Archiv der Kategorie: SY Marlin

Pusteblume

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Pusten – Wünschen – Wahr

So einfach war das doch früher

Nur das mit dem Verraten, was man sich gewünscht hat, war immer schon verboten. Sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung. Nun. Ich verrate nicht was ich mir gewünscht habe. Nene, dass mache ich nicht. Ich hab auch nur einmal gepustet, weil hundert Wünsche gehen auch nicht in Erfüllung. Den ganzen Nachmittag über die Löwenzahnwiese robben und reich werden. So einfach ist das im Leben dann nun auch wieder nicht. Es müssen auch Wünsche sein die möglich sind. Die Pusteblume kann nicht zaubern. Die Zeit der Pusteblume ist ja nun auch nicht lang. Jetzt mal sofort aus dem Bürosessel ab in die Freiheit. Dürfen wir ja auch.

Hier in Flensburg scheint einfach wieder die Sonne. Nachteil meiner kleinen Wohnung im Burghof. Die ist Parterre, hat keinen Garten und keinen Balkon. Zum Arbeiten, wenn ich eh die ganze Zeit auf den Bildschirm schaue, ist das o.k. Bei Regen auch. Ernsthaft. Am liebsten würde ich wieder auf meiner MARLIN wohnen und vor Anker liegen. Muss auch garnicht in der Karibik sein. Vielleicht eh besser nicht. Da sind meine Wünsche hin und hergerissen. Im Sommer in Flensburg mit meinem schwimmenden Haus. Wunderschöne Vorstellung. So nah an der Familie. Im Winter dann doch lieber da, wo es warm ist. Im Winter ist es aber auch an der Algarve oder den Azoren nicht richtig gemütlich, wenn auch nicht ganz so schlimm wie in Flensburg. In der Karibik dann schon wieder drückend heiß. Tja. Hin und Hergerissen. Nen Weichei bin ich geworden. Immer friere ich.

“Hallo Michael, ich bin froh, dass du wieder online bist. Dein Blog hat mir sehr gefehlt in den letzten Wochen. Du hast Recht, das müsste uns allen eigentlich auch finanziell etwas wert sein! Deshalb möchte ich dir gerne 50 Euro überweisen. Wie kann ich das machen? Du hast sicher Paypal oder? Liebe Grüsse und gute Gesundheit aus der Quarantäne in Griechenland, Elsbeth.“

Fünfzehn dieser netten Mails würden reichen um die Kosten zu decken, die es mich gekostet hat den letzten Hack zu eliminieren – ohne meine Arbeitszeit. Noch mal fünf dieser netten Mails würden reichen um für ein Jahr die Betriebskosten des MARLIN Blogs für ein Jahr zu decken – ohne meine Arbeitszeit. Also doch eigentlich ne Sache für nen guten Zweck. Deshalb habe ich ein Spendenkonto eingerichtet. Ich freue mich über jede Spende, die hilft diesen Blog am Leben zu halten und meine Motivation zu erhöhen diesen Blog mit Text und Bild zu füttern. Wer spenden will, kann dies via PayPal an [email protected]


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Die Förde lebt

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Ansegeln

Die Marinas in Schleswig Holstein haben wieder geöffnet. Es wird fleissig gekrant. Ich habe auch ein Segelschiff. Aber das ist viele Meilen weg von hier. Ich setzte mich auf mein Motorrad und fahre zur Holnis, zur bekannten Schwiegermuttertonne, dem Ende der Flensburger Förde, dem Anfang der Aussenförde. Schon auf dem Weg sehe ich endlich wieder weiße Segel auf der Förde. Eine Handvoll nur. Am Ende der Holnis setze ich mich auf den Strand und schaue voller Sehnsucht einem Segler bei der Wende zu. Ich bin fast alleine. Eine junge Familie mit Kind genießt die Nachmittagssonne. Ein Privileg, dass nicht mehr lange sein wird. Ich bin mir fast sicher, dass Schleswig Holstein auch zu touristischen Zwecken bald wieder besucht werden darf. Richtig so. Is ja auch schön hier. „Aber was, wenn die ganzen Spanienurlauber dann hierher kommen?“, machen sich Stimmen breit. „Ja. Dann wird es wohl voll.“

Ich war noch nie am Surfstrand an der Holnis. Also halte ich da noch mal an der Surf- und Kite Schule. Keiner da, außer einem Mitarbeiter, der mir mit Abstand ein Flensburger Bier verkauft. Wieder sitze ich am Strand und lasse den Blick nun in die Aussenförde schweifen, als Eva und Pelle am Strand entlang kommen. Mein Hausarzt und Freund mit Frau. „Ich glaub’s ja nicht. Was macht ihr denn hier?“ Nicht das wir verabredet wären. Reiner Zufall. Gestern Abend allerdings haben wir uns auch schon gesehen und gemeinsam mit Nathalie ein paar Gläser Wein in deren Garten getrunken. Find ich jetzt irgendwie verwunderlich. Ich speicher das mal ab unter „Besonders schöne Zufälle“. Das sollte doch irgendwie sein. Oder?

Weiter gehts und ich schaue wieder nach Osten. Ob MARLIN und ich irgendwann wieder hier vor Anker liegen werden? Eine besonders schöne Vorstellung. Irgendwie ein Teil meiner Genesung. Das mit dem Bier war keine gute Idee. Genauso wenig wie gestern mit dem Wein. Ich meine irgendwie, dass der Genuss von alkoholischen Getränken doch zum Normalwerden gehört, aber mein Verdauungssystem ist da ganz anderer Meinung und läßt sich auch nicht so einfach von dem Gegenteil überzeugen. Es bestraft mich mit Unwohlsein im Bauchbereich. Also wohl besser doch wieder Ingwertee und Bionade am Strand. Auf jeden Fall entscheide ich mich, dass der Surfstrand an der Holnis noch mal besucht werden muss, bei Ostwind und mit Kite. Damit es nicht zu Unregelmäßigkeiten in meinem Leben kommt, rufe ich vorher Pelle an und frage ihn, ob er nicht mitkommen will. Der kitet nämlich auch. Vielleicht finde ich mit der Zeit ja doch noch Freunde in Flensburg.

