Archiv der Kategorie: Luvgier

91 Tage auf See – Zwischenbilanz

 Das Kattegat war gestern glatt

 Der Kullen – Abschied vom Kattegat

Gestern am 23.9. war astromomischer Herbstanfang. Heute hier in Helsingborg dann auch gleich meteorologischer! Die Blätter fallen, Kastanien liegen auf den Strassen. Zeit für ein Update meiner kleinen Statistik, die ich Ende Juni bereits einmal gepostet hatte.

Tage unterwegs:                  142
Tage auf See:                       91
Segeltage Einhand:               69
Gefahrene Meilen:              1.610
Gesegelt:                            1.023
Motort:                              587
besuchte Länder:                    3
verpasste Deutschlandspiele:   2
Reparaturen:                           5
Gegenwind:                           ca. 50%
passende Wind                      ca. 50%
Bordgrilltage                            viele 

91 Tage auf See bedeuten rund 100 besuchte Orte und Häfen (hier und da gab es mal Zwischenstopps), und mit den Schleusen im Götakanal rund 150 An- und Ablegemanöver. Konnte ich mich anfangs noch an jeden Ort und Hafen erinnern, verblassen nun die Erinnerungen spürbar. Wenn ich z.B.: ein bestimmtes Foto suche und auf die nach Häfen sortierten Namen blicke, sagen mir einige einfach nichts mehr. Erst ein Blick auf die Fotos im Ordner bringt dann die Erinnerung zurück. Umso glücklicher bin ich dann natürlich darüber, alles dokumentiert, fotografiert und gefilmt zu haben, um eben dem Verblassen der Erinnerungen entgegenzuwirken und auch noch in Jahren das Erlebte neu vor dem geistigen und realen Auge abspielen zu können. Am Ende werden es wohl etwas über 100 Seetage werden, schön!! 

 Helsingör vorraus

 Ab in den Öresund

Ich habe nun mit Helsingborg den Öresund erreicht und es ist nicht mehr weit bis Hamburg. So langsam glaube ich daran, das der Rest der Reise nun ohne größere Probleme ablaufen wird, da ich ja auch noch Zeit habe mir die guten Segeltage auszusuchen. Morgen will ich nach Kopenhagen und irgendwie fühlt sich das schon wie Heimat an. Die nv Verlag-Seekarten werden wieder rausgekramt, der Rest dänisches Geld gesucht…Heimatgefühle. Hatte mir der Weg über das Kattegat mit all den unbekannten Ortsnamen noch Sorgen bereitet, fühle ich mich ab dem Öresund doch wieder etwas geschützter, mag der Wind draussen auch heulen und pfeifen. Vor Jahren stand ich auf der Fähre von Helsingborg nach Helsingör und dachte darüber nach, wie es wohl wäre hier mit dem Boot zu sein? Nun weiss ich es, ASTREIN!! Der Heimweg wird jetzt wohl eher so ein Durchschlüpfen durch das Herbstwetter…aber vielleicht erwische ich ja noch einmal 5 gute, zusammenhängende Tage. Schön wärs ja um den perfekten Segelsommer zu beenden.

Schiffsverkehr im Öresund

91 Tage auf See – Zwischenbilanz

 Das Kattegat war gestern glatt

 Der Kullen – Abschied vom Kattegat

Gestern am 23.9. war astromomischer Herbstanfang. Heute hier in Helsingborg dann auch gleich meteorologischer! Die Blätter fallen, Kastanien liegen auf den Strassen. Zeit für ein Update meiner kleinen Statistik, die ich Ende Juni bereits einmal gepostet hatte.

Tage unterwegs:                  142
Tage auf See:                       91
Segeltage Einhand:               69
Gefahrene Meilen:              1.610
Gesegelt:                            1.023
Motort:                              587
besuchte Länder:                    3
verpasste Deutschlandspiele:   2
Reparaturen:                           5
Gegenwind:                           ca. 50%
passende Wind                      ca. 50%
Bordgrilltage                            viele 

91 Tage auf See bedeuten rund 100 besuchte Orte und Häfen (hier und da gab es mal Zwischenstopps), und mit den Schleusen im Götakanal rund 150 An- und Ablegemanöver. Konnte ich mich anfangs noch an jeden Ort und Hafen erinnern, verblassen nun die Erinnerungen spürbar. Wenn ich z.B.: ein bestimmtes Foto suche und auf die nach Häfen sortierten Namen blicke, sagen mir einige einfach nichts mehr. Erst ein Blick auf die Fotos im Ordner bringt dann die Erinnerung zurück. Umso glücklicher bin ich dann natürlich darüber, alles dokumentiert, fotografiert und gefilmt zu haben, um eben dem Verblassen der Erinnerungen entgegenzuwirken und auch noch in Jahren das Erlebte neu vor dem geistigen und realen Auge abspielen zu können. Am Ende werden es wohl etwas über 100 Seetage werden, schön!! 

