Kategorie: sail24.com

Die Juli-Ausgabe von segeln

Die Pandemie schränkte uns in vielen Bereichen drastisch ein. Allerdings wirkte sie in anderen Bereichen auch wie ein Katalysator. Ein gutes Beispiel halten Sie jetzt in den Händen. Seit März 2020 entsteht das segeln-Magazin im „Mobile Office“. In meinem Fall an einem Schreibtisch in einem Keller irgendwo in Schleswig-Holstein. Unsere Grafik sitzt in Bayern, unsere Redakteure in Berlin, Hamburg, Flensburg – kurz: verstreut in ganz Deutschland. Wir mussten neue Prozesse etablieren und uns an diese gewöhnen. Mittlerweile haben wir unsere Kommunikation gegenüber der Pre-Pandemie-Zeit sogar noch verbessern können. Als Vollblutsegler begannen wir uns dann natürlich die Frage zu stellen, ob das nicht auch an Bord möglich wäre? Mein Kollege Jan Maas begab sich auf Spurensuche, sprach mit Menschen, die auf ihrem Boot leben, von dort arbeiten. Neudeutsch nennt man sie „Digital Nomads“. Menschen, die ihren Lebensunterhalt auf „Wanderschaft“ bestreiten, weil es die Digitalisierung möglich macht. Wie die Menschen an Bord leben und ihren (Arbeits-)Alltag strukturieren, lesen Sie in dieser Ausgabe. Aber wir lassen auch andere Menschen zu Bord kommen: eine junge Frau, die in der Pandemie auf einem Schoner anheuert und dort zu sich selbst findet, ein junger Mann, der sich seinen Kindheitstraum erfüllt und über den Atlantik segelt. Und wann ziehen Sie aufs Boot?
Ein anderes großes Thema in der Fahrtensegelwelt sind die „Angriffe“ von Orcas in der Straße von Gibraltar. Seit gut einem Jahr berichten Crews, die in diesem Gebiet segeln, von einer Gruppe von Walen, die gezielt Segelyachten angreift und die Ruderanlagen zerstört. Die Fachwelt diskutiert über die Ursachen, die Segler im Internet diskutieren eifrig, wie man sich verhalten sollte. Meine Kollegin Philine Lehmann ging diesem Phänomen nach und sprach mit den betroffenen Seglern und Biologen über die Angriffe. Was sie erfahren hat und zu welchen Schlüssen sie gekommen ist, lesen Sie ab Seite 36.
Und noch etwas Werbung in eigener Sache. Denn uns gibt es jetzt auch als Podcast auf die Ohren. Zusammen mit Philine Lehmann und Carsten Kemmling von segelreporter.com spreche ich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen und Ereignisse in der Segelwelt. Hier können Sie in den Podcast reinhören.

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Das Auf und Ab der Zahlen

Liebe Leserinnen und Leser,

nach einem kalten und nassen Frühling ist er nun endlich da: der Sommer. Und während die Temperaturen herauf- und die Niederschlagsmengen heruntergehen, sinken die täglichen Neuinfektionen und die Inzidenzen weiter. Die Impfquote steigt. Überall macht sich Aufbruchstimmung breit, und die Menschen – mich eingeschlossen – haben vielerorts das Gefühl, die Pandemie endlich hinter sich lassen zu können. Doch eines sollte man dabei nicht vergessen: Schaut man sich die Lage auf der Welt an, wird klar, dass die Pandemie längst nicht vorbei ist. Viele Länder haben schwer zu kämpfen und können die benötigten Impfstoffe nicht in ausreichender Menge beschaffen. In manchen Ländern scheint das Virus erst jetzt anzukommen und bedroht die Funktionalität der Gesundheitssysteme. Umso mehr sollten wir uns klar machen, wie gut es uns im Vergleich zu vielen anderen Ländern geht, und wie privilegiert wir in Deutschland sind.

