Monat: Dezember 2019

Wahl zum Segler des Jahres: Monatssieger April 2019

Alle Infos zur Publikumswahl zum/zur Segler/in des Jahres

Die Wahl zum Segler des Monats April zeigte eine Liste junger Segler. Und der Jüngste der zur Auswahl stehenden Sportler machte schließlich das Rennen. Im Wettstreit mit den Olympia-Aspiranten im 49er, Justus Schmidt/Max Boehme, und dem starken 470er-Nachwuchs Luise und Helena Wanser setzte sich Opti-Segler Leon Jost durch.

Leon Jost wurde von den Sail24-Usern zum Segler des Monats April gekürt. Foto: Birgitt Müller-Genrich

Das Nachwuchs-Talent vom Württembergischen YC hatte einen starken Winter und setzte seiner Erfolgsbilanz beim Lake Garda Meeting die Krone auf. Unter den rund 900 Startern hatte sich Leon Jost einen Platz unter den Top-30 als Ziel gesetzt und das dann eindrucksvoll übertroffen. Die versammelte Weltspitze war am Start und der Segler vom Bodensee platzierte sich als bester Deutscher auf Rang fünf. Das brachte ihm offenbar auch die Sympathien bei den Unsern von Sail24.com ein. Denn in der Publikumswahl setzte sich der Elfjährige schnell an die Spitze des Votings.

Am dichtesten auf den Fersen waren dem Jüngstensegler die jungen Schwestern Luise und Helena Wanser. Die 20- und 21-jährigen Hamburgerinnen etablieren sich nach starken Jahren im Juniorenbereich gerade bei den 470er-Senioren. Ihre Stärke: leichter Wind. Bei der Palma-Regatta stellten sie das eindrucksvoll unter Beweis. Mit einem Doppelsieg unter schwierigen Bedingungen schockten sie die Konkurrenz. Am Ende stand Platz neun in einem Weltklassefeld.

Die Wahl zum Segler des Jahres wird ausgerichtet vom SVG-Verlag in Kooperation mit dem Deutschen Segler-Verband und der boot Düsseldorf sowie unterstützt von Wempe, Garmin und Pantaenius.

Der Übermacht der Jugend mussten sich die 49er beugen. Das Duo Schmidt/Boehme gehört zwar auch noch der jungen Generation an, ist aber im Kreise der Olympiasegler bereits lange etabliert. Für 2016 kämpften sie in freundschaftlicher Konkurrenz mit Erik Heil/Thomas Plößel um das eine Olympiaticket. Auch wenn die Kieler den Berlinern den Vortritt lassen mussten, fiel ein wenig vom bronzenen Olympiaglanz auch auf Schmidt/Boehme ab, die Heil/Plößel als Trainingspartner auf das Weltklasse-Niveau gehievt hatten. Nach längerer Pause sind beide 49er-Teams wieder in den Circuit eingestiegen, und Schmidt/Boehme zeigten mit dem 5. Platz vor Palma, dass sie schon wieder voll da sind.

Während für die zur Wahl stehenden 49er und 470er der Blick schon auf die nächsten Olympischen Spiele geht, hat Leon Jost dafür noch etwas Zeit. Doch Olympia ist durchaus eine Option für den Opti-Segler. Jetzt steht zwar erst einmal die WM der Jüngstenklasse in Antigua im Fokus, aber in weiterer Zukunft kann er sich den Umstieg auf den 49er vorstellen – gern mit seinem Bruder Luca.

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Wahl zum Segler des Jahres: Monatssieger März 2019

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Endlich wieder ein Auftritt auf der großen Segel-Bühne unter deutscher Flagge! Schon diese Ankündigung löste bei den deutschen Segelfans große Begeisterung aus. Das Offshore Team Germany (OTG) startete jedenfalls mit einem großen Sympathie-Schub in seine Kampagne für eine Teilnahme am „The Ocean Race“ 2021/22. Mit einem riesigen Vorsprung wurde das OTG im März zu den Seglern des Monats gewählt.

Die Ankündigung einer deutschen Ocean Race Kampagne löste Begeisterung aus. Foto: Felix Diemer

Team-Manager Jens Kuphal und Team-Kapitän Robert Stanjek
haben das OTG-Projekt bereits 2017 auf die Schiene gesetzt. Mit der Kampagne
des Mini 6.50 „Lilienthal“ landete der deutsche Rennstall erste Erfolge. Mit
Skipper Jörg Riechers segelte OTG beim Mini-Transat 2017 auf Platz zwei.

Jetzt hat das Offshore Team Germany die nächste Stufe gezündet. Neben dem Mini-Projekt, das durch Skipper Morten Bogacki besetzt wurde, nimmt auch der Imoca60 Gestalt an. Die Ex-„Acciona“ wurde bereits 2017 vom OTG gekauft, hat einen kompletten Rumpf-Refit in Portugal durchlaufen und wurde in England frisch ausgerüstet – vom Kiel bis zum Rigg.

