Kategorie: Stegfunk

Öffnungen und Sperrungen von Häfen, Schleusen und Brücken zu Ostern

Das Wichtigste vorab: Die Häfen sind offen. Hafen WCs und Duschen sind coronakonform und soweit bekannt in den gesamten Niederlanden geöffnet. Auch die Wattenhäfen sind geöffnet, inklusive Duschen und WCs.

Die Provinz Friesland meldet, dass die Brücken und Schleusen schon zum 27. März in ihren Sommerfahrplan starten. Das ist fünf Tage eher, als sonst, wenn das am 1. April der Fall ist. Damit reagieren die Nachbarn wohl auch auf die anstehenden Osterferien. Eine gastfreundliche Geste. Eine Übersicht der Brückenöffnungszeiten finden Wassersportler hier.

Die Stevinssluis in Den Oever bleibt bis längstens zum 21. Mai gesperrt. Die Bauarbeiten, die seit Oktober 2020 laufen, sollten am 21. April beendet sein, allerdings läuft der Projektplan wegen ungeplanter Faktoren aus dem Ruder. Die Kälte im Februar, ein erhöhter Grundwasserdruck der mehr Pumparbeit erfordert sowie auch dei Regeln rund um Corona, lassen den Termin unmöglich werden. Man habe, so die Verantwortlichen, Verzögerungen eingeplant, die Menge der Probleme habe aber zu einem kumulativen Effekt geführt. Der Weg ins Watt führt also zunächst via Kornwerderzand oder Harlingen.

Die Grevelingen Sluis ist seit dem 17. März gesperrt bis zum 31. März. Auch vom 6. bis 9 April ist die Schleuse täglich von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Das gilt auch für den 12. und 13. April. Bei allen Schleusen rund um die Oosterschelde muss seit dem 17. März Verzögerungen gerechnet werden. Genaue Info dazu steht hier.

Die Schleuse Roermond ist am 27. März zwischen 7 und 16 Uhr gesperrt.

 

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Rijkswaterstaat kündigt Kontrollen von Antifouling an

Für die Kontrollen, die schwerpunktmäßig nördlich von Amsterdam aber auch in anderen Provinzen stattfinden, ist die Hoogheemraadschap Noorderkwartier zuständig, eine Art oberer Wasserbehörde. Herr Vessies ist der Ansprechparter dort. Er sagt:“Wir achten auf die korrekte Zulassungsnummer während des Anbringens der Farbe. Im Wasser wird nicht kontrolliert. Auch sind wir nicht für Arbeitssicherheit oder die korrekte Abdeckung des Bodens zuständig. Das machen andere Behörden“. Auch das Anbringen niederländischer Mittel für die Berufsschiffahrt, die bis zu 40% Kupfer enthalten dürfen, sei für den Freizeitsektor nicht erlaubt. Hier können nur Mittel der berühmten Liste verwendet werden, die maximal 12% Kupfer enthalten dürfen.

„Die Leute müssen auch zeigen, wo die Farbe herkommt. Aus einem neutralen Gefäß pinseln alleine reicht also nicht“, benennt Vessies einen der Tricks aus den Vorjahren.

Letztlich geht es um die Gewässerqualität, von der alle Wassersportler profitieren. Wer auf Süswasser liegt, kann und sollte über Alternativen nachdenken. Tricks wie Umfüllen der Farbe in Eimer aus dem letzten Jahr mit Zulassungsnummer oder nachträgliches Zufügen von Kupferoxidpulver werden dem Anspruch an sauberes Schwimmwasser nicht gerecht und sind daher nicht akzeptabel.

Alle Zulassungen auf der Liste laufen in diesem Jahr aus. Im nächsten Jahr wird es daher eine neue Liste geben. Es ist zu erwarten, das die Auswahl an Antifoulings dann kleiner wird, da die Zulassung nicht günstig ist. Man wird sehen, ob es auch kleinere Hersteller weiterhin auf die Liste schaffen, oder ob sich die Großen den Markt dann aufteilen und was das mit den Preisen für legales Antifouling macht.

 

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Ein Boot kaufen in Holland Teil 4: Der Kaufprozess. Powered by 4Beaufort

Stegfunk.de erstellt diese Serie zusammen mit Jelle Eveleens. Jelle ist seit seiner Geburt auf dem Wasser unterwegs und seit vielen Jahren als Yachtmakler bei 4Beaufort Jachtmakelaars tätig. Als vereidigter EMCI-Makler kennt er alle Ecken und Kanten des Geschäfts mit Booten und Yachten. Wir finden: Ein idealer Fachmann um uns da weiterzuhelfen, wo wir nicht genug über das Thema wissen. 4Beaufort zahlt an Stegfunk.de um an diesem Artikel mitarbeiten zu können. Wir legen größten Wert darauf, dass die gebotenen Informationen dennoch korrekt und unabhängig sind.

Wer ein Boot von privat kauft, kann mit dem Verkäufer den Ablauf frei festlegen. Da kommt es dann auf das Verhandlungsgeschick an, wie was nach wessen Wunsch vonstatten geht. Im Prinzip ist der Ablauf mit dem Makler auch nicht festgelegt, auch wenn einige Vermittler sich auf feste Abläufe berufen, von denen sie nicht abweichen wollen oder es angeblich nicht können. Dabei berufen sich viele auf die Mitgliedschaft in einer Vereinigung, die den Ablauf angeblich so vorschreibt. Das stimmt aber nicht, Handlungsspielraum gibt es immer, denn die Abläufe der Vereinigungen sind Empfehlungen. Mehr nicht. Allerdings ist im derzeitigen Verkäufermarkt die Verhandlungsposition des Käufers eher schwach. Der nächste Interessent, der sich an die gewohnten Abläufe halten mag, kommt sicher bald. Wenn man das Traumboot gefunden hat, kann es also sinnvoll sein, sich mit den üblichen Abläufen zu arrangieren

Wie kauft man üblicherweise ein Boot bei einem Makler in den Niederlanden?

