Archiv der Kategorie: Stegfunk

Häfen voll? 10 Ankerplätze rund um IJssel- und Markermeer

Die Regelungen rund um Corona in den Häfen sorgen für ein reduziertes Liegeplatzangebot. Gleichzeitig strömen massiv Menschen aufs Wasser, um vor der Haustüre ihren Urlaub zu verbringen, da Fernreisen unmöglich sind. Die Folge: Es wird voll. Und was könnte man da besser tun, als Ankern?

Angesprochen auf die schon in der Vorsaison voll belegten Plätze im Stadthafen von Stavoren sagte die Hafenmeisterin dort: „Dann wird es eben ankern in der Hauptsaison!“ Und da könnte sie Recht haben. Nur ist das Revier eigentlich nicht bekannt für gute Ankerplätze. Ein paar Stellen gibt es dennoch, wo sich das Eisen in den Grund bohren kann. Wir haben sie einmal aufgezählt. Bei allen Orten gilt: Wetter checken, genug Kette stecken, Schwoijabstand vom Nachbarn halten und den Anker sorgfältig einfahren. Eine Ankeralarm-App ist ebenso hilfreich, wie ein LED-Ankerlicht. Das ist ohnehin Pflicht und mit der modernen Lampe benötigt es wenig kostbaren Akkustrom. Also: Viel Spaß vor Anker. Ach ja: Habt ihr noch einen Tipp? Dann her damit [email protected] Aber Vorsicht: Vielleicht is es dann kein Geheimtipp mehr…

In Kürze hier: Die besten Plätze in Friesland und Zeeland. Nicht verpassen? Abonnieren Sie unseren Newsleter!

Zehn Ankerplätze rund ums IJssel- und Markermeer

1) Makkum/Kornwerderzand östlich der Schleuse Wird zum Rand hin untief, gut geschützt bei W und NW. Bei SW unruhig. Wassertiefe 2-3 Meter

Vor Anker lässt sich prima das Treiben vor der Schleuse beobachten

2) Medemblik vor dem Dampfmaschinenmuseum In dem kleinen Becken liegt man bestens geschützt. Ein Fahrwasser führt in die Bucht hinein. Außerhalb der Betonnung in der Bucht wird es jedoch schnell untief.

Geschützt wie in Abrahams Schoß liegt man in der kleinen Bucht. Aber Achtung: Am Rand sehr untief!

3) Andijk Vluchthaven Gelegen am Geldersche Hoek bietet der Hafen Schutz bei nahezu allen Winden. Tief ist nur die Nordseite, südlich der roten Tonnen ist es untief. ACHTUNG: Die Buhnen liegen teils unter Wasser. Darauf achten. Wassertiefe 1,5-3 Meter.

Auf die Buhnen unter Wasser achten! Vluchthaven bei Andijk

4) Lemmer, gegenüber Friese Hoek Auch hier wird es östlich des Damms gen Süden untief. Bei Westwind will man sich möglichst weit hinter diesem Damm verstecken, allerdings wird es dort eben untief. Also: Vorsichtig rantasten, der Boden ist weich. Wassertiefe: 5 bis 1 Meter. ACHTUNG: Die Durchfahrt zur Schleuse unbedingt freihalten. Dort liegt oft große Berufsschifffahrt sowie die braune Flotte.

Sogar bei Westwind gut geschützt: Die Ecke hinter dem Damm

5) Ketelmeer IJsseloog Ankern geht am besten zwischen dem eigentlichen Auge und der östlich gelegenen Insel. Wassertiefe dort: 2,5 bis 3 Meter. Dort liegt man bei allen Windrichtungen sehr geschützt.

