Archiv der Kategorie: SY Marlin

Start in eine neue MARLIN Episode

CREW 47 Vollständig an Bord aufgenommen.

Tja Daniel. Hmm Rui. Jetzt seid ihr nicht dabei… wenn Skipper Micha seinen Albacore Thunfisch durch den Koriander-Zitrone-Soja-Gewürzsud mit einem Schuß Honig zieht, wenige Minuten später die köstlichen Zweizentimeter Steaks auf Deinem Teller im MARLIN Salon dein kulinarisches Herz in die Höhe hüpfen lassen. Mit dabei sind nun neben Birgit, Markus und Ferdinand. Es war mein ausdrücklicher Wunsch mit kleiner Crew die neue MARLIN Saison zu beginnen. So habe ich die Vorkabine für mich selbst, bin entspannter und gemütlicher mit meinen Gästen. Eine Tür zwischenzeitlich auch mal zumachen zu können, ist für mich wichtig geworden. Nachdem gestrigen Ankommen der neuen Crew ging es auch direkt los. Ein letztes Beach-Barbecue. Kann man sich in Deutschland bestimmt gar nicht mehr vorstellen. Hier scheint immer noch die Sonne. Keine Wolke am Himmel. Mit meinen Freunden von der SY SALMON treffen wir uns am Strand. Ankommen heißt die Devise und für mich ist es Abschied nehmen. Das war das letzte mal am Culatra Strand. Alles geht wieder seinen normalen Gang. Die erste gemeinsame Nacht an Bord, das erste gemeinsame Frühstück an Bord und dann direkt Schule. Sicherheitseinweisung. Und der Wnuk, der kann reden… Gehört eben dazu. Nun. Wir haben ein paar Tage Segeln unter Land Richtung Sagres, bevor es auf das große weite Meer geht. Also reduziere ich die Schulzeit auf drei Stunden. Danach ist unter Deck erst mal im Groben alles klar. Alles weitere kommt unterwegs. Morgen geht es dann los. Aber ruhig. Mal ganz gemütlich. Wir haben ja ordentlich Zeit. Meine Mitsegler sind auch sehr gemütlich, sehr angenehm.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Kurzwelle & PACTOR lebt wieder

Schraube locker

Die Orange handliche Werkzeugkiste Kiste ist beliebt. Bei Reparaturen an Bord und beim Segeln landet hier immer alles was übrig bleibt drin. Es bleibt immer viel übrig. Kann auch keiner wirklich aufräumen, weil nur ich kann entscheiden was Müll ist und was nicht. Keiner will zu hören bekomme: „Bist Du wahnsinnig? Du hast die Tube Duralac weggeschmissen?“ Wnuk eben. Skipper eben. Noch schlimmer. Eigner eben. Einen ganzen lieben langen Tag habe ich gebraucht um gefühlte zwei Tonnen von Schrauben einzusortieren, damit man vor allen Dingen auf See, schnell und effizient findet, was man grade benötigt um eine Reparatur mit Bordmitteln auszuführen. Irgendwann bildet man sich einfach ein, dass es Spaß macht, nachher alles ordentlich zu haben. Kunde und Segelfreund Alex hat mich in den letzten Wochen fast wahnsinnig gemacht. Vor Jahren habe ich einen M801E mit PACTOR DR7400 Modem auf seiner Amel in La Rochelle verbaut. Alles gut. Aber irgendwie bekommt er seit einer gewissen Zeit keine vernünftigen PACTOR Verbindungen mehr zustande. Nun liegt sein Schiff in Lanzarote und irgendwie muss ich mich per e-mail und Telefon durchfragen. Ich kann die Fehlfunktion nicht lokalisieren und nicht erklären. Am schlimmsten finde ich dass die MARLIN Kurzwellenantenne wegen Renovierungsarbeiten derzeit an der Reling angebunden ist, der Antennentuner liegt an der Seite. So kann ich grade nicht mit Alex Funken oder seine schlechten Verbindungen nachvollziehen. Jan hat schon mal alles alles für’s Lackieren vorbereitet. Gespachtelt und geschliffen. Alle Schrauben setzte ich jetzt mit Isolierhülsen und 3M 5200 ein und hoffe der Sieger zu werden über die Elektrolyse und Korrosion. Auf der IRON LADY war es Rost, hier ist es Magnesiumoxid. Eben alles irgendwie Mist. Wie man es macht, man macht es falsch. Das ist eh Skippers Los in vielerlei Hinsicht. Wir haben an Deck inzwischen so viele kleine Problemstellen an und unter der Decksware, dass Lackierer Allan aus Trinidad das zwar alles machen kann wenn wir im Januar da ankommen, aber eben nur aussen rum. Der nimmt natürlich keine Winschen und Beschläge ab und bekämpft die Ursache, sondern nur die Auswirkungen. Wäre ja auch unbezahlbar. Folge ist: Das sieht 6 Monate gut aus und dann blüht es wieder los. Also habe ich einen kleinen Airbrushkompressor im Motorraum platziert und eine kleine Lackierpistole. Spotpainting nennt man das. Klappt ganz gut. Könnte man sich jetzt für die nächsten 3-4 Monate jeden Tag mit beschäftigen. Geht natürlich nicht. Am Samstag kommen Gäste und dann kann die MARLIN ja keine Baustelle sein. Dann wird wieder gesegelt. Seit heute steht die Kurzwellenantenne wieder an Deck. Der Tuner ist wieder an seinem Platz und der DCDC Blocker neu verkabelt. Alle Kabelenden sind mit der Ringschuhen verlötet und mit selbstvulkanisierendem Tape umwickelt. Es ist natürlich spät und dunkel, als ich zum ersten Male auf die Sendetaste drücke und laut ins Mikro pfeife. „Bombensignal“ Ich mach noch ein paar Pfeiftests auf den üblichen Frequenzen. Sechs, Sieben, Zehn, Vierzehn, Achtzehn und Einundzwanzig Mhz. Alles super. Immer bestens abgestimmt. Anlage läuft wieder. Auf 8 MHz verbinde ich mich mit der Sailmail Station in Belgien und schicke ein kleine Bild mit 40kb in zwei Minuten. Speedstufe SL 9 und bis zu 23.000 bytes in der Minute. Das ist so, wie es sein soll. Das das bei Alex nicht läuft. An den Ausbreitungsbedingungen liegt es nicht Alex.

