Archiv der Kategorie: SY Marlin

One of the last days at Curacao

{Time:22:00:00}
{Date:20190913}
{Position:12°04.3425’N, 068°50.5760’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curacao} 
{Target:Cuba}
{Temp Air/Pressure:32°C}
{TempWater:28°}
{Wind:VAR Kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190913}
{Title:One of the last days at Curacao}

Freitag der Dreizehnte

“Na? Bist Du schon aufgestanden?“, fragt Maya mich am Telefon über WhatsApp. „Sag mal. Es ist Mittag. Meinst Du ich hänge komplett ab?“ „Es ist Freitag der Dreizehnte. Papa. So abergläubisch, wie Du bist, ziehst Du Dir doch die Decke über den Kopf und bleibst den ganzen Tag im Bett!“ Maya lacht. Unrecht hat sie nich. So gar nicht. Es sind 20 Knoten Wind angesagt und ich habe ein echtes Problem. Ein letzter Kite Tag steht bevor. „Meinst Du. Ich soll kiten gehen?“ „Mach das besser nicht Papa. Nicht an einem Freitag den Dreizehnten.“ Ich hadere den ganzen Tag mit mir selbst rum und gehe dann doch. Vielleicht ist ja keiner da und ich fahre einfach wieder zurück.

Vorsichtshalber nehme ich nur den 12er Kite mit. Damit ich gar nicht erst auf dumme Gedanken komme. Kurze Zeit später bin ich auf dem Wasser. Es sind keine zwanzig Knoten Wind und meinem Alter gerecht werdend cruise ich einfach nur über das Wasser. Kein Switch, keine Halse, kein Sprung. Jedesmal wenn ich es dann doch will, ermahne ich mich selbst. „Nein Micha. Heute. Nix da.“ Es passiert auch nix. Ich lehne dankend das Bier ab, was mir die anderen Kiter an Land anbieten. Es sind ein paar Kiter da, die zu einer Feuerwehr Einheit der US Navy gehören, die am Flughafen stationiert sind. Mit Donny komme ich ins Gespräch. „Du bis ein Segler hab ich gehört?“ Unternehmerisch wie ich nun mal bin und sein muss, verteile ich gerne Visitenkarten. Klar auch am Kite Platz. Donny’s Augen leuchten als er erzählt dass er grade Dinghy segeln lernt. Ich lade ihn und seine Frau für morgen auf die MARLIN ein. Hat einen Super Nebeneffekt. Habe ich jemanden eingeladen, komme ich
mit dem Putzen und Aufräumen wenigstens mal in die Socken und lande nicht mit einem Glas Rotwein auf der Couch. Ich trickse mich selbst aus.

Die zweite Kite Session macht noch mal richtig Spass und die Sonne neigt sich Richtung Horizont. Wieder cruisen. „Reicht für heute“, geht mir durch den Kopf. Die anderen gehen aus dem Wasser. Ich auch. Mein Schirm ist trocken. Mein Adrenalinspiegel top. Ich habe meinen ersten Freitagsderdreizehnte Kite Tag überlebt ohne Schäden. Supi.

Morgen muss ich dann mal das Schiff fertig putzen und aufräumen. Obwohl. Eigentlich ist wieder Wind angesagt. Haha.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Droge Kitesurfing

{Time:22:00:00}
{Date:20190912}
{Position:12°04.3425’N, 068°50.5760’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curacao}
{Target:Cuba}
{Temp Air/Pressure:32°C}
{TempWater:28°}
{Wind:VAR Kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190912}
{Title:Droge Kitesurfing}

Life starts at 20 Knots

Kite surfing is a passion. Wie schnell kommt die Lust auf das auch zu machen? Es sieht so einfach aus und elegant allemal. Wer Kite Surfern zuschaut und selbst Wassersport begeistert ist, befindet sich schon mit einem Fuß auf dem Kitebord. Eine Schule oder ein erfahrener Kiter vermittelt relativ schnell die Grundkenntnisse, die notwendig sind, um auf dem Brett die ersten Meter zu fahren. Dein Körper erzeugt Adrenalin, der Stoff aus dem die Träume sind. Nach den ersten Metern kommt die Wende und das Ziel dort wieder anzukommen, wo man gestartet ist. So wie bei vielen anderen Extremsportarten sinkt der Adrenalin Level. Neue Ziele steigern die körpereigene Produktion wieder. Ein kleiner Sprung, die elegante Halse. Schnell flitzt du mit 30-40 km/h über die Wasseroberfläche. Eine Sportart die schön ist, die Spass macht, solange keine Hindernisse im Weg sind und du dich im oberschenkeltiefen Wasser befindest. Unfälle passieren durch Selbstüberschätzung, an Land beim Starten und Landen des Kites und eben im flachen Wasser.

Mein erster Tag alleine nach drei Wochen mit Gästen ist relativ unspektakulär. Ich geniesse es, allein zu sein und das zu machen, wonach mir der Kopf steht. Gegen Mittag werde ich unruhig. Der Wind ist bis zum Wochenende noch stetig und frisch. Mein Dreiwochenkitebuddy Manuela ist nicht mehr da. Das ist jetzt aber sehr komisch. Alleine packe ich meine Siebensachen zusammen und fahre mit dem Auto zum JSB Kitespot. Dort: Zwei einsame Kiter. „Der gute Wind ist weg. Heute Vormittag waren 20 Knoten.“ Das amerikanisch/niederländische Pärchen in meinem Alter haben sich Campingstühle mitgebracht und wechseln sich beim Kiten ab. Super. Ein lebendes Beispiel dafür, dass Kiten nicht nur für junge Leute ist. Das Durchschnittsalter hier auf Curacao schätze ich auf 40+. Ich hab jemand der meinen Kite startet und landet. Alles gut. Entspannt kann ich mein Adrenalinausstoß geniessen. Ist keine anderer am Kite Spot, gehe ich hier nicht auf’s Wasser. Über einen zementgefüllten Reifen mit Harken kann man seinen Kite zwar sicher selber starten und landen, aber für den Fall einen Falles ist man doch recht aufgeschmissen. Also. Das lassen wir dann mal.

