Archiv der Kategorie: SY Marlin

Wind hat’s auf 29 Grad N

Schwerwettertraining gefälligst?

Um 14 Uhr gestern hat es, wie mit dem Schlag der Turmuhr, den Wind auf Nord gedreht. Um 16 Uhr hat dann jemand den Schalter für die Windmaschine eingeschaltet und Wnuki wieselt auf den Knien, immer schön eingepickt, über das Deck und klärt noch mal nach. Dinghy war noch nicht sturmsicher vertäut, Running Backstay stb noch nicht gesetzt. Baumniederholer klemmt und viele andere Kleinigkeiten. Von meiner CREW ist nicht viel zu sehen. Eine unsicher daherschauende Birgit sitzt mit Erdmännchenaugen im Pilothaus. MARLIN, noch im zweiten Reff und gereffter Genua, nutzt die Gelegenheit schon mal zu zeigen, dass sie eigentlich ein Wolf im Schafspelz ist. Sie neigt den Mast, zieht den mit Bullenstander gesicherten neun Meter langen Baum, mit dem Ende durchs Wasser und die Logge ist permanent zweistellig vor dem Komma. Nun. Wnuki hat nach dem langen Motoren auch Spass am Run bei 35 Knoten Wind. Aber wie ich dann feststellen muss, bin ich der Einzige der Spaß hat. Es wird schnell dunkel, 100% Bewölkung und Niesel. Meine Crew bisher mit 3 Bft in Kroatien gesegelt, schaut, wie soll man sagen, etwas uncertain? „Hmm. Stimmt. Die haben Angst. Kennen das ja noch nicht.“ Also fahre ich meinen Spaß runter. Mit Ferdi setze ich die Fock statt Genua, das dritte Reff im Groß. MARLIN interessiert das recht wenig. Die rennt weiter mit 9 Knoten. Die Front, mit dem versprochenen Trade Winds dahinter, rennt über uns hinweg. Zumindest ist es unten schon mal soweit, dass ich ein Fried Rice zaubern kann, Markus den Salat dazu. „Wir laufen bei den Wetter Bedingungen Graciosa nicht an“, verkünde ich nach dem Abendessen. „Segeln wir dann durch?“, fragt Birgit vorsichtig. „Ja.“ „Wann sind wir dann da?“ „Am Dienstag vielleicht? Wer weiß das schon.“

Das war Gestern und die Nacht war dementsprechend. Mitsegler, die es sich ion den Leesegeln versuchen bequem zu machen und ansonsten die Decke über den Kopf ziehen, in der Hoffnung das Skippers Worte wahr sind: „Das Schiff kann das ab. Ob ihr das abkönnt, wird sich zeigen. Ihr braucht also keine Angst zu haben“ Die Nacht ist dunkel, der Himmel dicht bewölkt, nur der Sonnenuntergang kurz davor, der hatte es in sich. Lang gezogener Schwell vor groteskem Himmel. Himmlisch schön wieder auf See zu sein. Nach zwei Nächten setzt der Mikrokosmos ein.

Das war gestern. Heute reißt der Himmel auf, die ersten Passatwölkchen erscheinen am Himmel und Skippers Welt ist wieder in Ordnung. Unten blau. Oben blau. Dazwischen die MARLIN. So wie es sein soll. La Palma, die grüne Insel liegt an. Am Dienstag irgendwann werden wir unser Endziel erreichen. Ich freue mich. Nicht weil der Törn dann zu Ende ist, sondern weil ich dann bald für ein paar Tage Heimaturlaub habe und meine Familie, vor allen Dingen meine Töchter sehen werde.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Endlich wieder Segeln

Nächtliche Kollision

Es fällt mir im Moment etwas schwer gute Laune zu verbreiten. Der ganze Törn ist wie verhext. Dabei hatte ich mich so sehr auf Porto Santo und die Selvagens gefreut. Buchstäblich in den Eimer gefallen wegen diesem Wirbelsturm Leslie, der nun doch wie ich es mir dachte, zwischen den Azoren und Madeira durchgegangen ist und sich nun beim Landfall auflösen wird. Viel Wind um nichts, aber man kann so ein Ding ja nun nicht einfach ignorieren.

