Archiv der Kategorie: SY Marlin

blogpost

{Time:22:00:00}
{Date:20181110}
{Position:16°45.1380’N, 022°58.7822’W}
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{Place:Sal, Cabo Verde Islands}
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{Photo:20181110}
{Title:Angekommen im Paradies der Erinnerungen}

Skippers Review

Wir sind da angekommen wo für mich 2001 alles angefangen hat. Das wahre, wirkliche Blauwassersegeln. Die Kapverden. Das war zum ersten Mal in meinem Segler-Leben richtiges Ausland. Ankommen und nicht wissen, was einen erwartet. Eine Haus mit einer schokofarbigen Beamtin in Uniform, die uns damals die Pässe zur Verwahrung abgenommen hat, eine Wasserstelle im Dorf wo Nathalie unsere Wäsche mit der Hand gewaschen hat und ich Kanister mit Trinkwasser zur IRON LADY geschleppt habe. Mit einem französischen Segler-Pärchen haben wir uns ein Auto gemietet und die Insel Sal erkundet über Wasser und unter Wasser. Es gibt immer noch kein Carrefour Supermarkt auf den Inseln. Kleinbusse haben die Alugers abgelöst, die einen für ein Euro über die Insel bringen. Der Hafen ist neu, aber schwellig wie vor 17 Jahren schon. Die Menschen sind um so netter geworden. Unweigerlich fange ich an zu vergleichen mit früher und ein langes Telefonat mit Nathalie lindert den Schmerz ohne meine Familie hier zu sein etwas. Ja. Dort wo es Häuser gibt auf den Kapverden, gibt es nun auch 3G Internet und anstatt Schnorcheln zu gehen, sitze ich am Rechner und schreibe e-mails und diesen Eintrag. Das Erste nach dem Einklarieren war der Kauf einer SIM Karte. Das Internet hat unser aller Leben nicht unbedingt positiv verändert.

Seglerisch war es ein fantastischer Trip. Schnell, effektiv, sternig. Tolles Segelteam und mir ist es sogar gelungen während der Überfahrt den Generator fertig zu installieren, Wasser und Strom zu machen. Menschlich hat es leider innerhalb der Crew nicht ganz gepasst. Nun bin ich mit Iris erst mal bis Donnerstag alleine an Bord. Die dreckige Wäsche habe ich gestern und heute bereits bei 40° gewaschen und muss das nicht hier im Blog tun. Prima, so ein Generator an Bord zu haben. Zu was der alles gut ist. Grins.

Auch wenn sich das nun einfach anhört, so ist es leider gar nicht. Mit Gästen an Bord vernachlässige ich unweigerlich die Reparaturen und die haben sich nun doch gesammelt. Ein gebrochenes Kabel zum Sensor des Batteriemonitors hat schon Priorität, an den Segeln müssen Nähte repariert werden, die Elektrik ist halb auseinandergenommen und eine lange Liste an Kleinigkeiten die zu erledigen sind, steht an der Tafel. Unser Blog funktioniert nicht richtig, in Flensburg stehen auch tausend Dinge an. Also erst mal bleiben wir vor Anker hier in Palmeira und bringen den Kahn wieder auf Vordermann. Nach dem Wochenende steht dann Verlegen nach Santa Maria auf dem Programm. Na. Und was gibt es da? Eine Woche Urlaub und Kiten.

Mitsegeln auf der MARLIN!


CREW 50
Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19

Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

{end}

Angekommen im Paradies der Erinnerungen

{Time:22:00:00}{Date:20181107}{Position:20°07.7800’N, 021°28.7000’W}{Direction/Speed:260°/ 7,0kn}{Place:Atlantic} {Target:Sal, Cabo Verde Islands}
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MARLIN als neue Erfahrung

Da sitze ich also, auf der sagenumwobenen MARLIN, von der ich im Vorfeld schon so viel  gelesen und gehört habe. Welch Ehre! Ein wirklich erhabenes Schiff ist sie, die rote Lady, ja ein Schiff, kein Boot, wie diese Joghurtbecher.  Dabei fing alles etwas holprig an, Neugenerator Arnold verzögerte die Abfahrt auf die Kapverden um eine ganze Woche, um so mehr begrüßen wir nun seine Anwesenheit und seine Arbeit in aller Stille, ich habe noch nie einen so leisen Generator erlebt. Denn nicht nur eine zufriedene Crew, sondern auch ein zufriedener Skipper, machen einen guten Törn aus und zufrieden wirkt er nun, der Weltumsegler Micha. Gespannt war ich auch auf ihn, denn schon vor Jahren auf Facebook liefen wir uns des öfteren virtuell über den Weg. Das er nun nicht mehr mit seiner Natalie, sondern mit Gästen um die Welt schippert, erstaunte mich um so mehr und so ergriff ich die Chance und schrieb ihn auf handgegenkoje.de an – “Hey Micha, kennst mich noch? Nimm mich mal mit ;o)” Schnell war der Kontakt wieder hergestellt und wir uns einig, eine “Probefahrt” soll dies nun sein. Wir wollen schauen ob wir vier – die Lady, der Micha, die zukünftige Crew und ich, es gemeinsam drei Wochen über den Atlantik miteinander aushalten. Und damit hier keine Missverständnisse auftauchen, zum Erhalt der MARLIN zahlen alle die mitsegeln ihr Kojengeld. Auch ich. Sonst könnte Skipper Micha dieses Schiff wohl kaum finanzieren. Obwohl? Lotto? Alles ist möglich? Ich werd es Micha mal vorschlagen.

So lausche ich hier unten am PC dem rauschen der Wellen, die die Lady in Red sanft durchschneidet. Kein hartes Aufknallen, kein Knarzen des Inventars. Sie wiegt sich mit 6-7 Knoten Geschwindigkeit, bei gerade mal 4 Bft von NE sanft hin und her, so dass wir wohl beinahe zu früh am Zielort sein werden. Aber wir haben auch enormes Glück mit dem Wetter, nur in der ersten Nacht bekam selbst die härteste Seefrau ein flaues Gefühl im Magen. Die Düse zwischen den Kanarischen Inseln setzte uns zu und wir kämpften uns tapfer durch die Nacht. Inzwischen kehrt der Hunger der Crew zurück, das erste Brot wurde gebacken und gestern kochte der Skipper selbst. Captainsdinner liegt immer hoch im Kurs, vergessen plötzlich alle Magengrummeleien. Kochen kann er beinahe genauso gut, wie er liebevoll die Innerein der MARLIN pflegen, wie jetzt in diesem Moment, da er schweißüberströmt im Motorraum eine Wartung durchführt. Ich werde ihn gleich mal fragen ob er einen Aufguss haben möchte :op

