfangreiches Vortragsprogramm für fachliche Tiefe sorgen. Das neue Diving Center sowie das SUP-Becken laden zum Testen im kühlen Nass ein.

„Wir haben das Messekonzept zur zweiten Auflage nochmals erweitert. So wird das Thema Tauchen ins Programm aufgenommen, wir bauen die Nachwuchsförderung aus und veranstalten die ersten offenen Hamburger Meisterschaften im SUP-Kopfstand-Stehen. Zudem wird es in den Hallen mehr Mitmach-Angebote an den Ständen geben, beispielsweise mit einem Motorboot-Simulator oder beim Segel-Erlebnis mit Virtual Reality Brille“, berichten Dirk Kreidenweiß und Lars Jansen von der Messe Friedrichshafen, die mit ihren Kollegen für das operative Geschäft verantwortlich sind.

Ob am Promenadensteg oder am Messestand – richtig in Szene gesetzt werden zahlreiche Motor- und Segelboote in Halle B6 und B7. Ein besonders umfangreiches Angebot in allen Größen und Formen bietet der Motorboot-Bereich. Vom Anker, über Bootselektronik bis hin zur richtigen Leine – wer Bootszubehör sucht, wird in Halle B5 fündig. Typisch für die Hansestadt: Besonders die Segelmacher sind mit einer großen Bandbreite an Marken, Material und Verwendungszwecken vertreten. Mit Aktionen soll Halle B7 locken, wo das SUP-Testbecken und das Diving Center Wassersport erlebbar machen und die Aussteller Bretter und Ausrüstung für Board- und Trendsportarten wie Kiten, Wakeboarden und Stand-Up Paddeln bereithalten.

Wassersportarten können direkt vor Ort ausprobiert werden © Hamburg Boat Show

Action Days: Die Jugend für den Wassersport begeistern

Wer früh die Begeisterung für den Wassersport kennenlernt, bleibt sein Leben lang dabei – diesem Motto folgend, setzt die Hamburg Boat Show verstärkt auf die Nachwuchsförderung und bietet mit den Action Days ein Programm, bei dem Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren verschiedene Wassersportarten ausprobieren können. Ob Schnuppertauchen im Diving Center, Stand-Up Paddeln im Testbecken, virtuelles Segeln am SVG-Stand, Rennboot-Simulator fahren oder mit dem Schlauchboot erste Erfahrungen sammeln – an verschiedenen Stationen wird der Spaß am Wassersport weitergegeben. Alle Interessierten erhalten am Eingang eine Stempelkarte samt Lageplan der Aktivitäten. Unter allen gefüllten Stempelkarten werden tolle Wassersportgeräte und weitere Preise verlost.

Virtual-Reality-Segeln

Auf der Hamburg Boat Show präsentieren wir, der SVG-Verlag, zusammen mit blanx, einer Agentur für digitale Medien, eine virtuelle Segelumgebung auf unserem Stand (512) in Halle B6. Mithilfe einer speziellen Brille und zwei Fernbedienungen lässt sich so eine Yacht steuern, aus jedem Blickwinkel genau betrachten oder nach Belieben konfigurieren.

Was zuerst aussieht wie ein Spiel, entpuppt sich schnell als unglaublich realitätsnahe Simulation eines Segelbootes auf See. Kaum sitzt die spezielle Brille auf dem Kopf, versucht der Körper auch schon die Bewegungen auf See auszugleichen. So mancher hat sich bereits bei der Benutzung hinter dem Rad verkeilt, um Krängung und Seegang entgegenzuwirken.

Kurioserweise empfinden einige Nutzer sogar leichte Anzeichen von Seekrankheit, da das Gehirn den Reiz einer schwankenden Umgebung verarbeitet, die Füße aber auf festem (Teppich-) Boden in Halle B6 stehen.

