Kategorie: Stegfunk

Wieder Stewards auf den Schleusen in Holland

Auch 2020 werden auf stark befahrenen Schleusen in den Niederlanden die freundlichen Helfer eingesetzt. Sie regeln die optimale Belegung der Kammern, helfen beim An- und Ablegen und geben Tipps. Damit soll der Verkehrsfluss optimiert werden

Befragungen durch den Rijkswaterstaat, dem Betreiber der Schleusen, haben ergeben, dass besonders Wassersportler die Stewards sehr schätzen. Sie vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und kümmern sich nach Kräften um die richtige Reihenfolge, wenn es voll wird an der Schleuse. Einen Schleusenknigge für die Niederlande finden Sie hier.

Die Übersichtskarte zeigt, wo und wann die Stewards eingesetzt werden

Die Stewards stehen für Fragen bereit, hören den Funk, können selbst auch mit der Handfunke eingreifen teilweise und nehmen die Leinen an. Sie sind so eine positive Bereicherung für den Wassersport in den Niederlanden. Wegen der vielen „Im-eigenen-Land“- Urlauber wird es erwartungsgemäß in diesem Sommer extra voll auf dem Wasser.

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Bilderrätsel KW 22: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Amsterdam, da waren sich alle Teilnehmer einig. Und es stimmt. Der Blick vom Sixhaven auf das Kreuzfahrtterminal. Glückwunsch an alle, die mit geraten haben.

Natürlich gibt es auch in dieser Woche wieder ein Bilderrätsel. Diesmal wird es ein wenig schwieriger, schließlich sind auf stegfunk.de echte Holland-Kenner unterwegs. Also: Wo ist es? Mitraten geht am betsen per Mail an [email protected] Viel Spaß!

 

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Rutte kündigt weitere Erleichterungen an – Wassersport wieder vergessen

Es läuft in den Niederlanden. Wie auch in Deutschland gehen die Infektionen zurück, die Intensivstationen können den Ansturm gut bewältigen. Die Folge: Weitere Erleichterungen sind möglich. Leider nicht für den Wassersport

Rutte bedankt sich für das gute Befolgen der Regeln. Weil ein jeder das tat, gibt es jetzt Raum für weitere Erleichterungen. Jeder Einzelne hat die Verantwortung, die Erleichterungen weiter fortschreiten zu lassen. Also:

– Bei Erkältung zuhause bleiben!

– Bei Fieber bleiben auch die Menschen aus dem Haushalt zuhause!

– Abstand halten, minimal 1,5 Meter! Außer man gehört zum gleichen Haushalt

– Belebte Plätze und Situationen meiden!

– Hände so oft wie möglich waschen!

Weitere Erleichterungen:

– Terrassen dürfen ab dem 1.6. geöffnet werden, egal wie viele Menschen darauf sitzen, aber mit 1,5 Meter Abstand, außer für Familien. In den Restaurants dürfen maximal 30 Personen sitzen, nach den bereits vorgegebenen Regeln. Himmelfahrt und Pfingsten bleiben die Restaurants also noch geschlossen

– Für den Wassersport sind keine neuen Regelungen angekündigt worden

WICHTIG: Ministerpräsident Rutte und Gesundheitsminister De Jonge machen sehr deutlich, dass alle Erleichterungen auf der Verantwortung jedes Einzelnen basieren. Somit haben auch wir Deutsche in den Niederlanden, besonders an den langen Wochenenden die jetzt kommen, eine besondere Verantwortung. Alle zusammen müssen wir dafür sorgen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass im Wassersport die Regelungen nicht nachgelebt werden. Denn das haben die Herren sehr deutlich gesagt: „Wir schauen genau hin!“ Und wenn die Yachthäfen als Hotspot von neuen Ausbrüchen erkannt werden, sind die Erleichterungen die wir heute genießen auch schnell wieder Geschichte. Also eine ganz große Bitte: Lasst uns zusammen klug sein!

Die Erleichterungen hängen fortan also ab von den Entscheidungen der Veiligheidsregios. Denen muss weiter egfolgt werden. Bis auf weiteres hat das Datum 1. Juli leider Bestand bevor die Yachthafen-WCs wieder öffnen. TIPP: In zwei Wochen erwartet die Regierung Zugriff auf Telekommunikationsdaten haben zu können, ein neues Gesetz ist derzeit in Arbeit. Wenn man dort dann Orte erkennt, in denen die Dichte von Menschen besonders hoch ist, will man darauf reagieren. Ist ein Hafen also voll, mag es sinnvoll sein, das eigene Smartphone einfach mal auszuschalten. Natürlich unter der Einhaltung der Regeln, die oben stehen.

