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VSaW dominiert die Liga

Der vierte Act am Wannsee verlangte den Seglern der 36 Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga mit drehenden Winden, Flaute und extremer Hitze alles ab.

In der 1. Segel-Bundesliga führte von Freitag bis Sonntag der VSaW mit beeindruckenden zehn Rennsiegen die Tabelle des Events an und brachte sich für die zweite Hälfte der Saison in Position für die Deutsche Meisterschaft: „Unsere Freude ist riesig! Wir haben den Sieg sauber nach Hause geholt! Im Hinblick auf das Finale wächst der Druck natürlich. Wir werden weiterhin voll angreifen“, sagte Steuermann Jasper Wagner, der die Tabellenführung zusammen Carl Naumann, Elias Rothe und Jens Steinborn verteidigte. Der zweite Platz in der Gesamttabelle bleibt in Bremen beim Wassersport-Verein Hemelingen vor dem Bayerischen Yacht-Club.

In der 2. Segel-Bundesliga behält OneKiel mit Magnus Simon, Bendix Hempel, Matthias Lukosch und Philipp Sudbrack die Spitzenposition und könnte als Liga-Neuling direkt in die 1. Bundesliga durchmarschieren: „Die Bedingungen waren ziemlich tricky – von instabilen Windstärken bis hin zu wechselhaften Drehern. Umso zufriedener sind wir natürlich mit unserer Leistung! Es war ein tolles Event“, freute sich Magnus Simon, Steuermann des Kieler Clubs. In der Tabelle schiebt sich der Potsdamer Yacht Club auf den zweiten Platz vor, der Blankeneser Segel-Club aus Hamburg ist Dritter.

Ergebnisse Erste Bundesliga

Ergebnisse Zweite Bundesliga

Hamburg Boat Show: Zweite Auflage in den Startlöchern

Die Hamburg Boat Show, als wichtige Bootsmesse für den Norden, lässt auch in diesem Jahr keine Wünsche offen und baut ihr Angebot sowie ihre Fachlichkeit weiter aus“, erklärt Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV), der die Messe veranstaltet. Neben zahlreichen Ausstellern, Motor- und Segelbooten, einem umfangreichen Vortragsprogramm und einem SUP-Becken erwartet die Besucher unter anderem ein neues Diving Center in Halle B7. Hier können sie Tauchvorführungen bestaunen oder gleich selbst beim Schnuppertauchen im 20-Fuß-Container abtauchen.

„Wir haben das Messekonzept zur zweiten Auflage nochmals erweitert. So wird das Thema Tauchen ins Programm aufgenommen, wir bauen die Nachwuchsförderung aus und veranstalten die ersten offenen Hamburger Meisterschaften im SUP-Kopfstand-Stehen. Zudem wird es in den Hallen mehr Mitmach-Angebote an den Ständen geben, beispielsweise mit einem Motorboot-Simulator oder beim Segel-Erlebnis mit Virtual Reality Brille“, berichten Dirk Kreidenweiß und Lars Jansen von der Messe Friedrichshafen, die mit ihren Kollegen für das operative Geschäft verantwortlich sind.

Ein ganz besonderes Gefährt finden Messebesucher in Halle B5. Auszubildende im Boots- und Schiffbau fertigen hier nämlich an den fünf Messetagen ein Wikingerboot. Die neun Meter lange Nachbildung des norwegischen Gokstadfundes entsteht im Gegensatz zu seinem Vorbild allerdings mit neuester Bootsbautechnik aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das Wikingerboot ist Teil des Jugend-Projektes „Euro-Viking“ von Weltumsegler Burkhard Pieske, in dessen Rahmen Jugendliche aus allen europäischen Ländern mit den nachgebauten Funktions-Repliken auf historisch verbürgten Wikingerrouten von Camp zu Camp segeln und rudern.


Die Hamburg Boat Show findet von Mittwoch, 23. Oktober, bis Sonntag, 27. Oktober 2019, auf dem Messegelände in Hamburg statt und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr.

Die Tageskarte kostet online 12 Euro, an der Kasse vor Ort 14 Euro. Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen 6 Euro. Eine Familienkarte gibt es online für 26 Euro, an der Kasse für 29 Euro. Neu ist das Sunset-Ticket für 6 Euro, gültig täglich ab 16 Uhr.

