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Galicien: Nationalpark Atlantische Inseln – Genehmigung und Infos

Die Genehmigung gibt es in zwei Schritten

Für den Besuch der Isla de Ons, Islas Cies, Isla de Cortegada oder Isla de Sálvora wird für den Besuch mit der eigenen Yacht eine Genehmigung benötigt. Das gilt auch für das Befahren, ohne den Anker zu werfen. Der Prozess ist zweistufig. Im ersten Schritt wird die allgemeine Befahrenserlaubnis beantragt, die in der Regel bis Jahresende gültig ist. Im zweiten Schritt wird für konkrete Plätze das Ankern pro Nacht kostenfrei gebucht.

Der Archipel der Islas Cies ist im Sommer sehr beliebt.

Schritt 1: Befahrenserlaubnis beantragen

Die Befahrenserlaubnis (Permit) kann per E-Mail beantragt werden. Dazu wird dieses Formular ausgefüllt und zudem ein Scan des Bootscheins und des Passes des Skippers per E-Mail an fondeos.iatlanticas@xunta.gal gesendet.

Wir haben den Antrag etwa zwei Wochen vor dem ersten Ankerwunsch gestellt und nach einer Woche die Zusage gehabt. Dabei hatten wir angemerkt, dass wir um Übersendung per E-Mail bitten – normalerweise wird das Permit per Post an die im Antrag angegebene Adresse gesendet.

Schritt 2: Ankern oder Tauchen buchen

Mit dem Permit erhält man – wie beschrieben – nur eine generelle Genehmigung, den Nationalpark zu befahren/besuchen – nicht aber die Erlaubnis zu ankern. Das Ankern oder Tauchen muss gesondert beantragt werden. Das hängt damit zusammen, dass die Zahl der täglich zugelassenen Yachten limitiert ist.

Auch für das Segeln im Park wird eine Erlaubnis benötigt.

Diese eigentliche Ankererlaubnis wird unter www.iatlanticas.es beantragt. Dort loggt man sich mit der Ausweis-Nummer des Skippers als Username, wie im Permit dargestellt, ein. Das Passwort ist die Nummer des Permits. Beim ersten Einloggen muss das Passwort geändert werden.

Ankerlieger an den Islas Cies

Als nächstes werden eine der Inseln und das gewünschte Datum ausgewählt. Tägliche Buchung ist möglich. Maximal können drei Tage, also zwei Nächte am Stück, gebucht werden. In der Hochsaison ist ein Vorlauf zu beachten. Die Plätze können zwar tagesaktuell gebucht werden, wenn jedoch die maximale Anzahl ankernder Schiffe erreicht ist, werden keine weiteren Yachten zugelassen und eine entsprechende Meldung erscheint. Eine Buchung ist dann nicht möglich. Uns erging das bei den Islas Cies so. Wir mussten unsere Reise dorthin mit vier Tagen Vorlauf planen. Wir sind dann erstmal in die Ensenada de Barra und nach Baiona gefahren.

Diese Segelyacht passiert die Isla de Ons.

Weitere Informationen

Weitere Informationen dazu gibt es auch hier oder unter der Telefonnummer: +34 886 21 80 90

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Isla de Ons

Weitere Liegeplätze in Galicien

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Mugardos

Attraktiver Ankerplatz in der Ensenada do Baño unweit der kleinen Ortschaft Mugardos. Achtung: Nicht zu tief in die Bucht fahren; dort wird es schnell flach. Bei Niedrigwasser gucken Felsen aus dem Wasser. Wir haben auf Position 43° 27,65’ N und 008° 16,01’ W geankert und das war recht dicht an den Felsen, aber noch ok bei 30 Meter Kette.

Die Bucht hat einen schönen Sandstrand und ist teilweise von bergigen Hängen mit ein paar Häusern darauf umgeben.

Nach Mugardos gelangt man in wenigen Minuten mit dem Dingi. Dabei sollte die grüne Fahrwassertonne ordnungsgemäß gerundet werden, da es ein Riff zwischen Tonne und Ufer gibt, das bei Hochwasser überspült ist. Hinweis: In der navionics App Europa fehlt das Riff!

Der Hafen von Mugardos

Mugardos hat eine kleine Marina für einheimische Boote, dort kann mit dem Dingi angelandet werden. Allerdings muss man dann jemanden finden, der einen wieder auf die Anlage lässt, da sie mit einem Tor gesichert ist.

Im Ort gibt es zahlreiche Restaurants entlang der Promenade und den Supermarkt Dia im Zentrum.

Straßenfest in Mugardos

Tipp: Wer Trinkwasser braucht, kann in der kleinen Marina am Kopfschlengel kurz festmachen und bunkern. Inwieweit das erlaubt ist, wissen wir nicht. Der Liegeplatz ist aufgrund des Schwells vorbeifahrender Schiffe jedoch nicht für längere Zeiträume empfehlenswert. Aus dem Grund fehlen an der Außenseite wohl auch die Klampen. Wir haben die gegenüberliegenden Klampen benutzt und kurz Wasser gebunkert. Das war kein Problem.

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Weitere Liegeplätze in Galicien

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Cedeira

Weitläufige, gut geschützte Bucht hinter großer Mole mit Ankerfeld. Nächtliche Ansteuerung problemlos möglich. Guter Ankergrund.

Ankerbucht von Cedeira

An der alten Hafenpier gibt es einen Dingi-Steg und die Möglichkeit, Abfall zu entsorgen. Auf dem benachbarten Werftgelände können Reparaturen ausgeführt werden (Travellift bis 110 Tonnen). Dort kann zudem Trinkwasser gezapft werden.

