Archiv der Kategorie: Luvgier

A very happy Sailing Bassman (oder der 5.te der Ludolf Brüder)

Das Winterlager ist endlich zuende und das Boot schwimmt wieder im Wasser…man sieht mir, glaube ich, Freude und Erschöpfung gleichermaßen an!! Ich hatte nur meine orangene Sturmmütze zur Hand und irgendwie erinnere ich mich selbst an den durchgeknallten Ludolf-Bruder. Na, man kann nicht alles haben.
Hier meine Videomessage nach erfolgreichem Kranen…




Ich habe zum Ende hin bewusst auf Berichte über alle anfallenden Arbeiten verzichtet, ich will ja die Lust aufs Segeln wecken und nicht abschrecken!!!

Mein Mädchen schwimmt…

…nach 3 sehr harten, kalten und windigen Tagen!!

Logbuch – Sonntag, den 13. April 2014



Standort: Grossenbrode
Position 54° 19,1″ N 011° 04,2″ O
Datum: 13.4.2014 21:39h
Wind: 6 Bft, W
10°C, klar

– Eine der anstrengendsten Wochen der Reisevorbereitungen geht nun zu Ende. Die Arbeit am Deck war doch deutlich zeitintensiver als geplant. Von daher musste ich den Krantermin verschieben und komme nun am Dienstag ins Wasser. Die letzten Tage war ich daher eigentlich immer am Boot arbeiten…kriechend unter der Plane, mit kaputten Knien, aufgeschlagenem Kopf, von Kopf bis Fuss eingesaut mit Schleifstaub oder Farbe und die Abende dann in der Dorfpension. So hatte ich mir die Zeit vor der Abreise nicht vorgestellt. Nun ist aber eben der letzte Anstrich erfolgt (bei Windstärke sieben, Loriots Nudelsketch lässt grüßen) und das Deck sollte morgen wieder dicht sein. Morgen kommt dann die Plane ab und alles wird für das Kranen vorbereitet…also noch 1 langer Tag an Land. Dienstag dann ins Wasser und alles montieren.
– Über Ostern würde ich schon gerne nach Travemünde verholen, damit die elende Fahrerei ein Ende hat.
– Gestern habe ich mit Bigsby Sonic in Husum gespielt. Geiler Gitarrist, Super Drummer…musikalisch ein Traum…aber 5 Sets a 50 Minuten, direkt nacheinander auf den Kontrabass eingeprügelt. Das tut weh und gibt dicke Arme. Um 5 Uhr zuhause, um 10 Uhr ab nach Grossenbrode, jawoll!!
– Ich muss mich gerade an mein luvgier Motto halten…wenns schwierig wird, dann erst recht. Bloss nicht nachgeben…habe schon zeitweise das Gefühl, alles hat sich zur Zeit gegen mich und meine Abfahrt verschworen. Habe darüber auch schon viel gejammert, aber jetzt bin ich im Trotzmodus. Das wollen wir doch mal sehen, wer hier wen von etwas abhält. 
– Sehr positiv war ein Treffen mit Jochen von
Wir haben uns lange unterhalten, er hat das Gespräch teilweise auf Video mitgeschnitten und wir haben festgestellt, das wir ähnlich Wurzeln haben. Beide Musiker und spät zum Segeln gekommen…Er mehr jedoch im Dance Bereich, dafür hat sein Boot die gleiche Größe. www.segel-filme.de ist für mich eigentlich immer die erste Anlaufstelle für alle Videos rund ums Segeln, daher hatte ich bei Jochen nach einer Kooperation angefragt. Wir lassen uns da auf jeden Fall etwas einfallen!! Und er hatte auch gleich noch die Idee für ein gemeinsames Videoprojekt. Dazu mal später mehr..auf jeden Fall ist es toll einmal Feedback von aussen zu bekommen. Ich bin ja zur Zeit Darsteller, Regisseur, Produzent, Kameramann, Cutter, Tontechniker, Handwerker u.s.w. in Personalunion. Umso schöner war es daher jemand Gleichgesinnten mit super Ideen zu treffen..mein Highlight der Woche!!

The Sailing Bassman – Episode 6 – Ich kaufe mir ein Boot

In dem neuen Video geht es um die Dinge die man beim Kauf seines ersten Bootes beachten sollte, ob man sich ein Boot im Internet kaufen kann und was es alles zu prüfen gibt, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt. Ich habe hierbei jede Menge Fehler gemacht  und ich hoffe mit diesem Video andere davor bewahren zu können. Fazit: Internetkauf ist möglich, aber nur mit einem Fachmann an der Seite!!

