Archiv der Kategorie: sail24.com

Double-Sieger und Atlantik-Bezwinger zur Auswahl

Der NRV Hamburg hat sich im November endgültig zum besten Liga-Verein in Deutschland gekürt. Die Mannschaft machte auf ihrem Heimrevier das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt. Statt Teamwork entschieden bei Boris Herrmann und Arnt Bruhns die Qualitäten, sich ganz auf sich allein verlassen zu können, über den Erfolg. Die beiden Solo-Segler starteten erfolgreich bei der Route du Rhum. Die Atlantik-Segler und der NRV stehen bei der Abstimmung zum Segel des Monats auf www.sail24.com zur Wahl. Die Publikumsabstimmung ist vom 16. bis 23. Dezember freigeschaltet.

NRV Hamburg: Bereits zum vierten Mal in der sechsjährigen Geschichte der Segelbundesliga kürte sich der NRV Hamburg zum Meister. Doch der Mannschaft um Steuermann Tobias Schadewaldt gelang noch mehr. Anfang November wurde sie auch noch Pokal-Sieger – damit schaffte erstmals eine Mannschaft das deutsche Double. Für den Verein war dieser Erfolg der runde Abschluss des Jubiläumsjahres – dem 150-jährigen Bestehen des NRV. (Foto: Oliver Maier)

Boris Herrmann: Der Wahlhamburger Boris Herrmann scheint für sein großes Ziel, die Teilnahme an der Vendee Globe in zwei Jahren, gut gerüstet. Bei seiner Premiere zum Transatlantik-Klassiker Route du Rhum von St. Malo/Frankreich nach Guadeloupe in der Karibik segelte er mit seiner „Malizia“ in der Spitzengruppe mit. Zwischenzeitlich lag er sogar in Führung, wurde schließlich Fünfter unter den 20 Startern der Imoca60-Klasse bei diesem 3500-Seemeilen-Rennen. (Foto: Boris Herrmann Racing)

Arnt Bruhns: Auch für „Iskareen“-Skipper Arnt Bruhns war die Teilnahme an der Route du Rhum eine Premiere – mehr noch: Der Hamburger segelte sein erstes Solo-Rennen. Und das absolvierte er mit Bravour: Eine wohl kalkulierte Route in den Stürmen der ersten Woche sowie lange Stunden am Ruder in der letzten Woche führten den 49-Jährigen auf Platz 17 unter den 53 gestarteten Class40-Yachten. 17 Segler hatten das Rennen gar aufgeben müssen. (Foto: Richard Schmidt)

 

Segler des Monats November




RVS Inshore Cup mit Events in Kiel, Lübeck und Olpenitz am Start

Die Termine für den RVS Inshore Cup 2019 stehen fest. In vier Events ermitteln die hiesigen BigBoat-Crews in 2019 ihre Besten. Nach intensiven Konsultationen der Klassenvereinigung RVS mit Seglern und Veranstaltern besteht der RVS Inshore Cup 2019 aus den folgenden Regatten:

Round 1: Mai Offshore Regatta, Kiel / Schilksee | 03. – 05. Mai 2019
Round 2: Kieler Woche Seebahn / Kiel-Cup | 22. – 25. Juni 2019
Round 3: IDM Seesegeln / Travemünder Woche | 20. – 23. Juli 2019
Round 4: RVS Saisonfinale, Port Olpenitz | 07. – 08. September 2019

Die Rennserie ist offen für alle nach ORC-vermessenen Yachten, die Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln geht mit Ranglistenfaktor 1,3 in die Jahreswertung ein; ein Streicher ist nicht vorgesehen. Der RVS Inshore Cup verspricht schnelle, adrenalingeladene Up & Down-Wettfahrten sowie neue, kurzweilige Sprint-Formate im Coastal-Bereich.

