Archiv der Kategorie: SY Marlin

Entspanntes Arbeiten im Winterlager

20141210

Irgendwie alleine und doch zu zweit.

“Eh Julian, wie viele Lampen hast Du denn noch?“ „Fünf Alten.“ Wir haben den ganzen alten Schrott rausgebaut, also besser gesagt Julian macht das, und bauen Energiesparlampen ein. Die laufen bei Conrad grade aus und für 24V sind die echt schwer zu bekommen. Also habe ich kurzerhand den Restbestand aufgekauft und es wird hell auf der MARLIN. Der reinste Luxus. Im sogenannten Keller, dem achterlichen quasi begehbaren Lagerraum ist jetzt Licht und Julian kann sich dort endlich dem Austausch des Abgasrohrs der Webasto kümmern und dann ein Regal bauen. Backbord hab ich schon in Grenada gemacht, jetzt kommt Steuerbord dran. Im Motorraum gibt es jetzt auch bald Licht an allen wichtigen wichtigen Aggregaten: Hauptmaschine, Generator und Wassermacher, sowie über der Werkbank. Na, wir werden so langsam ein richtiges Schiff. Während der Abendstunden bin ich im Gedanken schon mal in Norwegen und bereite den Passageplan für die Reise ab Mai vor. Der ursprüngliche Plan Island und Schottland danach anzusteuern wird mehr und mehr geändert in: „In Norwegen gibt es so viel zu sehen. Ich glaube, da braucht man mehr Zeit. Lass uns die drei Monate doch einfach komplett in Norwegen bleiben. Was meinst Du Julian?“ Julian nickt. Mitsegeln auf der MARLIN 2015. LOFOTEN Norway ETA June 2015. Wer mit will: Es ist kurzfristig ein Platz auf dem Schnuppersegelwochenende 19-20.12.2014 frei geworden, um die MARLIN, mich und Julian persönlich kennenzulernen, einen Schlag in die Förde zu segeln. Infos am besten von mir unter [email protected] oder direkt +49 157 51147894

Und Du denkst: Dir ist kalt

20141203

Flens Freunde

Es gibt sie. Andere Menschen. Nach Abschluss unseres Buchprojektes durch unsere Lektorin Nathalie, fange ich jetzt mit dem Verlag an die Werbetrommel zu rühren. Immer schön ein Schritt nach dem anderen. Aber erst einmal ist da ein 60 Fuß Schiff, dass im April Richtung Lofoten auslaufen soll. Und der es nicht schon weiß: So ein Kahn macht mächtig Arbeit. In Flensburg sind die Wasserhähne der Marina imJaich schon abgeschaltet. Auf den Ochseninsel aber gibt es Freunde, Olli und Rüdiger leben hier. Die haben auch Wasser. Wasser von der Insel selbst. Und wir sind herzlichst eingeladen unsere leeren Tanks zu füllen. Jetzt denkst Du: Wnuk, Du hast doch einen dicken Wassermacher. Jou, den haben wir – aber stillgelegt. Leider ist in der Flensburger Innenförde regelmäßig ein Ölfilm. Das wäre der Tod unserer Membranen. Also tankt Julian die Tanks voll und spritzt eben mal das Deck ab. Was macht das Deck und alles wo Wasser hingekommen ist? Friert alles ein und die MARLIN vereist quasi. Hmm. O.K. Ist wohl kalt was? Am Nachmittag geht es zurück nach Flensburg. 20141203a Ich habe viel nachgedacht über unseren Anker. Und jetzt sind wir angelangt bei ROCNA. Irgendjemand der was zu sagen hat? Rocna sagt für die MARLIN reicht 55kg. Ich tendiere fast eher zu 70kg an einer 13mm Kette. Hat irgend jemand Erfahrung? Uns ist die MARLIN ja schon so oft einfach abgehauen, dass wir die ganze Sache echt nicht mehr lustig finden. Auf jeden Fall haben wir schon mal 80 Meter high tension 10mm Lofran Ankerkette zu verkaufen und einen 50kg Delta Anker mit Wirbel. Die Kette muss neu verzinkt werden. Für ein Segelboot bis 12 Meter Länge ist der Anker und Kette bestimmt Eins A. Preis VB an Selbstabholer. 20141203b

