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Messe: Vorschau auf die Interboot

Friedrichshafen – Kurz und prägnant lässt sich die diesjährige Special
Edition der Interboot auf den Punkt bringen: Der Claim „Mit Abstand
einmalig“ macht deutlich, dass Messen genügend Raum für eine
Corona- konforme Veranstaltungsdurchführung bieten können. Als
eine der ersten großen Wassersportmessen in Europa geht die
Interboot von Samstag, 19. bis Sonntag, 27. September 2020 in
Friedrichshafen mit einem ehrgeizigen Ziel an den Start: „Wir möchten
der Wassersportbranche neun Tage lang eine Plattform bieten, die ein
sicheres Einkaufserlebnis, eine ansprechende Produktauswahl und viel
wertvolles Fachwissen für die Wassersportler bietet“, betont Klaus
Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. Die
Messemacher am Bodensee ermöglichen in Corona-Zeiten in ihren
Hallen genügend Raum für Aussteller und Besucher. Tickets sind
ausschließlich online erhältlich. Ein detailliertes und umfassendes
Sicherheits- und Hygienekonzept wird den hohen Anforderungen in
Pandemiezeiten gerecht.

Mit rund 200 Ausstellern rechnet das Messeteam derzeit, insgesamt sechs
Messehallen werden dafür geöffnet sein. Das Produktspektrum reicht von
Segel- und Motorbooten, über alle Kategorien von Boards bis hin zu den
Angeboten des Elektronik-, Zubehör- und Bekleidungsmarkts. Das Beach
Kino in Halle A5 bringt Filme rund um das kühle Nass auf die Leinwand.
„Wir bieten dann umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten im aktuell größten
Wassersport-Shopping-Center im Herzen Europas“, stellt Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß fest.

Die Interboot Special Edition präsentiert sich marktgerecht in diesen
Pandemie-Zeiten. Die Messe hat sich mit ihrem komprimierten Angebot an
die Herausforderungen angepasst und den Fokus auf eine klassische
Produktschau sowie auf die Vermittlung von Fachwissen für den
Wassersportler gelegt. Für Dirk Kreidenweiß ist klar, dass „in besonderen
Zeiten auch besondere Zeichen gesetzt werden müssen. Das Thema
Sicherheit steht für uns eindeutig im Vordergrund. Wir schaffen gute
Voraussetzungen für eine Messe, die unter besonderen Bedingungen
stattfindet, sind hochmotiviert und stellen uns den ungewöhnlichen
Herausforderungen.“

Umfangreiche Gesundheits- und Hygienemaßnahmen wie zum Beispiel die
Vorgabe zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, erhöhte
Reinigungsintervalle von Türgriffen, Handläufen und Sanitäranlagen sowie
Glas- und Plexiglasscheiben im Info-, Garderoben- und Kassenbereich
gewährleisten Ausstellern und Besuchern eine sichere Veranstaltung. „Bei
der Hallenaufplanung achten wir auf breitere Gänge sowie ein
ausgeklügeltes Wegeleitsystem und Abstandsmarkierungen auf dem
Boden“, erklärt Dirk Kreidenweiß. Clemens Meichle, Geschäftsführer von Ultramarin, blickt erwartungsvoll auf die Veranstaltung: „Nach der besonderen Saison 2020 freuen wir uns auf viele Wassersportler in den Messehallen. Von der Ausrüstung über die passende Bekleidung bis hin zu Segel- und Motorbooten von Bavaria und Bente präsentieren wir die gesamte Bandbreite.“ Auch Hans Roelants, General Manager Sea Ray Boats EMEA, ist optimistisch gestimmt: “Wir sind sehr froh, dass die Interboot 2020 stattfinden kann. Insgesamt 15 Boote werden an unserem Stand zu sehen sein. Wir zeigen damit unser Vertrauen in die Interboot.“

Die Interboot präsentiert von Samstag, 19. bis Sonntag, 27. September 2020
täglich von 10 bis 18 Uhr die Welt des Wassersports. Tagesdatierte Tickets
sind ausschließlich online erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de