Inspiriert ist das neue Programm von hochkarätigen Rennserien wie der 52 Super Series im Mittelmeer oder der Fast40+ Serie in Südengland. Beiden gemein: Durch die Verbindung mehrerer Veranstaltungen zu einer Jahreswertung entsteht zwischen den Crews und Veranstaltern Verbindlichkeit. Die Serie wird sportlich aufgewertet, die Ergebnisse über die Saison nachvollziehbar. Die über die RVS-organisierten Segler hatten sich eine Straffung der Saison in dieser Form gewünscht, nun liefert die Klassenvereinigung einen umfangreichen Maßnahmen-Katalog für attraktivere Seeregatten gleich mit.

„Wir gehen mit dem RVS Inshore Cup in die dritte Saison seit unserem Relaunch. Die Idee ist jetzt aber erst vollständig entwickelt, was wir dem aktiven Austausch mit unseren Seglern als auch mit zahlreichen Veranstaltern zu verdanken haben“, sagt RVS-Vorsitzender Bertil Balser.

Die Saison 2019 beginnt in Tradition verpflichtet mit der Mai Offshore Regatta vor Kiel. Darüber hinaus findet sich wenig Althergebrachtes im Kalender für 2019. RVS Bluebook In enger Abstimmung mit dem Kieler Yacht Club wurden sowohl die Regatten auf der Seebahn zur Kieler Woche neu konzipiert, als auch das RVS-Saisonfinale in Port Olpenitz aufgesetzt. Beide Events orientieren sich dabei bereits am neuen RVS Bluebook, welches die Wünsche und Ansprüche von Seeseglern an zeitgemäße Regatten erstmalig zusammenfasst und für Veranstalter einordnet. „Es gibt Regatten, die haben sich entgegen eines eher rückläufigen Trends sehr positiv entwickelt“, sagt der frisch gewählte RVS-Vize Bendix Hügelmann und fügt an: „Das Bluebook fasst all die kleinen Maßnahmen zusammen, welche in der Summe eine attraktive Regatta ausmachen. Es ist unser Angebot an die Veranstalter, gemeinsam das Erlebnis für die Segler zu verbessern.“

Das Regelwerk des RVS Inshore Cups wird für 2019 ebenfalls angepasst. So dürfen Teams zur Saison 2019 wahlweise einen Gast oder einen Jugendlichen bis 16 Jahren unabhängig vom Crewgewicht mit an Bord nehmen, ausgenommen die IDM-See. In Ergänzung zum Inshore Cup arbeitet die KV an Angeboten für die Langstrecken- und Double-Hand Fraktion. „Double-Hand-Segeln erfreut sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit und passt über die Mischung aus Teamsport und Individualisierung sehr gut zum Zeitgeist“, sagt RVS-Vize Bendix Hügelmann. „Wir sehen hier eine große Chance für die Attraktivität des Seesegelns insgesamt und werden in Kürze ein entsprechendes Pilot-Projekt für 2019 vorstellen“, so Hügelmann weiter. Das genaue Regelwerk wird in Kürze über die RVS-Kanäle veröffentlicht.

boot Düsseldorf 2019: Infos zur Sicherheit auf See am Stand des FSR

Die Fachleute für Sicherheit auf See des Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel (FSR) werden am Stand D 36 in Halle 11 anzutreffen sein und über Themen wie Pyrotechnik, Wartung, elektronische Rettungsmittel und Rettungswesten informieren.

Die Neuauflage der Informationsbroschüre „Sicherheit an Bord“ wird zudem zur kostenlosen Mitnahme ausliegen. Sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Segler werden hier auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Dazu gibt es verständliche Erklärungen zu Technologien und der Funktionsweise von Systemen.

Außerdem erwartet die Besucher eine Tombola mit Gewinnen für Boot und Crew. Und alle Mitglieder des ADAC erhalten als „Dankeschön“ für die gute Zusammenarbeit mit dem Automobilclub vom FSR bei Vorlage des Mitgliedsausweises eine zusätzliche Überraschung.