Nächste Woche geht auf die SV NIRVANA, denn die kommt wieder da hin, wo sie hin gehört. Ins Wasser. Hört sich schlimm an, ist aber ne prima Sache. Helena und Martin haben unsere Bücher gelesen, ein Schiff gekauft und das braucht diverse Verbesserungen, bevor es dann richtig los gehen soll. Das ist genau mein Job und da weiß ich was wovon ich rede. Umsonst soll es auch nicht sein, denn guter Rat ist teuer. Na. So teuer ist aber mein Rat nun auch nicht. Es folgen dem Rat ja auch Taten. So soll es sein. Seit dem es mich erwischt hat im letzten Herbst, war ich ja nun doch nicht so einsatzfähig und erfolgreich, muss ich zugeben. Ohne meine rechte Hand Tobias in Kiel hätte ich alt ausgesehen. Jetzt geht es langsam wieder los, auch Dank der Lockerungen. Ich freu mich auf den Termin.

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MARLIN

Die Condor meldet sich und storniert Jan’s Flug am 20 ten Mai in die DomRep. Nun. Hatte ich mir ja schon so gedacht und eine neue Reservierung mit der Swiss gemacht. Die Condor schickt mir einen Gutschein stattdessen. Nun. Schon mal ein Ansatz. Das ich dem Geld hinterherlaufen muss, war mir ja schon vorher klar. Ich entscheide mich drüber zu schlafen und für Morgen dann einen Brief aufzusetzen, in dem ich um Rückzahlung auf meine Kreditkartenkonto bitte. Einschreiben mit Rückschein und Verweis auf meinen Anwalt. Mal schauen was passiert.


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Corona

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Was ich noch nie sagen wollte

Als Dr. Helge mir im Oktober 2019 mitteilte, dass ich erneut an Leukämie erkrankt war, brach mehr als meine Welt für mich zusammen. Als ich am Valentinstag 2020 aus dem Krankenhaus entlassen wurde und Luft tiefeinatmend vor dem Krankenhauseingang stand, dachte ich, dass nun, egal für wie lange, die Welt wieder in Ordnung sein. Meine lang ersehnte Freiheit hatte keinen langen Bestand. Knappe zwei Wochen dauerte es bis genau ich, wieder unter Beschuss genommen wurde, durch die Gefahr mich mit dem Corona Virus anzustecken. Zu diesem Zeitpunkt ausgestattet mit einen Babyimmunsystem. Klar im Mittelpunkt der Risikogruppe. Es war zum Heulen. Mal wieder. Plötzlich waren all die Menschen um mich herum in der gleichen Lage wie ich selbst. Bei mir die Angst vor mutierten Blutzellen. Draussen ein unfassbares Virus, dass sich mit einer rasenden Geschwindigkeit auf der Welt verbreitet. Alles war anders von heute auf morgen.

Positiv zu denken fiel wahrscheinlich nicht nur mir schwer in den letzten Wochen. Ich will auch nicht mitdiskutieren, aber so wie langsam die Sonne kommt und es langsam wärmer wird – Man kann wieder positiv denken. Gewisse Regeln sind einzuhalten. Ungewohnte Regeln. Ich bin ja eher so der Umarmer. Kinder, Familie, Freunde. Das fehlt mir jetzt. Sich mit Ellbogen oder Fußberührung seine freundschaftliche Zuneigung auszudrücken ist schon komisch. Zumal wir hier im echten Norden, in Flensburg lediglich einen Infizierten haben. Aber ist nun mal eben so. Regeln sind Regeln und auch wenn mein Immunsystem nach 30 Tagen ohne Immunsuppressive Medikamente glaubhaft seinen Namen verdient, so hat es noch viel zu lernen. Direkt mit Corona anzufangen um Immunität aufzubauen ist sicherlich keine gute Idee.

“Hallo Michael, ich bin froh, dass du wieder online bist. Dein Blog hat mir sehr gefehlt in den letzten Wochen. Du hast recht, das müsste uns allen eigentlich auch finanziell etwas wert sein! Deshalb möchte ich dir gerne 50 Euro überweisen. Wie kann ich das machen? Du hast sicher Paypal oder? Liebe Grüsse und gute Gesundheit aus der Quarantäne in Griechenland, Elsbeth.“

Fünfzehn dieser netten Mails würden reichen um die Kosten zu decken, die es mich gekostet hat den letzten Hack zu eliminieren – ohne meine Arbeitszeit. Noch mal fünf dieser netten Mails würden reichen um für ein Jahr die Betriebskosten des MARLIN Blogs für ein Jahr zu decken – ohne meine Arbeitszeit. Also doch eigentlich ne Sache für nen guten Zweck. Deshalb habe ich ein Spendenkonto eingerichtet. Ich freue mich über jede Spende, die hilft diesen Blog am Leben zu halten und meine Motivation zu erhöhen diesen Blog mit Text und Bild zu füttern. Wer spenden will, kann dies via PayPal an [email protected] tun.

MARLIN

Skipper Stefan lebt, freut sich über den neuen Ansatz, Jan mit Crew am Ende des Monats erwarten zu dürfen. Ich stehe der ganzen Sache grundsätzlich sehr positiv gegenüber. Auch hier: Einfach mal positiv denken. Bis zum Flugtermin sind es noch drei Wochen Zeit, drei Wochen die bei der generellen Entwicklung, also auch in der DomRep eigentlich nur besser werden können. Auf meinem Tagesplan steht also: Passierschein bei der Deutschen Diplomatischen Vertretung beantragen. Na. Denn mal los Micha.


