Archiv der Kategorie: SY Marlin

Klein Curacao Life

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190827}
{Title:Klein Curacao Life}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Klein Curacao Life

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
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{Title:Klein Curacao Life}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.


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Kite Buddies

{Time:22:00:00}
{Date:20190830}
{Position:12°03.5348’N, 067°41.2724’W}
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{Place:Las Aves} 
{Target:Los Roques}
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{Title:Kite Buddies}

Vorbereitung auf die Roques

Unsere Vorräte schrumpfen schnell. Vor allen Dingen Gemüse. Alles was man in Curacao kaufen kann ist gekühlt und hält sich nicht länger als eine Woche. Das ist so ziemlich meine einzige Sorge, die ich im Moment habe. Verhungern werden wir zwar nicht, aber in der zweiten Woche des Törns wird das Essen einfacher werden.

In Navionics heißt die Insel in deren Lee Seite wir vor Anker liegen einfach Lighthouse Island. Die Venezolaner haben sicherlich einen eigenen spanischen Namen für das Island, aber es niemand da, den wir fragen könnten. Wir sind alleine mit tausenden von Seeschwalben, die mit lautem Gezeter am Abend nach Hause kommen und ansonsten den ganzen Tag auf See und Futtersuche sind. Mit meinen Mitseglern und mir hat sich eine äußerst bemerkenswerte Truppe gebildet. Ich habe selten soviel Harmonie unter allen gespürt. Ich kann nicht sagen woran das liegt. Es passt einfach. Unsere Zeit vergeht so dermassen harmonisch, dass es schon erschreckend ist. Jeder einzelne hat seinen Aufgabenpart und macht diesen einfach perfekt. Keiner ist launisch. Wir sind vier komplett unterschiedliche Menschen, die sich vorher nicht kannten, tolerieren uns gegenseitig. Vielleicht weil wir wissen, dass es nur für zwei Wochen ist? Oder weil wir alle vier nichts anderes im Kopf haben als zu Kiten? W
enn das so sein sollte, kann ich nur hoffen, dass der Wind uns treu ist für den Rest des Törns.

Am Strand machen wir unser Kite Camp auf. Ganz schön viel Gerödel. Ich kümmere mich heute besonders um Andre, während Manuela sich um Nike kümmert. Nike ist nicht mehr zu helfen. Hört sich böse an, ist aber ganz und gar nicht so gemeint. Nike hat alles verstanden. Sie geht auf’s Wasser und fährt ohne Probleme heute ihre ersten 20 Meter. Was soll ich da noch helfen. Nike ist im Status: Üben, üben, üben… Irgendwann wird es Click machen und die Koordination zwischen Brett, Kite und Zurücklehnen funktioniert. War bei mir auch so nach 15 Stunden. Bei Manuela hat es nach acht Stunden geklappt. Andre hat seine beiden Kites kaputt repariert. Nicht grade so, dass ich ihm gerne meinen Kite leihe. „Ich weiß, dass Du mir einen neuen kaufst, wenn Du den kaputt machst… Also benimm Dich und knall ihn nicht auf’s Wasser.“ Mit dem Door Board und meinem 12er Kite fährt auch Andre heute ordentlich Strecke, steht definitiv mehr auf dem Kite Board, als das er im Wasse
r kämpft. Mit seinen 100kg ist das auch eine challenge. Weiß ich von mir selbst. Mein Ziel ist es die drei so weit zu bekommen, dass sie mit mir und Lieselotte in den Roques eine Down Wind Kite Safari kiten können. Das ist ein zwei Stunden Kite Törn an der Riffkante entlang und der ultimative Kite Kick. Mit dem Fischerboot geht es an die Südwestspitze der Roques und von da bis zum Ankerplatz der MARLIN zurück nach SakiSaki. Elf Meilen die sie niemals wieder in ihrem Leben vergessen werden. Im Moment sind wir noch weit davon entfernt, aber ich bin guter Dinge.

Mein eigener Kite Status ist auch nicht schlecht. Der Strand im Lee der Lighthouse Insel ist mit Saki Saki auf den Roques der beste Kite Spot den ich bisher kennengelernt habe. Knapp unter Land, hüfttiefes, kristallklares Wasser und 20 Knoten Wind, die komischerweise fast ohne Böen mit 20 Knoten über die Insel kommen. 100% ablandiger Wind. Nur machbar mit unserem Beiboot als Sicherheit. Es ist auch ständig im Einsatz. Ich kann inzwischen so genial Höhe laufen, dass mich das nicht mehr tangiert. Ich konzentriere mich auf Wende, Switch und Springen. Ja. Ich habe das totale Kite-Grinsen im Gesicht. Heute bin ich vier mal auf dem Wasser. Vier Sessions. Es wird einfach nicht langweilig.