Über Kiel nach Tokio

2015 und 2016 konnte Kohlhoff mit Caro Werner (Kieler Yacht-Club) Kieler-Woche-Siege hamstern und möchte im „vorolympischen“ Jahr einen draufsetzen. Doch die Konkurrenz im Feld des foilenden Zweihand-Katamarans mit Doppeltrapez ist weltmeisterlich. So sind die amtierenden Weltmeister aus Großbritannien John Gimson/Anna Burnet und die Goldmedaillengewinner aus Brasilien Santiago Lange/Cecilia Carranza Saroli (Wildcard) gemeldet. Diese beiden Duos sind nicht die einzigen Topcrews im Kieler-Woche-Feld. Dazu stoßen die Franzosen Quentin Delapierre/Manon Audinet (WM-4.), das italienische Duo Vittorio Bissaro/Maelle Frascari (Olympia- und WM-5.), die spanische Mixed-Crew Tara Pacheco/Florian Trittel (WM-6.), die WM-Achten Lin Cenholt/Christian Peter Lübeck aus Dänemark, die WM-Neunten Sinem Kurtbay/Akseli Keskinen aus Finnland sowie die Kieler-Woche-Titelverteidiger und Olympia-Dritten Thomas Zach/Barbara Mats (Österreich), die allesamt einiges daran setzen dürften, der deutschen Nachwuchscrew einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Die Titelverteidiger im Nacra 17: Thomas Zach/Barbara Mats (Österreich).

Aber Angst vor großen Namen kennt der 26-jährige Sportsoldat, der 2016 der Jüngste im deutschen Olympiateam war, nicht. Mit seiner neuen Vorschoterin Alica Stuhlemmer sicherte er zum Ende des vergangenen Jahres mit Rang zwölf bei der WM in Neuseeland den deutschen Nationenplatz für die Spiele und nimmt nun seinen zweiten olympischen Anlauf. Neun Punkte hat das Kieler Mixedteam dank des 12. Platz auf dem nationalen Qualifikationskonto. Mit der Kieler Woche und der EM vom 28. September bis 4. Oktober auf dem Attersee in Österreich wird die innerdeutsche Qualifikation fortgeführt. Dann steht fest, wer die deutschen Farben im Nacra17 vertritt. Doch es scheint nur eine Formalie zu sein, denn zurzeit zeichnet sich keine deutsche Konkurrenz ab.

Nun liegt das Heimatrevier Kiel auf dem Weg nach Tokio. „Es ist ein hochkarätiges Feld am Start und eine erste wichtige Standortbestimmung nach einer langen Pause. Das gilt wegen der Pandemie ja für alle“, so Kohlhoff. Es sei schön, den ersten Härtetest auf der Kieler Förde zu erleben. „Wir fühlen uns in unserer Bucht immer besonders wohl und haben ja in den vergangenen Jahren auch fast immer Topleistungen abrufen können“, so der Steuermann, der zusammen mit Vorschoterin Alica Stuhlemmer seit Mitte April in Kiel trainiert und das auch bis zur Kieler Woche fortsetzen wird. Sie würden nichts dem Zufall überlassen. Bei diesem WM-würdigen Klassefeld in Kiel sei vieles möglich, ein Platz auf dem Treppchen das Ziel. Und damit wäre das Olympiaticket sicherlich schon in Kiel gesichert. (hel)

F18 ermitteln Meister vor Travemünde

Auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Seebadeanstalt von Travemünde, dem Mövenstein, sind alle Vorkehrungen getroffen worden, um die Regatta nach Corona-Regeln durchführen zu können. So werden den Teilnehmern feste Liegeplätze für ihre Boote zugewiesen, eine Steuerleutebesprechung findet eben so wenig statt wie eine Preisverteilung. Der Fokus liegt auf dem Sport.

Das Konzept hat die Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar aus Dänemark, Österreich und Finnland überzeugt. Insgesamt werden rund 50 Boote mit fast 100 Seglern erwartet. Während es für Akteure der Musto Skiffs, 14-Footer und Topcats darum geht, mal wieder in den Regattamodus hineinzufinden, steht für die F18-Katamrane gleich der Saisonhöhepunkt auf dem Plan. Ursprünglich war ihr deutscher Titelkampf für die Travemünder Woche geplant. Nach dem Corona-bedingten Ausfall der Segelwoche ist die Klasse dem Revier treu geblieben und hat die Internationale Deutsche Bestenermittlung (IDB) auf die Mövensteinregatta verschoben.

Zur IDB wird ein Top-Feld erwartet. 23 Duos haben gemeldet, darunter zwei aus Österreich und jeweils eine Mannschaft aus Dänemark und Finnland. Spannende Wettfahrten sind programmiert: Während die Segler des Lübecker YC, die mit acht Katamaranen die größte Flotte stellen, ihre Revierkenntnisse in die Waagschale werfen können, kommt auch höchste internationale Erfahrung an die Lübecker Bucht. Eckart Kaphengst aus Kiel segelte 1984 bei den Olympischen Spielen von Los Angeles im Tornado, die Brüder Helge und Christian Sach wurden 2006 im Formula 18 Weltmeister, und der Finne Mikko Räisänen gilt im eigenen Land als nationaler F18-Guru. Für jugendlichen Druck auf die etablierten Crews wird Jesse Lindstädt sorgen. Der Hamburger wurde im vergangenen Jahr Vize-Weltmeister im Nacra15 und hat nun auf dem F18 im Team mit seinem Vater Sven die Pinne übernommen.