Im Folgenden wird ein üblicher Ablauf eines Bootskaufs geschildert. Stellen wir uns dazu eine Motoryacht mit einem Angebotspreis von 110.000 Euro vor.

  • Der Interessent findet das Schiff und vereinbart eine Besichtigung
  • Der Makler erwartet den Kunden und zeigt das Boot. Er beantwortet alle Fragen. Der Kunde kann in aller Ruhe das Schiff solange anschauen, wie er mag. Eine Probefahrt muss im Vorfeld vereinbart werden. Sie ist nicht unbedingt üblichen zu diesem Zeitpunkt. Wer jedoch die Segel- oder Fahreigenschaften einer Yacht bei seiner Kaufentscheidung einbeziehen will, muss vorher Probe fahren. Das ist eine Frage der Abstimmung mit dem Makler. Hierbei geht es auch um Kosten und mögliche Schäden bei der Probefahrt
  • Der Makler weist aktiv auf Schäden oder Fehlfunktionen hin
  • Angenommen der Kunde möchte das Boot kaufen. Dann macht er zuerst ein Angebot. Dabei rechnet er die ihm bekannten Schäden mit ein. In unserem Fall ist die Heizung defekt und die Polster müssen getauscht werden. Der Kunde bietet daher 100.000 Euro
  • Der Makler legt dem Verkäufer das Angebot vor. Der akzeptiert
  • Nun wird ein Vertrag gemacht. In dem steht
    • A kauft von B ein Boot vom Typ XY zum Preis von 100.000 Euro
    • Es wird ein Gutachten stattfinden
    • Schäden die bei diesem Gutachten gefunden werden, werden entweder vom Verkäufer behoben oder vom Kaufpreis in Abzug gebracht. (TIPP: Ein Verkäufer hat wenig Interesse eine Reparatur wirklich gut ausführen zu lassen, sein Interesse liegt in einer möglichst günstigen Ausführung. Es ist daher sinnvoll, den angegebenen Betrag in Abzug zu bringen und die Reparatur selbst zu beauftragen). Ausgeschlossen hiervon sind benannte Schäden. In unserem Fall die an der Heizung und an den Polstern (denn die sind dem Käufer bekannt und schon eingepreist). Betragen die Schäden, die der Gutachter feststellt mehr als X % (meist 5-10%) des Kaufpreises oder mehr als Y.000 Euro können Käufer oder Verkäufer ohne Angabe von Gründen zurücktreten. Eine geleistete Anzahlung wird vollumfänglich zurückgezahlt
    • Der Käufer zahlt X% des Kaufpreises an
  • Der Vertrag wird unterschrieben. ACHTUNG: Damit hat man das Boot verbindlich gekauft, außer es zeigen sich eben erhebliche Mängel beim Gutachten
  • Das Gutachten findet statt. Dabei gibt es eine ausführliche Probefahrt und das Schiff wird üblicherweise aus dem Wasser gehoben. Die Kosten des Gutachtens samt Auskranen trägt der Käufer
  • Wenn das Gutachten vorliegt, besteht Klarheit über den finalen Kaufpreis. Der Käufer zahlt den Rest bei Übergabe des Bootes oder treuhändisch über den Makler
  • Falls noch Arbeiten am Schiff ausgeführt werden müssen, so kann der Makler oft helfen, diese zu beauftragen und durchzuführen
  • Die Übergabe erfolgt wie vereinbart

Ist dieser Ablauf überhaupt sinnvoll?

Sagen wir mal so: Er ist üblich. In den Niederlanden werden sehr viele Schiffe über Makler gekauft. Und meistens geht der Ablauf reibungslos. „Je mehr man vorher abstimmt, je mehr Klarheit herrscht über den Ablauf, desto reibungsloser verläuft der Kaufprozess“, berichtet Jelle aus der Praxis. „Wir stimmen alles ab. Natürlich kann man auch vom üblichen Ablauf abweichen, wenn der Käufer das unbedingt will. Hauptsache nachher sind alle zufrieden. Trotzdem hat sich der Standardprozess durchaus bewährt für alle Seiten“, ist sich Jelle sicher. Der Kunde muss nicht zig Gutachten zahlen, sondern lässt das Schiff erst dann begutachten, wenn alle anderen Punkte geklärt sind. Im Idealfall gibt es dann nur ein einziges Gutachten im gesamten Kaufprozess. Das spart Geld für den Käufer. Der bekommt das Schiff, das er will und kann -soweit ein Gutachten das sicherstellen kann- davon ausgehen, dass das Schiff in Ordnung ist, bzw. er kennt die Mängel die er mitkauft genau. Die Ausstiegsklausel gibt Sicherheit, dass man nicht die Katze im Sack kauft.

Für Makler und Verkäufer besteht so die Gewissheit, dass Probefahrten nicht zum Spaß unternommen werden. Wer fährt, hat in Form des Vertrages seine ernsthaften Absichten belegt. Auch Gutachten werden nicht am laufenden Band durchgeführt, denn davon werden die Schiffe auch nicht besser. Wieder gilt: Wer einen Gutachter zahlt, meint es ernst. So trennen die Makler die Spreu vom Weizen, wenn es um Interessenten geht. Das ist verständlich.

Worauf muss man beim Bootskauf achten?

