Kategorie: Stegfunk

Neue Seite für die Gezeiten

Auf getij.rws.nl findet sich seit Jahren die Gezeiteninfo für die Niederländischen Gewässer. Neben der reinen Tabelle mit Zeiten und Wasserständen wird dort nun auch eine interaktive Gezeitenkurve angeboten. Und die ist sehr praktisch

Wassersportler, die auf Tidengewässern in Holland unterwegs sind, haben es gut. Nicht wie in Großbritannien mit viel Rechnerei, nein, einfach durch den Blick in den guten alten HP33 kann pro Standard Port gesehen werden, wie hoch wann das Wasser steht. Soweit, so praktisch. Leider muss man dazu den HP33 jedes Jahr neu kaufen. Und der ist nicht eben günstig. Jetzt aber, sind alle Infos aus dem HP33 auch online verfügbar und sogar noch detallierter. Die Strömungen findet man hier.

Die Infos zur Höhe der Gezeit sind nun auf den Seiten des Rijkswaterstaats aufbereitet. Der Zugang erfolgt weiter über die Seite getij.rws.nl Durch Klick auf den gelben Balken gelangt man auf die neue Seite, waterinfo.rws.nl. Dort kann auf einer Karte der gewünschte Ort ausgewählt werden. Es öffnet sich eine Grafik mit der Gezeitenkurve, auf der man den Zeitpunkt verschieben kann. Ein kleines Fenster zeigt die genaue Höhe der astronomischen Gezeit. Die Grafik bietet Info in Schritten von 10 Minuten. Alternativ wird das Ganze als Tabelle dargestellt. Der Vorhersagezeitraum lässt sich ebenfalls anpassen.

Alle Info auf einen Blick: Die Gezeitenkurve Copyright: Rijkswaterstaat

Hinter dem Button „Expert“ lässt sich die Bezugshöhe anpassen. LAT ist sehr praktisch, weil dann die Höhe der Gezeit einfach zur Kartentiefe einer auf LAT bezogenen Karte addiert werden kann, um die Wassertiefe zu erhalten. Aber Vorsicht: Durch den Einfluss des Windes kann der tatsächliche Wasserstand von der durch die Gestirne verursachten Tide abweichen. Bei nördlichen und westlichen Winden ist er höher, Ost und Süd Wind sorgen für niedrigere Wasserstände. Wer einfach mal ein wenig mit den Angaben auf der Website spielt, wird schnell damit vertraut werden und so bei der Planung vor Ort schnell die gewünschten Daten finden. Viel Spaß dabei!

Bezugshöhe und Uhrzeit lassen sich einstellen. Komfortabler geht es kaum Copyright: Rijkswaterstaat

Übrigens: Auch der Einfluss des Windes wird auf die Höhe der gezeit wird auf der Website dargestellt. Dazu auf der Seite auf den Button „Waterhoogte“ gehen. Dort den gewünschte Ort auswählen, und für West Terschelling zu Beispiel erscheint dieses Bild:

Die rote Linie beschreibt die durch den Wind veränderte Höhe der Gezeit

Es empfiehlt sich unbedingt, bei der finalen Planung mit dieser Linie zu rechnen. Da sie von Wetter und Wind abhängt, kann sie nur für wenige Tage im Voraus angegeben werden.

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WC-Abwassereinleitung in NL: Stand der Dinge

Seit 2009 ist es verboten, Fäkalien von Booten aus ins Wasser einzuleiten. Nur hält sich niemand daran. Das hat sich jetzt geändert. Seeventile können versiegelt- und Fäkalien trotzdem eingeleitet werden. Wie das geht? Die Übersicht

  • Seit 2009 ist es verboten, WC-Abwasser ins Oberflächenwasser Niederländischer Binnengewässer (dazu gehören auch die Wattensee und das IJsselmeer!) einzuleiten. Spül- und Duschwasser darf weiter eingeleitet werden. Seit 2009 ist kein einziges Bußgeld wegen der Einleitung ausgestellt worden. Es ist nahezu unmöglich, die Täter inflagranti zu erwischen
  • Ein neues Gesetzt schreibt nun vor, dass Seeventile, an die ein Fäkalientank oder ein WC direkt angeschlossen sind, im geschlossenen Zustand versiegelt werden müssen. Das Gesetzt ist in Kraft. ABER: Noch gibt es keine Aussagen darüber, wer, wie und wo versiegeln kann. Das soll in einem Gesetz bis zum 1.1.2021 geregelt sein. Dann wird es eine (kurze) Übergangsfrist geben. Man muss damit rechnen, dass Mitte 2021 versiegelt wird
  • Berufsschiffe bis 50 Personen sind von der Regelung ausgenommen. Sie gilt nur für Freizeitboote. Die Regelungen für die Berufsschiffahrt gelten erst ab 50 Personen an Bord. Damit können die meisten Plattbodenschiffe die mit Gästen fahren, weiterhin einleiten
  • Derzeit darf eine Kontrollinstanz jedoch nicht ohne weiteres ohne Zustimmung des Skippers an Bord kommen. Zum 1.1.2021 tritt ein neues Gesetzt in Kraft, das den Zugang zur Überprüfung der Versiegelung erlaubt. Ist nicht versiegelt und kann nicht nachgeweisen werden, dass man auf direktem Weg von außerhalb Niederländischer Binnengewässer kommt, wird ein Bußgeld fällig
  • Neu ist, dass Toilettenwasser sehr wohl eingeleitet werden darf, wenn es zuvor von einer geeigneten Einrichtung an Bord gereinigt wurde. Dazu hat man im Oktober 2019 Grenzwerte festgelegt. Diese muss der Reinigungsapparat in 90 Prozent der Messungen während eines 68-tägigen Prüfzyklusses erfüllen. Eine Prüfinstanz ist bislang noch nicht festgelegt worden, erste Zertifizierer zeigen jedoch Interesse. Auf der Anlage muss die Prüfnummer deutlich sichtbar sein, das Prüfzertifikat muss an Bord mitgeführt werden. Bei der Zulassung wird auch berücksichtigt, dass das Gerät auch drei Wochen ohne Nutzung überstehen muss. Das ist ein Problem für Einrichtungen, die auf biologischer Basis reinigen, da die dafür eingesetzten Bakterien regelmäßige Nahrung benötigen
  • Ein Gerät der Firma Tom Logisch UG, die enteron, wird die geforderten Grenzwerte einhalten können. Allerdings muss dazu nach längerer Nicht-Verwendung mit einem neuen Bakteriensatz (etwa teebeutelgroß) nachgeholfen werden. Das Gerät kostet in der kleinen Version (bis 50 Liter pro Tag) derzeit auf der Boot Düsseldorf (Halle 10, E30) 2.992,- Euro.
  • Neben der Abnahme der Qualität des eingeleiteten Wassers in den Niederlanden muss eine solche Reinigungsanlage auch der erst später in Kraft tretenden Norm ISO 8099-2 entsprechen. Sie regelt technischen Anforderungen im Rahmen der Sportbootdirektive (auch bekannt als CE-Norm), nicht jedoch die Reinheit des eingeleiteten Wassers
  • Da die Niederlande innerhalb von Europa einen Alleingang in dieser Angelegenheit wagen und weil andere Länder mit ähnlichen Richtlinien nachziehen könnten, scheinen potentielle Hersteller zunächst abzuwarten, bevor Geld in die Entwicklung von Reiningungsanlagen investiert wird. Zu groß die Ungewissheit, ob eine einmal entwickelte Reinigungsanlage auch in anderen Ländern gebraucht werden könnte. Außerhalb der Niederlande ist in vielen Ländern entweder ebenfalls das Einleiten verboten oder besteht eine Fäkalientankpflicht. In den Niederlanden gibt es rund 150.000 Schiffe mit WCs an Bord
  • Es bleibt abzuwarten, ob sich in der Kürze der Zeit Anlagen entwickeln, abnehmen und in ausreichender Stückzahl marktkonform fertigen und verbauen lassen, damit rechtzeitig alle Skipper die das wollen, weiterhin ohne Bedenken ihr WC verwenden können