Ich habe meine Kite Ziel erreicht. Ich komme wieder dort an, wo ich gestartet bin und für alles andere lasse ich mir Zeit. Ich habe grade besonders Spass daran meine Körperspannung meine Gewichtsverlagerung zu optimieren und beim Wenden Tag für Tag den besseren Moment zu finden, den Kite auf der entgegengesetzten Richtung wieder einzutauchen.

Das Foto hat Nike von mir mir auf der Leuchtturminsel der Las Aves Inseln gemacht. „You are spoiled forever now…“, meint Kitefreund Nix dazu. Zwei Tage meiner Erinnerung, die zu den schönsten meines Lebens gehören. Die Insel nur für uns, kristallklares türkises Karibikwasser und 20 Knoten Passatwind, die über die kleine Insel fegen. Schöner geht es nicht. Wen wundert es da, dass ich nun doch immer mehr für den Oktober nochmal einen Törn, nur zu den Aves in meinem Kopf plane… Wer extrem Lust hat mitzukommen, meldet sich per mail bevor ich den Törn online anbiete und sichert sich seinen Platz vorab.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com

Returnticket

{Time:20:44:00}
{Date:20190907}
{Position:11°53.8881’N, 066°36.4243’W}
{Direction/Speed:270°/ 7kn}
{Place:Karibische See}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:20kn/SE}
{Wave:1,5m}
{Vimeo:}
{Photo:20190907}
{Title:Returnticket}

Downwind kann ja so schön sein

Drei Tage und Nächte haben wir zu den Roques gebraucht. Jetzt geht es nach Hause. Wo ist MARLIN’s zu Hause? Curacao. Liegt doch auf der Hand. Wir setzen das Groß im zweiten Reff, Bullenstander. 7 Knoten. Punkt. Was wollen wir mehr? Der Kutter läuft wie auf Schmierseife. Gestern Abend die letzte Portion Rindersteak. Der Freezer ist nun leer und ausgeschaltet. Kann bitte mal ein Fisch anbeißen André? So eine schöne Golddorade oder ein Yellowfin? „Spagetti mit Tomatensauce schmeckt doch auch sehr lecker“, meint Nike und das Rumpelstilzchen hüpft durch’s Cockpit.

Zwischenzeitlich ist es drei Uhr tiefschwarze Nacht. Der Mond ist schlafen gegangen. Ich habe Wache mit Manuela. Wir segeln nur mit dem Großsegel an der Südspitze von Bonaire vorbei Richtung Klein Curacao. Ob wir dort noch mal halten, um abschliessende noch eine Kite Session im Türkisen Wasser einzulegen. Ich würde schon sagen ja. Wenn Wind ist, warum nicht? Ich erwische ein bisschen Internet von Bonaire. „Hallo MayaLena! Papa hat euch lieb.“ Zu viel mehr reicht es leider nicht. Schon liegt Bonaire im Kielwasser. Eine entspannte Q-Wende. Arnold, der Generator, brummt leise vor sich hin um die Batterien aufzufrischen und Manuela liegt in der Süllkante, zählt Sterne.

Meine Gedanken drehen sich um die Los Roques. So schön die Inseln sind, so abgedreht sind die Venezolaner im Moment. Im Oktober habe ich ja noch nichts vor und könnte noch einen Törn nach Osten einschieben und anbieten. Wahrscheinlich eher hier für Mitsegler auf Curacao und Bonaire. Aber die Parkgebühr für die MARLIN ist noch mal teurer geworden. Inzwischen soll ich für zwei Wochen knapp 500 Euro berappen. Das ganze wird natürlich in Bolivar berechnet und mit jeder Kursverschlechterung lassen die Venezolaner neue Preise einfallen. Mit der Folge, dass keiner mehr zu den Roques hinfährt. Kann sich ja auch keiner mehr leisten. Alternativ haben mir die Las Aves viel besser gefallen. Hier klariert man mit einer Flasche Rum ein. Pro Person ein Flasche wird sicherlich gut ankommen bei der Militärstation. Es ist nicht so weit weg. Eine Nacht gegenan Segeln und gut ist. Dafür hat man die Inseln für sich alleine und muss sich nicht mit der Parkverwaltung und der Immigration herumschlagen. Keine Dauerlösung aber für Oktober doch mal einen Versuch wert. Es dampft in meinem Kopf wie man das hinbekommen könnte und wie man ein team von 4-5 Mitseglern zusammenbekommt, die auch Kiten wollen in den Aves.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com

Angekommen in Curacao

{Time:22:00:00}
{Date:20190911}
{Position:12°04.3425’N, 068°50.5760’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curacao}
{Target:Cuba}
{Temp Air/Pressure:32°C}
{TempWater:28°}
{Wind:VAR Kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190911}
{Title:Angekommen in Curacao}

Alleman von Bord

Es wäre viel zu umfangreich die Erlebnisse der letzten Tage nachzuvollziehen. Das Main Problem ist das MacBook. Meine rechte Hand. Erschreckend, wie abhängig ich von diesem kleinen technischen Weltwunder bin und wie empfindlich es ist. Ich habe die Rückwand abgenommen. Das da nicht zu machen ist, ist mir vollkommen klar. Vorsichtig blase ich das Innenleben mit Druckluft ab und siehe da. Es startet wieder und tut als wäre nichts gewesen. Na. Ich traue dem Braten nicht, erst mal einen Blogpost absetzten, ein Backup starten. Dann schauen wir weiter ob es das durchhält.

