Archiv der Kategorie: sail24.com

Generatoren mit variabler Drehzahl

Fischer Panda Generatoren mit variabler Drehzahl sind seit vielen Jahren am Markt etabliert. Nun hat das Unternehmen ein komplettes Sortiment drehzahlvariabler Hybrid-Gleichstromgeneratoren für die Batterieladung entwickelt. 

Die neue Generator-Serie ist in verschiedenen Ausgangsspannungen bis zu 300 A und einer Ausgangsleistung bis zu 100 kW erhältlich und verfügt über eine neue Steuerung, die verschiedene Einstellungen sowie die Anbindung an ein CAN BUS System ermöglicht.

Die neue Steuerung überwacht den drehzahlvariablen Hybrid-DC-Generator und liefert Informationen über den Generator, das angeschlossene Antriebssystem und die Batterien. Der Bediener erhält Informationen über den gesamten Stromverbrauch sowie die Stromzufuhr für das Beladen der Batterien und für das elektrische Antriebssystem. Bei ausschließlichem Einsatz der Batterie werden zusätzlich der Ladezustand der Batterie sowie die Restfahrzeit angezeigt.

Das Boot kann entweder mit Batterien oder im Hybridmodus mit Batterien und dem drehzahlvariablen Hybrid-Gleichstromgenerator gefahren werden. Ein Notbetrieb, bei dem der Generator den Elektroantrieb direkt (ohne Batterien) versorgt, ist ebenfalls möglich.

Herkömmliche Motoren werden mechanisch mit dem Propeller verbunden, sodass die Motor- und Propellerdrehzahl fest eingestellt ist. Die Generatordrehzahl wird dabei entsprechend der benötigten Leistung geregelt. 

Die Motordrehzahl des drehzahlvariablen Hybrid-Gleichstromgenerators lässt sich an den Leistungsbedarf des Propellers anpassen. Das soll den Lärm und den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

Alle drehzahlvariablen Hybrid-Gleichstromgeneratoren sind mit einer Schalldämmkapsel ausgestattet.

„Outsider“ gewinnt German Offshore Award

Überraschung im Großen Saal des Hamburger Rathauses, als Staatsrat für Sport, Christoph Holstein, die Siegeryacht des German Offshore Award 2019 verkündete: Nicht die von vielen Experten hochgewettete „Lilienthal“, auf der Solo-Segler Morten Bogacki einen Parforceritt über den Atlantik hinlegte, erhielt die Auszeichnung, sondern die „Outsider“. Allerdings waren Eigner Tilmar Hansen und Boatcaptain Bo Teichmann nicht persönlich zur Ehrung vor Ort – sie weilen in der Karibik in der Vorbereitung auf die Caribbean 600. So war es an „Outsider“-Segler Stefan Matschuck und einigen Crewmitgliedern, das Silbertablett in Empfang zu nehmen.

Es ist das erste Mal, dass es einem der Schiffe dieses Namens von Tilmar Hansen gelungen ist, den begehrten Award zu gewinnen. Bisher waren die Vorgängeryachten der aktuellen TP 52 oftmals nominiert worden, doch für den Gesamtsieg reichte es nie. „Seit den 80er Jahren und den Rennen um den berühmten Admiral’s Cup steht der Name ‚Outsider‘ für herausragende Erfolge im deutschen Segelsport“, betonte Staatsrat Holstein in seiner Laudatio. „Der vierte Platz beim Rolex Fastnet Race ist eine beeindruckende Leistung, die zeigt, auf welch hohem internationalen Niveau Schiff und Crew segeln.“

Zu den fünf weiteren nominierten Yachten des Preises gehörten neben der „Lilienthal“ des Offshore Team Germany, mit dem Morten Bogacki beim Minitransat einen beachtlichen dritten Platz erzielte, die JPK 1080 „Frida“ von Tim Behrendt, die beim Edinburgh Race über alles nach ORC siegte, die X-41 „Sportsfreund“ von Axel Seehafer, die den ORC-Europameistertitel in der mittleren Klasse B gewann. Für ihre Erfolge bei der zum ersten Mal ausgetragenen 500 Seemeilen Double Handed Regatta „Baltic 500“ von Strande durch die Ostsee wurden zudem der Mini „Mex“, gesegelt von Maurice Oster und Oliver Tessloff, sowie die JPK 10.10 „Hinden“ von Jonas Hallberg nominiert.

