Archiv der Kategorie: blauwasser.de

Revier-Info: Flensburger Förde, Als Sund und Geltinger Bucht

Das Revier: kurze Distanzen und Abwechslungsreichtum

Sie fühlen sich an, als ob sie ein Revier wären. Die Rede ist von der Flensburger Förde, dem Als Sund und der Geltinger Bucht. Der Grund dafür? Sie liegen so dicht beieinander. Von Flensburg an der gleichnamigen Förde bis nach Dyvig – einem äußerst beliebten Ziel vieler Segler – im Herzen des Als Sundes sind es gerade mal 30 Seemeilen. Dazwischen reihen sich unzählige Häfen und Ankerplätze aneinander. Es ist ein Mikrorevier, das viel Raum zum Entdecken bietet.

Weiter Horizont, schöne Städte, schmale Fahrwasser, idyllische Küsten – das Revier bietet alles.

Die Flensburger Innenförde selbst ist etwa 17 Seemeilen lang, die breite Außenförde acht, die Nordufer sind dänisch, die Südufer deutsch. Eine komplette Umrundung der Insel Als ist 45 Seemeilen lang, die Dänische Südsee ist vom Ende der Außenförde 15 Seemeilen entfernt. Zwischen Dänemark und Deutschland herrscht freier Grenzverkehr und es finden – wenn überhaupt – nur äußerst sporadisch Kontrollen statt.

Segeln auf dem Als Sund – mitunter sportlich, aber ohne große Wellen.

Wie gesagt: Auf engstem Raum liegt hier alles ganz dicht beieinander und genau das macht den Reiz dieses Reviers aus. Kurze Tagesetappen sind genauso möglich wie längere Schläge. Und wenn einmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht und plötzlich den Törn verleidet, kann jederzeit rechts ran gefahren und ein passender Hafen gefunden werden. Deshalb ist das Revier gleichermaßen beliebt bei Familien-Crews, Einsteigern und alten Hasen.

Navigation & Seemannschaft

Die Innenförde und die Gewässer zwischen dem Festland und der Insel Als sind auch bei viel Wind durch die nahen Landmassen sehr gut geschützt. Die weitläufige Außenförde gilt zwar offiziell schon als Seerevier, aber auch hier segelt man einigermaßen behütet. Generell lässt sich sagen, dass die Förde bis an die Ufer tief ist – allerdings liegen dort viele Steine.

In Ufernähe gibt es viele große Steine.

Im Großen und Ganzen gibt es vier wichtige Flachstellen (was nicht bedeutet, dass an anderen Stellen bedenkenlos durch die Gegend gefahren werden kann), an denen Yachten regelmäßig auflaufen.

In der Förde selbst entdeckt man fast nur Sportboote, erst im Kleinen Belt trifft man auch auf Berufsschiffe.

In der Flensburger Innenförde liegt ein ausgedehntes Flach bei Holnishaken zwischen den roten Tonnen 6 und 8. Insbesondere an der Tonne Nummer 6 ist das Wasser gleich daneben nur noch einen halben Meter tief. Diese Tonne trägt daher auch den Spitznamen „Schwiegermutter“. Das liegt auf der Hand: Eine Schwiegermutter schneidet man nicht, zumindest nicht ungestraft 😉

Die berühmte Tonne „Schwiegermutter“

Außerdem gibt es an der deutschen Küste ein großes Flach beim Leuchtturm Kalkgrund, der das östliche Ende der Geltinger Bucht markiert. Er wird nördlich umrundet – gleichwohl es einige ortskundige Skipper gibt, die wissen, wo man südlich über das Flach gelangt. Hiervon möchte ich dringend abraten – sofern man nicht absolut ortskundig ist. Stichwort: „Große Steine“.

Leuchtturm Kalkgrund

Außerdem gilt es, am Eingang zum Alsfjord aufzupassen, da sich in unmittelbarer Nähe zur Marina Sonderborg ein weiteres Flach befindet (die rote Tonne gehört an Backbord passiert). Das gleiche gilt für die Nord-Untiefentonne auf halber Strecke im Als Fjord beim Abzweig nach Augustenborg. Sie markiert die Untiefe Snogbæk Hage.

Insgesamt gibt es sehr viele Seezeichen und Feuer in diesem Revier. Man ist geneigt zu behaupten, dass es vorbildlich ausgeschildert ist. Daher ist dieses Revier auch ideal zum Üben und für die Ausbildung.

Untiefe Snogbæk Hage

Strömungen und Wasserstandsänderungen können normalerweise in diesem Teil der Ostsee vernachlässigt werden, sie treten nur bei starken und anhaltenden Winden auf. Einzig im Als Sund setzt relativ konstant ein Strom von ein bis zwei Knoten nach Norden. Das kann übrigens von Bedeutung sein, wenn man weiß, wann in Sonderburg die Klappbrücke öffnet …

Wetter

Zu jeder Jahreszeit darf mit gutem Segelwind gerechnet werden, leider kann es auch im Hochsommer immer wieder zu Starkwind und Regen kommen. Lange Regenperioden sind selten, es muss aber mit kurzfristigen Temperaturschwankungen gerechnet werden.

Der Dreiklang aus Sommer, Sonne und Segeln ist leider in keinem Revier der Welt garantiert.

Wind aus Westen bringt meist Wolken und mehr Regen mit sich, bei Ostwind gibt es viel Sonne und etwas kühlere Temperaturen. Egal zu welcher Jahreszeit man unterwegs ist, wetterfeste Kleidung gehört mit an Bord.

Häfen und Ankerplätze

Entlang der Flensburger Förde, der Geltinger Bucht und der Insel Als gibt es über zwei Dutzend Häfen (liegen vor Heckpfählen) und über ein Dutzend sehr gut geschützte Ankerplätze (besonders geschützt und beliebt ist das Ankern an den Ochseninseln, im Als Sund und bei Dyvig).

Tagesausklang im behüteten Als Sund vor Anker

Wer es mit dem Ankern nicht so hat, findet hier reizvolle Törnziele: Gerne angesteuert werden die Marina in der Innenstadt von Flensburg (gute Versorgung, sehenswerte Stadt und ein beliebter Beach Club „Flensburger Beach“ direkt vorm Bug beim stadtnahen Yachthafen), Glücksburg (nette Umgebung, Yachtschule und bei Regen Zuflucht in der Saunalandschaft „Fördeland Therme“), Langballigau (hübsches Dorf, gemütlicher Hafen), Høruphav (kleiner Hafen – alternativ gegenüber vor den Steilklippen ankern), Sonderborg (Altstadt, Marina, Stadthafen, viel zu entdecken) und Dyvig (Pilgerort der Fahrtensegler im Sommer).

Das Angebot und der Standard der Hafenanlagen im Revier ist vorbildlich.

Die Liegepreise für eine 40-Fuß-Yacht liegen in der Hochsaison um die 25 bis 30 Euro, sie sind in Dänemark etwas höher als in Deutschland. Das gleiche gilt für Proviant und gastronomische Angebote. Allerdings ist es bei deutschen Crews nicht sonderlich verbreitet, in Dänemark essen zu gehen („Einmal Hot-Dog satt bitte“) – vielmehr sind die Häfen abends übersäht mit grilllustigen Seglern, die bei Bier, Wein und Wurst an einfachen Holztischen über die Tageserlebnisse auf dem Wasser fachsimpeln und schwärmen, während die Kinder Krebse angeln oder sich an dänischem Softeis laben :-).

Ankerlieger bei den Ochseninseln

Charter

Natürlich ist es am einfachsten, das Revier von den vielen Charterstützpunkten rund um Flensburg zu erkunden. Wer mehr segeln möchte oder mehr Zeit hat, erreicht diese Ecke der Ostsee aber auch locker von Kiel (etwa 40 Seemeilen), Fehmarn/Heiligenhafen (etwa 50 Seemeilen) oder einem der nahen dänischen Ausgangshäfen.

Das Angebot an Charteryachten rund um die Flensburger Förde ist groß und abwechslungsreich.

Die Yachten im Charterbetrieb sind meist zwischen 30 und 50 Fuß groß, Katamarane gibt es so gut wie keine. Für die sind, ebenso wie für die 50-Fuß-Klasse, viele der kleinen Häfen nur eingeschränkt geeignet. Ein Schlauchboot ist an der Ostsee keine Selbstverständlichkeit, auch Außenbordmotoren müssen dazu gebucht werden. Möglichst rechtzeitig, die verfügbare Anzahl ist meist begrenzt.

Wenn nichts anderes vereinbart ist, werden Charterschiffe in der Ostsee in der Regel ohne Bettzeug, Bettwäsche und Handtücher angeboten. Neben dem Sportbootführerschein See ist auf der Ostsee eine Funklizenz und ein Pyroschein (letzterer kann meist auch durch Schnelleinweisung vor Ort erworben werden) erforderlich.

