Archiv der Kategorie: SY Marlin

Crew 30 vollständig

Und weiter geht es

Christiane, Axel, Birgit, Oliver, Birgit. Drei segelnden Frauen an Bord der MARLIN bei dem Törn nach St. Petersburg. Das finden Jan und ich prima. HeyHey. Es geht voran. Nach dem obligatorischen Wollknäulwerfen (wirklich nur Spass), dem Erstbriefing und Warmupkennenlernen, entere ich mit Birgit und Axel den Supermarkt. Beim Einkaufen wird mir schon klar, dass unsere Crew volle Kanone Spaß haben will. Vier volle Einkaufswagen verstauen wir kurzum auf der MARLIN. Nicht das wir kein Platz haben. Platz ist ja genug da. Es folgt die obligatorische Sicherheitseinweisung und ich schmeiße den Räucherofen an. Erster Tag an Bord – Voller Erfolg. So soll es sein. Auf dem Plan steht Åland, Helsinki, Tallin und St. Petersburg. Strammes Programm. Mal schauen ob wir alles schaffen. 360 Meilen sind es Luftlinie bis St. Petersburg, also 36 Meilen am Tag. Na, dass wird wohl ohne Übernachttörns funktionieren. Ich freue mir den Arsch ab. Alle total nett. So langsam stellt sich heraus, dass eigentlich eh alle Mitsegler total nett sind. Das muss am Schiff liegen. MARLIN zieht positiv ziehende Menschen an, so kommt es mir vor. Oder auch ich? Und Jan? Es fängt an richtig Spaß zu machen. Gutes kommt auch von Flensburg. Auch meine neuesten Befunde sind sauber. Langsam vertraue ich meinem Körper wieder.  
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Wieder zu Hause

Und zurück ins Wasser gerutscht

Bloggen ist frei sein. Nicht bloggen ist blödes Multitasking. Die Welt dreht sich immer schneller. Immer mehr Dinge soll jeder gleichzeitig machen. Ich frage mich wie das ohne Computer war, erinnere mich daran, dass an meinem Arbeitsplatz ein Telefon stand mit Wählscheibe. Mann, war das Leben & Arbeiten damals entspannt gegenüber heute. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Nur ich komme einfach nicht mehr zum Schreiben, weil alles was Kohle bringt wichtiger ist. Alles dreht sich, wie immer um Geld. Schade eigentlich. Wäre Jan nicht, würde gar nix mehr klappen. Mal ehrlich. Angekommen in Stockholm geht es als erstes wieder um Geld. MARLIN ist blitzeblank und mit neuem Antifouling versehen. Um ins Wasser zu kommen wollen die erst mal Geld sehen. Komisch was. Siehe oben. Ist das grade erledigt, fährt uns Anders mit seinem Riesengabelstappler wieder die Rutsche runter ins Wasser. Die Frohnatur ist er eigentlich nicht. Ganz im Gegenteil. Aber ich bin ja nun mal Profiskipper. Gewusst wie habe ich aus dem Duty Free ein paar Flaschen hochprozentigen Schnaps mitgebracht. „Wie war Dein Urlaub Anders? Schau mal. Hier ist eine Flasche Havanna Rum für Dich!“ Anders, dem Schlechtgelauten, nehme ich den Wind aus den Segeln. Plötzlich geht alles ganz einfach. Wir dürfen am Dock unsere Batterien einbauen. Anders lächelt sogar mal. Sie drehen das Schiff und jemand bringt die DHL Kostet auch nix. Wunder gibt es auch noch. Als gibt es Frühsport. Acht neue Batterieblöcke mit je 100Ah sind auszutauschen. Wer meint das ist ein Kinderspiel, der ist falsch gewickelt. Die neuen haben die gleichen Maße, aber jeder Block wiegt 35kg. Es ist schweißtreibend. Am Abend sind alle drin. Jetzt wieder verkabeln und 10 Jahre Ruhe. Solange könne die neuen leben, wenn man gut behandelt. Wir schwimmen wieder und das ist gut. Am Samstag kommt die neue Crew und es geht weiter nach Petersburg. Das Deck und Innen sieht aus wie Hulle. Überall der Dreck von der Werft. Man kann sich quasi totputzen, was Jan’s und Micha’s Lieblingsbeschäftigung ist.  
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Die ARC segeln mit der MARLIN

Die ARC segeln mit der MARLIN

Wir sind dabei. Kommst Du mit?

