Archiv der Kategorie: SY Marlin

Und Micha fährt gegen die Leitplanke

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{Photo:20190308}
{Title:Und Micha fährt gegen die Leitplanke}

Zu Besuch bei Stefan und Karin in Hannover

Klar war ich müde. Und ich war eigentlich auch auf dem Weg zum nächsten Rasthof, um mir einen neuen Kaffee zu holen. Dann ging alles ganz schnell. „Päng. Schrumm. Schramm.“ Ein vollkommen neues Gefühl. Eine vollkommen neue Erfahrung. Die Bekanntschaft mit einer Leitplanke. Nicht gerade so besonders schön. Blitzschnell bin ich wieder wach. Ich bin mitten in einer Baustelle auf der A7, auf dem Weg von Hamburg nach Hannover. Es ist abends. Es ist gerade dunkel geworden. Mist Kacke Verdammte Alte, geht mir durch den Kopf. Der vordere rechte Reifen ist hinüber und ich wuppel den Volvo mit dem Plattfuß ein paar 100 m weiter zum Ende der Leitplanke, finde den Weg durch ein paar Absperrungen auf einen Standstreifen. Das hätte ordentlich ins Auge gehen können. Das hätte auch damit enden können, dass mich so ein LKW zusammen geschoben hätte. Glück gehabt. Richtig Glück gehabt. Schon sind die Bullen hinter mir. Ich im gleichen Moment ich am Telefon mit dem ADAC. „Guten Abend kann ich Ihnen helfen?“ „Nein danke ich hab gerade den ADAC am Ohr. Der Abschleppwagen es in 20 Minuten da.“ „Na gut!“, meint die Beamtin, dann stellen Sie bitte ein Warndreieck auf dann können wir ihn ja nicht weiterhelfen.“ Ich bin immer noch geschockt. Das hätte ins Auge gehen können. Immer wieder geht es mir durch den Kopf. „Das hätte Ins Auge gehen können.“ Ob es wirklich nur der rechte Reifen ist der kaputt ist wird sich dann wohl noch herausstellen. Die rechte Seite vom Auto ist ziemlich verkratzt. So kann’s gehen. 2 Stunden später sitze ich in einem neuen Wagen. Vom ADAC habe ich direkt einen Mietwagen bekommen, den Volvo habe ich dagelassen und am Montag bekomme ich einen Kostenvoranschlag und dann die Entscheidung, ob sich die Reparatur überhaupt noch lohnt. Ja so kann’s gehen. Das Schicksal. Heute Morgen noch hat mir mein Doktor Menzel, mein Krebs Arzt, mitgeteilt, dass ich 0,0000 gefährliche Krebszellen mein Blut mit mir herumtrage. Und was mache ich? Ich schlafe auf der Autobahn beim Fahren ein. Geht gar nicht. 1 Stunde später komme ich in Hannover an und werde von Mitsegler und Freund Stefan empfangen. Stefan ist schon dreimal mit über den Atlantik gesegelt. Stefan ist Buddy. Aus Stefan ist ein echter Freund geworden.

Stefan begrüßt mich mit in der Küche mit einem Glas Kochwein. Er hat schon für uns beide, je 400 Gramm bestes Rinderfilet bereitgelegt und sein neuer Herd wartet schon auf meinen Besuch. Sein neuer Herd ist sein ganzer Stolz. „Das war unser diesjähriges Segelbudget“, grinst Stefan. „Deshalb werde ich wohl dieses Jahr nicht mit Dir und der MARLIN mitsegeln können. „Is klar!“, grinse ich Stefan an. „Prost“. Stefan und ich haben viel zu erzählen. Wir kommen von Hölzchen auf Stöckchen und der Abend geht mit dem besseren Wein, einem ausgiebigen Abendessen und einem guten Malbec Rotwein seinen Weg. Zu fortgeschrittener Stunde kommt Stefans Frau Karin nach Hause, trifft auf zwei kichernde Männer im Esszimmer. „Na. Euch scheint es ja so richtig gut zu gehen. Habt ihr für mich auch noch ein Gläschen Wein?“ Stefan holt nicht nur ein gutes Fläschchen aus einem Versteckchen, sondern bringt noch direkt eine Seekarte des Atlantiks und der Karibik mit. Verzeichnet sind die Tagespositionen der MARLIN bei der letzten Atlantiküberquerung, die er aber gar nicht mitgesegelt ist. „Hmm Stefan. Dir juckt es aber unter den Hufen!“, bemerke ich wohlwollend. „Nun ja. Grinst er mich an!“ Dann geht es ans Eingemachte. Stefan möchte am liebsten mit Karin und am liebsten mit Heike & Bernd als Crew im nächsten Jahr auf die MARLIN. Wo ist es denn am schönsten fragt er mich. „Du meinst, wo es am besten ist mit Karin um sie mit dem Segeln zu infizieren?“ Das ganze entwickelt sich zu einer sehr persönlichen Törnberatung. Die Wahl fällt auf die Südküste Cubas. So. Ich sage zu. Nächstes Frühjahr. Einverstanden. Aber mit Heike & Bernd müßt ihr selber sprechen. Diese kleine Entscheidung hat eine großen Hintergrund. Die Entscheidung mit der MARLIN in den Pazifik zu gehen steht. Gesundheitlich steht dem nichts mehr im Weg. Wenn ich das mit den Leitplanken in Zukunft lasse sollte das auch passen. Lieber segeln, Bus und Bahn fahren. Scheint wohl angebrachter zu sein.

