Monatsarchive: April 2019

Jochen Schümann: „Im Zusammenspiel liegt die große Chance“

SSL Gold Cup: <p>
	SSL Gold Cup: Jochen Sch&uuml;mann, Frithjof Kleen und Philipp Buhl bei der ersten &ouml;ffentlichen Pr&auml;sentation im Olympia-Museum von Lausanne</p>

Am Anfang war der SSL Gold Cup nur eine gute Idee, jetzt nimmt er Formen an: Für die Premiere 2021 formieren sich die Besten des Sports und ihre Nationalteams

Festival ‚Te Matapukurega‘

Mi., 10.Apr.19, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva/Rikitea, Tag 1774, 17.385 sm von HH

Langschläfer sind die Rikiteaner nicht. Bereits um 8:00 Uhr morgens läuft die Parade zum Festival auf. Wie bei den Olympischen Spielen tragen die teilnehmenden Gruppen die Namen ihrer Herkunfts-Insel auf Schildern vor sich her. Bunt gekleidet oder in traditionellen Kostümen. Und wieder Blumenkränze auf dem Kopf. Jetzt wird auch klar, warum die Truppe aus Hiva Oa mit kleinem Gepäck anreisen konnte. Sie haben sich heute Morgen ihre Klamotten frisch im Wald gepflückt. :mrgreen:

Parade von der Kirche zum Festplatz

Parade von der Kirche zum Festplatz

Frische Palmenwedel und Farn als erneuerbare Klamotten

Frische Palmenwedel und Farn als erneuerbare Klamotten


Ein Gesicht im Zug kommt uns bekannt vor. Das Schild gibt Aufklärung: eine kleine Delegation von Tänzern ist auch aus Rapa Nui, der Osterinsel, angereist.
Unter lauter Trommel-Begleitung zieht der Tross Richtung Festplatz. Der besteht aus einer Fußballfeld großen Fläche, abgestreut mit feinsten Korallensand. Unter kleinen Holzverschlägen wird Kunsthandwerk der teilnehmenden Atolle angeboten: Perlenschmuck, Flechtwerk und bedruckte Stoffe. Unter Zeltplanen wird schon am Aufbau des Buffets gearbeitet.

Zuschauer im Tross

Zuschauer im Tross

 

Die Reden vom Bürgermeister, vom Dorf-Sheriff und anderen wichtigen Persönlichkeiten ziehen sich. Geduldig warten die Gruppen auf ihre persönliche Vorstellung. Noch mehr Reden werden gesprochen. Merci und Maururu, ‚danke‘ auf tahitianisch, fällt häufig.

Die Rede vom Bürgermeister zieht sich, da kann man schon mal einschlafen

Die Rede vom Bürgermeister zieht sich, da kann man schon mal einschlafen

Die Atolle sprechen eine ähnliche Sprache, verstehen einander, nur die Repräsentantin der Osterinsel muss übersetzt werden. Das Ganze hat gewisse Längen, da einiges auch noch auf Französisch wiederholt wird.
Jedes Atoll gibt schon mal eine kleine Kostprobe seines Könnens und dann folgt auch schon das Essen.

Die wilden Kerle und Mädchen aus Hiva Oa

Die wilden Kerle und Mädchen aus Hiva Oa

Die dazugehörigen Trommler

Die dazugehörigen Trommler

Das halbe Dorf ist dabei mit seinen Kokosnuss-Tellern.
Mehrfach werden wir aufgefordert, uns ebenfalls zu bedienen. Ich mach es kurz: es ist besser als es aussieht. :-) Die schleimigen Breie sind Mango- und Banane-„Chutneys“. Die lila Würfel bestehen ebenfalls aus Banane. Dazu gibt es Maniok und Yucca mit Kokosmilch. Oder wahlweise Brotfrucht mit Kokosmilch. Oder Muschelsalat mit Kokosmilch. Es fehlt an allem: an Salz, an Schärfe und Gewürzen. Essbar, aber schon arg fad.