So eine Überfahrt, ist für mich jedenfalls, immer etwas besonderes. Ich habe zwar schon an die 10 solcher Fahrten hinter mir, nicht ganz so lang, aber immerhin. Die ersten zwei Tage sind die schwersten, bis man sich an den Wachrythmus gewöhnt hat und nicht mehr aus dem Schlaf aufschreckt, weil man denkt Verschlafen zu haben. Dieses mal ist es aber etwas  anders, da wir nur zu viert sind, plus Skipper im Standby, und man deshalb auch nur 4 Stunden Schlaf am Stück hat. Aber ich mag dieses Gefühl eigentlich sehr, man ist dauerhaft nicht ganz wach, schläft aber auch nicht wirklich tief und träumt sehr viel, da die Tiefschlafphase fehlt. Es fühlt sich an wie im Dauerdilirium, andere nehmen dafür Drogen. An seine Grenzen kommt man aber eigentlich nur im Moment des Geweckt werdens, in dem man sich ernsthaft fragt, warum man sich das eigentlich antut und dann auch noch Geld dafür bezahlt. Segler sind doch schon ein verrücktes Volk.

Für mich etwas  sehr schönes ist auch, endlich wieder einmal auf einem Eignerschiff mitzufahren, so viel gemütlicher und vertrauter ist es doch, als auf einer Charteryacht. Da bewundere ich den Micha sehr, das er in manchen Situationen so gelassen bleibt, selbst wenn sein geliebter Löffel zum hundertsten mal in der Besteckschublade landet, statt an seinem angestammten Platz. Auch ein zerschellter Teller, lässt ihn nur müde mit der Augenbraue zucken. Diese beinahe stoische Ruhe ist schon bewunderswert, denn schließlich ist es ja sein zu Hause. Ich lerne gerade vom Skipper -tief durchatmen und lächeln. Aber natürlich lerne ich nicht nur das, sondern auch die Eigenheiten der MARLIN kennen, sie zu steuern und Manöver zu fahren. Ich fühle mich sehr wohl hier auf der MARLIN.

Geschrieben von Iris/ Siri, selbst Bloggerin und Weltenseglerin

 

Mitsegeln auf der MARLIN!

 

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Blogpost

{Time:22:00:00}
{Date:20181110}
{Position:16°45.1380’N, 022°58.7822’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Sal, Cabo Verde Islands}
{Target:Boa Vista, Cabo Verde Islands}
{Temp Air/Pressure:1013,0/24°C}
{TempWater:26,0°} {Wind:25kn/NE}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20181110}
{Title:Angekommen im Paradies der Erinnerungen}

Skippers Review

Wir sind da angekommen wo für mich 2001 alles angefangen hat. Das wahre, wirkliche Blauwassersegeln. Die Kapverden. Das war zum ersten Mal in meinem Segler-Leben richtiges Ausland. Ankommen und nicht wissen, was einen erwartet. Eine Haus mit einer schokofarbigen Beamtin in Uniform, die uns damals die Pässe zur Verwahrung abgenommen hat, eine Wasserstelle im Dorf wo Nathalie unsere Wäsche mit der Hand gewaschen hat und ich Kanister mit Trinkwasser zur IRON LADY geschleppt habe. Mit einem französischen Segler-Pärchen haben wir uns ein Auto gemietet und die Insel Sal erkundet über Wasser und unter Wasser. Es gibt immer noch kein Carrefour Supermarkt auf den Inseln. Kleinbusse haben die Alugers abgelöst, die einen für ein Euro über die Insel bringen. Der Hafen ist neu, aber schwellig wie vor 17 Jahren schon. Die Menschen sind um so netter geworden. Unweigerlich fange ich an zu vergleichen mit früher und ein langes Telefonat mit Nathalie lindert den Schmerz ohne meine Familie hier zu sein etwas. Ja. Dort wo es Häuser gibt auf den Kapverden, gibt es nun auch 3G Internet und anstatt Schnorcheln zu gehen, sitze ich am Rechner und schreibe e-mails und diesen Eintrag. Das Erste nach dem Einklarieren war der Kauf einer SIM Karte. Das Internet hat unser aller Leben nicht unbedingt positiv verändert.

Seglerisch war es ein fantastischer Trip. Schnell, effektiv, sternig. Tolles Segelteam und mir ist es sogar gelungen während der Überfahrt den Generator fertig zu installieren, Wasser und Strom zu machen. Menschlich hat es leider innerhalb der Crew nicht ganz gepasst. Nun bin ich mit Iris erst mal bis Donnerstag alleine an Bord. Die dreckige Wäsche habe ich gestern und heute bereits bei 40° gewaschen und muss das nicht hier im Blog tun. Prima, so ein Generator an Bord zu haben. Zu was der alles gut ist. Grins.

Auch wenn sich das nun einfach anhört, so ist es leider gar nicht. Mit Gästen an Bord vernachlässige ich unweigerlich die Reparaturen und die haben sich nun doch gesammelt. Ein gebrochenes Kabel zum Sensor des Batteriemonitors hat schon Priorität, an den Segeln müssen Nähte repariert werden, die Elektrik ist halb auseinandergenommen und eine lange Liste an Kleinigkeiten die zu erledigen sind, steht an der Tafel. Unser Blog funktioniert nicht richtig, in Flensburg stehen auch tausend Dinge an. Also erst mal bleiben wir vor Anker hier in Palmeira und bringen den Kahn wieder auf Vordermann. Nach dem Wochenende steht dann Verlegen nach Santa Maria auf dem Programm. Na. Und was gibt es da? Eine Woche Urlaub und Kiten.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19

Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
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blogpost 20181107

{Time:22:00:00} {Date:20181107} {Position:20°07.7800’N, 021°28.7000’W} {Direction/Speed:260°/ 7,0kn} {Place:Atlantic}  {Target:Sal, Cabo Verde Islands} {Temp Air/Pressure:1014,0/23°C} {TempWater:25,0°}
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MARLIN als neue Erfahrung