“Wollt ihr Steak?“ „JAAAAAA!“ Ich bin körperlich am Ende nach dem ganzen kite work out von heute. Aber die Steakes bekomme ich noch hin. Das Fleisch ist wirklich so lecker, dass sich keiner beschwert, obwohl alle vier Portionen rare sind statt medium. „Warum bratest Du sie überhaupt?“, grinst Andre, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. „Die Pfanne ist noch heiß. Ich kann sie nachgaren.“ Keiner will es. Ich falle in die Koje. Ich hab gekocht, muss nicht spülen. Kann ich auch nicht mehr.

Morgen segeln wir auf die Roques. Yeah!


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Krokodilstränen

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
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{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
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{Photo:20190827}
{Title:Krokodilstränen}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.

Schlechte Nachrichten erhält man auch im Paradies: „Lieber Michael. Wir kennen uns nicht, haben uns nur zweimal kurz gesehen, einmal anlässlich deines Vortrages bei der IBM in Zürich, und einmal in Stockholm. Ich bin (war) die Lebenspartnerin von Chris Schöpflin. Leider muss ich dir die traurige Mitteilung übermitteln, dass Chris vor genau einem Monat nach einem mehrwöchigen Spitalaufenthalt und mehreren schweren Operationen verstorben ist. Er hat sich in unseren Ferien im Mai eine bakterielle Infektion zugezogen, welche leider für seine Herzklappe nicht verkraftbar war. Ich bin sehr traurig, und vermisse ihn fest. tagesanzeiger.sich-erinnern.ch/traueranzeige/christian-schoepflin Zwölf Jahre sind wir gemeinsam durchs Leben gegangen, und wir haben unter anderem viele traumhafte Törns zusammen versegelt. Er hat immer wieder vom Transatlantiktörn mit Dir erzählt und geschwärmt, und es war sein grosser und letzter Wunsch, den Atlantik auch noch von West n
ach Ost mit der MARLIN zu durchqueren. Dazu kam er leider nicht mehr. Ich hoffe für ihn, dass er weitersegeln kann, wo auch immer seine Seele jetzt ist. Segeln war seine grosse Leidenschaft. In tiefer Trauer, Cynthia“

So schnell heule ich ja nicht los. Aber das bricht mir das Genick. Dicke Krokodilstränen laufen über meine Wangen. Chris war einer meiner besten Mitsegler und Navigator der CREW9. 2015 nach dem Start zur Atlantiküberquerung haben wir gemeinsam Stunden im Motorenraum verbracht, rechts und links von Erika gelegen, um sie wieder zum Leben zu erwecken. Um uns herum 28 Knoten Wind und 4 Meter steiler Welle. Er war der ruhige Pol der Crew, hat geschlichtet, motiviert und immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Chris und ich waren immer wieder im Kontakt und Austausch. Auch ich hätte ihn gerne dabei gehabt um den Nordatlantik erneut zu überqueren. Das war zu früh zum Sterben. In tiefer Trauer bin auch ich.


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Degradiert zur Galley Schlampe

{Time:23:00:00}
{Date:20190826}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
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{Photo:20190826}
{Title:Degradiert zur Galley Schlampe}

Skipper im Kite Rausche

Am Morgen lichten wir den Anker und Nike übernimmt nun das Amt des Skippers. Genug Einweisung. Alles andere kommt learning by doing. Ich mache jetzt nur noch Vorschläge und beantworte Fragen, halte mich ansonsten raus. MARLIN mag Nike sichtlich. Nike mag MARLIN sichtlich. Vor uns 130 Meilen zu den Roques. Wer gerne aufkreuzt, hat daran seinen Spass. CREW 57 hat daran sichtlich Spass. MARLIN wackelt kurz mit dem Mast und legt sich auf die Seite. Schon liegt Klein Curacao an. Einfach gesagt sind die Roques 260 Meilen weit weg, weil wir jede einzige Meile genau gegenan aufkreuzen müssen. Dazu kommen ein bis zwei Knoten Gegenströmung. Einfach ist anders. Nike hat Spass. Ich habe Spass. Andre hat Spass und steuert einen Teil der Strecke. Manuela, mein Kite Buddy. Hmm. Ist seekrank. Ih will ihr keine Medikamente geben, aber ich glaube, darum wird sie leider ab dem nächsten Schlag nicht herumkommen.

Am Horizont erscheint gegen Mittag der weißtürkise Sandstrand von Kleen. So nennen die Einheimischen das grade mal eine Meile lange Island mit einer alten Leuchtturmruine, zwei Wracks, zwei Base Camps für Tages-Touristen. „Ist das kitschig“, meint Manuela ironisch und schaut verträumt auf den malerischen Strand.