Die Sache mit dem neuen Dinghy

Du denkst Einfach und es wird eine never ending story

Das wir ein neues Dinghy aus Neuseeland bekommen haben ist ja bekannt. Nun. Bestellt war es optimiert für einen Mercury 15PS Außenborder, 2-Takt, Normalschaft. Den haben wir dann auch gekauft. Bis der dann da war hat auch ewig gedauert. Alles kein Problem. Das Dinghy, weil der Skipper weiß genau was er will, kommt aus Neuseeland. Dauert auch wieder ewig. Dann war es endlich da und was stellt sich raus. Der 15PS reicht nicht mal um Julian und mich mit dem 150kg Dinghy zum Gleiten zu bringen. Der Hersteller zuckt mit den Schultern. Jetzt ist der Außenborder 30PS. Wieder ein Normalschaft. Und was passiert? Das Ding macht Spray ohne Ende: Siehst Du hier! Also wieder googeln und viele Mails nach Neuseeland und zurück. Der Stellt sich raus dass der Spiegel 400mm hoch ist. Mercury aber für 450mm konstruiert ist. Also haben wir gestern einen 5cm Holzklotz unter die Aufhängung geklemmt und los geht’s. Jahahahahah! Jetzt geht’s ab wie Schmitz Katz. Jetzt muss Thorsten unser Schweißer, den Spiegel erhöhen.

Finales Lektorat – Unter Segeln zu Hause

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Coming soon on BOOT 2015

Erst mal vielen Dank für die Geburtstagswünsche von allen, die an mich gedacht haben. Hier ist der Übeltäter, der dafür gesorgt hat, dass unser Logbuch in den letzten Wochen so hart vernachlässigt wurde. Wir hatten da noch was nachzuarbeiten. Nathalie macht grade die letzten Abstimmungen mit dem Lektorat, eigentlich ist sie irgendwie selber unser eigener Lektor, ziemlich busy. Aber final geht das Buch heute in die Produktion. War wieder nen schwerer Brocken Arbeit, ich glaube es ist ein tolles Buch geworden und die Arbeit hat sich gelohnt. Dafür sitze ich auf der MARLIN, noch auf den Ochseninseln. Unsere Heizung läuft und bewährt sich grade bei vier Grad Außentemperatur. Da muss sie aber nun auch schon ordentlich ran. Wir dürfen sie auch nicht ausmachen. Kühlt das Boot erst einmal aus, dann dauert es Stunden bis es wieder auf Temperatur ist. Um zu sehen wie es bei den niedrigen Temperaturen auf dem Boot ist, dass ist ja nun mit ein Grund gewesen, warum wir hier sind. Fazit: Ist die Heizung defekt, wird es echt unangenehm. In der Nähe der Zivilisation und den Ersatzteilen innerhalb von 24h geht das ja alles noch. Aber wie ist das in Spitzbergen? Also. Wnuk denkt. Da muss noch eine Alternative her um den Kahn warm zu halten. Letzte Woche habe ich schon einen Wärmetauscher zwischen Motorkühlkreislauf und Heizungswarmwasserkreislauf eingebaut. Was der bringt und ob er groß genug ist, konnte ich aber noch nicht ausprobieren, die in der Webasto integrierte Umwälzpumpe und die Heizungsgebläse muss ich separat ansteuern können. Muss ich noch umfriemeln. Unter Motor eine alternative Warmluftquelle zu haben, ist ja nun schon mal ein Schritt nach vorn. Aber 5 Liter Diesel in der Stunde ist wohl doch nen bisschen viel für ne Heizung. Also, bleiben wir noch etwas hier auf den Ochseninseln und nutzen die Temperaturen um den Gefrierpunkt zum testen. Doch nen Dikinson Ofen mit Ofenrohr an Deck?

Michael wird 51 Jahre alt

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Fast schon reif fürs Altersheim