So können wir zum Beispiel wieder sportlich gegeneinander segeln. Für viele Teilnehmer ist die kommende Warnemünder Woche die erste Regatta seit einer gefühlten Ewigkeit. In Gesprächen mit Seglern und Organisatoren habe ich in letzter Zeit oft erwartungsfrohe Sätze wie „Endlich wieder Regattasegeln!“ gehört. Mir geht es genauso. Endlich wieder zu einer großen Regattawoche reisen und von dort berichten. Deshalb haben wir uns auch für die optimistische Titelzeile „Endlich wieder Regatta!“ entschieden. Lesen in dieser Ausgabe über die in Warnemünde anstehenden Meisterschaften und ihre Favoriten.

Eine weitere positive Entwicklung: Das Thema Inklusion wird im Segelsport zurecht immer größer, und immer mehr Vereine und Verbände engagieren sich. Während unsere Bootstesterin Silke Springer gerade auf der Alster die neue Inklusionsjolle S\V 14 testete , erreichte uns die Nachricht von der Deutschen Segel-Bundesliga, dass es künftig auch eine Inklusions-Liga für Zweiercrews geben werde. Mich freut dieser Trend, denn kaum eine Sportart bietet so viel Potenzial, von Seglern mit und ohne Handicap gemeinsam ausgeübt zu werden.

Genießen Sie den Sommer und bleiben Sie weiterhin gesund!

Nikolas Woeckner

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VDWS führt SUP-Grundschein ein

SUP ist eine Sportart, die Massen begeistert. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Faszination des Stand Up Paddling ist nicht nur mit praktischen Aspekten zu begründen. Vielmehr resultiert sie aus einem gelungenen Mix aus Naturerleben, etwas für sich und seinen Körper tun sowie zusammen mit der ganzen Familie seine Freizeit verbringen zu können. Dabei sind der Vielfältigkeit des Sports keine Grenzen gesetzt. Man kann einfach nur Paddeln, ein effektives Workout betreiben, Yoga auf dem Board ausüben, an Rennen teil-nehmen, Mannschaftssport beim SUP-Polo erleben, in die Welle gehen, im Wildwasser fahren und vieles mehr. SUP ist mit den vorherrschenden “inflatables”, den aufblasbaren Brettern, eine höchst mobile Sportart, die von sportlichen oder weniger sportlichen Menschen gleichermaßen, mit einem Höchstmaß an Spaß, aktivem und naturorientiertem Erleben verbunden ist. Hinzu kommen die im Vergleich zu anderen Wasserfahrzeugen geringen Kosten und der Umstand, dass der Sport innerhalb kürzester Zeit durchzuführen ist.

Aus Sicht des VDWS (Verband Deutscher Wassersport Schulen), des internationalen Ausbildungsverbandes für Wassersport-Lehrer(innen), gibt es allerdings auch einige negative Nebenwirkungen. Fehlende Kenntnisse über Wetter, Strömung und Wind, über Sicherheit und Kleidung, über Ausweichregeln und Verbotszonen oder über Umwelt- und Naturschutz sorgen zunehmend für Diskussionen und Einschränkungen. Hier möchten die VDWS-Schulen gegen-steuern und aufklären.

Mit der Saison 2021 bringt der VDWS nicht nur ein neues “Workbook”, ein Nachschlagewerk für alle SUP Ein- und Aufsteiger auf den Markt, sondern bietet auch erstmals einen Befähigungsnachweis für das Stand Up Paddeln an: den VDWS-SUP-Grundschein. Diese Lizenz trägt einerseits dazu bei den SUP-Schülern eine Legitimation zu verschaffen (Voraussetzung auf manchen Revieren), und stellt andererseits eine Dokumentation der eigenen Ausbildung dar, um sich weltweit Material ausleihen zu können.

Gleichzeit sind die VDWS-Schulen mit dem notwendigen Handwerkszeug ausgestattet, das einen geordneten, naturverträglichen und sicheren Umgang des SUP-Sports ermöglicht. Gerade diese Aspekte geraten mit der Flut der aktuellen SUP-Enthusiasten gerne in Vergessenheit.

