Archiv der Kategorie: SY Marlin

Endspurt

20140704

Wale und Delfine

Eigentlich hatten wir für gestern einen Schwachwindtag mit ein paar Stunden Motoren, Putzen, Aufräumen und Wäsche waschen geplant, aber ausnahmsweise bekamen wir mal mehr Wind, als angesagt. 6 Knoten Wind, in Böen mal mehr, alles am Wind Kurs, da hatte die dicke Emma natürlich nichts zu tun. Die MARLIN will ankommen, jeden noch so kleinsten Lufthauch verwandelt sie in Geschwindigkeit und ohne es zu merken, laufen wir schon wieder 7 Knoten. Nur die Welle war teilweise etwas unangenehm.

Ansonsten ist alles in Butter auf dem Kutter, Maya und ich arbeiten uns gerade durch sämtliche Plattinge aus dem Bereich Fancy Work unseres Knotenbuchs um all die Seemannspfeife und Marlspieker, mit denen ein ordentlicher Matrose unterwegs ist artgerecht festbändseln zu können. Julian steht viel mit Musik im Ohr am Steuer, vermutlich, weil er nach fast drei Wochen dann doch genug von uns hat und gerne mal in die andere Richtung laufen möchte. Skipper spielt mit der Navigationssoftware, nein, pardon, er installiert und testet sie natürlich zu Berufszwecken und Lena verschlingt ein Buch nach dem anderen und hofft, auf den Azoren endlich wieder Playmobil spielen zu können. „Spruch des Tages: „Wann sind wir da?“ „In drei Tagen!“ „Was, in drei Tagen? So schnell? Maya, wir sind bald da, nur noch 3 Tage!“ Das sind Dimensionen, normalerweise geht es ja bei den Wann-sind-wir-da-Fragen um Stunde, oder Minuten!

Drüben, auf der anderen Seite des Atlantiks, die wir vor knapp drei Wochen verlassen haben, tobt sich gerade der erste Hurrikan aus, Arthur heißt er. Wir bekommen immer noch die Tropical Weather Alerts und auch wenn wir nun schon viele Meilen weit weg sind, hat die schnelle Entwicklung des Systems zu der ein oder anderen Gänsehaut geführt. Genau zwischen der amerikanischen Küste und der Kurslinie, auf der wir vor den Bermudas so elend lahm vorangekommen sind, hat sich dieses System gebildet. Wir sind wirklich noch im letzten Moment aus der Karibik weggekommen. Ein paar Wochen später und das hätte buchstäblich ins Auge gehen können.

Zum Sonnenuntergang hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art. Schon seit knapp einer Woche sehen wir vermehrt verschiedene Delfinarten im Wasser. Immer wieder begleitet uns eine kleine Schule für ein paar Minuten, je nach Wellengang mit mehr oder weniger kunstvollen Sprüngen und Saltos. Doch heute Abend hat Julian tatsächlich zwei Orcas entdeckt. Echte Schwertwale. Zwei Stück nebeneinander, unverkennbar, die lange Rückenflosse, der weiße Bauch. Da wurde uns ganz anders und warm ums Herz, diese grandiosen Tiere haben wir bisher nirgendwo auf den Weltmeeren gesehen.

Noch 208 Seemeilen to go, letztes Etmal 144 Seemeilen.

Duschen

20140703

Meilen fressen…

Nachdem die Capitana heute warm geduscht hat, ist für sie die Welt wieder in Ordnung. Ich brauche keine weitere Etmale, das 200+ war ausreichend. Also rauschen wir durch das Azorenhoch und fressen Meilen, statt Steaks. Wir machen grade mal 10° Lage, da können wir uns mal den Basics zuwenden. Die Mittschiffstoilette bekommt einen neuen Toilettensitz aus Gold. (Wer weiß was ein schnöder Lavac Toilettensitz kostet, der wird mich verstehen.) Der alte war so undicht, das die Spülung nicht mehr funktioniert hat. Das Dinghy musste mal wieder mit 3M 5200 fast cure vorm Zusammenfallen gerettet werden. Das neue ist bestellt, aber noch nicht geliefert. Und seit dem wir die aktuellen Marinapreise von Horta wissen, gehen wir dort wohl vor Anker. Passt mir eh besser. Also Dinghy reparieren, sonst (Jetzt bitte auf die Formulierung achten!) bekommen wir nasse Socken! Die dicke Emma braucht einen neuen Filter im Doppelfiltersystem, ein ST60 Display wackelt und die Pumpe von der Lavac retten wir grade noch mal am Mülleimer vorbei. Außerdem Wasser gemacht und versucht Fisch zu angeln. Tja, da war es dann auch schon wieder dunkel und schon sitze ich wieder in meiner Nachtwache mit Vollzeug am Mast. Alles oben was geht. Ne, das Kuttersegel ist nicht gesetzt. Mach ich auch nicht, sonst bekomme ich wieder Seitenhiebe im Internet.