„Je besser man abspricht, was man will, desto weniger Chance auf Ärger gibt es. Das ist uns sehr wichtig. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, dem Makler und seinen Abläufen zu vertrauen, denn die haben sich einfach bewährt“, sagt Jelle. Einige Punkte sollten jedoch unbedingt besprochen werden:

  • Die Anzahlung sollte so niedrig wie möglich sein. Schließlich zeigt der potentielle Käufer durch die Beauftragung des Gutachters mit erheblichen Kosten (dazu nächste Woche mehr) bereits sein ernsthaftes Interesse. Bei Abwicklung mit einem Makler geht die Anzahlung auf ein Treuhandkonto des Maklers, also nicht direkt an den Verkäufer. So ist die Rückzahlung, falls der Vertrag aufgelöst wird, gewährleistet. Branchenüblich sind 10% der Kaufsumme
  • Der Prozentsatz, ab dem zurückgetreten werden kann sollte ebenfalls nicht zu hoch sein. Denn wenn die vom Gutachter entdeckten Schäden zu erheblich sind, möchte man das Schiff vielleicht gar nicht mehr kaufen. Ist der Prozentsatz jedoch hoch gewählt, so ist man durch den Vertrag dazu verpflichtet
  • Die Wahl des Gutachters obliegt allein dem Käufer. Der Makler kann beraten, die Entscheidung jedoch hat der Kunde. Lässt sich der Makler darauf nicht ein: Finger weg!

Neben reinen technischen Dingen, muss das Schiff zudem frei von Rechten Dritter sein, also dem Verkäufer auch wirklich gehören, es muss unter Umständen eine CE-Konformitätserklärung und einen Nachweis über abgeführte EU-Mehrwertsteuer haben. Das alles gehört bereits in den Kaufvertrag. „Das ist ganz klar Aufgabe des Maklers, auch das alles ordnungsgemäß zu dokumentieren“, sagt Jelle. Auch der Gutachter muss darauf in seinem Gutachten eingehen. Doch dazu mehr im nächsten Teil der Serie zum Thema: Gutachten

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Bilderrätsel KW 11 – Wo ist es?

Letzte Woche waren wir in Kampen. Die schöne Hansestadt mit dem schiefen Turm mit der Kuh drauf. Und der Kogge. Um die ging es übrigens auch schon in einem Video bei Magic Carpet Saling in the Netherlands Kampen ist eine Reise wert, auch wenn das kurze Stück die IJssel zu berg vom Ketelmeer aus eine Weile dauern kann. Egal. Der Weg lohnt.

Auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Bloß wo? Auch dieses Bild hat uns ein Leser zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Sie wissen, wo es ist? Dann schreiben Sie uns an [email protected] Viel Spaß beim Raten!

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Recht Kolumne: Wenn der Yachtservice Mist abliefert

Frits Hommersom ist seit 20 Jahren als Rechtsanwalt spezialisiert auf alle Themen rund um die Freizeitschifffahrt. Denn leider geht auch beim liebsten Hobby nicht immer alles reibungslos vonstatten. In seiner Kolumne bearbeitet er für Stegfunk.de heute das Thema Schlechtleistung von Servicebetrieben.

Wichtig: Für den Inhalt ist Frits Hommersom verantwortlich. Meinungen und Auslegungen müssen nicht zwangsläufig den Ansichten von Stegfunk.de entsprechen. Diese Kolumne erstellt Frits Hommersom für Stegfunk.de kostenlos im Austausch für die Sichtbarkeit auf der Seite. Hier ist sein Text, der sich auf Niederländisches Recht und dortige Werkverträge bezieht

Wer ist der Vertragspartner bei Reparaturen am Schiff?

Mr. Smits erleidet einen Mastbruch an seiner Segelyacht. Ein Rigger macht ein Angebot für einen neuen Mast usw., das auch Polyesterarbeiten beinhaltet, die Folgeschäden des Mastbruchs sind. Die Rigging-Firma beauftragt dazu einen externen Polyesterspezialisten. Die Takelagefirma stellt Herrn Smits die gesamte Arbeit in Rechnung. Nach dem ersten Segeltörn zeigen sich Risse im Deck um das reparierte Babystagpütting. Nach einer Reklamation bei der Takelagefirma werden Reparaturarbeiten durchgeführt. Im Winterlager scheint es eine Leckage über die Babystagpüttinge zu geben. Die Rigging-Firma verweist auf den Polyester-Fachmann, der nicht erreichbar ist und weder ans Telefon geht noch eine E-Mail schickt. Die Takelagefirma will dem von ihr beauftragten Polyesterexperten etwas Zeit geben, aber das Deck verfärbt/beschädigt sich immer mehr durch das Eindringen von Wasser.

Was tun, wenn der Yachtservice schlecht leistet?

Wichtig in diesem Fall ist, dass Herr Smits eine Vereinbarung mit der Takelagefirma getroffen hat, mit der vereinbart wurde, alle notwendigen Arbeiten durchzuführen / den entstandenen Schaden zu beheben.

Die Takelage-Werft kennt sich mit der Takelage aus, beauftragt aber (nicht ungewöhnlich) einen Dritten mit den Polyesterarbeiten. Der Dritte führt dann die Arbeiten aus und stellt sie der Takelagefirma in Rechnung, die wiederum Herrn Smits die Arbeiten in Rechnung stellt.

Genau wie bei der Renovierung eines Hauses, bei der sich verschiedene technische Disziplinen um die verschiedenen Teile kümmern, gibt es unter der Verantwortung des (Haupt-)Auftragnehmers einen sogenannten Hauptauftragnehmer (die Takelagefirma) und einen Subunternehmer (den Polyesterarbeiter).

Die Takelagefirma bedient sich also bei der Ausführung des Auftrags von Herrn Smits eines Dritten und stellt alle in diesem Zusammenhang ausgeführten Arbeiten Herrn Smits selbst in Rechnung. Das bedeutet, dass die Rigging-Firma als Vertragspartner von Herrn Smits angesehen wird und somit auch primär für die ordnungsgemäße Ausführung des Auftrags verantwortlich ist. Wenn der Polyesterarbeiter also einen Fehler macht, geht dies zu Lasten und auf Risiko der Takelagefirma. Ärgerlich für Letzteren, aber er muss sich um die Lösung kümmern!

