Archiv der Kategorie: SY Marlin

Das U-Boot RED PEARL alias MARLIN taucht wieder auf

{Time:16:42:00}
{Date:20190420}
{Position:12°00.0538’N, 061°45.7024’W}
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{Place:Prickley Bay / Grenada}
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{Temp Air/Pressure:30,6°C}
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{Photo:20190420}
{Title:Das U-Boot RED PEARL alias MARLIN taucht wieder auf}

Was in der Zwischenzeit passierte

Wir hatten eine tolle Zeit. Aber das hatte ich schon oft gedacht und dann gab es eine Bewertung bei handgegenkoje.de handgegenkoje.de, die mir die Fußnägel aufgerollt hat. Andreas Klein und Lena Sönnichsen haben mein Skipper-Leben verändert. Nun. Das war bestimmt ein Grund, der mich mental so unter Strom gehalten hat, dass ich etwas konstatiert gegenüber der Tastatur meines MacBooks war. Also fange ich den Absatz wohl besser noch mal von Neuem an – OHNE den alten Anfang zu überschreiben…

Ich hatte eine tolle Zeit mit meinen Mitseglern Olivia, Urs und Calle auf der MARLIN. Urs, der zumindest an der Oberfläche so tiefen-entspannt daherkommt, dass er alles im Sack hat, als eingefleischter patriotischer Schweizer; hat es sicherlich geschafft, ob gewollt oder ungewollt mag nun mal an zweiter Stelle stehen, ein Seemann zu werden. Ein Seemann muss nicht alles können an Bord eines Schiffes, sonder infiziert worden sein, mit den Planken die die Welt bedeuten. Nun haben wir keine Planken mehr an Deck, sondern solides Aluminium, die Auswirkungen allerdings sind die gleichen. Das er sein erstes Segelabenteuer direkt mit dem bekannten und berüchtigtem Skipper Wnuk hat, hat ihn dann wohl auch mit den richtigen Wassern gewaschen. Die Auswirkungen sind lebenslängliches Seefieber, was Urs noch nicht weiß, aber in den kommenden Jahren immer mehr zu spüren bekommt. Die Anwesenheit von Blume Olivia hat unser dreimännriges Leben an Bord verändert. Plötzlich sitzen die Herren der Schöpfung in T-Shirt am Frühstückstisch, die derben Sprüche über das andere Geschlecht fallen komplett anders aus. Nach einer kurzen Karenz Zeit entfaltet sich die Blume Olivia zur vollen Pracht und bestimmt den restlichen Verlauf der Reise nach dem Motto: Ich bin Profireisende! Ich will möglichst viel in den sieben Tagen an Bord erleben und mitnehmen. Urs nenn seine Bekannte liebevoll eine „Sympathische Schweizer Bergziege, die nicht stillsitzen kann.“ Und so gestaltet sich unser Weg. Zuerst einmal müssen grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden. Nein, nicht was man so landläufig denkt. Es geht wirklich um aller vier Bedürfnisse. Tauchen und Kiten auf Union Island. Der Weg dorthin verschlingt eine kleine Ewigkeit. Ein wunderschöner Segeltag an allem vorbei was ich normalerweise besuche. Mayreau und Tobago Keys lassen wir links liegen. Bei Fregatte Island fällt der Anker. Calle muss schnell noch vor dem Abendessen einen Russenstart mit seinem Kite machen. Ich sichere ihn und lasse nicht los. Dafür habe ich ein paar Kratzer am Popo und Calle ist glücklich. Am nächsten Morgen gehen Blume Olivia und Urs auf Tauchstation. Micha und Calle hängen in den vier Leinen, die ebenfalls die Welt bedeuten, unter ihren Kites. Meine persönliche Erfahrung: Geil. Am nächsten Morgen der Muskelkater meines Lebens. Ich bin auf dem besten Weg mein Ziel zu erreichen, wieder an den Strand zu kommen, an dem ich bei ablandigem Wind gestartet bin. Alle vier treffen sich zum Sonnenuntergang auf der RED PEARL alias MARLIN. Das Abendessen ist der Hit. Alle tot vom Sport fallen um wie die Fliegen…

Man könnte Tage an diesem wunderschönen Platz verweilen, mein Calle, denkt Micha und vielleicht auch Urs. Aber es kommt anders. Wir verlegen an eine Mouring direkt hinter Happy Island in der Clifton Bay. Calle geht wieder aufs Brett, ich ins Dorf. Als die Sonne dem Horizont entgegenstrebt, vermute ich einen Sundowner auf Happy Island. Ich schrecke aus der Koje auf. Keiner zu Hause. Die farbigen Profi-Kiter machen ihre Kunststückchen am Happy Island. Die Menge grölt und jubelt. Urs war es doch so wichtig dabei zu sein. Hautnah. Blümchen und Ursli aber kommen erst später zurück vom Schnorcheln, haben dem Kite-Treiben aus der Schildkrötenperspektive zugeschaut. Versteh einer die Schweizer. Waren ihnen die Drinks zu teuer? Calle kommt auch irgendwann zurück. Ein Leinenunfall hat ihm einen Riesenknoten beschert. Er hat jetzt neue Freunde, die ihm beim Entknoten geholfen haben. Ich schmeisse die Spanish Makrel in den Ofen, ein paar Gewürze und Gemüse. Schon ist die Stimmung wieder da wo sie hin soll. Küchenchef Michael fällt tot um. Zuviel Kochwein?

Schnell sind wir da wo wir hinwollen. Schnell klarieren wir am nächsten Tag aus. Schnell segeln wir in die Tobago Keys. Schnell springt meine Crew ins Wasser und schnell gibt es eine Kleinigkeit zu essen aus Michas Küche. Wassersport macht eben hungrig. Das Lobsteressen gehört dazu und das der Skipper von der Bordkasse frei ist; mir ist es lästig das erklären zu müssen. Mir ist das unangenehm. Das ist einfach so. Faktum: Calle kommt nicht mit, Blume Olivia und Urs haben mit mir einen tollen Abend. Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle für die Einladung und Anerkennung meiner Dienste und Fähigkeiten als Skipper. War ein bisschen schwierig für alle. Heute. Zuviel schnell.

MARLIN reitet Olivia und CREW 54 sicher in die Prickley Bay. Als wir ankommen haben die Behörden schon zu. Nun gut. Dann bleibt meine CREW eben noch eine Nacht länger. No worries. Wir haben noch Hühnchen. Ich schmeisse den Druckkochtopf an und es gibt ein Sterne Abendessen dass mich selbst erstaunt. Normalerweise kocht Nathalie das Hühnchen in Kokosnussmilch.

