Archiv der Kategorie: sail24.com

Navigation: GPS-Geräte können durch Rollover-Effekt ausfallen

Wie die offizielle GPS- Informationsseite der US-Regierung und das US-amerikanische „Homeland Security Department“ warnen, KÖNNTE es bei älteren GPS-Geräten ab dem 6. April zu einem Totalausfall der Ortsbestimmung kommen. Unangenehm, wenn man dann gerade durch den Ärmelkanal kreuzt oder bei Nebel die Hafeneinfahrt per GPS anpeilt.

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Konstellation der GPS-Satelliten © wikipedia

Hintergrund ist der sogenannte „Rollover-Effekt“. GPS-Signale enthalten eine Art „Zeitstempel“, mit dem die aktuelle Woche in eine Variable übertragen wird. Diese Variable wiederum umfasst 10 Bit oder 1.024 Wochen: Nach 20 Jahren, am Ende der 1.023igsten Woche, beginnt die Zählerei also wieder von vorne oder wird neudeutsch „genullt“.

Ausführlichere Infos auf SegelReporter

GPS, Satellit, Rollover
GPS-Satellit der dritten Generation © NASA

Kino: Die erstaunliche Story von Tracy Edwards und ihrer “Maiden” Frauen-Crew

Ausgewählte britische Kinos zeigen mit der Dokumentation “Maiden” die Geschichte von Tracy Edwards, die 1989 erstmals mit einer reinen Frauen-Crew am Whitbread Round the World Race teilnahm. Der Trailer.

Tracy Edwards’ Geschichte ist  inspirierend und faszinierend. Perfekter Stoff für einen Dokumentarfilm, sagt Regisseur Alex Holmes. Er darf nun die Zuschauer entscheiden lassen, ob sie es genau so sehen.

Sein Film “Maiden” beschreibt die Geschichte, wie sich die Britin Tracy Edwards von einer 24-jährigen Köchin auf Charterbooten, zum Skipper der ersten rein weiblichen Crew entwickelte, die 1989 am Whitbread Round the World Race teilnahm.

Edwards bekam anfangs wenig Unterstützung aus der Männerwelt. Für diese war klar, dass eine reine Frauenmannschaft eine solche Regatta niemals schaffen könnte. Die chauvinistische Yacht-Presse wettete auf ihr Scheitern. Potenzielle Sponsoren lehnten die Finanzierung ab, aus Angst vor Negativ-Schlagzeilen, wenn Seglerinnen bei der Regatta über Bord gehen würden.

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So sah das Etappenfinish der Maiden vor 29 Jahren aus © maiden

Aber die Skipperin weigerte sich, aufzugeben: Sie verpfändete ihr Haus, kaufte ein gebrauchtes Boot und setzte alles auf eine Karte. Sie wollte es einfach an die Startlinie schaffen. Mit der Unterstützung ihrer bemerkenswerten Crew schockte sie die konservative Segelsport-Szene und bewies, dass Frauen auch auf See näher an der Leistung von Männern dran sind, als diese es wahrhaben wollen.

Die ganze Story von Tracy Edwards auf SegelReporter

Neuer CEO bei Bavaria

Seit drei Monaten als Geschäftsführer für Verkauf und Marketing bei Bavaria Yachtbau im Amt, übernimmt Michael Müller eine weitere Aufgabe: Er wurde zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung (Chief Executive Officer, CEO) ernannt und verantwortet die Aktivitäten der gesamten Gruppe, die die Bavaria Yachtbau GmbH in Deutschland und die Nautitech Catamarans SAS in Frankreich umfasst. Diese Position war bislang nicht besetzt. Dr. Ralph Kudla von CMP Capital Management Partners, die den investierenden Eigenkapitalfonds vertreten und beraten, in die Geschäftsführung entsandt und als Chief Restructuring Officer (CRO) nun auch für Finanzen und Controlling von Bavaria Yachtbau verantwortlich, erklärt: „Wir haben in den wenigen Wochen mit Michael Müller erlebt, wie erfolgreich er agiert und wie gut die Resonanz auf ihn bei Mitarbeitern und Händlern ist. Deshalb haben wir ihn gebeten, auch die Verantwortung als CEO zu übernehmen.“

Der erfahrene Manager arbeitete schon bei anderen Projekten mit dem Team von CMP erfolgreich zusammen. Diplom-Ingenieur Michael Müller ist 62 Jahre alt und war während seiner gesamten Laufbahn für Markenhersteller tätig. „Ich bringe meine Markenerfahrungen ein und will die Position von Bavaria Yachts als Qualitätshersteller moderner Segel- und Motoryachten weiter stärken. Aktuell liegt der Fokus unseres gesamten Teams darauf, die Auslieferungssaison 2019 vorzubereiten. Wir werden sowohl unser Qualitätsversprechen als auch die zugesagten Liefertermine einhalten, damit die bestellten Boote zum Frühjahr ins Wasser kommen. Darüber hinaus lassen wir kontinuierlich technologische Verbesserungen in die Produktionslinien in Giebelstadt einfließen.“ Dazu wird das Leitungsteam um zwei erfahrene Produktmanager erweitert: Pascal Kuhn für die Segel- und Siep Keizer für die Motoryachten. Beide berichten direkt an den für die Produktion verantwortlichen Geschäftsführer Erik Appel.