Den offiziellen Törntext kannst Du ja auf der MARLIN-EXPEDITIONS Seite nachlesen. Ich musste bei der gesamten Sache ja über meinen eignen Schatten springen. „Komm Micha. Die Leute wollen das. Das Rahmenprogramm, die Partys, die anderen Schiffe. Es ist eben ein großes Event für alle Beteiligten. Lass uns das mal machen. Das kommt bestimmt gut an.“ drängelte Nathalie nicht nur einmal. Und so habe ich mich Sturkopf eben breit schlagen lassen. Jetzt ist es bestätigt. Wir haben die ARC Zusage. Was da so alles passiert, kann man hier bei der ARC nachlesen. Jetzt geht es darum eine coole Crew zusammen zu bekommen. Nicht das es ein Problem wäre. Anwärter gibt es viele. Aber es muss ja auch passen. Dann mal los und die Fahnen schwenken. Hallo. Ihr könnt auf der MARLIN im November nicht nur der deutschen Kälte entfliehen, sondern auch noch einmalig im Verbund der ARC den Atlantik überqueren.

Auf der MARLIN-EXPEDITIONS Seite findet ihr aber aktuell auch den gesamten Törnplan bis Sommer 2018. Mutig was? Nun. Ich habe vor ein paar Tagen meine aktuellen Knochenmarksanalysen hier in Flensburg bekommen und die lassen nicht hoffen, die sehen einfach nur gut aus. Null Leukämie-Krebszellen nachweisbar. Das stimmt mich nicht nur frohes Mutes und Glücksgefühl, da legt Wnuk natürlich gleich wieder Vollwind voraus an.

Zum Logbuch schreiben komme ich derzeit so gut wie gar nicht. Auch schon gemerkt was? Nun. Das liegt daran, dass nebst gutem Wetter, massenhaft Events meine Alltag kreuzen und auf meinem Schreibtisch Berge von Aufträgen und TOP’s nach Aufmerksamkeit lechzen. Vollkommen normal für Dich. Für mich auch. Nur dass beim Segeln sich natürlich die Berge nicht weniger werden sondern mehr. Am Dienstag geht es zurück zur MARLIN. Mit etwas Glück finde ich mich wieder mit Jan zusammen der schon vor mir wieder da sein sollte. Acht neue AGM North Star Batterien je 100 AH stehen hoffentlich für uns bereit, warten darauf eingebaut zu werden, MARLIN ist hochglanzpoliert und neues Antifouling gestrichen. Hmm. Sound’s like a plan. Hoffentlich klappt das auch alles.



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Uffe Heimaturlaub

Seemannsbraut ist die See

Jan ist weg. Schon gestern hat er seinen Flieger wohl erreicht und sitzt schon zu Hause. Mich hat Schweden noch ein paar Stunden dann schwebe auch ich auch in so einem Aluvogel Richtung Hamburg. Auf, Matrosen, ohe, einmal muss es vorbei sein. MARLIN bleibt an Land stehen. Die darf wieder schwimmen wenn wir in 10 Tagen wiederkommen um dann mit Full House nach St. Petersburg düsen. Da bin ich ja mal gespannt wie nen Flitzebogen. Die ganze Vorbereitung mit den Visas ist echt nicht easy. Eigentlich habe ich mich genug und nicht früh genug um den Törn gekümmert. Wird schon irgendwie gehen. Aber nix da. Unsere Visa Agentur hat zum ersten Mal ein Schiff als Kunde. Na super. Irgendwann schaue ich mal bei Noonsite.com rein unter St. Petersburg. Da wird gesagt: Nix geht ohne Vladimir Ivankiv. Jan schreibt dem und bekommt glatt ne Antwort, die uns dann echt busy hält. Auf den CMAP Karten nicht verzeichnet, haben die Russen 2016 fertiggestellt eine Brücke genau vor dem St. Petersburg Central River Yacht Club, unserem gedachten Aufenthaltsort. Durchfahrtshöhe 24m. „Mist. Da kommen wir nicht durch. Das ist zu knapp.“ Vorsichtshalber messen wir noch mal nach. 26,5m ist unser Mast mit Antennen. Jan rechnet weiter. „Mit 25 Grad Schräglage kommen wir da durch.“ „Dann brauchen wir aber mindesten 20 Knoten Wind. Oder wir hängen das Beiboot voll mit Wasser an das Spifall.“ Bilder von so was habe ich ja schon im Netz gesehen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Aktion auf Begeisterung bei unserer Versicherung stößt. Fällt dann wohl unter: Grobe Fahrlässigkeit, wenn das Fall genau unter der Brücke bricht und wir zum Denkmal werden.“ Also ziehe ich den Schwanz ein. Die folgenden 24 Stunden vergehen mit Telefonaten. Wir müssen über die südliche Newa Mündung rein. Dort gibt es auch eine neue Brücke, die aber 40m Clearance hat, wegen der Kreuzfahrtschiffe. Die Kreuzfahrerdoks werden von der Agentur Inflot betrieben. Auf Nachfrage bekommen wir ein Angebot. Liegeplatz für eine Woche 6.500 na was? Kronen? Ne Euronen. „Na dass ist ja mal günstig. Kannste ja schon mal nen Spendenaufruf im Blog schreiben“, meint Nathalie am Telefon. Helfen kann nur Vladimir. Der beantragt für uns einen Liegeplatz neben den Passagierschiffen auf dem Vasilyevsky Island. 5 Euro, pro Meter die Nacht. Nun. Das passt. Ob es klappt wissen wir aber erst in ein paar Tagen. Dann wandel ich mal Richtung Flughafen.  
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Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land?

