Archiv der Kategorie: SY Marlin

Offseason

{Time:23:00:00}
{Date:20190204}
{Position:40°22.2769’N, 000°24.2867’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Peniscola}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:14°C/991hpa}
{TempWater:-°}
{Wind:7btf/NW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190204}
{Title:Offseason}

Meeresrauschen. Brandung. Sonnenstrahlen. Wärme.

Das Rauschen der Brandung weckte mich am Morgen und ich wunderte mich schon, warum meine Träume so feucht daherkamen. Halllooo? Ein Click, ein Glücksgriff. Drei Stockwerke unter mir reinigt eine Maria den Pool, während ich drei Stockwerke über ihr dem Sonnenaufgang hinterhertrauere, in meiner 3 Tage 30 Dollar Suite mit Meerblick. Ob der Pool wohl geheizt ist? Ich habe mir für einen geringen Nebenkostenbeitrag, anders kann man es nicht nennen, ein Apartment mit Meerblick ausgesucht. Ich muss zugeben, wenn es meine letzten Tage wären, wie ich oft zynisch prognostiziere, es wäre ein bestimmter Ort. Mein Bildausschnitt geht viel weiter. Rechts neben der Palme wiegt sich das pittoreske Panorama der alten Burg von Peniscola auf, mit der Silhouette einer mediterranen Hotelburg. Groteske Gegensätze spiegeln sich in meinem Inneren in dem Moment, als ich mich entscheide, mir die Decke bei offener Terrassentür noch mal über die Ohren zu ziehen.

Ich habe tausend und eine Erinnerungen an diesen Part der spanischen Küste. Es ist windig, richtig windig. 35 Knoten Wind fegen die Cordillera am Ebro herunter und verbiegen die Palmen. Am Ebro Delta selber gibt es eine Kite Schule, an der an auch Ausrüstung leihen kann. Dort angekommen stirbt aber schnell jegliche Wunschvorstellung auf’s Wasser zu kommen. Es ist gefühlt 8 Grad. Drei Kiter sind auf dem Wasser. Zwei Deutsche machen sich grade fertig mit Trockenanzügen, Handschuhen und 7er Kites. Wir quatschen ein bisschen. Die Kiteschule ist nicht existent auch das in Goople Maps angezeigte Cafe existiert nur als Gerippe. Es ist für den Winter alles komplett abgebaut. Elena und ich stemmen uns gegen den Wind um nicht umgeblasen zu werden.

Der Himmel ist blauer als blau. Das Meer geht unendlich bis zum Horizont. Das verzeiht und lässt mich an MARLIN denken. Sehnsucht. Ich sitze auf dem Balkon, telefoniere mit Kunden und benötige den halben Tag um Probleme mit dem MARLIN Domainumzug und der neuen multilingualen Website zu lösen. Am Nachmittag geht endlich alles. E-Mail, Website und SSL Protokoll. Aber auch nur mit Martins Hilfe. Danke Dir Martin für Deine schnelle Hilfe. Sonst hätte ich jetzt gar keine Haare mehr auf dem Kopf und würde immer noch verzweifeln.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique 16.02.2019 – 28.02.2019. Ausgebucht.
CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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Manchmal sind zwei Erleuchtungen notwendig

{Time:17:00:00}
{Date:20190201}
{Position:41°23.0208’N, 002°10.3430’E}
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{Place:Barcelona}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:14°C/991hpa}
{TempWater:-°}
{Wind:3btf/NW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190201}
{Title:Manchmal sind zwei Erleuchtungen notwendig}

On the road again

Es ist die Frage wovor ich flüchte? Vor der Kälte in Flensburg im doppelten Sinn oder vor mir selbst oder den Gedanken über das Leben. Wenn jemand nur noch glücklich ist, wenn er ein Ticket für den nächsten Schlag in der Tasche hat, kann man bestimmt von Fernweh als dauerhaftem Krankheitszustand reden. Als Movie würde es ein Road & Sea Movie werden und als nächstes würde ich eine Bank ausrauben. Doch die Banken haben ja gar keine Bargeldbestände mehr, meint meine alte Freundin Elena, die ich in Barcelona treffe. Sie muss es wissen, denn ihre bessere Hälfte ist Bankdirektor. Bleibt eben doch nur ehrliche Arbeit mit einem regelmäßigen Lottoeinsatz. Klar gesagt, finde ich in Barcelona nicht das, was ich suche. Weder die tropische Wärme von den Grenadinen der Karibik, noch den Wind, um mir eine Kiteschule zu suchen, bei der ich mir Kite Equipment ausleihen kann. Durch Zufall lande ich mit meiner bezaubernden Roadmovie Kumpanin im Gotic Stadteil von Barcelona und laufe mir die Hacken ab, um möglichst viel Impressionen dieser Stadt mitzunehmen, deren Bedeutung mir bis dato noch nich so sehr bewußt war. Es ist eine wunderschöne Stadt. Aber eben eine Stadt. Die Banken haben am Wochenende eh zu. Ein Überfall ist also sinnloser als sinnlos. Der Himmel wird plötzlich blau und Barcelona erleuchtet, als wenn jemand eine Lampe im Dunkeln angemacht hätte. Morgen soll es 30 Knoten Wind im in Ebro Delta bei Rapita geben. Da regt sich schon wieder etwas, in dem Teil meines Kopfes, indem sich anscheinend etwas wie ein Kite Zentrum gebildet hat. Carlos de la rapita liegt auf dem Weg nach Benicarlo, dem kleinen Ort an der Spanischen Mittelmeerküste in dem ich zwölf Jahre lang ein Häuschen hatte und der das Ziel meiner Reise ist. Nein, ich habe nicht vor wieder ein Häuschen in Spanien zu kaufen. Ich bin immer noch auf der Suche nach Sonne und einer Bank. Einer Bank auf die ich mich hinsetzen kann um auf das Meer zu anzusehen. Na. Da haben wir’s doch.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique 16.02.2019 – 28.02.2019. Ausgebucht.
CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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MARLIN wieder im Wasser