Große Feier zum 100. SVK-Geburtstag

Der Tag der offenen Tür scheint perfekt datiert. Denn die Wind- und Wettervorhersage könnte nicht besser sein: Den ganzen Tag soll die Sonne über dem Vereinsareal und dem Sportboothafen an der Kiellinie 215 in Kiel scheinen. Eine leichte Brise auf der Kieler Innenförde wird dafür sorgen, dass die Besucher sehr entspannt in das Segelgeschehen hineinschnuppern können.

Von 10 Uhr bis 18 Uhr wartet ein breites Programm zum Mitmachen und Informieren auf Segler und solche, die es werden wollen. Durchgehend sind die Infostände „Rundum Segeln“ für Jung und Alt aufgebaut, Spiel-, Lern- und Bastelstationen für Kinder und Jugendliche werden angeboten, ein maritimer Flohmarkt bietet Schnäppchen, ein Bildervortrag zeigt die Schönheit des Segeln und nachmittags wird mit Live-Musik, leckeren Getränken und coolen Snacks für Unterhaltung und kulinarische Genüsse gesorgt.

Programm:
10.00 Uhr: Eröffnung, Open-Ship verschiedener Jollen und Dickschiffe, Start der Info- und Aktivitätenstände für Jung und Alt.
11:00 Uhr: Dickschiff-Schnuppersegeln, Mann-über-Bord-Manöver, Stafettensegeln, „Meer bewegen“.
12:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Vortrag „der perfekte Segeltrimm“.
13:00 Uhr: Mann-über-Bord-Manöver, Vortrag „kleine Wolkenkunde“.
14:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Vortrag „der perfekte Segeltrimm“.
15:00 Uhr: Mann-über-Bord-Manöver, Live-Musik bei Kaffee und Kuchen, Vortrag „kleine Wolkenkunde“.
16:00 Uhr: Jollen-Kenter-Training, Schnuppersegeln, Preisverleihung Segelquiz.
17:00 Uhr: Preisverleihung und gemütlicher Ausklang.

Segler-Vereinigung Kiel
Kiellinie 215
24106 Kiel

7. Nacht der Schleilichter

Am 30. August 2019 laden die Schleswiger Stadtwerke und ihre Kooperationspartner zum alljährlichen Sommerfest im Hafen. Ab 19:30 Uhr erwartet die Besucher ein buntes maritimes Programm direkt am Wasser. Wie auch schon in den letzten Jahren gehört der Boots-Lichterkorso dabei zu den großen Highlights des Fest-Abends. Rund 100 bis über die Toppen illuminierte Boote örtlicher Segelvereine werden ihre Bahnen über die innere Schlei ziehen – und eine romantische Parade bilden, die ab Einbruch der Dunkelheit am besten von der Hafenkante aus bestaunt werden kann.

Außerdem sorgen unter anderem Varieté-Artisten aus aller Welt, die Musiker von „Albers Ahoi!“ und natürlich das große Abschlussfeuerwerk für Unterhaltung.

Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter: www.schleswiger-stadtwerke.de

Segel-Bundesliga: Heimspiel für die Berliner Clubs

Drei Spieltage haben die Akteure der Ersten, zwei die der Zweiten Segel-Bundesliga bereits absolviert, drei liegen noch vor ihnen. Herausragende Leistungen zeigte bislang der VSaW, der die Erste Bundesliga seit Saisonbeginn anführt und nicht bereit ist, den Platz zu räumen: „Unsere Zielsetzung für Berlin ist natürlich, die Führung zu behalten! Die Ansprüche an uns selbst sind wahnsinnig hoch. Im Heimatrevier zu segeln, ist für uns sehr aufregend, der Wannsee ist aber auch für uns ein schwieriges Revier mit vielen Überraschungen“, berichtet Anke Butzmann, Team-Managerin des Verein Seglerhaus am Wannsee.

Nutzen die Berliner also den vermeintlichen Heimvorteil, verteidigen sie mit Jasper Wagner, Carl Naumann, Elias Rothe, Jens Steinborn ihren Tabellenplatz oder bauen sie die Führung sogar aus? Die Rennen können online auf segelbundesliga.de und vor Ort bei den ausrichtenden Clubs auf Großleinwänden verfolgt werden.

„Wir sind sehr stolz darauf, der ausrichtende Verein des vierten Spieltags der Deutschen Segel-Bundesliga zu sein. Dieser Spieltag ist unser Jahreshighlight, weshalb wir auch unser Sommerfest integriert haben. So können wir unseren Mitgliedern die Segel-Bundesliga perfekt präsentieren“, freut sich Jens Kuphal, Team-Manager des Berliner YC.