Peinlichkeit als Beruf

Die Kunst der Perfektion bekommt man, wenn man sich spezialisiert. Jan und ich können segeln, auch reparieren, aber das Schiff professionell polieren, ist nicht unser Alltag. Mikas schon. Und das sieht man. Quadratdezimeter für Quadratdezimeter wird aus dem kalkig angelaufenen Rot der MARLIN wieder das glänzende Schneewittchen. Es macht Spaß Mika dabei immer mal wieder über die Schulter zu schauen. Er und sein Partner haben es eben drauf. Mit ihren Poliermaschinen, 2.500 Schleifpapier, Pasten und Konservierungsmitteln holen sie den Glanz der AWLGRIP Farbe wieder aus stumpfen Rumpf heraus. Wenn das dann mal immer so bleiben würde. Unsere Farbarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Ein Fläche Antirutsch auf der Badeplattform fehlt noch. Da müssen wir erst noch mal warten bis die Farbe richtig durchgetrocknet ist. Also wechselt Jan heute das marode Abgasrohr der Heizung aus. Den Ersatz fahren wir schon seit Monaten mit uns herum. Wir räumen den Keller, unseren achterlichen Stauraum aus und schmeißen mal wieder Zeug weg. Es ist schon unglaublich was beim Charterbetrieb so alles liegenbleibt. Mit Gästen an Bord bleibt einfach keine Zeit um sich um Wartungsarbeiten zu kümmern. Ist ja auch richtig so. Sie verlangen und bekommen eben unsere komplette Aufmerksamkeit. Murphy ist auch weiterhin dabei. Vor unserer angedachten Marina, dem St Petersburg Central River Yacht Club haben die Russen 2016 eine neue Autobahnbrücke gebaut. Bei der Planung des Törns ist das keinem aufgefallen. Die Brücke hat eine Durchfahrtshöhe von 24m, die MARLIN hat eine Höhe von 27m über der Wasserlinie. Jan und ich messen heute noch mal nach und berechnen sogar, ob wir denn vielleicht mit geneigtem Mast da durch kommen. Aber no way. Wäre auch schon sehr abenteuerlich und im Sinne der Versicherung grob fahrlässig. Also entscheiden wir, dass das wohl keine so tolle Idee ist. Wir setzten alle Hebel in Bewegung um einen Platz in St. Petersburg zu bekommen, aber bisher bekommen wir nur Schulterzucken. Und wir? Wir schauen dumm aus der Wäsche. Na mal schauen, wie wir nun aus dieser Mausefalle wieder herauskommen.  
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Das hatte sich Jan auch anders vorgestellt

Maler und Lackierer als Wahlberuf

Is ja nun anders als geplant gelaufen. So ganz glücklich ist Jan nicht. Dumm gelaufen, auch noch irgendwie seine eigene Schuld. Am nächsten Donnerstag ist er befreit und hat Heimaturlaub. Bis dahin gibt es Schulung beim Alten. Fraktion Schleifen, Spachteln und Lackieren ist angesagt. Ab Morgen Motorkunde, Aufräumen und To Do Liste abarbeiten. Gedacht war in Wasahamn Stockholm Center, stadtnah, tagsüber arbeiten und dann Stockholm erleben. Realisiert ist, auf der Baustelle in der Marina schuften. Murphy ist auch wieder dabei. Gestern grade alles fertig gespritzt und gerollt, da ziehen Wolken auf und es fängt an zu schütten. Gut das wenigstens die Farbe, die ich am Hull gespritzt habe schon soweit trocken war, dass es keine kleinen Krater gegeben hat, die man wieder neu anschleifen und neu sprühen muss. Heute hat Jan grade die Scheuerleiste noch mal gerollt. Ich die Badeplattform, da kommt eine dicke Wolke und schüttet tonnenweise Wasser über unsere Gewerke. Folge: Arbeitsabruch. Jan hat eine Einweisung in Gebrauch des Druckkochtopfes bekommen. Wundert mich, dass dieser nicht explodiert ist. Hätte ja zum heutigen Tag noch prima gepasst. Gegeben hat es eine 1a Kürbissuppe. Kann er jetzt. Inzwischen ist Jan heute weg ohne mich und ich trage mal mein Logbuch nach, halte Mittagsschlaf bis um 17:00. Dann quietscht unsere Wasserpumpe los und die Gardena Wassermachersteuerung will die Membranen der Entsalzungsanlage spülen. Was für ein Wecker.  
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Das hatten wir uns anders vorgestellt