Und um wieder den Faden vom Anfang aufzunehmen. Ich bewerte jetzt mal meine CREW 54, anstatt andersherum plötzlich an die Wand gestellt zu werden, zum Abschuß, so wie es Lena und Andreas von CREW 50 gemacht haben. Blume Olivia war mir zu schnell. Auch ein Profi-Reisender sollte sich Zeit nehmen. Die gleiche Reise hätte man auch in drei Wochen viel entspannter für alle erleben können. Es gab Höhen und Tiefen und alle haben das beste daraus gemacht. Es gab immer eine offene Kommunikation. Die CREW 54 gehört zu meiner Premium Crewerinnerung. Vier Menschen, die allesamt in einer Orientierungsphase sind, auf 40 Quadratmeter einzupferchen, ist ein Experiment. Das Experiment ist zu 95% gelungen. Saefty, Segeln, Essen und trinken war immer erste Sahne. Hey. Es war eine schöne Zeit mit euch. Gerne wieder. Fünf Sterne für meine Gäste. Punkt.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 55 Grenada – Antigua. Noch zwei Plätz frei!
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines.
CREW 57 Kite & Sail Expedition Los Roques.
CREW 58 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies.

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Mitseglerin Olivia an Bord genommen

{Time:23:00:00}
{Date:20190413}
{Position:13°00.1349’N, 061°14.6672’W}
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{Place:Port Elizabeth / Bequia}
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{Photo:20190413}
{Title:Mitseglerin Olivia an Bord genommen}

Wir erreichen meinen Lieblingshafen… Port Elizabeth auf Bequia.

Olivia bringt ordentlich Regen mit aus der Schweiz. „Ich bin eine Regenmacherin“, entschuldigt sich die GLOBETROTTER Managerin und lächelt herzhaft. Olivia hat ein breites schweizerisches Lächeln. Hinter dem Lächeln steht ein solider Charakter. Ihre Mimik und der schweizerische Akzent verwirren mich, so ähnlich ist dieser, wie von meiner Segelfreundin Claudia aus der Schweiz. Olivia bekommt eine 25 Minuten Individualsicherheitseinweisung, eine Rettungsweste, die ihr viel zu groß ist. „Du musst mal ein bisschen mehr essen Olivia.“ Raus geht es auf’s Meer. „Jungs. Sollen wir das Großsegel mit der Hand oder der Elektrowinsch setzten?“ „Mit der der Elektrowinsch“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Ich grinse. Von links ein schwarzer Squall und Wind bis 30 Knoten. Da legt sich die MARLIN auf die Seite. Den Kurs in den Böen per Hand zu halten ist schon ein bisschen kraftaufwendig. Urs macht das prima. Ich geh runter um Logbuch zu schreiben. Als ich wieder hoch komme ist steuert der Autopilot. So ein bisschen vermisse ich die Segelaffinität meiner Crew. Ich übernehme das Steuer und Olivia will steuern. Gut. „Ich zeige Dir das.“ Nach ein paar Schlenkern hat Olivia die MARLIN im Griff. Gut macht sie das und lächelt dabei. „Schau einfach dort auf die Bergspitze, wie beim Fahrradfahren. Einfach dahin schauen, wo Du hin willst. Dann klappt das.“ Es sind nur acht Meilen nach Port Elizabeth. Für den Anfang reicht das.

Wir stehen bei den Customs und füllen Papiere aus. Urs hilft mir und schreibt. 160 USD sagt der Beamte und Urs schluckt. „Bezahlst Du das?“ „Das sind Kosten der Bordkasse“, antworte ich ruhig. Der Eintritt ins Paradies ist eben nicht kostenlos. Es ist wie immer. Don Dinero segelt mit. Nach Fertigstellung aller Papiere verkünde ich Wochenende. „Der Skipper hat jetzt frei. Ihr arbeitet ja auch nicht Samstags und Sonntags…“ Im nächsten Supermarket erstehe ich zwei Hairoun Bier. Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Crew mich in die nächste Bar einladen wird.

Bequia hat den schönsten Baywalk, ein schmaler Fußpfad, direkt am Wasser, die ganze Bucht entlang. Hier gibt es unzählige kleine Geschäfte, Restaurants, Cafes und nette Menschen. Hier wird gegrüßt. Olivia und ich finden drei weiße Holzsessel vor einem Haus, dass wohl grade nicht benutzt wird. Der richtige Platz, um unter den ausladenden Bäumen und säumenden Palmen, auf die Bucht von Port Elizabeth zu schauen. Ein bisschen wie der Blick von meiner Leuchtturmterasse in Cuba. Der Platz ist gepflegt. Ein riesiger rostiger Anker liegt vor uns. Pittoresk ist es hier. Olivia und Micha unterhalten sich oberflächig und im Endeffekt geht es um die Frage, wo die Reise Leben eigentlich so hin geht. Es bleibt bei einem Small Talk. Nun. Olivia ist leider nur für knapp eine Woche dazugestoßen. Zu wenig um mein Leben unter Segeln zu verstehen. Ist vielleicht auch nicht ihre Challenge. Irgendwann tauchen Calle und Urs mit einer großen Pizza auf. Ich mag keine Pizza.

Das Bier, die frische Seeluft – Mich zieht es in die Horizontale. Ich wache auf, weil die Wasserpumpe nicht aufhört zu pumpen. Skippers delight. Der Brausenkopf am Heck ist gegen die Bordwand geschlagen und undicht geworden. Standardproblem. Morgen ist Sonntag. Wir essen an Bord. Olivia kocht. Es gibt Reis mit Gemüse und Ei. Hat sie wirklich mit Liebe gemacht. Schmeckt man. Danke Olivia. Es regnet wieder.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Mitseglerin Olivia an Bord genommen

{Time:23:00:00}
{Date:20190413}
{Position:13°00.1349’N, 061°14.6672’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Port Elizabeth / Bequia}
{Target:Grenadienen}
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{TempWater:29°}
{Wind:0-20kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190413}
{Title:Mitseglerin Olivia an Bord genommen}

Wir erreichen meinen Lieblingshafen… Port Elizabeth auf Bequia.