380 Meilen to Go. Letztes Etmal 137 Meilonitos.

Entspannung

20140702

Noch 420 Seemeilen to go!

Nachdem der Skipper sein Jahrhundertetmal bekommen und mit einer Flasche Weißwein am Abend begossen hat, ist nun wieder Ruhe auf dem Schiff eingekehrt. Bei 6 bis 8 Knoten Wind aus SSE muss man gar nicht erst darüber nachdenken, den eigenen Rekord zu brechen, sondern kann wieder zum ganz normalen Ozeanüberquereralltag zurückkehren. Während der Nachtwache im Cockpit sitzen und Sterne gucken oder ein Buch lesen oder eines schreiben, gemütlich die heiße Kaffeetasse in der Hand und die Wolldecke über den Füssen. Keine nassen Füße, steife Nacken, verkrampfte Hände und Muskelkater.

Also, hat ja Spaß gemacht, so mit bis zu 10 Knoten die Wellen hinunterzurauschen, die 30 Tonnen Schiff mit einer, nee, Moment, mit zwei Händen trotz des Windes zu beherrschen, aber am meisten Spaß macht es halt tagsüber, mit lauter Musik im Cockpit und Sonne im Gesicht. Nachts alleine am Ruder im Dunkeln sieht das schon anders aus. Es ist eben nicht geschenkt, so ein Etmal, wie Micha schon geschrieben hat. Eine ganze Ozeanüberquerung nur mit Trimmen, Handgehen, schnell, schnell, schnell, nee, das wär nix für mich. Ich sitze lieber wieder im Cockpit in Lee, spleiße aus der Seele unserer alten Dyneema Reffleinen Textilschäkel und anderen Schnickschnack, spiele mit den Kindern Karten, bringe Julian das 1×1 des Brotbackens bei und schaue zu, wie auf dem GPS Meile um Meile nebenbei dahinschmilzt.

Noch 420 Seemeilen bis Horta. Das sollte in vier Tagen zu schaffen sein. Die anfänglich angesagte Flaute scheint doch auszubleiben, das Azorenhoch tanzt genau in die richtige Richtung, um uns durchgehend Wind und Sonne zu bieten. Den Motor haben wir heute trotzdem mal kurz laufen lassen, um heißes Wasser zum Duschen zu haben. Muss ja nicht jeden Tag sein, aber einmal in der Woche einen heißen Strahl über den Rücken laufen zu lassen, ist ein Luxus, von dem wir auf der Lady nur geträumt haben.

The 200 Miles Etmal!

20140701

We finaly did it!

Tja, Herr Thomas Kersting. Schade Herr Stefan Sturm. Wir haben ja immer mal wieder drüber geredet, über die 200 Meilen Schallgrenze für Monohulls. Jetzt müsst ihr mitsegeln und sie überbieten. Seit heute Mittag halte ich den Rekord auf der MARLIN mit 201 Meilen direkte Kurslinie von gestern 12:00 bis heute 12:00 LT. Es war knapp, ganz knapp und hätte die Capitana nicht noch vorm in Bett gehen heute morgen gesagt: „Versuchs mit dem Kuttersegel, dann bekommst Du es vielleicht noch hin!“, hätte ich es nicht geschafft. Kurz vor Schluss wollte mich der Wind im Stich lassen. Auch bin ich um ca. fünf Uhr morgens einfach im Stehen am Ruder eingeschlafen und erst um neun Uhr in Stehen wieder aufgewacht. Aber dann habe ich noch mal alles gegeben und zentimeterweise den Bauch von Genua, Kutter und Groß getrimmt, bis ich die MARLIN, auf die erforderlichen 9+ Knoten bekommen habe. Zugegeben, so kurz vorm langersehnten Ziel, hätte ich am liebsten den Motor kurz angemacht. Aber hab ich nicht. Jetzt kommt er, der goldene Ohring, fürs Kap Hoorn und für die 200. Zusammen mit Maya traue ich mich, die bekommt auch nen Stecker, allerdings weil sie neun geworden ist. Gratulationen und Kommentare bitte ins Gästebuch! Denkt dran, wir haben und wollen kein Facebook an Bord.

20140701a

Jeder Segler unter euch weiß was es heißt. 200 Meilen müssen hart erarbeitet werden. Zugegeben. Mit 60 Fuß Boot ist es etwas einfacher. Mit der LADY war das nie eine wirkliche Diskussion. Soviel Rückenwind und Strömung gibt es nirgends. 200 Meilen sind ein Durchschnitt von 8,4 Meilen in der Stunde. Wie gesagt: Durchschnitt. Und hätten Nathalie und Julian nicht so toll mitgemacht und in ihrer Wache von Hand gesteuert, wir hätten das nicht geschafft.