Das hatten wir uns anders vorgestellt

Skipper Freizeit

Der Tag beginnt besser. Mit dem Marinachef Anders einige ich mich darauf, dass er das Antifouling macht und das Aufpolieren. Nicht ganz billig, hoffentlich gut. Jan und ich kümmern uns um das Füllen, Schleifen und Spot Painting. „Du hast Glück. Denn Du bist in der besten Marina von Nordeuropa gelandet.“ Na, was ein Zufall grinse ich Anders an. Da haben wir aber noch mal Glück gehabt. Es ist Off Season, meint das wir eigentlich das einzige Schiff in der Marina sind. Alle anderen sind jetzt unterwegs am Segeln.

Ich lege mich unter die MARLIN und runde die Kratzer mit dem Winkelschleifer, kann dabei noch mal genau sehen ob es strukturelle Probleme, wie Risse etc. gibt. Soweit ist alles gut. Wir bekommen Schlüssel für die Dusche und Toilette und die Sonne taucht am Horizont auf.

Am Abend laufen wir los Richtung Stadt. Nachteil an der besten Marina Nordeuropas ist, dass man ohne Auto echt weit ab vom Schuss ist. Doch wozu gibt es in den Stockholmer Schärengarten ein sehr gut ausgebautes Fährennetz. Zufall: Mit eine uralten Fähre, der S/S Storskär, die Betonung liegt auf uralt, geht es durch die Schären bis mitten in die Stadt. Im Inneren des Schiffes treiben zwei Dampfzylinder das Schiff an wie zur Jahrhundertwende. Der Sound, die Bewegung des Schiffes, überhaupt, alles ist total geil. Wir genießen das gute Wetter. Frei Tag ist heute. Grund ein paar Bier zu trinken. Aber die Preise für zwei Glas Bier versalzen in Schweden wirklich die Suppe.

Spachtel und Schleifen geht gut voran. Morgen werden die Macken der letzten zwei Jahre unter Farbe unsichtbar gemacht. Eine kleine Spritzpistole, ein Anschluss an einer der Tauchflaschen, ein Druckminderer, die richtige MARLIN-Farbe. Alles an Bord. Na denn hoffen wir mal auf weiterhin gutes Wetter.



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Schneller als der Wind

Schneller als der Wind

MARLIN an Land

Per Mail und Telefon haben wir unseren Ankunftsort zur Gaashaga MARINA verlegt. Kaum ist die Hafeneinfahrt zu sehen geht es schneller als gedacht. Wir fahren direkt in die Box den Travellifts. Aber von wegen Travellift. Ein dicker Volvo Bulldozer steht mit einer Art Anhänger bereit. Der Anhänger ist ein 47t Recovery Trailer, der seine langen Ausleger unter den Bauch der MARLIN schiebt, seine Stempel mit den dicken Gummiplatten passen sich exakt der Form des Schiffskörpers an. Anders, der Fahrer hat alles im Griff, hebt die MARLIN an bis der Mast grade steht. „Das macht er aber nicht zum ersten Mal.“ 20 Minuten später steht MARLIN auf dem Marinaplatz und wird abgespritzt.

Die Kratzer von dem finnischen Stein sind zwar nicht lustig und deutlich sichtbar, aber nicht wirklich schlimm. Schwierig ist eher Anders. Er ist eben ein bisschen anders. Wir verhandeln über neues Antifouling und Polieren des Überwasserschiffs. Per mail hatte ich angekündigt, dass wir das selber machen wollen. „Kein Problem!“ schreibt er prompt zurück. Was er nicht schreibt, ist dass er jede Arbeitstunde, die wir am Boot arbeiten, mit 10 Euro berechnen will. Für die Marina. Nur so. Hätte er mir ja nun auch vorher mal schreiben können und nicht erst, wenn wir an Land stehen. Es gibt keine Toiletten, keine Dusche und nachts ist das Gelände abgeschlossen und gesichert wie Fort Knox.

Unsere Crew 29, die beste von allen Crews, die ich bisher hatte, macht MARLIN noch klar. „Das Deck braucht ihr nicht machen. In der Werft wird das eh dreckig. Das macht kein Sinn.“ Es ist ein schwerer Abschied. Alle weinen, liegen sich in den Armen, schwören sich ihre treue Liebe bis zum Tode, überschütten uns noch mal mit Lob, dass wir die besten Skipper aller Zeiten waren und tätscheln noch mal die MARLIN. Dann sind sie weg und wir fallen in ein tiefes Loch. Allein wissen wir im ersten Moment nicht mehr was wir mit uns anfangen sollen. Es ist alles zu viel. Typischer Fall von „After Crew Skipper Burn Out“, die unter Superskippern weit verbreitet ist. Zu schön war die Zeit. Danke noch mal.

