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Flex Dry: Langzeitschutz vor Feuchtigkeit

Es soll effektiv und lang anhaltend vor Feuchtigkeit schützen und soll bis zu 200 Prozent seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen: die neuen Luftentfeuchter-Beutel FlexDry von Sprenger. Sie sind besonders leicht zu handhaben: Einfach dem äußeren Polybeutel entnehmen und dort auslegen, wo es trocken bleiben soll. Das aufgenommene Wasser wird in ein Gel umgewandelt und kann so nicht wieder verdunsten oder auslaufen. Je nach Umgebungsfeuchtigkeit wirkt der Beutel über mehrere Monate. Gerade im Winterlager sammelt sich ohne Entfeuchter viel Wasser im Schiff an. Wenn die Eigner im Frühjahr dann wiederkommen, kann sich der Schimmel schon im ganzen Boot ausgebreitet haben.

Auch in Backskisten soll FlexDry die Feuchtigkeit niedrig halten

Anschließend kann er einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Im Schiff ausgelegt schützt FlexDry vor Schimmel, Korrosion (Rost), Stockflecken, beschlagenen Scheiben oder schlechten Gerüchen in geschlossenen Räumen mit wenig oder keiner Lüftung.

 

Video-Interview: Status und Zukunft der Elektromobilität auf dem Wasser

Zwar liegt der Anteil der elektrischen Antriebe am Gesamtvolumen weltweit sowohl im Automotive- als auch im Bootsbereich derzeit erst bei ein bis zwei Prozent, andererseits sind die Zuwachsraten jedoch gigantisch und in einigen Segmenten sind E-Antriebe heute schon voll etabliert. Christoph Ballin, Gründer und CEO des Marktführers beim Bau elektrischer Bootsantriebe Torqeedo, sprach kürzlich in einer Pressekonferenz des Unternehmens während der boot Düsseldorf 2019 gar von einer „Tsunami-Warnung“ für die Motorenhersteller in Punkto Nachfrage. Mit einem neuen leistungsstarken Motor für Motorboote und große Segelyachten, sowie attraktiven, leichten und leisen Motorisierungsoptionen und Kooperationen im Regattabereich und einem integrativen und je nach Anforderung skalierbaren hybriden Antriebs- und Bordstromkonzept für Tourensegler und Motorbootfahrer baut der Hersteller sein Angebot konsequent weiter aus.

Müll-Boot mit Botschaft

Aus Plastikmüll macht Segelboot – das ist die Idee hinter der Dhau Flipflopi, die gerade ihre Jungfernfahrt an der afrikanischen Ostküste hinter sich gebracht hat.

Wohin mit dem Plastikmüll aus den Ozeanen? Auf diese Frage hat das Flip Flop Project eine kreative Antwort gefunden: Das Team um Gründer Ben Morrison baute in Kenia aus angespülten Flip-Flops und Plastiktüten ein seetüchtiges Segelboot.

Mehr dazu auf SegelReporter

Die Dhau Flipflopi aus recycletem Plastikmüll © Finnegan Flint/The Flipflopi
Die Kids bauen ihre eigene Version vom Plastik-Boot. © Finnegan Flint/The Flipflopi
Der gesammelte Müll in Mombasa. © Finnegan Flint/The Flipflopi
Müll als Kunst. © Finnegan Flint/The Flipflopi
Feierstimmung auf dem bunten Müll-Boot. © Finnegan Flint/The Flipflopi

Revierprofil: Südliches Kroatien

Süddalmatinische Inselwelt

Revier: Im Sommer ein beliebtes Familienrevier. In der Vor- und Nachsaison kann das Segeln anspruchsvoll sein.

Seekarten: Delius-Klasing-Sportbootkarten Adria, Satz 8, Žirje – Split – Dubrovnik – Bar.

Nautische Literatur: Karl-H. Beständig: „Kroatien, Slowenien & Montenegro. 888 Häfen & Buchten“.

Wind & Wetter: Sonnig, heiß und meist vom Maestrale dominiert sind die Sommermonate. In der Vor- und Nachsaison muss man vermehrt mit durchziehenden Fronten, Bura und Yugo rechnen.

Leuchtfeuer & Seezeichen: Gut betonnt und befeuert.

Gezeiten & Strom: Der Tidenhub beträgt bis zu 30 cm, der Gezeitenstrom ist gering. Bei Bura und Jugo kann, besonders in den Passagen zwischen den Inseln, kräftiger Strom laufen.

Navigation: terrestrisch. Beste Zeit: Mitte Mai bis Anfang Juli und September bis Anfang Oktober.

Anreise: Flug nach Dubrovnik. Transfer mit Taxi oder Bus (1x umsteigen) zur Marina.

Einreise & Zoll: EU- aber nicht Schengen-Land.

Sprache: Kroatisch. Englisch wird meist gut verstanden.

Klima: mediterran. Heiße Sommer. In Vor- und Nachsaison kann es besonders bei Bura frisch werden.

Kleidung: Pullover und Ölzeug sollten immer an Bord sein.

Sicherheit: Die Küstenregionen Kroatiens sind für Reisende sicher.

Reiseführer: Lore Marr-Bieger: „Mittel- und Süddalmatien“, im Michael Müller Verlag.

Windverhältnisse

Maestrale: Dieser thermische Wind setzt am Vormittag ein und erreicht am Nachmittag mit bis zu 5 Bft aus NW seine größte Stärke. Meist verabschiedet er sich mit der sinkenden Sonne. Er ist der ideale Segelwind.

Burin: Der Burin ist eine in Küstennähe, ablandige Thermik, die nachts selten mehr als 2 Bft. erreicht. Von einer Bura verstärkt, kann er mit Sturmstärke in nach Nord offene Buchten blasen.

