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Findet die boot 2021 statt?

Petros Michelidakis, Project Director der boot Düsseldorf. Foto: Messe Düsseldorf

Während die Kieler Woche und die Interboot in Friedrichshafen im September unter perfekten Hygienemaßnahmen stattfanden und keine Infektionsfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet wurden, folgte im Oktober der sprunghafte Anstieg der Fallzahlen weltweit – so auch in Deutschland. Eine Folge der zweiten Welle: Die Messe Friedrichshafen sagte die Eurobike (24. bis 26. November) ab, und die Messe Berlin setzte die Boot & Fun (18. bis 22. November) aus. Was plant die Messe Düsseldorf, die mit dem „Caravan-Salon“ im September, einem der boot ähnlichen Format für Fachbesucher und Endverbraucher, in Corona-Zeiten eine gelungene Generalprobe für die boot Düsseldorf 2021 (23. bis 31. Januar) hingelegt hatte. Hermann Hell, Chefredakteur der Segler-Zeitung, sprach mit dem Project Director der boot Düsseldorf, Petros Michelidakis, über den Stand der Planungen und die Perspektiven.

sail24.com: Die Corona-Zahlen weltweit steigen. Die zweite Welle hat auch Europa erreicht. Einige Länder reagieren mit verschiedenen Stufen eines Lockdowns, und auch Deutschland verschärft die Corona-Regeln wieder. Die Folge: Friedrichshafen sagte unlängst die Eurobike im November ab, Berlin die Boot & Fun. Wie verhält sich die Messe Düsseldorf?

Petros Michelidakis: Die Situation ist sicherlich nicht einfach für Messeveranstalter, aber die für uns zuständigen Behörden haben uns erst letzte Woche die Durchführbarkeit der boot Düsseldorf bestätigt. Dies liegt an der Grundlage der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Veranstaltungen mit einem behördlich abgestimmten Hygienekonzept können weiterhin stattfinden. Ebenso bleiben ja auch Geschäfte, Einkaufszentren usw. geöffnet. Wir halten also weiterhin an der boot im Januar 2021 fest. Wir leben bereits in der „neuen Normalität“, und diese bestimmt nun auch das Messegeschehen. Priorität hat für uns die Sicherheit unserer Aussteller und Besucher. Wichtig ist aber auch eine positive Geschäftsentwicklung, das Netzwerken sowie einen Messebesuch und den wichtigen Vergleich von Produkten, der bei einer Messe wie der boot einmalig ist, zu ermöglichen. Unser Hygienekonzept hat auf dem CARAVAN SALON gezeigt, dass all dies möglich ist. Unsere Bühnen werden ebenso Bestandteil der boot Düsseldorf sein wie unsere Mitmachaktionen. Wir bekommen es sicher hin, auf 3,5 Quadratkilometern Fläche, bis zu 20.000 Besuchern am Tag genug Abstand, Frischluftqualität in den Hallen und regelmäßig desinfizierte Berührungsflächen zu bieten. Dafür stellen wir 600 Servicekräfte ein. Darunter auch unsere freundlichen „ProtAction“ Guides, die über das Hygienekonzept informieren und auf eventuelle Nachlässigkeiten aufmerksam machen.

Der Caravan Salon konnte dieses Jahr mit einem umfassenden Hygienekonzept stattfinden. Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann

sail24.com: Die boot ist sehr international. Wird es 2021 auch so sein? Können die Aussteller und Besucher in Corona-Zeiten anreisen?!

Petros Michelidakis: Es ist für die Messemacher aber auch für die gesamte Wirtschaft ein wichtiges Signal, dass Messeteilnehmer und Besucher als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund angesehen werden. Deshalb bestehen für Einreisende aus EU-Mitgliedsstaaten und aus Ländern, die auf der Positivliste stehen, keine Reisebeschränkungen. 

Aus allen anderen Ländern können Messeteilnehmer ebenfalls einreisen, da sie als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund angesehen werden. Messeteilnehmer aus diesen Ländern müssen bei der Visumbeantragung bzw. der Einreise nach Deutschland nur ihre Teilnahme an der Messe oder den Besuch der Messe durch Vorlage des erworbenen Tickets und einen Termin mit einem Aussteller nachweisen:

Die Einreisebestimmungen für Messebesucher und Aussteller lassen uns auch internationale Besucher erwarten. Hier hat die Bundesregierung im Hinblick auf die Wichtigkeit der Messen als „Wirtschaftsgeneratoren“, zusammen mit den zuständigen Ministerien, besondere Regeln festgelegt, die für die Einreise von Messebesuchern und Austellern gelten. Selbst Messebesucher aus Risikogebieten können durch die Bestätigung eines Negativtests für fünf Tage einreisen.

Inzwischen Normalität: Desinfektionsspender sind nur ein Teil der Hygienemaßnahmen. Foto: Messe Düsseldorf / Ctillmann

sail24.com: Wie reagieren die Aussteller? Es dürfte doch sicherlich einige Segmente der Wassersportbranche geben, denen das Wasser bis zum Hals steht.

Petros Michelidakis: Wie wir alle wissen, sind Wassersportbereiche, die sehr stark vom Reisen abhängig sind, momentan sehr von den Reiserestriktionen betroffen. Es bricht mir das Herz, wenn Aussteller aus den Tauchhallen, die teilweise seit Jahrzehnten auf der boot sind, anrufen und mir mitteilen, dass sie ihr Unternehmen schließen müssen.