{Time:17:00:00}
{Date:20190129}
{Position:51°13.1138’N, 006°47.4012’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Düsseldorf}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:4°C/991hpa}
{TempWater:-°}
{Wind:11kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190129}
{Title:MARLIN wieder im Wasser}

Skipper Martin really did it…

Heute war ein anstrengender Tag für mich. MARLIN soll ins Wasser und ich bin nicht in Trinidad. Auch Jan ist nicht in Trinidad. Aber Martin ist in Trinidad. Darüber hatte ich ja gestern schon geschrieben. Um 9:00 Uhr Trinidadian Uhrzeit sprechen wir über WhatsApp und ich erkläre Martin, wir er in das Boot kommt und was zu tun ist um das Boot ins Wasser zu lassen. Das funktioniert besser als gedacht. Martin ist selbst Segler und mit seiner Romina auf seiner FLOW schon routiniert – Ich merkte das. Einfach vertrauen, sagt mir mein Gefühl. Da ich ein Gefühlsentscheider bin, ergibt sich der Rest von alleine. Die Funktion der MARLIN sind an einer halben Stunde erklärt. „Michael soll ich dich anrufen, bevor wir ins Wasser gehen damit du quasi dabei sein kannst?“ Ich antworte mit „Nein!“

{Photo:20190129a}

„Martin das ist alles nicht notwendig. Du schaffst das. Du machst das. Du kannst das. Das ist alles easy für dich. Ruf mich einfach an wenn du wirklich ein Problem haben sollte. Aber das glaube ich nicht.“ Tobias und ich sitzen im Büro und starren auf dem Bildschirm und fahren über Marinetraffic quasi mit. „Hey Sie bewegt sich da tut sich was. Bei mir ist sie wech. Ja sie schon am Ankerplatz…“ „Ja das ist ja prima. Alles cool. Ja Chef: Kannst dich entspannen!“ Dann kommen die ersten Bilder. Romina und Martin sind aktiv in Instagram und auf Ihrer Webseite. „Die MARLIN steht euch gut.“ Muss ich feststellen. Vielleicht könnt ihr sie ja sogar einmal Segeln. Wir treffen uns dann irgendwo in der Karibik. Ich bedanke mich 220 mal und im Gegenzug zu der tollen Hilfe, finanziere ich die Party und das BBQ, dass Martin Romina und alle die mitgeholfen haben, ohne mich, in den kommenden Tagen machen werden. Das war richtig toll, wie unkompliziert Hilfe unter Seglern sein kann. MARLIN liegt jetzt vor Anker und in ein paar Tagen kommt Jan und kümmert sich, um das Schiff fertig zu machen für die nächste CREW.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 51 Tobago – Martinique 16.02.2019 – 28.02.2019. Ausgebucht.
CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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MERLIN Zauber

{Time:15:23:00}
{Date:20190128}
{Position:51°13.1138’N, 006°47.4012’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Düsseldorf}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:4°C/991hpa}
{TempWater:-°}
{Wind:11kn/SE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190128}
{Title:MERLIN Zauber}

Ich komm nicht mehr mit

Wenn ich Fahrrad fahre geht es, da wird mir warm. Toosbüystraße rauf und runter. Man glaubt gar nicht, wieviel Berg so ein kleines Flensburg zu bieten hat. Sitze ich, wie meist, am Rechner vor der MAC-Glotze, habe ich ein Unterhemd, lange dicke Segelunterwäsche, ein dicken MARLIN Hoody darüber an. Ich bin kurz vor der langen Ski-Unterhose. Echt. Es wird spät hell und früh dunkel. Dazwischen ist Zauberei angesagt. Erst einmal zaubert Allen, der Lackierer in Trinidad. „Mach die MARLIN sauber und poliert sie auf. Ich hab die Kohle für einen neuen Lack nicht. Hat er mal wieder gut hinbekommen. Neues Antifouling ist auch drauf. Also Skipper Jan. Dann mal los. Auch der nächste Törn ist dann plötzlich doch ausgebucht. Da kommt Freude bei mir auf. Ne, nicht wegen der Kohle. Ich hab quasi eine Verlängerung bekommen. Heimaturlaub. Na ja. Was man so Urlaub nennt.