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Kein Tanz in den Mai

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Wieder online

Vor zwanzig Jahren hätte ich den gestrigen Tag im Bett verbracht mit eine Streifen Kopfschmerztabletten, zwei Flaschen Mineralwasser, neben mir am Bett, immer noch breit von der „Tanz in den Mai Party“. Heute ist es ein großer Topf voll mit Ingversud in der Küche, Nasenspray und Teebaumöl gegen die letzten Reste der Erkältung. Seit zwei Tagen habe ich ein Inhalator auf Ultraschallbasis, der mir ein paar Milliliter Salzwasserlösung in feinen Nebel zerstäubt. Vollkommen geräuschlos mit USB Akkupack und handlich klein. Ein Wunder der Technik. Den weißen Nebel inhaliere ich und vorbei ist es mit dem Hustenreiz. Wochen meines Lebens hat mich diese Bronchitis gekostet. Nun hoffe ich einfach nur, dass sie abheilt. Durch das Anfeuchten der Atemwege sollen Krankheitserreger schlechte Karten gegen das Immunsystem haben und via Schleimhaut nach draußen befördert werden. Eigentlich ist es mir egal. Hauptsache es funktioniert. Alt werden ist Scheiße.

Rückblick. Könnte das Photo heißen, dass Maya im Volvo gemacht hat. Sie sieht sich selbst. Als ich gestern nachmittag wieder tiefe Quarantäne Depression habe, ziehe ich mir die Schuhe an und renne ohne nachzudenken raus. „Maya. Ich muss raus. Kommst Du mit? Fotografieren oder so.“ „Papa, es regnet!“, schreibt sie per WhatsApp. Fünf Minuten später sitze ich im Volvo und Hagel prasselt auf die Motorhaube. Nicht mein Tag. Ich suche noch schnell einen richtigen Parkplatz, denn der Wagen steht wieder einmal im Parkverbot. Dann stelle ich mich in die Küche und aus den Resten des Kühlschranks gibt es eine leckere Linsensuppe. Maya kommt und wir spielen Kniffeln. Es hört auf zu regnen. „Jetzt ist es zu spät.“

Das Wichtigste vom Tag: Wir haben in Flensburg noch genau einen nachweislich Infizierten Corona Fall. Hörst Du richtig: Einen. Das sind für die Müller-Wnuk’s besonders gute Nachrichten, denn die Chance dass Nathalie Corona aus dem Krankenhaus mitbringt, ist jetzt wesentlich kleiner, als dass wir uns im Supermarkt anstecken. Wie auch immer, brauchen wir uns viel weniger Gedanken machen, wenn wir uns in den Arm nehmen und zusammen die langen Tage verbringen. Die Vorsicht bleibt und an meine kleine Wohnung habe ich mich so gewöhnt, dass ich diese jetzt erst mal bis Anfang Juni behalten werde.

MARLIN

Nachdem sich die Erde wieder zweimal um sich selbst gedreht hat gibt es auch hier Neuigkeiten. Dreh und Angelpunkt Stefan und die MARLIN aus der DomRep zu retten ist es ja nun, einen Flieger zu bekommen. Nachdem uns die CONDOR nun zwei Mal versetzt hat, versuche ich neue Wege zu finden. Zwischenzeitlich haben sich Sabrina und Udo gemeldet, die Mitsegeln wollen. Vincent ist vielleicht auch dabei. Jan ist festen Willens die MARLIN als Skipper zu segeln. Also, greife ich zum Telefon und suche mir im Internet ein kleines Reisebüro, wo man nicht in einer Telefonwarteschlange landet, sondern Bettina antwortet: „Wie kann ich helfen?“ Guter Ansatz. „Also, dass ist so…“, ich erzähle meine Story und nach einem Tag bekomme ich ein Mail. Jan und seine drei Mitsegler sollen es am 23ten mit der SWISS Airline versuchen. Über das Reisebüro haben wir den Vorteil, dass wir die Tickets reservieren können und nicht gleich kaufen müssen. Das klingt erst mal gut. „Machen wir! Ich melde mich am Montag mit den Namen und dem Geburtsdatum.“ Eine weitere Option gibt es ebenfalls, aber die ist schwieriger und jetzt warten wir erst einmal ab, ob das klappt. Einen Einfluß darauf, was da geschehen wird und was nicht, haben wir ja nun nicht wirklich.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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100ster Geburtstag

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1Kg Hack, halb, halb

Mir ist der Appetit vergangen. Ich wohne im Burghof in Flensburg, keine 30 Meter von MayaLenaMama entfernt. Freiwillige Quarantäne. Hinter mir liegen 14 Tage ohne sy-marlin.de , ohne marlin-expeditions.com Der Server wurde gehackt. Von wem? Warum? Aber viel Schlimmer: 6 Monate ohne mein zu Hause. ohne MARLIN in Natur. „Micha, weißt Du, dass Deine Seite gehackt wurde. Man landet auf irgendwelchen SPAM Seiten die voll mit Malware ist?“ Ich bekomme teils böse Emails, SMS, WhatApps und Anrufe. Ich gehe schon gar nicht mehr ans Telefon, schaue dem Treiben hilflos zu. Ich bin kein Programmierer, ich fülle den Blog mit Inhalt, aber von der Word Press Technik verstehe ich nur Elementares. Meine Inder haben kein gutes Internet. Auch dort alles heruntergefahren, sogar das Internet, wegen kompletter Überlastung. Der Provider schaltet die Seiten ab. Ruhe. Mitten im Umzug muss ich das Haus in Gelting noch besenrein machen und alles nach Flensburg bringen. Schlepperei. Mir geht es alles andere als gut. Ich wußte gar nicht, wieviele Leute meinen Blog noch lesen. Ob ich finanzielle Unterstützung brauche fragt keiner. Es macht mich sehr traurig. Ich brauche erst einmal einige Tage, die ich dumpf zu Hause sitze und überlege, ob ich dem Thema MARLIN Blog nicht einfach einen dicken Punkt setze, ein Schild mit der Aufschrift „Geschlossene Gesellschaft“ als letztes Bild veröffentliche, mich einfach mit dem Blog von der gesamten Öffentlichkeit trenne. Nur noch geladene Gäste. Schluß mit den Schlüssellochguckern. Aber erst einmal müssen die Seite wieder laufen, was zu CORONA Zeiten gar nicht so einfach ist.