Bura (Bora): Dieser kühle und trockene Fallwind kann zu jeder Jahreszeit auftreten und in der Vor- und Nachsaison Sturmstärke erreichen. Man unterscheidet die „weiße Bora“ (schönes Wetter) und die „schwarze Bura“ (Schlechtwetter).

Jugo (Schirokko): Dieser warme und feuchte Wind aus SE bis S sorgt fast immer für dichte Bewölkung und viel Regen. Erreicht er Sturmstärke, baut sich schnell ein hoher Seegang auf.

Garbin: Bereits im Herbst kann dieser Vorbote eines Tiefs mit Orkanstärke aus SW blasen. Wird er angekündigt, sollte man sich in einen sicheren Hafen flüchten.

Newera: Schwere Gewitter, Regen und Hagel, dazu stürmischer Wind mit Orkanböen, die um 180° drehen können. All das kann eine Newera bescheren. Sie lässt sich nicht vorhersagen, doch muss man an schwülheißen Sommertagen immer mit ihr rechnen. Sie gehört zu den gefährlichsten Wetterphänomenen an der dalmatinischen Küste.

Weitere Informationen

Nationalparkgebühren

Die Inseln Lastovo, Sušac und Teile von Mljet sind Nationalparks. Laut Segelführer wird dort eine Gebühr von 90 Kuna pro Person eingehoben. Das dürfte nicht mehr stimmen. Man muss damit rechnen, dass man für das Schiff  200 Kuna und pro Person 125 Kuna bezahlt. Angeblich wird – das ist auch meine Erfahrung – keine Gebühr eingehoben, wenn man an Stegen oder Bojen von Restaurants festmacht.

Kurtaxe

Bei der Übernahme der Yacht wird eine Kurtaxe von 1 Euro pro Person und Tag von der Charterfirma eingehoben.

Befähigungsnachweise

Der Skipper muss im Besitz eines amtlich anerkannten Befähigungsnachweises zum Führen eines Motorbootes sein. Am ehesten erfüllt diese Anforderung der Bootsführerschein. Zumindest ein Crewmitglied muss ein Funksprechzeugnis vorweisen können. Gemäß den Vorschriften dürfte das Funkgerät nur von jenem bedient werden.

Bojenfelder

Kroatien vergibt Lizenzen an Meistbieter, die aber nicht für den Zustand der Bojen und eventuelle Schäden haften. Sie können die Liegegebühren frei festsetzen. Man kommt für ein 13-Meter-Boot auf 30 bis 60 Euro pro Nacht. Im Umkreis von 150 Meter eines Bojenfeldes besteht ein Ankerverbot.

Gebührenpflichtiges Ankern

Manche Kommunen kassieren auch fürs Ankern ab. Man sollte sich unbedingt eine Rechnung geben lassen.

Stege & Moorings von Restaurants

An ihnen liegt man meist gratis oder gegen eine geringe Gebühr. Es wird erwartet, dass man abends zum Essen kommt.

Tanken

Die Tankstelle in der ACI-Marina im Ombla-Fluss ist an Freitagen immer und auch sonst oft überlastet. Es kann sein, dass man Stunden warten muss. Besser man geht an die Tankstelle im Club Orsan, in der Bucht nördlich von Dubrovnik.

Pekas

Der kulinarische Höhepunkt eines Törns in den dalmatinischen Inseln ist meist dieses Schmorgericht. Dazu werden Fisch oder Fleisch (z. B. Lamm) zusammen mit Beilagen, Gemüse, Kräutern, Wein und reichlich Olivenöl in einen gusseisernen Bräter gegeben. Da dieses Gericht drei bis vier Stunden im Ofen schmoren muss, sollte man es immer rechtzeitig bestellen.

Per Couch-Sailing zum WM-Titel

Andere Sportarten haben es vorgemacht, das IOC ist auf den Zug aufgesprungen, und auch World Sailing will sich einem weltweiten Trend nicht entziehen. eSports entwickelt sich zu einem riesigen Markt, durch den zusätzliche Einnahmen und große Aufmerksamkeit generiert werden können. Die Stars des eSoccer stehen in ihrer Bekanntheit – zumindest in ihren Kreisen – der Popularität der Athleten kaum noch etwas nach. Und die Entscheidungen von Weltmeisterschaften sind mediale Massenevents.

Auch der Segelsport schneidet sich von dem eKuchen ein Stückchen ab. Die professionellen Weltrennen Vendée Globe und Volvo Ocean Race haben es geschafft, Zehntausende Fans mit den virtuellen Regatten zu einem Teil des Geschehens zu machen und dadurch neue Einnahmequellen sprudeln zu lassen. Wer seine eigene Kampagne via Laptop oder Tablet im Kielwasser der realen Teams um die Welt schicken wollte, der musste nicht nur nachts den Wecker stellen, um rechtzeitig das Manöver im Southern Ocean zu setzen, sondern auch immer mal wieder in die Tasche greifen. In-App-Käufe ermöglichten eine frische Politur für das Unterwasser-Schiff oder einen neuen Satz Segel, um sich die entscheidenden Minuten von der weltweiten Konkurrenz abzusetzen.

Seit Mai 2018 ist auch World Sailing mit im Spiel, hat gemeinsam mit dem Spiele-Entwickler Virtual Regatta eine Inshore Version des eSailings an den Start gebracht. Unter anderem wurde zur Kieler Woche oder auch in Aarhus gesegelt. Innerhalb eines halben Jahres bestritten 169.000 Spieler aus 74 Nationen eine Regatta. Die Top-Acht der Saison traten schließlich im November in Sarasota/USA zur ersten Weltmeisterschaft an. Spieler „L1“ aus Frankreich, auch im wahren Leben ehemals ein Spitzensegler, holte sich den Premierentitel.

