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Fotografieren und Filmen über und unter Wasser mit dem PowerDolphin in 4K

Waterloft ist Spezialist für hochwertige Ausstattungen von Segel- und Motoryachten. Nun hat das Unternehmen aus Schleswig an der Schlei ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das den Spaß an Bord steigert und die Erinnerungen an den Törn in 4K-Quaität in Fotos und Filmen festhält. Über und unter Wasser.

Die Kamera heißt PowerDolphin und ist eine Art Tauch-Drohne. Sie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde – das sind ca. 10 Knoten. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu zwei Stunden und die Reichweite liegt bei beeindruckenden 1.000 Metern. Durch die integrierte Doppelgelenk-Kamera sind vielseitige Aufnahmen möglich. Beispielsweise lässt das Objektiv im Weitwinkel-Modus 132-Grad-Aufnahmen zu. Der Drehwinkel beträgt 220 Grad.

Filmen und Fotografieren unter Wasser. Foto: Hersteller

Navigiert wird der PowerDolphin mittels einer Fernbedienung, die flexibel, schnell und sicher in der Bedienung ist. Lediglich der Wellengang und die Windverhältnisse haben einen Einfluss auf die Navigation, aber das ist beim Segeln ja auch nicht anders 🙂

Außerdem gibt Waterloft an, dass sich der PowerDolphin mit einer Schleppleine ausstatten lässt, sodass er in einem Notfall theoretisch auch einen Rettungsring hinter sich herziehen könnte. Dieses Feature dürfte auch Segler begeistern, die gerne angeln, weil auch Haken und Köder vom PowerDolphin geschleppt werden können. Dabei wird der gesamte Vorgang durch die 4K-Kamera begleitet und aufgezeichnet, um diese später wiederzugeben.

Mit entsprechendem Zubehör sind Sonar-Aufnahmen möglich. Foto: Hersteller

Und nicht zu Letzt kann der PowerDolphin mit dem intelligenten Fischfinder-System PowerSeeker-Sonar ausgestattet werden – ein anderes Produkt desselben Herstellers PowerVision. Damit lassen sich automatisch topografische Unterwasserkarten zeichnen.

Je nach Bedarf kann der PowerDolphin in drei verschiedenen Ausführungen erworben werden. Die einfachste Variante gibt es ab 899,00 Euro bei Waterloft im Onlineshop.

Quelle: Pressemitteilung von Waterloft

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Törnbericht Italien: Durch das Reich der Lagunen nach Venedig segeln

Venedig: ein faszinierendes Ziel in der Nordadria

Die Sonne steht hoch über der leeren, flachen Landschaft, die dort beginnt, wo die Marina von Grado endet. Bunte Blümchen wiegen im milchigen Licht, hin und wieder ragen kleine und mit Schilfgras bewachsene Inseln aus dem braungrünen Waser. Wir lassen den Yachthafen hinter uns und tasten uns entlang der Holzpfähle durch den Kanal hinaus aufs offene Meer. Der Wind nimmt zu, voraus liegt die Nordadria.

Bei der Einfahrt in die Lagune von Grado herrschte annährend Flaute.

„Südwind ist ganz schlecht“, sage ich knurrend zu meiner Crew, „die Welle läuft dann direkt auf die flachen Lagunenzufahrten zu.“ Unsere Charteryacht hat 1,90 Meter Tiefgang und die Zufahrtstiefe in die Lagune di Marano bei Porto Lignano hat zwei Meter bei mittlerem Wasserstand. Mittlerweile haben wir fünf Windstärken, am Nachmittag soll die Wellenhöhe ein bis eineinhalb Meter erreichen. „Das wird nichts“, sage ich zur Crew, „da reicht eine Welle, um das Schiff in den Sand zu bohren.“

Mit fünf Windstärken durch die Nordadria

Wo sollen wir stattdessen hin? Schulterzucken auch bei der erfahrenen Crew, darunter Andreas aus Hamburg, der schon Kap Hoorn umrundet hat, und Stefan und mir, die bereits Ozeane überquert haben. Zusammen mit unseren Partnerinnen haben wir uns zur Abwechslung statt einem Meilentörn ein Kulturtörn verordnet: Wir wollen Venedig und die alten Städte entlang der Lagunen von Grado, Marano und Venedig an der italienischen Nordadriaküste besuchen. Auf dem Programm stehen Bummeln, Sonnen, Baden und dazu die Stadt der Liebe erkunden.

Das Ziel der Reise ist Venedig, die ewige Stadt der Liebe.

Ausgangshäfen für den Venedig-Törn

Venedig und die Strände an den Außenküsten der Lagunen ziehen jährlich Millionen Landurlauber an. Und auch wir Segler können problemlos auf eigenem Kiel die Lagunen erkunden, dazu gilt es die alten Städte von Triest und Monfalcone zu entdecken, selbst das schöne Istrien ist auf einem Urlaubstörn problemlos erreichbar. Dennoch ist Venedig kein Törnziel, das nur den Fahrtenseglern vorbehalten ist. Im Gegenteil. Für viele Chartersegler ist gerade die kroatische Seite ein idealer Ausgangpunkt für einen Törn nach Venedig, da hier das Angebot an Charterschiffen viel größer ist als an der italienischen Küste. Egal, wo man startet, das Revier liegt gerade mal 500 Kilometer von München entfernt und ist damit gut mit dem Auto zu erreichen.

Von Istrien nach Venedig sind es gerade mal 50 Seemeilen.

„Oh, tut mir leid, Lagunenkarten oder ein Handbuch von den Lagunenhäfen haben wir nicht an Bord“, entschuldigt sich der Mitarbeiter der Charterfirma beim Einchecken. „Warum nicht?“ „Ganz einfach, unsere Gäste fahren eigentlich alle Istrien und die kroatische Küste ab.“ Kann es etwa sein, dass unser Vorhaben nicht funktioniert oder sich ein Törn entlang der italienischen Nordadriaküste nicht lohnt? Wir können und wollen das nicht glauben, auch wenn sich wegen der schwierigen Lage Zweifel breit machen.

Die Strände an den Adriaküsten der Lagunen wie hier in Grado sind beliebte Urlaubsziele.

Bei Südwind ist Vorsicht geboten

Ratlos zappe ich mich auf den ersten Seemeilen am Plotter durch die elektronische Seekarte, nur eine geeignete Zufahrt in die Lagunenlandschaften will sich partout nicht finden lassen. „Kann es wirklich sein, dass man in der ganzen Nordadria bei Südwind keine Lagune und kaum einen Hafen anlaufen kann?“, will ich von meiner Crew wissen. Wieder Schulterzucken. Blicke wandern über die digitalen Kartenausschnitte, suchen Zufahrt um Zufahrt ab. Doch bis auch Venedig selbst, das für heute zu weit entfernt liegt, scheint es keine zu geben, die bei Südwind genug Tiefe hat. Bleibt nur eine Kursänderung um 180 Grad. Statt nach Westen geht es mit halben Wind über holprige Adriawellen gen Osten. In den riesigen Hafen von Triest.

Schön und lebendig ist der ungeplante Stopp in Triest.

Ungeplanter Stopp in Triest

Triest – Hauptstadt von Friaul-Julisch Venetien, einst wichtigster Mittelmeerhafen von Österreich-Ungarn, „eine gemütliche Stadt“, wie sie von sich selbst in Prospekten behauptet, mit prächtigen Palästen und Kaffeehausromantik. „Wenn Ihr ein Stück am Wasser entlanggeht, landet Ihr ganz bald auf der schönsten Piazza Italiens“, schwärmt der Festmacher, der die Leinen unserer Charteryacht, einer Bavaria 47, entgegennimmt. Die schönste Piazza Italiens? Ist das nicht „La Piazza di San Marco“ in Venedig? Der freundliche Festmacher schüttelt bestimmt den Kopf und deutet Richtung Norden. „Nein, das ist die Piazza dell’Unita d’Italia. Einer der größten Plätze Italiens, direkt am Mittelmeer.“

Die Piazza dell’Unita D’Italia ist nur ein paar hundert Meter vom Yachthafen der Stadt entfernt.

Tatsächlich müssen wir dem Festmacher in Gedanken recht geben – Triest’s Piazza dell’Unita d’Italia kann es mit dem Markusplatz aufnehmen. Reich verzierte Palazzi umrahmen sie, davor ein Brunnen, dessen Statuen vier Kontinente darstellen (Afrika, Amerika, Asien und Europa – Australien fehlt). Stufen führen hinunter ans Meer. Direkt davor: zwei Megayachten, Angler, Einheimische und Touristen, die die letzten Sonnenstrahlen genießen. Und Musiker aus den südamerikanischen Anden, die ihre Finger über die Gitarrensaiten tanzen lassen.

Triest ist mondän und zieht auch die Schönen und Reichen an.

Tidenhub in den Lagunen von Grado, Marano und Venedig

Am nächsten Morgen nutzen wir die Gelegenheit und decken uns in einem der zahlreichen Nautik-Shops mit Literatur, Karten und Tidenkalender ein. Gerade den Tidenkalender benötigen wir hier dringend, denn in dem flach auslaufenden Nordteil der Adria und den Lagunen von Grado, Marano und Venedig machen sich die Gezeiten deutlich bemerkbar. Bei etwas über einem Meter Tidenhub sollte man zumindest in den Lagunen und den vielen kleinen Fahrwassern wissen, ob das Wasser gerade auf- oder abläuft.

Bei der Ansteuerung der Lagunen hilft eine vorausschauende Planung.