Der Startschuss der ersten Wettfahrten fällt am heutigen Freitag um 11.00 Uhr. Am Samstag und Sonntag werden die Rennen der 1. Bundesliga ab 12.00 Uhr live auf segelbundesliga.de übertragen. Zudem sind die Renngeschehen mittels der SAP Sailing Analytics mit einem Live Leaderboard, 2D-Visualisierungen und GPS-Tracking zu verfolgen. Alle Ergebnisse sind auf sapsailing.com zu finden.

1000 Segler zur 37. Schifffahrtsregatta

Die Schifffahrtsregatta bietet wie in den Vorjahren einen Mix aus sportlichem Segeln, geselligem Beisammensein und interessanten Vorträgen. Start ist am 24. August am frühen Morgen in der Schleimündung, von dort aus führt der 30 Seemeilen lange Kurs die 107 Yachten ins dänische Ærøskøbing. Hier angekommen erwartet die Gäste aus Reedereien, maritimen Logistikunternehmen, Fonds, Banken und Versicherungen ein großes Festzelt, in dem am Abend Reden gehalten und die begehrten Preise verliehen werden. „Wir freuen uns sehr, dass es uns dieses Jahr gelungen ist, Hamburgs Innensenator Andy Grote als aktiven Mitsegler und Redner für die Schifffahrtsregatta zu begeistern“, erklärt Organisator Dieter Gast, zusammen mit seinem Bruder Christian Geschäftsführer von Peter Gast Shipping. „Außerdem sind wir sehr gespannt auf den Vortrag von Profisegler Robert Stanjek, der uns von dem Plan des Offshore Team Germany, 2021 am härtesten Yachtrennen der Welt teilzunehmen, berichten wird.“

Mit an der Startlinie sind unter anderem Segler von Oldendorff Carriers, Hapag-Lloyd, Hammonia Reederei, Harren & Partner, Vega Reederei, Buss Group, Leonhardt & Blumberg, Peter Döhle Schiffahrts-KG und MPC.

„Eine besondere Augenweide wird die 60 Fuß große Yacht ‘Fleur de Mer’ sein, ein Retroklassiker, der ein modernes Unterwasserschiff mit einem Hubkiel hat, aber aussieht wie eine liebevoll restaurierte klassische Yacht “, sagt Dieter Gast. „Auf diesem Schiff wird Andy Grote segeln, ebenfalls an Bord ist Tobias König, Vorsitzender des Norddeutschen Regatta Verein.“

Auf der hohen Kante der „Haspa Hamburg“ vom Hamburgischen Verein Seefahrt werden neben Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang und seinem Stellvertreter Frank Brockmann auch Hermann Ebel (Sea Cloud Cruises), UV Nord Präsident Uli Wachholtz und Pianist Joja Wendt Platz nehmen.

„Beim Rennen um den Titel des ‚first ship home‘ erwarten wir einen spannenden Zweikampf zwischen dem ehemaligen Volvo Ocean Race Renner ‘Illbruck’ und der mit zwanzig Meter Länge nur wenig kleineren ‘Milan’, sagt Dieter Gast, der auf der „Sixpack“ segelt. „Wir erwarten herrliches Spätsommerwetter mit leichten Winden aus Ost.“

Die traditionsreiche Schifffahrtsregatta, die größte privat organisierte Regatta in Deutschland, wird unter anderem von dem deutsch-norwegischen Schiffsklassifzierer DNV GL, Oldendorff Carriers, der Hamburger Sparkasse, der Berenberg Bank, Besiktas Shipyard, SKF und SKF Marine, BMW Niederlassung Hamburg, VHT, Brand Marine Consultants, Bosch Rexroth und der KPMG, die wie in den Vorjahren den Auftritt der Band „Max and Friends“ organisiert, sowie der chinesischen Werft Zhoushan IMC-YY Shipyard & Engineering unterstützt, die in diesem Jahr für das traditionelle gemeinsame Frühstück sorgt.