Da sitze ich also, auf der sagenumwobenen MARLIN, von der ich im Vorfeld schon so viel gelesen und gehört habe. Welch Ehre! Ein wirklich erhabenes Schiff ist sie, die rote Lady, ja ein Schiff, kein Boot, wie diese Joghurtbecher. Dabei fing alles etwas holprig an, Neugenerator Arnold verzögerte die Abfahrt auf die Kapverden um eine ganze Woche, um so mehr begrüßen wir nun seine Anwesenheit und seine Arbeit in aller Stille, ich habe noch nie einen so leisen Generator erlebt. Denn nicht nur eine zufriedene Crew, sondern auch ein zufriedener Skipper, machen einen guten Törn aus und zufrieden wirkt er nun, der Weltumsegler Micha. Gespannt war ich auch auf ihn, denn schon vor Jahren auf Facebook liefen wir uns des öfteren virtuell über den Weg. Das er nun nicht mehr mit seiner Natalie, sondern mit Gästen um die Welt schippert, erstaunte mich um so mehr und so ergriff ich die Chance und schrieb ihn auf handgegenkoje.de an – “Hey Micha, kennst mich noch? Nimm mich mal mit ;o)” Schnell war der Kontakt wieder hergestellt und wir uns einig, eine “Probefahrt” soll dies nun sein. Wir wollen schauen ob wir vier – die Lady, der Micha, die zukünftige Crew und ich, es gemeinsam drei Wochen über den Atlantik miteinander aushalten. Und damit hier keine Missverständnisse auftauchen, zum Erhalt der MARLIN zahlen alle die mitsegeln ihr Kojengeld. Auch ich. Sonst könnte Skipper Micha dieses Schiff wohl kaum finanzieren. Obwohl? Lotto? Alles ist möglich? Ich werd es Micha mal vorschlagen.

So lausche ich hier unten am PC dem rauschen der Wellen, die die Lady in Red sanft durchschneidet. Kein hartes Aufknallen, kein Knarzen des Inventars. Sie wiegt sich mit 6-7 Knoten Geschwindigkeit, bei gerade mal 4 Bft von NE sanft hin und her, so dass wir wohl beinahe zu früh am Zielort sein werden. Aber wir haben auch enormes Glück mit dem Wetter, nur in der ersten Nacht bekam selbst die härteste Seefrau ein flaues Gefühl im Magen. Die Düse zwischen den Kanarischen Inseln setzte uns zu und wir kämpften uns tapfer durch die Nacht. Inzwischen kehrt der Hunger der Crew zurück, das erste Brot wurde gebacken und gestern kochte der Skipper selbst. Captainsdinner liegt immer hoch im Kurs, vergessen plötzlich alle Magengrummeleien. Kochen kann er beinahe genauso gut, wie er liebevoll die Innerein der MARLIN pflegen, wie jetzt in diesem Moment, da er schweißüberströmt im Motorraum eine Wartung durchführt. Ich werde ihn gleich mal fragen ob er einen Aufguss haben möchte :op

So eine Überfahrt, ist für mich jedenfalls, immer etwas besonderes. Ich habe zwar schon an die 10 solcher Fahrten hinter mir, nicht ganz so lang, aber immerhin. Die ersten zwei Tage sind die schwersten, bis man sich an den Wachrythmus gewöhnt hat und nicht mehr aus dem Schlaf aufschreckt, weil man denkt Verschlafen zu haben. Dieses mal ist es aber etwas anders, da wir nur zu viert sind, plus Skipper im Standby, und man deshalb auch nur 4 Stunden Schlaf am Stück hat. Aber ich mag dieses Gefühl eigentlich sehr, man ist dauerhaft nicht ganz wach, schläft aber auch nicht wirklich tief und träumt sehr viel, da die Tiefschlafphase fehlt. Es fühlt sich an wie im Dauerdilirium, andere nehmen dafür Drogen. An seine Grenzen kommt man aber eigentlich nur im Moment des Geweckt werdens, in dem man sich ernsthaft fragt, warum man sich das eigentlich antut und dann auch noch Geld dafür bezahlt. Segler sind doch schon ein verrücktes Volk.

Für mich etwas sehr schönes ist auch, endlich wieder einmal auf einem Eignerschiff mitzufahren, so viel gemütlicher und vertrauter ist es doch, als auf einer Charteryacht. Da bewundere ich den Micha sehr, das er in manchen Situationen so gelassen bleibt, selbst wenn sein geliebter Löffel zum hundertsten mal in der Besteckschublade landet, statt an seinem angestammten Platz. Auch ein zerschellter Teller, lässt ihn nur müde mit der Augenbraue zucken. Diese beinahe stoische Ruhe ist schon bewunderswert, denn schließlich ist es ja sein zu Hause. Ich lerne gerade vom Skipper -tief durchatmen und lächeln. Aber natürlich lerne ich nicht nur das, sondern auch die Eigenheiten der MARLIN kennen, sie zu steuern und Manöver zu fahren. Ich fühle mich sehr wohl hier auf der MARLIN.

Geschrieben von Iris/ Siri, selbst Bloggerin und Weltenseglerin

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

{end}

post 06112018

{Time:22:00:00} {Date:20181106} {Position:22°08.7400’N, 020°28.9800’W} {Direction/Speed:182°/ 7,0kn} {Place:Atlantic}  {Target:Sal, Cabo Verde Islands} {Temp Air/Pressure:1015,0/23°C} {TempWater:25,0°}
{Wind:5bft/NE} {Wave:2-3m} {Vimeo:} {Photo:20181106} {Title:Ein Platz an der Sonne}

Mein Zuhause: Der Atlantico

Es gibt Tage an denen bin ich traurig, es gibt Tage an denen bin ich himmelhoch jauchzend. Dies hing bisher oft offensichtlich mit Erikas Fehlfunktionen zusammen. Demnach dürfte ich jetzt ein Super Skipper sein, denn ich sollte extrem weniger schlechte Lause haben und der perfekte Skipper werden. Noch ein bisschen Sonne, angenehme Temperaturen und nette Mitsegler, schon sollte alles in Butter sein. Unter dem Moto fange ich den Tag an. Erst einmal machen wir mit Arnolds Hilfe beim Segeln! 1.000 Liter Wasser. Laut ist jetzt der Wassermacher, nicht mehr der Generator. Bis in den Nachmittag hinein brummen die Aggregate. Ich gönne mir eine heiße Dusche, denn den Boiler kann Arnold auch betreiben. Das ganze geht auch mit bis zu 23° Krängung. Bei Downwind machen wir grade mal 10-15°. Neue Dimensionen. Genug Lob für Arnold heute. Man soll es ja nicht übertreiben.