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CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Die Lage in Culatra: Beschissen

Blauwassersegeln

Ich bin alleine auf der MARLIN und geniesse jeden Atemzug der Ruhe. Ich habe mich definitiv übernommen seit Jahresanfang. Gas geben statt Nachdenken – Mit fast jedem zwischenmenschlichen Kontakt entstand in dieser Zeit mehr oder weniger auch eine finanzielle Erwartungshaltung. Leistung gegen Geld. Meine Leistung. Oder Leistung für andere. Dienstleistung. Sachleistung. Begeisterung, Erwartungen, Entäuschungen, Missverständnisse, Erfolge und Misserfolge. Die gesamte Palette menschlicher Verhaltensmuster. Der Mast der MARLIN wackelt. Eine Ankerkette rasselt. Hinter mir und der MARLIN ankert eine Feltz Yacht aus Stahl. Fast so wie die IRON LADY. In rot. Da lasse ich es mir natürlich nicht nehmen anzuklopfen. Da steht der junge H. und wir kommen so ins Quatschen an der Bordwand. Nett. Eine Familie auf dem Weg um die Welt. Drei junge blonde Kinder stecken den Kopf aus dem Cockpit. Eine junge attraktive Mutter gibt es auch noch dazu. Da werde ich rührselig sentimental. Ich werde schmerzhaft an meine Vergangenheit erinnert. Da gab es auch Probleme, aber es drehte sich nicht alles um’s Geld. Da war die Welt noch in Ordnung. „Wir sehen uns später. Bestimmt.“ Die meisten Probleme lösen sich für mich von alleine. Nun bin ich aber auch, wie kann man das sagen, stimmungsschwankender Mensch. Ich habe meine Ziele klar vor den Augen und bin es gewohnt diese auch zu erreichen, mit einem entsprechenden Ehrgeiz, der mir mit in die Wiege gelegt worden ist. Große Ziele kann ich nicht mehr unbedingt alleine erreichen oder eben zu langsam. Erreiche ich meine Ziele absehbar nicht, werde ich direkt. Stillstand ist Versagen… Was geht ab Wnuk? Nun, es passieren Veränderungen in mir, die mich intensiv beschäftigen. Ich brauche dringend mal wieder ausschliesslich Wasser um mich herum, sternklare Nächte, fremde Küsten und neue Ufer. “Ich möchte aber nicht, dass unser Kennenlernen bei Dir im Blog erscheint.“ H. hat auch klare Vorstellungen. H. steht auf der MARLIN und wir freunden uns an. Ohne Ziele. Ohne Absichten. Einfach so. Zwei Segler treffen sich, mögen sich und beide haben etwas zu sagen. Muss jetzt auch nix von stehen in Wnuk’s Blog. Wer’s nicht mag. Alles gut. Am Samstag war die letzte Party in Culatra, in der Open Air Turnhalle. Agustin und ich kamen quasi unbeabsichtigt von Olaho kommend, vorbei an Culatra. „Da müssen wir aber noch vorbeischauen.“ Es ist die letzte Party in dieser Saison. Mit DJ und Popo wackeln, Bier und Sangria aus der Zapfanlage. Culatra wie es leibt und lebt. Alle sind da und es wird natürlich spät. Oder früh. Es war ein bisschen wie Abschied. Passt. Ich schnorchel um die MARLIN. An ein paar Stellen ist keine Antifouling mehr. Kleine Koralleninseln haben sich gebildet. Auch die kommen weg. Ich habe lackiert und die Winschen wieder angebaut. Ich miste das Werkzeug aus und wieder ein, so wie ich es immer mache. Die meisten Probleme lösen sich eben von ganz alleine. Morgen kaufe ich mir wieder ein Kilo Gelassenheit, 2kg Glücksgefühl und 500g Liebesextrakt auf dem Markt. So einfach ist das. Am Samstag kommt dann die neue Crew und wir lichten den Anker. Mensch – Ich freu mich sosehr auf’s Meer.