Skepsis am Buffet

Skepsis am Buffet

Das Essen
Kokosschalen als Teller - davon gab es leider nicht genug
Eure Hoheit am Buffet

Abends geht es dann zur Sache. Jedes Atoll bringt seinen eigenen Stil mit. Brav im Chor gesungene ‚Aloha-Südseeklänge‘, wie man es sich vorstellt, stammen aus Tubuai. Lieblich und sanft. Die Damen der Austral-Inseln treten in züchtigen Baumwollkleidern auf.

Sängerinnen aus Tubuai

Sängerinnen aus Tubuai

Die Mädchen aus Hao dagegen, lassen die Hüften kreisen. Die Baströcke wippen, die Blicke versprechen alles und nichts. Achim versteht nicht, warum es nur auf der ‚Bounty‘ zur Meuterei kam. Er ist der Meinung, beim Anblick der Mädchen hätte eigentlich jeder Matrose seinen verwanzten Kahn verlassen müssen.

Hüfttanz im Baströckchen

Hüfttanz im Baströckchen

Nymphe beim Hüftschwung

Nymphe beim Hüftschwung

Die wilde Gang aus Hiva Oa lässt keinen Zweifel aufkommen, dass man früher in der Südsee auch im Kochtopf landen konnte. Mit Fackeln, viel Geschrei und Geheule liefern sie einen starken Auftritt. Das wilde Gebaren mit den angemalten Gesichtern und den rollenden Augen kommt auch beim heimischen Publikum großartig an. Hiva Oa kassiert den kräftigsten Applaus.

Gänsehaut-Auftritt mit Fackeln

Gänsehaut-Auftritt mit Fackeln

Wilde Kerle
aus
Hiva Oa
Man achte auf die Unterbüx - der Kevin Klein der Südsee heißt Taaitaaroa ;-)

Drei Abende werden wir aufs köstlichste unterhalten. Während der gesungen Tänze oder dem getanzten Gesang werden auch immer wieder Geschichten erzählt: eine Liebesgeschichte, ein Mädchenraub, ein Überfall mit erfolgreicher Verteidigung des bösen Gegners. Die Geschichten berichten von der Vergangenheit der abgeschiedenen Inseln.

Immer werden Geschichten bei den Tänzen erzählt

Immer werden Geschichten bei den Tänzen erzählt

Das Fest ‚Te Matapukarega‘ auf Mangareva dient dem Flechten und Erhalten von Beziehungen über die weiten Entfernungen der Atolle hinaus, dem Erhalt der Bruderschaft der Polynesier. Erst das zweite Mal ist das kleine Gambier Atoll Gastgeber für solch eine Veranstaltung, die dieses Mal unter dem Motto ‚Te Tutakiraga‘ – ‚die Zusammenkunft‘ läuft. ‚Te Tutakiraga‘ ist ein heiliges Wort in der polynesischen Geschichte, das die Aussage bestätigt: Du bist ein Polynesier, egal wo du geboren wurdest, welchen Tanz du tanzt oder welchen Dialekt du spricht. Das Motto scheint gelungen, wenn man sich am letzten Vormittag die Darsteller anschaut. Alle zusammen tanzen begeistert den Tanz von Mangareva.

 

Figaro 3: Mixed Team düpiert Männercrews – Samantha Davies und Yann Eliès dominant

Samantha Davies hat beim Sardinha Cup gezeigt, dass sie sich auf hoher See vor keinem Mann verstecken muss. Zusammen mit Yann Eliès siegte sie beim Figaro3-Auftakt gegen die stärksten Offshore-Profis. Weiterlesen

Rückkehr der World-ARC-Segler

Am Samstag, 13. April, endete die World ARC 2018/19 dort, wo sie im Januar 2018 begonnen hatte – an der Küste von Saint Lucia. Unterstützt vom World Cruising Club schlossen 38 Segler auf 16 Yachten ihre Weltumsegelung ab, während der sie drei Ozeane überquert und mehr als 18 Länder besucht hatten. 13 der Boote waren Anfang 2018 gestartet.

