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27.500 Besucher zur Hamburg Boat Show

„Wir können insgesamt ein sehr positives Fazit ziehen. Das Fachpublikum hat unsere Messe im Norden gut angenommen, das umfassende Produktangebot mit rund 200 Booten und Yachten sowie die rund 250 Programmpunkte stießen an den fünf Messetagen auf eine gute Resonanz bei den qualitativ hoch einzustufenden Besuchern“, sagte Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV) und Veranstalter der Messe zum Abschluss der Hamburg Boat Show. Bereichsleiter Dirk Kreidenweiß und Projektleiter Lars Jansen (Messe Friedrichshafen), mit der Organisation der Hamburg Boat Show betraut und auch für die Interboot verantwortlich, freuten sich über viele positive Rückmeldungen in den Gesprächen mit Ausstellern, die größtenteils mit dem Messegeschäft zufrieden waren und auch gut verkauft haben.

Gut besucht waren die Vorträge auf den Bühnen der Hamburg Boat Show. Foto: Messe Friedrichshafen

Besonders hoch im Kurs standen die drei Vortragsbühnen, auf denen Experten über die gesamte Messe hinweg unterschiedliche Themen zu Technik und Bootspflege, zu Charter- und Törnberatung für die Besucher bereithielten. Erstmals konnten die tauchbegeisterten Besucher neue Erfahrungen im Diving Center sammeln und auch den Tauchexperten von der DLRG und der Bundeswehr bei ihren Einsätzen im Tauchcontainer unter Wasser zuschauen. Im SUP-Testbecken war ebenfalls Testen angesagt, hier kamen die neuen Boards zum Einsatz. Wer richtig gut paddeln konnte, nahm an der SUP Team Challenge teil. Die Gewinner dürfen nun in die Karibik reisen. Am Motorboot-Simulator war mit Virtual Reality Brille ebenfalls Geschwindigkeit gefragt, auch ein Segeltörn ließ sich mit Hilfe der digitalen Technik ebenfalls gut simulieren. Dafür konnten sich die „Trocken“-Segler am Stand des SVG-Verlag die VR-Brille aufsetzen und einen Tonnenkurs durch die Klippen absegeln. Bei den Action Days konnten die jungen Messegäste verschiedene Wassersportdisziplinen ausprobieren. Wer den Spaß am Beruf des Bootsbauers erleben wollte, der konnte den Auszubildenden bei der fachgerechten Nachbildung eines Wikingerschiffes unter der Anleitung von Weltumsegler und Abenteurer Burghard Pieske zusehen und interessante Einblicke ins Handwerk bekommen.    

Auf dem Stand des SVG-Verlags konnte man per VR-Brille auf Segeltörn gehen. Foto: Messe Friedrichshafen

„Insgesamt verzeichnen wir über die fünf Messetage hinweg einen guten Besuch, wenngleich wir unser angestrebtes Ziel von 30.000 Besuchern knapp verfehlt haben. Zahlreiche Bootsfahrer, Familien und Wassersportbegeisterte ließen sich vom Angebot inspirieren“, blickte Torsten Conradi auf die fünf Messetage zurück. Bereichsleiter Dirk Kreidenweiß stellte fest: „Das Fachpublikum kam mit konkreten Kaufabsichten – sowohl bei Schiffen und Booten wie auch bei Ausrüstung und Zubehör.“

„Gut besucht waren auch die Vortragsforen. Die Stimmung in den Hallen bewerteten die Aussteller positiv und die Organisation und Zusammenarbeit mit dem DBSV und der Hamburg Messe und Congress hat gut funktioniert“, berichtet Projektleiter Lars Jansen. Der DBSV, die Messe Friedrichshafen und die Hamburg Messe und Congress haben ihre Kräfte gebündelt und erneut eine gut funktionierende Veranstaltung abgeliefert. Party und Netzwerken war an jedem Messetag ebenfalls angesagt. Die Abendevents wurden von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen gerne angenommen.

Die Hamburg Boat Show 2020 wird vom 21. bis 25. Oktober stattfinden.

Ausstellerstimmen zur Hamburg Boat Show 2019:

Richard Gründl, Geschäftsführer Gründl Bootsimport GmbH & Co. KG: „Wir sind sehr zufrieden mit der Messe und unsere Erwartungen wurden erfüllt. Die Qualität der Besucher war sehr gut und wir konnten viel Fachpublikum an unserem Stand begrüßen. Wir konnten viele Verkäufe verzeichnen und hatten viel Zeit für Kundengespräche und Beratung. Die Hamburg Boat Show als Vertriebsveranstaltung ist mit ihrem regionalen Bezug eine wichtige Messe für uns und wir kommen gerne wieder.“

Karsten Baas, Geschäftsführer Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG: „Aufgrund ihres Standortes hat die Hamburg Boat Show eine wichtige Bedeutung für uns. Wir haben gut verkauft und viele Altkunden getroffen. Es waren mehr Besucher als letztes Jahr bei uns am Stand, so dass wir neue Kundenkontakte knüpfen konnten. Es wäre schön, wenn noch etwas mehr Aussteller vertreten wären, um den Besuchern noch mehr bieten zu können. Auf der Hamburg Boat Show finden Bootsbesitzer nicht nur Ausrüstung für die Saison, sondern können sich auch für das Winterlager eindecken.“