Olivia bringt ordentlich Regen mit aus der Schweiz. „Ich bin eine Regenmacherin“, entschuldigt sich die GLOBETROTTER Managerin und lächelt herzhaft. Olivia hat ein breites schweizerisches Lächeln. Hinter dem Lächeln steht ein solider Charakter. Ihre Mimik und der schweizerische Akzent verwirren mich, so ähnlich ist dieser, wie von meiner Segelfreundin Claudia aus der Schweiz. Olivia bekommt eine 25 Minuten Individualsicherheitseinweisung, eine Rettungsweste, die ihr viel zu groß ist. „Du musst mal ein bisschen mehr essen Olivia.“ Raus geht es auf’s Meer. „Jungs. Sollen wir das Großsegel mit der Hand oder der Elektrowinsch setzten?“ „Mit der der Elektrowinsch“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Ich grinse. Von links ein schwarzer Squall und Wind bis 30 Knoten. Da legt sich die MARLIN auf die Seite. Den Kurs in den Böen per Hand zu halten ist schon ein bisschen kraftaufwendig. Urs macht das prima. Ich geh runter um Logbuch zu schreiben. Als ich wieder hoch komme ist steuert der Autopilot. So ein bisschen vermisse ich die Segelaffinität meiner Crew. Ich übernehme das Steuer und Olivia will steuern. Gut. „Ich zeige Dir das.“ Nach ein paar Schlenkern hat Olivia die MARLIN im Griff. Gut macht sie das und lächelt dabei. „Schau einfach dort auf die Bergspitze, wie beim Fahrradfahren. Einfach dahin schauen, wo Du hin willst. Dann klappt das.“ Es sind nur acht Meilen nach Port Elizabeth. Für den Anfang reicht das.

Wir stehen bei den Customs und füllen Papiere aus. Urs hilft mir und schreibt. 160 USD sagt der Beamte und Urs schluckt. „Bezahlst Du das?“ „Das sind Kosten der Bordkasse“, antworte ich ruhig. Der Eintritt ins Paradies ist eben nicht kostenlos. Es ist wie immer. Don Dinero segelt mit. Nach Fertigstellung aller Papiere verkünde ich Wochenende. „Der Skipper hat jetzt frei. Ihr arbeitet ja auch nicht Samstags und Sonntags…“ Im nächsten Supermarket erstehe ich zwei Hairoun Bier. Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Crew mich in die nächste Bar einladen wird.

Bequia hat den schönsten Baywalk, ein schmaler Fußpfad, direkt am Wasser, die ganze Bucht entlang. Hier gibt es unzählige kleine Geschäfte, Restaurants, Cafes und nette Menschen. Hier wird gegrüßt. Olivia und ich finden drei weiße Holzsessel vor einem Haus, dass wohl grade nicht benutzt wird. Der richtige Platz, um unter den ausladenden Bäumen und säumenden Palmen, auf die Bucht von Port Elizabeth zu schauen. Ein bisschen wie der Blick von meiner Leuchtturmterasse in Cuba. Der Platz ist gepflegt. Ein riesiger rostiger Anker liegt vor uns. Pittoresk ist es hier. Olivia und Micha unterhalten sich oberflächig und im Endeffekt geht es um die Frage, wo die Reise Leben eigentlich so hin geht. Es bleibt bei einem Small Talk. Nun. Olivia ist nur für ein paar Tage dazugestoßen um Urs zu sehen. Zu wenig um mein Leben unter Segeln zu verstehen. Ist vielleicht auch nicht ihre Challenge. Irgendwann tauchen Calle und Urs mit einer großen Pizza auf. Ich mag keine Pizza.

Das Bier, die frische Seeluft – Mich zieht es in die Horizontale. Ich wache auf, weil die Wasserpumpe nicht aufhört zu pumpen. Skippers delight. Der Brausenkopf am Heck ist gegen die Bordwand geschlagen und undicht geworden. Standardproblem. Morgen ist Sonntag. Wir essen an Bord. Olivia kocht. Es gibt Reis mit Gemüse und Ei. Hat sie wirklich mit Liebe gemacht. Schmeckt man. Danke Olivia. Es regnet wieder.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Im Angesicht der Pitons von St. Lucia

{Time:23:00:00}
{Date:20190411}
{Position:14°04.6900’N, 060°57.6500’W}
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{Place:St. Lucia / Rodney Bay}
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{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:29°}
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{Photo:20190411}
{Title:Im Angesicht der Pitons von St. Lucia}

Unvergessliche Segeltage

Ich bin an den Piton’s auf St. Lucia schon mal vorbeigesegelt. Würde ich nach dem heutigen Tag nicht mehr machen. Am Fuße der beiden vulkanischen Kegel sind für die Segler Mourings ausgelegt, denn Ankern am steil abfallenden Grund ist nur mit Landleinen möglich und wohlmöglich sogar verboten. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Calle und Urs lieben das Leben und ihren Urlaub. Das Frühstück ist wertgeschätzt, dem ich nur zustimmen kann. Dementsprechend erreichen wir die Pitons erst am Abend. Geplant für diesen Abend war sogar die südlichste Spitze St. Lucias. „Fort Knox!“, wir kommen, meine ich. Meinen tue ich aber die Häuseransammlung „Vieux Fort“. Dort soll es den einzigen Kite Spot der Insel geben. Ich möchte Calle eine Freude machen, mal wieder auf’s Brett zu kommen. Im Moment fahren wir eher meinem Zeitplan hinterher als Kite Spots zu besuchen. So ist das eben. Urlaub machen ist nicht gleich Urlaub veranstalten. Ich lerne viel im Moment. Viel über die Touristik Branche.

Wie auch immer. Wir nehmen eine Mouring auf am Fuße des Piton. Das Wahrzeichen von St. Lucia und der Name des lokalen Biers. Urs legt sich rücklings aufs Vordeck und läßt Sterne und Berge auf sich wirken. Der echte Schweizer Urs. Schon ein toller Typ. Auch mich hauen die Pitons, der Segeltag und der Abend glatt um. Ich will früh raus am nächsten Tag.

Alles wird anders als geplant am nächsten Tag. Die Sonne geht auf. Gut. Das war geplant. Wir motoren eng unter der Küste, patagonisch, gegen die Trade Winds. Muss jetzt sein. Anker fällt im Nowhere. Keine anderen Schiffe. Calle und Urs entern das Dorf auf der Suche nach Immigration und Customs um auszuklarieren. Es wird eine never ending Story. Wie zu erwarten. Der Kite Platz, wegen dem wir hier sind liegt auf der anderen Seite der Insel. Ich bleibe an Bord. Unser Wasser neigt sich dem Ende zu. Generator und Wassermacher brummen gemeinsam ihr Lied. Neues Wasser muss her und dabei verlasse ich nicht das Schiff, schicke die Mannschaft an Land, versorgt mit schöneren Aufgaben. Die Komplexität des Bordlebens und der Abläufe, wann ich was warum mache, um ihnen das Leben an Bord so angenehm zu machen wie es nur irgend entgeht fast allen Gästen, bis auf wenige Ausnahmen. Ich erwarte es auch nicht. Tut nichts zur Sache.