Dingi-Pier und Werftgelände

Im fußläufig entfernten Ort mit sehenswerter Altstadt und zahlreichen Tapasbars gibt es alle Versorgungsmöglichkeiten (Supermärkte Gadiz und Eroski). Diesel oder Benzin gibt es an einer Tankstelle am Ortsausgang. Die Tankstelle an der Mole verkauft nur an Fischer.

Downtown Cedeira

In der Bucht gibt es mehrere schöne Strände. Sehenswert ist auch der Strand auf Position 43 38,9’ N 008 04,0’ W. Er ist bei Hochwasser allerdings fast komplett überspült.

Die Strände in der weitläufigen Bucht

Bei der Fischauktionshalle können vormittags frische Muscheln gekauft werden. Hinter der Halle gibt es einen schönen Wanderweg vorbei an einem alten Fort und weiter zum Leuchtfeuer am Eingang der Bucht mit tollem Ausblick über die Biskaya.

Ausblick über die Biskaya

Tipp: Vom Leuchtfeuer kann man oberhalb der Bucht ins Dorf wandern. Die Strecke ist sehenswert und bietet einen schönen Ausblick über die Bucht. Dabei wird auch ein interessanter Friedhof mit kleiner Kapelle passiert.

Wanderung mit kurzem Zwischenstopp an einem Friedhof

Für Kinder gibt es zwei Spielplätze: einen im Park im Zentrum und einen bei der Flussmündung in der Mitte des Oststrandes.

Die weitläufige Bucht bei Niedrigwasser

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Holländische Segelyacht sinkt vor Borkum – Segler gerettet

Mayday-Ruf über UKW-Seefunk-Kanal 16

Gegen 0.15 Uhr sendete der Skipper der etwa 13 Meter langen Segelyacht über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 an die niederländische Rettungsleitstelle Den Helder einen „Mayday“-Ruf aus. Er meldete extremen Wassereinbruch offenbar nach einer Kollision mit einem Unterwasserhindernis. Die Yacht befand sich etwa zwei Seemeilen nördlich von Borkum und drohte zu sinken. Umgehend leitete Den Helder den Notruf an die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) weiter.

Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – Foto: DGzRS

Die dortigen Wachleiter alarmierten sofort die Besatzung des auf der Nordseeinsel stationierten Seenotrettungskreuzers ALFRIED KRUPP. Außerdem baten sie das in Eemshaven stationierte Seenotrettungsboot JAN EN TITIA VISSER der niederländischen Schwestergesellschaft KNRM sowie einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine um Unterstützung.

Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP der DGzRS – Archiv-Foto: DGzRS

Zwei Segler und eine Katze werden gerettet

Kurz vor dem Eintreffen der Seenotretter waren das deutsche Lotsenboot FRESENA und das niederländische Lotsenboot LYRA vor Ort. Die Besatzung des letzteren barg die Frau und eine Katze vom Havaristen ab, der Mann wollte zunächst sein Boot nicht verlassen. Erst als die Seenotretter an der Unglücksstelle waren, stieg er auf das Tochterboot GLÜCKAUF der ALFRIED KRUPP über. Außerdem übernahm die GLÜCKAUF die Frau und die Katze vom Lotsenboot und brachte sie an Bord der ALFRIED KRUPP. Dort versorgte die Besatzung des Seenotrettungskreuzers die Schiffbrüchigen mit warmen Getränken. Die Segler waren unverletzt und trotz allem wohlauf.

Die Segelyacht kann nicht gerettet werden

Gleichzeitig versuchten die niederländischen Seenotretter mit ihrer leistungsstarken Lenzpumpe den Wassereinbruch zu stoppen – doch er war zu stark. Sie mussten die Segelyacht aufgeben. Bevor sie unterging, schleppte die Besatzung der „Jan en Titia Visser“ mit ihrem Seenotrettungsboot den Havaristen ein Stück ins Flachwassergebiet.

Die deutschen Seenotretter brachten die beiden niederländischen Segler und ihre Katze mit der ALFRIED KRUPP nach Borkum. Dort war eine medizinische Versorgung der beiden Schiffbrüchigen durch den Landrettungsdienst aufgrund ihres guten körperlichen Zustandes nicht notwendig. Auf eigenen Wunsch stiegen sie auf die JAN EN TITIA VISSER über, die sie nach Eemshaven brachte.

Zur Unglückszeit herrschten im Revier südwestliche Winde um fünf Beaufort. Die Seenotretter informierten die Verkehrszentrale „Ems-Traffic“ über die Position der untergegangenen Segelyacht. Die Ermittlung zur Unfallursache nahm die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven auf.

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Durgerdam

Ganz nah an Amsterdam und doch eine Oase der Ruhe

„Hier gibt es ein Restaurant und mich, das war’s“, sagt der Hafenmeister der Zeilvereniging Het Y. Trotzdem hat der idyllisch zwischen Deich und Schilffeldern gelegene Hafen in Sichtweite von Amsterdam eine Menge Charme. Die kleinen Giebelhäuser hinter dem Deich gehören aber längst mit zum Speckgürtel der Metropole.

Wertvolle Tipps für Durgerdam

Liegeplatz: Im Sommer ist er häufig überfüllt, sonst bietet der gemütliche Hafen schöne Gastliegeplätze.