Das meint Stegfunk.de dazu: Natürlich: Wir alle wollen bei schönem Wetter im Wasser um uns herum vom Schiff aus schwimmen gehen, ohne davon krank zu werden. Doch welche Maßnahmen sind dazu geeignet? Der Fäkalientank? Nein, denn die Absaugung funktioniert schlicht nicht ausreichend gut. Also wird letztlich doch wieder eingeleitet. Die Absaugkapazitäten in den Marinas sind zu gering oder funktionieren schlicht nicht. Also kein Verbot? Doch, gerne. Dann aber bitte mit Alternativen. Beispiel: Auf einigen Inseln in Zeeland stehen Toilettenkabinen, die auch genutzt werden. Die Einsicht bei den Bootsleuten ist da, in sauberem Wasser schwimmen möchte jeder.

Das wäre auch ein Modell für Friesland. Denn dort ist das Problem am größten: Starke Nutzung der sehr flachen Gewässer mit entsprechend umfangreicher Einleitung. Marrekriteplätze mit WC, die an den Abwasserkanal angeschlossen sind oder regelmäßig professionell entleert werden, könnten eine gute Alternative sein. So, wie in Zeeland. Dazu müsste dort jedoch massiv in die Infrastruktur investiert werden. Das wollte man offenbar nicht.

Stattdessen hat man den Wassersportler mit überhassteter Gesetzgebung als Zahlmeister auserkoren, der einige Wochenenden und zwei Wochen im Jahr an Bord ist und dabei brav möglichst oft die Hafen WCs nutzt. Und das, während gleichzeitig die Profis von der braunen Flotte 20 Wochen im Jahr mit ahnungslosen Gästen, die einfach gehen, wenn´s drängt, hemmungslos weiter einleiten dürfen. Das ist unerträglich.

Dennoch: Die Investition in ein stromsparendes, nicht allzugroßes Kästchen, das die WC-Abwässer reinigt, wird kaum ein Eigner scheuen. 1500 Euro wären als Obergrenze wohl in Ordnung, denn soviel kostet auch ein Fäkalientank. Dann aber bitte so, dass es auch in anderen Ländern akzeptiert wird und nicht zum Lex-Hollandia verkommt. Umweltschutz bedeutet oftmals liebe Gewohnheiten über Bord zu werfen. Das kommt auch auf die Wassersportler zu. Und die werden das auch tun. Wenn es sinnvoll bleibt.

Übrigens: Die ungeliebten Blaualgen werden durch die neue Regelung nicht weniger werden, es geht nur um Bakterien. Das macht aber auch nichts, denn die Blaualgen kommen hauptsächlich vom Nitrateintrag der Landwirtschaft durch Gülledüngung. Und die will man nicht so recht anpacken. Kurzum: Das Wasser unter den Blaualgen wird durch uns Wassersportler künftig sauberer. Nur schwimmen kann man dann immer noch nicht. Schade.

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Dauerthema Antifouling in Holland: 6 Fragen an…

…Jane Albas, Pressesprecherin der Unie van Waterschappen, der Vereinigung der Wasserwirtschaft. Die UvW ist für die Umsetzung der Vorgaben zur Wasserqualität verantwortlich und somit auch für das Thema Antifouling und die Kontrollen davon. Stegfunk.de sprach mit Frau Alblas

Stegfunk.de: Frau Alblas, wie verstehen Sie den Begriff „Gebrauch“ von Antifouling? Ist es das Anbringen der Farbe oder auch das „auf dem Rumpf haben“?

Jane Alblas: Beim Gebrauch geht es im Prinzip sowohl um das Anbringen als auch um das „auf dem Rumpf haben“ des Antifoulings

Stegfunk.de: Wo finden Kontrollen statt, ob zugelassene Farbe verwendet wurde?

J.A.: Kontrollen werden meistens in Yachthäfen durchgeführt, während die Schiffe unterhalten werden (Im Winterlager, d. Red.). Auch in Geschäften, also bei den Verkaufspunkten wird kontrolliert. Kontrollen finden zumeist nicht im Wasser statt.

Stegfunk.de: Sie sagen „zumeist nicht“. Wenn dann doch solch eine Kontrolle im Wasser stattfindet, wie sieht die aus?