Im neu erworbenen Hafenhandbuch entdecke ich, dass es gestern doch eine Zufahrt in die Laguna di Marano gegeben hätte. Bei Porto Buso ist die Zufahrt sechs Meter tief – eine Tatsache, die auf der elektronischen Seekarte nicht zu erkennen war. „Und was erwartet uns dort?“, will Mitseglerin Andrea aus Österreich wissen. „Neben 1.200 Liegeplätzen und Wassertiefen von bis zu 3,50 Meter auch ein paar Probleme“, sage ich. Das Fahrwasser ist leider nur zwei Meter tief und der Revierbuchautor empfiehlt, nur bei Hochwasser einzulaufen. Und: Bei Wind und Welle aus Süd ist man in dieser modernen Marina gefangen wie in einem Mauseloch. Dann bleibt nur, das Badetuch zu nehmen und sich ein Plätzchen an den kilometerlangen Stränden entlang der langgezogenen Landzunge zu suchen. Immerhin ist Lignano nach Rimini das meistbesuchte Seebad Italiens.

Wie an Land weisen auch in den Lagunen an den Abzweigungen Schilder den richtigen Weg.

Die Lagunen haben ihre eigenen Regeln

Mit Hilfe des neuen Tidenkalenders fahren wir am nächsten Tag zur rechten Zeit durch die Zufahrt nach Lignano. Zum ersten Mal geht es rein in dieses riesige, flache Gebiet der Laguna di Marano mit seinen zahllosen Fahrwassern und Kanälen, seinen Flussläufen, Sandstränden, Inseln und Sandbänken. Das Wasser färbt sich bräunlich, überall stehen dreibeinige Holzdalben, die die schmalen Fahrwasser markieren und abseits derer man sofort festsitzt.

Nahezu alle Dalben sind nummeriert, an manchen sind Warnschilder angebracht, an anderen weisen gelb-schwarze Wegweiser die Richtungen, „das ist ja wie im Straßenverkehr“, stellt Andreas kopfschüttelnd fest.

Der Yachthafen von Lignano ist eine gepflegte und moderne Anlage.

Lagune von Marano

In die Lagune von Marano mündet auch der angeblich schönste Quellfluss der Region, die Stella. Im Mündungsgebiet befindet sich eine 800 Hektar große Wattlandschaft, das Naturschutzgebiet Valle Canal Novo. Kleine Inselchen und Sandbänke schwimmen hier im Wasser, überall zirpt und zwitschert es, das Gebiet ist Ruhe- und Nistplatz für Tausende Wasservögel. Dabei führen kleine Brücken über Schilf und Wasser und machen das Gebiet so zugänglich. Wir wollen stromaufwärts die Marina Stella ansteuern und das Naturschutzgebiet erkunden.

In der Lagune von Marano gibt es viele Abzweigungen zu unterschiedlichen Zielen.

Vorsichtig tasten wir uns mit unseren 1,90 Meter Tiefgang in die Verästelungen der Lagune. Das Handbuch spricht von vier Meter Wassertiefe, doch an der Mündung soll eine Barre von 1,60 Meter sein. Jetzt aber ist Hochwasser und damit gibt es 80 Zentimeter mehr Wasser – der Weg sollte also frei sein. Doch schon kurz nach dem Einbiegen in den Canale Cialisia ruft Stefan: „Fahr mal langsam!“ Und kurz darauf gibt er bekannt: „Nur noch zwei Meter Wassertiefe!“

Beim Blick in die nautischen Unterlagen finden sich Sätze, die die geringeren Tiefen erklären: „Die Gezeitenströme sorgen in der Lagune für ständige Bewegung. Die Fahrrinnen müssen laufend gebaggert werden, sonst versanden sie. Es kann vorkommen, dass man mit den Arbeiten in Verzug ist.“ Erfahrungen wie diese werden wir auch an anderer Stelle machen und einmal sogar aufsitzen. „Kommt, wir knicken das mit dem Naturschutzgebiet“, sage ich, als mir das mit der Tiefe zu eng wird.

Unterm Strich sind diese Erkenntnisse jedoch kein Grund zur Sorge, denn entlang der vielen tiefen und sicheren Kanäle gibt es auch für Kielyachten immer genug zu entdecken. Wir steuern stattdessen Marano an, ein kleines postkartenschönes Örtchen inmitten einer Lagunenlandschaft aus Wasser und Schilf, das man vom örtlichen Yachthafen über eine kleine Holzbrücke erkunden kann.

Vier Seemeilen weit schlängelt sich das Lagunenfahrwasser bis nach Marano an der Festlandküste.

Adriasegeln bis nach Venedig

Auf der weiteren Strecke bis nach Venedig erhebt sich das Land nur wenig aus dem Wasser, die Küste bleibt flach, das Wasser ebenfalls. Und die kleinen Häfen der Küste auf dem letzten Stück bis nach Venedig sind für Kielyachten wie unsere endgültig zu flach. Wir strecken den Bug hinaus in die offene Adria und ergreifen die Möglichkeit, endlich mal wieder mehr als ein paar Meter Wasser unter dem Kiel zu haben

Wieder briest der Südwind auf, unsere Segelyacht legt sich auf die Seite, Wellen gurgeln und der Rumpf durchteilt das blassblaue Wasser. „Wir machen neun Knoten Fahrt“, ruft Jan, der Steuermann. Nach zwei Tagen segeln von Dalben zu Dalben durch flaches Wasser ein tolles und befreiendes Gefühl.

Mit ordentlich Druck in den Segeln auf dem Weg zum Ziel der Reise: Venedig

Die Lagune von Venedig

Auch die Lagune von Venedig hat nur eine schmale Durchfahrt zwischen den vorgelagerten Halbinseln und Inseln. Doch es ist die einzige, die bei jedem Wind und Wetter angelaufen werden kann, hier ist die Fahrrinne sogar tief genug für große Frachter, Fähren und Kreuzfahrschiffe. So ist es auch kein Problem, dass die Sonne bereits untergeht, als wir uns Venedig nähern. Nur eine Frage bleibt zunächst ungeklärt: In welchem der drei zentrumsnahen Yachthäfen wollen und können wir festmachen?

Mit der eigenen Yacht geht es durch die großen Kanäle mitten durch Venedig.

Der schönste Liegeplatz Venedigs: San Giorgio Maggiore

Die Entscheidung nach dem richtigen Liegeplatz ist im Grunde ganz leicht. „Kommt, wir versuchen es erstmal in dem Hafen direkt gegenüber vom Markusplatz“, sagt Jan, der die Stadt schon mal auf dem Landweg besucht hat. Gemeint ist die Marina San Giorgio auf der Insel San Giorgio Maggiore. Von hier aus kann man jederzeit einen Blick auf das centro storico werfen, auf die Piazza San Marco, die Markusbasilika und den Dogenpalast. Dazu verbinden die Vaporettos, die öffentlichen Fähren, die Insel in Minutenschnelle mit dem Markusplatz.

Herrlich gegenüber dem Markusplatz gelegen: Marina San Giorgio auf der gleichnamigen Insel

Der Liegeplatz liegt mitten in Venedig und ist trotzdem eine Oase der Ruhe.

Mit der Nachtwache im kleinen steinernen Leuchtturm an der Einfahrt der Marina wechsele ich ein paar italienische Wortfetzen, dann dürfen wir den Platz an der Passagierschiff-Pier nehmen. Zumindest bis um 7.00 Uhr in der Früh, dafür aber für „mezzo moneta, senca recivo“, wie ich ausgehandelt habe, also zum halben Preis und ohne Quittung. Erst für die zweite Nacht wird dann der volle Nebensaisonpreis von 145 Euro fällig.

Der Canale Grande und die unzähligen kleinen Kanäle können und dürfen nicht mit der Yacht befahren werden.

Stadtbummel über Venedigs Brücken

Für Venedig nehmen wir uns einen ganzen Tag lang Zeit. Morgens früh fahren wir mit der kleinen Pendelfähre rüber zum Markusplatz und staunen über die alten Bauwerke, noch bevor die Touristenmassen die Stadt erobern. Wir ziehen weiter und bewundern unzählige Plätze und enge Gassen, überqueren einige der rund 400 Brücken, schippern einmal über den Canale Grande und schlürfen einen Espresso im Café Florian, dem ältesten Kaffeehaus Italiens. Und für eine kurze Pause geht es einfach mit dem Vaporetto rüber zu unserer kleinen Insel, im Trubel der Stadt eine Oase der Ruhe.

Die venezianischen Gondelführer heißen Gondoliere und sind meist stilsicher gekleidet.

Die Lagune von Venedig ist groß und hat außer der Stadt noch eine Reihe weiterer lohnenswerte Ziele, die auch mit einer hochseetauglichen Kielyacht angelaufen werden können. Die Insel Murano etwa, die ein wenig wie eine Miniaturausgabe von Venedig wirkt. Oder die Fischerinsel Burano mit ihren Häusern in Kürbisgelb, Zinnoberrot und Lavendel.

Burano kann ebenfalls mit der Yacht besucht werden.

Wer in Burano keinen Liegeplatz findet, kann vor dem Ort ankern.

Weiter Horizont bis nach Istrien

Wir legen auf den beiden Inseln nur kurze Zwischenstopps ein, dann zieht es uns raus aus der Lagune und zurück in die Adria. Die 50 Seemeilen rüber nach Istrien sind vor allem für die männlichen Ozeansegler an Bord eine Wohltat, „endlich mal wieder richtig segeln“, sagt Andreas. Der Wind pustet, die Segel sind prall aufgebläht, zügig schneidet der Bug durch die See. Wir passieren die 20 Meter Tiefenlinie, der Horizont wird weit und die See wieder blau. „Das habe ich vermisst“, sage ich und genieße die Brise.