Morgen am 29. Januar soll MARLIN wieder is Wasser, bevor die Werft die Pier für den Travellift auseinander nimmt. Daniella, die gute Fee von Peake hat Stress. Über ein Dutzend Schiffe wollen noch ins Wasser, bevor die Baustelle losgeht. Kann ich verstehen. Wer zappelt schon gerne auf dem Trockenen. Skipper Jan kommt erst am 9.ten Februar nach Trinidad. Ich sitze entspannt in Flensburg, die Füße auf der Heizung. „Da stimmt doch was nicht“, meinte die imaginäre Stimme aus dem fluoreszierenden Himmel über dem Atlantik. „Wer bringt denn nun die MARLIN morgen ins Wasser?“ Die Lösung des Rätsels ist Martin und mein bekannter Spürsinn für wie man Unmögliches, möglich macht. Martin ist schon ein paar Wochen mit seiner Romina und seinem Boot der FLOW in Trinidad. „Ich sehe euch grade an mir vorbeireiten. Micha? Bist Du das?“ Das Mail erreicht mich, als ich grade den Bug der MARLIN in die Schlingen des Peake Lifts fahre. „Ne. Jetzt grad nicht“, ich stecke das iPhone wieder in die Hosentasche. „Wenn Du Hilfe brauchst. Meld Dich.“ Erst in Deutschland komme ich dazu mir den Blog der beiden Segler anzuschauen. Ich muss schmunzeln. „MOUNT IRVINE & HOCHZEIT“ Darunter steht mein Geburtstag. Die beiden haben Träume von denen ich inzwischen träume. Cool.

Morgen bringt Martin MARLIN ins Wasser. Allen, hat sich entschieden, zu entscheiden, den Prop mit spezieller Antifouling Farbe zu spritzen, eine neue Anode zu montieren und mit dem speziellen Fett zu versorgen, den der MAXPROP eben braucht. Alles ohne Aufforderung. Versteh einer die Trinidadiesen. „Gut gemacht. Jan bringt dir Cash mit“, maile ich, als Lena von oben postet: „Papa ich habe Hunger.“

Also dann morgen. Viel Glück MARLIN. Gibt bestimmt nen paar Fotos von Martin.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019. Zwei Plätze frei.
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019. Drei Plätze frei.
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019. Zwei Plätze frei.

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Reise Reise…

{Time:23:55:00}
{Date:20190120}
{Position:51°13.1138’N, 006°47.4012’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Düsseldorf}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:4°C}
{TempWater:-°}
{Wind:5kn/SW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190120}
{Title:Reise Reise…}

Wieder mal: Richtungswechsel

Es war einmal meine Stadt: Düsseldorf. Sie wird es nie wieder werden. Auch nicht Deutschland. Ich laufe über die Königsallee. Komisches Feeling hier zu sein.

In Flensburg reden Nathalie und ich meist über die Kinder, ihre Arbeit, meine Arbeit und überhaupt der Alltag und die Bewältigung dieses Alltags. Eine Einladung zum achten Autorentreffen des Delius Klasing Verlages liegt auf dem virtuellen Internettisch und wir sind eingeladen. Stimmt. Wir haben ja mal zwei Bücher geschrieben über 10 Jahre 24/7/356/10. Mächtig viel Zeit ist das und zwei Kinder voller Energie sind daraus entstanden. „Wollt ihr nicht noch einmal lossegeln? Als Familie?“ grinsen Nadja Kneissler und unsere Lektorin Birgit Radebold uns an und es funkelt merkwürdig in den Augen. „Noch ein Buch?“ „Ich schon“, grinse ich. „Nathalie wohl weniger“, ich blicke in Nathalies Augen – Ich kenne ihre Gedanken. Wir müssen nicht reden. Wir entschuldigen uns wegen Schule, Arbeit, Verantwortung und natürlich von Geld. Es sind Ausreden. Natürlich wissen wir das es gehen würde. Wer sonst? Es geht alles was man wirklich will. „Wenn Maya ihr Abitur gemacht hat, kann Tochter & Vater den logischen Weg von Bernard Moitessier mit der MARLIN verfolgen. Wenn sie es will…“, Nadias Augen leuchten auf. Natürlich ist das jährliche Autorentreffen auch eine Motivationsveranstaltung. Die Zeit schreitet voran und leider haben wir viel zu wenig Zeit mit allen zu reden. Es ist ein bisschen wie ein Familientreffen. Der alte und der neue Erdmann sind da, nebst Astrid und Cati. Mareike Guhr und natürlich Sönke Roever, viele andere. Mit Meno Schrader fachsimpel ich zum Abschluss des Abends über Wettermodelle. Das war es auch schon. Da zieht mich Nathalie am Ärmel. „Komm. Wir gehen. Ich bin müde.“ Ich schlafe bei meinem Freund Guido. „Der Schlüssel zur Wohnungstür liegt auf dem Reifen des Autos. Fahrerseite. Sei nicht so laut wenn Du kommst.“ Also ziehe ich mir meine Dockers Stiefel aus, als ich Guidos Wohnung enter.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019