Im zweiten Schritt checke ich den Proviant. Meine Crew ist zwar nicht hungrig, aber von Esskultur kann man nicht unbedingt sprechen. Wegen der Wachen, weil immer jemand am Morgen schläft, macht sich am Morgen jeder etwas selbst. Das gefällt mir nicht unbedingt. Ich hätte lieber etwas gemeinsames. Also verkünde ich mit persönlicher Ansprache: „Ich koche heute Nachmittag um vier Uhr für Alle. Ausserdem ist heute Bergfest, also gibt es Wein oder Bier für alle die wollen. Es gibt Hühnchen mit La Palma Pilzen, einen frischen Salat, Reis… Kocht der Chef ist das anscheinend was anderes. Alle sind dabei. Keine Nörgelei. Beim Essen bekomme ich mehr Komplimente zu meinen Kochkünsten, als derweilen zu anderen Sachen die ich gemacht habe. „Du solltest mehr in der Küche stehen und weniger im Motorraum. Das macht Dich viel sympathischer.“ „Genau das habe ich vor.“ Eine satte Crew ist eine gute Crew. Nach einen Nep, sitze ich mit der ersten Wache im Cockpit. Die Nacht ist tiefschwarz. MARLIN rennt im zweiten Reff, geht wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Meer teilen in Ost und West. Dabei machen wir ordentlich Süd. Keine Wolke ist am Himmel. Millionen von Sternen. Davon sind ein Großteil andere Sonnensysteme mit anderen Planeten, unseren Brüder und Schwestern in einer anderen Lebensstufe. Unglaublich. Ich nehme das iPad in die Hand. Wir hören Ping Floyd und erforschen den Himmel mit einer Sky View App, die all diese Namen der einzelnen Sterne kennt, die weiß wo der Mars und die Venus grade steht, die die ganzen alten und neuen Satelliten kennt, die bunt blitzen, statt leuchten. Neumond. Ich setzte mich in die Süllkante auf Lee, lasse die Beine und die Seele baumeln. Ab und an berührt das phosphoreszierende Wasser meine Füße. Auch dort unter uns ist eine ganz andere Weld, von der wir Menschen so wenig wissen. Jetzt bei Neumond, blitzt es, leuchtende Algen, Quallen, Kleingetier, Ungeheuer und Sonderbares flitzt an der MARLIN vorbei. So etwas kann man im normalen Leben nicht erleben, dass geht nur mit einem Segelboot. Gut das die MARLIN uns diese Welt an manchen Tagen so nah bringen kann. Ein Platz an der Sonne? Nein. Ein Platz an Millionen von Sonnen unter und über uns.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

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post

{Time:23:00:00} {Date:20181105} {Position:24°11.6200’N, 019°85.5500’W} {Direction/Speed:189°/ 8,0kn} {Place:Atlantic}  {Target:Sal, Cabo Verde Islands} {Temp Air/Pressure:1015,0/23°C} {TempWater:25,0°}
{Wind:6bft/NE} {Wave:2-3m} {Vimeo:} {Photo:20181105} {Title:Arnold beginnt seinen neuen Job auf der MARLIN}

…und es werde Licht.

In diesem Post geht es um Mich(a) und Arnold. Seit La Palma steht Arnold der Northern Lights 5KW Generator an Erikas Platz. Vier Schrauben halten ihn an seinem Platz. Aber laufen tut er nicht. Es fehlen noch jede Menge Kabel und Schläuche Nach dem gestrigen Tag und den seglerischen Übungen, traue ich meiner Crew nach zwei Tagen ausreichend, um mir das dreckige ARC 2017 T-Shirt anzuziehen und meinen Job zu beginnen. Einen neuen Generator installieren, wo macht man das am besten? Bei 15-20 Knoten Wind auf offener See und 3 Meter Welle. Ich habe auf La Palma kurz vor unserer Abfahrt noch sechs Meter Kühlwasserschlauch und einen Meter flexiblen Abgasschlauch für Wet Exhaust Systems erstanden. Der Schlauch, den mir Lars noch netterweise in Flensburg gegeben hat, mit dem komme ich nicht um die Ecke. Ich schaue mir mit Iris und Daniel noch den Sonnenaufgang gemeinsam an und verschwinde dann in den Tiefen des Motorraums. Eine kleine Musikbox befreit mich von den Gesprächen über mir, so dass ich mich voll konzentrieren kann auf die Installation. Ich fange mit dem Schnüffelventil zwischen der Wasserpumpe und dem Wärmetauscher an, das bis unter die Decke des Motorraums verlegt werden muss, damit der Generator nicht über den wassergekühlten Auspuff und Syphon Effekt geflutet werden kann. Klar. Eigentlich braucht man ja nur den Seewasserhahn zumachen, dann passiert so etwas nicht. Aber wer denkt daran schon immer? Mit dem Abwasserschlauch habe ich zu kämpfen und haue mir, war klar, das offene Ende einer Schlauchschelle ins Nagelbett. Gestern hatte ich noch Handschuhe in der Hand. Weiter geht es mit den Dieselleitungen nach dem die Blutung sich selbst gestillt hat. Auch immer gut, besonders wegen meinem Krankheitshintergrund. Zwischendurch darf ich immer mal wieder an die Luft und an Deck schaukelt es ordentlich. Im Motorraum vergisst man das glatt, wenn man nicht grade eine Schraube in der Bilge sucht.

Die vorgesehenen Öffnungen für die Diesel-, Kühlwasser- und Starterbatterieleitungen gefallen mir so gar nicht. Also bohre, schneide, säge und feile ich die akribisch an die Stellen des Schallschluckgehäuses, wo die Leitungen vorher in Erika reingingen, so kann ich die alten Leitungen nutzen. Andy schaut ab und an mal von oben durch die Luke und gibt einen Ratinger Sprücheklopper-Kommentar ab. Das meint er ja nicht so, ich fasse das einfach nur zu empfindlich auf, denke ich mir. Es wird Mittag. Es wird Nachmittag. Die Sonne geht unter und wieder einmal sitze ich im Cockpit und ziehe an meiner nikotinfreien E-Zigarette, trinke mir eine kalte Cola. Rund herum um uns Wasser. Der kobaltblaue Atlantico. Dann gebe ich mir einen Stoß. „Weiter Micha!“ Wieder zurück in die Tiefen des Motorraums, mit dem Ziel in Zukunft nur noch Öl- und Filterwechsel zu machen und keine tagelangen Operationen am offenen Herzen von Erika. Nach Sonnenuntergang bin ich soweit, das Diesel-System zu entlüften. Doch Moment. Die Kabel zu den VICTRON’s fehlen ja noch. Ein Stück Landanschlußkabel hat den richtigen Querschnitt, ich finde den freien Anschluss am Verteilerkasten. Dazu muss ich mich auf die Werkbank legen. Na, jetzt wird es aber akrobatisch.