„Der vierte Platz von Outsider beim Rolex Fastnet Race war ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres. Seit langem gab es keine so hervorragende Platzierung einer deutschen Yacht bei diesem Hochseeklassiker“, sagte Friedrich Hausmann, Vorsitzender der veranstaltenden German Offshore Owners Association. „Der Blick auf die Regatten, an denen die nominierten Schiffe teilgenommen haben, zeigt aber auch einen sich immer weiter verstärkenden Trend zu Events, die nur mit einer sehr kleinen Crew, häufig zu zweit oder alleine, gesegelt werden.“

Den Life Time Award für sein seglerisches Lebenswerk nahm Harald Baum entgegen, der dieses Jahr seinen 80. Geburtstag feiert. Der passionierte Segler, der mit seiner Swan 48 „Elan“ längst ein Urgestein der nordeuropäischen Regattaszene ist, wurde damit auch für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender des HSC und der Kreuzer-Abteilung, der Interessenvertretung der über 20.000 deutschen Fahrtensegler, geehrt. Die Laudatio hielt der ehemalige Vorsitzende des Hamburger Segler Verbandes Harald Harmstorf, der in seiner Rede auf die gemeinsamen seglerischen Anfänge auf der Elbe in den Nachkriegsjahren einging und Harald Baums unermüdliches Engagement für die Weiterentwicklung des deutschen Segelsports und die Sicherheit im Hochseesegeln betonte.

Den Wehring & Wolfes Jugendpreis, übergeben von Rainer Kugler, Geschäftsführer des Yachtversicherungsunternehmens, erhielt dieses Jahr die erst 22-jährige Seglerin Katrina Westphal, die auf ihrer ersten Tour als Skipperin am Steuer der „Haspa Hamburg“ des Hamburgischen Verein Seefahrt (HVS) bravourös Schiff und Mannschaft im Rahmen des Rolex Fastnet Race rund um den berühmt-berüchtigten Felsen in der Irischen See steuerte.

Einen Ausblick auf die Olympischen Spiele 2024 vor Marseille, bei denen zum ersten Mal auf einer noch nicht definierten Bootsklasse double handed Mixed-Teams auf einer Langstreckenregatta gegeneinander antreten, gab der zweimaliger Volvo Ocean Race Teilnehmer Tim Kröger, der als DSV-Trainer für die Olympia-Aspiranten zuständig ist und die nationale Qualifikation mit begleitet.

Für internationales Flair im Rathaus sorgte die britische Profiseglerin Annie Lush, die zum Team des Offshore Team Germany gehört, mit ihrem Vortrag. Die viermalige Weltmeisterin und Olympia-Teilnehmerin im Match Race 2012 schaffte erfolgreich den Sprung von den kleinen Jollen in die Welt der Hochseerenner, nahm 2014/15 mit dem Frauenteam an Bord der „SCA“ am Volvo Ocean Race teil und gehörte bei der folgenden Auflage des Weltrennens 2017/18 zum Team „Brunel“. „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, Annie als Rednerin für den Offshore Award zu gewinnen“, sagte Friedrich Hausmann. „Wir haben bewusst entschieden, dieses Jahr einen thematischen Schwerpunkt auf Frauen im Hochseesegelsport zu legen, um den deutschen Seglerinnen Mut zu machen, sich in diese bisher überwiegend männliche Phalanx weiter vorzuwagen.“

Annie Lush verkündete zum Abschluss ihrer Rede, dass sie sich freue, als Crewmitglied des Offshore Team Germany zum dritten Mal ein Ocean Race anzugehen. “Wir sind in einer tollen Situation: Wir haben ein Boot, ein Team und Zeit zur Vorbereitung. Wir sind bereit, Deutschland zurück auf die Karte des Ocean Race zu bringen”, so Annie Lush.

Für eine Überraschung sorgten die Gäste des dänischen Segelvereins Svendborg Amatör Sejlklub, die nicht nur ankündigten, erstmals beim diesjährigen Solorennen Silverrudder rund um die dänische Insel Fünen einen Preis für die beste Frau auszuloben, sondern auch Tim Kröger als Vertreter des DSV eine Wildcard für einen Startplatz beim Rennen 2020 übergaben. Nun liegt es an Kröger zu entscheiden, welche deutsche Seglerin an dem Rennen unter deutscher Flagge an den Start gehen darf. Offiziell wird das Meldefenster am 1. März um 18 Uhr geöffnet, 450 Starter sind zugelassen.

