Archiv der Kategorie: SY Marlin

Erstes Schnuppersegeln auf der MARLIN

20141222

Nur die Harten kommen in denen Garten

“Motor aus!“ Kurz vor der Einfahrt in den Flensburger Hafen weigert sich der Yanmar wieder mal Kühlwasser zum Auspuff zu transportieren. „Weiß der Henker warum. Dann segeln wir halt in den Hafen rein. Die letzten Meter können wir den Motor ja kurzzeitig anmachen zum Anlegen.“ Meine Crew beunruhigt das nicht sonderlich. Sie haben bereits 30 Wenden hinter sich seit unserer Abfahrt in Sonderburg und das zum Teil bei 40 Knoten Wind in Böen um die berühmte Flensburger Schwiegermuttertonne. „Das habt ihr gut gemacht. War doch gar nicht so schlimm. 15 zusätzliche Wenden und eine Schiffslänge unter Motor.“ Die Flenskorken knallen im strömenden Regen auf unserem Steg. Der Weg nach Sonderborg am Samstag war da fast schon aufregender. Keine einzige Wende, weil der Wind immer von achtern kam. Aber dafür richtig Wind. In Böen bis fünfzig Knoten. MARLIN macht das nur mit der Fock. Ein betttuchgroßes Stück davon lässt sie in einer besonders heftigen Böe konstruktionsbedingt beidrehen. „Da kannst Du am Ruder drehen was Du willst. Nix geht mehr!“ Die erste Schnuppercrew besteht aus Jörn, Iris, Klaus und Günther. Alles mehr oder weniger erfahrene Segler. Mir bleibt nicht viel zu tun. Die Vier haben das Boot schnell im Griff und ohne gruppendynamische Probleme bringen sie die 28 Tonnen Alu sicher bis vor den Hafen. Der Stadthafen entpuppt sich als Mausefalle. Vor den langen Holzpfählen kann man nicht sauber abfendern. Böen mit immer noch zwanzig Knoten drücken uns gegen die Kaikonstruktion. Wir können in die Vorspring eindampfen und mit Radeffekt rückwärts raus und die Situation entschärfen. Auch gut. „Und wohin nun?“ „Da drüben längsseits an dem grauen Seenotrettungskreuzer.“ „Ja, darf man das denn?“ fragt Iris. Iris, Jörns Freundin ist die einzige Nichtseglerin. „Keine Ahnung. Sonst gibt es ja keinen vernünftigen Platz.“ Ich muss zugeben. Zum Schnuppersegeln mitten im Dezember muss man schon etwas mehr als verrückt sein. Nennen wir es mal segelfanatisch. Wir hatten die Förde bei 8mm Regen, 7Grad und Windstärke 7-9 für uns alleine. Kein anderer Segler war draußen. Für mich geht es darum Mitsegler zu finden und zu beschnuppern, die mit mir und Julian im kommenden Mai-July nach Norwegen, zu den Lofoten und vielleicht nach Spitzbergen. „Ich würde euch alle mitnehmen. Ihr wart super.“ Ist mein Fazit dieses ersten Schnuppersegelns. Nächster Termin ist vom 30.1-1.2.15, leider schon voll. Wer noch will kann sich für den 6.-8.2.15 anmelden. Einfach ein Mail übers Kontaktformular und wir sprechen miteinander.

Einbruch auf der MARLIN

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Da segelt man um die ganze Welt und wo kommen die Räuber? In Flensburg.