10.000 Euro Preisgeld

2019 soll nun alles noch größer werden. Die Saison wurde zur boot gestartet und wird acht Monate dauern. Für die Spieler gibt es im Spiel eine Plattform zum sozialen Austausch, ein neues Wettbewerbsformat, nationale Meisterschaften sowie weitere Live-Events. Und der neue Weltmeister streicht eine Siegprämie von 10.000 US-Dollar ein. Dabei wird das Spiel nun kostenlos. In-App-Käufe zur Verbesserung der eigenen Performance soll es nicht geben, denn World Sailing will eine absolute Chancengleichheit durch die Virtual Racing Rules of Sailing herstellen. Lediglich das taktische Vermögen und die Reaktion auf die Wind- und Wetterverhältnisse sollen über Sieg und Niederlage entscheiden. Das Live-Finale wird am 20. Oktober in Bermuda im Rahmen der Jahresversammlung von World Sailing gesegelt.

Der Weg zum WM-Finale

Auf dem Weg nach Bermuda folgen die eSailing-Regatten dem Weg der olympischen Segler mit Stationen zu den Worldcups, aber auch Regatten wie der Kieler Woche oder nationalen Meisterschaften. Über ein Rankingsystem kann man sich für die Play-Offs in vier Saisonabschnitten qualifizieren. Die Top-Zehn gehen schließlich in das Finale.

Nachwuchs für den Segelsport

Andy Hunt, CEO von World Sailing, sagte in Düsseldorf, dass er großes Potenzial für den Segelsport in Virtual Regatta sehe: „Zehntausende Spieler des vergangenen Jahres haben ohne Segelerfahrung mitgespielt und wollen es zum Teil auch in der Realität ausprobieren. Das Potenzial ist riesig, denn Millionen Menschen weltweit sind Segelfans ohne selbst Segler zu sein und haben so die Chance, an einer Regatta teilzunehmen.“ Die Zahlen, wie viele nach dem eSailing auch auf ein reales Boot gestiegen sind, sind allerdings nicht bekannt. Die Idee, in Zukunft über eSport an Olympia teilnehmen zu können, sei faszinierend, so Hunt. Auf jeden Fall sei es eine Chance, neue Publikumsschichten zu akquirieren.

Gespielt werden kann jederzeit. Sobald sich ausreichend Segler im Startgebiet eingefunden haben, beginnt die Startsequenz. Als Bootsklassen stehen derzeit die J/70, der 49er oder der Nacra17 zur Verfügung. Weitere Boote sollen im Laufe des Jahres dazukommen. Auch die Austragungsorte (derzeit sind acht Reviere verfügbar) sollen zahlreicher und noch besser an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Philippe Guigné, Gründer und CEO von Virtual Regatta, sagte in Düsseldorf: „Ich bin selbst J/70-Segler und wollte gern mehr segeln. Jetzt kann ich es jederzeit. Innerhalb von fünf Minuten ist man startklar.“ Durch das Spiel habe er seine taktischen Fähigkeiten auch für das reale Geschehen verbessert, sagte Guigné. Spielbar ist Virtual Regatta auf den meisten Plattformen – sei es Laptop, Tablet oder Mobile Phone (DOS, IOS oder MAC) – nicht jedoch auf Konsolen.

Trailer zur eSailing-Weltmeisterschafts 2019:

Tsunamibedrohung bei den olympischen Spielen 2020

Der achte Jahrestag des verheerenden Tsunamis in Japan steht im März bevor. Damals verloren knapp 18.000 Menschen ihr Leben, als eine gigantische Flutwelle die Nordostküste Japans überrollte.

Da Japan zu den seismisch aktivsten Ländern der Welt gehört, spielt das Thema Tsunami auch bei der Planung der Olympischen Spiele 2020 eine Rolle. Um die Zuschauer der Segelwettbewerbe schneller in höher gelegenes Gelände evakuieren zu können, senken die Organisatoren die maximale Zuschauerzahl. Ursprünglich sollten knapp 5.000 Menschen die Rennen auf dem Wasser verfolgen können. Nacht der aktuellen Planung sollen im nächsten Jahr nur noch 3.300 Menschen eingelassen werden. Knapp ein Drittel weniger.

Die Segelwettbewerbe finden südlich von Tokio vor der Insel Enoshima statt. Der Austragungsort liegt also an der Ostküste, die durch Tsunamis besonders stark gefährdet ist. Der Entschluss, die Zuschauerzahl zu reduzieren, fiel in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, die die Evakuierungsmaßnahmen ausgearbeitet haben. In den Berechnungen konnten die 5.000 Menschen laut Aussage des örtlichen TV-Sender NHK nicht rechtzeitig evakuiert werden, falls ein Seebeben einen Tsunami auslösen sollte.

Für die Segler auf dem Wasser besteht ebenfalls eine gewisse Gefahr. Allerdings werden Tsunamis erst gefährlich, wenn sie auf flacheres Wasser treffen. Bei Booten in tiefem Wasser rollt der Tsunami unter dem Boot durch – die meisten merken es überhaupt nicht. Erst wenn die Welle am Ufer bricht, wirken die zerstörerischen Kräfte der Flutwelle.