Fristen richtig setzen!

Herr Smits kann sich darauf beschränken, die Takelagefirma haftbar zu machen / Reparatur zu verlangen, und wenn die Forderung berechtigt ist, kann die Takelagefirma ihrerseits den Polyesterarbeiter in Regress nehmen.

Herr Smits muss also nicht warten, bis sich der Polyesterarbeiter in Bewegung setzt, vielmehr handelt es sich um so genannte notwendige Schadensbegrenzungsmaßnahmen, denn wenn nichts getan wird, wird der Schaden nur noch größer.

Herr Smits muss sich also mit der Takelagefirma in Verbindung setzen und sie auffordern, den Vertrag zu erfüllen oder zumindest den Schaden zu beheben, und dazu muss er eine angemessene Frist setzen (s.u.). Das bedeutet, dass Herr Smits, wenn die Takelagefirma nicht innerhalb dieser Frist die Gelegenheit ergreift, den Mangel (auf seine Rechnung) zu beheben, im Prinzip einen Dritten mit der Durchführung der Arbeiten beauftragen und die damit verbundenen Kosten von der Takelagefirma zurückfordern kann. Ein zusätzliches Argument in dieser Hinsicht ist, dass der Schaden bei Stillstand größer würde als bei einer Reparatur, so dass von sogenannten notwendigen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung die Rede ist. Ein angemessener Zeitraum ist etwa zwei Wochen, natürlich abhängig vom Arbeitsaufwand.

Dokumentation ist wichtig!

Vorsicht! Wenn Sie dann vor Gericht gehen müssen, weil die Rigging-Firma bestreitet, dass ein Fehler gemacht wurde (weil der Polyester-Arbeiter dies behauptet), müssen Sie sicherstellen, dass der Nachweis des Schadens und der Nachweis des Fehlers gut dokumentiert sind, denn wenn Sie den Schaden reparieren lassen und der Richter meint, dass ein Sachverständiger untersuchen sollte, ob z. B. ein Fehler gemacht wurde oder nicht, dann kann der Sachverständige nicht mehr untersuchen und Sie laufen Gefahr, dass Ihre Klage abgewiesen wird.

Ein Rechtsstreit ist teuer, und in den Niederlanden ist es nicht so, dass, wenn Herr Smits Recht bekommt, die Kosten für seinen Anwalt vollständig erstattet werden. In den Niederlanden gibt es ein so genanntes festes System der Entschädigung für Prozesskosten, das auf einer festen Staffelung basiert, die selten oder nie die tatsächlichen Kosten für den Rechtsbeistand deckt.

Es ist daher immer ratsam, eine außergerichtliche Lösung anzustreben, nach dem Motto: Eine sichere außergerichtliche Lösung ist einer unsicheren gerichtlichen Lösung immer vorzuziehen.

Tipp: Unternehmen, die etwa der Hiswa angeschlossen sind, können auf die Schiedsstelle der Hiswa zugreifen. Ihr Urteil ist bindend und man erspart sich einen Rechtsstreit. Eine außergerichtliche Lösung kann auch sein, dass die Parteien sich auf einen Gutachter einigen, dessen Urteil von beiden Seiten als bindend angenommen wird. Auch das erspart den Weg vor Gericht.

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Eine Quarantänepflicht in den Niederlanden gibt es (noch) nicht!

Die Website rijksoverheid.nl sagt es: „Na aankomst in Nederland gaat u 10 dagen in quarantaine“ Das ist deutlich. Aber es ist keine Pflicht. Denn sonst stünde dort „…moet u 10 dagen in quarantaine“. Natürlich verschweigt die offizielle Regierungsseite, dass es keine gesetzliche Grundlage für eine Quarantänepflicht gibt, um die dringede Bitte nicht zu einem allzu stumpfen Schwert verkommen zu lassen. Auch gibt es bei der Einreise mit dem eigenen PKW keine Testpflicht. Die besteht nur bei Einreise mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff.

Gesetz zur Quarantänepflicht in Holland in Arbeit

Derzeit ist ein Gesetz für ebendiese Quarantäne- und Testpflicht im Gesetzgebungsprozess. „Wir hatten bis letzte Woche Zeit dazu Stellung zu nehmen, das haben wir getan“, sagt Geert Dijks, Vorsitzender des Branchenverbands Hiswa-Recron. „Es kann ja nicht sein, dass Deutschland mit vergleichsweise moderaten Zahlen gleich behandelt wird, wie Brasilien oder Südafrika. Wir haben daher vorgeschlagen, eine Regelung ähnlich der Deutschen zu verwenden, die zwischen Risiko- und Virusvariantengebieten unterscheidet“, so Dijks in der Stellungnahme. Nach Ende der Einspruchsphase geht das Gesetz nun seinen Weg durch die beiden Kammern des Parlaments. Da aber gerade Wahlen stattfinden, gibt es keine Sitzungen in der entscheidenden „Tweede Kamer“.  „Wir erwarten das Gesetz nicht vor Mai, früher geht auch gar nicht. Und dann sind die Zahlen ja hoffentlich schon wieder ganz anders“, so Dijks. Womöglich folgen die Mitglieder der Kammern auch dem Vorschlag und unterscheiden zwischen verschiedenen Risikogebieten, das aber ist Spekulation.

Kann man über Ostern nach Holland reisen?

