Archiv der Kategorie: SY Marlin

Yellow Submarine

{Time:23:20:00}
{Date:20190812}
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{Title:Yellow Submarine}

Erste Schritte in der Heimat

Eigentlich sollte MARLIN ja auch mal gelb werden – In Bezug auf den Beatles Song „Yellow Submarine“. Damals, als es da zu entscheiden gab, ist dann die Wahl doch auf feuerrot gefallen. Gut so. Heute jedoch besuche ich meinen Freund Cliff am nahen Jan Thiel Strand und auf dem Parkplatz steht das Yellow Submarine. Auch nicht schlecht. Kein Verkaufsschild. Nun. Wer will auch schon wirklich in einem U-Boot leben? Trotzdem. Irgendwie süß.

Es ist unglaublich heiß auf der MARLIN. Seit fünf Wochen die Türen zu. Ich öffne das Schloß und der typische Schiffsgeruch schlägt mir entgegen. Schäden? Nein. Innen ist alles von einer leichten Staubschicht bedeckt. Der morsche Kühlschrank steht offen. Leer. War auch so geplant. Alles ist durchgetrocknet und die Reparatur der Tür steht für die kommenden Tage an. Cliff hat mich vom Flieger abgeholt, mein Autoverleiher. MARLIN liegt in der Seru Boac Marina und das ist am Ende der Welt im kleinen Curacao. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. Der alte Suzuki von Cliff, passend zum Budget, fällt fast auseinander. Aber was geht: Die Klimaanlage. Mit dem Wasserschlauch befreie ich MARLIN von der schützenden Staubschicht. Packe meine Siebensachen in die Waschmaschine. Der Generator braucht einen Moment um zu starten, aber dann ist wieder alles in Ordnung. Keine Schäden. Fenster auf und ordentlich lüften.

Das erste, was ich mache: Ich hole meine Kites aus dem Marinabüro. Die wollte ich nicht im Backofen der MARLIN lassen. Das hätten sie definitiv nicht überlebt. Das zweite, was ich mache: Ich fahre zur SJB, dem einzigen Kite Platz von Curaçao. Nicht türkisblau, aber ein Start- und Landeplatz mit Kunstrasen und alles was kitet auf Curaçao kommt hierher wenn Wind ist. Sechs Wochen Deutschland: Drei Tage Kite Wind. Hier auf Curaçao ist jeden Tag Kite Wind im Moment. Bis Oktober. Eine Stunde später stehe ich im Wasser. Kein Neopren. Der kleine 12er über mir und los geht es. Nach einer Stunde bin ich am Ende. Glücklich. Kitegrinsen im Gesicht. Früher hatte ich das nach dem Tauchen. Vor langer Zeit, nach gutem Sex.

After Kite sitze ich mit meinem Kite Freund Nix, auch mein hiesiger Ex-Kite Lehrer vorm Chinesen Supermarkt auf dem Bänkchen mit einem eiskalten Bier in der Hand. Der berichtet mir von seine letzten Kite Exkursion nach Cabo de Vela in Kolumbien, wohl dem windigsten Kite Platz der Karibik. „Nächste Mal fahre ich ohne Frau. Lieber mit ein paar Freunden.“ Ich grinse und denke mir meinen Teil. Schon Olly hat mir vor zwanzig Jahren auf Gomera gesagt: „Mit Frau nach Brasilien? Du gehst doch auch nicht mit einer Flasche Schnaps in die Kneipe.“ Nix ist 28 und schrecklich verliebt in seine holländische Freundin. Redet von Familie und Kinder. Ich grinse ihn an und sage? Nix.

Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr noch nach Kolumbien. Ohne meine Frau, die MARLIN. Aber vorerst einmal stelle ich meinen MacBook um sechs auf den Salontisch und fange meine Büroarbeit an. Bis neun, meist zehn ist Office Time. Tobias ist umgezogen nach Kiel und arbeitet jetzt von Zuhause. Heutzutage ist es eigentlich egal, wo man arbeitet. Wie man arbeitet, ist viel wichtiger. Wie man sich beim Arbeiten fühlt ist fast am wichtigsten. Mir macht es Spass mit Tobias zu arbeiten und ich fühl mich gut, wenn ich meine ToDo Listen habe und langsam vorwärts komme. Auf der MARLIN geht es mir gut. Hier finde ich endlich wieder Zeit meinen Blog zuerst zu schreiben, mir Mut zusammenzuschreiben für das was ich da tue.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Rückkehr auf die MARLIN

{Time:16:20:00}
{Date:20190810}
{Position:54°46.8389’N, 009°26.2290’E}
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{Place:Flensburg} 
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{Title:Rückkehr auf die MARLIN}

Happy Family

Auch mein Familienurlaub in Deutschland hat ein Ende. Das Ende ist heute. Schön war es. Finden wir alle vier. Ich schaue aus dem Fenster des Flixbusses. Irgendwann morgen früh um 3 Uhr werde ich Amsterdam erreichen und dort meinen Flieger nach Curacao nehmen. Ich schaue nach vorne. Ich vermisse mein großes rotes Baby schon sehr. Ich freue mich auf die nächste CREW57. Freue mich auf meine Mitsegler Nike, Manuela und Andre. Freue mich auf den stetigen täglichen Wind zum Kiten und schlussendlich auf die Roques und meine Freunde dort. Meine Gedanken schweben in die Ferne über die Felder. Deutschland kann so schön grün sein im August, die Felder, die Wälder. Ich speichere die Zeit mit meinen Kindern, meiner Familie, im Kopf ab. Es wird gar nicht lange dauern und ich werde wieder nach Deutschland zurückkommen. Ich konnte nicht alles erledigen, was immer noch auf meiner Agenda steht. Ich bin dabei meinen sogenannten Lebensmittelpunkt auf mein rotes Riesenbaby zu verlege
n und trenne mich zumindest von meiner Wohnung und meinen Büroräumen in Flensburg. Rückkehr zum Meer als ein Traum.