Andererseits geht es den Werften insgesamt sehr gut. Denn Bootfahren, egal ob Segeln oder Motorbootfahren, ist eine überaus sichere Freizeit- und Urlaubsgestaltung. Tauchen ist dies aufgrund der Abstände auch, doch dabei spielen natürlich auch die attraktiven Tauchreiseziele eine Rolle. Während beim Bootssport sich viele Menschen inzwischen auch in heimischen oder ortsnahen Revieren sehr wohl fühlen. Dementsprechend ist die Buchungslage der boot Düsseldorf. Die Boot- und Yachthallen 1, 3, 4 bis 7a und 15 bis 17 sowie die Motoren- und Zubehörhallen 9 und 10 sind sehr gut gebucht. Hier gibt es kaum Absagen. Ein wenig anders sieht es in den Tauch- und Reisehallen aus. Den Reiseanbietern und Destinationen bieten wir über die Verbände besondere Pakete für die Teilnahme an der boot 2021 an, um ihnen trotz der Engpässe eine Beteiligung zu erleichtern.

sail24.com: Wie ist der Stand der Anmeldungen? Wann erreichen wir den „point of no return“ – sprich: Wann wird aus einer Zusage eine feste Buchung mit finanziellen Konsequenzen?

Petros Michelidakis: Insgesamt liegen wir ca. zehn Prozent unter dem Anmeldestand vom Vorjahr. Tatsächlich sind wir gerade in der Phase, in der aus einer Anmeldung eine verbindliche Buchung wird. Der Zulassungsprozess ist angelaufen und wird nächste Woche vollzogen sein. Die Aussteller werden ab Anfang Dezember die großen Yachten, zum Teil mit enormen Transportkosten, da sind auch 30 Meter Exemplare dabei, losschicken. Wichtig ist der intensive Kontakt mit den Behörden. Die Aussteller und wir haben die Herausforderung angenommen, die boot durchzuführen bzw. Flagge zu zeigen, aber ein gewisses Risiko wird für uns und für die Aussteller sicherlich bleiben. Mein Team und ich sind immer gesprächsbereit, wenn ein Aussteller Fragen klären möchte.

sail24.com: Was passiert, wenn die Politik die boot kurzfristig stoppt? Messen sind zwar wichtig für die Wirtschaft und arbeiten nach den strengsten Corona-Vorschriften, aber wenn wegen der Pandemie jedes Restrisiko verhindert werden soll und Reisen sowie Kontakte bei allen Vorsichtsmaßnahmen untersagt werden, wird es eng.

Petros Michelidakis: Wir halten am Ziel fest, unseren Beitrag für die Wassersportbranche zu leisten, damit sie zusammen mit der Gesamtwirtschaft schnellstens wieder auf das „Vor-Corona“-Niveau zurückkommt. Da die boot Düsseldorf als „Verkaufsveranstaltung“ gilt, bin ich mehr als zuversichtlich. Solange Geschäfte geöffnet sind, wird es auch eine boot Düsseldorf geben. Wie gesagt haben wir den Platz und die Servicekräfte, um das Hygienekonzept erfolgreich umzusetzen. Das Risiko eines Lockdowns bleibt. Aber die Aussteller und wir sind bereit, es auf uns zu nehmen.

Die Ehrung zum Segler des Jahres von Segler-Zeitung und sail24.com findet sonst während der boot Düsseldorf statt. Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann

sail24.com: Back to the roots – entwickeln sich die Messen gerade wieder zurück zu ihrem Ursprungsformat: mehr Marktplatz, weniger Emotionen und Event? 

Petros Michelidakis: Der Charakter einer Ausstellung sollte auch in diesen Zeiten nicht geändert werden. Die Emotionen und Events gehören genauso zur boot wie die Stars und Markenbotschafter des Wassersports. Ebenso wichtig ist es, dass die Besucher tolle Boote und Yachten, das neueste Equipment, die trendigsten Wassersportgeräte und die umweltfreundlichsten Antriebe sehen und erleben können. Hier wird die boot auch im Januar 2021 ihrer Ausnahmestellung gerecht.  Nächsten Monat geht die Slotvergabe für die Welle und das Schnuppertauchen an den Start. Die entsprechenden Infos sind auf boot.de zu finden.

sail24.com: Bei dem derzeitigen Stand der Zusagen seitens der Aussteller gibt es sicherlich schon einige Highlights, die auf der boot 2021 zu sehen sein werden. Was können Sie dazu sagen?

Petros Michelidakis: Wir sind im Moment dabei, die Logistik für die großen Yachten zu koordinieren. Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob wir eine 34 Meter Yacht unterbekommen. Die Stände in der Halle 6 sind ja alle ausgebucht. Es sind aber in allen Bootshallen viele Highlights dabei. Ich freue mich besonders auf die Segelboothallen und kann nur verraten, dass wir zum ersten Mal eine italienische Schönheit im 70 Fuß Bereich erwarten dürfen.  Die anderen Aussteller schicken nach und nach ihre Informationen über die Bootspremieren. Es werden viele sein, weil ja leider andere Messen nicht stattgefunden haben. Ab dem 15. November werden wir verstärkt darüber berichten und die Infos auf den Social Media-Kanälen und auf der Webseite zur Verfügung stellen.