30 Jahre Marinepool

Bis heute sind mit Stefan Eberle (54) und Robert Stark (57) immer noch zwei der Firmengründer gemeinsam und mit viel Erfolg bei der Sache. Stefan Eberles Bruder und Firmenmitbegründer Gerhard Eberle konzentriert sich seit 2000 mit eigener Firma ausschließlich auf den Bereich Rettungswesten.

Das inhabergeführte Unternehmen in Martinsried bei München hat in den letzten drei Jahrzehnten alle Tiefen und vor allem Höhen gemeistert. Ob bei der Ausrüstung von Topsegler/-innen in den olympischen Klassen (auch bei den Spielen in Tokio), bei der Vendée Globe (Damien Seguin) und der GC32-Racing Tour oder als Bekleidungspartner der Travemünder Woche und in Cannes – Marinepool dreht ein großes Rad – inzwischen auch im Motorbootbereich (Class One) und als Partner der DLRG.

Die drei aktiven Segler (Dyas, Star, Tempest) begannen das Geschäft mit Bordschuhen, handgenäht in Indonesien. Der erste Container erreichte den Ammersee im Dezember 1991 und wurde noch eigenhändig ausgepackt. Bereits ein Jahr später wurde das Portfolio um das Segment Segelbekleidung (produziert in China) erweitert, 1995 kamen Rettungswesten hinzu, die in Estland gefertigt wurden.

Heute beträgt der Umsatz des Unternehmens 23 Millionen Euro, die Produktionsstandorte liegen in Italien, Portugal, Thailand, Türkei, der Ukraine und in Vietnam. Stark und Eberle beschäftigen rund 200 Mitarbeiter/-innen, und im Katalog sind über 1000 Produkte gelistet. Die Aufgabenteilung der beiden Unternehmer ist klar. Robert Stark ist ein begnadeter Netzwerker und führt die Bereiche Marketing, Markenpflege und Vertrieb, Diplomkaufmann Stefan Eberle zeichnet für die Bereiche Controlling, Finanzen und Logistik verantwortlich. „Unsere Freundschaft hat auch schwierige Zeiten überstanden“, blickt Stark zufrieden zurück – und ebenso zuversichtlich in die Zukunft. Hier warten bereits weitere Herausforderungen: Es gilt, neue Vertriebswege zu erschließen und das Online-Marketing auszubauen.

CrazyChair Clipper: Abhängen an Bord

CrazyChair hat mit seiner Hängematte Clipper und der dazugehörigen Manschette für die Rollfockanlage eine Lösung, um über dem Vordeck zwischen Mast und Vorstag zu schweben. Das Modell Clipper bleibt immer trocken. Dafür soll das UV-resistente Gittergewebe sorgen, welches auch bei heißen Temperaturen gut belüftet und nicht an der Haut kleben bleiben soll. Die Hängematte wiegt 1,5 Kilogramm und ist in seinen Packmaßen so klein, dass sich leiht an Bord ein Stauraum dafür findet. Die spezielle Fockmanschette verteilt den Druck auf eine große Fläche, schadet dem Segel nicht und die Höhe der Matte kann variabel verstellt werden. Das andere Ende der Hängematte wird an einem umgelenkten Fall befestigt. Es wird eine Spannlänge von mindestens 2,5 Metern benötigt.

„Wir haben jahrelange Erfahrung mit Hängematten, wird die Hängematte doch auf den meisten AIDA Kreuzfahrtschiffen und TUI Cruises mit besonderer Beanspruchung eingesetzt“, sagt Joachim Küllenberg, Inhaber von CrazyChair by Pimiento. „Unser Modell Clipper ist vom TÜV auf 150 Kilogramm Belastbarkeit geprüft und besitzt ein EU- und US-Patent.“

Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit liegt der Firma laut eigener Aussage am Herzen. Das Gewebe Batyline lässt sich recyceln und wiederverwenden. Die Produktionsstätten liegen ausschließlich in Deutschland und die dadurch kurzen Lieferwege zu den Kunden helfen, unnötige Transportkosten einzusparen.