“Und wie fühlst Du Dich Micha?“ Jürgen ruft mal wieder vom Auto aus an. „Ja. Jürgen, schon dass Du an meinen Geburtstag denkst. Wie fühle ich mich? Scheiße.“ „Siehste Michael. Haben wir ja schon mal drüber gesprochen. Altwerden ist Scheiße. Das ganze Gedöns mit dem weise werden und junge Frauen mögen gestandene Männer mit grau melierten Haaren ist doch nur Humbuck.“ Jürgen gehört auch schon dazu, zu den erfahrenen Männern. „Zumindest geniest man jeden Tag in seinem Leben. Es könnte ja der letzte sein.“ Wir fahren auf die Ochseninseln. Der Weg allein ist schon eisig. Grade mal knapp vier Grad. Immer schon habe ich all die Menschen beneidet, die im Sommer Geburtstag haben, die in der Wärme feiern können. Alle frieren. Auch das Wasser der Förde geht nun stetig Richtung Gefriergrenze, aber die wird heute nicht zufrieren. Julian und ich haben gestern zwei Heizkörper in der MARLIN ausgetauscht, die von innen verrostet waren. Den Nachmittag verbringen wir mit der Entlüftung des System. Zu aller Freude. „Na ja. Ohne Heizung gar keine Freude“, sag ich nur. Die Trauerfeier beginnt um sechs im kleinen Kreise der Familie. Rüdiger, Partner von Olli, die Hausherren auf der Insel lassen uns Schwenkgrill und Restaurant mit Ofen nutzen. Es gibt Fleisch, gute kräftige Steaks, so wie damals in Südafrika. Damals eben. Die Grill- und Segelsaison für Hartgesottenen ist damit eröffnet. Wer mal auf der MARLIN mitsegeln will, schaut hier. Schnuppersegeln 30.1.-1.2.2015

Blauwasserseminar BOOT 2015 – Jetzt anmelden!

20141125

Wir sind auch dabei

Sönkes Blauwasserseminar findet im Januar auf der BOOT zum sechsten Mal statt. Nathalie und ich werden am Samstag, 17. Januar 2015 ab 13:45 Uhr einen Bildervortrag über unsere Segelreise ums Kap Hoorn, Patagonien, Schiffswechsel von Stahl zu Aluminium und Rückreise über den Nordatlantik berichten. Sicher für jeden zukünftigen Weltumsegler, vor allen Dingen mit Kindern, ein „Must See“. Am 18. Januar um 9:00, also am Sonntag, beginne ich das Seminar mit einem LUNATRONIC Vortrag über Kommunikation auf Langfahrt. Inhalte werden sein: Mobil- und Satellitentelefonie, Funk (UKW, SSB und HAM/Amateurfunk), LAN und WLAN/Wifi, UMTS, Internet und Email. Wetterinformationen, Navtex, Wetterfax und Gribdaten, Ansätze für eine eigene Homepage. Die Seminarplätze sind begrenzt. Deshalb – Jetzt anmelden.

Trans Ocean Medaille

20141123

Rührselig

Schnell, schnell sind wir gestern Abend zur Jahreshauptversammlung des TO noch Cuxhaven angereist. Für die Reisen mit der IRON LADY und der MARLIN ab 2000-2014 haben wir die Trans Ocean Medaille bekommen. Ein bisschen rührselig macht uns das schon. Danke unserem Segelverein für diese Anerkennung. Schade, dass mein Vater Ortwin das nicht mehr miterleben konnte. Das hätte ihm sicherlich sehr stolz gemacht. Heute ist gleichzeitig Abgabetermin für die letzte Korrekturphase unseres neuen Buches, dass Grund dafür ist, dass unser Logbuch etwas vereinsamt im Internet rumschwirrt. Wer ein Buch schreibt, kann nicht gleichzeitig auch noch bloggen. Geht gar nicht. Was ist passiert? Nathalie hat einen festen Job in Flensburg als Ärztin und seit letzter Woche eine schöne Altbauwohnung mitten im Herzen von Flensburg. Julian, Lars und ich leben nun ohne die Mädchen auf der MARLIN und bereiten die MARLIN auf die kommende Segelsaison und Expeditionssegeln vor. Im Mai geht es über Dänemark zu den Lofoten, im Juni nach Island und im July über Schottland zurück nach Flensburg. Hierzu sind noch Plätze zum Mitsegeln frei. Mehr Infos folgen. Wer Interesse hat meldet sich bei mir.