Drei Sätze über eine Entscheidung mit der ich seit Wochen in der Jackentasche herumlaufe. Kopfkino, Grundsatzgedanken, Zweifel und Neuorientierung. Ja. Ich habe einen Plan, auch wenn ich mir selbst ziemlich planlos erscheine. Es muss etwas neues passieren in meinem Leben. Ich muss Platz schaffen dafür, in meinem Kopf. Ist der Kopf voll mit Alltag, ist kein Platz für neue Kreativität. Aufatmen, tief durchatmen und auf den Horizont schauen. Welcher Platz ist besser dafür geeignet als auf der MARLIN.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Rückschritte

{Time:22:00:00}
{Date:20190801}
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{Title:Rückschritte}

Noch Meer Urlaub

Meine Tage auf Heimaturlaub sind gezählt. Wie immer in Deutschland vergeht mir doch schnell die Lust zum Bloggen. Bloggen ohne Schiff im Büro? Worüber? Über die Arbeit im Büro? Aber ein paar Tage mit der gesamten Familie in Dänemark, sind wahrlich einen Eintrag wert. Bei dem Foto wird einem doch warm ums Herz. Wie in alten Zeiten, sind wir mal gemeinsam unterwegs. Diesmal gar nicht so weit weg. In Dänemark. In Hvide Sande, ein wirklich schöner Streifen Sand am Meer und mit einem seichten Fjord auf der anderen Seite. Da hat Nathalie einfach ein solides Zimmer in der Wanderherberge gebucht und ohne viel zu fragen, ohne Diskussion, packen wir die Taschen und die Volvo Schleuder voll. Klar kommt das Kite Gerödel auch mit. Könnte ja doch mal Wind geben. Weiß man ja nie so genau, auch wenn die Prognose mehr auf No-Wind steht für die geplante Woche, die wir im schönen Dänemark verbringen werden.

Von dem gigantischen Regen der ganz Flensburg unter Wasser setzt zu Beginn der Reise lassen wir uns nicht abschrecken. Die Herberge beinhaltet ein Hallenbad mit Sauna, dass ich schnell mal ein bisschen Karibik einspielen kann als mir die Finger abfrieren. Wir erwischen ein paar luftige, strahlend blaue Himmelslöcher im Regen. Meine Eltern sind zwei Jahrzehnte mit mir und meiner Schwester nach Dänemark in den Urlaub gefahren und da kommen alte Erinnerungen auf. Schade, dass das Leben irgendwann ein Ende hat. Hier in den Dünen vermisse ich meine verstorbenen Eltern doch sehr. Meine Gedanken wandern zurück in meine Jugend und ich geniesse jede Minute mit meinen eigenen Kindern.

Währenddessen wartet MARLIN in Curacao brav in der Marina auf meine Rückreise und den Törn mit Nike gegen den Wind wieder zu den Los Roques. Jeden Tag telefoniere ich mit interessierten Mitseglern. Es gibt mehr Anwärter als wir Plätze auf der MARLIN haben. Aber passen muss es auch. Ich bin vorsichtig geworden. Nach den enttäuschenden Erlebnissen mit Mitseglern Lena und Andreas auf der letzten Atlantiküberquerung Anfang des Jahres. Die Reisen mit der MARLIN sollen immer ein Erfolg für alle Mitsegler sein. Endlich sind wir nun zu viert. Nike, ich, Manuela und Andre. Zwei mögliche Plätze sind noch frei. Ich bin gespannt ob sich da noch was tut. Der Schlag gegen den Wind führt zu den schönsten Zielen der Karibik, hat es aber auch in sich.


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Ein neuer Kitestar steht am Strand von Ringkøbing

{Time:22:00:00}
{Date:20190721}
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{Title:Ein neuer Kitestar steht am Strand von Ringkøbing}