Fünfter AC-Herausforderer am Start

Der Yacht-Club des Titelverteidigers Emirates Team New Zealand (ETNZ), die Royal New Zealand Yacht Squadron, hat bestätigt, dass die zweite Herausforderung aus den USA anerkannt worden ist. Damit wächst die Zahl der Teams, die dem ETNZ den Cup wieder abjagen wollen auf fünf.

Als Challenger of Record fungiert Luna Rossa (Italien), American Magic (USA) und Ineoas Team UK (Großbritannien) hatten sich früh dieser Herausforderung angeschlossen. Zum Ende des Meldeschluss‘ am 30. November gingen acht weitere Bewerbungen ein. Vor einer Woche wurde die Malta Altus Challenge (Malta) anerkannt, jetzt füllt das Stars&Stripes Team das Feld weiter auf. Damit hat der 36. AC bereits die gleiche Größe wie der vergangene Cup. Und das obwohl mit der neuen Bootsklasse, einem neuen Austragungsort (Auckland) viele Hürden auf neue Kampagnen warten.

Mit dem zweiten US-amerikanischen Team gehen erfahrene Match-Racer ins Rennen. Der fast 90 Jahre alte Long Beach Yacht Club ist bekannt für den Congressional Cup, das weltweit erste Match-Race-Event außerhalb des America’s Cups. Geführt wird die Kampagne von Mike Buckley und dem ehemaligen Match-Race-Weltmeister Taylor Canfield. Er gewann viermal den Congressional Cup. Aktuell wird der Mann von den amerikanischen Jungferninseln auf Platz neun der Match-Race-Weltrangliste geführt.

„Unser Name ist eine Anspielung auf Dennis Connors Stars & Stripes-Kampagnen, die den amerikanischen AC seit Jahrzehnten prägen. Wir sind die nächste Generation“, sagte Buckley. Dennis Connor selbst, „Mr. Amrica’s Cup“, soll den Namen abgesegnet haben.

Canfield ist inzwischen damit beschäftigt, seinen Kader zusammenzustellen: „Wir werden bald weitere Details bekanntgeben. Mein professionelles Ziel war immer, am America’s Cup teilzunehmen, und ich bin zuversichtlich, dass wir ab 2021 in Auckland sehr wettbewerbsfähig sein werden.“

Während die Crew noch zusammengestellt wird und 2019 bekanntgegeben werden soll, ist die Organisationsmannschaft schon weitgehend am Start. Teamchef ist Justin Shaffer, ein ehemaliger Baseballer, der als TP52-Segler auch Segel-Erfahrung hat. Er wird von Tod Reynolds unterstützt, der als COO die America’s Cup World Series 2016 in Chicago leitete. Chefin der Rechtsabteilung ist Melinda Erkelens, die bereits an fünf AC-Kampagnen beteiligt war. An der Spitze des Designteams steht JB Braun, in 2013 und 2017 Teil des Oracle Team USA.

Angeblich soll das Stars & Stripes Team USA bereits mit dem Bau seines AC75-Cuppers in Michigan begonnen haben. Dieser Bauprozess wurde durch ein von Emirates Team New Zealand erworbenes Design- und Technologiepaket beschleunigt.

NRV hofft auf den Nord-Titel

Der NDR lässt die Sportler und die Mannschaft der Jahres 2018 in Norddeutschland wählen. Und mit in der Abstimmungsliste steht auch eine Segel-Mannschaft. Der NRV Hamburg gewann Liga-Meisterschaft und Liga-Pokal und kann nun von den Fans bis zum 8. Januar gewählt werden.

In seinem Jahr des 150-jährigen Bestehens legte der NRV Hamburg nicht nur eine Serie von großartigen Veranstaltungen und Regatten hin, er zeigte sich auch auf dem Wasser in bester Laune. Bestes Beispiel war die Mannschaft des NRV in der Segelbundesliga, die in überlegener Manier das gesamte Jahr über agierte und vier der sechs Liga-Events gewann. Der Gesamtsieg in dieser Saison war die logische Folge. In den sechs Jahren der Segelbundesliga heimste der NRV damit bereits viermal den Titel ein.