Jeanneau stellt neue Sun Fast 3300 vor

Aktuell drängt Jeanneau mit einem neuen Modell in die Regattaszene zurück. Einerseits, um dem Trend hin zu Ein- beziehunsgweise Zwei-Mann-Langstreckenregatten Rechnung zu tragen, anderseits im Hinblick auf die Olympischen Spiele von 2024, bei denen erstmals Offshore-Regatten stattfinden sollen. Noch steht nicht fest, in welcher Klasse diese Rennen ausgetragen werden, wohl aber, dass Jeanneau sich mit der Sun Fast 3300 bewerben wird.

Um realistische Chancen zu haben, hat die französische Werft gleich zwei Konstrukteure mit der Entwicklung der neuen Bootsklasse betraut. Wie bei allen bisherigen Sun-Fast-Modellen war David Andrieu Hauptakteur, diesmal erhielt er aber prominente Unterstützung durch Guillaume Verdier, der sich u. a. durch Entwürfe für den America´s Cup und das Vendée Globe profiliert hat.

Beim Betrachten des im Dezember veröffentlichten Schiffs-Modells, (am Prototyp wird derzeit noch gefeilt) – fallen mehrere ungewöhnliche Details ins Auge, darunter die doppelt konkav geformten Schiffsenden. In Kombination mit dem flachen Unterwasserschiff, der geringen benetzten Fläche und der niedrigen Verdrängung von nur 3,5 Tonnen sind gute Voraussetzungen für schnelle Ritte geschaffen. Dafür sorgen auch die schmale Kielfinne und das ebenfalls sehr schmale, elliptische geformte Ruderblatt.

Weil das Heck durch seine konkave Form besonders voluminös ausfällt und entsprechend viel Auftrieb erzeugt, kann der Mast ein gutes Stück nach achtern gerückt werden. Das wiederum ermöglicht das Hissen größerer Vorsegel. Reichlich Power bringt außerdem das im Top ausgestellte Groß mit. Getrimmt wird über einen langen Traveller und doppelte Backstagen.

Der Stapellauf der ersten Sun Fast 3.300 ist für dieses Frühjahr angekündigt. Ein Einrichtungsplan wurde bisher nicht gezeigt, man weiß allerdings, dass der Einbau von zwei Kabinen vorgesehen ist. Auch hinsichtlich des genauen Preises hält sich die Werft bedeckt. Lediglich eine Größenordnung hat sie bekannt gegeben, und die liegt bei etwa 130.000 Euro.

 

Technische Daten

Konstruktion: Andrieu / Verdier

Lüa: 10,49 m

Rumpflänge: 9,99 m

Breite: 3,40 m

Tiefgang: 1,95 m

Verdrängung: ca. 3,5 t

Kabinen: 2

Wassertank: 100l

Treibstofftank: 50 l

Segelfläche am Wind: 60 qm

Segelfläche vor dem Wind: 128 qm

Voraussichtliches IRC-Rating: 1.015

www.jeanneau.fr

Jenetta: Wiedergeburt einer Klassikers

Die Historie

Jenetta gehörte ursprünglich dem Engländer Sir William Burton. Sie war seine vierte und letzte 12mR-Yacht. Burton handelte mit Zucker und war Geschäftspartner und Freund des Teehändlers Sir Thomas Lipton. Beide teilten die Leidenschaft für das Segeln. 1920 steuerte Burton – hoch umstritten – als erster Amateur am Ruder eines America’s-Cuppers Liptons 12mR-Yacht Shamrock IV. Fast mit Erfolg: US-Verteidigerin Resolute schlug Shamrock IV knapp mit drei zu zwei Siegen.

(Bild: Jan Maas)

Danach stieg Burton selbst in die 12mR-Klasse ein. 1924 orderte er einen ersten 12er namens Noresca bei dem Norweger Johan Anker. Drei Jahre später bestellte er bei Camper & Nicholson einen zweiten, die Iyruna. 1934 beauftragte Burton, inzwischen Präsident der „International Yacht Racing Union“ (heute: World Sailing), Alfred Mylne mit seinem dritten 12er: Marina. Sie gewann fast jede Wettfahrt, zu der sie antrat. Ihr schottischer Konstrukteur war einer der Väter der Meterklassen.

Alfred Mylne hatte mitverhandelt, als sich 1906 die europäischen Seglernationen in London auf neue Bestimmungen zum Bau von Rennjachten einigten.

(Bild: Jan Maas)

Die neue Formel wahrte die Balance zwischen Freiraum und Begrenzung. Daher können sich die Jachten der Meterklassen stark unterscheiden. Die 1939 ebenfalls von Alfred Mylne entworfene Jenetta war mit 21,70 Metern Länge über alles der längste je gebaute 12er und beeindruckte mit ihrer Geschwindigkeit. In der kurzen Saison vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs segelte sie nicht nur ihrer Vorgängerin Marina davon, sondern schlug auch Vim, die damals als schnellste Yacht ihrer Klasse galt.

Die Bergung

Jenetta war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Kanada überführt worden und langsam in Vergessenheit geraten. Über viele Jahre lässt sich die Geschichte der Yacht bisher gar nicht mehr nicht rekonstruieren. Fest steht, dass sie Anfang der 2000er an einem Bootssteg am Pitt Lake in der Nähe von Vancouver lag. Seereling und Blumenkästen zierten die einst elegante Rennyacht. In diesem Zustand entdeckte sie der Flensburger Werftchef Oliver Berking und trat in Kaufverhandlungen ein.

Wie die Klassikerszene insgesamt, so erleben auch die alten Meterklassen, insbesondere die 12er, seit Anfang der 2000er eine Renaissance. Daran hat die Werft Robbe und Berking Classics durch diverse Projekte keinen kleinen Anteil. Der Clou ist, dass jede Yacht, die für die Meterklassen entworfen worden ist, nur einmal existieren darf. Viele Boote sind seit der Hochzeit der Meterklassen verloren gegangen. Entsprechend selten sind Originale wie Jenetta, mit denen ein Anrecht auf Wiederherstellung verbunden ist.