J.A.: Wir können nicht ausschließen Kontrollen im Wasser durchzuführen, wie das dann konkret aussehen soll, weiß ich nicht. Meistens finden Kontrollen nicht im Wasser statt.

Stegfunk.de: Um ein Bußgeld von immerhin 2500 Euro auszusprechen, muss das Vergehen sehr schlüssig bewiesen werden, etwa durch einen wie auch immer gearteten, zugelassenen Apparat. Gibt es solch ein Gerät und wenn ja, ist es offiziell zugelassen?

J.A.: Wenn ein Eigner ein Bußgeld erhält, muss in der Tat unumstößlich bewiesen werden, dass eine nicht zugelassene Farbe verwendet wird. Die offensichtlichste Methode ist einen Eigner anzutreffen, der eine nicht zugelassene Farbe gerade anbringt oder angebracht hat. Ob oder wie eine bereits angebrachte Farbe im Wasser kontrolliert wird, darüber habe ich keine Informationen.

Stegfunk.de: Angenommen man kauft ein Boot in Deutschland mit einem dort zugelassenen Antifouling, das noch gut ist und legt das Schiff an seinen festen Liegeplatz in den Niederlanden. Muss man dann zuvor das Antifouling entfernen und neues aufbringen?

J.A.: Formal darf die Farbe ohne Zulassung nicht auf dem Rumpf sein, wenn das Schiff seinen Heimathafen in den Niederlanden hat

Stegfunk.de: Angenommen unter einer neuen Schicht mit zugelassener Farbe befindet sich noch nicht zugelassene Farbe. Bekomme ich ein Bußgeld bei einer Kontrolle?

J.A.: Das sind Grenzfälle. Wenn die älteren Schichten keinen Kontakt zum Wasser haben, also keine giftigen Stoffe ins Wasser gelangen können, ist alles in Ordnung. Allerdings verliert Antifouling mitunter die Haftung, sodass es Kontakt älterer Schichten mit dem Wasser geben kann, was nicht erlaubt ist.

Stegfunk.de: Danke für das Interview!

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Studie zu biozidfreien Antifoulings: Ernüchternde Ergebnisse

Um mehr Eigner vom Umstieg auf biozidfreie Antifoulings zu überzeugen, hat die Hiswa eine Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse: Ernüchternd. Stegfunk.de fasst zusammen

Es wurden folgende Produkte getestet:

  • Melkfett
  • Renolit Dolphin S foil
  • MacGlideTM foil (Mactac)
  • MacGlideTM Pyramidal foil (Mactac)
  • Bioclean (Chugoku Marine Paints)
  • Seajet ex3 (Chugoku Marine Paints) – Cu-frei aber mit anderem Biozid
  • Silic One (Hempel)
  • Green Power Nano (GPN)
  • Finsulate (kurze und lange Fasern)
  • Sonihull (Lamers System Care) Ultraschall
  • Shipsonic ultrasound antifouling Ultraschall
  • Ecospeed

Getestet wurde auf Polyvalken in Heeg, also auf Süsswasser, auf Valken in Bruinisse, also auf Salzwasser und an hängenden PVC-Platten im Tidenhafen von Den Helder. Leider wurden nicht alle Produkte überall getestet. Im Süswasser zeigten sich alle Produkte mehr oder weniger als ausreichend. Der Bewuchs hielt sich in Grenzen, jährliches Reinigen würde ausreichen, um das Unterwasserschiff weitestgehend sauber zu halten.

Anders im Salzwasser. Dort zeigten sich bei den Tests in Den Helder eigentlich nur die Folie MacGlideTM Pyramidal und das Silic One als wirklich guter Bewuchsschutz. Das zum vergleich aufgebrachte, biozidhaltige aber kupferfreie Seajet ex3 wurde falsch aufgetragen und zeigte keine Wirkung, sodass ein Vergleich nicht möglich war. Die Systeme auf Siliconbasis funktionierten also am besten.

Besonders schwierig von der Bewuchssituation her waren die Verhältnisse in Bruinisse. Dort bewuchsen die Schiffe besonders stark. Das Silic One zeigte nur unterdurchschnittliche Resultate, die MacGlideTM-Folie wurde leider nicht getestet, obwohl diese in Den Helder am besten abschnitt. Als am besten geeignet zeigte sich hier das nun korrekt angebrachte Seajet ex3, es funktionierte sogar besser, als das zur Referenz angebrachte kupferhaltige Seajet 023.

Basierend auf der Studie, die leider etwas nachlässig aufgesetzt wurde, lassen sich dennoch einige Schlussfolgerungen ableiten:

  • Auf Süsswasser, wie in Friesland, bestehen durchaus Alternativen zu biozidhaltigem Antifouling
  • Auch auf frischem Salzwasser wie in Den Helder sind die siliconhaltigen Produkte mögliche Alternativen, zumal die Folien auch ohne Rückstände zu entfernen sind
  • Bei schwierigen Bewuchsverhältnissen wie auf dem Grevelinger Meer oder dem Veerse Meer sind die biozidfreien Alternativen überfordert. Sogar das zugelassene, kupferhaltige Referenzprodukt kommt an seine Grenzen. Es gibt also, laut der Studie, derzeit dafür in den Niederlanden keine wirklich funktionierende Unterwasserfarbe. Das allerdings abgesehen von dem biozidhaltigen, aber kupferfreien Seajet ex3, dessen Zulassung für die Niederlande beantragt, aber noch nicht gewährt ist
  • Die Studie empfiehlt weitere Untersuchungen zum Thema Reinigung des Rumpfes im Laufe der Saison
  • Auswirkungen der Siliconprodukte auf die Umwelt wurden nicht untersucht
  • Die praktische Anwendung der Produkte wurde ebenfalls nicht untersucht. So gelten Siliconprodukte als sehr druckempfindlich. Schon ein Krangurt kann die Oberfläche beschädigen und die Wirksamkeit beeinflussen

Was bedeutet das für den Eigner? Wer gerade jetzt das Unterwasserschiff von alten Anstrichen befreit hat, muss sich gut überlegen, ob er wieder biozidhaltige Farben aufbringen will. Werden biozidhaltige Farben mittelfristig gänzlich verboten, müssen sie erneut vom Rumpf entfernt werden, bevor dann zugelassene Farben aufgetragen werden können.