Nach Cuba zu segeln und danach den südwestlichen Teil der Karibik zu bereisen, also noch eine Weile in der Karibik zu bleiben, hat seinen Hintergrund. Der ist das Abitur meiner Tochter Maya. Maya hat (derzeit 14) den dringenden Wunsch eine Segelreise mit der MARLIN und ihrem Papa zu machen. Ab Panama soll es über Galapagos, Französisch Polynesien, Osterinseln, Patagonien, Georgien, Tristan de Cunha nach Kapstadt gehen. Ich will genauso gerne wie Maya diesen Törn machen. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. „Also Maya. Dann mal ran an den Schulstoff.“

Währenddessen erkundet Jan mit der MARLIN die Antillen. Eine nach der anderen. Es geht um Meilen. Er hat Tony dabei der die Meilen für seine Skipperausbildung braucht.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 53 Antigua – Martinique
CREW 54 Martinique – Grenada
CREW 55 Grenada – Antigua
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines
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Auf dem Weg in unbekanntes Territorium

{Time:08:45:00}
{Date:20190306}
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{Title:Auf dem Weg in unbekanntes Territorium}

MARLIN erreicht die Leeward Islands

Es ist Donnerstag, Crew 51 verlässt die MARLIN. Zwei Wochen Segeln und die ersten 300 Seemeilen haben meine Segelneuling zusätzlich im Gepäck nach Deutschland. Es war aufregend in jeder Hinsicht und als Skipper bin ich froh fast jeden Wunsch und jede Erwartung erfüllt oder übertroffen zu haben. Wenn die Crew abreißt öffnet sich dann die große Leere. Zwei Tage, bis der nächste Rutsch Mensch voller Erwartungen auf ihren wohlersehnten Urlaub im Hafen ankommt. Zwei Tage in denen Wäsche gewaschen werden will, angestaute Reparaturen erledigt werden müssen, aber auch Skippers Freizeit im Vordergrund steht.

Schon am Abend treffe ich auf eine Gruppe junger Backpacker, die aus aller Welt auf der Suche nach einer Mitsegelgelenheit sind. Die meisten wollen nach Kolumbien oder Panama und warten schon um die zwei Wochen. Mag sich viel anhören, wer es aber schon aus seiner Heimat in Europa bis hierhin geschafft hat, hat Geduld in sowas. Wir spielen Karten und Gitarre und trinken vor den teuren Hafenlokalitäten unser Dosenbier. Es ist schön wieder unter jungen Menschen zu sein. Ein Gefühl welches mich meist wieder nach Deutschland zieht und welches ich mit Crew leider selten erlebe. Sieben von ihnen lade ich am Freitag auf die MARLIN ein. Einen Abend mal nicht unter freiem Himmel übernachten und am Tisch essen ist willkommene Abwechslung. Micha habe ich da einfach mal nicht gefragt, passt schon denke ich mir. Jeder bringt seinen Schlafsack mit und alles ist im Nachhinein fast sauberer als zuvor, als wäre nichts gewesen.

Währenddessen bekomme ich eine Mail von Marco, ein Segler, Kiter und Weltenbummler der spontan mitsegeln möchte. Eine willkommene Erweiterung in der sonst nur zweiköpfigen Crew. Beide, Tony und Marcus reisen am Samstagabend an. Ich kaufe noch ein fürs Abendessen und Frühstück. Am Samstag folgt die Sicherheitseinweisung, welche bei zwei erfahrenen Seglern doch etwas zügiger verläuft. Nachmittags segeln wir die ersten 12 Meilen in die nächste Bucht, die ersten Meilen vor dem Wind seit zwei Wochen Karibik, auch mal was schönes. Gestern dann die Überfahrt nach Dominica, für 50 Meilen brauchen wir gerade mal 7 Stunden inklusive Anker auf, Ankerfall, Segelsetzen und Segelbergen. Fast Rekordverdächtig. Schnell machen wir uns am späten Nachmittag in die Stadt, ich möchte eigentlich noch Einklarieren, wäre da nicht der Karneval. Muss ich also am nächsten Tag nochmal um 9 hin. Heute arbeitet eigentlich niemand, außer die Musiker auf den mit Boxen überhäuften LKWs und den Barleuten. Die Stadt ist rappelvoll, alle tanzen hinter den Umzugswagen hinterher. In Berlin gibt’s so was ähnliches, heißt dann Zug der Liebe, beides ähnelt sich sehr, nur dass man unter 1.000 Farbigen vielleicht 3 Weiße sieht. Irgendwann setzen wir uns in ein Restaurant mit Ausblick aus dem ersten Stock über den ganzen Umzug. Nach einem kurzen Essen treten wir den Heimweg an.

