Archiv der Kategorie: SY Marlin

Der junge W. aus D.

Der junge W. aus D.

Eierschalen noch hinter dem Ohr

So schön die Zeit mit dem jungen Volk auch ist, so ist es aber auch anstrengend. Ich frage mich manchmal ob ich auch so war in dem Alter. Liegt ja nah. Oder vielleicht bin ich ja immer noch so. Es muss ca. 1985 gewesen sein, als der junge Wnuk aus Düsseldorf Spanien für sich entdeckte, den spanischen Schinken, die spanische Sprache, die spanischen Frauen mit den langen schwarzen Haaren und die gesamte spanische Lebensart, die sich in Bezug auf Lebensgeschwindigkeit die den deutschen Standards schon damals um Längen hinterher hinkte. Es muss die Zeit gewesen sein, als so ein Lenkdrachen, man nennt den heutigen Kite auf Spanisch „Cometa“ zum ersten mal in der Hand hatte. „Das ist ja toll!“ Der Spaß mit dem Cometa hat sich bis heute gehalten und wie Nathalie letztens am Telefon vorgehalten hat, ist mir es ja sowieso wichtiger auf das Kitebrett zu kommen, als mich mit ihr zu unterhalten. Unrecht hat sie da nicht. Mein Interesse am Kiten ist zentraler Lebensinhalt geworden. Wäre hier mehr Wind und mein Kite nicht in Reparatur, würde ich mich auch den halben Tag mit diesem stark abhängig machendem Sport beschäftigen. Wer hätte das damals schon geahnt. Der junge W. aus D. Auf dem Photo hat sich das damals bestimmt nicht gedacht. Ich war mindestens so ziellos und verträumt, wie mein Sohn Julian heute ist. Ein Grund, warum ich ihm auch keinen Vorwurf mehr machen werde. Man sollte immer im Leben machen was Spaß macht.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18
CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18
CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19

Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
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Meine Motivationsstars

Jungbrunnen

Ja, ich umgebe mich gerne mit jungen Menschen. Zuerst einmal mit meinen eigenen Kindern. Der Zeit mit Maya und Lena trauere ich zeitnah hinterher. Wunderschöne Wochen hatten wir gemeinsam mit Julian an Bord der MARLIN. Schneller als ich will, werden die Mädels so groß sein, wie zwei meiner Gäste – Gerrit und Mirko. Es sind Jan’s Freunde. Meine Idee war es nicht. Die beiden machen Work & Travel. Ich war ganz schön skeptisch am Anfang. Was soll ich den jetzt mit den Beiden anfangen an Bord der MARLIN. Entsprechend unfreundlich, wie ich auch schon mal sein kann, gebe mich am ersten Tag. Aber Gerrit & Mirko legen richtig los. Gerrit baut die SSB Antenne ab. Unter der Fußhalterung an Deck, blüht es unterhalb der Farbe. Korrosion. Geritt schleift und spachtelt und schnell sieht es wieder passabel aus. Die Zeiger der Uhr drehen sich und gemeinsam mit Mirko, ihrem Freund, beide aus Berlin, nehmen sie das Kellerregal steuerbord in Angriff. Das machen sie richtig gut. Ein bisschen zu schnell und als ich dann am Kartentisch vorm Rechner sitzend, Mirko mit der Stichsäge die Platten zersägen höre, muss ich denn doch mal eingreifen. „Hast Du denn ein Template gemacht?“ „Was habe ich gemacht?“ Erstaunt schaut mich Mirko an. „Ach Du meinst eine Schablone.“ Pause. „Nö! Ich hab das ausgemessen.“ Die zugeschnittene Regalplatte passt nicht durch die Luke zum Hecklocker, wir nennen ihn liebevoll Keller. Es folgt eine Diskussion über den Weg zum Ziel und am Ende drücke ich Mirko megadünne Holzlatten in die Hand, die man an den Kanten des Grundgestells, das er schon gebaut hat, verklebt. Die fertige Schablone bewegt man vorsichtig durch die Luke, legt sie auf die Spanplatte an Deck, zeichnet die Form ab und schneidet diese dann mit der Stichsäge nach. Der nächste Teil der Regalplatte passt dann. Mirko ist glücklich. Ich, ehrlich gesagt, auch. Einen ganzen Tag hat es gedauert um die Platte zu kaufen und vor allen Dingen bis zum Boot zu schaffen. Ne, neue kaufen und das ganze Gerödel noch mal, hab ich echt keine Lust drauf. Uns MARLIN verwandelt sich mal wieder in eine staubige Baustelle. Überall schleift, sägt und bohrt einer und ich versuche nebenbei Kunden zu betreuen, zu gewinnen, Mitarbeiter in Flensburg zu motivieren… Kleine Momente dazwischen, in denen ich mich dann frage, warum ich das eigentlich alles mache. Ganz einfach: Damit ich keine Zeit habe über Sachen nachzudenken, die mich unbefriedigen, traurig oder nachdenklich machen. Immer unter Strom ist schon die beste Lebenstherapie für mich. Wir sind zu fünft an Bord. Frühstücken, Lunchen und Essen am Abend. Alle helfen wie wild und wir karren tonnenweise Lebensmittel und Getränke an Bord und doppelt so viel Müll an Land. Es ist einfach unglaublich, was so junge Menschen an Material durch ihren Körper schieben, ohne einen Gramm Fett zuzulegen. Kost und Logis frei, ist die Vereinbarung. Meine Work & Travel Crew macht mehr als verlangt. Sie wollen nicht nur arbeiten sondern auch ihre Projekte einfach fertig bekommen. „Du musst selber 100% zufrieden mit deiner Arbeit, dem Endergebnis sein, dann bin ich auch zufrieden.“ Ich wüßte gerne, was Mirko und Gerrit wirklich über mich denken, nach den paar Tagen auf dem Schiff. Entweder sie mögen mich, so wie ich sie mag oder sie finden mich total doof, sagen es aber nicht offen und ehrlich.