Der gemütliche Hafen bietet sehr ruhige und geschützte Liegeplätze.

Essen & Trinken: De Oude Taveerne im Dorf neben dem Hafen bietet auch Terrassenplätze direkt am Wasser.

Das Restaurant ist auch Hotel und hat noch Sitzplätze am Wasser.

Auch direkt im Hafen gibt es eine einfache, aber gemütliche Gastronomie.

Erkunden: Ein Landmarkt mit großem Lebensmittelangebot und einem angeschlossenen Restaurant in zwei Kilometer Entfernung.

Für Familien: Mit dem Bus direkt vom Dorf aus einen Ausflug in die 20 Minuten entfernte Metropole Amsterdam unternehmen.

Nicht verpassen: Einfach mal die Ruhe und Stille dieses unprätentiösen Platzes genießen.

Durgerdam ist ein unbekanntes und entspanntes Ziel im Markermeer.

Mit ihren hübschen Giebeln verleihen selbst die neuen Häuser dem Ort einen traditionellen Look.

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Weitere Liegeplätze in Holland

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Edam

Die Stadt der Kaufleute und Namensgeber der bekannten Käsesorte

Vor gut 500 Jahren war Edam eine der wichtigsten Handelsstädte Hollands. Dafür waren schon damals nicht nur der Schiffbau und die Fischerei verantwortlich, sondern auch der Käsehandel – hierher stammt nämlich der würzige Edamerkäse.

Edam galt früher als Lebestadt und zog viele reiche Kaufleute an, die die herrlich schönen und bis heute gut erhaltenen Bauten der Stadt errichteten.

Der Marktplatz von Edam ist das historische Zentrum des alten Ortes.

Der Tourismusverband schwärmt von 275 Denkmälern – alte Brücken, historische Fassaden, romantische Teepavillons, das alte Rathaus und natürlich die historische Käsewaage, um die herum bis heute der traditionelle wöchentliche Käsemarkt stattfindet.

Die vielen Besucher des Ortes können entspannt zu Fuß alle Sehenswürdigkeiten erreichen.

Wertvolle Tipps für Edam

Liegeplatz: Achtung, die Zufahrt neigt zur Versandung. Wer zu den Liegeplätzen im Zentrum möchte, muss eine Schleuse und eine Klappbrücke passieren. Davor, etwa einen Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt der kleine Yachthafen.

Der Kanal verbindet die Liegeplätze direkt in der Stadt mit dem Yachthafen am Markermeer.

Essen & Trinken: Direkt neben einer hölzernen Hebebrücke mit Blick auf einen Kanal liegt die Terrasse des Hotels De Fortuna. Perfekte Lage, sehr gute Qualität, etwas hochpreisiger.

Tolle Lage an einer alten Hebebrücke: Hotel und Restaurant De Fortuna

Erkunden: Die Malereien auf den Glasfenstern in der 88 Meter hohen spätgotischen Nikolaikirche. Und natürlich die Käseverkostungen in den vielen Käseläden.

Am Käse kommt man in Edam nicht vorbei.

Für Familien: Jeden Mittwoch und jeden zweiten Sonntag kann die etwas unscheinbare alte Festungsanlage gegenüber vom Yachthafen besichtigt werden. An den Sonntagen werden auch Spiele und eine Schnitzeljagd für Kinder organisiert.

Nicht verpassen: In den Sommermonaten findet jeden Mittwoch ein großer Käsemarkt statt, zu dem die Bauern der Umgebung die runden Laibe auch in kleinen Booten anliefern.

Selbstverständlich wird im Ort auch überall der gleichnamige Käse verkauft.

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Almere (De Blocq van Kuffeler)

Ruhiger Vereinshafen auf Flevoland am Feuchtbiotop

Die 183 Liegeplätze des privaten Vereinsanlegers sind restlos belegt, zehn Gastliegeplätze werden aber immer vorgehalten. „Im Sommer, wenn viele unserer Mitglieder unterwegs sind, bekommen wir aber noch viel mehr Gäste unter“, versichert der Hafenmeister.

Es gibt Wasser und Strom an den Stegen sowie Toiletten, Duschen und WiFi. Wenn der Hafen voll ist, kann südwestlich der Steganlage geankert werden.

Zunächst sind hier nicht viel mehr als die grünen Schilfufer und eine Handvoll Häuser zu entdecken. Doch die Attraktion des Ortes liegt gleich hinter dem Hafen: Die De Lepelaarplassen sind ein Feuchtbiotop mit viel Schilfgras, Weiden und mehreren Beobachtungshütten, aus denen heraus man die vielen Vogelarten und auch Biber beobachten kann.

Die Hafeneinfahrt – Foto: Fritz Urban

Urig, grün und mit viel Farn, Flechten und Fußwegen: die Lepelaarplassen

Wertvolle Tipps für De Blocq van Kuffeler

Liegeplatz: Wer nicht im Hafen anlegen möchte, kann etwas nördlich davon kostenlos an einem einsamen Steg festmachen.

Das Vereinshaus des Hafens ist nicht immer besetzt.

Essen & Trinken: Einfach eines der kostenlosen Hafenfahrräder leihen und ein Restaurant im drei Kilometer entfernten Almere ansteuern.

Erkunden:
Der zwölf Kilometer lange Fahrrad- und Wanderweg einmal rund um Lepelaarplassen beginnt direkt am Hafen.

Viele Wanderwege führen durch die De Lepelaarplassen.