Im Dinghy beobachte ich ein Ankerlicht am Horizont und merke kurz darauf, dass dort wo am Nachmittag noch eine amerikanische Yacht lag, nun eine Französische liegt. Ich frage nach, ob die etwas Genaueres wissen und es stellt sich heraus, dass die unbemannte Yacht tatsächlich jene ist die vor 6 Stunden noch neben uns lag. Die Coast Guard haben die Franzosen schon informiert und die macht sich kurz darauf auf den Weg. Mit unser 3,5PS Seekuh wäre das so oder so eine dumme Idee gewesen. Insgesamt 2 Stunden dauert es, bis die Yacht am Steg der Coast Guard liegt. Irgendwas passiert immer sage ich zu Tony und lasse mal sicherheitshalber 15m Ankerkette mehr raus.

Morgen geht’s weiter nach Les Saintes, kleine Inseln sind erfahrungsgemäß die bessere Wahl, wir lassen uns überraschen.)


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Skipper Micha ist Single

{Time:08:45:00}
{Date:20190305}
{Position:14°41.9148’N, 061°12.0420’W}
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{Photo:20190305}
{Title:Skipper Micha ist Single}

Angekommen auf Dominica

Nathalie und Michael haben uns getrennt. Mag sich jetzt sehr persönlich anhören. Ich finde allerdings, dass es genauso zu diesem Blog gehört wie alles andere was sich hier an Höhen und Tiefen über die Jahre gesammelt hat. Für uns ist die Trennung nicht so plötzlich gekommen wie es jetzt vielleicht erscheinen mag. 23 Jahre, davon 10 Jahre auf See, 24 Stunden, sieben Tage die Woche sind halt auch ein Berg an Alltag und Gewohnheit. Nathalie liebt jetzt das normale Leben, ihren Job und tanzt Salsa. Ich bin monatelang unterwegs auf See und der Flucht vor dem deutschen Alltag und den klimatischen Bedingungen. Da trennen sich halt die Wege.

Mich treibt es direkt wieder in die Ferne. Meine spanische Freundin Elena hat es prima drauf mich abzulenken. In Spanien scheint die Sonne und es ist Frühling. Was liegt da näher zu flüchten vor der Kinderschar, die am Wochenende eine Karnevalsparty in einen Büroräumen, die jetzt auch meine Wohnräume geworden sind? Als frischgebackener Single brauche ich mir keinerlei Gedanken machen, muss mich nicht rechtfertigen. Vollkommen neues Lebensgefühl.

Währenddessen zieht auf der MARLIN die CREW 51 aus und die CREW 52 ein. Jan segelt jetzt mit Tony und Marco über Dominica Richtung Antigua, wo ich am 18ten März die MARLIN übernehmen werde. Ob wir Berichte und Bilder bekommen? Wer weiß das schon. Die Hoffnung stirbt nun immer zu letzt :-)


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Prioritäten setzen

{Time:10:45:00}
{Date:20190227}
{Position:14°04.3853’N, 060°57.2820’W}
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{Place:St. Lucia}
{Target:Martinique}
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{TempWater:26°}
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{Photo:20190227}
{Title:Prioritäten setzen}