Die Crews der Madrigal und PretAixte in Rodney Bay © World Cruising Club

Wie auch in den letzten Jahren wurde der Abschluss des Segelabenteuers mit einer Schiffsparade, einem feierlichen Empfang und einem Rallye-Dinner gefeiert. „Der letzte Tag der World ARC ist immer etwas Besonderes, mit einer tollen Atmosphäre, die von allen sehr geschätzt wird, und wird zu Recht im großen Stil gefeiert“, sagte der Geschäftsführer des World Cruising Club Andrew Bishop. „Das erneute Überqueren der Startlinie in Rodney Bay ist ein emotionaler Moment für diejenigen, die ihre Weltumsegelung abschließen. Herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Weltumsegler!“

Die Route der World ARC © World Cruising Club

Die World ARC startet jedes Jahr in Saint Lucia (Januar) und Australien (September) und ermöglicht eine Weltumsegelung in einer multinationalen Flotte. Während der 15-monatigen Rallye legen die Teilnehmer gut 26.000 Seemeilen zurück. Statt der kompletten Strecke können aber auch nur einzelne Etappen mitgesegelt werden. An der World ARC 2018/19 nahmen insgesamt mehr als 400 Segler auf 42 Booten teil.

Von wegen Opfer

Das Klackern war doch nicht das
Getriebe oder ein defektes Lager! Erst einmal große Erleichterung. Nur die Opferanode hat sich gelockert. Aber wie aus einem kleinen Schaden dann doch noch ein großes Problem werden kann,
entdeckt der Taucher: Anode löst sich, wandert an der Welle zum Rumpf und hämmert ein kleines Loch in den Gelcoat. Gleich geht es zum Kranen. Damit Osmose keine Chance bekommt.

SR-Interview: Tom Slingsby über den Cup – “Herausgekommen sind diese Ungeheuer”

Tom Slingsby

Ralf Abratis hat den Superstar Tom Slingsby zum Interview getroffen. Der Australier kritisiert die aktuelle Entwicklung des America`s Cups scharf. Es seien zu viele Fehlentscheidungen getroffen worden. Weiterlesen

Frachter auf Irrfahrt im Watt?

AIS Imtech: <p>
	Viel zu gro&szlig; f&uuml;r den kleinen Hafen von Langeoog: ein Frachter blockiert laut AIS-Karte die Zufahrtsrinne</p>

Ein 165 Meter langes Schiff hat sich in den kleinen Inselhafen von Langeoog verirrt. Das zumindest zeigt die AIS-Karte. Was steckt dahinter?

World Cup Genua: Fischer/Graf starten mit zwei 49er-Siegen – “Wir spüren keinen Druck”

Fischer/Graf

Die deutsche 49er-Flotte sorgt für immer mehr Aufsehen in der Segelwelt. Nach den Erfolgen von Heil/Plößel und Schmidt/Böhme sind nun beim Weltcup in Genua Fischer/Graf mit zwei Siegen gestartet. Weiterlesen

Fischer/Graf übernehmen Führung in Genua

Gemächlicher Start in den World Cup
vor Genua: Nach Abschluss der Trofeo Princesa Sofia ist der Tross der
Top-Segler Richtung Italien weitergereist. Allerdings starten vor
Genua nur acht der zehn Olympia-Disziplinen. Und am ersten Tag kamen
nur die Skiffs und Nacras zum Zug. Mit starken deutschen Ergebnissen.
Fischer/Graf führen bei den 49ern, Jurczok/Lorenz sind Dritten bei
den 49ernFX.

Zum Start in das Geschehen war ohnenhin
nur ein Teil der acht Flotten auf der Bahn geplant. Doch bei leichten
und schwankenden Winden zwischen 5 und 12 Knoten gelang auch hier
nicht das komplett vorgesehene Programm. Die Skiffs schafften je zwei
Rennen, den Nacras gelang das nur in einer Gruppe, die andere muss am
zweiten Tag nachsitzen. Dann starten auch die Laser, 470er und Finns
ins Geschehen.