Für Familien: Die kleine Ausstellung im De Trekvogel Besuchszentrum direkt neben dem Hafen ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet (Juli bis September).

Nicht verpassen: Einer der Wanderwege durch die De Lepelaarplassen führt zu einem Vogelbeobachtungsposten.

Sonstige: Weitere Infos unter https://blocq.nl/ oder Telefon (Hafenmeister): +31 627 51 24 97

Der Vereinshafen de Blocq van Kuffeler ist solide und sicher – Foto: Fritz Urban

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Durch das Feuchtbiotop führen viele schöne Wanderwege.

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Hoorn

Hoorn ist eine der ganz großen Perlen im Markermeer

Ja, die Vergangenheit als reiche Handelsstadt ist nicht zu übersehen. Der mittelalterliche Turm Hoofdtoren zeugt davon, die Giebel der Kaufmannshäuser am Hafen, der Sitz der Westindischen Compagnie, das Rathaus und die alte Stadtwaage.

Viel bekannter aber ist der Name der Stadt als Namensgeber des wohl berüchtigten Kaps der Welt: Kap Hoorn. Warum? Weil Willem Shouten, ein Sohn der Stadt, 1616 als erster Südamerika umrundete und dem stürmischen Kap den Namen seiner Heimatstadt gab.

Die drei Schiffsjungen von Hoorn hauchen der alten Seefahrttradition des Ortes Leben ein.

Spätestens damit wird klar: Seefahrt, Fischerei, Handel und Schiffbau sind der Stadt in die Wiege gelegt und machen den Ort für Segler zu einem der attraktivsten Ziele des Markermeers.

Die Liegeplätze im Binnenhafen stehen allen Besuchern zur Verfügung.

Die Lage hat schon in alten Tagen dazu geführt, dass der Ort vom Seehandel profitiert hat. Zwölf Werften hat es einst gegeben, einen schwunghaften Aal-Handel mit London, dazu wurden Ziegel, Steine und Tonwaren hergestellt.

Heute werden im Stadtzentrum alle Güter des täglichen Bedarfs gehandelt.

Wertvolle Tipps für Hoorn

Liegeplatz: Am schönsten ist es im Binnenhafen im Zentrum, die Schleuse ist immer geöffnet. Wer in der Hochsaison aber keine Lust hat, im Päckchen zu liegen, steuert einfach einen der beiden nahen Yachthäfen an. Oder noch ruhiger: Hinter dem Wellenbrecher gibt es einen städtischen Ankerplatz.

Die beiden Yachthäfen der Stadt bieten ruhige und zentrumsnahe Liegeplätze.

Essen & Trinken: Im Café Turf mit Kinderspielecke im Zentrum werden auch Salate, Suppen und belegte Brote serviert. Am Hafen bietet das De Volendammer eine urig-gemütliche und maritime Atmosphäre.

Das Café Turm im Zentrum von Hoorn bietet ein gemütliches Ambiente.

Erkunden: Im Westfries Museum kann man mit einer Virtual Reality Brille die Geschichte des Goldenen Zeitalters der Stadt erfahren.

Die alten Kaufmannshäuser in Hoorn zeugen von der großen Vergangenheit.

Für Familien: Ein Muss: auf der „Halve Moaen“, einem Dreimast-Aufklärungsschiff von 1606, das Leben der Seeleute aus dem 17. Jahrhundert erkunden oder einen Ausflug mit der alten Dampfeisenbahn nach Medemblik unternehmen.

Der alte Dreimaster HALVE MOAEN kann auch besichtigt werden.

Nicht verpassen: Im Juli findet im Rahmen der Wasserwochen ein buntes Unterhaltungsprogramm statt. Mit Wettkämpfen auf dem Wasser, Musik, Budenzauber und einem Nautikmarkt.

Der Yachthafen von Hoorn liegt ebenfalls ganz nah am Zentrum.

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Muiden

Sympathischer, kleiner Hafenort

Schon bei der Ansteuerung kommt das bekannteste Bauwerk der Stadt in Sicht: die Burg Muiderslot von 1280. Muiden bedeutet Mündung, genau hier endet die Vecht, ein Seitenarm des Rheins.

Vor dem Bau des Amsterdam-Rijnkanals nebenan war der Fluss eine über Jahrhunderte vielbefahrene Schifffahrtsroute. Heute ist sie für Freizeitkapitäne eine der beliebtesten Wasserstraßen Hollands, gemächlich schlängelt sie sich durch eine parkähnliche Landschaft.

Entlang der Vecht hatten schon immer die Kaufleute ihre Anwesen.

Die Burg Muiderslot an der Mündung der Vecht ist das Wahrzeichen von Muiden.

In dem sympathischen kleinen Hafenort mit seiner alten Schleusenanlage geht es auch deshalb recht lebendig zu, weil hier bis heute jährlich 30.000 Freizeitboote geschleust werden. In Muiden liegt auch die Yacht von Königen Beatrix vertäut, eine klassische Lemsteraak.

Die alten Schleusen von Muiden sind das ganze Jahr über im Einsatz.

Wertvolle Tipps für Muiden

Liegeplatz: Am schönsten (und vollsten) ist es an den Stegen vom Stichting Jachthaven gleich neben der Burg. Mehr Platz aber gibt es im Hafen auf der Westseite davor.

Noch vor der Schleuse und ganz nah zwischen Burg und Stadt: Sichting Jachthaven

Essen & Trinken: Klar, das Café Ome Ko direkt an der Schleuse ist Kult. Weil man hier bei Kaffee und Kuchen den zahlreichen Schippern beim Schleusen zusehen kann.