Wer jedoch einfach eine neue Lage aufbringen will in diesem Frühjahr, der nimmt am besten ein in den Niederlanden zugelassenes Antifouling. So oder so wird die Wassersportler das Thema noch weiter begleiten.

Wer die Studie genau lesen mag, findet die englischsprachige Version hier.

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Liste zugelassener Antifoulings in Holland

Um private Anwender vor zu giftigem Antifouling zu schützen, sind nur bestimmte Anstriche für die Applikation durch Privatpersonen zugelassen. Wer hohen Strafen bis zu 2.500,- Euro entgehen will, sollte sich daran halten

So, wie früher, geht es heute nicht mehr: Daheim einen Eimer kaufen und diesen im Frühjahr in Holland aufs Boot pinseln. Denn fehlt die niederländische Zulassungsnummer auf dem Eimer, so macht sich der Anwender strafbar. Die Folge: Der Anstrich muss entfernt werden und es werden 2.500,- Euro in Rechnung gebracht. Und der Überwachungsdruck durch die Behörden steigt. Auch die Betreiber der Winterlager sind hinter korrekt angewendeter Farbe her: Auch sie sind mit 2.500,- Euro an der Reihe, wenn bei ihnen nicht zugelassene Farbe verwendet wird. In aller Deutlichkeit: Es geht nur um das Aufbringen der Farbe, deren Verwendung im Wasser ist auch ohne Prüfnummer nicht verboten. Wer also sein Trailerboot daheim bepinselt, darf damit nach Holland. Auch wer übers Wasser von außerhalb kommt, bleibt unbehelligt.

Doch welche Antifoulings sind nun zugelassen? Zunächst einmal alle ohne Biozide. Heißt das Produkt also „Biozidfrei“, kann es verwendet werden. Es fällt dann schlicht nicht unter die Regelung. Enthalten die Anstriche Biozide, so müssen sie auf der Liste stehen, wenn sie in Eigenleistung aufgebracht werden sollen.

toegelaten-antifoulings-particulieren-27-03-2018

Tun sie das nicht, ist ihre Anwednung nicht erlaubt. Natürlich gibt es Alternativen zum biozidhaltigen Antifouling. In Gewässern mit geringem Bewuchsdruck lohnt womöglich ein Experiment mit alternativen Anstrichen, Folien, siliconhaltigen Mitteln oder einer regelmäßigen Reinigung im Kran. Denn schießlich möchte ein Jeder auch im Wasser schwimmen, auf dem er fährt. Und da ist es besser, wenn das eben keine Biozidbrühe ist, oder?

Übrigens: Biozide sind Gifte! Da versteht sich bei deren Anwendung eine sinnvolle persönliche Schutzausrüstung von selbst! Ganzkörperanzüge gegen direkten Hautkontakt, Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutz sind bei der Verarbeitung Pflicht. Wem das zuviel ist, der kann die Arbeit bei seinem Winterlagerbetrieb in Auftrag geben. Das kostet dann zwar extra, aber man erlebt die nächste Saison ohne Schäden am Nervensystem.

Nochmal übrigens: Coppercoat gilt als biozodhaltiges Antifouling und hat keine Zulassungsnummer in den Niederlanden. Es darf also offiziell nicht aufgebracht werden. Allerdings wissen die Überwachungsbehörden nicht unbedingt um die Existenz von Coppercoat. Wer also im Zweifel einer Diskussion ob es sich um ein Antifouling oder einen Unterwasserschutzanstrich handelt nicht aus dem Weg gehen möchte, der kann das Copper Coat durchaus verwenden.

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Funk in NL: So geht´s

Ein Funkgerät an Bord ist eine sinnvolle Sache. Anmelden bei Brücken, Schleusen und Häfen. Oder im Notfall Hilfe holen oder geben. Das alles kann der Funk ermöglichen. Gut, wenn man weiß, wie es richtig geht. Die Zusammenfassung

Es gibt viel Unklarheit rund um die grenzüberschreitende Nutzung von Funkanlagen und die dafür erforderlichen Zulassungen und Scheine. Dabei ist die Sache gar nicht so schwierig. Es gelten zwei allgemeine Grundsätze:

  1. Die Anlage muss (seit 2019) in dem Land angemeldet sein, deren Staatsangehörigkeit der Eigner hat, bzw. wo er lebt
  2. Zum Betrieb (der Bedienung) der Anlage muss der Nutzer die seiner Staatsangehörigkeit entsprechenden Scheine erwerben (SRC/UBI gegef. LRC in D, Marcom in NL)

Beispiel:

  • Ein Deutscher, der sein Boot in den Niederlanden liegen hat, benötigt die Deutsche Zulassung der Bundesnetzagentur, sofern eine Funkanlage an Bord ist. Diese kann hier beantragt werden. Zudem benötigt er je nach Fahrgebiet ein SRC oder UBI, wenn er die Anlage bedient
  • Ein Deutscher, der in den Niederlanden ein Boot chartert auf dem eine Funkanlage installiert ist, benötigt zur Bedienung der Anlage ein SRC oder UBI, je nach Fahrgebiet
  • Ein Deutscher, der ein Boot unter Niederländischer Flagge fährt, benötigt SRC oder UBI um das Funkgerät an Bord zu bedienen. Die Anlage an Bord muss eine Zulassung der Niederländischen Agentschap Telecom haben
  • Ein Skipper nimmt einen Freund mit an Bord. Der Skipper verfügt nicht über SRC oder UBI, der Freund jedoch schon. Der Freund darf also die Anlage bedienen, der Skipper nicht

Daraus ergeben sich jedoch gleich einige Fragen.