Zur feierlichen Verleihung der Awards im Hamburger Rathaus waren rund 350 Seglerinnen und Segler geladen, u.a. waren DSV Präsidentin Mona Küppers, Felix Scheder-Bieschin, Vorsitzender der Stiftung Hochseesegeln, Tobias König, Vorsitzender des Norddeutschen Regatta Verein (NRV) und Jens Kuphal, Initiator des Offshore Team Germany, bei dem Senatsempfang dabei.

Neuer Starttermin für Rund Bornholm

Die Organisatoren der Warnemünder Woche haben eine wichtige Änderung für die Seesegler bekanntgegeben. Der Start zum Langstreckenklassiker findet in diesem Jahr nicht am Sonntag, sondern am Montag, 5. Juli 2020 statt.

Damit soll besonders den immer zahlreicher meldenden Chartercrews entgegengekommen werden, die an Rund Bornholm teilnehmen möchten. So soll mehr Zeit für die Übernahme der Boote und für den Transfer nach Warnemünde bleiben.

www.warnemuender-woche.com

Bavaria mit C- und Cruiser-Line in Miami

Insgesamt werden über 100.000 Besucher vom 13. bis 17. Februar zur Miami Boat Show erwartet. Die Bootswerft Bavaria präsentiert dort seine Bavaria C50 und Cruiser 37. Die Bavaria C50 besitzt eine hohe Variabilität: Für Eigner in einer 3-Kabinen Version und für Familien mit Freunden in der 4-Kabinen Version und in der 5-Kabinen Version mit zehn Kojen plus Skipperkabine im Vorschiff hat die Bavaria C50 besonders viel Platz für Charterkunden. Vom Steuerstand aus können alle Fallen und Schoten bedient werden und machen die Bavaria C50 damit auch für kleine Crews leicht in der Handhabung.

 
Die Cruiser-Line gehört zu einer der erfolgreichsten Produktlinien, die Bavaria je in seiner über 40-jährigen Geschichte gebaut hat. Wer seiner Cruiser 34, Cruiser 37, Cruiser 41, Cruiser 41S, Cruiser 46 oder Cruiser 51 noch mehr edlen Komfort verleihen möchte, kann unter Optionen auf das attraktive Style- Paket zurückgreifen. Dazu sind alle Handläufe und die Maststütze unter Deck mit Leder bezogen und in der Pantry veredelt die HLP Arbeitsplatte aus White Stone den Kochbereich. 


Vertreten wird Bavaria Yachts in den USA von einem gut ausgebauten Händlernetz. Insgesamt fünf Händler mit über 20 Standorten an der Ost- und Westküste betreuen die Kunden von Bavaria. In Miami werden Performance Yacht Sales, Yacht Sales West aus Kanada, Horizon Yacht Charters and Sales sowie neu im Team Cruising Yachts Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Cruising Yachts Inc. ist mit sechs Standorten für den Verkauf und Service von Bavaria Segelyachten in Kalifornien, Nevada, Idaho, Utah und Arizona vertreten. Tom Dameron, CEO von Cruising Yachts Inc., und sein Team sind seit vielen Jahren erfolgreich im Segelyachten-Geschäft tätig und verfügen über ausgezeichnete Kundenkontakte, kompetente und erfahrene Mitarbeiter und ein flächendeckendes Servicenetzwerk in diesem Gebiet. 

Auf der Miami Boat Show wird mit CEO Michael Müller auch das Management von Bavaria aus Deutschland vor Ort sein: „Die USA sind ein wichtiger Markt für Bavaria Yachts mit einem großen Potenzial für unsere Marke. Zusammen mit unserem starken Händlernetz in Nordamerika wollen wir im kommenden Jahr unsere Marktposition mit neuen Modellen weiter ausbauen. Neben der gerade fertiggestellten Segelyacht Bavaria C42 werden unsere neuen Motorboote, wie die Bavaria SR41, und ein neuer Day Cruiser mit Außenborder, der im September seine Premiere feiern wird, eine wichtige Rolle spielen. Die Miami Boat Show ist dabei ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg.“ 

Regatta-Seminar mit Experten

Wie schaffe ich es bei einer Offshore-Regatta die Wetterbedingungen & Technik so für mich und mein Boot zu nutzen, um erfolgreich ins Ziel zu kommen? Diese Frage und mehr soll das Regatta-Seminar von Ocean’s Eleven beantworten. 

Regattaexperte: Referent Tim ­Kröger ist ein international erfolgreicher Profisegler.