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Neue Episode Lebenswert

{Time:16:00:00}
{Date:20190119}
{Position:54°47.2561’N, 009°25.4608’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Trinidad}
{Temp Air/Pressure:4°C}
{TempWater:-°}
{Wind:5kn/SW}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190119}
{Title:Neue Episode Lebenswert}

Focus MARLIN. Home. Sweet Home.

Wenigen Stunden nur habe ich noch mit Mitsegler Harald, als uns dann nach realen 4 Wochen unsere Weg am Frankfurter Flughafen trennen. Ich komme mir wie gewohnt in Deutschland erstmal deplatziert vor. Zehn mal Atlantiküberquerung sind mit der herzlichen Verabschiedung erfolgreich beendet. Ich bin nun wieder alleine. Auch schön. Die Weiterreise nach Flensburg ist kurzweilig. Ich genieße das Datennetz. Ich genieße ernsthaft die kühlen Temperaturen. Es schneit als meine Tochter Lena vor dem Flensburger Bahnhof auf mich zugelaufen kommt, ihre Arme um Papa wirft und ganz fest zudrückt. Auch Nathalie und Maya schlingen sich dazu. Seemannsglück ist die Heimkehr von einer langen Seereise. Zumindest wenn da jemand ist der sich so sehr freut wie meine Kinder.

Die Sorgen um MARLIN sind schnell vergessen, als ich am nächsten Morgen im Malteser Krankenhaus sitze. Mein behandelnder Arzt Helge fühlt sich schwer vernachlässigt. Klar was die wollen. Mein rotes Blut wollen die. Blutsauger. Helge ist sehr nett und zumindest oberflächlich hat der Kontrollbesuch keine neuen Erkenntnisse zu Tage gebracht. „Aber wenn man richtig sucht wird man was bestimmt was finden“, grinst mich Helge an. Als das Thema sich vorerst erledigt hat, freut sich Tobias vom MARLIN Büro als ich die Toosbüstr. runterwackel. „Siehste Tobias. Es klart auf.“ Es soll kalt, aber klar werden in den nächsten Tagen. Tobias aus dem kleinen LUNATRONIC / MARLIN Team ist übrig geblieben und Eike hat uns verlassen und hat schon einen neuen Job in Kiel. „Kiel ist ja auch schön“, meint Tobias trocken. Wir haben viel zu tun. Mal schauen, wie sich das mit dem Büro in Flensburg so entwickelt. Schon stehen neue Mitsegler und Kunden und klopfen an der virtuellen Tür im Internet. Gut so. „Jan. Deine Crew ist vollständig. Buch Dir bitte mal nen Flug in die Karibik. Ich werde grade dringend in Flensburg gebraucht. Per mail einige ich mich mit Allen, dem Lackierer in Trinidad. Reinigung, Spotlackierung und Polishing bekommt MARLIN. Unser Dornröschen muss mal wieder wachgeküsst werden und zu neuen Taten geschmückt werden. Ich entscheide erst einmal mehr an Aufgaben zu tolerieren. Trotzdem bleibt immer noch eine ordentliche Liste zu tun für Jan. „Besser Du fährst eine Woche vor Törnbeginn auf’s Schiff.“ Jan freut sich sehr auf Schiff zu kommen. Ich freue mich sehr Zeit für meine Familie und für mich zu haben.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019

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In Trinidad gestrandet

{Time:16:00:00}
{Date:20190115}
{Position:10°40.5998’N, 061°38.1604’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Chaguramas / Trinidad}
{Target:Grenada}
{Temp Air/Pressure:1013-15/32°C}
{TempWater:26,0°}
{Wind:4kn/NE}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190115}
{Title:In Trinidad gestrandet}