Statt an die Tür zu klopfen haben unsere ungebetenen Gäste die Tür zum Pilothaus einfach aufgebrochen. Das ist sicherlich nicht weiter schwierig gewesen. Julian hat weiter geschlafen, ich habe den Krach in meine Träume integriert und bin wohl kurz wach geworden, als Lars angeschlagen hat. Gut hat er das gemacht der Lars, denn weiter hatten die Räuber, wie Maya die Herren oder Damen nennt, es nicht geschafft. Stattdessen haben sie eiligst die Flucht ergriffen bevor der Wachhund rausgelassen wird. Die Steckschottbretter zum Salon waren auch drin, weil wir Nachts nicht das Pilothaus heizen wollen. Am nächsten Tag kommen die Herren von der Wasserschutzpolizei. „Da habt ihr aber Glück gehabt. Das hätte ja auch schief gehen können. Die kommen auch gerne mal mit einer Eisenstange und ziehen den Leuten eins über die Rübe. Und ihr seid auch nicht die ersten.“ Eine ganze Reihe von Diebstählen und Einbrüchen hat sich in der letzten Zeit in Flensburg ereignet. Bei den Kindern in der Schule ist auch die Tage eingebrochen worden und das Lehrerzimmer verwüstet. Schlecht für LARS, weil der jetzt immer aufm Boot schlafen und wachen muss. Endlich hat er seine Bestimmung erreicht. Also. Lars wird nicht verkauft über e-bay und auch nicht verschenkt. In Venezuela würde ich mir jetzt erst mal ne Pump Gun kaufen und den Lauf absägen. In Deutschland geht so was natürlich nicht. Wir waren das ein zigste Boot was besucht wurde in der Nacht vom 13.12 zum 14.12. Die Türen zu den Stegen sind zwar verschlossen und ohne Magnetkarte sollte man da nicht reinkommen. Aber die Türen sind nach Meinung der Polizei kein Hindernis für Profis. „Ne Sache von 10 Sekunden.“ Nichts ist passiert und das Blech an der Tür haben wir sicherlich in ein paar Minuten wieder grade gebogen. Aber was weg ist, ist das Gefühl der Sicherheit. Keineswegs sicher ist es in Flensburg. Die Grenze zum Osten ist nah du nach Aussage der Polizei kommen die Räuber und klauen auf Bestellung. Hmm. Was? Die wollen mein PACTOR Modem klauen? Oder meinen Laptop? Nun. Wir schlafen ja die ganze Zeit an Bord. Lars jetzt sowieso mit Julian. Und wenn der nicht da ist, ich mit Lars. Was man so auf die leichte Schulter nimmt kann ja auch mal so enden, dass die ganze MARLIN plötzlich weg ist und schwupps unter ner osteuropäischen Flagge fährt. Ne, ne… Jetzt haben wir soviel Arbeit in dieses Schiff reingesteckt und so viel Geld. Fragt man sich, ob die MARINA imJaich denn so sicher ist. Ist sie nicht. Aber andere sind noch weniger sicher, denke ich mir. Herr Jaich meldet sich dann auch persönlich. Ich schlage ihm vor, dass er an den Toren doch Bewegungsmelder installieren soll, die ein ordentliches Licht anschalten. „Herr Wnuk, dass ist eine sehr gute Idee. Ich werde mal mit meinem Elektriker darüber sprechen.“ Hoffentlich bleibt es nicht nur bei dem Gespräch. Irgendwie habe ich das Gefühl hier ist mal Handeln statt Diskutieren angesagt. Die Polizei verabschiedet sich mit den Worten: „Sie haben übrigends kein BSH zugelassenes Nebelhorn. Das müssen sie mal nachrüsten.“ Genau das war der Grund, warum ich die Herren an Bord gebeten habe. Da sag ich jetzt nix zu. O.K.?