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Bilderrätsel KW 21: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Das war einfach: Den Stadthafen von Stavoren haben fast alle Teilnehmer erkannt. Derzeit darf dort nicht im Päckchen gelegen werden, Liegegelder werden per EC-Karte in einem Automaten gezahlt, die die Hafenmeisterin an einer langen Stange aufs Boot reicht. Lieber, sagt sie, hätten sie keine Gäste. Mit der Meinung ist sie aber ziemlich alleine im Kollegenkreis: Die Häfen freuen sich auf Deutsche Gäste, die sich an die Regeln halten!

Und darum ache  wir auch in dieser Woche wieder Lust auf Wassersport in den Niederlanden mit unserem neuen Bilderrätsel. Wer weiß, wo es ist, schreibt einefach eine Mail an [email protected] Viel Erfolg!

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Übersichtskarte Häfen in NL: Welcher ist offen für Passanten?

Die Kollegen vom Magazin Zeilen haben eine interaktive Karte erstellt, aus der hervorgeht, welcher Hafen in den Niederlanden für Passanten geöffnet hat. So sieht man auf den ersten Blick, wo man willkommen ist

„Viele Häfen machen schon mit und es werden immer mehr. Wir aktualisieren die Karte regelmäßig, die Lage verändert sich schnell“, berichtet Vincent Bakker von Zeilen. Auch finden sich in der Karte direkt die Kontaktdaten der Häfen, sodass man, wenn möglich, gleich einen Liegeplatz reservieren kann.

Hier geht es zur Karte: https://www.zeilen.nl/jachthaveninformatie/

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Häfen voll? 10 Ankerplätze rund um IJssel- und Markermeer

Die Regelungen rund um Corona in den Häfen sorgen für ein reduziertes Liegeplatzangebot. Gleichzeitig strömen massiv Menschen aufs Wasser, um vor der Haustüre ihren Urlaub zu verbringen, da Fernreisen unmöglich sind. Die Folge: Es wird voll. Und was könnte man da besser tun, als Ankern?

Angesprochen auf die schon in der Vorsaison voll belegten Plätze im Stadthafen von Stavoren sagte die Hafenmeisterin dort: „Dann wird es eben ankern in der Hauptsaison!“ Und da könnte sie Recht haben. Nur ist das Revier eigentlich nicht bekannt für gute Ankerplätze. Ein paar Stellen gibt es dennoch, wo sich das Eisen in den Grund bohren kann. Wir haben sie einmal aufgezählt. Bei allen Orten gilt: Wetter checken, genug Kette stecken, Schwoijabstand vom Nachbarn halten und den Anker sorgfältig einfahren. Eine Ankeralarm-App ist ebenso hilfreich, wie ein LED-Ankerlicht. Das ist ohnehin Pflicht und mit der modernen Lampe benötigt es wenig kostbaren Akkustrom. Also: Viel Spaß vor Anker. Ach ja: Habt ihr noch einen Tipp? Dann her damit [email protected] Aber Vorsicht: Vielleicht is es dann kein Geheimtipp mehr…

In Kürze hier: Die besten Plätze in Friesland und Zeeland. Nicht verpassen? Abonnieren Sie unseren Newsleter!

Zehn Ankerplätze rund ums IJssel- und Markermeer

1) Makkum/Kornwerderzand östlich der Schleuse Wird zum Rand hin untief, gut geschützt bei W und NW. Bei SW unruhig. Wassertiefe 2-3 Meter

Vor Anker lässt sich prima das Treiben vor der Schleuse beobachten

2) Medemblik vor dem Dampfmaschinenmuseum In dem kleinen Becken liegt man bestens geschützt. Ein Fahrwasser führt in die Bucht hinein. Außerhalb der Betonnung in der Bucht wird es jedoch schnell untief.

Geschützt wie in Abrahams Schoß liegt man in der kleinen Bucht. Aber Achtung: Am Rand sehr untief!

3) Andijk Vluchthaven Gelegen am Geldersche Hoek bietet der Hafen Schutz bei nahezu allen Winden. Tief ist nur die Nordseite, südlich der roten Tonnen ist es untief. ACHTUNG: Die Buhnen liegen teils unter Wasser. Darauf achten. Wassertiefe 1,5-3 Meter.

