Archiv der Kategorie: SY Marlin

Second Life: Tag 18

{Time:20:00:00}
{Date:20200204}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:6°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:
{Photo:}
{Title:Second Life: Tag 18}

Leukos. 0,5

Mein Knochenmark wächst wunschgemäß an. Dr. Helge und seine Gefolgschaft lächeln und reden seit ein paar Tagen von Entlassung. Gestern, am 24 Jahrestag von Nathalie und mir ? darf ich zum ersten mal am Nachmittag eine Stunde raus aus der Stefan Morsch Station. Mit Nathalie gehe ich eine Stunde spazieren. Es regnet. Egal. Hauptsache Frischluft. Am Sportplatz in der Nähe nehme die Maske ab und atme tief durch. Als Pessimist vertraue ich der Situation erst mal nicht. Sollte mal nen bisschen positiver denken. Wieder in meinem Zimmer falle sich sofort ins Bett und schlafe erst einmal zwei Stunden.

Was mir keiner erzählt hat sind die ganzen Schmerzen, mit denen man zu tun hat. Ich bekomme dutzende von Medikamenten, die ich nicht unbedingt alle gut vertrage, so wie Smarties. „Díe Schmerzen kommen, weil Deine Transplantation nun anwächst. Das ist normal.“ Das Pflegepersonal klärt wich auf. Die letzten beiden Nächte habe ich mir Morphin geben lassen. Schmerzen in der Hüfte, Nierenbecken, in den großen Oberschenkelknochen… „Vielleicht ist es auch Muskelkater?“ „Du wirst es überleben.“


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

50 Granolozyten. Tag 12

{Time:22:00:00}
{Date:20200128}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:
{Photo:20200128}
{Title:50 Granolozyten. Tag 12}

Die ersten Leukos. 0,1!

Mir ist über all die Tage alles andere als nach Blog schreiben. Ich beantworte Anrufe nicht, ich bin über jede Nacht froh, die ich hinter mich gebracht habe. Ich schaue mir auch keine Laborauswertungen mehr an. In der ersten Zeile steht seit Wochen eine Null, für Null Immunsystem, für kein Knochenmark. Stattdessen wandern beutelweise Spenderblut und Thrombozytenkonzentrat durch meine Schläuche, um mich am Leben zu halten. „Elizabeth, ich brauche jetzt mal so langsam eine kleine Erfolgsmeldung!“, traurig schaue ich sie an, als sie mir meinen ZVK neu verbindet. Kleine Wunder passieren manchmal sofort. 10 Minuten reicht sie mir den heutigen Laborbefund rein. 50 Spender Granolozyten wohnen in mir. Oder ist es mein altes System. Nein. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es meine neuen Spender-Leukos sind. Es ist wie ein Licht am Horizont, nachdem ich 12 Tage in der Dunkelheit herumirrte. Zeitnahe Ziele Schritt für Schritt erreichen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will, schreibt mir an [email protected]

Meine Reininkarnation. Tag 0!

{Time:22:00:00}
{Date:20200117}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg} 
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:6°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:
{Photo:20200117}
{Title:Meine Reininkarnation. Tag 0!}

Stammzelltransplantation

Nach fast zweimonatigem Einzelisolation Aufenthalt auf der Stefan Morsch Station, im Malteser Krankenhaus, kamen heute Abend die Spenderstammzellen (links oben im Bild) mit dem DKMS Kurier, der mit der Bundesbahn aus Dresden über Hamburg anreiste. Ich habe bis zum letzten Moment gezittert und gehofft, dass dies mal nichts schief geht. In den letzten sieben Tagen wurde eine Vorbereitungschemo bei mir gemacht, die mir die Socken ausgezogen hat. Nicht mal die Chemo hat meinem Körper so zugesetzt, sondern ein das sogenanntes Kaninchen Serum, ATG, das tatsächlich auf Kaninchenblut hergestellt wird. Erbrechen, starkes Fieber, starkes Unwohlsein und alles was man sich so vorstellen kann. Die Schwestern von der Stefan Morsch Station haben alles getan und mich in diesen schweren Tagen zu begleiten. Haben sie allesamt super gemacht. DANKE SO SEHR! Die restliche Chemo hat sämtliches Knochenmark und die darin enthalten den Krebszellen zerstört. Hoffentlich alle. Heute also konnten die neuen Spenderzellen hinkommen, die relativ unspektakulär innerhalb von circa 1 Stunde in meinem Blutkreislauf hinein getropft sind. Keine OP, nichts zum Aufschneiden, keine riesigen Spritzen, ca. 300 ml Stammzellen in der Tüte die wie Ketchup aussehen. Über den Spender weiß ich nicht viel, außer, dass er meine gleiche Blutgruppe hat und ein ähnliches Gewicht und Alter. Irgendwann nach einer gewissen Zeit, vielleicht schon einem Jahr, dürfen wir Kontakt miteinander aufnehmen, wenn es beide Seiten wollen. Nun leben in mir zwei DNS Informationen nebeneinander, die von meinem Spender, die mein Knochenmark in den nächsten Tagen bilden wird, sowie, die DNS von den umgebenden Gewebe und restlichen Körper. Mir.