Christoph Volkmann, Geschäftsführer Flensburger Yacht-Service GmbH & Co. KG: „Die Messe verlief sehr gut. Wir sind positiv überrascht und konnten neue Kontakte knüpfen. Die Besucher an unserem Stand hatten qualitativ hochwertiges Wissen und wir konnten zahlreiche Beratungsgespräche führen. Die Hamburg Boat Show ist eine wichtige Messe für uns und verlief sehr erfolgreich.“

Daniel Goertz, Geschäftsführer Nautic Yachting GmbH: „Die Hamburg Boat Show war super organisiert. Sie war für uns qualitativ besser als andere Messen und die Besucher zeigten viel fachliches Interesse. Das ist genau das Publikum, das wir benötigen.“

Bernard Espelage, Geschäftsführer Thalmann Boote & Yachten GmbH: „Das Publikum auf der Hamburg Boat Show war sehr gut und wir blicken positiv auf die Messe zurück. Sie hat eine hohe Bedeutung für uns, da wir aus Hamburg kommen und unser Unternehmen hier präsentieren konnten. Wir sind zufrieden mit den Verkäufen und erwarten ein gutes Nachgeschäft. Anders als auf den Hausmessen, wo man nur bekannte Gesichter trifft, konnten wir hier viele Neukunden gewinnen können.“

Margit Bursinski, Prokuristin Pantaenius GmbH: „Unsere Erwartungen an die Hamburg Boat Show wurden erfüllt. Sie ist eine wichtige regionale Messe für uns, um den Kontakt zu Kunden zu pflegen und zu vertiefen. Die Besucher zeigten hohes fachliches Interesse. Die Hamburg Boat Show war ein Heimspiel für uns und wir konnten viele Neukunden gewinnen.“

Peter Frisch, Geschäftsführer Peter Frisch GmbH: „Mir gefällt Hamburg als Messestandort sowieso. Unsere Halle B5 war sehr nett, die Stimmung war sehr gut und wir waren eigentlich sehr zufrieden mit unseren extrem vielen, informierten Kunden. Die Zahl an Interessenten war sehr hoch, die Leute waren kauffreudig, unsere Händler sehr zufrieden. An den Vormittagen unter der Woche war es noch etwas ruhig. Die verlängerten Öffnungszeiten am Freitag liefen richtig gut, ab 16 Uhr waren die Hallen voll. Der Messe-Samstag war einer der besten Messetage, die wir seit vielen Jahren in Hamburg verzeichnen konnten. Sehr erfreulich.“

Robert F. Kühnen, Vice President Sales & Marketing dimension polyant: „Insgesamt lief die Hamburg Boat Show gut für uns, wir sind zufrieden, messen unseren Erfolg aber nicht nach dem persönlichen Erfolg, sondern dem unserer Kunden – und der war prima. Der Mittwoch war ein guter Beginn der Messe, in der Halle B5 waren deutlich mehr Besucher. Am Freitag hat sich gezeigt, dass sich die längeren Öffnungszeiten positiv ausgewirkt haben mit einem insgesamt qualitativen Publikum. Hamburg als Ausstellungsort hat für uns traditionsgemäß eine hohe Bedeutung. Schon immer ist die Qualität des Hamburger Publikums deutlich höher als im Vergleich zu anderen Messen. Die Hamburg Boat Show kommt zum richtigen Zeitpunkt, da sie den Start der Segelmacher-Saison einläutet und ein guter Indikator dafür ist, was zu erwarten ist. Gottseidank hat die Messe stattgefunden! Wir empfanden sie als eine gute Messe und freuen uns auf nächstes Jahr.“

Christian Vietor, OEM & Key Account Manager Raymarine: „Wir sind sehr zufrieden und hätten gerne, dass die Messe weiterbesteht. Unsere Händler sind fast alle zufrieden, vor allem die lokalen Händler, für die die Hamburg Boat Show wirklich sehr wichtig ist. Wir hatten ein gutes und informiertes Publikum. Unsere Kunden wissen die Hallen – obwohl sie kleiner sind – zu schätzen. Insgesamt haben wir sehr gut verkauft, unsere Händler haben durchweg gute Aufträge geschrieben und wir konnten unser Niveau vom letzten Jahr halten. Unser Fazit: Die richtige Messe zur richtigen Zeit!“

Lasse Hochfeldt, Geschäftsführer FLIN Solarsegeln: „Wir waren als junges Unternehmen zum ersten Mal auf einer Messe. Die Organisation war super. Die Hamburg Boat Show war etwas klein, es wäre schön, wenn noch mehr zu sehen wäre. Gerade gegen Ende der Messe hatten wir ein interessiertes Publikum – viele Segler, die wirklich Interesse hatten – und viele potenzielle Kunden. So konnten wir viele neue Kontakte mit Händlern, Firmen und Unternehmen knüpfen. Hoffentlich wird die Messe noch größer im nächsten Jahr, denn es war aufregend und erfolgreich für uns.“

