Kategorie: sail24.com

Nordseewoche findet statt – aber wie?

Alle werden sicher verstehen, dass wir in der momentanen Situation nicht weiter eine gewohnte Nordseewoche planen. Wir haben uns aber gefragt, was wir tun können, wenn sich die Lage doch noch zum Besseren wendet“, sagt Marcus Boehlich. Mit Unterstützung der Nordseewoche-Partner, im Besonderen Capitell und Pantaenius, wird es zwei virtuelle Regatten, nämlich den Capitell-Cup Rund Helgoland und das Pantaenius Rund Skagen Race geben. Auf der Nordseewoche-Homepage (www.nordseewoche.org) oder in der App von Virtual Regatta, erhältlich im Appstore bzw. GooglePlayStore, wird man als Teilnehmer für die Regatten melden können. So kann in diesem Jahr jedes Crewmitglied zum Skipper werden und nach einer ausgiebigen Wetter- und Strömungsanalyse mit geschickter Kurswahl, Segelauswahl und Segelwechsel zur richtigen Zeit die Nordseewoche-Regatten für sich entscheiden. 

Spannendes Regattasegeln wird es in diesem Jahr in jedem Fall geben – zumindest virtuell.

Die Langstreckenregatta Pantaenius Rund Skagen startet regulär immer alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Edinburgh Regatta und hat einen legendären Ruf. Mit über 500 Seemeilen ist sie die längste deutsche Langstreckenregatta und gilt auch als die härteste. Zwar wird die virtuelle Variante wohl nicht ganz so kräftezehrend wie normal, doch bleiben spannende taktische Entscheidungen für die Teilnehmer, die ihre virtuellen Boote durch die anspruchsvollen Reviere Nordsee, um Skagen herum bis nach Kiel-Schilksee bringen müssen. „Zur Preisverleihung, die hoffentlich im November stattfinden kann, laden wir, wie immer, gesondert ein und werden bei einem gemeinsamen Essen aus diesem Kreis einige Gewinner küren. Dies soll allen helfen, die regattafreie Zeit zu überstehen“, sagt Boehlich und freut sich, den Seglern zumindest dieses Schmankerl anbieten zu können.

Ein Hintertürchen lassen sich die Veranstalter jedoch noch offen: „Falls bis zum 15. Mai 2020 klar ist, dass Helgoland betreten und Regatten gesegelt werden dürfen, werden wir mit einem Minimalteam und unter minimalem Aufwand – d.h. kein Zelt, keine Begleitboote, keine Partys usw. – den Capitell-Cup Rund Helgoland und Pantaenius Rund Skagen stattfinden lassen. Das alles natürlich vorbehaltlich der dann einzuholenden Genehmigungen“, sagt Boehlich und bittet um Nachsicht, wenn dann vielleicht nicht alles wie gewohnt klappt.

segeln April-Ausgabe 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Entwicklungen der Corona-Pandemie haben auch uns in der Redaktion wie ein Tsunami überrollt. Bei einem Blick auf das Titelthema werden Sie merken, dass ein Reisespezial in Zeiten, in den Grenzen dicht, Flüge gestrichen und ein Kontaktverbot herrscht, nicht unbedingt das ideale Thema ist. Bevor Sie jetzt aber E-Mails an uns schreiben, um zu fragen, ob wir nicht etwas plemplem seien, möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick geben, wieso das Coronavirus in der aktuellen Ausgabe keine große Rolle einnimmt. Denn bereits Anfang Februar begannen wir in der Redaktion mit dem Bearbeiten der ersten Texte des Heftes. Die ersten fertigen Artikel haben wir um den 20/21. Februar „abgegeben“. Am 20. Februar wurde in Italien bei Patient 1 die erste Coronainfektion in Italien gemeldet. Als wir Anfang März die letzten Seiten an die Druckerei übergaben, zeichnete sich ab, dass etwas auf uns zukommt – und ich musste eine Entscheidung treffen: aktuelle Coronameldungen aufgreifen oder nicht? Bis zum Tag der Veröffentlichung waren es noch drei Wochen hin und zumindest in Deutschland zeichnete sich nicht ab, dass die anstehende Saison an Nord- und Ostsee beeinträchtigt werden könnte. Einen Blick in die Glaskugel wollte ich nicht riskieren, sprach das Coronathema aber im Editorial an. 
Seitdem haben die Entwicklungen der Coronakrise ein Tempo entwickelt, das einzigartig ist. Hätte uns vor drei Wochen jemand gesagt, dass unsere Grundrechte so massiv eingeschränkt werden, dass Segler von der Polizei aus geschlossenen Häfen eskortiert werden – wir hätten ihm nicht geglaubt. Heute wissen wir, dass diese Maßnahmen richtig und notwendig sind. Heute wissen wir, dass jeder einzelne von uns Verantwortung übernehmen muss. Heute wissen wir, dass jeder einzelne von uns etwas bewirken kann – indem er soweit es möglich ist, zuhause bleibt. Und wir wissen auch, dass wir nur gemeinsam durch diese Krise kommen. 
Sehen Sie das aktuelle Heft daher bitte nicht als Affront an, sondern lassen Sie sich auf die Themen im Heft ein. Sei es um etwas Abstand zu gewinnen, um von der schönsten Leidenschaft der Welt zu träumen oder um sich Anregungen zu holen, was Sie unternehmen werden, wenn das alles vorbei ist.
Aktuelle Auswirkungen des Virus lesen sie übrigens auf segelreporter.com