Nachdem sich die Wetterdienste alle einigermassen einig waren, haben wir die Leinen in Mohammedia gelöst und sind wirklich sehr schön an der Casablanca Waterfront vorbeigesegelt bei strahlendem Sonnenschein und leichten Winden. Hat mich sehr an Havanna Anfang dieses Jahres erinnert. Das war es dann aber auch mit Wind. Das alte Spiel: Segel rauf und Segel runter. Nachts ist der Wind dann ganz weg und wir motoren an einer anderen Welt in sechs Meilen Entfernung vorbei. Selbst 20 Meter lange Fischerboote fahren hier ohne Licht oder vielleicht noch mit einem weißen Rundumlicht. Geräuschnavigation unter Leichtwind-Segeln. Aus dem Nichts werden wir plötzlich angeleuchtet mit Scheinwerfern. Dann. „KAWUMM. KRATZ. ZONG!“ nehmen wir grade unter Motor, wahrscheinlich eine Fischerboje mit, in der tiefschwarzen Dunkelheit. Am kommenden Tag gibt es für sechs Stunden den langersehnten Nordwind. Endlich segeln. Aber es bleibt nicht lange spassig. Die Welle der MARLIN dreht mit. Der MAX Propellor kann seine Flügel nicht in den Unterwasserfahrtwind stellen. „KLONG. KLONG.“, haut etwas unter Wasser rhythmisch gegen den Rumpf. Na. Mit entspannten Segeln hat das nichts zu tun. Wir suchen uns einen etwas ruhigeren Platz nahe dem Strand von der Stadt Sidi. In Noonsite als der dreckigste Hafen von Marroko beschrieben. Wenn es nicht unbedingt sein muss, tauche ich nicht gerne auf offener See um den Propeller zu klarieren, hier in dem Hafen auch nicht. Markus läßt geräuschvoll den Anker vor der Hafeneinfahrt fallen. Keine Ahnung ob es sich um ein ganzes Netzt handelt oder was auch immer, springe ich mit Ferdi ins Wasser. Ferdi zuerst: „Es ist eine orange Leine, die sich um den Propeller gewickelt hat. Das Malheur ist schnell geklärt. Gott sei gedankt, nicht noch ein neues Problem. Davon habe ich grade echt genug. Passt schon gar nicht mehr auf eine ToDo Liste.

Zeitnah bekommen wir Besuch von den Behörden in einem baufälligen Dinghy, mit noch schlimmeren Aussenborder. „Jaja. Wir fahren schon wieder.“ Markus nimmt den Tampen vom Propeller zwischen die Zähne und knurrt die Beamten an. Alles Spaß. Alles gut. Die beiden Jungs sind nett und bitten uns entweder zu fahren oder in den Hafen zu kommen. Auf stundenlanges Einklarieren habe ich jetzt echt kein Bock, zumal ich die Schiffspapiere in Mohammedia habe liegen lassen. „Ruhig Blut.“ Waren nur Farbausdrucke in Folie geschweißt. Originale liegen in Deutschland.

Seit dem sind wir Tag und Nacht auf See. Wir haben Kurs auf die Nordspitze von Lanzerote genommen und kämpfen weiter gegen den nicht vorhandenen Westwind an und warten auf Sonntag Mittag. Dann soll endlich Nordwind einsetzte. Da kommt schon die Nachricht von Nathalie: „Ob ich den Starkwind gesehen habe.“ Habe ich was verpasst? Ich sehe 20 Knoten aus NE? Ich geh mal raus. Wir dümpeln grade. Die Lust den Motor anzumachen ist gleich null. Das Geräusch kennen wir jetzt zu Genüge.

Mitsegeln auf der MARLIN!

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Erikas Todestag

Hebel auf’s Pult

Krass. Erikas Kompression ist nach hinten losgegangen, ins Kurbelwellengehäuse und dort am Simmerring als weißer Qualm rausgekommen. Kolbenringe kaputt. Weiß der Himmel warum. Kann man reparieren, aber irgendwann reicht es dann aber doch. Erika hat ihr Lebensziel erreicht, dass der Trindianische Mechaniker mir 2014 in Chaguramas prognostizierte. „Ich habe noch nie einen Fischer Panda gesehen mit mehr als 2.000 Stunden auf’m Tacho hatte.“ Recht sollte er behalten. Ich habe natürlich ordentlich geweint. So viele gemeinsame Stunden im Motorraum, Hoffnung, Höhen und Tiefen, mit Rene, mit Lena, mit Julian, mit Jan… und erst die tausende von Euros für Ersatzteile. Damit ist jetzt Schluß. Erika ist tot und die Geschichte damit besiegelt. Ja. Es war abzusehen, dass unsere gemeinsame Lebensbahn irgendwie ein Ende hat. Es gibt eine Nachfolgerin. Ich will aber noch nicht zu viel verraten. Sicher ist, sie wird kein neuer Fischer Panda sein.

