Monatsarchive: April 2019

Staffel-Segeln: Wie sich die Kitesurfer ihre neues Olympia-Mixed-Format vorstellen

Mixed Kitesurfing

Milladär Branson ist großer Unterstützer der olympischen Kite-Bewegung. Vielleicht schafffte sein Foto mit dem nackten Model auf dem Rücken die notwendige Aufmerksamkeit? Soll so die Mixed Disziplin aussehen? Weiterlesen

Schwerin will nicht mehr: Rückzug aus der Liga

2013 gehörte der Schweriner Yacht-Club zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Segel-Bundesliga. Nach einer starken ersten Saison mit dem achten Platz wurde der SYC zur Fahrstuhlmannschaft: Abstieg aus der 1. Liga in 2014, Wiederaufstieg in 2016. Aber nach dem erneuten Abstieg in 2017 und lediglich einem Mittelfeldplatz in der Zweiten Liga im vergangenen Jahr gab es nun kurz vor Saisonstart den überraschenden Rücktritt. Es ist nach Lindau, Augsburg, dem YC Berlin-Grünau bereits der vierte Rückzug aus der Zweiten Liga zu dieser Saison.

Des einen Leid ist des anderen Freud:
„Damit haben wir nicht mehr gerechnet!“, freut sich Team-Manager
des SVAOe, Till Pomarius. „Umso größer ist unsere Freude, in
dieser Saison gegen einige Spitzen-Gegner segeln zu dürfen und damit
auch unsere eigene Leistung zu steigern. Wir werden unser Bestes
geben, uns dementsprechend professionell vorbereiten und danken vor
allem unserem Verein für seine Unterstützung.“

Masten sind schuld am Insektensterben

Neue Erkenntnisse zum Insektensterben: Erst vor wenigen Wochen hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Untersuchung veröffentlicht, der zufolge die Windenergie ein nennenswerter Faktor für das Insektensterben sein könnte. Heute stellte nun das Institut für Thermodynamik der Insekten (ITI) eine neue Studie vor, nach der der Wassersport einen noch erheblich größeren Beitrag zur Vernichtung der Kerbtiere leiste.

Insektensterben durch Boote

Während die rund 2.000 Windräder nach DLR-Schätzung etwa 5,3 Milliarden Insekten im Jahr durch Rotorschlag töten, seien die etwa 300.000 in Deutschland gemeldeten Boote laut ITI für fast 800 Milliarden tote Tiere verantwortlich. Der größte Teil davon gehe auf das Konto von Masten auf Segelbooten. Aber auch Motorboote spielen eine Rolle: Die im Schnitt niedrigeren Funk-, Licht- und Radarmasten erwischen durch die meist höhere Geschwindigkeit mehr Insekten in der gleichen Zeit.

Ein Vertreter des Bundesverbands Wassersportwirtschaft (BVWW) kritisierte die neue ITI-Untersuchung wegen methodischer Schwächen bereits scharf. So seien Stichproben besonders großer Segelyachten hochgerechnet worden und die lokal unterschiedliche Insektendichte in den verschiedenen Wassersportrevieren nicht berücksichtigt worden, heißt es in einer Presseerklärung des BVWW. Eine Gegenuntersuchung sei in Vorbereitung.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hingegen erklärte, ihre Rechtsabteilung bereite eine Klage vor, um allen in Deutschland zugelassenen Wasserfahrzeugen die Zulassung zu entziehen, sofern sie über Masten verfügen und/oder sich mit mehr als Schrittgeschwindigkeit (3,6 km/h) auf dem Wasser bewegen. Ein DUH-Sprecher empfahl betroffenen Wassersportlern, einfach auf Ruderboot, Kanu und Stand-Up-Paddleboard auszuweichen.

Wassersport mit Muskelkraft

Um der erwarteten Unzufriedenheit der Wassersportler zu begegnen, sei die DUH bereits in Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband getreten, um den Sport mit muskelkraftbetriebenen Wasserfahrzeugen in die Bonusprogramme der Krankenkassen aufzunehmen. Von diesem Anreiz erhoffe sich die DUH eine höhere Akzeptanz der Insektenschutzmaßnahmen.