Unter der perfekten italienischen Sonne
hatten Tim Fischer/Fabian Graf einen Start nach Maß im Feld der 65
Crews. Mit Startnummer 007 lautet ihr Auftrag offenbar: Sieg. Gleich
beide Mal kreuzten sie als Top-Crew die Ziellinie und stehen damit
zunächst mit einem makellosen Bild an der Spitze des Feldes, das mit
der absoluten Weltklasse besetzt ist. Auf Platz zwei liegen die
Neuseeländer Isaac McHardie/William McKenzie zwar mit einem Sieg und
einem zweiten Platz in der Paralellgruppe ebenfalls stark im Rennen.
Doch dahinter zeigt sich, wie schwierig es ist, in dieser Konkurrenz
eine konstante Serie auf die Bahn zu bringen. Auch die Superstars
Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland) müssen das nach ihrem Comeback
vor Mallorca nun schmerzlich erfahren. Ihre aktuelle Platzierung:
Rang 31.

„Das deutsche Team pusht sich
momentan gut voran“, erklärte Graf. „Und wir versuchen, besser
als unsere Teamkollegen zu sein. Wir trainieren viel und haben ein
gutes Coaching. Es gibt viele talentierte Leute in diesem Team.“
Graf macht keinen Hehl daraus, dass er nicht nur das deutsche Team
insgesamt voranbringen, sondern sich selbst gemeinsam mit Vorschoter
Fabian Graf für die Spiele 2020 qualifizieren will. Die Ausscheidung
für Tokio beginnt in diesem Spätherbst mit der WM. Als junge
Mannschaft haben Fischer/Graf aber auch noch die folgenden Spiele
2024 vor Marseille durchaus im Fokus.

Starke deutsche Auftritte gab es in den
vergangenen Jahren auch immer wieder bei den Skiff-Frauen. Auch
diesmal sind die ehemaligen WM-Dritten Victoria Jurczok/Aniko Lorenz
gut in die Regatta gestartet. Mit zwei vierten Plätzen in ihrer
Gruppe sind sie aktuell Dritte im Feld der 48 Duos. Die Spitze haben
die Schwedinnen Julia Gross/Hanna Klinga vor den Olympiasiegerinnen
Martine Grael/Kahena Kunze (Brasilien) inne.

Bei den leichten Winden vor Genua hat
sich die deutsche Rangfolge in der Klasse der Nacra17 vorerst
gedreht. Während vor Mallorca noch Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer
klar den Ton angeben und als einzige die Goldflotte erreichten,
erwischte nun die interne Konkurrenz den besseren Start. Johannes
Polgar/Carolina Werner segelten mit den Plätzen 7 und 5 einen
konstanten Start. Kohlhoff/Stuhlemmer konnten mit der anderen Gruppe
nur eine Wettfahrt absolvieren und mussten sich dort mit dem 18.
Platz begnügen. Der Tag heute wird zunächst mit dem zweiten Rennen
in dieser Gruppe fortgesetzt, bevor alle Segler wieder auf die Bahn
geschickt werden.

Auf Nordlandfahrt

SSL Gold Cup: Wie die beste Segelnation der Welt ermittelt werden soll – Das neue Format

SSL Gold Cup

Der SSL Gold Cup ist eröffnet worden, die neue Regatta für die besten Nationalteams. Die Liste der vorgestellten Kapitäne liest sich wie das Who is Who des Segelsports. Für Deutschland: Schühmann, Buhl und Kleen. Weiterlesen

Neues Mittel gegen Dieselpest

Marine Diesel Schutz von Liqui moly: <p>
	Das Marine Diesel Schutz Additiv von Liqui Moly. 500 Milliliter sch&uuml;tzen bis zu 500 Liter Kraftstoff vor Pilzen und Bakterien</p>

Das Marine Diesel Schutz genannte Additiv von Liqui Moly soll den Bakterienbefall des Kraftstoffs bekämpfen und ist frei verkäuflich