Das Schicksal hat also mal wieder zugeschlagen und ich bin erst einmal froh, dass wir nebst dem Generator auch eine große Lichtmaschine zum Laden der Batterien haben. Auch wenn das nur eine temporäre Lösung sein wird. Die letzte Stunden von Erika hat Ferdi mit mir im Motorraum verbracht und die letzten Wiederbelebungsversuche gemeinsam mit mir durchgeführt. Alle die Erika kannten haben großes Mitgefühl.

Am Morgen danach, also heute, ist die Stimmung dann immer noch nicht besser. GFS, ECMWF, die Noaa sind der Meinung das Hurrican Leslie sich den Kanaren zwar nähert, aber dann vor lauter Schreck wieder zurück nach Westen zieht und sich auflöst in ein kleines Tief. Zygrib allerdings sagt, dass Hurricane Leslie uns quasi auf die Pelle rückt un der Kern bis über Lanzarote zieht. Na das sind ja wieder tolle Aussichten. Es dauert eine weitere Stunde, bis ich entscheide, dass wir aufbrechen und Agadir anlaufen um dort auszuklarieren. Also angenehm ist das alles nicht. Heftige Zeiten grade auf der MARLIN.

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Casablanca ist eine Reise wert

In Marokko angekommen

Kein Rumgeheule. Super Crew. 1a. Wir sind angekommen in Mohammedia / Marokko. Nach den üblichen internationalen Einklarierungsvorgängen, Immigration, Customs, Port Police, Marina, haben wir einen Platz, längsseits eines anderen Seglers gefunden, der wohl schon seit einigen Jahren unbewohnt und unbenutzt ist. Der Muezzin verrät deutlich, dass wir in einer anderen Welt angekommen sind. Früh am Morgen laufen wir los. Ich mit Flip Flops. Ein großer Fehler, wie sich herausstellt, denn Birgit, Ferdi und Markus entpuppen sich als die Fußgewandten. „Nö. Lass uns mal laufen.“ Ich, bekannt als eher der Fußfaulist, hinke hinterher. Schnell finden wir uns ein in Mohammedia und nebst dem dreckigen Hafenbereich gibt eine piekfeine Innenstadt mit vielen Palmen, netten Menschen und allem Angenehmen. Unser Ziel heißt Bahnhof. Mit dem Zug geht es nach Casablanca. Casa, das Blanca wird hier gar nicht gebraucht, ist wirklich pittoresk. Durch die Altstadt laufen, was auch sonst, wir, also ich hinterher, Richtung der Hassan II Moschee, dem mit 210m höchsten religiösem Bauwerk der Welt. Direkt am Meer, ist es schon ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk. Bisschen schwierig zu fotografieren. Mit den Fotos ist eh eher schwierig in Marokko. Die Einheimischen finden das gar nicht gut. Rick’s Cafe, ein Nachbau, sehen wir von Aussen. Hat grade geschlossen und der Türsteher schaut nur verächtlich auf meine staubigen Bob Marley Flip Flops. Also wieder mal falsche Wahl. Das die Frauen in Marokko sich hinter Tücher verstecken, kann man so nicht sagen und als wir abends beim Careffour unsere Alkoholvorräte etwas aufstocken, wundern wir uns doch sehr, was hier so los ist. Hier tanzt der Bär kurz vor Schluss.

Der Abstecher nach Marokko ist ein gelungener Zufall und wie der es so wollte, sollte in 48 Std. Nordwind einsetzen, Leslie sich in Dunst auflösen und wir nah an der Küste Richtung Kanaren unterwegs sein. Für jeden, der auf dem Weg zu den Kanaren vom SW Wind überrascht wird, sollte Marokko eine willkommene Alternative sein. Meine Crew und ich, wir sind glücklich. Zur Marina gehört ein Yachtclub mit Pool und Restaurant. Da werden meine drei Mitsegler heute mal vorbeischauen. Ich derweilen schmuse mit Erika, dem Generator, weil sie nicht mehr anspringen will. Wenn wunderst? Mich nicht.

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MARLIN auf der Flucht

Windlos

Die erste Nachtfahrt mit neuen Mitseglern, verbringe ich dann doch meist als gestiefelter Kater mit Rettungsweste auf dem Salonsofa. Mag man ja für übertrieben halten. Ich finde das relativ normal. Ich teile die Nacht durch drei Einzelwachen für Ferdi, Markus und Birgit, die ich einzeln auf ihre Aufgabe bei Nacht einführe und mich dann wieder in Ruhelage aufs Sofa verabschiede. Alles geht gut in dieser Nacht. Keine besonderen Vorkommnisse. MARLIN segelt brav, einsam und lautlos durch die Nacht. Alles in Butter. Die heutige Nacht werde ich zu jedem Wachwechsel dabei sein und mich ansonsten anderen Aufgaben widmen.