Der Hafen südlich des Auges ist als Arbeitshafen ausgewiesen und gesperrt

6) Südlich Lelystad Ein Damm separiert das Ankergebiet von der Küste. Dazwischen lässt es sich vorzüglich ankern. Sowohl der Jachthaven Lelystad mit seinen Restaurants als auch das hinter dem Deich gelegene Wohngebiet mit Supermarkt sind mit dem Dingi erreichbar. Bei allen Windrichtungen geschützt, bei Westwind Abstand von der Einfahrt halten! Wassertiefe 2-4 Meter

Nicht besonders hübsch, aber gut geschützt: Der Ankerplatz im Hafen von Lelystad

7) Markerwadden Künstlich aufgeschüttete Inseln bieten leidlich Schutz bei westlichen Winden. Derzeit wird noch gearbeitet, die Werkbetonnung muss beachtet werden. Ist sie einmal weg, bieten sich viele gute Ankermöglichkeiten. Von dort lassen sich bestens die vielen Zugvögel beobachten, die die Inseln heute schon für sich in Beschlag genommen haben. Wassertiefe 3 bis 4 Meter. Die Insel selbst bietet notfalls einen Schutzhafen

Künstliche Inseln, voller Natur: Marker Wadden

8) Gouwzee Der kleine Teil im Westen des Markermeers bietet vorallem entlang der Seiten eines Damms nördlich von Marken gute Ankerplätze. Je nach Windrichtung liegt man an der einen oder anderen Seite der Steinschüttung. Volendam und Marken sind dicht bei und auch mit dem Dingi erreichbar. Wassertiefe 1,5 bis 2 Meter. An vielen anderen Stellen ist die Gouwzee ebenfalls gut geschützt, jedoch leider recht untief. Wer nur wenig Tiefgang hat, findet viele schöne Plätze.

Ankern vor dem Weltkulturerbe Marken: Eine besondere Sache

9) Muiderzand Nicht schön, nichts sehenswertes, aber Platz und bestens geschützt: Die Bucht an der Südwest-Ecke von Flevoland ist nahezu unbekannt und bietet guten Ankergrund. Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Wassertiefe: rund 2 Meter

Tiefer Einschnitt: Die Bucht bietet besten Schutz bei allen Windrichtungen

10) Durgerdam Das kleine Kapitänsdorf auf dem Deich ist einfach pittoresk. Der Ankerplatz davor ist gleichsam spannend wie unruhig. Er liegt nördlich des Fahrwassers vom Markermeer nach Amsterdam, was entsprechend stark frequentiert ist. Bei allen Windrichtungen gut geschützt, aber eben unruhig wegen Schiffsverkehr. Dafür kann man den vorzüglich beobachten. Mit dem Dingi ist der Hafen von Durgerdam erreichbar und von dort mit dem ÖPNV auch Amsterdam. Wassertiefe 1,2 bis 2 Meter.

Bester Platz für Boatspotter: Der Ankergrund vor Durgerdam

 

 

 

 

 

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Corona: Jetzt kann man wieder nach NL – aber sollte man?

Wegen Corona ist nichts mehr wie es war beim Wassersport in den Niederlanden. Doch nun lockern sich die Regeln langsam, man kann wieder zum Wassersport und losfahren. Doch sollte man das auch? Was halten die Gastgeber davon? Stegfunk.de war vor Ort und hat nachgefragt

„Klar seid ihr willkommen, keine Frage“, sagt die Hafenmeisterin des Oesterhavens in Wolphaartsdijk am Veerse Meer. „Eigentlich wollen wir ja so wenige Gäste wie möglich, egal ob Deutsche oder Niederländer“, sagt die Kollegin aus dem Stadthafen in Stavoren. Was denn nun?

Rein rechtlich spricht nichts gegen einen Besuch an Bord. Derzeit noch für maximal 72 Stunden, denn danach müsste man in NRW in die 14-tägige Quarantäne. In anderen Bundesländern sind es sogar nur 48 Stunden. In Niedersachsen hat ein Gericht diese Regelung jedoch unlängst gekippt. Auch in NRW läuft die derzeitige Verordnung zum 25. Mai aus, dass sie verlängert wird, scheint derzeit politisch nicht gewollt. Wen die Quarantäne nicht stört, der kann auch jetzt schon beliebig lange in den Niederlanden bleiben.