Mitsegeln auf der Marlin!

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Skipper Jan glänzt

Wenn einer motiviert ist, dann ist es Skipper Jan

“Was wäre die MARLIN ohne Skipper Jan?“ Na sinken würden wir nicht grade. Jan schafft einfach was weg und seit dem die MARLIN, ich und er dicke Freunde geworden sind, kennt er das Schiff vom Bug bis zum Heck. Ich profitiere davon, dass unsere derzeitige Working Crew, Gerrit, Mirko und Julian, Jan Löcher in den Bauch fragen können und Jan mit seiner störrischen Ruhe das Fortkommen der Arbeiten erst möglich macht. Ich, nicht untätig, widme mich Telefonaten und Verwaltungsarbeiten, darf aber auch Lösungen schaffen. JA! Es ist geschafft. Nach drei Anläufen, ich hab schon die Telefonnummer eines Dieselelektrikers in der Tasche, hab ich dann gestern doch endlich den Fehler gefunden, an Johann, unser Hauptdiesel-Aggregat. Es war wirklich das besagte Schütz Relay, das dem eigentlichen Starter Relay vorgeschaltet ist. Ein starkes Auto Relay aus Bordsbeständen übernimmt nun die Funktion und wir sind wieder, ohne Kurzschliessen alias Autoklauer, jederzeit mit Schlüsseldrehen manövrierfähig. Hast Du auf deinem Stahlschiff, der IRON LADY, eigentlich genauso viel Probleme mit Rost gehabt, wie hier mit Korrosion an Aluminium und Edelstahl?“ Die Frage ist nicht unberechtigt. Um unsere Winschen herum blüht der Lack auf und darunter befindet sich weißes Pulver. Aluminiumoxid ist das. „Ne Jan. Auf der IRON LADY habe ich nicht alle vier Jahre geschliffen und lackiert. Da habe ich das die ganze Zeit gemacht.“ Verglichen zur Laufleistung und den Meilen ist so ein Aluschiff schon viel, viel besser als ein Stahlschiff. Unser Ziel ist es die Korrosion in Zukunft zu vermeiden. Ob das gelingen wird? Wer weiß das schon. Irgendwann kommt die Korrosion eben doch wieder durch. Ist halt so. Ist genauso, wie mit dem Rost. Altes Spiel, alte Diskussion. Neues Glück. Der Tag endet mit Phase 10, das Mirko mitgebracht hat. Leihweise. Uns bordeigenes ist unauffindbar. So wie das zweite Hand VHF. Leben auf dem Schiff halt. „Soll ich Dir was aus der Stadt mitbringen Micha?“, fragt mich Julian. „2kg Glück. 1Kg Zuneigung und 5kg Gelassenheit…“, ist meine Antwort. Gesundheit habe ich noch vergessen. Morgen: Neuer Tag. Neues Glück.