Die Piraten lauern überall in der Karibik

2015 gab es am 20ten Dezember einen Piratenüberfall auf eine 80 Fuss Yacht nur unweit der Hibiscus Gasförderplattform, keine 30 Meilen nördlich von Chaguramas. MARLIN, Co- Skipper Harald und ich sind genau auf der Kurslinie. Wie wahrscheinlich ist es, dass es genau uns diesmal trifft, obwohl seit damals keine weiteren Vorfälle in dieser Art und Weise passiert sind, wer weiß das schon. Ich habe das Thema gar nicht erst groß an die Glocke gehängt. Erst kurz vor der Abfahrt schiebe ich Harald stückchenweise die Details und die Gefahren der Reise unter. Er sagt auch nichts, als ich meine Computerbackupfestplatte und das iPhone hinter der Einbauten der MARLIN wasserdicht verstecke, Macbook und Canon in die Segellast umziehen lasse. 400 Euro liegen in Cash im Kartentisch. Takeaway. Der Bordrechner schickt alle 15 min unsere Position automatisch raus. Nathalie und Jan wissen Bescheid. Weder in Grenada weiß jemand wann wir los segeln werden, noch in Trinidad ist unsere Ankunft bekannt. Nicht das ich mir in die Hose scheiße, nicht wirklich. 2015 habe ich den Standort genau 2 Stunden vor dem Überfall mit Bootsmädchen Claudia passiert. Ist ja auch nichts passiert.

Inzwischen sind wir in Trinidad angekommen. Chaguramas ist leer geworden. Von der Attraktivität als Yachtzentrum von 2000 ist nur noch die Hälfte der Marine-Fazilitäten übrig geblieben. Wir kommen um Punkt 8:00 Uhr am Customs-Steg an. Ich helfe Harald bei dem Stapel Papiere bei der Immigration, die es auszufüllen gibt. Nach 40 Minuten geht es zu den Customs. Ich flirte mit der Beamtin, die sich nicht an mich erinnert. Gut so. Wir hatten 2014 ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, die nur Nathalie durch direktes Eingreifen schlichten konnte. Alles gut. Wir sind drin. Drin sind wir auch in den Schlingen des Travellifts, der die MARLIN sanft aus dem Wasser hebt. Bevor ich ins Büro zu Marinafee Daniela gehe, inspiziere ich einmal Schiffsrumpf bis zum Ruder, prüfe das Spiel der Schaftlager und das gleiche am Propeller. Nun ja. Freude kommt da nicht auf. Ich schlucke den Frust erst einmal einfach runter. Ich sehe schon die Baustelle. Alles nen bisschen viel für mich im Moment. Seit Oktober reihen sich die Probleme aneinander. Kaum sitze ich bei Daniela kommt der nächste Schlag in die Magengrube. „Wie lange soll MARLIN hier bleiben?“ „Bis zum 15ten Februar. Das haben wir doch per e-mail so ausgemacht und bestätigt.“ „Oha. Hmm. Uppsi. Ja….“ Daniela wird sichtlich nervös und blättert wild in ihrem Kalender. „Nun. Wir hatten ein Erdbeben und die Pier für den Travelllift muss repariert werden. Die Arbeiten starten am 1. Feb. – Geplant für drei Wochen.“ „Haha. Drei trinidadische Wochen. Da bin ich in Deutschland! Das meinst Du jetzt nich ernst. Am 16ten kommen neue Gäste auf die MARLIN.“ Ich sehe meine mühsam erlegten Felle dahin schwimmen. Vier Schritte vorwärts, fünf zurück. Ich muss eine Entscheidung treffen. Schuldzuweisungen helfen mir jetzt nicht. Eine Stunde später geht mein Lackierer um das Schiff. Auch er kämpft um jeden Auftrag. Chaguramas war früher eine Goldgrube. Wir verhandeln eine neue Lackierung und wer wissen will über welchen Betrag man da bei 60 Fuß spricht. 12.000 $US. Zusätzlich neuem Antifoulig für 4k. „Das Antifouling müßte eigentlich mal komplett entfernt werden.“, ich sehe die Piratendollarzeichen in Allens Augen. „Vergiss es Allen! Ich habe vor zwei Monaten einen neuen Generator kaufen müssen für 15.000 Euro.“ In Deutschland würde das alles das doppelte kosten. Allen macht wirklich gute Arbeit. Aber trotzdem. Ich habe nicht so viel Geld verdient und einen Goldesel habe ich auch nicht im Stall. Dazu noch die Lager für Ruder und Antriebswelle plus Einbau. Diverse kleine Reparaturen. Ich klettere einen Kopf kleiner die Leiter zur MARLIN hoch. Wenn ich nicht wüßte das das Segler-Leben dann doch irgendwie weiter geht – Ich würde meinen Kopf in den Sand stecken und drei Decken drüber ziehen. Für Morgen habe ich ein Flug-Ticket in der Tasche. Erst mal fliege ich nach Flensburg, komme was wolle. Meine Töchter wissen gar nicht mehr wie ich aussehe. Abkühlung gibt es da umsonst.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019

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Hinterher weiß ich immer Meer…