Dort gelten klare Regeln: Keine Ansammlungen von Menschen, die nicht aus einem Hausstand kommen, 1,5 Meter Abstand, oft Hände waschen und eben generell: Rücksicht nehmen, Abstand halten. Und zu Hause bleiben, wenn man Symptome hat, die auf eine Coronainfektion hindeuten.

Ansonsten wird langsam wieder vieles möglich. Sogar die Terrassen öffnen ab dem 15. Mai. Die Häfen, die für Passanten geschlossen waren, öffnen ebenfalls. Aber Vorsicht gilt allerorten: Die Sorge vor zu großem Gedränge ist allgegenwärtig. Der Compagnieshafen in Enkhuizen begrenzt die Anzahl der Passanten ebenso, wie die Wattenhäfen oder die Häfen der SkipsMaritiem Gruppe (Hindeloopen, Stavoren, Lemmer, Lelystad). Die WCs und Duschen bleiben bis zum 1.7. geschlossen, obwohl der Branchenverband HISWA kräftig an einer früheren Öffnung arbeitet.

Auch in Supermärkten wird rücksichtsvoll Abstand gehalten und mit Karte gezahlt. Die Anzahl der Besucher ist begrenzt. Eine Mundschutzpflicht gibt es indes nicht. Fischverkäufer und Frittenbudenbesitzer freuen sich über Deutsche Kunden, das sagen sie sehr deutlich. Auch andere Wassersportunternehmer wie Michiel van Kesteren von @Sail Yachting in Workum freut sich auf seine Kunden aus dem Nachbarland: „Warum denn nicht? Ein Boot ist für eine Familie doch ideal. Und Gäste aus Deutschland sind immer willkommen, logisch“. Wassersportler berichten von ebenso freundlich grüßenden Niederländern auf dem Wasser wie eh und je. Alles gut also?

Nein. Nicht jeder in den Niederlanden begrüßt die Nachbarn mit offenen Armen. Manche wollen unter sich bleiben. Da jedoch, so scheint es, ist der Gesundheitsschutz oftmals nur ein Vorwand. Denn es wird eng auf dem Wasser. In großen Mengen drängen die Niederländer aufs Wasser, denn Urlaub in der Ferne ist nicht möglich. Da kommt ein Boot gerade recht. Das spiegelt sich in einem wahren Run auf Gebrauchtboote wider, den Makler derzeit verzeichnen. Und weil man nicht im Päckchen liegen darf und auch sonst die Abstände eingehalten werden müssen, muss mit dem vorhandenen Raum gut gehaushaltet werden. Darauf angesprochen sagt die Hafenmeisterin in Stavoren: „Na dann wird es eben ankern…“ Da scheint der ein oder andere zu denken: Ohne Deutsche Gäste ist es weniger voll. Ein zugegebenermaßen naheliegender Gedanke.

Fazit: Zum Wassersport nach Holland fahren oder nicht?

Achtung, Meinung: Die meisten Menschen denen man begegnet beim Wassersport in den Niederlanden leben von und mit dem Wassersport und somit auch von und mit Deutschen Gästen. Sie heißen uns willkommen. Aus kommerziellen Erwägungen oder schlicht, weil sich über die Jahre Freundschaften etabliert haben. Sie wünschen sich, dass wir so bald wie möglich wieder in die Niederlande kommen. Das klingt in Gesprächen vollkommen ehrlich und nachvollziehbar. Ein großer Teil der anderen Menschen scheint zu denken, dass wir gerne kommen dürfen, wenn wir uns nur an die Regeln halten. Das ist der bekannte Niederländische Pragmatismus. Und ein kleiner Teil möchte seine Heimatgewässer lieber selbst nutzen. Davon dürfen wir uns aber nicht abschrecken lassen. Schon wegen all den anderen Niederländern, die uns willkommen heißen, nicht.

Mischen wir uns damit in interne Angelegenheiten ein? Vielleicht. Aber: Für viele von uns sind die Niederlande unsere zweite Heimat und unser erstes Heimatrevier. Und nur weil da zufällig eine Grenze dazwischen liegt, die vor drei Monaten noch nahezu keine Rolle mehr spielte, jetzt aber auf einmal wieder auf teils unschöne Weise an Bedeutung gewinnt, möchte ich mich nicht von meinem Heimatrevier fern halten. Schon um dieser Grenze keine Wichtigkeit beizumessen, die sie eigentlich längst nicht mehr haben sollte.