In der nächsten Phase, in der die Spenderzellen anwachsen sollen, werde ich für circa zehn Tage kein Immunsystem haben. So lange ungefähr wird es dauern, bis das neue Knochenmark neues Blut, rote, weiße Blutkörperchen und Thrombozyten herstellen wird. In dieser Zeit bin ich extrem gefährdet mich zu infizieren. Während dessen muss noch die Abwehr der transplantiert Zellen, gegen meinen eigenen Körper, die so genannte Graft-versus-Host-Reaktion (GVHR) auf einen genauen Wert mit Medikamenten eingestellt werden, so dass die Spenderzellen, wohlmöglich übrig gebliebene Leukämiezellen bekämpfen. Deshalb habe ich noch einen erweiterten Aufenthalt in der Stefan Morsch Station von circa 3-4 Wochen vor mir.

Dr. Helge nimmt sich die Zeit die Transplantation selber vorzunehmen. „Danke Helge. Da hast du mir wieder einmal das Leben gerettet!“ „Zum vierten Mal Michael.“ Nathalie, die neben mir sitzt, nickt. Ich kann nur hoffen, dass die folgenden Wochen weitgehend problemlos verstreichen. Für wie lange ich von meiner Hoch-Risiko-Leukämie geheilt sein werde, kann mir niemand sagen. Da muss wohl jetzt ein bisschen darüber nachdenken, wie ich mein zukünftiges Leben gestalten werde. Dr. Helge grinst vertrauensvoll: 2020 wird das Jahr der AML Innovationen. Helge ist so schön positiv. Danke Helge. Danke Nathalie.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will, schreibt mir an [email protected]

{end}

Im Chemohimmel. Tag -7

{Time:22:00:00}
{Date:20200110}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:
{Photo:20200110}
{Title:Im Chemohimmel. Tag -7}

Was mich begeistert

Da ist ja schon wieder. Der Wnuk. „Knust Bar Knust Bar Mäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen.“ Bei mir ist es ungefähr 1L Busulfanlösung. Ich leg mich mal vorsichtshalber hin, schließe die Augen, setze meine Kopfhörer auf und lass mich mit leichter elektronischer Musik berieseln. Ich habe mein iPhone bei mir, schreibe einen kleinen Broadcast Absatz und schicke den in Englisch, Spanisch und natürlich Deutsch an meine Freunde, die immer wieder nachfragen wie’s mir dann geht. Mir gehen halt die Antworten aus. „Ja es geht mir gut. Nein die Behandlung hat sich …wieder verschoben…“

QTVLM, heißt dieses kleine französische Programm, dass ganz oben in meiner Lieblingsliste der MARLIN Navigationssoftware steht. „Ja wie geil ist das denn! Die haben es tatsächlich geschafft und die unter bekannten CM93 See Karten in ihr Programm zu integrieren“ Damit mausert sich QTVLM, von einem Multitoopl für Wetter- Diagnose und Vorhersage, mit definiertem GRIB File Abruf auf verschiedenste Open Source Ressourcen, die allen anderen Wettermodellen entsprechen nun zu einer weltweit abdeckenden Navigationssoftware. Alles für eine freie „Donation“. Ist natürlich vorinstalliert auf dem LunaPCmini. Leider ist es mir noch nicht gelungen das Programm unter Catalina OS 15 auf dem MAC zu installieren.