Manuela, Andre und ich sind zum Kiten hier. Für mich ist es nicht das erste Mal. Manuela ist Anfängerin, Andre ebenfalls und ich mache den Rescue Service, sammel die beiden mit dem Beiboot wieder ein. Dann darf ich selber wieder, als die Beiden am Strand ihre Leinen entwirren. Es ist ein wichtiger Tag. Es ist der Tag in meinem Kite Leben. Unerwartet wächst das Kite Bord an meine Füße und entwickelt eine eigene Dynamic, von der ich seit Jahren geträumt habe. Plötzlich kann ich nicht nur Höhe laufen, sonder Slalom fahren, das Brett in jede beliebige Richtung steuern und alles mit einer ungeahnten Leichtigkeit. Ein Traum wird wahr und ich bin jetzt ein Pro. Hurra. Bis die Sonne untergeht bin ich auf dem Wasser.

Nike leiht sich derweilen meine Speargun, meine Apnoeflossen und erlegt einen Lion Fisch. Das ist noch nicht einmal verboten, den diese gehören hier nicht hin. Daraus zaubert sie eine schmackhafte Vorspeise. Ich wusste gar nicht dass Nike auch kochen kann. Na so was.

“Sonst bin ich ja immer die Galley Schlampe, jetzt bin ich Skipper.“ Das ich damit jetzt die Galley Schlampe bin, verkneift sich Nike und grinst, zwei Flaschen eiskaltes Presidente Bier knallen aufeinander. „Ok. Das habe ich jetzt verstanden. Das kommt in den Blog.“ Es kommt ja nicht alles in den Blog. Aber das schon. Ich verschwinde in die MARLIN Küche zauber ein schmackhaftes Hühnchen Sahne Curry an Salzkartoffeln mit Butter. „WOW! Lecker. Du verdienst Deinen Ruf!“, meint Nike. Grinst. „Galley Schlampe!“ Ich grinse auch. Ich bin so kitebreit und glücklich mit einem Glas bestem Rotwein Camanere in der Hand. Schöner kann das Leben nicht sein. Jetzt aber husch, husch ins Körbchen. Die Galley Schlampe ist fertig für heute.


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Ausklariert

{Time:23:00:00}
{Date:20190825}
{Position:12°04.6599’N, 068°51.4547’W}
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{Place:Curaçao}
{Target:Los Roques}
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{TempWater:28°}
{Wind:18kn/E}
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{Photo:20190825}
{Title:Ausklariert}

Flugbrücke nach Venezuela

Ausklariert. Ich wußte selbst nicht ob der Plan aufgeht und war unmerklich für meine Mitsegler schon recht nervös. Die Grenze zu Venezuela ist ja nun schon seit Anfang des Jahres gesperrt. Also klarieren wir eben nach Trinidad aus, um Probleme zu vermeiden. Bewußt entscheide ich am Sonntag auszuklarieren, wenn nur die Wochenendbesetzung bei Customs und Immigration im Dienst ist. Erst einmal aber ist das Gate zu. Hmm. Keiner da? Das kann doch wirklich nicht sein. Fragende Blicke meiner Mitsegler. Ich muss ein bisschen Hin- und Herlaufen, halte per Zufall den Beamten vom Dienst auf der Straße an, der grade auf dem Weg zum Mittagessen aus dem Büro ausfliegen will. Glück gehabt. Der Eingang am Wochenende ist ein anderer. Eine Stunde später haben wir unsere „Zarpe“ Die jahrelange Erfahrung im Umgang mit den Behörden ist hilfreich. Nike assistiert und behält die Ruhe. Kein fragender Blick oder unnötige Kommentare. Mit einem freundlichen Grinsen auf dem Gesicht geht es eben am besten. Das kann Nike genauso gut wie ich. Well done Skipper. Auch bei der Immigration läuft alles wie am Schnürchen. Über WA habe ich grünes Licht von der Immigration auf den Roques. Bumm. Stempel im Pass und alles hat seine Ordnung. Wir segeln offiziell nach Trinidad. Mit im Gepäck eine große Kiste mit Medikamenten für die Roques, die dringend benötigt werden. Toilettenpapier, Babywindeln, Käse und Lebensmittel für meine Segelfreunde. Geschenke. Wir sind Teil der Flugbrücke mit einen Tropfen auf den heißen Stein, den wir als Hilfe nach Venezuela mitbringen.

Nike ist ein Energiebündel und nimmt mir einen megagroßen Anteil des Berges an Aufgaben ab, die noch zu machen sind. Ich wäre ansonsten zwar nicht überfordert aber eben, wie immer am Anfang einer neuen Crew, ordentlich unter Druck und im Stress, weil die Aufgaben eben noch nicht klar sind und alles viel Erklärungen bedarf. Zeit die ich nicht habe.

