Monatsarchive: Dezember 2019

Das H-Boot ist wieder da

H-Boot: <p>
	H-Boot: Klassischer L&ouml;ffelbug und lange Rumpf&uuml;berh&auml;nge</p>

Saare Yachts in Estland fertigt künftig neben ihren gehobenen Fahrtenyachten das klassisch-elegante Kielboot in Lizenz

Buschfeuer: Qualm über der Bucht – Sydney-Hobart-Generalprobe der 100 Fußer abgesagt

Erstmals in 26 Jahren ist die Big Boat Challenge im Hafen von Sydney gestrichen worden. Die lodernden Buschfeuer rund um die Stadt schränken die Sicht zu sehr ein. Weiterlesen

Tragflächen-Projekt: Conger-Meister Frank Schönfeldt will “seine” Klasse auf Foils setzen

Für verrückte Ideen ist Frank Schönfeldt immer zu haben, doch in diesem Fall versteht der Segler, Sänger, Segelmacher keinen Spaß. Mit dem Projekt „Regnoc“ will er die Segelwelt auf den Kopf stellen. Weiterlesen

Eisarsch 2019: Frauen mit starkem Debüt

Der Eisarsch des Lübecker Yacht-Club ist in der Neuzeit angekommen. Mit der Neuausschreibung der Traditionsregatta erstmals auch für Frauen ist die Meldezahl gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. 74 hartgesottene Seglerinnen und Segler im Erwachsenenalter stürzten sich in den Optimisten-Kinderjollen auf der Wakenitz in das Rennen. Am Ende setzte sich Sven Kruse (NRV Hamburg) im harten Zweikampf mit Sönke Boy (Lübecker SV) durch und trug sich bei der 51. Auflage der Spaßregatta in die Siegerliste auf der eigenwilligen Trophäe ein. Als Vierte – direkt hinter Vorjahressieger Thomas Schulz – zeigte Anne Westfehling (Lübecker SV), dass die Frauen den Männern in Zukunft das Leben schwer machen werden.

Kurz vor der letzten Bahnmarke schob sich Sven Kruse auf Rang eins. Foto: Udo Ott

50 Jahre haben die Männer ihre Domäne verteidigt, die bei der Eisarsch-Premiere 1969 in den Statuten festgelegt worden war. Nur männlichen Akteuren ab einem Alter von 25 Jahren war bis zur Jubiläumsveranstaltung im vergangenen Jahr die Teilnahme erlaubt. Jetzt hat sich die Eisarsch-Regatta, die immer am ersten Samstag im Dezember die ewig jungen Optimisten-Segler in die Hansestadt lockt, den Frauen und einem jüngeren Athletenkreis (Startberechtigung ab 21 Jahren) geöffnet. Und gleich ein gutes Dutzend an Frauen und eine Handvoll jüngerer Athleten trugen sich in die Meldeliste ein. Damit schwoll die Flotte auf dem Wasser von 57 Booten im Vorjahr auf nunmehr 74 an.

Ein großes Feld ging auf dem engen Kurs auf der Wakenitz an den Start. Foto: Udo Ott

Die Wakenitz war somit gerade bei den westlichen Winden, die nur eine enge Kurssetzung ermöglichten, prall gefüllt. Dennoch brachte die Wettfahrtleitung um Julia Burt die Opti-Armada gut auf Kurs. Walter Mielke, der ehemalige Oberste Wettfahrtleiter der Travemünder Woche, eröffnete das Rennen mit den so genannten Gate-Start und ließ die Meute frei. Schnell zeigte sich, dass die erfahrenen Akteure eine Position weit rechts an der Startlinie gewählt hatten und damit goldrichtig lagen. Sönke Boy, der nach 30 Jahren erstmals wieder in einen Opti gestiegen war, führte gemeinsam mit Sven Kruse deutlich das Feld an. Aber obwohl Kruse zweimal mit einem vollgeschlagenen Opti zu kämpfen hatte und ordentlich Wasser pützen musste, konnte Boy den Konkurrenten nicht in Schach halten. „Ich habe wohl nicht konsequent gedeckt. Kurz vor der letzten Bahnmarke ist er an mir vorbeigezogen“, berichtete Sönke Boy, der aber dennoch rundum glücklich war mit seiner Eisarsch-Premiere. Noch mehr strahlte naturgemäß Sven Kruse: Mit Daumen hoch kreuzte er die Ziellinie und strahlte mit der Sonne, die sich kurz durch die Wolkendecke gestohlen hatte, um die Wette: „Endlich hat es mal wieder geklappt. Mein fünfter Sieg, damit habe ich jetzt den alleinigen Rekord. Jetzt ist endlich Ruhe“, freute sich Kruse, der zwischen 2006 und 2015 vier Siege gefeiert hatte, dann aber vier Jahre auf die Vollendung des Triumphzuges warten musste. Trotzdem steht für den Hamburger bereits fest, dass er im nächsten Jahr wieder dabei sein will: „Na klar, ich muss meinen Titel ja verteidigen!“