Besonders aktiv baut Bavaria Yachtbau aktuell die Zusammenarbeit mit den Händlern aus, die die Gesichter zu den Bootseignern und Wassersportlern hin sind. Hier entwickelt Bavaria Yachts ein noch engeres Netzwerk als bisher. Ziel ist es, die Händler einzubinden, ihre Expertise zu hören und in die künftige Entwicklung von Bavaria einzubeziehen. Diese unternehmerische Fortentwicklung wird von der Branche sehr positiv aufgenommen. Die Freude am Wassersport teilt Michael Müller mit den Händlern, Kunden und Mitarbeitern: Er schätzt den Urlaub auf dem Wasser, dort findet er auch bei kurzen Trips schnell Entspannung mit der Familie und Freunden.

Die Bavaria Yachtbau Gruppe beschäftigt heute 800 Mitarbeiter. In Giebelstadt sind 550 Mitarbeiter in der Stammbelegschaft tätig sowie rund 50 Zeitarbeitnehmer. In Rochefort (Frankreich) beschäftigt Nautitech Catamarans SAS 250 Mitarbeiter.

Kappeln benennt Nestleweg um

Alles begann 1928 mit Milch. In Kappeln baute der Nestlé-Konzern im frühen 20. Jahrhundert ein Werk auf, um zuerst Trockenmilch und kurz darauf auch Kondensmilch herzustellen. Nestle war zu der Zeit der größte Hersteller für Säuglingsmilchnahrung. Ab 1943 verließ erstmals auch löslicher Kaffee das Nestléwerk an der Schlei. Nach dem Krieg ging die Produktion weiter und die Firma Nestle wurde zu einem der größten Arbeitgeber der Region.

1999 zog sich Nestlé schließlich zurück und der neue Eigentümer benannte das Nestléwerk in Cremilk um. Das einzige, das von dem großen Konzern in Kappeln blieb, war der Nestléweg entlang des Hafens. 20 Jahre nach dem Weggang von Nestlé ist der Straßenname jetzt auch Geschichte: Aus dem Nestléweg wurde „Am Südhafen“.

Die Häfen hinter der Brücke (von See kommend) haben jetzt eine neue Adresse

Anlieger sollen Ende Dezember 2018 den Wunsch geäußert haben, die Straße umzubenennen, da es die Verbindung zu dem Konzern nicht mehr gäbe. Ob das schlechte Image des Konzerns ausschlaggebend für die Umbenennung war, bleibt offen. Dem Konzern wird unter anderem Kinderarbeit, unfairer Handel, Betrug und Regenwaldzerstörung vorgeworfen.

Von der Namensänderung sind zahlreiche Betriebe aus der Branche betroffen, die jetzt eine neue Adresse haben. Dies sind:

  • Arniser Segelclub (ASC)
  • Fin Marine Service
  • MainCare
  • Mittelmann’s Werft
  • OMS Ostsee Marine Service

 

In vielen Navigationsgeräten ist die Adressänderung noch nicht angekommen. Wahrscheinlich wird es in den folgenden Wochen noch zu etwas Verwirrung kommen.

Beach&Boat Leipzig: Messerundgang mit Bootsexperten

Die Sportbootvereinigung e.V. (SBV) im Deutschen Motoryachtverband bietet gemeinsam mit den Internationalen Bootsexperten e.V. am Samstag, den 2. März 2019 einen fachlich geführten Rundgang über die Messe Beach & Boat in Leipzig an. Die Boots- und Yachtsachverständigen und SBV-Ansprechpartner geben dabei Einsteigern in den Bootssport Hilfestellung zu den grundlegenden Fragen rund ums Boot. Basiswissen zu technischen Voraussetzungen, Qualitätsstandards, rechtlichen Belangen und Verhalten in den unterschiedlichen Revieren wird den Teilnehmern in dem rund zweistündigen Rundgang anschaulich vermittelt.
Treffpunkt für alle interessierten Neu-Skipper ist der Messestand der Sportbootvereinigung in Halle 4, Stand G11.

Dänemark: Weniger Segler geben mehr Geld aus

Das dänische Fremdenverkehrsamt VisitDenmark hat eine Studie über den Segeltourismus veröffentlicht. Im Jahr 2017 wurden dafür in dänischen Häfen insgesamt 595 Segler befragt, davon 207 (35 Prozent) aus Dänemark und 398 (65 Prozent)aus dem Ausland. Als weitere Datengrundlage wurden Statistiken von dänischen Yachthäfen bezüglich der Zahl der Übernachtungen eingeholt.

Sinkende Übernachtungszahlen

Im Zeitraum von 2008 bis 2017 sank die Gesamtzahl der Übernachtungen in dänischen Häfen jährlich um 2,3 Prozent. Diese Abnahme ist sowohl bei dänischen Seglern (-2,7 Prozent) als auch bei ausländischen Seglern (-1,9 Prozent) zu beobachten.

Auf den Zeitraum 2016 bis 2017 gesehen, lag die Entwicklung der Übernachtungen bei minus 0,9 Prozent, was einer Abnahme von 8000 Übernachtungen entspricht. Hier ist ein minus von zwei Prozent bei den dänischen und ein leichtes Wachstum von 0,3 Prozent bei ausländischen Seglern zu beobachten.