Damit gab sich die Mannschaft um Chef-Steuermann Tobias Schadewaldt allerdings nicht zufrieden. Auch beim Liga-Pokal setzte sich das Team durch. In einem harten Kampf entschied schließlich ein minimaler Vorsprung zugunsten des NRV. Mit diesem Trophäen-Double steht die Mannschaft zu Recht in der Auswahlliste der besten Mannschaften im Norden.

Die Segler messen sich nun bei der Publikumsabstimmung mit Mannschaften aus den Sportarten Basketball, Beachvolleyball, Boxen, Fußball, Golf, Handball, Hockey, Judo, Tanzen, Volleyball und Wasserball. Die Abstimmung ist freigeschaltet bis zum 8. Januar. Neben der Mannschaft des Jahres werden auch die Einzelsportler des Jahres gewählt. Hier steht allerdings kein Segler in der Auswahlliste.

Abstimmung

ARC 2018: An Bord der Beneteau Oceanis 54

Wie bereiten die Teilnehmer der ARC sich und ihre Boote auf die Atlantiküberquerung vor? Einen Tag vor dem Start der ARC 2018 in Las Palmas hat sich SAIL24 an Bord der Segelyacht des Deutschen Hochseesportverbandes HANSA e.V. (DHH) umgesehen. Skipperin Beate Nielhoff über die technische Vorbereitung des Ausbildungsbootes, Proviant, Ausrüstung, Sicherheitsmaßnahmen und die Organisation der Crew.

Mitmachaktionen auf der boot Düsseldorf 2019

Am 19. Januar 2019 öffnet die größte Wassersportmesse zum 50. Mal ihre Tore: In 16 Messehallen können die Besucher in eine Erlebniswelt rund um das Thema „360° Wassersport erleben“ eintauchen – und sich auch wieder selbst im Surfen, Paddeln und Co. probieren.

Das Dive Center in Halle 3 präsentiert sich im Stil einer pazifischen Tauchbasis. Einsteiger und Fortgeschrittene können hier ein Bühnenprogramm erleben oder im Schnupperbecken selbst abtauchen.

(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Die Beach World in Halle 8a bringt alle Trendsportarten unter ein Dach. Im 1.400 Quadratmeter großen und 65 Meter langen Flachwasserbecken gibt es beim Skimboarden, Kite-Surfen, Stand-Up-Paddling, Wakeboarden, Tow-In Windsurfen oder ganz neuen SUP-Yoga Spaß und Action. Das Mitmachhighlight mit Adrenalingarantie ist die 9 Meter breite und 1,50 Meter hohe Welle „THE WAVE“. Infos zu den Time-Slots der Welle gibt es auf thewave.boot.de. Zum SUP-Yoga, das an beiden Wochenenden stattfindet, kann sich täglich um 10:00 Uhr am Info-Counter der „THE WAVE“ angemeldet werden. Ebenso für die täglichen SUP-Kurse „for Beginners“.

(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Die kleinsten Besucher können sich außerdem auf das boot Kinderland in Halle 12 freuen. Hier gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm inklusive Hüpfburgspaß.

In Halle 13 können die Besucher auf der 90 Meter langen Kanu-Teststrecke paddeln oder im Sportfishing Center neue Wurftechniken und Angel-Equipment am Indoor-Teich ausprobieren.

Wer Wind und Wasser in einem Optimisten erleben möchte, macht sich auf zur boot Sailing School in Halle 14. Am Segelbecken erzeugen Ventilatoren genügend Wind, um die Segler über das Wasser gleiten zu lassen. Aber auch für die Besucher, die gerne im Trockenen bleiben möchten, bietet die Sailing School ein vielfältiges Programm und Aktionen zum Mitmachen. Große und kleine Kapitäne dürfen unter der Woche täglich um 14:15 Uhr vom Beckenrand aus ferngesteuerte Boote mit 1,20 Meter Länge beim RC-Segeln über das Becken lenken. Beim Aufrigg-Contest können sich die Besucher in den ersten Techniken fürs Segeln üben.