Die F18-Katamarane haben zehn Wettfahrten geplant und gehen am Freitag um 14 Uhr zum ersten Rennen an den Start. Die weiteren Klassen folgen ab Samstag um 11.30 Uhr. Für sie stehen acht Wettfahrten im Programm. Letzte Startmöglichkeit ist am Sonntag um 14 Uhr. Die Wettervorhersage lässt hochsommerliches Wetter erwarten. Die leichte Brise aus Ost könnte jeweils in den Nachmittagsstunden durch die Thermik angeheizt werden.

Nord Stream Race 2020 fällt aus

Die Gesundheit aller Seglerinnen und Segler, Gäste und Zuschauer, Mitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden und organisierenden Vereine hat für die Organisatoren des Nord Stream Race und ihre Partner Gazprom und Nord Stream AG weiterhin oberste Priorität. Die Entscheidung, das Rennen auf 2021 zu verschieben, wurde dennoch schweren Herzens getroffen. “Gerade in diesen Zeiten wollten wir ein Zeichen für den Sport und den internationalen Zusammenhalt setzen. Wir waren bis zum Schluss hoffnungsvoll und haben deshalb lange an dem Rennen festgehalten. Unter den aktuellen Bedingungen möchten wir jedoch unserer Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten und auch der Gesellschaft gerecht werden”, sagt Alexey Zaytsev, Managing Director der Nord Stream AG, Partner des Nord Stream Race.

Vladimir Liubomirov, Kommodore des ausrichtenden St. Petersburg Yacht Clubs, erläutert die Entscheidung: “Die verbindenden Momente des Zusammentreffens in jedem teilnehmenden Land wurden in den vergangenen Jahren zu einem ganz besonderen Teil der Regatta. Wir waren uns einig, dass die Regatta ohne diese einzigartige und besondere Komponente und ohne die vielen Inshore Races kaum ihrem Anspruch und sportlichem Niveau hätte gerecht werden können.”

Nachdem die Entscheidung für die diesjährige Regatta getroffen wurde, konzentrieren sich die Partner und Organisatoren nun auf die Planung für die 9. Ausgabe der internationalen Langstreckenregatta im Jahr 2021.

AWN erweitert Westen-Wartung

In der Hamburger Filiale von AWN steht die laut eigener Aussage größte Rettungswestenwand Europas. Auf 18 Metern Länge und 3,5 Metern Höhe verteilt hängen dort alle Arten von SECUMAR und AWN Feststoff- und Automatikwesten, die je nach Genre, Einsatzgebieten und Tragfähigkeit geordnet sind. Zudem wird in Text und Bild erklärt, welche Weste für welchen Kunden und Einsatz ratsam ist. Dieses Konzept der Rettungswestenwand soll nun auch auf die anderen acht AWN-Filialen adaptiert werden.

Foto: AWN

Wartungs-Service

Außerdem hat A.W. Niemeyer die nächsten Verträge für den weiteren Ausbau des Rettungswestenwartungsservice unterschrieben. Damit werden nach den Wartungs-Stationen in den AWN-Filialen Kiel und Dormagen nun auch die AWN-Filialen Hamburg und Berlin-Reinickendorf folgen. Mit der Firma Secumar, die übrigens auch die AWN Exklusiv-Rettungswesten herstellen, wurden für die zwei neuen Standorte Wartungsverträge geschlossen und AWN-Mitarbeiter exklusiv geschult und zertifiziert. AWN Geschäftsführer Christoph Steinkuhl sagt zu dem Schritt: “Wir freuen uns darauf, den Kunden von A.W. Niemeyer einen noch schnelleren Service bieten zu können, da wir die Leistung verdoppeln. Mit diesem gesetzten Zeichen halte ich weiter an meinen selbstgesteckten Zielen fest, alle neun AWN-Filialen durch Modernisierung und Interieurdesign in die Zukunft zu führen, Services, Beratung und Kundenzufriedenheit zu verbessern und das Filialnetz auszubauen.” Eröffnet werden die beiden neuen Rettungswesten-Wartungsstationen in diesem Herbst, direkt nach der Saison.