Ich habe erwartet dass es mir am ersten Tag meiner Chemo schlecht geht. Nicht richtig schlecht. Aber eben schlecht. Als die erste Chemo durch den Schlauch, durch meinen Hals, igitt, mein Körper geflossen ist, passiert erst mal gar nichts. Ich muss zusätzlich noch Tabletten nehmen, gegen elliptische Anfälle, Phenytoin. Die Anfälle hat es noch nie gegeben, irgend jemand schlaues hat die aber zur Vorschrift gebracht. Vielleicht hat es die Anfälle noch nie gegeben, weil man immer diese Pillen dazu gibt. Bei Pille muss ich immer an Pille aus Raumschiff Enterprise denken. Der hatte so ein Gerät in der Hand, Damit konnte ja alle Krankheiten diagnostizieren und auch heilen. Als kleiner Junge fand ich das schon immer total genial. Ganz soweit ist Doktor Helge aber noch nicht. Ich muss ihn freundlich darauf hinweisen, dass ich zu hören kann, aber nicht mehr verstehen was er da sagt. Manchmal gleitet er sanft ab. Mit meinem Haus Doktor Pelle, der Helge auch kennt, haben wir ihn mit Miracolix aus Asterix und Obelix verglichen, natürlich nur Spaß. Doktor Helge ist halt schlau, immens schlau, deshalb schreibe ich jetzt auch gerade hier, sonst wäre ich schon längst tot, vielleicht schon wieder geboren auf einem anderen Stern, in einer anderen Galaxie. Nathalie ist auch schlau. Nathalie und Dr. Helge verstehen sich auch, wenn ich nur noch Bahnhof verstehe.

Später am Abend ruft Stefan von der MARLIN an. Erster Abend ohne Gäste, nach drei Wochen, jetzt fällt er ganz tief in ein Loch und weiß gar nichts mit sich anzufangen. So sehr er sich auf diesen Moment gefreut hat, umso sehr fühlt er sich auch plötzlich auf diesem Riesenschild: Allein. Ich kenne das Gefühl, ich kenne das Gefühl ganz genau, und was hast du jetzt mit mir sprechen will. Nachdem er jetzt drei Wochen erklärt, erklärt, erklärt, und noch mal erklärt hat. Jetzt hat er eine Woche keine Gäste. Und dann kommen neue Gäste, Freunde heißt es auf kubanisch. Und dann fängt der wieder an zu erklären, wie die Toilette funktioniert, was man darf und was man nicht darf. Was gut und böse ist. Ja. So ist das. Das hast du alles sehr gut gemacht Stefan. Hat er auch. Die MARLIN hat ihm die volle Breitseite gezeigt. “Wenn du mich Segeln willst, dann musst du es wirklich wollen.”

Natalie fällt auf dass, wir dieses Jahr gar nicht zum Autorentreffen von Delius Clasen Verlag eingeladen sind. Komisch, Sind wir schon abgeschrieben? “Unsere Bücher werden doch gar nicht mehr verlegt, Ob es daran liegt?” Sind das die Rules?ich schlucke runter was ich denke: Die wollen keine Leukämie Glatzkopf am Tisch. Das dämpft die Laune.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will, schreibt mir an [email protected]

Spenderfreigabe ist da

{Time:22:00:00}
{Date:20200109}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200109}
{Title:Spenderfreigabe ist da}

Jack Sparrow auf der MARLIN

Skipper Stefan reitet über Land. Zumindest kommt mir das so vor. Er will sein ganzes Können zeigen und die Einfahrt von Cienfuegos unter Segeln bezwingen. So was hab ich das letzte Mal während meiner Yachtmasterausbildung 2009 gemacht. Bis zum Ankerplatz ohne Motor, weil der Impeller durch ist oder das mit der Freundschaft zu Yanmar Johann noch nicht so funktioniert. Anscheinend hat es funktioniert mit dem Segeln. „Lass mal, der kann das. Ich habe gesehen wie er seinen Haikutter ALEXA manövriert hat.“ Ich glaube Nathalie und gehe Schlafen.