Die Wahl zum Segler des Jahres wird ausgerichtet vom SVG-Verlag in Kooperation mit dem Deutschen Segler-Verband und der boot Düsseldorf sowie unterstützt von Wempe, Garmin und Pantaenius.

Im März hat das Team den Weg in die Öffentlichkeit gewagt
und die Pläne für die kommenden Monate veröffentlicht. Im Juni ging der Imoca60
ins Wasser, vor der Kieler Woche wurde er auf den Namen „Einstein“ getauft. Das
Welcome Race zur Kieler Woche war dann die erste Regatta, das Fastnet Race im
August der erste Härtetest. Nun sollen die Foils entwickelt werden, damit die
Mannschaft unter Skipper Robert Stanjek die konkrete Vorbereitung für „The
Ocean Race“ starten kann.

Bei den Usern von Sail24 lösten die Hoffnungen auf eine
erneute Teilnahme am Welt-Etappenrennen offenbar große Sympathien aus. Mit über
76 Prozent der Stimmen wurde das OTG zu den Seglern des Monats gewählt und
setzt sich damit gegen die beiden weiteren Kandidaten durch.

Florian Gruber stand für seine Siege beim Snowkite-Worldcup zur Auswahl. Er hatte zum Finale in der Schweiz die Sieger-Trophäen für zwei Disziplinen-Worldcups und den Gesamt-Worldcup überreicht bekommt. Frithjof Kleen – ehemals mit Robert Stanjek Starboot-Weltmeister – ist bei den Starbooten einer der begehrtesten Vorschoter. Beim Bacardi-Cup vor Miami, eine der wichtigsten Regatten in dieser hochkarätig besetzten Klasse, segelte er mit Olympiasieger Mateusz Kusznierewicz (Polen) auf Platz zwei.

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ISTEC: Neues Flügelsegel

Mit dem Parasailor etablierte ISTEC ein vollkommen neues Vorwindsegel, das sich insbesondere unter Blauwasserseglern großer Beliebtheit erfreut. Grund ist der Flügel, der das Segel stabilisiert und sicherer macht. Die Weiterentwicklung des Segels stand nie still und ständig wurden Details verbessert.

Vor zwei Jahren entschloss sich ISTEC dann aber schließlich, den Parasailor von Grund auf neu zu entwickeln. Mit Berechnungsprogrammen aus der Luftfahrt und mit der Erfahrung aus den letzten zehn Jahren gelang es, die Leistung des Segels weiter zu verbessern. Der Flügel wurde vollkommen neu konstruiert. ISTEC spricht von einem Hybridflügel, der aus der Kombination aus einem 3D-Flügel mit einem Single-Skin-Flügel besteht.

www.istec.ag

Weihnachtsmarkt in Papeete

Do.,12.Dez.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 2020, 19.044 sm von HH

‚Bling-bling‘, viel ‚bling-bling‘, leuchtet in den abendlichen Gassen von Papeete. Kinder-Engel tanzen mit eingewebten LED-Leuchten im Flügel-Kleid. Begleitet von Müttern mit rosa leuchtenden Katzenöhrchen im Haarreifen und Jungs toben mit gezückten Laser-Schwertern durch die Straßen. Sogar die Kirche ist in einen Traum von Pastell getaucht. Die Polynesier lieben ‚bling-bling‘.

Das weihnachtliche Papeete

Die Kirche trägt heute Pastell

In Deutschland übernimmt ‚Amazon‘ den Job noch rechtzeitig ein Weihnachtsgeschenk für die Lieben zu liefern. In Papeete gibt es dafür einen Weihnachtsmarkt. In der Innenstadt sind die Straßen gesperrt und Buden wurden aufgestellt. Konsumterror vom Feinsten. Elektronisches Spielzeug oder Rutsche-Autos – wahlweise elektrisch – für die Kinder, Schmuck und Damenklamotten für Mutti und Seife oder ein Tuch für Oma. Es gibt sogar Tische mit Geschenke-Einpack-Service. Das Papier ist quietsch bunt und glänzt. Bling-bling.

Barbie-Puppenträume werden wahr

Für die großen Mädchen – Mister Tahiti Kalender

Die Straßen sind voll am Eröffnungsabend. Vor der Kirche spielt eine Big Band entweder Hits von Queen oder leichte Klassik. Eine Parade zieht vorbei: Stelzenläufer, eine Sambatruppe und ‚König-der-Löwen-Pappmaschee-Figuren‘ sind auf einem Anhänger drapiert. Sogar ein Schneemann läuft in der Parade mit. Aus Sicherheitsgründen ohne Ärmel am winterdicken Kostüm – bei 30 Grad Außentemperatur. Eine Artistin zeigt ihr Können in Tuch-Akrobatik. Gleich gegenüber führt eine Truppe traditionelle Tänze vor. Oder man kann sich vor der Kulisse schneebedeckter Tannenbäumen in einem Korbsessel fotografieren lassen.
Der Weihnachtsmarkt ist Karneval mit etwas Zirkus und einer Prise Hollywood und Klamauk.