AWN weist darauf hin, dass Wassersportler ihre Westen idealerweise bereits unmittelbar nach der Saison im Herbst/Winter vorbeibringen bzw. schicken, damit es später nicht zu Verspätungen durch Stau bei der Wartung kommt.

www.awn.de

Neel 43: Jubiläumsgeschenk

Zum zehnten Firmen-Geburtstag beschenkt sich die französische Neel-Werft mit einem neuen Trimaran-Modell. Genau genommen wird das Geschenk allerdings etwas verspätet „überreicht“, denn die Jungfernfahrt des Prototyps ist erst für das Frühjahr 2021 geplant und fällt damit nicht mehr ins Jubiläumsjahr. Nichtsdestotrotz freut man sich in La Rochelle, das neue Familienmitglied schon jetzt ausführlich vorstellen zu können. Er wird 42,7 Fuß lang (umgerechnet knapp 13 Meter), soll über eine Spannweite von 7,40 Metern verfügen und eine Am-Wind-Segelfläche von 102 Quadratmetern bieten, aufgeteilt in 59 Quadratmeter fürs Groß und 43 für die Rollgenua.

Regattatauglich

Wie man es mittlerweile von Neel kennt, präsentiert das Team um Barbara und Eric Bruneel wieder einen Dreirümpfer mit einem erstaunlich geräumigen Wohnbereich. Bis vor zehn Jahren zeichneten sich Trimarane vergleichbarer Größe durch beengte Innenräume aus, was daran lag, dass ihre Seitenschwimmer zu schmal waren, um als vollwertige Kajüten zu dienen. Das wiederum führte dazu, dass Salon, Pantry, Schlafkabinen und Nasszellen im Mittelschwimmer untergebracht und ebenfalls komprimiert werden mussten.

Doch dann revolutionierte Neel die Multihull-Szene mit einer bahnbrechenden Idee. Sie verpasste ihren Trimaranen ein breites Brückendeck, das einen wohnlichen Ausbau ermöglichte. Dabei gelang es dem Architektenteam um Marc Lombard, die Performance des Trimarans auf hohem Niveau zu halten.

© Neel-Trimarans

Seit nunmehr einem Jahrzehnt überzeugen Neel Trimarane mit geräumigen Deckshäusern und schnittigen Rümpfen, die beides bieten: Viel Platz und gute Segeleigenschaften. Genau diese Kombination soll auch dem neuen 43-Füßer zum Erfolg verhelfen. Ob die Theorie aufgeht, kann er ab der nächsten Saison beweisen. Auf jeden Fall soll er auch in Regatten vorne mitmischen, das war eine Design-Forderung der Werft, der die Yachtarchitekten mit entsprechend „bissigen“ Rümpfen nachzukommen versuchen.

Über das (inzwischen schon als altbewährt geltende) Brückendeck hinaus hat der Neel 43 einiges an Innovationen zu bieten. Unter anderem wird verstärkt auf Nachhaltigkeit geachtet, d. h., es kommen deutlich mehr recyclebare Werkstoffe zum Einsatz, außerdem werden mehr Materialien aus biologischem Anbau verarbeitet. Und wie üblich setzt man auf die Vakuuminfusionstechnik und Carbon als Verstärkung. Beides spart Material und Gewicht und erhöht gleichzeitig die Stabilität.

© Neel-Trimarans

Fahrtentauglich

Vom Cockpit aus gelangt man über eine kurze Treppe zum Steuerstand. Auf der Skipper-Bank ist Platz für zwei weitere Crewmitglieder ist, die den Rudergänger beim Segelhandling unterstützen können. Sämtliche Fallen und Schoten sind hierhin umgelenkt.

Dank des breiten, stufenlosen Durchgangs vom Cockpit ins Deckshaus und des festen Biminitops erhöht sich der Wohnraum erheblich. Bei geöffneter Salontür entsteht ein beinahe doppelt so großer Wohnbereich, der mit einer Reihe Sitzbänken und zwei geräumigen Esstischen in und außerhalb des Salons bestückt ist. Die Nasszelle, die sich alle Crewmitglieder teilen, liegt an Steuerbord neben dem Eingang, gekocht wird mittschiffs an einer als Längszeile angelegten Pantry, geschlafen sowohl auf Salonebene als auch ein Stockwerk tiefer vorn im Bug und (im Falle, dass Überraschungsgäste kommen) in den beiden Bugspitzen der Seitenschwimmer. Inklusive dieser behelfsmäßigen Einzelkojen und der zum Doppelbett wandelbaren Salonecke bietet der Neel 43 Schlafgelegenheiten für acht Personen.

© Neel-Trimarans

Erfahrungsgemäß besteht eine typische Urlaubscrew aber aus zwei bis vier Personen, was dem Einrichtungsplan eher entspricht. Dann bewohnen zwei Personen die Eignerkabine, die im Deckshaus untergebracht ist, und zwei die Bugkabine. In derartiger Crewstärke können auch Langfahrten unternommen werden, ohne dass sich jemand eingeengt fühlt und ohne dass auf ausreichend Verpflegung, Gepäck und Ausrüstung verzichtet werden muss, denn die Zuladung der Neel 43 wird mit drei Tonnen angegeben.