Auf die Buhnen unter Wasser achten! Vluchthaven bei Andijk

4) Lemmer, gegenüber Friese Hoek Auch hier wird es östlich des Damms gen Süden untief. Bei Westwind will man sich möglichst weit hinter diesem Damm verstecken, allerdings wird es dort eben untief. Also: Vorsichtig rantasten, der Boden ist weich. Wassertiefe: 5 bis 1 Meter. ACHTUNG: Die Durchfahrt zur Schleuse unbedingt freihalten. Dort liegt oft große Berufsschifffahrt sowie die braune Flotte.

Sogar bei Westwind gut geschützt: Die Ecke hinter dem Damm

5) Ketelmeer IJsseloog Ankern geht am besten zwischen dem eigentlichen Auge und der östlich gelegenen Insel. Wassertiefe dort: 2,5 bis 3 Meter. Dort liegt man bei allen Windrichtungen sehr geschützt.

Der Hafen südlich des Auges ist als Arbeitshafen ausgewiesen und gesperrt

6) Südlich Lelystad Ein Damm separiert das Ankergebiet von der Küste. Dazwischen lässt es sich vorzüglich ankern. Sowohl der Jachthaven Lelystad mit seinen Restaurants als auch das hinter dem Deich gelegene Wohngebiet mit Supermarkt sind mit dem Dingi erreichbar. Bei allen Windrichtungen geschützt, bei Westwind Abstand von der Einfahrt halten! Wassertiefe 2-4 Meter

Nicht besonders hübsch, aber gut geschützt: Der Ankerplatz im Hafen von Lelystad

7) Markerwadden Künstlich aufgeschüttete Inseln bieten leidlich Schutz bei westlichen Winden. Derzeit wird noch gearbeitet, die Werkbetonnung muss beachtet werden. Ist sie einmal weg, bieten sich viele gute Ankermöglichkeiten. Von dort lassen sich bestens die vielen Zugvögel beobachten, die die Inseln heute schon für sich in Beschlag genommen haben. Wassertiefe 3 bis 4 Meter. Die Insel selbst bietet notfalls einen Schutzhafen

Künstliche Inseln, voller Natur: Marker Wadden

8) Gouwzee Der kleine Teil im Westen des Markermeers bietet vorallem entlang der Seiten eines Damms nördlich von Marken gute Ankerplätze. Je nach Windrichtung liegt man an der einen oder anderen Seite der Steinschüttung. Volendam und Marken sind dicht bei und auch mit dem Dingi erreichbar. Wassertiefe 1,5 bis 2 Meter. An vielen anderen Stellen ist die Gouwzee ebenfalls gut geschützt, jedoch leider recht untief. Wer nur wenig Tiefgang hat, findet viele schöne Plätze.

Ankern vor dem Weltkulturerbe Marken: Eine besondere Sache

9) Muiderzand Nicht schön, nichts sehenswertes, aber Platz und bestens geschützt: Die Bucht an der Südwest-Ecke von Flevoland ist nahezu unbekannt und bietet guten Ankergrund. Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Wassertiefe: rund 2 Meter

Tiefer Einschnitt: Die Bucht bietet besten Schutz bei allen Windrichtungen

10) Durgerdam Das kleine Kapitänsdorf auf dem Deich ist einfach pittoresk. Der Ankerplatz davor ist gleichsam spannend wie unruhig. Er liegt nördlich des Fahrwassers vom Markermeer nach Amsterdam, was entsprechend stark frequentiert ist. Bei allen Windrichtungen gut geschützt, aber eben unruhig wegen Schiffsverkehr. Dafür kann man den vorzüglich beobachten. Mit dem Dingi ist der Hafen von Durgerdam erreichbar und von dort mit dem ÖPNV auch Amsterdam. Wassertiefe 1,2 bis 2 Meter.

Bester Platz für Boatspotter: Der Ankergrund vor Durgerdam

 

 

 

 

 

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Corona: Jetzt kann man wieder nach NL – aber sollte man?

Wegen Corona ist nichts mehr wie es war beim Wassersport in den Niederlanden. Doch nun lockern sich die Regeln langsam, man kann wieder zum Wassersport und losfahren. Doch sollte man das auch? Was halten die Gastgeber davon? Stegfunk.de war vor Ort und hat nachgefragt

„Klar seid ihr willkommen, keine Frage“, sagt die Hafenmeisterin des Oesterhavens in Wolphaartsdijk am Veerse Meer. „Eigentlich wollen wir ja so wenige Gäste wie möglich, egal ob Deutsche oder Niederländer“, sagt die Kollegin aus dem Stadthafen in Stavoren. Was denn nun?