Mitten drin brauche ich einen Nachmittagsnepp. Nike überprüft die AIS Sender, findet einen der den Dienst verweigert. In meiner Rettungsweste. Wir haben Ersatz an Bord. Wäre ja doof, wenn genau ich über Bord falle und man mich nicht mehr finden würde. Nike hat’s drauf. Sie schaut sich ab, was ihr noch nicht klar ist im Umgang mit der MARLIN und setzt es um in ihre eigene Art und Weise. Gut gemacht.

Ich lese noch einen Spiegel Artikel über Maracaibo. Dramatisch geschrieben. Wahrscheinlich zu dramatisch geschrieben. Ansichtssache. Muss so sein, die Medien neigen immer zu einer auflagenverstärkenden Dokumentation. Ich weiß es nicht. Mir gehen Gedanken durch den Kopf. Sollen wir wirklich in so ein Land reisen? „Micha. Alles gut. Du bist selbst vor wenigen Wochen auf den Roques gewesen um die Lage zu überprüfen“, beruhige ich mich selbst.

Heute kein Kiten. Am Nachmittag machen sich deutliche Entzugserscheinungen bei Manuela und mir bemerkbar. Wir können kaum ruhig auf den Stühlen sitzen. Ein letztes Abendessen im Pirates Nest, dass mal wieder einen neuen Besitzer hat. Vielleicht ein Glas zu viel vom mittelmäßigen Merlot. „Wie willst Du Dein Steak. Rare?“ Es kommt wie immer: Medium. Warum fragen sie denn erst? Aus Höflichkeit? Wenn man nicht alles selber kocht ;-) Unsere Gäste laden die Skipper ein. Danke. Die Leinen in der Marina haben wir am Nachmittag gelöst. Kurzes Briefing im Pilothaus und schon ist die MARLIN vor Anker. Ich atme auf. Endlich zieht wieder Wind durch das Schiff, ich schwitze nicht mehr wie ein Schwein und das Dinghy hängt am Heck der MARLIN, die freudig, wartend auf ihr nächstes Abenteuer, an der Ankerkette zieht und mit dem Arsch wackelt. Gerne hätte ich noch meine Freunde an Land gesehen, mir eine Umarmung, ein paar Streicheleinheiten abgeholt. Dafür bleibt keine Zeit. Wir nehmen im Dunkeln das Dinghy an Deck. Feierabend. Morgen geht es los. Gegen den Wind ins Paradies. Na den mal Tau.


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Skipper Nike und Andre an Bord.

{Time:23:00:00}
{Date:20190824}
{Position:12°04.3418’N, 068°50.5765’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curaçao}
{Target:Los Roques}
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{TempWater:28°}
{Wind:20kn/E}
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{Photo:20190824}
{Title:Skipper Nike und Andre an Bord.}

Hurrikan Dorian ist auch pünktlich dabei

Es ist wie immer. Zm beginn eines Törns komme ich kaum dazu meinen Blog zu schreiben. „Liest ja eh keiner ausser Brigitte und Andreas“, ist der Running Gag mit MayaLena. Nun. Es gibt noch einen anderen Grund, warum ich nicht die Ruhe finde, genüßlich meinen Blog zu schreiben: Der hervorragende Kitewind, mein Kite Buddy Manuela und die netten anderen Kiter am Kitestrand von SJB hier in Curacao. Manuela steht nach 8 Stunden auf dem Kiteboard und läuft Höhe. Ich bin stolz auf sie, als wenn es meine eigene Tochter wäre. Ist sie aber nicht. Wir verstehen uns einfach so. Gemeinsam holen wir Nike vom Flughafen ab, die aus Kanada einreist um die MARLIN die nächsten zwei Wochen zu skippern. Über Nike freue ich mich auch wie ein Teddybär. Es ist schon lange her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben. Uns verbindet Sympathie und gleiche Interessen, die Liebe zum Meer. Aber der Hauptgrund warum Nike gekommen ist, so vermute ich, bin nicht ich, sondern die MARLIN.

Gestern hat Andre dann die Crew vervollständigt, mit der es wohl am Montag morgen in Richtung Los Roques losgehen soll. Uns entgegen kommt Tropical Storm Dorian, der sich pünktlich Ende August im Atlantik gebildet hat. Die Vorhersage sieht nun nicht so aus, als wenn wir uns näher kennenlernen werden. Wir sind viel zu weit südlich, wie geplant, aber ganz wohl ist mir nicht bei der Sache. Dorian wird uns ein Windloch bescheren. Der starke Trade Wind aus Osten wird für ein paar Tage abflauen. Ich sehe es positiv, es wird es uns einfacher machen zu den Roques zu kommen. Der Wirbelsturm ist nicht stark genug um gefährlichen Schwell aufzubauen. Also. Alles in allem. Alles gut. Ich mache mir noch keine Gedanken zum Plan B.