Technische Daten:

Konstruktion:Marc Lombard Yacht Design Group
LüA:12,90 m
Breite:7,40 m
Tiefgang:1,50 m
Verdrängung:9 t
Wassertank:500 l
Treibstofftank:300 l
Motor:Volvo, 50 PS
Groß, durchgelattet:59 m2
Genua:43 m2
Preis in der Basic-Version:ab 299.800 Euro, exkl. MWST (Einführungspreis für die ersten zehn Schiffe)
Werft:www.neel-trimarans.com

KiWo: Medaillenglanz bei den Laser-Frauen

Die Olympiasiegerin von 2016, viermalige und amtierende Weltmeisterin Marit Bouwmeester aus den Niederlanden trifft auf der Förde auf Annalise Murphy (Irland/Silber) und Anna Marie Rindom (Dänemark/Bronze). 93 Laser-Radial-Seglerin aus der ganzen Welt (30 Nationen) haben zur Kieler Woche gemeldet, nur 60 Starterinnen lässt die maximale Meldezahl zu. Ausnahme gibt es nur per Wildcard für die Top-Ten der Olympischen Spiele und der jüngsten Weltmeisterschaft.

“Bei der Planung der Segelwettbewerbe werden wir keine Kompromisse machen. So werden wir bestehende Obergrenzen bei der Teilnehmerzahl einhalten und zusätzlich die Verordnungen wie Hygienevorschriften und Abstandsregeln erfüllen. Und natürlich schauen wir bei den internationalen Teilnehmern sehr kritisch auf den Status in ihren Herkunftsländern“, so Ramhorst mit dem Blick auf den enormen Andrang.

Und in Kiel kommt es nicht nur zum Stelldichein der Medaillen-Gewinnerinnen von Rio. Dazu gesellen sich zwei weitere Seglerinnen aus den Top-Ten der Olympischen Spiele und die gesamten Top-13 der jüngsten Weltmeisterschaft in Australien. Mehr Qualität war in der seit 2008 olympischen Frauen-Segeldisziplin in Kiel noch nie am Start.

Die Kieler-Woche-Titelverteidigerin und Olympia- sowie WM-6., Josefin Olsson aus Schweden, ist eine von fünf ehemaligen Kieler-Woche-Siegerinnen, die die erste Chance nach dem weltweiten Corona-Lockdown zu einer hochkarätigen Regatta nutzen.

Svenja Weger hat den deutschen Nationenplatz im Laser Radial für Tokio bereits gesichert. Foto: www.segel-bilder.de

Eine hochkarätige Konkurrenz gibt es nicht für die deutsche Hoffnung Svenja Weger. Die Berlinerin hat für Deutschland das Nationenticket für die Spiele in Japan gesichert und mit Rang 13 bei der WM vor Melbourne (Australien) unterstrichen, dass sie durchaus Top-Ten-Chancen hat. Zudem hat Weger mit Rang 13 acht Punkte auf ihrem nationalen Qualifikationskonto. Ihre innerdeutsche Konkurrenz Hannah Anderssohn (31.), Pauline Liebig (32.), Pia Kuhlmann (37.) und Julia Büsselberg (46.) kamen bei der WM zwar auch in die Goldflotte, konnten aber nicht für die Olympia-Ausscheidung punkten.

Kiel ist die zweite Serie, bevor die Entscheidung, wer die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen vertritt, dann bei der EM vom 9.-16. Oktober in Kalamata (Griechenland) fällt. Dabei werden in der Kieler Woche die Punkte in der nationalen Ausscheidung wie folgt vergeben: 25 Punkte für Platz eins, 22 für Rang zwei, 20 für Bronze danach ab Platz vier 19 bis Platz 20 ein Punkt. Bei der EM werden die Medaillenplätze mit den Punkten 30,25 und 22 höher bewertet.

Die Europameisterin von 2014 Sven Weger feiert übrigens einen Tag vor der Kieler Woche ihren 27. Geburtstag und kann sich das schönste Geburtstagsgeschenk selbst bescheren.

Bernd Ihnken übernimmt Ruder bei Schwern Yachten

Schwern Yachten – mit Jürgen Schwern ist seit über 40 Jahren im Verkauf und Handel von Segelyachten tätig und in der Branche quasi zu einer Institution geworden. Das Fachwissen und die Erfahrungen, auch in direkter Zusammenarbeit als A-Lizenznehmer mit der Dehler-Yachts GmbH, die zur Hanse Yachts AG in Greifswald gehört, sind u. a. die Garanten für ein langjähriges erfolgreiches Geschäftsmodel.