Ssail24.com: Herr Michelidakis, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Jetzt im Handel: Segler-Zeitung 11-2020

Die neue Ausgabe der Segler-Zeitung lesen:

Do it like Kiel

Kilometerlange Zäune, 150 Banderolen mit Verhaltensregeln, Fiebermessungen am Eingang, Corona-Schnelltests und ein Corona-Warn-App-Armband waren die Rahmenbedingungen einer Kieler Woche 2020, die aus Sicherheitsgründen auch sämtliche Besucher aus dem Olympiazentrum Kiel Schilksee verbannt hatte. Das Konzept stieß international auf gewaltigen Zuspruch. Die Nationalteams aus Italien, Spanien, den Niederlanden, aus Dänemark und Österreich waren am Start, genau wie die Topsegler*innen aus vielen Nationen. Voraussetzung war die Erfüllung der Quarantäne-Bestimmungen und der Nachweis eines negativen Corona-Tests. Die Weltspitze des Segelsports nahm dies alles auf sich. Denn alle wollten nur eines: sicher Regatta segeln. Das Sailing Team Germany hatte die Kieler Woche sogar in vier Klassen für die interne Olympia-Ausscheidung ausgeschrieben. „Die Qualität war sehr hochklassig, und wir konnten die Chance nutzen, bereits in diesem Jahr einige Qualifikationsserien abzuschließen oder voranzubringen“, so DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner. Tina Lutz/Susann Beucke im 49er FX und auch Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (nur rein rechnerisch zu stoppen, aber tatsächlich konkurrenzlos) gesellen sich zu Kieler-Woche-Sieger Philipp Buhl (Laser) und Erik Heil/Thomas Plößel (49er) ins Tokio-Team. Und Organisationsleiter Dirk Ramhorst sowie Vermarktungschef Sven Christensen blicken auf eine denkwürdige Kieler Woche zurück, die weithin viel Lob erhält. Der einst von Paul Henderson (Kanada), ehemaliger Präsident des Weltsegler-Verbandes, geprägte Satz „Do it like Kiel“ hat seit diesem Jahr eine ganz neue Bedeutung erhalten.

Natürlich finden Sie auch noch viele andere spannende Themen rund um den Segelsport in dieser Ausgabe!

Die neue Ausgabe der Segler-Zeitung lesen:

Boot & Fun Berlin abgesagt

Die für den 19. bis 22. November 2020 geplante Boot & Fun Berlin setzt in diesem Jahr aus. Angesichts der aktuellen Situation sei eine Durchführung der Veranstaltung in gewohnter Form nicht möglich. Bei aller Anstrengung könne in dieser äußerst dynamischen Gesamtlage die Messe ihrem Anspruch nicht gerecht werden.

„Es ist äußerst enttäuschend die Boot & Fun Berlin 2020 nicht durchführen zu können, aber der so besondere Erlebnischarakter und enge Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern sind gegenwärtig nicht umsetzbar“, erklärt Daniel Barkowski, Projektleiter der Boot & Fun Berlin. „Wir wären mit dem Event in diesem Jahr wieder stark gewachsen. Der Buchungsstand war hervorragend. Doch bei der gegebenen Situation können wir den Ausstellern und Besuchern nicht die Top-Veranstaltung bieten, die sie sonst von uns gewohnt sind.“

Die aktuelle Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 erzwingen eine Pause der Boot & Fun Berlin in diesem Jahr.

Die Messe weist darauf hin, dass es für Aussteller durch die Absage zu keinen Stornierungskosten kommt.

Für die Boot & Fun im nächsten Jahr wird über ein früheres Datum nachgedacht.

Fischer Panda-Generatoren sprechen mit Kartenplottern

Der Trend der Vernetzung macht auch vor Generatoren nicht halt, denn Weften und Kunden möchten die wichtigsten Daten zentral ablesen können. Fischer Panda hat bei der kontinuierlichen Entwicklung seiner Produkte auf diese Kundenanforderung reagiert. Fischer Panda Generatoren können jetzt auf unterschiedliche Weise mit den gängigsten Kartenplottern verbunden werden. Derzeit wird die Kommunikation zum Beispiel für Geräte der Hersteller Raymarine, Garmin, und Navico (B&G, Lowrance und Simrad) angeboten. Die benutzereinstellbaren Multifunktionsdisplays bieten so eine schnelle und einfache Kontrolle wichtiger Generator-Daten wie zum Beispiel Spannung, Strom, Stromfrequenz und Leistung. Die Generatoren werden über die Kommunikationsschnittstelle an das entsprechende Netzwerk angeschlossen. Da es bisher keine einheitlichen Standards gibt, ist die Kommunikation auf verschiedene Weise möglich, z.B. CAN Kommunikation NMEA2000, J1939 oder HTML. Das originale Bedienpanel der Fischer Panda Generatoren bleibt erhalten und kann beispielsweise für Servicezwecke direkt am Generator installiert werden. Die Generatoren von Fischer Panda sind für ihr kompaktes Design und ihre niedrigen Geräusche während des Betriebes bekannt. Detaillierte Informationen zu den Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Multifunktionsdisplays und den Generatoren hat Fischer Panda in einer Wissensdatenbank zusammengefasst: www.fischerpanda.de/mfd

Piraten-Jugend trotzt dem Herbst

Allein die Austragung der IDJM durch den Blankenser SC auf dem Mühlenberger Loch ist ein eindrucksvoller Beleg, dass die Piratenklasse lebt. Im vergangenen Jahr musste eine IDJM mangels Meldungen noch ausfallen. Diesmal kamen trotz Corona 25 Crews an die Elbe. Sie meisterten nicht nur die Auflagen mit Maskenpflicht und Abstandsgebot an Land, sondern zeigten auch auf dem Wasser starke Leistungen. Schließlich ist das Strömungsrevier auf der Elbe alles andere als leicht zu segeln.