Motor Johann brummt sein Lied. Es ist dunkel und der Wind ist komplett eingeschlafen. Wirbelsturm Leslie nimmt nun Kurs genau auf Madeira und dann auf die MARLIN. Ich fühle mich fast schon geehrt. Auch wenn ich immer noch nicht daran glaube dass Leslie es schaffen wird, so habe ich dann doch mit meiner Crew gemeinsam entschieden, dass wir Mohamedia anlaufen. Ein Hafen an der Küste Marokkos, 10 Meilen nördlich von Casablanca. Hier sollten wir uns für den Fall eines Falles sicher vertäuen können. Leslie sollte hier seine Stärke weitestgehend verloren haben. Wie sagt mein 1st Mate Mitsegler Stefan Sturm immer: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Ganz so cool wie das erscheint, bin ich in Wahrheit nicht. Marokkro wollte ich immer schon mal sehen und Casablanca sowieso. Also. Machen wir das beste draus. Ist ja höhere Gewalt. Solange auf der MARLIN alles klar ist und die Stimmung gut, ist auch meine Laune gut. Ich kann mich nicht beschweren. Mitsegler Ferdi hat das Segeln im Blut. Mehr als er bisher weiß. Mach nen wirklich guten Job der ITler aus Wien… Markus eigentlich genauso, der hat aber seinen rechten Daumen mit der Heckklappe unseres Stauraums eingeklemmt und dabei seinen Fingernagel im Kranklenhaus verloren. Dementsprechend ist er eher Einhandsegler im Moment. Birgit gibt alles auf der MARLIN und ist uns wirklich eine große Hilfe. Die Bewegungen des Schiffes machen es ihr aber hin und wieder noch zu schaffen. Nun ja. Wir arbeiten dran. ich bin da guter Dinge, dass sich das noch einspielen wird. Und ich? Der Skipper? Bei mir alles im Lot.

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MARLIN wieder unterwegs

Geschafft. Wir segeln wieder

Die Sache mit Leslie hat mich schon bewegt. Überhaupt ne ziemliche Suppe auf dem Nordatlantik. Braucht doch keiner. Stabiles Azorenhoch und Nordwindpassat und alles wäre wie früher. Soll aber nicht sein. Die derzeitige Prognose von Leslie ist direkt auf unser Zielgebiet, die Kanaren, zu steuern. Super Sache. Das brauchte ich heute. Wir wollten grade mit einem halbwegs passablem Wetterfenster nach Madeira segeln. „Ich blase den Törn ab. Ich kann nicht in einen prognostizierten Wirbelsturm hineinsegeln mit euch.“ Die Münder gehen runter. Ja klar. Alle haben Verständnis. Saefty first! Aber die Enttäuschung ist auch groß. Ich verschwinde wieder im Schiff, studiere Karten und noonsite.com Infos. Ich mach Google Maps Aufnahmen von Häfen zu denen ich keine Handbücher habe. Ziel ist die marrokanische Küste. Zumindest für den Notfall. Ich telefoniere noch mal mit Nathalie und Jan. „Ne, da würde ich auch nicht reinfahren. Mitten in so nen Wirbelsturm.“

Gegen 14Uhr dann liften wir den Anker, verlassen durch eine steile Tidenwelle, die schützende Bucht von Alvor. Dann kocht Motor Johann vor Wut. „Was hat der denn nun schon wieder?“ Der Deckel vom Wasserfilter sitzt nicht sauber und Johann zieht Luft. Nun. Kein Weltuntergang. Aber fängt ja gut an. Wir setzen die Segel bei Wind aus Süd und ganz langsam nimmt MARLIN Fahrt auf, macht sich selbst den Wind gegenan und schwubbs geht die Nadel auf drei, dreieinhalb und vier Knoten, gen Süd. Geht doch.

Ich erwarte weniger als wenig Wind. Ich hoffe bis nach Agadir zu kommen bevor starke Südwinde uns ausbremsen. Oder aber, die Vorhersagen sehen in ein paar Tagen anders aus. Ich glaube immer noch, dass Wirbelsturm Lesly sich entscheidet an den Azoren vorbei zu ziehen Richtung England und sich dann auflöst in ein Tiefdruckkern mit 40 Knoten Wind.