Virtual-Sailing ist eines der Highlights auf der Hamburg Boat Show

Drei Bühnen präsentieren umfangreiches Fachwissen für Bootsbesitzer

Aha-Erlebnisse und Memory-Effekte versprechen die drei Bühnen, die Fachinformationen sowie Tipps und Tricks rund ums schwimmende Hobby aus erster Hand liefern. Um Bootspflege, -restaurierung und -aufwertung dreht sich alles in Halle B5 im Forum „Refit for you“. Wer seinen Urlaub gerne auf dem Wasser und unter Segeln verbringt, für den hält das Segel- und Reise-Info-Center in Halle B6 Erfahrungsberichte, Empfehlungen und Trendthemen rund ums Boot und ums Reisen bereit. Praktische Problemstellungen beim Hobby auf dem Wasser behandelt das Forum „Know-How for you“ in Halle B7: Ob Navigation, Wetterkunde, Brandschutz, Sicherheit oder Essen und Leben an Bord – mit den praxisorientierten Vorträgen kann nahezu jeder Bereich an Bord noch optimiert werden.

Wikinger Bootsbau bringt Jugend in Fahrt

Ein einzigartiges Wassersportgefährt entsteht in Halle B5 – Auszubildende im Boots- und Schiffbau fertigen an den fünf Messetagen ein Wikingerboot. Die neun Meter lange Nachbildung des norwegischen Gokstadfundes entsteht im Gegensatz zu seinem Vorbild allerdings mit neuester Bootsbautechnik aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das Wikingerboot ist Teil des Jugend-Projektes „Euro-Viking“ von Weltumsegler Burkhard Pieske, bei dem Jugendliche aus allen europäischen Ländern mit den nachgebauten Funktions-Repliken auf historisch verbürgten Wikingerrouten von Camp zu Camp segeln und rudern.

© Hamburg Boat Show

Hamburg Boat Show Campus: Fachinformationen mit Tiefgang

Die Hamburg Boat Show holt hochkarätige und einzigartige Workshops und Seminare an die Elbe. Beim Hamburg Boat Show Campus wird eine Fülle von Informationen geboten: Ob Ostsee-Seminar, UKW-Funkauffrischung oder Radar- und Plotter-Kurse – die Wassersportprofis Sönke Roever, Peter G. Boot, ehemaliges Mitglied der Royal Marine und viele weitere Experten geben ihr Wissen mit Praxisbezug an die kleinen Seminar-Gruppen weiter. Das gesamte Programm und die Anmeldung gibt es unter www.hamburg-boat-show.de

In die Ferne schweifen bei der Charter- und Törnberatung

Wer unabhängige Insider-Tipps für seine individuellen Urlaubswünsche auf dem Wasser sucht, ist bei der Charter- und Törnberatung genau richtig. Die erfahrenen Reise- und Segeljournalisten Michael Amme und Jürgen Straßburger warten mit geballter Kompetenz auf und liefern sowohl für erfahrene Charterreisende als auch Neulinge den geeigneten Urlaub und nützliche Praxistipps für die jeweilige Wassersportregion. Ob Balearen, Griechenland, die Côte d‘Azur, Kroatien, die Türkei oder die Kapverdischen Inseln – die Experten kennen die Insider-Tipps und geben sie gerne an die Besucher weiter. Reservierungen für die kostenlosen Termine sind unter
www.hamburg-boat-show.de möglich.


Öffnungszeiten, und Preise

Die Hamburg Boat Show liegt von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. Oktober 2019, auf dem Messegelände in Hamburg vor Anker. Die Veranstaltung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet online 12 Euro, an der Kasse 14 Euro. Kinder von 6-16 Jahren zahlen 6 Euro. Die Familienkarte gibt es online für 26 Euro, an der Kasse für 29 Euro. Neu ist das Sunset-Ticket für 6 Euro, gültig täglich ab 16 Uhr.
Mehr Infos unter: www.hamburg-boat-show.de

Bavaria Cruiser Line: Neuer Look für 2020

Neben einem verschönerten Outfit bekommt der Kunde eine edlere Standardausrüstung und erhält mehr Auswahl bezüglich der von ihm favorisierten Einrichtung.

Der neue Look wird von einem breiten Streifen im Aufbau dominiert, der dafür sorgt, dass die Fahrtenyachten einen noch sportlicheren Touch erhalten.

Fürs Interieur stehen ab sofort deutlich mehr Variationsmöglichkeiten zur Verfügung, denn nunmehr können die bekannten Hölzer Teak und gekalkte Eiche mit allen angebotenen Fußbodenhölzern (Wengé, Ocean Line und Walnuss) kombiniert werden. Das Plus in der Standard-Ausrüstungsliste besteht in leichten Carbon-Steuerrädern, die ab sofort zum Serienumfang gehören.