  • Was, wenn ich in den Niederlanden ein Boot chartere auf dem Funk installiert ist und niemand an Bord ein SRC oder UBI hat? Antwort: Das Gerät muss von Bord. Auch Teile abschrauben oder Sicherung entnehmen reicht offiziell nicht. In der Praxis wird in der Regel ein Auge zugedrückt wegen der Extra-Sicherheit die ein solches Gerät im Notfall sogar Ungeübten Verwendern bietet. Garantieren kann einem diese Regelung jedoch niemand
  • Mein Funkgerät auf meinem dort gebraucht gekauften Boot ist in den Niederlanden (auf mich) seit Jahren angemeldet. Muss ich etwas unternehmen? Antwort: Ja. Nach Juni 2020 ist diese Regelung nicht mehr zulässig. Man muss entweder in den Niederlanden leben, oder Niederländer sein oder das Schiff muss ins Niederländische Schiffskataster eingetragen sein. Auch dafür muss der Eigner Niederländer sein. Faktisch ist für Deutsche und in Deutschland lebende Personen eine Ummeldung der Anlage auf eine Deutsche ATIS-Kennung und MMSI im DSC erforderlich, die Niederländische Zulassung endet im Juli 2020. Dazu muss das Gerät vom Hersteller zurückgesetzt werden, damit die neuen MMSI und ATIS-Nummern programmiert werden können.
  • Kann ich meine Handfunke mit aufs Charterschiff nehmen? Generell ja, allerdings nicht legal. Denn in Deutschland können Handfunken nicht für den Binnenfunk zugelassen werden, nur für den Seefunk. Eine ATIS-Nummer wird nicht vergeben. Die meisten Niederländischen Gewässer sind jedoch Binnengewässer (genaue Definition siehe hier), inklusive Wattensee, IJssel- und Markermeer und Oosterschelde, sodass das Gerät dort nicht offiziell betrieben werden darf. Zudem werden die Zuteilungen in Deutschland schiffsgebunden erteilt, sodass auch die Verwendung auf See nicht auf einem anderen Schiff erlaubt ist. In den Niederlanden ist das anders, aber da man als Deutscher nicht mehr in den Niederlanden Funkanlagen zulassen kann, ist es auch nicht mehr möglich, eine Handfunke dort zu registrieren und schiffsübergreifend zu verwenden
  • Muss ich dann, wenn ich von See kommend ins Wattenmeer fahre, meine Funke von Seefunk auf Binnenfunk umstellen? Antwort: Ja. Und andersherum. Eine Fahrt von Ijmuiden nach Texel bedeutet, zwischen den Molenköpfen von Ijmuiden von Binnen- auf Seefunk umschalten und irgendwo im Marsdiep wieder zurück. Es bedeutet auch, dass dort wieder der Kanal 10 als allgemeiner An- und Notrufkanal gilt, auch wenn auf den großen Binnengewässern ebenfalls der Kanal 16 von der Küstenwache gehört wird, um auf Notfälle zu reagieren.
  • Wird das denn überhaupt kontrolliert? Antwort: Ja. Es sind Fälle bekannt, in denen Sportboote gerufen wurden. Haben sie nicht geantwortet, wurde an Bord kontrolliert, ob eine UKW-Anlage installiert war und warum diese nicht hörbereit war (Wurde binnen Kanal 10 nicht gehört?). Wurde geantwortet ohne ATIS-Kennung im Binnenfunk, war ebenfalls ein Bußgeld fällig. Zudem wurden die erforderlichen Scheine kontrolliert. Es lohnt sich also, sowohl Scheine als auch Zulassung und Einstellung der Anlage sorgfältig zu prüfen
  • SRC/UBI machen ist schwierig? Antwort: Vielleicht. Es kostet einige hundert Euro samt Prüfungsgebühren. Dafür lernt man jedoch auch den Knigge der Funkverwendung, sodass man sich bei der Nutzung nicht allzu ungeschickt anstellt. Die Verwendung des Funks ist später eine sehr sinnvolle Sache

Ein Tipp: Die meisten Häfen in den Niederlanden arbeiten mit Kanal 31. Der ist bei Deutschen Funkgeräten deaktiviert. Auf Nachfrage lässt sich der Kanal 31 jedoch freischalten. Er darf dann nur in Deutschland nicht genutzt werden. Beim Kauf eines Gerätes also nach der Freigabe von Kanal 31 fragen oder in NL kaufen! Auch diese Geräte können in Deutschland zugelassen werden.

Eine Anmerkung: Haben Sie keine Angst vor der Nutzung des Funks. Schleusen und Brücken sind in der Regel erfreut, wenn man sich anmeldet, da sie so wissen, dass man im Zweifel auch angesprochen werden kann. Auch die Wache auf der Brücke eines Frachters ist froh, wenn sie ein Sportboot anrufen kann, um eine Begegnungssituation zu klären. Also: Nur Mut! Und wenn sie mal was nicht verstehen, willkommen im Club! Einfach nochmal nachfragen.

 

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Schleusen: So geht´s ohne Stress

Die Niederlande verfügen über ein ausgeklügeltes System von Gewässern. Sie stehen nahezu alle miteinander in Verbindung. Und obwohl die „Niederen Lande“, wie sie bei den Niebelungen heißen, eben sehr flach sind, gibt es Schleusen. Wassersportler müssen hindurch, wenn sie etwa von der Nordsee oder dem Watt auf ein gezeitenfreies Gewässer wollen. Für viele ein Anlass, um mit erhöhtem Puls und wenig Spaß Stress zu verspüren. Doch das muss nicht sein. Dazu einige Tipps:

Vorab informieren: Wer zuvor Informationen über die Schleuse einholt, weiß, was ihn erwartet. Diese Info gibt es etwa im Almanak, bei ansässigen Hafenmeistern, in Foren, bei Revierzentralen, auf google earth, in den Niederlanden auf www.vaarweginformatie.nl und natürlich in der Seekarte.

Vorbereiten: Fender und Leinen an beiden Seiten, Windrichtung checken, ein Ballonfender Stand by, eventuell Leinen auf der Springklampe, Crew über den Plan des Steuermanns in Kenntnis setzen.

Anmelden: Über Funk auf dem angegebenen Kanal anmelden. Dann weiß der Scheusenwärter, dass man anwesend ist und dass er uns im Notfall über Funk erreichen kann. Auch wer sich nicht anmelden möchte, sollte den Kanal der Schleuse zumindest hören, so weiß man, was Sache ist.