Seit dem 1. Mai 2020, fungierte Bernd Ihnken als Geschäftsführer der Firma Schwern Yachten. Seit dem 1. Juli 2020 hat er nun das Ruder unter der neu firmierten Schwern Yachten GmbH & Co. KG übernommen und steuert gemeinsam mit seiner „Co-Steuerfrau“ Arlene Schuster neue Kurse an.

Die seit rund 30 Jahren bestehende Vertretung mit der Marke Dehler ist ein elementarer Baustein und gilt es weiter auszubauen. „Die Yachten von Dehler sind in unserer Familie und seit meiner Kindheit gegenwärtig. Ich identifiziere mich zu 100 % mit diesen Booten“, berichtet der gelernte Segelmacher und zuletzt Yachtverkäufer.

Aber auch neue Märkte sollen erschlossen werden. Bernd Ihnken und Arlene Schuster haben da einen konkreten Plan. So sollen nun kurzfristig auch Motorboote Platz in der breiten Angebotspalette der Firma finden. „Wir sind da auf einem sehr guten Weg“, äußert sich Frau Schuster zuversichtlich. Der erfahrene Regattasegler und die gelernte Kommunikationswirtin, wollen dem Kunden eine Rundum-Betreuung bieten können. Viel Wert legt das Dreamteam auf ein hohes Maß an Kundenorientierung und deren Zufriedenheit.

So werden Service und After-Sale der nächste große Baustein im Konstrukt der im neuen Glanz schillernden Firma. Neben Reparaturen, Winterlager und Komplettservice-Angeboten, soll gerade der Handel mit Ersatzteilen der angebotenen Marken zu weniger nervenaufreibenden Umständen bei Kunden führen. „Jeder Interessent ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen und sich von uns, durch Zielstrebigkeit und Kompetenz, überzeugen zu lassen. Auch der ausscheidende Jürgen Schwern ist von den Ideen und dem Konzept der beiden überzeugt. „Ich weiß mein Lebenswerk, welches ich 1974 gegründet habe, in sehr guten Händen und mir ist es eine Freude, sie in den kommenden zwei Jahren, mit etwas mehr Abstand, noch weiter zu unterstützen und die schon laufende, positive Entwicklung beobachten zu dürfen“.

Die Firma Schwern Yachten GmbH & Co. KG bekommt somit ein neues, moderneres Gesicht, auf das sich jeder Kunde freuen kann.

Wunderbares Regatta-Wochenende

„Reduziert aufs Segeln“ – unter dieser Überschrift lässt sich das Geschehen von Donnerstagabend bis Sonntagmittag, organisiert vom Lübecker Yacht-Club, zusammenfassen. Mit einem Kleinstteam um LYC-Regattachef Jens Kath und die Wettfahrtleitercrew von Uwe Wenzel hatten die Regattaverantwortlichen die Langstrecke Travemünde-Fehmarn-Travemünde sowie die drei Mittelstreckenrennen in der Lübecker Bucht auf die Beine gestellt. „Das war natürlich ehrgeizig vom Ablauf. Aber es hat gut funktioniert, da wir uns beim Auslegen von Bahnmarken reduziert und feste Seezeichen genutzt haben“, berichtete Jens Kath.

Während die Regatta Rund Fehmarn dabei in ihrer Kurslegung per se definiert war, bedurfte es bei den Seedreiecken etwas Knobelarbeit, um alle Elemente des Segelns zu berücksichtigen. „Die Kurse gingen aber gut auf. Wir hatten schöne Am-Wind- und auch Spinnakerkurse“, so Kath. So gab es viel Lob von den Teilnehmern. Und wenn es dann an einigen Stellen doch etwas hakte, wie beispielsweise bei der Auswertung, da nicht alle Messbriefe der Yachten auf dem aktuellsten Stand waren, dann hatten die Crews dafür Verständnis. Kath: „So ist das eben, wenn das Feintuning noch nicht da ist. Normalerweise wären wir zu dieser Zeit ja schon eingespielt und alle Daten hätten vorgelegen.“ Corona hat aber auch hier ein paar Spuren hinterlassen.

Das gilt insbesondere für das Beiprogramm, das komplett ausfallen musste. So gab es die Steuerleute-Besprechung nur online, gemeinsame Abende im Hafen waren nicht möglich, und auch auf eine launige Siegerehrung mussten die Crews verzichten. Doch die Gelegenheit, endlich wieder in den Wettkampfmodus hochzuschalten, ließ das vergessen. Die Segler von Kiel und Heiligenhafen über Grömitz und Neustadt bis nach Travemünde und Wismar waren froh, dass es mit der Regatta geklappt hat. Neben den Corona-Regeln des LYC hatten einige Teams mit großer Crew ein eigenes Hygienekonzept entwickelt, um absolut sicher zu gehen.