Mit einem großen Aufgebot organisierte die Eisarschgilde die Traditionsveranstaltung. Foto: Udo Ott

Für Anne Westfehling war eigentlich mit der Teilnahme der Tag schon perfekt, durfte sie doch endlich mit Vater Michael und Bruder Maik auf die Bahn. „Als klar war, dass Frauen mit dabei sein durften, hat mein Bruder mich sofort angemeldet. Jetzt wollen wir einfach Spaß haben“, sagte die Lübeckerin vor dem Rennen. Dann aber hatte sie auch richtig Spaß daran, dem Gros des Männerfeldes das Heck zu zeigen. „Ich bin in der Mitte gestartet und lag noch gar nicht so aussichtsreich. Dann habe ich mich aber gut durch das Feld gearbeitet.“ Auch im Familienduell hatte sie damit den Bug vorn. Ihr Bruder kam zwei Ränge hinter ihr ins Ziel, der Vater ein paar Boote später. Eindrucksvoll stellte der Lübecker SV seinen Status als bestes Team unter Beweis. Sönke Boy, Anne und Maik Westfehling gewannen den Mannschaftssonderpreis der „Drei Ärsche“, den der LSV fast schon traditionell in sein Clubhaus entführt.

Seinem Namen Eisarsch machte das Event für einige Teilnehmer alle Ehre. Einige Akteure nahmen nach Kenterung ein unfreiwilliges Bad in der Wakenitz, drei gaben das Rennen schließlich auf. Für die zahlreichen Zuschauer an Land sorgten heiße Getränke und Speisen für Wärme und wappneten gegen den kalten Westwind, der direkt auf das Clubhaus des LYC stand.

Antarktis-Finale: Träume von der Südsee

Törnbericht "Vera": <p>
	Wilde Wolkenformationen im spiegelglatten Canal Moraleda</p>

Die Weltumsegler Britta und Michael wollen den 40. Breitengrad schaffen und Antarktis und Patagonien hinter sich lassen. Letzter Bericht …

Acht-Meter-Juwel aus der Form gehoben

Maritimer Gin und Rum: Weihnachtsgeschenke für Genießer

Flaschensammlung_5341

Sie suchen ein stilvolles Getränk für die Feiertage? Oder ein Geschenk? Wie wäre es mit einer Spirituose mit maritimem Touch? Hier bestellen…

Cruiser gestohlen: Bavaria 50 mit 56 Flüchtlingen zerschellt – Schleuser nutzen Yachten

Immer öfter werden Segelyachten für Schleuser-Kriminalität genutzt. Die Rede ist unter anderem von dubiosen Charter-Deals in der Türkei. Eine gestohlene griechische Yacht ist mit Flüchtlingen aufgelaufen. Weiterlesen

Alles was Recht ist: Dr. Schöchl’s Kolumne im Yachtmagazin ocean7

Hier findet Ihr interessante und lesenswerte Artikel von Dr. Friedrich Schöchl zu den Themen Yacht- und Skipperversicherungen, die bereits im Yachtmagazin ocean7 veröffentlicht wurden… Giftige Klauseln im Chartervertrag Die letzten Jahre haben einen sehr beunruhigenden Trend aufgezeigt – zu Lasten der Charterkunden. PDF downloaden       Klick und – …

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Du schaffst das Micha!

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Es geht langsam voran

Die Folgen des künstlichen Komas rücken Tag für Tag in die Vergangenheit. Ich könnte jetzt noch nen bisschen Leiden – Lassen wir mal. Wir schauen nach vorne. Gestern ein halbes Liter Blut und schon komme ich wieder in die Hufe. ich gehe alleine mit dem Hund spazieren, Einkaufen und ein DPD Päckchen abholen. „Papa. Du sollst doch nicht bestellen. Vor allen Dingen nicht bei Kite Worldwide!“ Maya schaut mich böse an. „Ich habe nichts bestellt!“ Zugegeben ich habe mir heute morgen zum ersten Mals seit Wochen ein paar Kiteboards im Web angeschaut. Ein deutliches Zeichen dafür, dass meine Lebensgeister wieder wach werden. Kitefreund und CEO Jürgen von KiteWorldWide schickt ein ganzes Überraschungspacket mit Merchandise Geschenken. Danke Jürgen. Aber vor allen Dingen schickt Jürgen eine Karte mit einer Aufnahme aus Mayreau next der Tobago Keys, dass er zufällig auf meinem Blog war und so von meiner Situation erfahren hat. Nicht ohne zu bemerken, dass unsere Bücher sein Leben verändert haben. Ich bin schon gerührt. Mit „Du schaffst das Micha. Nächstes Jahr Kiten wir zusammen“, bringt mich dann mal wieder Nähe zum Wasser. Mir laufen wieder zwei blaue Tränen aus Blueland über die Wange. Wat bin ich für eine Heulsuse geworden im Moment.