Urlaub mit Lena

Ringkøbing. Dänemark. Wollte ich schon immer mal hin. Vor allen Dingen an den Fjord zum Kiten. Lena ist mit Papa alleine auf Kite-Expedition. Bei Hivde Sande gibt es ein paar Kite Spots. Der Fjord ist dicht umwachsen von dichtem Schilf. Commerz. Die Firma Westwind hat alles fest im Griff. Parkplatzgebühr. Surfbeach. Kite- und Surfschule. Trubel. Die Kitespots sind winzig. Klar. Ich bin verwöhnt. Aber wir sind jetzt eben nicht in der Karibik mit der MARLIN unterwegs. Kiten in Deutschland ist etwas ganz anderes. Das ist durchorganisierter Volkssport. Grimmig dreinschauend finden wir einen öffentlichen Spot ganz im Norden. Den Kloster Surf Spot. Hier ist es schon recht voll an einem Tag mit mäßigem Wind. Lena und ich machen das beste draus. Lena hat ihren 6er Flysurfer Kite mit. Ich hab bisher nur assistiert als Calle auf der MARLIN seinen 16er Flysurfer in den Himmel gezogen hat. Hunderte von Leinen lassen mein Stirn krauseln. Lene schaut mich komplett vertrauensvoll
an. Hilfesuchend schaue ich um mich und da liegt doch einer. „Wem gehört der Flysurfer dort?“ „Das ist meiner!“ „Kannst Du uns vielleicht kurz mal helfen. Lena hat den noch nie geflogen.“ Annika hilft uns bei Leinentüddeln und erklärt Lena und mir wie der Kite gestartet wird. Dauert ja erst einmal. Beim nächsten Mal können wir das selber. Der Spot ist für Lena prima. Kilometerweit flaches Wasser und leichter Sideshore Wind. Was will man mehr. Der junge Star mit unter 45 kg ist sichtlich begabt und nach einigen Erklärungen und Übungen bewegt Lena den Kite durch alle Wind Zonen, legt den Flysurfer auf Wasser und startet auch wieder. Alles mit mir als Sicherung hinter ihr. Sie versucht sich beim Bodydrag. Für heute sollte das reichen. Lenas Augen glänzen. Sie ist angefixt. „Morgen stelle ich mich aufs Board.“ „Hmm. Wenn alles andere klappt. Ja“, grinse ich.

Parallel gehen die Planungen schon in Richtung Zukunft. Die Response auf den Törn mit Nike. 25.8.19 – 8.9.19 ab Curacao bis zu den Roques und zurück ist leider nicht besonders frequentiert. Wir haben noch drei Plätze frei und ab heute gilt der Last Minute Preis für Kurzentschlossene. 1950,- Das ist der echte Hammer. Flüge gehen jeden Tag ab Amsterdam. Wer noch das ultimative Segelabenteuer sucht, hat es jetzt gefunden. Einfach mich per mail anschreiben.


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Deutschland ohne Heimatgefühle

{Time:22:00:00}
{Date:20190717}
{Position:54°47.4407’N, 009°25.7635’E}
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{Place:Flensburg}
{Target:Los Roques}
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{Wind:8kn/VAR}
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{Photo:20190717}
{Title:Deutschland ohne Heimatgefühle}

Summertime. Detlef und ich.

Angekommen in Deutschland klar es auf und die Sonne scheint. Wenn in Flensburg die Sonne scheint ist es schön. Selten genug. Ja, ich geniesse sogar die frischen Temperaturen nach der Dauersauna auf Curacao. In meinem Koffer sind zwei Jeans, ein paar T-Shirts und die notwendigsten Utensilien. Ansonsten. Meine alten Kites von der MARLIN. Das erste was ich mir besorge ist ein gebrauchtes Kiteboard. Ein Blick auf Windguru allerdings lässt mich enttäuscht dreinschauen. Kein Kitewind in Sicht. Ich drehe am Zündschlüssel der BMW. Negativ. Batterie nicht abgeklemmt und die ist leer. Hmm! Ladegerät dran und schon ziehe ich meine Runden durch Flensburg. Tief durchatmen. Na wenigstens das passt. Dann freue ich mich auf den Sommer und entspanne mich.

Im Hafen versuche ich die HOLLANDIA zu finden. Freund Detlef hat das Plattbodenschiff mit Gastronomie an Bord in den Flensburger Hafen gebracht. Hmm. Da wo sie sein soll ist sie nicht. Kurzerhand keye ich Detlef an und schon sitzen wir am Kritz in der Sonne. Wir spielen das Wer, Wann, Wo und Was Spiel. Segelaffinitäre Charaktere wie Detlef und ich haben da schon ein paar Sachen gemeinsam und auszutauschen. Morgen soll die HOLLANDIA wieder an ihrem Platz sein und wir werden uns wiedersehen. Detlef verspricht besseren Wein als im Kritz aufzutischen. Ich bin gespannt. Ein Restaurant auf einem Schiff, dass passte auch schon immer in meine Traumwelt der pensionslosen Zeitgestaltung Ü50. Wird mich bestimmt ambitionieren.


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Back into normal life

{Time:22:00:00}
{Date:20190710}
{Position:12°04.3415’N, 068°50.5781’W}
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{Title:Back into normal life}

Verlegt. Verholt. Verbunden.

Meine letzten Stunden in Curacao verbringen wir am Pool des Santa Barbara Resorts. Seit 2016 darf man sein Schiff nicht mehr einfach in der Lagune von Spanish Waters parken und nach Hause fliegen. Macht man das und kommt wieder, kann es sein, dass das Schiff beim Zoll an der Kette liegt und man man erst einmal die Importsteuer bezahlen muss, um es wieder zu bekommen. Die Marina Curacao und die Marina im St. Barbara Ressort sind sogenannte zollfreie Verwahrungs Zonen. Dort muss man natürlich die Marinagebühren zahlen. Ich kommentiere das nun mal nicht weiter und ich hinterfrage auch nichts, ich beiße die Zähne zusammen und rede mir ein, dass es ja auch viel besser ist, wenn die MARLIN in der schicken Marina liegt.