(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Ebenfalls interessant für die jüngsten Besucher: Das „Maritime Klassenzimmer“ und der „love your ocean“ Stand in Halle 14. Hier lernen Kinder Dinge rund um den Meeresschutz und können selbst als Forscher aktiv werden.

Zu guter Letzt findet 2019 auch das eSailing seinen Platz auf der boot Düsseldorf. Die Plattform „Virtual Regatta“ bringt Spieler aus der ganzen Welt zusammen und bietet ihnen die Möglichkeit, beim Vendee Globe, der Route du Rhum oder der Kieler Woche die eigenen Fähigkeiten zu testen. Auf der bewährten Plattform können sich die Besucher vor und während der boot in kurzen Rennen qualifizieren. Am 27. Januar treten dann die Erst- und Zweitplatzieren der Qualifikationsrunden zum großen Finale auf der Bühne des Sailing Centers in Halle 15 an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.boot.de/eSailing-auf-der-boot.

 

Brasilianischer Doppelerfolg zur SSL

Überraschend deklassierte dabei die junge Mannschaft Zarif/Trouche den fünfmaligen Olympia-Medaillengewinner Scheidt und kassierte die 40.000 Dollar Preisgeld. Frithjof Kleen (Berlin) ergatterte an der Vorschot von Diego Negri (Italien) als Dritter das Podium.

Zum Abschluss der Vorrunde hatten Zarif/ Trouche noch zwei Aussetzer, doch zum Super-Saturday erwiesen sie sich in jeder Phase als Herren der Situation, agierten mit einem Top-Speed. Schon im Viertelfinale hatten sie die Konkurrenz im Griff und segelten als Sieger der ersten Tageswettfahrt in das Halbfinale. Dort warteten Mark Mendelblatt/Brian Fatih (USA), die zweimaligen Gewinner der SSL, als Zweiter der Vorrunde. Doch Mendelblatt/Fatih konnten den Vorteil, die Kraft durch das Überspringen des Viertelfinals gespart zu haben, nicht nutzen. Sie landeten lediglich auf Platz vier und waren damit raus aus dem Rennen.

An der Spitze des Halbfinals segelten erneut Zarif/Trouche einem weiteren überlegenen Sieg entgegen. Dahinter zeigte die italienisch-deutsche Kombination Diego Negri/Frithjof Kleen eine starke Vorstellung. Vor allem die Intensiv-Arbeit auf den Downwindern von Kleen bescherte ihnen den zweiten Platz.

Diese starke Performance auf dem Vorm-Wind-Kurs hatten Negri/Kleen überhaupt erst in das Semifinale gebracht. Denn im Viertelfinale kassierten sie in guter Position liegend einen Penalty an der ersten Tonne, als sie versuchten Eivind Melleby/Joshua Revkin (Norwegen/USA) zu unterwenden. Die Aktion geriet zu knapp, die Jury verhängte einen Strafkringel. Doch Negri/Kleen kämpften sich wieder an die Spitze heran und schafften den Einzug ins Halbfinale und schließlich in den finalen Showdown.

Dort konnte Titelverteidiger Kleen mit seinem neuen Steuermann Negri nur ganz zu Beginn mit Zarif/Trouche mithalten. Nach zwei schnellen Wenden ging die Flotte auf einen langen Schlag in Richtung Luvtonne, und auf diesem zogen die Brasilianer unwiderstehlich davon.

Zarif/Trouche legten eine komfortable Führung an der ersten Bahnmarke vor, dahinter entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Robert Scheidt/Henry Boening und Negri/Kleen. Der Brasilianer – zunächst in der Verfolgerrolle – schoben sich auf dem Vormwinder heran, setzten die Halse etwas früher und konnten sich bis zum Gate vorbeischieben. Mit einer brasilianischen Doppelführung und Diego Negri/Frithjof Kleen auf Rang drei ging es auf die zweite Runde. Doch die Bedingungen boten danach keine taktischen Optionen mehr. Problemlos konnten die Führenden ihre Position verteidigen, auch dahinter gab es keine Veränderungen mehr.