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Obviously

Liebe zum Detail

Es sind die Momente, die Momente, die Passagen im Leben, die hängenbleiben. Obviously. Angelo reicht mir, die nicht kunstvoll gebauten Zigarette rüber, die so sehr nach lustig riecht. „Fuma!“ Er hat meiner und Agustins Konversation gefolgt, die darum ging, ob denn Marihuana nun in Portugal erlaubt ist oder nicht. Agu lehnt ab. Ich nicht. Agu war ja auch mal Polizist, ich nie auch nur die Idee von. Wir haben endlich das SUP abgeholt von Pedro, der es repariert hat. Muss natürlich gefeiert werden. Vier Versuche brauch wir, um die richtige Bar zu finden. Im Fischer-Café Baiana gegenüber der Tankstelle werden wir fündig. Ich mochte die Sardinen ja noch nie, die die Fischer und Locals hier essen. Im Café Baiana kommen Agu und ich aber ordentlich auf den Geschmack. Hehe. What a day. Obviously. Es geht wohl um die Jahreszeit, wann die Sardinen gefangen werden und wieviel Eigenfett sie haben, denn sie werden ohne Zugabe über Holzkohle gegrillt und danach nur mit Salz bestreut und serviert, klär mich Agu auf. Na so was. Man lernt ja nie aus. Der Geschmack läßt mich neugierig werden. Auch der Tomatensalat, sieht nach nichts aus, schmeckt aber unbeschreibbar gut. Ebenso die Oliven mit Koriander, Knoblauch und eingelegten Möhrenscheiben. What’s that? „Wollt ihr noch mehr Salat?“ Mutti steht vor uns mit einem Tablett voll mit gegrillten Sardinen. Obviously. Der Junge der aussieht wie Moritz Bleibtreu, zeigt mir nebenbei noch kurz wo man in Olhao den ultimativen kostengünstigen Barber zum lokalen Preis findet. Morgen ist mal wieder Kurzhaarschnitt angesagt. Agu kann das nicht und morgen geht es auf die Rolle. Uppsa… Agu will noch mal Gas geben, bevor wir alt und hässlich werden. Agu hatte immer schon einen guten Einfluß auf mein Privatleben. Ich bin gespannt. Obviously. Wer noch mit will in die Wärme, der ruft mich am besten an und fragt nach einem Platz bei der CREW 48. Da habe ich noch zwei Plätze frei und Ziel ist die Insel Salt auf den Kapverdischen Inseln. Ich nenne es auch gerne „Afrika für Anfänger“. Ein wunderschöner Offshore Schlag über 762 Meilen kristallklares Atlantikwasser.