Meine Mitsegler sitzen derweilen im Cockpit und schauen dem Autopiloten beim Steuern zu. Die Lust selbst zu steuern nimmt nach den ersten beiden Tagen meist exponential ab. Das ist vollkommen normal und auch nicht der Rede wert. Das Wetter ist immer noch grau. Ab und an ein Regenschauer. Die Nacht bricht ein. „Willst Du nicht langsam mal duschen gehen?“ Ich grunze irgendwas Unverständliches zu Andy zurück und stecke die Batteriehauptschalter für Arnold ein. Keine Explosion. Na, dass ist doch schon mal gut. Dann runter an das Aggregat. „Arnold. Das ist der Beginn einer hoffentlich großen und langen Freundschaft“, rede ich ihm gut zu. Ich glühe vor. Drücke den Startknopf und Arnold rumpelt für zwei Sekunden und dann gehen die drei Kolben ihren Weg von oben nach unten. „Es funktioniert! Es werde Licht!“

Alle freuen sich. Nicht vorzustellen was los gewesen wäre, wenn nicht. „Dann hätten wir schon mal die Rettungsinsel klar gemacht. Nur die Frage für wen? Für uns oder den Skipper?“, frozzelt Werner, so wie es seine Art ist.

Es dauert zwei Stunden bis ich merke, dass die Auspuffschelle am Vetus Muffler / Wasserstop nicht dicht ist und literweise Wasser sich ihren Weg unter die Hauptmaschine suchen. Das ist weniger ein Problem, als den Muffleranschluss dicht zu bekommen. Was die sich von Vetus immer so ausdenken. Ist schon unglaublich.

Aber genauso unglaublich ist der Northern Light Generator. Schon ohne Schallschutzhaube mit seinen 1.500 rpm kaum hörbar, muss man vorsichtig sein, dass man ihn nicht einfach vergißt, so leise ist er. Im Cockpit hört man ihn garnicht. Im Schiff merkt man eher die niederfrequenten Vibrationen, als ihn zu hören. Die Batterien werden maximal geladen, der Wassermacher läuft. Es ist einfach, wie Landstrom zu haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Es funktioniert. Das Schaltpanel von Arnold wohnt nicht mehr im Salon sondern im Motorraum. Da wo es hingehört. Denn wenn ich den Generator starte, muss ich daneben sitzen um zu hören und zu sehen, dass alles gut ist. Der Skipper schaltet den Generator im Motorraum manuell ein und aus. Es gibt bewußt keine große Elektronik und die kleine Platine der Regelung ist komplett vergossen, bis auf zwei Potis und einen Schiebeschalter. Keep it simple.

Ja. Ich bin glücklich und zufrieden. Eine Entscheidung, die ich lange vor mir hergeschoben habe. Schlussendlich die richtige Entscheidung. Hoffentlich. Jetzt muss ich erst einmal so ein Vertrauen zu Arnold aufbauen, wie ich es zu Johann habe. Anschalten. Läuft. Das wird bestimmt ein paar Tage dauern. In Sachen Generator bin ich ja nun eher ein gebranntes Kind.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

{end}

Post 041118

{Time:22:00:00} {Date:20181104} {Position:26°24.0600’N, 018°45.6000’W} {Direction/Speed:157°/ 6,0kn} {Place:Atlantic}  {Target:Sal, Cabo Verde Islands} {Temp Air/Pressure:1016,0/23°C} {TempWater:25,0°}
{Wind:5bft/NNE} {Wave:2-3m} {Vimeo:} {Photo:20181104} {Title:Einleben an Bord}

Freunde gewinnen

Die südlichste Kanareninsel El Hierro verschwindet langsam in Blaudunst am Horizont – Der MARLIN Mikrokosmos tut sich auf. Noch sind die Batterien der MARLIN voll. Ordentliche Wind beschleunigen die drei Flügel unseres Windgenerators sogar auf Raumshot Kurs und fast schon vermute ich das Erika heimlich sogar Strom verbraucht anstatt erzeugt hat, als sie noch an Bord war. Ja. So bin ich. Immer auf der Suche nach den Lecks. Unser Wasservorrat schrumpft, meine Mitsegler wollen und sollen duschen. Seit zwei Tagen habe ich schon meine mails nicht mehr gelesen. So ist jeder Törn am Anfang für mich. Zu viele Aufgaben erzeugen Schwund. Ohne Internet sind mir die Hände gebunden. Aber eigentlich auch ganz gut so. Das ist genau, was ich im Moment brauchen kann. Ruhe vor diesem Teufelsnetz. Genau deshalb sind wir ja auch unterwegs.

Wir geniessen den stetigen Rückenwind und mit zum Tagesprogramm kommen ein paar Manöver, die von Nöten sind. Statt der materialbelastenden Halse trainieren wir mit Allemann Q-Wenden mit Running Backstay und gesetzter Fock. Nicht ganz so einfach im engen Cockpit der MARLIN. Auf der kommenden Strecke muss das sitzen. Klappt 1a. Jeder kommt ans Ruder und kann zeigen wieviel Gefühl er hat, die Spur zu halten, was viel besser und gradliniger klappt, als ich skipperisch erwartet habe. Keine Patenthalse, nur die ich selber gefahren habe, als ich beim Start in Las Palmas hinter dem Kreuzfahrtschiff VENTURA das Groß setzten habe lassen und in eine Windverwirbelung gekommen bin. Ohne Bullenstander hat der Bumm des Baumes mir selbst in meiner Seglerseele wehgetan. Nur gut, das so gut wie keine Wind war. Mehr Schreck als alles andere. Jedem am Ruder zeigt MARLIN, wie schön luvgierig sie werden kann, wenn sie erst einmal anfängt, in den Wind zu schiessen. Kann sie ja gut, die mit dem Meer tanzt. Eine kleine Unaufmerksamkeit, eine Frage vom Skipper oder vom Segelkameraden an den Steuernden, eine kleine Böe, reicht schon auf dem Downwindkurs, um sie mit etwas zu viel Segel in den Wind schiessen zu lassen. Alle lernen damit umzugehen und die 30 Tonnen Aluminium wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

Auf dem Schiff, auf so einem Törn, kommt es recht flott zu Zwischenmenschlichem. Psychologie an Bord nennen wir das heute. Bin ja mal gespannt wann der Sailout ein Schlagwort bei den Skipper-Insidern wird. Meine Besetzungsstrategie ist im Moment ja vier Mitsegler in den schlafkomfort vorteillastigen Achterkabinen und Eignerkabine im Vorschiff. Andy und Werner haben sich schnell zusammengefunden und für eine gemeinsame Zeit in einer der beiden fast schiffsmittigen Achterkabinen, mit den zwei Stockbetten entschieden. Was sich auch auf die Wachen fortführt, was sich auch in der bevorzugten Kommunikation fortführt. So entstehen Segel-Freundschaften. Ich freue mich immer so etwas zu sehen. Werner zeigt ein besonderes Interesse an der Benutzung des Bordrechners, dem Anfragen von Wetternachrichten über Funk, dem Empfang derselben, der Interpretation bis hin zum Wetterrouting mit QTVLM. Ist nicht so oft, dass sich Mitsegler so sehr für diese Techniken interessieren. Werne ist da schon echt eine Ausnahme und zeigt nun den anderen wie man Mails schreibt und per Funk verschickt.