Kai Köckeritz
Chefredakteur segeln

Weitere Themen in der April-Ausgabe von segeln

  • Test: Die RM 1180 – ein Neuanfang für die Werft
  • Windgeneratoren: Was die Generatoren mittlerweile leisten können
  • Yachtdesign: So hat sich das Yachtdesign in den letzten zehn Jahren verändert
  • Kohlefaser: Das Wundermaterial hat einen Nachteil: es kann nur sehr schlecht recycelt werden

Das Heft können Sie auch bequem versandkostenfrei von zuhause aus bestellen: Jetzt bestellen

TW sucht einen Lösungsweg

Vor dem Hintergrund, dass die Travemünder Woche erst in der zweiten Juli-Hälfte (17. bis 26. Juli) terminiert ist, bleibt noch etwas Zeit für die Entscheidung. Zeit, die TW-Geschäftsführer Frank Schärffe, Sportdirektor Jens Kath, Projektleiterin Birgit Stamp-Oehme, der Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke und Uwe Bergmann von der Eventagentur uba nutzen wollen, um in Abstimmung mit Seglern, der Stadt Lübeck sowie mitveranstaltenden Vereine, Partnern und Schaustellern die beste Entscheidung zu treffen.

Intensive Beratungen beschäftigen derzeit das Organisationsteam der Travemünder Woche (von links): Geschäftsführer Frank Schärffe, Sportdirektor Jens Kath, Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke, Projektleiterin Birgit Stamp-Oehme und Uwe Bergmann, Geschäftsführer der Eventagentur uba. Fotos: segel-bilder.de

„Bis zum 19. April ist das öffentliche Leben weitgehend auf
Null gesetzt. Danach werden wir vielleicht sehen können, wie sich die Maßnahmen
der Regierung auf die Infektionskurve ausgewirkt haben und in welchen Schritten
die Rückkehr zur Normalität möglich ist“, sagt Frank Schärffe und peilt den
Zeitraum um dieses Datum herum auch als Horizont für die Entscheidung der
TW-Organisation an. „In der verbleibenden Zeit müssen wir viel Arbeit in die
Abstimmung stecken, um dann zügig bekanntzugeben, wie die Travemünder Woche
2020 aussehen wird.“ Schärffe lässt keinen Zweifel daran, dass man den Funken
Hoffnung, die TW in fast gewohnter Form durchführen zu können, lange glimmen
lassen möchte, ohne auch flexible alternative Lösungswege außer Acht zu lassen.
Denn die Terminierung auf die letzte volle Juli-Woche ist aus guten Gründen
seit Jahrzehnten etabliert.

Die Organisation der Travemünder Woche hängt ganz entscheidend
von dem Engagement der rund 300 Ehrenamtler ab. Diese bringen für die TW ihren
Urlaub ein. Und mit der Aussicht, zur schönsten Sommer- und Ferienzeit eine
Woche mit Freunden an der Lübecker Bucht zu verbringen, fällt das naturgemäß
leichter. Dazu kommt, dass Schüler und Studenten dann freie Zeit haben. Daneben
bestehen durch die Ferienzeit in der Landesberufsschule auf dem Priwall auch
günstige Unterbringungsmöglichkeiten für die Helfer. Und Uwe Bergmann kann in
der Vermarktung des Landprogramms, das zu großen Teilen die
Segelgroßveranstaltung erst möglich macht, im Hochsommer ein deutlich
attraktiveres Umfeld für die Schausteller bieten: „Das Flair der Travemünder
Woche ist geprägt durch die entspannte Atmosphäre mit lauen Sommerabenden. Und
die sind zu keinem anderen Zeitpunkt so sicher wie eben im Juli.“