Enge Rennen wurden auf der Elbe geboten. Foto: Jan Kruse/segel-foto

Zunächst schien es, als würden die Hausherren bei herbstlichen Temperaturen und einer guten brise von 7 bis 10 Knoten einen Durchmarsch zum Titel antreten. Jonas Voß/Henri Neumann (SV Wedel-Schulau/Blankeneser SC) zeigten am ersten Tag eine makellose Bilanz, siegten in allen drei Rennen. Emma Leja/Daria Voroboya waren zwar ebenfalls stark unterwegs, handelten sich aber auch gleich die schwere Hypothek einer Frühstart-Disqualifikation ein.

Der aufziehende Nebel ermöglichte am zweiten Tag nur eine Wettfahrt. Foto: Jan Kruse/Segel-foto

Im Nebel des zweiten Tages fanden aber Leja/Voroboya den besten Kurs. In der einzigen Tageswettfahrt siegte das Müritzer Mädchenduo und brachte sich damit für den weiteren Verlauf der Meisterschaft in eine gute Position. Als dann an Tag drei nur eine schwache Brise über die Elbe zog, spielten die beiden ihre Trümpfe aus und setzten sich mit der Serie 2, 1, 1 an die Spitze des Feldes. Voß/Neumann segelten zwar stets in den Top-Ten, handelten sich aber vor dem Abschlusstag bereits Elf-Punkte-Rückstand ein.

Eine Wettfahrt hatte das Team um Wettfahrtleiter Thorsten Paech für den letzten Tag noch auf der Liste. Und die gelang, obwohl von der Ostsee bereits das Sturmtief heranzog. Von den kräftigen Böen ließen sich die neuen Meisterinnen nicht mehr vom Kurs abbringen. Mit einem dritten Platz zum Abschluss sicherten sie sich souverän den Titel vor Jonas Voß/Henri Neumann und Lilly Neumann/Nele Appel (Blankeneser SC/WSV Kollmar).

Ergebnisse

Hausmesse XXL bei Gründl

Bei dieser außergewöhnlichen Hausmesse nehmen sich die Gründl-Mitarbeiter ganz viel Zeit für eine exklusive Betreuung der Besucher. Die Vorgaben nach den aktuellen Corona-Maßgaben werden dabei erfüllt. Denn mit der Streckung der Hausmesse auf neun Tage, in Kombination mit der Vergabe von Besuchsterminen kann eine sichere, entspannte und persönliche Veranstaltung realisiert werden. Die festen Termine werden im Zwei-Stunden-Takt täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr vergeben.

Während des zweistündigen Besuchstermins werden sich nicht mehr als 150 Besucher auf dem 11.000 qm großen Firmengelände befinden. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite. Während der Messetage werden einige Veranstaltungshighlights geboten.

Der Segelsport trauert um Dierk Thomsen

Dierk Thomsen war in vielem Vordenker, diplomatisch und doch auch streitbar, wenn es um die Sache, seine Sache, den Segelsport ging. Im Deutschen Segler-Verband waren seine Jahre als Vizepräsident für den Bereich Leistungssport (1989 bis 1992) und schließlich als Präsident (2001 bis 2005) richtungsweisend für den Spitzenverband. Die finanzielle Förderung der Olympischen Klassen durch T-Systems, der gleichzeitige Einsatz für das Fahrtensegeln, die Imagepflege des Segelsports und nicht zuletzt ein Verband auf finanziell gesunden Beinen waren seine Ziele und Erfolge. Nach vier Jahren mit seinem Dreamteam (unter anderem mit Harald Baum als Vizepräsident an seiner Seite) trat Thomsen nicht zur Wiederwahl an. Thomsen hing nicht an Ämtern, er nutzte sie für seine Ziele zum Wohle des Segelsports, zum Wohle des DSV. Seine Arbeit war nach vier Jahren getan, und er kaufte sein 18. Startboot, um selbst wieder mehr Zeit auf der Regattabahn verbringen zu können.

Als Internatsschüler kam Thomsen in Louisenlund in Schleswig-Holstein zum Segeln und fand nach zwei Jahren im Marinekutter und Pirat den Weg ins Starboot, in dem er an 19 Welt- und 13 Europameisterschaften teilnahm und dem er bis ins hohe Alter treu blieb.

1954 trat Thomsen in den Kieler Yacht-Club ein und setzte sich in über fünf Jahrzehnten regional, national und international für den Segelsport ein. Die Goldmedaille des Weltseglerverbands, die Goldene Nadel des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Ehrentitel des Kommodores des Kieler Yacht-Clubs sind Auszeichnungen, die seinen Weg begleiten und würdigen.

Thomsen war lange stellvertretender Organisationsleiter der Kieler Woche, kümmerte sich um Ausschreibungen und Segelanweisungen, organisierte das Vermessungswesen unter anderem bei den Kiel Worlds 1987 und agierte als „Außenminister“ des Kieler Yacht-Clubs. Kaum ein anderer verfügte über ein derart vielmaschiges Netzwerk in den nationalen und internationalen Gremien des Segelsports.

Von 1989 bis 1992 war Thomsen Vizepräsident für Leistungs- und Wettsegeln und 1992 bei den Olympischen Spielen vor Barcelona (Spanien) Mannschaftsleiter der deutschen Segel-Nationalmannschaft. „Der Kaderstatus ist doch keine Rentenkasse“ und „Sie können erwachsene Menschen nicht an die Hand nehmen“ sind zwei Zitate im Umfeld der Vorbereitungen auf olympische Wettkämpfe, die zeigen, wie der damalige Vorsitzende des DSV Olympia-Segel-Ausschusses Führung verstand: Leistungswille und Selbstständigkeit liegen beim Aktiven. Das Verstehen der Nöte und Sorgen der Aktiven sind Aufgaben der Betreuer und Trainer. Und dieses Verstehen hatte Thomsen aus erster Hand und war zurecht stolz darauf. Sechs Wochen im Olympischen Dorf als Olympia-Attaché des schwedischen NOK und Mitglied der schwedischen Mannschaftsleitung haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und seinen Führungsstil geprägt.