Rein rechtlich spricht nichts gegen einen Besuch an Bord. Derzeit noch für maximal 72 Stunden, denn danach müsste man in NRW in die 14-tägige Quarantäne. In anderen Bundesländern sind es sogar nur 48 Stunden. In Niedersachsen hat ein Gericht diese Regelung jedoch unlängst gekippt. Auch in NRW läuft die derzeitige Verordnung zum 25. Mai aus, dass sie verlängert wird, scheint derzeit politisch nicht gewollt. Wen die Quarantäne nicht stört, der kann auch jetzt schon beliebig lange in den Niederlanden bleiben.

Dort gelten klare Regeln: Keine Ansammlungen von Menschen, die nicht aus einem Hausstand kommen, 1,5 Meter Abstand, oft Hände waschen und eben generell: Rücksicht nehmen, Abstand halten. Und zu Hause bleiben, wenn man Symptome hat, die auf eine Coronainfektion hindeuten.

Ansonsten wird langsam wieder vieles möglich. Sogar die Terrassen öffnen ab dem 15. Mai. Die Häfen, die für Passanten geschlossen waren, öffnen ebenfalls. Aber Vorsicht gilt allerorten: Die Sorge vor zu großem Gedränge ist allgegenwärtig. Der Compagnieshafen in Enkhuizen begrenzt die Anzahl der Passanten ebenso, wie die Wattenhäfen oder die Häfen der SkipsMaritiem Gruppe (Hindeloopen, Stavoren, Lemmer, Lelystad). Die WCs und Duschen bleiben bis zum 1.7. geschlossen, obwohl der Branchenverband HISWA kräftig an einer früheren Öffnung arbeitet.

Auch in Supermärkten wird rücksichtsvoll Abstand gehalten und mit Karte gezahlt. Die Anzahl der Besucher ist begrenzt. Eine Mundschutzpflicht gibt es indes nicht. Fischverkäufer und Frittenbudenbesitzer freuen sich über Deutsche Kunden, das sagen sie sehr deutlich. Auch andere Wassersportunternehmer wie Michiel van Kesteren von @Sail Yachting in Workum freut sich auf seine Kunden aus dem Nachbarland: „Warum denn nicht? Ein Boot ist für eine Familie doch ideal. Und Gäste aus Deutschland sind immer willkommen, logisch“. Wassersportler berichten von ebenso freundlich grüßenden Niederländern auf dem Wasser wie eh und je. Alles gut also?

Nein. Nicht jeder in den Niederlanden begrüßt die Nachbarn mit offenen Armen. Manche wollen unter sich bleiben. Da jedoch, so scheint es, ist der Gesundheitsschutz oftmals nur ein Vorwand. Denn es wird eng auf dem Wasser. In großen Mengen drängen die Niederländer aufs Wasser, denn Urlaub in der Ferne ist nicht möglich. Da kommt ein Boot gerade recht. Das spiegelt sich in einem wahren Run auf Gebrauchtboote wider, den Makler derzeit verzeichnen. Und weil man nicht im Päckchen liegen darf und auch sonst die Abstände eingehalten werden müssen, muss mit dem vorhandenen Raum gut gehaushaltet werden. Darauf angesprochen sagt die Hafenmeisterin in Stavoren: „Na dann wird es eben ankern…“ Da scheint der ein oder andere zu denken: Ohne Deutsche Gäste ist es weniger voll. Ein zugegebenermaßen naheliegender Gedanke.

Fazit: Zum Wassersport nach Holland fahren oder nicht?

Achtung, Meinung: Die meisten Menschen denen man begegnet beim Wassersport in den Niederlanden leben von und mit dem Wassersport und somit auch von und mit Deutschen Gästen. Sie heißen uns willkommen. Aus kommerziellen Erwägungen oder schlicht, weil sich über die Jahre Freundschaften etabliert haben. Sie wünschen sich, dass wir so bald wie möglich wieder in die Niederlande kommen. Das klingt in Gesprächen vollkommen ehrlich und nachvollziehbar. Ein großer Teil der anderen Menschen scheint zu denken, dass wir gerne kommen dürfen, wenn wir uns nur an die Regeln halten. Das ist der bekannte Niederländische Pragmatismus. Und ein kleiner Teil möchte seine Heimatgewässer lieber selbst nutzen. Davon dürfen wir uns aber nicht abschrecken lassen. Schon wegen all den anderen Niederländern, die uns willkommen heißen, nicht.