Wie geplant nehme ich keinen mehr auf die MARLIN zu Mitsegeln mit, der bei mir ein „komisches Gefühl“ erzeugt. Drei Kandidaten habe ich abgesagt. Nun sind wir vier. Vier, die gut zusammenpassen. Der erste gemeinsame Tag hinterlässt ein warmes Gefühl. Ich freue mich auf den Törn. Sehr. Wir haben viel Spass und erledigen sämtliche Einkäufe. Nike sieht das Manuelas und mein Strahlen in den Augen. „Geht ihr am besten noch mal Kiten. Ich fahre euch hin und hole Andre am Flughafen ab.“ Wir grinsen. Gut gemacht Nike.

Es wird spät und der typische CREW gegenseitig Beschnuppern grade von den Dreien, verläuft entspannt und angenehm. Jeder findet seinen Platz. Mit nur vier Leuten an Bord ist die MARLIN ein Luxusschiff. Es ist schon deutlich nach 22 Uhr als Nike und ich im Motorraum feststellen, dass ich/wir dort noch ein paar Kleinigkeiten zu tun haben, bevor wir loskönnen. Nun. Dann können wir Dorian noch ein bisschen beobachten, bevor es dann planmäßig und eben nicht früher, erst einmal nach Klein Curacao geht.


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CREW 57 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies
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Manuela an Bord genommen

{Time:22:00:00}
{Date:20190819}
{Position:12°04.3418’N, 068°50.5765’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curaçao}
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:20kn/E}
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{Photo:20190819}
{Title:Manuela an Bord genommen}

Generations

Das Projekt Kühlschrank ist erfolgreich abgeschlossen. Die „faule Ecke“ bleibt jetzt trocken und Skipper ist wieder glücklich. Es geht halt langsam voran, aber stetig und gründlich. Frisch aus Costa Rica eingeflogen kommt am Sonntag Manuela an. CREW 57. Alles muss ja seine Ordnung haben. Ich fahre zum Flughafen und geniesse einen doppelten Espresso in der italienischen Gelateria. Das Eiscafe in der Eingangshalle ist der Hit. Man hat das Gefühl man sitzt in einen Kühlschrank. Rundherum Glas. Dazu die volle Anti-diat-bombe. Ein Stück Schokokuchen. Geil. Manuela kommt pünktlich und an der minimalisierten Größe ihres Wochenendrucksacks zu messen, muss sie ein Schweizer Reise Profi sein. Mit ihren 26 Jahren ist sie jünger als meine Söhne. Folglich wird mir mal wieder bewußt, wie jung ich mich fühle, aber gar nicht bin. Grins. Manuela und ich tasten uns gegenseitig verbal ab. Ob’s passt? Passt. Die junge, sympathische Dame aus Celerina sieht nicht nur gut aus, ist auch noch sympathisch und eigenständig. Wenn meine Töchter so werden, bin ich zufrieden.

Die letzten Wochen hat Manuela in Wellenreitercamps verbracht. Manuela kommt früher als der Rest der CREW um Nike Steiger, weil sie sich Curacao noch ein bisschen anschauen will und ich sie beeinflusst habe, doch noch einen Kite-Schnupperkurs zu machen. Ne. Nicht bei mir. Sondern bei Kimberly alias Aawasalu-Kiteboarding, die ich am Kiteplatz kennengelernt habe. Das passt auch. Heute nach vier Stunden intensivem Unterricht fährt Manuela ihre ersten 10 Meter und ist angefixt. Beste Vorraussetzungen für den Besuch der Los Roques. Ich habe das Gefühl alles richtig gemacht zu haben. Die letzten beiden Tage war aber auch ein genialer Wind in den Morgenstunden. Während Manuela sich durch das Grundprogramm des Kitens kämpft, komme ich voll auf meine Kosten. Kim leiht mir einen Sitz Harness und ich kite bis zum Umfallen. Ich hab so viel Spass in den Backen, Leuchten in den Augen, dass ich kurz vorm Platzen vor Kite Glück bin. Besser geht es nicht.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 57 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies
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Kühlschrank Intensivstation

{Time:22:00:00}
{Date:20190814}
{Position:12°04.3418’N, 068°50.5765’W}
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{Place:Curaçao}
{Target:Los Roques}
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{TempWater:28°}
{Wind:20kn/E}
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{Vimeo:}
{Photo:20190814}
{Title:Kühlschrank Intensivstation}