Heute dann geht es los. Die Freigabe der DKMS für den Spender ist da. Soviel ich mich freu, eben soviel Respekt habe ich vor den nächsten 10-30 Tagen. Der eine sagt, dass das inzwischen eine Standardbehandlung ist, der andere meint, dass es ein Drahtseilakt ist. Also alles ist drin. Von No House bis Full House. „Infektionslos!“ grinst Schwester Elizabeth, die es sich anscheinend persönlich auf die Stirn geschrieben hat, mich dadurch zu manövrieren, so wie Stefan die MARLIN jetzt schwitzend bei den cubanischen Behörden sitzt. Auf der einen Seite möchte ich nicht in seiner Haut sein im Moment. Auf der anderen Seite würde ich lieber in Cuba sein. Mit dem Kite durch die Bucht flitzen. Gesund. Dahin ist noch was zu tun.

Was hilft, wenn nix mehr geht? Mein Tip: „Hört ByteFM!“ Zu Weihnachten hat mir meine Ex, meine Lebensgefährtin, wer sonst als Nathalie, ein Jahresabo geschenkt. „Tip von Maren“, grinst Nathalie. Wie schickt man Skipper Micha durch die Transplantation? Der liest nicht, schaut nicht in die Glotze, denkt nur digital und hat alles was er braucht… 100 Tage, Blue-Water-Exil. Mit Musik. Da kommt mir ByteFM ganz recht. Die Website und die IOS ist schon recht Avant Garde und nach einigen Stunden Labyrinth hören, stoße ich auf André Langenfeld mit seiner Sendung „Schöner Wohnen“. Der Typ trifft meinen Musiknerv. Spielt elektronische Musik aus den wilden 80ern bis heute und es würde mich nicht stören dabei im Stau zu stehen. Is ja nen bisschen so. ByteFM ist moderiertes Musikradio – ein unabhängiges Programm fernab vom Mainstream. Werbefrei und ohne computergenerierte Musikrotation. Da mache ich doch gerne mal nen bisschen Werbung.

So. Die ersten Medikamente machen sich bemerkbar. Ich werde mich mal hinlegen und in den Chemo Modus gehen. Nicht wundern, wenn ich nicht mehr schreibe. Am 17.1.20 habe ich Geburtstag. Da ist die Knochenmarkstransplantation. My start of second life.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will schreibt mir an [email protected] <mailto:[email protected]>

Drugdealer

{Time:22:00:00}
{Date:20200107}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200107}
{Title:Drugdealer}

Ohne die moderne Medizin geht gar nichts mehr

Wenn der Typ neben Dir an der Theke die Hand aufmacht und Dir diese Pillen zeigt, was würdest Du denken? LSD, Meskalin, Ecstasy, MDMA… „Was will der von mir?“ Auf jeden Fall nichts gutes. Dem ist aber nicht so. Was ich da in der Hand habe ist meine Frühstück, ohne das ich wahrscheinlich gar nicht die Zeit bis zu meiner Transplantation erleben würde. Gegen Bakterien, Keime, Pilze, für Leber und Niere, Kreislauf und Wohlbefinden. Mittags gibt es eine Pille gegen die bösen Blasten Krebszellen und abends noch mal ne Handvoll. Jep. Nathalie, meinte nur: „Das sind wahrscheinlich wieder ein paar hundert Euro, die Du da in der Hand hast.“

Ich versuche die Kontrolle über mich zu behalten in dem ich mich mit sinnvollen Dingen beschäftige. Den prächtigen Fernseher in meinem Zimmer, hatte ich ein einziges Mal bisher an, um mit Nathalie den letzten Tatort zu sehen. Ich mag den nicht. Ich mag Fernsehen überhaupt nicht. Ich kann mich damit auch nicht ablenken. Ich bin froh, wenn sich Stefan nicht mit neuen Problemen meldet. Mir geht es körperlich eigentlich prächtig. Maya kommt mich besuchen. Das ist immer schön. Ich frage mich wie sie mit der Situation klarkommt. Lena verdrängt alles. Nicht gut für die Kinder. Nicht gut. Aber so ist das wahre Leben.