Lars liebt schlechtes Wetter

20141211

Wintereinbruch

Lars geht am liebsten an der Solitüde spazieren. Also tollen, prollen, spielen und Hund sein. Da ist irgendwie immer was los und sogar beim schlechtesten Wetter wie heute, findet sich immer einer dem man hinterherrennen kann. Nur gut, den vorletzte Nacht hat es ordentlich gepfiffen in der Förde, es hat gewackelt und geschunkelt. Da hat Lars ordentlich Angst gehabt. Mich und Julian hat er andauernd geweckt, wollte raus, wenn er draußen war, wieder rein. Macht mir schon ein bisschen Sorgen der kleine Lars. Wie soll das nur erst auf See werden. „Wird schon Alten“, meint Julian, wenn ich Lars mal wieder ins sarkastisch ins Tierheim schicken will oder eBay, weil er mal wieder so gar nicht hört oder nur Unsinn im Kopf hat. „Wir waren auch nicht anders“, meint wieder Julian. Hey? Wie soll ich das verstehen? Wer ist hier wir. Ich? Aehm. Ja. Also, wir kommen von der Solitüde zurück, der Strand kurz vor Glücksburg und was passiert, als wir grade aus dem Asiatischen Supermarkt in den Türkischen Supermarkt stürmen? ES HAGELT. Hmm. Tja. Und als ich die schwere Gasflasche über den Steg zur MARLIN schleppe, Lars mich an der Leine nach vorne zieht, da leg ich mich fast auf die Fresse, weil der Steg vereist ist. Aber wir wollten es ja nicht anders. Der freie Platz von gestern beim Schnuppersegelnvorbereitungswochenende Lofoten Trip 2015 mit der MARLIN am 20tren Dezember war innerhalb von einer halben Stunde weg. Also bitte diesbezüglich nicht mehr anrufen. Es gibt einen neuen Termin vom 30.1.15-1.2.15, wo noch ein Platz frei ist und vom 6-8.2.15 wo noch vier Plätze frei sind. Wer also im Mai-July 2015 mit zu den Lofoten will und zum Nordkap und vielleicht noch weiter nach Norden ;-) der solle sich mal melden. Ohne Schnuppergesegelt zu haben, nehme ich keinen mit. Wer will den schon die Katze im Sack? Julian macht im Moment einen Kochkurs beim Skipper und der Capitana, wenn sie denn grade mal da ist. Für heiße Tütensuppen und Meer ist also schon mal vorgesorgt. Spaß! Das beste vom Tag: Nach, ich weiß nicht wie langer Schrauberei ist es uns nun gelungen die Heizölleitung zum Steuerbordtank dicht zu bekommen. Mit Hilfe einer Fahradluftpumpe konnten wir endlich das Leck finden. Finally können wir mit Heizöl heizen und brauchen nicht mehr das teure Dieselöl aus dem Tagestank nehmen. Alles hat sein Ende. Die Heizungstestphase hat auch ihr Ende gefunden. Irgendwann im Januar werden wir noch einen Heizkörper im Salon zusätzlich installieren, der ohne Gebläse läuft und ein Heiz-Gebläse im Pilothaus. Die Webasto Heißwasserstation 90S wird das schaffen. Die großen Fensterflächen im Pilothaus aus Sicherheitsglas sind das Problem, die haben leider keine große Isolationswirkung. Derzeit machen wir nachts den Niedergang zu um den Kahn warm zu bekommen. Thermophenverglasung aus Sicherheitsglas mit neuen Rahmen, den Return of Invest, werde ich wohl nicht mehr erleben. Also lassen wir das. Da haben wir noch ganz andere Sachen zu tun im Moment.

Entspanntes Arbeiten im Winterlager

20141210

Irgendwie alleine und doch zu zweit.