Als hochkarätigen Referenten hat Ocean’s Eleven Tim Kröger, einen der führenden Segel- und Hochseeprofis Deutschlands gewinnen können. Tim Kröger ist nicht nur Welt- und Deutscher Meister, er ist auch zweimal das Whitbread Round the World Race/The Ocean Race gesegelt und hat zweimal in internationalen Teams um den America’s Cup gekämpft. Außerdem gewann er an Bord von „Sabina“ den Admiral’s Cup. Zudem ist er neuerdings Coach beim Deutschen Segler-Verband, für die in 2024 neue olympische Segel-Disziplin des Double-Handed Mixed Offshore. Bei dem Regatta-Seminar wird er den Bereich rund um (Wetter-)Taktik und Technik anleiten.

Kennt sich aus mit dem Wetter und Regatten: der Diplom­meteorologe und Regattasegler Sebastian Wache.

Der zweite Referent des Seminars ist Sebastian Wache. Bei Wetterwelt von Meeno Schrader in Kiel hat er sich einen Namen im Bereich des Regatta-Routings internationaler Regatten gemacht und hat zum wiederholten Mal die ARC beratend betreut. Auch Boris Hermann hat bei seiner Atlantikpassage mit Greta Thunberg auf seine Dienste gesetzt. Aber Sebastian Woche kann nicht nur „groß“, sondern auch klein: Viele Seegebiete sind von einem Mikroklima geprägt, welches neben der Großwetterlage gerade bestimmte Ecken in Nord- und Ostsee beeinflusst. Den Teilnehmern erklärt er, wie sie bestimmte Wettereinflüsse für die Regatta effektiv für sich nutzen können. 

Das Seminar findet in Hamburg statt und die Kosten betragen 395 Euro. Darin enthalten sind die Seminare und Workshops mit den Referenten, die Raummiete, Getränke, Mittagessen und die Seminar-Handouts als USB-Stick. 

Alle Informationen und die Anmeldung zum Seminar gibt es unter www.oceans- eleven.de/Regatta-Seminar.html

Beach & Boat 2020: Messe-Überblick

Von Einsteiger bis Profi, von Ausrüstung bis Zubehör, von Kanu bis SUP – in diesem Jahr stellt die Beach & Boat zusammen mit zahlreichen Ausstellern sämtliche Informationen, Tipps und Produkte zum Thema Traumurlaub auf dem Wasser bereit. Informative Vortragsformate in der Beach & Boat MARINA, ein abwechslungsreiches (Mitmach-)Programm am Beach & Boat POOL und TAUCHBECKEN sowie das umfangreiche Ausstellungsangebot versprechen beste Unterhaltung und bereiten perfekt auf die anstehende Wassersportsaison vor.

Eines der großen Highlights erwartet Besucher bereits am Eröffnungstag ab 10 Uhr in der Beach & Boat MARINA: Das Zukunftsforum „Wassersport in Deutschland – Quo Vadis“ setzt am 20. Februar neue Impulse für die Wasserbranche. In der Talkrunde zeigen namhafte Akteure aus Politik und Wirtschaft künftige Herausforderungen und Chancen im Bereich Wassersport auf. Das Forum ist für alle Besucher der Beach & Boat offen.

Und auch an den anderen Messetagen können sich Wissensdurstige auf spannende Vorträge in der Beach & Boat MARINA freuen. Von Messefreitag bis -sonntag erfahren Besucher hier Wissenswertes über Boote, Reviere, Charter und mehr. Es gilt: sich inspirieren lassen, Ideen finden, Reisefieber wecken.

Als weiteres Programm-Highlight präsentiert sich der Sächsische Kanu-Verband e.V. in Halle 2 erstmals mit einer erweiterten Sonderschaufläche und lockt damit nicht nur mit umfangreichen Tipps und Hintergrundinfos, sondern auch mit Workshops rund um das Thema Kanu-Wandern. Mitmachangebote, wie die Bootswagen-Parcours oder „Paddeln – Mit dem Kanu durch den Pool für Kids und Erwachsene“ auf dem Beach & Boat POOL, ergänzen das Programm. Alle Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Paddeln, finden Besucher ebenfalls bei den zahlreichen weiteren Ausstellern in Halle 2.

Auf Wasserfans, die sich lieber im größeren Stil aufs Wasser begeben, wartet in Messehalle 4 ein breitgefächertes Angebot an Booten in unterschiedlichen Ausführungen und Größen.