Mit dem Zusatz-Paket Style kann man sich sein Schiff noch weiter verschönern. Wer es dazubucht, erhält u. a. einen Rumpf mit grauem Zierstreifen und grauem Wasserpass, Lederummantelungen für Handläufe und Maststütze, Edelstahlklampen und Cockpittisch.

Multitool in Signalfarben: Leatherman Charge Plus G10

Das Modell „Charge“ von Leatherman erschien im September 2019 in einer limitierten Edition mit Griffschalen aus G10 in den Farben Rot und Orange. Die neuen Farben erleichtern das Wiederfinden des Multitools. G10 wird aus Epoxidharz und Glasfaser hergestellt und ist extrem widerstandsfähig – wie viele Segler wissen.

Insgesamt verfügt das Tool über 19 verschiedene Werkzeuge. Beispielsweise eine Spitzzange, Säge, Schere, Bithalter, Schraubendreher, eine Feile, Flaschenöffner und natürlich eine Klinge aus S30V-Stahl sowie eine Wellenschliff-Klinge aus 420HC-Stahl. Die Klingen lassen sich einhand öffnen, um an Bord auch schnell zur Verfügung zu stehen.

Die limitierte Edition kostet 249 Euro.

www.leatherman.de

ITA 14.99: Feiner Debütant

Eleganz, Wertigkeit, High-Tech-Verarbeitung und ein Hauch von Sportlichkeit. Schlagworte, mit denen man dem neuen ITA 14.99 gerecht wird, ohne zu übertreiben. Alle entscheidenden Bau-Elemente entstehen im Vakuum-Infusionsverfahren, verarbeitet werden hochwertige Materialien wie Carbon, Epoxy und Divinycell als Distanzmaterial für die Sandwich-Laminate, um nur einige zu nennen. Die Möbel bzw. Einbaumodule bestehen aus superleichtem Balsasandwich, für das Furnier wird ausschließlich Natur-Teak verwendet. Die Fußböden dagegen werden mit synthetischem Teak, das sich optisch kaum vom echten Holz unterscheidet, belegt, weil sie so einfacher zu pflegen und noch strapazierfähiger sind.

Die sehr junge Werft, die erst 2018 ihren Betrieb aufnahm, produziert in Monte Porzio und unterhält ein Beratungs- und Verkaufsbüro in Verona. Der ITA 14.99 ist ihr erstes Projekt. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Pérus-Scolari-Hertwig Design Collective, einer Gruppe engagierter Yachtkonstrukteure, die dem Zweirümpfer u.a. Schwerter anstelle von Kielstummeln verpasste, um seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Dem Trend folgend haben sie das Rigg weit achtern, fast in der Mitte der Yacht, aufgestellt. Durch diesen Segelplan kann eine große Selbstwendefock gesetzt werden, was für gute Speedwerte sorgt, bei gleichzeitig einfachem Handling.

Um auch bei Flaute und während der Hafenmanöver umweltfreundlich operieren zu können, wird er mit E-Motoren ausgestattet.

Technische Daten:

Konstruktion: Pérus Yacht Design Collective
Lüa: 14,99 m
Breite: 7,80 m
Tiefgang: 0,57 m bis 2,35 m (Schwerter)
Verdrängung: 10,5 t
Wassertank: 2 x 330 l
Treibstofftank: 1 x 215 l
E-Motor: 2 x 15 kW, Saildrive (Oceanvolt)
Batterien: Lithium
Genset: 1 x 15 kW
Groß: 91 m²
Selbstwendefock: 49 m²
Stagsegel: 24 m²
Code 0: 90 m²
Gennaker: 140 m²
Preis: ab 890.000 Euro
Werft: www.itacatamarans.com

Top-Minis im Etappenziel auf Gran Canaria

Weniger als zwei Stunden später erreichte auch der erste Serien-Mini das Ziel. Hier siegte der Italiener Ambrogio Beccaria (8 Tage, 19 Stunden, 52 Minuten und 7 Sekunden). Mit offenbar technischen Problemen kämpft sich Morten Bogacki in Richtung Ziel und liegt auf Platz zehn der Proto-Wertung. In der Kategorie der Serien-Boote rangiert Hendrik Witzmann, der Deutsche unter Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate, auf Platz 16.