Sollte man also ab sofort wieder zum Wassersport in die Niederlande fahren? Ja. Das sollte man. Wenn man sich dabei an die Regeln hält:

– Halten Sie 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen mit denen Sie nicht im Familienverband leben!

– Vermeiden Sie geschäftige Orte konsequent. Mehr als drei Leute? Wegbleiben!

– Symptome? Zu Hause bleiben!

– So oft es geht Hände waschen!

– Hafen WCs und Duschen bleiben geschlossen bis 1.7. Man muss also an Bord autark sein. Das Schiff muss über ein WC mit Fäkalientank verfügen, über fließendes Wasser und über eine Dusche. Alternativ geht ein Porta Potti oder eine Trockentoilette

– Besprechen Sie ihren Besuch mit dem Hafenmeister per Telefon. Viele Häfen haben eigene Regeln aufgestellt. Halten Sie sich daran!

– Päckchenliegen ist verboten. In Häfen wo das üblich war, wird es schnell voll werden. Stellen Sie sich darauf ein, keinen Liegeplatz zu finden und eventuell zu ankern

– Zum Schluss: Die Niederländer setzen, wie immer, stark auf Eigenverantwortung. Es ist in hohem Maße kulturell empathisch, diese Eigeneverantwortung ebenfalls zu entwickeln. Wenn sich zu viele Menschen zu sorglos verhalten, steigen die Infektionszahlen und die Wassersportsaison ist auch schnell wieder vorbei. Jeder Einzelne hat es in der Hand, das zu vermeiden. Helfen Sie mit!

 

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Fünf Surfer sterben vor Scheveningen

Gestern Abend gegen 19 Uhr geriet eine Gruppe von sechs Surfern in Not. Drei wurden aus dem Wasser gerettet, nur einer überlebte. Die anderen beiden konnten nicht mehr reanimiert werden. Der Überlebende berichtete von weiteren Surfern im Wasser. Eine große Suchaktion begann

Die KNRM war ebenso involviert, wie die Küstenwache, Polizei und Feuerwehr. Gemeinsam suchte man von Rettungsbooten, Hubschraubern und aus Kranwagen von Land aus an der nördlichen Hafenmole von Scheveningen. Erschwert wurde die Suche durch mannshohen Schaum auf dem Wasser. Der entstand durch den starken Nordwind der gegen die nordsetzende Strömung blies.

Der Helikopter versuchte mehrfach mit seinem Downwash den Schaum wegzublasen, um die Suche zu erleichtern. Doch es half nichts. Gegen 22.30 Uhr musste die Suche beendet werden, es wurde zu dunkel. Heute morgen wurden dann zunächst zwei weitere Leichen geborgen, von der dritten noch vermissten Person fehlte jede Spur. Die Rettungskräfte konnten jedoch auch sie im Laufe des Vormittags finden und leider nur noch bergen.

Bei den Opfern handelt es sich laut lokalen Medien um bekannte Surfer aus Schweveningen, teils sogar Surflehrer. Die Wassersportler galten als erfahren und kannten ihr Heimatgewässer gut. Dennoch kam es zu dem tragischen Unglück. Der Überlebende berichtete, dass sie von einer großen Welle erwischt wurden und sich dann im Schaum wiederfanden, der jede Sicht und Orientierung nahm.

Stegfunk.de wünscht den Angehörigen und Rettungskräften Stärke.

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Bilderrätsel KW 20: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Letzte Woche, viele haben es erraten, waren wir auf Terschelling. Der Blick auf den legendären Strandpub de Walvis. Ideal, um dort bei einem Kaltgetränk den ein- und auslaufenden Schiffsverkehr zu beobachten.

Und auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Wer erkennt es? Mitraten gerne per Mail an [email protected] Viel Spaß!

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Lockdown vorbei: Holland macht die Schleusen auf – und die Hafen-WCs. Bald.