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Wochenend Fun

Bettdeckensyndrom

Nicht alles was glänzt, ist auch Gold. Dummer Spruch eigentlich. Meine rechte Hand ist total zerstochen. Das sind keine Mücken sondern die Plage der Sandmücken. Die ein bis zwei Millimeter großen Plagegeister ähneln kleinen Fruchtfliegen und sie schwirren etwas desorientiert im Raum herum, sind nachtaktiv und überfallen einem im Schlaf. Das schlimmste an diesen behaarten Viechern ist, dass sie nicht stecken sondern beißen. Beißen Stücke aus der Haut, dass es anfängt zu bluten. Die Bissstellen entzünden sich leicht, vor allen Dingen wenn man mit Motorraumfingernägeln anfängt zu kratzen, fangen an zu eitern und das auch Krankheitserreger übertragen werden können versteht sich von selbst. Auf dem Kartentisch liegt eine große Tube Fucidin, was so ziemlich das beste ist. Hilft aber nicht. Die Creme gibt es aber auch mit Cortison. Heißt dann Fucicort. Die wird helfen, mein Schiffsarzt Frau Nathalie Müller per Ferndiagnose. Na dann. Morgen wissen wir mehr. Meine junge Besatzung hat mächtig Spass in Lagos. Die Partytime am Freitag Abend hat für mich die Folge, dass ich den ganzen Tag nicht aus den Federn komme. Kater mit 54 ist nicht derselbe Kater wie mit 26. Was ich früher mal so eben weggesteckt habe macht mich heute mindestens einen Tag fertig. Jep. Die Jungs vertreiben sich die Zeit am Strand – Ich passe. Ne. Ich schau mir heute mal nen Film an. Klassiker ist angesagt. „All is Lost“. Muss man ja mal gesehen haben. Nun. Ich fand ihn gar nicht so schlecht. Bisschen wie der „Mann und das Meer“ Ob man sich nun mal mal rasieren muss, bevor man in die Rettungsinsel steigt, kann man sicherlich diskutieren. Ich würde es auch machen. Die jungen Leute kommen gar nicht so spät nach Hause. Ich falle eh früh ins Bett, bzw. komme da gar nicht erst raus. Nein, ich träume nicht davon mit der MARLIN auf einen schwimmenden Container zu kollidieren. Ausserdem sind wir ein Metallboot. Da sind die Folgen nicht dieselben wie bei einem Plastikboot. “Micha. Heute Nachmittag ist Kitewind.“ Die jungen Leute vertreiben sich die Zeit indem sie mit dem Kiteboard Wakeborden. Der Windmesser zeigt 18 Knoten Wind. Hmm. Ich mache das Programm NavMonPC auf dem LunaMiniPC auf und verfolge die Windentwicklung. Mein 14er Kite ist in Reparatur. Dumm. „Dann nimmste eben den 11er!“, meint Julian. Der Wind kommt aus Nord und über Land. Das heißt Böen, die sich gewaschen haben. Richtige Luftlöcher. Aber für ein paar Meter und wieder ein Stück auf dem Board weiter reicht es. Aggressiv muss ich den alten 11er Rebell durch die Powerzone stürzen um überhaupt auf das Bord zu kommen. Kaum ist die Sonne weg, ist auch den Wind weg. Den Kite und seine sieben Sachen liegen am Strand. Na. Wird was klar? Die Sandmücken kommen immer gerne abends. Und wo? An Strand. Wenn der Wind aufhört. Die mögen nämlich keinen Wind. Und was machen sie dann? Klar. Lassen sich mit der Kiteausrüstung, mit dem Handtuch, mit der Yogamatte etc. einpacken und zur MARLIN bringen. Die Kites liegen bei mir vorne in der Kabine. Die Yogamatte auch. Ne. Anders: Die Kites wohnen jetzt nicht mehr in meiner Kabine und die Yogamatte ist auch grade ausgezogen. Is klar? Warum?

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Lagos erreicht

Ich und mein Motorraum

Nach zwei schönen Segeltagen erreichen wir Lagos. Der Anker fällt vor der Hafeneinfahrt. Wir blicken auf die Grotten, die hunderte von Tagesausflüglern jeden Tag besuchen. Der Ankerplatz ist ruhig. Ich koche noch ein letztes Mal für unseren Zaungast Minna aus Finnland, die nach erfolgreichem Schnuppersegeln hier von Bord geht. „Wir sehen uns nächstes Jahr auf der MARLIN!“ Ebenfalls gute Nachrichten kommen aus Deutschland. Es hat sich eine weitere Mitseglerin CREW 50 über den Atlantik im Dezember 2018 gefunden. Ich bin etwas ausgebremst im Moment. Unsere neue Website kommt nicht so voran, wie ich mir das vorstelle. Auch die vielen kleinen Baustellen auf der MARLIN, wie sollte es anders sein, vergrößern sich stetig. Wir reparieren 3 Sachen und fünf neue gehen kaputt. Ich verzweifel an der Verkabelung des Motors Johann. Der ist über ein dickes Schütz Relais vom Schiffsrumpf masseseitig getrennt. Die Ansteuerung des Relais funktioniert nicht. Den Umbau hat jemand mit sehr viel Isolierband gemacht und keinerlei Dokumentation existiert. Ich muss jedes Kabel einzeln verfolgen und mir den Sinn oder Unsinn zusammenreimen. Dabei mache ich ein Starterrelay selber kaputt, muss aber feststellen, das das Relay überhaupt keine Funktion hat. Über mir schwebt eine dunkle Wolke, die sich nicht verziehen will. Zumindest kann ich die Funktion manuell überbrücken, so dass der Motor ohne Probleme nutzbar ist. Aber eine Dauerlösung ist das nicht. Währenddessen nimmt sich Jan die Elektro-Winsch des Großfalls vor. Auf den letzten 45.000 Seemeilen, die hauptsächlich Jan und ich mit der MARLIN gesegelt sind hat die ordentlich was geleistet. Ein Service Kit ist an Bord und enthält fast alle Ersatzteile. So ein Charterbetrieb geht eben nicht ohne Bruch ab. Es ist Freitag. Heute ist Skippersday. Achtzehn Jahre ist her, dass ich die Altstadt von Lagos erobert habe. Damals alleine. Es hat sich ordentlich was verändert. Allein schon ein Platz zu finden, wo man sein Dinghy für die Nacht lassen kann, ist ein Problem. Schlussendlich verketten wir es am Empfangssteg der Marina. Tagsüber würde das bestimmt Ärger geben. Jan, Julian, Mirco und ich entern die Altstadt und es wird feucht. Klar finden wir die angesagten Bars und Clubs. Ich seile mich rechtzeitig ab, die Jungs verbleiben noch bis zum Morgengrauen. Das Wochenende steht bevor und da wird nicht gearbeitet. Wind ist nicht angesagt. Gut so, denn mein Kite ist mal wieder zur Reparatur. Zwei Stellen sind undicht geworden. Na dann. Kann ich ja noch ein bisschen im Motorraum nachdenken und mit Johann flirten. Oder einfach nix tun.