Steingedanken

Meine To Do Liste nährt sich von ganz alleine. Jeden Tag findet sich ein neue gefräßige Fresszelle, die mir Geld klauen will. Im Moment ist es das Finanzamt. Morgen ist es ein Kaputtschaden auf der MARLIN und überhaupt dreht sich alles um die Kohle. Und so muss ich Prioritäten setzen. Wie jeder von uns. Eigentlich dürfte ich nichts anderes, machen als den lieben langen Tag mindestens 12 Stunden am Rechner und am Telefon zu sitzen um die Kohle zu verdienen und vor allen Dingen zu behalten. Mir geht das schrecklich auf’n Zwirn in Moment. Am Morgen nehme ich mir Lars und fahre mit dem Fahrrad zum Ostseebad in Flensburg. Steinturm bauen hilft immer den eigenen Ruhepunkt wieder zu erreichen. Auf dem Weg in die Praxis zu meinem Freund und Hausarzt Pelle treffe ich selbigen auf der Straße. „Hey wie siehst Du den aus? Haben wir Sommer oder was?“ Mir ist grade echt heiß auf dem Fahrrad, denn die Praxis liegt oben auf dem Berg und der Weg mit dem Drahtesel ist steil. Da ziehe ich eben nur ein T-Shirt an und Jacke drüber. Einheizen tue ich mich selber. „Pelle. Ich hab Dich garnicht erkannt. Was los? Winter?“ Pelle steht mit Mütze und Schal im Flensburger Oktober bis April Modus vor mir. Es ist nebelig und knapp über null Grad hier im echten Norden. „Ich hab mit Deinem Krebs Doktor Menzel gesprochen wegen Deinem letzten Bluttest. Der ist ganz aus dem Häuschen, so gut sind deine DNA Werte.“ Sonnenschein fällt auf mein Gesicht. Seit vier Wochen warte ich schon auf die Ergebnisse der Genmolekularuntersuchung. Keine spaßige Angelegenheit in der Ungewissheit zu warten. Der Sonnenschein bleibt. „Für genaueres solltest Du aber noch mal hinfahren.“ In einer ruhigen Minute später am Tag wird mir mal wieder bewußt um was es eigentlich geht. Ums Überleben. Ums Leben. Scheint ja gar nicht so schlecht zu laufen.

Skipper Jan schippert mit seiner CREW heute nach Martinique. Die MARLIN in französischen Gewässern. Na dann. Ich wünsche Dir eine gute Überfahrt. Mit Bildern und Beschreibungen von den Fahrten die Jan so macht, verwöhnt uns weder Jan noch die Mitsegler. Habe ich nicht anders erwartet, vielleicht gehofft, deshalb bin ich nicht enttäuscht darüber. Hilft mir natürlich nicht neue Mitsegler für die MARLIN zu gewinnen. Mein Problem, denke ich mir. Das ist halt der Preis des SELBST und STÄNDIG Seins. Command+Tab. Ich vertiefe mich wieder auf der neuen MARLIN Website. Dies ist neben meinen Töchtern uvm. der Grund meines Aufenthalts in Flensburg. Diese baue ich grade weiter aus mit dem iPhone in meiner linken Hand auf. 70% der Aufrufe finden über Smartphone statt. Also muss ich mir das Ergebnis immer wieder dort anschauen und nicht auf dem MacBook. Die Welt dreht sich virtuell immer schneller. Macht mir manchmal richtig Angst. Ein deutliches Zeichen für die fortschreitenden Jahre.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Skipper Jan hat Geburtstag

{Time:10:45:00}
{Date:20190222}
{Position:12°27.2883’N, 061°29.2903’W}
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{Place:Carriacou}
{Target:Martinique}
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{TempWater:26°}
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{Photo:20190222}
{Title:Skipper Jan hat Geburtstag}

MARLIN hat das Paradies erreicht

Nachdem ich meine Anfängercrew direkt ins kalte Wasser auf dem Törn von Trinidad nach Grenada geschmissen habe, ist das Segeln in den Grenadinen nun die pure Entspannung. Seebeine haben nun alle und Segeln gegen 3m Welle bei 20 grad Krängung gehört nun quasi zum Alltag. Da darf man sich auch mal einen echten grenadinischen Seemannsrum gönnen. Die Lernkurve geht steil bergauf und jeden Tag muss ich weniger begleiten. Es bleibt also auch mal die Zeit euch einen Blog zu schreiben.

{Photo:20190222a}

Die Crew hat entschieden heute mal lieber vor Sonnenuntergang einen Zwischenstopp in Carriacou einzulegen, statt Nachts in Union Island anzukommen. Es ist die entspanntere Variante, denn es weht ein durchwachsener Nordost-Passat. Außerdem will ja niemand dort ankommen, wenn das Happy Island schon geschlossen hat. Auf dem Weg dorthin lernen meine Schützlinge also was Aufkreuzen bedeutet und das der Wendewinkel nicht nur vom Schiff, sondern auch von der Windstärke abhängt. Irgendwann steht Verena dann mit offener Rettungsweste vor mir. Sie guckt etwas verdutzt, ich vermute, dass sie irgendwo mit der Reißleine hängengeblieben ist. Im Endeffekt war es die Salztablette, die aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit bzw. des Alters nachgegeben hat. Soll wohl ab und zu passieren, natürlich haben wir noch ein paar Ersatzwesten dabei.