Mischen wir uns damit in interne Angelegenheiten ein? Vielleicht. Aber: Für viele von uns sind die Niederlande unsere zweite Heimat und unser erstes Heimatrevier. Und nur weil da zufällig eine Grenze dazwischen liegt, die vor drei Monaten noch nahezu keine Rolle mehr spielte, jetzt aber auf einmal wieder auf teils unschöne Weise an Bedeutung gewinnt, möchte ich mich nicht von meinem Heimatrevier fern halten. Schon um dieser Grenze keine Wichtigkeit beizumessen, die sie eigentlich längst nicht mehr haben sollte.

Sollte man also ab sofort wieder zum Wassersport in die Niederlande fahren? Ja. Das sollte man. Wenn man sich dabei an die Regeln hält:

– Halten Sie 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen mit denen Sie nicht im Familienverband leben!

– Vermeiden Sie geschäftige Orte konsequent. Mehr als drei Leute? Wegbleiben!

– Symptome? Zu Hause bleiben!

– So oft es geht Hände waschen!

– Hafen WCs und Duschen bleiben geschlossen bis 1.7. Man muss also an Bord autark sein. Das Schiff muss über ein WC mit Fäkalientank verfügen, über fließendes Wasser und über eine Dusche. Alternativ geht ein Porta Potti oder eine Trockentoilette

– Besprechen Sie ihren Besuch mit dem Hafenmeister per Telefon. Viele Häfen haben eigene Regeln aufgestellt. Halten Sie sich daran!

– Päckchenliegen ist verboten. In Häfen wo das üblich war, wird es schnell voll werden. Stellen Sie sich darauf ein, keinen Liegeplatz zu finden und eventuell zu ankern

– Zum Schluss: Die Niederländer setzen, wie immer, stark auf Eigenverantwortung. Es ist in hohem Maße kulturell empathisch, diese Eigeneverantwortung ebenfalls zu entwickeln. Wenn sich zu viele Menschen zu sorglos verhalten, steigen die Infektionszahlen und die Wassersportsaison ist auch schnell wieder vorbei. Jeder Einzelne hat es in der Hand, das zu vermeiden. Helfen Sie mit!

 

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Fünf Surfer sterben vor Scheveningen

Gestern Abend gegen 19 Uhr geriet eine Gruppe von sechs Surfern in Not. Drei wurden aus dem Wasser gerettet, nur einer überlebte. Die anderen beiden konnten nicht mehr reanimiert werden. Der Überlebende berichtete von weiteren Surfern im Wasser. Eine große Suchaktion begann

Die KNRM war ebenso involviert, wie die Küstenwache, Polizei und Feuerwehr. Gemeinsam suchte man von Rettungsbooten, Hubschraubern und aus Kranwagen von Land aus an der nördlichen Hafenmole von Scheveningen. Erschwert wurde die Suche durch mannshohen Schaum auf dem Wasser. Der entstand durch den starken Nordwind der gegen die nordsetzende Strömung blies.

Der Helikopter versuchte mehrfach mit seinem Downwash den Schaum wegzublasen, um die Suche zu erleichtern. Doch es half nichts. Gegen 22.30 Uhr musste die Suche beendet werden, es wurde zu dunkel. Heute morgen wurden dann zunächst zwei weitere Leichen geborgen, von der dritten noch vermissten Person fehlte jede Spur. Die Rettungskräfte konnten jedoch auch sie im Laufe des Vormittags finden und leider nur noch bergen.

Bei den Opfern handelt es sich laut lokalen Medien um bekannte Surfer aus Schweveningen, teils sogar Surflehrer. Die Wassersportler galten als erfahren und kannten ihr Heimatgewässer gut. Dennoch kam es zu dem tragischen Unglück. Der Überlebende berichtete, dass sie von einer großen Welle erwischt wurden und sich dann im Schaum wiederfanden, der jede Sicht und Orientierung nahm.

Stegfunk.de wünscht den Angehörigen und Rettungskräften Stärke.

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Bilderrätsel KW 20: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Letzte Woche, viele haben es erraten, waren wir auf Terschelling. Der Blick auf den legendären Strandpub de Walvis. Ideal, um dort bei einem Kaltgetränk den ein- und auslaufenden Schiffsverkehr zu beobachten.