Belohnt wurden die Teilnehmer mit der Wetterpalette von Sonne bis kräftigem Regen und anspruchsvollen Windbedingungen, die in einigen Leichtwindphasen die taktischen Fähigkeiten forderten. Und die Seeleute konnten sich endlich mal wieder den Sehleuten präsentieren, als am Samstag der Zieleinlauf mitten in die Trave gelegt wurde. Findige Internet-User konnten sogar über Travemünder Web-Cams vom heimischen Bildschirm die Ankunft verfolgen.

„Ein wirklich wunderbares Wochenende“, fasste Jens Kath das Geschehen zusammen. „Es gab sogar einige Dankes-Mails.“ Die Resonanz stimmt hoffnungsfroh für die Travemünder Woche 2021, wenn es zum Auftakt die Premiere der Hanse Baltic Challenge geben soll. Die Langstrecke führt dann über 285 Seemeilen in zwei Etappen von Travemünde nach Stralsund, rund Rügen und wieder zurück nach Travemünde.

Siegerliste Travemünder Seeregatten

Rund Fehmarn:

  • ORC 1 / 2: „Adamas“, Jan Peters (SV Heiligenhafen)
  • ORC 3 und Doublehand: „X-Wärts“, Lars Schöppener (Wismarer SV)
  • OSC II: „Na und“, Stefan Meining (SV Herrenwyk)
  • OSC III: „Ohana“, Florian Walden
  • Yardstick DH: „Heureka“, Wolfgang Goeken (Hamburger SC)

Sportliche Seedreiecke:

  • ORC 1 / 2: „Adamas“, Jan Peters (Heiligenhafen)
  • ORC 3: „Patent 4“, Henning Tebbe/Jürgen Klinghardt (Lübecker YC)
  • OSC II: „Pepper and Salt“, Björn Carstensen (SV Heiligenhafen)
  • OSC III: „Minnewitt“, Joakim Hagt (Schwartauer SV)

Kieler Woche segelt auch an Land: German Open Blokart Championship

Das Blokart wurde 1999 von dem Neuseeländer Paul „Guru“ Beckett entwickelt. Basierend auf dem Design herkömmlicher Strandsegler konzipierte Beckett einen kompakten Kart, der einfach zu manövrieren ist, für eine Menge Segelspaß an Land sorgt und überall dort zum Einsatz kommen kann, wo mehr Platz als die Größe eines Tennisplatzes befahrbar ist, so das Internetportal segelreporter.

Auseinandergenommen passen alle Teile des Blokarts in eine Packtasche, die kaum größer ist als ein Golfsack. In der Regel werden Geschwindigkeiten von 25 bis 40 km/h erreicht. Rennsegler sind auch schon mal über 100 km/h schnell. Der Rekord auf einem Salzsee in den USA liegt bei 175 km/h. Ein Blokart wiegt 27 Kilo, passt in jeden Kofferraum und kann mit vier möglichen Rigg-Größen (2 bis 5,5 qm) gesegelt werden.

Zwischen St. Peter Ording und der dänischen Insel Fanö vor Esbjerg gehören die Blokarts an der Nordseeküste zum Strandalltag. Nun wollen die Strandsegler auch Kiel erobern. Gesegelt wird am ersten Samstag und Sonntag der Kieler Woche unterteilt nach Production und Performance sowie nach den Gewichtsklassen Light, Middle, Heavy und Super Heavy. Trophäen werden für die je ersten drei Plätze vergeben. Am Samstagabend steht das übliche Pilots Dinner für die Aktiven auf dem Programm.

Der Repräsentant für Deutschland in der European Blokart Association, Alexander Bruhn, freut sich mit der Kieler Woche Deutschland seinen Sport im europäischen Blokart-Rennkalender zu manifestieren. (hel)

Erfreuen sich großer Beliebtheit: Blokarts. Jetzt erstmals bei der Kieler Woche am Start.
Foto: gel-EBA

Weitere Informationen zur Kieler Woche unter www.kieler-woche.de  Die NoR ist veröffentlicht. Das Meldegeld ist auf 90,- Euro festgesetzt.
http://www.blokart-team-germany.de/public/uploads/Announcement.pdf
http://www.blokart-team-germany.de/public/uploads/BGO_KiWo_NOR.pdf
Eine Vorregistrierung ist ab sofort möglich unter [email protected]. Telefonischer Kontakt: +49 173 2440274

Match Race Germany 2020 abgesagt

Die Veranstalter des Match Race Germany haben entschieden Deutschlands Segel-Grand-Prix in diesem Jahr nicht mehr auszutragen. „Wir haben gekämpft wie die Löwen, alle Optionen immer wieder geprüft, uns mit unseren loyalen Partnern und den Seglern besprochen“, sagt Sport-Direktor Eberhard, „doch in Folge der im Juni noch einmal aktualisierten Infektionsschutz-Verordnung unserer Landesregierung in Baden-Württemberg sehen wir keine verantwortungsvolle Möglichkeit mehr, das Match Race Germany in diesem von der Corona-Pandemie überschatteten Jahr so auszutragen, wie alle Beteiligten es kennen und lieben.“