Besuchern, die sich schon im Winter nach Erfrischung sehnen, verspricht das abwechslungsreiche Programm im 550 Quadratmeter großen Beach & Boat POOL sowie bei den Schnupperkursen im Beach & Boat TAUCHBECKEN in der Messehalle 2 beste Unterhaltung.

Dabei erwartet Wassersportfans zur Einstimmung auf die kommende Wassersportsaison eine Premiere der ganz besonderen Art: Der erste Leipziger Indoor-SUP-Cup am Samstag, 22. Februar. Gemeinsam mit dem Stadthafen Leipzig erleben die Besucher hier unvergessliche Wassersportmomente auf dem großen Indoor-POOL der Beach & Boat. Interessenten können sich noch bis zum 17. Februar vorab anmelden und erhalten dafür eine Freikarte für die Beach & Boat.

Mehr: www.beach-and-boat.de


Uns findet ihr auf der Beach & Boat an Stand I10 in Halle 4.

Neue Modelle in der Sunsail-Flotte

Die Sunsail 41.0 kann seit Dezember 2019 bereits ab Tortola und St. Lucia sowie ab Sommer 2020 dann auch in Griechenland, Spanien und Kroatien gebucht werden. Sie bietet unter anderem einen zur Doppelkabine umwandelbaren Salon, einen Doppelsteuerstand, einen abgesenkten Baum und viel Stauraum.

In modifizierter Form wird der neue Monohull zudem erstmals in der britischen Sunsail-Basis in Portsmouth angeboten. Gleich 15 der neuen Yachten stehen hier ab März für Segelurlaube, Flottillen, Regatten und Schulungen zur Verfügung. Mehr als vier Millionen Euro investierte das Charterunternehmen in diese Einheitsflotte. Da sie speziell für den Einsatz bei Segelevents und Regatten angepasst wurden, verfügen die neuen Sunsail 41.0-Yachten in Portsmouth zum Beispiel über einen symmetrischen Spinnaker mit Spinnakerstange, ein Laminat-Großsegel und einen abnehmbaren Cockpittisch. Außerdem bieten sie drei Kabinen, eine Nasszelle und neun Schlafplätze.

Aber nicht nur die Monohull-, sondern auch die Multihull-Flotte von Sunsail verzeichnet Zuwachs. Bis zum Sommer werden insgesamt 26 komfortable Katamarane von Lagoon in den Charterbetrieb aufgenommen. Während der Sunsail 464 (Lagoon 46) und Sunsail 424 (Lagoon 42) in der Karibik und in Belize seit kurzem schon im Einsatz sind, können sie in Griechenland, Spanien und Kroatien ab Juni gebucht werden.

Brandschutz durch Schalter

Korrosion durch hohe Luftfeuchtigkeit, Vibrationen, Temperaturschwankungen – Die E-Installation ist auf Yachten und Boote besonders gefährdet. Klemmverbindungen und Steckdosenverteiler bieten ein weiteres Gefahrenpotential, weil sie oft durch zu viele Verbraucher, wie z.B. Heizlüfter oder Ladegeräte überlastet werden. Herkömmliche „Sicherungen“ schalten zwar den Stromkreis im Fehlerfall ab, sie schützen aber nicht vor den sogenannten gefährlichen seriellen Fehlerlichtbögen. Im Falle eines Schadens können hier punktuell Temperaturen von mehreren tausend Grad auftreten.  

Ein neuer Brandschutzschalter von Siemens schließt die Sicherheitslücke im 230-Volt-Bordnetz durch eine patentierte Erkennungsmethodik, die auf Widerstände in den elektrischen Leitungen reagiert und das 230-Volt Bordnetz bei einem sich anbahnenden Fehlerlichtbogen abschaltet. Harmlose Lichtbögen, wie sie beim Betrieb elektrischer Geräte – z.B. einer Bohrmaschine – vorkommen können, erkennt das Gerät ebenfalls und unterbricht hier die Stromversorgung natürlich nicht. Das intelligente Gerät ist der weltweit schmalste Brandschutzschalter mit integriertem Leitungsschutz in nur einer Teilungseinheit (TE) und etwa so schmal wie eine aufgestellte Streichholzschachtel. 

Eine Landanschlusseinheit mit dem neuen Siemens-Brandschutzschalter und einem Leitungsschutzschalter wird z.B. bei SVB zum Preis von knapp 200 Euro angeboten.