Baustelleneröffnung

Unser Kühlschrank. Zentrum eines Problems. Im rauen Charterbetrieb wird hier gerne, so wie zu Hause, alles hineingepresst. Die Konstruktion ist dazu aber eher nicht geeignet. Es haben sich Risse gebildet, Luft dringt ein, kondensiert zu Wasser und das läuft gerade bei Schräglage überall hin, vor allen Dingen natürlich dorthin, wohin es eben nicht laufen soll, in die Isolierung. Umliegendes Holz verfault, es bildet sich Schimmel und der Pilz, der sich gerne mal unterm Kühlschrank zeigt, den nennen wir lieblich Hugo. Sechs Wochen konnte alles trocknen und jetzt komme ich. Bisher hat hauptsächlich Jan den Kühlschrank betreut. Ich stelle mir einen Ventilator in den Kühlschrank, eine LED Strahler in meinem Rücken, damit ich bei der OP gut sehen kann und entferne erst mal alles, was morsch ist und quasi in Staub zerfällt. Ich schaffe mit dem Fein Multi Master den exakten Platz für eine Aluschiene. Eigentlich müsste die ganze Front ausgewechselt werden. Ach. Eigentlich müsste der ganze Kühlschrank raus und neu. Aber mich konnte man ja auch noch mal retten. Pingelig klebe ich alles ab, bevor ich mit Sika das Aluprofil einsetze. Passt. Wackelt nicht und hat auch keine Luft. Das muss jetzt erst mal trocknen. Morgen noch drei Schienen und der Kühlschrank sollte die nächsten 50 Crews durchhalten. Ohne Schimmel, Pilze und andere ekelige Sachen.

Ich hatte heute den schlimmsten Kite Tag seit langem. Am SJB Kite Platz ist es ja immer böig und man gewöhnt sich daran. Heute aber fällt mir der Kite einfach runter, um mich im nächsten Moment aus dem Wasser zu katapultieren. Nach dreißig Minuten gehe ich wieder an den Beach, lande und packe meine sieben Sachen, bevor was Schlimmes passiert. Genervt. Nun. Nicht jeder Tag kann perfekt sein.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Insekten an Bord

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{Date:20190813}
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{Title:Insekten an Bord}

Welcome back to German Business

Wer mag es schon. „Ich bin davon wach geworden, dass mir eine Ameise über das Gesicht gelaufen ist“, mein Skipper Jan und grinst. Ich grinse zurück und frage mich warum er nichts dagegen tut. Google Dich frei. Wenn einem zahlenden Gast eine Ameise nachts über das Gesicht läuft oder Kakerlaken nacht schnell weghuschen, wenn dieser Gast das Licht in seiner Kabine anmacht, dann ist das schnell gar nicht mehr lustig, sondern des Eigners! Schuld. Ob die Insekten durch des Mitseglers Fehlverhalten im Bordleben aufs Schiff gekommen sind ist das Nebensache. Dann gibt es Beschwerden. „Ich werde Dir ein schlechte Bewertung schreiben auf HandGegenKoje.de”, ist der O-ton von Mitsegler Werner Böttcher, als ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist. Es wird scharf geschossen im Mitsegelbusiness. Wen wundert es da, wenn Markus Reckers, Eigner der SY SEACHANGE mir am Telefon sagt: „Michael. Mir reicht es mit den Mitseglern. Ich hör auf. Mir reicht es die gesamten Einnahmen
in Reparaturen zu stecken, die Skipper und Mitsegler durch unsachgemäße Behandlung meines Schiffes verursachen.“ So werden es eben immer weniger, wirklich gute Anbieter für Mitsegeln. Aber welchen Interessenten interessiert das schon. Anbieter können Kunden nicht bewerten. So etwas ist nicht vorgesehen bei HandGegenKoje und ein ehrlicher Kommentar über die Unfähigkeit mancher Mitsegler wird nicht gerne gesehen.

Nun. Ich war gespannt was diese kleine grüne Dose für 10 Euro aus dem Supermarket um die Ecke bewirkt. Nach sechs Wochen, die die Ameisen alleine auf der MARLIN waren, haben sie sich aufgelöst. Ein Kakerlaken Problem hatte die MARLIN als wir sie gekauft haben, seit dem nix mehr. Auch Bienen und Fledermäuse haben wir vergrault. Na. Geht doch. Aber irgendwas Neues zum Beschweren wird sich bestimmt finden. Im letzten Spiegel Artikel über Kreuzfahrtschiffe, unter die ich die MARLIN zwischenzeitlich, nach all unseren Erfahrungen der letzten Jahre, klassifiziere, werden die Reinigungskräfte mit 3 Euro die Stunde bezahlt. Maltaflagge und internationale Gewässer machen es möglich. Wie sonst auch kann man zwei Wochen Kreuzschifffahrt für 1500 Euro auch sonst anbieten? Im übrigen verdiene ich ich mit einem Chartertörn auch nicht mehr Stundenlohn, wenn man alle Zeit zusammenrechnet die darein fliest. Bin ich eine Reinigungskraft?