Entspannung

20141014

Zurück aus Holland

Ich habe die letzten drei Tage die Schulbank bei NAVICO Holland gedrückt. Für Kunde Frank soll ich seine neue Navigationslösung von B&G installieren. Das bekomme ich sicherlich auch ohne eine Schulung hin. Da Lunatronic aber nun B&G in seine Produktpalette mit aufnehmen und B&G Dealer wird, hab ich die Einladung zu dem B&G Produktseminar wahrgenommen. Könnte meinen Kunden ja auch vorteilig werden. „Na, dann schauen wir mal, was da so kommt.“ Mit einer eher lässigen, Wnuk’schen Nase hoch Haltung bin ich nach Dordrecht gefahren. Mit dabei mein Partner Nuno, der schwedische Lunatronic Kunden betreut. Resümee: Die drei Tage waren super anstrengend. Das Support Team Odin und Ivan haben voll reingehauen und uns mit stundenlangen, absolut interessanten und hilfreichen Informationen vollgepumpt. Abends sind Nuno und ich nur noch ins Bett gefallen. System Overflow. Die B&G Systeme Zeus2, Triton Display’s und Optionen haben es voll in sich und hätte ich die Zeit und das Geld, ich würde sämtliche Raymarine Nagigations Elektronik aus der MARLIN rausreißen. B&G überzeugt durch durchdachte Menus, Design, Verarbeitung und Funktionen. Dann kam Tag drei. Ivan präsentierte ungefähr 15 Dealern aus ganz Europa das B&G H5000 System. Das sind unter anderem die großen Displays am Mast der Volvo Ccean Racer, der Vendee Globe Schiffe, da wo unsereins immer große Augen bekommt. Wnuk hat dann gestern in Holland auch große Augen bekommen. Das H5000 System in Kombination mit den vollkompatiblen Zeus2 Geräten. Wow. Allein, was der B&G H5000 Autopilot alles kann, ist ein kleines Wunderwerk. Mehr dazu? Bis die B&G Produkte auf unserer Lunatronic Internetseite sind wird es noch etwas dauern. Wer eh schon B&G in seinen Blickwinkel gezogen hat und einen kompetenten Partner sucht, der ihn berät, verkauft, einbaut, testet und erklärt, der darf mich schon vorher einfach so kontakten. [email protected]

Hanseboot

20141103

Wintereinbruch

“Herr Wnuk, wenn ihr neues Buch fertig zur BOOT 2015 produziert sein soll, dann brauchen wir das fertige Manuskript bis zum 15ten November.“ Das ist ja mal eine klare Ansage nach der man arbeiten kann. So weit weg von der Fertigstellung sind wir nicht mehr. Aber es ist viel Arbeit und nicht immer kann man kreative und produktive Moment planen wie die Fertigstellung eines Essens, bei dem es feste Garzeiten gibt. Zugegebenermaßen ist so ein bisschen Zeitdruck für die Autorengemeinschaft Wnuk Müller nicht unproduktiv. Aber erst einmal ist da die Hanseboot und am Freitag, Samstag und Sonntag haben wir uns das Wochenende damit vertrieben an zwei drei und an einem noch einen Vortrag auf der Aktionsbühne der Yacht und der Chaterbühne der Hanseboot zu halten, passend zum Wintereinbruch am heutigen Montag über Patagonien. Die Messe haben wir aber wirklich nur zu den Vorträgen besuchen können, den Rest der Zeit waren wir brav auf unserem 12qm Hotelzimmer und haben Manuscript geschrieben. Ich bin grade vom Wind wach geworden, der uns auf den Steg der Ochseninseln drückt. Es plätschert und pfeift draußen und ich habe noch kein nicht einmal die Nasenspitze rausgehalten, so unangenehm fühlt sich das an. Auf dem Baro geht die Kurve steil nach unten, da zieht grade was durch. An Wegkommen hier ist gar nicht zu denken. Nathalie wird die Kinder gleich mit dem Auto in die Schule fahren und wir warten bis der Mist morgen durch ist.

The red Dinghy

20141023

Lang ersehnt ist es endlich da.