“Eh Julian, wie viele Lampen hast Du denn noch?“ „Fünf Alten.“ Wir haben den ganzen alten Schrott rausgebaut, also besser gesagt Julian macht das, und bauen Energiesparlampen ein. Die laufen bei Conrad grade aus und für 24V sind die echt schwer zu bekommen. Also habe ich kurzerhand den Restbestand aufgekauft und es wird hell auf der MARLIN. Der reinste Luxus. Im sogenannten Keller, dem achterlichen quasi begehbaren Lagerraum ist jetzt Licht und Julian kann sich dort endlich dem Austausch des Abgasrohrs der Webasto kümmern und dann ein Regal bauen. Backbord hab ich schon in Grenada gemacht, jetzt kommt Steuerbord dran. Im Motorraum gibt es jetzt auch bald Licht an allen wichtigen wichtigen Aggregaten: Hauptmaschine, Generator und Wassermacher, sowie über der Werkbank. Na, wir werden so langsam ein richtiges Schiff. Während der Abendstunden bin ich im Gedanken schon mal in Norwegen und bereite den Passageplan für die Reise ab Mai vor. Der ursprüngliche Plan Island und Schottland danach anzusteuern wird mehr und mehr geändert in: „In Norwegen gibt es so viel zu sehen. Ich glaube, da braucht man mehr Zeit. Lass uns die drei Monate doch einfach komplett in Norwegen bleiben. Was meinst Du Julian?“ Julian nickt. Mitsegeln auf der MARLIN 2015. LOFOTEN Norway ETA June 2015. Wer mit will: Es ist kurzfristig ein Platz auf dem Schnuppersegelwochenende 19-20.12.2014 frei geworden, um die MARLIN, mich und Julian persönlich kennenzulernen, einen Schlag in die Förde zu segeln. Infos am besten von mir unter [email protected] oder direkt +49 157 51147894

Und Du denkst: Dir ist kalt

20141203

Flens Freunde

Es gibt sie. Andere Menschen. Nach Abschluss unseres Buchprojektes durch unsere Lektorin Nathalie, fange ich jetzt mit dem Verlag an die Werbetrommel zu rühren. Immer schön ein Schritt nach dem anderen. Aber erst einmal ist da ein 60 Fuß Schiff, dass im April Richtung Lofoten auslaufen soll. Und der es nicht schon weiß: So ein Kahn macht mächtig Arbeit. In Flensburg sind die Wasserhähne der Marina imJaich schon abgeschaltet. Auf den Ochseninsel aber gibt es Freunde, Olli und Rüdiger leben hier. Die haben auch Wasser. Wasser von der Insel selbst. Und wir sind herzlichst eingeladen unsere leeren Tanks zu füllen. Jetzt denkst Du: Wnuk, Du hast doch einen dicken Wassermacher. Jou, den haben wir – aber stillgelegt. Leider ist in der Flensburger Innenförde regelmäßig ein Ölfilm. Das wäre der Tod unserer Membranen. Also tankt Julian die Tanks voll und spritzt eben mal das Deck ab. Was macht das Deck und alles wo Wasser hingekommen ist? Friert alles ein und die MARLIN vereist quasi. Hmm. O.K. Ist wohl kalt was? Am Nachmittag geht es zurück nach Flensburg. 20141203a Ich habe viel nachgedacht über unseren Anker. Und jetzt sind wir angelangt bei ROCNA. Irgendjemand der was zu sagen hat? Rocna sagt für die MARLIN reicht 55kg. Ich tendiere fast eher zu 70kg an einer 13mm Kette. Hat irgend jemand Erfahrung? Uns ist die MARLIN ja schon so oft einfach abgehauen, dass wir die ganze Sache echt nicht mehr lustig finden. Auf jeden Fall haben wir schon mal 80 Meter high tension 10mm Lofran Ankerkette zu verkaufen und einen 50kg Delta Anker mit Wirbel. Die Kette muss neu verzinkt werden. Für ein Segelboot bis 12 Meter Länge ist der Anker und Kette bestimmt Eins A. Preis VB an Selbstabholer. 20141203b