Niemeyer eröffnet Pop-Up-Store

Der awn-Pop-Up-Store im Elbeeinkaufszentrum in Hamburg ist eröffnet. Seit April stand das Team von A.W. Niemeyer in den Startlöchern, am 10. Juni war es dann endlich soweit: Die 1.000 qm im Elbe-Einkaufzentrum sind für das Publikum geöffnet – und das ist im Umland der Osdorfer Landstraße bekanntermaßen nicht das Schlechteste. Mit diesem Shop auf Zeit (insgesamt waren inklusive April und Mai sechs Monate geplant) geht das engagierte awn-Team um Geschäftsführer Christoph Steinkuhl direkt auf die Kunden im Revier zu.

„Wir wollen im Markt etwas bewegen, neue Kunden ansprechen und Bestandskunden pflegen“, so Steinkuhl, der dazu sein Netzwerk zu verschiedenen Einkaufszentren nutzt. Eine OceanBay als Eyecatcher im Gang und eine große Auswahl im Store warten ab jetzt auf die Kunden. Von der OceanBay by awn-Flotte mit GFK-Booten und RIBs über Rettungswesten von Secumar und awn sowie Produkten von navyline (Yachticon) bis zu ausgewählter Bekleidung von HellyHansen, Musto und OCEAN pro+ reicht das breite Angebot vor Ort. Dazu können vor Ort alle Produkte des Gesamtsortiments ohne Lieferkosten geordert werden.

awn-Geschäftsführer Christoph Steinkuhl (links) und Eigner Christoph Kroschke bei der Pop-Up-Store-Eröffnung in Hamburg

„A.W. Niemeyer bietet alle Säulen des Verkaufsangebotes, von online über Katalog bis zum Store. Daher ist awn einer unserer wichtigsten Partner. Und hier im Einkaufzentrum wird einmal mehr das persönliche Einkaufserlebnis mit Kompetenz gebündelt“, schwärmte Jörg Aumüller, Deutschland-Chef von HellyHansen bei der Eröffnung. Auch Benjamin Bernhardt schlug in dieselbe Kerbe „Wir haben uns zwar erst vor kurzer Zeit dazu entschlossen, aber dafür auch ganz bewusst. Es ist der Versuch, neue Kunden zu gewinnen. Und in dieser Zeit ohne Messen müssen wir kreativ bleiben“, so der Geschäftsführer von Bernhardt Apparatebau (Secumar).

Auch Mitbewerber Richard Gründl lobte den Versuch des Pop-Ups. Ob es effektiv sei, werde die Zeit zeigen. „Aber mir ist jeder Mitbewerber lieb, der für den Wassersport wirbt. Allemal lieber als Trittbrettfahrer“, so der Geschäftsführer von Gründl Bootsimport.

„Unser Ziel ist es, dem Wassersport neue Kunden zuzuführen. Und dafür haben wir auch gute Partner!“

Christoph Steinkuhl

Hamburg dürfte nicht der einzige Pop-Up-Store bleiben. Schon jetzt sind zwei weitere zumindest angedacht. „Christoph Steinkuhl ist wie Dynamit. Er bewegt ganz viel und bringt frischen Wind in den Markt. Mit ihm haben und werden wir Versäumnisse nachholen. Aber hin und wieder müssen wir ihn im Aufsichtsrat bremsen“, so Christoph Kroschke, Inhaber der Kroschke-Guppe in Ahrensburg, die 2001 awn übernahm und der 90 Prozent des Unternehmens gehören. Zwar mit Maskenpflicht und Desinfektionsmittel, aber mit professionellem Auftritt und ersten Einkaufsemotionen schlägt awn nun neue Wege ein. Die rund 60 Gäste wussten das zu schätzen.

