Archiv der Kategorie: SY Marlin

Maya hat Geburtstag

{Time:19:16:00}
{Date:20190603}
{Position:11°57.2862’N, 066°38.5651’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Los Roques Venezuela, Cayo Francisky} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:29°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:1m}
{Vimeo:}
{Photo:20190603}
{Title:Maya hat Geburtstag}

New Friends

Im Cayo Francisky war ich MARLIN schon etliche Male. Eigentlich wollte ich asap ins Cayao Sakey Sakey. Nun. Delphin schaut mich an und meint es wäre besser erst mal Cayo Francisky zu besuchen. Ich diskutiere nicht. Ist mir eigentlich auch egal. Ich will nur so schnell es geht auf’s Kitebord. Für die nächsten Tage ist Wind, Wind, Wind angesagt… Noch schnell an Land. Maya hat Geburtstag. Da muss ich noch mal anrufen. Da kommt die Guarda Costa: „Schiffskontrolle!“ Mist. Verdammt. Das gleiche Formular wie die Marineparkwächter gestern schon gemacht haben. Südamerika. Überall gleich. „Hier unterschreiben“ Dann schauen sie noch in die Kabinen. Was sie suchen, wissen sie eigentlich auch nicht. „Da ist ja die Party am Wochenende. Kommst Du?“ „Nein. Ich gehe Kitesurfen!“ „Ja. Aber die Flasche Rum. Oder zwei. Eine Spende würden wir ja annehmen.“ Ich schaue hilflos. Ich mag ja nicht angegraben werden, nur weil ich ein rotes 60 Fuß Fliwatüt habe. Wir v
erhandeln über eine Gegenleistung. Ich könnte ja 200 Liter Diesel gebrauchen. „Ne. Ein Quittung können wir nicht ausstellen.“ Dann muss ich das als Privatentnahme versteuern in Deutschland. „Nö. Da tanke ich besser in Curacao.“ „Wie sieht es denn mit einer von den schicken Guarda Costa Schirmmützen aus? Das wäre mir eine Spende wert.“ Oha. Da verdrehen die Herren die Augen. Wir finden keinen Konsens. „Du brauchst übrigens nicht an Land zu fahren. Es gibt keinen Strom. Wir haben fast keinen Diesel mehr. Deshalb gibt es auch kein Internet. Na ja, wenn sie den Diesel unter der Hand verhöckern um an $US zu kommen. Kein Wunder. Ich nehme mein iPhone und rufe Maya über Iridium an. Geht ja auch. Auch wenn die Qualität nicht so gut ist.

Eine halbe Stunde später: Anker fällt in Francisky. Aussenborder wechseln: 3.3 PS Seekuh runter. 30 PS drauf. Alles Einhand. 15 Minuten später habe ich neue Freunde. Juan, der Kite Gott, Angetraute Maria Alexandra mit beeindruckend hübschen venezolanischen Silikon Kunstwerken und Lieselotte, die Kite Lehrerin aus dem Haus im Meer. Dazu noch mindesten vier andere, deren Namen ich mir nicht merken konnte. Morgen muss ich mal die Kamera mitnehmen. Alles Originale. Mein Kite fliegt hoch und ich lerne wieder viel, was mir Juan erklärt. Juan nehme ich in mein Herz auf. Sofort. Wenn man dann erst einmal im Wasser ist, ist man eh alleine. Schwupps auf Brett und Spass bis die Sonne im Meer versinkt. Ich verliere eine Schraube aus meiner Fußhalterung. Delfin rettet mich. Beim Haus im Meer…. Ich mach ma Fotos. Das glaubt mir doch keiner sonst. Essen. Voltaren und Schlafen. Das gibt wieder ein Muskelkater morgen.