Das ist dann vorraussichtlich eines der  letzten Videos vom Trockenen, die nächsten Filme kommen dann live aus dem Boot.

Ab vom alten Plan

Mein erster Plan war es ja von Hamburg nach Kusadasi in die Türkei zu segeln. So sehr es mich auch ärgert nicht an diesem Plan festzuhalten, ist die Entscheidung doch sinnvoll und richtig. Die Reiseroute in die Türkei würde durch Nordsee, Ärmelkanal, Biskaya führen, alles für mein kleines Boot sehr anspruchsvolle und materialefressende Reviere. Dann hätte sie ein paar sicher sehr schöne Abschnitte in Spanien und Portugal. Nach der Einfahrt ins Mittelmeer würde es dann wieder schwierig und auch sehr, sehr teuer. Die Balearen, Frankreich oder Italien wären für meine Pläne zu kostspielig, Ankerplätze sind rar. Erst ab Griechenland würde es dann wohl wieder Spaß machen, und dann wäre ich auch schon fast angekommen. Eine andere Idee mit dem Trailer bis Slowenien oder Kroatien und dann nur durch die griechische Inselwelt und die Türkei zu fahren erschien mir zunächst auch attraktiv; die ganze Aktion mit Trailer, Überbreite und Sondergenehmigungen, Hin- und Rückfahrt plus Kranen, sagte mir dann aber auch einfach nicht zu. Noch eine Möglichkleit wäre es über Kanäle bis Frankreich ins Mittelmeer zu fahren, doch dafür scheint mir mein Diesel zu alt. Also Skandinavien, da habe ich vom ersten Tag an Spass und egal was dem doch leicht angeschlagenen Boot passiert, es ist nie wirklich weit nach Hamburg, Freunde haben es einfach mich zu besuchen, die Nächte sind lang, die Schärenwelt einmalig…es ist eben kälter als im Mittelmeer,aber dafür auch einsamer und natürlicher. Es hat wohl beides seine Vor und Nachteile.
Es gibt verschiedene Motivationen für eine Reise. Viele haben ja so ein Barfuss zum Nordpol, mit dem Dreirad um die Welt, mit dem VW-Bus ohne Räder durch Afrika, auf den Brustwarzen durch Alaska Ding. Ich will mir aber mit der Reise nichts beweisen, irgendwie würde ich schon ankommen, aber dann ist die Zeit um und so toll was zum Angeben wäre das dann auch nicht. Nein, ich will vom ersten Tag an geniessen und Spaß haben, die Unmenge an freier Zeit fühlen, ohne Termine und Ziele, durchatmen, Musik hören und machen, träumen und mich treiben lassen. Die andere Idee hake ich auch noch irgendwann ab….bin in Gedanken aber schon bei: “Einmal um Europa” mit Nordkap und Rückweg durch die Donau und/oder passende russische Kanäle. Das wäre was zum Angeben…fehlt mir nur noch das passende Boot. Aber immer eins nach dem anderen : )