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MARLIN segelt wieder hoch am Wind

Doch noch nicht festgewachsen

Na wochenlangem Ankerplatz, was definitiv notwendig war, sind wir heute ausgelaufen. Etwas mühsam war es schon den Anker aus dem Schlick vor Culatra zu bekommen. Dann haben vorallen Dingen Jan und ich auf einen Knall gewartet. Bumm. Mast fällt um. Oder so was in der Richtung. Aber es hat sich alles bestens gehalten. Keine größeren Schäden kommen zutage, als wir wir uns mit ablaufendem Wasser in den Atlantik spülen lassen. Neben Julian, Jan und mir haben wir einen Schnuppergast mit an Bord. Minna habe ich in Sines kennengelernt. Sie will hoffentlich nächstes Jahr einen langen Schlag mit der MARLIN mitsegeln. Zwei Tage hat sie noch Zeit, da kann sie ja bestens die Skipper und das Schiff persönlich kennenlernen. Minna ist OP Schwester aus Helsinki. Passt. Besonders ich bin ja aktuell auf der Suche nach internationalen Mitseglern und arbeite intensiv an der neuen multilingualen Website der MARLIN-Expeditions. Wir setzten die Segel, es ist ordentlich scheinbarer Wind beim Gegenankurs und wir verbringen den restlichen Tag mit Aufkreuzen. Die meisten Mitsegler würden bei diesen Bedingungen eher doch im Cockpit bleiben. Minna macht das alles gar nichts aus. Sie ist seefest – eine seefeste Anfängerin. Das passt. Auch menschlich passte es. Jou. Das wird wohl was im nächsten Jahr. Albufeira erreichen wir nicht vor Sonnenuntergang. So schmeissen wir den Anker 100 Meter vor der Küste. Der Wind und die Welle schlafen gemeinsam ein. Jan kocht heute. Oha. Macht er ja eher selten einfach so. Muss an Minna liegen ;-) Der Mast der MARLIN wackelt im Schwell und alle fallen verdient in die Kojen.