Mit meinen beiden Teenies, also speziell mit Maya, muss ich zur Mittagszeit rückwärts an den Steg anlegen. Wer die MARLIN kennt, weiß, dass das nicht geht. Drei oder vier Versuche braucht sogar Skipper Micha, um das Heck so nah an den Steg zu bekommen, dass Maya überspringen kann und eine Heckleine festmachen kann. Die Mitarbeiter der Marina haben grade Mittagspause. Ein ganzer Tag geht bei dem ganzen Gerödel flöten. Ohne Mietwagen ist man am Arsch der Welt und statt dem stetigen Wind am Ankerplatz gibt es die Mücken der Mangroven. Passt. „Micha, wir haben neuerdings Ameisen an Bord“, war eine Neuigkeit, als Skipper Jan mir die MARLIN in Antigua übergeben hat. „Große, gelbe Ameisen die beißen und nur nachts rauskommen.“ zu den ganzen anderen Botschaften, man erinnert sich an die Probleme mit Jans verschwundener Crew, hatte ich das Problem Ameisen ignoriert. Meine Teenies weisen häßliche Stiche auf. Hmm. Da googelt man. Fündig wurde ich dann im lokalen Supermarkt. Zwei grüne Plastikdosen. Ameisenhotels sozusagen, so wie man diese von den helfenden! Kakerlakenhotels kennt, erstehe ich für fast 15 Euro. „Wucher“, denke ich mir. Eine der Gift-Dosen steht in der Küche, da wo die Ameisen nachts immer lang laufen. Die Teenies schieben die Dose direkt vor die nächste Ameise, die krabbelt da rein und wieder raus, nimmt das Gift mit zum Nest. Seit dem habe ich keines der netten Tiere mehr gesehen. Alles klar? Das war jetzt mal positiv!

Die Poolbenutzung in St. Barbara Ressort ist nicht im Preis der Marina enthalten, aber wenn man ein Getränk an der Bar bestellt wird man geduldet. „Papa. Pro Person zahlt man hier ab 150 Euro die Nacht für ein Zimmer.“ „Haste schon wieder gegoogelt?“ „Klar.“ Ich trinke die schlechteste und teuerste Pina Colada meines Lebens. Die Teenies springen in den Pool. Abends darf ich, laut Einschätzung der Sicherheitsbeauftragten Maya alleine in die Stadt. Oha. In Curacao gibt es kein Alkoholverbot am Steuer. Wer betrunken einen Unfall baut ist schuld. Ich werde mich zurückhalten. Ein neues iPhone brauche ich auch nicht.

Am nächsten Tag machen wir die MARLIN dann sauber und fit um sie einen Monat alleine zu lassen. Das dauert immer.


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Underwater Life

{Time:22:00:00}
{Date:20190708}
{Position:11°59.2130’N, 068°38.7905’W}
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{Wind:18kn/E}
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{Title:Underwater Life}

Alles hat eine Ende. Nur auf der MARLIN gibt es keins.

Auch wenn sich alles immer nur schön anhört, so ist es auch durchwachsen. Das ist normal. Heute ist der letzte Tag auf der Insel. Die Zivilisation ruft. Na ja. Uns gehen die Vorräte aus. Ich dachte wir hätten noch mehr Mehl an Bord um Brot zu backen. Merke auch, dass die noch so erwachsenen Teenies, ein bisschen Heimweh und Kommunikationsbedarf mit Zuhause haben. Emailschreiben in den Zeiten von WhatsApp und Instagram ist uncool. Das sehe ich ein. Ich bin ja auch oldschool. Ich packe die beiden ins Dinghy und wir fahren ans nördliche Ende der Insel. Hier kommen ab und an mal ein paar Taucher vorbei. Am Strand steht ein verlassenes Holzkreuz auf einem Hügel aus Korallenschutt. Ich unterlasse mal Maya darauf hinzuweisen. Sie würde sofort zur MARLIN zurück fahren wollen. Unsere Sicherheitsbeauftragte. Maya hat jetzt immer eine wasserdichte Umhängetasche dabei mit VHF und Telefon und eine Flasche Wasser ist auch im Dinghy. Man weiß ja nie. Ich möchte mal wissen, was
in Mayas Kopf vorgeht.

Mithin entstehen wieder hunderte von Unterwasserfotos mit der alten GOPro 3. Nicht grade dass neueste Modell. Nun. Mir reicht die Kamera, den Teenies auch. Eine Serena ChiChi haben wir auch dabei für UW Aufnahmen. Das gestaltet sich schwerer als gedacht. „Wofür hast Du das ganze Blei um die Hüfte?“ Damit gehst Du doch unter und kommst nicht mehr hoch.“ Maya schaut mich entsetzt an. „Damit ich besser fotografieren kann. Mach Dir mal keine Sorgen.“

Nach einem Fenja Wunschmenü, einer ordentlichen Siesta, geht es wieder an den Strand. Ein letztes Mal. Ich auf dem Kite-Board streite mich mit dem böigen Wind. Fenja mag es wenn ich kiten gehe, dann hat sie Maya ganz für sich alleine. Manchmal kommt sie sich etwas deplatziert vor, wenn Vater Tochter zusammen an einem Strang ziehen. Nicht immer einfach und man merkt dass sie ihre Eltern vermisst, wenn sie Maya mit mir sieht, auch wenn sie es so nicht sagt. Leider reicht der Wind nicht wirklich um richtig Spass zu haben mit dem 15er Kite. Es ist mehr Kampf und Krampf. Mir fehlt ein auch ein Kite Buddy. Zu zweit oder mit anderen kiten macht einfach mehr Spass als alleine. Mit einem anderen Kiter als Mitsegler oder in der Umgebung ist es schon besser. Und so packe ich ein, im Bewusstsein, dass es Zeit ist zurückzusegeln.