Auch Jens Kath und Anderl Denecke haben es deutlich
leichter, hochwertige Meisterschaften nach Travemünde zu holen, wenn sie neben
der erstklassigen Ausrichtung der Regatten auf dem Wasser zudem mit einem
attraktiven Rahmenprogramm werben können. Dass europaweit die Ferienzeit im
Hochsommer dazu beiträgt, regelmäßig Teilnehmer aus rund 20 Nationen an der
Lübecker Bucht zusammenzubringen, spricht zudem für den Juli. Kath und Denecke
werden daher bei den insgesamt 30 geplanten Wettbewerben (inklusive 14
Meisterschaften) in diesem Jahr nun viele Abstimmungsgespräche mit den diversen
Klassenvereinigungen führen. „Uns ist wichtig, dass wir alle treuen TW-Klassen
in den Prozess miteinbeziehen. Wir wollen niemanden hinten runterfallen
lassen“, sagt Denecke. Jens Kath geht nach Rücksprache mit Birgit Stamp-Oehme
über die Möglichkeiten mit zwei frischen Termin-Optionen in die Gespräche: „Wir
müssen sehen, was bei dem Gros der Klassen am besten ankommt. Da wir wenig
Überschneidungen in den Segelklassen mit anderen deutschen Regattawochen haben,
können wir uns ganz auf unsere Segler konzentrieren“, sagt Kath.

Im schmalen Zeitkorridor bei einer Verlegung haben die
TW-Verantwortlichen eine Woche im Spätsommer und eine bereits im Herbst ins
Auge gefasst. In der Abwägung geht es darum, den Seglerwillen, die
Vermarktungsmöglichkeiten und die verfügbare Freizeit der Ehrenamtler im Auge
zu haben – und dann auch noch keine Überschneidungen mit anderen Travemünder
Veranstaltungen zu provozieren. Wenn all diese Entscheidungsstränge
zusammengeführt sind und die Entwicklung der Krise sichtbarer wird, wird das
Format der TW 2020 festgezurrt. Der Wille, die Regatta- und Festivalwoche auch
in 2020 durchzuführen, ist bei den TW-Verantwortlichen ungebrochen.

Ultramarin Boatshow 2020 ist abgesagt

Die Ultramarin Boatshow im Mai markiert als eines der ersten Wassersportevents den Start der Wassersportsaison am Bodensee. Rund 50 Aussteller präsentieren zu Wasser und an Land die Trends und Neuheiten der Branche. „Wir planen seit letztem Oktober an der Boatshow und hätten mit einigen neuen Ausstellern wieder ein interessantes Programm für die Besucher bereitgestellt. Leider lässt die aktuelle Situation keine andere Entscheidung zu als die Ultramarin Boatshow in diesem Jahr abzusagen“, erklärt Ultramarin-Geschäftsführerin Sonja Meichle. „Aber die Gesundheit und das Wohl der Aussteller und Besucher hat für uns natürlich oberste Priorität.“

2021 soll die Ultramarin Boatshow wieder wie gewohnt Anfang
Mai stattfinden.

Privilège verstärkt Verkaufsteam

Mit 14-jähriger Berufserfahrung in der Yachtbranche erweitert Anna Nowotarska das Team des französischen Katamaranherstellers durch hohe Fachkompetenz.

Gilles Wagner, CEO von Privilège sagte: “Wir freuen uns, eine so erfahrene und gut vernetzte Person mit einem hervorragenden Ruf zu begrüßen. Anna wird uns helfen, unsere kontinuierlich wachsende Flotte auf dem Markt zu positionieren und die Vertriebsmöglichkeiten zu verbessern.“

“Da Privilège im Jahr 2020 zwei Weltpremieren feiern wird, könnte der Zeitpunkt für den Beginn meiner neuen beruflichen Herausforderung nicht besser sein. Ich arbeite seit vielen Jahren in der Katamaran-Industrie, was mir die Zuversicht gibt, mich erfolgreich in diese prestigeträchtige Werft einbringen zu können”, sagte Anna Nowotarska bei ihrem ersten Besuch auf der Werft in Les Sables d`Olonne, Frankreich.

Die deutsche Großserienwerft Hanse Yachts hatte Privilege im Sommer 2019 übernommen.