Wenigsten gibt es direkt neben der MARLIN ein paar Bäume, ein paar Felsen und als alle von der Werft weg sind, setzten wir uns ins Gras, bauen unseren Schwenkgrill auf und lassen es uns gut gehen. Im nahen Supermarkt gibt es Lebensmittel in großer Auswahl, leider alles zum doppelten Preis, gegenüber Deutschland. Trotzdem: Mein Tag ist das nicht. Ich frage mich wie wir ungeschoren hier wieder wegkommen sollen.



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Getting new friends

Finnisch Saunen in Schweden

Der Tag beginnt mit guten Nachrichten. Platsch! Ich springe ins Wasser, die Schnorchelbrille auf. Wie zu erwarten ist an der Steuerbordseite eine Handbreit Farbe ab am Kiel. Just in case habe ich schon eine Schadensmeldung bei Wehring & Wolfes, unserer Versicherung, gemacht. Prompt kommt ein Mail, dass wir am besten Kranen sollen um den Schaden genauer zu untersuchen. Die Kosten übernimmt die Versicherung ohne Selbstbeteiligung. Das hilft natürlich. Ich schreibe drei Marinas an und finde prompt eine, die uns kurzfristig aus dem Wasser heben wollen. Für unsere Crew 29 ist morgen eh der letzte Tag. Danach wollen wir uns eh eine Woche um MARLIN kümmern. Der nächste Schlag nach St. Petersburg beginnt erst am 29 July. „Passt!“ Danke an Rainer von der Versicherung Wehring & Wolfes für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Die Sonne ist am Horizont aufgegangen und wir verlegen für den letzten Abend nach Storoen. Jan hat mit dem Finger auf der Karte draufgetippt. „Da ist es bestimmt schön.“ Wieder Platsch! Mit dem Paddelboard fahre ich gegen den Steg des Hauses am Waldesrand und falle vorn über ins Wasser. Hmm. Natürlich in Jeans und Pullover, großkotzig, der Superheld. Ich setzte mich auf den Steg und warte auf Jan der grade versucht mit seinem Bord vom Schiff abzulegen. Das Bord ist aber noch angebunden. Wir sind zwei Helden! Da geht eine Tür am Haus auf. Knusper knusper Knäuschen wer knuspert an meinem Häuschen? Über 20 Meter kommuniziere ich mit dem Besitzer des Häuschens. „Ich bin ins Wasser gefallen.“ Wie ich später erfahre ist es Johann der runter zum Steg kommt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Auch Jan hat es inzwischen geschafft sich von der MARLIN zu trennen. „Na. Ins Wasser gefallen?“ Jep. Nur so zum Spaß frage ich Johann ob er eine Sauna hat. Was für eine Frage. Natürlich hat Johann eine Sauna. Ich lade uns prompt ein. „Aber wir sind noch ein paar mehr.“ „Wieviele?“ „Ahm. Sechs.“ „Is ok. Um 9 Uhr?“ „Goal!“ Hinter der Insel erstreckt sich ein See den man mit dem Paddelbord prima erreichen kann. Wir sitzen in der Sonne auf einem anderen Steg und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. „So hatte ich mir das vorgestellt Jan. Das ist Schweden. So schön kann es hier sein.“ Auf dem Rückweg zur MARLIN versucht Jan die Leine zu catchen die er hinter sich herzieht. Platsch. „Ich lache. Na ins Wasser gefallen?“ Alter Schwede. Heute sind wir ja nicht besonders standfest. “Für den letzten Abend haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht für euch. Das kostet aber extra. Ist euch das jedem 15 Euro wert?“ Alle nicken, gespannt auf was kommt. „Mein Freund Johann wohnt dort auf der Insel und heute Abend gehen wir dort gemeinsam saunen. Alle Mann“, prahle ich, als wenn ich Johann schon seit Jahren kennen würde. Alle Mann und Frau sind begeistert und gemeinsam sitzen wir wie die Hühner um neun Uhr in der kleinen gemütlichen Sauna mit echtem Holzofen. Inzwischen sind wir ja schon Profischwitzer. Gut angewärmt, nach 15 Minuten geht die Tür auf und Johann kommt rein, reicht jedem eine große Büchse eiskaltes Bier und schüttet einen Liter Wasser über die heißen Steine. Nach fünf Minuten springen wir in seinen großen Pool vorm Haus. Was für eine Gastfreundschaft! Ein ganz spezieller letzter Abend der sich da zufällig ergeben hat. Das Bier zeigt seine Wirkung nach 20 Minuten. „In Finnland saunt man so. Finnische Sauna nennen wir das.“ An viel mehr kann ich mich nur verschwommen erinnern. Nächstes Mal werde ich kein Bier mehr in der Sauna trinken.  
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Schärengärten