(Bild: Jan Maas)

Noch während der Verhandlungen versank Jenetta im Pitt Lake – für Oliver Berking das Zeichen, dass höchste Eile geboten war. 2009 erwarb er das Wrack und ließ es ein Jahr später so vorsichtig wie möglich heben und auf einem Ponton absetzen. Die Betrachtung ergab jedoch, dass die Planken nahezu komplett morsch waren. Zudem war der Rumpf durch einen unsachgemäßen Bergungsversuch unrettbar beschädigt. Jenetta war ein Fall für die sprichwörtliche Kettensäge geworden.

Dass die Yacht trotzdem wiederersteht, ist einer Regel zu verdanken, deren Auslegung manchmal zu langen Diskussionen zwischen Puristen und Pragmatikern führt. Danach kann man von einer Restaurierung sprechen, wenn mindestens die Hälfte des Boots erhalten wird. Doch die Hälfte wovon? Pragmatiker Berking nimmt für sich in Anspruch, durch die Verwendung des Originalballastkiels mehr als die Hälfte des Gewichts erhalten zu haben und somit die Regel zu erfüllen.

Die Restaurierung

Für damalige Verhältnisse war sie ein Leichtbau. Und außerdem Technologieträgerin: ein früher Kompositbau mit einer Mischung aus Holz- und Stahlspanten. Auch die neue Jenetta erhält Stahlspanten zur Verstärkung – im Vor- und Achterschiff ist jeder dritte Spant aus Stahl, im Mastbereich jeder zweite. Allerdings wird dieses Mal eine nichtrostende Variante verwendet. Eine behutsame Anpassung an moderne Standards ist bei Robbe und Berking erlaubt.

(Bild: Jan Maas)

Ähnlich verfahren die Bootsbauer bei den Planken. Wie das Original wird auch die restaurierte Variante aus Vollholz aufgeplankt, doch anders als vor 80 Jahren werden die Planken zusätzlich verleimt. Die höhere Festigkeit im Rumpf ist nötig, weil die modernen Materialien für Riggs und Segel viel größere Kräfte in den Rumpf eintragen als früher üblich. Und mit Baumwollsegeln möchte bei aller Liebe zur Tradition heute wohl niemand mehr segeln. Gebaut wurde der Rumpf kieloben. Zuerst wurden die Stahlspanten gebogen und aufgestellt. An diesem Grundgerüst befestigten die Bootsbauer Hilfsplanken. Diese boten die Form, in der sie dann die Holzspanten aus mehreren Schichten verleimten. Auch diese Methode ist eine vorsichtige Modernisierung gegenüber früheren Zeiten, als die Holzspanten gebaut oder eingebogen wurden. Allerdings gibt es auch bei Jenetta Bauteile, die gedämpft und gebogen wurden.

(Bild: Jan Maas)

Im Achterschiff verdrehen sich die Planken so sehr, dass die Bootsbauer sie gedämpft und verleimt haben, damit sie die Drehung mitmachen. So gibt Jenetta, obwohl sie für manche Angestellte der dritte 12er ist, den sie bauen, Rätsel auf: Wie haben die Kollegen vor 80 Jahren ohne moderne Leime das hinbekommen? Inzwischen ist der Rumpf geschlossen und umgedreht. Im Juli soll Jenetta bei der WM der 12er in Newport in den USA an den Start gehen und ihre legendäre Geschwindigkeit unter Beweis stellen.

Bremerhaven: Messe Klar Schiff steht in den Startlöchern

Unter dem Titel „Klar Schiff“ findet vom 1. bis 3. März 2019 die zweite dreitägige Fachmesse für Skipper & Boot in der Stadthalle Bremerhaven statt. Die Besucher erwartet an den Messeständen ein breitgefächertes Angebot sowie viele Seminare, interessante Vorträge und weitere Aktionen unter einem Dach.

Dabei richtet sich das Angebot auf der Messe nicht nur an aktive Wassersportler, sondern auch an jene, die gerne noch aktiv werden wollen, sich schon immer für den Wassersport interessiert haben, mit dem Kauf eines Bootes liebäugeln oder sich einfach nur z.B. über die Arbeit der DGzRS und der Wasserschutzpolizei oder über die Wassersportvereine der Region und den Nationalpark Wattenmeer informieren möchten.

Speziell für die kleinen Besucher gibt es u.a. einen Knotentisch und dazu Anleitungen zum Spleißen mit modernem Tauwerk am Stand der Internationalen Gilde der Knotenmacher e.V.. Kostenlos auf der „Klar Schiff“ sind die Informationen und Beratungen an den Ständen der Vereine und Verbände. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, DGzRS ist mit einem Stand vertreten, ebenso wie die DLGR und die Wasserschutzpolizei des Landes Bremen. Die Bremerhavener Vereine Wassersportverein Wulsdorf e.V., Weser-Yacht-Club Bremerhaven e.V., die Schifffahrts-Compagnie Bremerhaven e.V. sowie die Schiffergilde Bremerhaven e.V. informieren über ihre Vereins- und Nachwuchsarbeit und präsentieren auf der Messe verschiedene Schwerpunktthemen. Einen Einblick in ihre vielseitige Vereinsarbeit geben in diesem Jahr die S.T.A.G. (Sail Training Association Germany) und am Gemeinschaftsstand Kutter- und Museumshaven Vegesack e.V. auch das Jugendkutterwerk Bremen e.V. und der MTV Nautilus e.V.