“Papa. Kommst Du heute Nachmittag vorbei?“ Es ist Sonntag. Ein paar Mails, der letzte Tag Sonne, Sonntagswanderung, nach einer ganz langen schönen, kristallklaren, aber auch eisig kalten Hochdrucklage. Natürlich war ich kiten. Hätte ich besser mal sein lassen sollen. Aus der Erkältung, ist eine Bronchitis geworden und mein Babyimmunsystem hat jede Menge damit zu tun, sich dagegen zu wehren. Ich huste mir einen zurecht, dass es nicht mehr schön ist. Vor allen Dingen wache ich Nachts auf, von Albträumen geschüttelt und huste mir die Seele aus dem Leib. Auf der Straße macht jeder einen großen Bogen um mich, wenn ich röchelnd und spuckend doch mal vor die Türe muss. „Na. Wenn der mal kein CORONA hat“, steht in den Gesichtern zu lesen. Ich komme in die Küche und Maya hat mir einen Rhabarberkuchen gebacken. „Herzlichen Glückwunsch Papa, zu den ersten 100 Tagen mit dem neuen Spenderstammzellensystem. Schau mal. Haare bekommst Du auch langsam wieder“, Maya streichelt mir über den Kopf. Nathalie und ich sitzen weit auseinander und winken uns zu. Meine sonst etwas leblosen Geschmacksnerven werden vom Anblick meines Lieblingskuchen von den Toten erweckt. Ein Drittel des Kuchens verzehre ich alleine. Übrig bleibt nichts. Danke MayaLenaMama. Schön, dass es euch gibt.

MARLIN

Was passiert 4.236 nautische Meilen entfernt von hier in der DomRep? Stefan ist immer noch auf der MARLIN. Wir telefonieren fast täglich und schmieden neue Pläne. Erst hatte Jan ein Flugticket mit der Condor für den 3.5.2020 um Stefan zu erweitern, abzulösen, wie auch immer. Wir reisen ja nicht zu touristischen Zwecken, sondern um die MARLIN zu retten, die mitten im kommenden Hurricane-Gürtel liegt, der ab July aktiv werden wird. Die Condor, grade an der Fast Pleite vorbei verkauft lustig und frech Tickets. Doch die werden dann zwei Wochen vor dem Flugtermin storniert, weil Aussenminister Heiko Maas den Finger erhebt und 80 MILLIONEN Deutschen Bundesbürgern den Sommerurlaub verbietet. Fast Zustände wie 1988 im Osten. „Ist aber nicht schlimm Heiko!“, uns will eh kein anderer Aussenminister reinlassen. Was mich und Nathalie, Stefan, Jan, Maya und Lena allerdings betrifft, ist dass wir keinen Flieger von CONDOR nur für uns alleine mieten können, um zur MARLIN zu kommen. Auch keine andere Maschine. Die Erde hält auch nicht an, sondern dreht sich brav weiter.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Second Life: Stop Counting

{Time:22:00:00}
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Drittes Nahziel: MARLIN retten

Ich nehme seit ein paar Tagen keine Immunsuppresiva, deshalb zähle ich im Blog auch nicht mehr die Tage. Es waren 80 bis hierher. Meine Leukozyten entsprechen nun dem eines gesunden Menschen. Theoretisch bin ich aus der Corona Risikogruppe raus. Aber das gibt mir Dr. Helge nicht schriftlich. Es geht mir gut. Mein Immunsystem bekommt auch direkt fein was zu tun, denn meine Bronchitis hält sich tapfer. Ich habe keine Fieber. Bin gespannt, wie und wann das endet. Ansonsten geht es mir gut, die Nach- und Nebenwirkungen der Stammzellentherapie lassen kontinuierlich nach. Die Sonne scheint.

Wir holen Nathalie zu uns in die alte Wassermühle nach Gelting. Ein paar Tage Quarantäne reichen aber noch nicht aus, dass wir uns in den Arm nehmen können. Sicherheitsabstand auch zu Hause. Gelting begrüßt Nathalie mit einem Grillabend auf unserer Terrasse, direkt an dem Mühlenbach, der durch unseren Garten fließt. Gefühlte 20 Grad und alle bleiben bis fast zum Untergang draussen sitzen. Nach zweieinhalb Wochen allein mit Papa, war ja nun schon jeder Wanderweg erobert, die Angebote an Aktivitäten hier auf dem Land und in der Umgebung Corona minimiert erlebt, ein bisschen Familienfrust, so wie im Rest des Landes. „Die Luft ist raus!“ Nathalie und ich nutzen den schönen Nachmittag um mit Lars am Strand von Falshöft spazieren zu gehen und die Seele baumeln zu lassen. Es geht uns, so wie wohl den meisten anderen: Abwarten.

Entfliehe dem Virus und geh doch mit der MARLIN segeln!