The Fabulous John Elvis Barron Presley

Vor einigen Tagen hatte ich ja eine Aufnahmesession mit John Barron. Er ist ja vor allem bekannt durch seinen Deichking Film und diverse CD Veröffentlichungen. Ich habe ihn vor ein paar Jahren bei den Aufnahmen zum “Rock’nRoll ist nicht so leicht” Album kennengelernt auf dem ich Bass gespielt habe. Mehr über John gibt es hier:
Jetzt kam bei den Aufnahmen nun zum ersten Mal mein mobiles Studio zum Einsatz!! Mikro, Interface, Mixer und Laptop in Johns Zimmer und los gings. Aber das war nicht irgendein Zimmer, das war ein echter Elvis Schrein. John wurde ja als Elvis Fan geboren und es gibt nichts, was er nicht gesammelt hat. Erde von Graceland, ein Splitter von Elvis Schiessstand, ein Stück von einem Hemd, ein Mauerstein, unterzeichnete Schecks, Las Vegas Konzerttickets, alle Vinyls, Filme, Bücher etc. WAAHHNNSIINNN!! John ist ja mit Elvis erstem Gitarristen Scotty Moore befreundet und war sogar mit ihm auf Tour….es war also nicht irgendein Zimmer, sondern eine heilige Halle.
Der Spirit dieser ungezwungenen Aufnahmesession ist nun auf Festplatte gebannt und meine Songs mit dieser genialen Stimme zu hören macht mir Gänsehaut, das ist ganz, ganz toll!! Ich bin ja nun auch alter Rock’nRoller und habe sehr, sehr viel Elvis gehört (er hat ja ebenfalls am 8.1. wie ich Geburtstag). Das Geile bei John ist, das er eben einfach so ähnlich klingt…nicht dieses aufgesetzte Geknödel der Imitatoren und Doubles, die in beknackten weissen Anzügen rumrennen, sondern er hat einfach diesen Elvis Touch, auch schon in der Sprechstimme. Wir spielen ja auch schon länger zusammen und haben einige Proberaum Aufnahmen gemacht. Das klang schon oft sehr nach alten Elvis Probesessions, so das wir überlegt hatten, diese als “Lost Recordings” zu veröffentlichen : ) Aber diese Stimme in meinen eigenen Songs zu hören…WOW! Die Stimme ist ffür mich purer Rock’nRoll.
Es handelt sich ja erstmal noch um Demos/Layouts von ca. 11-12 Songs, die ich nach meiner Reise produzieren will. Diese Songs schleppe ich teils schon 15 Jahre mit mir rum, auf der Suche nach der passenden Stimme….doch dazu später mehr. Ich musste nur erstmal meiner Begeisterung Luft machen!!
Ein paar Auschnitte der Songs habe ich am Ende des Videos angehängt…

Logbuch – Donnerstag, den 3. April 2014



Standort: Özdere Türkei
Position:Mittelmeer
Datum:  3.4.2014 14:39h
Wind: 1 Bft
22°C, sonnig

– Wir sind seit ein paar Tagen in unser Ferienwohnung in der Türkei und braten in der Sonne. Die Trennung durch die lange Reise von meiner Frau Merih macht mir zu schaffen, daher haben wir uns hier noch eine Woche zu zweit verordnet…es ist wie immer wunderschön, warm und sonnig…ich liebe die Türkei einfach. Wer sich für die Türkei oder unsere Wohnung interessiert, sollte mal hier nachschauen:
  Die Geschichte zur Wohnung gibt es ein anderes Mal…auch so eine Traumerfüllungsstory!

– Wir überlegen uns hier Rezepte für die Reise, damit ich entsprechend einkaufen kann. Es sollen 30 Stück werden, so habe ich jeden Tag im Monat Abwechslung.

– Vor der Abreise habe ich mit John Barron ja 5 Titel aufgenommen. Hier habe ich nun gestern aus allen Takes die besten Gesangsspuren zusammengebastelt und bin restlos begeistert. Seit teils 15 Jahren bastel ich an den Songs und nun komme ich endlich zum Ziel. Ende des Jahres werde ich ein Album mit John veröffentlichen…mit meinen eigenen Songs!!! Noch ein Traum, der wahr wird. Ich fühle mich grade, wie ein Komponist von Elvis persönlich. Hammer!

– Und wo wir gerade bei den Träumen sind, haben wir beschlossen über Sylvester für 3 Wochen nach Tennessee, Georgia, Louisiana und Atlanta zu fahren, um etwas zu haben um uns für die lange Trennung zu belohnen. Nashville, Memphis, New Orleans, Baton Rouge, Savannah….megageil!! Eigentlich konnten wir uns das nicht wirklich leisten nach der langen Reise, aber irgendwer meinte es wirklich gut mit uns…zack, schon gebucht!! Yeehaa…
– Als Kooperationspartner konnte ich nun CASIO und ORTEGA gewinnen…ich freue mich darüber und über die Instrumente sehr!
– Leider kann ich hier keine Videos einstellen, da in der Türkei youtube aktuell gesperrt ist. Und trotzdem (oder gerade deswegen) hat die Partei von Erdogan wieder die Mehrheit in den Kommunalwahlen erreicht und die Menschen hier fahren jubelnd Autokorso…das soll mal einer verstehen. Daher kommt am Sonntag erst wieder etwas Neues….so ab in die Sonne!! 