Es war wie der Versuch am Strand eine Sandburg gegen die steigende Tide zu verteidigen: Unmöglich. Die Menschen sehnen sich nach (wirtschaftlicher) Normalität und die Infektionszahlen geben derzeit Raum dafür. Die Folge: Die Regierungen lockern die Regeln. So auch in Holland

Premier Rutte hat mal wieder gesprochen: Es gibt eine Exit-Strategie. Schritt für Schritt wird in den nächsten Monaten der Lockdown aufgehoben, auch um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Er teilte mit, was wann wieder möglich sein wird, was das „neue Normal“ sein wird, bis es einen Impfstoff gibt.

Was aufällt: Kein: „Blijf thuis“ mehr. Stattdessen: „Blijf Thuis als je ziek bent, en houd altijd afstand in publiek“. Also nicht mehr pauschal: Bleib zu Haus, sondern bleib zu Hause wenn du krank bist und halte immer in der Öffentlichkeit Abstand. Die Lockerungen berichtet der Chef, Ministerpräsident Rutte, selbst, nicht der Gesundheitsminister, der zuvor spricht. In bestimmten Situationen sollen nun doch Mondkapjes, also Mundschutz, getragen werden. Das fand die Regierung vor wenigen Tagen noch unsinnig.

Für den Wassersport bedeuten die Lockerungen das Folgende:

– Terrassen werden wieder geöffnet. Jede Kleingruppe sitzt dabei an einem Tisch, 1,5 Meter Abstand sind dabei immer einzuhalten. Bei Fragen hilft das Personal im Restaurant

– In Restaurants drinnen werden maximal 30 Personen empfangen. Vorher findet ein Risikogespräch statt, bei dem gefragt wird, ob es Krankheitssymptome gibt. Das gilt ab dem 1. Juni. Ab dem 1. Juli sind es 100 Personen, die erlaubt sind

– Am 1. Juli dürfen die WCs in den Häfen wieder geöffnet werden

– Den ÖPNV sollten wir Wassersportler generell nicht verwenden

Das alles gilt nur, solange die Aufnahmezahlen in den Krankenhäusern nicht aus dem Ruder laufen. Dann können alle Lockerungen auch wieder zurückgedreht werden. Die Regeln werden jedoch feiner, besser, präziser. Das zeigt, wie in Deutschland, dass die Behörden stets mehr über das Virus verstehen und entsprechend effizienter Handeln.

Letztlich haben wir es alle in der Hand, intelligent mit den Lockerungen umzugehen. Das ist der Deal: Wenn wir alle vorsichtig- und die Ansteckungen im Rahmen bleiben, dann gibt es mehr Freiheiten. Das gilt auch und fast schon besonders, für uns Deutsche Gäste in den Niederlanden. Also bitte: Bleibt schlau, nutzt es nicht aus und sorgt dafür, dass wir alle im Sommer aufs Wasser kommen. Klug und mit Abstand. Das will auch der Premier betonen: Die Verantwortung jedes Einzelnen.

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Bilderrätsel KW 19: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Nochmal in groß

Ok, das war aber auch schwierig. Wir sehen im Rätsel der KW 18 die Wattenmeer-Seite der Schleuse Kornwerderzand. Die Yacht läuft die Boontjes entlang von Harlingen kommend. Gewusst hat es Stegfunk.de Leser Klaus B aus Köln. Glückwunsch.

Auch diese Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Wo wurde das Foto aufgenommen? Wer es weiß und mitraten mag, der schreibt an [email protected] . Viel Spaß!

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Bilderrätsel KW 18: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

OK, das war kniffelig. Viele von Euch dachten, es sei

die Slauerhoffbrug in Leeuwarden. Die ist es aber nicht. Wir sind noch weiter östlich in Groningen, bei der Anfahrt in die Stadt von Delfzijl aus gesehen. Glückwunsch an alle, die sich nicht auf die falsche Fährte haben locken lassen. Und danke an alle Anderen fürs mitraten.

Nochmal in groß

Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs, nur wo? Wer es weiß, kann eine Mail schreiben an [email protected] Viel Spaß!