HandfunkePraktisch in der Schleuse: Die Handfunke

Richtig warten: Dauert es länger mit der Schleuse, beginnen viele Kreise zu fahren. Das ist nicht gerne gesehen und sorgt oftmals für unnötig enge Situationen. Ist ein Wartesteg vorhanden, diesen Nutzen. Dabei so weit wie möglich nach vorne aufschließen! So können später ankommende Wartende hinter einem anlegen. Merken Sie sich, wer vor ihnen und wer nach ihnen ankommt. Achten sie auf die Einhaltung dieser Reihenfolge beim Einlaufen in die Scheuse. Sie können das freundlich aber bestimmt auch von einem Vordrängler einfordern! Aber Achtung: Bei Schleusen mit Brücken, kann es sein, dass es sinnvoll ist, wenn Motorboote vor Seglern einfahren, da sie unter der Brücke liegen können, was der Segler nicht kann. So wird der Platz in der Schleuse besser genutzt. Auch schmale Boote können eventuell vorfahren, da sie einen freien Raum im Päckchen vorne in der Kammer auffüllen können. Verfügt die Schleuse über einen extra Wartebereich für Sportboote, diesen nutzen. Er entspricht in der Größe oft genau der Schleusenammer. So können sich die Wartenden in Ruhe organisieren. Schleusenwärter können über die Ampeln im Wartebereich der Berufsschifffahrt Vorfahrt gewähren, indem sie die Kammer auf grün setzen und den Wartebereich auf rot lassen. Übrigens: Manche Berufsschiffer fahren auch durch rot in die Schleuse. Dann sind sie dazu aufgefordert worden vom Schleusenwärter. Der will so sicherstellen, dass die Sportboote auch wirklich warten, bis der Große in der Kammer liegt.

Wartebereich SchleuseNach vorne aufschließen: Richtig warten vor der Schleuse

Ruhig einfahren: Lassen Sie sich nicht hetzen, aber trödeln sie auch nicht. Gewähren sie dem Skipper vor ihnen den Raum, den sie selbst auch gerne hätten. Ein Manöver kann immer in die Hose gehen, dann ist es gut, wenn man Platz für einen zweiten Anlauf hat. Auch Schraubenwasser anderer Schiffe kann das eigene Manöver beeinträchtigen. Hat die Schleuse eine Brücke, die offensteht, während Boote einfahren, diese möglichst zügig passieren. Die Autofahrer warten ebenso ungerne wie Wassersportler….

In die Schleuse einfahrenHübsch einer nach dem anderen in der Reihenfolge der Ankunft an der Schleuse

Richtig anlegen: IMMER MIT DER LUVLEINE ZUERST FESTMACHEN! Der Wind kommt übrigens nicht immer von vorne! Weht er aufs Heck, was wegen des offenen Tores sogar wahrscheinlicher ist, muss die Heckleine zuerst festgemacht werden. Das Schiff weht dann von selbst mit dem Bug an die Mauer. Tut es das nicht, kann durch simples Einlegen des Vorwärtsgangs über einen Fender am Heck der Bug an die Mauer gedreht werden. Die Stellung des Ruders ist dabei nahezu egal. Solange der Gang eingelegt bleibt, liegt das Schiff fest. Übrigens: Das Schiff ist in der Mitte oftmals am breitesten. Wenn der Mensch für die Vorleine dort steht, statt auf dem Bug, ist der Poller in der Schleusenwand viel besser erreichbar. Darauf achten, dass die Leinen nicht zu lang sind und am Ende keine Knoten oder Verdickungen aufweisen. Das erleichtert das Abelegen. LEINEN IN DER SCHLEUSE NIE BELEGEN! Sinn der Schleuse ist ein sich ändernder Wasserstand. Daher müssen die Festmacher verlängert oder eingekürzt werden, jenachdem, wie sich der Pegel verändert. Es kann sogar sein, dass die Leine auf den nächst-höheren- oder niedrigeren Festmachpoller umgelegt werden muss. Vergessen sie also beim gemütlichen Schleusenplausch mit dem Nachbarn nicht ihre Festmacher im Auge zu behalten!

Zügig ausfahren: Sprechen sie sich gegebenenfalls mit den Skippern um sie herum ab. Wer fährt zuerst? Dann zügig ausfahren und nicht gleich nach dem Verlassen der Schleuse vom Gas gehen. Das sorgt für brenzlige Situationen bei der Schiffen weiter hinten. Wenn Platz ist, zur Seite wegfahren. Dann können schnellere Boote überholen.

Ausfahren aus der SchleuseGerne zügig: Ausfahren aus der Schleuse

Alles in allem ist Schleusen kein Geheimnis. Die großen Bauwerke können bedrohlich wirken, sind es aber oft nicht. Im Gegenteil: Große Schleusen verfügen oft über mitsteigende- oder sinkende Schwimmpoller und Wassereinlässe unter Wasser. Das sorgt für weniger Turbulenzen in der Kammer. Lassen sie sich von einer Schleuse nicht den Tag verderben. In der Hochsaison kann es an einigen Scheusen durchaus zu Wartezeiten kommen. Nutzen sie diese für eine Pause, sie sind an Bord in ihrer Freizeit. Da lohnt der Ärger über die Wartezeit nicht!

Typische Schleusen mit mehr als 1h Wartezeiten in der Hauptsaison und an Wochenenden sind:

  • Schleusen Kornwerder Zand und Den Oever
  • Schleuse Workum
  • Schleuse Stavoren
  • Kleine Schleuse Lemmer
  • Aquadukt Enkhuizen
  • Oranjesluizen Amsterdam
  • Schleuse Muiden
  • Schleuse Mijnden
  • Volkerakschleuse
  • Grevelingen Schleuse
  • Zandkrek Schleuse
  • Schleuse Veere

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Holland-Super-Food: Kibbeling!

Ganz klar: Im roten Bus, der immer Samstags in Maasbracht am Hafen steht. Leckere Panade, guter Inhalt. Wirklich empfehlenswert. Allerdings fällt mir da auch noch die Fischbude direkt in der Verarbeitungshalle in Lauwersoog ein. Also genau am anderen Ende der Niederlande. Dort ist nicht nur das Produkt gut, sondern auch die Umgebung atmet Fischereiatmosphäre. Hinten wird vom Kutter angeliefert, vorne frittiert und gespeist. Frischer geht nicht.