Der Kite Strand auf der andere Seite der Bucht gefällt Calle nicht so sehr, dass er dort zum Kiten hinwill. Ich glaube, am wenigsten gefällt ihm der Inhaber der Kite Schule, die er dort vorgefunden hat. Er sagt nicht wirklich böses, aber ich kenne meinen Calle inzwischen ganz gut. Er ist vom Sternzeichen Schütze, so wie ich. Ich grinse. Wir fahren auf sein Geheiß an den Strand direkt an der MARLIN im Lee der Insel. Es endet wie zu erwarten. Calle kommt auf’s Wasser und kämpft mit den Böen, landet in der nächsten Bucht. Mein Kite steigt in einer Böe in den Himmel und direkt wieder herunter. Nach ein paar Stunden packen wir das nasse Zeug wieder ein und stundenlanges Gerödel an Bord. Ich stelle mir das grade mit vier bis fünf Gästen vor und fälle eine wichtige Entscheidung. Ich werde die Kite & Sail Expeditionen nicht mehr weiter versuchen zu promoten und umwandeln in Segel Expeditionen. Kiten als zusätzlicher Wassersport an Land. Ja. Aber als Basis der Törnplanung war das ein Fehler. Ich bräuchte mindestens einen Kite Lehrer, der die ganze Zeit mit dem Dinghy unterwegs ist um die Mitsegler wieder einzusammeln. Saefty first. Hab ich aber nicht. Ist auch finanziell nicht drin. Da muss ich den Kompass den mir mein Freund Jack Sparrow überlassen hat wohl mal wieder aus seinem Versteck holen um unsere Ausrichtung neu zu planen.


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Reise, Reise… – Weiter geht es

{Time:07:00:00}
{Date:20190410}
{Position:14°04.6900’N, 060°57.6500’W}
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{Place:St. Lucia / Rodney Bay}
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{Photo:20190410}
{Title:Reise, Reise… – Weiter geht es}

Genua repariert. Das wird halten.

Der nette Herr auf unserer Genua ist Urs aus der Schweiz. Mit den Schweizern hab ich es ja nun eh. Urs und ich, wir verstehen uns. Passt als voll in meine 19er Vorsätze, nur noch mit Leuten zu segeln die ich auch wirklich mag. Der Start auf der MARLIN war nun nicht ganz so einfach, aber heute geht es endlich los. Früh am Morgen holen wir die Genua ab. Der Segelmacher war nicht günstig, macht aber eine Arbeit, die sich bezahlt macht. Der Patch ist sauber von beiden Seiten genäht und auch sonst ist das Segel überarbeitet, insoweit es meine Zeitvorgaben zugelassen hat. Das wird erst einmal halten.

Wir lichten den Anker und nach meinem routinierten Briefing passt auch der erste Anleger am Steg der Tankstelle. Urs und Calle machen das super. Mit drei Leuten an Bord, passt es für die Mindestbesetzung. Calle und Urs können kommunizieren und ich kann mich auch mal zurückziehen. In der Tankstelle kann man für 5€ auch direkt ausklarieren. Praktisch, dieses Martinique. Wie gesagt. Hierher komme ich noch einmal wieder zurück.

Vor St. Anne geht es noch einmal vor Anker. Urs schmeißt den Anker diesmal und Calle steht dabei. Macht Urs sehr gut. Es folgt eine Einweisung über das Setzen der Genua. Alleine kann ich das nicht. Ich habe schon fast die ganze Nacht über das Manöver nachgedacht, kontrolliere noch einmal das Deck, wo sich dass Segel verfangen und beschädigen könnte. Wir legen das 90qm Segel in die Süllkante. Calle steht am Vorstag und fädelt das Segel ein, Urs ist für den Nachschub und die Schooten verantwortlich und ich winsche das Fall in den Mast. Böen fallen ein mit bis zu 20 Knoten. Das Segel flattert laut im Wind. Das tut weh. Mag ich nicht. Nach 15 Minuten steht die Genua und ich klatsche Beifall für meine beiden Anfänger. „Das habt ihr super gemacht!“

Vier Stunden später fällt der Anker in der Rodnay Bay nach einem schnellen, entspannten Segeltörn. Weder Urs, noch Calle haben Probleme mit Seekrankheit. Alles ist gut. Lachende Gesichter. Glückliche Segler, die um 21:00 satt ins Bett fallen. So gefällt mir meine Arbeit. Ich schenke mir noch ein Glas Wein ein. Prost Guido.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Dinghy MAYALENA und Aussenborder Anneliese wieder an Bord

{Time:07:00:00}
{Date:20190409}
{Position:14°27.6998’N, 060°52.2636’W}
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{Place:Le Marin / Martinique}
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{Photo:20190409}
{Title:Dinghy MAYALENA und Aussenborder Anneliese wieder an Bord}

Ein Hoch auf die französische Polizei in Martinique

Am Morgen, ich habe den ersten Schluck grünen Tee noch nicht heruntergeschluckt, sehe ich einen Anruf auf meinem Handy. Eine lokale Nummer. Ich rufe zurück. „Hier ist Karine, von der Gendarmerie. Wir haben einen 30PS Aussenborder gefunden. Kann es sein, dass es der ist, den sie suchen?“ Ich glaube nicht was da grade passiert. Die französische Gendarmerie hat zufällig drei Jugendliche gefasst, die seit März 25 Dingis in Martinique geklaut haben sollen. Ich darf mal wieder Polizeiauto fahren und werden von zwei bildhübschen, bewaffneten, Damen in der Marina abgeholt. Auf der Polizeistation darf ich unseren Aussenborder Anneliese bewundern. Anneliese ist ein bisschen in die Jahre gekommen und hat uns schon viele gute Dienste geleistet. Sieht man ihr an. Wie kann man nur einen so alten Motor klauen? Karine ist eine kernige Polizistin, ebenfalls adrett, mit dezenten Tattoos und anscheinend hat sie was zu melden. Sie ruft die Namen der Beamten auf, wenn sie etwas benötigt und diese wieseln direkt los. „Die Täter sind minderjährig und durch das Gesetz vor der Bestrafung geschützt. Morgen müssen wir sie wieder aus der Haft entlassen.“ „Und dann klauen sie wieder?“ „Wahrscheinlich“, meint Karine mit traurigem Gesicht. „Die Motoren werden von einem Hehler nach Saint Lucia gebracht und dort verkauft“, erklärt Karine. Mehr Einzelheiten will sie mir nicht erzählen. Sie nimmt meine Anzeige auf und nachdem ich diese unterschrieben habe, darf ich Anneliese sehen, aber nicht mitnehmen. „Ich werde mir alle Mühe geben und den Richter fragen ob Du den Motor morgen mitnehmen darfst.“ Karine und ich unterhalten uns auf spanisch, weil mein französisch eher rudimentär ist.