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Corona – Das Ende von: Moet kunnen?!

Die Niederländer waren ein beneidenswert angstfreies Volk. Das hat sich geändert in den letzten Wochen. Das Virus hat unseren Nachbarn ihre eigene Sterblichkeit gezeigt. Das hat Spuren hinterlassen. Und bringt uns am Ende nur näher zusammen. Hoffentlich

Solch einen Text hatte ich nie im Kopf oder auf irgendeinem redaktionellen Plan stehen. Nie hätte ich erwartet, auf Stegfunk über Tod und Sterben und Angst zu schreiben. Jetzt aber ist es soweit. Warum? Ich glaube, dass in den Niederlanden gerade etwas geschieht, das wir als Dauergäste besser verstehen sollten. Wie gesagt: Ich glaube. Dieser Eindruck entstand aus vielen Gesprächen mit Menschen, die ich gut kenne, mit denen ich teils haarige Situationen auf See erlebt habe. Und die auf einmal völlig unerwartet agieren. Was also ist los bei den Freunden? Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht, die erheben natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es soll eher ein Denkanstoß sein. OK?

Angstfrei

„Ja joh, moet kunnen“, „ja klar, das muss gehen“. Moet kunnen ist Teil der Mentalität. Keine Angst, immer vorwärts. Beim Skifahren, beim Autofahren zum Skifahren auf Sommerreifen, beim wirtschaften -denn wer mit Handel viel Geld verdienen will, muss Risiken eingehen-, beim Segeln auf nicht immer gut gewarteten Schiffen, beim häufigen Jobwechsel, beim hochangesehenen Start in die Selbstständigeit. Die Risikobereitschaft der Niederländer war immer höher, als die des Teutonen diesseits der Grenze. Die einzige Angst die es gab, war die vor dem Wasser. Diese kollektive Sorge saß tief in der Volksseele, nicht erst seit 1953. Und die Regierung hat sie dem Volk genommen. Der Deltaplan und seine Umsetzung war so mächtig, so allumfassend, dass das Thema Wasser keines mehr war. Auch diese Naturgewalt hatte man besiegt. Der Rausch dieses Erfolges war so extatisch, dass sogar die Angst vor dem Sterben wich, schließlich hatte man den größten Feind besiegt. Euthanasie wurde offen diskutiert mit der Folge sehr lockerer Regeln. Im Radio laufen Werbespots, die die eigene Beerdigung thematisieren und eine Versicherung dafür bewerben – man stelle sich das in Deutschland vor. Der Tod war etwas, über das man reden konnte. Ent-Tabuisiert. Eine weitere Folge der gefühlten Unsterblichkeit ist ein eher rudimentärer Gesundheitsbereich. Die Kosten für Gesundheitsversorgung für den Versicherten sind gering, die Eigenverantwortung für das Wohlergehen ist hoch, inklusive Selbstbeteiligung bei Behandlungskosten. Darüber gab es einen allgemeinen Konsenz.

Dann kam Corona

Und auf einmal war alles anders. Zu wenige Intensivbetten? Die Aussicht auf eine Auswahl der zu Behandelnden wie in Italien? Abweisung von Alten und zu kranken zu Gunsten von Menschen mit besseren Heilungschancen? Diese Szenarien waren real, viel realer als in Deutschland. Das System war einfach zu schwach ausgelegt. Es gab und gibt viele Tote. Und es gibt einen scheinbar übermächtigen Gegner, der jedoch weniger real, weniger greifbar ist und schwieirger zu verstehen, als etwa das Wasser. Da bekommen die Niederländer wieder Angst. Wie damals vor dem Wasser, weil es eben noch kein wirksames Mittel gegen die Bedrohung gibt, außer den Isolationsmaßnahmen wie wir sie kennen.