Meine tolle Crew ist abgereist. Gestern habe ich ich mit Manuela noch wild die MARLIN von innen geputzt, mit Andre vorgestern das Deck. Danke euch Beiden noch mal ganz herzlichst. Gegenan zu segeln ist eben eine Schweinerei. Das Salz findet immer seinen Weg, über Gischt, Luft, egal was man anfasst, alles ist salzig. Mit Manuela dann gestern Nachmittag noch mal zum SJB Kiteplatz. Ich darf noch mal aufs Wasser, Manuela will sich „nur“ verabschieden. Sie schaut traurig drein, will sich aber nichts anmerken lassen, während ich über die Lagune upwind presche und meine Batterie auflade. Nike fliegt auch schnellstens heimwärtz. Ihr Verletzung am Fuß muss operiert werden und das will sie bestimmt nicht in Curacao machen lassen. Verständlich.

Resümee: Die beste Crew von allen? Ja. Klar. Aber das sage ich allen Crew’s. Na. Fast allen. Schwarze Schafe gibt es immer. Aber nicht bei dieser Crew. Es war ein „Neverforgettörn“. Tolle Tour. Toller Zusammenhalt. Tolle Erlebnisse. Trotz Nikes Unfall – Ein voller Erfolg für alle. Vor allen Dingen wenn mein Notebook es anscheinend doch überlebt hat und ich endlich wieder schreiben und arbeiten kann. Haha.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com

Kitschig bis zum Umfallen

{Time:20:44:00}
{Date:20190906}
{Position:11°53.8881’N, 066°36.4243’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Los Roques/Cayo Sardenia/Venezuela} 
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:9kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190906}
{Title:Kitschig bis zum Umfallen}

Farbenexpedition

Gestern war Andrés großer Tag. Wind a la carte. Zwanzig Knoten. Ich suche und finde Lieselotte, mache André & Lotte miteinander bekannt. Ganz so einfach geht es nicht, wie ich mir das vorgestellt habe, denn André braucht meinen 15er Kite. Is halt ne Kante der André. Lotte wiegt vielleicht 50kg und kann weder André halten, noch den 15er Kite, sie hat gar keinen 15er Kite. Also leihe ich (ungern) André meinen 15er Kite. Letztendlich eine sprachliche Barriere macht es sinnvoll, dass ich mitkomme. Kite Assi. Oder so. Ich stehe neben Lotte und André lernt Kleinigkeiten, die ihm noch fehlen um mit dem Kite wieder dort anzukommen, wo er los gefahren ist. „Du musst die Kante betonen.“ „Zieh Dich nicht an der Bar auf Brett, die ist nur da um den Kite zu steuern.“ Und so weiter. Ich übersetze und mit einem großen kite board und Lottes Geduld fährt André nach einer Stunde schon passable Hin und Her. Lotte lacht: „Er macht das sehr gut“ und klatscht in die Hän
de.

Bei der zweiten Stunde bin ich nicht mehr dabei. Ich habe die Pause genutzt, um selbst ein bisschen Kiten zu gehen. Der Wind für die nächsten Tage ist nicht allzu dolle. André macht das gut und ich bin froh nicht die Verantwortung zu haben, falls was doch was passiert. Passiert aber nichts mit André. Aber mit mir. Am Abend falle ich einfach so von Bord der Thalassa ins Wasser, samt meines iPhones in der Hosentasche. Was für ein Schreck für mich selbst und für alle anderen. War wohl nen bisschen viel in den letzten Tagen.

Das war Gestern und nach einer Nacht tiefen Schlafs beginnt ein neuer Tag. Neuer Tag, neues Glück. Der Wind geht aus und auf den Roques zeigen sich die ersten Zeichen vom Winter. In den Hurrikan Monaten September bis November hört der Trade Wind auf in seiner gewohnten Stärke zu zu blasen. Gewitterwolken bauen sich hoch um die Rockes auf. Es blitzt und gewittert, fantastische Sonnenuntergänge, Farben wie nur Gott sie an den Himmel malen kann. Wenn der Wind weg ist kommen die Mosquitos aus den Mangroven und suchen nach Blut. Mitten in der Nacht verlegt ein Katamaran, der zu nah an den Mangroven lag. Bei uns verläuft es noch relativ entspannt. Manuela scheint süßes Blut zu haben. Die Arme.

Unsere Abfahrt nach Curacao naht und ich schlage am Mittag vor, durch das Blau der Riffe nach Cayo Sardenia zu verlegen. Dort gibt es keine Mosquitos. Es ist eine kleine Sandinsel, 50 Meter lang, hinter der man seinen Anker legt, um quasi mitten im Meer der Farben Türkis und Blau und allen Zwischentönen die Seele baumeln zu lassen. Eigentlich DIE MÖGLICHKEIT um Nikes Drohne in den Himmel steigen zu lassen und DAS PHOTO zu machen. Leider hat Nike wohl ein technisches Problem und muss den Flug abbrechen. Die Welt der Elektronik steht nicht unter einem guten Stern auf diesem Törn.