Jetzt sind wir auf 40°+ Nord und haben uns eingereiht in jede Menge Frachter und Containerschiffe, die hier nach Osten fahren. Wohl wegen dem Wetter und der Strömung. Vor uns das Azorenhoch und drei Tage Schwachwind! Na, ob wir das ohne Motor schaffen? Im Moment sieht es so aus, als wenn wir am Sonntag Abend auf Horta einlaufen könnten. Dort stehen dann Lukas und Silvia am Pier mit Blumen, Schokolade, kaltem Bier und Schokolade. Ach wir freuen uns so sehr. Ne, in Echt, wir wollen jetzt echt alle mal ankommen.

Leerer Kühlschrank

20140629

Die Rauschefahrt hält an

Es läuft. Das kann man nicht anders sagen. Genua und Groß jeweils im 2. Reff und trotzdem 8 Knoten Fahrt, da kann man nicht meckern. Kann man natürlich doch, über die blauen Flecken, die man sich holt, weil man schon wieder von einer Welle halb durchs Schiff geschleudert wird. Aber alles hat eben seine Vor- und Nachteile.

Nur der immer leerer werdende Kühlschrank, der hat keine Vorteile mehr. Gemüse, Käse, Butter, Speck, von allem sind nur noch homöopathische Dosen da. Jetzt wird rationiert. Für die Kinder gibt es jeden Tag eine Möhre zum Teilen als Rohkost, wegen Skorbut, ist doch klar. Erwachsene gehen leer aus. Die müssen mit Kürbis in der Suppe und Kohlsalat glücklich werden. Seit neuestem auch wieder Alfalfasprossen. Kartoffeln sind auch noch ein paar im Sack und 30 Eier, die aber mit Vorsicht zu geniessen sind. Die Bahamas eignen sich nicht wirklich zum Verproviantieren für Ozeanüberquerungen, da alles gekühlt ist und oft schon weite Transportwege hinter sich hat und so kommt alles, was wir an Bord haben noch aus Jamaica, der Markteinkauf liegt gute 4 Wochen zurück.

Fisch beißt leider seit einer Woche auch keiner mehr und die letzten Doradestücke sind gestern in Form von Fischfrikadellen in den hungrigen Mägen gelandet. Also gibt es jetzt Ozeanüberquerungskost: Erbsensuppe, Linsensuppe, Kürbissuppe, Chili sin Carne, Spaghetti mit Tomatensoße, indisches Linsencurry, Bohnensuppe, Frijoles refritos. Macht 8 Tage, dann sollten wir angekommen sein, sonst fängt der Speiseplan wieder von vorne an. Dazu läuft natürlich der Backofen auf Hochtouren, alle zwei Tage zwei Brote, das heizt die Bude ganz schön auf. Mich gelüstet es jetzt schon nach frischen Äpfeln, Salat, knackigen Paprika, Gurken und Tomate. Julian will Bier, Zigaretten und Schokolade (ich weiß nicht in welcher Reihenfolge), Maya und Lena wollen Erdbeeren und Micha auch Schokolade, viel wahrscheinlich, Traube-Nuss.

Etmal 168 Seemeilen, das kann sich doch sehen lassen, hoffentlich begleitet uns der Wind noch ein paar Tage!

Rückenwind

20140628

und Rauschefahrt

Kurzes Zwischenresümee. Ich würde die Strecke in Zukunft vielleicht doch eher im April oder Mai segeln. Wir hatten durchweg eher zu wenig Wind um unsere MARLIN auf Geschwindigkeit zu bringen. Oder von Vorn oder gepaart mit einer Front. Heute war es zum ersten Mal anders. 12-15 Knoten aus SW geben uns ordentlich Druck in den neuen Rolly Tasker Segeln und wir stellen das Groß weit aus. Unter Vollzeug, aber recht stabil beschleunigt die MARLIN auf acht Knoten, Durchschnitt. Julian und ich gehen für ein paar Stunden Hand und laufen deutlich mit neun Knoten. Ohne Autopilot und mit einer sportlichen Crew und kurzen Wechseln an der Radsteuerung würden wir wesentlich schneller ans Ziel kommen und über 200 Meilen Etmal machen. Aber wir sind zu dritt und leben auch noch an Bord. Nathalie muss sich um die Küche und Erziehung kümmern, Julian bekommt fast jeden Morgen eine Liste von Reparaturen, die er auszuführen hat und ich habe auch immer eine lange Liste zu tun. Also Segeln pur ist nicht drin. Der Autopilot macht seinen Job zwar gut, aber nicht wie ein guter Steuermann. 20140628a Die Stimmung an Bord ist gut, weil wir endlich Meilen machen. Und genau jetzt im Moment springt unser GPS um vom 1.000 Meilen auf 999 Meilen to Go! Jetzt geht es schneller. Aus Erfahrung. Ich weiß nicht genau warum. Aber wenn da steht 3.200, dann ist das noch so unvorstellbar viel. 999 Meilen. Das sind ein paar Tage mit einem Schiff wie der MARLIN. Wenn’s Wind hat. Wind werden wir haben bis Mittwoch. Dann zieht ein lokales Tief über den Azoren, das Hoch nach Norden, genau uns in den Weg. Wie wir dann die letzten 500 Meilen machen werden ist vollkommen unklar. Im Moment hoffen wir einfach, dass sich die Meteorologen irren, dass Tief plötzlich verschwindet oder sonst was. Und wenn es dann eben so ist, dann ist es eben so. Dann haben wir wenigstens Gegenwind, den wir aufkreuzen können und nicht Rückenwind, bei dem wir stehenbleiben. Mit dem Fischen ist so die Sache. Wir verlieren viele Köder, weil uns große Fische die Köder einfach abbeißen. Und zwar durchs Vorfach aus Stahlseil. Das hängt leider auch mit der Geschwindigkeit zusammen. Hier werden wir wohl ab den Azoren soliden Stahldraht verwenden, wie ich es bei den Game Fischern auf Cayman Islands gesehen habe. Hab ich leider nicht an Bord.