Diese Charter-Agenturen helfen dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten für einen Törn durch die Flensburger Förde und den Als Sund bewährter Anbieter können diese Firmen behilflich sein:

Ankern und Grillen am Strand gegenüber von Høruphav

Literatur & Seekarten

• Revierführer für die Flensburger Förde: Jan Werner, „Ostseeküste 1“, Delius Klasing Verlag.
• Revierführer für die Insel Als: Jan Werner, „Dänemark 1“, Delius Klasing Verlag.
• Toll für alle Ankerplätze, aber nur noch gebraucht zu bekommen: Gerti und Harm Claußen, „Ankerplätze in Dänemark“, Verlag Edition Maritim.
• Sportbootkartensatz 1: „Kieler Bucht und Rund Fünen“, Delius Klasing Verlag.
• NV Atlas 1: Rund Fünen – Kieler Bucht, NV-Verlag

Der Beitrag Revier-Info: Flensburger Förde, Als Sund und Geltinger Bucht erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Packliste Segeltörn für Mitsegler – Das muss unbedingt mit!

Was muss mit?

Ob ein Segeltörn ein voller Erfolg wird, hängt von vielen Faktoren ab – vom Skipper und der Crew, von der Route und dem Wetter, von der Chemie zwischen den Mitseglerinnen und Mitseglern und vom Zustand des Schiffes. Und natürlich kann man sich auch unwohl fühlen, wenn man an Bord ankommt und feststellt: Ich habe mein Brillenband vergessen, oder meine Cappy! Oder gar das Visum, das fürs nächste Ziel unbedingt nötig ist! Mit der von uns zusammengestellten Packliste passiert euch das nicht. Wir haben zusammengetragen, was unbedingt mitmuss!

Übergabe an der Charterbasis. Schnell kommt viel Gepäck zusammen.

Wer nicht mit dem ersten Schritt an Bord im Fettnäpfchen landen möchte, lässt auf jeden Fall den Hartschalenkoffer daheim – logisch! Der Stauraum an Bord ist begrenzt, am besten lassen sich Reisetaschen und Rucksäcke verstauen. Ein Seesack ist natürlich auch eine top Lösung, den kann man ganz klein zusammenknautschen, und manche sind sogar noch wasserdicht!

Taschen sind besser als Hartschalenkoffer

Das Wichtigste im Gepäck: anständige Segelkleidung

Außerdem benötigt ihr weder Wechselkleidung für jeden Tag noch eine große Kollektion an Ausgehkleidung. Zu viel Kleidung verursacht Chaos in der Kabine und sprengt zudem noch die knappen Schrankkapazitäten an Bord! Was jedoch unbedingt ins Gepäck gehört: praktische und passende Kleidungsstücke – und zwar abgestimmt auf das jeweilige Revier. Auf einem sommerlichen Törn rund Elba benötigt man natürlich mehr Shirts, Röcke und Shorts als auf einer herbstlichen Segelreise auf dem IJsselmeer. Doch ganz egal wohin die Reise geht: Anständige Segelkleidung – bestehend aus Segelhose und -jacke sowie Gummistiefeln – gehört immer ins Gepäck!

Das Wichtigste im Gepäck: anständige Segelkleidung

Checkliste: Das gehört in die Tasche!

Mit unserer Packliste für Mitsegler seid ihr garantiert gut aufgestellt. Natürlich kann es sein, dass ihr sie individuell erweitern möchtet, zum Beispiel um ein ganz bestimmtes Currygewürz, das ihr braucht, wenn ihr für die Crew euer Lieblingsessen zaubert. Doch es wird euch an nichts fehlen, wenn ihr eure Taschen oder Seesäcke mithilfe unserer Packliste füllt.

(Segel-)Kleidung

  • Segel- oder Regenjacke (mit Kapuze)
  • Segel- oder Regenhose
  • (Boots-)Schuhe mit hellen Sohlen und feinem Profil (um zu verhindern, dass sich kleine Steinchen in den Sohlen festtreten und dann Kratzer an Bord verursachen)
  • Gummistiefel (helle Sohlen, feines Profil)
  • Mütze
  • Sonnenhut oder Cappy
  • Segelhandschuhe (alternativ Fahrradhandschuhe)
  • Schwimmweste (wenn nicht an Bord bereits vorhanden)
  • Bikini/Badehose
  • revierabhängige Wechselkleidung
  • ggf. lange Kleidung als Sonnenschutz
  • Schlafanzug/Nachthemd
  • Badelatschen/Flip-Flops (für Sanitäranlagen in Häfen)
Badebekleidung und Buch sollten bei einem Törn in die Sonne nicht fehlen

Dokumente

  • Personalausweis oder Reisepass (auf Gültigkeit achten!)
  • Visum (falls nötig)
  • Krankenversicherungskarte bzw. Auslandskrankenversicherung
  • Führerschein (um ggf. Auto oder Roller zu mieten)
  • Segelscheine
  • Seemeilenbuch
  • Bargeld (in Landeswährung) für die Bordkasse, für Restaurantbesuche etc.
  • EC-Karte und/oder Kreditkarte
  • Kopie des Ausweises (hilfreich bei Verlust des Originals)
  • Flug- bzw. Bahnticket
  • ggf. und je nach Reiseziel Impfausweis

Ein Tipp aus der BLAUWASSER-Redaktion – erprobt und für gut befunden:

Alle Mitseglerinnen und Mitsegler bringen einen verschlossenen Briefumschlag mit an Bord, auf dem der Name und eine Kontaktperson bzw. eine Notfallnummer vermerkt sind.
In diesem Umschlag ist die persönliche Krankheitsgeschichte hinterlegt – mit Allergien, Empfindlichkeiten, Besonderheiten etc. Der Briefumschlag kann im Notfall vom Skipper geöffnet werden (beispielsweise, wenn die entsprechende Person vom Baum am Kopf getroffen wurde und nicht bei Bewusstsein ist o. ä.). So sind im Falle eines Falles sofort alle wichtigen Informationen zur Hand.

Werden die Informationen während des Törns nicht benötigt, erhalten die Mitsegler ihre Umschläge am Ende der Reise verschlossen zurück.

Auf Charteryachten gehört Bettwäsche oft zum Angebot und der Schlafsack kann zu Hause bleiben

Schlafen

  • Schlafsack oder Bettwäsche
  • Bettlaken
  • Kopfkissen (sind mitunter nicht an Bord)
  • Ohrstöpsel (z.B. Ohropax – sie helfen gegen schnarchende Crewmitglieder, schlagende Fallen etc.)
Darf im Gepäck nicht fehlen – Smartphone oder Kamera für die Erinnerungen

Persönliches

  • Handy plus Ladegerät und Kopfhörer
  • Kamera plus Ladegerät
  • Taschenlampe oder Stirnlampe inkl. Ersatzbatterien
  • Taschenmesser oder Multitool
  • Geschirrhandtücher
  • kleiner Rucksack für Tagesausflüge
  • Brillenband
  • Wet-Bag (wasserdichte Tasche für Dinghi-Fahrten oder Badeausflüge zum Strand)
  • ggf. Angel (z. B. zum Schleppen: mit kräftiger Leine und großem Haken/Köder)
  • Taucherbrille, Schnorchel und Flossen
  • Reiseführer
  • Lektüre
  • Spiele
  • ggf. Schreibzeug
  • Playlisten auf iPod oder Handy
Eine sehr persönliche Angelegenheit – die Bordapotheke

Reiseapotheke

  • Medikamente gegen Reise- bzw. Seekrankheit
  • Schmerztabletten
  • Durchfallmedikamente
  • Mückenschutz
  • Sonnenschutz
  • Taschentücher
  • persönlich benötigte Medikamente (gegen Allergien etc.)
Pflicht und Inspiration: Reisepass und Reisführer

Fazit

Wer dieser Packliste entsprechend seine Reisetasche oder seinen Seesack packt, wird ganz sicher alles Wichtige dabeihaben. Und kann sich somit auf das Wesentliche konzentrieren: auf das Segeln!

Der Beitrag Packliste Segeltörn für Mitsegler – Das muss unbedingt mit! erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Kiriacoulis Mediterranean

Beschreibung

Yachtcharter neu gedacht

Seit 1980 weitet Kiriacoulis Mediterranean seine Aktivitäten im Yachtcharter-Markt mit stets neuen Produkten und Stützpunkten aus. Heute betreibt die griechische Firmengruppe eine Charterflotte aus 400 Yachten in sechs Mittelmeerländern und der Karibik.