“Sag mal Julian, wo ist eigentlich unser alts Dinghy?“ „Eh Alter, das hab ich vorhin weggeschmissen. Das wollte noch nicht einmal geschenkt habe.“ Im ersten Moment wollte ich grade überlegen, ob ich jetzt sauer werden soll, aber eigentlich, „Ja is klar. Hätte ich auch so entschieden.“ Das war vor zwei Wochen. Unser neues NAIAD Dinghy, professionelles Neuseeländisches Design war ja auch schon auf’m Frachter und auf’m Weg nach Hamburg. Vor ein paar Tagen ist es dann endlich gekommen. Aufbauen konnten wir es allerdings noch nicht, weil es die ganze Zeit in Strömen geregnet hat. Gestern war es dann endlich so weit. Julian auch wieder da vom Heimaturlaub und Job. Nen bisschen tricky war es schon, aber jetzt ist es aufgepumt. Der UV-Resistente Gummiwulst aus PVC beinhaltet zwei dicke Innenschläuche. Der Boden ist komplett Aluminium. Heißer Renner mit dem Namen Mayalena – wollte der Spender Ortwin zu Lebzeiten noch so, haben wir so gemacht. Danke noch mal. 20141023a Am Abend vorher ist Julians Freundin Jenny noch eingelaufen, gestern Mittag haben wir dann die Flucht nach vorne angetreten. Ich mit einer fetten Magen Darm Verstimmung, laufen wir ein paar Stunden später auf den Ochseninsel ein. Das Dinghy hat noch einen 8PS Yamaha, aber der wird noch gewechselt. Unterwegs einfach mal reingesprungen und nen paar coole Aufnahmen gemacht. Nein, wir fahren nicht weg und nach Süden, wir denken nur oft dran.

Der neue Gustav

20141021

Wenn der Skipper kleinlich wird

“Nein, dass ist keine Kirschentkernungsmaschine. Das ist unser neue Autopilot.“ Feines Teil. Was? Der Jefa Motor unter der Steuersäule ist zwar o.k., nutzt aber das ganze Cockpit als Resonanzkörper. Sprich, er ist laut wenn er zu arbeiten hat. Da ist der Skipper empfindlich, wenn er nicht in Ruhe schlafen kann. Da hat der Skipper den halben Weg von den Bahams bis zu den Azoren drüber nachgedacht. 20141021a Torsten war da und hat die Halterung angefertigt. Unter der Decke unseres achterlichen Lockers, wir nennen es unseren Keller, ist der Zylinder von Lecomble & Schmitt jetzt angebracht und steuert das Ruder der MARLIN direkt – wenn wir das so wollen. Über die drei Schläuche erzeugt der 24V Motor ordentlich Schub bis zu 700kg um die 27 Tonnen MARLIN in die richtige Richtung zu steuern. Der Hydraulikmotor ist schallschluckend an der Decke aufgehängt und auf einer Teakholzplatte angebracht, die auf ebenfalls schallschluckender Matte quasi schwimmt, also keine Schraubenverbindung zum Bootskörper hat. Leider hatte ich nicht das entsprechend dicke Kabel um die Einheit bereits anzuschließen. Zum Wochenende wissen wir mehr. Ob sich der ganze Kopfschmalz, Erfahrung und Materialaufwand gelohnt hat. „Wenn jemand auf der MARLIN Krach macht, dann nicht der Autopilot!“ Wirklich wissen tun wir es wohl erst nach dem ersten Sturm auf dem Weg nach Norwegen.

YACHT frei Haus

20141016

Pascal auf der MARLIN

Knock, Knock, macht es auf der MARLIN. Nach einem kurzen Hallo, Geschenke für die Kinder und uns, will Pascal, Textchef von der YACHT Redaktion erst einmal lieber durch die Flensburger Förde paddeln, als mit uns zu sprechen. Wir schmeißen unser Ersatzdinghy ins Wasser und denn mal los Pascal. Der paddelt los und macht bei wenig Sonne erst mal Reality Fotos von uns und der MARLIN. Es folgt ein vier Stunden langes Verhör, aehm, Interview. Pascal will alles wissen. „Wann habt ihr euch am schönsten gestritten? Wo waren die niedrigsten Wellen und was war die hässlichste Insel in den letzten 14 Jahren?“ Spaß. Ganz ehrlich, Pascal, es war ein total professionelles Interview. Mitte November kommt ein mehrseitiger Artikel über uns, die alte LADY, die neue MARLIN und vieles was bisher keiner weiß. Wir sind gespannt auf den Artikel. Aber erst mal musste Pascal am Hochsicherheitstrakt vorm Steg, vor verschlossener Tür warten, weil ich Ihn mit Mütze und Schal nicht direkt erkannt habe. Ein Stegnachbar hat ihn dann reingelassen. Ich hatte für 110 kg Alu auf dem Steg mehr Interesse. Unser neues Dinghy ein NAIAD 3.6 aus Neuseeland ist nach monatelanger Arbeit und Organisation aus Neuseeland angekommen. Photos gibt es morgen. Jetzt ist es schon zu dunkel. Ist auch noch nicht zusammengebaut und außerdem regnet es weiter. Flensburg. Der Winter kommt.