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My ship is my castle

Echt am südlichsten Ende von Europa

Micha allein auf dem Schiff. War so geplant. Aber kaum ist die Work & Travel Crew am Morgen von Board, kommt am Abend schon der nächste Gast. Mein alter bester spanische Freund Agustin aus Galicien trifft ein. Der ist in Bezug auf das Internet scheuer als sonst was. „Ich will mein Leben mit keinem Teilen, ausser denen mit denen ich auch wirklich zu tun habe. Was Du da machst ist total bescheuert!“. Grinst mich Agustin an. „Mach auf keinen Fall ein Foto von mir und hüte Dich davor das dann auch noch in Deinen Blog zu stellen.“ Agustin hebt seinen Zeigefinger. Er hat natürlich alles an spanischen Spezialitäten mitgebracht, die man so braucht im Leben. Es wird ein langer feuchter Abend und vor den tausend Lichtern an Land, Olaho liegt grade mal etwas mehr als eine Meile weit weg, leuchtet das Heck der MARLIN grotesk in die romantische Nacht. Ja. Es ist mein Zuhause. Mehr Zuhause als Flensburg. Mein Zuhause ist mobil und anpassungsfähig. Ich kann zuhause leben, essen und trinken, ich kann mein Hobbies fröhnen und ich kann mit meinem Zuhause arbeiten. Ich nehme liebe Menschen mit und zeige ihnen die schönsten Plätze der Welt. Auf den Kanarischen und auf den Kapverdischen Inseln und im nächsten Jahr in der Karibik. Schön so ein Schiff. Es ist nicht nur multifunktionsfähig, sonder auch noch mobil. Dank der modernen Technik habe ich Internet wie jeder andere, ich habe Wasser, was ich aus Salzwasser mache. Wird es kalt kann ich die Heizung anmachen und wenn mal keine Wind ist oder ich es eilig habe, mache ich den Motor an. Wird es Winter, fahre ich weiter in Gefilde, wo es wärmer ist oder einfach dahin, wo grade Sommer ist. Ich finde eigentlich, ich mache alles richtig im Leben. Funktioniert aber nur solange man gesund und fit ist. Es ist die totale Windfinsternis hier in Culatra. Gestern nachmittag dann mal ganz kurz 18 Knoten. Aus dem Nichts. Ich war natürlich sofort im Keller und hatte den Kite schon wieder in der Hand. Schwupps. Wund weg. Das nervt ja ein bisschen. Dafür habe ich jetzt den optimalen Weg auf dem iPhone abgespeichert um auch bei Nacht bis zur halben Tide mit Vollgas über die flachfallende Muschelbänke in Gleitfahrt von Olaho nach Hause zu kommen. Mit Agustin schlendere ich durch die Gassen von Olaho. Hier ist so langsam der Hund begraben. Die August Touristenschwemme ist vorbei, die Temperaturen sind erträglicher. Mmmh! Ich fühle mich hier inzwischen richtig heimisch. Zeit, dass nächste Woche meine nächste CREW 47 anreist und wir Richtung Kanarische Inseln segeln. Den Törn habe ich im Übrigen geschlossen. Ausgebucht. Wer noch mit will in die Wärme der ruft mich am besten an und fragt nach einem Platz bei der CREW 48. Da habe ich noch zwei Plätze frei und Ziel ist die Insel Salt auf den Kapverdischen Inseln. Ich nenne es auch gerne „Afrika für Anfänger“. Ein wunderschöner Offshore Schlag über 762 Meilen kristallklares Atlantikwasser.

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Der junge W. aus D.

Der junge W. aus D.

Eierschalen noch hinter dem Ohr

So schön die Zeit mit dem jungen Volk auch ist, so ist es aber auch anstrengend. Ich frage mich manchmal ob ich auch so war in dem Alter. Liegt ja nah. Oder vielleicht bin ich ja immer noch so. Es muss ca. 1985 gewesen sein, als der junge Wnuk aus Düsseldorf Spanien für sich entdeckte, den spanischen Schinken, die spanische Sprache, die spanischen Frauen mit den langen schwarzen Haaren und die gesamte spanische Lebensart, die sich in Bezug auf Lebensgeschwindigkeit die den deutschen Standards schon damals um Längen hinterher hinkte. Es muss die Zeit gewesen sein, als so ein Lenkdrachen, man nennt den heutigen Kite auf Spanisch „Cometa“ zum ersten mal in der Hand hatte. „Das ist ja toll!“ Der Spaß mit dem Cometa hat sich bis heute gehalten und wie Nathalie letztens am Telefon vorgehalten hat, ist mir es ja sowieso wichtiger auf das Kitebrett zu kommen, als mich mit ihr zu unterhalten. Unrecht hat sie da nicht. Mein Interesse am Kiten ist zentraler Lebensinhalt geworden. Wäre hier mehr Wind und mein Kite nicht in Reparatur, würde ich mich auch den halben Tag mit diesem stark abhängig machendem Sport beschäftigen. Wer hätte das damals schon geahnt. Der junge W. aus D. Auf dem Photo hat sich das damals bestimmt nicht gedacht. Ich war mindestens so ziellos und verträumt, wie mein Sohn Julian heute ist. Ein Grund, warum ich ihm auch keinen Vorwurf mehr machen werde. Man sollte immer im Leben machen was Spaß macht.