Insgesamt stehen dem Kunden bei Kiriacoulis Mediterranean 23 Stützpunkte zur Verfügung:
– acht in Griechenland: Athen, Kos, Rhodos, Korfu, Lefkas, Skiathos, Paros und Mykonos
– sechs in Kroatien: Pula, Biograd, Trogir, Krvavica, Zadar, Split
– vier in Italien: Toskana (Puntone), Sizilien (Sant‘Agata di Militello und Marsala), Sardinien
– zwei in Frankreich: Côte d’Azur (Bormes-les-Mimosas) und Korsika (Propriano)
– je einer auf Malta, in Spanien (Costa Brava) und in der Karibik (St. Martin)

„Wir scheuen keine Kosten und keinen Aufwand, um den hohen Standard unserer Flotte zu halten“, erklärt Fanis Kiriacoulis. „Auch stecken wir viele Ressourcen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und die Ausweitung unseres Service.“ Damit hat sich die Firma in der Branche eine hohe Zuverlässigkeit erarbeitet. Dieser Einsatz und die breite Streuung von Stützpunkten hat der Firma eine treue Kundschaft eingebracht.

Kontakt

Kiriacoulis Mediterranean
7 Alimou Ave, Alimos
17455 Athens
Greece

+ 30 210 9886187
+ 30 210 9844529
charter@kiriacoulis.com
www.kiriacoulis.com

Bildergalerie

Video

Mehr erfahren

Der Beitrag Kiriacoulis Mediterranean erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Segeln und Chartern im Markermeer: Ausführliche Revierinformationen

Das Markermeer ist beliebt bei Yachteignern und Charterseglern zugleich

Was für ein Glück! Entlang der grünen Küste des Markermeers liegen alte Hafenorte, neue Marinas idyllische Vereinsanleger, eine aufgeschüttete Insellandschaft, dazu gibt es auch heute noch reichlich Platz zum freien Segeln.

Im Markermeer ist der Horizont weit und das nächste Ufer schon mal 20 Seemeilen entfernt.

Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Plan für dieses Seegebiet war ein anderer: Das Markermeer sollte eingedeicht und trockengelegt werden, um für das kleine Holland mehr nutzbares Land zu schaffen. Genauso wie zuvor schon Flevoland und der Noordoostpolder der ehemaligen Zuiderzee als neue Landflächen abgerungen wurden.

Zum Glück haben die alten Fischerhäfen wie Monnikendam ihren Zugang zum Wasser behalten.

Das Markermeer ist Naherholungsgebiet für Land- und Wassertouristen

Für dieses Vorhaben wurde vor 43 Jahren der Damm zwischen Enkhuizen und Lelystad fertiggestellt, die heutige Trennlinie zwischen Marker- und IJsselmeer. Die Jahre verstrichen, andere Wasserbauvorhaben hatten Vorrang und das Markermeer etablierte sich zwischenzeitlich als wichtiges Naherholungsgebiet.

Egal ob auf dem Wasser oder an Land: Die Ufer des Markermeers dienen als Naherholungsgebiet.

Und nachdem auf Flevoland bereits die neuen Städte Almere und Lelystadt entstanden waren, entfiel nach neueren Einschätzungen auch die zwingende Notwendigkeit, weitere Flächen für neue Siedlungsprojekte zu schaffen. So wurde der Plan, das Markermeer trockenzulegen, 2006 endgültig aufgegeben.

Der Leuchtturm auf Marken ist heute Sinnbild für Nutzung des Reviers für die Freizeitschifffahrt.

Damit bleibt das heutige Süßwasserrevier neben dem IJsselmeer eines der beliebtesten Binnenreviere der Niederlande. Ohne Strömungen und Tidenhub kann man auf dem künstlich geschaffenen See der ehemaligen Zuiderzee von Muiden im Süden bis Enkhuizen im Norden 22 Seemeilen weit segeln, von Hoorn im Westen bis nach Lelystad im Osten 15 Seemeilen.

Selbst für große Hochseeyachten ist das Markermeer geeignet.

Das tidenfreie Gewässer macht die Navigation kinderleicht

Die Wassertiefen betragen meist drei bis vier Meter, nur an der alten Zuiderzee-Küste im Westen und rund um die Insel Marken kann es auch flacher werden. Dutzende Tonnen markieren die tiefen Fahrwasserwege, und befeuerte Hafeneinfahrten sowie Leuchtfeuer machen das Segeln hier auch nach Sonnenuntergang möglich.

Auch nach Sonnenuntergang findet man immer sicher in einen Hafen.

Doch das Ökosystem des abgetrennten Markermeers leidet, die Sedimente können nicht mehr abgetragen werden, die Fisch- und Vogelpopulation hat in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen.

Marker Wadden: Hafen und Ankerfeld – Foto: Visit Flevoland

Die erfinderischen Holländer aber haben aus dieser Not eine Tugend gemacht: Seit 2012 werden die überschüssigen Sedimente vor dem Damm im Norden zur Aufschüttung einer neuen Inselgruppe genutzt, dem Marker Wadden. Das Vorhaben soll das Ökosystem des ganzen Markermeers nachhaltig stabilisieren und neuen Lebensraum für Pflanzen und Vögel schaffen. Und seit September 2018 sind die Inseln auch ein neues Ziel für Segler.

Wind und Wetter am Markermeer

Nordeuropäischer Atlantikeinfluss bestimmt auch das Wetter in Holland. Laufend wechselnde Drucksysteme mit Winden aus unterschiedlichen Richtungen und mit variierender Windstärke sind an der Tagesordnung. Die mittlere Windstärke beträgt vier Beaufort, Ostwind kommt dabei am seltensten vor. Im Sommer liegt die mittlere Höchsttemperatur bei 21 Grad, die mittlere Wassertemperatur bei 17 Grad. Die wenigsten Regentage und die meisten Sonnenstunden gibt es im Mai und Juni.

Eines ist in Holland fast immer sicher: guter Segelwind.

Navigation auf dem Markermeer

Sehr gut ausgebaute Häfen, zahlreiche Tonnen und viele Fahrwasser machen die Navigation im Markermeer leicht. Es gibt keine Gezeiten und keine Strömungen, Starkwind aber kann den Wasserstand auf der einen Seite zum Steigen und auf der anderen Seite zum Fallen bringen. In den Sommermonaten kann extrem starkes Krautwachstum zum Problem werden und sogar den Propeller so stark verkrauten, dass die Welle blockiert (mit Rückwärtsgang versuchen das Kraut loszuwerden).

Charmante Anlegemöglichkeiten wie hier in Hoorn liegen oft mitten im Zentrum.

Die Häfen am Markermeer

Alle Häfen sind sehr gut ausgestattet, die meisten Orte bieten gleich mehrere Anlegemöglichkeiten. Viele davon sind charmant mitten im Ortskern gelegen. Liegegebühren für elf Meter: um die 20 Euro, häufig zuzüglich Strom und Duschen; WLAN ist meist überall vorhanden.

Die vielen Sehenswürdigkeiten wie hier in Muiden sind stets ganz nah bei den Liegeplätzen.

Wo gibt es den besten Liegeplatz oder die beste Veranstaltung? Welches Ausflugsziel oder Lokal lohnt einen Besuch und was bieten die Orte für Familien? Wir haben für Euch alle Ziele des Markermeers besucht und stellen euch jeden Hafen in einem eigenen Porträt vor. Den gewünschten Hafen einfach anklicken und den kompletten Hafenbericht lesen. Über Ergänzungen und Updates würde wir uns sehr freuen!

Ausführliche Hafenbeschreibungen

Jeder der nachfolgenden Häfen wurde von einem unserer Autoren ausführlich besucht und beschrieben.

Klicke auf einen der Häfen, um mehr über die Gegebenheiten vor Ort zu erfahren.

Almere (De Blocq van Kuffeler)

Das Feuchtbiotop De Lepelaarplassen auf Flevoland ist nur eines der Highlights in De Blocq van Kuffele, einem kleinen holländischen Ort mit privatem Vereinsanleger. Ein beliebter Törnstopp für Naturfreunde!

Almere (Muiderzand)

Die modern Marina Muiderzand am Stadtrand von Almere bietet neben 950 Liegeplätzen alle erdenklichen Serviceeinrichtungen. Restaurants, Spielplatz, Strandbad und vieles mehr machen den Ort zu einem beliebten Ziel für Segler und Familien.

Amsterdam/Sixhaven

Der zentral gelegene Sixhaven von Amsterdam ist vielleicht nicht der schönste Liegeplatz Hollands, verfügt aber über viele Annehmlichkeiten, wie moderne Sanitäranlagen, Strom, Wasser und Wifi etc. Aufgrund der Top-Lage könnt ihr von hier aus die Stadt mit ihrem internationalen Flair, den vielen Grachten und dem beeindruckenden Stadtbild erkunden.