Nach Tagen in den Lagunen freut sich die Crew über den weiten Adria-Horizont.

In den Tagen bis zum Ende der Reise absolvieren wir ein Kontrastprogramm und besuchen Ankerbuchten und postkartenschöne Orte wie das slowenische Piran und das istrische Umag, in dem trotz EU-Zugehörigkeit einklariert werden muss.

Eine weitere Perle der Adria ist Piran, der schönste slowenische Küstenort.

Fazit: Die Abwechslung macht die perfekte Mischung

In den Ankerbuchten gehen wir baden und verbringen die Zeit mit sonnen und relaxen. Wir genießen diesen ganz anderen Törncharakter, den wir von so vielen früheren Mittelmeertörns kennen. Erst hier wird uns klar, dass der Besuch der Lagunen und die Reise nach Venedig ein fast einzigartiges Erlebnis ist. Denn die schöne und abwechslungsreiche Lagunenlandschaft mit ihren schmalen Fahrwassern, Windungen, Strömungen, Inseln, Stränden und Städtchen ist im Mittelmeer ein Unikum und ganz anders, als alles, was ein herkömmlicher Mittelmeertörn zu bieten hat. Von der Faszination Venedig, der ewigen Stadt der Liebe, ganz zu schweigen.

Ein Ankerstopp zum Abschluss macht die Törnmischung perfekt.

Charter

Ausgangshäfen für eine Charterreise nach Venedig gibt es viele, Pula in Istrien ist einer davon.

Im Norden der italienischen Adriaküste rund um Venedig gibt es nur lokale Charteranbieter mit einem kleinen Angebot an Charteryachten; internationale Flottenbetreiber sind hier nicht vertreten. Ein Ausgangshafen mit Chartermöglichkeit ist zum Beispiel Caorle, etwa 25 Seemeilen östlich von Venedig. Das viel größere Angebot an Charteryachten gibt es an der nahen slowenischen und kroatischen Küste. Die Ausgangshäfen Sloweniens (Portoroz und Izola) sind etwa 50 Seemeilen von Venedig entfernt. In Kroatien bieten sich die nahen Ausgangshäfen von Istrien an, insbesondere Pula mit seinen vielen und großen Charterflotten. Dieser Hafen ist etwa 70 Seemeilen von Venedig entfernt.

Diese Charter-Agenturen helfen Dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten bewährter Anbieter für dieses Revier können diese Firmen behilflich sein:

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GARCIA Yachts

Beschreibung

Exklusive Aluminium-Segelyachten

Der französische Hersteller GARCIA Yachts steht seit 1974 für hochwertige Luxus-Segelyachten aus Aluminium – mehr als 350 GARCIA-Yachten haben die Werft in der französischen Normandie seit der Unternehmensgründung verlassen und sind auf den Weltmeeren unterwegs.

Mit viel Erfahrung, Know-how und Leidenschaft hat sich das französische Unternehmen auf den Bau von Custom-Made Segelyachten zwischen 50 und 115 Fuß Länge spezialisiert und legt dabei besonderen Wert auf die Qualität ihrer Aluminium- und Holzarbeiten. So überzeugen unter anderen die Serien Nouanni, Salt, Passoa sowie die Exploration-Serie mit Qualität und Wertbeständigkeit und präsentieren sich als ausgezeichnete, komfortable Blauwasseryachten.

Mit seinen exklusiven, handgefertigten Yachten hat sich GARCIA nicht nur in der französischen Yacht- und Bootsbauindustrie, sondern auch weltweit einen Namen gemacht und bereits einige Auszeichnungen erhalten, unter anderen den renommierten „International Superyacht Design Award“ für die Garcia 90 ZUBRAGAN, den „European Powerboat of the Year 2013“ für den GT54 Trawler, den „SAIL Best Boats 2015“ Award für die Exploration 45 in den USA sowie den „CRUISING WORLD‘S 2015 BOAT OF THE YEAR“ Award im Dezember 2014.

Kontakt

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Ferdinand- Porsche- Str. 13
28237 Bremen
Deutschland

Telefon +49 421 34 66 02 50
Mobil +49 171 27 74 251
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www.blue-yachting.de

Ansprechpartner

Nils-Daniel Schürg
Geschäftsführer
Telefon +49 49 421 34 66 02 50
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Foto-Anleitung: Mit dem einfachen Takling eine Leine schützen

Der einfache Takling

Tauwerk gehört auf eine Fahrtenyacht wie der Wind zum Segeln. Es gibt verschiedene Methoden, um das Ende einer Leine gegen Aufribbeln zu schützen. Man kann es heiß verschweißen, mit Tape umwickeln oder eben mit einem Takling versehen.

Es gibt diverse Takling-Arten und nicht jede Variante ist einfach zu erlernen. Der einfachste – und in der Folge auch am schnellsten zu realisierende – Takling ist, wie der Name schon sagt, der einfache Takling. Wer einmal das Prinzip verinnerlicht hat, schafft ihn in weniger als einer Minute und fortan sind die Enden der Leinen an Bord geschützt.

So soll eine Leine natürlich nicht aussehen.

Ich persönlich finde zudem, dass ein Takling nicht nur die Leine schützt, sondern auch gut aussieht – besser als Tape oder einfach nur ein heißer Abschnitt. Außerdem kann man mit dem Takling ein paar farbliche Akzente setzen, was ich gerne mag, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Was braucht man für den einfachen Takling?

Die Liste der Werkzeuge/Materialien, die benötigt werden, um den einfachen Takling zu erstellen, ist kurz. Neben der zu schützenden Leine und dem Takelgarn werden lediglich ein scharfes Messer, ein Holzbrett als Unterlage und ein Feuerzeug benötigt.

Ein Teil des Materials liegt bereit – es kann losgehen.

Beim Takelgarn würde ich gewachstes Garn nehmen, da es leichter in Position bleibt. Außerdem sollte das Garn nicht zu dünn sein, da der Takling sonst sehr klein wird und wenig stabil ist – gleichwohl die Garn-Stärke natürlich auch vom Durchmesser der Leine abhängt. Bei Tauwerk zwischen 8 und 16 Millimetern verwende ich 1,5 Millimeter starkes Takelgarn.

Wie viel Takelgarn wird benötigt?

Um die Länge des Takelgarns zu ermitteln, kann folgende einfache Faustregel verwendet werden. Die Länge des Takelgarns (in Zentimetern) ergibt sich aus der einfachen Gleichung: Durchmesser des Tauwerk (in Millimetern) x 4 + 20. Mit anderen Worten: Wenn das Tau 12 Millimeter dick ist, brauche ich 68 Zentimeter Takelgarn (12 x 4 + 20 = 68).

Das abgelängte Takelgarn liegt bereit.

Den einfachen Takling erstellen

Das Garn wird als U-förmiger Bogen auf das Tau gelegt. Dabei zeigt das offene Ende zum Ende des Taus.

An der Stelle, wo das Tau im Kern wieder intakt ist, wird das Garn mit sich selbst gekreuzt und um das Tau gewickelt. Dies geschieht zunächst ohne großen Druck. Auch ohne große Zugkraft. Es ist mehr ein Garn-in-Form-bringen-und-auf-das-Tau-legen. 🙂

Nun wird das Takelgarn gleichmäßig vom Ende des Taus wegführend mit ordentlich Zug fest um das Tau gewickelt. Dadurch wird der Mantel auf den Kern des Tauwerks gepresst.

Das Tau sollte etwa 12 bis 14 Mal mit dem Takelgarn umwickelt werden.

Nach der letzten Umwicklung wird das linke Ende des Takelgarns (bezogen auf das Foto) durch das Auge geführt, das unter dem Takling herausguckt.

Das linke Ende wird dann parallel zur letzten Umwicklung gelegt, damit es später optisch gut aussieht. Wie erwähnt, geht das alles mit gewachstem Takelgarn etwas leichter, da das Wachs wie Klebe wirkt und das Garn leichter in eine bestimmte Form zu bringen ist.

Nun wird am anderen Ende des Takelgarns – dem rechten Ende – gezogen, sodass das Auge unter das Takelgarn gezogen wird und das linke Ende dabei mit unter den Takling zieht.

Die Schlaufe sollte etwa bis zur Mitte unter den Takling gezogen werden.

Mit den Fingern kann der Takling dann noch etwas in Form gebracht werden, sodass die Ränder an beiden Enden gleich gut aussehen.

Als nächstes wird mit dem scharfen Messer das linke und das rechte Ende des Takelgarns abgeschnitten – und zwar auf Höhe des Randes. Damit sind dann beide Enden des Takelgarns unter dem Takling verschwunden.

Damit ist der Takling im Prinzip fertig. Wie lange er hält, hängt maßgeblich davon ab, wie oft die Leine beansprucht wird und wie eng das Takelgarn um das Tau gewickelt wurde. Je enger, desto stärker ist das Garn eingeklemmt.

Zum Abschluss werden die ausgefransten Tauwerkreste vom Tauwerk abgeschnitten. Hierbei würde ich als Unterlage das angesprochene Brett verwenden. Mit dem Feuerzeug kann dann noch das Ende verschweißt werden. Alternativ geht das auch sehr gut über der Flamme des Kochers.

Tipp 1:
Es ist besser, das Tauwerk knapp über der Flamme zu halten. Das vermeidet Rußbildung am Tau.

Tipp 2:
Unter Deck lässt sich das Tauwerk für gewöhnlich besser verschweißen, da dort kein Wind das Tau bzw. die Schweißstelle zu sehr abkühlen kann.