Hinterher weißt Du immer mehr

“Was machst Du mit meinem Schiff?“ Ich schaue Jan mit großen Augen an. MARLIN rumpelt mit dem Kiel über felsigen Grund. Irgendwann musste es ja nun mal passieren. Irgendwann passiert es jedem mal in den Schärengärten. So wie in den Bermudas. Die Steine unter Wasser, die weder in der Karte offensichtlich verzeichnet sind, weder noch sichtbar sind halten die MARLIN fest. Mit eigener Motorkraft kommen wir da nicht mehr raus. Inzwischen befinden wir uns in Furusund vor Anker. Der Tag ist berechtigt sein Ende zu finden. Ich bin still. Ganz still. Ungewohnt still. Aus den letzten Vorräten zauber ich meinen Gästen ein Lamm-Stew. Beim Kochen kann ich mich am ehesten entspannen. Ein Glas Argentinscher Malbec Rotwein hilft beim Verdauen dieses Tages. „Alles ein bisschen viel was?“ führe ich ein Selbstgespräch, sitzend auf der Rettungsinsel am Heck der MARLIN. „Gut gemacht alte Dame.“ Schon als ich zum ersten Mal auf diesem Schiff war und die Entscheidung getroffen habe die nächsten Jahre diesem Schiff zu vertrauen, wusste ich, dass MARLIN das richtige Schiff ist um durch Dick und Dünn zu gehen. Wir stecken fest und das nicht im Mud sondern auf einem Felsen. Kein Vor und kein Zurück ist mehr drin. Es rumpelt mit jeder Welle, mit jedem Versuch aus der brenzligen Situation frei zu kommen. Aluminium gegen Stein. Stein gewinnt. Baum raus. Segel hoch um genügend Schräglage zu haben. Negativ. Ein vorbeifahrendes Motorboot bietet seine Hilfe an. Das Ergebnis ist leider nur, dass wir weiter auf die Steine kommen. Die Situation ist zum Haare ausreißen. Wir haben gut 30° Schräglage. „Stabile Seitenlage. Na prima.“ Ich frage mich wie wir jemals wieder von den Steinen runter kommen sollen. „Lass das Dinghy zu Wasser und hol Dir das Handlot.“ Jan sitzt im Beiboot und lotet leewärts die Wassertiefe. Vor und unter uns 1,5 Meter. Eine Bootslänge dahinter wird es wieder tiefer. Ich sehe ein innerliches Licht am Horizont. Das sollte noch so grade eben gehen. Unser Propeller ist bereits halb aus dem Wasser, als ein finnisches SAR Schiff um die Ecke biegt. Wir haben so ziemlich genau einen dicken Felsen unter uns, den es zu überwinden gilt. Na mal gut, dass wir kein Schiff aus Kunststoff sind. Die SAR Leute kommen rüber. Das übliche. „Habt ihr Wassereinbruch? Wieviel Leute sind an Bord? Gibt es Verletzte? Wenn wir euch runter ziehen sind wir nicht für Schäden verantwortlich.“ Das die Jungs das nicht zum ersten Mal machen merkt man sofort. Das sie die Felsen anscheinend kennen, merkt man auch sofort. Mit einen Jetski versuchen sie über das Spifall den Mast weiter zu neigen um den Tiefgang zu vermindern. Negativ. Außer dem Rumpeln, dass mir in der Seele weh tut, tut sich gar nichts. Wir übergeben eine unserer hundert Meter Polypropylen Landleinen zum Hauptschiff. Die Leine ist wie eine langes Gummi. Wieder rumpelt es ordentlich, dann rutsch der Kiel der MARLIN auf der anderen Seite des Felsen wieder in tiefes Wasser. „Schwein gehabt MARLIN. Verdammtes Schwein gehabt.“ Der SAR Retter kommt im Trockentauchanzug an und fragt ob er tauchen soll um Schäden auszuschließen. „Gerne!“ Nach ein paar Malen kommt er hoch. „Ihr habt ein paar Schrammen am Kiel ganz vorne. Ruder und Propeller ohne Grundberührung. Sieht nach einem Paint Job aus.“ Geld wollen sie nicht, aber die zwei Flaschen Wein aus unserer Bilge erzeugen ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Tauchers. „Danke. Seid vorsichtig. Die Schären haben es in sich und nicht alle Karten stimmen.“ Hab ich schon mal gehört. Happaranda sollte nicht sein. Zwei Gäste, Stefanie und Heike wollten mitsegeln, aber das waren mir nicht genug für diesen Törn. Stattdessen schieben Jan und ich einen Heimaturlaub ein. Haben wir uns auch verdient. Nach dem heutigen Tag sowieso. Übermorgen werden wir Stockholm erreichen und kümmern uns dann mal um ein paar Tage um unser Schiff. Hat MARLIN sich ja nun auch verdient. Zwischenzeitlich gibt es zumindest schon mal die zeitlichen Eckdaten des MARLIN Törnplans. Ab Oktober werden wir die Ostsee verlassen und durch den Englischen Kanal segeln. Mit der Zeitschrift YACHT steht ein Schwerwettertörn im Oktober durch die Biskaya auf dem Plan. Weiter soll es Richtung Kanaren gehen. Erstmalig stehen die Chancen gut das Du mit der ARC Ralley im November auf der MARLIN über den Atlantik segeln kannst. Interesse? Dann schaust Du hier. Auch die Pläne für die Karibik von Januar bis Mai stehen zumindest zeitlich schon mal fest. Bei der Planung hat auch Cuba wieder seinen Platz gefunden. Wen wundert es.  
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Und Tschüss Tallin…