Julian

20140627

Mensch. Der hat Rückenwind

Intermezzo. Heute mal probeweise die Webasto in Betrieb genommen. Die 9KW Webasto ist das Herz unseres Warmwasserkreislaufs mit Thermospeicher, auf Dieselbasis. Ersatzweise Motorkühlkreislauf. Ich musste vor ein paar Monaten das Wasser ablassen, weil ich einen Heizkörper im Bad demontiert habe. Nun, kein Problem. Die Kühlflüssigkeit hatte ich in einem Kanister aufgefangen. Also wieder rein und gut ist. ON! Ne. Kein On. Fehlermeldung. Irgendwelche Blinksignale am Schaltpanel. Also Manual raus und lesen. Manual ist auf Holländisch. Haha. Die Sprache kann grade keiner an Bord. Nach langem Wühlen finde ich das Installationsmanual auf Deutsch. Der Blinkcode: Fünfmal kurz, Zehn mal lang meint: Überhitzung. Die Heizung springt nicht mehr an. Ich also in den Motorraum, Abdeckung ab und allgemeines Unverständnis, wie immer wenn man an ein neues technisches Gerät gerät, dass nicht einfach nur funktioniert.

Das ist Julian. Julian ist 23 und mein Sohn. Julian ist groß und segelt zum ersten Mal über den Atlantik. Ein Traum für ihn. Gestern war Bergfest und jetzt weiß er, dass er den Rest der Reise auch überleben wird. Wenn wir viel Wind haben, machen wir die Segel kleiner. Haben wir wenig Wind, andersrum. Bei keinem Wind warten wir ab oder machen den Motor an. Bei Sturm machen wir die Segel fast weg und die Fenster zu, so dass es nicht reinregnet. Ansonsten ist es manchmal wackelig. Am Anfang hatte Julian viel Respekt vor der Reise. Jetzt hat er sich daran gewöhnt. Wenn Papa nervt, sagt er: „Is klar Papa. Mach ich!“ und denkt sich seinen Teil, weil der Alte grade mal nervt. Ist auch erlaubt. Und dann sind da gefühlte hundert Leinen an Bord, deren Namen Nathalie und Michael die ganze Zeit benutzen. Ein ziemliches Kauderwelsch in den ersten fünf Tagen. Die Manöver müssen manchmal schnell gehen und da ist es doof, wenn man nicht alle Namen kann. Jetzt kann Julian die Namen. Er geht über Deck, zupft hier und da und lernt grade was Schamfilen ist und wie man das vermeidet. Wenn das sitzt, dann lernt er vielleicht noch trimmen. Immer noch besser als immer abspülen zu müssen. Julian spricht nicht so viel. Manche, meist Mütter nennen das introvertiert. Ich nenne das mundfaul. Vielleicht ist es auch nur Unsicherheit und Schutz. Aber man sollte andere Menschen nehmen wie sie sind. Das erwarte ich von anderen, dass darf Julian auch vom Skipper erwarten.

Die Webasto. Hat noch keinen Namen. Ich mache das Ding immer wieder an und aus. Aber die Dieselpumpe fördert kein Treibstoff. Kein leises Klicken. Bin ich dämlich? Da steht drin, den Temperaturbegrenzer drücken, wenn die Anlage überhitzt war. Hmm. Ich bin doch dämlich und stelle den Temperaturregler runter und wieder raus. Du lachst? Wahrscheinlich hast Du das Manual gelesen. Irgendwann macht es auch bei mir Klick, Bumms, Doing! Der Temperaturbegrenzer ist an der Heizung selber ein versteckter Reset Button mit einem dicken Gummi drüber. Brav entlüfte ich die Anlage noch mal, wie beschrieben und fülle noch etwas Kühlmittel nach. ON! Yes! Mit einem gesunden Rauschen beginnt das Herz unserer Flensburg-Überwinterung an zu arbeiten. Ich prüfe die Leitungen im Boot. Alles wird warm, heiß. Die Heizkörper im Bad und Dusche, auf Toilette. Die Lüfter im Salon, brauchen wohl noch etwas Liebe, ebenso in der vordere Kabine. Aber das bekommen wir noch hin. Hauptsache die Webasto läuft: Flensburg, wir können kommen.