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Meine Motivationsstars

Jungbrunnen

Ja, ich umgebe mich gerne mit jungen Menschen. Zuerst einmal mit meinen eigenen Kindern. Der Zeit mit Maya und Lena trauere ich zeitnah hinterher. Wunderschöne Wochen hatten wir gemeinsam mit Julian an Bord der MARLIN. Schneller als ich will, werden die Mädels so groß sein, wie zwei meiner Gäste – Gerrit und Mirko. Es sind Jan’s Freunde. Meine Idee war es nicht. Die beiden machen Work & Travel. Ich war ganz schön skeptisch am Anfang. Was soll ich den jetzt mit den Beiden anfangen an Bord der MARLIN. Entsprechend unfreundlich, wie ich auch schon mal sein kann, gebe mich am ersten Tag. Aber Gerrit & Mirko legen richtig los. Gerrit baut die SSB Antenne ab. Unter der Fußhalterung an Deck, blüht es unterhalb der Farbe. Korrosion. Geritt schleift und spachtelt und schnell sieht es wieder passabel aus. Die Zeiger der Uhr drehen sich und gemeinsam mit Mirko, ihrem Freund, beide aus Berlin, nehmen sie das Kellerregal steuerbord in Angriff. Das machen sie richtig gut. Ein bisschen zu schnell und als ich dann am Kartentisch vorm Rechner sitzend, Mirko mit der Stichsäge die Platten zersägen höre, muss ich denn doch mal eingreifen. „Hast Du denn ein Template gemacht?“ „Was habe ich gemacht?“ Erstaunt schaut mich Mirko an. „Ach Du meinst eine Schablone.“ Pause. „Nö! Ich hab das ausgemessen.“ Die zugeschnittene Regalplatte passt nicht durch die Luke zum Hecklocker, wir nennen ihn liebevoll Keller. Es folgt eine Diskussion über den Weg zum Ziel und am Ende drücke ich Mirko megadünne Holzlatten in die Hand, die man an den Kanten des Grundgestells, das er schon gebaut hat, verklebt. Die fertige Schablone bewegt man vorsichtig durch die Luke, legt sie auf die Spanplatte an Deck, zeichnet die Form ab und schneidet diese dann mit der Stichsäge nach. Der nächste Teil der Regalplatte passt dann. Mirko ist glücklich. Ich, ehrlich gesagt, auch. Einen ganzen Tag hat es gedauert um die Platte zu kaufen und vor allen Dingen bis zum Boot zu schaffen. Ne, neue kaufen und das ganze Gerödel noch mal, hab ich echt keine Lust drauf. Uns MARLIN verwandelt sich mal wieder in eine staubige Baustelle. Überall schleift, sägt und bohrt einer und ich versuche nebenbei Kunden zu betreuen, zu gewinnen, Mitarbeiter in Flensburg zu motivieren… Kleine Momente dazwischen, in denen ich mich dann frage, warum ich das eigentlich alles mache. Ganz einfach: Damit ich keine Zeit habe über Sachen nachzudenken, die mich unbefriedigen, traurig oder nachdenklich machen. Immer unter Strom ist schon die beste Lebenstherapie für mich. Wir sind zu fünft an Bord. Frühstücken, Lunchen und Essen am Abend. Alle helfen wie wild und wir karren tonnenweise Lebensmittel und Getränke an Bord und doppelt so viel Müll an Land. Es ist einfach unglaublich, was so junge Menschen an Material durch ihren Körper schieben, ohne einen Gramm Fett zuzulegen. Kost und Logis frei, ist die Vereinbarung. Meine Work & Travel Crew macht mehr als verlangt. Sie wollen nicht nur arbeiten sondern auch ihre Projekte einfach fertig bekommen. „Du musst selber 100% zufrieden mit deiner Arbeit, dem Endergebnis sein, dann bin ich auch zufrieden.“ Ich wüßte gerne, was Mirko und Gerrit wirklich über mich denken, nach den paar Tagen auf dem Schiff. Entweder sie mögen mich, so wie ich sie mag oder sie finden mich total doof, sagen es aber nicht offen und ehrlich.