{Time:21:00:00}
{Date:20190111}
{Position:11°59.9857’N, 061°45.7177’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Grenada / Prickley Bay}
{Target:Chaguramas / Trinidad}
{Temp Air/Pressure:1013.5/27°C}
{TempWater:26,0°}
{Wind:19kn/NE}
{Wave:0,5m}
{Vimeo:}
{Photo:20190111hd}
{Title:Hinterher weiß ich immer Meer…}

Die schönen Momente bleiben stets erhalten

Heute war der letzte Tag. Abreisetag. Stell Dir vor Du hättest fast vier Wochen Deine vierzig Quadratmeter Wohnung Tag und Nacht mit vier anderen Menschen geteilt, die Du weitestgehend vorher nicht kanntest. Während dieser Zeit hätte ständig ein großer Riese an Deinem Haus gewackelt. Zwei Wochen konntest Du die Wohnung noch nicht einmal verlassen, weil die Tür abgesperrt war. Alles was Du getan hast, Du meinst nach zwei Wochen sogar, alles was Du gedacht hast, bekommen die anderen genau mit und Du bekommst alles von den andren mit. Stimmungen schwanken, so wie das Schiff schwankt. Du siehst herrlich viel Meer, blauen Himmel und Nachts Millionen von Sternen, vom Balkon aus. Andere Menschen siehst Du nicht. Macht Dir diese Vorstellung Angst? Kannst Du Dir vorstellen wie der Moment ist, an dem die Tür wieder auf geht und sich Deine Mitbewohner verabschieden? Das Gefühl kann man nicht beschreiben. Es ist etwas zwischen Freude und Wehmut. So eine Zeit liegt hinter mir. Wieder mal. Zum zehnten Mal und wahrscheinlich werde ich es wieder und wieder machen. Heute braue ich Auszeit.

Das letzte Bild auf meiner Kamera ist Happy Island auf Union Island. Ich finde es wunderschön und freue mich immer darüber, wenn wir eine Mouring direkt neben dem künstlich aus Conchmuschel aufgeschüttetem Island mit der kleinen Bar darauf bekomme. Kurz bevor die Sonne im Westen hinter der Frigate Island versinkt, ist es das schönste Licht. Hat man Lust auf mehr als einen Drink und will seinen Geldbeutel schützen, glüht man an Bord vor, denn die Preise auf der kleinen Insel sind gesalzen. Wenn man bedenkt, das alles mit dem Boot angekarrt werden muss und die Bar ausschliesslich drei Stunden zum Sonnenuntergang dicht besetzt von Touristen ist, geht das auch nur so. Den Blick dafür und die Neigung zum Verständnis („Respect!“ nennen die Rastas das hier zum Gruß) muss man allerdings haben, die so manchen, mir kommt es vor, besonders Deutschen Touristen, abhanden gekommen ist oder nie vorhanden war. Harald verliert das Gleichgewicht, sein teurer Rumpunsch mit „nur“ einem Drehverschluss Rum, versinkt im Muschelschrot. Am Horizont geht die Sonne unter wie ein riesiges zwinkerndes Emojis. Harald holt sich keinen neuen Rumpunsch. Ich zwinker der Sonne zurück.

Mir ist die Fußnote meines Blogs in den letzten Tagen etwas abhanden gekommen. Zu wenig Freiraum für mich selbst. War zu erwarten, dass das irgendwann passiert, ich dann doch lieber zwei oder drei Gläser Rotwein trinke am Abend als Green Tea, denn mit dem Wein lässt sich der Abend besser beenden. Die zweite große Erinnerung der letzten Tage, die ich habe, war der letzte Ankerplatz hinter Frigate Island. Genug Platz zum Ankern, wenig Boote und direkt daneben eine großflächige Kite Rennstrecke, Flachwasser ohne Welle. Ein Traum von Kitespot. Natürlich wollen meine Mitsegler weiter, jeden Tag etwas Neues erleben, ich könnte hier wochenlang verweilen. Auch Harald sieht man eher weniger über Wasser als unter Wasser. Ich gehe mit ans Aussenriff zum Schnorcheln. Doch werd die karibische Unterwasserwelt noch aus dem letzten Jahrtausend kennt, den macht es traurig zu sehen, wie wenig davon übrig geblieben ist. Am Vormittag passt der Wind, 20 Knoten ziehen an meinem Trapez und ich ziehe meine Bahnen auf dem Wasser, hin und her… Das Leben kann so schön sein. Dann ist die Wind wieder wech… Am Abend grillen wir am Strand. Sitzen zusammen und um unsere Füße krabbeln die Einsiedlerkrebse. Für mich geht nicht mehr Karibiktraum. Life at Beach is better.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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Freier Fall ins karibische Abenteuer

{Time:22:22:00}
{Date:20190107}
{Position:12°38.3023’N, 061°21.1947’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Tobago Keys / Caribbean}
{Target:Union Islands}
{Temp Air/Pressure:1013.5/27°C}
{TempWater:26,0°}
{Wind:19kn/NE}
{Wave:0,5m}
{Vimeo:}
{Photo:20190107}
{Title:Freier Fall ins karibische Abenteuer}

Totenstille im Blog. Warum das?