Mit etwas Glück lerne ich die bildhübsche Marie von Nordsails kennen. Ich frage mich warum Segelmacherinnen in meinem Seglerleben eigentlich immer so hübsch sein müssen. Klar, riecht sie den Braten und erzählt mir erst einmal von ihrem Freund und ihrem Haus in den Bergen. Danke. Hab ich verstanden. Aber sie hilft mir auch mit meinem Segelproblem, ruft einen Freund an und ich soll meine Genua bis morgen repariert bekommen. Expresszuschlag. Versteht sich. Zwei Stunden später ist das Segel runter und im Loft. „Sieht ja eigentlich noch ganz gut aus. Verschiedene Sachen müssen genäht werden, vor allen Dingen der lange Riss muss fachmännisch repariert werden. Die Reparatur in Trinidad war optisch o.k. technisch war klar, dass sie neu reißt.“ Bis morgen soll die Reparatur erledigt sein. Ich frage vorher nach dem Preis und akzeptiere 500 Euro. Don Dinero segelt mit. Ich weiß gar nicht mehr wie ich den ganzen Schiffsunterhalt mit den paar Gästen bezahlen soll, die ich im Moment auf dem Plan habe.

Karine kommt am Dinghydock mit Aussenborder Anneliese um 16:05 und entschuldigt sich erst einmal für die fünf Minuten Verspätung. Nette Beamtin. Dabei hat sie zwei Beamte mit schusssichern Westen und Maschinenpistolen. Bisschen wie Sonntagabend bei Tatort. Die Beamten tragen Anneliese mit mir zum Dinghy. Was ein Service. Karine und ich verabschieden uns. In Anbetracht der bewaffneten Beamten nehme sie jetzt mal nicht in den Arm und knutsche sie. Ich bin so froh mein Dinghy und meinen Aussenborder wieder zu haben. Was wäre das für ein Stress gewesen die beiden Sachen wieder neu zu beschaffen. An Bord klebe ich die Bruchstelle des Steuerarms. Ich bin guter Dinge das das halten wird.

Martinique, speziell Le MArin, steht ganz oben auf der Liste der Orte an die ich gerne wiederkommen werde. Die Preise im Supermarkt sind zu ertragen, die Reparaturmöglichkeiten, Werkstätten etc. sind mindestens so gut wie in Trinidad. Das war nicht das letzte Mal, dass ich hier war.


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MAYALENA Dinghy geklaut

{Time:08:00:00}
{Date:20190408}
{Position:14°27.6998’N, 060°52.2636’W}
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{Photo:20190408}
{Title:MAYALENA Dinghy geklaut}

Welcome to MARTINIQUE

Es fängt gut an in Frankreich. Am Abend gehen wir essen in der Marina von Le Marin. Unser Red Dinghy MAYALENA schliessen wir am Dinghy Dock mit Kette und Vorhängeschloss ab. Sicherer geht es eigentlich nicht. Das Essen auf dem Hot Stone ist gut und üppig. Zurück am Steg ist das Dinghy weg. Ist mir ja noch nie passiert. Hinter dem Boot ja. Selber schuld. Aber am Dinghydock neben einem belebten Restaurant. Das ist schon unverschämt. Schnell finden sich hilfsbereite Segler und wir suchen mit zwei Booten die nähere Umgebung ab. Aber das Dinghy bleibt abtrünnig. Scheiße. Hier mal der Text, den ich in alle Richtungen und Kanäle poste, die ich so habe.

“Hier ist das deutsche Boot MARLIN mit Skipper Michael. Unser Beiboot wurde letzte Nacht zwischen 22:00-23:30 Uhr am Indigo Factory Dinghy Dock entwendet. Es handelt sich um ein 3,5 Meter rotes NAID Inflateable Dinghy mit Aluminium Boden mit dem Namen MAYALENA tender to SY MARLIN. Es ist ausgestattet mit einem Mercury 30PS Aussenborder. Das Dinghy war mit einer Kette am Steg abgeschlossen. Wer Hinweise geben kann bitte um Info über CH 68 oder folgender Telefonnummer oder Whats App: +49 157 51147894“

Ich sitze beim Einklarieren. Das macht man hier sinniger Weise selbst am Rechner der Capitanrie für 5€. Christian von der SY FÜRRIT hat mich abgeholt und rübergebracht. Ich hab ja kein Dinghy mehr. Da klingelt mein Handy. „Micha. Die haben unser Dinghy gefunden.“ Ich freue mich schon, antworte aber gesetzt. „Mit Aussenborder?“…

Über Facebook hat sich Aline gemeldet, die MAYALENA gefunden haben in den Mangroven in einem Seitenchannel dem Artimer Canal. Hierher haben die neuen Besitzer meines Aussenborders das NAIAD Dinghy geschleppt und das schwere Schloß geknackt. Sie wollten den 20 Jahre alten Aussenborder. Das Dinghy haben sie treiben lassen. Glück im Unglück? Nun. Ich habe das Gefühl das mich ein Unglück nach dem anderen jagt im Moment. Jeden Morgen erwarte ich schon was Neues. Christian schleppt mich mit dem Dinghy ab zur MARLIN und die 3,5 PS Seekuh kommt drauf. Wir sind wieder mobil. Ein Teil des Schadens deckt die Versicherung. Der Restschaden ist ausreichend um wieder fünf Schritte zurück zu gehen. Wo ich grade gestern einen Schritt nach vorne gegangen bin und mich mit Calle geeinigt habe, er bis zum Monatsende auf der MARLIN bleibt.