Philipp A. Schaich, Geschäftsführer Bootswerft Schaich: „Die Messe verlief gut für uns. Die ersten beiden Tage war es etwas ruhiger, Freitag ging es richtig los, viele interessante Gespräche. Meine Erwartungen waren nicht exorbitant, aber sie wurden übertroffen. Aus meiner Sicht hat die Hamburg Boat Show drei wichtige Dinge: Den Kundenkontakt, den Kontakt innerhalb der Branche und die Gewinnung von Fachkräften. Das Publikum war sehr interessiert, fachkundig und hatte vor allem das richtige Wissen. Die Hamburg Boat Show war für uns eine gute Vorbereitung auf eine Teilnahme im Jahr 2020.“

Raja Sinno, Abteilungsleiter Rymhart: „Fantastisch! Wir hatten enorm viele Neukunden, haben gut verkauft – uns wurde die Bude eingerannt. Alle wollten unsere neuen Produkte bekommen. Unser Stand ist auch super, wir hatten tolle Nachbarn und waren mit unserer Positionierung zufrieden. Wir waren wirklich begeistert und werden auch unseren Umsatz steigern können. Also wirklich ein riesen Erfolg und es wäre schade, wenn es die Hamburg Boat Show im dritten Jahr nicht mehr geben würde. Wir sind Befürworter.“

Winterhausmesse bei Gründl Bootsimport

Unter den mehr als 80 Ausstellungsbooten auf dem Firmengelände von Gründl Bootsimport sticht die luxuriöse 42 Fuß-Yacht Prestige 420 Flybridge hervor. Diese geräumige, helle, komfortable und leistungsfähige Yacht wird exklusiv von Gründl Bootsimport zum ersten Mal in Deutschland präsentiert. Ein weiteres Highlight ist die neue Jeanneau Merry Fisher 38 Fly, die neue Maßstäbe in puncto Wohlbefinden als ein Cruiser par excellence setzt. Als dritte Neuheit rundet die Merry Fisher 695 Série 2 mit ihrem echten Weekenderfeeling die Präsentation neuer 2020er Modelle ab. Hervorzuheben ist außerdem der Cap Camarat 10.5 Walk Around, der in einer Gründl-Edition präsentiert wird und mit seinem exklusiven Design überzeugt.

Bei den Segelyachten steht die Jeanneau Sun Fast 3300 im Fokus, die Gründl Bootsimport als einziger Händler in Deutschland zum sofortigen Kauf anbieten kann. Nach der Deutschlandpremiere auf der Interboot in Friedrichshafen ist diese Rennyacht ausschließlich bei Gründl Bootsimport zu sehen. Das Interesse an dieser leistungsfähigen Yacht ist so groß, dass ein eintägiges Probesegeln inzwischen auf mehrere Tage ausgedehnt wurde. Neben den beiden Familienseglern Jeanneau Sun Odyssey 410 und 440 zeigt Gründl Bootsimport die Segelyachten Storm 22 und Storm 26 einem großen Publikum. Storm Yachten überzeugen mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Neben den Motor- und Segelbooten präsentiert Gründl Bootsimport auch Schlauchboote. Der sportliche und stabile Zodiac Medline 7.5 wird als neues Modell für 2020 Liebhaber von Tagesausflügen in Schlauchbooten ansprechen.

Die Messebesucher können in familiärer Atmosphäre über das große Gründl-Firmengelände spazieren und sich von mehr als 80 Neu-, Ausstellungs- und Gebrauchtbooten begeistern lassen. Das Gründl-Team steht seinen Besuchern mit dem gesamten Knowhow von über 60 Jahren zur Seite.

Die Hausmesse richtet sich an Boots- und Zubehörinteressierte, die keine Möglichkeit haben, eine der großen Ausstellungen zu besuchen oder familiäre Events mit mehr Aufmerksamkeit für den einzelnen Besucher vorziehen.

Während der 60. Hausmesse findet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Livemusik statt, und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am Messe-Sonntag wird der beliebte Gründl-Frühshoppen geboten. Bei Gründl Bootsimport ist jeder Kunde willkommen, ob einzelner Besucher oder Familien mit Kind und Hund.

World Sailing entscheidet über die eigene Zukunft

Zu den Delegierten gehören Segler aus den unterschiedlichen Bereichen des Sports, Veranstalter, nationale Mitgliedsbehörden (MNAs), Klassenverbände, Bootshersteller und Komiteemitglieder. Die Entscheidungen wirken sich sowohl auf den Spitzensport als auch bis hinunter zur Basisi aus. Vier Kommissionen, zehn Unterausschüsse und zehn Komitees werden im Laufe der Woche Themen erörtern. 189 Anträge auf eine Änderung von Vorschriften, Richtlinien und Regeln von World Sailing sind eingereicht worden. Die Fachausschüsse werden diese Anträge erörtern und dem World Sailing Council, dem Hauptentscheidungsgremium von World Sailing, ihre Empfehlungen und Meinungen zur Abstimmung vorlegen. Das Council tritt am 1. und 2. November zusammen. Die Beschlüsse über die Zustimmung, Ablehnung oder Aufschiebung der Anträge werden auf der Hauptversammlung am 3. November ratifiziert.