Wnuk ist glücklich. Alles gut.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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In den Fängen der Gerüchteküche

{Time:18:16:00}
{Date:20190602}
{Position:11°56.8000’N, 066°40.8655’W}
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{Place:Los Roques Venezuela} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:29°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:1m}
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{Photo:20190602}
{Title:In den Fängen der Gerüchteküche}

Ankerfall im Farben Paradies

MARLIN hat die 425 Meilen weitestgehend alleine gesegelt. Geiler Singlehänderkahn. Ich hab mal nen bisschen die Großshot dicht geholt oder gefiert und ansonsten versucht im zwei Stunden Modus die Nächte durchzustehen. Ab 50 Meilen vor der venezolanischen Küste ging das dann nicht mehr, denn die Fischer hier nutzen weder AIS noch Licht, aus den gleichen Gründen. Das war hart. Um Acht fiel dann der Anker. Aber schlafen war nicht. Die Guarda Costa ruft Dich, meint mein Ankernachbar, an dem ich viel zu nah geankert habe. Ich an Land ohne den Anker einzufahren. Nenenene…. Das haben wir hier schon mal falsch gemacht. und zurück…

Auf den Roques ankert man einfach direkt vor der Guarda Costa. Das ist immer schon so gewesen. Die sind total nett, bieten einem direkt Rum am Abend an. Aber ich bedanke mich schon bevor klargestellt wird, dass die Eingeladenen meist den Rum selbst mitbringen. Der Ablauf er immer schon langwierigen Formalitäten hat sich etwas verändert. Es würde zu weit führen, dass im Detail auszuführen. 2014, also vor ein paar Jahren noch gab es Papiergeld, Bolivar genannt. Die Inflation lies das Geld immer weniger wert werden und man konnte harte Euros zu exlodierenden Kursen auf der Straße kaufen. Wer da welches Geld wie gewaschen hat, würde ebenfalls zu weit führen. Irgendwann konnte man die Geldmengen nicht mehr drucken und 2018 gab es auf den Roques nur noch so eine Art EC-Kartengeld. Cash war vorbei. Schwarztausch war auch vorbei. Wie Hans Dampf im Paradies leben, ging vielleicht noch wenn einer mit der Bankkarte Euro oder Dollar nahm und dafür seine Karte zur Verfügung g
estellt hat. Heute, 2019 wird Venezuela boykottiert, Geld und Ölreserven werden eingefroren. Gehälter werden weiter in Bolivar auf die Konten der Menschen bezahlt. Aber im Supermarkt gibt es Alkohol und Zigaretten nur noch gegen $US cash. Flasche Rum 20 $US. Der Verständniskreis siegt. Die Los Roques sind ein Ferienparadies geworden. Wer die Einsamkeit sucht findet diese hier die ganze Woche lang. Am Wochenende kommen noch Kiter, Angler, Taucher etc. mit dem Flieger aus Caracas. Aber es reicht nicht zum Überleben.

Ich bin ohne Alkohol eingereist. Nicht weil ich das Paradies wie 2001 erwartet haben, als Nathalie und ich 200 Flaschen Rum für weniger als 400 Euro als Tauschware für den Pazifik eingekauft haben, sondern weil ich nach meinen letzten Crews und dem ständigem guten Essen & Trinken auf der MARLIN mal eine Entschlackungskur mache. Ist kein Alkohol an Bord, trinke ich auch keinen. So einfach. In Curacao wenden wir dann die FreitagsEineFlascheWeinRegel an. Dann wird es irgendwann wieder normal und neue Gäste kommen an Bord… Passt, denn die Flasche Bier in der Kneipe in den Roques kostet aktuell 8 $US. Nix Bolivar. Für die CREW 57 bei der man mit Nike in Natura mitsegeln kann. 2 Plätze sind übrigends noch frei, heißt das: Wir bringen alles aus Curacao mit, was wir auf den Inseln brauchen. Auch Bier und Diesel. Geht aber gut. Das ist kein Problem. Wie in Cuba halt. Wer es weiß muss ich drauf einstellen und die Wurst halt in Dosen mitbringen aus Deutschland, die man so
gerne zum Frühstück ißt.

Ansonsten sind die Los Roques genauso pittoresk geblieben wie Culatra in Südportugal. Hier könnte ich bleiben für den Rest meines Lebens. Als Single könnte ich eine der hübschen Venezulanerinnen einheiraten ins Land und mit ganz wenig Investition in die kommende Regierung große Hoffnungen stecken. Vielleicht doch lieber nen Bier trinken? Ich habe kompletten Schlafentzug von den letzten drei Nächten und meine letzte Tat ist dieser Logbuchbericht. Der wird anscheinend auch genau so.

Ich habe Delphin und Agustina kennengelernt. So jung waren Nathalie und ich auch mal. Uns verbindet der Wetterbericht der nächsten Tage. Kitewind. Morgen verlegen wir gemeinsam unsere Boote in den Cayo Francisky.


