Monatsarchive: April 2019

Außenbordkameraden: Boje sendet Wal-Todesschreie – „Sound of Sea“ trifft ins Herz

Umwelt, Delfine, Wale, Sea Shepherd

Eine sphärisch wirkende Boje treibt durch die See, ein Taucher hört seltsame Schreie unter Wasser – Sea Shepherd hat eine spektakuläre und anrührende Video-Aktion gestartet.  Weiterlesen

Studie: So segeln die Nachbarn in Dänemark – 12.000 Frauen im Sport

Der Anteil der Frauen im dänischen Segelsport hat einen Rekord-Anteil erreicht. Die jüngste Studie des Verbandes weist 23 Prozent der Club-Mitglieder als weiblich aus. Weiterlesen

Refit: Kleine Tipps mit großer Wirkung

Yachten im Refit-Alter stammen häufig aus einer Zeit, als der klassische Bootsbau noch als das Maß aller Dinge galt. Das heißt: vor allem viel dunkles Holz. Dazu kommt, dass Rumpffenster damals noch unüblicher oder viel kleiner waren als heute. Das Ergebnis: der typische Keller, von manchen als schiffig empfunden, von anderen als dunkel. Heute dagegen sehen manche Boote von innen aus wie eine Ikea-Küche. Wie findet man den goldenen Mittelweg? Wir haben ein paar Tipps zu dem Thema auf Lager.

Schotten

Die Schotten sind oft die größten Flächen unter Deck neben den Kojen und haben somit starken Einfluss auf die Raumwirkung. Die typischen matt lackierten Sperrholzschotten müssen nicht unbedingt so bleiben. Unter Umständen ist das Holz schon etwas angegriffen, so dass ohnehin eine Überarbeitung ansteht. Dann ist es eine gute Idee, sich am klassischen US-amerikanischen Stil zu orientieren, der viel mit hell lackierten Flächen und naturlackierten Rahmenhölzern arbeitet

Wer gerne bei Holz bleiben möchte, kann die Schotten mit dünnem Sperrholz bekleben. Das ist handwerklich etwas anspruchsvoller, als die Schotten zu schleifen und zu lackieren. Dazu müssen Schablonen abgenommen werden. Dazu eignet sich dünner Karton oder reißfestes Packpapier, mit Papierklebeband am Schott und untereinander befestigt. Dann kann mit einem Distanzstück oder mit einem Zirkel die Kontur des Schotts auf die Schablone und von dort zurück auf das neue Holz übertragen werden

Statt Teppich an der Bordwand, wurde hier eine Wegerung genutzt © Hinnerk Stumm

Fußboden

In vielen älteren Booten befindet sich Auslageware auf dem Boden. Sie kam besonders auf kleineren Booten zum Einsatz, wenn durch Bodenbretter über die volle Breite zu viel Höhe verloren gegangen wäre. Es lohnt sich, den Teppich einfach komplett zu entfernen. Oft ist das eine ziemlich schmutzige und arbeitsintensive Aufgabe. Wenn die Auslegeware flächig verklebt war, führt kein Weg am Schleifen vorbei. Dafür kann der Boden dann nicht nur heller gestrichen, sondern auch leichter gereinigt werden.

Himmel

Ähnlich wie die Auslageware auf dem Boden vermittelt auch der Himmel oft eine etwas antiquierte Stimmung unter Deck. Hier ist zunächst zu prüfen, ob sich oberhalb des Himmels Leitungen befinden. Wenn ja, können sie zum Beispiel in Kanälen an der Verbindung Aufbau-Deck neu verlegt werden. Dann besteht nämlich die Möglichkeit, ohne Verkleidung auszukommen und den Aufbau zu streichen. Bei dieser Variante sollte zunächst schwarz gestrichen werden, damit die Sonne nicht durchs Laminat scheint

Erst dann folgen mehrere Lagen Vorstreichfarbe und Lack im gewünschten Farbton. Alternativ kann der Himmel auch erneuert werden. Im Falle von bespanntem Holz gibt es mehrere Möglichkeiten: Das Holz wird neu bespannt oder das Holz wird nicht bespannt, sondern lackiert. Ein hölzerner Himmel kann entweder aufgearbeitet oder – wenn Schäden sichtbar sind – farbig gestrichen werden. Die kostspieligste Variante neues Sperrholz. Die Befestigung lässt sich mit Druckknöpfen oder Klettband lösen.