Von 2001 bis 2005 übernahm Thomsen das Amt des DSV-Präsidenten, trat für die Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft ein, ohne als Sponsorenvermittler zu fungieren, setzte sich für die Darstellung des Segelsports in der Öffentlichkeit und die Vertretung in den Gremien des Weltverbandes ein.

2015 würdigte der KYC seine Verdienste um den Kieler Traditionsverein mit der Ernennung zum Kommodore. Nach Otto Schlenzka wurde Thomsen damit der vierte Kommodore in der Geschichte des 1887 gegründeten Vereins.

Bereits zehn Jahre zuvor hatte der Weltseglerverband Dierk Thomsen ausgezeichnet. Göran Petersson (Schweden), damaliger Präsident des Weltseglerverbandes (2009 noch International Sailing Federation/ISAF), hatte sein herausragendes Engagement für den Segelsport und den Weltseglerverband mit der „Gold-Medal“ der ISAF gewürdigt. Thomsen war vier Jahre lang tätig im Permanent Committee der IYRU, Vorläuferin der ISAF, sowie vier Jahre in deren Class Policy und Organisation Committee. Seit 1976 gehörte der Kieler lange Zeit dem International Classes Committee des Weltsegler-Verbandes an. Später repräsentierte er als einer von zwei ISAF-Council-Mitgliedern der Ländergruppe B zentral-europäische Segelnationen in der ISAF und wirkte in der Funktion an sportpolitischen Grundentscheidungen des Weltseglerverbandes mit. Zudem war Thomsen Mitglied im ISAF-Match Race Committee, dessen Vice-Chairman er über vier Jahre war.

Besonders engagiert hat sich der leidenschaftliche Starboot-Segler Thomsen für die Belange der International Star Class Yacht Racing Association (ISCYRA), in deren Vorstand er verschiedene Funktionen innehatte und der er von 1984 bis 1986 und von 1996 bis 1998 als Präsident vorstand. Thomsen war damit der erste Nicht-Amerikaner an der Spitze der Kielbootklasse. Unter seiner Federführung gelang es der ISCYRA, binnen nur eines Jahres ihren Status als olympische Klasse zurückzugewinnen – ein bisher einmaliger Erfolg einer Bootsklasse. Bis zuletzt galt seine Stimme in der Starbootklasse etwas, so beispielsweise bei der Vergabe von Weltmeisterschaften. Kein Wunder also, dass immer wieder der Name Kiel fiel.

Mit seinen detaillierten Kenntnissen um den internationalen Segelsport und seinen Verbindungen rund um den Globus hat Dierk Thomsen immer wieder wichtige Impulse und Initiativen in den deutschen Segelsport und seinen Heimatverein, den Kieler Yacht-Club, hineingetragen. Der gelernte Baustoffkaufmann hinterlässt seine Ehefrau Ingrid, einen Sohn und zwei Töchter. Dirk Thomsen wird dem Kieler, dem deutschen und dem internationalen Segelsport fehlen. – Hermann Hell

Gold Medal für Dierk Thomsen

Göran Petersson, Präsident der International Sailing Federation (ISAF), hat das herausragende Engagement von Dierk Thomsen für den Segelsport und die International Sailing Federation mit der „Gold-Medal“ der ISAF gewürdigt.

Thomsen war vier Jahre lang im Permanent Committee der IYRU, der Vorläuferin der heutigen ISAF, tätig sowie vier Jahre in deren Class Policy und Organisation Committee. Seit 1976 gehörte er lange Zeit dem International Classes Committee der IYRU an. Später repräsentierte er als einer von zwei ISAF-Council-Mitgliedern der Ländergruppe B zentral-europäische Segelnationen in der ISAF und wirkte in der Funktion an sportpolitischen Grundentscheidungen des Weltseglerverbandes mit. Eine weitere ISAF-Funktion Thomsens war seine Tätigkeit im ISAF-Match Race Committee, deren Vice-Chairman er über vier Jahre war.

Besonders engagiert hat sich Thomsen, selbst aktiver Starboot-Segler, für die Belange der International Star Class Yacht Racing Association (ISCYRA), in deren Vorstand er verschiedene Funktionen inne hatte und der er von 1984 bis 1986 und von 1996 bis 1998 als Präsident vorstand. Unter seiner Federführung gelang es der ISCYRA, binnen nur eines Jahres ihren Status als olympische Klasse zurück zu gewinnen.

Der Deutsche Segler-Verband gratulierte seinem ehemaligen Präsidenten (2001 – 2005) und Vizepräsidenten für Leistungs- und Wettsegeln (1989 – 1992) zu dieser hohen Auszeichnung seines seglerischen Lebenswerks. Mit seiner Detailkenntnis des internationalen Segelsports und seinen Verbindungen rund um den Globus hat er immer wieder für Innovationen gesorgt und wichtige Impulse und Initiativen in den deutschen Segelsport und seinen Heimatverein, dem Kieler Yacht-Club, hinein getragen. Bereits 2007 ist ihm der Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden.