Zu den wichtigsten Gesprächsthemen auf der Jahreskonferenz gehören ein Vorschlag zur Reform der Steuerung des Weltsegelns, die Auswahl der Windsurfer-Ausrüstung Paris 2024, die Veröffentlichung einer neuen Para World Sailing-Strategie, die Veranstaltungsstrategie 2021 bis 2028 sowie zahlreiche Foren und Veranstaltungen.

Der Vorschlag für die Zukunftsgrundlagen von World Sailing wurde im Mai 2019 veröffentlicht. Seitdem wurde auf verschiedenen Ebenen des Weltverbandes darüber diskutiert. In einer Online-Umfrage und Korrespondenzen sowie Diskussionen wurde Input eingeholt. Als Reaktion auf das Feedback wurden mehrere Änderungen vorgenommen, die in einem überarbeiteten Konzept mündeten. Die Reform der Verbandsführung wird in der Jahreskonferenz weiter diskutiert. Die Abstimmung zu dem überarbeiteten Entwurf erfolgt am 3. November.

Eine wichtige Entscheidung mit Blick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris soll in der Windsurf-Disziplin fallen. Vom 29. September bis 3. Oktober veranstaltete World Sailing die Trials, um die fünf Anwärter als Equipment für Marseille zu testen. Nach sieben Bewerbungen gingen fünf Boards in den Praxistest (RS:X, Glide, iFoil, Formula Foil und Windfoil 1). Nach dem Testsurfen übergab die Bewertungsgruppe einen Bericht an World Sailing. Danach wird das Starboard iFoil als Equipment für 2024 favorisiert. Das Ausrüstungskomitee wird die Empfehlung überprüfen und dann dem World Sailing Council eine Empfehlung unterbreiten, der über die Ausrüstung entscheidet.

Neben den Diskussionen und Entscheidungen wird auf der Jahreskonferenz auch gefeiert. Im Rahmen der großen Gala werden unter anderem die Weltsegler des Jahres und weitere Preisträger geehrt.

Und es wird auch gesegelt. Wie bereits im vergangenen Jahr findet das Finale der eSailing-Weltmeisterschaft direkt während der Jahreskonferenz statt. Die acht besten Online-Segler des vergangenen Jahres sind nach Bermuda eingeladen, um dort am 29. Oktober zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr (Ortszeit) den neuen Weltmeister zu ermitteln. Das Ereignis wird auf Youtube und Facebook live gestreamt. Auf den Sieger wartet ein Scheck in höhe von 10.000 US-Dollar.

Meistertreffen auf der Alster

Deutschlands Segelelite ermittelt den Meister aller Klassen. Traditionell treffen sich die erfolgreichsten Segler Deutschlands am letzten Oktoberwochenende beim Hamburger SC auf der Alster, um aus dem Kreis der nationalen Meister und internationalen Medaillengewinner den Meister der Meister zu küren. Die Schirmherrschaft für das Kultevent hat der Deutsche Segler-Verband übernommen.

100 Spitzensegler in 32 Teams haben zu dem Showdown gemeldet, gesegelt wird auf acht J/70. Meister aus den unterschiedlichsten Klassen sind dabei, und so treffen zwölfjährige Teeny-Segler auf erfolgreiche Hochseesegler. Contender-Weltmeister Max Billerbeck ist ebenso am Start wie die erfolgreichen Crews der ORC-Europameisterschaft. Der frisch gekürte Sieger der Segelbundesliga, der VSaW Berlin, schickt eine Abordnung aus seinem Kader, und die Titelverteidigerinnen Theres Dahnke/Birte Winkel/Johanna Meier/Fenja Valentien werden erneut versuchen, das Feld aufzumischen. Der ausrichtende Hamburger SC kann mit Matchrace-Vize-Europameisterin Silke Basedow und Hochsee-Ass Max Gurgel zwei heiße Sieganwärter in das Rennen schicken.

Interessierte und Gäste sind auf dem Gelände des HSC auf der Gurlittinsel herzlich willkommen und können die Segelstars hautnah erleben. Ein Moderator erklärt auch den weniger versierten Zuschauern das Geschehen und kommentiert die Abläufe sowie die taktischen Finessen. Am Sonntag wird DSV-Vizepräsident Torsten Haverland dabei sein und die Sieger küren.

Vor der grandiosen Hamburger Skyline mit Elbphilharmonie und „Le Fontenay“ können die Wettfahrten von der Steganlage und aus dem Clubhaus des veranstaltenden Hamburger Segel-Clubs auf der Gurlittinsel bestens mitverfolgt werden. Das Skippersmeeting findet am Sonnabend um 9.00 Uhr statt, im Anschluss um 10.00 Uhr folgt der erste Start. Am Sonntag sind ab 9.30 Uhr Wettfahrten angesetzt. Die Finalrennen sind für Sonntag ab 13.00 Uhr und die Siegerehrung gegen 15.00 Uhr geplant.

Die Meldeliste

Kroschke Gruppe übernimmt AWN-Anteile von Hanse Ventures

Hanse Ventures hatte in den vergangenen Jahren die Bereiche Online Marketing, Software Entwicklung und Business Intelligence weiterentwickelt und beendet nach dieser Aufbauphase wie geplant das Engagement. Ab sofort übernimmt die Kroschke Gruppe als Hauptgesellschafter die Fortführung der Digitalisierungs- und Internationalisierungsstrategie und treibt mit dem Traditionsunternehmen die neuen Wachstumspfade weiter voran.