Starke Finals, aber keine Medaille

Die Kieler Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer hatten sich im Laufe des Serie zwar nach an die Medaillenräünge herangearbeitet, hatten im finalen Rennen aber keine Chance mehr auf das Podium. Dennoch präsentierte sich das junge Duo noch mal von seiner besten Seite und ließ die gesamte Weltelite im Medal Race hinter sich. Der Sieg in der Abschlusswettfahrt reichte indes nicht mehr zu einer Resultatsverbesserung im Gesamtranking. Als Sechste haben sie aber nur einen Abstand von fünf Punkte auf die Medaillenränge. Das Gold von Enoschima holten sich die Italiener Ruggero Tita/Caterina Banti, die mit einer beständigen Serie von Top-Ten-Ergebnissen glänzten.

Die Ausgangslage für die Clubkollegen des Kieler YC, Justus Schmidt/Max Boehme, war ähnouch. Auch die 49er-Asse hatten keine Madaillenaussichten mehr, präsentierten sich im Finale aber noch einmal von ihrer besten Seite. Während sich die Spitzenreiter Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland) ein Privatduell mit den direkten Verfolgern aus Polen, Pawel Kolodzinski/Lukasz Przybytek, lieferten, segelten Schmidt/Boehme an der Spitze des Feldes und punkteten noch mal mit einem zweiten Platz im Medal Race. Nach längerer studienbedingter Pause zwischen 2016 und 2018 und der „intensivsten Trainingsphase unserer Karriere“ ist der fünfte Platz von Enoshima vorerst die Krönung eines ereignisreichen Jahres 2019.

Als sehr wechselhaft erwiesen sich die Bedingungen im künftigen Olympiarevier. Zwischen schwachen und starken Winden war alles dabei. Am letzten Tag der Wettbewerbe konnte nur noch eines der fünf geplanten Medal Races gesegelt werden. Damit konnte sich Philipp Buhl auch nicht mher von seinem siebten Platz weiter nach oben arbeiten. Die weiteren Klassen blieben ohne deutsche Top-Ten-Platzierung. Bei den 470ern blieben Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß als 17. und Simon Diesch/Philipp Autenrieth auf Rang 14 jeweils hinter der Weltklasse zurück. Auch Laser-Seglerin Svenja Weger verpasste als 13. nach zwischenzeitlich guten Ergebnissen ein Top-Resultat. Als Elfte rutschten auch Victoria Jurczok/Anika Lorenz (49erFX) am entscheidenden Rennen vorbei.

Garcia Exploration 60: Für die lange Reise

Dass aus dem Hause Garcia hochwertige Langfahrtyachten kommen, dürfte hinlänglich bekannt sein, nicht zuletzt, weil Jimmy Cornell, der vor mehr als 30 Jahren die ARC initiiert hat, sich 2014 von der französischen Werft ein Schiff bauen ließ und mit ihm medienwirksam untermauert drei Jahre über die Weltmeere segelte. Seine Wahl fiel damals auf eine Garcia Exploration 45, die er weitgehend nach seinen eigenen Wünschen ausbauen und ausrüsten ließ.

Neben dem hochwertigen Bau, der in Aluminium erfolgt, ist die zweite große Stärke der Garcia-Werft das Semi-Custom-Angebot, welches den Eignern großes Mitspracherecht hinsichtlich der Ausgestaltung ihrer Yacht gewährt. So verhält es sich auch mit ihrem neuesten Projekt, das jüngst als Exploration 60 vorgestellt wurde. Auftraggeber von Baunummer eins ist eine holländische Familie, die damit auf Weltumseglung gehen möchte. Zwar gibt es einen detaillierten Segelplan und diverse Interieurvorschläge für weitere Exploration-60-Interessenten, aber letztlich wird jedes Schiff dieser neuen Modellreihe sehr individuell aussehen.

Für sichere und trotzdem leistungsfähige Segeleigenschaften sorgt das Berret-Racoupeau-Yacht-Design-Team, bzgl. hoher Flexibilität im Hinblick auf Reviertauglichkeit baut man einmal mehr auf die Erfahrung von Jimmy Cornell, der der Werft weiterhin als Berater zur Seite steht. Ihrer Bestimmung als zuverlässige Blauwasseryacht entsprechend soll eine Garcia Exploration in allen Gewässern einsetzbar sein, also sowohl Eisgang vertragen können als auch extreme Tropenhitze. Dafür werden die Rumpfwände verstärkt und die Innenräume besonders hochwertig isoliert. Gegen Kälte, hohe Sonneneinstrahlung und überkommende Welle im Cockpit schützt eine langgezogene, feste Sprayhood. Unkompliziertes Segelhandling gewähren doppelte Vorstagen, die einen Vor-Segelwechsel extrem einfach machen, genau wie das Schmetterlingssegeln in den Passatwinden. Um auch flache Reviere erkunden zu können, werden die Exploration-Yachten mit Schwertern ausgerüstet.