Tréhin absolvierte die ersten 1350 Seemeilen des Atlantik-Klassiker mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,37 Knoten. Er führte damit ein französisches Trio an. Denn hinter Tréhin und Jambou, der über weite Strecken die Führung inne hatte, segelte Tanguy Bouroullec mit seinem Mini-Foiler nur 26 Minuten nach dem Sieger ins Ziel. Nach rund drei Wochen Pause soll die Flotte der Mini 6.50 von Gran Canaria aus in die Karibik starten (Start am 2. November).

„Dieser erste Teil hat wirklich alles geboten. Es wehte viel, es wehte weniger, ein bisschen Kreuz, ein bisschen Vormwind, ein bisschen raumschots. Es gab Momente, in denen Strategie gefragt war, und andere, in denen pure Geschwindigkeit an der Tagesordnung war. Es war sehr interessant. Am Ende war das Spiel wieder offen. Ich fing gestern an, mich zu ärgern. Ich dachte, François und Tanguy seien angekommen, bevor der Wind aufgehört hatte. Aber dann hörte ich Geschwätz über das UKW und begriff, dass sie nebeneinander feststeckten. Ich habe mich rechts von ihnen positioniert und genau hierher kam die frische Brise. Es war wie ein Geschenk des Himmels. Es ist ein großartiges Gefühl, gewonnen zu haben. Jetzt möchte ich eine gute zweite Etappe segeln, um den Job zu erledigen“, erklärte Sieger Tréhin.

François Jambou ärgerte sich indes über die vergebene Siegchance: „Es war eine harte Etappe. Geade die windstillen Zonen sind mental kompliziert. Als ich vor Gran Canaria ankam, wehten noch 10 Knoten und ich konnte niemanden auf dem AIS sehen. Ich dachte, ich hätte das Rennen in der Tasche, aber es kam anders. Axel und Tanguy kamen mit dem Druck zurück ins Spiel und ich konnte nichts tun. Axel fuhr mit 8 Knoten und ich machte 0. Ich fuhr wieder los, als er neben mir war, aber ich hatte nicht das richtige Segel. Es ist schwer, den zweiten Platz zu akzeptieren, wenn man fünf Tage geführt haben. Aber genau das macht Offshore-Rennen so großartig. Der Gesamtsieg ist noch immer in greifbarer Nähe.“

Im Prolog vor dem Start von La Rochelle lief es noch glatt für Morten Bogacki, auf der Etappe hat er offenbar mit technichen Problemen zu kämpfen. Foto: Breschi

Besonders hart hat es auch den einzigen Starter unter deutscher Flagge bei diesem Mini-Transat getroffen. Nach der Passage am Cap Finisterre im Nordwesten von Spanien lag Morten Bogacki vom Offshore Team Germany nur knapp hinter dem Führungs-Trio auf dem vierten Platz. Doch in den harten Bedingungen die portugiesische Küste hinab hat er offenbar mit technischen Probleme zu kämpfen gehabt. Immer wieder stoppte er seinen Mini „Lilienthal“ ab, verlor innerhalb weniger Stunden 60 Seemeilen und konnte auch danach nicht mehr den Speed der Konkurrenten mitgehen. Die Rennleitung konnte immerhin mitteilen, dass Morten sicher an Bord sei. Da die Teilnehmer entsprechend dem Reglement lediglich mit einem Funkgerät als Kommunikationsmittel ausgestattet sind (Telefone mussten vor dem Start abgegeben werden), gibt es von Bord der „Lilienthal“ keine genauen Informationen. Spekuliert wird über Probleme mit der Steuerung. Bogacki wird heute im Laufe des Abends oder der Nacht auf Gran Canaria erwartet.

FSC gewinnt die Meisterschale der DJSL

Der Möhnesee, die Heimstätte des DJSL-Förderers Heinz-Nixdorf-Stiftung, zeigte sich zum Finale der vierteiligen Serie von seiner besten Seite. Zehn Flights konnten für die 26 Teams gesegelt werden. An der Spitze entwickelte sich dabei ein Nord-Süd-Dreikampf. Denn der Flensburger SC hatte sich gegen die beiden Mannschaften des Bayerischen YC zu behaupten. Am Ende setzte sich die zweite Mannschaft des BYC im letzten Auftritt der Saison durch, gefolgt vom FSC und der ersten BYC-Mannschaft.