Durgerdam

Der kleine Ort Durgerdam bietet nicht nur schöne Liegeplätze, sondern auch viel Ruhe und Gemütlichkeit. Ein entspannter Törnstopp am Markermeer, nur zwanzig Autominuten von Amsterdam entfernt.

Edam

Der holländische Ort Edam lockt nicht nur Käsefreunde in die hübschen Gassen der traditionellen Stadt. Viele Denkmäler, ein historischer Marktplatz und ein kleiner Yachthafen machen den Charme der Stadt aus.

Enkhuizen

Enkhuizen gilt als die schönste Stadt am IJselmeer. Es gibt zwei große Yachthäfen, den Stadthafen Buitenhavn und weitere Liegeplätze im Oude Havn gleich neben dem Wahrzeichen, dem Drommedaristurm. Grachten, enge Gässchen und beeindruckende Bauwerke machen den Charme der niederländischen Hafenstadt aus.

Hoorn

Zwei Yachthäfen und ein Binnenhafen sowie historische Kaufmannshäuser und ein lebendiges Stadtzentrum machen Hoorn zur Perle am Markermeer. Die Stadt, der das Kap Hoorn seinen Namen verdankt, ist nicht nur bei Seglern beliebt.

Lelystad

Ob Lelystad nun am IJsselmeer oder doch eher am Markermeer liegt, ist eigentlich egal. Klar ist, dass die am Reißbrett entstandene Stadt auf der künstlichen Insel Flevoland liegt. Und, dass es hier ganz anders zugeht als in den vielen alten Hafenorten der Umgebung.

Marken

Auf der niederländischen Insel Marken gibt es an der Westseite einen kleinen Hafen, der mit seinen holzverkleideten Häusern, den traditionellen Pfahlbauten und kleinen Lädchen perfekt in das idyllische Bild der Insel passt. Das malerische Eiland sollte auf dem Törnplan nicht fehlen.

Monnikendam

Der geschichtsträchtige Ort Monnikendamm bietet nicht nur einen interessanten Mix aus Alt und Neu, sondern begeistert Segler auch mit einer riesigen Anzahl an Liegeplätzen in den vielen verschiedenen Häfen sowie ein sehr gutes Charterangebot.

Muiden

Eine historische Burg, eine alte Schleusenanlage und ein lebendiger Hafen machen den sympathischen kleinen Hafenort Muiden das ganze Jahr über zum beliebten Törnstopp am Markermeer.

Uitdam

Ein gut ausgestatteter Hafen inmitten der Natur, eine moderne Resort-Anlage mit Ferienhäusern, Wassersportmöglichkeiten und Indoor-Spielplatz und ein kleines, beschauliches Dorf – Uitdam hat Seglern und Touristen viel zu bieten.

Volendam

Mit seinem schönen Fischerhafen, der lebendigen Hafenpromenade und der Stadt mit den vielen Grachten, Gassen, idyllischen Gärten und Zugbrücken ist Volendam ein Touristenmagnet am Markermeer, der für seine Gastfreundschaft bekannt ist.

Chartern auf dem Markermeer

Egal ob Monnikendam, Enkhuizen oder Lelystad, an zahlreichen Standorten rund um das Markermeer bieten viele Charterfirmen ein großes und vielfältiges Angebot an Segelyachten an. Neben herkömmlichen Kielyachten werden auch die traditionellen Plattbodenschiffe mit Gaffelsegel und Schwertern angeboten.

Auch hier in Muiderzand gibt es Charterboote zu mieten.

Wer einen Törn rund um das Markermeer macht, kann sich die Mehrkosten für Schlauchboot und Außenbordmotor sparen, übernachtet wird stets in gut ausgestatteten Marinas, an Kaianlagen oder Stegen im Ortszentrum oder an kleinen Anlegern. In Holland ist der Übergabetag meist der Freitag, Bettzeug muss in der Regel mitgebracht oder kostenpflichtig als Extra bestellt werden. Fast überall an den Charterbasen wird auch Deutsch gesprochen.

Diese Charter-Agenturen helfen dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten entlang des Markemeers bei bewährten Anbietern können diese Firmen behilflich sein:

Anreise zum Markermeer

Die Häfen des Markermeers sind alle gut mit dem Auto zu erreichen (etwa 400 Kilometer ab Hamburg, 220 ab Düsseldorf und 650 ab Nürnberg). Die meisten Yachthäfen bieten gute Stellplätze für Autos. Einige Häfen können auch mit dem Zug erreicht werden und der Flughafen von Amsterdam ist von den meisten Marinas um die 50 Kilometer entfernt.

Die Bootstraße in Muiderzand macht klar, wie in Holland die Prioritäten gesetzt sind.

Literatur & Seekarten

• Revierführer: Jan Werner, „Holland 2“. Delius Klasing Verlag
• Revierführer: Manfred Frenzel, „Das IJsselmeer“. Edition Maritim
• Sportbootkartensatz: NV Atlas Nederland: NL03 IJsselmeer und Randmeeren, NV-Verlag

Der Beitrag Segeln und Chartern im Markermeer: Ausführliche Revierinformationen erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Lava Charter

Beschreibung

52 Wochen Segeln auf den Breitengraden des Lebens

LAVA CHARTER betreibt die größte, ganzjährig ansässige Segelyachtflotte auf den Kanaren und vertritt das Motto. „Entdecke mit uns auf den kanarischen Breitengraden des Lebens die acht Inseln des ewigen Frühlings unter Segeln“. Weiter heißt es: „Die Mission von LAVA Charter ist es, Erlebnissen auf die Sprünge zu helfen. Reisen bedeutet von seinen Erinnerungen zu zehren und sein Fernweh zu behalten. Die gesammelten Erinnerungen und Geschichten machen eine Reise erst wirklich aus. LAVA Charter bereitet diese Momente für Dich vor. Nimm sie einfach mit.“

Das passt. Denn LAVA Charter wurde 2015 aus purer Segelbegeisterung gegründet. Die Idee ist das Lebensgefühl für Wind, Wasser und Natur zu teilen. Und genau darauf basieren auch die Visionen, Missionen und Werte der jungen Charterfirma. Das Team verspricht: „Bei uns kommen alle auf ihre Kosten, egal ob Abenteurer, Familien, Entdecker oder Segelprofis. Wer Du bist entscheidest Du!“

LAVA Charter ist Yachtcharter-Spezialist für alle acht kanarischen Inseln und betreibt Basen auf Lanzarote und Teneriffa – von wo aus die anderen Insel bestens zu erreichen sind. Auf jeder Basis betrachtet sich das Team nach eigenen Angaben als Erlebnis- und Happyness-Manager. Nach dem Motto: „Nichts ist schöner für die Seele als ein wiederkehrender, zufriedener Gast auf Augenhöhe.“

Kontakt

LAVA CHARTER
Av. Olof Palme s/n, Local B0
35500 Arrecife
Spanien

Telefon +49 79 31 49 83 894
service@lavacharter.com
www.lavaresorts.de

Bildergalerie

Video

Mehr erfahren

Der Beitrag Lava Charter erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Riss im Segel reparieren mit Nähen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Welche Risse im Segel können repariert werden?

Die Segel einer Fahrtenyacht werden häufig genutzt – schließlich dienen sie der Fortbewegung des Schiffes 🙂 Dabei kommt es hin und wieder auch zu Schäden am Segel. Besonders ärgerlich sind dabei Risse im Segeltuch.

Große Risse sind mitunter gar nicht zu reparieren und bedürfen für gewöhnlich des fachkundigen Auges eines Segelmachers. Kleine Risse hingegen können oft mit Bordmitteln behoben werden. Das ist gut. So können wir das Segel weiter nutzen und die Reise zum nächsten Hafen unter Segeln fortsetzen. Insbesondere auf Langfahrt sind Reparaturen mit Bordmitteln von großer Relevanz.

Riss im Segel einer Fahrtenyacht

Es gibt drei Methoden, um einen Riss im Segel zu reparieren

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Methoden, das Segel zu flicken. In diesem Beitrag geht es nur um die Segelreparatur durch Nähen. Alternativ kann auch eine Segelreparatur mit selbstklebendem Tuch (Tape) oder mit Zweikomponenten-Kleber erreicht werden.

Vorbereitende Maßnahmen beim Segelrissflicken

Fäden entfernen

Allen drei Methoden ist gemein, dass zunächst alle gerissenen Fäden auf beiden Seiten der Rissstelle mit einer scharfen Schere entfernt werden.

Mit der Schere werden die Fäden rund um den Riss im Segel entfernt.