Stürmische Abfahrt.

“Sag mal Jan. Was ist denn eigentlich dieses rote Ampellicht am Hafenausgang.“ „Weiß nicht.“ „Na. Vielleicht wegen den Kreuzfahrern. Damit man dann nicht rausfährt, wenn die Manöver machen.“ Wir haben es plötzlich eilig Tallin zu verlassen. Es bläst seit unserer Ankunft im Hafen mit bis zu 30 Knoten. Ein sicheres Zeichen, dass es ungemütlich ist draußen. Die Prognose sagt 25 Knoten an. Und! In 24 Stunden soll der Wind drehen auf West. Das hieße 150sm Aufkreuzen gegenan. „Wir haben damit kein Problem. Easy.“, meint Mitsegler Martin. Unser Job ist es, es besser zu wissen. „Nö. Das brauchen wir nicht. Das braucht ihr nicht. Morgen Mittag um 12 Uhr legen wir ab.“ Frei-Tag Nacht auf Samstag erobern Jan und ich die Stadt. Nachts natürlich. Unsere Crew lädt uns zum Essen ein, damit wir entsprechend gestärkt sind. Danke nochmal. Wir treiben durch die Talliner Altstadt und finden DIE Cocktailbar. Der Barkeeper ist nett. Es gibt viele Leute, lange weibliche Beine und einen Barkeeper der uns unsere Wünsche von den Augen abliest. Erste Wahl das Butterfly. Irgendwann stehen alle auf und gehen in den nächsten angesagten Tanzschuppen. Venus heißt der Schuppen. Popowackeln ist angesagt. Neben der Bar tanzen Professionelle Tänzerinnen aus Emporen. Ne, nicht unbekleidet. Brav im Body. Später gibt es Gesang und Show. Gar nicht mal schlecht der Specht. Alles für acht Euronen Eintritt. Jan grinst. Ich drücke ihm ein Bier in die Hand. Der Morgen endet im Pilothaus. Draußen bläst es munter weiter aus Ost. „Segelwind Jan. Lass uns mal ne Mütze Schlaf holen.“ Punkt 12 Uhr legen wir ab. „Leinen los!“ Nur die Bugleine bleibt dran bis MARLIN sich in die Ausgangsposition in Windrichtung des kleinen Hafenbeckens positioniert hat. Denn mal los. „Die Ampel ist immer noch rot.“ „Aber was auf dem Schild steht kann doch kein Mensch lesen! Viel zu klein geschrieben.“ Ich drücke den Gashebel runter und lese noch im Vorbeifahren was von Pleasure Boat Rules. „Na mal gut dass wir ja ein Commercial Boat sind.“ Auf dem folgenden Kümo, vertäut an der Tankstelle, winkt einer aufgeregt mit zwei Armen. Ich schau besser mal weg. „Das fühlt sich sehr chilenisch an. Kaum hat’s Segelwind, schließen die den Hafen.“ Wir sind alleine auf weiter Flur. Im dritten Reff geht es flott auf Kurs nach Marieham – Aaland. Der Wind ist mit uns. Viel Wind. Sehr viel Wind. Die Nadel steht fast auf vierzig Knoten. Der Großbaum zieht immer mal wieder durchs Wasser. Wir haben so viel Schräglage, dass der Schwanenhals der Bordtoilette unter die Wasserlinie kommt und die Toilette fast überlaufen will. Na so was. Ich schließe das Eingangs-Ventil. „Toilette teilweise geschlossen. Ihr müsst eine Flasche Wasser zum Spülen mitnehmen.“ Allen geht es gut. Keiner ist seekrank und MARLIN rennt mit über 10 Knoten nach Westen. Alles gut. Inzwischen ist es Nacht. Also was so Nacht ist. Dunkel war es gar nicht. Jan und ich teilen uns die Wache. Unsere Newbies dürfen sich aussuchen wann sie assentieren wollen. Der Wind lässt immer mehr nach. Aus 10 Knoten Fahrt werden knapp fünf bis sechs. Draußen bekommen wir Besuch von den Schären. Kleine Mücken fahren auf der Badeplattform mit. Mir ist es egal. Die Tür zum Cockpit ist eh zu und drinnen läuft die Heizung. Von Sommer keine Spur. Grade mal 13 Grad ist es draußen. Immerhin regnet es nicht. Noch 50 Meilen bis Mariehamn. Wer mal mitsegeln will, der sollte sich unseren Schlag vom 08.07.2017 – 27.07.2017 Stockholm – Ålandinseln – Bottensee – Stockholm mal anschauen. Unser Expeditionstörn – Abenteuer pur. Mit der MARLIN bis ans Ende der Ostsee. Ein Platz wird verlost, wenn der Törn zustande kommt. Bisher haben wir immer noch nicht genügend Interessierte. Zwei fehlen noch. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Am besten einfach anrufen +49 157 51147894  
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Tallin – Traumstadt?