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Sailaway with Michael

{Time:02:16:00}
{Date:20190601}
{Position:14°42.0871’N, 064°54.6038’W}
{Direction/Speed:200°/ 8kn}
{Place:Karibisches Meer} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:20-25kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190601}
{Title:Sailaway with Michael}

Nachtwache

Ich falle fast aus der Koje als MARLIN immer wieder anluvt und dabei noch schneller wird, der Autopilot am Anschlag steht. Ich schlüpfe in meine Rettungsweste, harke mich in eine der Ösen im Cockpit ein und fange an meine 60 Fuß 30t MARLIN wieder unter Kontrolle zu bringen. Meine Kontrolle. Nicht so ganz einfach. Ich bin schon froh, dass ich nicht das Groß reffen muss. Den Reffharken bei finsterer Nacht reinzumachen ist kein Spass. Immer den Gedanken im Kopf, dass ich ja keinen dabeihabe, der mich wieder rausholt aus dem Wasser. Mit Falko und Henry wollte ich beim letzten Törn mit Gästen ein MOB Manöver machen, habe es dann aber verschlunzt. Jetzt habe ich ein schlechtes Skippergewissen deshalb. Früher habe ich das IMMER gemacht. Was hilft Crew an Bord, die nicht eigenständig Segel runternehmen können und den Motor starten? Gestern habe ich den Generator mit geschlossenem Seewasserhauptventil gestartet und mich gewundert das er sich abstellt. Musste ich ja auch m
al ausprobieren. Habe ich aber nicht sofort gerafft und erst mal das Manual angefasst. Die Nächte machen einen eben doch irgendwie fertig. Und Rene natürlich. Und ich mich selbst.

Die MARLIN hoppst unter meiner Regie und Leitung von einer Welle zur anderen und das so mit 200 Sachen, also Etmal. Die Hälfte des Weges ist abgeritten und wir kreuzen grade die Route der Philippinischen Steuermänner mit ihren Tankern und Frachtern. Ich finde alles unter 2 Meilen CPA muss nicht sein, da geht auch mein AIS Alarm an. Also greife ich zum Mikro. Als wenn es so schwer ist. Riesiger Ozean, da muss man doch nicht auf Tuchfühlung fahren. Der entschuldigt sich noch nicht einmal. Na. Da kann ich ja nen bisschen vor mich hinfluchen um drei Uhr morgens.

Schon wieder nen Selfie? Nun. Pechschwarze Wolken und Regen fotografieren macht keinen Spass und ausser mir ist keiner hier. Dann ist das gerecht. So kann ich auch üben zu lächeln, so dass beide Augen gleich groß sind, die Nase nicht so schief und der Mund nicht so verzogen. Bisschen eitel darf man schon werden ab 50. Morgen rasiere ich mir die Haare im Gesicht ab. Das übe ich auch noch single hand. Heute habe ich sogar schon eingegurtet auf der Badeplattform geduscht. Die Angst ins Wasser zu fallen ist eindeutig existent. Dann kommt die Ansteuerung Los Roques. Respektvoll bin ich ja schon. Hab schon mal die Leuchtspurgeschosse und die MG bereit gelegt. Ich bin dem ja gar nicht so abgeneigt so was an Bord zu haben. Auf der IRON LADY hab ich immer einmal im Monat die abgesägte Schrotflinte mit WD40 eingesprüht und gereinigt. Hatte was.


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Sailaway with MARLIN

{Time:10:00:00}
{Date:20190531}
{Position:16°34.2061’N, 064°02.0988’W}
{Direction/Speed:200°/ 4kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190531}
{Title:Sailaway with MARLIN}

Wenn nicht jetzt – Wann dann?

Der Eine kauft sich ein Schiff, weil er es ernst meint mit seinem, persönlichen alternativen Lebensweg. Der Andere will einfach nur mal im Urlaub segeln gehen. Da darf ich jetzt mal in eignerer Sache drauf hinweisen, dass der neue Törnplan der MARLIN von November 2019 bis Mai 2020 öffentlich ist. Das Zauberwort wieder einmal heißt Cuba. Wenn jemand Cuba kennt, wer dann besser als die MARLIN? Ich habe mich entschlossen diesem wunderbaren Land noch einmal einen Besuch mit meinen Mitseglern abzustatten. Link siehe ganz unten an dieser Seite. Vielleicht passt es für Dich ja auch.