Ich bin ein bisschen traurig heute. Die Zeit in den Los Roques ist mir viel zu kurz. Es gibt noch so viel zu sehen. Wir gucken grade mal über den Tellerrand ins Paradies. Ich war selbst noch nicht am Aussenriff unter Wasser, hatte noch keine Zeit mit dem Paddelboard durch die Mangroven zu paddeln. Ich vermisse die Zeit auf der IRON LADY, wo es zumindest eine zeitlang nur um unser eigenes Leben ging, Nathalie und ich so offen waren für alles um uns herum. Oder ist es nur die positive Erinnerung? Das Schlechte habe ich vergessen? Mit Gästen an Bord ist alles anders, der Tagesablauf, jeder mit seinen individuellen Bedürfnissen. Es geht mir nicht um Schuldzuweisung. Ich bin glücklich auf dem Segelboot lebend, ob mit und ohne Gästen an Bord. Schon allein der Gedanke kein Schiff zu haben auf dem ich leben kann ist schier unvorstellbar.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

We are alive

{Time:23:00:00}
{Date:20190904}
{Position:23°25.3500’N, 020°08.1000’W}
{Direction/Speed:251°/ 1 kn}
{Place:Los Roques/Venezuela} 
{Target:Los Curacao}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190904}
{Title:We are alive}

Nachricht aus dem Paradies

Wir sind schon seit Dienstag auf den Roques angekommen. Mein MacBook verweigert seine Mitarbeit, zeigt einen Apfel und danach einen schwarzen Bildschirm. Ich habe somit noch nicht einmal eine Ahnung was ich zuletzt gepostet habe. Muss wohl der 30.8. gewesen sein. Wir haben kein Internet und die Tasks überschlagen sich. Nach der wunderbaren Zeit auf den Las Aves auf unserer eigenen Insel war der Schlag zu den Roques doch recht anstrengend schräg. Die Luke über der Eigner Kabine war nicht richtig geschlossen und dementsprechend war Salzwasser eingedrungen. Lässt sich ja nun nicht mehr ändern. Wir nutzen einen Zwischenstopp auf Cayo de Aqua für Reparaturen. Mit Manuela hab ich ja schon den gebrochenen Abgasschlauch des Generators repariert. Nun gehe ich mit Nike in den heißen Motorraum, nachdem ich festgestellt habe, dass die Membranen des Wassermachers lecken. Kein Wunder, dass wir Salzwasser in der Bilge haben. Drei Fittings haben Elektrolyse. Genau die entsprechende
Menge an Ersatzteilen ist an Bord. Während die Skipper im Motorraum schwitzend und fluchend kleine Wunder vollbringen um die Süßwasserversorgung wiederherzustellen, vertreten sich die Mitsegler an Land die Beine. Es ist schon nachmittags als wir endlich weiterkönnen. Wir wollen ankommen und reiten die restlichen 16 Meilen gegen an unter Motor. Eine weitere Nacht unter Segeln aufkreuzen will keiner. Mit eine Track können wir blind und ohne Karten die trickige Einfahrt ins Paradies meistern. Ankerfall im Paradies. Juan und Marie Alexandra von der venezolanischen THALASSA kommen uns besuchen. Ein Teil des auf der Überfahrt gefangene Yellow Fin Thuna wird von Nike in eine Sashimi-Variation verwandelt und der andere Teil wandert in den großen Topf mit einem Rest Gemüse und Einerlei aus Skippers Gewürz Schatzkiste. Es wird spät bis die Lichter auf der MARLIN ausgehen und das Spanisch, Englisch und Deutsch Stimmengewirr verstummt.

Am nächsten Morgen geht es kurz nach Sonnenaufgang nach Saki Saki, dem versprochenen Traumankerplatz. Für heute ist 20 Knoten Wind angesagt und der Tag steht ganz unter dem Motto Kiten. Das flache Anfängerrevier füllt sich mit 20 Venezolanern, die ihre Sonnenschirme am Strand aufstellen, dazu eine Handvoll Kitelehrer der Kiteschule Play. Roberto und Frederike, Freunde von mir kümmern sich um Nike und Manuela. Andre hat wieder Probleme mit seinem Kite, der die Luft nicht hält. So ist das nun mal. Wir ziehen einen Ersatzschlauch in die Fronttube. Am Strand jedoch ist auch dieser undicht. Andre hat schlechte Laune. Der versprochene Wind setzt erst nach Mittag ein, dann aber konstant und ohne Böen. Wir kommen alle auf unsere Kosten, wie man so schön sagt. Richtig auf unsere Kosten, vor allen Dingen Nike steht auf dem Kiteboard und zieht Bahnen, dass ich richtig stolz bin. Roberto hat ihr die passenden Tips gegeben. Juan ist auch da und als ich mich im tiefen Wasser abs
eits der Insel in den Wellen tummel, das kleine Island umrunde, ruft er mir zu: „Miguel. Vamos a pasear.“ Es geht über das offene Meer Richtung Franziski. Juan zeigt mir ein paar schöne Spots, aber ich merke wie meine Energie schwindet. Ich bin schon fünf Stunden auf dem Wasser. Das Kiten in der Welle außerhalb des Lee Schutzes der Saki Saki Insel tut seinen Rest und ich folge meinem Gefühl, kite die eine Meile zurück nach Saki Saki. Dort neigt sich die Sonne dem Horizont zu. An Land brechen die Kiter die Zelte ab. Nur ein weiterer Kite Lehrer ich und Nike sind noch auf dem Wasser. Da passiert es. Nike stürzt und steht nicht mehr alleine auf. Alle eilen ihr zu Hilfe und der große Andre nimmt Nike und trägt sie zum Beiboot. Sie hat sich den Fuß verrenkt. Große Diskussion. Nike schaut schmerzverzerrt.