So, wie ich langsam im Kopf freier werde, beschäftige ich mich auch erstmals im Detail mit dem Liegeplatz der MARLIN. Ich schaue mir die Seekarten und Satellitenaufnahmen an, google den Ankerplatz. Ich dachte IMMER: Du machst alles richtig. Im Falle eines Falles, dass es zu einem großen GAU kommt auf unserer Welt, hast Du immer noch die MARLIN und kannst unabhängig in einen Teil der Welt segeln, der unberührt durch die Katastrophe ist. Dafür ist die MARLIN ausgerüstet. Mit der Leukämie und exakt darauf folgenden Pandemie hab ich nicht gerechnet. Womit ich noch viel weniger gerechnet habe, ist, dass uns Menschen die Grundrechte der freien Bewegung von den Politikern entzogen werden. Es ist mir einfach nicht möglich in die DomRep zu reisen um Stefan zu ergänzen oder abzulösen, was auch immer. Es hängt so viel ab von den politischen Entscheidungen nach Ostern. Inzwischen sollte doch jeder in unserer Zivilisation genügend sensibilisiert sein, sich so zu verhalten, dass die Corona Pandemie sich in einer kontrollierbaren Ausbreitung ausläuft.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 09.05.2020 – 04.06.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 76. Ankiten 2020

{Time:08:00:00}
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{Title:Second Life: Tag 76. Ankiten 2020}

Zweites Nahziel nach Transplantation erreicht. Auf’s Kite Board gekommen.

Ich war heute kiten in Wakerballig: Bin zwei Mal umgefallen, dann hatte ich ein paar Bahnen richtig Spass. Hab den Drive nach 4 Monaten Krankenhausbett wiedergefunden. Dann kam eine Gewitterwolke mit Hagel. Stehtiefes Wasser. Warten. Ausserdem hatte der Kite ein kleines Loch und die Luft ging raus. Also. Alles supergeil und wie immer mit dem 14 Jahre alten North Rebel. Einmal flicken und dann sucht er sich bei ebay nen neuen Liebhaber. Mir reicht es. Aber und vor allen Dingen, ich habe nicht gefroren. 7mm Neopren machen zwar ein Michelin Männchen aus mir, das ist mir aber egal. Vielleicht ist am Sonntag genug Wind und ich fahre nach Mastholm. 15°?

Ich besuche Dr. Helge auf seinen ausdrücklichen Wunsch. Am Eingang des Krankenhauses: Sperre. „Sind sie vielleicht krank?“ „Ja, ich habe Husten.“ Will ja nicht lügen. „Dann dort in den Bereich. Es kommt gleich ein Arzt!“ Da sitze ich nun und versuche nicht zu husten und direkt eingesperrt zu werden. Bis „Ein Arzt“ kommt kann lange dauern. Ich kenne dieses Krankenhaus. Ich wähle Dr. Helge’s Nummer. „Kannst Du mich bitte abholen?“ Dr. Helge kommt, klopft kurz mit dem Zepter auf den Boden, ich werde eingelassen. Echte Freunde muss man haben. Dafür will Dr. Helge sofort mein Blut. Den Schnelltestautomat hat er jetzt direkt gegenüber seines Büros in seinem Minibehandlungszimmer. „Du siehst blass aus. Na. Da bin ich mal auf Deinen HB gespannt.“ „Mindestens 11“, behaupte ich. Die Messmaschine quietscht. „12. Na. Da hab ich wohl gewonnen“, grinse ich. Keine GvHD, Kein Fieber, Blutdruck, Gewicht und Lungengeräusche werden mit Helges 20+ Jahre Erfahrung nebenbei visuell erfasst: Er muss gleich in eine Konferenz, alle warten schon auf ihn. Trotzdem darf ich meine Fragen stellen. Da meine Immunsuprimierte Zeit in vier Tagen endet: „Wann hab ich wieder ein normales Immunsystem, wie Du zum Beispiel?“ „12 Monate nacht Transplantation. Bis dahin weiß nur der liebe Gott, wie Du auf eine Covid 19 Infektion reagieren würdest. Es gibt auch noch keine Erfahrungen dazu! Also besser nicht infizieren. Geh segeln! Aber ohne Gäste oder immunisierte oder getestete oder frisch aus der Quarantäne“, grinst Dr. Helge. „Darf ich kiten gehen?“ „Ich bitte drum. Guck, dass Du fit wirst. Nur keine Unfall.“ „Darf ich fliegen, um auf mein Schiff zu kommen?“ „Na klar. Wenn es Flüge gibt. Mit den üblichen Schutzmaßnahmen.“

Entfliehe dem Virus und geh doch mit der MARLIN segeln!

Stefan schickt einen Artikel, das die DomRep das Einreiseverbot verlängern will. Wir stehen mit der Deutschen Botschaft in Kontakt. Gewerblich Einreisen sollte das mit deren Hilfe gehen. Aber eben nur, wenn wir einen Flug bekommen. Ich werde am Wochenende mal Kontakt mit der Condor aufnehmen. Mal schauen ob die genauso schnell antworten, wie die deutsche Botschaft in der DomRep.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 DomRep – Bermudas 25.04.2020 – 07.05.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 75. Reizhusten

{Time:08:00:00}
{Date:20200402}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
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{Place:Flensburg}
{Target:Second Life}
{Temp Air/Pressure:9°C}
{TempWater:-°}
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{YouTube:}
{Photo:20200402}
{Title:Second Life: Tag 75. Reizhusten}

Ganz allein machte es dann doch irgendwie keinen Spass.