Heute Abend dann haben Julian und ich für die Nacht gerefft. Nathalie hat schon geschlafen. Das Großsegel der MARLIN mit seinen 100qm ist immer ein bisschen biestig. Beim in Wind fahren neigt sich der Mast je nachdem wie viel Wind und Segel drauf ist ganz schön. Eigentlich sind zum Reffen immer sechs Hände notwendig und alle müssen wissen was zu tun ist. Heute Abend haben Julian und ich das dann eben mal alleine probiert und das hat richtig gut geklappt. Ganz in Julians Sinn: Ohne viel Worte. „Das war richtig gut. Das hast Du sehr gut gemacht!“, schließe ich das Manöver ab. Reibungslos. Morgen fangen wir mit dem Segeltrimm an. Ein guter Bootsjunge. Seine eigentliche Aufgabe an Bord allerdings ist die Dokumentation. Die meisten Bilder der Reise stammen von ihm. Macht er auch sehr gut. Was für ein Video aus dem Filmmaterial entstehen wird, wird man in ein paar Wochen sehen. So habe ich mehr Zeit Manuals zu lesen ;-) Julian hat Rückenwind. Ob er das merkt?

Wir bedanken uns bei Constanze für Ihre Autorenzuwendung via Spandenbutton!

Die dicke Emma und die Augsburger Puppenkiste

20140626a

Endlich. Es haucht.

12 Stunden sind wir unter Motor gefahren. Ein Zwischenhoch ist direkt über uns hinweggezogen und hat jeglichen Druckausgleich zwischen Isobaren zum Erliegen gebracht. Kein Fisch hat gebissen und die Sonne hat uns auf die Köpfe geschienen. Das Meer wabert wie eine Plastikfolie. Es ist blau. Der Himmel ist blau und Tuktuktuktuktuk… schiebt sich der Rumpf der MARLIN langsam Meile für Meile weiter. So kann es gehen. Ich bin echt froh, dass die dicke Emma das ohne einen Mucks gemacht hat. War ja in letzter Zeit nen bisschen schwierig und bis heute ist nicht klar, warum sie vor zwei Tagen heiß gelaufen ist. Ob es wirklich Luft war in der Kühlleitung? Ich hatte jetzt auch keine Lust rumzuspielen und den Motor zum Test wieder auf 3.000 Touren laufen zu lassen. Das kann ich machen wenn wir auf den Azoren am Pier liegen und Ersatzteile schneller verfügbar sind als mitten auf dem Atlantik. Endlich werden wir auch leichter. 1,2 Tonnen Diesel mit sich rumschleppen macht ja auch nicht grade schnell. Die Batterien sind auch mal wieder randvoll und der Batteriemonitor zurückgesetzt, die Crew geduscht und wohlriechend, zwei Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet, die Wassertanks voll mit herrlich schmeckendem Wassermacherwasser. Ja und da kündigt sich dann für den frühen Abend ein Lüftlein an. Jetzt ist es da und die 5 Knoten schieben uns an ohne Tuktuktuktuktuk. Mal drei, mal vier Knoten, besser als das Gedröhne der dicken Emma allemal. Hoffentlich bleibt der Wind stehen. Westlich von uns kommt schon wieder die nächste Front mit Regen und Wind. Uns ist es egal, da kommen wir wenigstens weiter.

Heute haben wir dann Bergfest gefeiert. Bergfest ist die Hälfte des Weges. Geschafft. Die Hälfte von den Bahamas zu den Azoren. Auf der Karte sieht das so schnell aus. Auf dem Wasser ist das ein langer Weg mit fünf Personen auf wenig Raum. O.K. Wir können uns wirklich nicht beklagen. Platz haben wir genug und zu einem Streit ist es noch nicht gekommen. Noch nicht mal im Ansatz. Wie immer wichtig ist, dass alle immer satt sind. Und das war dann auch heute wieder der Fall. Ich habe meinen Miniräucherofen aus dem Motorraum geholt und ein ordentliches Stück Dorade mit Tropenholzspänen aus Suriname geräuchert. Nathalie hat dazu Poison Crue in Kokosnussmilch auf polynesisch gemacht und Kartoffeln, Julian konnte gar nicht genug bekommen, Krautsalat, eine Flasche Weißwein und zum Schluss ist der Skipper schlafen gegangen… Leben, wie Gott in Frankreich nennt man das wohl. Ich sag nur: Segeln kann so schön sein wenn alle drei Tage ein Fisch beißt. Ob uns das Fischglück weiterhin begleitet? Wer weiß. Zwei Köder haben uns irgendwelche Monsterfische mit sicherlich mehr als hundert Kilo einfach abgebissen. Was ist auch schon so ein Stahlvorfach? Da beißt man doch einfach durch. Solche Monsterfische wollen wir ja auch gar nicht haben. Aber so ein 25kg Yellowfin Tuna, der steht noch auf der Liste. Ob das überhaupt geht hier, so weit im Norden? Wir nähern uns deutlich der 36 Grad N Grenze. Da haben wir einen neuen ganz bunten Köder geknüpft. Petri Heil.