Der Vorfall trübt den Tag. Manuela ist Physiotherapeutin und mit Nathalie über das Satellitentelefon schließen wir ein Fraktur aus. Eine Röntgenaufnahme wäre natürlich besser. Juan lacht nur als ich ihn frage, ob die lokale Krankenstation ein entsprechendes Gerät hat. Mittel aus unserer gut sortierten Bordapotheke lindern Nikes Schmerzen. Sie trägt es mit Fassung, ärgert sich aber grün und blau über ihren eigenen Sturz. Das war es mit Kiten. Den Rest der Reise wird Nike liegend mitsegeln, ich bin als Skipper wieder alleine für den Törn verantwortlich. Bis Nike wieder voll einsatzfähig ist, wird wohl ein paar Wochen dauern.

Soweit die Zusammenfassung der letzten Tage, die deutlich machen, dass trotz vieler Vorsicht und Erfahrung, Unerwartetes eben doch immer passiert. Ich mache mir Vorwürfe, auch wenn ich keinen direkten Fehler gemacht habe.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Klein Curacao Life

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190827}
{Title:Klein Curacao Life}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Klein Curacao Life

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190827}
{Title:Klein Curacao Life}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Kite Buddies

{Time:22:00:00}
{Date:20190830}
{Position:12°03.5348’N, 067°41.2724’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Las Aves} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:20Kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190830}
{Title:Kite Buddies}

Vorbereitung auf die Roques

Unsere Vorräte schrumpfen schnell. Vor allen Dingen Gemüse. Alles was man in Curacao kaufen kann ist gekühlt und hält sich nicht länger als eine Woche. Das ist so ziemlich meine einzige Sorge, die ich im Moment habe. Verhungern werden wir zwar nicht, aber in der zweiten Woche des Törns wird das Essen einfacher werden.

In Navionics heißt die Insel in deren Lee Seite wir vor Anker liegen einfach Lighthouse Island. Die Venezolaner haben sicherlich einen eigenen spanischen Namen für das Island, aber es niemand da, den wir fragen könnten. Wir sind alleine mit tausenden von Seeschwalben, die mit lautem Gezeter am Abend nach Hause kommen und ansonsten den ganzen Tag auf See und Futtersuche sind. Mit meinen Mitseglern und mir hat sich eine äußerst bemerkenswerte Truppe gebildet. Ich habe selten soviel Harmonie unter allen gespürt. Ich kann nicht sagen woran das liegt. Es passt einfach. Unsere Zeit vergeht so dermassen harmonisch, dass es schon erschreckend ist. Jeder einzelne hat seinen Aufgabenpart und macht diesen einfach perfekt. Keiner ist launisch. Wir sind vier komplett unterschiedliche Menschen, die sich vorher nicht kannten, tolerieren uns gegenseitig. Vielleicht weil wir wissen, dass es nur für zwei Wochen ist? Oder weil wir alle vier nichts anderes im Kopf haben als zu Kiten? W
enn das so sein sollte, kann ich nur hoffen, dass der Wind uns treu ist für den Rest des Törns.

Am Strand machen wir unser Kite Camp auf. Ganz schön viel Gerödel. Ich kümmere mich heute besonders um Andre, während Manuela sich um Nike kümmert. Nike ist nicht mehr zu helfen. Hört sich böse an, ist aber ganz und gar nicht so gemeint. Nike hat alles verstanden. Sie geht auf’s Wasser und fährt ohne Probleme heute ihre ersten 20 Meter. Was soll ich da noch helfen. Nike ist im Status: Üben, üben, üben… Irgendwann wird es Click machen und die Koordination zwischen Brett, Kite und Zurücklehnen funktioniert. War bei mir auch so nach 15 Stunden. Bei Manuela hat es nach acht Stunden geklappt. Andre hat seine beiden Kites kaputt repariert. Nicht grade so, dass ich ihm gerne meinen Kite leihe. „Ich weiß, dass Du mir einen neuen kaufst, wenn Du den kaputt machst… Also benimm Dich und knall ihn nicht auf’s Wasser.“ Mit dem Door Board und meinem 12er Kite fährt auch Andre heute ordentlich Strecke, steht definitiv mehr auf dem Kite Board, als das er im Wasse
r kämpft. Mit seinen 100kg ist das auch eine challenge. Weiß ich von mir selbst. Mein Ziel ist es die drei so weit zu bekommen, dass sie mit mir und Lieselotte in den Roques eine Down Wind Kite Safari kiten können. Das ist ein zwei Stunden Kite Törn an der Riffkante entlang und der ultimative Kite Kick. Mit dem Fischerboot geht es an die Südwestspitze der Roques und von da bis zum Ankerplatz der MARLIN zurück nach SakiSaki. Elf Meilen die sie niemals wieder in ihrem Leben vergessen werden. Im Moment sind wir noch weit davon entfernt, aber ich bin guter Dinge.

Mein eigener Kite Status ist auch nicht schlecht. Der Strand im Lee der Lighthouse Insel ist mit Saki Saki auf den Roques der beste Kite Spot den ich bisher kennengelernt habe. Knapp unter Land, hüfttiefes, kristallklares Wasser und 20 Knoten Wind, die komischerweise fast ohne Böen mit 20 Knoten über die Insel kommen. 100% ablandiger Wind. Nur machbar mit unserem Beiboot als Sicherheit. Es ist auch ständig im Einsatz. Ich kann inzwischen so genial Höhe laufen, dass mich das nicht mehr tangiert. Ich konzentriere mich auf Wende, Switch und Springen. Ja. Ich habe das totale Kite-Grinsen im Gesicht. Heute bin ich vier mal auf dem Wasser. Vier Sessions. Es wird einfach nicht langweilig.