Gerade kommt über Kurzwelle / PACTOR das aktuelle Satellitenbild rein. Oha. Ja dann. Leider fehlt mir Internet Zugriff um mehr über Leslie in Erfahrung zu bekommen. Aber Skipper Jan meldet sich bestimmt wenn er seinen Rausch von der letzten Party am Samstag ausgeschlafen hat. Wir bewegen uns dann eher gemächlich, aber segelnd Richtung Süd.

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Hurrican Leslie und andere Dinge

Nowindsailing

Meine Offshore Neulinge Markus, Ferdi und Birgit machen sich gut. Es liegt sicherlich nicht an ihnen, dass ich nicht zum Logbook schreiben komme. Bootsjunge Julian hat sich spontan gegen die MARLIN entschieden, was zur Folge hat, dass wir alle seine Aufgaben mit zu erledigen haben. Die Crew ist entschleunigt. Drei Raucher und ich mittendrin als mal wieder frisch gebackener Nichtraucher. Aber ich halte durch.

Wir haben Culatra schon längst verlassen, Portimao erreicht und vor Lagos mit dem Mast gewackelt. Die Grundzüge der christlichen Seefahrt sind angeeignet, Sicherheit erklärt und alles ist entspannt. Wir haben ja auch drei Wochen Zeit. Wir sind verproviantiert, Johann ist wieder mal repariert und sogar das Deck und die Fenster glänzen Dank CREW 47. Was für ein Schiff. Was für eine CREW. Freitags segelt der Skipper nicht los über einen Ocean und somit ist Morgen der Start zum Schlag über den Atlantik nach Madeira / Porto Santo geplant. Wenn da nicht Leslie wäre…

Ich wusste noch gar nichts von Leslie, als ich in der Sicherheitseinweisung erklärte: „Ja und wenn wir dann einen Wirbelsturm haben, gehen wir auf diese Internetseite. National Hurricane Center. Upps. Da ist ja einer…“ Hat mich dann komplett aus der Bahn geworfen. Nicht einfach nur wegen dem Hurrican, der seit heute sich direkt auf die Kanaren bewegt und keineswegs geneigt ist, wie üblich über die Azoren nach England abzuziehen. Sondern vor allen Dingen weil der inzwischen herabgestufte Tropische Wirbelsturm auf jeden Fall, egal wohin er auch zieht, mein Wetter für den geplanten Trip über Madeira zu den Kanaren durcheinanderwirbelt. Vorzugsweise SW Wind erzeugt, die Passatwinde vernichtet oder Windlöcher für mehrere Tage bis zu einer Woche erzeugt. Nun hatte ich eigentlich nicht vor, zu den Kanaren mit Motor unterwegs zu sein. „Mistkackeverdammtealte. Muss dass jetzt sein?“

Mitsegeln auf der Marlin!

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The True Two Red Sailboat Story

Ahoi! Culatra.

Wenn zwei Segler sich treffen, die ihr Schiff beide rot angestrichen haben, wenn zwei Segler sich treffen, die ein rotes Dinghy haben, wenn zwei Segler sich treffen, die beide ähnlich nette Kinder haben, so kann das doch eigentlich kein Zufall sein. Oder? Fand ich jetzt doch mal mehr als bemerkenswert und viel zu schade, um diesen Zufall nicht wenigstens einen Post in meinem Lebensblog zu widmen. „Komm Inga. Komm Hagen. Lass mich morgen mal nen Foto machen.“ Es ist mir dann doch gelungen, die ganze Familie mit Erlaubnis, unter der Bedingung der Zensur, abzulichten.

Nun war es auch ein besonderes Erlebnis für mich, zu merken, dass die Begegnung SALMON Family – MARLIN, nicht, wie so oft in den vergangenen Jahren auf See, von der Anwesenheit MayaLenaNathalie abhängig ist, der damit verbundenen Spielbekanntschaft der Kinder, sondern die echte einfache Zuneigung zwischen Inga – Hagen – Michael, den Reiz der letzten Tage vorwiegend bestimmt hat. Die vergangenen Tage in der Nähe der SALMON haben mir gezeigt, dass meine idealistischen Vorstellungen über die Reinheit, Tugend und Unberührtheit von Blauwasserfreundschaften doch real existent sind und nicht nur noch Inhalt von mehreren Schiffs – Gästebüchern mit vergilbten Fotos aus vergangenen Zeiten. Gezeigt, das der Traum vom Meer sich immer noch lohnt.