Ja. Meine Schreibweise kommt sicherlich an die von Uwe Röttgering immer näher ran. Menschen, die die Wahrheit sagen. Obwohl es, wie ich merken mußte, seine extrem ehrliche Internetseite leider nicht mehr gibt. Uwe ist verschwunden. Noch ein oben drauf? Seglerin Nicola von der CATIKIN meldet sich am 25. Juni zwecks Beratung. Es folgt eine durchaus intensive LUNATRONIC Beratung per WhatsApp die sich über Wochen hinzieht. Die CATIKIN hat viele Probleme, Nicola und Helmut haben Gutes über mein KnowHow gehört und möchten sich beraten lassen. Es folgt ein ausführliches Gespräch in unseren Räumlichkeiten. Zufriedene Kunden verlassen unser Geschäft. Zwei Stunden meiner Zeit. Tobias erstellt ein ausführliches Angebot. Zwei Stunden seiner Zeit. Dann folgt Stille. Dann bricht sich ihr Sohn den Daumen. Es folgt ein email, dass das CATIKIN Budget leider nicht ausreicht. Nico hat ordentlich Punkt für Punkt unser Angebot (Einkaufsliste) und die Komponenten gegoogelt und schl
ußendlich gemerkt, dass sie ja die einzelnen Komponenten auch günstiger einkaufen kann. Wie auch immer. Auf meine Nachfrage, was denn mit den Kosten der Beratung ist, wenn sie bei uns nichts bestellt, kommt heute folgende Antwort: „Hej Michael, Angebote werden dem potentiellen Kunden zu seiner persönlichen Entscheidung unterbreitet. Dieses kann der pot. Kunde an-/oder wie wir, nicht -nehmen. Nachvollziehbar nicht schön, aber ein normales Verbraucherrecht. Beratungsebuehr, haben wir darüber eine schriftliche Vereinbarung? Unseres Wissens nicht.“ Danke Nicola. Ich wünsche euch viel Erfolg mit eurer CATIKIN und eurer geplanten Reise um die Welt.

Nun. Es ist nicht das erste Mal das so etwas passiert. Mein guter Willen läßt mich immer wieder Kunden vertrauen, dass sie mein KnowHow wertschätzen. Meist erkenne ich die schwarzen Schafe recht schnell, spare mir die Zeit und stelle einer Beratung die Kosten voran, die ja bei einer Bestellung wieder gutgeschrieben werden. In diesem Falle habe ich es nicht gemacht und siehe da. Enttäuschung. Traurig finde ich das, wie sehr sich das alles entwickelt in den letzten Jahren. Macht immer weniger Spass nett zu sein.

Was sonst noch so in meinem Leben passiert? Ich stell mich aufs Kite Board und kann abschalten. Das Thema Höhe laufen ist durch und ich bin übe Wenden und Halsen. Ich bin am richtigen Ort. Warm, windig und schön.


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Yellow Submarine

{Time:23:20:00}
{Date:20190812}
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{Title:Yellow Submarine}

Erste Schritte in der Heimat

Eigentlich sollte MARLIN ja auch mal gelb werden – In Bezug auf den Beatles Song „Yellow Submarine“. Damals, als es da zu entscheiden gab, ist dann die Wahl doch auf feuerrot gefallen. Gut so. Heute jedoch besuche ich meinen Freund Cliff am nahen Jan Thiel Strand und auf dem Parkplatz steht das Yellow Submarine. Auch nicht schlecht. Kein Verkaufsschild. Nun. Wer will auch schon wirklich in einem U-Boot leben? Trotzdem. Irgendwie süß.

Es ist unglaublich heiß auf der MARLIN. Seit fünf Wochen die Türen zu. Ich öffne das Schloß und der typische Schiffsgeruch schlägt mir entgegen. Schäden? Nein. Innen ist alles von einer leichten Staubschicht bedeckt. Der morsche Kühlschrank steht offen. Leer. War auch so geplant. Alles ist durchgetrocknet und die Reparatur der Tür steht für die kommenden Tage an. Cliff hat mich vom Flieger abgeholt, mein Autoverleiher. MARLIN liegt in der Seru Boac Marina und das ist am Ende der Welt im kleinen Curacao. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. Der alte Suzuki von Cliff, passend zum Budget, fällt fast auseinander. Aber was geht: Die Klimaanlage. Mit dem Wasserschlauch befreie ich MARLIN von der schützenden Staubschicht. Packe meine Siebensachen in die Waschmaschine. Der Generator braucht einen Moment um zu starten, aber dann ist wieder alles in Ordnung. Keine Schäden. Fenster auf und ordentlich lüften.