 Helsingör vorraus

 Ab in den Öresund

Ich habe nun mit Helsingborg den Öresund erreicht und es ist nicht mehr weit bis Hamburg. So langsam glaube ich daran, das der Rest der Reise nun ohne größere Probleme ablaufen wird, da ich ja auch noch Zeit habe mir die guten Segeltage auszusuchen. Morgen will ich nach Kopenhagen und irgendwie fühlt sich das schon wie Heimat an. Die nv Verlag-Seekarten werden wieder rausgekramt, der Rest dänisches Geld gesucht…Heimatgefühle. Hatte mir der Weg über das Kattegat mit all den unbekannten Ortsnamen noch Sorgen bereitet, fühle ich mich ab dem Öresund doch wieder etwas geschützter, mag der Wind draussen auch heulen und pfeifen. Vor Jahren stand ich auf der Fähre von Helsingborg nach Helsingör und dachte darüber nach, wie es wohl wäre hier mit dem Boot zu sein? Nun weiss ich es, ASTREIN!! Der Heimweg wird jetzt wohl eher so ein Durchschlüpfen durch das Herbstwetter…aber vielleicht erwische ich ja noch einmal 5 gute, zusammenhängende Tage. Schön wärs ja um den perfekten Segelsommer zu beenden.

Schiffsverkehr im Öresund

Ach nöö

Liegenbleiben

Ach nöö

Liegenbleiben

Navionics App für Android endlich mit Navi-Modul


Jetzt gibt es für 1,79.- endlich auch  vernünftige Navigationsfunktionen für die Navionics App wie Wegpunktnaviagtion, Entfernungen zum Ziel, Kurse etc. Die  App  benutze ich auf meinem Tablet ständig als Plotter und habe die Funktionen doch bisher immer vermisst. Sehr schön!!!

http://www.youtube.com/watch?v=DpMh4caUKIk 

Navionics App endlich mit Nav-Modul

Jetzt gibt es für 1,79.- endlich auch  Navigationsfunktionen für Androidgeräte. Die Navionics App auf einem Tablet benutze ich ja ständig als Plotter und habe die Funktionen bisher immer vermisst. Sehr schön!!!

The Sailing Bassman – Episode 25 – Septemberwind



Schöne Bilder, wenig Handlung ist das Motto dieser Folge. Aber die Natur war so berauschend, das ich nur stumm mit der Kamera draufhalten konnte. Bei strahlend blauem Himmel verlasse ich Göteborg um noch ein paar Tage in den Schären vor Westschweden zu verbringen. Euch erwarten wunderschöne Bilder vom Segeln und den Häfen in der Region. Von Sturmwarnungen getrieben und später dann auch eingeweht, erreiche ich dann aber doch recht schnell den Öresund und damit leider fast schon den letzten Teil der Reise.

The Sailing Bassman – Episode 25 – Septemberwind



Schöne Bilder, wenig Handlung ist das Motto dieser Folge. Aber die Natur war so berauschend, das ich nur stumm mit der Kamera draufhalten konnte. Bei strahlend blauem Himmel verlasse ich Göteborg um noch ein paar Tage in den Schären vor Westschweden zu verbringen. Euch erwarten wunderschöne Bilder vom Segeln und den Häfen in der Region. Von Sturmwarnungen getrieben und später dann auch eingeweht, erreiche ich dann aber doch recht schnell den Öresund und damit leider fast schon den letzten Teil der Reise.