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Vite Vite mitten durch Übersee-Europa

{Time:23:00:00}
{Date:20190405}
{Position:14°30.1703’N, 061°05.3089’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Les Anses d’ Anlet / Martinique}
{Target:St. Lucia}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:29°}
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{Vimeo:}
{Photo:20190405}
{Title:Vite Vite mitten durch Übersee-Europa}

Don Dinero segelt auch mit…

Es geht hurtig los von Guadeloupe. Wir waren garnicht an Land ausser dem einen Mal um Ein- und Auszuklarieren. Die Spätfolgen vom Ärger mit den Beamten in Antigua. Am 6ten April muss ich in Antigua sein, um meinen neuen Mitsegler Urs abzuholen. Mir geht das alles viel zu schnell. Aber was soll ich machen. Der Passat bläst ordentlich im Moment und zwischen Guadeloupe und Dominica liegt die MARLIN ordentlich auf der Seite. Wir sind ordentlich schnell im Kanal unterwegs mit 9 Knoten, als mir die Eingebung kommt, dass Wasser in der Bilge ist. Ich hebe das Bodenbrett in der Küche an und da schwimmen die Coladosen in einer braunen Brühe. Ich stecke mit meinen Finger in die Brühe und dann in den Mund. Ja, so macht man das um sein Gewissen zu beruhigen. „Süsswasser.“ Also Wasser aus einem Tank. Ich schalte die Druckwasserpumpe und die Grauwasserpumpe ebenfalls aus. In meinem Kopf schwirren Fragezeichen. Ganz klar ist mir das nicht, aber Skipper Jan hat mir erzählt, dass er die Grauwasserpumpe aktiviert hat, die ich aber deaktiviert hatte. Kann nur daran liegen. Kaum in der Abschattung der Insel Dominica, liegen wir nicht mehr ganz so schräg. Ich pumpe die Bilge leer. Alles gut. Kein neues Wasser drin. Muss ich mir am Ankerplatz noch mal genau anschauen. Für die Nacht ankern wir also illegal 100 Meter vor Dominica, wo Jan vor einem Monat schon geankert hat. Kann ja nicht falsch sein. Wir fahren quasi blind dahin, lassen den Anker fallen. Schnarch.

Der Tag danach beginnt mit der Coast Guard, die uns kontrolliert. Ich erzählen ihnen, dass wir wir einen Kühlwasserimpeller tauschen mussten. Standardantwort. Nach Kontrolle der Pässe und Schiffszertifikat dürfen wir weiter. Ab in den nächsten Kanal zwischen Dominica und Martinique. Jetzt bei Tageslicht sehe ich das die letzte Genua Segelreparatur wohl eher unfachmännisch war. Direkt neben dem Flicken ist ein neuer ellenlanger Riss durch den die Sonne scheint. Na prima. Wir segeln also mit mehr Groß und der Fock. Also nur noch mit 7 Knoten bei 20 Knoten Wind. Wieder schräg, ich rutsche aus an der Winsch und falle unglücklich auf meinen Wadenmuskel. Aua. Davon werde ich zwei Wochen was haben merke ich, als ich wieder aufstehe. Muskelzerrung.

Super Segeltörn. Mitsegler Calle ist leider wieder seekrank. Ich segel den ganzen Tag, den ganzen Kanal, jeden Squal quasi einhand. Auch sehe ich Rauchwölkchen aus seinen Ohren kommen. Er hat ein Südamerika-Budget und sieht seine Felle schwimmen. Ein Besuch im Supermarkt reicht schon um gefrustet zu sein. „Wenn ich auf dem Level zwei Monate mit Dir segel, kann ich wieder nach Hause fliegen. Dabei haben wir gar nichts besonderes gekauft.“ Morgen wird Calle mir erzählen, dass er kein Geld mehr hat und umsonst mitsegeln will. Hand gegen Koje. Kenne ich auch schon. Mache ich aber nicht. Ich nehme niemanden ohne Kojengeld mit. Don Dinero kommt ins Spiel und unsere Wege werden sich trennen. Schade. War aber zu erwarten. Seinen Pass bekommt er aber erst wieder, wenn wir zusammen bei der Immigration waren ;-)

Am Abend fällt der Anker nach zwei sportlichen Segeltagen in Les Anses d’ Anlet. Jan war schon hier vor zwei Monaten. Muss ich also nicht drüber nachdenken. Calle und ich fallen in die Kojen. Schnarch. Neuer Tag, neues Glück.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 54 Martinique – Grenada. Noch zwei Plätze frei!
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Antigua liegt im Kielwasser

{Time:23:00:00}
{Date:20190402}
{Position:16°18.4724’N, 061°47.9342’W}
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{Vimeo:}
{Photo:20190402}
{Title:Antigua liegt im Kielwasser}

Supergeiles Segeln in der Straße von Guadeloupe

Ich habe den ganzen Mist mit Marco immer noch nicht verdaut. Das wird wohl auch noch ein bisschen dauern, vermute ich. Mitsegler Calle an Bord zu haben ist dagegen alles andere als belastend. Sein Kama, seine Ausstrahlung ist Ruhe und Gelassenheit. Heute ist für Calle ein wichtiger Tag. Zum ersten Mal geht es über eine längere Strecke über das offene Meer. Mit Halbwind, Böen mit 25 Knoten reiten wir durch ordentlich Welle, die auch schon mal an der Bordwand der MARLIN hochspritzt bis ins Cockpit. Wie so oft, geht es um das Thema Seekrankheit. Calle hatte mal Kontakt mit Seekrankheit, in Verbindung mit Alkohol. Das sitzt tief im Unterbewusstsein. Er ist außergewöhnlich ruhig. Ich rate ihm erst mal nicht unter Deck zu gehen und seinen Blick auf dem Horizont zu halten. Später nickt er ein bisschen weg. Danach hat er Seebeine. Geschafft. „Das wird was mit Dir. Du bist auf dem richtigen Weg.

Wir erreichen Deshais auf Guadeloupe. Europa. Zum Einklarieren ist es zu spät. Komisch. Mein iPhone bekommt keine Verbindung. Scheint aber normal zu sein. Zeit für ein Pastis, denke ich mir. Mit Meerblick gibt es WLAN und wir lernen Julia & Carsten & Tochter Rosali von der SY Röhn kennen. Hey. Bis die Rechnung kommt, ein wunderschöner Abend… 9 Euro für ein Bier. Hallo? Wir verlegen ganz schnell auf die RÖHN. Es wird ein ganz lustiger Seglerspontanpartyabend. Heyheyhe… Morgen mehr dazu.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Piratenschatz gefunden

{Time:12:00:00}
{Date:20190401}
{Position:17°00.9510’N, 061°46.4812’W}
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{Photo:20190401}
{Title:Piratenschatz gefunden}

Von der Pech- zur Glückssträhne

“Ich habe eine Monster-Conch gefunden. Groß wie ein Fußball. Komm schnell.“ Calle sieht gut aus, so auf der MARLIN. „Sollen wir heute Schnorcheln gehen?“, fragt er mich im Pilothaus sitzend, während ich mich unten im Salon mich mit dem Thema „Zwischenmenschliche Kommunikation“ über What’s App beschäftige. „Ich komm gleich. Hol schon mal die großen Flossen aus dem Keller.“ „Wo sind die?“ „Im Regal Backbord unten.“

Keine 15 Minuten später sind wir mit dem Dinghy nahe der kleinen Insel Bake Island und lassen uns ins etwas trübe Wasser fallen. Calle fällt fast dem Monsterrochen auf den Kopf, der seine Kreise unter uns zieht. Links von uns eine große Seegrasfläche. Hier finde ich eine kleine, aber schon essbare Conch Schnecke. Fische zum speeren gibt s keine. Da sind die Locals wahrscheinlich schon sehr gründlich beim Abfischen.