Die Dushi-Teenies helfen mir tatkräftig mit das Beiboot vom schweren Aussenborder zu befreien, diesen an Bord zu befestigen. Maya macht das so gut, trotz meterhoher Welle und Schaukeln der MARLIN, dass ich sie ernsthaft loben muss. Auch das Beiboot ist schwupps auf dem Vordeck verstaut und verspannt. „Den Rest machen wir morgen früh. Zur Belohnung gibt es bald wieder Internet.“ Da leuchten die Augen meiner jüngsten Crew ever. Fenja Papa wird morgen fünfzig Jahre alt und sie macht sich schon Sorgen. „Du kannst ihn direkt nach dem Aufstehen über Satellit anrufen.“ Fenjas Augen strahlen.


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Weekend at Little Curacao

{Time:22:00:00}
{Date:20190707}
{Position:11°59.2130’N, 068°38.7905’W}
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{Title:Weekend at Little Curacao}

Entschleunigung

Ich könnte mir fast schon ein Buch nehmen. Wenn es soweit kommt, ist das ein deutliches Zeichen für Wnuk’sche Entschleunigung. Die Teenies haben damit überhaupt kein Problem. So langsam vermissen sie das Internet ab und an. Ich weniger, meine Iridium GO! Verbindung für emails und Wetter reicht mir vollkommen aus. Am Tag gehen wir an diesen wunderschönen Strand, treffen dort unsere Freunde von der LASAVO. Ich drücke Thomas einen Übungskite in die Hand. „Das ist eine gute Vorbereitung auf den Kite Kurs den Du nächste Woche machen willst“, grinse ich ihn an und zeige ihm die Grundzüge des Fliegens. Ich sehe mich nicht als Kite Lehrer, will lieber selbst kiten gehen. Mit dem 2qm Kissen kann er nicht viel falsch machen, direkt am ablandigen Strand. Ich selbst habe heute einen schlechten Tag auf dem Bord. Ich erwischen ein Windflautenphase und der Kite zieht mich nicht mehr aufs Brett. Dumm bei ablandigem Wind. Der Kite fliegt aber noch und ich kann mich mit einem
Borddrag ein paar hundert Meter weiter weg selbst retten. Mir reicht es für heute, auch wenn der Wind am Nachmittag wieder auffrischt.

Meine Dushi-Teenies fliegen auch – zwischen Kind sein und Erwachsen werden. In einem Moment spielen sie beherzt im Wasser wie Kinder und im anderen Moment verschwinden sie kichernd für Stunden im Bad. Was sie da machen? Keine Ahnung. Es gestaltet sich etwas schwer für Fenja zu kochen. Ich erkläre ihr, dass ich ihre Vorstellungen von Essen nicht erraten kann, sondern, dass sie schon sagen muss was sie sich vorstellt und mag. Das sie keine Lust auf kulinarische Abenteuer hat ist mir zwischenzeitlich schon klar geworden. Maya zeigt sich wieder mal erwachsen und vermittelt, so dass es nicht zu Frust kommt, nicht bei ihrer Freundin und nicht beim Koch. Gut macht Maya das. Wenn alle Gäste auf der MARLIN im Schiffsalltag so einfach zu händeln wären, wäre mein Leben einfacher.

Nachts ist Klein Curacao sehr einsam. Ausser der MARLIN und der LASAVO verlassen alle Schiffe die Insel. Es verbleiben je ein Wächter der MARMID und des anderen Resorts, die auf die Behausungen aufpassen, die tagsüber mit Touristen gefüllt sind. Wir besuchen Hannes, der inmitten von hunderten Einsiedlerkrebsen wohnt, die sich wie immer auf solchen Inseln um die Küche konzentrieren. Hannes ist ein junger Kerl, der die sich mit seinem Kollegen die Woche teilt. Er hat ein LAN Kabel an dem Internet rauskommt. Eine Parabolantenne am Aussichtsturm ist mit dem Haus des MARMID Besitzers verbunden. Die Videoüberwachung des Geländes läuft darüber. Hannes deutet Kooperationswillen an. Ich aber widerstehe der Versuchung zu fragen ob wir die nicht mal anzapfen dürfen. „Nein. Micha. Lass das mal. Noch ist diese Island so schön, weil es keinen Hotspot gibt. Das mußt Du jetzt nicht ändern“, geht mir durch den Kopf.

Thomas kommt am Strand vorbei und hat ein paar Kratzer auf dem Schienenbein. „Was hast Du den gemacht?“ „Och. Ich habe mit dem Übungskite meine ersten Sprünge versucht.“ „Der Festhaltereflex. Statt die Bar loszulassen, hält der Anfänger sich daran fest und wird über über den Strand gezogen. Ist mir am Anfang auch öfters passiert.“ Na ja. Viel ist nicht passiert. Alles gut. Gehört eben dazu, auf dem Weg ein Kiter zu werden. Vor allen Dingen, wenn man meint, dass das alles ganz einfach sei.