Die Position im bayerischen Sandwich reichte dem FSC schließlich, um sich mit vier Punkten Vorsprung in der Saisontabelle gegen die Mannschaft vom Bodensee zu behaupten. Die Überlinger, die in dieser Saison zum zweiten Mal in Folge die Junioren Champions League gewonnen haben, mussten sich auf dem Möhnesee mit Rang fünf begnügen, ließen sich damit aber die Vize-Meisterschaft nicht mehr verderben.

Das Jahr 2019 hat sich als bisher stärkstes für die Deutsche Junioren Segel-Liga erwiesen. Es ist eine gute Grundlage, um das Geschehen in 2020 fortzusetzen.

Ergebnisse

Olympia-Dritte zurück im Spiel

In den vergangenen drei Monaten hat Thomas Plößel seine seine Master-Arbeit konzipiert und zu großen Teilen umgesetzt. Erik Heil war in das Medizinstudium vertieft und hat im August seine Physikumsprüfung abgelegt. „Uns war wichtig, neben unserer seglerischen Tätigkeit auch beruflich etwas weiterzukommen“, erklärte das Duo.

Seit September sind die Olympiadritten wir nun wieder auf dem Wasser unterwegs und hatten zu Beginn etwas mit der Kondition zu kämpfen. Daher wurde zunächst wir in Kiel begonnen, mit DSV-Athletiktrainer Hans Peter Lange die Fitness-Grundlagen wieder aufzubauen sowie die Koordination zu trainieren. Zusätzlich waren die beiden täglich auf dem Wasser und haben so die ersten zwei Wochen nach dem Wiedereinstieg verbracht.

Danach ging es nach einer fünftägigen Pause nach Brest in der Bretagne, wo bis in den Oktober hinein mit viele internationale Teams sowie den Trainingspartner Justus Schmidt/Max Boehme gearbeitet wird. Viele verschiedene Inhalte werden durchgespielt in einer hohen Trainingsqualität.

Nach dem Trainingslager in Brest geht es für die 49er nach Neuseeland zur WM. Die Weltmeisterschaft ist für die deutschen Teams von doppelter Bedeutung, da sie auch der erste Teil der internen Qualifikation für Tokio 2020 ist. Das Nationentickets haben die Deutschen bereits sicher. Mitte Dezember geht es kurz wieder in die Heimat. Aber schon Anfang 2020 geht es wieder nach Downunder, denn in Australien steht bereits die nächste WM an. Die letzte Olympia-Ausscheidungsregatta wird auf Mallorca ausgetragen, sodass Anfang April entschieden ist, wer zu den Olympischen Spielen fährt.

Promi-Regatta: Start des „Rose of Charity Sailing Cup“ 2019

Nach dem Start in der ZEA Marina in Piräus führt die „Rose of Charity“ 2019, die für Segler und Segelboote aller Klassen offen ist, durch den Saronischen Golf – über Ägina, Epidauros, Hydra und Poros. Mit an Bord der 25 teilnehmenden Yachten sind dabei zahlreiche deutsche Film- und Fernsehschauspieler wie Hannes Jaenicke, die mit ihrer Teilnahme Aufmerksamkeit für die Arbeit von „OceanCare“ schaffen wollen.  

Die Meeresschutzorganisation setzt sich seit 30 Jahren weltweit für die Ozeane und seine Bewohner ein, initiiert Artenschutzprojekte für gefährdete Meeressäuger und engagiert sich gegen die zunehmende Plastik-Verschmutzung sowie den wachsenden Unterwasserlärm durch Militärsonare, Ölbohrungen und den Frachtschiffsverkehr. Mithilfe des Walwarnsystems „Save Moby“, das zurzeit mit Wissenschaftlern aus ganz Europa entwickelt wird, sollen zum Beispiel die letzten 200 Pottwale im südöstlichen Griechenland vor tödlichen Kollisionen mit Frachtschiffen bewahrt werden. 