Die Terrassenplätze vom Café Ome Ko sind mit Blick auf die Schleuse.

Erkunden: Einfach mit dem Boot durch die Schleuse fahren und für einen Tag den Flusslauf erkunden – das geht auch mit stehendem Mast und bis zu 2,20 Meter Tiefgang.

Der Flusslauf Vecht hinter der Schleuse ist auch mit großen Kielyachten befahrbar.

Viel Idylle und viel Abwechslung gibt es auf einem Abstecher auf der Vecht zu erleben.

Für Familien: Die Burg Muiderslot von 1280 wurde so restauriert, wie sie im Mittelalter ausgesehen hat. Mit täglichen Familienführungen.

Der Innenhof der Burg Muiderslot

Nicht verpassen: Mittwoch- und Samstagnachmittag werden in der Burg Muiderslot von einem Falkner Flugdemonstrationen vorgeführt (Mai bis September).

Die Burg und der Garten sind die perfekte Kulisse für den Falkner.

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Monnikendam

Die Infrastruktur für Segler ist top, der Ort ein Mix aus Alt und Neu

Für viele Chartersegler beginnt ein Urlaub am Markermeer in Monnikendam, der Hafen ist Stützpunkt einer großen Charterfirma.

Kein schlechter Ausganghafen, denn der geschichtsträchtige Ort war schon im 16. Jahrhundert eine florierende Handels- und Fischereistadt.

Noch heute hält der Ort seine Tradition als Fischereihafen hoch.

Viele Baudenkmäler zeugen noch heute von der reichen Vergangenheit des Ortes, genauso wie die vielen Fassadensteine der Häuser: Als eine Art Namensschild verraten diese kunstvoll gefertigten Steine häufig auch den Beruf des ehemaligen Bewohners des Hauses.

Auch die alten Wasserbauwerke wie Schleusen und Brücken machen den Ort sehenswert.

Wertvolle Tipps für Monnikendam

Liegeplatz: Beeindruckend, aber auch verwirrend, ist die riesige Anzahl an Liegeplätzen in den vielen verschiedenen Häfen des Ortes. Der Kanal der Marina Monnikendam bietet die nahesten Liegeplätze zum Zentrum.

Auch direkt im Zentrum können Yachten als Besucher festmachen.

Essen & Trinken: Egal ob Fisch oder Fleisch, in der Brasserie De Waegh im Zentrum stimmt beides.

Immer lecker und innen sehr urig: Brasserie De Waegh

Erkunden: Die letzte verbliebene Fischräucherei der Stadt: Gebrüder De Boer, Havenstraat 12.

Für Familien: Ein großer Spielplatz im Zentrum des Ortes (kostenpflichtig: 1 Euro), für ältere Kinder mit Minigolfplatz.

In den Yachthäfen der Stadt gibt es auch ein sehr gutes Charterangebot.

Nicht verpassen: Immer freitags zwischen Ende Juli und Ende August finden die Fischtage des Ortes statt (von 11 bis 17 Uhr). Lokale Darsteller und Statisten präsentieren eine Fischversteigerung, im Innenhafen wird Fisch geräuchert, es gibt Korbflechter, Netzflicker und Fischerchöre.

Natürlich dürfen bei den Verkaufsständen auch die traditionellen Clogs nicht fehlen.

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Aktuelle Sicherheitslage Piraterie: Horn von Afrika/Somalia für Segler

Ist es wieder möglich, die Gebiete vor der somalischen Küste zu bereisen?

Vom Piraterie-Präventionszentrum (PPZ) der Bundespolizei in Neustadt hat uns eine Pressemitteilung erreicht, in der auf die aktuelle Sicherheitslage am Horn von Afrika beziehungsweise dem Golf von Aden und vor der Küste Somalias eingegangen wird. Die Frage, die sich stellt, ist, ob es wieder sicher ist, diese Passage zu wagen. Immerhin stellt sie eine signifikante Abkürzung auf dem Seeweg von Australien/Südostasien nach Europa dar. Der Weg um das Kap der Guten Hoffnung herum ist etwa 4.000 Seemeilen länger.

Die Gefahr am Horn von Afrika ist noch nicht gebannt.

Aus der Pressemitteilung geht hervor, dass seit Jahren fast gar nichts mehr von den somalischen Piraten zu hören ist. Anders zuvor. Bis 2013 berichtete die deutsche Presse regelmäßig über Vorfälle vor der somalischen Küste. Piraten trieben ihr Unwesen, entführten Schiffe mitsamt der Besatzung und erpressten die Reedereien, um Lösegelder in Millionenhöhe zu kassieren. Vereinzelt waren auch Sportboote betroffen und die entführten Crews mussten dann bis zu sechs Monate bei ihren Entführern durchhalten, bevor es nach Zahlung von sehr viel Geld wieder nach Hause gehen konnte.

Immer noch eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt

Auch wenn es in der Presse ruhig geworden ist, werden die Seegebiete am Horn von Afrika mit den Bereichen Rotes Meer/der Meeresenge Bab al Mandab, dem Golf von Aden sowie der Küste vor Somalia laut Bundespolizei immer noch als die gefährlichsten der Welt angesehen. Dennoch führte der stringentere Einsatz von Kriegsschiffen, die bessere Überwachung der Küste, verbesserte Präventionsarbeit und der Einsatz bewaffneter Sicherheitskräfte auf den Schiffen zum Rückgang der Piraterieangriffe. Außerdem gab es seit einigen Jahren keine Entführungen mehr in diesem Seegebiet.