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Skipper Jan glänzt

Wenn einer motiviert ist, dann ist es Skipper Jan

“Was wäre die MARLIN ohne Skipper Jan?“ Na sinken würden wir nicht grade. Jan schafft einfach was weg und seit dem die MARLIN, ich und er dicke Freunde geworden sind, kennt er das Schiff vom Bug bis zum Heck. Ich profitiere davon, dass unsere derzeitige Working Crew, Gerrit, Mirko und Julian, Jan Löcher in den Bauch fragen können und Jan mit seiner störrischen Ruhe das Fortkommen der Arbeiten erst möglich macht. Ich, nicht untätig, widme mich Telefonaten und Verwaltungsarbeiten, darf aber auch Lösungen schaffen. JA! Es ist geschafft. Nach drei Anläufen, ich hab schon die Telefonnummer eines Dieselelektrikers in der Tasche, hab ich dann gestern doch endlich den Fehler gefunden, an Johann, unser Hauptdiesel-Aggregat. Es war wirklich das besagte Schütz Relay, das dem eigentlichen Starter Relay vorgeschaltet ist. Ein starkes Auto Relay aus Bordsbeständen übernimmt nun die Funktion und wir sind wieder, ohne Kurzschliessen alias Autoklauer, jederzeit mit Schlüsseldrehen manövrierfähig. Hast Du auf deinem Stahlschiff, der IRON LADY, eigentlich genauso viel Probleme mit Rost gehabt, wie hier mit Korrosion an Aluminium und Edelstahl?“ Die Frage ist nicht unberechtigt. Um unsere Winschen herum blüht der Lack auf und darunter befindet sich weißes Pulver. Aluminiumoxid ist das. „Ne Jan. Auf der IRON LADY habe ich nicht alle vier Jahre geschliffen und lackiert. Da habe ich das die ganze Zeit gemacht.“ Verglichen zur Laufleistung und den Meilen ist so ein Aluschiff schon viel, viel besser als ein Stahlschiff. Unser Ziel ist es die Korrosion in Zukunft zu vermeiden. Ob das gelingen wird? Wer weiß das schon. Irgendwann kommt die Korrosion eben doch wieder durch. Ist halt so. Ist genauso, wie mit dem Rost. Altes Spiel, alte Diskussion. Neues Glück. Der Tag endet mit Phase 10, das Mirko mitgebracht hat. Leihweise. Uns bordeigenes ist unauffindbar. So wie das zweite Hand VHF. Leben auf dem Schiff halt. „Soll ich Dir was aus der Stadt mitbringen Micha?“, fragt mich Julian. „2kg Glück. 1Kg Zuneigung und 5kg Gelassenheit…“, ist meine Antwort. Gesundheit habe ich noch vergessen. Morgen: Neuer Tag. Neues Glück.

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Wochenend Fun

Bettdeckensyndrom

Nicht alles was glänzt, ist auch Gold. Dummer Spruch eigentlich. Meine rechte Hand ist total zerstochen. Das sind keine Mücken sondern die Plage der Sandmücken. Die ein bis zwei Millimeter großen Plagegeister ähneln kleinen Fruchtfliegen und sie schwirren etwas desorientiert im Raum herum, sind nachtaktiv und überfallen einem im Schlaf. Das schlimmste an diesen behaarten Viechern ist, dass sie nicht stecken sondern beißen. Beißen Stücke aus der Haut, dass es anfängt zu bluten. Die Bissstellen entzünden sich leicht, vor allen Dingen wenn man mit Motorraumfingernägeln anfängt zu kratzen, fangen an zu eitern und das auch Krankheitserreger übertragen werden können versteht sich von selbst. Auf dem Kartentisch liegt eine große Tube Fucidin, was so ziemlich das beste ist. Hilft aber nicht. Die Creme gibt es aber auch mit Cortison. Heißt dann Fucicort. Die wird helfen, mein Schiffsarzt Frau Nathalie Müller per Ferndiagnose. Na dann. Morgen wissen wir mehr. Meine junge Besatzung hat mächtig Spass in Lagos. Die Partytime am Freitag Abend hat für mich die Folge, dass ich den ganzen Tag nicht aus den Federn komme. Kater mit 54 ist nicht derselbe Kater wie mit 26. Was ich früher mal so eben weggesteckt habe macht mich heute mindestens einen Tag fertig. Jep. Die Jungs vertreiben sich die Zeit am Strand – Ich passe. Ne. Ich schau mir heute mal nen Film an. Klassiker ist angesagt. „All is Lost“. Muss man ja mal gesehen haben. Nun. Ich fand ihn gar nicht so schlecht. Bisschen wie der „Mann und das Meer“ Ob man sich nun mal mal rasieren muss, bevor man in die Rettungsinsel steigt, kann man sicherlich diskutieren. Ich würde es auch machen. Die jungen Leute kommen gar nicht so spät nach Hause. Ich falle eh früh ins Bett, bzw. komme da gar nicht erst raus. Nein, ich träume nicht davon mit der MARLIN auf einen schwimmenden Container zu kollidieren. Ausserdem sind wir ein Metallboot. Da sind die Folgen nicht dieselben wie bei einem Plastikboot. “Micha. Heute Nachmittag ist Kitewind.“ Die jungen Leute vertreiben sich die Zeit indem sie mit dem Kiteboard Wakeborden. Der Windmesser zeigt 18 Knoten Wind. Hmm. Ich mache das Programm NavMonPC auf dem LunaMiniPC auf und verfolge die Windentwicklung. Mein 14er Kite ist in Reparatur. Dumm. „Dann nimmste eben den 11er!“, meint Julian. Der Wind kommt aus Nord und über Land. Das heißt Böen, die sich gewaschen haben. Richtige Luftlöcher. Aber für ein paar Meter und wieder ein Stück auf dem Board weiter reicht es. Aggressiv muss ich den alten 11er Rebell durch die Powerzone stürzen um überhaupt auf das Bord zu kommen. Kaum ist die Sonne weg, ist auch den Wind weg. Den Kite und seine sieben Sachen liegen am Strand. Na. Wird was klar? Die Sandmücken kommen immer gerne abends. Und wo? An Strand. Wenn der Wind aufhört. Die mögen nämlich keinen Wind. Und was machen sie dann? Klar. Lassen sich mit der Kiteausrüstung, mit dem Handtuch, mit der Yogamatte etc. einpacken und zur MARLIN bringen. Die Kites liegen bei mir vorne in der Kabine. Die Yogamatte auch. Ne. Anders: Die Kites wohnen jetzt nicht mehr in meiner Kabine und die Yogamatte ist auch grade ausgezogen. Is klar? Warum?