“Hast Du die spanische Kanone gesehen, die dort auf nicht mal fünf Meter Wassertiefe liegt?“ „Eh Calle. Wie geil ist das denn. Hast Du ein Glück. Ich tauche auch runter und entdecke direkt darunter, komplett bis fast zur Unkenntlichkeit mit Korallen bewachsen, eine kleine Truhe wie man sie sonst nur im Film sieht. So mit Beschlägen aus Stahl und einem Vorhängeschloss. Mit dem kleinen Dinghyanker können wir die Truhe heben und an Bord des Dinghys bekommen. Schnell fahren wir zur MARLIN und bedecken die Truhe mit Flossen und Neoprenanzügen, damit uns keiner sieht. „Stell Dir vor die erwischen uns. Die Truhe ist Eigentum vom Staat Antigua!“ „Ach Calle. Du bist einfach zu gut und zu deutsch erzogen. Das ist unsere Truhe. Ruhig jetzt!“ Mit dem kleinen Kran für den Aussenborder heben wir die Truhe auf die Badeplattform. Ich hole schnell den Winkelschleifer aus dem Motorraum und das Schloß ist in zwei Minuten abgeflext. Mit der Brechstange machen wir vorsichtig den Deckel auf. Darunter. Goldmünzen. Wahnsinn. „Teilen?“ Calle schaut mich an. „Ich bin kein Teiler!“, antworte ich und schlage ihm auf die Schulter. „Alles gut. Wir teilen.“ Wir behalten die Münzen und der Rest der Truhe versinkt auf 7 Meter unter der Badeplattform. Was die ca. 250 Münzen wert sind, werden wir wohl erst später erfahren. Erst einmal finden die Münzen doppelt und dreifach verpackt ihren illegalen Weg in die Tiefen der Bilge. Das wir jetzt nie wieder arbeiten müssen ist unwahrscheinlich, aber vielleicht findet sich ein Liebhaber und die MARLIN kann endlich ein paar neue Segel bekommen.

Aber es sind noch nicht genug Wunder heute geschehen. Morgen werden wir illegal auslaufen nach Guadeloupe. Die Immigration will uns, als vor allen Dingen mich nicht auslaufen lassen. Am liebsten würden sie mich ins Gefängnis stecken bis Marco Rast wieder auftaucht. Tot oder lebendig. Ich sehe mich schon bei Wasser und Brot, endlich mein Zielgewicht von 75kg erreichen. Ich habe allerdings Glück und die Polizei sieht es als ausreichendes Lebenszeichen von Marco Rast an, dass er sich per email einmal bei dem deutschen Honorarkonsul Torsten Stenzel gemeldet hat. Seit dem ist er wieder von der Bildfläche verschwunden. Torsten, auch Segler, verbringt seinen Samstag damit alle Hotels mit Hilfe der Polizei anzurufen und über die Insel zu fahren um Marco Rast zu finden. Keine Spur.

Torsten glaubt mir und setzt heute alle Hebel in Bewegung, so dass der Immigration Supervisor mir den Ausreisestempel geben muss. Eine Stunde vor Büroschluß des Customs- und Immigrationbüros in English Harbour knallt die Beamtin des Ausreisestempel in meinen und Calles Pass. Danke an Torsten. Ohne ihn wäre wirklich nur der illegale Weg geblieben und die Rückkehr nach Antigua für meine restliche Lebenszeit wohl nicht mehr ohne Zittern abgegangen. So eine Geschichte wie mit Marco Rast ist mir noch nie passiert und ich hoffe für ihn, dass er weder Skipper Jan, noch mir oder Konsul Torsten über den Weg läuft. Ich würde für nichts garantieren. Meine zukünftigen Mitsegler bekommen ihre Ausweise erst wieder zurück wenn sie ausklariert sind. Ob das gesetzlich korrekt oder unkorrekt ist, sei mir mal egal. So etwas passiert mir nicht noch einmal.

Die Conch findet ihren Weg in den Druckkochtopf. Mit etwas Gewürzen und Gemüse gar gekocht, einer Dose Kokosnussmilch abgeschmeckt, verfeinert sie uns den Abend. Frankreich, wir kommen. Mit Clearance aus Antigua und einem Sack voll Gold.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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Ein neuer Stern am Himmel

{Time:22:00:00}
{Date:20190327}
{Position:17°04.6398’N, 061°40.4313’W}
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{TempWater:26°}
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{Photo:20190327}
{Title:Ein neuer Stern am Himmel}

Calle löst den Knoten

Wenn Calle das Wirrwarr lösen könnte, dass es um Ex Crew Member Marco Rast gibt, würde er das sofort machen. Diese Aufgabe hat aber jetzt das deutsche Konsulat übernommen. Nach erster Reaktion und Lebenszeichen von Marco Rast nun auch erfolglos. Marco möchte weiterhin seinen Wohnort nicht preisgeben, nicht zur Immigration kommen um aus unserer Crewliste auszutreten. Die Immigration gibt mir die Schuld, weil ich ihm seinen Reisepass gegeben habe bevor er von der Crewliste gestrichen war. Die Polizei sagt, ich darf keine Pässe einbehalten, weil diese persönlichen Eigentum meiner Gäste sind. Ich träume nachts schon davon, dass sie mich demnächst in Haft nehmen, damit sie schon mal einen Schuldigen haben. Dank Marco Rast hab ich hier Probleme die keiner haben will. Hat Jan oder ich ihm was getan? Der Abschied war herzlich: „Wir sehen uns dann am Freitag auf der Immigration.“ Ich kann meine Gäste doch nicht einsperren, wenn sie gerne das Schiff verlassen wollen.