Im Rahmen der Transaktion übernimmt Kroschke die bisher von Hanse Ventures gehaltenen 30 Prozent der existierenden Anteile an der A.W. Niemeyer GmbH und hält damit als Hauptgesellschafter insgesamt 90 Prozent. „Wir werden weiterhin gemeinsam mit Hochdruck an den Wachstumsprojekten arbeiten und das Profil von AWN als Marktführer in den kommenden Monaten weiter schärfen“, erklärte Christoph Kroschke, Gesellschafter der Unternehmensgruppe. AWN Geschäftsführer Stefan Dreyer ergänzt: „Ich freue mich, dass wir unser Unternehmen durch den Aufbau eines eigenen E-Commerce-Teams nun in die Lage versetzt haben, den erfolgreich gestarteten Weg weiterzugehen. Wir danken Hanse Ventures und seinen Experten für die umfangreiche und professionelle Unterstützung.“

Robuste Aluboote und flotte Segelyachten

Am Mittwoch, 23. Oktober, startet die zweite Auflage der Bootsmesse auf dem Messegelände in Hamburg. Fünf Tage, bis Sonntag, 27. Oktober 2019, stehen Boote und Yachten sowie ganz unterschiedliche Wassersport-Erlebnisse im Fokus. „Wir freuen uns sehr, dass die Messe beim Angebot der Schiffe noch einmal zulegen konnte“, erklärte Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV), auf der Pressekonferenz am Dienstag zum Auftakt der Hamburg Boat Show. Der Norden sei ein ausgesprochen starkes Wassersportrevier, deswegen werden in den nächsten fünf Tagen auch viele Wassersportler auf dem Messegelände erwartet. „Viel Fachwissen und viele Möglichkeiten, um Wassersport live zu erleben“, versprach Bereichsleiter Dirk Kreidenweiß und betonte die zahlreichen Angebote im Rahmenprogramm.

Die zweite Auflage der Hamburg Boat Show verspricht vom 23. bis 27. Oktober 2019 auf dem Messegelände der Hansestadt ein breites Angebot: Vom Motorboot über die Segelyacht bis hin zum Kite- oder SUP-Board – bei rund 300 Ausstellern finden die Besucher alles an Informationen und Einkaufsmöglichkeiten. „Die Hamburg Boat Show als wichtige Bootsmesse für den Norden lässt auch in diesem Jahr keine Wünsche offen und baut ihr Angebot sowie ihre Fachlichkeit weiter aus“, erklärt Torsten Conradi, der Verband DBSV veranstaltet die Messe. Neben einer großen Marken- und Bootsvielfalt sorgt ein umfangreiches Vortragsprogramm für fachliche Tiefe. Das neue Diving Center sowie das SUP-Becken laden zum Testen im kühlen Nass ein.

Der Presserundgang am Dienstag, 22. Oktober, bot erste Eindrücke der Ausstellungsvielfalt auf der Hamburger Bootsmesse:

Robuste Alusportboot/e aus der Ukraine für Freizeit und Arbeit

Der Alubootsbau hat in osteuropäischen Küstenländern eine lange Tradition. CE-zertifizierte Verarbeitungsqualität und das Preis-/Leistungsverhältnis sind die Trümpfe auf dem deutschen Markt. Erfahrene Schweißer produzieren und kontrollieren in Kiew jede Naht von Hand. Das 5,60 Meter lange offene Sportboot UMS 550 CC zum Beispiel in vier Millimeter vollverschweißtem Marine-Aluminium ist für unter 19 000 Euro zu haben.

Motorboot Prestige 420 Fly

Mit der 420 Fly öffnet die renommierte französische Motoryachtwerft Prestige den Luxus-Markt nach unten in das 13-Meter-Segment. Eine vierköpfige Familie lebt ihren Komfortanspruch an Bord ohne Verzicht. Bewegungsfreiheit wird großgeschrieben, vom Raumkonzept unter Deck bis zur großzügigen Flybridge. Außerdem hat Garroni Design bei der Architektur auf eine zentrierte Gewichtsverteilung geachtet.

Hochgehandelter Olympia-Kandidat für 2024

Wenn im Jahr 2024 erstmals olympische Medaillen im Mixed-Offshore-Segeln vergeben werden, könnten diese auf deutschen Booten der Einheitsklasse Dehler 30 od ausgesegelt werden. Internationale Experten wie der mehrfache Weltumsegler und Olympiateilnehmer Knut Frostad aus Norwegen halten den 10,30 Meter langen Racer von Hanseyachts aus Greifswald für prädestiniert. Projektleiter Karl „Kalle“ Dehler hat das Boot mit T-Kiel, Doppelruder, Bugsprit und Karbonmast für Höchstleistungen bei einfachem Handling konzipiert.