Ich gönne mir grade auch was. 204° Kurs Los Roques mit fantastischen 4.1 Knoten. Ja. Ich habe Rene den Rücken gekehrt, was natürlich nicht ohne das ein oder andere Bier zur Abschiedsschmerzlähmung vonstatten ging. MayaLena wollten mich noch abhalten davon mit Kater loszusegeln. „Papa. Das geht gar nicht. Du bist doch ganz alleine auf der MARLIN.“ Genau das ist es was ich mir gönne. Alleinsegeln. Keiner auf den ich aufpassen muss, mit dem ich mich unterhalten soll, motivieren oder bekochen. Micha hat Urlaub. Und da wo ich hin will. Zu den Roques. Na was will ich da? Is doch klar. Kiten. Ist bestimmt ist kein Wind, wenn ich da ankomme. Grins.

Freitags ablegen geht ja nun mal gar nicht. Also bin ich am Donnerstag, leicht angeschlagen los. Ungefähr 500 Meilen. Die erste Nacht habe ich jetzt schon hinter mir. Nein, ich mache keinen Rundumblick alle zehn Minuten, sonder ich verlasse mich 50 Meilen von der Küste entfernt auf das Vesper Marine AIS. Beim tagsüber Segeln schaue ich ja auch nicht ständig nach vorne. Alles was größer ist als die MARLIN hat auch AIS. Also. Schlafen legen im Pilothaus. Der siebte Sinn wird mich schon wecken. Genau das passiert auch und sogar das kommt zum Einsatz um zu sehen wann dieses Gewitter mit den Tonnen von Wasser, die vom Himmel fallen, denn mal ein Ende hat. Danach erst mal wieder Flaute und Nieselregen. Mensch Micha. Zeit hier wegzukommen. Bei den ganzen Gewitterwolken ist der Wind alles andere als stetig. Und so geht das die ganze Zeit. Mir doch egal. Ich sitze trocken im Pilothaus und schicke meinen Töchtern SMS übers Iridium GO!


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Sailaway with SNOWFLAKE

{Time:20:00:00}
{Date:20190528}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190528}
{Title:Sailaway with SNOWFLAKE}

Wenn nicht jetzt – Wann dann?

“Wie Du willst Deinen Cat verkaufen? Das kannst Du doch mit so viel Liebe und Herzblut Deine SNOWFLAKE ausgerüstet.“ Florian war im letzten Jahr einer meiner liebsten Kunden. Seine nette Art, seine bedingungslosen Anforderungen, haben mir definitiv das Gefühl gegeben, dass er seine Sache pingelig macht. Doch wie das Schicksal so manchmal kommt, kommt eine e-mail von Flo. Aus gesundheitlichen Gründe in der Familie muss der Plan, mit Familie loszusegeln, aufgegeben. Wenn einer sein Schiff vorbildlich ausgerüstet hat, dann ist es Flo. Mensch. Vielleicht ist ja grade unter meinen Lesern jemand dabei, der genau das Schiff grade sucht. Wäre doch was. Ist auf jeden Fall DIE Gelegenheit. Hier gibt es mehr Informationen.


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Küstengedanken

{Time:20:00:00}
{Date:20190525}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190525}
{Title:Küstengedanken}

Fish & Chips

Wenn man sich mit den Einheimischen unterhält kommt auf kurz oder lang immer wieder das Thema auf IRMA. Der stärkste Hurrican sein dem die Menschen sie aufgezeichnet haben im 18 Jahrhundert. Wie sie damals die Windgeschwindigkeiten gemessen haben ist Rene und mir unklar. Auch wir unterhalten uns immer wieder über IRMA. Es gibt die Zeit vor Irma und die Zeit nach Irma. Das gehört einfach zu der Insel Sint Maarten. Relikte von Irmas Wucht findet man überall. Da wo die Touristen hinkommen, haben die Inselaner schnell alles wieder hergerichtet. Der Ex-holländische Teil der Insel ist definitiv besser wiederhergestellt. Die Franzosen sind da nicht so schnell. Der Fish & Chips Wagen steht am Oststrand der Insel. Bestimmt günstig zu haben. Er hat 285km/h Wind über 36 Stunden überstanden. Nicht ganz. Er wird nicht mehr benutzt. Wir stehen auf der Aussichtsplattform. Der süßliche Geruch vom verfaulenden Seegras, dass tonnenweise an Land gespült wird zieht an uns vorbei. Der Mensch wird es noch schaffen, die Erde zumindest für ein paar hundert Jahre unbewohnbar zu machen, dann macht er sich selbst kaputt und es kommen andere Kreaturen an die Macht. Ich bin überzeugt, es werden die Kakerlaken sein. Die sollen ja sogar gegen Radioaktivität immun sein.