Auch in Workum auf dem Parkplatz vom Poiesz Supermarkt steht Samstags ein Wagen. Die Bedienung ist mitunter etwas träge, dafür wird der Kibbeling mit Liebe bereitet. Und das Gewürzsalz obendrauf ist das Tüpfelchen auf dem i.

Doch was macht den guten Kibbeling aus? Das beginnt beim Inhalt. Im Idealfall ist es Kabeljauw, das Fleisch ist schmackhaft und fest. Perfekt also. Leider hat sich jedoch auch der günstigere Seelachs etabliert. Der echte Kibbeling aber ist aus Kabeljauw, der andere ist eher was für Käpt´n Iglu. Und das schmeckt man.

Ach ja: Die Panade. Nicht zu dick, wie beim Fish n Chips in Lowestoft, nicht zu lätschig. Eben knusprig, aber nicht knackig. Und die Stücke dürfen auch nicht zu groß sein. Natürlich spielt auch die Soße eine Rolle. Remoulade, Ravigotte, Knoblauch? Manche nehmen auch Cocktail. Naja, oder Joppie Sauce. Das ist natürlich Geschmacksache. Wichtig ist: Man hat die Wahl. Aber wo?

Ein weiterer Geheimtipp wartet im Hafen von IJmuiden am Rondweg. Rokerij Smeding. Die können neben Kibbeling auch noch anderes Meeresgetier lecker machen, aber der Kibbeling ist prima. Oder am Hafen in Zierikzee. Auch sehr gut. Und die Fritten da sind Weltklasse. Aber darum geht es ja jetzt gar nicht.

Jetzt zum Schluss, mein ganz persönlicher Super-Kibbeling-Tipp: An der Bude außen an der Roompotschleuse. Etwas schwierig zu finden, eher was für Insider. Mit Blick auf die Oosterscheldekering und die Schleuse. Es riecht nach Salzwasser und Nordsee, manchmal weht es da ganz ordentlich. Und innendrin wird in einem Bottich mit heißem Fett über einer offenen Gasflamme Kibbeling gebacken. Aus Kabeljauw. Die Stücke sind etwas größer, aber so lecker. Saftig, mit knuspriger und herzhafter Panade, dazu eine leckere Knoblauchsoße (oder alle anderen). Wow. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Aber wie gesagt: Alles Geschmacksache. Sagen Sie uns ihren Kibbeling-Geheimtipp. Gerne mit Foto. Das geht per Mail an [email protected] Wir freuen uns drauf. Und jetzt: Guten Appetit!

Erster Lesertipp zum Thema Kibbeling von Martin S. aus Wuppertal: Vispaleis Westerhuis in Termunterzijl. Das ist ein kleiner Ort südlich von Delfzijl gelegen direkt an der Emsmündung. Danke Martin.

Ein weiterer Lesertipp von Dirk N. aus Köln: „Vishandel van der Veen, Bocht 1, Enkhuizen
Ich bin nun 52, aber bin schon als Jugendlicher mit meinem Vater nach einem langen Segeltag dahingegangen.
Das Kibbeling ist lekker, knusprig, die Panade perfekt dünn und gut gewürzt. Aber auch die anderen Gerichte sind lecker. Weitere Empfehlung: Krabben!“

Ein Tipp von Leser Walter D. aus dem Taunus: „Ihr wolltet doch Fotos vom Kibbeling haben. Da hätte ich ich noch was aus Harlingen vom Zomermarkt 2019
Die waren sehr lecker und hab so was bis jetzt nicht wieder gefunden.“

Boah, der sieht aber auch lecker aus!

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Stegfunk.de wünscht Frohe Weihnachten!

Weihnachten. An sich ja nicht der beste Moment im Jahr für mitteleuropäische Wassersportler. Es gibt wenig, was zu dieser Zeit an die liebste Nebensache der Welt erinnert. Kein Wasser, kein Boot, kein Wind, keine Sonne, keine Drinks, keine anderen Segler. Alles ist trübe und in diesem Jahr ganz besonders. Oder doch nicht?

Wer kennt die Geschichte der kleinen Maus Frederick? Die will nämlich im Sommer keine Vorräte anlegen wie die braven anderen Mäuse, sondern lebt viel lieber ihr Leben und erlebt Abenteuer. Die anderen Mäuse warnen sie: Du musst Vorräte anlegen, sonst kommst du nicht über den Winter, du wirst verhungern. Aber Frederick lebt in den Tag hinein und genießt sein Leben. Und als der Winter kommt, und es lange düster ist, weiß Frederick die anderen Mäuse mit seinen Geschichten von seinen Abenteuern des Sommers aufzumuntern. Die freuen sich über seine Erzählungen und überstehen so die dunkle, trübe Zeit tief unten im Mäuseloch. Im Ausgleich für seine Geschichten bekommt Frederick Essen von den anderen Mäusen. So profitieren alle und der Winter geht vorbei – ohne Trübsal und ohne Hunger. Was das mit Wassersport zu tun hat? Ist klar, oder?

Zeit für einen Rückblick auf dieses seltsame Jahr. Anfang Januar ging Stegfunk.de online, auf der Boot gab es den offiziellen Start. Erste Zugriffszahlen sahen gut aus, die Rückmeldung von allen Seiten war positiv. Doch alsbald verdunkelte sich der Horizont scheinbar wegen Corona, kein Wassersport, keine Klicks, dachten wir. Doch weit gefehlt! Denn auch dank der Berichterstattung über die Lage in den Niederlanden stiegen die Zugriffszahlen rasant. Es zeigte sich, dass Infothemen besser geklickt werden, als Nachrichten, Corona-Updates ausgenommen. Auch das Bilderrätsel fand immer mehr Anhänger, die Likes auf Facebook stiegen.

Dann kam der Sommer. Man konnte aufs Wasser, ein Glück. Und das taten wir auch. Die Redaktion hat sich sechs Wochen in Holland herumgetrieben und ist viel gesegelt. Die Leser wollten weiter wissen, was in ihrem Revier los war. Man blieb uns treu. Der Herbst kam und mit ihm die zweite Welle. Lockdown-light hieß das Motto der Stunde. Wieder stiegen die Zugriffe. Der beste Tag war der 17. September. Der Wassersportüberblick vor einem Wochenende mit super Wetter brachte es, trotz oder wegen des nahenden Lockdowns, auf die meisten Klicks. Richtung Winter wurde es etwas ruhiger, das haben wir so erwartet. Dennoch: Meldungen und Infostücke laufen weiter gut. Dank unserer tollen Leser! Und natürlich machen wir weiter.