Mit rund 150 Metern und 33 Sekunden Vorsprung verwiesen Zarif/Trouche ihre Landsleute auf Platz zwei und schrieen die Freude im Ziel mit einem Urschrei heraus. Scheidt/Boening waren sichtlich enttäuscht. Und der deutsche Titelverteidiger? Er lag sich als Dritter mit seinem Steuermann in den Armen. Nach dem Sieg mit Olympiasieger Paul Goodison (Großbritannien) gelang dem deutschen Star-Ass erneut ein Top-Resultat bei diesem Treffen der Superstars des Segelsports.

Am Ende setzte sich der amtierende Star-Weltmeister Jorge Zarif durch, der seinen WM-Vorschoter Guilherme de Almeida nun gegen seinen Kumpel Pedro Trouche eingetauscht hat. „Was für ein großartiger Tag. Ich habe keine Worte. Ich bin einfach nur glücklich. Ich habe Jorge nach seinem WM-Sieg gesagt, dass er zur Star Sailors League kommen und gewinnen wird. Und er hat mich eingeladen mitzukommen“, erklärte ein sichtlich gerührter Pedro Trouche. Und Zarif ergänzte: „Robert Scheidt ist mein größtes Idol. Gegen ihn zu segeln und die anderen großartigen Star-Segler ist eine wahnsinnige Erfahrung. Danke für diese Möglichkeit. Und ich muss auch Pedro danken. Er hat 24 kg abgenommen, um hier dabei zu sein. Er hat viele Entbehrungen auf sich genommen, und er hat es wirklich verdient, nun hier an der Spitze zu stehen.“

Dabei hatten die Sieger an den ersten Tagen noch nicht die Überlegenheit gezeigt, die sie dann zum Finale aufboten. „Wir waren in den vergangenen Tagen nicht wirklich zufrieden mit unserem Speed auf der Kreuz. Also haben wir das Rigg gestern noch mal runtergenommen. Bruno Prada und Augie Diaz haben uns sehr geholfen, alles neu einzustellen. Heute hatten wir ein ganz neues Set-Up, und es hat wirklich gut funktioniert. Die beiden wissen wirklich alles über den Star, und es war großartig sie an der Seite zu haben“, berichtete Zarif von einem arbeitsreichen Vorabend, der sich mit dem Sieg und dem Gewinn von 40.000 Dollar Weihnachtsgeld auszahlte.

Eleva 42: Fast Cruiser aus der Hightech-Schmiede

Die italienische High-Tech-Schmiede Eleva Yachts, die auf der Genua Boatshow ihr Erstlingswerk, die formschöne Eleva Fifty, präsentierte, arbeitet an einem neuen Modell. Um die Familienzugehörigkeit zu unterstreichen, erhält auch die Neue als Namenszusatz die Fußangabe. Erstaunlicherweise nicht auf Italienisch, sondern auf Englisch.

Markenzeichen beider Modelle sind voluminöse, sprich breite Rümpfe mit vollen Vorschiffen, die dank eines markanten Deckssprung in eine flache Heckzone münden. Scharfe Kimmkanten findet man nur im Vorschiffsbereich, im Achterschiff verschmelzen die Chines zu einem weichen U, das hoch über der Wasserlinie schwebt.

Ihre volle Breite hat die Eleva 42 deutlich oberhalb der Wasserlinie, denn ihr Unterwasserschiff (und damit auch die Wasserlinie) ist schmal. Dank dieser Konstruktionsmerkmale bleibt die benetzte Oberfläche klein, sofern keine Krängung vorliegt, was für gute Leichtwindqualitäten spricht. Sobald sich die 42-Fuß-Yacht aber auf die Backe legt, verlängert sich die Wasserlinie spürbar, im Gegenzug ist eine deutliche Leistungssteigerung erwartbar. Ganz, wie es sich für einen Fast Cruiser gehört, der sich in diesem Segment profilieren möchte.