Schneemann mit seinen Prinzessinnen

Noch eine Prinzessin

Neben Plastik-Spielzeug aus China gibt es reichlich Stände mit Kunsthandwerk. Gravierte Gläser, selbstgemachte Marmeladen oder Holzbretter von denen die Gesichter der Familie herunter lächeln. Nichts, was es nicht gibt; nichts, was man wirklich braucht. Typisch Weihnachtsmarkt.
Das einzige, was es nicht gibt, sind Fressbuden. Kein Schwenkgrill, keine Pilzpfanne, keine Crêpes. Wo sind die Liebesäpfel? Wo die Currywurst? Zumindest Pommes könnte es doch geben, sind die doch so beliebt in Polynesien. Von Bierbude oder Glühwein brauchen wir gar nicht sprechen. Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken, ist sowieso tabu.
Einen schönen dritten Advent ins kalte Deutschland mit Punsch auf dem Weihnachtsmarkt. Bling-bling. ;-)

Weihnachtsmarkt in Papeete

Wahl zum Segler des Jahres: Monatssieger Februar 2019

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Die Flying Dutchman haben das Rennen gemacht. Bei der Abstimmung zum Segler des Monats Februar auf Sail24 haben sich die Silbermedaillen-Gewinner der Weltmeisterschaft in Neuseeland, Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfers, gegen die weitere zur Wahl stehende Konkurrenz durchgesetzt. Die FD-Mannschaft aus Berlin und Hamm verwies die Olympia-Aspiranten in den Klassen 470er und 49er, die vom Worldcup vor Miami mit zwei Gold- und einer Silbermedaille heimgekehrt waren, auf die folgenden Plätze.

Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfers segelten zu WM-Silber in Neuseeland. Foto: segel-bilder.de

Die Weltmeisterschaft der ehemaligen Olympia-Klasse vor Neuseeland forderte die kompletten Athleten. Denn die Bedingungen mit starkem Wind, ruppiger Welle und viel Strömung verlangte nicht nur beste Bootsbeherrschung, sondern auch viel Gefühl für den Bootsspeed und das richtige Timing vor allem an der Startlinie. Lüdtke/Schäfers kämpften zum Start in die Serie zwar mit dem Material, als das Ruder aus der Aufhängung flog, und der Konkurrenz, da ein italienisches Boot auf sie drauf kenterte, zeigten aber ein hohes Speedpotenzial. Nachdem die Probleme überwunden waren, steuerten sie souverän auf Medaillenkurs, konnten nur durch die Ungarn Szabolcs Majthenyi/ András Domokos auf Distanz gehalten werden und sicherten sich schließlich wie bereis 2016 die Silbermedaille.

Die Wahl zum Segler des Jahres wird ausgerichtet vom SVG-Verlag in Kooperation mit dem Deutschen Segler-Verband und der boot Düsseldorf sowie unterstützt von Wempe, Garmin und Pantaenius.

Die heimischen und internationalen Fans zeigten sich
begeistert, gaben bei der Abstimmung auf Sail24 nicht nur ihre Stimme ab,
sondern zollten dem Duo, das aufgrund der Fernbeziehung außer zu den Regatten
kaum gemeinsam auf dem Wasser agiert, per Online-Kommentaren ihren Respekt.

Mit dieser Unterstützung setzten sich die Silbergewinner schließlich auch gegen das Miami-Gold durch. Frederike Loewe/Anna Markfort, die beim Worldcup Anfang Februar in den USA überraschend die komplette 470er-Weltelite hinter sich gelassen hatten, lieferten den FD-Seglern zwar lange ein enges Rennen bei der Wahl, mussten sich schließlich aber ebenso geschlagen wie Erik Heil/Thomas Plößel, die im 49er einen starken Wiedereinstieg in das Regattageschehen feierten. Die Silbermedaillen-Gewinner von den Olympischen Spielen in Rio holten ebenfalls Gold vor Miami. Bei der Abstimmung zum Segler des Monats wurden sie schließlich auf Rang drei gewählt. Mit der Silber-Medaille von Miami im 470er hatte die junge Mannschaft Fabienne Oster/Anastasiya Winkel ihren größten sportlichen Erfolg gefeiert. Damit schafften sie es in die Auswahlliste für die Segler/innen des Monats Februar, mussten sich hier allerdings geschlagen geben.

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