Freizeitsegeln und Inklusion: neue DSV-Ausschüsse

Mit dem Ausschuss Freizeitsegeln möchte der DSV die Belange der Vereine verstärkt in den Fokus rücken, deren Mitglieder zum überwiegenden Teil Seglerinnen und Segler sind, die neben Beruf und Familie aufs Wasser gehen oder ihren Urlaub auf dem Boot verbringen, die auch mal eine Regatta segeln, aber eben nicht ranglistenorientiert, die einfach nur Spaß haben wollen oder Erholung suchen.

Unter der Leitung von Obmann Dr. Jens Tusche (SC Dresden-Wachwitz) werden die ehrenamtlichen Ausschussmitglieder unter anderem Ideen entwickeln, wie junge Erwachsene im Verein gehalten und potenzielle Wiedereinsteiger nach einem Ausstieg wegen Familien- und Karriereplanung erneut begeistert werden können. Diese Vorschläge dienen dann dem DSV-Präsidium als Diskussions- und Abstimmungsgrundlage für weiterreichende Entscheidungen.

Inklusives Segeln im Deutschen Segler-Verband – Wassersport für alle. Der DSV ist überzeugt, dass kaum eine andere Sportart ein größeres Inklusionspotenzial hat als das Segeln. Und jeder Mensch soll mitsegeln können, mit und ohne Handicap. Unter der Leitung von Obmann Lutz-Christian Schröder (Plauer Hai-Live) wird der Ausschuss Inklusion praxisorientierte Vorschläge zu konkreten Fragestellungen erarbeiten und dem Präsidium als Entscheidungshilfe zur Verfügung stellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Vereine inklusives Segeln in ihrem individuellen Rahmen umsetzen können.

NRV gewinnt „Das Grüne Band” 2020

Jedes Jahr zeichnen Commerzbank und DOSB gemeinsam 50 Vereine für ihre vorbildliche Talentförderung aus. Damit belohnen sie konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport – egal, wie groß der Verein oder wie populär die Sportart ist. Die Bewertungskriterien ergeben sich aus dem Nachwuchsleistungssportkonzept 2020 des DOSB und schließen auch die Zusammenarbeit mit Schulen, Landessportbünden oder Spitzenverbänden ein.

„Gerade in diesen Zeiten, in denen der Breiten- und Leistungssport coronabedingt derartige Einschränkungen hinnehmen muss, möchten wir als Commerzbank mit dem mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis `Das Grüne Band´ wieder unseren Beitrag leisten. Die Bewerbungsfrist dieses Jahr um zwei Monate zu verlängern, war das richtige Signal. Seit 34 Jahren verfolgen wir, wie viel sich an der Vereinsbasis in Sachen Nachwuchsarbeit entwickelt. Wir sind begeistert von den vielfältigen Sportarten und Disziplinen, den unterschiedlichen Vereinsstrukturen und den zahlreichen Regionen, aus denen die Bewerbungen kommen“, betont Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank und Jurymitglied.

Die Jury bilden 2020: Veronika Rücker (DOSB-Vorstandsvorsitzende), Elvira Menzer-Haasis (Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg), Uwe Hellmann (Leiter Brand Management der Commerzbank), Uschi Schmitz (DOSB-Vizepräsidentin Leistungssport) und Antidopingexpertin Meike Evers-Rölver.

Ein großer Teil der 2020 prämierten Vereine können zudem in diesem Jahr hoffen, für den „Deutschen Engagementpreis“ ausgewählt zu werden oder den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises zu gewinnen.

In den vergangenen fünf Jahren wurden folgende Segelvereine ausgezeichnet:

  • 2019:   Verein Seglerhaus am Wannse & Mühlenberger Segel-Club
  • 2018:   Yacht-Club Radolfzell
  • 2017:   Yachtclub Berlin-Grünau
  • 2016:   Berliner Yacht-Club
  • 2015:   Lübecker Yacht-Club

SAP-App: Echtzeit-Analysen für jedermann

Sail Insight kann nun bei Tausenden von Regatten und Trainingsrennen rund um die Welt genutzt werden und kommt somit unterschiedlichen Zielgruppen im Segeln und dem gesamten Segelsport zugute. Segelclubs und Rennveranstalter können ihre eigenen Rennen anlegen und Livetracking für Teams, Teilnehmer und Fans bieten. Segler können in Echtzeit auf Ranglisten und Daten zur Rennleistung zugreifen. Trainer können ihre Tipps und Anweisungen auf Trainings- und aktuelle Rennanalysen stützen. Fans können Segler und Teams bei Rennen auf ihren eigenen Mobilgeräten verfolgen.

Die mobile Anwendung Sail Insight ist im Jahr 2020 kostenlos verfügbar. Mit der kostenlosen Version der App können Nutzer alle Funktionen testen, ein Seglerprofil erstellen, an Regatten teilnehmen, eigene Daten verfolgen, Ergebnisse weitergeben und Einladungen in sozialen Medien verschicken. 2021 soll die App sowohl als kostenlose Version als auch über ein Abonnement mit zusätzlichen Funktionen bereitgestellt werden.

Die App nutzt die Software SAP Sailing Analytics, die weltweit größte und leistungsfähigste Datenbank für den Segelsport. Mithilfe von Cloud- und In-Memory-Technologie verarbeitet sie GPS-Daten und Windmessungen in Echtzeit und sorgt damit für mehr Transparenz. Mit Sail Insight stellt SAP zusammen mit SYRF die Funktionen von SAP Sailing Analytics der Segelgemeinde zur Verfügung.