Technische Daten:

Konstruktion: Berret Racoupeau
Lüa: 19,50 m
Breite: 5,40 m
Tiefgang: 1,50 bis 3,65 m
Verdrängung: 35 t
Kabinen: 2 bis 4
Wassertank: 800 l
Treibstofftank: 2500 l
Motor: 180 PS
Segelfläche am Wind: 172 m²
Preis in Standard-
Ausführung mit 3 Kabinen,
2 Bädern und
Werkstattraum: ab 1.982.000 Euro
Werft: www.garciayachts.com
Händler: www.blue-yachting.de

Die besten Bootsnamen, bitte!

Es gibt wohl kaum einen Hafen in Deutschland ohne eine „Sirius“, eine „Black Pearl“ oder eine „Erika“. Und mit Bootsnamen verhält es sich ähnlich wie mit dem alltäglichen Hafenkino: Wer zuguckt, hat gut lachen. Es selbst besser zu machen ist schon schwieriger.

Denn irgendwann rückt der Tag näher, an dem das eigene neue oder neu erworbene Boot zu Wasser geht, und sich damit auch die Frage stellt: Was kommt auf die Folie bzw. welche Buchstaben bestelle oder male ich? Spätestens dann kommt der Zweifel, ob die für brillant befundene Idee wirklich so gut ist.

Klassische oder lustige Bootsnamen?

Da gibt es zum einen die klassischen maritimen Bootsnamen. Zum Beispiel Anleihen an die Astronavigation mit Sternen wie „Atair“, oder gleich mit ganzen Sternbildern wie „Kassiopeia“. Lokale Winde wie „Bora“ sind ebenso beliebt wie Windrichtungen, etwa „Nordwind“. Tradition haben auch religiöse Namen und dergleichen mehr.
Die Klassiker sind zwar eine sichere Bank, aber manchen schlicht zu langweilig. Deshalb suchen diese Eigner lieber nach dem humorvollen Kontrastprogramm. Legendär und inzwischen wahrscheinlich oft kopiert: „Unsinkbar II“. Auch Wortspiele wie „Bin Baden“ sind beliebt.

Schicken Sie uns Bootsnamen

Wieder andere Eigner sind überzeugt, dass Witze durch Wiederholung nicht witziger werden und möchten trotzdem einen individuellen Bootsnamen. Die naheliegende Idee: Es werden die Namen von Familienmitgliedern verwendet. Entweder schlicht kopiert: „Alfred“, oder aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen zusammengesetzt.

Der Kreativität ist damit noch lange kein Ende gesetzt. Und wem gar nicht mehr einfällt, dem helfen inzwischen auch Namenslisten im Internet. Doch müssen Bootsnamen unbedingt originell sein? Wen stört es, wenn es neben der eigenen auch noch andere „Undines“ gibt. Was haben Sie gesehen und welchen Namen haben Sie verliehen? Schicken Sie uns ein Foto an: social at sail24.com
Gibt es vielleicht auch eine spezielle Geschichte zu dem Namen ihres eigenen Bootes?

P.S. Dass es als unseemännisch gilt, ein Boot im Wasser umzubenennen, hat wohl einen guten Grund: Seelenverkäufer mit schlechtem Ruf, für die man keine Besatzung mehr fand, wurden früher manchmal mehr oder weniger über Nacht von ihren Eignern umbenannt.

Revierprofil: Máni-Halbinsel

Charter: Im Bereich der Máni gibt es keine Chartermöglichkeit. Man kann die Halbinsel bei einem One-Way-Törn vom Ionischen Meer nach Athen einplanen. Dauer mindestens 2 Wochen. Den Törn sollte man immer von W nach E segeln!
Revier: Ein Wohlfühlrevier für Fahrtensegler, die kurze Distanzen schätzen und Erfahrung beim Ankern auf nicht immer einfachem Grund mitbringen.
Seekarten: Imray G 15.
Nautische Literatur: Rod Heikell: „Greek Waters Pilot“.