Zwei Runden um die Wette in der GT-15-Klasse

Authentischer geht es nicht: Mit einem originalen 15-PS-Rennboot auf einer Motion-Plattform und VR-Brille simuliert der DMYV ein Zwei-Runden-Rennen mit Höchstgeschwindigkeiten von 70 km/h. Potentielle Nachwuchsfahrer ab 10 Jahren und neugierige Erwachsene fahren den Rennkurs entlang einer gelben Hilfslinie ab. Wer eine Boje tuschiert oder falsch passiert, erhält Strafpunkte und wird beim zweiten Fehler disqualifiziert. Eine Windmaschine und Soundeffekte sorgen für ein echtes Rennerlebnis.

Bau eines Wikinger-Boots mit Schülern

Burkhard Pieske, Lübecker Abenteurer und Weltumsegler mit großem Herz, baut live auf der Hamburg Boat Show mit Schülern der Landesberufsschule für Bootsbauer aus Travemünde ein Wikinger-Boot. Nach einem ersten Exemplar im Handauflegeverfahren soll in Hamburg beim Rumpfbau das Hightech-Vakuumierverfahren angewendet werden. Die Firma von der Linden stellt das Material. Später sollen Jugendliche mit dem Boot im Rahmen des Projekts Euro-Viking auf alten Wikinger-Routen rudern und segeln.

Schnuppertauchen im neuen 30-Kubikmeter-Tauchcontainer

Der Tauchsport fasziniert auch andere Wassersportler. Einmal Minentauchern bei der sonst gefährlichen Arbeit zuschauen oder die Rettungstaucher der DLRG bewundern – beides ist im neuen Diving Center der HBS möglich. Der Tauchcontainer ist mit knapp 30.000 Litern Wasser gefüllt und lädt Besucher zum Schnuppertauchen ein. Interessierte können sich online vorab einen Termin inklusive Messeeintritt sichern.

Wingsurfing entdecken am SUP-Testbecken

Der Funsport wird nie langweilig und stets um Neuentwicklungen und Wiederentdeckungen facettenreicher. Neben Foils (Tragflächen) beim Windsurfen, Kiten und Stand-up-Paddling blüht das Wingsurfen wieder auf. Dabei hält man einen symmetrischen Flügel in den Händen, der weder mit dem Brett verbunden ist noch über irgendwelche Schnüre gelenkt wird. Die Steuerung des aufblasbaren oder durch eine Lenkstange aufgespannten Wings erfolgt direkt und unmittelbar. Über Kantendruck wird die Fahrtrichtung verändert. Und natürlich gibt es das auch schon auf Foils.

Die Hamburg Boat Show ist von Mittwoch, 23. Oktober, bis Sonntag, 27. Oktober 2019 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag (25. Oktober) sogar bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet online 12 Euro, für die ganze Familie 26 Euro. Der Zugang erfolgt über den Eingang Süd in der Karolinenstraße.

Neue Gesichter beim Hamburg ancora Yachtfestival

Bereits seit Juli diesen Jahres verstärkt Teresa Tampe (46) die Projektleitung des stark wachsenden Yachtfestivals und ist vor allem für das Rahmenprogramm und die Partner verantwortlich. Zuvor war sie viele Jahre als Projektleiterin in unabhängigen Marktforschungs- und Marketingberatungsunternehmen tätig.

Ein weiterer Neuzugang ist Peter Kreutz (53). Der studierte Diplom-Kaufmann folgt auf Silvan Dahl, der zum 1. Oktober in die Geschäftsleitung des SVG-Verlages eingetreten ist. Kreutz verfügt über viele Jahre Erfahrung im Event-Management, unter anderem auch mit Veranstaltungen im Wassersportbereich. Der leidenschaftliche Segler verantwortet die gesamte Organisation und die Kundenbetreuung der größten In-Water Boat Show.

Das nächste Hamburg ancora Yachtfestival findet aufgrund von Feiertagen und Pfingstferien vom 5. bis 7. Juni 2020 statt.

Perfekter Samstag zum Herbstpokal-Geburtstag

Josh Berktold (Essen, Opti A), Zacharias Widenstam (Schweden, Opti B), Leif Thorge Meyer (Warnemünde, Laser Radial), Batbold Gruner (Bad Zwischenahn, Laser 4.7) und Jonathan Llado Krensler (Schweden, Europe) sicherten sich die Gesamtsiege.

„Das war eine der besten Veranstaltungen, die wir je hatten. Unsere Helfer haben sich besonders viel Mühe gegeben zum 30. – und die Segler auch. Wir hatten schnelle Wettfahrten und wenig Proteste bei perfekten Segelbedingungen“, schwärmte Wettfahrtleiter Ekkehard Schulz vom Schweriner YC.

Nicht perfekt lief es hingegen für Vorjahressieger Mic Mohr (Plauer Wassersportverein) unter den 210 Startern der Optimisten A. Der Herbstpokal sollte der krönende Abschluss seiner Optikarriere werden, doch der 15-Jährige wurde trotz guter Serie ausgebremst: „In der dritten Wettfahrt lag ich über dem Feld, es kam ein Winddreher und am Ende ging ich nur als Elfter durchs Ziel. Das hat mich letztendlich den Gesamtsieg gekostet“, fasste der angehende Lasersegler zusammen. Souverän agierte Josh Berktold, der zwar ebenfalls einen Ausrutscher streichen musste, mit zwei Wettfahrtsiegen und einem zweiten Platz den Herbstpokal aber für sich entschied. Dritter wurde Magnus Heegaard aus Dänemark vor dem Rostocker Carl Krause.