Und wie damals nach der Flut setzt man sich zusammen und tut, was nötig ist. Auf einmal hört das Volk auf seine Politiker, die mehr als bei uns eigentlich keine Respektspersonen sind. Die „Overheid“, sonst eher eine Institution der es sich möglichst gewitzt zu entziehen gilt, wird wieder als Autorität wahrgenommen. Menschen, die sonst eher frei und forsch vorausgehen, warten ab, sind vorsichtig. Unternehmer zögern und vertreten Maßnahmen, die sie selbst Tausende Euro kosten, mit Nachdruck. Ich glaube, dass unseren Freunden ihre eigene Sterblichkeit wieder etwas mehr bewusst geworden ist. Und jetzt wird getan, was zum Überleben erforderlich ist. Und das mag auf uns mitunter etwas harsch wirken.

Und was heißt das für uns als Gäste?

Ich glaube, es bedeutet vorallem zwei Dinge:

1) Wir sollten das akzeptieren und verstehen. Wir sind derzeit in den Niederlanden nicht willkommen, auch wenn Häfen aus kommerziellen Gründen nicht final geschlossen werden. Die Aussagen sind eindeutig. Und wer sie verstehen will, der wird begreifen, worum es eigentlich geht. Denn sie haben Angst, dass unsere Anwesenheit die Krankenhäuser und Rettungsdienste zusätzlich belasten könnte und dass deswegen eventuell Entscheidungen getroffen werden müssten, die keiner treffen mag. Man stelle sich vor ein Deutsches Unfallopfer bedarf intensivmedizinischer Behandlung und deswegen kann ein Niederländer nicht vor Corona gerettet werden. Es ist einfach nicht nötig, diese Situation heraufzubeschwören, nur weil man Bötchen fahren mag. Möchten Sie die Schlagzeile dazu beim Koffie met Appelgebak auf dem Telegraaf lesen? Ich kann diese Angst jetzt, nach vielen Gesprächen, etwas besser verstehen, ich kann die Schlussfolgerungen der Niederländer daraus akzeptieren und ich bleibe deswegen bis auf Weiteres weg vom Boot.

2) Wenn die Krise vorbei ist, wird uns das Erlebte näher zusammenbringen, wenn wir heute achtsam mit den Sorgen der Nachbarn umgehen. Denn Angst haben, das verstehen wir Deutschen nur zu gut. Vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor Altersarmut, vor Stau auf dem Heimweg. Angst können wir. Und die Niederländer können das jetzt auch etwas besser. Und das wird uns zusammen stärker machen. Wie gesagt, wenn wir jetzt die Angst der Niederländer vor den Auswirkungen von Corona und vor zu vielen Gästen im Land  ernst nehmen. Und irgendwann werden wir das im Cockpit mit dem Bootsnachbarn aus Holland besprechen, mit ganz viel Verständnis füreinander. Und ich hab dann keine Angst mehr vor dem Oude Genever, den er mitbringt. Versprochen.

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Rutte: Keine Lockerungen für den Wassersport vor 20. Mai

Die Pressekonferenz der Niederländischen Regierung hat gezeigt, dass zunächst keine Lockerungen für den Freizeitsektor zu erwarten sind. Zu groß ist die Angst, dass mit den Touristen auch wieder mehr Ansteckungen ins Land kommen. Damit verschiebt sich der Saisonbeginn um mindestens vier Wochen

Die Regierung hat nach eigener Aussage lange mit sich gekämpft um die Einschränkungen zu reduzieren. Dabei hat man sich auf die wichtigsten Bereiche konzentriert. So beginnt die Schulausbildung ab dem 11. Mai wieder, Jugendliche bis 18 Jahre dürfen wieder miteinander Sport treiben. Dies, weil die Experten des RIVM keine Anzeichen dafür haben, dass diese Altersgruppe das Virus überträgt. Andere Erleichterungen gibt es nicht. So dürfen Menschen in Pflegeheimen nachwievor nicht besucht werden. Auch darf zum Beispiel ein Friseur nicht wieder öffnen, das gilt für alle sogenannten Kontaktberufe.