Steigende Ausgaben

Der insgesamt leicht abnehmenden Zahl der Übernachtungen steht eine deutliche Steigerung bei den täglichen Ausgaben pro Person gegenüber. Gaben Segler 2006 durchschnittlich 265 Dänische Kronen (circa 36 Euro) pro Tag aus, waren es 2017 stolze 800 Kronen (circa 107 Euro). Damit werden sie Segler für die jeweiligen Regionen immer wichtiger. Es profitieren besonders Restaurants, de Einzelhandel und Sehenswürdigkeiten bzw. Museen im Umfeld der Häfen von den steigenden Ausgabe der Wassersportler.

Insgesamt zufrieden

Insgesamt zeigte sich die große Mehrheit der Befragten 2017 zufrieden mit den Häfen (83 Prozent der Ausländer und 91 Prozent der Dänen). Bei den Faktoren „Zugang zum WLAN“, „Hafenstandard“ und „Standort des Hafens“ waren die ausländischen Segler auffällig unzufriedener als die dänischen Befragten.

Die Befragung ergab außerdem, dass von 2006 bis 2017 die Zufriedenheit mit den Häfen, sowohl bei den dänischen als auch den ausländischen Seglern, in den meisten Kategorien gestiegen ist. So sind beispielsweise 91 Prozent der ausländischen Segler und 93 Prozent der Dänen mit dem Service-Level in den Häfen zufrieden.

Investitionsstau

Auffällig allerdings: Die Zufriedenheit mit den Hafenanlagen ist deutlich gesunken. Zeigten sich 2006 noch 82 Prozent der dänischen Segler zufrieden, waren es 11 Jahre später nur noch 57 Prozent. Ähnlich auch die Entwicklung bei den ausländischen Befragten: Hier sank die Zufriedenheit mit den Hafenanlagen von 71 Prozent in 2006 auf 56 Prozent in 2017. Ein Grund könnten fehlende bzw. zu geringe Investitionen in die Hafeninfrastruktur sein.

Die gesamte Studie finden Sie hier: https://www.visitdenmark.dk/sites/default/files/VDK_Website_images/Pdf_other_files/Analyser/2018/lystsejlerturisme_i_danmark.pdf

Unter Deck der Beneteau Oceanis 46.1

Unter Deck empfängt uns die neue 46-Fuß-Yacht von Beneteau mit einer wohnlich und modern anmutenden Einrichtung. Durch die großen Salonfenster und die beiden Skylights dringt viel Tageslicht ins Innere. Für noch mehr Helligkeit sorgt der Ausbau in gebürsteter Eiche, statt in Mahagoni, wie es Standard wäre. Der Salon beeindruckt mit Geräumigkeit. An Steuerbord ist eine U-förmig angelegte Sitzgruppe mit großem Esstisch aufgestellt, gegenüber ein Zweier-Sofa, das gleichzeitig als Navigator-Sitz fungiert. Zusätzlich gibt es eine mobile Sitzbank, die unter den Tisch geschoben werden kann, wenn der Weg in die Vorschiffskabine frei gemacht werden soll.

Diese Kabine darf mit Fug und Recht als Eignerkabine gelten. Sie ist großzügig dimensioniert und mit Inselbett, Kleiderschränken, umlaufenden Schwalbennestern und Ablagen neben dem Bett ausgebaut. Zur Kabine gehören außerdem zwei en-suite-Badezimmer, auf der Steuerbordseite mit WC, an Backbord mit Dusche eingerichtet.

Die Gäste in den achteren Doppelkabinen müssen sich das zweite Bad teilen. Es liegt steuerbord neben dem Niedergang und verfügt über einen abgetrennten Duschbereich. Gegenüber dieser Nasszelle ist die Pantry eingerichtet, in typischer L-Form. Neu ist ein extra Schrankblock, der im Rücken des Smutjes steht beziehungsweise direkt neben den Niedergangstufen.

Wie üblich erhält man Zugang zum Motor, indem man die Niedergangstreppe anhebt. Und über kleinere Inspektionsluken in den Achterkabinen.

Genauer hingeschaut

Um auszuloten, wie viel Staufächer vorhanden sind und wie es um deren Zugänglichkeit bestellt ist, öffnen wir jede Schranktür, legen viele Deko-Kissen beiseite, schieben sämtliche Polster weg, heben alle Schapp- und Bodendeckel hoch. Dabei stellen wir schnell fest, dass beim Drei-Kabinen-Layout genug Platz zum Stauen von Kleidung und Verpflegung vorhanden ist. Lediglich in der Steuerbord-Achterkabine fällt der Schrank sehr klein aus. Hier ragt die Nasszelle mit einer Ecke in den Raum hinein. Als „Ausgleich“ erhalten die Kabinengäste direkten Zugang zum Bad, denn es gibt eine zweite, separate Tür.