Mist. Eigentlich wollte ich nur eben meine Tagebuch führen. Es ist Zeit ins Bett zu gehen. Wieder eine Nacht mit den Lichtern, den Geräuschen der Klimaanlage. Wieder ein Tag ohne Freigang und Warten auf die Freigabe der DKMS für meinen Spender. Um dann weiter zu machen. Darf ich gar nicht drüber nachdenken. Gut dass ich noch orientiert denken und am Rechner arbeiten kann. So ist der Alltag fast wie zu Hause. Auch auf der MARLIN, wenn ich keine Gäste habe, mache ich immer einen halben Tag Büro. Ich habe mir das Bild von den Aves, der MARLN und mir ausdrucken lassen und aufgehangen, damit ich mich daran festhalten kann.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will schreibt mir an [email protected]

Es geht auch anders

{Time:22:00:00}
{Date:20200106}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200106}
{Title:Es geht auch anders}

Airmail und Marinetraffic

Mein Rumgeheule mag keiner lesen. Gehört aber dazu. Ein gutes Tagebuch ist nur ein ehrliches Tagebuch. Das Andy vor 24 Jahren für sechs Wochen auch unglücklich Krankenhaus war, ist bei ihm auch hängengeblieben. Nun Andy. So wissen wir ja beide und viele andere wie das ist. Hier aber ist mein Tagebuch. Du musst das nicht lesen. Du darfst das lesen. Kost noch nicht mal was ;-) Aua. Das war jetzt zynisch.

Der Sonntag verlief auch schon ganz anders. In mir sind die Wolken verzogen, MayaLena kommen mich besuchen, sitzen auf der Bettkante. Keine Heulerei, alle sind glücklich. Anscheinend ist ein Medikament bei den gefühlten 50 Pillen, die ich jeden Tag schlucke und den ganzen Pullen, die den ganzen Tag in meine Venen fliessen dabei, die meine Endorphinproduktion blockieren – Oder doch vielleicht die Blutkonserven? Ich finde dass ja gar nicht so unwahrscheinlich…

Jim ist endlich in die Puschen gekommen. Es heißt ja immer öfters bei den ganzen „Spezialisten“ unter den Seglern, das Airmail nicht mehr weiter entwickelt wird. Das stimmt so aber nicht. Jim muss jetzt weit über 70 sein und dementsprechend dauern die Änderungen auch mal nen Tacken. Das Airmail nun, wenn es via Multiplexer an Deiner Schiffsnavigation angeschlossen ist und auf auf Deinem Bordrechner läuft mit einem Software NMEA Splitter, der vorinstalliert ist auf auf dem LunaMiniPC, in einem beliebigen zeitlichen Abstand, die Schiffsposition, Speed und Fahrtrichtung an das beliebte Marinetraffic Portal weiterleitet… ist auf meinem Mist und vielen Mails mit Marinetraffic und mit Jim gewachsen. Aber was heißt das nun in der Praxis?

Ohne diese Positionsmitteilung verschwinden Schiffe bei Marinetraffic, sobald sie ausserhalb der Reichweiten der AIS Landstationen kommen. Also, zum Beispiel bei einer Transatlantiküberquerung. AIS ist nur für Reichweiten bis ca. 20 Meilen ausgelegt und dient ja nun eigentlich der Kollisionsverhütung. Länder wie Kuba und Venezuela haben keine AIS Landbasisstationen. Wer aber sein Schiff oder seine Flotten oder ihm bekannte Schiffe von zu Hause mitten auf dem Atlantik, respektive WELTWEIT !!! sehen, finden und veröffentlichen will, kann nun wenn der Eigner und Skipper das wollen, dies via Airmail und Marinetraffic realisieren, siehe MARLIN Position im Bild oben. Voraussetzung ist allerdings, ein eigenes AIS System, wie zum Beispiel dem besten B-Class auf dem weltweiten Markt, ein e-mail System über Kurzwelle und PACTOR und / oder Iridium, Iridium GO!, Inmarsat oder Broadband etc. Und wo wir schon dabei sind, was Du bestimmt cool findest. Es kostet nix extra. Normalerweise sind GPS Tracking System nämlich recht teuer.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will schreibt mir an [email protected]

Papa – Nun lach doch mal

{Time:22:00:00}
{Date:20200105}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200105}
{Title:Papa – Nun lach doch mal}