Ansegeln im Camp 24/7

Das Traditionsschiff „Zuversicht“ ist wichtigster Bestandteil des Verein Jugendsegeln e.V. Kiel. Der 115 Jahre alte Zweimaster befindet sich aktuell in der Rathje-Werft in Friedrichsort und bedarf einer umfangreichen Sanierung. Viele Unterstützer*innen haben sich schon bereit erklärt, einem der ältesten noch segelnden Traditionsschiffe zu helfen.

Der Liegeplatz in der Rathje-Werft wird aktuell kostenfrei zur Verfügung gestellt und Schiffsbau-Meister übernehmen die Leitung der Arbeiten. Auch Kiel-Marketing liegt die „Zuversicht“ am Herzen und unterstützt gemeinsam mit dem Segelprojekt Camp 24/7 den gemeinnützigen Verein mit einem Segeltörn für Kinder und Jugendliche des Vereins Jugendsegeln e.V..

„Die Segelsaison beginnt, aber die Kinder und Jugendlichen des Vereins können ihre Zuversicht nur von der Landseite aus bewundern. Hier wollten wir Abhilfe schaffen und haben ein Ansegeln auf unseren Segelkuttern organisiert“, erzählt Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing.

Am Sonntag, 30.05. ging es für die Kinder und Jugendlichen des Vereins vom Segelcamp an der Kiellinie zur „Zuversicht“ in die Rathje-Werft. Die Crew des Camp 24/7 navigierte, gemeinsam mit den Bootsleuten der Jugendsegler*innen, die beiden Segelkutter auf der Förde sicher bis zur Werft in Friedrichsort. In der Rathje-Werft machten sich die Segler*innen selbst ein Bild von den Sanierungsarbeiten der „Zuversicht“ und segelten im Anschluss zurück ins Camp. Dort empfing der Schirmherr der „Zuversicht“ und ehemaliger Landesbischof der Nordkirche Herr Dr. Gerhard Ulrich die Segler*innen und ließ den Tag gemeinsam bei maritimen Spielen und einem Imbiss ausklingen.

„Wir segeln mit Kindern zur Zuversicht! – Ich kann mir kaum eine bessere Botschaft in dieser Zeit vorstellen, die nicht zuletzt den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien so viele Einschränkungen und Belastungen zumutet. Mit Wind in den Segeln Kurs auf die Zuversicht nehmen: Das Ansegeln wird Ermutigung sein: es geht los, es geht weiter. Trotz aller Widrigkeiten gibt es Grund zur Zuversicht. Das gilt auch für den ganzen Verein, der darum kämpft, dass der alte Schoner Zuversicht wieder flott gemacht werden kann, damit wir mit Zuversicht unsere Fahrt fortsetzen können. Ich danke allen, die den Verein unterstützen – heute ganz besonders Kiel-Marketing für die Organisation des Ansegelns“, äußert sich Dr. Gerhard Ulrich. 

Mithilfe des Traditionsschiffs „Zuversicht“ hat der Verein Jugendsegeln e.V. die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland ein Angebot zum Segeln zu machen. Dabei sammeln sie neue Erfahrungen und ihre Persönlichkeit festigt sich im Umgang mit den Mitsegler*innen. Es geht darum, den Heranwachsenden die maritimen Traditionen zu vermitteln und dass sie ein Gespür für eine nachhaltige Entwicklung erhalten. Geleitet wird der Verein durch die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder*innen.

awn eröffnet Pop-Up-Store im Elbe-Einkaufszentrum

Im Pop-up Store im Elbe-Einkaufszentrum in der Osdorfer Landstraße 131-135 in 22609 Hamburg finden Bootsliebhaber und Interessenten die exklusive OceanBay by awn-Flotte aus GFK Booten und RIBs. Außerdem findet sich exklusive Bekleidung von Helly Hansen & OCEAN pro+ und viele weitere Highlights aus dem awn-Sortiment. Kunden können vor Ort auch alle weiteren Artikel des Gesamtsortimentes ohne Lieferkosten bestellen.