Webrichtung ermitteln

Außerdem spielt die Webrichtung des Segels eine Rolle. Damit die Kräfte optimal in den Flicken eingeleitet werden, muss dieser parallel zur Webrichtung laufen. Es ist nicht immer einfach, bei einem Segel zu erkennen, in welche Richtung die Webrichtung läuft. Hier kann sich mit einem Trick beholfen werden. Es wird ein spitzer Bleistift auf das Segel gesetzt und geguckt, in welche Richtung er geführt wird.

Stark vergrößerte Bleistiftlinie. Sie folgt der Webrichtung.

Vor allem bei Dacron-Tuch ist die Laufrichtung schwer zu erkennen. Dort liegen die Fäden alle im rechten Winkel zueinander und der Bleistift-Trick hilft, die Richtung zu finden. Bei Hydranet-Tuch, das auf Fahrtenyachten weit verbreitet ist, kann man das hingegen mit bloßem Auge erkennen.

Segelreparatur durch Nähen

Das ist die klassische Methode – mit Handschuh, Nadel und Garn. Diese Variante hat eine hohe Haltbarkeit und ist einfacher zu erlernen, als es aussieht. Die Form des Risses spielt dabei keine große Rolle – solange er nicht stark um die Ecke geht, wie bei einem „L“ beispielsweise. Hierbei wird die Bootsmannsnaht verwendet, die wie folgt genäht wird:

Die Bootsmannsnaht

Der erste Nadelstich wird in Verlängerung des Risses (etwa zwei Zentimeter vom Rissanfang entfernt) und quer zum Rissverlauf durch das Tuch gesteckt.

Der zweite Stich erfolgt in Längsrichtung auf den Riss zu, soll aber noch vor dem Riss nach oben austreten. Auf der Unterseite des Segeltuches bildet das Nähgarn nun ein Kreuz.

Für einen weiteren gleichmäßigen Verlauf der Bootsmannsnaht ist es hilfreich, in knapp ein Zentimeter Parallelabstand beidseits zum Riss je einen Bleistiftstrich zu ziehen und darauf die künftigen Einstichlöcher zu markieren.

Aus der Skizze sind die Stichfolge und der Nahtverlauf zu erkennen. Die einzelnen Stiche sind soweit anzuziehen, dass sich der Riss schließt, die Ränder des Risses aber nicht übereinander gezogen werden.

Flicken mit Zick-Zack-Naht

Bei einem Loch in L-Form oder Triangel-Form ist die Bootsnaht nicht hilfreich. Dann brauche ich einen Flicken. Das bedeutet, dass ich an Bord Segeltuch mitführen muss! Idealerweise handelt es sich dabei um dasselbe Segeltuch, aus dem das Segel gebaut wurde. Damit meine ich insbesondere die gleiche Webart und das gleiche Gewicht.

Starke Vergrößerung der Webart eines Segels

Vorbereitend wird der Defekt weggeschnitten, indem alle Tuchfetzen entfernt werden. Andernfalls kann der Riss weiter einreißen und das wollen wir ja nicht.

Zwei Beispiele für genähte Flicken

Beim Reparieren müssen mindestens zwei Lagen Tuch als Flicken aufeinander gebracht werden – ein kleineres Stück Tuch nahe am Loch und ein größeres weiter außen. Beide werden mit dem Segel mit einer Zick-Zack-Naht vernäht.

Die Zick-Zack-Naht

Das Ergebnis ist sehr haltbar. Gerade wenn ich lange unterwegs bin und keine Chance auf professionelle Hilfe habe, ist das eine gute und pragmatische Lösung. Kleiner Tipp: Diese Variante sollte vorher mal mit einem alten Segel geübt werden.

Fazit

Mit der beschriebenen Maßnahme kann auch der Laie mit Bordmitteln kleinere Risse im Segel unkompliziert reparieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass ich entsprechendes Reparaturmaterial an Bord habe (Segeltuch der gleichen Art, Nadel und Faden). Im Idealfall wurde dann am Ende der Saison alles nicht benötigt, aber wie heißt es so schön: „Haben ist besser als brauchen!“

Der Beitrag Riss im Segel reparieren mit Nähen – Schritt-für-Schritt-Anleitung erschien zuerst auf Blauwasser.de.

IRIS Yachtcharter

Segelyachtcharter auf Mallorca, wo der Urlaub schon vor dem Törn beginnt

Reif für die Insel? IRIS Yachtcharter bietet die größte BAVARIA Segelyachtflotte Mallorcas. Die 16 top gepflegten und ausgestatteten Segelyachten und Katamarane verfügen über Bugstrahl, Autopilot, Rollsegel, Heizung, Warmwasser und sehr gute Sicherheitsausstattungen. Einige Yachten sind zudem mit Klimaanlage, Generator, Solarpanelen und elektrischer WC-Spülung ausgestattet und drei BAVARIAS haben die SeeBG-Abnahme.

Der Clou: Die Basis liegt umgeben von Sandstränden im Club Nàutic Arenal an der Playa de Palma und ist in nur 10 Minuten vom Flughafen erreichbar. Sie bietet eine exzellente Infrastruktur und alle Annehmlichkeiten einer modernen, geräumigen Marina, inklusive der Nutzung des clubeigenen Pools. Hier lässt sich der wohlverdiente Urlaub ab dem ersten Moment genießen! Proviant kann bequem in Fußentfernung eingekauft oder auch vorab online bestellt und direkt zum Schiff geliefert werden. Gute Restaurants befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Das IRIS Team steht unter deutscher Leitung und setzt auf Qualität, was sich in den guten euminia-Bewertungen (4,8/5) widerspiegelt. Um in den Genuss von maßgeschneiderten Angeboten und Specials zu kommen, lohnt sich die persönliche Kontaktaufnahme.

Kontakt

IRIS Yachtcharter S.L.
C/Roses s/n, Club Nàutic Arenal
07600 Llucmajor – El Arenal
Spanien

Ansprechpartner

Matthias Büchting
Geschäftsführer
Telefon +49 228 9359 400
info@IRISyachtcharter.com

Kundenbetreuung IRIS Yachtcharter
Info und Buchung
Telefon +49 228 38757679
info@IRISyachtcharter.com

Bildergalerie

Mehr erfahren

Der Beitrag IRIS Yachtcharter erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Almere (Muiderzand)

Marina mit vielen Servicebetrieben

Marina Muiderzand am Eingang zu den Randmeeren liegt ganz nah an Almere. Eine Stadt mit 200.000 Einwohnern, die seit 1975 auf dem künstlich angelegten Flevoland-Polder stetig wächst. Und mit ihren Häusersiedlungen mittlerweile bis zu den Toren des Marinaeingangs gekommen ist.

Der Hafen selbst aber lässt keine Wünsche offen, es gibt Zubehörläden, Yachtmakler, Charterfirmen, Segelmacher und Kinderspielplätze, dazu ein Regattazentrum, Kanuverleih, Restaurants und Supermärkte.

Marina Muiderzand ist ein sicherer Hafen mit viel Abwechslung in der nahen Umgebung.

Wertvolle Tipps für Muiderzand

Liegeplatz: Für die 950 Liegeplätze des Hafens gibt es alle erdenklichen Serviceeinrichtungen.

Essen & Trinken: Zehn Minuten am Strand entlang Richtung Norden liegt das Strandrestaurant Portdok. Auf der Terrasse mit Loungemöbeln werden Lunch und Dinner direkt am Strand serviert.

Der moderne Hafen bietet viel Service, auf dem Gelände sind mehrere Betriebe.

Für Familien: Mit dem Leihfahrrad vom Hafen aus Almere Stadt erkunden.

Nicht verpassen: Das Strandbad Duin gleich neben dem Hafen mit Ziehfähre, Feuerstelle und Spielplatz.

Neben dem Strandbad gibt es weitere freie Strandflächen in direkter Nähe zum Hafen.

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Weitere Liegeplätze in Holland

Hier findest du eine interaktive Übersicht weiterer Liegeplätze in Holland. Klicke einfach auf einen der Marker, um mehr zu erfahren.

Der Beitrag Almere (Muiderzand) erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Uitdam

Moderne Anlage mit Liegeplätzen für Besucher

In Uitdam hat sich viel verändert. Rund um den kleinen Hafen ist jetzt das Resort Poort van Amsterdam entstanden, eine moderne Anlage mit Ferienhäusern, Campingplatz, Hafen, Wassersportmöglichkeiten, Segelschule, Fahrradverleih, Strand und Restaurant. Das winzige Dorf liegt etwa 500 Meter weiter südlich.

Der Hafen bietet auch Besucheryachten ausreichend viel Platz.