Im neuen Jahr gibt es weiter jede Woche ein Bilderrätsel. Dafür suchen wir allerdings Bilder. Wer also eine schöne Erinnerung hat, mag diese gerne schicken zur Veröffentlichung. Ebenso startet zur Saison auch wieder der Wochenbericht. Das Thema Service werden wir ausbauen, sobald es Neues zu berichten gibt. Obendrein werden wir neue Themen finden und diese für Wassersportler in den Niederlanden aufbereiten.

Haben Sie, liebe Leser, Themen die Sie interessieren? Was hat ihnen gefallen? Was nicht? Lassen Sie uns gerne wissen, was Sie sich von Stegfunk.de inhaltlich wünschen. Vielleicht mehr Bootstests, mehr technische Stücke, mehr Reisegeschichten? Würden Sie einen Stegfunk.de-Wimpel ins Want hängen? Ideen sind willkommen. Das geht per Mail an [email protected]

Das Team von Stegfunk.de möchte sich auf diesem Weg bei allen Lesern bedanken. Für das Lesen, für die Besuche auf der Seite, für die Likes, für die vielen lieben E-Mails, für Ihre Treue. Das ist toll und es motiviert unheimlich eine gute Seite auf die Beine zu stellen. Wir wünschen Ihnen allen, ihren Familien, ihren Lieben und ihren Booten eine schöne Weihnacht und einen guten Rutsch! Bleiben Sie gesund. 2021 wird ein gutes Wassersportjahr!

Die Stegfunk.de Redaktion verabschiedet sich heirmit in die Weihnachtsferien. Auf der Website werden in den nächsten Tagen ausgewählte Artikel aus dem letzten Jahr erscheinen. Reinschauen lohnt also. Und wenn etwas ganz furchtbar Aktuelles passiert, steht auch das natürlich auf Stegfunk.de!

Handbreit!

Alex

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(Weihnachts) Bilderrätsel KW 51 – Wo ist es?

OK, ein bißchen Nebel kann euch nicht schocken. Natürlich: Das ist Lemmer. Im Sommer ist es dort ein wenig voller. Und egal, ob man bei La Gondola speist beim Lange Piet oder im Beach Club oder nachher bei Richard im Held van 63 versackt: Die Stadt ganz im Süden der Provinz ist immer für eine Geschichte gut. Ein Dank geht an Kai vom Vercharterer 45 Grad Nord (die mit den Orangen), der mit seiner Flotte hier in Lemmer liegt. Er hat das Bild gemacht und gleich an Stegfunk.de gesendet. Auch bei 45 Grad Nord ist übrigens immer was los. Sei es bei der Charterübergabe oder bei einem der vielen Skippertrainings.

Und weiter gehts mit dem fröhlichen Bilderraten. Stegfunk.de-Leser Martin hat uns dieses schöne Foto gesendet. Doch wo ist es dermaßen weihnachtlich? Wer es erkennt, schreibt an [email protected] Viel Spaß!

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Werft in Heeg brennt nieder

Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindert werden. Die gesamte Straße It Butlan in Heeg beherbergt Wassersportunternehmen, so wie Ottenhome, Jachtwerf Heeg, DaVinci Yachts und Wajer.

Wegen der starken Rauchentwicklung löste die Feuerwehr NL-Alarm aus, so wurden Anwohner von Heeg gebeten, Fenster und Türen zu schließen. Das Feuer brach gegen Mitternacht aus, gegen halb vier war der Brand unter Kontrolle, bis 5 Uhr wurde nachgelöscht. Es ist anzunehmen, dass sich im Gebäude viele Akkus befanden, was die Löscharbeiten erschweren kann. Eine Brandursache konnte bislang nicht ermittelt werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Flammen waren weithin sichtbar: Blick vom Jachthaven de Eendracht

Elektrisches Fahren, gerade mit kleineren Motorbooten wie Sloepen ist in den Niederlanden voll im Trend. Weit mehr als die Hälfte aller neuen Sloepen fahren mittlerweile auf Strom statt auf fossilen Brennstoffen. Doch auch kleine Segelboote und Yachten werden immer öfter mit elektrischen Antrieben ausgerüstet. Die sind leise, leicht und einfach zu handhaben und zudem nahezu wartungsfrei. De Stille Boot ist unter anderem Importeur für E-Motoren und Akkus von Torqeedo. www.destilleboot.nl

 

 

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KNRM erneuert die gesamte Flotte

Die ältesten Mitglieder der Flotte sind aus dem Jahr 1991 und werden damit 2021 30 Jahre alt. Da die Schiffe bei schwierigsten Bedingungen sicher operieren müssen, werden sie regelmäßig gewartet. Das wurde zuletzt immer teurer, auch sank die Zuverlässigkeit der Boote. Allerdings wolle man die Sicherheit der Besatzungen zu keiner Zeit in Frage stellen, so der KNRM-Direktor Jacob Tas. Daher nun die Entscheidung, die Flotte zu erneuern.

Das bedeutet eine finanzielle Belastung von rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr über die nächsten 15 Jahre. Das alles wird ausschließlich aus Spenden bewerkstelligt, Zuwendungen vom Staat erhält die KNRM nicht. Man ist jedoch zuversichtlich, die Beträge stemmen zu können. Die ersten Rettungsboote seien bereits finanziert.

Eine der ersten Stationen die ein neues Einsatzmittel erhält ist Lemmer. Die dortige Anna-Dorothea, ein Schiff der Valentijn-Klasse wird 2022, nach 22 Jahren Dienst bei den Friesen, ersetzt durch die neue Van-Wijk-Klasse. Sie entspricht in vielen ihrem Vorgänger. Mit einer Länge von 11,40 Metern ist sie jedoch knapp einen Meter länger. Die Klassen werden nach dem jeweils ersten Schiff ihrer Art benannt.

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