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Lagos erreicht

Ich und mein Motorraum

Nach zwei schönen Segeltagen erreichen wir Lagos. Der Anker fällt vor der Hafeneinfahrt. Wir blicken auf die Grotten, die hunderte von Tagesausflüglern jeden Tag besuchen. Der Ankerplatz ist ruhig. Ich koche noch ein letztes Mal für unseren Zaungast Minna aus Finnland, die nach erfolgreichem Schnuppersegeln hier von Bord geht. „Wir sehen uns nächstes Jahr auf der MARLIN!“ Ebenfalls gute Nachrichten kommen aus Deutschland. Es hat sich eine weitere Mitseglerin CREW 50 über den Atlantik im Dezember 2018 gefunden. Ich bin etwas ausgebremst im Moment. Unsere neue Website kommt nicht so voran, wie ich mir das vorstelle. Auch die vielen kleinen Baustellen auf der MARLIN, wie sollte es anders sein, vergrößern sich stetig. Wir reparieren 3 Sachen und fünf neue gehen kaputt. Ich verzweifel an der Verkabelung des Motors Johann. Der ist über ein dickes Schütz Relais vom Schiffsrumpf masseseitig getrennt. Die Ansteuerung des Relais funktioniert nicht. Den Umbau hat jemand mit sehr viel Isolierband gemacht und keinerlei Dokumentation existiert. Ich muss jedes Kabel einzeln verfolgen und mir den Sinn oder Unsinn zusammenreimen. Dabei mache ich ein Starterrelay selber kaputt, muss aber feststellen, das das Relay überhaupt keine Funktion hat. Über mir schwebt eine dunkle Wolke, die sich nicht verziehen will. Zumindest kann ich die Funktion manuell überbrücken, so dass der Motor ohne Probleme nutzbar ist. Aber eine Dauerlösung ist das nicht. Währenddessen nimmt sich Jan die Elektro-Winsch des Großfalls vor. Auf den letzten 45.000 Seemeilen, die hauptsächlich Jan und ich mit der MARLIN gesegelt sind hat die ordentlich was geleistet. Ein Service Kit ist an Bord und enthält fast alle Ersatzteile. So ein Charterbetrieb geht eben nicht ohne Bruch ab. Es ist Freitag. Heute ist Skippersday. Achtzehn Jahre ist her, dass ich die Altstadt von Lagos erobert habe. Damals alleine. Es hat sich ordentlich was verändert. Allein schon ein Platz zu finden, wo man sein Dinghy für die Nacht lassen kann, ist ein Problem. Schlussendlich verketten wir es am Empfangssteg der Marina. Tagsüber würde das bestimmt Ärger geben. Jan, Julian, Mirco und ich entern die Altstadt und es wird feucht. Klar finden wir die angesagten Bars und Clubs. Ich seile mich rechtzeitig ab, die Jungs verbleiben noch bis zum Morgengrauen. Das Wochenende steht bevor und da wird nicht gearbeitet. Wind ist nicht angesagt. Gut so, denn mein Kite ist mal wieder zur Reparatur. Zwei Stellen sind undicht geworden. Na dann. Kann ich ja noch ein bisschen im Motorraum nachdenken und mit Johann flirten. Oder einfach nix tun.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