Der Wind ist schon wieder vorbei. Die dicke Emma brummt schon wieder. Vielleicht irgendwann heute Nacht? Wind? Tuktuktuktuktuk…

Unserem treuesten Leser, meinem Vater Ortwin wünschen wir auch an dieser Stelle noch mal herzlichen Glückwunsch zum Abschluss seines 82 Lebensjahres! Happy Birthday and a lot of Gesundheit!

Ade, Tropen!

20140626

kalte Füße

Micha hat Recht gehabt, mit jeder Nacht spüren wir es mehr, dass wir die Tropen verlassen haben. Immer häufiger kommen lange Ärmel und Hosen zum Einsatz. Lena hat sich ihre Hausschuhe aus dem hinterletzten Winkel raussuchen lassen. Hüttenschuhe mit kurzen Hosen, lustige Kombination. „Wenn ich doch kalte Füße habe, Mama!“ Recht hat sie. In meiner Nachtwache, als keiner geguckt hat, habe ich meine alten Schluppen dann auch gleich rausgekramt, muss ich mir noch überlegen, ob ich die verstecke, bevor die anderen wach werden. Wind hatten wir trotz Hoch den ganzen Tag, stetig mit 6 Knoten aus Nord. Am Horizont sehen wir die Front wegziehen, hinter uns kommt Stück für Stück der glasklare, blaue Himmel näher. Der Wind ist kalt und riecht ein bisschen nach Grönland. Schön ist das. Auf einmal setzt man sich wieder freiwillig in die Sonne und genießt die wärmenden Strahlen, anstatt von einem Schattenfleckchen in das nächste zu hetzen. Gegen Abend schläft der Wind tatsächlich ein. Zeit, sich mal wieder ein bisschen um die dicke Emma zu kümmern, Die hat nämlich am Vorabend wieder geschrien, als Micha sie auf dreitausend Touren gescheucht hat, um mal kräftig durchzupusten. Qualm aus dem Motorraum, klarer Fall von Überhitzung. Schon wieder ein Impeller durch? Der Verdacht lag nahe und die Frage nach der Ursache auf der Hand. Um uns vor voreiligen Schlussfolgerungen und Aktionen zu retten, habe ich der Crew kurzerhand eine Flasche Rotwein spendiert. Da hat sogar der Skipper die Motorraumklappe wieder zugemacht. Als Proviantmeister hat man ja immer ein paar Tricks auf Lager. Dicke Emma zieht irgendwo Luft, das ist unsere Vermutung. Wir haben ein zentrales Seewasserventil und über einen Mannifolder wird der Zufluß weitergeleitet. Deckswaschpumpe, Toilettenspülung, Generator, Motor, Wassermacher, ganz schön viele Abgänge. Irgendwo da muss ein Leck sein, dass Wasser raus und Luft rein lässt. Gefunden haben wir es noch nicht, dafür läuft die Emma wieder wie geschmiert. Der Impeller war noch nicht hinüber, Temperatur ist bei 1800 Touren wieder im Lot, keine Mängel festzustellen. Die 48 Stunden Regel hat sich mal wieder bewährt. Trotzdem denken wir darüber nach, beim nächsten Werftaufenthalt der Emma einen privaten, ganz eigenen Seewasserzulauf zu schenken, damit ihr nicht die Toilettenspülung das Wasser abgräbt. Ich finde, das hat sie verdient. Letztes Etmal 111 Seemeilen und ein Dankeschön an Joern für seinen Autorenbeitrag!

Umwege

20140625

Was uns nur hart macht

Das Windsystem mit de Südwestwind 20 Knoten ist uns leider weggefahren. Ohne uns mitzunehmen. Es steht jetzt im Osten von uns und wir liegen dahinter. Der Himmel reißt auf. Sternklare Nacht. Ein neues Hoch Richtung Neufundland bringt uns Nordwind. Ach wie nett. Das is ja genau, was wir im Moment gebrauchen können ;-) Dazu eisekalt mit 22 Grad. Auch die Wassertemperatur stürzt ins unermessliche. Es macht mir den Eindruck, dass wir die Tropen verlassen haben. Auch die Subtropen sollten langsam südlich von uns liegen.