Hightech-Tau

Die guten flexiblen Eigenschaften des RunnerTwin Olympic, dem „Lieblingstauwerk der dänischen Nationalmannschaft“, wurden laut Aussage Gleisteins in die RunnerTwin99 integriert. Durch den Einsatz von Dyneema SK 99 Faser wurde die maximale Bruchlast im Seil erhöht. So hat die neue RunnerTwin99 folglich auch eine geringere Dehnung unter Arbeitslast. Der Technora Anteil im Mantel soll dafür sorgen, dass die Leine sehr guten Gripp in Fallenstoppern und auf Winden haben soll. Außerdem verbessert er die Hitzebeständigkeit beim Durchrauschen auf der Winsch. Erhältlich ist die RunnerTwin99 in Durchmesser zwischen acht und 24 Millimetern und in fünf Farben für den multiplen Einsatz an Bord.

Olympiade zwischen den Spielen nutzen

Während die Olympioniken aller Welt im olympischen Jahr 2020  nach Asien schielen und dort trainieren, blickt Kiel schon auf die nächste Olympiade, also auf die Vierjahresspanne bis Paris 2024. „Wir arbeiten zusammen mit dem DSV daran, Kiten und Surfen in die Kieler Woche zu integrieren. Das Offshore Format Double Hand Mixed Offshore haben wir ja schon 2019 erfolgreich pilotiert und schreiben es auch in diesem Jahr aus“, gibt Organisationsleiter Dirk Ramhorst einen Ausblick auf die Kieler Woche 2020 (20. bis 28. Juni). Die 470er werden in den Disziplinen Frauen, Männer und Mixed ausgeschrieben, denn nach Tokio wird die getrennte Wertung nach Männern und Frauen auf olympischer Ebene durch die Wertung Mixed ersetzt. Über die olympischen Seesegelwettkämpfe in Japan hinaus sind die beiden Skiff-Klassen 49er und 49er FX gesetzt, so dass für die Nachwuchscrews in diesen spektakulären Klassen bereits jetzt die Ausrichtung auf 2024 beginnt.

So schauen auch zwei Nachwuchsseglerinnen im 49er FX Richtung Paris: Maru Scheel (19 Jahre/Kiel) und Freya Feilcke (17 Jahre/Eckernförde). Die Nachwuchstalente aus der Jugendnationalmannschaft wollen nach dem 5. und 6. Platz bei den Youth Worlds 2017 und 2018 im 29er nun im zweiten Jahr im großen Bruder, dem olympischen 49er FX, die nächste Schritte gehen. Das erste Ziel vor Kiel ist in diesem Jahr die Goldflotte.  Die Princess Sofia Trophy in Palma, die EM auf dem Gardasee und als Saisonhöhepunkt die Junioren-WM auf dem Comer See (beides Italien) sind neben der Kieler Woche weitere Eckpfeiler 2020.

Und natürlich blicken die beiden Nachwuchshoffnungen auch nach Paris. „Es wäre schon ein Traum, 2024 zu den Olympischen Spielen zu fahren. Da wir aber erst im Sommer 2018 umgestiegen sind und erst wenig Regattaerfahrungen im FX haben, müssen wir in den kommenden Saisons schauen, wie realistisches dieses Ziel ist“, so Maru Scheel.

Wo die Kiel/Eckernförder Crew steht, wird vielleicht auf dem Heimatrevier in Kiel etwas deutlicher. Von einem Vorteil möchten sie allerdings nicht sprechen. „Einen richtigen Heimvorteil gibt es im Segelsport nicht so wirklich. Natürlich kennen wir die Kieler Bucht und die Auswirkungen der verschiedenen Windrichtungen sehr gut. Aber der Wind ist während eines Tages selten konstant, sodass man sich immer auf die neuen Bedingungen einstellen muss. Und das können gute Segler sicher auf jedem Revier“, so Freya Feilcke. Mit guten Leistungen möchte das sympathische Team auf sich aufmerksam machen, um vielleicht auch seine größten Sponsoren, die Eltern, irgendwann etwas zu entlasten. Auf 15.000 bis 20.000 Euro beläuft sich das jährliche Budget, das trotz der Unterstützung vom Kieler Yacht-Club, dem Landesseglerverband Schleswig-Holstein und des DSV nicht gedeckelt ist. Vielleicht waren beim traditionellen Kiel-Treff in Düsseldorf die richtigen Zuhörer vor Ort.