Seenotfall: Fischkutter drohte in Windpark zu treiben

Gegen 3.30 Uhr erreichte die Seenotretter der Notruf des Fischkutters „Martje“ (HeimathafenGreetsiel). Die beiden Fischer meldeten den Ausfall ihrer Maschine nach einem Kurzschluss an Bord. Ihr Kutter befand sich etwa zwölf Seemeilen (gut 22 Kilometer) nördlich von Helgoland – und nur etwa 1,5 Seemeilen von einem Windpark entfernt.

Bei etwa drei Knoten Strom drohte der manövrierunfähige 15-Meter-Kutter, innerhalb kurzer Zeit in den nahen Windpark hineinzutreiben. Der nicht weit entfernt fahrende Kutter „Nordlicht“ lief zur „Martje“ und nahm sie auf den Haken, um den Havaristen zumindest auf Position zu halten.

Nach dem Eintreffen des Seenotrettungskreuzers “Hermann Marwede” übernahmen die Seenotretter den Fischkutter und schleppten ihn sicher nach Helgoland. Die beiden Fischer blieben an Bord.

Zur Unglückszeit herrschten vor Helgoland schwacher Nordwind und gute Sicht.

Sondergenehmigung: AWN öffnet in Hamburg

Die AWN-Filiale Hamburg darf, wie auch Baumärkte und Lebensmittelgeschäfte, unter behördlicher Genehmigung ab heute (20.3.2020) wieder für Kunden öffnen. So soll gewährleistet werden, dass auch wichtige Organe des Staates weiter beliefert werden können. Dazu zählen zum Beispiel die Wasserschutzpolizei, Feuerwehren, THW, Katastrophenschutz, Rettungswagen der Krankenhäuser, Polizei, etc.

Wie A.W. Niemeyer betont, wird dieser Schritt nur unter strikten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt:

  • Es gilt zwei Meter Abstand untereinander vor der Tür, an der Kasse, in den Gängen und zu den Mitarbeitern einzuhalten
  • Bestenfalls sollten Handschuhe und Gesichtsmasken getragen werden
  • Es dürfen maximal zehn Kunden gleichzeitig in den Verkaufsraum
  • Die Zahlung sollte mit EC- und Kreditkarten getätigt werden
  • Persönlicher Kontakt bei Begrüßungen, z.B. Handschlag, muss unterbleiben

Adresse:
AWN Filiale Hamburg
Holstenkamp 58
22525 Hamburg
www.awn.de

HanseYachts sichert Produktion und Arbeitsplätze

Ein umfassender Maßnahmenkatalog wurde ausgearbeitet um die Produktionsbänder am Laufen zu halten, und der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung in der Krisenzeit gerecht zu werden. Neben strengen Hygiene-Vorschriften wurden die Arbeitsbereiche strikt voneinander getrennt und zahlreiche Home-Offices eingerichtet. Externe Besucher sowie der eigene Vertrieb dürfen die Produktionsstätten zum Schutz der Bootsbauer nicht mehr besuchen. Des Weiteren sind alle Geschäftsreisen und Veranstaltungen im In- und Ausland abgesagt.

Aufgrund dieser früh in die Wege geleiteten Maßnahmen laufen alle Förderbände konstant auf einem
hohen Niveau. Alle Marken der HanseYachts AG sind weiterhin lieferfähig und Bestellungen
können derzeit pünktlich ausgeliefert werden. Um das zu gewährleisten wird auch die
Lagerreichweite für Fertigungsteile aus dem Ausland fortlaufend kontrolliert und weiter ausgebaut.

Dr. Jens Gerhardt, CEO HanseYachts AG: „Uns erreichen weiterhin Anfragen und Bestellungen
über neue Yachten für diesen Sommer. Unsere Kunden wissen dass ein Boot in dieser Zeit perfekt
ist, um einen sicheren und unbeschwerten Urlaub isoliert mit der Familie verbringen zu können. Was
gibt es besseres als eine Auszeit auf dem Meer?“

Segelmacher-Allianz gibt ihr Wissen preis

Jeden Montag erscheint ein frischer Bericht auf der Website der ADS (www.Allianz-Deutscher-Segelmacher.de), der über sehr unterschiedlichen Themen rund um die Segel, das Segeltuch, das Rigg und die Ausrüstung informiert und die volle Kompetenz der deutschen Segelmacher an die Segler weitergibt. So stellt jede Woche ein Mitgliedsbetrieb sein Wissen zur Verfügung.