Der Wind frischt auf und wir können quasi schon die Kapverdischen Inseln riechen. Es ist wieder ein wunderschöner Segeltag auf der MARLIN. Das kobaltblaue Wasser des Atlantik gurgelt im Kielwasser der MARLIN und für kurze Momente erinnere ich mich an die Zeit in der ich 2001 zum ersten Mal diese Strecke des Atlantiks mit Nathalie und der IRON LADY für mich erobert habe. Eine wunderschöne Zeit, eine wunderschöne Erinnerung. So schön kann es leider nie wieder werden, wenn man einen Ort zum wiederholten Male anläuft.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

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Blogpost 3.11.18

{Time:22:00:00} {Date:20181103} {Position:28°11.4700’N, 017°55.6500’W} {Direction/Speed:252°/ 8,0kn} {Place:Canary Island}  {Target:Sal, Cabo Verde Islands} {Temp Air/Pressure:1018,2/28°C} {TempWater:25,0°}
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Atlantiküberquerung Leg 1 ist gestartet

Bekannter Weise gibt es ja Höhen und Tiefen im Legen eines Micha W. aus D. Die letzten Tage sind eher dämlich, ärgerlich und unwirsch. Auf Hangegenkoje.de, wo zu einem Teil unserer Mitsegler herkommen, hat ein Unbekannter seinen Beurteilungssenf zu einem Törn im Februar 18 abgegeben, bei dem er angeblich in Cuba mitgesegelt ist. Weder ich, weder die MARLIN waren im Februar in Cuba und die Vorkommnisse, die entfernt auf die anprangernden Umstände der Beurteilung verweisen passend am ehesten auf die CREW 44 mit der Andreas auch mitgesegelt ist und der ist grade an Bord und glücklich darüber das er wieder mitsegeln darf. Ich nehme mir solche Anschuldigungen sehr zu Herzen und schlafe eine Nacht so gut wie gar nicht. Wie soll ich jetzt darauf reagieren? Der Verfasser schützt sich in incognito. Andy fragt per Telefon bei der CREW 44 nach. Mitseglerin Tine spricht für den Rest der Crew, dass sie es auf keinen Fall waren, solche unverschämten Anschuldigungen und dann auch noch so feige und incognito, über ihren tollen Skipper Micha ins Netz zu stellen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Fake Eintrag handelt, der ja ohne jegliche Überprüfung ins Netz gestellt werden kann. Nur der Betreiber Christian kennt die e-mail Adresse mit der der Eintrag veröffentlicht wurde. Der will aber den Eintrag erst selbst verifizieren und nur löschen wenn der Verfasser sich nicht meldet. Mein Anwalt Carsten sagt zu dem Vorfall, dass der Beschuldigte, also ich in dem Fall, die Löschung verlangen kann. Im O-Ton schreibt er: „Grundsätzlich besteht einerseits zwar kein Anspruch auf Löschung einer schlechten Bewertung (Meinungsäußerung), allerdings besteht ein Anspruch auf Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen. Tatsachenbehauptungen sind hier vielfach vorhanden, wie zum Beispiel, dass der Skipper von der Reling gepinkelt und den Mitreisenden den Schnaps weggetrunken hat, außerdem dass das Boot bei Übernahme schmutzig gewesen sei. Soweit diese Tatsachenbehauptungen nicht erweislich wahr sind, zum Beispiel durch Zeugenbeweis, besteht ein Löschungsanspruch. Ein solcher Anspruch kann nicht nur gegen den Verfasser der Nachricht geltend gemacht werden, sondern auch gegen den Portalbetreiber, wenn dieser seine Prüfungspflichten verletzt.“ Soll ich mich jetzt mit Christian vor Gericht streiten? Nathalie rettet die ganze Situation. Sie schreibt einen objektiven Kommentar zu dem Eintrag, durch den sich der Verfasser eigentlich nur selbst denunziert. Danke Nathalie. Jetzt macht es fast keinen Sinn mehr den Eintrag zu löschen Christian.

Auf der MARLIN geht das Leben seinen gewohnten Weg weiter. Hätten wir Werner nicht, dem schon seit ein paar Tagen die Decke auf den Kopf fällt, weil er zuerst auf der MARLIN war als sich alles verschoben hat, wären wir erst morgen losgesegelt zur ersten Leg unserer Atlantiküberquerung East-West 2018. Aber so fahren wir nach Tanken und Abschied am Nachmittag los. Mitten in die Düse zwischen Teneriffa und La Palma, während grade eine Depression aus Madeira des Barometer nach unten sinken lässt. Der Skipper steht alleine am Ruder, denn die Mitsegler haben ja noch keinen Meile selbst gesteuert, schlussendlich, nach gefühlten vier Stunden laufen wir unter Top und Takel nach Süd ab in die tiefeschwarze Nacht hinein. Hauptsache Werner und der Rest der Crew ist glücklich und ich bekomme nicht wieder eine schlechte Bewertung von Mister XYZ ;-) Grins.

Mit dabei ist auch Daniel. Dem gönne ich am meisten die Zeit auf der MARLIN. Der in Portugal geborenen deutschblütige Blogleser war vor ein paar Monaten schon auf der MARLIN, als wir noch in Culatra lagen, um sich Skipper und Schiff vor der Buchung in Augenschein zu nehmen. Wir haben uns auf Anhieb bestens verstanden. Dann gab es Probleme mit seiner Arbeit, er ist unentbehrlicher als er eigentlich will und viele Mails flossen zwischen seinen und meinem Account hinunter bis dann schlussendlich doch die Buchung kam. Jetzt kurbelt Daniel an den Wischen, setzt und refft die Segel der MARLIN und hat vermessen von mir gehofft die schönsten Segelerlebnisse seines Lebens, wenn die MARLIN und ich ihm zeigen, wie die 30 Tonnen besonderes Schiff den Atlantik mit neun Knoten in zwei Teile teilen. Voraus liegt Cabo Verde, unser nächstes Ziel und schon nach der zweiten Nacht wird sich die Glocke über unserem Mikrokosmos schliessen, die Sterne uns den Weg zeigen. Ja. Wir haben Glück. Wir werden guten Wind bekommen für die meiste Zeit des Weges. Gerne hätte ich Markus und Ferdi von der letzten CREW dabei, die so tolle Mitsegler waren und so wenig Wind hatten. Aber so kann es gehen. Das ist halt Segeln.