Eingeweht in Torekov

Madame Torekova


Torekov liegt in Schweden, auch wenn es irgendwie osteuropäisch klingt. Auf den letzten Drücker sind wir gestern noch im Hafen eingelaufen, später liess der Seegang dann kein Einlaufen oder Auslaufen mehr zu. Den ganzen Tag schaukelt und wackelt das Boot nun schon und der Wind pfeift in den Wanten. Der Gang zum Ende der Mole hat mir dann bestätigt, das es sinnvoll war den Hafenmeister vor dem Einlaufen anzurufen. Später hätten wir hier Riesenprobleme bekommen! Die Telefonnummern der Hafenmeister findet man übrigens in der App „Gästhamnsguide“. Das Video soll einen kurzen Eindruck der Verhältnisse geben, die Kamera schönt aber 2 Windstärken nach unten….Morgen früh soll der Wind dann auswehen und wir segeln weiter Richtung Helsingborg.

Eingeweht in Torekov

Madame Torekova


Torekov liegt in Schweden, auch wenn es irgendwie osteuropäisch klingt. Auf den letzten Drücker sind wir gestern noch im Hafen eingelaufen, später liess der Seegang dann kein Einlaufen oder Auslaufen mehr zu. Den ganzen Tag schaukelt und wackelt das Boot nun schon und der Wind pfeift in den Wanten. Der Gang zum Ende der Mole hat mir dann bestätigt, das es sinnvoll war den Hafenmeister vor dem Einlaufen anzurufen. Später hätten wir hier Riesenprobleme bekommen! Die Telefonnummern der Hafenmeister findet man übrigens in der App „Gästhamnsguide“. Das Video soll einen kurzen Eindruck der Verhältnisse geben, die Kamera schönt aber 2 Windstärken nach unten….Morgen früh soll der Wind dann auswehen und wir segeln weiter Richtung Helsingborg.

Check, check, check and then doublecheck




Ich lege sehr viel Wert auf Sicherheit, auch wenn ich dieses im Blog seltener zum Thema habe. Hier geht es mir ja mehr um den Fun und die Freude am Segeln und Reisen. In allen Lehrbüchern und der Broschüre “Sicherheit auf See” vom BSH wird dieses Thema ja auch so ausreichend behandelt, das man sich nach der Lektüre kaum noch auf das Wasser traut. Hinzufügen möchte ich der Thematik daher nur einen persönlichen Gedanken, angeregt durch den gestrigen sehr starken Wind samt Welle beim Einlaufen in den ufernahen Hafen.
Ich bin der Meinung das die wirklich schlimmen Not- und Unfälle auf See meist auf Verkettung mehrerer Umstände zurückzuführen sind. Beispiel: Ankerbucht und der Wind dreht und frischt auf. Es wurde evtl. schon versäumt abends das Wetter einzuholen, der Motor springt nicht an, weil die Batterie leer ist, da abends vielleicht vergessen wurde ein Verbraucher auszuschalten, es sollte morgen früh erst noch aufgetankt werden, die Segel sind fest verpackt und es dauert zu lange, sie zu klarieren. Der zweite Anker liegt tief in der Backskiste ohne Kettenvorlauf usw.
Ich denke, man wird einen einzelnen Fehler oder Versagen der Technik nie ausschliessen können, kann aber durch regelmässige Wartung und Überlegung, welche Fehler möglicherweise auftreten können, deren Kombination verhindern. Eine Kombi aus alten Schoten, morschen Segeln und alten Wantenspannern könnte und wird bei Starkwind dann gesammelt den Geist aufgeben und zu echten Problemen führen. 



Am Beispiel des gestrigen Einlaufens bedeutete das bei mir:
– Anruf beim Hafenmeister, ob das Einlaufen überhaupt möglich ist
– Vorher bin ich deutlich mehr Höhe gelaufen, damit ich fast vor dem Wind in den Hafen komme und mir nicht durch Wind und Strom am Ende wichtige Meter fehlen, wenn ich am Wind reingehe.
– Auch habe ich stets die Überlegung im Kopf, was bei Versagen des Motors passiert. Vor dem Wind ist das ja recht undramatisch, ich habe die Fock immer noch parat zum Ausrollen.
– Ausserdem ist stets der Anker komplett klariert und kann sofort über Bord gehen.
– Den Diesel werfe ich schon rechtzeitig an, damit ich mir seiner sicher sein kann.
– Alle Festmacher liegen bereit und die Fender sind an beiden Seiten draussen.
– Der Plotter ist so eingestellt, das ich alles Wichtige sehen kann UND die Seekarte liegt bereit.
– Aus den Handbüchern weiss ich bereits so ungefähr wo ich hin will, und achte auch hier auf die nötige “Höhe” zum Ziel.