Die Sache mit dem neuen Dinghy

Du denkst Einfach und es wird eine never ending story

Das wir ein neues Dinghy aus Neuseeland bekommen haben ist ja bekannt. Nun. Bestellt war es optimiert für einen Mercury 15PS Außenborder, 2-Takt, Normalschaft. Den haben wir dann auch gekauft. Bis der dann da war hat auch ewig gedauert. Alles kein Problem. Das Dinghy, weil der Skipper weiß genau was er will, kommt aus Neuseeland. Dauert auch wieder ewig. Dann war es endlich da und was stellt sich raus. Der 15PS reicht nicht mal um Julian und mich mit dem 150kg Dinghy zum Gleiten zu bringen. Der Hersteller zuckt mit den Schultern. Jetzt ist der Außenborder 30PS. Wieder ein Normalschaft. Und was passiert? Das Ding macht Spray ohne Ende: Siehst Du hier! Also wieder googeln und viele Mails nach Neuseeland und zurück. Der Stellt sich raus dass der Spiegel 400mm hoch ist. Mercury aber für 450mm konstruiert ist. Also haben wir gestern einen 5cm Holzklotz unter die Aufhängung geklemmt und los geht’s. Jahahahahah! Jetzt geht’s ab wie Schmitz Katz. Jetzt muss Thorsten unser Schweißer, den Spiegel erhöhen.

Finales Lektorat – Unter Segeln zu Hause

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Coming soon on BOOT 2015

Erst mal vielen Dank für die Geburtstagswünsche von allen, die an mich gedacht haben. Hier ist der Übeltäter, der dafür gesorgt hat, dass unser Logbuch in den letzten Wochen so hart vernachlässigt wurde. Wir hatten da noch was nachzuarbeiten. Nathalie macht grade die letzten Abstimmungen mit dem Lektorat, eigentlich ist sie irgendwie selber unser eigener Lektor, ziemlich busy. Aber final geht das Buch heute in die Produktion. War wieder nen schwerer Brocken Arbeit, ich glaube es ist ein tolles Buch geworden und die Arbeit hat sich gelohnt. Dafür sitze ich auf der MARLIN, noch auf den Ochseninseln. Unsere Heizung läuft und bewährt sich grade bei vier Grad Außentemperatur. Da muss sie aber nun auch schon ordentlich ran. Wir dürfen sie auch nicht ausmachen. Kühlt das Boot erst einmal aus, dann dauert es Stunden bis es wieder auf Temperatur ist. Um zu sehen wie es bei den niedrigen Temperaturen auf dem Boot ist, dass ist ja nun mit ein Grund gewesen, warum wir hier sind. Fazit: Ist die Heizung defekt, wird es echt unangenehm. In der Nähe der Zivilisation und den Ersatzteilen innerhalb von 24h geht das ja alles noch. Aber wie ist das in Spitzbergen? Also. Wnuk denkt. Da muss noch eine Alternative her um den Kahn warm zu halten. Letzte Woche habe ich schon einen Wärmetauscher zwischen Motorkühlkreislauf und Heizungswarmwasserkreislauf eingebaut. Was der bringt und ob er groß genug ist, konnte ich aber noch nicht ausprobieren, die in der Webasto integrierte Umwälzpumpe und die Heizungsgebläse muss ich separat ansteuern können. Muss ich noch umfriemeln. Unter Motor eine alternative Warmluftquelle zu haben, ist ja nun schon mal ein Schritt nach vorn. Aber 5 Liter Diesel in der Stunde ist wohl doch nen bisschen viel für ne Heizung. Also, bleiben wir noch etwas hier auf den Ochseninseln und nutzen die Temperaturen um den Gefrierpunkt zum testen. Doch nen Dikinson Ofen mit Ofenrohr an Deck?

Michael wird 51 Jahre alt

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Fast schon reif fürs Altersheim