Rückendeckung bekommt die DUH vom Bundesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). Der NABU stellte ebenfalls heute eine Studie vor, der zufolge sich Masten von Segel- und Motorbooten negativ auf den Vogelzug auswirken könnten. Der NABU fordert, sämtlichen Yachthäfen die Betriebsgenehmigung zu entziehen. Auf den Einwand von sail24.com, ob das nicht etwas überzogen sei, antwortete der NABU: „Vogelzug ist immer.“

Beste Zweihand-Yacht: Wie sich der World Sailing Präsident die Auswahl vorstellt

L30, Rodion

Die Entscheidung für die Olympia-Disziplin Mixed Doublehanded Offshore bildet den Trend zum Segeln mit kleiner Crew ab. Wie der Weltseglerverband es schaffen will, die Entwicklung nicht im Keim zu ersticken. Weiterlesen

Mit dem KV-Boot ab auf die Seebahn

Um den Einstieg für Junioren-Crews ins
Seesegeln zu erleichtern und die Einstiegsklasse ORC4 zu promoten,
stellt die RVS 2019 eine Regattayacht vom Typ Hunter 707 zur
Verfügung. Interessierte Crews können sich bis zum 22. April um das
Boot bewerben.

„Euer Ticket direkt auf die Seebahn“
– so bewirbt die Klassenvereinigung die Aktion, die durch die Firma
Hückstädt aus Plön möglich wird. Die handliche Kielyacht ist in
den vergangenen Jahren auf dem Plöner See für Match Race-Events
genutzt worden und wechselt jetzt auf die Seebahn.

Die Rahmenbedingungen für die Crew,
die sich um das Boot bewirbt, sind so definiert: Die Crew sollte aus
fünf bis sieben Athleten unter 30 Jahren bestehen – idealerweise
ist die Crew nach Geschlechtern gemischt. Die Hunter 707 wird samt
Trailer übergeben, so dass die Crew nur noch für ein Zugfahrzeug
sorgen muss.

Das KV-Boot steht aktuell noch in Plön
und wird dort zum Saisonbeginn regattaklar gemacht. Und
Regatta-Einsätze werden von der Mannschaft erwartet: Die
Bereitschaft zur Teilnahme an den vier Events des RVS Inshore Cups
sowie regelmäßige Updates über die Crew und das Boot in den
sozialen Medien sind die Bedingungen für die Bewerbung.

Gesegelt wird in Klasse ORC4. Die
Klasse der kleinen Seeschiffe wächst gerade. „Uns erreichen fast
wöchentlich Nachrichten von Segler/innen, die sich als
Eignergemeinschaft ein kleines Regattaboot zugelegt haben und nun
loslegen wollen“, freut sich RVS-Vize Bendix Hügelmann, der die
ORC4-Bemühungen der Klasse koordiniert. „Wir arbeiten an einer
Jugendboot-Challenge, um den Einstiegsbereich auch für Vereine
wieder attraktiver zu machen. Seesegeln bedient als Disziplin viele
Aspekte des Segelsports“, so Hügelmann. Wer die kleine Hunter für
die Saison erhält, wird am 23. April bekanntgegeben.

Bewerbung per Email an
seesegelparty@gmail.com.

Spektakuläre Kiellegung der ”Hamburg“ in Hamburg

Kiellegung "Hamburg": <p>
	Kiellegung der &quot;Hamburg&quot; am Jungfernstieg: NDR-Moderatorin Anke Harnack legt die Ehrenmedaille des Hamburger Senats ein, vor ihr (v. l. n. r.): Ralf Brinker, Gerhard Harder (DGzRS) und Hamburgs Wirtschaftssenator a. D. Frank Horch</p>

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat ihren jüngsten Neubau mit einer besonderen Prozedur auf den Weg gebracht

Fit für den Frühling

Die „Dilly-Dally“ kommt aus dem Wasser. Zum ersten Mal nach drei Jahren. Wie es wohl unter dem kleinen Garten am Rumpf aussieht? Nach etlichen Arbeitsstunden,
einigen Investitionen, vielen Flüchen und einem geschrumpften Konto kann die Saison jetzt kommen – und hoffentlich auch die nächste und übernächste. Ohne dass Schiff noch mal aus dem Wasser
muss. Was ich alles am Schiff gemacht, habe ich für „Float“ mal erzählt. Hier geht es zum Text.

Ach du Schei…e!

5-KR-Yacht: klassische Schönheit

BesBoot Kleine Brise 5Kr Segeln 2018 NKr_0818_BB_kl_brise_043.jpg

Im aufkommenden GFK-Zeitalter verzauberte eine Bremer Werft mit einer Serienyacht aus Mahagoni. Sie segelt und glänzt heute noch. Das Porträt im PDF-Download