Archiv der Kategorie: Brambusch macht blau

Auf See gestochen

Natürlich trägt auch der bekannteste Seemann der Welt eines. Popeye, der spinatgestärkte Mustermatrose aus der Feder des US-Amerikaners Elzie Segar, begeistert seit 1929 mit seinen grotesk muskulösen Armen und seinem schiefen Gesicht. Sein Markenzeichen ist neben der Pfeife im Mund vor allem die Anker-Tätowierung auf dem linken Unterarm. Und die verrät einiges über den Seemann. Nämlich, dass Popeye den Atlantik überquert hat. Denn genau dafür steht der Anker.Natürlich trägt auch der bekannteste Seemann der Welt eines. Popeye, der spinatgestärkte Mustermatrose aus der Feder des US-Amerikaners Elzie Segar, begeistert seit 1929 mit seinen grotesk muskulösen Armen und seinem schiefen Gesicht. Sein Markenzeichen ist neben der Pfeife im Mund vor allem die Anker-Tätowierung auf dem linken Unterarm. Und die verrät einiges über den Seemann. Nämlich, dass Popeye den Atlantik überquert hat. Denn genau dafür steht der Anker.

So haben auch die meisten anderen gängigen Seemannsmotive eine Historie, die aber nur noch wenige kennen. Oft geht es um Aberglauben. Andere Motive verraten so viel wie ein Logbuch über den Seemann. Für alle Seebären, die sich mit dem Gedanken tragen, sich ein Tattoo stechen zu lassen, kommt hier eine kleine Nachhilfestunde in Sachen Symbolik. Nicht, dass später das geliebte Motiv bedeutet, dass man dreimal auf dem Steinhuder Meer gekentert ist.

 

Der ganze Beitrag ist zu hier zu finden.

Wo ist Captain Jack Sparrow, wenn man ihn braucht?

Nach einer Woche in Marmaris, wo die alte Lady neue Wanten und Stage, Fallen und Schoten sowie eine Überholung der Winschen und der Rollreffanlage im Mast bekommen hat, segeln wir (Hund, Katze, Maus und ich) zurück nach Kas. Doch ein Sturm auf dem Meer mit Böen bis zu 50 Knoten zwingt uns, zwei Tage in der sicheren Bucht vor Fethiye zu ankern. Die Katze fällt eines Abends über Bord. Oder besser: Springt ins Wasser, weil sie Fische fangen will. Ziemlich blöd. Der Hund versucht die Wellen zu verbellen, die an die. Bordwand plätschern. Und wo ist eigentlich Captain Jack Sparrow, wenn man ihn braucht? Merkwürdige Piratenboote haben die liebliche Insel Gemiler erobert. Und dann ist endlich Cingenes neue Schwimmweste da. Der Hund ist ganz aus dem Häuschen, ob des roten Teils und kann es gar nicht erwarten, sie auszuprobieren. Okay, der Blick sagt etwas anders. Und Cingene hasst Wasser!

Wo ist Captain Jack Sparrow, wenn man ihn braucht?

Nach einer Woche in Marmaris, wo die alte Lady neue Wanten und Stage, Fallen und Schoten sowie eine Überholung der Winschen und der Rollreffanlage im Mast bekommen hat, segeln wir (Hund, Katze, Maus und ich) zurück nach Kas. Doch ein Sturm auf dem Meer mit Böen bis zu 50 Knoten zwingt uns, zwei Tage in der sicheren Bucht vor Fethiye zu ankern. Die Katze fällt eines Abends über Bord. Oder besser: Springt ins Wasser, weil sie Fische fangen will. Ziemlich blöd. Der Hund versucht die Wellen zu verbellen, die an die. Bordwand plätschern. Und wo ist eigentlich Captain Jack Sparrow, wenn man ihn braucht? Merkwürdige Piratenboote haben die liebliche Insel Gemiler erobert. Und dann ist endlich Cingenes neue Schwimmweste da. Der Hund ist ganz aus dem Häuschen, ob des roten Teils und kann es gar nicht erwarten, sie auszuprobieren. Okay, der Blick sagt etwas anders. Und Cingene hasst Wasser!

Podcast im Deutschlandfunk

Unter dem Titel „Türkisch für Anfänger – Deutsche Auswanderer im Reich Erdogans“ ist im Deutschlandfunk eine Radio-Reportage erschienen, verfasst von der ARD-Istanbul-Korrespondentin Karin Senz. Ich durfte einer von drei Protagonisten sein.