Und auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Wer erkennt es? Mitraten gerne per Mail an [email protected] Viel Spaß!

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Lockdown vorbei: Holland macht die Schleusen auf – und die Hafen-WCs. Bald.

Es war wie der Versuch am Strand eine Sandburg gegen die steigende Tide zu verteidigen: Unmöglich. Die Menschen sehnen sich nach (wirtschaftlicher) Normalität und die Infektionszahlen geben derzeit Raum dafür. Die Folge: Die Regierungen lockern die Regeln. So auch in Holland

Premier Rutte hat mal wieder gesprochen: Es gibt eine Exit-Strategie. Schritt für Schritt wird in den nächsten Monaten der Lockdown aufgehoben, auch um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Er teilte mit, was wann wieder möglich sein wird, was das „neue Normal“ sein wird, bis es einen Impfstoff gibt.

Was aufällt: Kein: „Blijf thuis“ mehr. Stattdessen: „Blijf Thuis als je ziek bent, en houd altijd afstand in publiek“. Also nicht mehr pauschal: Bleib zu Haus, sondern bleib zu Hause wenn du krank bist und halte immer in der Öffentlichkeit Abstand. Die Lockerungen berichtet der Chef, Ministerpräsident Rutte, selbst, nicht der Gesundheitsminister, der zuvor spricht. In bestimmten Situationen sollen nun doch Mondkapjes, also Mundschutz, getragen werden. Das fand die Regierung vor wenigen Tagen noch unsinnig.

Für den Wassersport bedeuten die Lockerungen das Folgende:

– Terrassen werden wieder geöffnet. Jede Kleingruppe sitzt dabei an einem Tisch, 1,5 Meter Abstand sind dabei immer einzuhalten. Bei Fragen hilft das Personal im Restaurant

– In Restaurants drinnen werden maximal 30 Personen empfangen. Vorher findet ein Risikogespräch statt, bei dem gefragt wird, ob es Krankheitssymptome gibt. Das gilt ab dem 1. Juni. Ab dem 1. Juli sind es 100 Personen, die erlaubt sind

– Am 1. Juli dürfen die WCs in den Häfen wieder geöffnet werden

– Den ÖPNV sollten wir Wassersportler generell nicht verwenden

Das alles gilt nur, solange die Aufnahmezahlen in den Krankenhäusern nicht aus dem Ruder laufen. Dann können alle Lockerungen auch wieder zurückgedreht werden. Die Regeln werden jedoch feiner, besser, präziser. Das zeigt, wie in Deutschland, dass die Behörden stets mehr über das Virus verstehen und entsprechend effizienter Handeln.

Letztlich haben wir es alle in der Hand, intelligent mit den Lockerungen umzugehen. Das ist der Deal: Wenn wir alle vorsichtig- und die Ansteckungen im Rahmen bleiben, dann gibt es mehr Freiheiten. Das gilt auch und fast schon besonders, für uns Deutsche Gäste in den Niederlanden. Also bitte: Bleibt schlau, nutzt es nicht aus und sorgt dafür, dass wir alle im Sommer aufs Wasser kommen. Klug und mit Abstand. Das will auch der Premier betonen: Die Verantwortung jedes Einzelnen.

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Bilderrätsel KW 19: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Nochmal in groß

Ok, das war aber auch schwierig. Wir sehen im Rätsel der KW 18 die Wattenmeer-Seite der Schleuse Kornwerderzand. Die Yacht läuft die Boontjes entlang von Harlingen kommend. Gewusst hat es Stegfunk.de Leser Klaus B aus Köln. Glückwunsch.

Auch diese Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Wo wurde das Foto aufgenommen? Wer es weiß und mitraten mag, der schreibt an [email protected] . Viel Spaß!

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Bilderrätsel KW 18: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

OK, das war kniffelig. Viele von Euch dachten, es sei

die Slauerhoffbrug in Leeuwarden. Die ist es aber nicht. Wir sind noch weiter östlich in Groningen, bei der Anfahrt in die Stadt von Delfzijl aus gesehen. Glückwunsch an alle, die sich nicht auf die falsche Fährte haben locken lassen. Und danke an alle Anderen fürs mitraten.

Nochmal in groß

Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs, nur wo? Wer es weiß, kann eine Mail schreiben an [email protected] Viel Spaß!

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