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Lazy day at Little Curacao

{Time:22:00:00}
{Date:20190706}
{Position:11°59.2130’N, 068°38.7905’W}
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{Target:Los Roques}
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{Title:Lazy day at Little Curacao}

Siebenschläfer

Papa und Tochter verschlafen heute. Um den lazy day zu vervollständigen chillen wir noch bis Mittag in der Vorkabine und lamentieren über das Leben. Fast sechs Monate haben wir uns nicht gesehen, da dürfen wir das. Die Sonne steht schon hoch am Himmel als Thomas von der LASAVO herübergeschwommen kommt. „Micha. Sollen wir tauchen gehen?“ Die Sicherheitsbeauftragte Maya Wnuk schaut missbilligend. Na. Ob das mal gut geht. Es formt sich eine Diskussion an über Markierungsbojen, Begleitboote und Rettungspläne. Irgendwann schreite ich ein. „Thomas, ich komme in 30 Minuten rüber.“ Meine Tauchflaschen befinden sich grade zur Reparatur. Die Kopfdichtungen unter den Ventilen haben beide geleckt. Das Klima in der Vorpiek, wo die beiden wohnen und auf ihren Einsatz warten, scheint nicht optimal zu sein. Ist ja oft so. Die Kites und SUB’s mögen das Klima an Bord auch nicht besonders. Die Kleber lösen sich auf. Besonders im Hecklocker im sogenannten Keller, weil dort
Benzindämpfe mit Feuchtigkeit und Hitze zusammen der sichere Tod der Wasserspielzeuge bedeuten. Leider ist das nicht jedem Skipper aus technischem Verstand ersichtlich. Muss ich wohl mal wieder nen Hinweis-Aufkleber drucken. Den Slingshot und den North Rebell Kite hat es erwischt. Reif für die Klapsmühle. Sie reisen in einer Woche mit nach Deutschland um nach Reparatur einen neuen Besitzer zu finden. Das SUB 2 wird seine letzten Tage auf der MARLIN erleben, um dann als Kinderspielzeug in Cuba anzulanden. SUB 1 hat es schon in Antigua erwischt. SUB 3 in OVP lebt gut belüftet in der Stb Achterkabine mit den neuen Kites. Es ist und bleibt eine Materialschlacht wenn sich Eigentum in Fremdnutzung befindet. Ich habe da echt keinen Bock mehr drauf, derjenige zu sein, der immer brav alles bezahlt.

Meine neue Tauchtarierweste finde ich nach langem Suchen im Schuhschrank wieder. Hat mir ein Mitsegler mitgebracht. Leider komplett falsch zusammengebaut. Die Anleitung zum Zusammenbau liegt wahrscheinlich in einem Stapel Papiere auf einem Schreibtisch in Deutschland. Ich versuche mich mit klarem Menschenverstand und es endet darin, dass Thomas mir seine zweite Tauchweste und Automat leiht. Gut das ich ordentlich abgenommen habe, beim täglichen Kitetraining der letzten Wochen, denn die Weste in Größe L passt so grade eben. Thomas leitet den Tauchgang. So wie von mir erwartet ist der agile Mensch auch unter Wasser. Ich tauche in aller Ruhe hinter ihm her. Ein wirklich schönes Riff, für die heutige Zeit gut erhalten, offenbart sich mir. Weichkorallen, Aquariumfischbestand, Kofferfische und klares Wasser machen den Tauchgang zu einem wunderschönen Erlebnis. Zurück an der LASAVO winke ich Abschied. Ich habe noch eine eine halbvolle Flasche, tauche weiter zur MARLIN und
bereinige den Rumpf von Seepocken. Das Antifouling, grade mal ein halbes Jahr alt. Grauenhaft. Den Wasserpass habe ich schon schnorchelnd gereinigt.

Nicht genug Aktivitäten packe ich mir Fenja und Maya, die energiegeladen auf der MARLIN verharrt haben. „Komm wir fahren zum Strand. Nehmt die GO Pro mit.“ Jeder hat sein Spielzeug. Ich meinen Kite. Die Insel ist wieder menschenleer und in unserem Besitz. Meine Kitefähigkeiten sind von der Sicherheitsbeauftragten Maya Wnuk als absolut sicher eingestuft worden. Thomas und Sara tummeln sich auch am Strand. Ein richtig schöner Samstag Nachmittag, der schöner nicht sein könnte.

Der Versuch auf den LASAVO einen langen Phase 10 Abend einzuleiten endet um neun Uhr. „Papa. Können wir nach Hause fahren? Wir sind so müde.“ Seeluft und Daueradrenalin fordern ihren Preis. Gute Nacht. Auch ich falle in tot die Koje.


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Ablandige Abenteuer

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{Title:Ablandige Abenteuer}

Nike & Ich

Na? Noch kein Abenteuer geplant für Ende August? Hier kommen fast jeden Tag Anfragen per e-mail rein um auf der MARLIN mitzusegeln. Die neue Webseite läuft so langsam an. Auch im englischsprachigen Raum. Ein netter Mitsegler aus China. Gruppen aus der Schweiz und natürlich deutsche Mitsegler halten mich busy. Was leider noch fehlt sind zwei Mitsegler für den Trip den Nike Steiger und ich vom 25.8.-8.9.19 von Curacao zu den Roques machen. Woran liegt das wohl? Ich hatte mir wesentlich mehr Interesse gewünscht und vorgestellt. Nike, recht bekannt durch die Cooperation mit der YACHT und ihrem YouTube Blog. Das Ziel: Die Aves und Roques. Das Paradies schlechthin. Das Schiff. Die MARLIN. Eine Perle – Ohne Diskussion. Na. Wo klemmt es denn? Am Preis? Am Zeitraum, weil da ist es in Deutschland ja vielleicht auch grade schön? Oder am woran? Komisch. Mit dabei ist Manuela. Nun. Ich werde sicherlich mit den beiden attraktiven, sympathischen jungen Damen auch alleine Spass habe
n. Aber gerne hätte ich ja schon noch ein zwei andere Mitsegler dabei.