Leider erleben wir bei unserer Durchsicht auch einige Überraschungen. Mehrere Türen der Hängeschränke im Küchen- und Salonbereich beklemmen sich mit den danebenliegenden. Es stellt sich die Frage: Ist der Rumpf verwunden, weil der Rigg-Trimm nicht optimal ausgelotet wurde (diese Annahme würde auch erklären, warum sich die Tür der Steuerbord-Achterkajüte nicht schließen lässt) oder wurde einfach nur unsauber gearbeitet? Einen kleinen Schreck erleben wir beim Anblick des Elektro-Kastens. Hier laufen alle Kabel des Schiffes zusammen – 12- als auch 220 Volt. Die Verkabelung wird nur vom Rückenpolster des Salonsofas verdeckt und liegt offen da, sobald man das Polster beiseitenimmt, um zum Beispiel Zubehör zu verstauen. Nachgefragt bei der Werft, ob diese offene Position nicht bedenklich ist, erhalten wir die Antwort: Alle Stecker sind mit speziellen Plastikkappen versehen, die dafür sorgen, dass keine Gefahr vom Elektrokasten ausgehen kann. Das mag stimmen. Weil der Kasten aber auch den Zugang zum Landstrom beinhaltet, bleibt ein mulmiges Gefühl zurück, denn jeder weiß, wie schnell kleine, spitze oder scharfe Gegenstände hinter Sofapolster rutschen und wie schnell Kinderfinger danach graben. Mit wenig Zeitaufwand und geringen Kosten könnte der Kasten abgesichert werden. Dafür müsste nur ein Deckel aufgebracht werden: Eine Maßnahme, die dem ansonsten wohnlichen Interieur und damit dem gesamten Schiff guttun würde.

„Ehrenamt lohnt sich und macht glücklich“

Hamburg stand Mitte Februar ganz im Blickpunkt des deutschen Segelsports. Während im Hamburger Rathaus die Hochseesegler mit dem Germann Offshore Award ausgezeichnet wurden und die Seesegler der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) ihre Ranglisten-Sieger feierten, tagte die Deutsche Seglerjugend ein Wochenende lang im NH-Hotel in Flottbek und in der Helmut-Schmidt-Universität. Im Rahmen des 23. Jugendsegler-Treffen kamen 250 Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen zum Informationsaustauch, zu Wahlen, Ehrungen, Arbeitskreisen und Expertenrunden. An drei Tagen führte der einstimmig wiedergewählte Jugendobmann Timo Haß gekonnt durch eine Großveranstaltung, die einmal mehr das starke Engagement des Segelnachwuchses für seinen Sport unterstrich.

„Ehrenamt lohnt sich und macht glücklich“, betonte Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes, bei der Eröffnung. Die höchste Repräsentantin des deutschen Segelsports, die selbst seit 1991 ehrenamtlich im Segelsport aktiv ist, unterstrich aber auch, dass das Ehrenamt nicht nur schöne Seiten hat. „Die Fehler, die man macht, sehen alle, die viele Arbeit und das Engagement weniger“, so die DSV-Präsidentin, die ebenso wie der Vorsitzende des Seglerrates, Bodo Barthmann (Mecklenburg-Vorpommern), DSV-Vizepräsident Claus-Otto Hansen und die Vorsitzenden der Landesverbände Rheinland Pfalz, Wolfgang Wagner, und Hamburg, Andreas Völker, sowie Seglerratsmitglied Rochus Ponn vor Ort waren. Völker lobte ebenfalls das enorme Engagement und lud zur Entspannung zur Abendveranstaltung ein, die der Hamburger Segler-Verband mitfinanzierte.

Eine weitere gute Nachricht hatte Stefan Raid im Gepäck. Der Vertreter der Deutschen Sportjugend (DSJ) im Olympischen Sportbund berichtete, dass bei der DSJ-Sitzung eine Woche zuvor der Antrag der Seglerjugend auf weitere finanzielle Förderung in den kommenden Jahren befürwortet worden war. Raid, DSJ-Finanzminister, wies auf die gute Zusammenarbeit mit der Seglerjugend hin und war von der großen angereisten Schar der ehrenamtlichen Nachwuchssegler beeindruckt.

Ein Steilvorlage für den Jugendobmann des DSV, Timo Haß, lieferte Mona Küppers: „Tauscht Euch aus, seid konstruktiv und nörgelt. Ihr habt Einfluss und könnt bewirken, dass es den deutschen Nachwuchsseglern immer etwas besser geht.“ Haß, der bereits seit acht Jahren die Stimme der Jugend ist und als Jugendobmann dem DSV-Präsidium angehört, nahm den Ball auf. „Wir müssen in der Tat nicht immer angepasst sein, dürfen anregen und, wie eben gehört, auch nörgeln“, so Haß, der sein Team um Jugendsekretärin Hanna Hell und das Hamburger Team um Jugendobmann Niklas Meyer für die perfekte Organisation des Jugendseglertreffens in der Hansestadt ausdrücklich lobte.

Deutlich weniger das Nörgeln als vielmehr engagiertes Arbeiten stand im Vordergrund der Zusammenkunft in Hamburg. Drei Arbeitskreise, das Treffen der Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher, das Treffen der Junioren und sechs Expertenrunden standen am Freitag und Samstag auf dem Programm, bevor am Sonntag der parlamentarische Teil, die Arbeitssitzung, das Jugendseglertreffen komplettierte.