Selbstverständlich werden die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten, um die Sicherheit der Kunden und der Mitarbeiter zu gewährleisten. Es gelten die Regelungen des Hamburger Senats. Bis zu 60 Kunden können gleichzeitig shoppen, eine Anmeldung oder ein negativer Corona Test ist nicht notwendig. Lediglich eine Registrierung vor Ort über die Luca App oder schriftlich auf einer Liste ist vorgeschrieben. Wer möchte, kann sich aber auch vor Ort vor der Eingangstür des EEZ in einer Corona-Teststation testen lassen, um sicher und unbeschwert shoppen zu können.

Die Eröffnung und das feierliche Schleifenband-Zerschneiden vom A.W. Niemeyer -CEO Christoph Steinkuhl findet am Donnerstag den 10. Juni um 10.00 Uhr statt. Anlässlich der Eröffnung hat das awn-Team Give Aways, Snacks & Drinks vorbereitet und freut sich auf Gäste und Kunden.

WhisperPower holt Fachmann für Verkauf und Vertrieb

Die WhisperPower GmbH Deutschland wächst weiter. Neuzugang Harald Klingler kann auf eine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Branche zurückblicken. Seit 1988 baute er für namhafte deutsche Werften Vertriebsstrukturen auf und kennt sich im Verkauf bestens aus.

„Diese Erfahrung brauchen wir bei WhisperPower,“ sagt Cord Brandt, Manager der WhisperPower GmbH Deutschland aus Schleswig. „Mit seinem Wissen und seiner Bekanntheit bei Werften und Bootsbauern, werden wir den Service vor Ort beim Kunden spürbar verbessern und unser Netzwerk weiter ausbauen können.“

Harald Klingler wird persönlicher Ansprechpartner in Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark sein. Eines seiner Spezialgebiete innerhalb der WhisperPower GmbH Deutschland ist der Einsatz von Solar. „Dieser Bereich liegt mir besonders am Herzen, benutzen doch bisher nur sehr wenige die kostenlose Sonnenenergie an Bord,“ freut sich Harald Klingler. „Aber als erstes werde ich mein Konzept für das neue Vertriebsnetz umsetzen und mich schnell bei unseren Kunden persönlich vorstellen.“

Nach dem derzeitigen Wegfall aller Messen und Ausstellungen in der Branche plant WhisperPower GmbH Deutschland bereits für die boot 2022 und für die In-Water Boat Show in Neustadt.

boot Düsseldorf: Meldeportal geöffnet

Die Aussteller-Anmeldungen für die boot Düsseldorf sind gestartet. Ab sofort können sich interessierte Neu-Aussteller und alle langjährigen Freunde der Wassersportmesse für die Veranstaltung vom 22. bis 30. Januar 2022 unter dem Link https://www.boot.de/de/Aussteller/Aussteller_werden/Online_Anmeldung anmelden.

Den Ausstellern steht das bewährte Team um boot Chef Petros Michelidakis mit Rat und Tat zur Seite. Für die Angebotsbereiche Motorboote, Segelboote und Superyachtindustrie ist Arne von Heimendahl ([email protected]) der Ansprechpartner. Für Tauchen, Trendsport und Tourismus steht Viktoria Marx ([email protected]) zur Verfügung. Fragen rund um den Bereich technische Ausrüstung und Zubehör beantwortet Lena Beckmann ([email protected]). Caroline Mühl ([email protected]) hilft bei den Themen Unterwasserfilm und Fotografie sowie maritime Kunst.

Bühnenprogramme wie im Sailing und im Dive Center oder Mitmachprogramme wie Segeln in der boot Sailing School, beim Paddeln, Tauchen oder Surfen laden unter Einhaltung aktueller Schutzmaßnahmen auch zur boot 2022 die Wassersportfans nach Düsseldorf. Die Sonderschauen und Aktionsbühnen betreut Lara Hannappel ([email protected]).