“Wollt ihr Steak?“ „JAAAAAA!“ Ich bin körperlich am Ende nach dem ganzen kite work out von heute. Aber die Steakes bekomme ich noch hin. Das Fleisch ist wirklich so lecker, dass sich keiner beschwert, obwohl alle vier Portionen rare sind statt medium. „Warum bratest Du sie überhaupt?“, grinst Andre, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. „Die Pfanne ist noch heiß. Ich kann sie nachgaren.“ Keiner will es. Ich falle in die Koje. Ich hab gekocht, muss nicht spülen. Kann ich auch nicht mehr.

Morgen segeln wir auf die Roques. Yeah!


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Krokodilstränen

{Time:23:00:00}
{Date:20190827}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190827}
{Title:Krokodilstränen}

Nike hängt am Kite

Einen Tag geben wir uns auf Klein Curacao, bevor es weiter gehen soll. Nike kommt heute mit zum Kiten. „Irgendwas muss ja dran sein, dass ihr immer mit leuchtenden Augen und superfettem Grinsen aus dem Wasser kommt.“ Ich gebe Nike den kleinen 2qm Trainingskite. Ein Softkissen zum Üben. Den hatte ich letztes Mal Thomas geliehen. Das sollte man eben nicht machen. Die Leinen sind total verheddert. Danke Thomas. Also muss Nike erst einmal geduldig die Leinen auseinandertüddeln. Na. Fängt ja gut an, sagt mir ihr Blick. „Ich geh solange mal kiten.“ „Hmm! Toll!“ Eine Stunde später spielt Nike mit dem kleinen Kite am Beach, ich schaue ihr vom Wasser aus zu. Macht sie gut. Manuela ist währenddessen schon weit draussen, zu weit. Andre fährt mit dem Dinghy raus um Manuels Retter zu sein. Sein eigener Kite ist undicht und somit kann er heute nur in der zweiten Reihe mitspielen. Nike macht ihr Ding so gut mit dem Übungskite, dass ich sie frage, ob sie Manuelas Kite p
robieren will. Ungläubig schaut sie mich an. „Ja!“, antwortet sie etwas unsicher. Ich erkläre ihr komprimiert die Sicherheitseinrichtungen des Kites, um sich vom Schirm zu trennen und starte den 9er für Nike. Dann übergebe ich ihr den Chicken und Nike hängt am Kite, die Hände an der Bar, ich hinter ihr, halte sie fest und bin mit meiner Saefty Leach mit ihr verbunden. „Kann nix passieren, ich sicher Dich.“ Wir gehen ins hüfttiefe Wasser. Nike fliegt die verschiedenen Positionen mit dem Kite ab, hat irre schnell Kontrolle und kapiert schnell worum es geht. Wir üben Kitekontrolle. „Na gut“, es klappt alles so super, dass ich einfach weiter mache. Fünf Minuten später macht Nike ihren ersten Bodydrag. „Könnte ich nicht besser machen“, muss ich sie loben. Ich winke Manuela zu. „Gib mir mal das rote Board.“ Manuela schaut mich ungläubig an. „Was? Jetzt schon?“ Ich nicke. Kurze Zeit später macht Nike ihren ersten Boarddrag nach rechts und wei
ter nach links. Immer mit mir mit der Saefty Leach verbunden. „Na dann. Sach ma? Nike. Ist Dir kalt? Du zitterst ja am ganzen Leib.“ „ICH BIN SO AUFGEREGT!“ „Du willst also auf’s Board?“ „JA!“, kommt gepresst aus ihrem Mund. Bisschen schnell denke ich mir. „Du wirst ein paar Meter fahren und dann im tiefen Wasser fallen. Ich muss Dich von meiner Leine lösen. Du wirst im tiefen Wasser schwimmen und Andre wird Dich retten müssen. Willst Du das wirklich?“ Wenn jemand ehrgeizig ist, ist es Nike. „Ja. Ich will das!“ „OK.“ Ich winke Andre zu und gebe ihm das Zeichen rauszufahren mit dem Beiboot. Ich stelle mich hinter Nike, halte sie fest. Das Bord an den Füßen. „Powerstroke und los!“ Ich halte sie kurz fest und schon schnellt sie hoch und auf’s Bord, fährt ihre ersten fünf Meter und fällt vorneüber ins Wasser. Nix passiert – Ausser… Mit strahlenden Augen und dem typischen superbreiten Grinsen im Gesicht kommt Nike an den Strand. Eine M
ixture aus Endorphinen und Adrenalin im Körper schreit nach „Mehr, Mehr, Mehr…“ Ich schnappe mir mein Board. Die Sonne steht am Horizont und will diesen Tag beenden. Zeit um noch ein paar Bahnen zu ziehen. Wieder am Ufer landet Manuela meinen Schirm. Kurze Umarmung. „Das hast Du extra gemacht! Jetzt hast Du Deine Kite Truppe zusammen!“ Ich grinse Manuela an. „So What?“ Schaun wir mal. „Nike steht in ein paar Stunden sicher auf dem Board und wird ihre Bahnen ziehen. Infiziert. Mia Culpa. So what.“ Klar hab ich das extra gemacht.