Ganz in eigener Sache. Für unseren Törn vom 15.12.18-11.1.19 mache ich keine Kompromisse. Neben unzähligen HgK Anfragen habe ich auch vier Anfragen von zahlungswilligen Mitseglern abgesagt, die leider nicht ins Team passen. Vielleicht bist es Du, er mit dabei sein will? Nebst Harald, Lena und Andreas? 60 Fuß MARLIN für nur fünf Leute. Eine Woche Kapverden erleben -Weihnachten und Neujahr auf See? – In Tobago den karibischen Traum erleben. Was willst Du mehr?

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

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Blogpost

{Time:23:00:00}
{Date:20181102}
{Position:28°40.4386’N, 017°45.5875’W}
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{Title:Neue Gäste kommen an Bord}

Alles dreht sich

In der schwelligsten Marina meiner kleinen Weltvorstellung knallen mal wieder die Springleinen an den Rumpf, wenn mitten in der Nacht MARLIN anfängst, sich durch unerforschte Wasserbewegungen, mitten in der Marine, versucht loszureißen. Geht ja nicht, dass die Festmacher reißen oder die Klampen aus dem Deck springen, aber manchmal hört es sich so an.

Iris und Daniel vervollständigen heute meine CREW 48 um die Kapverdischen Inseln anzulaufen und schwupps stehen wir bei Lidel an der Kasse und befördern fünf vollgepackte Wagen an Lebensmittel auf die MARLIN. Hört sich wieder mal nach viele zu viel an, in 10 Tagen werden wir wissen, dass es nicht zu viel war. Iris ist eine echte Berliner Schnauze mit ordentlich Erfahrung was die Segellei betrifft und ergänzt die Crew humorvoll. Die Vorräte wandern Stück für Stück in die dafür vorgesehenen Plätze. Skipper Jan’s Netze unter der Decke der MARLIN sind prallvoll. Viele Hände, schnelles Ende, koche ich noch mal einen heimischen Gulasch für meinen neuen Mitsegler. Besonders Werner hat es eilig loszukommen. Den einwöchigen Verzug durch Arnolds Einzug in den Motorraum findet er nun langsam ausreichend. Ich ehrlich gesagt auch. Und so kann ich noch das fehlende Material, ein paar Schläuche für Arnolds Installation besorgen, werde diese aber erst auf See fertigstellen. Heute auf jeden Fall wäre dazu keine Zeit mehr gewesen. Dann hoffen wir mal, dass alles gut läuft morgen. Sicherheitseinweisung, letzte Besorgungen, Tanken und los.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19

Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

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Arnold zieht ein

{Time:12:00:00}
{Date:20181101}
{Position:28°40.4386’N, 017°45.5875’W}
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{Title:Arnold zieht ein}

Fliegender Wechsel

“Wow!“ Das das alles geklappt hat und Arnold, der neue Generator tatsächlich wie erwartet zeitgerecht eingetroffen ist und per Autokran Erika abwechselt… Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Dank der Hilfe von Werner und Andy steht er nun bereits im Motorraum. Vier Fundament Verschraubungen halten ihn fest. Ich habe mich nicht vermessen. Alles passt einwandfrei. Im Laufe der nächsten Tage werde ich nun die notwendiger Kabel und Schlauchverbindungen machen und los kann es gehen. Aber heute machen wir erst mal einen Tag frei. Andy mietet einen Wagen und los geht es in die La Palma Bergwelt. „Du kommst einfach mal mit und hälst Deinen Mund“, dirigiert mich Andy, bevor ich wieder im Motorraum oder sonst wo verschwinde. Am meisten beeindruckten mich die MAGIC-Teleskope in den baumlosen Bergen. Aber auch der Blick in die Caldera, heute leider wolkenverhangen, hat ihren eigenen, fast wahnsinnigen Reiz. La Palma ist so unterschiedlich wie jede der einzelnen Kanareninseln. Viel zu kurz ist die Zeit hier. In Tazacorte finden wir den Platz, den Werner so gesucht hat. Er verrät uns nicht mit wem er diesen Platz in Verbindung bringt. Nun er wird es schon wissen, der schnelle Feuerwehrmann aus dem echten Norden. Wir essen gut und günstig. Spanisch halt. Kanarisch halt. Was will man da noch sagen. Am Abend erreichen wir wieder die MARLIN und ich verschwinde doch wieder im Motorraum. „Ne Micha. Jetzt nix überstürzen sag ich mir selber. Morgen erst mal verproviantieren und dann kann es weitergehen. Immer mit der Ruhe. Es soll ja eine entspannte Freundschaft mit Arnold werden.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18
CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
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Rückwärts Eingeparkt

{Time:12:00:00}
{Date:20181030}
{Position:28°40.4386’N, 017°45.5875’W}
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{Title:Rückwärts Eingeparkt}

La La La Palma…

Wir sind Nachts angekommen. Gut so. Denn unser zugewiesener Parkplatz liegt ganz am Ende der skurrilen Marina. Bis vor kurzem war es hier gähnend leer, denn aus irgendeinem Grund steht hier an manchen Tagen, in der Marina bis zu einem Meter Schwell, der Fender platzen und Leinen reissen lässt. Wusste ich nicht so. Ist aber auch Vergangenheit meint Hafenmeister Pedro. „Wir haben jetzt ein Schutztor!“, schreibt er stolz als email. Na ja. Also dann mal rein in die Mausefalle. Das Stahltor senkt sich an an Stahlseilen in die Tiefe und gibt uns mit drei grünen Lichtern den Weg nach innen frei. Es ist Windstille und schon dunkel. Ohne Bugstrahl wie immer ein Abenteuer. Die Marina hat kein Tender was helfen kann. Es geht alles leise ab. Ferdi und Markus haben schon etwas Kroatien Erfahrung. So wie Markus die Leine zu Werfen in zwei Hände aufteilt kann ich mich wohl auf ihn verlassen. „Passt!“, rede ich mit mir selbst…

Das war der letzte Versuch einen Logbucheintrag zu verfassen. Dann ging alles rappzapp… Aus dem Visit von La Palma mit einem schönen Walk würde nichts. Schon saß ich am Flughafen von Teneriffa und in der Condor Maschine nach Flensburg. Das Schönste war aufzuwachen und meine Töchter MayaLena im Arm zu haben. Wochenende mit Sonnenschein, Spaziergang mit Hund im dänischen Wald, gemeinsames Abendessen mit Segelfreunden Heike & Bernd und schon war das Wochenende vorbei. Da stehen wir bei Harald auf seinem Schiff und installieren einen Antennenwald, legen die Kabel durch den Mast und alles dauert, wie sollte es anders sein, viel länger als normal. MARLIN- und LUNATRONIC-Freund Andreas ist dabei, ohne dessen Hilfe alles noch mal viel länger gedauert hätte. Vielen lieben Dank noch mal an dieser Stelle. Nach drei Tagen ist alles an seinem Platz, aber noch nicht fertig angeschlossen. Harald hat es noch nicht eilig, hat Verständnis und wenn das Wetter passt, machen wir das fertig.