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1001 Segelträume

Auch auf dem Schiff gibt es eben Alltag

Fun hin. Fun her. Manchmal ist es eben wunderbar sich einfach mal dem Alltag zu entziehen. Ich bin von meinem Charakter und als Self Employter immer unter Strom, immer in Bewegung und immer auf der Suche nach den Projekten die mein Leben finanzieren. Ganz im Gegenteil zu vielen anderen in meiner Umgebung, die ihren Lebensunterhalt mit geregelter Arbeitszeit verdienen. Der große Vorteil ist, dass sie nach möglicherweise acht Stunden Arbeit und am Wochenende die Tür zu machen und den Run um die Kohle möglicherweise abschliessen, Freizeit haben. Bei mir geht das so nicht. Bei mir geht morgens um sechs Uhr das Kopfkino und der Kampf ums Überleben an. Auf dem Motorrad oder mit dem Kite in der Hand ist es vorbei mit dem Kopfkino. Plötzlich zählt nur noch der Sport und ich kann für Stunden abschalten. Mein Kopf kann sich erholen. Kaum zurück aus den Bergen bin ich pünktlich zum doch eher seltenen Wind auf der MARLIN in Culatra. Julian und ich ziehen alleine los zu unserem Kite Spot. Wieder geht es einen Schritt weiter nach vorne. Julian glänzt heute besonders und legt die Latte hoch. Er kommt fast schon alleine zurück zum Strand. Ich fahre mehrere hundert Meter. Es ist absehbar, dass wir zeitnah zum Ziel kommen werden. Kitebreites Lachen ziert unsere Gesichter als wir zum Sonnenuntergang wieder die MARLIN erreichen. Für Caro ist die Zeit auf der MARLIN vorbei. Studium ruft. Alltag ruft. Dafür bekommen wir dann einen neuen Gast. Minna aus Helsinki, habe ich in Sines kennengelernt. Sie ist am Mitsegeln auf einem längeren Törn interessiert und ich habe ihr angeboten für einen Schlag Schnuppersegeln zu machen wenn es morgen für die MARLIN heißt: Seatrial. Ja. Unglaublich. Es steht auf dem Plan, dass wir Culatra verlassen und uns tatsächlich weiterbewegen Richtung Portimao und Lagos. Die Segel müssen dringend mal wieder ausgerollt werden. Da passt es ja ganz in den Plan, dass der Motor nicht anspringt. Ich kann den YANMAR zwar mit einem Kabel problemlos starten, aber in der Elektrik, am Startschalter steckt doch irgendwo der noch der Wurm drin. Da muss ich wohl noch mal ran. Der Termin zur Abfahrt bleibt. Läuft Johann erst einmal ist alles gut. Das Leben ist wie ein Blitz im Weltall. Kurz, intensiv und impulsiv. Meine Gedanken schwirren umher wie die Kometen am Himmel über Olaho. Ich bin ein mehr als verliebt in Portugal. Ein schönes Land, dass noch viel seiner Ursprünglichkeit erhalten hat. Bald schon am Ende des Monats geht es weiter nach Madeira, des Salvagens und zu den Kanarischen Insel. Es sind plötzlich noch zwei Plätze freigeworden. Da ist er wieder der Wnuk. Überlege grade wie und ob ich die noch kurzfristig an den Mann oder Frau bringen soll. Oder einfach damit leben dass wir zu viert diesen wunderschönen Schlag segeln? Command+Tab. Will noch jemand mit?

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1.000 km on the bike

Expressurlaub

Hübsch ist sie nicht, meine geliehene F800GS. Innovativ dafür auf jeden Fall. Fährt sich eben wie eine BMW. 1.000 km in drei Tagen finde ich jetzt auch nicht so schlecht. Ein paar Dirt Road Schläge waren auch dabei. GPS auf Kompass einstellen. Nächste Straße abbiegen und ab geht es durch Wald und Wege mit immer neuen Ansichten und Untergründen. Portugal hat es in sich. Keine Verbotsschilder sondern freies Fahren. Schööööön. Wir kommen voll auf unsere Kosten. Caro wünscht sich nach der ersten Nacht im Hostel Sines, mit Meerblick, einen Besuch in Lissabon. Muss wohl sein. Bei über dreissig Grad wird es heiß unter der dicken Lederjacke. Um so näher wir an Lissabon kommen, um so häßlicher wird es auch. Fabriken, laute Strassen und ein Hipster Hostel. Nicht mein Ding. Nicht die Hitze und auch nicht endlos durch die Straßen zu laufen. „Du musst ja nur einmal schlafen, dann sind wir ja hier auch wieder weg.“ Stimmt. Ich bin muffelig Den Sonntag verbringen wir wieder auf der Strasse. Caro hat sich an die Kurven gewöhnt, bremst nicht mehr so viel und ich muss mir keine Sorgen mehr machen, dass ich sie verliere. Es ist ein bisschen wie mitsegeln. Ich habe die Verantwortung ja auch irgendwie im Nacken. Bei mir stellt sich mehr und mehr mein alter KTM Driving Style ein. Ist ja nun schon ein paar Jahre her, dass ich meine geliebte LC4 durch die Berge von Valencia, rauf und runter und durch die Flussbetten geprügelt habe. Motorradfahren ist definitiv viel gefährlicher als Segeln. Hinter jeder Kurve, die man mit 80 kmh nimmt, kann plötzlich ja auch ein Pferdekarren vor einem stehen. Gehört halt dazu. War schon immer so. Wer bremst ist feige. Wer den maximalen Spass haben will, der gibt eben Gas. Ich will. Caro hat den Vorteil dass ich vorfahre. Verfällt der selben Leidenschaft. Ein bisschen wie das Spiel mit dem Feuer. Adrenalin pur. Schööön. Über Mertola geht es zurück nach Lagos und die beste Software ist eben doch Google Maps. Auf dem Rechner kann man die Route beliebig anpassen. Einfach die Strassen in die richtige Richtung ziehen, den Track aufs iPhone schicken und mit AirPods unter dem Helm, kann man sich perfekt auf die Strasse konzentrieren. Durch Schutt und Asche der vergangenen Waldbrandgebiete geht es extrem kurvenreich, skurril anspruchsvoll durch die Berge. Ein krönender Abschluss, der uns beiden gut tut. Die Abenteuer Batterien sind aufgeladen. Fast 1.000 km stehen auf dem Tacho. Es kann wieder auf die MARLIN gehen. Für Montag ist Kite-Wind angesagt. Husch, Husch. Jetzt aber mal trollen und Höhe laufen lernen. Wenn ich so gut Kiten könnte wie Motorradfahren. Wäre schon schön.