Ja. Die Lage ist so: Die Niederländer haben gesagt „Kommt nicht!“ („Reis niet naar Nederland!) Eine Handhabung dazu gibt es jedoch nicht. Wer mit dem PKW einreisen will und sich an die geltenden Regeln, wie auch die Ausgangssperre von 21 bis 4.30 Uhr (noch bis Ende März), hält muss keine Bußgelder oder Ähnliches befürchten. Bei der Rückreise nach NRW steht eine Quarantäne an, wenn der Aufenthalt in NL länger als 24 Stunden dauerte. Mittels eines negativen Schnelltests kann man jedoch die Quarantäne beenden. Dieser Test ist in NRW einmal pro Woche kostenlos, auch ohne Angabe von Gründen für die Notwendigkeit des Tests. Das ist die Rechtslage. Die Regelungen für andere Bundesländer können abweichen. Sie stehen in der jeweiligen Corona- oder Einreiseverodnung. Die Rechtslage kann man gut finden oder nicht, sie ist aber wie sie ist. Stegfunk.de hat dazu ausdrücklich keine Meinung. Ob man in die Niederlande reisen sollte, ist ein anderes Thema. Auch dazu haben wir keine Meinung. Allerdings haben wir die Argumente für oder gegen eine Reise einmal zusammengefasst. Der Text steht hier.

Klar ist: Wenn man reist, ist man Gast in einem Land, dessen Regierung sagt: Komm nicht. Logisch, dass man dann, sofern doch vor Ort, ganz besonders aufmerksam sein muss. Abstand, Maske, Hygieneregeln – das alles muss ganz besonders sorgfältig eingehalten werden. Kontakte vor Ort sollten auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Sind die Häfen geöffnet in den Niederlanden?

Ja! Die Häfen und Sanitäranlagen sind nach derzetiger Lage offen. In Friesland werden pünktlich zu den Osteferien die Brückenzeiten an den Sommerfahrplan angepasst, also schon ab dem 27.3. und nicht wie sonst erst ab dem 1.4. Ein gut geplanter, isolierter Urlaub auf einem Schiff ist also durchaus möglich. Allerdings können, wie im letzten Jahr, schlussendlich noch die Veiligheidsregios einen Strich durch die Rechnung machen. Sie können pro Region abweichende Regeln aufstellen. Dann wird es wieder undurchsichtig, so, wie im letzten Frühjahr. Aber auch dann wird alle Info dazu auf Stegfunk.de zu lesen sein.

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Binnenschiff sinkt im Sturm vor Makkum

Zunächst fuhr die Rehobot aus Richtung Harlingen kommend durch die Schleuse in Kornwerderzand und folgte dem Fahrwasser langs de Friese Kust. Auf Marinetraffic ist dann zu sehen, dass sie umdrehte und gen Makkum fuhr. Bis dort hat sie es nicht geschafft. Sie sank an einer untiefen Stelle. Das Steuerhaus ist noch über Wasser.

Die KNRM holte die Crew zunächst von Bord. Mit einer Pumpe wird derzeit probiert, den Maschinenraum trocken zu halten, um den Schaden zu begrenzen.

Nicht öffentliche Fotos der KNRM zeigen, dass die Laderaumabdeckung des 110 Meter langen und 11,50 Meter breiten Schiffes offenbar eingedrückt wurde. Sie liegt verbeult auf der Ladung. Zum Zeitpunkt des Unglücks wehte es mit Windstärke neun aus West bis Südwest. Die Wellenhöhe ist unbekannt, da der Rijkswaterstaat genau an diesem stürmischen Tag Wartungsarbeiten an der Seite waterinfo.rws.nl durchführt. Geschätzt dürfte die mittlere Wellenhöhe jedoch bei rund einem Meter gelegen haben.

Ein Video des gesunkenen Schiffes findet sich hier, der Blick aus dem Steuerhaus zeigt Schuttevaer

Vor Jahren sank bereits ein Belgisches Schiff vor Stavoren. Damals hatte man jedoch den Laderaum im Sturm nicht geschlossen.

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Ein Boot kaufen in Holland Teil 3: Mit oder ohne Makler? Powered by 4Beaufort

Stegfunk.de erstellt diese Serie zusammen mit Jelle Eveleens. Jelle ist seit seiner Geburt auf dem Wasser unterwegs und seit vielen Jahren als Yachtmakler bei 4Beaufort Jachtmakelaars tätig. Als vereidigter EMCI-Makler kennt er alle Ecken und Kanten des Geschäfts mit Booten und Yachten. Wir finden: Ein idealer Fachmann um uns da weiterzuhelfen, wo wir nicht genug über das Thema wissen. 4Beaufort zahlt an Stegfunk.de um an diesem Artikel mitarbeiten zu können. Wir legen größten Wert darauf, dass die gebotenen Informationen dennoch korrekt und unabhängig sind.

Natürlich ist unser Partner Jelle Makler. Und natürlich lebt er davon, dass die Menschen Boote bei Maklern kaufen. Dennoch sagt er auf die Frage nach Makler ja oder nein: „Es kommt darauf an“. Makler bekommen für ihr Tun eine Provision vom Verkäufer, das sind zwischen 4 und 8 Prozent üblicherweise. Das ist logisch, denn vorallem dem Verkäufer nimmt der Makler Arbeit ab. Für jede Besichtigung mit einem Interessenten müsste der sonst zum Boot fahren. Anfragen zum Schiff per Telefon und Mail übernimmt ebenso der Makler. Auch das Liegegeld in einem Verkaufshafen ist oftmals für eine gewisse Zeit inbegriffen. Der Aufwand für den Verkauf variiert mitunter nicht sehr deutlich, ob es nun ein Schiff für 10.000 oder für 100.000 Euro ist. Die Provision tut das allerdings schon. Daher sind Boote unter 20.000 Euro eher selten bei Maklern gelistet. Günstige Segelboote findet man noch eher bei Maklern, als Motorboote. Die werden oft von privat direkt verkauft. Doch auch Summen unter 20.000 Euro sind natürlich viel Geld, die Sicherheit aber, die der Makler bietet etwa bei der Abwicklung der Bezahlung, wiegt schwerer, wenn die Beträge steigen.