Neben den bewährten Klassen aus dem olympischen und internationalen Bereich sind die Fareast 28R, die ihre Pre-Worlds austragen, und die VX One am Start. Insgesamt sind 40 Disziplinen inklusive der Offshore-Klassen ORCi, ORC-Club und Yardstick ausgeschrieben.

Mareike Guhr erhält das „Silberne Kopfbrett“

Die von der Ehrung völlig überraschte Seglerin, die eigentlich ebenso wie die mehr als 100 Zuhörer anlässlich ihres Vortrages „Eine Frau wagt Meer – unter Segeln um die Welt“ in die Segelmacherei nach Kiel gekommen war, freute sich riesig. Sind doch vor ihr bisher Segelgrößen wie Paralympicssieger und Weltmeister Heiko Kröger oder Transatlantiksegler Christoph von Reibnitz mit dem Preis ausgezeichnet worden.

Die Laudatio wurde von Dr. Meeno Schrader, Geschäftsführer der Wetterwelt GmbH gehalten, der Mareike schon viele Jahre kennt und sie auch auf ihrer Reise mit präzisen Wetterroutings unterstützt hatte. Neben der beeindruckenden Leistung als Seglerin mit ihrem knapp 15 Meter langen Katamaran brachte er das große soziale Engagement von Mareike Guhr in den Vordergrund. Stets selbstlos und immer für andere da, wie auch die von ihr gegründete „Island Child Care / HIT-Stiftung“ zeigt, die ganz speziell ein Waisenhaus auf Haiti unterstützt.

„Ein sehr gelungener Abend mit einem kurzweiligen und sehr interessanten Vortrag“, freute sich Christian Tinnemeier. „Durch die Verleihung des Silbernen Kopfbrettes wurde es sogar feierlich. Neben Meeno als Laudator und der Jury, die aus meinem Partner Uli Münker, Oliver Berking, Christoph von Reibnitz, Heiko Kröger und Jens Hannemann besteht, wusste niemand im Vorfeld etwas von der Verleihung.“ 

Durch den Eintritt zur Veranstaltung kamen stolze 820 Euro zusammen, die von Faber + Münker an die „Island Child Care / HIT-Stiftung“ übergeben werden.

„Outsider“: Legendärer Auftritt zur boot

Doch die Prominenz schaut auf sie mit ganz anderen Augen. Sie sehen eine Ikone, eine Siegerin, ein Vorbild für eine ganze Generation. Am 21. Januar treffen sich deutsche Segel-Größen zur boot in Halle 17 und feiern das Comeback der „Outsider“. Boot-Director Petros Michelidakis kann seinen Stolz nicht verbergen, als er die kleine Feierstunde eröffnet: „Wir stehen vor einer Legende.“ Eine Legende, die in den vergangenen Jahren in den USA ein trauriges, kaum beachtetes Dasein geführt hat. Doch im November 2019 kehrte sie zurück nach Deutschland, wurde von der boot, die den Bau 1980 finanziert hatte und auch erste Namensgeberin („Düsselboot“) war, wieder ins Herz geschlossen und zur Bootsausstellung gebracht. „Wir haben sie ganz bewusst so ausgestellt, wie wir sie vorgefunden haben“, sagt Michelidakis und übergibt das Mikrofon dann an Michael Schmidt, Albert Schweitzer, Abdul Adib und Tim Kröger, die sofort in Erinnerungen schwelgen.

Petros Michelidakis, Tim Kröger, Michael Schmidt, Abdul Adib und Albert Schweitzer (von links) schwelgten in Erinnerungen. Foto: segel-bilder.de

Boot-Legende Adib erinnert sich an die erste Stunde des Projekts vor rund 40 Jahren, als wäre es gestern gewesen: „Ich kam zur hanseboot nach Hamburg. Und der Erste, der mir über den Weg lief, war Michael Schmidt. ‚Abdul, wir müssen reden!‘, sagte Schmiddel. Und dann haben wir bis zu meinem Abflug zusammengesessen und gearbeitet.“ Schmidt kam mit der Idee vom Bau eines Admiral’s Cupper um die Ecke. Angeblich soll der Riss dafür auf einem Bierdeckel entstanden sein. „Das weiß ich nicht mehr. Der Riss war mir eigentlich auch egal. Wir wollten ein Boot bauen und gewinnen“, erklärt Schmidt. Dafür brauchte er Partner, und die aufstrebende Düsseldorfer Bootsausstellung unter Führung von Abdul Adib passte ihm genau ins Konzept: „Ich habe die boot als neuen Star am Himmel gesehen und wollte mit denen verbunden sein. Außerdem konnten sie gut feiern, das gefiel mir.“