Die App bietet verschiedene Analyse-Features für Training und Regatten. Fotos: SAP

„Seit 2011 ist SAP Partner und Vorreiter für Innovationen im Segelsport und entwickelt Lösungen, die die Leistung für Segler, Teams und Rennveranstalter verbessern. Gleichzeitig tragen wir dazu bei, das Interesse und die Beteiligung von Fans zu steigern“, sagte Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied von SAP. „Die neue App nutzt die Leistungsfähigkeit unserer Datenbank für Segelanalysen. Mitglieder der Segelgemeinde haben damit die Möglichkeit, auf Daten und Informationen zuzugreifen, um ihre Leistung und das Renn- und Veranstaltungserlebnis zu verbessern.“

Auch über professionelle Einheitsklassen-Regatten hinaus versorgt die App Segler, Trainer, Clubs und Fans mit Live-Daten und -Analysen, indem sie auch andere Formen des Segelns wie Rennen mit großen Yachten, Performance Cruisern sowie Clubregatten einschließt. Nutzer können erstmals auf aktuelle Platzierungen von klassenübergreifenden Regatten zugreifen und erhalten in Echtzeit Prognosen von Wertungen. Wenn Clubs, Segler oder Trainer in der Anwendung Rennen einrichten, können sie anderen Teilnehmern und Fans einen Link bereitstellen, über den sie das Segelgeschehen verfolgen können.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit SAP den Segelsport weltweit weiter zu fördern“, sagte Larry Rosenfeld, Technischer Direktor bei SYRF. „Die Technologie und Funktionen, die SAP beisteuert, sind einzigartig. Vereint mit unserer langjährigen Arbeit für den Segelsport glauben wir, dass wir noch schneller Fortschritte machen können, indem wir jetzt die Community einbeziehen und ihr Feedback einholen.“

„reboot“ unterstützt die Wassersport- und Bootsbranche

Die Verlängerung der Partnerschaft mit der boot Düsseldorf ist ein wichtiger Grundstein zur Festigung der europäischen Bootsindustrie. In diesen schwierigen Zeiten wird die boot zum ‚reboot‘ der Industrie einen besonderen Beitrag leisten. Dies gibt der Bootsbranche wieder die Chance, ihre Innovationen und technischen Weiterentwicklungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Wir freuen uns sehr über die weitere Zusammenarbeit mit Petros und seinem Team“, sagt Philip Easthill, Generalsekretär der European Boating Industry. 

Die Partnerschaft zwischen EBI und der boot Düsseldorf beinhaltet das jährliche Breakfast-Meeting der Branche auf der Messe sowie eine umfassende inhaltliche, fachspezifische Beratung. Darüber hinaus unterstützt der Verband bei der Vermittlung wichtiger Kontakte zur Industrie und der europäischen Politik. 

„Die weitere Zusammenarbeit mit EBI ist für die boot Düsseldorf ein Garant für ihren internationalen Erfolg. Mit ihr halten wir auch zwischen den Messen vor Ort in Düsseldorf guten Kontakt mit der Industrie und bleiben immer am Ball, was aktuelle Themen und Fragestellungen betrifft“, erläutert Michelidakis.

Die boot geht mit der Partnerschaft auch eine strategische Zusammenarbeit ein. Das Ziel der Kooperation ist es, auch zukünftig das Wachstum und die Bedürfnisse der Wassersport-Industrie in Europa immer im Blick zu haben und damit zu sichern. 

Das „International Breakfast Meeting“ (IBM) am 26. Januar, anlässlich der boot 2021, ist dabei ein wichtiger Meilenstein. Hier werden sich Vertreter der Hersteller, der EU-Institutionen, der Medien und Fachbesucher zu einem intensiven Dialog über die kommende Wassersportsaison zusammenfinden.

„Die boot Düsseldorf ist seit vielen Jahren ein veritabler Unterstützer und wir sind sehr stolz darauf, uns Partner der boot nennen zu dürfen“, erklärt Easthill und Michelidakis ergänzt: „in dieser speziellen Situation ist die enge Kooperation mit dem europäischen Verband extrem wichtig. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Grenzen zu überwinden und der Wassersport-Branche den richtigen Aufwind zu verschaffen.“

Der EBI ist der europäische Dachverband der Boots- und Wassersportbranche. In ihm sind Verbände aus neun europäischen Staaten vereinigt. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des EBI bietet die Website https://www.europeanboatingindustry.eu/

Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA e.V.): Einreise für Messebesucher und Aussteller ist möglich

Der Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA e.V.) weist darauf hin, dass die Einreise nach Deutschland für Messeteilnehmer grundsätzlich möglich ist. Für Einreisende aus EU-Mitgliedsstaaten und aus Ländern, die auf der Positivliste stehen, bestehen keine Reisebeschränkungen. Aus allen anderen Ländern können Messeteilnehmer ebenfalls einreisen, da sie als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund angesehen werden. Messeteilnehmer aus diesen Ländern müssen bei der Einreise nach Deutschland ihre Teilnahme an der Messe nachweisen. Mitarbeiter von ausstellenden Unternehmen müssen eine Bestätigung des Messeveranstalters über ihre Messeteilnahme vorlegen. Messebesucher müssen ihre Eintrittskarte zur Messe und zusätzlich eine Terminvereinbarung für einen Geschäftstermin mit mindestens einem Aussteller vor Ort auf der Messe vorlegen. Aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen für Aussteller und Besucher aus Europa und aus Übersee nach Deutschland gibt es auf dem Portal https://www.auma.de/de/ausstellen/recht/einreisebestimmungen (Quelle: AUMA e.V.).