Ein Boot kaufen ohne Makler, ist das sinnvoll?

„Natürlich“, sagt Jelle. „Wenn es das Traumboot ist und es liegt nicht beim Makler, dann kauft man es natürlich trotzdem. Man muss dann eben nur bei Kaufvertrag und Abwicklung besonders aufpassen und sich mehr kümmern. Das macht eben sonst der Makler. Von A bis Z“, erklärt er. Auch weisen gute Makler auf Mängel hin, die sonst verborgen bleiben könnten. „Nichts verdecken, alles benennen“, bringt es Jelle auf eine einfache Formel. Der Makler hat einen Namen zu verlieren, der einzelne Verkäufer eher nicht. Gewährleistung kann beim Kauf von Privat auch wirksam ausgeschlossen werden. Das geht beim Kauf über den Makler auch, allerdings sind viele Makler Branchenorganisationen angeschlossen, die eine Gewährleistung in ihre Allgemeinen Bedingungen einbeziehen. Worauf es beim Kauf generell und beim Kauf von privat im Besonderen zu achten gilt, folgt im nächsten Teil unserer Serie.

Welche Vorteile bietet ein Makler beim Bootskauf?

Ein Makler ist also der Kümmerer rund um den (Ver)Kauf des Bootes. Das ist eine Dienstleistung für Käufer und Verkäufer. Hier eine Übersicht, wovon der Käufer profitiert:

  • Expertise, Marktübersicht und Beratung bei der Auswahl des passenden Schiffes
  • Ein großer Kunden- und Interessentenkreis (die oft schon Schiffe haben), auf die der Makler zugreifen kann, auf der Suche nach dem Traumboot des Käufers
  • Makler sind untereinander vernetzt. Vielleicht hat ein Kollege ein passendes Schiff. Dann wickelt der Makler auch das ab
  • Abwicklung von Besichtigungen, Gutachten, Kaufvertrag, Übergabe und Refitarbeiten
  • Sicherheit bei Fragen zu Mehrwertsteuer, CE-Zertifizierung und Eigentumsnachweis
  • Hilfe bei der Anmeldung des Schiffes sowie der Ummeldung von Funkgeräten etc.
  • Der Makler hat einen guten Namen zu verlieren. Das bringt Sicherheit und Seriösität

Wie finde ich einen guten Makler?

Der Begriff Makler ist nicht geschützt, jeder Mensch darf sich so nennen. Darum haben viele Makler, um zu zeigen dass sie sich mit der Materie besonders gut auskennen, eine Zertifizierung abgelegt. Eine solche zertifizierende Stelle in den Niederlanden ist das EMCI. Die EMCI-zertifizierten Makler haben sich im NBMS zusammengeschlossen. Dem Nederlandse Bond van Makelaars in Schepen. Die Vereinigung besteht seit 1940. Mitglieder verpflichten sich, einen Ehrencodex einzuhalten und sich jährlich zu schulen, sodass sie stets auf der Höhe der aktuellen Regelungen im Bereich des Handels mit Schiffen und Yachten sind. Neben dem NBMS gibt es auch noch bei der Hiswa angeschlossene Makler. Die Hiswa ist eine Branchenvereingung in den Niederlanden. Beide Verbände haben eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen für Makler. Die der Hiswa gibt es auch auf Deutsch im Internet. Die des NBMS ist nur auf Niederländisch zu finden. Bei der Hiswa gibt es zudem eine Schiedsstelle, bei der Streitigkeiten außergerichtlich geklärt werden können. Das kann sinnvoll sein, denn ein Rechtsstreit in den Niederlanden ist immer kostspielig für beide Seiten.

Natürlich ist für eine gute Zusammenarbeit mit einem Makler auch ein persönlicher Draht wichtig. Wenn es „klickt“ dann macht das die Abwicklung leichter. Davon sollte man jedoch einen Kauf keinesfalls abhängig machen. Es kann sich lohnen, einen Makler nach der Dauer seiner Tätigkeit im Unternehmen oder im Maklergeschäft zu fragen. Wer unehrlich ist, bleibt nicht lange im Sattel.

Worauf achten bei Makler oder Verkäufer?

Letztlich ist und bleibt Bootskauf Vertrauenssache, das gilt bei privaten wie professionellen Verkäufern gleichermaßen. Ist der Makler/Verkäufer ehrlich über das Schiff und dessen Zustand? Kennt er vielleicht die Vorgeschichte? Weist er aktiv auf Defekte hin? Arbeitet er mit an einem Gutachten? Gibt er genügend Zeit für eine Besichtigung? Verkäufer, die es eilig haben, haben meist etwas zu verbergen. Auch sollte ein guter Makler das Schiff vorzeigen, aber eben nicht aufquatschen. „Ich verkaufe ein Schiff nicht, das muss das Schiff schon selbst machen. Ich schlage vor und zeige es her, wie es ist. Und wenn es passt, dann ist der Kunde nachher zufrieden und kommt irgendwann wieder, wenn das nächste Schiff ansteht. Dann habe ich alles richtig gemacht“, bringt es Jelle auf den Punkt. Und alles richtig machen, das will jeder Beteiligte beim Bootskauf. Wie das geht, lesen Sie nächste Woche, wenn es um den Kauf an sich geht und die Punkte auf die man dabei achten sollte.

 

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Bilderrätsel KW 10 – Wo ist es?