Hierdurch werden die Skipper von Blauwasseryachten ermutigt, das Seegebiet vor der somalischen Küste, insbesondere am Horn von Afrika, wieder zu befahren. In der Pressemitteilung heißt es „In ihren Augen scheint die Gefahr gebannt und sie fühlen sich wieder sicher. Alle Warnungen von Sicherheitsbehörden und Fachleuten, dass die Gefahren weiterhin bestehen, werden in den Wind geschlagen.“

Es gab wieder Vorfälle

Dass das Seegebiet immer noch gefährlich ist, zeigten somalische Piraten vor der somalischen Küste am 19. April 2019, als sie eine unter jemenitischer Flagge fahrende Dhau, ein ca. 30 Meter langes Fischereischiff mit 25 Mann Besatzung, entführten. Die Dhau wurde mit Skiffs angegriffen. Skiffs sind eigentlich Fischerboote mit rund sechs Metern Länge, die bis zu 21 Knoten schnell werden. Die Dhau wurde kurzerhand mit Kraftstoff und Personal ausgerüstet, um als Mutterschiff für weit von der Küste entfernt durchzuführende Angriffe eingesetzt zu werden.

Ein sichergestelltes Skiff

Bereits zwei Tage später griffen die Piraten mit diesem Mutterschiff 270 Seemeilen vor der Küste Somalias das erste Schiff an. Sie attackierten mit ihren Skiffs ein 80 Meter langes Fischereischiff. Nach einem Notruf kam dem angegriffenen Schiff ein sich in der Nähe befindliches Fischereischiff zur Hilfe. Gemeinsam versuchten sie, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Diese beschossen die Fischereischiffe mit einer Panzerfaust. Daraufhin eröffneten die bewaffneten Sicherheitsteams beider Fischereischiffe das Feuer auf die Angreifer und schlugen diese in die Flucht.

Ein großes Mutterschiff wird bei Angriffen von kleineren Skiffs unterstützt.

Ungefähr eine Stunde später starteten die Piraten den nächsten Angriff auf ein weiteres Handelsschiff. Sie näherten sich ihm mit hoher Geschwindigkeit in einer aggressiven Art und Weise. Zum Glück befand sich auch hier ein bewaffnetes Team an Bord. Diese positionierten sich auf dem Brückendeck und zeigten demonstrativ ihre Waffen. Daraufhin drehten die Angriffsboote ab.

Einsatzkräfte der europäischen Mission Atalanta stellten zwei Tage später die Angriffsgruppe auf dem Weg zur somalischen Küste. Sie befreiten die Fischer auf der Dhau und nahmen fünf Somali fest. Die anderen Piraten flohen mit einem Angriffsboot und entkamen den Einsatzkräften. Die Festgenommenen wurden an die Behörden auf den Seychellen übergeben und warten auf ihre Gerichtsverhandlung.

Somalische Piraten auf dem Weg zu einem Einsatz

Fazit

Mit anderen Worten: Das Seegebiet am Horn von Afrika ist nach wie vor eine High Risk Area und vor dessen Befahren wird durch die Sicherheitsbehörden eindringlich gewarnt. Für die Handelsschifffahrt mit ihren großen Stahlschiffen stellt der Einsatz von bewaffneten Sicherheitskräften eine halbwegs sichere Lösung dar. Der Einsatz von Sicherheitsteams kommt aber für Segel- und Sportboote nicht in Frage. Zum einen sind diese Teams recht teuer und zum anderen bieten diese Boote, meist aus Kunststoff oder dünnem Metall, auch dem Sicherheitsteam keinerlei Schutz.

Laut Bundespolizei gilt unter den Sicherheitsbehörden einhellig die Meinung, dass die Piraterie durch die Anti-Piraterie-Maßnahmen am Horn von Afrika lediglich unterdrückt, jedoch nicht beseitigt wurde und die Piraten nach wie vor über das Potential und den Willen verfügen, Kaperfahrten durchzuführen.

Für Yachten gilt daher weiterhin der Hinweis, die Gebiete vor der somalischen Küste und im Golf von Aden unbedingt zu meiden!

Oder aber wie es vor einigen Jahren der damalige Leiter der europäischen Mission Atalanta, ein italienischer Admiral, sagte, müssen drei Dinge beachtet werden, wenn man in diesem Seegebiet segeln will:

  • Die gesamte Crew muss bereit sein, sechs Monate ihres Lebens als Geiseln in Somalia zu verbringen!
  • Man braucht dringend einen immer erreichbaren Ansprechpartner in seiner Hei¬mat, am besten jemand aus der Familie!
  • Und diese Person muss in der Lage sein, kurzfristig über mehrere Millionen Dollar zu verfügen, um das Lösegeld zahlen zu können!

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Segeln und Chartern im IJsselmeer: Ausführliche Revierinfo für Hollands Topdestination

Das IJsselmeer ist Hollands beliebtestes Binnenrevier

Der Sage nach ist der Fliegende Holländer dazu verdammt, für immer auf den Weltmeeren zu kreuzen. Er hatte während des Versuchs, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden, auf Gott, die Welt und die Naturgesetze geflucht. „Ich gebe nicht auf, bis ich das Kap umschifft habe, und wenn es bis zum jüngsten Tage dauert!“, soll der Fliegende Holländer gebrüllt haben. Zur Strafe musste er, so die Legende, für immer auf den sieben Weltmeeren herumirren.