Hart am Wind. Klar zur Wende.

Die Sonne geht hier um 3:30 auf. Kein Wunder dass ich um vier Uhr dreißig aufgestanden bin. „Micha! Aufstehen!“ Es ist 23:00, ich habe mich für ein Stündchen aufs Ohr gehauen. Zu lang war mein Tag und gleich ist Partytime angesagt. Das geht natürlich nur in halbwegs aufgeladenen Zustand. Wenn Seeleute im Hafen sind… Mal nicht das es morgen einen dicken Kopf gibt. Das Segeln war echt anstrengend heute. Anstrengend, weil schräg. Aufkreuzen halt. Für die Newbies eine neue Erfahrung, für mich und Jan anstrengend, weil bei so viel Schräglage immer viel kaputt gehen kann. In Tallin angekommen fahren wir in die Stadtmarina. Die hat zwar einen Steg für große Schiffe, der aber belegt ist. Also landen wir bei 25 Knoten Wind an der Hafenmauer. Die Hafencapitänin steht aufgeregt winkend auf der anderen Seite der Pier. „Da könnt ihr nicht anlegen.“ Doch. Können wir. Nachdem sich rausstellt, dass die Marina uns sonst keinen Platz anbieten kann, bleibt die MARLIN genau da liegen. Hab ich mir doch gleich gedacht. Der Vorteil der Marina ist lediglich, dass wir mitten im Stadtzentrum liegen, was für die Crew natürlich toll ist um in den nächsten zwei Tagen die Stadt zu erkunden. Es ist Starkwind angesagt. Regen. Kalt und ungemütlich. Hafentage. Aber nun zu Annett, die auch was zum heutigen Tag geschrieben hat. Der Donnerstag begann sportlich, Caroline und Reinhold joggten durch den herrlichen Kiefernwald und entdeckten einen herrlichen feinsandigen Ostseestrand. Die 2 Frauen hatten Appetit auf frische Brötchen und fuhren mit dem Fahrrad durch den duftenden Wald zum 4,5 km entfernten Einkaufsladen. Mit frisch gebackenen Croissants schmeckte das Frühstück, welches die Männer in der Zwischenzeit vorbereitet hatten, umso besser. Annett nahm noch einmal ein kurzes erfrischendes Bad in der 13 °C warmen Ostsee. Gut gestärkt hieß es dann für die Crew 29 „Leinen los!“. Das Ablegemanöver klappte schon ganz gut. Durch Jan und Michael und die Crew 29 ging es in Windeseile hinaus aus der schönen Bucht von Lohusalu. Wir segeln gegen den Wind gen Tallin. Nach Anleitung der „Chefs“ steuerten Caroline, Reinhold und Martin das Boot gegen den Wind. Viele Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Frachtschiffe kreuzten unseren Weg. Tallin war schon von weitem zu sehen, so dass die Spannung auf eine neue Stadt steigt. Keiner von uns war bisher hier. Nach dem leckeren Abendessen, welches wir wie immer gemeinsam zubereiteten, geht es zum ersten kleinen Stadtrundgang. Eine interessante Altstadt mit vielen Kneipen, schönen Frauen… morgen erleben wir mehr. Wer mal mitsegeln will, der sollte sich unseren Schlag vom 08.07.2017 – 27.07.2017 Stockholm – Ålandinseln – Bottensee – Stockholm mal anschauen. Unser Expeditionstörn – Abenteuer pur. Mit der MARLIN bis ans Ende der Ostsee. Ein Platz wird verlost, wenn der Törn zustande kommt. Bisher haben wir immer noch nicht genügend Interessierte. Zwei fehlen noch. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Am besten einfach anrufen +49 157 51147894  
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