Das Weiß und Braun des Interieurs harmonieren durch Kontraste

Eleva ist ein noch junges Brand, das erst 2013 von der CarbonLine-Initiative ins Leben gerufen wurde. Die Mission dieser Initiative: Segelyachten zu entwickeln und bauen zu lassen, die durch hohe Qualität und gute Geschwindigkeit überzeugen, ohne allzu große Abstriche an den Komfort machen zu müssen.

Eleva-Yachten werden im Vakuum-Infusions-Verfahren unter Verwendung von Carbon gefertigt. Im Standard-Layout der Neuen, deren Stapellauf für 2019 geplant ist, gibt es drei Kabinen und zwei Nasszellen, alternativ wird ein Zwei-Kabinen-Interieur angeboten. Diese Bauausführung wird als Mediterraneo-Version vermarket, ist 700 Kilogramm leichter als ihr Touren-Pendant, hat einen traditionellen Segelplan mit einer größeren Segelfläche und einem Großsegel-Traveller im Cockpit und einen längeren Kiel.

Technische Daten

Konstruktion: Ceccarelli Yacht Design
Lüa: 12,50 m
Breite: 4,10 m
Tiefgang: 2,45 / 2,05 m
Verdrängung: 6,8 t / 7,5 t
Ballast: 2,6 t / 2,8 t
Wassertank: 350 l
Treibstofftank: 220 l
Motor: 40 PS / 50 PS
Segelfläche am Wind: 91 m² / 82 m²
Preis: ab 333.200 Euro, ohne Segel
Werft: www.elevayachts.com

Grüezi Bag: Warme Wolldecke

Die WellhealthBlanket Wool von Grüezi Bag soll sich nicht so kratzig wie andere Wolldecken anfühlen. Charmant und unaufdringlich legt sich die sowohl für die Innen- als auch für die Außenseite verwendete gebürstete Mikrofaser auf die Haut und soll sich sehr sanft anfühlen, sagt der Hersteller. Mit der klimaregulierenden Almwolle-Füllung, die für ein warmes und trockenes Klima sorgt, wird dem Körper Zeit und Raum zur eigenen Regeneration eingeräumt. Almwolle wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Der Körper gibt zu jeder Zeit Feuchtigkeit ab. Wenn sich jedoch zu viel Luftfeuchtigkeit im Schlafsack befindet, friert der Körper, und guter Schlaf ist nicht mehr möglich. Wolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie dosiert – damit keine Verdunstungskälte entsteht – nach außen weiter. Diese Regulierung ermöglicht einen wärmenden oder kühlenden Effekt, um im Schlafsack ein Wohlgefühl zu ermöglichen, das für entspannten Schlaf sorgt. Außerdem wärmt Wolle auch noch in feuchtem Zustand. Die Decke kann auch als Schlafsack zum Einsatz kommen und ist für kalte Nächte an Bord bestimmt auch geeignet.
www.gz-bag.de

AC vermeldet vierten offiziellen Herausforderer

Die Malteser vom Royal Malta Yacht Club (RMYC) bilden damit vorerst ein Herausforderer-Quartett mit dem Challenger of Record Luna Rossa (Italien), American Magic (USA) und INEOS Team UK (Großbritannien). Ein weiterer Herausforderer der acht Kampagnen, die bis zum Meldeschluss ihre Unterlagen abgegeben haben, soll ebenfalls die Voraussetzungen erfüllen. Die anderen Kampagnen sind noch in der Prüfung durch die Royal New Zealand Yacht Squadron, den Ausrichter des 36. America’s Cup. Der Cup beginnt mit dem Prada Cup, der Herausforderer-Serie im Januar/Februar 2021, und gipfelt in den Duellen des America’s Cup im März 2021.