Die Heulsuse

Samstag war ein Misttag. Es fing eigentlich schon in der Nacht von Freitag auf Samstag an. Ich habe Blutkonserven bekommen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich vom Blutkonserven depressiv werden. Es war eigentlich egal was ich gemacht habe. Morgens habe ich mir die Decke über den Kopf gezogen. Die Schwestern sind mir auf den Senkel gegangen, obwohl die immer ganz lieb zu mir sind. Ich habe unter der Decke geweint. Alles war irgendwie negativ. Wenn ich rausgeschaut habe, hat es geregnet. Das Frühstück hat mir nicht gepasst, und ich hab die Bilder von meinen Kindern am Fenster gesehen, habe wieder geweint. Obwohl ich gar nicht wollte. Ich hatte das Gefühl, dass ich hier nie wieder raus komme. Zu mindestens nicht vertikal.

Irgendwann ist der Natalie gekommen. Hat mich gesehen und wusste natürlich sofort was los ist. Tiefste Depression. Am Boden zerstört. Es gibt wieder Probleme. Bei dem Spender sind Antikörper gefunden worden, auf irgendeinen Virus. Diesen Virus darf er nicht haben. Mit diesem Virus darf er nicht spenden. Die Antikörper heißen aber nicht unbedingt, dass er den Virus hat, sondern irgendwann eventuell mal hatte. Somit muss aber das Blut noch mal geprüft werden, ob er denn nun diesen Virus aktuell hat. Es fehlt also ein Häckchen auf einem Formular. Keine Freigabe zur Stammzellentransplantation von der DKMS.

Die Folge ist, dass ich die gesamte Behandlung wieder um mindestens eine Woche verschiebt. Ich bin jetzt ein Monat in der Aplasie, in der totalen Aplasie, meint ich habe 2% Immunsystem. Mir reichts. Ich bekomme auch keinen Urlaub mehr, weil sich der erste ZVK entzündet hat. Keiner hat Lust, dass sich das wiederholt mit dem zweiten, der an meinem Hals fest genäht ist. Es reicht.

Meine Theorie dass ich meine positive Energie verliere und so Heultage bekomme, wenn Ich Blutkonserven bekommen, teilt keiner mit mir. Nathalie nicht. Die Ärzte sowieso nicht. Und die Schwestern, den ich das erzähle lachen mich aus. Aber es ist eh nicht mein Tag. Nicht dieser Tag.

Natalie nimmt mich in den Arm und da kommen sie, die Niagara Fälle. Bei Nathalie geht das, da verliere ich den Restscham. Es wird Zeit, das etwas Positives passiert. Es wird Zeit, dass das jetzt mit der Transplantation losgeht. Am Nachmittag kommt Natalie noch einmal zu Besuch und bringt Maya mit. Maya guckt mich an und weiß natürlich auch sofort was los ist. Draußen zieht eine dunkle Wolke vorbei und es regnet wieder. Auch bei mir geht es wieder los und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Ich weiß, dass es morgen wieder vorbei ist. Dann bin ich wieder positiv. Das ist einer dieser Tage ist, die im Krankenhaus einfach so sind. Zu mindest für mich.…


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will schreibt mir an [email protected]

Welcher Tag ist heute?

{Time:20:48:00}
{Date:20200103}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg} 
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200103}
{Title:Welcher Tag ist heute?}

Ich will es gar nicht so genau wissen

Am 3.10.19, also genau vor drei Monaten wurde mein Rezidiv, Krebsrückfall festgestellt. Seit drei Monaten sitze ich in der Scheiße und es wird nicht unbedingt besser. An meinem Hals entwickelt sich eine Zyste, da wo der letzte Zentrale Venen Katheder drin gesessen hat. Die muss aufgeschnitten werden. Nathalie rückt mit Chirurgen Kollegen Dr. Jens an. „Das machen wir mit lokaler Betäubung in Deinem Zimmer.“ Die Spritze zu setzen in entzündetem Gewebe ist Mist. Das tut nen bisschen mehr weh als gedacht. Es dauert ewig bis die Wunde aufhört zu bluten. „Will doch keiner lesen. Mensch Micha, warum schreibst Du das?“, frage ich mich grade selber. Was soll ich sonst schreiben? „Wie schön der Ausblick aus dem Zimmerfenster ist? Oder gar nicht schreiben?“