Stark aufgewertet werden die ADS-Seite und die wöchentlichen Berichte durch die großen Lieferanten. Üblicherweise stehen diese großen Player in der Wassersportbranche eher im Hintergrund. Mit einem Segelmacher hat der Yachteigner dagegen immer wieder einmal Kontakt, aber der direkte Kontakt zu den Tuchherstellern, den Beschlags- und Rigglieferanten und damit die Informationen aus erster Hand sind selten. Da auch so wichtige Partner wie die Firmen Gotthardt, Lindemann und Dimension-Polyant sich bei den wöchentlichen Berichten mit einbringen werden, ist eine bisher in Deutschland noch nicht erreichte Basis für den Informationsfluss vom Entwickler, Hersteller und Händler zu den Seglern geschaffen worden.

Mit den Informationen für die Yachteigner und Segler erreicht die ADS bereits das dritte Ziel nach der Gründung. Das Hauptanliegen stellt nach wie vor die Vermittlung des hohen Qualitätsstandards der in Deutschland gefertigten Segel dar. So sind die Ausbildung im Dualen System und die damit erreichten Fertigkeiten wohl weltweit einmalig. Dies schlägt sich in den an Bord gelieferten Produkten nieder.

Ein weiteres Ziel der ADS ist es, den attraktiven und interessanten Beruf des Segelmachers noch mehr in das Bewusstsein junger Segler zu bringen. Das Lehrstellenangebot ist groß und die Zukunftsaussichten sind ideal.

Wahl zum Segler des Monats Februar

Crew der „Outsider“ (IRC-Sieger Caribbean 600):

Mit dem Kauf einer TP52 segelt die „Outsider“ von Tilmar Hansen auf Erfolgskurs. Im vergangenen Jahr segelte sie beim Fastnet Race auf Platz vier, jetzt schaffte sie nicht nur den Sprung auf das Podium bei einer Regatta über den klassischen 600-Meilen-Kurs, sondern zwang gleich die gesamte Konkurrenz in die Knie. Der Sieg bei den Caribbean 600 nach berechneter Zeit kam unmittelbar, nachdem die Crew in Hamburg mit dem German Offshore Award 2019 ausgezeichnet worden war. (Foto: Tim Wright/RORC)

Philipp Buhl (WM-Gold im Laser):

Auf eine Goldmedaille in einer olympischen Disziplin hat der DSV 20 Jahre warten müssen. 2000 gelang das Roland Gäbler/Rene Schwall in Vorbereitung auf Olympia von Sydney. Jetzt präsentierte sich Philipp Buhl in herausragender Form: Vor Melbourne dominierte der Allgäuer das Feld, gewann in der Laser-Geschichte erstmals Gold für Deutschland und nährt damit die Hoffnung, dass im Sommer vor Enoshima ebenfalls Großes möglich ist. Gutes Omen: Gäbler/Schwall gewannen 2000 Bronze im Tornado. (Foto: Jon West)

Erik Heil/Thomas Plößel (WM-Bronze im 49er):

Die 49er-Segler sind seit Jahren die Erfolgsgaranten im DSV. Die beiden letzten Olympia-Medaillen gehen auf das Konto der Skiff-Segler. Und in Enoshima könnte eine weitere dazu kommen. Erik Heil/Thomas Plößel, die Bronze-Gewinner von Rio, demonstrieren auf jeden Fall eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze. Im Dezember segelten sie vor Auckland zu WM-Silber, jetzt schafften sie als Dritte der WM von Geelong erneut den Sprung auf das Podium der Weltmeisterschaft. (Foto: Sailing energy)

Segler des Monats Februar



Crew der „Outsider“ (IRC-Sieger Caribbean 600)


Philipp Buhl (WM-Gold im Laser)


Erik Heil/Thomas Plößel (WM-Bronze im 49er)
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KiWo auf September verschoben

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer erklärt: „Diesen Schritt haben
wir als Stadt gemeinsam mit den Veranstaltern der Segelregatten beschlossen.
Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen – sie ist mit Blick auf die
aktuelle Entwicklung aber die beste Lösung.“ Jetzt gelte es zunächst, gemeinsam
die großen Herausforderungen der Corona-Krise zu meistern. „Wir alle hoffen,
möglichst schnell zur Normalität zurückzukehren. Dann ist auch wieder Zeit,
gemeinsam zu segeln, zu feiern und die Kieler Woche zu genießen“, so
Kämpfer. 