Maya zeigt nicht nur Interesse, sondern auch angeborenes Geschick im Umgang mit der MARLIN und mir. Sie nennt sich selbst einen „Schisser“, was meint, dass sie eher ein übervorsichtiger Mensch ist. Das wirkt sich grundlegend aus: Seit dem Nachmittag bläst es wie wild auf Klein Curacao. 25 Knoten konstant, in Böen deutlich über 30 Knoten. Die Mouring ist nicht das Problem, aber der ablandige Wind. Geht irgendetwas in Richtung Wassersport schief, wird man sofort aufs offene Meer abgetrieben. Ich habe das Dinghy Beiboot deshalb schon mal mit 30 PS Aussenborder bestückt, anstatt 3PS Seekuh. Wenn mal was passiert will ich schnell dasein. Ich muss schon einen Moment nachdenken, als Maya ein Paddelbord aufblasen will, um mit Fenja an den 50 Meter entfernten Strand gegen den Wind zu paddeln. O.K. Ich schaue mir den Maya Kraftakt vom Deck aus an. Sie muss selber ihre Grenzen kennenlernen. Gegen den Wind im Knien anzupaddeln mit Fenja auf dem vorderen Teil des SUB’s ist s
chon eine kräftezehrende Aufgabe. Sie schafft es.

Am Morgen ist die SY LASAVO mit Tomas und Tochter Sara angekommen. Sara, gleich alt wie Maya und Fenja, ist ein bisschen schüchtern. Kommt uns so vor, liegt aber wahrscheinlich eher am Jetlag und daran, dass sie eher spanisch mit Ihrer Mutter aufwächst, als deutschsprachig mit ihrem Vater. Am Abend laden wir zu einem riesigen Topf Nudeln und Phase 10 auf der MARLIN ein. Maya und ich unterhalten uns mit Sara ein bisschen auf spanisch und schon lockert sich die Situation.

Als die Pauschal Touristen um drei Uhr die Insel verlassen, die Sonne nicht mehr im Zenit brennt, packe ich meinen Kitekram zusammen. Ich bin der einzige Kiter. Thomas kommt zur Sicherheit mit an den Strand. Es bläst deutlich mit über 24 Knoten und Sicherheitsexpertin Maya hat zur Bedingung gemacht, dass das MARLIN Beiboot fahrbereit am Strand liegt um mich wieder einzusammeln, wenn ich ein Problem habe. Mit dem 12er Kite bin ich in den Böen fast schon etwas überpowert. Mein Respekt vor dem ablandigen Wind ist so groß, dass ich ungeahnt Höhe laufe und in Riesenschritten von Minute zu Minute sicherer und erfolgreicher kite. Maya und Fenja stehen auf dem Vordeck und applaudieren wenn ich an der MARLIN Richtung Südspitze der kleinen Insel vorbei rase. Nach einer Stunde bin ich mit Adrenalin aufgepumpt. Wie ich später sehe ist der Wind weiter aufgefrischt auf 30 Knoten und hat mich in den Böen ordentlich raus auf’s Meer gedrückt, so dass ich aufgebe und zum Ausgang
spunkt zurück kite. Alles gut. Aber für heute reicht es mit Adrenalin. Der Schirm ist trocken und schnell eingepackt. Maya zeigt mir stolz die Photos die sie mit der Canon gemacht hat. „Ist ja schon ne tolle Camera. Doch nen bisschen was anderes als nen iPhone.“ „Ja Maya. Passt nur nicht mal so eben in die Tasche der Jeans.“ Am Abend unterstützt mich die Sicherheitsbeauftragte Maya, beim Hochziehen des Dinghys, damit ich nicht ins Wasser falle. „Und heute Nacht nicht alleine an Deck rumlaufen!“ werde ich noch ermahnt.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 57 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies
CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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Serena

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{Title:Serena}

Die Zeit vergeht wie im Flug

Es läuft nicht immer alles glatt zwischen mir und Maya. Muss meine Tochter sein… Wir finden aber innerhalb kurzer Zeit unser Einvernehmen und unsere Zuneigung wieder. So wie es in einer funktionierenden Beziehung sein sollte. Schon wundersam. Ist wohl eingebaut von Mutter Natur.

Wir besuchen Serena. Wer Serena nicht kennt, googelt einfach nach Serena Art Factory Curacao. Serena und ich ist auch eine Art von eingebauter Freundschaft über Jahre schon. Serena ist ein Berliner Unikat und nun schon seit fast zwei Jahrzehnten auf der Insel verwurzelt. Wir sind quasi mit zwei Schiffen 2001 zum ersten Mal auf Curacao angekommen. Uns verbinden viele kleine Sachen und immer wenn ich auf der Insel bin, sehen wir uns natürlich. Diesmal sehen wir uns direkt zu sechst. Na so was. Big Family. Am kommenden Freitag dürfen Maya und Fenja einen Chichi-Workshop mit Serena machen. Na. Das wird ja ein Super Abschluss der Reise werden.