Das erste, was ich mache: Ich hole meine Kites aus dem Marinabüro. Die wollte ich nicht im Backofen der MARLIN lassen. Das hätten sie definitiv nicht überlebt. Das zweite, was ich mache: Ich fahre zur SJB, dem einzigen Kite Platz von Curaçao. Nicht türkisblau, aber ein Start- und Landeplatz mit Kunstrasen und alles was kitet auf Curaçao kommt hierher wenn Wind ist. Sechs Wochen Deutschland: Drei Tage Kite Wind. Hier auf Curaçao ist jeden Tag Kite Wind im Moment. Bis Oktober. Eine Stunde später stehe ich im Wasser. Kein Neopren. Der kleine 12er über mir und los geht es. Nach einer Stunde bin ich am Ende. Glücklich. Kitegrinsen im Gesicht. Früher hatte ich das nach dem Tauchen. Vor langer Zeit, nach gutem Sex.

After Kite sitze ich mit meinem Kite Freund Nix, auch mein hiesiger Ex-Kite Lehrer vorm Chinesen Supermarkt auf dem Bänkchen mit einem eiskalten Bier in der Hand. Der berichtet mir von seine letzten Kite Exkursion nach Cabo de Vela in Kolumbien, wohl dem windigsten Kite Platz der Karibik. „Nächste Mal fahre ich ohne Frau. Lieber mit ein paar Freunden.“ Ich grinse und denke mir meinen Teil. Schon Olly hat mir vor zwanzig Jahren auf Gomera gesagt: „Mit Frau nach Brasilien? Du gehst doch auch nicht mit einer Flasche Schnaps in die Kneipe.“ Nix ist 28 und schrecklich verliebt in seine holländische Freundin. Redet von Familie und Kinder. Ich grinse ihn an und sage? Nix.

Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr noch nach Kolumbien. Ohne meine Frau, die MARLIN. Aber vorerst einmal stelle ich meinen MacBook um sechs auf den Salontisch und fange meine Büroarbeit an. Bis neun, meist zehn ist Office Time. Tobias ist umgezogen nach Kiel und arbeitet jetzt von Zuhause. Heutzutage ist es eigentlich egal, wo man arbeitet. Wie man arbeitet, ist viel wichtiger. Wie man sich beim Arbeiten fühlt ist fast am wichtigsten. Mir macht es Spass mit Tobias zu arbeiten und ich fühl mich gut, wenn ich meine ToDo Listen habe und langsam vorwärts komme. Auf der MARLIN geht es mir gut. Hier finde ich endlich wieder Zeit meinen Blog zuerst zu schreiben, mir Mut zusammenzuschreiben für das was ich da tue.


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Rückkehr auf die MARLIN

{Time:16:20:00}
{Date:20190810}
{Position:54°46.8389’N, 009°26.2290’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:18°C}
{TempWater:18°}
{Wind:20kn/SW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190810}
{Title:Rückkehr auf die MARLIN}

Happy Family

Auch mein Familienurlaub in Deutschland hat ein Ende. Das Ende ist heute. Schön war es. Finden wir alle vier. Ich schaue aus dem Fenster des Flixbusses. Irgendwann morgen früh um 3 Uhr werde ich Amsterdam erreichen und dort meinen Flieger nach Curacao nehmen. Ich schaue nach vorne. Ich vermisse mein großes rotes Baby schon sehr. Ich freue mich auf die nächste CREW57. Freue mich auf meine Mitsegler Nike, Manuela und Andre. Freue mich auf den stetigen täglichen Wind zum Kiten und schlussendlich auf die Roques und meine Freunde dort. Meine Gedanken schweben in die Ferne über die Felder. Deutschland kann so schön grün sein im August, die Felder, die Wälder. Ich speichere die Zeit mit meinen Kindern, meiner Familie, im Kopf ab. Es wird gar nicht lange dauern und ich werde wieder nach Deutschland zurückkommen. Ich konnte nicht alles erledigen, was immer noch auf meiner Agenda steht. Ich bin dabei meinen sogenannten Lebensmittelpunkt auf mein rotes Riesenbaby zu verlege
n und trenne mich zumindest von meiner Wohnung und meinen Büroräumen in Flensburg. Rückkehr zum Meer als ein Traum.

Drei Sätze über eine Entscheidung mit der ich seit Wochen in der Jackentasche herumlaufe. Kopfkino, Grundsatzgedanken, Zweifel und Neuorientierung. Ja. Ich habe einen Plan, auch wenn ich mir selbst ziemlich planlos erscheine. Es muss etwas neues passieren in meinem Leben. Ich muss Platz schaffen dafür, in meinem Kopf. Ist der Kopf voll mit Alltag, ist kein Platz für neue Kreativität. Aufatmen, tief durchatmen und auf den Horizont schauen. Welcher Platz ist besser dafür geeignet als auf der MARLIN.


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