© Jan Bindseil

Wind & Wetter: Der Meltemi weht hier aus NW. Von der Thermik wird er tagsüber auflandig auf W bis SW, im Norden der Máni auch auf S gedreht. Nachts weht der Wind meist schwach vom Land.
Wetterberichte: über www.windfinder.de.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Der Tidenhub ist gering. Am Kap Ténaron kann man auf nach Westen setzenden Strom treffen.
Navigation: Ausschließlich terrestrisch.
Beste Zeit: Mai bis September.

Anreise: Flug nach Athen oder Kalamáta.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird meist gut verstanden.
Klima: Mediterran. Die im Sommer oft große Hitze wird vom Meltemi und nachts von der ablandigen Thermik gemildert.
Kleidung: An Land Baumwollkleidung. An Bord leichtes Ölzeug. Ein Pullover könnte gefragt sein.
Sicherheit: Griechenland ist eines der sichersten Reiseländer der Welt.
Reiseführer: Hans-Peter Siebenhaar: „Peloponnes“, im Michael Müller Verlag.
Literatur: Von Patrick Leigh Fermor, dem „Schriftsteller der Máni“ sind im Internet die Bücher „Reisen auf der südlichen Peloponnes“ und „Reisen ins unentdeckte Griechenland“ erhältlich.

Windverhältnisse

Meltemi: Der Meltemi weht hier von Juni bis September aus NW. Er sollte am späten Vormittag einsetzen, nachmittags mit 4 bis 5 seine größte Stärke erreichen und abends abflauen. Von der Thermik beeinflusst, weht er im mittleren Teil der Westküste der Máni tagsüber jedoch meist aus W bis SW und im nördlichen Teil aus S.
Schirokko: In der Vor- und Nachsaison kann dieser Wind Sturmstärke aus SE bis S erreichen. Dichte Bewölkung und meist auch Regen trüben zusätzlich das Segelvergnügen.
Fronten: Der Peloponnes ist den vom westlichen Mittelmeer heranziehenden Fronten besonders ausgesetzt. Sie treffen mit Wind zwischen SW und NW auf die Westküste der Máni, deren Buchten dann nur beschränkt Schutz bieten.

„taz“-Team holt sich den Segel Media Cup

Cup-Initiator Sven Jürgensen und Wettfahrtleiter Klaus Lahme staunten im Verlaufe der drei Regattatage nicht schlecht, mit welchem Ehrgeiz und welcher Expertise die Teams mitunter auf dem Wasser agierten. „Ich hatte der Jury vorher gesagt, das wird ein ruhiges Wochenende“, gestand Klaus Lahme zur Siegerehrung. „Aber dann gab es doch einiges zu tun. Es waren enge Duelle, so wie wir das gerne sehen.“

Etliche Teams hatten vor dem Ereignis trainiert und brachten große Regatta-Erfahrung auf die Bahn. Die „Tagesspiegel“-Crew hatte mit Mathias Müller von Blumencron den Titelverteidiger und bekannten Hochseesegler an Bord, „taz“-Steuermann Sven Hansen ist ein Ex-470er-Ass mit ehemals olympischen Ambitionen, und die Klasse von Paralympics-Sieger Heiko Kröger (Sporting Hamburg) ist ohnehin unbestritten.

Nach anfänglichem Abtasten der Crews spitzten sich die Rennen im Verlauf der drei Tage bei wechselnden Bedingungen von Sonne, Regen, meist schwachen Winden, aber auch ein paar kräftigen Böen zu einem heftig umstrittenen Wettkampf zu. Frühstarts, Penaltys, Protestgeschrei und dicht gestaffelte Tonnenrundungen prägten im letzten der neun Flights das Geschehen.

Ein tolles Bild bot der Segel Media Cup auf der Alster. Foto: Sven Jürgensen

Sven Hansen blieb mit seiner „taz“-Crew, Brigitte Werneburg, Erik Irmer und Thorpen Schult, in dieser Phase cool. Die Mannschaft hatte gleich im ersten Rennen der Serie überhaupt einen Sieg gesetzt, punktete dann mit beständigen Ergebnissen und schloss die Regatta schließlich mit einem weiteren Sieg, dem sechsten insgesamt, ab. Damit war der Angriff des „Tagesspiegel“ bereits gekontert, bevor Mathias Müller von Blumencron mit Gerd Nowakowski, Katja Füchsel und Christian Hönicke im Fernduell überhaupt eingreifen konnte. Zwar ersegelte die Mannschaft am Schlusstag drei Siege in Folge, musste sich aber am Ende um zwei Punkte geschlagen geben.