Wir haben die Geltinger Bucht touristisch quasi für uns allein. Alle Autos haben FL oder SL, ein paar aus RD für Rendsburg. Ich bin jetzt mit den Kindern über 10 Tage hier. Wir kennen die Strände in Reichweite, die Wanderwege (Was Nathalie anders sehen wird) In der Regel trifft man beim Spazierengehen eine Handvoll andere, mit Hund und Kindern. Alte Leute vertreten sich die Beine. Ist aber auch noch kalt. Im ersten Moment ist das, das Paradies, aber mal ein Schnack hier und dort fehlt mir dann doch. Mit 2m Abstand und mehr. Nun. Es ist auch noch kalt. Mein Immunsystem testet sich grade selber, an dem ausgesprochen fest sitzendem Reizhusten den Maya mitgebracht hat, den sie selbst mindestens zwei Wochen hatte und nun Nathalie und ich zeitgleich. So kann ich vergleichen wer eher wieder gesund ist. Mein Immunsystem macht sich nicht schlecht. Nein. Es ist kein Corona, Nathalie hat sich testen lassen. Aber zurück zum Thema. Am Montag soll es tatsächlich 18 Grad werden. Unglaublich. Da wird das Grün dann aber explodieren an den Bäumen und mein Husten sich endgültig verabschieden. Eben der echte Norden.

Ab dem 20ten, wir sind ja alle ganz gespannt, fängt die Schule wieder an und wenn die Schule wieder anfängt, dann fängt auch in Schritten das normale Leben wieder an. Dann muss ich mir auch eine neue Bleibe suchen. So ein großes Haus brauche ich dann nicht mehr und leisten kann ich es mir auch nicht auf Dauer. Also bin ich schon mal auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Diesmal im Herzen von Flensburg. Fündig bin ich auch schon geworden, direkt bei meinen Kindern und Nathalie um die Ecke. Obwohl unklar ist, ob ich sie überhaupt sehen darf und wenn ja, ob mit Glasscheibe dazwischen? Muss ich mich jetzt für den Rest meines Lebens vorm Corona Virus verstecken? Ich sehe heute Dr. Helge und werde ihn mal fragen. Bin ja mal gespannt, was die Antwort auf schlau ist. Vermutlich wird er mir etwas sagen, was er vor einem Monat anders gesagt hat. Vor einem Monat hieß es, ich wäre nicht sicher auf meinem Schiff, wegen der fehlenden ärztlichen Infrastruktur. Wetten, heute wird er mir sagen, dass der sicherste Platz auf meinem Schiff ist. Ich werde berichten.

Entfliehe dem Virus und geh doch mit der MARLIN segeln!

Der Plan zu den Azoren zu segeln, bekommt wieder starken Aufwind. Auf condor.de werden ab dem 01. Mai Flüge in die DomRep angeboten. Das wäre natürlich die Lösung für die MARLIN. Wir könnten Crew aus Deutschland aufnehmen und die MARLIN, Corona-frei, mit einer tollen Crew Richtung Bermudas und Azoren aufbrechen lassen. Im Moment hat erst mal Jan ein Ticket von mir bekommen. Geplant und bestätigt ist der 3.5.20. Nun. Wir werden den Termin nicht absagen und mein Gehirn läuft grade auf Hochtouren, wie und mit welchen Papieren wir Jan denn durch die Grenzkontrollen raus und rein und auf die MARLIN bringen. Ich bin ja nun wirklich mit allen Wassern gewaschen, aber die derzeitige Situation hat es in sich. Stefan derweilen ist auf der MARLIN und genießt die Karibik. Ich beneide ihn.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 DomRep – Bermudas 25.04.2020 – 07.05.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 74.

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Chinesische Forscher entdecken den Corona Virus

Beim morgendlichen Lesen im Netz stolpere ich überfolgenden Text: „Zwei chinesische Wissenschaftler halten es für möglich, dass ein Labor im Zentrum von Wuhan den Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst hat. Davon berichteten Botao Xiao und Lei Xiao auf dem Forschungsportal ResearchGate. Nur rund 300 Meter entfernt von dem Fischgroßmarkt, auf dem die ersten Fälle des Virus auftauchten, wird demnach an Viren in Fledermäusen geforscht.“ Den ganzen Artikel findest Du hier.

Im ersten Moment halte ich es für Unfug, was hier beschrieben wird. Eher hatte ich mir vorgestellt, dass die Chinesen Tannenzapfentiere essen, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Das selbstverherrlichende Video der Forscher allerdings, wie sie in den Bergen Fledermäuse fangen, Gewebeproben mit Viren, wie Ebola und Corvid entnehmen und in einfachen Plastik-Röhrchen nach Wuhan in ihre Labors in der Nähe des Fischmarktes bringen, zeigt doch, dass die nicht alle Tassen im Schrank haben können, zumal ihnen vollkommen bewußt ist was sie da machen. Die weltweiten Folgen heute kennt jeder von uns. Muss ich nix zu sagen. Mich kann dieser Virus um meine Existenz und mein Leben bringen.

Gar nicht meine Art, aber dies ist KEIN Aprilscherz. Mir ist in diesem Jahr wirklich nicht nach einem Aprilscherz.

Entfliehe dem Virus und geh doch mit der MARLIN segeln!