Im Rahmen dieser Überlegungen wird deutlich, dass der Wassersport einfach nicht wichtig genug ist, um das Risiko einzugehen, mit einer Lockerung der Regeln, die Anzahl an Erkrankungen steigen zu lassen. Das müssen wir Wassersportler so wohl akzeptieren. Die Regelungen bleiben demnach wie bisher. Wassersport ist nicht verboten aber strikten Regeln unterworfen. Unberührt bleiben die zusätzlichen Regelungen der Veiligheidsregios, wie etwa in Zeeland, wo ein Übernachtungsverbot gilt.

Für Wassersportler beudeutet das, weitere vier Wochen Geduld. Und auch dann wird, das eine persönliche Einschätzung, der Wassersport nicht im Fokus der Erleichterungen stehen.

Ein Tipp: Wer eine Osmosebehandlung in Eigenregie plant, hat in diesem Jahr eine einmalige Chance. Jetzt das Schiff an Land trocknen lassen, ist wegen der Länge der Trocknungsphase optimal. Gefahren wird dann erst wieder im Jahr 2021. Leider.

 

 

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Bilderrätsel KW 17: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Wow, was für eine Resonanz! So viele Mails haben und erreicht, fast alle Leser wussten, dass es die Schleuse in Makkum ist. Glückwunsch. Und vielen Dank fürs Mitspielen.

Ich glaube, es war fast etwas zu leicht, oder? Wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad…

Wer weiß, wo sich das Bilderrätsel in dieser Woche befindet, schreibt an [email protected] Viel Spaß!

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Brücke übers IJ erstmal verschoben

Amsterdam ist durch das IJ in der Mitte getrennt. Nord und Süd sind für Fußgänger und Radfahrer mittels Fähren und neuerdings durch eine U-Bahn verbunden. Das reicht jedoch nicht, so die Gemeinde. Eine Brücke muss her. Das wiederum will das Reich nicht

Zu gefährlich wären die dadurch entstehenden Situationen auf dem Wasser. Wartende Segelyachten, die wegen des enormen Schwells nicht an Wartestege könnten und der ständig zunehmende Farchtschiffverkehr zum und vom Hafen in Amsterdam vertragen sich nicht, so der Rijkswaterstaat. Auch ein Mediator konnte die Wogen zwischen der Gemeinde Amsterdam und den Verantwortlichen in Den Haag nicht glätten. Also wird das Projekt vorerst verschoben, auf die Periode 2025-2029. Bis dahin, so die Verantwortlichen, könnten die Fähren das steigende Passagieraufkommen noch schultern.

Gleichzeitig sollen Lösungen in Form von Tunnels geprüft werden. Einer weiter östlich als die zunächst geplante Brücke, die vom Aeolushafen auf das Java-Eiland im Süden führen sollte und einer weiter westlich, etwa auf Höhe des Houthavens, von dem die Staande Mast Route durch Amsterdam beginnt.

Zusätzlich zur Prüfung der Alternativen soll eine Metrostation „Sixhaven“ für die Noord-Zuidlijn für weitere Entlastung sorgen. Einstweilen bleibt die Passage durch das IJ und den Noordzeekanaal für Segelyachten also Barrierefrei.

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Übersicht UKW-Blockkanäle südliche Staande Mast Route

Wer auf dem Wasser auf Berufsschifffahrt trifft, der sollte wissen, was die vorhat. Das regeln Blockkanäle, auf denen sich die Schiffsführer absprechen und mitunter von Land gelenkt werden. Jetzt gibt es eine neue Übersichtskarte für Süd Holland

Es handelt sich um den Bereich Haringvliet/Volkerak bis Dordrecht. Dieser stark befahrene Teil der Niederländischen Gewässer verbindet die Häfen von Antwerpen und Rotterdam miteinander und dem Binnenland. Kein Wunder, dass dort viel Verkehr herrscht. Doch auch Freizeitkapitäne nutzen die Gewässer gerne. Von der Maas nach Zeeland fahrend geht es über den Hollandsch Diep gen Volkerak. Auch die Staande Mast Route führt hier hindurch. Genug Gründe also, sich die Karte aufs Schiff zu legen oder auf dem Tablet oder PC zu speichern.

Hier die direkten Links zum PDF Download:

Marifoonkarte Süd Holland

Blockkanäle Havengebiet Rotterdam

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