Das Wochenende wird wohl der Höhepunkt des Törns, Union, Tobago Cays, Lobster, Schildkröten, Bequia. Alles etwas entspannter, bevor wieder das Segeln im Vordergrund steht.

{Photo:20190222b}

Skipper Jan

Anmerkung von Micha: Jan hat heute Geburtstag. Alles Gute meinem Schützling! Ich wünsche Dir alles Gute & Meer zum diesem besonderen Tag. Das Du noch viele glückliche Meilen mit der MARLIN segeln wirst.


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My Landlords

{Time:23:00:00}
{Date:20190220}
{Position:12°02.3o58’N, 061°45.2761’W}
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{Place:Grenada}
{Target:Martinique}
{Temp Air/Pressure:26°C}
{TempWater:26°}
{Wind:10btf/NE}
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{Photo:20190220}
{Title:My Landlords}

Freunde zu haben im Leben ist wichtig

Auf den Weltmeeren unterwegs, ist es oft schwierig seine Freundschaften zu behalten, zu pflegen. Ehrlich gesagt, verliert man bei einer mehrjährigen Weltumsegelung doch die meisten Bekannten und nur die wirklich ernsthaften Freundschaften bewähren sich auf Dauer. Das ist eben der Preis für die Freiheit. Damit musst Du leben wenn Du Ähnliches vorhast. Zwischenzeitlich haben sich die Zeiten geändert. Man rückt näher zusammen über die sozialen Medien. Trotzdem spaltet man sich irgendwie ab. Unterwegs. Auf Reisen. In der Freiheit, den Wind um die Nase. Was man auf der einen Seite allerdings verliert, gewinnt man auf der anderen Seite. Freunde unterwegs. Mit gleichen Zielen, Idealen und dem ähnlichen Alltag. Das ist schön. Das ist so schön, dass man davon abhängig werden kann. Nun habe ich allerdings den Trugschluss erlitten, dass ich der Meinung war, dass dieser Umstand, der Segelfreundschaften, auch sein wird wenn man seine Kojen vermietet. „Uppsi.“ Fehlanzeige. Das sind dann Gäste. Zahlende Gäste. Und so bald es um Geld geht, werden hohe Erwartungen erzeugt. Erwartungen aber sind gefährlich, denn sie können enttäuscht werden. Trotzdem gelingt es mir immer wieder Freunde beim Kojencharter zu gewinnen.

My Landlords. Heike und Bernd sind richtige Freunde in Flensburg und wie meine Bezeichnung schon sagt: Meine Vermieter. Die Beiden sind 2016 auf dem schnellsten Schlag mitgesegelt den ich jemals mit der MARLIN gemacht habe. 230 Meilen in 24h. Von Curacao nach Cuba. Die Zeit auf der MARLIN hat uns sehr verbunden. Fast jedes Mal wenn ich auf Heimaturlaub bin sehen wir uns. Meist mit Wein & Essen. Diesmal hat Bernd gekocht und es gibt spanische Zarzuela. Die Zutaten hier in Flensburg einzukaufen, Muscheln und Meeresinsekten, frischer Fisch, ist nicht mal so eben gemacht. Immer wieder stehe ich mit großen Augen an der Fischtheke und frage mich warum die Preise gleich sind, man hier 100g bekommt und in Portugal aber 1kg?

Schwamm drüber. Nach dem Essen geht es in den Keller und Bernd zieht mich im hauseigenen Billardraum ab. Er übt heimlich. Gibt er aber nicht zu. Dazu verköstigen Heike und Bernd mich mit guten Wein. Kein Wunder dass ich die Kugeln nicht mehr richtig treffe. Worüber unterhalten wir uns währenddessen? Über’s Segeln natürlich. Auch. Unter anderem. Ne, Wir sind richtig Freunde geworden und ich bin mir sicher dass die Beiden bald wieder auf der MARLIN stehen und mit mir zusammen in See stechen. Mit etwas Daumen drücken vielleicht sogar mit Stefan und Karin. (Dies ist ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Jan ist zwischenzeitlich mit seinen fünf Gästen von Trinidad nach Grenada gesegelt. Nicht so ganz einfach. Vier Meter Welle am Wind. Nun haben alle Seebeine und Jan geht zur Entspannung erst einmal alleine Einklarieren. Ja. So ist das. Kenne ich. Nun können sie gemächlich nach Norden segeln. Im Schatten der Antillen gemächlich und auf der Windseite sportlich. Die karibischen Antillen sind das beste Segelrevier der Welt. Nirgendwo sonst hat man so konstante Winde und so vielfältige Möglichkeiten. Ich bin sehr neidisch auf Jan, wenn ich so aus meinem Bürofenster schaue, wo der Nieselregen auf die Straße fällt.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Familienweekend