Wie hier aus Lemmer sind die alten Segler schon vor Hunderten von Jahren gestartet.

Auch wenn der betreffende Kapitän den Fluch heute, Hunderte Jahre später, abschütteln könnte, heimkehren könnte er wohl nicht mehr. Denn seine alte Heimat, die Zuiderzee, ist seit 1932 durch einen 32 Kilometer langen Deich von der Nordsee abgetrennt. Und dass die alten Seehäfen, aus denen er und all die anderen Ostindienfahrer einst gestartet sind, doch noch zu erreichen sind – nämlich über die großen Schleusentore – das wüsste der Fliegende Holländer wohl nicht. Und er wüsste auch nicht, dass die alte Zuiderzee zu einem Binnenrevier ohne Strömungen und Tidenhub geworden ist und auch die großen Handelsflotten längst nicht mehr hier zu Hause sind.

Schleuse Kornwerderzand: Von der Nordsee geht es durch Schleusen in das geschützte IJsselmeer.

Dafür ist das IJsselmeer, wie die Zuiderzee heute genannt wird, zum bekanntesten und beliebtesten Wassersportrevier Hollands geworden. Statt Handelsflotten durchkreuzt eine riesige Anzahl an Freizeitbooten das seenartige Meer, das in seinen weitesten Abmessungen etwa 30 mal 20 Seemeilen misst.

Segler bei Stavoren am IJsselmeer

Die Luft schmeckt weiterhin nach salziger Nordsee und das Land ist flach und grün. An den Ufern stehen Schafe und fressen das Gras auf den Deichen kurz, und in den uralten Hafen- und Handelsstädten ist die alte Seefahrertradition weiterhin sichtbar: überall Werften, kleine Fischereihäfen und die Braune Flotte der Traditionsschiffe.

Die traditionsreichen Plattbodenschiffe sind auf einem Törn in Holland ständige Begleiter.

Aber klar, die alten Stadthäfen und die Anlegestellen in den Kanälen inmitten der historischen Dörfer gehören heute den Freizeitkapitänen. Charmante Plätze, umgeben von den geschichtsträchtigen Bauten vergangener Jahrhunderte. Der Wehrturm Drommedaris zum Schutz des Hafens von Enkhuizen stammt zum Beispiel aus dem Jahre 1540.

Die Einfahrt in eines der Hafenbecken von Enkhuizen führt direkt am Turm Drommedaris vorbei.

Langeweile kommt in diesem Revier nicht auf, das ist sicher! Nicht nur wegen der vielen geschichtsträchtigen und wunderschönen Küstenorte. In unmittelbarer Nähe zu den Häfen finden sich fast überall auch Strände, die weiß und feinsandig wie am Mittelmeer sind. Ideal zum Schwimmen, Kitesurfen oder Sonnen.

Fast schon karibisch: der Strand bei Workum am Ostufer vom IJsselmeer

Man kann in ein Freizeitbad gehen, einen Fahrradausflug ins Grüne und von Kanälen durchzogene Hinterland machen, ein Museum besuchen oder einfach nur durch die Altstädte bummeln und am Hafenimbiss Kibbeling essen, in Backteig frittierte Kabeljau-Häppchen. Typisch holländisch!

Auch schöne Spaziergänge durch grüne Natur wie hier am Deich von Hindeloopen gehören mit zum Rahmenprogramm.

Wind und Wetter am IJsselmeer

Auch wenn es im IJsselmeer durch den Einfluss der Landmassen lokale Abweichungen gibt, bleibt das Nordseewetter bestimmend. In den Sommermonaten ist die Verteilung von Nord-, Süd- und Westwinden in etwa gleich, nur Ostwinde sind etwas seltener.

Ein Mix aus Sonne und Wolken ist im Revier ein häufiges Phänomen.

Die mittlere Windstärke beträgt vier Beaufort. Im Juli und August liegt die mittlere Höchsttemperatur bei 21 Grad, das Wasser hat dann 17 Grad. Tage, an denen auch Regen fällt, gibt es durchschnittlich jeweils elf pro Monat.

Navigation auf dem IJsselmeer

Es gibt keine Gezeiten, aber nicht immer einen konstanten Wasserstand. Starkwind kann den Wasserstand bis zu einem Meter auf der einen Seite fallen und gleichzeitig auf der anderen Seite steigen lassen. Die Wassertiefe beträgt bis zu sechs Meter, oft ist sie aber nicht viel tiefer als gute zwei Meter. Untiefen, Flachstellen, Fahrwasser und Hafeneinfahrten sind sehr gut betonnt und befeuert.

Vorsicht: Es gibt viele Fischernetze im gesamten IJsselmeer.

Egal ob Fahrwasser, Untiefen oder Hafeneinfahrten: die Markierung mit Seezeichen ist vorbildlich.

Die Häfen am IJsselmeer

Alle Häfen sind sehr gut ausgestattet, die meisten Orte bieten gleich mehrere Anlegemöglichkeiten. Viele davon sind charmant mitten im Ortskern gelegen, dann muss meist eine Hebebrücke, vereinzelt auch eine Schleuse, passiert werden. Die Liegegebühren sind moderat und mit denen an der deutschen Ostseeküste vergleichbar.

Einer der reizvollen Häfen am IJsselmeer: Hindeloopen.

Was genau erwartet einen in den Hafenorten des IJsselmeers? Wo gibt es den besten Liegeplatz oder die beste Veranstaltung? Welches Ausflugsziel oder Lokal lohnt einen Besuch und was bieten die Orte für Familien? Ganz bestimmt wäre nicht nur der fliegende Holländer erstaunt darüber, was sich in seiner alten Heimat so alles getan hat.

Ausführliche Hafenbeschreibungen

Enkhuizen

Enkhuizen gilt als die schönste Stadt am IJselmeer. Es gibt zwei große Yachthäfen, den Stadthafen Buitenhavn und weitere Liegeplätze im Oude Havn gleich neben dem Wahrzeichen, dem Drommedaristurm. Grachten, enge Gässchen und beeindruckende Bauwerke machen den Charme der niederländischen Hafenstadt aus.

Hindeloopen

Mit dem kleinen Strand an Steuerbord und der großen Marina an Backbord hat Hindeloopen eine der schönsten Hafeneinfahrten vom IJsselmeer. Wer im alten Hafen im Zentrum des Ortes festmacht, liegt ganz dicht am Geschehen.

Lelystad

Ob Lelystad nun am IJsselmeer oder doch eher am Markermeer liegt, ist eigentlich egal. Klar ist, dass die am Reißbrett entstandene Stadt auf der künstlichen Insel Flevoland liegt. Und, dass es hier ganz anders zugeht als in den vielen alten Hafenorten der Umgebung.

Lemmer

Lemmer ist der Hotspot am Ostufer des IJsselmeeres. Es gibt mehrere Yachthäfen und weitere Liegeplätze im Stadtkanal im Herzen von Lemmer. Dazu sorgen der weite Stadtstrand, das lebendige Zentrum und viele Kultureinrichtungen für Abwechslung.

Makkum

Makkum hat alles, was ein Törnziel sehenswert macht: Hebebrücken, Fischerpier, Altstadtgassen, Werftbetrieb und zentrumsnahe Liegeplätze. Der weite und weiße Strand am Ufer des IJsselmeers versprüht mit Surf- und Kiteschule dagegen Mittelmeerfeeling.

Medemblik

Vier Yachthäfen, ein Regattazentrum, eine alte Wasserburg und ein lebendiger Ortskern machen den Ort zu einem beliebten Ziel für Segler. Abwechslung an Land versprechen Ritterspiele in der Wasserburg, ein Bäckereimuseum und das ehemalige Dampfpumpwerk.

Stavoren

Der kleinen Stadt Stavoren am Ostufer vom IJsselmeer fehlen trotz ihrer langen Geschichte als Hafenort die kulturellen Highlights. Dennoch überzeugt der entspannte Ort mit seiner schönen Einfahrt, den vielen Liegeplätzen, dem Strand und einigem mehr.

Urk

Der kleine Ort mit seinen religiösen Bewohnern versprüht viel traditionellen Charme. Früher lag Urk auf einer Insel in der Zuiderzee, heute ist das Städtchen Teil von Flevoland, einer riesigen aufgeschütteten Landfläche. Trotzdem unbedingt sehenswert.

Workum

Der Bilderbuchort Workum liegt eine Seemeile landeinwärts vom IJsselmeer. Der Strand der Stadt hat mediterranen Charme, der Ort mit seinem historischen Marktplatz macht dagegen Geschichte lebendig und ist einfach nur postkartenschön.

Charter auf dem IJsselmeer

Egal ob Enkhuizen, Lemmer, Heeg oder Workum, an zahlreichen Standorten rund um das IJsselmeer bieten viele Charterfirmen ein großes und vielfältiges Angebot an Segelyachten an. Neben herkömmlichen Kielyachten werden auch die traditionellen Plattbodenschiffe mit Gaffelsegel und Schwertern angeboten. Auch kleine und offene Boote wie Polyvalken sind verfügbar. Nur Katamarane gibt es fast keine.

Charterbasis in Lemmer

Wer einen Törn rund um das IJsselmeer macht, kann sich die Mehrkosten für Schlauchboot und Außenbordmotor sparen, übernachtet wird stets in Häfen, an Kaianlagen im Ortszentrum oder an kleinen Anlegern. In Holland ist der Übergabetag meist der Freitag, Bettzeug muss in der Regel mitgebracht oder kostenpflichtig als Extra bestellt werden. Fast überall an den Charterbasen wird auch Deutsch gesprochen.

Diese Charter-Agenturen helfen dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten entlang des IJsselmeers bei bewährten Anbietern können dir diese Firmen behilflich sein:

Anreise zum IJsselmeer

Mit dem Auto sind es von Hamburg knapp 400 Kilometer bis zum IJsselmeer, von Köln 300, Berlin trennen 650 und München 800 Kilometer. Der Flughafen von Amsterdam ist etwa eine Autostunde entfernt. Viele der Häfen sind auch gut mit der Bahn zu erreichen, auch vom Flughafen. Die meisten Yachthäfen bieten gute Stellplätze für Autos.

Auf dem IJsselmeer stellt sich ein Gefühl von Weite ein.

Literatur & Seekarten

• Revierführer: Jan Werner, „Holland 2“. Delius Klasing Verlag
• Revierführer: Manfred Frenzel, „Das IJsselmeer“. Edition Maritim
• Sportbootkartensatz: NV Atlas Nederland: NL03 für IJssel- und Markermeer, NV-Verlag

Der Beitrag Segeln und Chartern im IJsselmeer: Ausführliche Revierinfo für Hollands Topdestination erschien zuerst auf Blauwasser.de.