An allen drei Messetagen der „Klar Schiff Bremerhaven“ stehen viele interessante Vorträge und Multimediapräsentationen auf dem Programm, z.B. zur Sanierung und Pflege von Decksbelägen oder zur Anwendung von Bootspolituren, aber auch über besondere Segeltörns, wie Antje & Ingo Paulus über ihre Reise „14 Monate Sommer – Unter Segeln in die Karibik und zurück“, Prof. Dr. Ing. Roland Behrens über „Technik auf Segelyachten“ und einen Bericht über eine Reise zu den Shetland-Inseln oder auch Matthias Bröker und Finn Dordel über die anspruchsvolle Segelregatta „Silverrudder 2018“.

Der Verein Soltwalters e.V. informiert am Messestand und in verschiedenen Vorträgen über das Befahren des Wattenmeeres, der Landesverband Motorbootsport Niedersachsen e.V. erklärt „Die Nordsee, das große Sportbootrevier im Takt der Gezeiten“, und fehlen dürfen natürlich nicht die Seenotretter DGzRS sowie Wasserschutzpolizei und DLRG, die über die notwendige Sicherheit auf See berichten und informieren werden.

Zusätzliches Highlight der „Klar Schiff“ ist der maritime Flohmarkt, der am Sonntag (03.03.2019) während der Öffnungszeit von 10 bis 18 Uhr die Fachmesse ergänzen wird. Mit nautischen und maritimen Raritäten und natürlich ebenso auch funktionsfähigen Apparaturen und sonstigem Zubehör oder auch Second-Hand-Bekleidung war dieser Flohmarkt schon im letzten Jahr Anziehungspunkt für Besucher.

 

 

Das große Fest der bayerischen Segler

Viele der besten Segelsportler Deutschlands kamen 2018 aus Bayern. Dies dokumentierte die Meisterehrung des Bayerischen Seglerverbandes e.V. (BSV), bei der jetzt in München fast 90 der besten Seglerinnen und Segler ausgezeichnet wurden. Was sie alle eint: Sie haben Segeln an den bayerischen Binnenseen gelernt.

Der Vorsitzende des Bayerischen Seglerverbandes, Dietmar Reeh, verwies bei der Feier stolz auf hervorragende Platzierungen der bayerischen Spitzensegler in olympischen, internationalen und nationalen und Bootsklassen sowie bei den Surfern und Kitern in der letzten Saison. Reeh nannte die Veranstaltung „das große Fest für unsere Seglerinnen und Segler“. Die Erfolge führte Reeh bei der Meisterfeier vor allem auf die gute Jugendarbeit in den über 220 bayerischen Segelclubs zurück: „Die langjährige und beständige Jugendarbeit in unseren Clubs trägt nachhaltig Früchte. Sie bestätigt die langfristig angelegte bayerische Konzeption, den Leistungssport durch Breitensport zu forcieren“. Der stellvertretende Vorsitzende Timo Haß ergänzte in einer Grundsatzrede: „Ohne Breitensport kein Leistungssport.“ Der Breitensport sei die Grundlage für das sportliche Miteinander.

Geehrt wurde unter anderen die 420er Crew Theresa Steinlein und Lina Plettner vom Bayerischen Yacht-Club in Starnberg. Die beiden jungen Mädchen holten sich in der kleinen, sehr sportlichen Zweipersonen-Jolle mit Trapez und Spinnaker den Sieg bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft in der Wismarer Bucht (Ostsee). Theresa Steinlein bedankte sich für die Ehrung durch Timo Haß: „Wir hatten ein gewaltiges Jahr. Bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft sind wir zum ersten Mal mit dem festen Ziel angetreten zu gewinnen. Wir wussten, dass wir bei allen Bedingungen sehr schnell sind. Das hat geklappt!“

Unter den ausgezeichneten Seglern war auch Julian Hoffmann vom Segelclub Alpsee-Immenstadt (SCAI). Er segelt Laser Radial, eine Einhand-Jolle (für Damen olympische Bootsklasse) mit weltweiter Verbreitung von der Jugend bis in den Seniorenbereich. Hoffmann wurde in München für seinen ersten Platz bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft und den 1. Platz bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft geehrt. Julian Hoffmann, auch Bayerischer Jugendmeister, gilt als eines der größten Nachwuchstalente im deutschen Segelsport. Timo Haß: „Julian kommt aus dem Breitensport und hat seine Segelkarriere sehr zielgerichtet mit jährlicher Steigerung aufgebaut.“ Hoffmann segelt das Boot, das sein Clubkamerad Phillip Buhl, 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio zugeteilt bekommen hatte.

Buhl selbst wurde in München für seine Erfolge 2018 im Laser (Standard), einen 3. Platz bei der Weltmeisterschaft, den 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft und den 1. Platz bei der Kieler Woche geehrt. Philipp Buhl gilt, so Timo Haß, als das Segelass Deutschlands. Nach seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro strebt er eine weitere Olympiateilnahme 2020 in Tokio an.

Sein Fazit: „Mit der Saison 2018 bin ich sehr zufrieden, auch wenn es mit dem WM-Titel noch nicht geklappt hat! Aber um Weltmeister zu werden, muss wirklich alles zusammenpassen, anders geht’s das in der Laserklasse nicht!“

Den Jugendförderpreis des BSV erhielt der fränkische Yacht-Club Noris (YCN). Dietmar Reeh betonte in seiner Laudatio: „Mit über 1.000 Veranstaltungen macht der YCN Segeln mitten in Nürnberg erlebbar.“ Der Breitensport stehe dort im Vordergrund. Besonders lobte Reeh das Engagement des Clubs für die Integration von Menschen mit Behinderung, für seine Jugendarbeit und für den Schulsport. Reeh: „Damit sind Sie im wahrsten Sinn des Wortes Leuchtturm weit über die Stadtgrenzen Nürnbergs hinaus“. Den Preis nahmen Vereinspräsident Norbert Woop und der Verwaltungsleiter des Clubs Günther Schlegel entgegen.