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Progress in Sachen Reparaturen an Bord?

Nicht wirklich

Der Tag fängt damit an, dass Mitarbeiter Eike sich krank meldet. Er und alle Ersatzteile, Materialien bleiben somit in Flensburg, Flug verfällt und ich habe schlechte Laune. Darf ich die haben, frage ich mich? Oder muß ich jetzt der superverständliche Chef sein? Letzteres. Also denn, übe ich mich mal in Sachen Souveränität. Es gibt ja genug andere Sachen zu tun an der MARLIN. So viele, dass wir die eh nicht schaffen werden. Irgendjemand kommt immer grade aus dem Motorraum, sitzt im Mast oder in der Segellast. Ich bin superfroh Caro, Julian und Jan an Bord zu haben. Ich selbst muss leider jetzt auch noch die Jobs von Eike machen, die vor dem Wochenende noch fertig werden müssen. Ein Iridium Phone verkaufen, ein UUPlus Vertrag einrichten und eine Demo. Dann ist Wochenende. Caro ist A2. Meint, sie hat den A2 Führerschein und ist Motorradbegeistert. Das ist eigentlich auch der Grund warum sie hier ist. Wir haben uns für das Wochenende zwei Motorräder gemietet. Eine 500er Honda und eine 800er BMW. Beides für Gelände. Normalerweise fährt Caro mit ihrem Papa. Der ist genauso alt wie ich. Grins. Geht also. Also. Das Wochenende kann kommen.

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Speedup

Wie das Leben so spielt

“Wenn Du den Boden des Dinghys mal sauber machst, kommen wir mit 4 Personen und Gepäck und dem 30PS Aussenborder auch wieder in Gleitfahrt.“ Julian hat gelernt, dass der Alte doch öfters Recht hat und macht das, während Jan im Mast rumkraxelt. Was macht Jan im Mast? Das Projekt heißt Masse auf dem Rumpf. Leider haben wir Masse von der Batterie auf dem Rumpf. Woher das genau kommt, ist nun mal hingestellt. Jeder Aluminium-Schiff-Besitzer weiß, dass das vollkommen Scheiße ist. Folge ist mehr Korrosion an allen Kontaktstellen zu Edelstahl. Der Rumpf ist weitestgehend durch dicke fette Magnesium Anoden am Heck der MARLIN geschützt. Fehlerquelle in den meisten Fällen ist die Ankerwisch und die Antennenanlagen auf dem Masttop. Um dem Übel abzuschaffen, müssen alle Antennen der MARLIN abgebaut werden und eine neue Konstruktion gemacht werden. Das ist Jan’s Aufgabe. Ein Edelstahlplatte nach Achtern auf dem Masttop mit Isolierscheiben und Gummi vom Mast galvanisch getrennt soll helfen dem Übel auf die Schliche zu kommen. Nun sind das bei der MARLIN eine UKW Antenne, eine AIS Antenne, einen LTE Antenne, eine Wetter Aktivantenne eine WLAN Antenne zum Senden, eine POE LunaWLANnet und eine Luna WLANnet NEW GENERATION. Mächtig was los do oben im Mast. Morgen kommt Eike aus Flensburg eingeflogen um endlich mal die MARLIN kennenzulernen. Er bringt das restliche fehlende Material, Spezial Aircell Kabel, alle N und RG Stecker, weitere Ersatzteile und sich selber. Er wird die Kabel durch den Mast legen und kann dabei zusätzlich die notwendige Erfahrung bekommen, die er in der Beratung unserer LUNATRONIC Kunden benötigt. Denn das Problem, was wir haben, haben auch viele unserer Kunden. Der Arbeitsbereich, galvanisch getrennte Kommunikationsanlagen ist komplex. Am Mittag reisst mir dann die Hutschnur. Den ganzen Vormittag verbringe ich am MacBook um tausendundeine Lösungen für ebensoviele Probleme anderer Segler und Kunden zu finden. Mein eigenes Problem, wir sind immer noch manövrierunfähig, Motor Johann springt immer noch nicht an, ist aber konsequent vorhanden. Caro fragt ob sie helfen kann. „Klar, zieh Dir was altes an und komme mit in den Motorraum.“ Das Kama der Unwissenheit hilft mir das ganze Problem noch mal zu überdenken.“ Ich erkläre Caro das Problem und vertiefe mich selbst dabei in die Ursachensuche. So findet sich Caro mit Headlamp unter dem Motor wieder und kontrolliert Steckkontakte und verfolgt Kabel mit einem Klingeltester. Natürlich. Alles ist o.k. Seit Gestern kommt nun auch kein Strom am Trennrelay der galvanischen Isolierung des YANMARS an. Ich entscheide Starterbatterie vom Motor und Generator zu wechseln, denn die Kontrolllampen der YANMAR Bedieneinheit werden beim Startversuch dunkel. Das macht Caro nach Einweisung selbstständig und alleine. Dann schliessen wir den Startschalter kurz und siehe da. Der Motor springt sofort an. Ein Lächeln zieht über mein Gesicht. Ein provisorisches Kabel überbrückt nun den Teil der fehlerhafte Leitung. Feierabend. Warum? Es gibt Wind. Julian und ich werden nervös. Lass uns Kiten gehen. Keine Stunde später überquere ich in 20 Minuten die Durchfahrt zwischen Culatra und Armona meistens schon auf dem Bord, leider reicht die Stärke des Windes nicht und ich versinke immer wieder im Wasser. „Ich glaube, ich muss jetzt mal Micha abholen!“, meint Julian. Alle lachen und schon ist er hinter mir. Na. Jetzt ist wohl mal Höhe laufen lernen angesagt. Es dauert Stunden bis mein Kite-Glückshormon-Spiegel wieder den Normalzustand erreicht hat. Nachdem alle mir geholfen haben den Wollknäuel-Knoten meiner Leinen zu entwirren, geht Julian auf’s Wasser. Da schwächt der Wind leider ab. Genug für heute. Mittagessen ist ins Wasser gefallen. Besonders Caro’s und Jan’s Zuckerspiegel ist extrem abgesackt und grimmige Gesichter mahnen zur Eile. Keiner hat eingekauft und wir landen spät noch in Sandras Restaurant zum Abendessen. Es gäbe noch so viel zu erzählen… Morgen mehr.