Eine neue Deckenverkleidung wirkt ebenfalls heller und freundlicher © Hinnerk Stumm

Polster

Ein Austausch der Polsterstoffe kann eine große Wirkung erzielen. Oft sind früher dunkle Stoffe zum Einsatz gekommen, die ihren Teil zum Kellereffekt beigetragen haben. Das Problem ist, dass helle Stoffe schmutzempfindlich sind, was an Bord unpraktisch ist. Eine Lösung können gemusterte Stoffe sein, die einen hohen Anteil heller Farben haben können, ohne zu empfindlich zu sein, zum Beispiel gestreifte oder karierte Stoffe. Als Laie selbst zu polstern erfordert allerdings einiges an Geschick.

Schapps und Schränke

Ähnlich wie bei Schotten lässt sich bei Schapps und Schränken leicht etwas Helligkeit erzielen, ohne ganz auf Holz zu verzichten. Meistens ist es so, dass Türen und Klappen aus Sperrholz mit Umleimern bestehen. Dann kann man zum Beispiel die komplette Fläche schleifen, die Sperrholzfläche weiß lackieren und nur die Umleimer klar lassen. Oder – wenn das Holz noch fit ist – die gemäßigte Variante wählen, die Türen klar lassen und nur den Schrank selbst farbig lackieren.

Von einem der auszog, England zu umrunden, Teil VI

Podcast Hölzen Bootschaft: <p>
	Mit dieser &auml;lteren First 30 will Podcast-Autor Michael H&ouml;lzen in K&uuml;rze zum T&ouml;rn rund England aufbrechen</p>

Im Winter hat Micha Hölzen eine alte First 30 gekauft. Nun geht sie ins Wasser. Ob alles gut geht? In Teil 6 seines Podcasts gibt ein anderer First-Segler Tipps

Ist Elektro auf dem Wasser angekommen?

Jochen Schümann: „Im Zusammenspiel liegt die große Chance“

SSL Gold Cup: <p>
	SSL Gold Cup: Jochen Sch&uuml;mann, Frithjof Kleen und Philipp Buhl bei der ersten &ouml;ffentlichen Pr&auml;sentation im Olympia-Museum von Lausanne</p>

Am Anfang war der SSL Gold Cup nur eine gute Idee, jetzt nimmt er Formen an: Für die Premiere 2021 formieren sich die Besten des Sports und ihre Nationalteams

Festival ‚Te Matapukurega‘

Mi., 10.Apr.19, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva/Rikitea, Tag 1774, 17.385 sm von HH

Langschläfer sind die Rikiteaner nicht. Bereits um 8:00 Uhr morgens läuft die Parade zum Festival auf. Wie bei den Olympischen Spielen tragen die teilnehmenden Gruppen die Namen ihrer Herkunfts-Insel auf Schildern vor sich her. Bunt gekleidet oder in traditionellen Kostümen. Und wieder Blumenkränze auf dem Kopf. Jetzt wird auch klar, warum die Truppe aus Hiva Oa mit kleinem Gepäck anreisen konnte. Sie haben sich heute Morgen ihre Klamotten frisch im Wald gepflückt. :mrgreen:

Parade von der Kirche zum Festplatz

Parade von der Kirche zum Festplatz

Frische Palmenwedel und Farn als erneuerbare Klamotten

Frische Palmenwedel und Farn als erneuerbare Klamotten


Ein Gesicht im Zug kommt uns bekannt vor. Das Schild gibt Aufklärung: eine kleine Delegation von Tänzern ist auch aus Rapa Nui, der Osterinsel, angereist.
Unter lauter Trommel-Begleitung zieht der Tross Richtung Festplatz. Der besteht aus einer Fußballfeld großen Fläche, abgestreut mit feinsten Korallensand. Unter kleinen Holzverschlägen wird Kunsthandwerk der teilnehmenden Atolle angeboten: Perlenschmuck, Flechtwerk und bedruckte Stoffe. Unter Zeltplanen wird schon am Aufbau des Buffets gearbeitet.

Zuschauer im Tross

Zuschauer im Tross

 

Die Reden vom Bürgermeister, vom Dorf-Sheriff und anderen wichtigen Persönlichkeiten ziehen sich. Geduldig warten die Gruppen auf ihre persönliche Vorstellung. Noch mehr Reden werden gesprochen. Merci und Maururu, ‚danke‘ auf tahitianisch, fällt häufig.