Im Zustand, wie sie in den USA wiederentdeckt wurde, wurde die “Outsider” nach Düsseldorf gebracht. Foto: segel-bilder.de

Schmidt gelang es, Adib zu überzeugen. Der hatte allerdings dickere Bretter zu bohren: „Ich kam voller Stolz zurück nach Düsseldorf, aber der Vorstand war überhaupt nicht begeistert.“ Schließlich stieg die Messeführung aber ein ins Sponsoring, das es damals indes so gar nicht geben durfte. So wurde der Bau der Yacht angeschoben, die unter dem Stander des Düsseldorfer YC segeln sollte und den Namen „Düsselboot“ erhielt, da das boot-Logo noch nicht auftreten durfte.

„Es war eine Initialzündung im deutschen Segelsport“, sagt Tim Kröger. Und das gleich mehrfach: Für das Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk war es das erste Aufsehen erregende Projekt, die Yachtwerft Wedel von Michael Schmidt machte sich mit dem Sandwich-Bau einen Namen und einige Innovationen sind bis heute im Segelsport gängig. „Das German Main-Sheet-System wurde hier entwickelt“, berichtet Kröger, und Segelmacher Albert Schweitzer erklärt: „Das Groß war das damals größte in Deutschland gebaute. Es wurden extra verschiedene Tuche getestet und die Lieken zwei- bis dreilagig verstärkt.“

Der Glanz vergangener Zeiten ist verblasst, doch die Erinnerungen sind geblieben. Foto: segel-bilder.de

Die jungen Wilden schockten mit der „Düsselboot“ das Segel-Establishment, qualifizierten sich 1981 für den Admiral’s Cup und präsentierten sich dort als schnell und – fast erfolgreich. Im Channel Race verlor die „Düsselboot“ ihren Mast, doch die guten anderen Rennen sorgten dafür, dass es für das Team noch zum dritten Platz reichte. Zwei Jahre später gelang dann der große Coup. Gemeinsam mit der „Pinta“ und der „Sabina“ gewann die nun unter dem Namen „Outsider“ segelnde Yacht den Admiral’s Cup. Nicht mit im Team war die hochgewettete „Container“. Sie hatte in der Ausscheidung der „Pinta“ Segel geliehen und hatte sich damit selbst ins Abseits manövriert. „Aber ‚Pinta‘ und ‚Container‘ waren 1983 die dominierenden Yachten. Es hätte sie nicht gegeben, wenn die ,Düsselboot‘ nicht gewesen wäre“, erinnert sich Schweitzer.

Risse und Absplitterungen zeugen vom bewegten Leben der “Düsseldoot/Outsider”. Foto: segel-bilder.de

Für 1983 war zudem ein echter Bauboom in der deutschen Seesegel-Szene entstanden. 14 Neubauten gingen damals in die AC-Ausscheidung. Tim Kröger: „Der Samen ist 1981 aufgegangen. Damals wurde der deutsche Bootsbau initiiert.“ Und Michael Schmidt kann sich heute noch diebisch darüber freuen: „Wir sind in die konservative Yachtszene eingebrochen – als Mitglieder der DKP Altona“, erzählt er mit einem Grinsen. „Hans-Otto Schümann kam damals in Blazer und weißer Hose und mit drei Flaschen Wein zu uns und fragte, ob er an unserer Teamparty teilnehmen könne.“ Und da er gehört habe, dass das Team nicht so viel Geld habe, hätte er auch gleich noch 15.000 D-Mark bereitgestellt. Außerdem wollte Schümann zurück auf die Regattabahn. Nach dem AC-Sieg 1973 hatte der Grandseigneur des deutschen Segelsports eigentlich mit dem Regattasport aufgehört. Doch Schmiddel und Co begeisterten ihn so, dass er neue „Rubin“-Yachten bauen ließ. 1985 gewann die „Rubin VIII“ von Schümann gemeinsam mit der „Diva“ und der „Outsider“ erneut den Admiral’s Cup.

„Für uns war diese Partnerschaft damals ein Novum“, berichtet Abdul Adib. „Aber es war unglaublich. Wir waren mit dem Projekt der ,Düsselboot‘ der Zünder für die Entwicklung des deutschen Hochsee-Segelsports.“