“Und wie fühlst Du Dich Micha?“ Jürgen ruft mal wieder vom Auto aus an. „Ja. Jürgen, schon dass Du an meinen Geburtstag denkst. Wie fühle ich mich? Scheiße.“ „Siehste Michael. Haben wir ja schon mal drüber gesprochen. Altwerden ist Scheiße. Das ganze Gedöns mit dem weise werden und junge Frauen mögen gestandene Männer mit grau melierten Haaren ist doch nur Humbuck.“ Jürgen gehört auch schon dazu, zu den erfahrenen Männern. „Zumindest geniest man jeden Tag in seinem Leben. Es könnte ja der letzte sein.“ Wir fahren auf die Ochseninseln. Der Weg allein ist schon eisig. Grade mal knapp vier Grad. Immer schon habe ich all die Menschen beneidet, die im Sommer Geburtstag haben, die in der Wärme feiern können. Alle frieren. Auch das Wasser der Förde geht nun stetig Richtung Gefriergrenze, aber die wird heute nicht zufrieren. Julian und ich haben gestern zwei Heizkörper in der MARLIN ausgetauscht, die von innen verrostet waren. Den Nachmittag verbringen wir mit der Entlüftung des System. Zu aller Freude. „Na ja. Ohne Heizung gar keine Freude“, sag ich nur. Die Trauerfeier beginnt um sechs im kleinen Kreise der Familie. Rüdiger, Partner von Olli, die Hausherren auf der Insel lassen uns Schwenkgrill und Restaurant mit Ofen nutzen. Es gibt Fleisch, gute kräftige Steaks, so wie damals in Südafrika. Damals eben. Die Grill- und Segelsaison für Hartgesottenen ist damit eröffnet. Wer mal auf der MARLIN mitsegeln will, schaut hier. Schnuppersegeln 30.1.-1.2.2015

Blauwasserseminar BOOT 2015 – Jetzt anmelden!

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Wir sind auch dabei

Sönkes Blauwasserseminar findet im Januar auf der BOOT zum sechsten Mal statt. Nathalie und ich werden am Samstag, 17. Januar 2015 ab 13:45 Uhr einen Bildervortrag über unsere Segelreise ums Kap Hoorn, Patagonien, Schiffswechsel von Stahl zu Aluminium und Rückreise über den Nordatlantik berichten. Sicher für jeden zukünftigen Weltumsegler, vor allen Dingen mit Kindern, ein „Must See“. Am 18. Januar um 9:00, also am Sonntag, beginne ich das Seminar mit einem LUNATRONIC Vortrag über Kommunikation auf Langfahrt. Inhalte werden sein: Mobil- und Satellitentelefonie, Funk (UKW, SSB und HAM/Amateurfunk), LAN und WLAN/Wifi, UMTS, Internet und Email. Wetterinformationen, Navtex, Wetterfax und Gribdaten, Ansätze für eine eigene Homepage. Die Seminarplätze sind begrenzt. Deshalb – Jetzt anmelden.

Trans Ocean Medaille

20141123

Rührselig

Schnell, schnell sind wir gestern Abend zur Jahreshauptversammlung des TO noch Cuxhaven angereist. Für die Reisen mit der IRON LADY und der MARLIN ab 2000-2014 haben wir die Trans Ocean Medaille bekommen. Ein bisschen rührselig macht uns das schon. Danke unserem Segelverein für diese Anerkennung. Schade, dass mein Vater Ortwin das nicht mehr miterleben konnte. Das hätte ihm sicherlich sehr stolz gemacht. Heute ist gleichzeitig Abgabetermin für die letzte Korrekturphase unseres neuen Buches, dass Grund dafür ist, dass unser Logbuch etwas vereinsamt im Internet rumschwirrt. Wer ein Buch schreibt, kann nicht gleichzeitig auch noch bloggen. Geht gar nicht. Was ist passiert? Nathalie hat einen festen Job in Flensburg als Ärztin und seit letzter Woche eine schöne Altbauwohnung mitten im Herzen von Flensburg. Julian, Lars und ich leben nun ohne die Mädchen auf der MARLIN und bereiten die MARLIN auf die kommende Segelsaison und Expeditionssegeln vor. Im Mai geht es über Dänemark zu den Lofoten, im Juni nach Island und im July über Schottland zurück nach Flensburg. Hierzu sind noch Plätze zum Mitsegeln frei. Mehr Infos folgen. Wer Interesse hat meldet sich bei mir.