Haß schlug in seinem Bericht den Bogen von den Youth Worlds 2017 in China und 2018 in den USA, dem jährlichen deutsch-französischen  Austausch, der gemeinsamen Jugend- und Jüngstenmeisterschaft aller Nachwuchsklassen in Lübeck und den Youth Olympic Games über den Deutschen Seglertag mit den personellen Veränderungen bis zum „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“. Der Preis wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Commerzbank ausgelobt. Noch bis zum 31. März können sich Vereine beim DSV bewerben. Auch der DSV gibt für seinen Nachwuchs Geld aus. „Die Unterstützung von Maßnahmen für den Nachwuchs ist ein echter Service für die Vereine“, so Haß. Bis zu 5000 Euro gibt es für ausgewählte Jugendveranstaltungen. 2017 gingen Anträge über eine Gesamtsumme von über 110.000 Euro ein. 32 Maßnahmen wurden mit insgesamt 30.000 Euro gefördert, 2018 wurden 33 Maßnahmen unterstützt.

Sehr zügig wurden die Jahreshaushalte 2017 und 2018 verabschiedet, wiesen doch beide Ersparnisse auf. Geholfen haben bei den Budgets größere Zuwendungen der Deutschen Sportjugend sowie Einsparungen durch den Ausfall der Eurosaf-EM und eines deutsch-französischen Austausches. Ein neues Zahlenwerk zeigen die veranschlagten Etats für die kommenden Jahre, da die Jugend-WM und Youth Olympics in den Bereich Leistungssport gewandert sind.

Der bereits vor zwei Jahren avisierte Wunsch nach Änderungen in der Jugendordnung wurde jetzt formuliert. Die Deutsche Seglerjugend möchte die Altersgrenzen der Ordnung der Deutschen Sportjugend anpassen, wonach Mitglieder im Alter bis 18 Jahre zu den Jugendlichen und von 19 bis 27 Jahren zu den Junioren zählen. Beide Gruppen sollen Mitglied der Deutschen Seglerjugend sein. Darüber entscheiden wird der Deutsche Seglertag im November in Hamburg.

Nicht angenommen wurde der Vorschlag, dass jeder Verein eine Grundstimme für eine Jugendsprecherin und einen Jugendsprecher bekommt. Der Versuch, hier eine paritätische Verteilung aufzubauen, wurde abgelehnt. Es bleibt bei einer Grundstimme für die Jugendsprecherin oder den Jugendsprecher.

Überzeugend verlief die Wiederwahl des Jugendobmannes. Ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde Timo Haß für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. „Ich bedanke mich für das überzeugende Votum. Der gemeinsame Einsatz für die Jugend lohnt sich. Wir dürfen nicht nachlassen. Für das gemeinsame Ziel müssen auch Egoismen zurückgestellt werden“, so Haß. – Hermann Hell

Die geehrten Jugendlichen:

Nico Naujock (2001/Wassersportverein 1921): 1. Platz bei der Laser Radial Jugend-EM 2017/ U17.

Hannah Anderssohn (1999/Warnemünder Segel-Club): 2. Platz bei der Laser Radial U21-WM  und 1. Platz bei der U19-Wertung. 1. Platz bei der Laser Radial-Jugend-WM 2017.

Anna Barth (2004/Mühlenberger Segel-Club): 3. Platz bei der Opti-EM 2018.

Pascal Freund (2002/VSaW Berlin)/ Florian Krauß (2003/Yacht-Club Seeshaupt)/ Cosima Schlüter (2004/Berliner Yacht-Club)/ Katharina Schwachhofer (2003/Segelkameradschaft Leopoldshafen): 3. Platz bei der Team Race-Europameisterschaft 2017 im Optimisten.

Cosima Schlüter (2004/Berliner Yacht-Club): 1. Platz bei der Opti-EM 2018.

Theresa Wierschin (2001/Akademischer Segelverein zu Greifswald): 2. Platz bei der Laser Radial Jugend-EM 2017/U17.

Alina Kornelli (2000/Windsurfing-Club Starnberger See): 2. Platz bei der IKA Twin Tip Jugend-EM/U19.

Lennart  Frohmann (2004/Duisburger Yacht-Club): 3. Platz bei der O´pen BIC-WM 2017 in der U17-Wertung.

Julian Hoffmann (2002/Segelclub Alpsee Immenstadt): Nachwuchspreis, verliehen von der IMMAC group, zu der auch das Immac Sailing Team gehört.

Sail GP Replay: Neue Fans für den Segelsport

Der erste Sail GP in Sydney ist mit einem Sieg des Heimteams über die Bühne gegangen. Die Favoriten dominieren, und das wird sich so schnell nicht ändern. War es das erhoffte Spektakel?

Das war sie also, die große Segel-Show von Russell Coutts und Larry Ellison, die sie eigentlich beim America’s Cup installieren wollten. Hier das Replay vom Finaltag im Hafen von Sydney. Besonders das fünfte Rennen war spannend, als sie die Australier ihren Weg durch das ganze Feld bahnten.

War es nun das ewartete Spektakel, mit dem der Segelsport neue Fans in aller Welt gewinnen kann?