Meine Ziele, neu gewürfelt durch die Erlebnisse der letzten Jahre, Monate und Wochen, fügen sich in zauberhafter Art und Weise zu einem neuen Kaleidoskop, das ich jede Nacht in meinen Träumen, vor meinem geistigen Auge drehe und bunte Antworten bekomme, über das was ich zu tun habe, stattdessen was ich grade tue. Huhibuh. Da passt es doch, das ich heute mit meiner neuen Crew den Anker aus dem Mud des Ria Farmosa gezogen habe und den Bug der MARLIN Richtung West gerichtet habe. Schon schwojen wir eine viertel Meile vor dem Touristenort Oura, dem wir Morgen bestimmt keinen Besuch abstatten wollen. Tolle MARLIN, mit der man so schon mitten im Nirgendwo den Anker schmeissen kann, eine Packung Spagetti aufmacht, ein Glas Wein, ein paar Blätter Salat und eben soviel Tomtenscheiben zu einem wunderbaren Abendessen vereint und die Welt ist einfach in Ordnung.

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Start in eine neue MARLIN Episode

CREW 47 Vollständig an Bord aufgenommen.

Tja Daniel. Hmm Rui. Jetzt seid ihr nicht dabei… wenn Skipper Micha seinen Albacore Thunfisch durch den Koriander-Zitrone-Soja-Gewürzsud mit einem Schuß Honig zieht, wenige Minuten später die köstlichen Zweizentimeter Steaks auf Deinem Teller im MARLIN Salon dein kulinarisches Herz in die Höhe hüpfen lassen. Mit dabei sind nun neben Birgit, Markus und Ferdinand. Es war mein ausdrücklicher Wunsch mit kleiner Crew die neue MARLIN Saison zu beginnen. So habe ich die Vorkabine für mich selbst, bin entspannter und gemütlicher mit meinen Gästen. Eine Tür zwischenzeitlich auch mal zumachen zu können, ist für mich wichtig geworden.

Nachdem gestrigen Ankommen der neuen Crew ging es auch direkt los. Ein letztes Beach-Barbecue. Kann man sich in Deutschland bestimmt gar nicht mehr vorstellen. Hier scheint immer noch die Sonne. Keine Wolke am Himmel. Mit meinen Freunden von der SY SALMON treffen wir uns am Strand. Ankommen heißt die Devise und für mich ist es Abschied nehmen. Das war das letzte mal am Culatra Strand.

Alles geht wieder seinen normalen Gang. Die erste gemeinsame Nacht an Bord, das erste gemeinsame Frühstück an Bord und dann direkt Schule. Sicherheitseinweisung. Und der Wnuk, der kann reden… Gehört eben dazu. Nun. Wir haben ein paar Tage Segeln unter Land Richtung Sagres, bevor es auf das große weite Meer geht. Also reduziere ich die Schulzeit auf drei Stunden. Danach ist unter Deck erst mal im Groben alles klar. Alles weitere kommt unterwegs. Morgen geht es dann los. Aber ruhig. Mal ganz gemütlich. Wir haben ja ordentlich Zeit. Meine Mitsegler sind auch sehr gemütlich, sehr angenehm.

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Kurzwelle & PACTOR lebt wieder

Schraube locker

Die Orange handliche Werkzeugkiste Kiste ist beliebt. Bei Reparaturen an Bord und beim Segeln landet hier immer alles was übrig bleibt drin. Es bleibt immer viel übrig. Kann auch keiner wirklich aufräumen, weil nur ich kann entscheiden was Müll ist und was nicht. Keiner will zu hören bekomme: „Bist Du wahnsinnig? Du hast die Tube Duralac weggeschmissen?“ Wnuk eben. Skipper eben. Noch schlimmer. Eigner eben. Einen ganzen lieben langen Tag habe ich gebraucht um gefühlte zwei Tonnen von Schrauben einzusortieren, damit man vor allen Dingen auf See, schnell und effizient findet, was man grade benötigt um eine Reparatur mit Bordmitteln auszuführen. Irgendwann bildet man sich einfach ein, dass es Spaß macht, nachher alles ordentlich zu haben.

Kunde und Segelfreund Alex hat mich in den letzten Wochen fast wahnsinnig gemacht. Vor Jahren habe ich einen M801E mit PACTOR DR7400 Modem auf seiner Amel in La Rochelle verbaut. Alles gut. Aber irgendwie bekommt er seit einer gewissen Zeit keine vernünftigen PACTOR Verbindungen mehr zustande. Nun liegt sein Schiff in Lanzarote und irgendwie muss ich mich per e-mail und Telefon durchfragen. Ich kann die Fehlfunktion nicht lokalisieren und nicht erklären. Am schlimmsten finde ich dass die MARLIN Kurzwellenantenne wegen Renovierungsarbeiten derzeit an der Reling angebunden ist, der Antennentuner liegt an der Seite. So kann ich grade nicht mit Alex Funken oder seine schlechten Verbindungen nachvollziehen. Jan hat schon mal alles alles für’s Lackieren vorbereitet. Gespachtelt und geschliffen. Alle Schrauben setzte ich jetzt mit Isolierhülsen und 3M 5200 ein und hoffe der Sieger zu werden über die Elektrolyse und Korrosion. Auf der IRON LADY war es Rost, hier ist es Magnesiumoxid. Eben alles irgendwie Mist. Wie man es macht, man macht es falsch. Das ist eh Skippers Los in vielerlei Hinsicht.