Die neuen Ferienhäuser rund um den Hafen ziehen mehr Publikum an.

Wertvolle Tipps für Uitdam

Liegeplatz: In dem gut ausgestatteten Hafen finden sich ruhige Gastliegeplätze.

Der Hafen liegt sehr ruhig mitten in der Natur.

Kleiner Hafen, große Ausstattung: Waschmaschine und Trockner gehören dazu.

Essen & Trinken: Imbiss und Restaurant im Hafen.

Der Imbiss ist gleichzeitig auch Minimarkt.

Erkunden: Wer an der Hauptstraße den Bus 315 nimmt, kann für 4,50 Euro in 30 Minuten bis zum Hauptbahnhof nach Amsterdam fahren.

Für Familien: Im Ferienpark gibt es jetzt auch einen Indoor-Spielplatz und eine Minigolfbahn.

Der Fahrradverleih direkt am Hafen ermöglicht Ausflüge in die Umgebung.

Nicht verpassen: Die Benutzung von Schwimmbad und Sauna ist in den Resort-Liegeplätzen inbegriffen.

Das Hinweisschild des neuen Resorts zeigt alle Aktivitäten auf einen Blick.

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Weitere Liegeplätze in Holland

Hier findest du eine interaktive Übersicht weiterer Liegeplätze in Holland. Klicke einfach auf einen der Marker, um mehr zu erfahren.

Der Beitrag Uitdam erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Revier-Info/Törnführer Galicien – mit ausführlichen Beschreibungen zu Häfen und Ankerplätzen

Galicien ist ein traumhaftes Revier zum Segeln und Chartern

Galicien ist der nordwestliche Zipfel Spaniens. Dieser Zipfel liegt sowohl am Atlantischen Ozean als auch am südlichen Ende der Biskaya. Viele Segler, die von Nordeuropa südwärts reisen, erleben in Galicien ihren ersten Landfall nach der Biskaya-Überquerung. Für Segler, die aus südlichen Gefilden kommen und nach Norden wollen, ist Galicien umgekehrt der Absprungort in Richtung Frankreich, England oder Irland bzw. zum Englischen Kanal.

Galicien bietet ein traumhaftes Revier.

Allerdings wäre es falsch, Galicien nur als Start- oder Zielort zu betrachten. Diese Ecke Spaniens hat so viel mehr zu bieten und man kann hier problemlos wochenlang, wenn nicht gar monatelang von Bucht zu Bucht tingeln und das spanische Leben genießen.

Es gibt nicht wenige Segler, die Galicien mit der Ostsee vergleichen, weil die Häfen und Ankerplätze so dicht beieinander liegen und die Auswahl entsprechend groß ist (ausführliche Hafenbeschreibungen folgen weiter unten). Der Vergleich hinkt allerdings dahingehend, dass das Revier landschaftlich ganz anders ist.

Ankernde Yachten in der Ria de Muros

Maßgeblich geprägt wird das Revier durch verschiedene tief in das Land einschneidende, fjordartige Buchten, an deren Ende ein Fluss mündet – sie werden Rias genannt. Sie reichen stellenweise bis zu 12 Seemeilen tief in das Land und bieten jede für sich ein wunderbares, geschütztes Segelrevier. Zudem gibt es eine Handvoll Inseln, die ebenfalls lohnenswerte Ziele sind.

Islas Cies – die Inselgruppe ist bei Fahrtenseglern sehr beliebt.

Von Norden – also über die Biskaya kommend – landen die meisten Yachten in Viveiro, Cedeira, Sada oder La Coruna an. Im Süden beginnt das Revier bei den Hafenstädten Baiona und Vigo. Dazwischen liegt etwa auf halber Strecke das berühmte Kap Finisterre – das „Ende der Welt“ und zugleich der mehr oder weniger westlichste Punkt Spaniens. Die Entfernung zwischen Viveiro und Baiona misst auf dem direkten Weg rund 160 Seemeilen.

Auf den ersten Blick hat Galicien eine exponierte Atlantikküste und das ist auch richtig. Wenn nicht gerade ablandiger Wind herrscht – was nicht allzu oft der Fall ist – kann die Atlantikdünung nerven. Selbst bei wenig Wind ist immer irgendwie eine Dünung vorhanden, die das Schiff mitunter ganz ordentlich zum Rollen bringt.

Exponierte Küste – hier bei Cedeira.

Und dennoch ist dieses Revier unglaublich beliebt, was an den angesprochenen Rias liegt. Der Reiz besteht darin, in diese fjordartigen Landschaften hineinzusegeln und das Land zu entdecken. Insbesondere die Ria de Arousa, die Ria de Pontevedra und die Ria de Vigo werden von vorgelagerten Inseln vor der Dünung aus dem Atlantik geschützt. Anders als bei einem Fjord, sind die Rias allerdings vergleichsweise flach.

Ankerplatz in der Ria de Vigo bei Barra

In den Rias und entlang der Küste gibt es zahlreiche Häfen und Ankerbuchten. Es gibt kleine Fischerdörfer mit einfachen Häfen und gute Marinas eingebettet in eine Landschaft aus hohen bewaldeten Bergen und traumhaften Sandstränden. Und dann ist da natürlich auch noch das Kulinarische: Galicien ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für seine Küche mit schmackhaften Tapas, die allerorten feilgeboten werden.

Galicien ist bekannt für seine Küche mit schmackhaften Tapas.

Und nicht zuletzt führt ein Teil des Jakobsweges durch Galicien. Er endet am Kap Finisterre und von dort sind es bis zum berühmten Pilgerort Santiago de Compostela gerade einmal 60 km. Von diversen Orten Galiciens gibt es eine gute Verkehrsanbindung hierher, sodass ein Besuch als Landausflug durchaus lohnt.

Kap Finisterre

Zum Revier gehören auch ein paar Inseln, die als Nationalpark deklariert wurden. Um sie anzusteuern, muss im Vorwege eine Genehmigung beantragt werden, was sich allerdings in jeder Hinsicht lohnt. Vor allem die Islas Cies und die Isla Ons sind bei Seglern und Tagestouristen äußerst beliebt. Nadelwälder, Traumstrände und türkisfarbenes Wasser.

Isla Ons

Zusammengefasst lässt sich sagen: Es ist ein einzigartiges Segelrevier, das insbesondere im Sommer immer eine Reise wert ist. Einziger Haken: Es gibt so unglaublich viel zu sehen, sodass man viel Zeit im Gepäck braucht. Wir hatten fünf Wochen Zeit und haben über 20 Ziele angesteuert, die ich nachstehend in einzelnen Beiträgen ausführlich beschrieben habe.

Wind und Wetter

Die Segelsaison geht für gewöhnlich von April bis Oktober. Der Wind kommt dann überwiegend aus westlichen bis nördlichen Richtungen und erreicht nur selten Sturmstärke. Das Klima ist relativ mild und im Sommer angenehm warm. Die Temperaturen liegen dann für gewöhnlich immer über 20 Grad und es regnet selten. Im Frühjahr und Herbst ist mit Nebel zu rechnen, der dann häufig auftritt. Aufgrund des hohen Schiffsverkehrs an der Küste ist dann besondere Vorsicht geboten.

Navigation

Im Großen und Ganzen ist die Navigation in diesem Seegebiet nicht sonderlich kompliziert. Allerdings gibt es zahlreiche Untiefen, sodass es von Bedeutung ist, den eigenen Standort verlässlich zu kennen, aber das sollte beim Segeln ja generell der Fall sein 🙂

Ich persönlich würde mich bei auflandigem Wind grundsätzlich mit genügend Abstand zur Küste bewegen. So bleibt noch Luft, wenn bei wenig Wind die Maschine ausfällt oder andere Probleme auftreten.

Der Kontakt zur Berufsschifffahrt hält sich in Grenzen, da Frachter weit draußen auf See – 20 Seemeilen vor der Küste – in einem eigenen Verkehrstrennungsgebiet fahren. Ansonsten verkehren viele Fischerreifahrzeuge im Gebiet. Sie sind nur teilweise mit AIS-Sendern ausgerüstet.

Leuchtturm auf der Insel Sisargas

Seezeichen in Form von Tonnen sind eher Mangelware und nur selten anzutreffen, umso mehr Bedeutung sollte man ihnen dann beimessen. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Leuchttürme, die eine gute Orientierung sind. In den Rias selbst ist viel Platz, um entspannt zu segeln, aber auch hier müssen die zahlreichen Untiefen im Auge behalten werden.

Stellenweise machen sich Gezeitenströme bemerkbar, vor allem in engen Passagen, wie beispielsweise in der Durchfahrt bei Ferrol auf dem Weg zum Ankerplatz bei Murgados.