{Time:23:00:00}
{Date:20190217}
{Position:10°40.3381’N, 061°38.1668’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Trinidad} 
{Target:Martinique}
{Temp Air/Pressure:26°C}
{TempWater:26°}
{Wind:2btf/NE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190217}
{Title:Familienweekend}

Ein bisschen Reset ist immer gut

Sohn Julian ist zu Wochenende zu Besuch gekommen. Wahrscheinlich hat er gemerkt, dass der Alte ihn grade mal etwas gebrauchen kann. Aber nicht nur ich, sondern vor allen Dingen auch Maya und Lena haben ihren älteren Bruder schon lange nicht mehr gesehen. Julian ist so nett und bringt ordentlich Sonnenschein mit. Zu spät für mich, denn ich habe schon die volle Portion Grippe vom Gymnasium via MayaLena bekommen und sieche vor mir her. Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten, Hals… das volle Programm. Ich frage mich, warum ich auf dem Schiff so selten krank bin. Nun gut. Liegt vielleicht doch einfach am Klima? Dann hilft eben nur Klimawandel. Ich freue mich jeden Tag meer auf Schiff zurückzukommen.

MayaLena tauchen plötzlich voller Elan in meinem Studio auf. Meinem Studio, meinem Büro, meinem Atelier, wie man es auch immer nennen mag. In meinen Räumen. Sie bauen irgendwie einen Hintergrund für Lenas Playmobillandschaft. Papa hat genug Platz um sich dort mit Farben und Malgrung auszubreiten und es ist immer so schön aufgeräumt bei Papa. Na denn. So soll es sein.

Auf der MARLIN sindzwischenzeitlich die neuen Gäste eingetroffen und Jan freut sich, fünf Segelanfänger an Bord zu haben. Richtige Neulinge. Die kann man wenigstens noch so richtig formen, ohne das die Wiederworte geben. Am Montag geht es dann direkt Richtung Grenada. Vielleicht bekommen wir dann auch Fotos von der neuen Crew.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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{end}

Es geht voran

{Time:23:00:00}
{Date:20190212}
{Position:10°40.3381’N, 061°38.1668’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Trinidad}
{Target:Martinique}
{Temp Air/Pressure:26°C}
{TempWater:26°}
{Wind:2btf/NE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190212}
{Title:Es geht voran}

Segeltuch um die Ohren

Ich nerve Jan. „Schick mal Bilder für den Blog.“ Ich weiß dass er besseres zu tun hat. Mal so nebenbei ist dem Owner, also mir, aufgefallen, dass unser Schiffsicherheitszertifikat grade am Ablaufen ist. Uppsi. Das wird ein Rattenschwanz und auch Jan ist nicht grade erfreut als ich ihm mitteile, dass in Trinidad ein BG Prüfer an Bord kommt. „Musste wahrscheinlich mal aufräumen!“, grinse ich mir zurecht. Schnell organisiert Jan einen Prüfdienst für die abgelaufenen Feuerlöscher. Alles andere ist noch im grünen Bereich, die Rettungswesten sind grade gechecked. Aber das ist nicht alles was ich Jan an Arbeit dagelassen habe. Die Halterung vom Autopiloten muss geschweißt werden. Die Genua hängt mal wieder fest, muss aber dringend zum Segelmacher. Neue Leuchtraketen brauchen wir auch noch für die Prüfung. Jan hat das alles im Griff. Viel schneller als ich es könnte. Ich bin langsam geworden.

Wenn ich langsamer werde im Alter. Warum ist mein Blutdruck dann so hoch?“ „Fängt bei Männern mit 56 Jahren an.“, meint mein Segelfreund und Hausarzt Pelle cool. Vorsichtshalber setzt er mich heute aus Fahrrad EKG. Ist aber alles gut. 250 Watt und alles normal. Na denn mal Pille gegen den Blutdruck und 10kg abnehmen. Altwerden ist Kacke, hat mein Alter Vater Ortwin immer gesagt. Ich erkenne es jeden Tag mehr. Aber könnte ja auch schlimmer sein.

Ich sitze nicht untätig rum. Weil Eike nicht mehr da ist, bei LUNATRONIC geht alles etwas langsamer. Kunden rufen mehr an, als mir recht ist. Ich wollte eigentlich etwas langsamer treten und mich mehr um MARLIN kümmern. Also wird es spät. Ganz so alleine kann ich Jan auch nicht lassen. Vom Büro aus versuche ich das beste rauszuholen und verhandle mit der SeeBG darüber das die MARLIN nicht zum besichtigen aus dem Wasser gehoben werden muss. War sie ja grade und wurde auch schon von Spezialisten begutäugelt. Alles findet aber seinen Weg und Jan macht einen Termin mit George, dem Prüfer von Lloyd’s, der in Trinidad neuerdings zuständig ist. Warum die Prüfung vier mal so teuer sein muss als in Flensburg, kann mir die BG nicht wirklich erklären. Na dann. Ist eben nicht einfach, regelgerecht mit Deutscher Flagge, umherzusegeln und Gäste mitzunehmen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique
CREW 52 Martinique – Antigua
CREW 53 Antigua – Martinique
CREW 54 Martinique – Grenada
CREW 55 Grenada – Antigua
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines
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Ist Jan zu klein – Oder das Schiff zu groß?