Der Plan zu den Azoren zu segeln, bekommt wieder starken Aufwind. Auf condor.de werden ab dem 01. Mai Flüge in die DomRep angeboten. Das wäre natürlich die Lösung für die MARLIN. Wir könnten Crew aus Deutschland aufnehmen und die MARLIN, Corona-frei, mit einer tollen Crew Richtung Bermudas und Azoren aufbrechen lassen. Erste Interessenten haben sich auch direkt gemeldet und ihr Interesse mitzusegeln angemeldet. „Besser mit der MARLIN sorglos auf See, als im Ausnahmezustand in Europa zu verbringen“, meint Walter zu mir am Telefon. Dazu gehört im Moment sicherlich etwas Abenteuerlust. Wer nach einer Alternative sucht, schaut jetzt nach, ob er vom DomRep – Bermudas 25.04.2020 – 07.05.2020 Zeit und Lust zum Segeln hat. Die Flüge gehen ab Berlin, Hamburg und Frankfurt für ca 500 Euro One Way. Mir selbst kribbelt es unter den Fingern, mir ein Ticket zu buchen. „Das ist zu früh für Dich !“, stoppt mich Nathalie am Telefon. Sie kennt mich und meine Gedanken.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 65 Atlantik Crossing Leg 1 DomRep – Azoren 09.05.2020 – 04.06.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 2 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 68.

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Maya legt nach und wird ebenfalls Drohnenpilot

Natürlich. Nur unter Papas Aufsicht. So eine Drohne ist kein Spielzeug. Oder doch? Für große Jungs und Mädels? Nun. Es ist Technik, die begeistert und die vom tristen Alltag ablenkt. Vor allen Dingen wenn die Sonne scheint. Den ersten Film, den Maya zusammengeschnitten hat, finde ich wirklich bemerkenswert. Weitere Übungen werden sicherlich folgen und nächste Woche wollen wir unser Familienwissen und unsere gemeinsame Kreativität dann in einem Ferienprojekt ausleben. Nächste Woche beginnen hier in SH nämlich die Schulferien und es gibt keinen Online Unterricht mehr. Eine Ersatzbeschäftigung macht also Sinn.

Entfliehe dem Virus und geh doch mit der MARLIN segeln!

Der Plan zu den Azoren zu segeln, bekommt heute wieder starken Aufwind. Auf condor.de werden ab dem 20. April Flüge in die DomRep angeboten. Das wäre natürlich die Lösung für die MARLIN. Wir könnten Crew aus Deutschland aufnehmen und die MARLIN, Corona-frei, mit einer tollen Crew Richtung Bermudas und Azoren aufbrechen lassen. Erste Interessenten haben sich auch direkt gemeldet und ihr Interesse mitzusegeln angemeldet. „Besser mit der MARLIN sorglos auf See, als im Ausnahmezustand in Europa zu verbringen“, meint Walter zu mir am Telefon. Dazu gehört im Moment sicherlich etwas Abenteuerlust. Wer nach einer Alternative sucht, schaut jetzt nach, ob er vom DomRep – Bermudas 25.04.2020 – 07.05.2020 Zeit und Lust zum Segeln hat. Die Flüge gehen ab Berlin, Hamburg und Frankfurt für unter 400 Euro One Way. Mir selbst kribbelt es unter den Fingern, mir ein Ticket zu buchen. „Das ist zu früh für Dich !“, stoppt mich Nathalie am Telefon. Sie kennt mich und meine Gedanken.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 67.

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Lena wird Drohnenpilot

Heute Abend lese ich einen Artikel in der Süddeutschen über unsere Zukunft und will eigentlich direkt sterben. Das sind ja prima Aussichten für uns alle. Mal ganz abgesehen von meiner Vorerkrankung und der Ansicht der Experten, dass sich Millionen von Deutschen an Corona anstecken sollen, gehöre ich auf die Liste der Intensivstationspatienten. Genau das, was ich im November schon hatte, was ich garantiert nicht noch einmal brauche, vor allen Dingen nicht mit Tausenden von anderen. Die Hoffnung, dass der ganze Spuk Ende April ein Ende hat, ist ein schöner Wunschtraum. In meiner Verzweiflung habe ich schon vor einigen Tagen an die Investitionsbank Schleswig-Holstein einen Soforthilfe Antrag für die MARLIN gestellt. Eine automatisierte Antwort informiert mich darüber, dass der Kleinunternehmer in Schleswig Holstein von den Milliarden Soforthilfe der Bundesregierung erst einmal kein Stück abbekommt. „Vielen Dank für Ihre Mail. Aufgrund der aktuellen Situation um den Coronavirus können wir Ihre Anfrage derzeit leider nicht persönlich beantworten und auch nicht als Antrag auf Soforthilfe annehmen. Zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen – die Landesregierung hat am Freitag einen umfangreichen Schutzschirm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie gespannt. Ziel sei es, möglichst vielen zu helfen, die durch die Krise in existenzieller Not geraten sind. Auf Bundes- und Landesebene arbeiten wir gemeinsam mit der Politik und den Förderinstituten mit Hochdruck daran, den Corona-Schutzschirm des Landes Schleswig-Holstein für Unternehmen schnell auf den Weg zu bringen. Wir bitten Sie noch um etwas Geduld und um Ihr Verständnis. Wir informieren laufend über aktuelle Entwicklungen auf unserer Website.“ BlaBlaBla… Muß ich jetzt keinen Kommentar zu abgeben. Meine Altersversorgung, in Form der MARLIN, liegt mit Stefan in der DormRep. Ich hatte mich auf vieles Vorbereitet, aber nicht auf Leukämie und Corona gleichzeitig. Lunatronic bedient Endkunden. Segler, deren Boote in Deutschland an Land stehen und weltweit in den Häfen gefangen sind. Es gibt keine Genehmigungen die Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Die Versorgungslage spitzt sich überall zu. Deutschland schafft es noch nicht einmal mehr seine Bewohner flächendeckend mit Klopapier zu versorgen. Wie soll das in ein paar Wochen aussehen? Gesunde und Immune Leute werden auf die Straße gehen demonstrieren und plündern? Ein paar Wochen wird das alles gehen, dann werden uns die Kapazitäten, die Kraft, das Geld und die Reserven ausgehen.