Wer reinlesen oder besser noch reinhören möchte, der findet den Beitrag hier. 

Mit Kummer ohne Sorgen

Der Corona-Segler:  Über Sebastian Kummer habe ich mehrmals im Floatmagazin berichtet. Wir hatten viel telefoniert und korrespondiert, uns aber nie persönlich getroffen. Dabei lagen wir nicht weit auseinander. Doch unterschiedlicher konnte unsere Situation kaum sein. Ich lag in der Marina in Kas, mit allem Komfort. Und vor allem legal. Kummer musste sich vor der Küstenwache verstecken. Erst in Griechenland, dann in der Türkei. 

 

Als Kummer im Februar an der französischen Atlantikküste zu einem Überführungstörn in die Türkei aufbrach, war die Welt noch normal. Dann kam Corona und seine Crew ging. Ab Mallorca segelte der Wirtschaftsprofessor aus Wien allein auf seiner werftneuen Lagoon 46. Die Reise wurde zu seiner ganz persönlichen Odyssee. Alle Länder am Mittelmeer schlossen ihre Grenzen – auch für Segler. Wochenlang musste Kummer im Niemandsland zwischen der Türkei und Griechenland ausharren. Medien in Deutschland, Österreich, England, den Niederladen und der Türkei berichteten über den Eremit auf seinem Boot, der nie den Mut verlor. Trotz vieler Rückschläge. Dann schaltete sich ein österreichisch-türkischer Unterhändler ein. Kummer war zum Politikum geworden. Die Frage war nur: Ist er ein Scharlatan oder der Retter in der Not?

 

Erstmals nach seiner 90-tägigen Odyssee ist Kummer wieder in der Türkei. Zeit für ein persönliches Kennenlernen. Gleichzeitig sieht Kummer die „Blu“, den Kat, der seine Heimat in „der schönsten Quarantäne der Welt“ (O-Ton Kummer) war. An Bord der „Blu“ erinnert sich Sebastian Kummer noch einmal an seine Reise und führt mich über das Schiff. Und dann gibt es da noch ein gemeinsames Projekt.

 

 

Ein Rundgang über die Dilly-Dally

Oft wurde ich gefragt, ob ich nicht mal die Dilly-Dally, auf der ich seit knapp zwei Jahren lebe, etwas besser vorstellen kann. Ein Solo-Trip nach Göcek gab mir nun die Gelegenheit dazu. Alleine segeln – ohne Hund, Katze, Maus – ist dann doch bisweilen etwas langweilig.  Hier also das Video auf dem Weg von Kas in den Golf von Fethiye.

Neues Rigg für Dilly-Dally

Fast zwei Jahre, nachdem ich die Dilly-Dally gekauft hatte, segelten wir zurück nach Marmaris, um das Rigg checken zu lassen. In der Zwischenzeit habe ich viel an dem Boot verändert und einiges investiert. Neue Segel, Davits, Sonnenkollektoren, Beiboot und Außenborder, einen moderner Kartenplotter plus AIS, ich habe die langweiligen blauen Bimini-, Sprayhood- und Cockpitkissen gegen neue fancy graue ausgetauscht. Trotzdem war ich misstrauisch gegenüber dem Rigg. Der Vorbesitzer, der nur anderthalb Jahre lang auf der Dilly-Dally segelte, wusste nicht, wann sie das letzte Mal gewechselt oder zumindest überprüft wurden. Und im Allgemeinen heißt es, dass das stehende und laufende Gut  alle zehn bis fünfzehn Jahre gewechselt, oder zumindest gewartet werden sollte. Okay, das sagen zumindest die Versicherungen. Aber in den vergangenen Wochen hatte ich einige neuere Yachten gesehen, fünf bis acht Jahre alt, die Schäden  an der Takelage aufwiesen. Ich möchte mich beim Segeln sicher fühlen, besonders auf unseren geplanten langen Passagen. Deshalb haben wir Mustafa von Moss Rigging gebeten, Dilly-Dally zu überprüfen. Es stellte sich heraus, was ich erwartet hatte: Dilly-Dally segelte wahrscheinlich noch mit dem ersten Satz Wanten. Immerhin gab es keinerlei Schäden an dem massiven Selden-Mast, der wie eine starke Eiche in den Himmel ragt. Da ich nun schon mal die Wanten und Spanner tauschen wollte, wechselte ich auch gleich noch sämtliche Fallen und Schoten, die im Laufe der Jahre unter der Sonne der Türkei und dem Salz des Mittelmeeres gelitten hatten. Insgesamt kommen da mal schnell  200 Meter zusammen. 

 

Weil die Bordkasse da schon arg gebeutelt war, kam es auf ein paar Euro mehr oder weniger auch nicht an. Und so ließen wir auch noch alle sieben Wünschen warten und säubern (seit ich beim Strandsegeln einmal eine Winsch gereinigt hatte und sie beim Zusammensetzen wie ein Puzzle vor mir lag, das für mich unmöglich zusammenzusetzen war, habe ich einen gehörigen Respekt vor der Arbeit) – und auch das Furlingsystem des Rollgroß verdiente ein wenig Aufmerksamkeit. Wie sich herausstellte, waren auch die Winschen seit Längerem nicht mehr fachmännisch behandelt worden. Das verwendete Fett (offensichtlich kein Marine-Fett) klebte wie Kaugummi auf den Zahnrädern. Da die großen, zweigängigen 52er Lewmar-Winschen pro Stück um die 3500 Euro kosten, waren die Kosten für die Reinigung Peanuts. Außerdem ließ sich Arzum in die Kunst des Zerlegens (und wieder Zusammensetzen) der Winschen einweisen, deren Innenleben ein bisschen an das Uhrwerke einer Schweizer Uhr erinnert.

 

Alles in allem ein nicht ganz günstiger Trip. Aber meiner Meinung nach eine gute Investition. Schließlich gilt: Safety first!. Besonders, wenn man auf einem Segelboot lebt.

Aberglaube auf See

Na gut, dann überlege ich mir das doch noch mal mit den Bananen zum Frühstück. Und vielleicht lag der gestrige Sturm ja wirklich daran, dass Mal, unser australischer Freund, an Bord der Dilly-Dally gepfiffen hat. Oder hätte ich Rasmus doch nicht den ersten Schluck wegtrinken sollen? Eine Geschichte über Aberglauben auf See. Aufgeschrieben für das Floatmagazin.

Hier geht es zum Text

Wasserspiele

Jetzt ist er endlich da: der Sommer! Aber was macht man, wenn kein Wind weht, und man mit einigen Freunden in einer Bucht abhängt. Na klar: Wasserspiele. Ein Plastikbrett mit Griffen ist ein super Spielzeug, wenn man es hinter das Dinghy hängt. Und auch ein SUP eignet sich hervorragend zum Wasserski.

Bordhund oder Schiffskatze?

Wie ist es, mit Hund oder Katze zu segeln. Oder sogar mit beiden gleichzeitig. Für das Floatmagazin habe ich einmal die Vor- und Nachteile aufgedröselt. Und einen kleinen Einblick in die Historie der Vierbeiner an Bord zusammengefasst. Da ist zum Beispiel Oscar, die Schiffskatze der Bismarck. Sie überlebte drei Havarien und desertierte zu den Briten. Oder Judy, der einzige Bordhund, der jemals offiziell als Kriegsgefangener registriert war.

 

Und hier geht es zum Text.

Wer ist der bessere Matrose – Hund oder Katze?

Direkt als es erstmals seit Wochen wieder möglich war, etwas längere Schläge an der Südküste zu machen, sind wir Richtung Göcek aufgebrochen. Eigentlich wollten wir zu ein paar Bootsausrüstern, aber dann durften wir doch nicht in Göcek an Land. Zumindest nicht mit dem Dinghy. Um die Einreise zu kontrollieren, müssen Yachten derzeit die D-Marin anlaufen, wo überprüft wird, woher man kommt. Also haben wir die Zeit in den herrlichen Buchten verbracht. Gerade rechtzeitig vor der ersten Hitzewelle. Und langweilig wird es mit Hund und Katze an Bord sicherlich nicht. 

Dinghy-Rennen: Deutschland gegen Australien (Video)

Langweilig wird es nie. Schon gar nicht, wenn es langsam Sommer wird. Mit acht Booten haben wir in einer Bucht gelegen und uns die Zeit vertrieben. Zum Beispiel mit einem Dinghy-Rennen. Deutschland gegen Australien. Mit dabei der mehrmalige Sydney-Hobart-Veteran Mel und Jan aus München (in meinem neuen Dinghy). Das ganze natürlich kommentiert auf Dilly-Dally-TV.