Kiten am Freitag war wieder erste Sahne. Jetzt ist der Wind wieder weg. Ich schiele auf die Orient Bay. Da kann man auch kiten und die Bucht ist offen nach Osten, so dass der Wind nicht so böig ist. In der Lagune ist es zwar schöner weil da Rene in meiner Nähe ist. Hmm. Ich bin hin- und hergerissen. Na ja. Ist eh egal. Ist ja kein Wind da.


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Ich weiß wieder wo es lang geht

{Time:18:22:00}
{Date:20190523}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190523}
{Title:Ich weiß wieder wo es lang geht}

Windzauber II

Manchmal verliert man ja etwas die Orientierung. Zumindestens ich. Da muss man schon mal Freund Rene bitten einen in den Masttop zu ziehen. Das kann Rene am besten. Klar mit Vollgas. Was sonst. Der Windsensor steht seit Wochen. Kein Wunder das das mit dem Kitewind nix wird. Wieder auf dem Deck der MARLIN bekommt der Sensor eine Einheit WD40 und dreht sich wieder. So soll es sein. Rene zieht mich mit der E-Winsch wieder hoch. Alles gut. Kann jetzt wieder losgehen.

“2.845 neue Mitsegler mal 2.965 Euro die Woche macht 8.435.425 Euro. Du bist ein gemachter Mann!“, meint Johann per What’s App. Da hat er Recht. Seit zwei Tagen warte ich darauf, dass die Bienen freiwillig die MARLIN verlassen. Nix da! Denen gefällt’s weiterhin. Mir gefällt’s gar nicht. Ich traue mich nicht in die Hängematte und auch nicht zu schwimmen.

“Bonjure. I need your help…“, ich habe bei der Polizei aufgeschlagen. Wieder einmal. Ich erkläre dem Officer den Ernst der Lage. Der wichtige Mann, mit dem doppelten Gewicht vom Skipper, also quasi doppelt so wichtig, hört zu. Dann greift er zu seinem Handy und führt ein paar Telefonate. „In drei Minuten kommt der Sohn von meinem Kollegen. Der ist Imker und holt die Bienen ab.“ Na. So was. Schon wieder die französische Polizei, meine Freunde und Helfer. Ich darf in dem klimatisierten Raum warten, was ich geniesse. Nhataki schüttelt 30 Minuten später meine Hand. Er hat eine Holzkiste und diverse Tools dabei. Gemeinsam geht es auf die MARLIN. Ich verstecke mich im Innenraum und ziehe mir schon mal ne lange Hose, Schuhe, dicke Socken und nen Pulli an. Drei Minuten später kollabiere ich schon fast bei der Hitze. Nhataki ist vermummt in seine Imker-Kleidung und packt die Traube mit der Königin in der Mitte in ihr neues Heim. Klappe zu. Ich schaue von innen aus
dem Pilothaus zu. Danach sprüht er die Umgebung mit Chlorox ab. Jetzt darf ich raus und bekomme seinen Kopfschutz. Ich bin nämlich allergisch gegen Bienenstiche und wollte heute eigentlich nicht noch ins Krankenhaus. Ich muss ja die Kiste mit dem Bienenvolk, Nhataki wieder an Land fahren. Ich geb Gas, damit die anderen Arbeiterbienen nicht folgen können. Alle klappt und die vereinbarten 50 $US wechseln ihren Besitzer. Das Bienenvolk hat jetzt einen Arbeitsvertrag mit Nhataki und ich habe mein Schiff wieder für mich alleine.

{Photo:20190523a}

Am Nachmittag schauen noch mal diverse Bienen vorbei, die von der Arbeit an Land zurückkommen. Ich wehre mich aber gegen eine neue Siedlung mit Chlorox, so wie Nhataki mir das gesagt hat. Da entdecke ich sogar einen Pulk von Hooligan Bees, die erneut ein Nest bauen wollen. Auch das verhindere ich und am späteren Nachmittag hören die Besuche dann komplett auf. Das Problem scheint gelöst zu sein.