Analyse und Fazit auf SegelReporter

Phil Robertson beim Wenden-Sprint. Das ist noch eher eine klassische Rollwende als ein Kurswechsel auf Foils. © SailGP
Slingsby mit Top-Start in Lee schnell auf den Foils. © SailGP
Die F50 auf dem Weg zur ersten Tonne. 30 Knoten Speed bei maximal 8 Knoten Wind. © SailGP

RVS-Party und Siegerehrung vor dem Saisonstart

Die deutschen Seesegler sind mehr als eine Gruppe von Crews, die möglichst schnell um den Kurs segeln will. Sie sind neben allem sportlichen Ehrgeiz auch eine Gemeinschaft, die eine gute Zeit miteinander verbringen will. Unter diesem Motto hat der RVS-Vorstand mit Bertil Balser und Bendix Hügelmann an der Spitze die Regatten während der Saison zu Events umgebaut, die durch Partys und Tagessiegerehrung abgerundet werden.

Und die Feierstimmung für die kommenden Monate wurde jetzt schon mal angeheizt. Die „Seesegelparty2019“ brachte Eigner und Crews auf die richtige V0. Im urigen Veranstaltungszentrum mitten in der Hamburger City traf sich die gesamte Bandbreite der Szene – vom jungen Nachwuchs mit hoher Frauenquote bis hin zu den gestandenen Sazlbuckeln. Die Weltmeister der Farr40, Wolfgang und Angela Schäfer, mischten sich ebenso unter das Partyvolk wie North-Geschäftsführer Stefan Matschuck. „Patent“-Steuermann Henning Tebbe feierte nicht nur einen guten Abend mit seiner Crew, sondern freute sich auch, dass seine Nachwuchs-Veranstaltung – der Störtebeker Opti-Cup auf Helgoland – inzwischen schon über 100 Meldungen verzeichnen konnte.

Es wurde über Erfolge, neue und alte Projekte diskutiert. Wiedereinsteiger wie Axel Seehafer, der mit der X41 in 2019 eine neue „Sportsfreund“ an den Start bringt, schnupperten schon mal wieder RVS-Luft. Andere wie Anke Scheuermann von der „Akka“ weinten der ausgelaufenen „Hotquito“-Kampagne noch eine Träne nach, schmiedeten aber schon mal neue Pläne. Crew-Mitglieder wie Andreas Baden überlegten, wie die Einsätze auf mehreren Schiffen wie der „Moana“ und der „Intermezzo“ in Einklang zu bringen sind. Und „Intermezzo“-Eigner und -Skipper Jens Kuphal ist schon voller Aufregung, seine „neue“ Yacht ins Wasser zu bringen – und weitere Projekte, die demnächst an den Start gehen sollen.

Mitten in der besten Party-Stimmung gab es dann die Preise für die Besten. Bertil Balser und Bendix Hügelmann holten die Siegercrews der RVS-Inshore- und -Offshore-Wertung auf die Bühne, bevor die Fläche endgültig für das Party-Volk freigegeben wurde.

Offshore-Ergebnisse:

ORC1: 1. „Xenia“, Bernd Buchwald, 2. „Sunbird“, Norbert Drücker, 3. „Big Easy 3“, Thomas Weidemann

ORC2: 1. „Elan“, Daniel Baum, 2. „Rarotonga“, Christoph Mählmann, 3. „Intermezzo“, Jens Kuphal

ORC3: 1. „Hinden“, Jonas Halberg, 2. „Static Electric“, Heiko Päsler, 3. „Alexis“, Michael Schlee

ORC4: 1. „Jynx“, Patrick Hinrichs, 2. „Quiron“, Hauke Moje, 3. „Xtortion“, Stefan Porath

Inshore-Ergebnisse:

ORC1+2: 1. „Sydbank“, Torsten Bastiansen/Sven Christensen, 2. „Halbtrocken“, Michael Berghorn, 3. „X-Day“, Walter Watermann

ORC3: 1. „Patent4“, Jürgen Klindhardt/Henning Tebbe, 2. „Varuna Express“, Kai Haupthoff, 3. „Akka“, Anke Scheuermann

ORC4: 1. „Haiopei“, Jörn Petry, 2. „Taipan“, Georg Sichtling, 3. „Relaxed Rabbit“, Heino Haase

Wahl zum Segler des Monats Januar

Zum Jahreswechsel sind die Reviere vor Australien und Neuseeland Austragungsorte für diverse Weltmeisterschaften in unterschiedlichen Klassen. Und die deutschen Crews scheuen sich nicht, den weiten Weg nach Downunder anzugehen. Mit Erfolg: Bei den Weltmeisterschaften der Tornados und Drachen gab es jeweils Bronze für deutsche Segler. Bei der WM der 505er feierten Wolfgang Hunger/Holger Jess ein starkes Comeback. Die erfolgreichen deutschen WM-Athleten stehen bei der Abstimmung zum Segler des Monats Januar auf sail24.com zur Wahl. Die Publikumsabstimmung ist vom 18. bis 25. Februar 2019 für die User von sail24.com freigeschaltet.

Die Nominierten:

1. Estela Jentsch

(Bild: Live Sail Die)

Die erst 16-Jährige vom SC Füssen Forggensee hat Bronze bei der Weltmeisterschaft der Tornados vor Takapuna/Neuseeland gewonnen und mit ihrem Partner Daniel Brown die Jugend- und Mixed-Wertungen gewonnen. Das deutsch-australische Duo wiederholte damit exakt den Erfolg aus dem Vorjahr und trotzte jeglichen Widrigkeiten während der WM. Ein Rennen hatte das Team wegen eines zerfetzten Großsegels aufgeben müssen, ein zweites nach dem Bruch einer Leine im Vorsegelsystem mit einem 15. Rang beendet. Dem standen in den zehn Rennen aber sechs Top-Fünf-Platzierungen gegenüber – darunter ein Tagessieg gegen die versammelte Weltelite der ehemaligen Olympiaklasse.