Wir haben an Deck inzwischen so viele kleine Problemstellen an und unter der Decksware, dass Lackierer Allan aus Trinidad das zwar alles machen kann wenn wir im Januar da ankommen, aber eben nur aussen rum. Der nimmt natürlich keine Winschen und Beschläge ab und bekämpft die Ursache, sondern nur die Auswirkungen. Wäre ja auch unbezahlbar. Folge ist: Das sieht 6 Monate gut aus und dann blüht es wieder los. Also habe ich einen kleinen Airbrushkompressor im Motorraum platziert und eine kleine Lackierpistole. Spotpainting nennt man das. Klappt ganz gut. Könnte man sich jetzt für die nächsten 3-4 Monate jeden Tag mit beschäftigen. Geht natürlich nicht. Am Samstag kommen Gäste und dann kann die MARLIN ja keine Baustelle sein. Dann wird wieder gesegelt.

Seit heute steht die Kurzwellenantenne wieder an Deck. Der Tuner ist wieder an seinem Platz und der DCDC Blocker neu verkabelt. Alle Kabelenden sind mit der Ringschuhen verlötet und mit selbstvulkanisierendem Tape umwickelt. Es ist natürlich spät und dunkel, als ich zum ersten Male auf die Sendetaste drücke und laut ins Mikro pfeife. „Bombensignal“ Ich mach noch ein paar Pfeiftests auf den üblichen Frequenzen. Sechs, Sieben, Zehn, Vierzehn, Achtzehn und Einundzwanzig Mhz. Alles super. Immer bestens abgestimmt. Anlage läuft wieder. Auf 8 MHz verbinde ich mich mit der Sailmail Station in Belgien und schicke ein kleine Bild mit 40kb in zwei Minuten. Speedstufe SL 9 und bis zu 23.000 bytes in der Minute. Das ist so, wie es sein soll. Das das bei Alex nicht läuft. An den Ausbreitungsbedingungen liegt es nicht Alex.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Die Lage in Culatra: Beschissen

Blauwassersegeln

Ich bin alleine auf der MARLIN und geniesse jeden Atemzug der Ruhe. Ich habe mich definitiv übernommen seit Jahresanfang. Gas geben statt Nachdenken – Mit fast jedem zwischenmenschlichen Kontakt entstand in dieser Zeit mehr oder weniger auch eine finanzielle Erwartungshaltung. Leistung gegen Geld. Meine Leistung. Oder Leistung für andere. Dienstleistung. Sachleistung. Begeisterung, Erwartungen, Entäuschungen, Missverständnisse, Erfolge und Misserfolge. Die gesamte Palette menschlicher Verhaltensmuster. Der Mast der MARLIN wackelt.

Eine Ankerkette rasselt. Hinter mir und der MARLIN ankert eine Feltz Yacht aus Stahl. Fast so wie die IRON LADY. In rot. Da lasse ich es mir natürlich nicht nehmen anzuklopfen. Da steht der junge H. und wir kommen so ins Quatschen an der Bordwand. Nett. Eine Familie auf dem Weg um die Welt. Drei junge blonde Kinder stecken den Kopf aus dem Cockpit. Eine junge attraktive Mutter gibt es auch noch dazu. Da werde ich rührselig sentimental. Ich werde schmerzhaft an meine Vergangenheit erinnert. Da gab es auch Probleme, aber es drehte sich nicht alles um’s Geld. Da war die Welt noch in Ordnung. „Wir sehen uns später. Bestimmt.“

Die meisten Probleme lösen sich für mich von alleine. Nun bin ich aber auch, wie kann man das sagen, stimmungsschwankender Mensch. Ich habe meine Ziele klar vor den Augen und bin es gewohnt diese auch zu erreichen, mit einem entsprechenden Ehrgeiz, der mir mit in die Wiege gelegt worden ist. Große Ziele kann ich nicht mehr unbedingt alleine erreichen oder eben zu langsam. Erreiche ich meine Ziele absehbar nicht, werde ich direkt. Stillstand ist Versagen… Was geht ab Wnuk? Nun, es passieren Veränderungen in mir, die mich intensiv beschäftigen. Ich brauche dringend mal wieder ausschliesslich Wasser um mich herum, sternklare Nächte, fremde Küsten und neue Ufer.