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Neue Mitsegler an Bord

{Time:22:22:00}
{Date:20190522}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190522}
{Title:Neue Mitsegler an Bord}

Windzauber

Nach fünf Wochen besten Kite Konditionen tritt nun, als ich keine Gäste mehr an Bord und Zeit für meine eigenen Interessen habe, eine No Wind Phase ein. Ich habe fast schon das Gefühl das ich ein Garant für Flauten bin. Trotzdem zieht es mich aufs Wasser der Lagune. Da ich alleine bin und sowieso grade die Off Season beginnt, brauche ich Hilfe von Piere von der lokalen Kite Schule. Ich habe Kite Fun für zwei Stunden auf der Lagune. Alles gut. Mit dem neuen Kite habe ich viel Spass und viel Erfolg. Ich fahre gleitend schnell in die richtige Richtung und komme fast sogar an der Stelle an, wo ich losgedonnert bin. Es wird Zeit so langsam mal an einer vernünftigen, eleganten Wende zu arbeiten. Wenn da nicht immer Windlöcher wären, die meinen Kite einfach vom Himmel fallen lassen… Shit happens. Ich schiele auf Los Roques. Da ist Wind. Warum bin ich hier? Doch darüber brauche ich seit gestern nicht mehr nachdenken. Ich habe ein neues Problem. Ich habe 2.845 neue Mitsegler in Form eines Bienenvolkes, dass sich unter den Solarpanels eingenistet hat um Hand gegen Koje mitzusegeln. Kenne ich ja schon. Ob das an dem roten Boot liegt? Die nützlichen Tierchen sind nicht aggressiv. Nun. Ich halte aber auch respektvoll Abstand.

Der Anruf mit der Pest Control, alias Rudolf ist zwar nett. „Mach viel Licht an heute Nacht und laute Musik mit viel Bass. Das mögen die Bienen nicht! Morgen früh um 10 Uhr sind sie weg. Die sind nur auf der Durchreise. Wenn wir rauskommen kostet das 180 Euro.“ Upsi, denke ich mir, spiele viel und laut ACDC, nehme das Bimini ab. Doch auch laute Musik, LED Strahler, Regen und Wind… Das Bienenvolk fühlt sich pudelwohl auf der MARLIN. Geht ja den meisten Gästen so. MARLIN ist halt ein beliebter Ausflugsdampfer. Um 10 Uhr sind die Bienen immer noch da. Und nun?


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Keiner ist wie Rene

{Time:22:22:00}
{Date:20190519}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190519}
{Title:Keiner ist wie Rene}

Ankommen in Saint Martin

Rene & Marion nehmen sich den Samstag Zeit um mir und Akeem die Insel zu zeigen. Es geht kreuz und quer über die Insel. Ich bin einfach nur glücklich, dass mein Freund Rene in meiner Nähe ist. Der Tag vergeht im Flug und ich bekomme einen Eindruck von dieser Touristeninsel. Nun. Mit 40qkm ist sie nicht besonders groß. Es gibt diverse Stellen wo man anhalten kann und sich ein erfrischendes Getränk gönnen kann. Prost Rene. Dabei fliegen die Touristenbomber der KLM zum Anfassen nah direkt über einem auf die Landebahn. Wer Curacao kennt, der kann sich auch vorstellen wie Sint Maarten aussieht. Schon sehr holländisch das Ganze.

Eigentlich hatte ich schon geplant in die Lagune zu verlegen. Aber da taucht in meiner Hurrican App „Andreas“ auf. Der erste tropische Sturm mit Namen. Gegen Schäden durch Stürme bin ich nicht versichert. Einmal drin in der Lagune kommt man so schnell nicht mehr heraus. Das kenne ich schon aus Südafrika. Damals waren es knappe drei Jahre, die die IRON LADY in Knysna gelegen hat. Das muss nicht noch mal sein und wenn Andreas nicht zu den Bermudas zieht, so wie geplant, dann hab ich ein Problem. Also bleibe ich in der Marigot Bay. Auf türkisen Sand ankern ist ja auch prima. Akeem verläßt am Sonntag das Schiff und fliegt nach Antiqua. Kaum ist er weg kommt sentimentales über WA. Er wird die Zeit mit mir nie vergessen, er ist unendlich dankbar für den Schlag und er vermisst am meisten meine Küche. Dabei hab ich einfach in den Topf gespuckt, so wie ich das immer tue.