In einigen Rias werden Muscheln gezüchtet. Es gibt große Farmen, die aus Holzflößen bestehen. Normalerweise kann zwischen ihnen durchgesegelt werden. Ein guter Ausguck ist dann aber unerlässlich.

Zwischen Muschelfarmen unterwegs

Die Inseln Cies und Ons gehören zum Nationalpark Atlantische Inseln. Für das Befahren, Tauchen und Ankern benötigt man gesonderte Genehmigungen. Sie zu beantragen ist kein Hexenwerk, sollte aber mit genügend Vorlauf geplant werden. Wie der genaue Ablauf funktioniert, steht hier.

Die Häfen in Galicien

Ausführliche Hafenbeschreibungen

Jeder der nachfolgenden Häfen wurde von einem unserer Autoren ausführlich besucht und beschrieben. Die Liste ist alphabetisch sortiert.

Klicke auf einen der Häfen, um mehr über die Gegebenheiten vor Ort zu erfahren.

Area de Secada

Die Area de Secada wirkt wie eine Schäreninsel mitten in Galicien. Dazu eine wunderschöne Ankerbucht mit breitem Sandstrand, Eukalyptus-Wäldern und einem belebten Hafen. Ein bilderreicher Landgang mit vielen Tipps für Yachties!

Ares

Der Ort Ares begeistert mit einer kleinen Marina, einem mondänen Yachtclub mit Blick über den Hafen und mit einer belebten Uferpromenade. Ein Sandstrand, Spielplätze und diverse Bars und Restaurants ermöglichen einen erholsamen Aufenthalt für Klein und Groß.

Baiona

Viele Segler finden, dass Baiona zu den schönsten Städten Galiciens zählt. Mit der sehenswerten Altstadt, der Burg und den pittoresken Stränden präsentiert sich Baiona als lebhafte Kleinstadt und strahlt charmante Lässigkeit aus. Yachties wissen vor allem den netten Service in den gut ausgestatteten Marinas zu schätzen.

Camariñas

Wer es klein, familiär und gemütlich mag, für den ist der kleine Hafen von Camariñas genau das richtige Reiseziel. Die Bucht mit tollen Sandstränden zählt zu den schönsten Rias Spaniens und begeistert mit gutem Service, fairen Preisen und einer freundlichen Atmosphäre.

Cedeira

An der Nordküste Galiciens befindet sich die kleine Hafenstadt Cedeira mit einer sehenswerten Altstadt, tollen Wanderwegen, schönen Buchten und idealen Bedingungen für Segler. Ein ausführlicher Hafenbericht mit vielen Tipps …

Combarro

Das galizische Dorf Combarro in der Ria de Pontevedra mit seiner schönen Altstadt, den traditionsreichen Getreidespeichern und einer gut ausgestatteten Marina muss man gesehen haben. Was diesen Ort so besonders macht, steht in diesem reich bebilderten Bericht.

Corme

Wer sich fernab der Touristenpfade aufhalten möchte, für den ist das ursprüngliche, landschaftlich reizvolle Corme in Galicien genau das Richtige. Die schöne Ankerbucht mit Stränden, der kleine Ort und Wanderwege entlang der Küste versprechen einen abwechslungsreichen Aufenthalt.

Corrubedo

Mit seinem breiten Sandstrand, dem bunten Treiben am attraktiven Hafen und der kleinen Innenstadt präsentiert sich Corrubedo als galicisches Kleinod mit einem ganz besonderen Flair. Ein landschaftliches Highlight: die größte Wanderdüne Galiciens.

Ensenada da Barra

Trubelig, aber reizvoll: Ensenada de Barra am Eingang der Ria de Vigo begeistert Einheimische und Blauwassersegler mit schönen Stränden, Eukalyptuswäldern, Dünen und Wanderwegen. Im Sommer und an den Wochenenden reiht sich auf dem Wasser Yacht an Yacht.

Ensenada de Liméns

Klein, aber fein: Die Bucht Ensenada de Liméns ist aufgrund des attraktiven Strandes und der guten Ankerbedingungen bei Yachties sehr beliebt. Eine gute Infrastruktur mit Versorgungsmöglichkeiten findet man hier jedoch nicht.

Esteiro

Wer das ursprüngliche Galicien erleben möchte, kann den kleinen Ort Esteiro ansteuern, der sich fernab der touristischen Trampelpfade befindet. Neben einer schönen Ankerbucht mit Muschelfarm, attraktivem Sandstrand sowie einigen Restaurants und Geschäften bietet Esteiro vor allem Ruhe und Abgeschiedenheit.

Isla de Ons

Die Isla de Ons ist Teil des Nationalparks der Atlantischen Inseln und begeistert mit türkisfarbenem Wasser und einem malerischen Sandstrand. Ein galizisches Kleinod und ein wunderschöner Zufluchtsort für Menschen, die die Natur und die Abgeschiedenheit fernab der Zivilisation zu schätzen wissen.

Islas Cies

Die Islas Cies gehören zum Nationalpark Atlantische Inseln. Die überaus sehenswerten Inseln, die nur mit Genehmigung angesteuert werden dürfen, begeistern mit einer spektakulären Naturkulisse und tollen Ankerbuchten und verströmen absolute Gelassenheit. Nicht verpassen!

Islas Sisargas

Ein perfektes Plätzchen für Naturliebhaber: Die Islas Sisargas begeistern mit einer wunderschönen, unberührten Landschaft. Wer vor den Inseln ankern möchte, darf sich auf einen tollen Strand, einen Inselleuchtturm und jede Menge Möwen freuen.

Kap Finisterre

Hier am „Ende der Welt“ entdecken Blauwassersegler im Nordwesten Spaniens den wunderschönen, lebhaften Ort Finisterre. Der Jakobsweg, ein berühmter Leuchtturm, eine wunderschöne Landzunge und ein anspruchsvolles Seegebiet sind nur einige der Attraktionen, den dieses Kap auszeichnen.

La Coruna

Drei Marinas, gute Versorgungsmöglichkeiten in der belebten Altstadt und ein großer Strand zeichnen die galicische Hafenstadt La Coruna aus. Ein besonderes Highlight ist der älteste noch aktive Leuchtturm der Welt, der fußläufig erreichbar ist.

Marina de Cabo Cruz

Authentisch und untouristisch, aber auch ein wenig unspektakulär geht es in dem kleinen Fischerdorf mit der Marina de Cabo Cruz zu, das neben einigen Muschelfarmen und regelmäßig stattfindenden Fischauktionen einen tollen Wanderweg zu bieten hat.

Mugardos

Die kleine Ortschaft Mugardos hat einen schönen Sandstrand und liegt in einer traumhaften Naturkulisse. Ein kleiner, aber schöner Zwischenstopp auf einem Segeltörn entlang der Küste Galiciens.

Muros

Die sehenswerte Kleinstadt Muros ist mit ihrer schönen Altstadt, den verwinkelten Gassen und einer attraktiven Marina ein galicischer Geheimtipp! Den Besucher begeistern nicht nur das bunte Treiben und die guten Versorgungsmöglichkeiten, sondern auch die freundlich-familiäre Hafen-Atmosphäre!

Porto Novo

Lebendig und touristisch geht es im galicischen Porto Novo zu. Hier kommen nicht nur Segler, Naturliebhaber und Badeurlauber auf ihre Kosten, sondern auch ausgehfreudige Clubgänger.

Praia de Sandia

Praia de Sandia in der galicischen Ria de Camariñas ist eine landschaftlich reizvolle Ankerbucht unterhalb eines hohen Waldes. Vor allem bei Sonnenschein präsentiert sie sich von ihrer schönsten Seite und lädt zu einem entspannten Landtag am Sandstrand ein.

Praia de Sardiñeiro

Unweit des berühmten und sehr lebhaften Kap Finisterre liegt die wesentlich ruhigere Praia de Sardiñeiro, eine wunderschöne Ankerbucht mit sauberem Sandstrand und guten Versorgungsmöglichkeiten.

Sada

In Sada in Galicien findet man gleich zwei Marinas, die mit einer hervorragenden Infrastruktur und guten Versorgungsmöglichkeiten überzeugen. Auch ein Besuch des südlich gelegenen Ortes lohnt sich.

Chartern in Galicien

Segelyachten können ab Vigo gechartert werden. Das ist ein guter Ausgangsort, um die geschützten Rias und die beliebten Islas Cies zu erkunden. Ebenso ist es in das liebliche Städtchen Baiona nicht weit. Aufgrund der zahlreichen Ankermöglichkeiten sollte eine Yacht mit Schlauchboot und Außenbordmotor gechartert werden.