Das Match Race Germany steht seit seiner Premiere 1997 für ein sportlich hochkarätiges Segelfest mit großem Publikum. Den deutschen Duellsegelklassiker kennzeichnen Weltklassesport zum Anfassen, das gemeinsame Mitfiebern der Fans vom Bodensee-Ufer aus, stimmungsvolle Feste, musikalische Live-Auftritte und außergwöhnliche Partner-Aktionen an Land. „Das alles könnten wir in diesem Jahr im Rahmen der in der Epidemie geltenden Vorschriften nicht wie gewohnt tun“, erklärt Event-Direktor Harald Thierer. Weiter sagte Thierer: „Wir vertagen unseren deutschen Matchrace-Gipfel aus Verantwortung und Respekt für Segler und Zuschauer auf das kommende Jahr und freuen uns sehr darauf, dann wieder ein unvergessliches Segelsport-Ereignis mit unseren Partnern und den Besuchern feiern zu können.“

Die Gründer und Veranstalter vom Match Center Germany haben auf ihrem Kurs die volle Unterstützung von Langenargens Bürgermeister Achim Krafft, von den Mitgliedern des mitausrichtenden Yacht-Club Langenargen und der Crew der traditionsreichen Sponsoren-Familie. Wie weitere befreundete Organisatoren von Top-Regatten der internationalen World Match Racing Tour (WMRT), konzentrieren nun auch die Macher des Match Race Germany ihre Kräfte auf den Neustart im kommenden Jahr.

Das Austragungsdatum für die 23. Edition der führenden deutschen Matchrace-Regatta steht bereits fest: Das Match Race Germany 2021 findet vom 20. bis zum 24. Mai 2021 statt. Das Freie Training ist für die Tage davor angesetzt.

Helly Hansen wird Partner des TOR

Das Ocean Race gilt als das längste und härteste Sportereignis der Welt bezeichnet, wurde 1973 erstmals gesegelt und 2002 das bisher einzige Mal von einer deutschen Yacht, der „Illbruck“, gewonnen. Als Ausstatter diverser Teams ist Helly Hansen schon seit jeher in das Rennen involviert.

„Seit 1973 fordert das Ocean Race das Beste von allen Teilnehmern“, sagt Renn-Direktor Richard Brisius. „Als Segler lieben wir nicht nur den Wettbewerb auf dem Meer, sondern wir arbeiten auch daran, Lösungen zur Wiederherstellung der Gesundheit des Ozeans zu finden. Mit Helly Hansen haben wir einen Partner, der sich gleichermaßen der Leistung und der Führung eines Beitrags zu einem gesünderen Ozean verschrieben hat.“

„Kein anderes Segelrennen der Welt ist so herausfordernd und hart wie das Ocean Race. Es zieht die besten Profis des Sports an, die unter außergewöhnlichen Bedingungen an ihre Grenzen stoßen“, sagte Paul Stoneham, CEO von Helly Hansen. „Helly Hansen ist bestrebt, eng mit Fachleuten zusammenzuarbeiten, um Ausrüstung zu entwickeln, der sie vertrauen können, egal in welchen Bedingungen sie sich befinden. Es ist uns eine Ehre, mit The Ocean Race zusammenzuarbeiten, einem Partner, der Nachhaltigkeit als wahren Kernwert bei der Wiederherstellung der Gesundheit der Ozeane betrachtet.“

Durch den Einsatz der Imoca 60 im nächsten Rennen wird die Messlatte für technische Segelausrüstung noch einmal höher gelegt und anspruchsvolle Bekleidung fordern, die der erhöhten Geschwindigkeit und dem erhöhten Druck standhalten kann. Helly Hansen Jacken liefern mit verbessertem wasserdichtem, atmungsaktivem Helly Tech®-Material und verstaubaren Gesichtsmasken Schutz.

Heute ist Helly Hansens Ægir Offshore-Kollektion das direkte Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit den Ocean Race-Teams im Laufe der Jahre. Die Ægir-Linie wurde zuletzt mit dem MAPFRE-Team im Rennen 2017-18 verfeinert und ist der Höhepunkt von fünf Generationen von Designverbesserungen. Auch das Offshore Team Germany, das 2022/23 nach dann über 20 Jahren erstmals wieder ein deutsches Boot an die Startlinie bringen will, wird durch Helly Hansen unterstützt und segelt mit der Ægir-Linie.