Was früher ein grauer Kasten mit einer Wählscheibe war der klingelte und man wußte nicht wer dran war und meldete sich mit seinem Namen… so hängt im Hausflur immer noch ein grauer Blechkasten. Jeden Tag kommt der Briefträger und steckt dort Post rein. Mal ehrlich. Macht es Spaß diese zu lesen? Die Hälfte ist Werbung für den Mülleimer und die andere Hälfte sind zumindest in meinem Leben: Rechnungen und unangenehme Briefe. Nathalie bringt mir einen Umschlag mit, der nicht wie Werbung oder Brief vom Finanzamt aussieht. Ich weiß nicht wie lange schon ich keinen handgeschriebenen Brief von einer Freundin bekommen habe. Es mögen 20 Jahre bestimmt sein. Gut, bei mir fehlt ein Teil Briefkasten. Von 2000-2007 hatte ich keinen Briefkasten weil, weg, wegen Weltumsegelung.

Es ist Nike von der SY KARL, die mir schreibt und ein Bild von mir von den Las Aves schickt. Ich auf meinem Lieblings-Kitebord, mit meinem Lieblings 12er Kite vor der MARLIN. Und ein Glücksstein. Nike: Hab vielen Lieben Dank, für jedes einzelne geschriebene Wort, die Wünsche. Natürlich kannst Du mich jederzeit besuchen kommen. Und den Glücksstein kann ich ordentlich gebrauchen, damit das endlich losgeht mit dem Spender und der Transplantation. Das Warten und das ständige Aufschieben macht mich am meisten fertig.

Weiter unten nun endlich exklusiv die Daten, wann es weiter geht mit der MARLIN. In den kommenden Tagen werde ich die Törns auch auf marlins-expedition.com posten und bei handgegenkoje.de Wer helfen will, der segelt einfach eine der Strecken mit. Ob ich selbst als Skipper dabei sein kann, dass steht leider in den Sternen…


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein. Gleich gehts weiter…

{end}

Passage Plan 2020

{Time:19:48:00}
{Date:20200102}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg} 
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200102}
{Title:Passage Plan 2020}

Mitgegangen – Mitgefangen

“Wegen dem ganzen Cuba Ärger ist auf der MARLIN-Expeditions Seite nix zu sehen. Keine Pläne. Aber die kommen jetzt. In meiner kleinen MARLIN Gemeinde spreche ich zum ersten Mal seit Wochen wieder über Fakten, was ausdrückt, dass ich der Meinung bin, dass ich hier nicht nur lebend raus komme, sondern auch noch eine längere Zeitlang leben werde. Und von diesen Zeitlang auch noch einige Zeit segeln und kiten werde. Nun, seit heute Nachmittag weiß ich, dass es da wohl doch noch ein Problem mit meinem Spender gibt. Vielleicht nur ein logistisches dass ein Wert in der Messung das Labors fehlte, so über die Weihnachtstage. Hoffentlich. Auf jeden Fall ist die ganze Behandlung mal wieder um ein paar Tage verschoben und soll nun am 16.1.2020 losgehen. „Hoffentlich.“ Wie sagt mein Mitsegler Stefan Sturm immer: Die Hoffnung stirbt zuletzt.“


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba – St. Martin 22.02.2020 – 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

JOIN THE CREW

Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach Sint Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein. Gleich gehts weiter…

{end}

In ein frohes neues Jahr

{Time:17:28:00}
{Date:20200101}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200101}
{Title:In ein frohes neues Jahr}

Sylvester mit meinen Lieben

“Ich bin dann mal weg!“, meine Behandlung beginnt morgen am Tag -7. Tag. Null ist die Transplantation. Ich hatte noch ein tolles Sylvester. Bei dem Pferderennspiel mit den Kindern auf dem Küchentisch , dass ich zum ersten Mal spielte, habe ich auf mein eigenes Pferd gesetzt und zwar alles Geld was ich hatte. Ja. Hat geklappt ich bin als Erster durchs Ziel gegangen, obwohl es am Anfang gar nicht so ausgesehen hat. „Das Spiel mag Papa!“, meint Lena. Jetzt muss das nur noch in meiner Behandlung genau so laufen. Den Einsatz habe ich ja schon gemacht. Noch einen Versuch gibt es nicht. Während all der Jahre auf See, habe ich mir immer gedacht, dass es gut ist, einen deutschen Pass zu haben. Die Vorstellung im Ausland in einem Entwicklungsland oder in einem Land wie den USA, diese Krankheit bekommen zu haben…Grauenhaft. Ab 50 Jahren habe ich dann auch meinen festen Wohnsitz in Deutschland nicht mehr aufgegeben und immer drauf geachtet, dass ich ja meine monatlichen Zahlungen an die Krankenkasse leisten kann. Vorahnung?