In der KW 9 waren wir in Monnickendam. Ganz am Ende der Gouwzee, dort, wo Hakvoort Superyachten baut und Waterlandyachtcharter die schnellsten segelnden Charterschiffe des IJsselmeers vermietet. Und wo man in de Waegh ganz köstlich essen kann.

Einfach mal hinfahren, auch der weite Weg tief hinein in die Gouwzee lohnt sich.

Auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Bloß wo? Auch dieses Bild hat uns ein Leser zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Sie wissen, wo es ist? Dann schreiben Sie uns an [email protected] Viel Spaß beim Raten!

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IJsselmeergebiet: Neues an Wieringerhoek und Oostvaarderplassen

Das Klima verändert sich, Starkwindereignisse häufen sich. Darum wurden Deiche rund um Marker- und IJsselmeer mit Steinen ertüchtigt. So weit, so gut. Leider verschwanden dadurch natürliche Uferzonen, in denen Fische Brüten und Vögel ruhen konnten. Die Marker Wadden sind ein Beispiel dafür, wie man Küsten- und Naturschutz sowie eine Nutzung für Wassersportler prima miteinander kombinieren kann. Der Erfolg der künstlichen Inseln westlich von Lelystad lässt die Niederländer kreativ werden.

Neue Inseln im IJsselmeer?

Weitere Gebiete im IJssel- und Markermeer werden gesucht, um solche Projekte ebenfalls zu realisieren. Zunächst sollte vor Medemblik der Kreupel ausgebaut werden, Stegfunk.de berichtete. Dort laufen die Gespräche noch. Im Zuge dieser Enwticklung ist die Polderküste des Wieringerhoek in den Fokus geraten. Die Ufer vor der in Teilen ohnehin untiefen Küste zwischen Den Oever und dem Hafen Oude Zeug sollen weiter aufgespült werden, um auch dort seichte Ufer zu schaffen. Für Segler würde dies bedeuten, dass der Bereich westlich der Fahrrinne zur Stevinssluis nicht mehr nutzbar ist. Auch sollen in dem Gebiet weitere Windenergieanlagen und sogenannte Sonneninseln entstehen. Letztere sind jedoch nicht für den Freizeitgebrauch gedacht, sondern sollen Solarzellenparks beherbergen. Derzeit laufen die Planungen der verschiedenen Optionen. Im Anschluss wird es eine Einspruchsphase geben. Nahezu sicher ist, dass sich das Gesicht in diesem Teil des IJsselmeers verändern wird.

Neue Destination im Markermeer

Der Deich zwischen Muiderzand und Lelystad ist langweilig. Schnurgerade und mit Steinen angefüllt. Hinter dem Deich jedoch sind weite Naturschutzgebiete, die Lepelaars- und Oostvaardersplassen. Die könnten Wasseraustausch und sich verändernde Wasserstände durchaus gebrauchen. Warum also nicht das Markermeer und die Naturschutzgebiete miteinander verbinden? Die Idee ist gut, die Praxis allerdings schwierig. Die Gebiete hinter dem Deich liegen vier Meter tiefer als die Wasseroberfläche des Markermeers. Aber: Die Holländer wären nicht die Wasserbauingenieure von Weltrang die sie sind, wenn ihnen nicht etwas einfallen würde. Was genau ist noch unklar. Klar ist: Auf der Markermeerseite soll eine gen Südwesten eingedeichte Uferzone entstehen, hinter der sich ein seichtes Ufer realisieren lässt. Dorthin sollen Fische und Vögel ziehen und von dort ins Binnenland gelangen. Ein Wasseraustausch zwichen Markermeer und den Naturgebieten soll das ermöglichen. Liegeplätze sollen das neue Naturreservoir für Wassersportler interessant machen, ebenso wie ausgewiesene Wander- und Radwege. Nachdem die Marker Wadden durchaus erfolgreich Naturschutz und Wassersport verbinden, kann man sich auf die Umsetzung dieser Ideen nur freuen. Stegfunk.de wird die Beschlüsse und Entwicklungen beobachten und berichten.

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Ein Boot kaufen in Holland, Teil 2: Wie finde ich das richtige Boot? Powered by 4Beaufort

Stegfunk.de erstellt diese Serie zusammen mit Jelle Eveleens. Jelle ist seit seiner Geburt auf dem Wasser unterwegs und seit vielen Jahren als Yachtmakler bei 4Beaufort Jachtmakelaars tätig. Als vereidigter EMCI-Makler kennt er alle Ecken und Kanten des Geschäfts mit Booten und Yachten. Wir finden: Ein idealer Fachmann um uns da weiterzuhelfen, wo wir nicht genug über das Thema wissen. 4Beaufort zahlt an Stegfunk.de um an diesem Artikel mitarbeiten zu können. Wir legen größten Wert darauf, dass die gebotenen Informationen dennoch korrekt und unabhängig sind.

In der letzten Woche haben wir überlegt, nach welchen Kriterien sich die Auswahl an Booten eingrenzen lässt. Am Ende dieses Prozesses stehen im Idealfall einige Modelle, die in die engere Wahl kommen. Jetzt heißt es: Termine machen, besichtigen, auswählen. Das geht im Internet auf diversen Verkaufsseiten natürlich. Aber es gibt auch andere Wege. Eignervereinigungen und deren Websites oder Facebookpräsenzen können helfen. Oder man bittet einen Makler nach den geeigneten Schiff zu suchen.

Auf welchen Seiten sucht man am besten nach einem Schiff?