Heute Morgen dann, stehe ich noch vor Sonnenaufgang auf, um die MARLIN fertig zu machen für die Überfahrt. Für ein paar Tage ist der Besuch von Klein Curacao angesagt. Maya ausdrücklicher Wunsch und ich widerspreche dem Wunsch auf keinen Fall, denn ein besseres Kite Revier gibt es hier auf Curacao nicht. Wind soll am Samstag ordentlich sein. Wir verproviantieren uns mit dem notwendigsten Lebensmitteln, tanken das Dinghy voll und los geht es. Fenja bekommt ein Anti Seekrankheitspflaster hinters Ohr und schläft die etwa vierstündige Überfahrt gegen Wind und Welle. An der Küste von Curacao geht es unter Motor. „Wann setzt Du denn die Segel?“ „Jetzt.“ Der Motor verstummt. MARLIN legt sich bequem auf die Seite und scheinbar segeln wir in die falsche Richtung. Mit Der Kurs auf der Karte gegen die 1,5-2 Knoten Strömung siehst nach Zickzack aus. So ist das halt. Dafür segeln wir. „Schön wenn die MARLIN segelt und der Motor aus ist“, schmunzelt Maya und macht
es sich gemütlich im Pilothaus. Wir halten Händchen…

Nach vier Schlägen nehmen wir eine Mouring vor Klein Curacao auf. Die Insel ist grade bevölkert von 100 Touristen, die hier jeden Tag mit zwei großen Katamaranen und einem Ausflugsschiff angekarrt werden. Um drei sind die dann wieder weg und die Insel gehört uns. Maya und Fenja springen mutig ins Wasser und sehn ihre erste Schildkröte, die direkt vor ihnen ihre Wege zieht. Ich beschäftige mich mit Aufklarieren und Dinghy etc. Da tönt schon das Horn der Marmaid, die ihre Gäste zur Abfahrt ruft. Zu dritt entern wir die Insel, besuchen den Leuchtturm und die Wracks auf den Ostseite der Insel. Serena hat Maya und Fenja mehrere ChiChi’s mitgegeben, deren Besuch auf Klein Curacao, sie per Instagram dokumentieren sollen… Wir bleiben über Nacht. Ich verweigere meinen Dienst in der Kombüse. „Kocht ihr mal!“ Es gibt leckere Asianudelsuppen und wir spielen Phase 10. Maya gewinnt. Na. Das war doch ein erfolgreicher Tag.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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The seven most important things to do at Curacao

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{Date:20190702}
{Position:12°04.7400’N, 068°51.5132’W}
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{Title:The seven most important things to do at Curacao}

Urlaub zu Hause

“In Deutschland heißt es so schön: „Wir machen Urlaub in Balkonien!“ Nun. Ich hab nix dagegen Urlaub zu machen. Gut für Fenja, Mayas beste Freundin zu sein, denn Mayas zu Hause auch die MARLIN ist und diese liegt grade in Curacao. Es gibt sieben Dinge die man einfach machen muss in Curacao. Eine davon ist der Besuch der Kokomo Bucht, mit der legendären Schaukel, die im kristallklaren, karibisch warmen Wasser steht. Während ich am Strand, unter dem Schatten meiner Schirmmütze ein Nickerchen halte, kommen meine beiden Exklusivgäste nicht mehr aus dem Wasser raus. Ein noch viel tiefgebräunter netter Mitarbeiter der Strandbewirtschaftung weckt mich nett. „Die Liegestühle kosten 5 $US. Oder wollen sie lieber in Gulden bezahlen?“ „Papa, warum liegst Du denn auf dem Sand und nicht auf dem Liegestuhl?“, meint Maya 20 Minuten später. „Ach, der ist so schön warm.“ Wie auch immer. Es sind Kleinigkeiten die manchmal stören, aber eigentlich ist Curacao durchweg der Hit.

Die Teenies halten mich ordentlich auf Trab. Gestern durfte ich dann auch mal eine Stunde Kiten mit dem neuen 12er. Der ist lila/grau. Na. Eigentlich nicht meine Farbe. War aber ein günstiges Vorjahresmodell. Ich schaue eh nicht mehr so viel zum Kite. Fliegen tut der prima. Alles gut. Gute Entscheidung. Ich habe eine neue Kite Level erreicht. Ich bringe den Kite jetzt trocken wieder an Land. „Na. Dass müssen wir doch feiern“, meint Thomas. Wer ist Thomas? Thomas ist Hans im Glück. Einer der das richtige Händchen hat Dinge richtig zu machen. Deshalb hat er einen riesigen Lagoon Katamaran, der grade mal zwei Jahre alt ist, auf dem er alleine wohnt. Morgen kommt seine Tochter Sara, die auch 14 Jahre alt ist und schon haben wir eine Interessengemeinschaft, denn auch er will am Donnerstag nach Klein Curacao. Na. So viele positive Zufälle in Reihe. Wenn das mal keine Glückssträhne wird. Wenn die drei Teenies sich dann auch noch gut verstehen, wird das ganze dann wohl ein Traumurlaub. Wir enden am Tresen der Chill Bar in der Mambo Bucht. Mehr einer der seven most important things to do für die Erwachsenen, was die Teenies nicht stört. Die geniessen die coole location im Wasser. Alles gut.

Morgen: Verproviantieren und Törnvorbereitung.


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