Diese Charter-Agenturen helfen dir, eine Yacht zu finden

Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten in Galicien bei bewährten Anbietern können dir diese Firmen behilflich sein:

La Coruna

Anreise nach Galicien

Es gibt Flugverbindungen nach La Coruna, Santiago de Compostela und Vigo. Je nach Abflughafen sind nur Verbindungen mit einem Umstieg möglich. Auf dem Seeweg über die Biskaya von Frankreich kommend, sind es 340 Seemeilen (Brest/Camaret sur Mer) und von England 430 Seemeilen (Falmouth) bis nach La Coruna. Gute Alternativen für den Landfall sind Cedeira, Sada oder Viveiro. Im Süden ist der nächstgelegene Hafen in Portugal Viano do Castelo. Die meisten Yachten lassen ihn allerdings links liegen und kommen direkt von Porto (Leixoes), da die Ansteuerung von Viana do Castelo je nach Wind und Wetter schwierig sein kann. Viana do Castelo ist 25 Seemeilen entfernt, Porto 60 Seemeilen.

Der Beitrag Revier-Info/Törnführer Galicien – mit ausführlichen Beschreibungen zu Häfen und Ankerplätzen erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Marina de Cabo Cruz

Den Yachthafen gibt es seit 2013. Er liegt gut geschützt hinter zwei riesigen Wellenbrechern. Im Vorhafen ankern diverse bunte Boote der Muschelfarmer. Auf dem Weg zur Marina ist eine Untiefe mit zwei Metern mitten im Hafen zu beachten. Dort steht ein Leuchtfeuer.

Festgemacht wird an den Fingerstegen mit Strom und Wasser des Club Nautico Boiro (CNB). Die Anlage ist mit einem Tor gesichert. Die Magnetkarten für den Zugang gibt es gegen ein Pfand von zehn Euro beim Hafenmeister.

Das Büro des Hafenmeisters

Das Büro ist in einer kleinen Holzhütte an Land. Dort befinden sich auch die sanitären Einrichtungen mit Dusche, WCs, Waschmaschine und Trockner. Die Hafenmeister sind nett und hilfsbereit.

Die Marina mit modernen Stegen

Die Marina ist Mitglied im Hafenverbund ASNAUGA. In jedem Hafen des Verbundes gibt es einen Rabatt von 15 Prozent auf das Liegegeld, wenn man ein entsprechendes Bonusheft vorlegt, das in jedem Hafen des Verbundes kostenfrei erhältlich ist. 

Blick über die Marina aus dem Cockpit

An Land gibt es eine kleine Taverne.

Direkt neben dem Büro ist eine Taverne – der lokale Yachtclub CNB. Wir waren dort nicht essen, allerdings versicherte mir unser britischer Stegnachbar, dass man dort gutes, imbissartiges Essen bekommt. 🙂

Der Spaziergang zum Ort führt um die Bucht.

Der Ort ist ein einfaches Fischerdorf und bietet im Grunde genommen wenig. Alles wirkt etwas heruntergewirtschaftet und „abgerockt“. Allerdings ist die Fischauktion am Hafen ganz interessant. Dort bringen am späten Vormittag die Muschelsammler ihren Fang, der gewogen und versteigert wird.

Die Fischauktionshalle in der die Auktion stattfindet.

Ferner gibt es im Ort einen kleinen, aber guten Supermarkt und direkt daneben eine Bäckerei. Beides in der Rua Panaderia.

Blick über die Bucht mit Fischerbooten und Marina

In der Nähe vom Strand startet ein sieben Kilometer langer Rundwanderweg, der sehr sehenswert sein soll. Wir sind ihn allerdings nicht gegangen. Das Wetter war zu schlecht. Wir haben in der Marina Starkwind aus Süd mit Regen abgewettert und das ging sehr gut. Die Anlage ist geschützt.

Vom diesem Strand aus startet ein sieben Kilometer langer Rundwanderweg.

Unterm Strich ein Ort, den man nicht gesehen haben muss. Dennoch haben wir es nicht bereut, da gewesen zu sein und einen Einblick in das galizische Leben fernab der touristischen Trampelpfade bekommen zu haben. Außerdem ist es nicht weit bis zum wunderbaren Ankerplatz Area de Secada als Alternative.

Der Fischereihafen. Im Hintergrund die Fischauktionshalle.

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Marina de Cabo Cruz

Weitere Liegeplätze in Galicien

Hier findest du eine interaktive Übersicht weiterer Liegeplätze in Galicien. Klicke einfach auf einen der Marker, um mehr zu erfahren.

Der Beitrag Marina de Cabo Cruz erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Muros

Im Herzen von Muros befindet sich eine attraktive Marina in landschaftlich reizvoller Lage, die bei allen Winden geschützt ist. Bei Ankunft wird über UKW-Kanal 09 Kontakt aufgenommen. Die Ansteuerung ist unkompliziert.

Hinter der Hafenmole (links) liegt die Marina Muros.

Die äußerst hilfsbereiten und freundlichen Hafenmeister Pedro und Klaus (spricht Deutsch) weisen einen freien Liegeplatz zu. Man liegt an Fingerstegen mit Strom und Wasser.

Die Marina von Muros

Die üblichen Formalitäten (Pässe aller Crewmitglieder, Versicherungsnachweis und Schiffspapiere vorlegen) werden im Büro oberhalb der Pier erledigt (blaues Gebäude). Dort gibt es gegen ein Pfand von zehn Euro auch den Schlüssel für den Zugang zur Steganlage und den sanitären Einrichtungen. Diese sind ebenfalls im Gebäude der Hafenmeister untergebracht. Ebenso eine WiFi-Lounge, eine Waschmaschine und ein Trockner.

Das Gebäude der Hafenmeister

Direkt am Hafen befindet sich ein kleiner Fischmarkt und eine Filiale der Supermarkt-Kette Gadis. Das ist praktisch, wenn man größere Mengen bunkern möchte. Vor allem kann man mit dem Einkaufswagen bis ans Schiff fahren. Wer ankert, kann mit dem Dingi am Strand vor dem Supermarkt anlanden. Ebenfalls praktisch 😊

Praktisch: Mit dem Einkaufswagen direkt ans Boot.

Diesel und Benzin gibt es am Molenkopf – es kann dort angelegt werden. Die Öffnungszeiten variieren. Die Hafenmeister kennen Sie 🙂 Wer mit Kanistern bunkern möchte, kann von den Hafenmeistern eine Karre ausleihen.

Die Tankstelle

Muros ist eine äußerst sehenswerte, galizische Kleinstadt mit vielen alten Gebäuden, verwinkelten Gassen, unzähligen Bars und Restaurants und es wird nicht langweilig, dort herumzuschlendern. Ferner gibt es eine Apotheke, einen Bäcker, einen Eisenwarenladen, ein Haushaltswarengeschäft und mehrere Banken.

Ansichten von Muros. Hier kann man sich gut treiben lassen.

Tipp: Am Abend an einem der beiden zentralen Plätze in einem der Restaurants niederlassen und bei einem kalten Glas Alberiño – das ist der lokale galizische Wein – das Treiben beobachten. Gefühlt ist die Stadt dann auf den Beinen und Alt und Jung genießen das Leben.

Am Abend geht es in Muros lebhaft zu.

Wer einen Strand möchte, wird in der Bucht direkt neben der Marina fündig. Er ist bei den Einheimischen sehr beliebt und es gibt dort auch mehrere Außenduschen.

Der Strand neben dem Hafen. Hier befindet sich auch der Supermarkt.

Man kann in Muros das Schiff aus dem Wasser nehmen lassen, da es einen großen Travellift gibt. Allerdings gibt es vor Ort außer einem Motorenservice keine weitere nennenswerte Infrastruktur für Yachties.

Die Marina von der Tankstelle aus gesehen

Ich persönlich habe die unaufgeregte, familiäre Altstadt-Atmosphäre in Muros sehr genossen und würde einen Abstecher dorthin unbedingt empfehlen.

Den Alberiño-Wein kann man natürlich auch gut an Bord genießen 🙂

PS: Alternativ kann außerhalb der Marina geankert werden. Allerdings heißt es in einem Törnführer, dass der Grund unrein ist. Die Segler, die wir kennen, hatten bisher keine Probleme. Dennoch sollte eine Trippleine verwendet werden. In jedem Fall liegt die Ankerbucht gut geschützt und sie ist attraktiv. Typisch Muros. Einfach ein Ort zum „Hängenbleiben“ 🙂

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Das Ankerfeld vor der Marina

Weitere Liegeplätze in Galicien

Hier findest du eine interaktive Übersicht weiterer Liegeplätze in Galicien. Klicke einfach auf einen der Marker, um mehr zu erfahren.

Der Beitrag Muros erschien zuerst auf Blauwasser.de.