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Alte Freunde

{Time:16:22:00}
{Date:20190517}
{Position:18°04.1161’N, 063°05.6828’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Saint Martin / Sin Maarten}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:0m}
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{Photo:20190517}
{Title:Alte Freunde}

Ankommen in Saint Martin

Die Insel ist zweigeteilt. Die holländische Seite und die französische Seite. Eine Grenze gibt es nicht. Viel mehr weiß ich eigentlich noch nicht. Die Marigot Bay ist groß mit super Ankergrund und kristallklarem Wasser. Schildkröten schwimmen um die MARLIN herum. Ein sicheres Zeichen, dass das Wasser hier sauber ist. Ich fahre zur Marina. Hätte mein Freund Rene ein Telefon, so hätte er mich zu Island Waterworld geschickt. Da steht auch ein Einklarierungscomputer. Das kostet dort 5 Euro. In dem Marina Office zahle ich 30 Euro. Hmm. Hinterher weißt Du eben immer mehr. Saint Martin, so wie die Franzosen die Insel nennen ist nicht besonders groß. Vielleicht grade 9×9 Meilen ist die Insel groß. Bei den Holländern heißt die Insel Sint Maarten. Sint Maarten ist ein autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande. Mehr weiß ich auch noch nicht. Akeen und ich säubern das Schiff von der Salzkruste und machen den großen Aussenborder drauf. Tankstelle. Ein kurze Runde in die Lagune. Dort ist es traurig. Hunderte von Wracks liegen verstreut in der Lagune und den Mangroven und an Land. Hurrican Irma war der stärkste seit Menschengedenken mit 297 km/h. Upsi. Kein Wunder dass die Lagune so aussieht. Seit Irma ist es schwierig und teuer in Deutschland eine Schiffsversicherung zu bekommen. Mit Hurricanschutz schon mal gar nicht. Die Dinger kommen aber erst später im Jahr.

“Ist Micha da?“, fragt Rene Akeen. Schon steht Rene von der MIRA an Bord und wir können uns nach fünf Jahren? endlich wieder mal in den Arm nehmen. Tiefe Freundschaft rostet nicht. Für Stunden sitzen wir mit einem eiskalten Six Pack Caribe Beer im Cockpit und erzählen und erzählen. Rene ist der Grund warum ich hierher gesegelt bin. Heute klappt alles nach Plan. Wurde ja auch mal Zeit.


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Akeen und ich

{Time:16:22:00}
{Date:20190515}
{Position:17°37.5880’N, 062°39.2979’W}
{Direction/Speed:305°/ 5.8kn}
{Place:Atlantik}
{Target:Sint Maartn}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:10-15kn/E}
{Wave:2,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190515}
{Title:Akeen und ich}

Underway to Saint Martin

Akeen habe ich auf Antigua kennengelernt. Schon vor fünf Wochen. Hauptsächlich ist Akeen cool. Dreissig Jahre alt und arbeitet neben dem Cool sein auf einem Kümo. Mit Akeen kann man prima schweigen und limen. Ich frage Akeen ob er mitsegeln will nach Saint Maarten. Akeen denkt nach, spricht mit seinem Chef und der stellt ihn von der Arbeit frei. Allein schon wegen der Erfahrung. Ich sehe es als Entwicklungshilfe und ich bin nicht so alleine auf der Überfahrt. Ich lasse mich von meinem Gefühl leiten.

Wir treffen uns an der Tankstelle. Komisch. Ich merke das der Schlüssel vom Dinghy weg ist. Hmm. „Komm Akeen. Wir gehen erst mal ausklarieren.“ Alles problemlos. Zurück am Dock besorge ich mir einen Lift zur MARLIN, um den Ersatzschlüssel zu holen. Aber im Vorhängeschloss der Türe der MARLIN steckt der abgebrochene Schlüssel, den ich an Land verloren habe. Da hilft mir auch der Ersatzschlüssel nicht. Mit dem hydraulischen Bolzenschneider ist das Schloß schnell auf. Aber komisch ist das ja schon. Ich entscheide das mal als gegeben hinzunehmen. Karibik halt. Man muss aufpassen wie sonst was. Akeen hat damit nix zu tun.