Arbeit über Arbeit über Arbeit über Arbeit

Die Zeit rennt mir immer mehr davon, in ein paar Tagen ist der Krantermin und bis dahin muss mein Deck wieder wasserdicht und begehbar sein. Auf diesen Fotos sieht man den Umfang der Arbeiten. Das fast die Hälfte des Backbordvordecks war angegriffen. Ich habe hier die obere Deckschicht ausgesägt und den nassen und torfigen Holzkern komplett bis auf die untere Schicht entfernt. Dann 2 Glasfasermatten einlaminiert und in dieses Bett zurechtgesägte Platten aus Hartschaum eingesetzt, die nun quasi das Holz ersetzen. Darauf wieder 2 Glasfasermatten laminiert und die ausgesägte Deckschicht obendrauf geklebt. Da mir die Sägeschnitte immer noch gefährdet erschienen habe ich nun noch einmal 2 Lagen Matte mit je 5cm Überlappung auf die intakte Deckschicht drüberlaminiert. Zwischendurch immer wieder Unebenheiten ausgeglichen und geschliffen. Eine echte Drecksarbeit, vor allem im Liegen unter der Plane oder alternativ mit abgezogener Plane im strammen Wind. Daher ist jetzt erst einmal Erholung in der Türkei angesagt. Im Moment sieht das alles noch richtig hässlich aus, fühlt sich aber endlich wieder stabil an. Nun kommt als nächstes ein komplett neuer Decksanstrich mit spezieller rutschfester Farbe, des alles wieder versiegeln soll. Dafür habe ich nun aber nur noch 3 Tage Zeit nach meiner Rückkehr aus der Türkei, so das ich wohl zunächst nur das Backborddeck und den Mastbereich streichen werde; das intakte Steuerborddeck folgt dann bei passendem Wetter. So kann ich mich dann auf dem Deck bewegen und nass auf nass malen, sonst müsste ich warten bis die Farbe getrocknet ist und jedesmal anschleifen.

Im Mastbereich bin ich anders vorgegangen um die Struktur der Deckschicht nicht zu sehr zu schwächen. Ich habe hier die Bereiche abgeklopft, die ebenfalls nasses Holz hatten. Hier dann mit 6mm in ca. 5cm Abständen hineingebohrt und den Bereich etwas trocknen lassen (schwierig!!). Dann mit einer großen Spritze angedicktes Harz in die Löcher gepumpt, bis es aus den umliegenden Löchern oben wieder ausgetreten ist. An den meisten Stellen ging das sehr gut, es gab aber auch Bereiche, in denen viel Harz nötig war. Hier musste ich teils 2x pumpen. Eine Stelle hat sich dabei aufgrund der Reaktionstemperatur des Harzes und der verwendeten Menge so extrem erhitzt, das es aus den Löchern blubberte und dampfte. Es können dabei ja sogar Brände entstehen, so das ich doch sehr nervös wurde; nach 20 Minuten hat sich der Zauber dann beruhigt, und ich konnte aufatmen….Auf die durch Bohrung geschwächten Bereiche habe ich dann ebenfalls 2-3 Lagen Matte auflaminiert. Das Foto zeigt noch eine Vorstufe. Nun ist hier auch wieder alles zu, fest und sehr stabil. Ich hoffe das hält nun erst einmal wieder und ist nicht zu spröde. Auch hier kommt dann noch Decksfarbe drüber, so das kein weiteres Wasser mehr eindringen sollte.
Den Grund für die Feuchtigkeit im Deck konnte ich leider bisher nicht feststellen. Es gab ein paar kleine Macken im Laminat, aber ob die dafür verantwortlich waren? Jedem Bootsbauer würde vor meiner Arbeit sicher grauen, aber aufgrund Zeit- und Geldmangels blieb mir keine andere Option. Ich hoffe mit der neuen Farbe sieht das dann wieder einigermassen OK aus…denn ganz glatt bekomme ich es nicht mehr : ( Aber am Ende ist es mir egal, Hauptsache der Kram hält!! Die letzte Baustelle war das Ruder, das ist nun auch endlich wieder dran…erst ein Loch gebuddelt, dann rein damit. Sitzt bombenfest, aber nach oben hin leider etwas zu stramm, so das es am Rumpf schabt…hier muss ich nun noch mit Unterlegscheiben etwas ausgleichen um es ca. 1-2mm tiefer zu bekommen, damit sich das Antifouling bzw. die Gelcoatschicht nicht abreibt.
Die neue Tablethalterung im Cockpit ist ganz nett geworden und vor allem fertig. Nun muss noch der Rumpf und Mast poliert werden, eine neue UKW Antenne in den Mast, der neue Impeller in den Diesel und die Batterien eingebaut werden. Dann das Boot gekrant und der Mast gestellt, die Segel abgeholt und angschlagen werden. Wenn dann alles funktioniert kann ich mich auf die Reise konzentrieren, zur Zeit bin ich gedanklich einfach noch nicht so weit bei der Menge an Arbeit…. Andererseits will ich nicht jammern, ich bereite mich auf etwas ganz Großes vor, sitze in der Sonne und niemand hetzt mich. Wenn ich da an meinen Kumpel Mike von klassisch-am-wind.de denke; der hat 3 noch Folkeboote in gewohnter Perfektion fertig zu machen und die Chartersaison steht vor der Tür…na da bestell ich doch noch mal nen Cafe!!