Für die Schlauen unter uns: Mal www.amlmutations.com besuchen, von denen ich das schöne und böse Bild genommen habe. Das mutierte Rezidiv gegen das Dr. Helge in meinem Fall anstürmt ist die FLT3, woraus sich klar ergibt, dass mir nur mit einer Transplantation zu helfen ist. Dünnes Eis würde ich mal sagen. Dr. Helge sieht das cool. Über tausend Transplantationen hat er schon gemacht in den letzten 2 Jahrzehnten. „Und wieviele Deiner Patienten leben noch?“ „Die Hälfte.“ Is ja mal ne Ansage Helge. „Deine Blutwerte sind o.k. Vorm Wochenende schaust Du am Freitag noch mal rein und am kommenden Dienstag machen wir einen Knochenmarkspunktion, mit Weichei Injektion Propofol.“ Ich grinse. Helge sorgt schon dafür, dass mir nicht langweilig wird. Ich habe das Gefühl, dass er nicht zu den Verlierern gehören will.

Viel Gerüchte gibt es mal wieder um die MARLIN. Man munkelt, dass sie zu verkaufen sei. Richtig. Aber schon seit drei Jahren. Nur der Käufer mit dem Sack Geld hat sich noch nicht finden lassen. Grins! Plan B tritt ein. Im April Mai wird die MARLIN nach Europa gesegelt. Ganz vorne auf meiner Wunschliste steht Skipper Jan, dem die Tour ja noch in den Referenzen fehlt. Die ersten Mitseglerbewerbungen kommen auch schon rein. Muss ich wohl die Törns am Wochenende mal auf die Website einstellen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/ ” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com

Up and down

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Straight Up Richtung Transplantation

„Lieber Micha, wenn jemand aus einer bescheidenen Situation wie Deiner aktuellen wieder heraus kommt, dann bist Du es. Du hast die nötige Kraft und die richtige Einstellung, um die Krankheit zu überwinden. Und offenbar bekommst Du die bestmögliche medizinische Versorgung, um wieder ins richtige Leben zurückzukehren. Gern würde ich Dir ein gutes Beispiel als Vorbild zur Unterstützung zitieren, aber mir fällt kein angemessenes ein. Du bist selbst ein grandioses Vorbild für Lebenswillen und Durchhaltevermögen. Du machst Mut, so wie Du lebst und kämpfst. Danke für Deine Lebenslust und Deine Ehrlichkeit! Mögen die nächsten Manöver gelingen. Ich wünsche Dir von Herzen alles, was Du brauchst und drücke die Daumen. Barbara“

Mails wie von Barbara machen mich zuversichtlich glücklich und traurig zugleich. Ich kann Barbara nicht in meiner Lebenserinnerung finden. „Danke. Wer bist Du?”, antworte ich ihr. Mein Mut zu kommenden Stammzellentherapie schwankt von total euphorisch zu total deprimiert. Ich meide die Öffentlichkeit um mir keine Infektion zu holen, mein Immunsystem ist total im Keller durch die Anti-Leukämietabletten. Dafür steigen die Vitalitätswerte. Ich kann wieder mit Gummistiefeln durch den Wald stampfen und gestern hab ich mich nach Wochen zum ersten Mal nach Wochen wieder hinters Steuer des Volvos gesetzt. Während meines Komas im Krankenhaus wurde ich wohl mal etwas ungünstig im Bett umgelagert und habe mir den rechten Nervus ulnaris (Musiknerv) einklemmt. Unangenehm, sehr unangenehm. Mein rechter unterer Handballen und der rechte kleine Finger sind taub, kribbeln und tun komisch weh. Das behindert mich sehr bei der Arbeit am Computer. Nathalie hat mir einen unkomplizierten Kollegentermin bei der Neurologin besorgt. „Warten. Physiotherapie. Vermutlich kommt der Nerv von alleine wieder. Mit sechs Monaten müssen sie rechnen.“ ist die die Diagnose. Ich hatte schon mit so etwas gerechnet. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Ich versuche das Schreiben des Blogs und weiterer längerer Texte derweilen mal mit einer Wärmflasche unter dem rechten Arm und Handgelenk. Improvisation ist alles.

Ansonsten geht hier natürlich alles voll sein Program ab. Weihnachten nähert sich täglich und Nathalie und die Kinder fallen in den Vorbereitungsrausch. Heute werden Plätzchen gebacken. Geschenklisten wurden zum Nikolaus ausgetauscht und ich Weihnachtsmuffel, der normalerweise schnell auf die MARLIN flüchten würde, steckt mittendrin.

Ich wünsche meinen Lesern ein schönes zweites Adventsfest.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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Mit Carlos auf Tuchfühlung