Julian ist grade mal nicht am Heck und hütet die Angeln, da nutzen Nathalie und ich spontan die Möglichkeit auch mal einen Fisch zu fangen. Huch. Wieder eine Dorade. Nicht ganz so groß wie das Monster letztens, aber immerhin, genug um ein paar Tage über die Runden zu kommen. Und das so weit nördlich. Eigentlich ist es Nathalies Fisch, behauptet sie, weil Sie den Zug an der Rute zuerst bemerkt haben will. Ich durfte ihn dann vorsichtig aus dem Wasser ziehen, mit der Harpune erledigen, ausnehmen und filetieren. Ich stinke nun wie Verleihnix in Asterix! Und Frau Chefköchin steht in der Küche und macht feine Gerichte. … Wenn Sie nicht grade über den Schreiner schimpft, der die MARLIN Küche gebaut hat. Ganz meine Meinung. Da muss dringend was gemacht werden. Deshalb kommt ja auch Silvia auf den Azoren an Bord und segelt den weiteren Trip mit uns. Hmm. Wir könnten noch einen Segelmacher gebrauchen ;-)

Die Mädchen, also Maya und Lena nehmen zwischenzeitlich Kontakt mit ihrer neuen Schule in Flensburg via e-mail über Kurzwelle auf und fangen an ihre Zukunft in die Hand zu nehmen. Maya soll direkt nach der Einschulung mit auf Klassenfahrt, was Sie natürlich sehr beschäftigt, denn sie hat ja noch gar keine Freundin in der neuen Klasse. „Wird schon Maya“, tröste ich Sie. „Was macht ihr denn auf der Klassenfahrt?“ „Ein Percussion Workshop in Kiel.“ „Aha!“ Lenas neue Lehrerin fragt über e-mail schon mal nach ob sie denn schon lesen kann. Lena ist fast beleidigt, nimmt sich ein englischen Buch und liest mich in den Mittagsschlaf nach der köstlichen Fischsuppe und Doraden Curry mit Karotten. Karotten gibt es jetzt jeden Tag. Dorade mit Karotte, Karotte mit Goldmakrele, Thunfisch mit Karotten Ragout, Karottensalat, geschnitzte Karotten und dann wieder Karotte mit Dorade. Uns ist so langsam das Gemüse ausgegangen! Aber wir haben noch vier Cetroiles, Kürbisse! Also werden uns die Zähne wohl nicht ausfallen wegen Scorbut.

Mittwoch, also heute ist dann wieder Leichtwindsegeln angesagt. Wie bewege ich 28 Tonnen mit keinem Wind? Aber ich sach was: „Das können wir inzwischen.“

An der Tafel in der Küche steht: “Nur noch 3.468 Meilen bis nach Flensburg!“ Geht doch. Die Stimmung an Bord ist heiter bis sonnig!

Rolly Holly

20140624

Nächtliche Achterbahn – Eintritt frei

Wir kämpfen uns grade nach Nordost. Es war ein Scheißtag. Muss mal deutlich gesagt werden. Am Morgen diese Schwarze Front, die ganze Zeit 20+ Knoten Wind, hohe Kreuzseen, Regen und Chaos im Boot. Jeder ist genervt wegen der Wackelei. Aber eine sinnvolle Kursänderung ist nicht möglich. Wir laufen raumschots. Das Großsegel, was die MARLIN normalerweise so angenehm stabilisiert, nimmt der Genua den Wind weg. Also kein Groß. Ich würde es ja hochziehen. Aber jetzt? Mitten in der Nacht? Stockfinster, es regnet in Strömen. Wegen der Yacht ELUSIVE bin ich ehrlich gesagt stinksauer. Wenn man seine Yacht schon verlässt, dann soll man sie doch bitte auch wieder bergen! Jetzt schwimmt hier so nen undefinierbares Wrack rum, ohne Licht, ohne AIS. Wenn ich mir vorstelle, jetzt mitten in der Nacht auf so ein Teil mit 7 Knoten drauf zubrummen, weil ich es einfach nicht sehen kann? Was für ein Albtraum? Fast noch schlimmer als ein Container im Wasser. Gar nicht auszudenken was passieren würde. Ich kann doch nicht wie ein Motorschiff, die ganze Nacht mit Radar fahren. Ich mein, wir könnten das ja noch, aber das macht doch kein Segler! Oder spinne ich? Was denkt ihr? Borddurchlass auf, bevor man das Boot verlässt? Schreibt doch mal ins Gästebuch. Würde mich ernsthaft interessieren. Klar die Chance so ein Wrack in der Mitte zu treffen ist gering. Aber die Chance das überhaupt zu sehen, war auch gering. Und warum bin ich da hin gefahren. Siebter Sinn? Lässt mir alles keine Ruhe. Außerdem haben wir statt Fisch zu fangen wieder Köder verloren. Die Fische hier beißen die ein Millimeter Stahlseile vor den Ködern einfach durch. Unglaublich. Das müssen Monster sein. Ich gehe auf jeden Fall nicht baden, wenn morgen kein Wind mehr ist. Womit wir beim Thema sind. Das Wetter für die nächsten 24 Stunden. Schwachwind aus Nord oder kein Wind. Und wir mitten in der Kalt/Warm Front, die sich beständig über uns platziert hat. Da hilft auch kein Genacker, da hilft nur die dicke Emma. Aber noch haben wir bis zu 20 Knoten Wind und wir rollen wie besoffen. Zumindest meine Stimmung ist grade am Tiefpunkt. Beoffen könnte ich jetzt auch gebrauchen, zumindest nen bisschen. Aber wir trinken keinen Alkohol, wir rauchen keine Zigaretten. Watten Leben als Segler! Aber wenigstens kommen wir voran. 1.546 Meilen zu den Azoren, 150 Meilen Etmal