Bei den 120 Opti B zeigte die Ergebnisliste deutlich stärkere Ausschläge in den einzelnen Wettfahrten. Letzlich zeigte der Schwede Zacharias Widenstam mit einem Sieg und zwei weiteren Top-Ten-Ergebnissen die größte Konstanz und siegte vor Lina Kozica und Timeon Rieckhof.

Auch in der Europe ging der Sieg nach Skandinavien. Die beiden Schweden Jonathan Krensler und Axel Burlin setzten sich an die Spitze des Feldes und verwiesen den amtierenden Deutschen Meister, Sverre Reinke aus Bremen, auf Platz drei. Die Jugend war zahlreich vertreten im Feld der insgesamt 55 Europe-Segler, denn der Herbstpokal war für sie eine der ersten von insgesamt drei Qualifikationsregatten für die Junioren-Europameisterschaft, die im kommenden Jahr in Röbel auf der Müritz ausgetragen wird.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es im Laser Radial. Hier konnte sich der Warnemünder Leif Thorge Meyer im stark besetzten Feld mit 68 Startern gegenüber den Schweriner Brüdern Gunnar und Henning Kröplin, die jeweils im Abstand von einem Punkt folgten, durchsetzen. Gunnar Kröplin sicherte sich erst im letzten Durchgang mit dem Wettfahrtsieg den zweiten Platz vor seinem Bruder Henning. Unangefochten agierte hingegen Batbold Gruner im Laser 4.7. Mit drei Siegen und einem zweiten Platz hatte er die ärgsten Verfolger unter den 56 Konkurrenten, Laura Tornow und Henriette Haberland, sicher im Griff.

„Der Samstag war einfach nur Geburtstag: Es hat Spaß gebracht, das hat man den Seglern auf dem Wasser angesehen“, sagte Organisator Andreas Scher (SSH). Für ihn, Michael Trosien (SSH) und alle ehrenamtlichen Helfer geht die Party jedoch noch weiter: Am kommenden Freitag wird kräftig an Land 30 Jahre Herbstpokal gefeiert. „Wir haben allen Grund dazu!“, so die Organisatoren.

Wahl zum Segler des Monats September

Frieder Billerbeck/Julius Raithel (Europameister im Piraten)

Nachdem sie vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft bereits auf den Silberrang gesegelt sind, gelang dem Elbe-Team Billerbeck/Raithel nun der ganz große Coup. In der Türkei setzten sich in einem Feld durch, das von den deutschen Startern dominiert wurde. Foto: Sedat Yilmaz

Jörn und Bodo Borowski (Vize-Europameister im Flying Dutchman)

Die ehemalige FD-Klasse wird seit Jahren von den ungarischen Dauerweltmeistern dominiert. Das war auch in diesem Jahr so. Doch bei der EM auf dem Plattensee schoben sich auch die Brüder Jörn und Bodo Borowski in den Fokus und sicherten sich die Silbermedaille. Foto: Cserta Garbo

Hans Genthe (Sieger Silverrudder kleine Kielboote)

Im vergangenen Jahr kämpfte sich Hans Genthe bereits im Sturm um die dänische Insel Fünen, jetzt zeigte er auch bei moderaten Bedingungen seine Klasse und gewann in der Gruppe der kleinen Kielboote das Rennen, das für ihn fast genau 24 Stunde dauerte. Foto: Claus Nicolajsen

Mathias Müller von Blumencron (Sieger Silverrudder große Kielboote)

Die „Red“ von Mathias Müller von Blumencron ist seit Jahren ein Begriff in der Szene der Regatten für Einhandcrews. Jetzt trug sich der Journalist auch in die Siegerliste beim Silverrudder ein. Mit deutlichen Vorsprung siegte er bei den großen Kielbooten. Foto: Claus Nicolajsen

Wahl zum Segler des Monats September

Neuer Meister: VSaW macht Liga-Titel perfekt

In ihrer letzten Wettfahrt segelten die Berliner als Zweite durch das Ziel und köpften noch an Bord die Schaumwein-Flasche, die ihnen vom vollbesetztn Begleitboot herübergereicht wurde. „Wir haben über viele Saisons hart daran gearbeitet. Dass es jetzt endlich geklappt hat, ist unglaublich“, sagte Steuermann Tim Elsner.

Diesen Triumph ließ sich auch die Vereinsführung nicht entgehen. VSaW-Geschäftsführer Frank Butzmann war mit nach Flensburg gereist und freute sich mit seiner Mannschaft: „Das ist für uns als Verein ein ganz wichtiger Erfolg. Denn über die Liga lässt sich eine sehr gute Identifikation mit dem Club realsieren. Wir haben ein Public-Viewing im Verein, unsere Unterstützer sind begeistert und die Jugend lässt sich so gut an den Verein binden.“ Dass es zum Abschluss „nur“ zum achten Platz gereicht hatte, war dabei egal: „Das Team wollte sich eigentlich auf den Bayerischen YC als letztem verbliebenen Titelgegner konzentrieren. Als die aber gar nicht in Fahrt kamen, war der Druck raus“, so Butzmann. Jetzt haben die Berliner ganz neue Ziele im Visier. Champions League und das Nordstream Race werden in der VSaW-Saison 2020 echte Höhepunkte sein.