“Ich möchte aber nicht, dass unser Kennenlernen bei Dir im Blog erscheint.“ H. hat auch klare Vorstellungen. H. steht auf der MARLIN und wir freunden uns an. Ohne Ziele. Ohne Absichten. Einfach so. Zwei Segler treffen sich, mögen sich und beide haben etwas zu sagen. Muss jetzt auch nix von stehen in Wnuk’s Blog. Wer’s nicht mag. Alles gut.

Am Samstag war die letzte Party in Culatra, in der Open Air Turnhalle. Agustin und ich kamen quasi unbeabsichtigt von Olaho kommend, vorbei an Culatra. „Da müssen wir aber noch vorbeischauen.“ Es ist die letzte Party in dieser Saison. Mit DJ und Popo wackeln, Bier und Sangria aus der Zapfanlage. Culatra wie es leibt und lebt. Alle sind da und es wird natürlich spät. Oder früh. Es war ein bisschen wie Abschied. Passt. Ich schnorchel um die MARLIN. An ein paar Stellen ist keine Antifouling mehr. Kleine Koralleninseln haben sich gebildet. Auch die kommen weg. Ich habe lackiert und die Winschen wieder angebaut. Ich miste das Werkzeug aus und wieder ein, so wie ich es immer mache. Die meisten Probleme lösen sich eben von ganz alleine. Morgen kaufe ich mir wieder ein Kilo Gelassenheit, 2kg Glücksgefühl und 500g Liebesextrakt auf dem Markt. So einfach ist das. Am Samstag kommt dann die neue Crew und wir lichten den Anker. Mensch – Ich freu mich sosehr auf’s Meer.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Obviously

Liebe zum Detail

Es sind die Momente, die Momente, die Passagen im Leben, die hängenbleiben. Obviously. Angelo reicht mir, die nicht kunstvoll gebauten Zigarette rüber, die so sehr nach lustig riecht. „Fuma!“ Er hat meiner und Agustins Konversation gefolgt, die darum ging, ob denn Marihuana nun in Portugal erlaubt ist oder nicht. Agu lehnt ab. Ich nicht. Agu war ja auch mal Polizist, ich nie auch nur die Idee von. Wir haben endlich das SUP abgeholt von Pedro, der es repariert hat. Muss natürlich gefeiert werden. Vier Versuche brauch wir, um die richtige Bar zu finden. Im Fischer-Café Baiana gegenüber der Tankstelle werden wir fündig. Ich mochte die Sardinen ja noch nie, die die Fischer und Locals hier essen. Im Café Baiana kommen Agu und ich aber ordentlich auf den Geschmack. Hehe. What a day. Obviously. Es geht wohl um die Jahreszeit, wann die Sardinen gefangen werden und wieviel Eigenfett sie haben, denn sie werden ohne Zugabe über Holzkohle gegrillt und danach nur mit Salz bestreut und serviert, klär mich Agu auf. Na so was. Man lernt ja nie aus. Der Geschmack läßt mich neugierig werden. Auch der Tomatensalat, sieht nach nichts aus, schmeckt aber unbeschreibbar gut. Ebenso die Oliven mit Koriander, Knoblauch und eingelegten Möhrenscheiben. What’s that? „Wollt ihr noch mehr Salat?“ Mutti steht vor uns mit einem Tablett voll mit gegrillten Sardinen. Obviously. Der Junge der aussieht wie Moritz Bleibtreu, zeigt mir nebenbei noch kurz wo man in Olhao den ultimativen kostengünstigen Barber zum lokalen Preis findet. Morgen ist mal wieder Kurzhaarschnitt angesagt. Agu kann das nicht und morgen geht es auf die Rolle. Uppsa… Agu will noch mal Gas geben, bevor wir alt und hässlich werden. Agu hatte immer schon einen guten Einfluß auf mein Privatleben. Ich bin gespannt. Obviously.

Wer noch mit will in die Wärme, der ruft mich am besten an und fragt nach einem Platz bei der CREW 48. Da habe ich noch zwei Plätze frei und Ziel ist die Insel Salt auf den Kapverdischen Inseln. Ich nenne es auch gerne „Afrika für Anfänger“. Ein wunderschöner Offshore Schlag über 762 Meilen kristallklares Atlantikwasser.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 47 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com