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Manövrierunfähig

Der Flug nach Faro war kurzweilig. Caro ist alles andere als kommunikationsgestört. Flensburg hat sich mit Kälte und Regen verabschiedet und Culatra hat uns mit Wolken und dem ersten Regen nach acht Wochen empfangen. Mit an Bord nun Julian, Jan und Caroline. Konzept: Work & Fun. Halber Tag Arbeit und halber Tag Fun. Der erste Tag vergeht mit Ankommen und Akklimatisieren. Julian und Jan erwarten uns mit einem kalten Bier an der Tankstelle in Olaho. Prima. Das geht. Ich habe 40 kg Gepäck mit. Drei Jeans, fünf Unterhosen. Der Rest sind Ersatzteile. Die To Do Liste ist elend lang. Ganz oben steht wer wohl? Erika. Der Generator. Das einfachste Fix ist schnell gelöst. Ein Kabel hat sich in einem Kabelschuh gelöst. Mit Auffüllen des Kühlwassers ist der Schaden schnell behoben. Weit größer ist das Problem mit Johann. Der Starterschalter, key switch, hat einen Wackelkontakt. Hört sich einfach an, ist aber schwieriger als gedacht. Zeitfresser. Unklar ist, ob es der keyswitch ist oder einen vergammelte Zuleitung. Mit Julian zusammen schwitze ich im Motorraum. Ein Notstart gelingt. Der Anlasser ist in Ordnung. Zu einer Lösung des Problems kommen wir aber nicht. Bisschen doof wenn um einen herum Hobbysegler ankern, die im nächtlichen Sturm mit Böen und die 33 Knoten umherdriften wie Spielzeugsegelboot in der Badewanne. Gott sei Dank haben wir unseren ROCNA Anker und 80 Meter Wälderkette, die uns sicher an unserem Ankerplatz halten. Julian und Jan, die sich bisher noch nicht kannten, passen zusammen, wie die Faust auf’s Auge. Sie sind wirklich eine große Hilfe und bewältigen schnell und effizient die Aufgaben, die wir im Morgenmeeting besprechen. Julian’s und meine Freundin Caro hat andere Sorgen. Sie muss büffeln für ihre nächsten Klausuren. Das die Jungs und ich den halben Tag eh keine Zeit für sie haben, motiviert sie eher sich mit ihrem Lernberg zu beschäftigen. Das sie das im Bikini an Deck macht, wenn die Sonne grade scheint, habe ich denn erst mal grübelnd registriert. Die Jungs sind aber aus dem Alter schon raus, dass sie sich deshalb von ihren Aufgaben ablenken lassen. Meine Sorge erübrigt sich und am Nachmittag trollen wir vier uns, in zumindest meine Wunschheimat Culatra Village. Es gibt das kälteste Bier und den schönsten Strand und einen guter Vibe zwischen uns vieren. Zwei große Doraden im Ofen, etwas zu viel Wein und am Abend fallen wir alle in die Kojen. Morgen: Neuer Tag. Neues Glück mit den weiteren Aufgaben.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 49 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 50 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 52 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Sailing keep going