„Mit dem Restart der Wassersportbranche sticht auch die boot Düsseldorf wieder in See!“, freut sich Michelidakis und ergänzt „unsere Aussteller und Besucher können sich auf ein komplettes Programm zur boot 2022 freuen. Wir setzen jetzt die Segel und arbeiten mit Hochdruck daran, allen Wassersportlern gute Geschäfte, neue Kontakte und ein tolles Messeerlebnis bieten zu können. Wie wir eine Messe in diesen Zeiten für alle Teilnehmer sicher umsetzen werden, können alle Interessenten schon vom 28. August bis 5. September auf dem CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2021 erleben.“

Zwischen den Messen in Düsseldorf ist die boot auch digital sehr aktiv unterwegs. So wurde das beliebte Blauwasser-Seminar, organisiert von den Hamburger Fahrtensegel-Spezialisten Sönke und Judith Roever, kurzerhand mit großer Begeisterung der Teilnehmer online gehalten. Viele potenzielle Blauwasser-Segler konnten sich dabei intensiv auf ihre Törns durch Tipps und Anleitungen von Experten vorbereiten. Gemeinsam mit dem Verband der European Boating Industry (EBI) und dem deutschen Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) organisierten die Düsseldorfer das in der Fachszene viel beachtete digitale „International Breakfast Meeting“ unter anderem mit Beteiligung von Fachleuten aus der EU-Politik. Dort wurde die erste, von EBI, dem BVWW und der boot Düsseldorf in Auftrag gegebene, europäische Studie zu den Auswirkungen von Covid 19 auf die internationale Bootsindustrie vorgestellt. Aus den Untersuchungen, geleitet von zwei Absolventinnen der Jade Universität Wilhelmshaven, geht deutlich hervor, dass die Wassersportindustrie ein großes Potenzial hat und mit Optimismus auf die kommenden Jahre blickt.

Bei der Preisverleihung des ocean tribute 2021 ging die boot Düsseldorf ebenfalls neue, digitale Wege. So drehte das boot Team mit Unterstützung der bekannten Moderatorin Kristin Recke ein Video mit spannenden Sequenzen über die beteiligten Meeresschutzprojekte. Vor maritimen Hamburger Kulissen sprach Recke mit boot Präsident und ocean tribute Jury-Mitglied, Robert Marx, über die Entscheidung für den mexikanischen Preisträger Codemar und ließ sich vom Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, Frank Schweikert, die Bedeutung des ocean tribute für den Meeresschutz erklären. Informationen zum ocean tribute und das Video mit der digitalen Preisverleihung gibt es hier: https://www.boot.de/ota.

Die Bewerbungen für den ocean tribute 2022 sind ebenfalls gerade gestartet. Interessierte Verbände, Institutionen oder Forschungseinrichtungen können ab jetzt Informationen zu ihren Meeresschutzprojekten hier https://oceantributeaward.boot.de/de/Jetzt_bewerben einreichen. Vielleicht sind sie dann im Januar 2022 als Sieger des ocean tribute auf der boot Düsseldorf dabei. Der Preis wird von der monegassischen Fürst Albert II Stiftung, der Deutschen Meeresstiftung und der boot Düsseldorf seit 2017 jährlich verliehen. Das Preisgeld für den Gewinner beträgt 20.000 €.

Die Juni-Ausgabe von segeln

Hier ist sie endlich! Die Juni-Ausgabe des segeln-Magazins im neuen Layout. Bei diesem „Relaunch“ haben wir zusammen mit der Grafik-Abteilung der Ebner Media Group das Heft auf links gedreht. Besonders auffällig sticht Ihnen wahrscheinlich der neue segeln-Schriftzug auf dem Titelbild in das Auge. Erst zum zweiten Mal in der bald 50-jährigen Geschichte von segeln prangt eine neue Bildmarke auf dem Cover. Die letzte Änderung liegt übrigens schon 42 Jahre zurück.
Doch auch im Innenteil des Heftes waren wir mutig, änderten das Farbschema, ersetzten die Schriftarten und reduzierten die Textspalten. Das Layout ist in meinen Augen moderner, frischer und besser zu lesen. Jetzt interessiert mich natürlich Ihre Meinung! Wie finden Sie es? Was ist uns gut gelungen, was nicht? Schreiben Sie uns bitte Ihre Kritik an [email protected].