Es ist schon Jahre her, dass ich mir mal angeguckt habe, wie viel Leute eigentlich mein Blog lesen. Also weiß ich jetzt nicht wie vielen Leuten ich Glück, Zufriedenheit, Geld, Liebe, Zuneigung, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Ruhe, Spaß in der Arbeit, Spaß beim Hobby… Aber vor allen Dingen Gesundheit für das Jahr 2020 und die nächsten zehn Jahre danach wünsche. Hoffentlich ist es nicht das letzte Mal, dass ich genau diese Wünsche schreiben kann. Tassen hoch und positiv nach vorne sehen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW

Auf dem Abstellgleis

{Time:21:28:00}
{Date:20191230}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:3°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20191230}
{Title:Auf dem Abstellgleis}

ZVK

So ein ein ZVK dient vor allen Dingen einer Chemotherapie. Drei feine Kapillare Schläuche, die am Hals durch einen kleinen Schnitt in eine Vene bis kurz vors Herz eingeschoben werden. Die extrem giftigen Substanzen werden über Pumpen genau kontrolliert gegeben und dürfen nicht mir dem Gewebe in Berührung kommen, um möglichst effektiv zu wirken und dann über die Niere und Leber wieder ausgeschieden zu werden. Am Freitag hab ich meinen ZVK bekommen. Der Eingang ist mit der Haut vernäht. Dort hat sich gestern Abend eine Entzündung gebildet. Joshua hat den ZVK sofort rausgezogen und mir Morphium gegen die Schmerzen am Hals für die Nacht gespritzt. Mist. Hatte noch nie Probleme mit einem ZVK. Ansonsten läuft alles nach Plan. Ich bin isoliert und nun schon seit fast vier Wochen fast ohne Immunsystem auf Isolation in meinem Zimmer. Ich darf immer mal wieder raus. Gummihandschuhe, Mundschutz. Aber gern gesehen wird es nicht, wenn ich das Zimmer verlasse. Vor allen Dingen nicht allein und aus versicherungstechnischen Gründen darf ich offiziell das Krankenhausgelände auch nicht verlassen. Am Donnerstag den 2ten Januar geht es los mit der Chemo. Am 9ten mit der Transplantation. Endlich. Mir reicht die Warterei.

Am Abend meldet sich Stefan von der MARLIN. „Sag mal Michael. Der Batteriemonitor spinnt. Da steht Hi und ganz wilde Zahlen. Der springt von -20A auf 100A und so weiter.“ Mein Blutdruck geht hoch. „Wann hat er denn zu letzten Mal funktioniert?“ Ich hasse Ferndiagnosen. Ich bin nicht besonders empfänglich auf solche Situationen in meinem derzeitigen dünnen psychischem Hemdchen. Schwester Elizabeth kommt rein. „Na, wie geht es?“ „Aehm. Grade nicht so gut.“ 180 zu 90 findet die fähige Stationsleiterin Schwester Elizabeth jetzt grade nicht lustig. Ich bekomme etwas unter die Zunge und eine Tabo. „Hinlegen!“ Klar rufe ich Stefan wieder an und sag ihm was zu machen ist. Batterien nachmessen und den Strom zurückverfolgen. Der Fehler ist relativ schnell gefunden. Der Minus Hauptschalter der Service Batterien ist durchkorrodiert. Stefan, mit der Elektronik seines eigenen 20m Schiffes vertraut, baut den Schalter aus und überbrückt Minus. Kein Weltuntergang. „Sollte zeitnah ausgetauscht werden. Du hast die Ruhe bewahrt. Super gemacht Stefan und Crew.“ Mein Blutdruck ist auch wieder normal.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW