Archiv der Kategorie: Brambusch macht blau

Angeln mit Tayfun

Die Angel, die mir meine Kollegen damals in Berlin zum Abschied geschenkt hatten, macht sich hervorragend am Heck des Bootes. Mehrmals habe ich sie ausgeworfen, noch nie etwas gefangen. Ganz im Gegensatz zu meinem Bootsnachbarn, dem fantastischen Tayfun, der mir ein wenig über das Angeln erzählt. Und darüber, dass die Angelsaison in zehn Tagen beginnt, dann könnte man im Hafen einen Fisch nach dem anderen an Land ziehen. Bis dahin muss ich noch ein bisschen üben. 

Fit für den Frühling

Die „Dilly-Dally“ kommt aus dem Wasser. Zum ersten Mal nach drei Jahren. Wie es wohl unter dem kleinen Garten am Rumpf aussieht? Nach etlichen Arbeitsstunden, einigen Investitionen, vielen Flüchen und einem geschrumpften Konto kann die Saison jetzt kommen – und hoffentlich auch die nächste und übernächste. Ohne dass Schiff noch mal aus dem Wasser muss. Was ich alles am Schiff gemacht, habe ich für „Float“ mal erzählt. Hier geht es zum Text.

Ein echt beschissener Tag (Video)

ACHTUNG: In diesem Video kommt das Wort „Scheiße“ mehr als einmal vor. Wer sich daran stört, bitte nicht anklicken. Aber es geht nun mal um den widerlichsten Job auf einem Schiff. Ich musste auf meiner Moody 425 die verstopften WC-Leitungen tauschen. Ein Job des Grauens. Die vorherigen Eigner hatten anscheinend seit Jahren die Leitungen nicht gereinigt. Wer aber voller Schadenfreude ist und sich ekeln will, einfach anschauen…

Stereotypes (Video)

Baden, Bier und ein Bär

Am Ende waren es nicht einmal 24 Stunden. Jens, ein Freund und Ex-Kollege aus Berlin, setzte sich für 8 Stunden in den Bus, um von Antalya nach Kaş und wieder zurück zu fahren, um mich dann für 18 Stunden auf der Dilly-Dally zu besuchen. Wenig Zeit mit viel Abwechslung. Zusammen mit meinem Vater, dessen Aufenthalt hier in die letzten Tage ging, segelten wir von der Marina die Bucht gegenüber von Kaş, ankerten und badeten. Naja, zumindest Jens. Also nicht ich, sondern der andere Jens. Abends machten wir dann im Stadthafen neben unseren australischen Freunden Aannscha und Barry von der AB Sea fest. Im Restaurant vis-a-vis zur Dilly-Dally ließen wir uns einen Zackenbarsch schmecken und nach einem kleinen Rundgang durch den immer noch leeren Ort, die Saison startet erst in ein paar Wochen, klang der Abend mit ein paar Bieren in einer kleinen Bar aus. Na gut, es gab auch noch eine Einschlafhilfe in Form von etwas Scotch an Bord. Zu noch späterer Stunde müssen dann irgendwann nebenan unserer Aussie-Nachbarn an Bord gekrochen sein. 

Am nächsten Morgen streunte ein etwas verwirrter Barry über sein Schiff, auf der Suche nach seiner Jeans. Auch wenn er nicht mehr wusste, wie und wann er an Bord gekommen war, war er sich aber ziemlich sicher, dass er seine Hose noch angehabt haben musste. Aber was ist schon eine Jeans, wenn man ein schmuckes Bären-Outfit auf seinem Schiff hat. Nachdem die Restaurantbesitzer vom Vorabend uns noch Tee an Bord gebracht hatten, Jens zum Busbahnhof aufgebrochen war, segelten mein Vater und ich wieder zurück zur Marina. Mit an Bord: Barry, der Bär, den wir kurz vor der Marina an Bord von Jim für einen kleinen Daytrip übergaben. Warum er das Bärenkostüm immer noch anhatte? Ich habe keine Ahnung. Ein fast ganz normaler Tag….

Einmal Streichen, bitte!

„Urban gardening“ war gestern. Neu im Trend: „Maritime gardening“. Nach drei Jahren im Wasser kam die Dilly-Dally jetzt erstmals an Land. Für mich die erste Gelegenheit nach dem Kauf im September 2018, das Unterwasserschiff genauer unter die Lupe zu nehmen. Bislang hatte ich das nur schwimmend und schnorchelnd tun können. Da schien alles okay. Aber viel konnte ich ohnehin nicht sehen, außer einem wunderbar gepflegten Rasen, auf den jeder britische Greenkeeper neidisch gewesen wäre. Von daher war ich schon etwas nervös, was mich „da unten“ erwarten würde.  Da ich so schnell wie möglich die Dilly-Dally wieder ins Wasser bringen wollte, und zudem die wenigen Landliegeplätze in Kaş stark frequentiert sind, wollte ich mir nur eine Woche Zeit gönnen, um alle notwendigen Arbeiten am Unterwasserschiff zu erledigen. Samstag morgen auskranen, Samstag darauf wieder einkranen. Das war der Plan. Sportlich, aber machbar. Mit der Hilfe meines Vaters, der derzeit zu Besuch ist, müsste das hoffentlich klappen. Doch dann wurde die Zeit immer knapper. Aus organisatorischen Gründen sollte die Dilly-Dally bereits wieder am Freitag ins Wasser gebracht werden. Der erste Tag – verflogen. Auch das Auskranen verzögerte sich um einige Stunden, da direkt vor uns eine große Gulet mit etwas Verspätung aus dem Wasser gehoben wurde. Und dann dauerte das Abstrahlen des Rumpfes noch ein paar Stündchen. Dazwischen die Mittagspause. Der nächste halbe Tag: weg! Immerhin nutzte mein Vater die Gelegenheit, mit dem Scooter ein paar Runden im Hafen zu drehen. Das letzte Mal saß er vor einem halben Jahrhundert auf einem Roller. Wäre er mal nicht so schnell gefahren. Denn gleich am nächsten Tag überfiel ihn eine hartnäckige Erkältung und knockte ihn ziemlich aus. Zwar schnaufte er wie eine alte Dampflok jeden  Tag fleißig zum Hafen (wir haben uns für die Zeit der Arbeiten ein Apartment im Ort genommen), doch als fürsorglicher Chef bestand ich darauf, dass mein persönlicher

Werftarbeiter schnell wieder ausstempelt und sich statt der Arbeit lieber dem Auskurieren widmet. Und so halbierte sich die Anzahl der helfenden Hände.

Am Montag Abend kontaktierte mich die Marina. Ob es möglich sei, dass die Dilly-Dally bereits am Freitag früh als erstes ins Wasser gehoben werden könnte? Mein Stellplatz würde für die nächste Yacht benötigt. Wieder ein Tag weniger. Langsam sah es düster aus. Vor allem beim Blick auf die Wettervorhersage. Die Prognose für den heutigen Mittwoch: Dauerregen, Gewitter und Sturmböen. Kein Wetter für neue Farbanstriche. Und ausnahmsweise sollte die Prognose einmal Recht behalten. 

Ob die Dilly-Dally rechtzeitig zum Kranen fertig sein wird? Der Stand der Arbeiten ist im Video zu sehen.

 

Kekova im März (Video)

Bevor die Dilly-Dally nach drei Jahren im Wasser für ein paar Tage an Land kommt, um einen neuen Unterwasseranstrich zu bekommen, segeln mein Vater und ich  nach Kekova, der versunkenen Stadt.  Eine absolut bezaubernde Gegend, besonders in der Vorsaison. Oben, in den Bergen, liegt noch Schnee. Am Meer ist schon Sommer.

Erste Ausfahrt mit neuen Segeln (Video)

Nach vier Wochen in Deutschland ist es toll, wieder auf der Dilly-Dally zu sein. Mein Vater begleitet mich für ein paar Tage. Ich hoffe, er will sich nicht dafür rächen, dass ich sein Boot als Jugendlicher ein paar Mal gecrasht habe. Heute haben wir die neuen Segel von Frog-Sails getestet. Es war ein Vergnügen. Auf dem kleinen Ausflug hat uns Jim Furness begleitet. Ein toller Tag mit viel Sonne und deutlich mehr Wind als angesagt. Laut Windvorhersage sollte es eigentlich Flaute sein und dafür regnen. Deutlich besser so.

Mein Praktikum als Segelmacher, Teil 2

Nach zwei Wochen ist es geschafft. Bin ich geschafft. Genua und Groß für die Dilly-Dally sind fertig, das Praktikum ist beendet. Jetzt sind es nur noch wenige Tage, dann bin wieder zurück in der Türkei. Ich freue mich schon auf den ersten Trip unter den neuen Segeln. Hoffentlich passen sie…

Hier geht es zum Text

Mein Praktikum, der Film, Teil 2

Und hier nun auch der zweite Teil der kleinen Video-Doku über meine Praktikum in der Segelmacherei. Ich habe viel gelernt, nicht alles konnte ich umsetzen. Aber fortan werde ich Segel ganz anders betrachten, als vor meinem Aufenthalt in Schleswig.

Mein Praktikum, der Film, Teil 1

Mein Praktikum als Segelmacher

Nicht gerade einfach, was ein Segelmacher alles können muss. Über meine Erfahrungen als Praktikant und darüber, wie es zu dem Praktikum kam, habe ich beim Float-Magazin geschrieben. Hier geht es zum ersten Teil.