Yacht ELUSIVE gefunden

20140623a

Begegnung auf See

Nein, das ist kein Aprilscherz, heute Mittag, pünktlich zum Etmal, eine Front mit dicken grau-schwarzen Wolken und 22 Knoten Wind im Nacken erspäht Micha plötzlich ein Segelboot am Horizont. Keine Segel gesetzt, keine Reaktion auf Kanal 16. Wirkt fast wie ein Geisterschiff. „Mama, was ist denn der fliegende Holländer?“ „Das erkläre ich Dir, wenn wir angekommen sind.“ Albträume auf See ist das letzte was wir gebrauchen können. Auf dem Radar bestimmen wir die Entfernung zu unserem Geisterschiff und nehmen Kurs auf. Keine halbe Stunde später haben wir sie erreicht, die SY ELUSIVE aus New York. Das Schothorn der Genua ist zerfetzt, der Besanmast schlägt im Wind, doch sonst sieht alles in Ordnung aus. Die Schotten sind abgeschlossen, am Heck AB, Tauchflaschen, Kompressor gut verzurrt und festgemacht. Aber kein Lebenszeichen. Mit dem Nebelhorn geben wir ein paar Signale, doch weiterhin nichts zu hören, nichts zu sehen. Was nun? „Hey, Julian, das ist Dein Boot, Du kannst uns ja hinterhersegeln!“ frotzelt Micha und man weiß, ein bisschen Ernst steckt dahinter.

Im Vordergrund steht natürlich die Frage, wer und vor allem wo ist die Besatzung. Glücklicherweise haben wir unser Notfall-Sat-Phone an Bord, eingespeichert die Nummer der Seerettungsstelle Bremen. Denen berichten wir nun von der Yacht mit der Frage, was zu tun sei. Die U.S. Coast Guard wäre wohl der richtige Ansprechpartner gewesen, denn die rufen innerhalb von 10 Minuten zurück. Die ELUSIVE ist ein abgeschlossener Fall, um den 22. Mai wurde die dreiköpfige Besatzung abgeborgen und das Schiff aufgegeben, seither treibt sie unbemannt über den Atlantik. Weitere Maßnahmen sind weder geplant noch notwendig, meint der junge Mann am Telefon, er wird eine Hazard Warning rausgeben.

Da sitzen wir nun, keine 200 Meter von einer aufgegebenen Yacht entfernt. Mitnehmen? Im Schlepp kommt nicht in Frage nur selber segeln. Julian hat noch nicht genug Erfahrung, mich lassen die Kinder sicher nicht von Bord, den Papa eigentlich auch nicht und 1700 Meilen vor dem Bug sind mir auch ein bisschen zu viel, um sie nur mit Julians Hilfe zu segeln. Und was passiert dann, wenn wir ankommen? Einer muss ja die Marina zahlen, den Anwalt für die Formalitäten, Kontaktaufnahme mit Eignern, Versicherung, etc. Wir haben noch immer 22 Knoten Wind und eine See von 3-4 Metern, nicht gerade verlockend, bei den Bedingungen überzusteigen und die Yacht zu checken, ob sie überhaupt segelfähig wäre. Wir wissen ja nicht einmal, warum sie aufgegeben wurde. Zudem ist der Niedergang mit Vorhängeschloss abgeschlossen. Wäre das dann Einbruch? Maya möchte lieber einen Optimisten von Papa geschenkt haben und lehnt das großzügige Angebot einer 42 Fuß GFK Yacht ab. Es ist keine Ovni, keine Allures, keine HR sondern eine etwas in die Jahre gekommene amerikanische GFK Yacht, an der anscheinend noch nicht einmal mehr der Eigner und die Versicherung Interesse haben. Wir gucken uns gegenseitig an und nehmen wieder Kurs Ost auf, die zwei Masten verschwinden schon nach 10 Minuten in der schlechten Sicht der Kaltfront. Liebe Leser, neugierig sind wir natürlich doch ob der Umstände der Aufgabe der Yacht. Ich erinnere mich dunkel, etwas gelesen zu haben, der Name ELUSIVE kam mir sofort bekannt vor. Infos bitte wie immer ins Gästebuch. Es sei gedankt!