Der Takling ist fertig

Geschafft! Der Takling ist fertig. Wie gesagt: Mit etwas Übung geht es schneller, den Takling zu erstellen, als diese Anleitung zu lesen. Bei uns an Bord verwenden wir den einfachen Takling ständig. Natürlich gibt es auch professionellere Arten, einen Takling zu machen, aber ich bin da eher pragmatisch veranlagt. Und nun viel Spaß beim Takling setzen 🙂

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Törnbericht Mallorca – mit der Charteryacht einmal um die Insel

Mallorca hat viele Gesichter – die schönsten erreicht man mit der Segelyacht

Ginster wuchert. Der Duft von Rosmarin wabert durch die sommerwarme Luft. Im glasklaren Wasser spiegeln sich die wenigen knorrigen Kiefern wider, die ihre Wurzeln in den kargen Boden krallen. Ein holpriger Pfad windet sich durch Gestrüpp, führt steil hinauf, bis er sich irgendwo hoch oben zwischen den kargen Felsen verliert. Silbermöwen und Sturmtaucher kreisen über der Bucht, hin und wieder auch ein Eleonorenfalke. Keine Autos weit und breit, keine Häuser, nur Ruhe und Stille.

Die Naturschutzinsel Sa Dragonera darf auch ohne Genehmigung betreten werden.

Mallorca? Ja, fast zumindest. Denn das kleine, stille Inselchen Sa Dragonera im Südwesten Mallorcas gehört zur Insel wie alle übrigen Gesichter auch. Wie die schöne Hauptstadt und der wilde Nordwesten. Wie die sanfte Ostküste und der facettenreiche Norden. „Zu Mallorca hatte ich bis heute nicht viel mehr im Sinn als den Ballermann“, sagt Jan aus Bayern, Crewmitglied auf der Charteryacht RED PEPPER, der noch nie zuvor auf der Insel war. Jetzt steht er auf dem höchsten Gipfel von Sa Dragonera, lehnt an den Mauerresten des verfallenen Leuchtturms und schwärmt für das kleine Eiland, das ein Naturpark ist.

Jans Blick wandert über die senkrecht in die Tiefe stürzenden Felsen hinweg in die Ferne, wo sich das Tramuntana-Gebirge in den milchigen Himmel erhebt. „Da hinten“, sagt er, und zeigt auf die schroffe Küste, „da soll es noch mehr Plätze wie diesen geben.“ Wir werden es herausfinden, denn gemeinsam mit der RED PEPPER wollen wir Mallorca umrunden.

Die Meerenge zwischen Sa Dragonera und Mallorca zeigt die stille Seite der Insel.

Eine Inselumrundung garantiert die meiste Abwechslung

Rückblick. Vor zwei Tagen haben wir mit unserer Charteryacht in Palma de Mallorca abgelegt, in der quirligen Inselmetropole, die die Heimat der Hälfte aller Mallorquiner und des Großteils der Charterunternehmen ist. Sechs verschiedene Marinas mit mehr als 2.000 Liegeplätzen bieten den Motor- und Segelyachten Platz.

Der Hafen von Palma de Mallorca hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, ist gewachsen und gewachsen. „Früher konnten dort drüben an der öffentlichen Pier noch die Fahrtensegler preisgünstig festmachen“, erinnert sich der Stützpunktleiter unseres Charterunternehmens und zeigt auf die Uferstraße Paseo Maritimo gegenüber. „Heute liegen dort die Megayachten der Superreichen.“

Die Gegensätze der Insel sind groß, hier kann jeder sein Glück finden.

Die Häfen der Inselmetropole liegen mitten im Zentrum der Stadt.

Von Palma bis nach Sa Dragonera sind es weniger als 25 Seemeilen, der Streckenabschnitt gilt als das Naherholungsgebiet der Hauptstadt. Hinter jeder Felsnase finden sich Strände und Buchten, die Cala de Portals zum Beispiel, eine weite Bucht mit feinsandigen Nischen, in der Schiffe jeder Art und Größe an ihren Ankerketten ruckeln.

Der bodenständige Teil von Port Andratx mit Fischerpier und öffentlichem Anlegesteg für Yachten

Port Andratx liegt dort auch, ein Hafenort mit Gegensätzen. Das von steilen Hängen umgebene ehemalige Fischernest hat sich zur teuersten Immobilienregion der Insel gemausert. Mercedes Cabriolets und Graumelierte in Armani-Anzügen gehören in Port Andratx ebenso zum Ortsbild wie rostige Fischerboote und Matrosen, die am Nachmittag ihren Fang in Kühllaster hieven.

Rund Mallorca. Rechts- oder linksherum?

Spätestens hier steht die Entscheidung, ob die Insel rechts- oder linksherum umrundet werden soll, erneut auf dem Prüfstand. Denn voraus liegt die offene, ungeschützte und steil ins Meer stürzende Nordwestküste Mallorcas, die auf ihren 45 Seemeilen nur einen wirklichen Schutzhafen hat, Port de Sóller. Die Vorhersage verspricht umlaufende Winde, später Süd bis Südost, zwei bis drei. „Keine Frage“, sage ich zur vierköpfigen Crew, „besser können die Bedingungen für eine Erkundung dieser einsamen Nordwestküste nicht sein.“

Der Hafen von Port de Sóller ist der einzige sichere Unterschlupf an der einsamen Nordwestküste.

Am dritten Morgen verlassen wir mit unserer Charteryacht – eine Sun Odyssey 40 – den Ankerplatz Cala Lladó auf Sa Dragonera und passieren die fischreiche Meerenge zwischen dem Inselchen und Mallorca. An Steuerbord zieht Mallorcas wilder Westen vorüber, Mitsegler Jan wird diese Küste später einmal mit Irland vergleichen, „so grün, so wild, so einsam habe ich mir Mallorca nicht vorgestellt.“ Hin und wieder kleben Dörfer zwischen dem spärlichen Grün und einsame Buchten verstecken sich hinter schroffen Felsnasen. „Man könnte hier ja Tage verbringen“, meint Jan, während er das englische Seehandbuch „Islas Baleares“ studiert, „so viele Ankerplätze hätte ich hier nicht erwartet.“

Einsame Buchten wie hier vor dem Bergdorf Banyalbufar zeigen ein häufig unbekanntes Gesicht der Insel.

Die stille Nordwestküste Mallorcas kennen die wenigsten.

Banyalbufar beispielsweise, dieses von terrassierten Hängen umgebene Bergdorf oberhalb der steilen Klippen, das früher für seinen „Malvasía-Wein“ bekannt war. Und Port de Valdemossa, sechs Kilometer vom berühmten Hauptort Palma entfernt gelegen, wo eine Handvoll Häuser und ein paar Restaurants zum Zwischenstopp einladen. Oder der Ankerplatz hinter der Halbinsel Sa Foradada, hinter der schon die NIXE, die alte Dampfyacht des exzentrischen Erzherzogs von Österreich, Ludwig Salvator, Schutz gesucht hat. Bereits auf den ersten 20 Seemeilen bis nach Sóller finden sich fast ein Dutzend selten besuchte und abgeschiedene Ankerplätze.

Der Ankerplatz Sa Foradada hat große Wassertiefen, bietet aber einen schönen Wanderweg und ein Ausflugslokal.

Port de Sóller

Der einzige Schutzhafen dieser einsamen Nordwestküste ist Port de Sóller, ein Muss jeder Inselumrundung. Die kreisrunde Hafenbucht ist fast komplett von schützenden Felswänden umgeben, hinter denen eine Marina, eine öffentliche Steganlage, Muringbojen und reichlich freier Ankerraum sichere Liegeplätze versprechen. Jetzt am Abend taucht die untergehende Sonne die weite Hafenbucht, den schönen Sandstrand und die kilometerlange Promenade in mildes Licht. Eine orangefarbene historische Straßenbahn rattert über holprige Schienen, die Touristenattraktion des Ortes fährt an Zitronen- und Orangenplantagen vorbei bis zum gleichnamigen Bergdorf Sóller. Wer im Hafenort bleibt, findet Platz auf den Terrassen der vielen Bars und Restaurants, hört den Straßenmusikern zu oder kauft Schmuck und Souvenirs an den Ständen der Kunsthandwerker.

Die Straßenbahnfahrt ins Bergdorf Sóller ist ein lohnenswerter Ausflug.

Cap de Formentor

Der Kurs unserer Segelyacht führt weiter Richtung Nordspitze der Insel, wo sich das Cap de Formentor rund 300 Meter hoch aus dem Meer erhebt. Auch hier, nur einen Steinwurf von den touristischen Zentren Port de Pollenca und Port d’Alcudia entfernt, finden sich wieder stille und einsame Buchten. Die wilde, unbebaute Cala Figuera zum Beispiel, in der wir als einziges Segelboot vor Anker liegen. An Land treffen wir nur eine Handvoll Individualtouristen, die über einen schmalen Pfad zum kleinen Kiesstrand der Bucht gewandert sind. Nach einem Bad im glasklaren Meer schüttelt Mitsegler Jan den Kopf: „Langsam zweifele ich an Mallorcas Image, an den Bildern von Ballermann und Massentourismus. Tolle Idee – hier ein Schiff zu chartern!“

Wild und einsam zeigt sich die Nordwestküste wie hier in der Cala Figuera am Cap de Formentor.