Wer speziell in den Niederlanden nach einem Schiff sucht, für den sind diverse Suchseiten aber auch Anzeigenmagazine ein guter Ort. Aus oben genannten Gründen ganz besonders für Schiffe im Segment bis 20.000 Euro. Allen voran steht das Yachtfocus.com Der Marktführer hat zudem eine sinnvolle Suchfunktion, die auch zum Beispiel nur Boote in den Niederlanden anzeigt, oder nur von einer Marke, oder eben im Budget. Oftmals sind auch Boote darunter, die bei einem Makler stehen oder liegen. Private Verkäufer erkennt man an der Angabe: Partikuliere Verkoper. Eine andere Seite für Käufer ist botentekoop.nl. Auch dort werden umfangreiche Suchfunktionen geboten. Beide Seiten bieten eine mehr oder weniger gut übersetzte Deutsche Version der Seite an.

Wer echte Schnäppchen in den Niederlanden sucht, kann auch auf Martkplaats.nl schauen. Das ist eine Art EBay-Kleinanzeigen. Dort gibt es alles, aber eben auch Boote und Zubehör. Das suchen in einer fremden Sprache ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Auswahl an Booten ist riesig. Besonders in den Niederlanden

Was können Eignervereinigungen bieten?

Eigner fast aller größeren Segelyachtweften haben sich zu Eignervereinigungen zusammengeschlossen. Hanse, Dehler, Bavaria, Contest, Victoire, Friendship und Winner. Alle haben Clubs. Weniger beliebt sind solche Clubs scheinbar bei Motoryachteignern. Aquanaut und Linssen haben welche, bei anderen Stahlwerften wird die Luft dünner. Besser sieht es aus bei Serienwerften von Motoryachten. Eine Suche im Internet gibt meist schnell Klarheit, ob es einen solchen Club gibt. Wenn ja, ist das praktisch, denn dort gibt es naturgemäß viele Eigner, die eventuell darüber nachdenken, ihr Boot zu verkaufen. Eine Frage auf der Facebookseite ergibt meist einen Kontakt. Und wenn es nur einer ist der einen kennt, der vielleicht verkaufen will. Das reicht ja. Denn so entsteht ein Kontakt. Sicher, wenn die Eile ein Boot zu finden nicht sehr groß ist, kann man eine solche Anfrage bei einem Ownersclub einmal „gären“ lassen. Zudem lernt man vorab den ein oder anderen Eigner kennen. Nicht verkehrt, wenn es nach dem Kauf Fragen gibt.

Kann ein Makler helfen, das Wunschboot zu finden?

Fragen wir Jelle: „Natürlich. Ein Makler kennt den Markt, weiß, wo er suchen muss, oder welcher Kollege oder Kunde vielleicht so ein Boot hat, das der Suchende gerne kaufen möchte. Dann kommt es auf eine Anfrage beim Kunden an“, so der Profi. „Vielleicht trägt der sich schon länger mit dem Gedanken zu verkaufen, hat aber den ersten Schritt dazu noch nicht getan. Das kann dann ganz schnell gehen“. Außerdem könne ein Makler auch ähnliche Boote raussuchen und sie dem künftigen Neueigner als Alternative vorstellen. Wer weiß, vielleicht passt das sogar noch besser? Makler sind Marktkenner, die Angebot und Nachfrage zusammenbringen. Da ist es durchaus sinnvoll, sich an so jemanden zu wenden.

Gibt es weitere Tipps zum Bootskauf?

Ja, klar. Gehen Sie dahin, wo Eigner und Boote sind. In Häfen auf größere Regatten wie den 24 uurs und in Foren. Auch dort kann eine Anfrage sinnvoll sein. Aber Vorsicht: In manchen Foren ist der Ton rau, das muss man mögen.

Wenn es ein Boot gibt, dass Sie interessiert, machen Sie einen Termin und dann nichts wie hin! Je mehr Boote man sieht, desto mehr Gefühl bekommt man für den Markt und die eigenen Vorlieben. Auch bei Maklern herumzustöbern und das Angebot im Verkaufshafen zu durchforsten, kann eine gute Möglichkeit sein, das richtige Boot zu finden. Bei den ersten Booten ist das Richtige nicht dabei? Lassen Sie sich nicht entmutigen, das kann eine Weile dauern. Und Eile ist kein guter Berater beim Kauf. Jedenfalls ein nicht so guter wie ein Makler.

Was der kann und tut, steht in der nächsten Folge der Serie: Ein Boot kaufen in Holland powered by Jachtmarkelaardij 4Beaufort.

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Bilderrätsel KW 9 – Wo ist es?

Grou. Meine ehemals zweite Heimat. Hier hab ich richtig segeln gelernt. Und Bier trinken. Naja. Und auf der Terrasse der Jugendherberge hab ich die meiste Zeit von allen Terrassen dieser Welt verbracht. Und es waren immer gute Zeiten. Noch gibt es die Jugendherberge, noch ist sie nicht wie in Heeg an einen Investor verkauft, der da jetzt -wer hätte es gedacht- Bungalows, oder im Immobiliensprech Villas, hinbaut. Schade. Aber, die Herberge in Grou gibt es wie gesagt noch und sie ist in diesem Sommer sicher auch wieder für Deutsche Gäste zugänglich, davon darf man denke ich ausgehen. Mitten im Dorf wohnen, Abends den Sonnenuntergang auf der Terrasse genießen und tagsüber in den Princenhof segeln oder fietsen. Wenn das Wetter mitspielt, ein klasse Familienurlaub um die Ecke. Die Herberge zahlt hierfür übrigens nicht an Stegfunk, ich meine das wirklich so.

Also weiter. Auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Diesmal woanders und vielleicht ein bißchen schwieriger. Die letzten Bilderrätsel waren ja ziemlich einfach. Wer weiß, wo es -die Autos mal weggedacht- heute noch wie im gouden eeuw, dem goldenen 18. Jahrhundert aussieht, der schreibt an [email protected] Die gleiche Adresse ist auch die richtige, wenn Sie schöne Fotos für unser Rätsel haben. Auch das in dieser Woche kommt von einem Leser. Vielen Dank dafür!

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