{Time:23:00:00}
{Date:20190210}
{Position:10°40.3381’N, 061°38.1668’W}
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{Place:Trinidad}
{Target:Martinique}
{Temp Air/Pressure:26°C}
{TempWater:26°}
{Wind:2btf/NE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190210}
{Title:Ist Jan zu klein – Oder das Schiff zu groß?}

Gemein ist nichts dagegen

Jan schickt ein gestelltes Photo und ich bin direkt neidisch ohne Ende. So ein schön poliertes Schiff und statt mir, steht da Jan auf dem Bug. Ich stattdessen im nieselverregneten Flensburg im Büro. Das sind ja dolle Aussichten. Wenigstens muss ich den Blog nicht mehr mit meinem Intimleben füllen. Grins. „Ne Jan. Alles klar. Warste beim Frisör? Den Bart hat der aber vergessen. Oh Wnuk. Du bist ein altes Lästermaul.“ Reiner Neid. Ich würde jetzt auch gerne in der Karibik sein. Meine Suche nach einer Woche Kiten in einer angenehmen Flugentfernung gestaltet sich alles andere als erfolgreich. Entweder ist kein zuverlässiger Wind oder die Flüge werden auch schlagartig teuer. Als wenn die wüßten, dass ich auf der Lauer liege. Egal. Neue Woche, neues Glück. Ich war immerhin schon mal in Spanien und daran zehre ich noch angenehm.

Jan an dieser Stelle noch mal alles Gute für den Törn mit der 51 und 52. Unsere Buchungslage ist eher entspannt und wir freuen uns auf Mitsegler. Am besten mal auf unsere Website schauen. und sich per e-mail melden.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Skipper Jan hat die MARLIN erreicht

{Time:23:00:00}
{Date:20190209}
{Position:10°40.3381’N, 061°38.1668’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Trinidad}
{Target:Martinique}
{Temp Air/Pressure:26°C}
{TempWater:26°}
{Wind:2btf/NE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190209}
{Title:Skipper Jan hat die MARLIN erreicht}

Die Reise geht ihren Weg

Erst einmal habe ich Hamburg bei strömenden Regen erreicht. Eine dieser norddeutschen Begrüßungen, die mir zuwider sind. Ich stiefle in meinen Dockers durch die nasse Einkaufszone von Flensburg. Tssst. Maya und Lena begrüßen mich, das macht es den Aufenthalt wertvoll und unwiederbringlich zugleich. Die Beiden machen mir nie Vorwürfe dafür, dass ich immer so lange weg von Flensburg bin.

Irgendwann meldet sich Jan kurz aus Trinidad. Ist angekommen. Das war es aber auch schon. Die nächste Meldung war: „Ich geh jetzt erst einmal schlafen.“ Armer Kerl. War 24 Stunden unterwegs. Dafür war das Ticket günstig. Mich beruhigt die kürze Meldung. Wäre sie länger gewesen, wären es keine guten Nachrichten gewesen.

Ich musste darüber nachdenken, welchen Ort ich nun im Blog angebe. Ich habe mich für den Standort des Schiffes entschieden. Stimmt ja nun mehr, meine Gedanken drehen sich ja nun meist um das Schiff. Entsprechend mache ich die Bodenstation und besorge Ersatzteile und versuche hinzubekommen, das die MARLIN eine Verlängerung ihres Schiffssicherheitszertifikat bekommt. Ausserdem arbeite ich intensiv an der neuen MARLIN Expeditions Seite, also die mit der wir versuchen unser Business unter Kontrolle zu bekommen. Diese ist jetzt Online, auch wenn noch nicht alle Details stimmig sind.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique
CREW 52 Martinique – Antigua
CREW 53 Antigua – Martinique
CREW 54 Martinique – Grenada
CREW 55 Grenada – Antigua
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines
CREW 57 Kite & Sail Expedition Los Roques

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Unglaubliches Lachen

{Time:23:00:00}
{Date:20190205}
{Position:40°22.2769’N, 000°24.2867’E}
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{Target:Flensburg}
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{Photo:20190205}
{Title:Unglaubliches Lachen}