Den besten Spruch bringt Lars, den ich fast zufällig am Ballastkai treffe. „Na Micha. Haste Dich endgültig von Erika getrennt? Gut. Aber worüber schreibst Du jetzt in Deinem Blog?“ Ich lache. „Welcher Blog Lars?“ Seit dem 24.10 hat unser neuer Provider, den wir wegen dem Datenschutzschlamassel brauchten, PHP Version sowieso abgeschaltet und dieser Blog ist nicht mehr erreichbar. Freund Martin ist im Urlaub, meine Programmierinder Inder vollkommen überlastet. Und ich habe davon wirklich keinerlei Ahnung. 1.200 km in 12 Stunden sitze ich mit Andreas in seinem VW Caddy und wir fahren nach Lemmer in Holland um den neuen Generator abzuholen. Man sieht, ich kann weiter über Generatoren schreiben, die nach meiner Meinung viel zu viel Platz in meinem Leben einnehmen. Wir müssen um drei Uhr morgens losfahren und kommen um vier Uhr nachmittags wieder in Hamburg an, wo der Generator verladen wir in die nächste Maschine nach La Palma… Hergott. Ja Ich bin super gestresst. Ich kann einfach nicht mehr. Und so geht es dann am kommenden Tag weiter. Kunde Bernd steht um zehn auf der Matte im LUNATRONIC Büro und ich nehme mir die Zeit für ihn. Versprochen ist versprochen. Um 18 Uhr weiß er alles über was wir machen und verkaufen. Ein Handschlag. Wir lächeln uns an. Auch er hat es nicht ganz so eilig. Das ist auch gut so.

Ich könnte tonnenweise weiterschreiben, aber ich bin schon längst wieder in La Palma auf der MARLIN. Gestern haben wir Erika aus dem Motorraum entfernt. Platz und sauber gemacht für Arnold. Ich wusste garnicht wie einfach man die Bodenplatte im Cockpit herausnehmen kann. Arnold, so soll er denn heißen der neue. Ist übrigens ein Northern Lights Generator, auf dem meine ganze Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben liegt… Später meer…

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18
CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
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Trocken Fallen Lassen

Zwischen den Inseln der Sehnsucht

Es war der vereinbarte Plan. „Wir segeln mit der IRON LADY zurück nach Europa und werden auf den Kanarischen Inseln wieder Fuß in der normalen Welt fassen.“ In Las Palmas auf Gran Canarias sollte unser Leben nach sieben Jahren Weltumsegelung einen neuen, normalen Anfang, mit Maya und Lena an den Händen, nehmen. Aber alles ist anders gekommen. Größer, Roter, Schiffiger, was die Seefahrt betrifft. Deutscher, als ich es mir jemals vorgestellt habe für meine Töchter. Ausgebremst und Trocken gefallen sind die Träume und Ideale meiner Jugend. Umgesetzt wird, was die Normalität einer deutschen Staatsbürgerschaft erwartet. Die Kanarischen Inseln verheißen mir da immer noch da Gefühl der Wahlheimat. Endlich komme ich dazu, wenn auch nur einen sehr kurz einen Blick auf die Insel La Palma zu erhaschen. Noch nie war es so schwierig meine Inseln im Atlantik zu erreichen. Diesmal habe ich wirklich Federn gelassen und auch mein Gemüt ist bei der tagelangen Dumm-Motorerei trocken gefallen. Nun, wir stehen grade mal eine Handvoll Meilen von La Palma, da geht der versprochene Trade Wind aus Nord wieder in die Knie, lässt uns allein und mit dreieinhalb Knoten dahintreiben. Mit den dynamischen Fotos aus der Yachtzeitung oder der Instagramwelt hat das alles nichts zu tun. „Wollen wir noch eine Nacht herumdümpeln?“ Skipper Wnuk verliert die Geduld, so wie immer wenn 50 Meilen vorm Ziel der Wind ausgeht. Irgendwann einmal wird der Motor ausfallen. Genau 50 Meilen vorm Ziel, vorm Hafen, vorm Trocken Fallen Lassen der Seele, des Gemüts. Dann bekomme ich eins auf den Deckel, wenn ich zwei Tage brauchen werde um irgendwann nur unter Segeln in den Hafen einzulaufen. Geduld. Geduld war noch nie meine Tugend.

Der endgültige Abschied von Erika ist nun besiegelt. Die Nachfolgerin ist bestellt und bezahlt. Eins ist sicher: Erika wird sie nimmer heißen. Ich habe ernsthaft über ein Seebegräbnis nachgedacht, so wie auch ich an meinem Ende Ruhe finden werde. Meine Peinigerin kann ich keines guten Gewissens verkaufen, weder verschenken, noch verschrotten. Da werde ich wohl erstens noch drüber nachdenken müssen und zweitens…

Mitseglerin Birgit und ich kennen uns schon mehr als dreissig Jahre. Ex von meinem besten Freund Guido, alte Bekannte aus Düsseldorfer Zeiten. Den guten Zeiten, als der Ratinger Hof noch Ratinger Hof war. „Mit Dir zu segeln, ist auf jeden Fall ein Erlebnis!“, meint Birgit und zieht dabei ihren linken Augenbraun hoch und schaut gefährlich nah über die Brille. Meint sie das jetzt ironisch? „Mit Freunden oder guten Bekannten zu segeln meist in die Hose!“, sage ich dazu. Birgit und ich hatten eine sehr gute Zeit zusammen. Wir haben unseren Weg gefunden. Birgit hat Offshore Segeln kennengelernt und wer wissen will ob sie die große Freundschaft zur See gefunden hat, der fragt sie dazu und sie wird das sagen, was sie darüber denkt. Und so ist das auch richtig so.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com