Über die boot Düsseldorf

Die boot Düsseldorf präsentiert vom 23. bis 31. Januar 2021 Yachten, Boote, Boards und Tauchausrüstung sowie Wassersportdestinationen und Charterunternehmen in den Hallen 1 bis 17 des Düsseldorfer Messe. Aktionen wie die Welle „THE WAVE“, der 65 Meter lange Flatwater Pool auf dem der neue Trendsport „Wing-Surfen“ eine der Attraktionen ist, der neu gebaute Tauchturm mit Rund-Um-Sicht oder die beliebte Kanu-Strecke laden auch im kommenden Jahr zum Mitmachen – diesmal mit sicherem  Abstand – ein.

Hanse: 85 Prozent mehr Aufträge

Die HanseYachts AG erfreut sich derzeit einer hohen Nachfrage nach Booten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 verzeichnete der zweitgrößte Segelyacht-Hersteller der Welt einen Auftragseingang in Höhe von 62,0 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 33,6 Mio. Euro entspricht dies einer Steigerung um rund 85 Prozent. Im Zeitraum Juli bis September 2020 wurden 264 Boote der Hanse Group geordert gegenüber 158 im ersten Quartal 2019/20. Dieser Trend zieht sich durch alle Marken des Konzerns und enthält auch mehr als 50 Motorboote, ein Segment, welches im vergangenen Geschäftsjahr temporär leicht unter Druck geraten war.

„Sicherlich sind in diesen Zahlen einige Kunden erfasst, deren Kauf nur nachgeholt wurde, weil sie während des Lockdowns gar nicht kaufen konnten, wir stellen jedoch auch eine deutliche Zunahme von Neu- und Erstkunden fest. Immer mehr Kunden realisieren, dass ein eigenes Boot ein absolut sicherer Platz ist, um mit der ganzen Familie einen luxuriösen Urlaub zu verbringen. Ähnlich wie der Campingbranche beschert die COVID-19-Pandemie auch der Bootsindustrie einen Nachfrageschub. Ausgefallene Kreuzfahrten und Fernreisen lassen unseren Kunden derzeit mehr Geld für schönere Schiffe im Portemonnaie. Wir müssen jetzt lediglich noch die letzten negativen Folgen der ersten Lockdown-Phase verarbeiten“, so Dr. Jens Gerhardt, CEO der HanseYachts AG.

Die HanseYachts AG hatte bis vor kurzem mit den Lockdown-Folgen zu kämpfen. Zum Zeitpunkt Ende März hatte das Unternehmen den höchsten Q1 Auftragsbestand der Firmengeschichte berichtet, dadurch konnte bis heute, anders als bei anderen großen Werften, stets produziert werden. Die Lockdown-Phase der Pandemie hatte jedoch auch diverse negative Effekte: Von März bis Mai 2020, als die Häfen geschlossen wurden, waren die Vertriebskanäle der HanseYachts nicht in der Lage zu verkaufen. Dieses Auftragsloch führte im Sommer zu zwei Monaten Kurzarbeit bei der HanseYachts AG. Zudem fehlten von März bis September immer wieder Mitarbeiter und Teile wegen geschlossener Grenzen und Quarantänen. Dies führte auch zu verspäteten Auslieferungen und erhöhten Kosten.

Die Folge war ein um 7,1 Mio. Euro reduziertes negatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr 2019/20. Zur Überwindung dieser Folgen wurde erfolgreich, besonders mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, aber auch Frankreich und Polen sowie den Hausbanken verhandelt und ein Rettungsschirm aufgespannt, mit der Möglichkeit Kredite im Volumen von bis zu 17 Mio. Euro in Anspruch zu nehmen.

Zudem führte die vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie durchgeführte Überprüfung der Werthaltigkeit des Vermögensportfolios – wie am 29.09.2020 gemeldet – zu einer Wertminderung des in der Bilanz der HanseYachts AG zum 30. Juni 2020 ausgewiesenen Beteiligungsbuchwerts um 13,9 Mio. Euro sowie in der Konzernbilanz zu einer Wertminderung des im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten Firmenwertes (Goodwill) um 11,7 Mio. Euro. Die Wertminderung belastete das Ergebnis im Einzel- und Konzernabschluss, führte aber nicht zu Liquiditätsabflüssen. Im Zuge der Pandemie wurde der Abzinsungsfaktor WACC zur Bewertung des Konzernportfolios an Tochterunternehmen stark heraufgesetzt und gleichzeitig verminderten sich die erwarteten Erträge leicht. Zur Heilung des Verlustes in Höhe der Hälfte des Grundkapitals und Stärkung der Eigenkapitalsituation beabsichtigt der Vorstand nach Zustimmung des Aufsichtsrats, eine Sachkapitalerhöhung gegen Einlage von Zahlungsansprüchen aus Darlehen der Aurelius- Gruppe sowie eine kompensierende Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht der übrigen Aktionäre jeweils aus dem genehmigten Kapital durchzuführen.

„Wir wissen derzeit alle noch nicht, wie es mit der Pandemie weitergehen wird. Wenn wir jedoch so wie heute weiterarbeiten dürfen, dann wird die HanseYachts AG gestärkt aus der Krise hervorgehen. Wir konnten dann alte Kredite mit verschieden hohen Zinsen in Aktien wandeln und werden stattdessen neue mit aktuellem Zinssatz bedienen dürfen. Wir werden die Ärmel hochkrempeln und an deren Tilgung arbeiten, so dass die Bürgschaften zeitig zurückgegeben werden können“, so Dr. Gerhardt.