Schlechte Nachrichten erhält man auch im Paradies: „Lieber Michael. Wir kennen uns nicht, haben uns nur zweimal kurz gesehen, einmal anlässlich deines Vortrages bei der IBM in Zürich, und einmal in Stockholm. Ich bin (war) die Lebenspartnerin von Chris Schöpflin. Leider muss ich dir die traurige Mitteilung übermitteln, dass Chris vor genau einem Monat nach einem mehrwöchigen Spitalaufenthalt und mehreren schweren Operationen verstorben ist. Er hat sich in unseren Ferien im Mai eine bakterielle Infektion zugezogen, welche leider für seine Herzklappe nicht verkraftbar war. Ich bin sehr traurig, und vermisse ihn fest. tagesanzeiger.sich-erinnern.ch/traueranzeige/christian-schoepflin Zwölf Jahre sind wir gemeinsam durchs Leben gegangen, und wir haben unter anderem viele traumhafte Törns zusammen versegelt. Er hat immer wieder vom Transatlantiktörn mit Dir erzählt und geschwärmt, und es war sein grosser und letzter Wunsch, den Atlantik auch noch von West n
ach Ost mit der MARLIN zu durchqueren. Dazu kam er leider nicht mehr. Ich hoffe für ihn, dass er weitersegeln kann, wo auch immer seine Seele jetzt ist. Segeln war seine grosse Leidenschaft. In tiefer Trauer, Cynthia“

So schnell heule ich ja nicht los. Aber das bricht mir das Genick. Dicke Krokodilstränen laufen über meine Wangen. Chris war einer meiner besten Mitsegler und Navigator der CREW9. 2015 nach dem Start zur Atlantiküberquerung haben wir gemeinsam Stunden im Motorenraum verbracht, rechts und links von Erika gelegen, um sie wieder zum Leben zu erwecken. Um uns herum 28 Knoten Wind und 4 Meter steiler Welle. Er war der ruhige Pol der Crew, hat geschlichtet, motiviert und immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Chris und ich waren immer wieder im Kontakt und Austausch. Auch ich hätte ihn gerne dabei gehabt um den Nordatlantik erneut zu überqueren. Das war zu früh zum Sterben. In tiefer Trauer bin auch ich.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Degradiert zur Galley Schlampe

{Time:23:00:00}
{Date:20190826}
{Position:11°59.2107’N, 068°38.7895’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curaçao} 
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190826}
{Title:Degradiert zur Galley Schlampe}

Skipper im Kite Rausche

Am Morgen lichten wir den Anker und Nike übernimmt nun das Amt des Skippers. Genug Einweisung. Alles andere kommt learning by doing. Ich mache jetzt nur noch Vorschläge und beantworte Fragen, halte mich ansonsten raus. MARLIN mag Nike sichtlich. Nike mag MARLIN sichtlich. Vor uns 130 Meilen zu den Roques. Wer gerne aufkreuzt, hat daran seinen Spass. CREW 57 hat daran sichtlich Spass. MARLIN wackelt kurz mit dem Mast und legt sich auf die Seite. Schon liegt Klein Curacao an. Einfach gesagt sind die Roques 260 Meilen weit weg, weil wir jede einzige Meile genau gegenan aufkreuzen müssen. Dazu kommen ein bis zwei Knoten Gegenströmung. Einfach ist anders. Nike hat Spass. Ich habe Spass. Andre hat Spass und steuert einen Teil der Strecke. Manuela, mein Kite Buddy. Hmm. Ist seekrank. Ih will ihr keine Medikamente geben, aber ich glaube, darum wird sie leider ab dem nächsten Schlag nicht herumkommen.

Am Horizont erscheint gegen Mittag der weißtürkise Sandstrand von Kleen. So nennen die Einheimischen das grade mal eine Meile lange Island mit einer alten Leuchtturmruine, zwei Wracks, zwei Base Camps für Tages-Touristen. „Ist das kitschig“, meint Manuela ironisch und schaut verträumt auf den malerischen Strand.

Manuela, Andre und ich sind zum Kiten hier. Für mich ist es nicht das erste Mal. Manuela ist Anfängerin, Andre ebenfalls und ich mache den Rescue Service, sammel die beiden mit dem Beiboot wieder ein. Dann darf ich selber wieder, als die Beiden am Strand ihre Leinen entwirren. Es ist ein wichtiger Tag. Es ist der Tag in meinem Kite Leben. Unerwartet wächst das Kite Bord an meine Füße und entwickelt eine eigene Dynamic, von der ich seit Jahren geträumt habe. Plötzlich kann ich nicht nur Höhe laufen, sonder Slalom fahren, das Brett in jede beliebige Richtung steuern und alles mit einer ungeahnten Leichtigkeit. Ein Traum wird wahr und ich bin jetzt ein Pro. Hurra. Bis die Sonne untergeht bin ich auf dem Wasser.

Nike leiht sich derweilen meine Speargun, meine Apnoeflossen und erlegt einen Lion Fisch. Das ist noch nicht einmal verboten, den diese gehören hier nicht hin. Daraus zaubert sie eine schmackhafte Vorspeise. Ich wusste gar nicht dass Nike auch kochen kann. Na so was.