Entspannung

20141014

Zurück aus Holland

Ich habe die letzten drei Tage die Schulbank bei NAVICO Holland gedrückt. Für Kunde Frank soll ich seine neue Navigationslösung von B&G installieren. Das bekomme ich sicherlich auch ohne eine Schulung hin. Da Lunatronic aber nun B&G in seine Produktpalette mit aufnehmen und B&G Dealer wird, hab ich die Einladung zu dem B&G Produktseminar wahrgenommen. Könnte meinen Kunden ja auch vorteilig werden. „Na, dann schauen wir mal, was da so kommt.“ Mit einer eher lässigen, Wnuk’schen Nase hoch Haltung bin ich nach Dordrecht gefahren. Mit dabei mein Partner Nuno, der schwedische Lunatronic Kunden betreut. Resümee: Die drei Tage waren super anstrengend. Das Support Team Odin und Ivan haben voll reingehauen und uns mit stundenlangen, absolut interessanten und hilfreichen Informationen vollgepumpt. Abends sind Nuno und ich nur noch ins Bett gefallen. System Overflow. Die B&G Systeme Zeus2, Triton Display’s und Optionen haben es voll in sich und hätte ich die Zeit und das Geld, ich würde sämtliche Raymarine Nagigations Elektronik aus der MARLIN rausreißen. B&G überzeugt durch durchdachte Menus, Design, Verarbeitung und Funktionen. Dann kam Tag drei. Ivan präsentierte ungefähr 15 Dealern aus ganz Europa das B&G H5000 System. Das sind unter anderem die großen Displays am Mast der Volvo Ccean Racer, der Vendee Globe Schiffe, da wo unsereins immer große Augen bekommt. Wnuk hat dann gestern in Holland auch große Augen bekommen. Das H5000 System in Kombination mit den vollkompatiblen Zeus2 Geräten. Wow. Allein, was der B&G H5000 Autopilot alles kann, ist ein kleines Wunderwerk. Mehr dazu? Bis die B&G Produkte auf unserer Lunatronic Internetseite sind wird es noch etwas dauern. Wer eh schon B&G in seinen Blickwinkel gezogen hat und einen kompetenten Partner sucht, der ihn berät, verkauft, einbaut, testet und erklärt, der darf mich schon vorher einfach so kontakten. [email protected]

Hanseboot

20141103

Wintereinbruch

“Herr Wnuk, wenn ihr neues Buch fertig zur BOOT 2015 produziert sein soll, dann brauchen wir das fertige Manuskript bis zum 15ten November.“ Das ist ja mal eine klare Ansage nach der man arbeiten kann. So weit weg von der Fertigstellung sind wir nicht mehr. Aber es ist viel Arbeit und nicht immer kann man kreative und produktive Moment planen wie die Fertigstellung eines Essens, bei dem es feste Garzeiten gibt. Zugegebenermaßen ist so ein bisschen Zeitdruck für die Autorengemeinschaft Wnuk Müller nicht unproduktiv. Aber erst einmal ist da die Hanseboot und am Freitag, Samstag und Sonntag haben wir uns das Wochenende damit vertrieben an zwei drei und an einem noch einen Vortrag auf der Aktionsbühne der Yacht und der Chaterbühne der Hanseboot zu halten, passend zum Wintereinbruch am heutigen Montag über Patagonien. Die Messe haben wir aber wirklich nur zu den Vorträgen besuchen können, den Rest der Zeit waren wir brav auf unserem 12qm Hotelzimmer und haben Manuscript geschrieben. Ich bin grade vom Wind wach geworden, der uns auf den Steg der Ochseninseln drückt. Es plätschert und pfeift draußen und ich habe noch kein nicht einmal die Nasenspitze rausgehalten, so unangenehm fühlt sich das an. Auf dem Baro geht die Kurve steil nach unten, da zieht grade was durch. An Wegkommen hier ist gar nicht zu denken. Nathalie wird die Kinder gleich mit dem Auto in die Schule fahren und wir warten bis der Mist morgen durch ist.