Mallorca hat viele Gesichter

Doch auf der anderen Seite der Insel zeigt Mallorca ein neues Gesicht. In den Buchten von Alcudia, Pollenca oder Cala Ratjada reiht sich ein Hotel an das andere, irgendwo müssen die etwa fünf Millionen deutschen Besucher pro Jahr ja bleiben. Was nicht bedeutet, dass man in diesen Hafenorten nicht auch schöne Urlaubserlebnisse hat. Beim Baden an feinsandigen Stränden, beim Besuch der alten und gleichnamigen Bergdörfer oder beim Feiern in einigen der bekanntesten Clubs der Insel. Auch wir besuchen zum Bergfest der Reise in Cala Ratjada erst die Open-Air-Bar Chocolate, die eigentliche Party aber steigt im Physical, dem größten Club des Ortes mit Lasershow und Go-go-Tänzern.

Kontrastprogramm: Im Physical in der Cala Ratjada trifft die Segelcrew auf Partytouristen.

Mallorcas Südostküste – Hafenorte und Buchten an der Perlenschnur

Im Uhrzeigersinn geht es weiter Richtung Südostküste, hier folgen Orte, Fischerhäfen und Buchten mit Namen wie Porto Cristo, Portocolom, Cala Domingos, Cala Mitjana und Cala Figuera. An diesem Küstenabschnitt hat der Segler die Qual der Wahl. „Die meisten unserer Chartergäste bevorzugen diesen Küstenabschnitt wegen der vielen sandigen Buchten und der guten Hafeninfrastruktur“, hatte uns der Stützpunktleiter unserer Charterfirma erzählt. Tatsächlich finden auch wir traumhafte Nischen zwischen dem Fels, in der Cala Mitjana liegt unsere Segelyacht vor einem Privatgrundstück idyllisch neben einem winzigen Strand. Ein Platz, der von Land aus kaum zu finden und damit den Bootsbesuchern vorbehalten ist.

Im Südosten der Insel finden sich Dutzende Ankerplätze in Buchten wie der Cala Mitjana.

Port de Cala Figuera

Leichter Nordwind schiebt unsere Charteryacht langsam weiter Richtung Süden, im Kielwasser verschwimmt Badebucht um Badebucht, dann erreichen wir unter Segeln die Cala Figuera. Das Dorf trägt den gleichen Namen, wie die Ankerbucht am Cap de Formentor, ist aber ganz anders.

In dem bekannten Fischerdorf liegen die Bootsgaragen direkt am Wasser der zweigeteilten Bucht. Die kleine öffentliche Hafenpier hat Platz für acht, neun Yachten, dahinter machen jeden Tag die Fischkutter fest und entladen ihren Fang.

Nur eine Handvoll Segelyachten findet in Cala Figuera einen Liegeplatz.

Möwen kreischen, Fischkisten scheppern, zusammen mit Dutzenden Touristen beobachten wir die einheimischen Kutterbesatzungen beim Sortieren des Fangs. „Ich gehe mal rüber zum Kühlhaus“, sagt Jan und kommt fünf Minuten später mit fünf fangfrischen Doraden für das Abendessen zurück.

Jeden Tag sortieren die Fischer in der Cala Figuera ihren Fang.

Die Insel Cabrera – Nationalpark und Sehnsuchtsort

Am Südzipfel der Insel tauchen in der Entfernung am Horizont Silhouetten auf, der Inselarchipel rund um die Insel Cabrera ist heute ein Nationalpark. Früher nutzten Piraten die Inselgruppe als Schlupfwinkel, heute sind es Delphine, Schildkröten und Wale. „Dürfen die Inseln angelaufen werden?“, möchte Jan wissen und zeigt auf die nur sieben Seemeilen entfernte Silhouette. „Kein Problem für alle, die sich wie wir vor Törnbeginn eine Genehmigung geholt haben“, erkläre ich.

Unter Segeln gleiten wir in die tief eingeschnittene Hafenbucht, in der 50 Muringbojen zum Festmachen ausliegen, die Hafenpier ist den wenigen Fischer- und Behördenbooten vorbehalten. Mit dem Bootshaken bekommen wir eine Festmacherleine an der vorbestellten Muringboje fest, mit dem Schlauchboot geht es rüber zum winzigen Hafen. Hier gibt es gerade mal ein Dutzend Häuser und eine Hafenbar. „Wie herrlich ruhig das hier wieder ist“, findet Jan beim Spaziergang zu den Überresten der alten Festungsanlage, die über der Bucht thront.

Cabrera: beliebter Anziehungsmagnet für Blauwasser- und Charteregler

Es Trenc – eine Strandbucht zum Niederknien

Auf dem Weg zurück zur Ausgangsbasis in Mallorcas Hauptstadt Palma zeigt die Insel abermals neue Gesichter. Zunächst der meilenweite und unbebaute Strand von Es Trenc, der mit seinem feinsandigen Strand und dem türkisfarbenen Wasser davor Karibikflair versprüht. Ankerplatz gibt es hier reichlich, nur vor den kleinen Strandbars, auch Chiringuitos genannt, sammelt sich ein Pulk von Motor- und Segelbooten. Der Anker plumpst in vier Meter flaches Wasser und bohrt sich langsam in den weichen Sand. Dann springen wir in die kristallklaren Fluten, schwimmen zum Strand, spielen Fußball und Beachball und genießen am Abend unter sternenklarem Himmel Pasta mit Meeresfrüchten im Cockpit. „Hier könnte ich Tage verbringen“, sagt Jan.

Der unbebaute Strand von Es Trenc ist ein beliebtes Ziel von Tagesausflüglern und Yachten.

El Arenal – Epizentrum des Massentourismus

Zwischen El Arenal und Palma offenbart die Insel dann ihr massentouristisches Gesicht, der sieben Seemeilen lange Küstenabschnitt ist durchgängig bebaut. Volle Strände, günstige Unterkünfte und deutsche Bierlokale gehören hier genauso zum Bild wie die 15 Strandlokale, Balneario genannt. Nummer 6 wurde unter dem Namen Ballermann weltbekannt, heute ist das Eimersaufen hier verboten und die Umbenennung auf Beach Club Six soll das alte Image vergessen machen. Der Hafen des Ortes ist mit seinem gepflegten Swimmingpool dagegen fast schon eine Oase der Ruhe.

Der Mix aus Sonne, Strand und Palmen ist auch in El Arenal kein schlechter.

Fazit Mallorca: eine Insel mit vielen Gesichtern

Mallorca ist und bleibt eine Insel mit vielen Facetten. Die Party-Segeltour ist hier genauso möglich wie der Natur-Chartertörn in abgelegenen Buchten. Und dazwischen finden sich genauso geschichtsträchtige Hafenorte wie moderne Marinaanlagen. Mallorca ist eine Insel für jeden Segel-Geschmack, hier findet jeder sein Glück. Immer ändert sich das Erscheinungsbild, wer die 160 Seemeilen einer Inselumrundung absegelt, bekommt alle Gesichter zu sehen. „Dass es so viele ruhige und stille Seiten auf der Insel gibt, hatte ich nicht gewusst“, sagt Mallorca-Neuling Jan bei der Ansteuerung von Palma. Der Inselvirus hat ihn sichtlich infiziert, „wir mussten viel zu viel auslassen“, sagt er beim Festmachen, „komm, wir chartern eine Woche länger und fahren einfach noch einmal rum!“

Sommer, Sonne, Segeln: Mallorca bietet mit seinen ganz unterschiedlichen Facetten viel Abwechslung.

Yachtcharter auf Mallorca

Gleich neben der berühmten Kathedrale und ganz nah an der Altstadt liegt die Marina La Lonja.

Die Hauptstadt Palma de Mallorca ist das Zentrum des Yachttourismus, die meisten Charteranbieter haben hier oder in den nahen Häfen entlang der Bucht von Palma ihre Basis. Internationale Flottenbetreiber sind hier genauso vertreten wie viele kleinere Firmen. Die meisten Charter-Stützpunkte bieten Flotten mit zehn bis 30 Schiffen an, die Mehrzahl davon sind Kielyachten, doch der Anteil an Katamaranen nimmt stetig zu. Die Schiffsgrößen der Charteryachten bewegen sich zwischen 30 und 54 Fuß und die Flotten bestehen überwiegend aus den Marken herkömmlicher Serienboothersteller wie Bavaria, Dufour oder Beneteau. Die einzelnen Charter-Stützpunkte in Palma sind über die weite Hafenbucht verteilt, den kürzesten Weg zur Altstadt hat man von der La Lonja Marina.

Diese Charter-Agenturen helfen Dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten bewährter Anbieter für einen Törn ab Mallorca können diese Firmen behilflich sein:

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Ocean Signal – Handsprechfunk

Beschreibung

SafeSea V100 GMDSS Handsprechfunkgerät

Das SafeSea V100 Handsprechfunkgerät von Ocean Signal wurde für den Notfall entwickelt. Denn gerade bei einem Notfall wird eine reibungslose Kommunikation am dringendsten benötigt. Dazu trägt insbesondere auch die einfache und intuitive Bedienung bei, die durch große Tasten, eine einfache Tastaturanordnung und ein großes und kontrastreiches LC-Display sichergestellt wird.

Das SafeSea V100 Handsprechfunkgerät wurde auf Basis der strengen Anforderungen der Zulassungsbehörden entwickelt und erfüllt die IMO-Vorschriften, damit es auch unter widrigsten Bedingungen einwandfrei funktioniert. Deshalb ist es auch absolut wasserdicht.

Alle elektronischen Schaltkreise der Handfunke wurden so optimiert, dass möglichst wenig Energie verbraucht wird – speziell im Sendebetrieb. Als Energiequelle wird eine Lithium-Batterie benötigt. Diese ist durch eine Kappe vor unbeabsichtigtem Gebrauch geschützt und kann vom Anwender jederzeit gewechselt werden – alternativ auch gegen einen wiederaufladbaren Lithium-Polymer-Akku, der dann mit einem Schnelllader (Tisch- oder Wandmontage) geladen werden kann.

Das SafeSea V100 ist optional auch mit einem Anschluss für Zubehör lieferbar. An dem Anschluss können beispielsweise Headsets oder externe Mikrofone angeschlossen werden.

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Stedinger Straße 20 a
26723 Emden
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KVH Mini-VSAT Antennen

Beschreibung

Mit TracPhone immer auf Empfang

Das Mini-VSAT-System von KVH ist ein innovatives, einfach zu installierendes System, das aus zwei Komponenten besteht: der Antenne und dem Modem/der Kontrolleinheit mit WLAN. Beides wird von KVH entwickelt und hergestellt – das zeugt nicht nur von Qualität, sondern auch von einem Service aus einer Hand. Bei Fragen und Problemen kann man sich an einen Ansprechpartner wenden und spart dadurch Zeit und Geld.

Die selbstausrichtende und nachführende Antenne gewährt einen unterbrechungsfreien, einwandfreien Empfang auf dem Boot – im Hafen, vor Anker und sogar während des Törns. Denn die Antennen lokalisieren und erfassen Satelliten automatisch, kompensieren die Bewegungen des Schiffes und richten sich beispielsweise bei einer Wende sekundenschnell neu aus.

Ob auf der Ostsee, im Mittelmeer oder an der Algarve – die Mini-VSAT Antennen ermöglichen es in ganz Europa, im Internet zu surfen oder Daten zu übertragen.

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KVH TV-Satelliten-Antennen

Beschreibung

Fernsehen an Bord

Die TV-Satellitenantennen aus dem Hause KVH überzeugen mit Qualität, Langlebigkeit und einem kompakten Design. Die kleinen Abmessungen und das geringe Gewicht sorgen gerade auf dem beengten Raum an Bord von Segelyachten und Motorbooten für hohen Komfort – ohne dabei die Funktionalität einzuschränken.

Die innovativen TracVision Satellitenantennen sind einfach zu installieren und arbeiten vollautomatisch, indem sie Satelliten lokalisieren und erfassen. Durch die selbstständige Ausrichtung der Antenne werden selbst Bewegungen des Schiffes sekundenschnell kompensiert, sodass ein unterbrechungsfreier Empfang von Hunderten von Programmen in ganz Europa gewährleistet wird – im Hafen und auf dem Wasser.

Ein besonderes Highlight in der aktuellen Produktrange ist die TracVision TV3, das Nachfolgemodell der legendären TracVision M3. Mit ihren geringen Abmessungen von 44 cm Höhe und einem Durchmesser von 39 cm ist sie im Volumen ca. 40 % kleiner als vergleichbare Systeme. Da sie zudem nur 8,2 kg wiegt, ist sie die perfekte Wahl für kleinere Schiffe.

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Scansail Yachts

Beschreibung

work less, sail more!

Seit über 35 Jahren ist das Hamburger Unternehmen Scansail Yachts auf Yachtcharter spezialisiert und bringt jedes Jahr tausende Segler an Bord von unterschiedlichsten Segelyachten.

Scansail Yachts bietet weltweit über 20.000 Yachten von geprüften Partnern an – darunter Segelyachten, Katamarane, Motorboote und Powerkats. Darüber hinaus kann man bei Scansail Yachts Kabinen auf ausgewählten Routen buchen oder an einer Flottille teilnehmen.

Alle Boote können mit den entsprechenden Nachweisen zum selber Segeln gechartert werden. Wer nicht selbst ans Ruder möchte, hat immer die Möglichkeit, einen lokalen Skipper dazu zu buchen.

Wenn noch nicht genau feststeht, wo es hingehen soll, hilft das hanseatische Unternehmen gerne weiter. Da das Scansail Team aus Seglern besteht, kennen sich die Mitarbeiter vor Ort aus und finden das richtige Revier. Zu jeder Buchung erhält man deshalb individuell zusammengestellte Informationen zu Revier, Basis und auch Törnvorschläge.

Die Scansail Crew ist immer persönlich erreichbar. Einen Termin zur Törnberatung in Hamburg kann man ganz einfach telefonisch vereinbaren unter +49 40 38 84 22.

Kontakt

Scansail Yachts International GmbH
Palmaille 124b
22767 Hamburg
Deutschland

Telefon +49 40 38 84 22
Telefax +49 40 38 93 277
info@scansail.de
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Ansprechpartner

Jochen Eschenburg
Geschäftsführer
Telefon +49 40 38 84 22
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Segeln/Chartern in Kroatien – die Perle Süddalmatiens heißt Hvar

Die Insel Hvar bietet Ziele und Abwechslung für einen ganzen Törn

Sie kommen im Sommer, jedes Jahr, Yachten groß wie Fähren. Prunkvoll glitzern Glas und Edelstahl in der gleißenden Sonne, ferngesteuert surren blankpolierte Gangways aus Heckgaragen. Flinke Stewards in weißen Polohemden mit eingestickten Schiffsnamen drauf legen Fußmatten auf die Marmorplatten der alten Hafenpier. Erst dann treten die prominenten Bordgäste durch die getönten Terrassentüren der klimatisierten Salons: Prinz Harry, Roman Abramowitsch, der König von Jordanien, Brad Pitt, Bill Gates, Steven Spielberg, George Clooney, die Klitschkos, Hugh Grant, Ralf Schumacher. Er könne noch viele weitere berühmte Besucher nennen, wird uns Georges Buj vom Hvar Tourist Board später erzählen.

Der Hauptort Hvar auf der gleichnamigen Insel wird auch als das St. Tropez Kroatiens bezeichnet.

Hvar ist das St. Tropez Kroatiens, doch das hört man hier nicht gerne. „Hvar ist Hvar“, wird Georges sagen, „das hier ist kein ehemaliges Fischerdorf. Hier war der Adel zu Hause und die Kultur, hier wurde Politik gemacht und Geschichte geschrieben, dazu hat die Stadt eine lange Seefahrertradition.“ Doch auch der Hafen von Hvar ist nicht für Paläste zur See gebaut. Wie gestrandete Wale, eingeparkt mit den gewieften Manövern ihrer Kapitäne, ziehen die Megayachten jeden Sommer die Aufmerksamkeit auf sich, auch ohne Prominenz an Bord.

Hvar ist einer der ganz wenigen Plätze des Reviers, in dem noch römisch-katholisch festgemacht wird.

Hvar ist ein Epizentrum des kroatischen Tourismus

„Hvar ist wie ein Gericht“, wird Georges weiter erzählen, „der Nautiktourismus ist die Hauptspeise, alles andere gibt es dazu.“ Und das sei ziemlich viel, „wir haben alles außer Sextourismus.“ Game Fishing, Freeclimbing, Wanderwege, Tauchschulen, Mountainbike-Touren, Partys, Geschichte, FKK, Konzerte, Prozessionen. Der braungebrannte Marketingprofi redet viel und schnell, beschreibt Beispiele und erklärt, dass bereits 1868 der „Hygienische Verein“ zur Förderung des Fremdenverkehrs gegründet wurde. Hvar – das Epizentrum des kroatischen Tourismus, des Jetsets, des Wassersports?

Der Platz Sv. Stjepana ist das Herzstück des Inselortes Hvar.

Wir wollen die Insel kennenlernen, nicht nur den Ort. Unsere Charteryacht kommt aus der Marina Kastela bei Split – dunkelblau, ANITA, fünf Jahre alt. Ein Charterboot wie viele, nur die Route ist eine andere. Keine Rundreise inklusive Brac, Solta, Korcula und Vis – nein, auf dem Törnplan steht nur eine Insel: Hvar. Das Gemäkel der Crew vor Törnbeginn hatte nicht lange auf sich warten lassen: Eine Woche für eine Insel, wird das nicht langweilig? Gibt es da überhaupt genügend Ziele? Kommt das Segeln nicht zu kurz? Warum sollte man das tun?

Schon Hvar bietet ein halbes Dutzend Häfen und ungezählte Ankerplätze. Karte: Webapp Navionics

Die ganze Vielfalt Süddalmatiens auf einer Insel

Ein Grund könnte sein, den Urlaub zu entschleunigen. Kein gehetztes Abhaken vermeintlicher Revierhöhepunkte, mehr ruhiges Dahintreiben. Um dabei Plätze und Stimmungen zu entdecken, die im Verborgenen liegen, zumindest abseits der üblichen Durchreiseziele. Und wer genau hinschaut, Seekarte und Revierführer zur Hand, wird feststellen, dass der Plan einer Inselumrundung von Hvar vieles ist, nur nicht abwegig.

Hvar: 40 Seemeilen lang und 80 Törnziele

Die ersten Ziele auf Hvar sind gut 20 Seemeilen von den nahe gelegenen Charterstützpunkten der Küste entfernt, die Insel selbst ist knapp 40 Seemeilen lang. Mit Einbuchtungen und Kreuzschläge kommen auch auf diesem Törn schnell 150 Seemeilen zusammen, rund Mallorca sind es kaum mehr. Fünf Hafenorte, eine Marina in einer Naturbucht, einige Anlegestellen, dazu Buchten, je nach Revierhandbuch, über 70! Törnziele gibt es mehr als auf Ibiza, Elba oder Menorca. Warum, so die Gegenfrage, sollte Hvar nur Durchreisestation und nicht Törnziel sein?

Durch die Abdeckung der umliegenden Inseln und des Festlandes gibt es kaum nennenswerten Seegang.

Tag eins der Reise ist ein Sonntag in der ersten Septemberwoche, in Kroatien bedeutet das immer noch Hochsaison. Die Anfahrt nach Hvar führt zwischen den Inseln Solta und Brac hindurch. Die kargen, felsigen Küsten sind mit grüner Macchia bewachsen, die Durchfahrt keine halbe Meile breit. Dahinter muss unsere Segelyacht ANITA, eine Oceanis 393, an die Kreuz. Der Wind pfeift im Hvarski Kanal parallel zur Küste aus Ostsüdost, die Sonne brennt, Stari Grad im Norden ist das Ziel. Die letzten Seemeilen führen gut geschützt durch einen tiefen, fjordartigen Einschnitt, Starogradski Zaljev. Im Nordteil, dicht nebeneinander, liegen fünf Einschnitte, zusammen Luka Tiha genannt.

Meist sorgt eine kleine Thermik oder eine Düse zwischen den Inseln für brauchbaren Segelwind.

Keine Straße führt hierher, die Buchten sind einsam und unbebaut, das Wasser tief und dunkelblau. Plätze wie diese – mal mit schattigen Pinienbäumen, mal mit Felsplateaus zum Sonnenbaden – gibt es rund um Hvar viele. Ideale Badestopps, die abends zu ungestörten Privatbuchten werden. Inklusive sternenklarem Nachthimmel, zirpender Grillen und wabernder Rosmarindüfte. Wie fast überall rund um die Insel wird auch in Luka Tiha frei geankert, es gibt keine Muringbojen, keine gesperrten Naturschutzgebiete, kein Abkassieren am Ankerplatz.

Einsame Ankerplätze wie in Luka Tiha gibt es viele rund um Hvar.

Stari Grad ist die ehemalige Hauptstadt der Insel

Stari Grad hat auch in der Hochsaison um sechs Uhr abends noch freie Liegeplätze. Liegt das an der für Durchgangsreisende ungünstigen Lage? Am Ort selbst, dem zweitgrößten auf Hvar, kann es nicht liegen. Denn der ist wunderschön, der älteste der Insel, sogar einer der ältesten Europas: gegründet von Griechen der Insel Paros 384 vor Christi Geburt. Wir schlendern durch das Labyrinth aus Gassen, bestaunen die Natursteinfassaden der Renaissancehäuser, den museumsschönen Piazza Skor, das Tvradalj-Wehrschloss des Dichters Hektorovic. In einem Hinterhof treffen wir auf einen Einheimischen, der aus Wurzelholz Schiffsmodelle baut, der Ort gilt auch als Künstlertreff der Insel, Segler sind seine Touristen. „Cool hier“, findet eine österreichische Jugendliche vom Nachbarschiff.

Stari Grad mit seinen 2.000 Einwohnern ist viel entspannter als der Hauptort Hvar.

Segeln, Baden, Flanieren

Tag zwei. „Ab jetzt machen wir’s immer so wie gestern“, schlägt Crewmitglied Jan, Lehrer aus Freising, vor. „Tagsüber segeln und baden, dann in einen Ort fahren.“ Kein Problem: Südlich des Westzipfels von Hvar, ganz dicht unter der Küste, liegt eine Inselkette, die Hölleninseln, zusammen etwa fünf Seemeilen lang. Badeinseln in Sichtweite der Stadt Hvar. Hier gibt es alles außer einem Ort, Autos und permanenten Bewohnern.

Kurze Entfernungen und entspanntes Segeln zwischen der Inselkette Sv. Klement vor Hvar

Auf der Nordseite liegt in der Bucht Palmizana eine voll ausgestattete ACI-Marina, Ausweichhafen für den chronisch überfüllten Stadthafen gegenüber. Im Osten, umgeben vom Nichts, gibt es das Carpe Diem, eine der angesagtesten Discos des ganzen Landes. Unter freiem Himmel dröhnt die ganze Nacht House und R&B bis zum Ankerplatz, tagsüber aber ist der Platz eine lauschige Loungebar mit Pool. Im Süden und im Inselgarten der Mitte liegen mehrere Ankerbuchten, ganz einsam oder mit Restaurant im Scheitel.

Bucht Tarsce: Die kleine Inselkette vor Hvar bietet zahlreiche Ankerplätze wie diese.

Restaurantbuchten gehören in Kroatien zum Törnerlebnis.

Friedlich gleitet unsere Charteryacht ANITA am Abend durch die engen Passagen des kleinen Insellabyrinths. „Der Hafen von Hvar ist jetzt bestimmt schon voll“, vermute ich. Die Wahl fällt daher auf Vela Garska westlich der Stadt, „eine Bucht mit Muringbojen und Restaurant“, wie der Revierführer verspricht. Vor uns steht ein junger Kroate mit blonden Locken, Koteletten und Unterlippenbart in seinem Motorboot und reicht uns eine seiner zehn Muringleinen. Im hinteren Teil der Bucht sehen wir eine kleine Steinpier und ein renoviertes Haus, oben auf dem Hügel ein Schild: „Konoba Marena Welcome“. An den rustikalen Holztischen gibt es gegrilltes Gemüse und Sardellen mit Kapern zur Vorspeise, zur Hauptspeise wahlweise Lamm oder Dorade. „Sehr gutes Essen“, findet Mitsegler Martin aus Köln, „ein toller Laden, idyllisch gelegen, sehr sympathisch.“

Vela Garska ist ein Bucht mit Murings und kleinem Lokal.

Die Stadt Hvar ist voller Geschichte

Stadtbesuch Hvar. „Je reicher die Familien waren, desto verzierter ist die Fassade“, erzählt Jasna Bozdar beim Rundgang durch die Stadt. „Die meisten Bauten sind mit lokalem Kalkstein gebaut, manches auch mit Marmor aus Brac“, weiß die Stadtführerin in perfektem Deutsch zu berichten. Griechen, Römer, Nertertjaner, Venezianer, Österreicher – die Insel ist über die Jahrhunderte in vielen Händen gewesen. Unter der venezianischen Herrschaft zwischen dem Ende des 13. und dem 18. Jahrhundert erlebte Hvar seine Blütezeit, wurde Hauptstadt, wichtige Hafenstadt, Transitzentrum. Immer wieder gab es Ausschreitungen zwischen Volk und Adel, 1610 kam es dann zu einem dauerhaften Friedensabkommen mit Gleichstellung, „dabei wurde auch der Bau eines der ersten öffentlichen Volkstheater in Europa beschlossen.“

Der Platz Trg Sv. Stjepana und die alten Gemäuer der Stadt Hvar sind ein Besuchermagnet.

Wir bestaunen von der hoch über der Stadt gelegenen Festung Spanjol aus den atemberaubenden Blick über die Altstadt, den Hafen und die Hölleninseln, treffen Georges Buj vom Fremdenverkehrsamt, schlendern zusammen durch die vollen Gassen und über den mit weißen Marmorplatten gepflasterten Hauptplatz des Ortes, Trg Sv. Stjepana, den größten Dalmatiens. „Für die Weiterentwicklung des Tourismus mussten die Stadtväter erst das Wasserproblem lösen“, erzählt uns Georges. „Seit den 60er Jahren kommt unser Trinkwasser nun durch eine Leitung vom Fluss Cetina vom Festland.“ So kann die Insel heute ihre jährlich etwa 450.000 Besucher versorgen, „43 Prozent davon kommen alleine im August.“

Die Cafés und Restaurants rund um die Hafenpromenade sind stets gut besucht.

Ein Stadthafen mit Kultstatus

Auf der Hafenpromenade, im Schatten mächtiger Palmen, blicken wir auf eine vollbesetzte Pier: historische Motorsegler im Päckchen, protzige Motoryachten, die Masten der Charteryachten dicht an dicht, eine Katamaranfähre, dazu Fischer- und Ausflugsboote. „Wir wollen ein öffentlicher Hafen bleiben mit einem Mix aus großen und kleinen Booten, bei uns wird keiner bevorzugt“, sagt Ante Buzolic vom Nauticki Centar Hvar, zuständig für das Management des Hafens. „Das Beste an unserem Hafen ist das klare Wasser und der gut haltende Ankergrund“, erklärt der sportliche Hafenmitarbeiter. „In der Hochsaison ist die ideale Zeit einen Liegeplatz zu bekommen gegen zwölf Uhr mittags. Sonst gibt es gegenüber noch Muringbojen oder den Ankerplatz vor dem Hafen.“ Hier zahlt man ausnahmsweise auch als Ankerlieger Hafengeld, dafür darf man aber auch seinen Müll entsorgen („eines unserer größten Probleme“) und an der Pier frisches Wasser bunkern.

Gegenüber der Hafenpier von Hvar gibt es auch Liegeplätze an Murings.

Der Osten der Insel ist schön und einsam

Tag vier und fünf der Reise gehören der Osthälfte der Insel, die hier lang und schmal wird und nirgends mehr als drei Seemeilen breit ist. Die Buchten werden offener und sind nicht mehr so tief in das wuchtige, bis über 600 Meter hohe Felsmassiv der Insel eingeschnitten. Wir stoppen in Srhov Dolac, einer Bucht mit türkisblauem Wasser, kleiner Steinmole, einem Dutzend Häusern und noch mehr Fischerbooten. Es ist ruhig und grün, auf der Terrasse eines nur halbfertigen Hauses sitzt eine Fischerfamilie beim Mittag, wir baden, sonnen und genießen eine Ankerbucht ganz für uns alleine.

Bucht Srhov Dolac: Im Osten der Insel Hvar gibt es viele ruhige Badebuchten.

Ähnlich ist auch die Stimmung in der Bucht Pokrivenik, nur ein paar Inselkenner verirren sich an den schönen Kiesstrand im Scheitel der Bucht. In der steil aufsteigenden Felswand des Westufers kann man durch eine riesige Höhle kraxeln und im Restaurant nebenan mit Blick über die Bucht zu Mittag essen. „Kaum zu glauben, dass Hochsaison ist“, findet Jan in Anbetracht der Stille.

Trotz Hauptsaison verirren sich nur wenige Yachten in die Bucht Pokrivenik.

Selbst die Auswahl an Häfen ist groß

Sichere Liegeplätze gibt es auf dem langen Weg um die Ostspitze auch. Beliebt sind die Ankerplätze und die Restaurants auf Scedro, auf der zwei Seemeilen vor der Küste gelegenen kleinen Insel. Oder der Hafen von Sucuray direkt an der Ostspitze neben dem Leuchtturm. Hier machen die Autofähren vom nahen Festland gegenüber fest, der kleine Ort ist aber viel mehr als die in Reiseführern beschriebene Durchgangsstation. Rot gedeckte Natursteinhäuser, Restaurants, ein Supermarkt, ein kleiner Platz, schattige Palmen, viele bunte Fischerboote und eine kleine Holzsteganlage mit Wasser und Strom für Besucheryachten machen den Ort „sehr gemütlich“, wie Martin findet.

Der selten besuchte Ort Sucuraj an der Ostspitze von Hvar ist einladend.

Vrboska oder Jelsa? „Keine Frage“, hatte Georges uns in Hvar mit auf den Weg gegeben, „Vrboska nennen wir auch ‚Klein Venedig’, da ziehe ich später hin, wenn ich meine Ruhe haben will.“ Wir tuckern durch einen engen, fjordartigen Einschnitt an einer ACI-Marina vorbei bis in den Stadthafen, bekommen eine Muringleine zugewiesen, spazieren über kleine Brücken vom Nord- zum Südufer und zurück und bestaunen die massive Festungskirche Sv. Lovro, ein Renaissancebau zum Schutz gegen die Türken, die den Ort 1571 bei einem Angriff zerstörten. Gute Wahl.

Die Anzahl der schönen Plätze wie hier in Vrboska nehmen kein Ende.

Fazit: Kroatien kompakt auf einer Insel

Vor der Rückkehr zur Charterbasis mieten wir uns für den letzten Tag noch einen Motorroller und rasen mit dem Fahrtwind in den Haaren über kurvige Gebirgsstraßen. Vorbei an verschlafenen Ortschaften, Weinfeldern, Orangenbäumen und Zypressen. Wir stoppen an einem Verkaufsstand am Rande der Straße, kaufen Rosmarinöl, Lavendelseife und eine Flasche Faros, den inseleigenen Rotwein der Südhänge.

Die Bordküche wird mit inseleigenen Spezialitäten aufgestockt.

Die Luft duftet abwechselnd nach Thymian und Salbei, wir düsen an Olivenplantagen, Schafsherden und Feigenbäumen vorbei. Und erhaschen grandiose Ausblicke über die grüne Insel hinweg auf das tiefdunkelblaue Meer, entdecken noch mehr einsame Buchten und halten später auch im Touristenort Jelsa. „Hvar bietet viel zu viele Ziele für eine Woche“, findet Jan, „wir müssen unbedingt wiederkommen.“

Zwischen den vielen Zielen auf der Insel ziehen einsame und ruhige Landschaften vorüber.

Charterbasis

Der größte Charterhafen von Süddalmatien ist die Marina Kastela bei Split.

Rund um Split und Trogir betreiben viele Charterunternehmen ihre Stützpunkte, die größten Flotten liegen in der Marina Kastela zwischen den beiden Städten. Das schönste Ambiente als Ausgangshafen haben vermutlich Trogir und Rogoznica. Neben den bekannten internationalen Flottenbetreibern gibt es eine Vielzahl lokaler Anbieter mit kleinen und mittleren Flottengrößen zwischen zehn und 30 Schiffen, auch deutsche Firmen operieren vor Ort. Pauschal kann man festhalten, dass Standard und Service in Kroatien einen guten Ruf genießen. Der Großteil der Flotten besteht aus Marken herkömmlicher Yachthersteller und das Angebot an Katamaranen nimmt auch hier stetig zu. Wer möchte, findet aber auch Spezialanbieter mit schnellen oder hochwertigen Yachten im Programm.

Diese Charter-Agenturen helfen Dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten bewährter Anbieter können diese Firmen behilflich sein:

Diese Firmen bieten organisierte Reisen an

Flottille, Kojencharter, Crewed-Charter, Segelkreuzfahrt – die Möglichkeiten, das Revier unter Anleitung oder in der Gruppe kennenzulernen, sind vielfältig. Diese Firmen bringen Dich aufs Wasser:

Diese Anbieter betreiben vor Ort einen Stützpunkt

Große und kleine, nationale und internationale Flottenbetreiber bieten vor Ort moderne Yachten an. Unter anderen betreiben diese Firmen vor Ort ihren eigenen Stützpunkt.

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SAILpoint

Beschreibung

Yachtcharter, Flottillensegeln, Familiensegeln und Mitsegeln

Seit der Unternehmensgründung 1991 steht die Leidenschaft für das Segeln bei SAILpoint an erster Stelle. Während sich das Unternehmen in den ersten Jahren auf Mitsegeltörns und Yachtcharter in der Türkei und Griechenland konzentrierte, bietet SAILpoint heute als international agierende Charteragentur eine große Produktpalette in allen Segelrevieren weltweit an.

Neben der klassischen Yachtcharter sowie Mitsegeltörns ist SAILpoint Spezialist für Flottillensegeln in der Türkei, in Griechenland und Kroatien, auf Sardinien und in der Karibik. Besondere Schwerpunkte sind zum einen Segelreisen in der Ägäis und zum anderen Flottillentörns, die speziell von Familien mit Kindern gebucht werden.

Die passende Yacht für jeden Törn zu finden, sodass die Kunden einen zufriedenen Segelurlaub verbringen – das ist der Anspruch des erfahrenen Teams. Deshalb haben eine individuelle Beratung und Abwicklung bei SAILpoint oberste Priorität.

Kontakt

SAILpoint Yachtcharter, Segeln & Reisen e.K.
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Praxis-Tipp: mit dem Luftsofa am Ankerplatz chillen

Spaß am Ankerplatz

Wer eine Segelreise als Chartersegler oder Blauwassersegler unternimmt, ankert für gewöhnlich auch immer mal wieder. So ist es auch bei uns an Bord. Das Ankern gehört zum Bordalltag wie der Wind zum Segeln. In den letzten Jahren habe ich zunehmend beobachtet, dass andere Yachten aufblasbare Sitzsäcke an Bord haben und sich mit diesen am Ankerplatz eine gemütliche Lounge zum Abhängen einrichten. In den meisten Fällen wurden die Säcke auf dem Vorschiff aufgebaut.

Das Luftsofa hat ein geringes Packmaß.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Das hat mich neugierig gemacht und so habe ich im letzten Sommer für unser Schiff zwei Luftsofas angeschafft. Und tatsächlich: Ich bin nicht enttäuscht worden. Im Gegenteil. Die Luftsofas sind ziemlich bequem, der Preis ist in Ordnung und der benötigte Stauraum verschwindend gering – sofern man sie nicht im aufgeblasenen Zustand lagert ;-)

Aufbau des Luftsofas

Der einzige Knackpunkt ist das Aufbauen selber. Es stellt im Prinzip keine große Herausforderung dar, aber es bedarf am Anfang etwas Übung, das Luftsofa mit Luft zu füllen. Anders als bei einer Luftmatratze wird beim Luftsofa keine Luftpumpe verwendet. Vielmehr wird der Schlauch durch eine geschickte Bewegung mit Luft gefüllt.

Das Befüllen braucht am Anfang etwas Übung …

… ist auf dem Vorschiff einer Segelyacht aber möglich.

Zum „Befüllen“ sei angemerkt, dass es im Internet einige Videos auf YouTube gibt, die zeigen, wie das geht. Sie stammen fast immer von den Herstellern der Luftsofas und suggerieren, dass man mit nur zwei Bewegungen den Luftsack gefüllt hat. Das stimmt so nicht. Schon gar nicht auf einer Yacht, wo der Bewegungsraum doch sehr eingeschränkt ist. Realistisch bedarf es eher so zehn bis 20 Schwüngen, bis das Luftsofa ausreichend gefüllt ist. Unser Schiff ist 36 Fuß lang und ich bekomme es auf dem Vorschiff gut hin, aber nicht mit nur zwei Versuchen. Das folgende Video ist zwar ein Werbevideo, zeigt aber ganz gut und vor allen Dingen realistisch, wie der Schlauch mit Luft gefüllt wird.

Fazit

Wir nutzen das Luftsofa hauptsächlich auf dem Vorschiff zum Abhängen mit einem guten Buch in der Hand oder beim Sundowner als Lounge-Möbel. Wobei das nicht ganz richtig ist, denn genau genommen haben wir zwei Luftsofas an Bord. Das erlaubt es jedem von uns, in einem eigenen Luftsofa zu sitzen. Da das Luftsofa schnell auf- und wieder abgebaut ist, kommt es bei uns regelmäßig zum Einsatz. Die Technik ist schnell zu erlernen und mit etwas Übung dauert es nur ein paar Minuten.

Gemütliches Abhängen am Ankerplatz im Luftsofa

Grundsätzlich kann man ein Luftsofa auch am Strand oder im Wasser benutzen. Im Wasser wäre ich damit allerdings vorsichtig, da das Spaßgerät sehr leicht ist und bei ein bisschen Wind sofort auf Drift geht. Das kann dann schnell zur Falle werden. Alles in allem ist es aber ein großer Spaß.
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