Reiselust

Grade mal zwei Wochen Flensburg erzeugten genügend Reiselust, dass es mich wieder in die Ferne zieht. Irgendwie bin ich unverbesserlich. Große Krokodilstränen gibt es bei Maya, dass Papa wieder fährt. „Dann kommst Du wieder für ein halbes Jahr nicht zurück. Ist doch immer dasselbe mit Dir.“ Harte Worte, die mich natürlich treffen. Mein Leben ist gewissermassen egoistisch, oberflächig gesehen. Eingeschlossen im schönen Flensburg, über Wochen werde ich auf kurz oder lang elend. „Papa. Du bist wieder unausstehlich. Kauf Dir bitte ein Flugticket zur MARLIN“, kann ich mir dann ebenfalls von meiner Tochter anhören. Flensburg Leben raubt mir mitnichten zweier Tage meine Lust zum Schreiben. Vielleicht ist es auch einfach der LUNATRONIC Alltag. Ich fühle mich manchmal als Sklave meiner Selbstständigkeit und komplex sehe ich mich selbst an, wie ich in täglichen Energieschüben dann doch in eine Richtung steuere, in die ich eigentlich gar nicht wirklich will. Im MARLIN/LUNATRONIC Büro gibt es jetzt einen großen Konferenztisch im Raum neben dem Produktionsraum mit drei Arbeitsplätzen. Die Fenster sind nun beschriftet und LUNATRONIC bietet in Flensburg und Umgebung „Yacht Electronics Services“ an. Abgekürzt YES. Im Innenteil der neuen Business Cards heißt es: Unsere Erfahrung ist ihr Profit. Wir machen Yacht-Elektronik einfach. Yacht-Elektronik ist seit über 20 Jahren unser Metier. Wir wissen, worauf es ankommt, wenn es um die Ausstattung ihrer Yacht geht – vom Heimatrevier bis zur weltweiten Fahrt. Ob Funk- und Datenkommunikation, UKW, Kurzwelle, WLAN, Mobilfunk, Satellit, Bordrechner, elektronische Navigation, Stromerzeugung und Energiemanagement, Wassermacher oder Sicherheit – wir sprechen ihre Sprache, denn wir sind selbst Segler. Mit ihnen zusammen beraten, planen und realisieren wir gemeinsam Lösungen vor Ort auf ihrem Schiff, auf unserem Schiff oder in unserem Flensburger Office… Habe ich lange drüber nachgedacht über diesen Text. Gleichzeitig spiele ich Marionettentheater mit mehr Händen als ich habe, um zum einen die Büroorganisation zu strukturieren und zum anderen eine Gruppe von indischen Programmierern dazu zu bewegen, meine Ideen und Vorstellungen von der neuen MARLIN Expeditions Website zu realisieren. Mit intelligenten Übersetzungs-Tools soll diese multilingual werden, was mit unserer bestehenden Software leider noch nicht einmal manuell funktioniert. Ähnlich wie dieser Blog wird MARLIN Expeditions dann demnächst auch unter WordPress laufen. Das hatten sich meine indischen Programmierpuppen auch einfacher vorgestellt, sage ich mal so adhoc. Zwischendurch nutze ich das gute Flensburger Wetter, setze mich auf meine BMW und knattere und knalle durch die Stadt. Das entspannt zumindest so wie Segeln. Ob der Kuchen den ich da grade rühre auch aufgehen wird? Neue Partner bringen neue Ideen mit. Mit Jörg Tapken von Waterloft, Ex-Topmanager von NAVICO, gehe ich eine neue Business Freundschaft ein. Jörg bringt direkt einen Verkaufsaufsteller von B&G für unseren Konferenzraum mit und ein BLAUPUNKT faltbares Yacht E-Bike, dem man wirklich nicht ansieht dass es ein E-Bike ist. In Kürze auch in unserem Web Shop zu besichtigen. Die Flensburger haben den Vorteil der kostenlosen Probefahrt, Tagesmiete und Direktkauf in unserem Büro. Ab morgen aber wieder wir aus meinem orangegeprägtem Leben wieder die Zielfarbe Marlinrot dominieren. Ich werde über Düsseldorf reisen, Freundin Caroline einpacken und nach Faro fliegen. Skipper Jan kommt gleichzeitig an und Julian, der die MARLIN hütet wird vom Alleinsein zum Full House Mode wechseln müssen. In Kürze kommt dann noch Mirko und Eike an Bord um gegen eine lange ToDo Liste vorzugehen. Zeitnah mehr an dieser Stelle.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 49 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 50 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 52 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com