 

2. Klaus Diederichs

Investmentbanker Klaus Diederichs hat sich die WM-Bronzemedaille der Drachen vor Fremantle/Australien gesichert. Der in London lebende Deutsche musste sich nur einem britischen Doppel geschlagen geben. Diederichs, der mit britisch-italienischer Crew (Jamie Lea, Diego Negri) agierte, sicherte sich den Erfolg mit einer Serie von soliden Top-Platzierungen. Im gesamten WM-Verlauf mit zehn Wettfahrten an sechs Regattatagen verbuchte das Trio Diederichs/Lea/Negri zwar keinen Tagessieg, hatte aber als Streichresultat nur einen siebten Platz in der Liste stehen. Diese Konstanz war der Schlüssel zum Podiumsplatz.

 

3. Wolfgang Hunger/Holger Jess

Nach drei gemeinsamen WM-Titeln im 505er zwischen 2001 und 2005 gingen Wolfgang Hunger und Holger Jess getrennte Wege in der Five, segelte aber auf anderen Booten gemeinsam. Für die Weltmeisterschaft in Fremantle/Australien taten sie sich wieder zusammen. Ein kurzes Intensivtraining vor der WM brachte das Duo wieder in Form. Konstant segelte sie in der Spitzengruppe mit, konnten aber der starken US-Flotte nicht gefährlich werden. Dennoch gelang den Altmeistern das beste deutsche Ergebnis. Als Sechste beendeten sie die WM, die mit ein wenig mehr Glück für Hunger/Jess auch auf dem Podium hätte enden können.

Die Abstimmung:

Segler des Monats Januar

Auf den Spuren von Philipp Buhl

Für Hannah Anderssohn war der Erfolg bei den Youth Worlds 2015 etwas ganz besonderes („Die Medaille hat einen ganz besonderen Platz bei mir zuhause“). Für Nico Naujok war die Jugend-EM ein neues Feeling („ Auf einmal steht man da und vertritt Deutschland“). Für Julian Hoffmann ist der Wettkampf auf dem Wasser auf internationaler Ebene zwar ähnlich wie der auf der nationalen, aber der Rahmen sei schon sehr beeindruckend.

Mit der Ehrung der Jugendmeister präsentierte die Deutsche Seglerjugend beim 23. Jugendseglertreff in Hamburg ihre erfolgreichen Seglerinnen und Segler, zeigte Vorbilder und honorierte Erfolge. Geehrt wurden Nachwuchssegler/innen, die bei Welt- oder Europameisterschaften Medaillen für den DSV errungen haben. In einer gekonnt lockeren Talkrunde mit Nico Naujock, Hannah Anderssohn, Pascal Freund, Anna Barth und Julian Hoffmann entlockte DSV-Jugendobmann Timo Haß dem erfolgreichen Nachwuchs persönliche Eindrücke und blickte mit ihnen in die Zukunft.

Konkret wurden die Geehrten auch bei der Frage nach ihrem Wunsch an den DSV. Mehr Unterstützung beim Bootswechsel, mehr Vorbereitung und Aufklärung über olympische Klassen, Unterstützung bei internationalen Trainingseinheiten, bei der persönlichen Sponsorenfindung und Hilfe nicht nur auf dem Wasser, sondern im Umfeld, waren die Wünsche an den anwesenden DSV-Generalsekretär Germar Brockmeyer. „Die Themen und Arbeitskreise hier beim Jugendseglertreff waren vorbildlich. Es wäre schön, wenn man solche Themen häufiger anbieten könnte“, so Hannah Anderssohn, die nach ihrer schweren Knieverletzung das Krafttraining wieder aufgenommen hat und hofft, ab April wieder im Laser zu sitzen. Da alle Qualifikationen für Tokio im Laser Radial in das Jahr 2020 gelegt wurden, blickt Anderssohn nach zwei Meniskus-Operationen und harten Monaten des Segelentzugs wieder optimistischer in die Zukunft.

Und während bei Anna Barth und Pascal Freund der Wechsel vom Opti in ein Zweihandboot ansteht, wechselt Julian Hoffmann nur die Segelgrößte im Laser.

Julian Hoffmann: Auf den Spuren von Philipp Buhl

Er gilt als eines der ganz großen Talente im deutschen Segelsport: Julian Hoffmann (16 Jahre). Der Bayer vom Segelclub Alpsee Immenstadt segelt auf den Spuren seines großen Vorbildes Philipp Buhl, mehrfacher Kieler-Woche-Sieger und WM-Dritter 2018, der im selben Verein beheimatet ist und als die deutsche Laser-Hoffnung für Olympia 2020 in Tokio gilt.