Lebensfreude und Meer

Meine Freundin Elena hat es wirklich drauf das wahre Leben auszustrahlen. Vor fünfunddreißig Jahren hat mich dieses Lächeln in einem kleinen spanischen Bergdorf zum ersten Mal in seinen Bann gezogen und Elena hat dafür gesorgt, das drei darauffolgende Jahre meinem Leben eine besondere Richtung gegeben haben, von der ich noch heute zehre. Meine Liebe zu ihr hat mich in den Bann der spanischen Sprache und der lateinamerikanischen Lebensart gezogen. Maßgebliche Erinnerungen vor meiner Weltumsegelungszeit sind durchsetzt von ihrem Namen und Erfahrungen in einer Welt die mit Deutschland nicht im entferntesten zu tun hat. Alles hat angefangen, hier in Peniscola, wo ich jetzt grade mit ihr bin. Eine Zeitreise die mich intensiv berührt. „Was würden Du machen, wenn Du nur noch sechs Monate zu leben hättest?“, habe ich mich selbst gefragt und eine der Sachen, die mir wichtig sind, ist Elena noch mal live in die Augen zu sehen.

Morgen werde ich wieder nach Flensburg zurück reisen. Spanien hat mir gut getan. Zumindest tagsüber gab es immer wieder einen Spot an dem es sich lohnte anzuhalten, sich die Sonne für eine gewisse Zeit ins Gesicht strahlen zu lassen. Definitiv ein Land der ersten Wahl. Das Zentrum meines Lebens aber ist die MARLIN und der Wind der die Richtung bestimmt.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique 16.02.2019 – 28.02.2019. Ausgebucht.
CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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Offseason

{Time:23:00:00}
{Date:20190204}
{Position:40°22.2769’N, 000°24.2867’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Peniscola}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:14°C/991hpa}
{TempWater:-°}
{Wind:7btf/NW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190204}
{Title:Offseason}

Meeresrauschen. Brandung. Sonnenstrahlen. Wärme.

Das Rauschen der Brandung weckte mich am Morgen und ich wunderte mich schon, warum meine Träume so feucht daherkamen. Halllooo? Ein Click, ein Glücksgriff. Drei Stockwerke unter mir reinigt eine Maria den Pool, während ich drei Stockwerke über ihr dem Sonnenaufgang hinterhertrauere, in meiner 3 Tage 30 Dollar Suite mit Meerblick. Ob der Pool wohl geheizt ist? Ich habe mir für einen geringen Nebenkostenbeitrag, anders kann man es nicht nennen, ein Apartment mit Meerblick ausgesucht. Ich muss zugeben, wenn es meine letzten Tage wären, wie ich oft zynisch prognostiziere, es wäre ein bestimmter Ort. Mein Bildausschnitt geht viel weiter. Rechts neben der Palme wiegt sich das pittoreske Panorama der alten Burg von Peniscola auf, mit der Silhouette einer mediterranen Hotelburg. Groteske Gegensätze spiegeln sich in meinem Inneren in dem Moment, als ich mich entscheide, mir die Decke bei offener Terrassentür noch mal über die Ohren zu ziehen.

Ich habe tausend und eine Erinnerungen an diesen Part der spanischen Küste. Es ist windig, richtig windig. 35 Knoten Wind fegen die Cordillera am Ebro herunter und verbiegen die Palmen. Am Ebro Delta selber gibt es eine Kite Schule, an der an auch Ausrüstung leihen kann. Dort angekommen stirbt aber schnell jegliche Wunschvorstellung auf’s Wasser zu kommen. Es ist gefühlt 8 Grad. Drei Kiter sind auf dem Wasser. Zwei Deutsche machen sich grade fertig mit Trockenanzügen, Handschuhen und 7er Kites. Wir quatschen ein bisschen. Die Kiteschule ist nicht existent auch das in Goople Maps angezeigte Cafe existiert nur als Gerippe. Es ist für den Winter alles komplett abgebaut. Elena und ich stemmen uns gegen den Wind um nicht umgeblasen zu werden.

Der Himmel ist blauer als blau. Das Meer geht unendlich bis zum Horizont. Das verzeiht und lässt mich an MARLIN denken. Sehnsucht. Ich sitze auf dem Balkon, telefoniere mit Kunden und benötige den halben Tag um Probleme mit dem MARLIN Domainumzug und der neuen multilingualen Website zu lösen. Am Nachmittag geht endlich alles. E-Mail, Website und SSL Protokoll. Aber auch nur mit Martins Hilfe. Danke Dir Martin für Deine schnelle Hilfe. Sonst hätte ich jetzt gar keine Haare mehr auf dem Kopf und würde immer noch verzweifeln.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique 16.02.2019 – 28.02.2019. Ausgebucht.
CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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