Passiert etwa nichts bei uns an Bord der MARLIN? Oh doch. Es passiert. Wir sind über Mayreau in die Tobago Keys gesegelt. Das Leben geht jetzt Unterwasser und Überwasser weiter. Es passiert so viel, dass ich mit dem berichten gar nicht mehr hinterherkomme. Nun. Ich muss zugeben, dass liegt auch sicherlich daran, dass hier eben traumhafte Bedingungen zum Kiten sind und meine tolle CREW 50 dies auch so sieht und mich nach der anstrengenden Atlantiküberquerung auch lässt. Na. Da kann der Blog auch mal etwas in den Hintergrund treten. Meine CREW schaut sich die Karibik besonders aus der Unterwasserperspektive an. Schildkröten, Rochen, Aussenriff, Leguane an Land. Wir essen den besten Lobster in der Karibik bei Mandyman in den Tobago Keys und lassen es uns so richtig gut gehen. Ein wahrhaft eindrucksvoller Abschluß dieses Törns.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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www.marlin-expeditions.com

Landfall in heavens

{Time:22:22:00}
{Date:20190102}
{Position:13°00.0559’N, 061°14.7284’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Bequia / Caribbean}
{Target:Union Islands}
{Temp Air/Pressure:1011/33°C}
{TempWater:26,0°}
{Wind:19kn/NE}
{Wave:0,5m}
{Vimeo:}
{Photo:20190102}
{Title:Landfall in heavens}

Die perfekte Atlantiküberquerung

Ich kann es nicht anders sagen. Das war die perfekte Atlantiküberquerung. Tolle Crew, perfektes Wetter, schnelles komfortables Segeln und wir haben am letzten Tag immer noch Thunfisch gegessen, acht Zitronen, sieben Karotten, drei Kohl, siebzehn Paprika, vierundachtzig Kartoffeln, zwanzig Tomaten, einen Kürbis, fünf Zucchinis und eine Palette Eier sind noch übrig. Also. Wir waren wirklich schnell. Der neue Zwischenboden im Gefrierschrank hat sich bewährt. Wir haben den Motor genau eine Stunde genutzt. Eine halbe Stunde um von den Kapverden loszusegeln und eine halbe Stunde um in Bequia anzukommen. Viel gearbeitet hat Generator Arnold mit insgesamt 78 Stunden und Wassermacher Moses mit 20 Stunden. Wir haben also 2.400 Liter Süßwasser verbraucht. Upps. Da stimmt was nicht. Wer hat am meisten gearbeitet? Gustav, der Autopilot hat am meisten gearbeitet. Dreizehn Tage und sieben Stunden hat der arme Kerl fast ununterbrochen die MARLIN gesteuert. Ganz selten hat mal ein Wal oder sonstiger Großfisch mit einem Schwanzschlag gegen unser Ruder, Johann aus dem Takt gebracht. Gar nicht auszudenken, was wäre wenn Gustav mal ausgefallen wäre. Zwei Antriebe haben wir ja eh an Bord, Jefa und Lecomble, es ist wirklich zu überlegen ob eine redundante Elektronik zum Raymarine S3G SmartPilot nicht von Sinn wäre in Bezug auf die neuen Expeditionspläne der MARLIN für 2020. Ich denke da so an NKE oder B&G H5000. Aber das ist Schnee von Morgen.

Jetzt feiern wir erst einmal das Harald direkt einen neuen Job in Bequia gefunden hat. „Schau mal. Ein Medical Center!“ Harald stolziert direkt in die angegliederte Kunstgalerie, die von der französischen Catrine geführt wird. Jean-Harald, ihr Ex ist leider abhanden gekommen und sie ist dringend auf der Suche nach einem Nachfolger für die Arztpraxis. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und Harald wird ab dem ersten Februar seinen Dienst in Bequia antreten. Ein bisschen neidisch bin ich schon, dass Harald mal so eben die bildhübsche Amazonin Catrin im Sturm erobert hat (Nee nur Spass). So etwas gibt es eben nur, wenn man mit der MARLIN auf Abenteuer-Fahrt unterwegs ist.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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Landfall in heavens

{Time:22:22:00}
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Die perfekte Atlantiküberquerung