Den Ehrenpreis des Bayerischen Seglerverbandes für vorbildliche Medienarbeit erhielt die Allgäuer Zeitung in Füssen für die langjährige und regelmäßige Berichterstattung über den Segelsport in der Region. Reeh: “Gute Berichte über Jugendarbeit, Breitensport und Spitzensport im Segeln liest man dort kontinuierlich. Die Themen über die regionalen Besonderheiten und Herausforderungen, speziell am Forggensee, erscheinen dort immer kompetent und neutral, hin und wieder auch kritisch, immer gepaart mit journalistischer Tiefe und sauberer Recherche.“ Den Preis nahm der Sportredakteur der Allgäuer Zeitung, Benedikt Siegert, entgegen.

Alle Preise und Ehrungen unter: http://www.bayernsail.de/images/aktuelle_News_2018/Infoblatt_Meisterehrung_2018.pdf

German Offshore Award für beste Hochseeyacht

Am Freitag, den 15. Februar, wird im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses der Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg für die beste deutsche Hochseeyacht der vergangenen Saison verliehen. Das Geheimnis, wer den kostbaren Wanderpreis, gestiftet vom Senat der Hansestadt, für ein Jahr mit nach Hause nehmen darf, wird erst bei der feierlichen Verleihung bekannt gegeben. Unter den sechs nominierten Yachten sind ambitionierte Projekte wie „Malizia“, „Lilienthal“, „Iskareen“ und „Momo“, aber auch Altmeister wie „Struntje light“ und „Varuna“.

Vordere Plätze bei Atlantikregatten, den international stark besetzten Rennen im Frühjahr in der Karibik, internationalen Einheitsklassen und auf den klassischen Mittelstreckenregatten im Mittelmeer können fast alle Nominierten des diesjährigen German Offshore Award stolz vorweisen. Sie haben sich in großen Regattafeldern exzellent positioniert und werden nun bei einem Festakt im Hamburger Rathaus für ihre seglerischen Leistungen geehrt.

Doch selten war es für die Jury des German Offshore Award, bestehend aus Vertretern des Hamburger Segler Verbandes und der vier größten Hamburger Segelvereine Blankeneser Segel Club (BSC), Hamburger Segel Club (HSC), Norddeutscher Regatta Verein (NRV) und Segler Vereinigung Altona Oevelgönne (SVAOe) so schwer, eine Bewertung für die Spitzenleistung der einzelnen Yachten auf den internationalen Regattabahnen abzugeben.

23 verschiedene Rennen in der Saison 2018, bei denen deutsche Yachten und ihre Segler auf dem Podium standen, galt es anhand der von Wetterexperte Meeno Schrader ausgearbeiteten Bedingungen auf See mit einem individuellen Faktor zu bewerten. „Entscheidend bei der Nominierung und dem daraus resultierenden Ergebnis, wer den begehrten Preis gewinnt, ist eine Formel, die anhand festgelegter Faktoren wie der Größe des Feldes und der Platzierung des Schiffes einen Punktwert ermittelt“, erläutert Friedrich Hausmann, Vorsitzender der veranstaltenden German Offshore Owners Association. „Die Jury bewertet letztlich mit einem Faktor den Schwierigkeitsgrad der Regatta anhand der Witterungsbedingungen, den nautischen Bedingungen und dem sportlichen Wert der Veranstaltung. Mit diesem Procedere ist sichergestellt, dass die siegreiche Yacht nur anhand der tatsächlichen Leistung geehrt wird.“

Für den Weltmeistertitel in der traditionell mit starken Seglern besetzten Farr 40 Klasse nominiert wurde „Struntje light“ von Eigner und Skipper Dr. Wolfgang Schäfer. Ebenfalls in den Kreis der nominierten Yachten gehören die 72 Fuß große Maxiyacht „Momo“ von Dieter Schön für ihren Sieg in der Klasse IRC1 beim Rolex Middle Sea Race und die Ker 56 „Varuna“ von Jens Kellinghusen für den dritten Platz nach IRC Overall beim Rennen Carribbean 600.

Zudem gehören nach dem Voting der Jury drei Schiffe von erfolgreichen Soloseglern in den Kreis der nominierten Yachten. Der Mini „Lilienthal“, gesegelt von Jörg Riechers, wurde für den insgesamt dritten Platz bei der prestigeträchtigen Regatta Les Sables-Azoren- Les Sables für den Award nominiert. Und für die erfolgreiche Teilnahme an der Route du Rhum, der wohl populärsten Soloregatta über den Atlantik, wurden die Imoca 60 „Malizia“ mit Skipper Boris Herrmann sowie die Class 40 „Iskareen“, gesegelt von Arnt Bruhns, als Kandidaten für den German Offshore Award ausgewählt.

Die meisten nominierten Skipper sind bekannte Größen im Hamburger Rathaus. Riechers und Kellinghusen („Varuna“) gewannen den Award jeweils bereits zweimal und auch Boris Herrmann und und Dieter Schön wurden hier bereits als Skipper geehrt. Aber auch ambitionierte Amateure wie Harald Baum („Elan“), Christopher Opielok („Rockall III“), Christian Plump („Elena Nova“) und Dr. Uwe Lebens („Milan“) verließen das Rathaus mit dem begehrten Preis.