Leuchttürme und ihr Nutzen



Das Video habe ich vor ein paar Tagen aufgenommen. Eigentlich mehr wegen der Atmosphäre, nun fiel mir auf das man zwei von Fehmarns wichtigen Leuchttürmen sehr gut erkennen kann, und zwar Flügge und Strukkamphuk. Leuchttürme sind im Zeitalter von GPS nicht mehr so wichtig, wie sie mal waren. Ich liebe allerdings ihr sehr weit tragendes Licht und fühle mich Nachts auf dem Wasser stets geborgen, wenn man in ihre Nähe kommt. Leuchttürme leuchten nicht einfach nur, sondern haben alle ein bestimmtes Muster, einen eigenen Rhythmus, an dem man sie erkennen kann. Dazu kann man auf dieser Website alle Infos finden.

http://www.leuchtturmseiten.de/home.htm?4998

Die Kennung von Flügge ist nun  Oc (4) W 20 sec (+ FW)
In 20 Sekunden wird das weisse Licht also 4x unterbrochen  (und in einem bestimmten Sektor sieht man eine festes weisses Licht)…leider habe ich vorher nicht nachgesehen und nur 17 Sekunden Video gemacht, so sieht man nur 3 Unterbrechungen.

Die Kennung von Strukkamphuk lautet Iso WR 3 sec 
Das weisse Licht ist also 1,5 Sekunden an und 1,5 Sekunden aus, das kann man gut sehen (in einem bestimmten Sektor wird das Licht dann Rot).

Anhand dieser Leuchtfeuer kann man sich im Dunkeln sehr gut orientieren, sonst hat man ja auf dem dunklen Wasser nicht viele Fixpunkte.

Diese beiden Leuchtfeuer erfüllen aber noch eine Aufgabe, wie man hier in der Navionics App gut erkennen kann…die Leuchttürme habe ich mit einem roten Pfeil markiert.

Auf dem Video sieht man ja sehr gut die Fehmarnsundbrücke. Auf dem Foto habe ich sie grün markiert. Angenommen ich möchte nun unter der Brücke Richtung West hindurchfahren (z.B.: von Travemünde nach Kiel). Dann gibt es ein betonntes Fahrwasser (rosa Pfeil), in dem ich bleiben muss, da es ausserhalb des Fahrwassers schnell zu flach wird!! Wenn ich genau in der Mitte des Fahrwassers bin, liegen die Leuchtfeuer genau in einer Linie und da sie verschieden hoch sind, genau übereinander. Daran kann ich mich dann im Dunkeln sehr schön orientieren damit ich nicht mit dem Mast an der Brücke hängenbleibe, wie es den Kollegen im Buch „Zwei Männer und viel Meer“ passiert ist. Nach der Brücke muss man sich dann an anderen Zeichen Richtung Kiel orientieren, damit nicht das Folgende passiert:


Logbuch – Montag, den 24. März

Ab heute werde ich nun ein wöchentliches Logbuch anlegen um neben den Videos, Erlebnissen und Gedanken auch etwas geordnete Berichtsstruktur zu haben. Das macht während der Reise auf jeden Fall Sinn, aber auch jetzt gibt es bereits vieles zu berichten – Ich habe meinem täglichen Verbrauch nun mit €25.- festgesetzt und mein Erspartes entsprechend umgeschichtet, bei 180 Tagen sind das €4.500.-. Dazu kommen noch weitere Kosten für Reparaturen vorab, etwas Ausrüstung und den ersten großen Einkauf, von ca. €1.500.-. Ausserdem noch eine Reserve von €2.000.- für unvorgesehene Ereignisse. Dann muss ich auch hier noch genug auf das Girokonto packen für alle laufenden Abbuchungen in den 6 Monaten, das sind dann nochmal €2.000.-. Zusammen also rund eine Summe von €10.000.-, die ich ziemlich genau so lange zusammengespart habe, umso Schöner das es nun genau passt!! – Meine VISA Card PIN habe ich auch neu beantragt, da diese in Skandinavien stets gebraucht wird. – Die Problematik einer günstigen Kranken- und Rentenversicherung hat sich mit Eintritt in die Künstlersozialkasse gelöst – Dank dem Ostseestammtisch habe ich nun eine Lösung für Internet unterwegs – Ich habe auch gerade angefangen, die ersten Packlisten zu schreiben..das geht ja von Bordapotheke und Geschirr, über Waschmittel, Bettwäsche, Handtücher, Schuhen bis zu Ersatzteilen, Elektronik und Werkzeug, das sollte besser genau überlegt sein!! – Die Suche nach Sponsoren für ein paar Instrumente dauert auch noch an – Mittwoch und Donnerstag wird das Ruder wieder eingebaut und weiter an dem Wiederaufbau des Decks gearbeitet. Die Ruderlager sind nun neu!! In den zwei Tagen bekommt nun das Deck seine Stabilität mit Hilfe von Harz und Glasfasermatten zurück, zwei Wochen später wird es neu gestrichen und versiegelt. Es wird nun auch Zeit, am 10.4. ist Krantermin – Ein paar Arzttermine habe ich auch noch gemacht, damit mich das nicht unterwegs einholt…vor allem die Zähne. – Morgen fahr ich zu John Barron, der mir einige meiner Songs singen wird. Wir haben da ja große Pläne. John wird mich auch auf der Reise besuchen, die Planung des Besuchskalenders steht ja auch noch an… – Ach ja und jeden Tag kommen Stück für Stück Gegenstände für die Reise an…Sonnenbrille, Angel mit Zubehör, Festplatte für Videos, Handbücher, Karten etc.etc. Im Augenblick ist das alles sehr viel Arbeit, aber sobald das Boot schwimmt, wird sich hoffentlich das richtige Feeling einstellen…ich frage mich, an welchem Tag nach der Abreise ich wirklich begreife, was ich tue. Im Moment ist dafür schlicht keine Zeit!

Günstig Surfen in Schweden


Ich war auf der Suche nach einer günstigen Prepaid Lösung für das Surfen in Schweden und habe mit Hilfe des Ostseestammtisches (1000 Dank!!) bei facebook nun folgende Möglichkeiten gefunden. Prepaid Global erscheint wegen der Möglichkeit des kostenlosen Angerufenwerdens in Summe als die günstigste Lösung!!

1 GB Daten für 42,90.-, vier Monate gültig, nach weiterem Upload sogar 12 Monate  jedes weitere GB 28,90, eingehende Anrufe  frei, ausgehende normale Roaming Gebühren, wird vorab zugeschickt, danach sofort 4 Monate gültig, Skype ist erlaubt, gilt auch in Dänemark


10GB für 45,90.- , 1 Monat gültig, wird vorab zugeschickt, Termin der Aktivierung kann vorher exakt angegeben werden. Auch für Dänemark, man kann angerufen werden mit den üblichen Roaming Gebühren, man kann aber nicht selber jemanden anrufen.


5GB (teilweise wird auch 100GB angegeben?), ca. 36€, dazu Gebühren für Telefonate?, weiterer Verbrauch wird extra abgerechnet, nur vor Ort erhältlich, Info vorab im Web ohne Schwedisch-Kenntnisse schwierig


e-plus/aldi
Im E-Plus Netz wurden europaweit die Roaminggebühren abgeschafft. Für alle Telefonate natürlich eine Supersache. Daten (Internet) sind allerdings ohne Flatrate schon ohne Roaminggebühren unbezahlbar, von daher macht das nur eingeschränkt glücklich. Aldi bietet nun aber 120MB für €4,99.- plus E-Plus Telefonkarte an. Je nach Datenvolumen mag das für den einen oder anderen passend sein.

Zurück in der Künstlersozialkasse…

….nach 10 Jahren bin ich nun wieder offiziell Künstler


Eine große Sorge weniger!!!