Hart umkämpft war der Abstiegskampf. Der Klub am Rupenhorn und die SG Lohheider See standen bereits als Absteiger fest. Zum Abschluss zog es noch den Mühlenberger SC und den Münchner YC in den Abstiegssog.

In der Zweiten Liga knüpfte One Kiel an die bisher fast makellose Saison an. Zum vierten Mal in den fünf Events war die junge Mannschaft um Magnus Simon Spitze, ist damit souveräner Zweitligameister und Aufsteiger – und das in der ersten Liga-Saison überhaupt. Als Zweiter von Glücksburg schob sich der Lübecker YC auch in der Gesamttabelle auf Platz zwei. Mit One Kiel und dem LYC haben noch der Potsdamer YC und der Blankeneser SC den Sprung in die Erste Liga geschafft. Dagegen müssen sich der Röbeler SV Müritz, der SC Eckernförde, die SV Wuppertal und die SV Altona Övelgönne noch im Deutschen Liga-Pokal beweisen, der in den kommenden beiden Tagen vor Glücksburg ausgetragen wird.

Prominent vertreten war die Siegerehrung. Claus Otto Hansen wusste dabei als Wettfahrtleiter gar nicht, welche Jacke er überstreifen sollte. Die vom Flensburger SC als Ausrichter oder die vom Deutschen Segler Verband, des Vizepräsident Finanzen er ist? Er entschied sich für die DSV-Jacke und war damit in guter Gesellschaft, denn auch der Vizepräsident für das Fahrtensegeln, Clemens Fackeldey, und Jugendobmann Timo Haß, waren in Flensburg dabei. Das Trio überreichte die Medaillen an die Top-Drei der Ersten Liga. Die Ehre, die Meisterschale zu überreichen, bekam allerdings Eberhard Wienholt. Mit seiner Stiftung (EWS) ist der Hamburger Geschäftsmann einer der großen Förderer des Segelsports, und er hatte die Liga-Entscheidung nach Flensburg geholt. „Dass die Entscheidung der Liga hier gefallen ist und die Siegerehrung vor meinem Lebenswerk, der neuen Halle des DHH, durchgeführt wird, freut mich sehr“, so Wienholt.

Inzwischen laufen auch schon die Planungen für die kommende Saison. Die Verantwortlichen um Oliver Schwall, Geschäftsführer des Liga-Vermarkters Konzeptwerft, wollen das Programm für 2020 etwas straffen. Geplant sind jeweils Doppelevents im Süden (Bodensee sowie Starnberger See oder Chiemsee), im Osten (Wannsee beim VSaW und Potsdamer YC) und Norden (Finale in Hamburg, zweites Event noch offen). Damit würden auch die Fahrkosten für die Liga reduziert werden.

Start der Fun-Regatta „Alsterglocke“

Seit 36 Jahren wird das Segel-Saisonende mit der Alsterglocke eingeläutet. Mehr als 500 Segler aus fast allen norddeutschen Segelclubs gehen am Samstag, 19. Oktober, mit doppelter Besatzung zu einem Staffellauf mit etwa 70 Booten auf der Außenalster an den Start. Der Hamburger Segel-Club (HSC) ist der Veranstalter dieser über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Spaß-Regatta.

Der schnelle Crewwechsel vieler Boote am Steg des Hamburger Segel-Clubs sorgt regelmäßig für spektakuläre und mitunter nasse Manöver. So mancher Segler springt statt auf sein Boot in das herbstlich kühle Alsterwasser.

Wer nur als Gast dabei sein will, kann das Treiben von der Club-Terrasse aus verfolgen.

Hamburg Boat Show: Action-Angebote für Jugendliche

Alle interessierten Jugendlichen erhalten am Eingang der Messe eine Stempelkarte samt Lageplan der Aktivitäten, mit der sie vier bis fünf Action-Angebote ausprobieren können – vom Rennboot-Simulator des Deutschen Motoryachtverbands (DMYV) und dynamischen Schlauchbootfahren mit dem Schleswig-Holsteinischen Motorbootverband über das Virtual-Reality-Segeln beim SVG-Verlag bis hin zum Stand-Up Paddeln im Testbecken und Schnuppertauchen im Tauchcontainer.

Unter allen gefüllten Stempelkarten werden Wassersportgeräte, etwa ein ein SUP Board von Surfer‘s Paradise im Wert von 599 Euro, sowie viele weitere Preise verlost.


Die Hamburg Boat Show findet von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. Oktober 2019, auf dem Messegelände in Hamburg statt. Die Veranstaltung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet online 12 Euro, an der Kasse 14 Euro. Kinder von 6-16 Jahren zahlen 6 Euro. Die Familienkarte gibt es online für 26 Euro, an der Kasse für 29 Euro. Neu ist das Sunset-Ticket für 6 Euro, gültig täglich ab 16 Uhr.