„Deutsche Yachten waren im letzten Jahr auf vielen internationalen Regatten sehr erfolgreich“, betont Friedrich Hausmann. „Die Liste der nominierten Yachten und ihrer Segler zeigt, dass sich der Segelsport auch in Deutschland weiter professionalisiert und sich die deutschen Solosegler nun auch mit der Weltspitze messen können.“

Neben den Seglern der nominierten Yachten, die in Kurzinterviews über ihre erfolgreichen Regatten berichten, werden bei der Verleihung des diesjährigen Preises am Abend des 15. Februar auch Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler Verbandes und Boris Herrmann, erfolgreicher Solosegler und vermutlich erster deutscher Teilnehmer an der legendären „Vendée Globe“-Regatta, einhand nonstop um die Welt, sprechen. Darüber hinaus darf mit Spannung erwartet werden, wer den Wehring & Wolfes Jugendpreis sowie den Sonderpreis der German Offshore Owners Association erhalten wird.

„Mit der Verleihung des Award am Abend des 15. Februar geben wir den Startschuss für ein Wochenende, bei dem die Hansestadt ganz im Fokus des Segelns steht“, sagt Friedrich Hausmann. „Einen Tag später trifft sich die deutsche Seglerjugend zum Jugendseglertag des DSV und die Seesegler feiern die Verleihung des RVS Inshore Cup 2018 mit einer großen Party.“

Zu der feierlichen Verleihung im Rathaus werden rund 350 geladene Gäste erwartet.

Star Clippers stellt „FLYING CLIPPER“ in Dienst

Star Clippers, der weltweit größte Anbieter für Segel-Kreuzfahrten, stellt mit der „Flying Clipper“ den größten Rahsegler der Welt in Dienst. Noch in diesem Jahr setzt die 162,2 Meter lange Bark als das größte Vollschiff der Welt die mehr als 25-jährige Erfolgsgeschichte der Reederei Star Clippers fort. Der genauen Termin des ersten Törn konnten Mirell Reyes (Präsidentin Star Clippers Amerika und verantwortlich für die deutschsprachigen Märkte Deutschland, Österreich, Schweiz), sowie der Inhaber von Starclippers-Kreuzfahrten, Rolf E. Löhrke (Hannover), beim Pressegespräch am Wochenende im Grand Elysee noch nicht benennen. „Im Sommer“, so Mirell Reyes, die auch weiß, dass Reeder Mikael Krafft sehr detailverliebt ist und den Fünfmaster erst „freigibt“, wenn Alles seinen Vorstellungen entspricht. Fünf Masten und 35 Segel mit einer Gesamtsegelfläche von 6.350 Quadratmetern sind die markanten Kennzeichen des spektakulären Neubaus – das entspricht mehr als der dreifachen Segelfläche des Segelschulschiffs Gorch Fock.

Dennoch bleibt das Kreuzfahrt-Erlebnis mit der „Flying Clipper“ exklusiv: Das Schiff mit einer Vermessung von 8.770 BRZ und Platz für maximal 300 Passagiere und 140 Besatzungsmitglieder ist etwa 26 Mal kleiner als das derzeit weltweit größte Kreuzfahrtschiff „Symphony of the Seas“.

An Bord verfügt die „Flying Clipper“ über zahlreiche Attraktionen wie unter anderem einen Tauchpool über drei Decks und eine Badeplattform am Heck. Zudem bietet Star Clippers auf dem Neubau seinen Suiten-Passagieren auch Balkone. Ebenfalls neu bei der monegassischen Reederei ist der verstärkte Rumpf der „Flying Clipper“, mit dem dank Eisklasse auch in Eisregionen Segel gesetzt werden können. Dennoch ist zunächst vom Mittelmeer und der Karibik als Destination die Rede.

Auf dem Neubau stoßen die Passagiere auch auf viele typische Star Clippers-Einrichtungen wie Bäder aus Marmor, die Open Air Bar „Tropical Bar“ und ein Restaurant mit freien Essenszeiten sowie mehrere Pools an Deck. Nicht zuletzt können die Gäste, von denen 60 Prozent wiederholt mit den drei Großseglern reisen, am Bugsprit direkt über den Wellen im Netz entspannen oder gesichert die Masten erklimmen. Reeder Mikael Krafft: „Wann immer es möglich ist, werden wir die Segel setzen und die Kraft des Windes nutzen.“

Die mit allem Komfort ausgestatteten Großsegler in der Flotte von Star Clippers nehmen die Geschichte der klassischen Segelschiffe des 18ten und 19ten Jahrhunderts in vielen Details wieder auf. Wie die aktuell als größtes 5-Mast-Vollschiff im Guinness-Buch der Rekorde aufgeführte „Royal Clipper“, die an die „Preussen“ aus dem Jahr 1902 erinnert, ist die „Flying Clipper“ einem historischen Vorbild nachempfunden: der legendären „France II“, die 1911 als das damals größte Segelschiff die Weltmeere befuhr. Die „Flying Clipper“ übertrifft die „Royal Clipper“ nicht nur bei Segelfläche und BRZ, sondern auch bei der Inneneinrichtung.

Reeder Mikael Krafft setzt somit auf allen vier Großseglern seinen Lebenstraum um: Mehr als 100 Jahre nach dem goldenen Zeitalter der Clipper-Schiffe erneut Segelschiffe wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Dabei steuert Star Clippers immer wieder neue Zielgebiete an: Die Reederei gehörte zu den ersten, die 2014 die Erlaubnis für Kreuzfahrten entlang der Küste Kubas erhielt, und wird ab 2020 erstmals die Segel vor Kambodscha setzen. –

Weitere Informationen: www.starclippers.com , www.starclippers.de