Ich kann es nicht anders sagen. Das war die perfekte Atlantiküberquerung. Tolle Crew, perfektes Wetter, schnelles komfortables Segeln und wir haben am letzten Tag immer noch Thunfisch gegessen, acht Zitronen, sieben Karotten, drei Kohl, siebzehn Paprika, vierundachtzig Kartoffeln, zwanzig Tomaten, einen Kürbis, fünf Zucchinis und eine Palette Eier sind noch übrig. Also. Wir waren wirklich schnell. Der neue Zwischenboden im Gefrierschrank hat sich bewährt. Wir haben den Motor genau eine Stunde genutzt. Eine halbe Stunde um von den Kapverden loszusegeln und eine halbe Stunde um in Bequia anzukommen. der MARLIN. Viel gearbeitet hat Generator Arnold gearbeitet mit 78 Stunden und Wassermacher Moses mit 20 Stunden. Wir haben also 2.400 Liter Süßwasser verbraucht. Upps. Da stimmt was nicht. Wer hat am meisten gearbeitet? Gustav, der Autopilot hat am meisten gearbeitet. Dreizehn Tage und sieben Stunden hat der arme Kerl fast ununterbrochen die MARLIN gesteuert. Ganz selten hat mal ein Wal oder sonstiger Großfisch mit einem Schwanzschlag gegen unser Ruder, Johann aus dem Takt gebracht. Gar nicht auszudenken, was wäre wenn Gustav mal ausgefallen wäre. Zwei Antriebe haben wir ja eh an Bord, Jefa und Lecomble, es ist wirklich zu überlegen ob eine redundante Elektronik zum Raymarine S3G SmartPilot nicht von Sinn wäre in Bezug auf die neuen Expeditionspläne der MARLIN für 2020. Ich denke da so an NKE oder B&G H5000. Aber das ist Schnee von Morgen.

Jetzt feiern wir erst einmal das Harald direkt einen neuen Job in Bequia gefunden hat. „Schau mal. Ein Medical Center!“ Harald stolziert direkt in die angegliederte Kunstgalerie, die von der französischen Catrine geführt wird. Jean-Harald, ihr Ex ist leider abhanden gekommen und sie ist dringend auf der Suche nach einem Nachfolger für die Arztpraxis. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und Harald wird ab dem ersten Februar seinen Dienst in Bequia antreten. Ein bisschen neidisch bin ich schon, dass Harald mal so eben die bildhübsche Amazonin Catrin im Sturm erobert hat. So etwas gibt es eben nur, wenn man mit der MARLIN auf Abenteuer-Fahrt unterwegs ist.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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Happy New Year from the middle of the ocean

{Time:14:40:00}
{Date:20190101}
{Position:13°03.0461’N, 057°53.9260’W}
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{Place:Atlantico} 
{Target:Union Islands}
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{Title:Happy New Year from the middle of the ocean}

Durch die Mitte

Ich glaube, es war mein erstes Sylvester wirklich während einer Passage auf See. Jeder bekommt eine abgelaufene Fallschirmrakete in die Hand gedrückt. Training on the job. Auf dem AIS ist kein anderes Schiff zu sehen und Punkt 00:00 Bordzeit, die noch Kapverdenzeit ist, gehen fünf Sylvestergrüße in den Himmel über der MARLIN. Hatte ich mir ehrlich etwas imposanter vorgestellt, so für den Notfall. Ich glaube ein AIS Notsender ist da wirklich wirkungsvoller, wenn ein Frachtschiff an der Rettungsinsel vorbeifährt. Mit einer Flasche Champagner rutschen wir ins neue Jahr auf der anderen Seite des Atlantiks.

Der Passatwind ist uns wirklich sehr treu diesmal. So habe ich das noch nie erlebt. Seit der Abfahrt von Mindelo haben wir fast permanent 20-28 kn Wind aus NE mit Passatbewölkung und werden quasi über den Atlantik gebeamt. Jetzt stehen wir fast genau 90 Meilen vor Barbados und 200 Meilen vor unserem Landfall auf Union Islands. Es ist heiß geworden. 28° zeigt das Aussenthermometer. Stimmung an Bord: Sehr entspannt. Keiner sagt es, aber irgendwie wollen alle ankommen. Land sehen, riechen, fühlen, erreichen, begehen… Mir hat der Alkohol gestern nicht gut getan. Nicht mehr meine Droge. Brauche ich nicht mehr wirklich. Womit wir beim Thema wären. Was nehme ich mir vor für das neue Jahr. Macht man doch so. Oder? Was machst Du? Aufhören zu rauchen? Abnehmen? Weniger Zeit am Smartphone? Oder das Gegenteil. Mehr Leben. Mehr Liebe. Mehr Segeln. Mehr Zeit für meine Kinder? Noch mehr Kiten? Ich mache eine Not-ToDo Erinnerungsliste in meiner Cloud. Das ist mein persönlicher Vorsatz.

Ich wünsche allen Lesern, Mitseglern ob nur virtuell oder real allen Verwandten und Bekannten, allen Freunden, meiner Familie, meinen Lieben, ein wunderschönes frohes neues Jahr und vor allen Dingen Gesundheit, Glück und Gelassenheit. Hoffen wir das es ein Jahr der positiven Veränderungen wird. Für MARLIN hoffe ich auf gute Winde und nette Mitsegler in 2019, wenig Schäden. Wird schon werden. Bin da bester Dinge.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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