Und natürlich sind alle Gastplätze belegt und eine Alternative muss schnell gefunden werden. Jetzt bin ich froh, das ich nicht noch Fender oder Festmacher umändern muss. In der Nacht sind dann in dem unruhigen Hafenbecken 2 Festmacher durchgescheuert, eben habe ich alle mit Gewebe unterfüttert und die Vorleine und Vorspring doppelt gelegt. Mann muss wirklich immer auf der Hut sein. Und nochmal: Fehlerkombinationen aus Nachlässigkeit sind unnötig und eigene Blödheit. Also Augen auf und Kopf an!!



Check, check, check and then doublecheck




Ich lege sehr viel Wert auf Sicherheit, auch wenn ich dieses im Blog seltener zum Thema habe. Hier geht es mir ja mehr um den Fun und die Freude am Segeln und Reisen. In allen Lehrbüchern und der Broschüre “Sicherheit auf See” vom BSH wird dieses Thema ja auch so ausreichend behandelt, das man sich nach der Lektüre kaum noch auf das Wasser traut. Hinzufügen möchte ich der Thematik daher nur einen persönlichen Gedanken, angeregt durch den gestrigen sehr starken Wind samt Welle beim Einlaufen in den ufernahen Hafen.
Ich bin der Meinung das die wirklich schlimmen Not- und Unfälle auf See meist auf Verkettung mehrerer Umstände zurückzuführen sind. Beispiel: Ankerbucht und der Wind dreht und frischt auf. Es wurde evtl. schon versäumt abends das Wetter einzuholen, der Motor springt nicht an, weil die Batterie leer ist, da abends vielleicht vergessen wurde ein Verbraucher auszuschalten, es sollte morgen früh erst noch aufgetankt werden, die Segel sind fest verpackt und es dauert zu lange, sie zu klarieren. Der zweite Anker liegt tief in der Backskiste ohne Kettenvorlauf usw.
Ich denke, man wird einen einzelnen Fehler oder Versagen der Technik nie ausschliessen können, kann aber durch regelmässige Wartung und Überlegung, welche Fehler möglicherweise auftreten können, deren Kombination verhindern. Eine Kombi aus alten Schoten, morschen Segeln und alten Wantenspannern könnte und wird bei Starkwind dann gesammelt den Geist aufgeben und zu echten Problemen führen. 



Am Beispiel des gestrigen Einlaufens bedeutete das bei mir:
– Anruf beim Hafenmeister, ob das Einlaufen überhaupt möglich ist
– Vorher bin ich deutlich mehr Höhe gelaufen, damit ich fast vor dem Wind in den Hafen komme und mir nicht durch Wind und Strom am Ende wichtige Meter fehlen, wenn ich am Wind reingehe.
– Auch habe ich stets die Überlegung im Kopf, was bei Versagen des Motors passiert. Vor dem Wind ist das ja recht undramatisch, ich habe die Fock immer noch parat zum Ausrollen.
– Ausserdem ist stets der Anker komplett klariert und kann sofort über Bord gehen.
– Den Diesel werfe ich schon rechtzeitig an, damit ich mir seiner sicher sein kann.
– Alle Festmacher liegen bereit und die Fender sind an beiden Seiten draussen.
– Der Plotter ist so eingestellt, das ich alles Wichtige sehen kann UND die Seekarte liegt bereit.
– Aus den Handbüchern weiss ich bereits so ungefähr wo ich hin will, und achte auch hier auf die nötige “Höhe” zum Ziel.

Und natürlich sind alle Gastplätze belegt und eine Alternative muss schnell gefunden werden. Jetzt bin ich froh, das ich nicht noch Fender oder Festmacher umändern muss. In der Nacht sind dann in dem unruhigen Hafenbecken 2 Festmacher durchgescheuert, eben habe ich alle mit Gewebe unterfüttert und die Vorleine und Vorspring doppelt gelegt. Mann muss wirklich immer auf der Hut sein. Und nochmal: Fehlerkombinationen aus Nachlässigkeit sind unnötig und eigene Blödheit. Also Augen auf und Kopf an!!