Calle steuert seinen Flysurfer unglücklich durch ein Windloch. Der Tubeless Kite fällt wie ein arabischer Schleier zu Boden. Da ist aber Wasser. Die hundert Leinen, verdrehen und vertörnen sich. Mit dem roten Dinghy rette ich MARCO und seinen blauen Flysurfer, den er so sehr liebt, wie ich meinen alten Slingshot Kite aus 2013. Am Strand helfe ich Marco den Weg aus tausendundeinen Knoten zu finden. Ich kenne den Spagettiknoten-Frust. Nach einer Stunde ist der gordische Knoten gelöst und stolz startet Calle seinen blauen Kite wieder in den Himmel. „Das war das letzte Mal Knoten“, meint Calle. Ich grinse.

Calle und ich, wir verstehen uns super. Calle hat ein Händchen für alles was sich um Wasser, Wind und Segeln dreht. Dabei ist Kalle blutiger Anfänger. Er lernt noch Knoten und das Zusammenspiel vieler Alltäglichkeiten an Bord. Er hat einen klaren direkten Blick. Das gefällt mir. Als mein Kite Lehrer darf er mir ständig sagen was ich falsche mache und wie ich es besser machen soll. Vielleicht keine schlechte Ausgangsposition. Am dritten Tag kann ich nun Höhe laufen mit dem Kite. „Das was so grade geht mit deinem alten Sack“, meint Calle. „Das ist Schrott von 2013. Du braucht zwei neue Kites. Sonst wird das nie was.“ Aber ich hänge ja generell gerne alten Lieben hinterher. Wenn alle Gäste und Mitsegler wie Calle wären, wäre meine Arbeit als Skipper ein Traumjob. Ein gesunder Mix aus Leben und Leben lassen.

Hinter der MARLIN ist ab Sonnenuntergang Party. Dutzende von Jackfischen, angezogen vom hellen LED Strahler unter den Solarpanels treffen sich zum Abendessen. „Ich fange jetzt einen Fisch. Gib mir bitte eine Angel.“ Nur zwanzig Minuten später zieht Calle was das Zeug hält und an die Oberfläche kommt ein ausgewachsener Sandrochen. Mit dem Gaff befördere ich das arme Tier auf die Badeplattform, entferne den Haken und schenke dem Tier das Leben. Ich muss an den Lehrer in Findet Nemo denken. Calle sieht das auch so. An so einem Rochen ist ja nicht viel Fleisch dran. Der Tag endet früh in der Koje. Mir tut alles weh vom Kiten. Muskelkater ohne Ende. Calle ist ein einziger großer Sonnenbrand. „Ich hab mich komplett eingecremt“, verzeiht sich Calle selbst und hält seine 30er Sonnencreme hoch.


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Lost Crew Member hat sich gemeldet

{Time:22:00:00}
{Date:20190326}
{Position:17°04.6398’N, 061°40.4313’W}
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{Place:Antigua Green Island}
{Target:Martinique}
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{TempWater:26°}
{Wind:18kn/E}
{Wave:0,0m}
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{Photo:1}
{Title:Lost Crew Member hat sich gemeldet}

Calle ist an Bord

Kurz und Knapp zum Vermisstenfall Marco Rast: Die Antigua Polizei hat das deutsch Konsulat eingeschaltet. Honoray Consul of the federal Republic of Germany Antigua Torsten Stenzel meldet sich bei mir. Torsten ist supernett und wir telefonieren, ich kann ihm noch ein paar Infos mehr geben die in der Vermisstenanzeige nicht stehen. Nach dem Telefonat mache ich eine What’s App Gruppe auf mit den Teilnehmern Gesuchter Marco Rast, Skipper Jan, Consul Torsten und ich. Consul Torsten postet seine Karte und schreibt das das Landeskriminalamt an dem Fall dran ist sich Morgen melden melden wird. Drei Stunden später kommt die Meldung, das sich Maro Rast beim Consul gemeldet hat und am Freitag mit ihm zusammen zur Immigration geht um sich aus unserer Crewlist auszutragen zu lassen. Komisch, wie schnell das gehen kann. Plötzlich ist er da. Ich verstehe das alles nicht. Da bin ich ja mal gespannt ob er sich vor allen Dingen bei Skipper Jan entschuldigt. Na ja. Zumindest ist ihm nix passiert und wir können das Land verlassen um rechtzeitig die neuen Mitsegler in Martinique aufzunehmen. Die Vorstellung, die Polizei hätte seine Leiche gefunden und ich wäre der letzte gewesen, der ihn gesehen hat, ist jetzt irgendwie nicht prickelnd.

Zwischenzeitlich ist Calle eingetroffen. Ich hole Calle vom Flughafen ab. Mach ich normalerweise ja nicht, da ich aber grade eben noch ein Auto habe, ergibt sich das. Calle sieht ganz anders aus als auf seinem WA Bild. Wir grinsen uns an und schon verstehen wir uns gut. Calle hat grade sein Studium abgeschlossen und will für ein paar Monate Kite & Backpack in Mittel- und Südamerika machen. Anfangen tut er genau richtig. Auf der MARLIN. „Wo kommst Du grade her? Eigentlich aus Flensburg.“ „Was. Wie bitte. Du kommst aus Flensburg?“ Zwei Wahl-Flensburger treffen sich aus Zufall in Antigua. Is das nicht ein Ding?

Calle passt. Calle ist Kite Instructor und reist mit einem zweiteiligem Kitebord und einem Flysurfer Kite. Er hat alles bedacht, eine Drohne im Gepäck und tausend und eine Ideen, wie er seine Reise dokumentieren will. Nachdem Calle angekommen ist, noch nicht seine Sachen ausgepackt hat, fahre ich mit ihm zum Strand, drücke ihm einen MARLIN Kite und ein Bord in die Hand und das erste was Calle macht: Er kitet wie ein Star übers Riff. Ich stehe mit offenem Mund am Strand und staune darüber wie und wie lange er in die Höhe springt.

Der Deal ist klar. Ich bringe Calle segeln bei, Calle bringt mir Höhe laufen bei. Heute komme ich auf’s Wasser. Erst mal geht so ziemlich alles schief. Mein Kite hält die Luft nicht, der Flysurfer hat Spaghettiknoten und Calle will mein Door Board über Bord schmeissen. Gut das ich noch das Airrush Board habe. Damit kann ich Calle besänftigen. Der zweite Versuch klappt besser. mIch fahre sogar etwas Höhe heute.

Das Video stammt von Max und seiner ansässigen Kite Schule.


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