Die Drohne war eigentlich gedacht, die MARLIN in den nächsten Monaten auf ihren tollen Wegen, mit netten Gästen, mit Familie und Freunden auf türkisem Wasser zu begleiten, eindrucksvolle Videos ins Netz zu stellen und neue Mitsegler zu gewinnen. Fehlanzeige. Neben der Schulaufgaben der Kinder, setze ich nun die Drohne ein, um meine Kinder zu motivieren einen Film über unsere Zeit vor Ort zu produzieren. Erst mal geht es darum, die Technik des Fliegens und der Kamera zu erlernen, was ihnen, gewohnt im Umgang mit mutimedialer Technik, einfacher fällt als mir. Ich versuche RTFM in den Vordergrund zu bringen. Danach, gleich dem Prinzip: Vormachen, Nachmachen, Selber Machen. Ohne das die die Drohne im Bach landet, der durch unseren Garten fliesst. Heute war erst einmal Lena dran, die sich schon mal die acht Tutorial Videos angesehen und verstanden hat. Meine Nachfragen zeigen mir das. Also, ab in den Garten und die erste Flugstunde beginnt. Erfolg. Es entsteht ein kleiner Test Film, den sie selbst am Mac schneidet. Am späten Abend zeichnet und schreib sie ein kleines Storyboard. Wir werden berichten.

Das Volvo Ersatzteil ist problemlos innerhalb von 24h geliefert worden und die Schleuder schon bei einem neuen Schrauber hier in Gelting. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alles passt und wir bald wieder mobil sind. MayaLena holen ihre Inliner aus den Taschen und gemeinsam mit mir und Lars geht es über die kleinen Straßen, zwischen den Feldern. Ich bin froh, nicht alleine zu sein. Die Kinder halten die Stimmung hoch. In machen Momenten bin ich unsäglich traurig, dass die beiden dieses Corana Zeit erleben müssen. Haben sie es verdient? Oft diskutieren wir bei unseren langen Spaziergängen die Frage: Wo kommt das überhaupt her? Ist das Virus aus einem menschlichen Labor entwischt? War es als biologische Waffe geplant? Hat ein Verrückter es entwickelt oder hat die Natur es uns geschickt, um einfach die Menschheit zu reduzieren und die Schwachen und Alten zu reduzieren oder uns Menschen zu zeigen, dass die Natur sich sehr wohl gegen unseren schrecklichen Umgang mit Mutter Erde wehren kann? Spekulationen. Ich hoffe so sehr für meine Kinder, dass sich die Lage wieder normalisiert und nicht in naher Zukunft wiederholt und wiederholt. Sie haben das nicht verdient. Während all dessen, schuftet Nathalie im Krankenhaus, wo alle in Alarmstellung den Ansturm an Patienten erwarten. Wahnsinn. Alles Wahnsinn. Siehe auch.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 DomRep – Bermudas 11.04.2020 – 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas – Azoren 09.05.2020 – 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren – Europa 01.08.20 – 20.08.2020

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Second Life: Tag 66.

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Sonnenprofil

Meine Peiniger ist Cyclosporin, das Medikament, dass mein Spenderimmunsystem in Schach hält. Um so höher der Spiegel, des Medikaments, dass ich täglich zwei mal nehme, um so weniger wirkungsvoll ist mein neues Immunsystem. Warum das? Weil es mich als Fremdkörper erkennen würde und abstoßen wird. Sozusagen ist mein Spenderimmunsystem grade der Wolf im Schafspelz. Seit Tag 66 nun reduziere ich in kleinen Schritten Cyclo. Das macht sich am Abend ab 17 Uhr und mitten in der Nacht um fünf Uhr morgens physisch mega bemerkbar. Sprich, ich werde aus den Latschen gehoben. Schüttelfrost, Prickeln auf der Haut, für 30 Minuten rotes Gesicht, Darmgrummeln. Not nice. Dann am nächsten Morgen geht es mir super. Ausschleichen des Medikaments nennt sich das. Leidlich anstrengende Angelegenheit. Ich google jetzt nicht, wer das auch hat und ob es eine Studie dazu gibt. So wie ich mir die täglichen News zu Corona auch nicht stündlich, sondern einmal täglich durchlese. Am besten ist Ablenken, Bewegen, Weglaufen, notfalls eine heiße Badewanne oder ganz selten ne Notfalltablette.

Ähnlich in die Jahre gekommen wie ich, ist unsere Volvo Schleuder. Aktuelles Problem: „Ja. Der Verdampfer der Gasanlage ist hinüber und muss getauscht werden. Beim Lieferanten für die Gasteile, geht aber keiner mehr ans Telefon. Ist in Italien.“ Der Werkstattleiter zuck mit den Schultern: „Nix zu machen!“ Also muss ich selber nach dem Teil im Internet suchen, werde fündig und morgen soll es per DHL ankommen. Irgendwie zu einfach. Einbauen werden die es wohl für mich. Im Moment fahre ich immer mit 2x2L Wasserflaschen um das Kühlwasser nachzufüllen. Gasanlage darf ich nicht benutzen. Explosionsgefahr. So ganz wohl ist mir nicht. Alles im Zeichen der Coronawelle.

Meine kleine verrückte Maya ruft zum Sonnenuntergangswalk. In Gummistiefeln geht es mitten auf den Acker auf den Spuren des Traktors. Der Acker wird grade grün. Der Boden ist angefroren. Wir machen Selfies. Papi hat eine neue Jeansjacke mit Sherpa Fell günstig bei Ebay ergattert. Frühlingsausstattung für den echten Norden: Schleswig-Holstein. MayaLena schauen neidisch. „Wir wollen auch so eine!“ Mensch hab ich ein Glück. Ihnen passt meine Jacke einfach nicht. Lena probiert, aber sieht selber ein: „Die ist sogar für oversized look zu groß. Mist aber auch.“


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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