MARLIN segelt wieder hoch am Wind

Doch noch nicht festgewachsen

Na wochenlangem Ankerplatz, was definitiv notwendig war, sind wir heute ausgelaufen. Etwas mühsam war es schon den Anker aus dem Schlick vor Culatra zu bekommen. Dann haben vorallen Dingen Jan und ich auf einen Knall gewartet. Bumm. Mast fällt um. Oder so was in der Richtung. Aber es hat sich alles bestens gehalten. Keine größeren Schäden kommen zutage, als wir wir uns mit ablaufendem Wasser in den Atlantik spülen lassen. Neben Julian, Jan und mir haben wir einen Schnuppergast mit an Bord. Minna habe ich in Sines kennengelernt. Sie will hoffentlich nächstes Jahr einen langen Schlag mit der MARLIN mitsegeln. Zwei Tage hat sie noch Zeit, da kann sie ja bestens die Skipper und das Schiff persönlich kennenlernen. Minna ist OP Schwester aus Helsinki. Passt. Besonders ich bin ja aktuell auf der Suche nach internationalen Mitseglern und arbeite intensiv an der neuen multilingualen Website der MARLIN-Expeditions. Wir setzten die Segel, es ist ordentlich scheinbarer Wind beim Gegenankurs und wir verbringen den restlichen Tag mit Aufkreuzen. Die meisten Mitsegler würden bei diesen Bedingungen eher doch im Cockpit bleiben. Minna macht das alles gar nichts aus. Sie ist seefest – eine seefeste Anfängerin. Das passt. Auch menschlich passte es. Jou. Das wird wohl was im nächsten Jahr. Albufeira erreichen wir nicht vor Sonnenuntergang. So schmeissen wir den Anker 100 Meter vor der Küste. Der Wind und die Welle schlafen gemeinsam ein. Jan kocht heute. Oha. Macht er ja eher selten einfach so. Muss an Minna liegen ;-) Der Mast der MARLIN wackelt im Schwell und alle fallen verdient in die Kojen.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

1001 Segelträume

Auch auf dem Schiff gibt es eben Alltag

Fun hin. Fun her. Manchmal ist es eben wunderbar sich einfach mal dem Alltag zu entziehen. Ich bin von meinem Charakter und als Self Employter immer unter Strom, immer in Bewegung und immer auf der Suche nach den Projekten die mein Leben finanzieren. Ganz im Gegenteil zu vielen anderen in meiner Umgebung, die ihren Lebensunterhalt mit geregelter Arbeitszeit verdienen. Der große Vorteil ist, dass sie nach möglicherweise acht Stunden Arbeit und am Wochenende die Tür zu machen und den Run um die Kohle möglicherweise abschliessen, Freizeit haben. Bei mir geht das so nicht. Bei mir geht morgens um sechs Uhr das Kopfkino und der Kampf ums Überleben an. Auf dem Motorrad oder mit dem Kite in der Hand ist es vorbei mit dem Kopfkino. Plötzlich zählt nur noch der Sport und ich kann für Stunden abschalten. Mein Kopf kann sich erholen. Kaum zurück aus den Bergen bin ich pünktlich zum doch eher seltenen Wind auf der MARLIN in Culatra. Julian und ich ziehen alleine los zu unserem Kite Spot. Wieder geht es einen Schritt weiter nach vorne. Julian glänzt heute besonders und legt die Latte hoch. Er kommt fast schon alleine zurück zum Strand. Ich fahre mehrere hundert Meter. Es ist absehbar, dass wir zeitnah zum Ziel kommen werden. Kitebreites Lachen ziert unsere Gesichter als wir zum Sonnenuntergang wieder die MARLIN erreichen. Für Caro ist die Zeit auf der MARLIN vorbei. Studium ruft. Alltag ruft. Dafür bekommen wir dann einen neuen Gast. Minna aus Helsinki, habe ich in Sines kennengelernt. Sie ist am Mitsegeln auf einem längeren Törn interessiert und ich habe ihr angeboten für einen Schlag Schnuppersegeln zu machen wenn es morgen für die MARLIN heißt: Seatrial. Ja. Unglaublich. Es steht auf dem Plan, dass wir Culatra verlassen und uns tatsächlich weiterbewegen Richtung Portimao und Lagos. Die Segel müssen dringend mal wieder ausgerollt werden. Da passt es ja ganz in den Plan, dass der Motor nicht anspringt. Ich kann den YANMAR zwar mit einem Kabel problemlos starten, aber in der Elektrik, am Startschalter steckt doch irgendwo der noch der Wurm drin. Da muss ich wohl noch mal ran. Der Termin zur Abfahrt bleibt. Läuft Johann erst einmal ist alles gut. Das Leben ist wie ein Blitz im Weltall. Kurz, intensiv und impulsiv. Meine Gedanken schwirren umher wie die Kometen am Himmel über Olaho. Ich bin ein mehr als verliebt in Portugal. Ein schönes Land, dass noch viel seiner Ursprünglichkeit erhalten hat. Bald schon am Ende des Monats geht es weiter nach Madeira, des Salvagens und zu den Kanarischen Insel. Es sind plötzlich noch zwei Plätze freigeworden. Da ist er wieder der Wnuk. Überlege grade wie und ob ich die noch kurzfristig an den Mann oder Frau bringen soll. Oder einfach damit leben dass wir zu viert diesen wunderschönen Schlag segeln? Command+Tab. Will noch jemand mit?

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 49 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 50 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 52 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com