„Für uns ist die ‚Rose of Charity‘ eine einzigartige Gelegenheit, unser 30-jähriges Engagement möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und auf die Schönheit, aber auch auf die Fragilität dieses einzigartigen Lebensraums hinzuweisen“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von „OceanCare “. „Mit konkreten Tipps können wir zudem aufzeigen, was jeder von uns zum Meeresschutz beitragen kann. Durch die Charity-Regatta erreichen wir auch neue Kreise, die Segler, aber auch die Leute vor Ort, die von und mit dem Mittelmeer leben.“

Ins Leben gerufen wurde die „Rose of Charity“ im Jahr 2013 von Schauspielern und dem Team von ARD Brisant. Der französische Premium-Automobilhersteller DS Automobiles ist Mitinitiator, Marinepool seit 2013 offizieller Ausrüster. In diesem Jahr arbeitet die „Rose of Charity“ wieder mit Sunsail, The Moorings und Beneteau als offiziellem Yacht-Partner zusammen.

Showdown der Liga-Junioren

Heute geht es mit dem freien Training auf dem Möhnesee für die Junioren los. Samstag und Sonntag, jeweils um 10 Uhr, geht es um die entscheidenden Punkte für den Titel in der DJSL. Nach drei Acts kann ein enges Rennen um die Junioren-Meisterschaft erwartet werden. Die Top-Fünf der Rangliste sind nur durch fünf Punkte getrennt.

Aktuell führt der Flensburger Segel-Club (12 Punkte) das Ranking mit einem Punkt vor dem Bodensee Yacht-Club Überlingen (13) an. Auf Rang drei folgt der Münchner Yacht-Club (15), und auch der Bayerischer Yacht-Club und der Lübecker Yacht-Club (jeweils 17 Punkte) haben noch gute Chancen, sich an die Spitze zu segeln. Der Lübecker Yacht-Club zeigte zuletzt die steilste Lernkurve und gewann das September-Event in Kiel. Es wird spannend, wenn die 26 Mannschaften in das Finale starten, die Veranstalter vom Yacht-Club Möhnesee hoffen für die Regattatage auf Goldene Oktobertage direkt an der Talsperre, um Teams, Begleitern und Fans einen gelungenen Saisonabschluss zu bieten. Rennverläufe und die Ergebnisse unter SAPsailing.com.

.

.

Seetang stoppt Titeljagd der „Struntje Light“

Die „Struntje Light“, die neben dem Ehepaar Schäfer mit einem Mix aus US-Profis und -Amateuren besetzt war, war mit einer Super-Serie in die WM gestartet. Gleich zu Beginn der Titelkämpfe wehte es mit 20 Knoten kräftig über den Regattakurs an der US-Westküste. Danach stellte sich eine Brise von 10 bis 12 Knoten ein. Und zur WM-Halbzeit lag das Team der „Struntje Light“ klar an der Spitze. Doch an Tag drei zerrann der große Punkte-Vorsprung, als die Mannschaft mit dem Kraut auf dem Kurs zu kämpfen hatte.

„Wir hatten etwas Pech mit dem Seetang. In einem Rennen mussten wir das Boot komplett stoppen und ins Wasser steigen, um den Tang zu entfernen. Solche Dinge passieren eben und man kann nichts dagegen tun! Aber wir sind Zweiter und das ist in Ordnung. Vince Brun und Drew Freides sind wirklich gute Jungs“, sagte Schäfer.

Die neuen Weltmeister hatten nicht nur das Glück, von Seetang verschont geblieben zu sein, sie legten bei ihrem Titellauf, den sie sich am Ende mit einem knappen Vorsprung von drei Punkten vor der „Struntje Light“ sicherten, auch einen perfekten Einstieg in die Klasse hin. Denn erst wenige Tage vor der WM hatten sie die Farr40 ins Wasser gebracht. „Es war auf dem gesamten Weg eine Lernerfahrung. Dies war der zehnte Tag, an dem wir das Boot gesegelt haben, und wir segeln gegen Jungs, die diese Boote seit über segeln Jahren segeln. Wir haben ein tolles Team zusammengestellt mit einigen der besten Segler – darunter Vince Brun und Eric Doyle. Wir haben uns auf die Grundlagen konzentriert und versucht, gute Starts hinzulegen und klug und sauber zu segeln“, sagte Drew Freides.

Ergebnisse