Beim Deutschen Jugendseglertreffen wurde Hoffmann mit dem Nachwuchspreis von Immac ausgezeichnet. Der Preis, der mit 2000 Euro dotiert ist, wird von der IMMAC group verliehen, zu der u.a. das IMMAC Sailing Team gehört. Matthias Graf zu Castell-Rüdenhausen überreichte Pokal und Scheck. Der Investor in Spezialimmobilien hat sich vor 18 Jahren dem Segelsport verschrieben. Im Nacra 17, 49er, 2.4mR oder Offshore segeln Immac-Crews vorn mit. Zudem werden seit zehn Jahren Vereine und Schulen mit Optis unterstützt, die in einer Behindertenwerkstatt hergestellt werden. „Wir verstehen uns als Partner der Segler unseres Teams“, so Castell.

Seit diesem Jahr wird das Immac-Engagement nun um den Nachwuchspreis erweitert. Ein sonst nicht wortkarger Julian Hoffmann war sprachlos. „Ich bin sehr, sehr dankbar“, so der Bayer.

Hoffmann fand über den Laser 4.7 den Weg in den Radial, dessen Segelfläche 5,7 statt 4,7 Quadratmeter beträgt. Bereits im 4.7 hamsterte der Schüler Erfolge, gewann 2016 als 13-Jähriger den U-16-Titel, wurde Vizemeister bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft im Rahmen der Travemünder Woche und hatte 2017 den Bug vorn bei der Kieler Woche des Nachwuchses, den Young Europeans Sailing (YES).

2018 folgte der perfekte Umstieg in den Laser Radial mit dem erneuten Sieg bei den YES-Regatten vor Kiel. „Hat gut geklappt“, so der Gymnasiast am Oberstdorfer Sportgymnasium knapp. Drei Wochen nach dem Umstieg auf das größere Segel folgten gleich der erste Erfolg und die Berechtigung zur Teilnahme an der Jugend-WM in Texas, der sechste Platz bei der Kieler Woche unter 168 Teilnehmern sowie Rang vier in der U17-Wertung der Laser Radial Jugend-WM vor Kiel, und schließlich vertrat Hoffmann die DSV-Farben bei den Youth Worlds von World Sailing in Corpus Christi. In den USA ersegelte Hoffmann in seinem ersten Laser-Radial-Jahr Rang neun.

Vor einer Woche ehrte der Bayerische Seglerverband sein Nachwuchstalent in München für seinen 1. Platz bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft und den 1. Platz bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft. Julian Hoffmann, auch Bayerischer Jugendmeister, gilt als eines der größten Nachwuchstalente im deutschen Segelsport. Timo Haß: „Julian kommt aus dem Breitensport und hat seine Segelkarriere sehr zielgerichtet mit jährlicher Steigerung aufgebaut.“ Vielleicht ist es kein Zufall, dass Hoffmann den Laser segelt, den sein Clubkamerad Phillip Buhl 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio zugeteilt bekommen hatte.

Am 1. Weihnachtstag 2018 feierte der Allgäuer, Mitglied der 50-köpfigen deutschen Jugendnationalmannschaft, seinen 16. Geburtstag. In Oberstdorf, wo sonst eher Wintersportler die Schulbank drücken, wächst eine ganz große deutsche Segel-Hoffnung heran – auf den Spuren seines Vorbildes und Vereinskameraden Philipp Buhl.

Julian Hoffmann

Jugendnationalmannschaft

Geburtsdatum: 25.12.2002

Wohnort: Blaichach

Beruf: Schüler

Bootsklasse: Laser Radial

Verein: Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) im Allgäu

Erfolge:

2018: 1. Platz YES; 6. Platz Kieler Woche Open/168 Starter; 9. Platz Youth Worlds; 13. Platz JWM + 4. Platz U17-Wertung der JWM.

2017: 2. Platz JWM U17-Wertung; 1. Platz IDJM.

 

 

Die geehrten Jugendlichen:

Nico Naujock (2001/Wassersportverein 1921): 1. Platz bei der Laser Radial Jugend-EM 2017/ U17.

Hannah Anderssohn (1999/Warnemünder Segel-Club): 2. Platz bei der Laser Radial U21-WM  und 1. Platz bei der U19-Wertung. 1. Platz bei der Laser Radial-Jugend-WM 2017.

Anna Barth (2004/Mühlenberger Segel-Club): 3. Platz bei der Opti-EM 2018.

Pascal Freund (2002/VSaW Berlin)/ Florian Krauß (2003/Yacht-Club Seeshaupt)/ Cosima Schlüter (2004/Berliner Yacht-Club)/ Katharina Schwachhofer (2003/Segelkameradschaft Leopoldshafen): 3. Platz bei der Team Race-Europameisterschaft 2017 im Optimisten.

Cosima Schlüter (2004/Berliner Yacht-Club) 1. Platz bei der Opti-EM 2018.

Theresa Wierschin (2001/Akademischer Segelverein zu Greifswald): 2. Platz bei der Laser Radial Jugend-EM 2017/U17.

Alina Kornelli (2000/Windsurfing-Club Starnberger See): 2. Platz bei der IKA Twin Tip Jugend-EM/U19.

Lennart  Frohmann (2004/Duisburger Yacht-Club): 3. Platz bei der O´pen BIC-WM 2017 in der U17-Wertung.

Julian Hoffmann (2002/Segelclub Alpsee Immenstadt): Nachwuchspreis verliehen von der IMMAC group, zu der auch das IMMAC Sailing Team gehört.