Die Notice of Challenge des (RMYC) war die erste der acht Einsendungen, die innerhalb der Nachmeldefrist bis Ende November beim Royal New Zealand Yacht Squadron eingegangen sind. Sie ist somit die erste, die bearbeitet wurde. Es ist das erste Mal in der 167-jährigen Geschichte des Cups, dass Malta für den AC gemeldet hat. Obwohl nur eine kleine Insel im Mittelmeer, ist Malta doch durch große Regatten bekannt. Das alljährliche Rolex Middle Sea Race zählt zu den Langstreckenklassikern wie Rolex Fastnet Race und Rolex Sydney-Hobart und führt über 600 Seemeilen von und nach Valetta rund um Sizilien herum.

Der Teamchef der Malta Altus Challenge ist der in Malta geborene italienische Geschäftsmann Pasquale Cataldi, Gründer und Geschäftsführer der multinationalen Immobilien- und Entwicklungsgesellschaft Altus. Und Cataldis hat längerfristige Ziele: „Wir wollen drei Ausgaben des America’s Cup mitsegeln. Wenn man ein starkes Team aufbauen möchten, muss man sich auf drei Zyklen einstellen. Ich denke, jeder in dieser Ausgabe ist langfristig daran beteiligt. Wir haben eine neue Klasse, daher ist das Spiel für alle auf einem Niveau, und die Unterschiede sind nicht so groß“, erklärte Cataldi.

Grant Dalton, CEO des Verteidiger Emirates Team New Zealand, sagte: „Wir freuen uns, die Malta Altus Challenge zum 36. America’s Cup begrüßen zu dürfen. Nach Neuseeland sind sie jetzt das kleinste Land, das im AC segeln wird. Wir wissen, wie es ist, ein kleines Team zu sein. Es hat große Chancen, eine der größten Herausforderungen im Sport zu meistern, und wir wünschen ihnen alles Gute.“

Die Malta Altus Challenge will erfahrene AC-Strategen verpflichten, aber auch lokale Talente in den Bereichen Design, Konstruktion und Bootsbau einbinden. „Dies ist eine riesige Chance für unseren Club, um Malta und die in der Schifffahrtsbranche weltweit vorhandenen Fähigkeiten zu fördern”, sagte Godwin Zammit, der Commodore des Royal Malta Yacht Club. „Wir können es kaum erwarten, im Dezember 2020 mit den Rennen zu beginnen.“

Informationen zu den weiteren Bewerbungen sollen in den nächsten Wochen erfolgen.

EUROSAF bringt neue 420er-Serie an den Start

EUROSAF, der kontinentale Verband für den Segelsport in Europa, und die Internationale 420er-Klassenvereinigung, Vertretung einer der größten Jollenklassen, haben den EUROSAF 420 Circuit, eine Regattaserie innerhalb Europas, geschaffen, um das Zweihand-Jollensegeln in Europa zu fördern.

Die Serie 2018/2019 umfasst sechs Veranstaltungen in ganz Europa, beginnend mit der Imperia Winterregatta in Italien, endend mit der Kieler Woche 2019. Die besten Jungen- und Mädchenmannschaften unter 19 Jahren und die beste Mannschaft unter 17 Jahren erhalten Ende Juli 2019 einen zusätzlichen Startplatz bei den 420er-Junioren-Europameisterschaften in Vilagarcia de Arousa in Nordwestspanien.

“Diese Veranstaltung ist eine großartige Gelegenheit für junge Segler aus ganz Europa, sich auf internationaler Ebene zu treffen, auszutauschen und zu konkurrieren. Indem sie ihre Heimatgewässer verlassen, werden sie neue Regattareviere entdecken, neue Freundschaften schließen und ihre Fähigkeiten ausbauen. Durch gute Ergebnisse haben sie die Möglichkeit in Europa Anerkennung zu erlangen. Darüber hinaus erwarten wir für die ausgewählten Regatten eine steigende Beteiligung, insbesondere aus anderen Teilen Europas”, sagt Josep M. Pla, Präsident von EUROSAF.