Für Stadtpräsident Hans-Werner Tovar steht fest: „Die Kieler
Woche ist nicht nur ein Segelevent, sondern vor allem auch ein internationales
Fest der Begegnung und Völkerverständigung. Daher ist eine Verlegung in der
aktuellen Situation vernünftig. Ich freue mich schon jetzt, mit unseren
Freundinnen und Freunden aus den Partnerstädten und aller Welt zu feiern –
diesmal eben mit etwas Verspätung.“

„Natürlich hätten wir mit der endgültigen Entscheidung noch etwas warten können. Da wir aber auch den internationalen Seglerinnen und Seglern ein Zeichen geben wollten, haben wir uns jetzt entschieden“, erklärt Dirk Ramhorst. Der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten und sein Team gehen jetzt gemeinsam mit Mitveranstaltern, Verbänden und ehrenamtlichen Mitarbeitern die nächsten organisatorischen Schritte an. „Wir haben von unseren Partnern große Unterstützung und Verständnis für diese Entscheidung erfahren. Dafür möchten wir uns bedanken. Und wir freuen uns, dass in diesen schweren Zeiten Partnerschaften so gelebt werden“, so der Regattaorganisator.

Foto: Sascha Klahn

In den nächsten Tagen gehe es nun darum, die Aktiven und
Klassen zu informieren und das Programm eventuell den neuen Vorgaben
anzupassen. „Wir haben noch viel Arbeit beim Feinschliff unter anderem mit dem
Deutschen Segler-Verband und dem Weltseglerverband vor uns. Wir wollten jetzt
zunächst für die Planbarkeit Fakten schaffen“, macht Ramhorst deutlich.

Auch die öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosender, die für das Musikprogramm auf den großen Kieler-Woche-Bühnen sorgen, unterstützen die Verlegung in den September. „Ungewöhnliche Zeiten verlangen ungewöhnliche Maßnahmen. Wir werden unser Möglichstes versuchen, zusammen mit unseren Partnern auch dann ein angemessenes Musikprogramm für die Schleswig-Holsteiner auf die Beine zu stellen. Wir alle werden nach der dann hoffentlich überstandenen Krise auch wieder Anlässe zu schätzen wissen in Gemeinschaft zu feiern“, erklärt Dirk van Loh, Geschäftsführer REGIOCAST, für die Sender aus dieser Gruppe (R.SH, delta radio, RADIO BOB!).

Volker Thormählen, Direktor des Landesfunkhauses des NDR,
ergänzt: „Natürlich stehen wir als Partner der Kieler Woche voll hinter der Entscheidung
der Landeshauptstadt. Und wenn – was

wir hoffen – die Kieler Woche im September stattfinden kann,
werden wir dabei sein. Aber ganz ehrlich: Im Moment haben wir ganz andere
Sorgen und Themen.“

Das Kieler-Woche-Büro wird sich nun mit allen Partnerinnen und Partnern austauschen und die Planung der Festivalwoche für September abstimmen. Philipp Dornberger, Leiter des „KiWo“-Büros, macht deutlich: „Die Kieler Woche ist unser aller gemeinsames Segel- und Kulturfestival im Norden und wir sind uns bewusst, dass wir diese einzigartige Herausforderung nur mit allen Beteiligten gemeinsam im engen Schulterschluss bewältigen können.“

Absage Maior und YES

Wir können diese Veranstaltungen auf dem derzeitigen Stand verschiedener Szenarien nicht seriös planen, und das ist nicht nur eine Frage der Situation in Norddeutschland, sondern wie bei allen Veranstaltungen leben wir auch von starker internationaler Beteiligung“, so Dirk Ramhorst, Organisationsleiter der Regatten. Nach Absprache mit dem YES Mitveranstalter Norddeutscher Regatta-Verein (NRV) fiel am 18. März die Entscheidung zur Absage der Jugendregatta und der vom KYC veranstalteten Maior-Regatten. Oberstes Ziel sei es zurzeit, die Verbreitung des Corona-Virus‘ durch eine signifikante Reduktion sozialer Kontakte einzudämmen. Grundlage für die Entscheidung sind die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) sowie die Einschätzungen und Szenarien namhafter Virologen. Diesen gesamtgesellschaftlich relevanten Direktiven könne sich auch der Segelsport nicht entziehen.

Mit dieser rechtzeitigen Absage der beiden Veranstaltungen
könnten die Aktiven, ehrenamtlichen Mitarbeiter und Partner nun planen, so
Ramhorst.