Sieger Hansen war die Freude über den Coup bei der dritten Teilnahme anzusehen. „Eigentlich wollte ich ja eine Pause einlegen, aber nun?“ Nun ist er wohl für das kommende Jahr in der Pflicht, seinen Titel zu verteidigen.

Es war aber nicht nur die Spannung und der Spaß auf der Regattabahn, die die Crews begeisterten, sondern auch die Atmosphäre außenherum: Für den Charity Partner ‚Reporter ohne Grenzen‘ sammelte die Veranstaltung im Rahmen einer Versteigerung von hochwertigen Preisen, wie etwa einer Mühle-Glashütte-Uhr, einem Möwe-Fahrrad oder einem Bild der bekannten Segelmalerin Heinke Böhnert 1.900 Euro ein.

Großen Dank zollten die Teilnehmer dem gesamten NRV-Organisationsteam um Sven Jürgensen und feierten es mehrfach mit “Hipp Hipp, Hurra!”

Ergebnisse

New Nautor’s Swan 48: Neuauflage einer Legende

Zeitlos schön, so beschreibt die Nautor-Werft ihren neuesten Entwurf. Weil es sich um ein Modell ihrer Cruiser-Racer-Range handelt, trägt es keine extremen Linien, wie man sie zuletzt bei den reinen Rennyachten der ClubSwan-Reihe beobachten konnte. Im Gegenteil, mit der New Swan 48 möchte man an alte Traditionen anknüpfen und durch zeitgemäße, schnörkellose Eleganz überzeugen. Für den Entwurf wurde deshalb wieder einmal Germán Frers verpflichtet, der als Garant klassisch-schöner Schiffskonstruktionen gilt. Eine moderne Rigg-Konfiguration und die gewohnt exquisite Beschlagsausrüstung tragen darüber hinaus dazu bei, den legendären Bootstyp in die Gegenwart zu transportieren.

Für regattaambitionierte Eigner besteht die Möglichkeit, das Schiff für ORC- oder IRC-Rennen auf- und auszurüsten. Gefertigt wird im Vakuuminfusionsverfahren und in Sandwichbau. Für den Laminataufbau kommen Vinylester und Schaum als Kernmaterial zum Einsatz. Dank Rollanlagen für die Vorsegel oder optionaler Selbstwendefock in Kombination mit nach achtern umgelenkten Fallen und Schoten kann die knapp 15 Meter lange Yacht von einer kleinen Zwei-Personen-Crew gehandhabt werden.

Im Standardlayout liegt die Eignerkabine mit En-Suite-Bad vorn im Bug. Zwei weitere Doppelkabinen befinden sich achtern unter dem Cockpit, sie sind mit Doppelkoje und zwei Einzelbetten ausgestattet. Die zweite Nasszelle ist steuerbord neben dem Niedergang eingebaut, ihr gegenüber liegt die Pantry. Mittelpunkt des Salons bildet die Sitzgruppe mit rechteckigem Tisch und U-Sofa. Zum Lesen oder für die Törnvorbereitung stehen zwei separate Sessel zur Verfügung, mit einem Extra-Tisch dazwischen. Optionale Interieur-Layouts schlagen an dieser Stelle ein Längssofa vor, bieten Alternativen für die Achterschiffaufteilung und empfehlen im Eignerabteil anstelle des serienmäßig eingebauten Inselbetts eine geteilte Koje.

Wer für den Ausbau Northern Light bestellt, erhält die Standardeinrichtung in hellem Holz und mit hellgrauen Polstern und weißen Wänden. „Blue Eyes“ zeigt sich mit blauen Sitzbezügen und dunkleren Holzelementen, „Red Velvet“ überzeugt mit weinroten Sofas und Sesseln, bordeauxfarbigen Ablagen und dunklen Holzrahmen um weiße Türen.

Technische Daten:

Konstruktion: Germán Frers
Lüa: 14,78 m
LW: 13,88 m
Breite: 4,59 m
Tiefgang: 2,40 m
Verdrängung: 15 t
Ballast: 5,2 t
Wassertank: 500 l
Treibstofftank: 360 l
Motor: Volvo D2-75 mit 75 PS
Groß: 77 m²
Fock: 63 m²
Gennaker: 217 m²
Preis: ab 868.700 Euro
Infos: www.swan48.nautorswan.com