Heute morgen noch vor Sonnenaufgang heben wir den Anker. Sicherheitseinweisung hat Akeen schon hinter sich. Die Nacht war ruhig. Das Aufregendste ist es das Großsegel zu setzen. Danach ist MARLIN auf Kurs und segelt einfach mit Trade Wind nach Sint Maarten. Blauer Himmel. Dank Akeen kann ich mich nochmal hinlegen bis Akeen aufschreit. Ich falle quasi in meine Rettungsweste und an Deck. Akeen hat die Angel entdeck und einen ausgewachsenen Barrakuda am Haken. Igitt, denke ich mir und mir fällt ein Stein vom Herzen, als Akeen vorschlägt ihn wieder frei zu lassen.

Zweimal bimmelt das VHF. Mann over Bord. Position: Fünf Meilen von Antigua Richtung Süd. Da können wir nicht mehr helfen. Nix zu machen. Ich erkläre Akeen den Umstand und seit dem sehe ich Akeen nicht mehr ohne Rettungsweste.

Der Wind schwächelt und wir werden wohl die ganze Nacht brauchen um in die Marigot Bay einzulaufen. Egal. Uns geht es gut, schön wäre ein Wahoo, statt einem Barrakuda an der Angel zu haben.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 56 Sint Maarten over the Los Roques to Curacao ABC Islands
CREW 57 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies

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Martin gibt Gas

{Time:20:22:00}
{Date:20190511}
{Position:17°00.7852’N, 061°46.6525’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Antigua} 
{Target:Sint Maarten}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:0-15kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190511}
{Title:Martin gibt Gas}

Es lohnt sich ein Glas Rotwein zu nehmen und den Film anzuschauen

Vielleicht bin ich es ja nur selber, der sein eigenes Schiff sieht. Für andere mag es zu lang sein. Mitsegler Martin hat seine Impressionen der Atlantiküberquerung 2017 mit Skipper Jan und teils mir mit seiner GoPro gefilmt. Nun schickt er mir gestern den YouTube Link. Ich bin gerührt. Martin hat seine eigene Art, sein Material zu schneiden. Schon flüssig anzusehen. Was für ein Aufwand. Ich wäre davon komplett überlastet. Wieviel Zeit in diesen ersten Teil eingeflossen sein muss. Ein tiefes ehrliches DANKESCHÖN an Martin.

Ich bin nach fünf Wochen mit Gästen zum ersten Mal wieder alleine auf meinem Zuhause. Upsi. Die Zwillinge sind im Flieger. Alles kein Problem bei der Immigration. Von Honorarkonsul Torsten erfahre ich komischerweise genau heute, das Jan’s leidiger Mitsegler Marco Rast heute am Flughafen von der Polizei aufgegriffen worden ist, als er ausgereist ist. Nun. Sind ja erst mal gute Nachrichten, dass er lebt und ich keinen weiteren Ärger mehr mit ihm habe. Trotzdem sowas von einem Ars… Aber darüber ärgere ich mich jetzt nicht mehr. Keine Lust drauf. Die Zeit mit den Zwillingen war so super, da kann mich das gar nicht mehr tangieren und ausserdem hat sich Jan schon genug über Marco geärgert.

Wie immer falle ich nach vielen Gästen über eine lange Zeit sofort in eine leicht depressive Phase. Die 24h Verantwortung fällt von mir ab. Der Anker kann da bleiben wo er liegt und morgen früh werden wir nicht weiter segeln. Mein Schiff ist ja nun auch mein Zuhause und das für mich alleine zu haben ist auch mal wieder schön. Ich kann röpsen und pupsen ohne Kommentare. Unordnung machen und mich endlich all den aufgetürmten Reparaturen kümmern. Erst mal lasse ich den Tag, Tag sein. Schaue mir einen Tatort über das Internet an und köpfe eine gute Flasche Roten. Jep. Hab ich mir verdient. Prost Henry, Prost Falco. Wassermacher, Generator und Waschmaschine singen ihr Lied. Dreckige Wäsche waschen…

Nun aber wie versprochen hier der Link zu Martins Video.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 56 Sint Maarten over the Los Roques to Curacao ABC Islands
CREW 57 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies

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{end}