Für mich mit einem Boot im Ausland zeichnet sich der Saisonstart allerdings noch nicht am Horizont ab. Vor dem inneren Auge rottet (überspitzt formuliert) das Boot am Liegeplatz vor sich hin, während meine Liste mit durchzuführenden Arbeiten wächst. Ich hoffe, Ihr Start in die Saison war besser!
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Zeit an Bord und bleiben Sie gesund!

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Kinder, wie die Zeit vergeht!

Als Kind und auch später als Jugendlicher habe ich nicht verstanden, was die Alten meinten mit dem Seufzer: „Kinder, wie die Zeit vergeht.“ Und auch mit der Feststellung „Die Zeit läuft immer schneller“ konnte ich nicht das Geringste anfangen. Die letzten Tage bis zum sehnsüchtig herbeigewünschten Geburtstag zogen sich hin wie Kaugummi – ebenso wie die Schulwoche, die sich am Montag schier endlos vor einem ausbreitete. Gabentisch und Wochenende schienen Lichtjahre entfernt. Heute weiß ich: Die Alten von damals hatten Recht. Die Zeit läuft wirklich immer schneller. Betrachte ich das Phänomen aus meinem heutigen Blickwinkel, muss sogar ich konstatieren: Die Zeit rast förmlich dahin.

Diese Feststellung passt auch bestens zu diesem runden Geburtstag: 40 Jahre Segler-Zeitung. Wo sind sie geblieben?

Horst Schlichting hat das Magazin 1981 als Verbandsorgan des Segler-Verbandes Schleswig-Holstein mit dem Verbandsvorsitzenden Horst Schmidt gegründet und mit seiner Frau Rut auf den Weg gebracht – eine weitere kreative Idee des Erfinders der boot Düsseldorf. Zehn Jahre später warb Horst mich als Chefredakteur und seinen designierten Nachfolger an, das Magazin gehörte zu dem Zeitpunkt zum Top Spezial-Verlag in Hamburg. 1993 hatte ich die Chance, die Segler-Zeitung aus dem Verlag herauszukaufen, und ich wagte mich aus der Festanstellung als Sportredakteur der Kieler Nachrichten in die freie Wirtschaft. Mir war die besondere Bedeutung des Magazins klar: Eine Mischung aus großem Sport und regionalen Nachrichten, Informationen aus der Branche und Plattform für das Ehrenamt. Die Mischung kam an: Bis 2001 entschlossen sich sämtliche Landessegler-Verbände zur Zusammenarbeit mit der SZ – gefolgt von zahlreichen Klassenvereinigungen (heute sind es 68).

Eine enge Zusammenarbeit mit den Messen (Segelcenter auf der boot Düsseldorf, Schnuppersegeln auf dem Messesee der Interboot in Friedrichshafen und SZ-Steg bei der boot & fun in Berlin) und den großen nationalen Regattaserien wie Kieler Woche, Travemünder Woche und Warnemünder Woche waren weitere Meilensteine. Und stets war die SZ vor Ort präsent als Partner der Vereine und Verbände, der Messen, Regatten und Klassenvereinigungen.

Das alles war ist nur möglich gewesen, weil wir eine äußerst fleißige Crew, treue Leser/-innen und Inserenten/-innen haben. Ihnen gilt unser ganz besonderer Dank! 

Alles ist im Fluss: Vor gut drei Jahren habe ich den SVG-Verlag mit der Segler-Zeitung verkauft, die nun in der Ebner Media Group erscheint. Und ab August übernimmt Nikolas Woeckner meine Aufgaben des Chefredakteurs vollständig. Ich werde der Segler-Zeitung jedoch auch künftig als Herausgeber verbunden bleiben. Kinder, wie die Zeit vergeht!
Hermann Hell

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