“Sonst bin ich ja immer die Galley Schlampe, jetzt bin ich Skipper.“ Das ich damit jetzt die Galley Schlampe bin, verkneift sich Nike und grinst, zwei Flaschen eiskaltes Presidente Bier knallen aufeinander. „Ok. Das habe ich jetzt verstanden. Das kommt in den Blog.“ Es kommt ja nicht alles in den Blog. Aber das schon. Ich verschwinde in die MARLIN Küche zauber ein schmackhaftes Hühnchen Sahne Curry an Salzkartoffeln mit Butter. „WOW! Lecker. Du verdienst Deinen Ruf!“, meint Nike. Grinst. „Galley Schlampe!“ Ich grinse auch. Ich bin so kitebreit und glücklich mit einem Glas bestem Rotwein Camanere in der Hand. Schöner kann das Leben nicht sein. Jetzt aber husch, husch ins Körbchen. Die Galley Schlampe ist fertig für heute.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Ausklariert

{Time:23:00:00}
{Date:20190825}
{Position:12°04.6599’N, 068°51.4547’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Curaçao}
{Target:Los Roques}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:28°}
{Wind:18kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190825}
{Title:Ausklariert}

Flugbrücke nach Venezuela

Ausklariert. Ich wußte selbst nicht ob der Plan aufgeht und war unmerklich für meine Mitsegler schon recht nervös. Die Grenze zu Venezuela ist ja nun schon seit Anfang des Jahres gesperrt. Also klarieren wir eben nach Trinidad aus, um Probleme zu vermeiden. Bewußt entscheide ich am Sonntag auszuklarieren, wenn nur die Wochenendbesetzung bei Customs und Immigration im Dienst ist. Erst einmal aber ist das Gate zu. Hmm. Keiner da? Das kann doch wirklich nicht sein. Fragende Blicke meiner Mitsegler. Ich muss ein bisschen Hin- und Herlaufen, halte per Zufall den Beamten vom Dienst auf der Straße an, der grade auf dem Weg zum Mittagessen aus dem Büro ausfliegen will. Glück gehabt. Der Eingang am Wochenende ist ein anderer. Eine Stunde später haben wir unsere „Zarpe“ Die jahrelange Erfahrung im Umgang mit den Behörden ist hilfreich. Nike assistiert und behält die Ruhe. Kein fragender Blick oder unnötige Kommentare. Mit einem freundlichen Grinsen auf dem Gesicht geht es eben am besten. Das kann Nike genauso gut wie ich. Well done Skipper. Auch bei der Immigration läuft alles wie am Schnürchen. Über WA habe ich grünes Licht von der Immigration auf den Roques. Bumm. Stempel im Pass und alles hat seine Ordnung. Wir segeln offiziell nach Trinidad. Mit im Gepäck eine große Kiste mit Medikamenten für die Roques, die dringend benötigt werden. Toilettenpapier, Babywindeln, Käse und Lebensmittel für meine Segelfreunde. Geschenke. Wir sind Teil der Flugbrücke mit einen Tropfen auf den heißen Stein, den wir als Hilfe nach Venezuela mitbringen.

Nike ist ein Energiebündel und nimmt mir einen megagroßen Anteil des Berges an Aufgaben ab, die noch zu machen sind. Ich wäre ansonsten zwar nicht überfordert aber eben, wie immer am Anfang einer neuen Crew, ordentlich unter Druck und im Stress, weil die Aufgaben eben noch nicht klar sind und alles viel Erklärungen bedarf. Zeit die ich nicht habe.

Mitten drin brauche ich einen Nachmittagsnepp. Nike überprüft die AIS Sender, findet einen der den Dienst verweigert. In meiner Rettungsweste. Wir haben Ersatz an Bord. Wäre ja doof, wenn genau ich über Bord falle und man mich nicht mehr finden würde. Nike hat’s drauf. Sie schaut sich ab, was ihr noch nicht klar ist im Umgang mit der MARLIN und setzt es um in ihre eigene Art und Weise. Gut gemacht.

Ich lese noch einen Spiegel Artikel über Maracaibo. Dramatisch geschrieben. Wahrscheinlich zu dramatisch geschrieben. Ansichtssache. Muss so sein, die Medien neigen immer zu einer auflagenverstärkenden Dokumentation. Ich weiß es nicht. Mir gehen Gedanken durch den Kopf. Sollen wir wirklich in so ein Land reisen? „Micha. Alles gut. Du bist selbst vor wenigen Wochen auf den Roques gewesen um die Lage zu überprüfen“, beruhige ich mich selbst.

Heute kein Kiten. Am Nachmittag machen sich deutliche Entzugserscheinungen bei Manuela und mir bemerkbar. Wir können kaum ruhig auf den Stühlen sitzen. Ein letztes Abendessen im Pirates Nest, dass mal wieder einen neuen Besitzer hat. Vielleicht ein Glas zu viel vom mittelmäßigen Merlot. „Wie willst Du Dein Steak. Rare?“ Es kommt wie immer: Medium. Warum fragen sie denn erst? Aus Höflichkeit? Wenn man nicht alles selber kocht ;-) Unsere Gäste laden die Skipper ein. Danke. Die Leinen in der Marina haben wir am Nachmittag gelöst. Kurzes Briefing im Pilothaus und schon ist die MARLIN vor Anker. Ich atme auf. Endlich zieht wieder Wind durch das Schiff, ich schwitze nicht mehr wie ein Schwein und das Dinghy hängt am Heck der MARLIN, die freudig, wartend auf ihr nächstes Abenteuer, an der Ankerkette zieht und mit dem Arsch wackelt. Gerne hätte ich noch meine Freunde an Land gesehen, mir eine Umarmung, ein paar Streicheleinheiten abgeholt. Dafür bleibt keine Zeit. Wir nehmen im Dunkeln das Dinghy an Deck. Feierabend. Morgen geht es los. Gegen den Wind ins Paradies. Na den mal Tau.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com