Die Rede vom Bürgermeister zieht sich, da kann man schon mal einschlafen

Die Rede vom Bürgermeister zieht sich, da kann man schon mal einschlafen

Die Atolle sprechen eine ähnliche Sprache, verstehen einander, nur die Repräsentantin der Osterinsel muss übersetzt werden. Das Ganze hat gewisse Längen, da einiges auch noch auf Französisch wiederholt wird.
Jedes Atoll gibt schon mal eine kleine Kostprobe seines Könnens und dann folgt auch schon das Essen.

Die wilden Kerle und Mädchen aus Hiva Oa

Die wilden Kerle und Mädchen aus Hiva Oa

Die dazugehörigen Trommler

Die dazugehörigen Trommler

Das halbe Dorf ist dabei mit seinen Kokosnuss-Tellern.
Mehrfach werden wir aufgefordert, uns ebenfalls zu bedienen. Ich mach es kurz: es ist besser als es aussieht. :-) Die schleimigen Breie sind Mango- und Banane-„Chutneys“. Die lila Würfel bestehen ebenfalls aus Banane. Dazu gibt es Maniok und Yucca mit Kokosmilch. Oder wahlweise Brotfrucht mit Kokosmilch. Oder Muschelsalat mit Kokosmilch. Es fehlt an allem: an Salz, an Schärfe und Gewürzen. Essbar, aber schon arg fad.

Skepsis am Buffet

Skepsis am Buffet

Das Essen
Kokosschalen als Teller - davon gab es leider nicht genug
Eure Hoheit am Buffet

Abends geht es dann zur Sache. Jedes Atoll bringt seinen eigenen Stil mit. Brav im Chor gesungene ‚Aloha-Südseeklänge‘, wie man es sich vorstellt, stammen aus Tubuai. Lieblich und sanft. Die Damen der Austral-Inseln treten in züchtigen Baumwollkleidern auf.

Sängerinnen aus Tubuai

Sängerinnen aus Tubuai

Die Mädchen aus Hao dagegen, lassen die Hüften kreisen. Die Baströcke wippen, die Blicke versprechen alles und nichts. Achim versteht nicht, warum es nur auf der ‚Bounty‘ zur Meuterei kam. Er ist der Meinung, beim Anblick der Mädchen hätte eigentlich jeder Matrose seinen verwanzten Kahn verlassen müssen.

Hüfttanz im Baströckchen

Hüfttanz im Baströckchen

Nymphe beim Hüftschwung

Nymphe beim Hüftschwung

Die wilde Gang aus Hiva Oa lässt keinen Zweifel aufkommen, dass man früher in der Südsee auch im Kochtopf landen konnte. Mit Fackeln, viel Geschrei und Geheule liefern sie einen starken Auftritt. Das wilde Gebaren mit den angemalten Gesichtern und den rollenden Augen kommt auch beim heimischen Publikum großartig an. Hiva Oa kassiert den kräftigsten Applaus.

Gänsehaut-Auftritt mit Fackeln

Gänsehaut-Auftritt mit Fackeln

Wilde Kerle
aus
Hiva Oa
Man achte auf die Unterbüx - der Kevin Klein der Südsee heißt Taaitaaroa ;-)

Drei Abende werden wir aufs köstlichste unterhalten. Während der gesungen Tänze oder dem getanzten Gesang werden auch immer wieder Geschichten erzählt: eine Liebesgeschichte, ein Mädchenraub, ein Überfall mit erfolgreicher Verteidigung des bösen Gegners. Die Geschichten berichten von der Vergangenheit der abgeschiedenen Inseln.

Immer werden Geschichten bei den Tänzen erzählt

Immer werden Geschichten bei den Tänzen erzählt

Das Fest ‚Te Matapukarega‘ auf Mangareva dient dem Flechten und Erhalten von Beziehungen über die weiten Entfernungen der Atolle hinaus, dem Erhalt der Bruderschaft der Polynesier. Erst das zweite Mal ist das kleine Gambier Atoll Gastgeber für solch eine Veranstaltung, die dieses Mal unter dem Motto ‚Te Tutakiraga‘ – ‚die Zusammenkunft‘ läuft. ‚Te Tutakiraga‘ ist ein heiliges Wort in der polynesischen Geschichte, das die Aussage bestätigt: Du bist ein Polynesier, egal wo du geboren wurdest, welchen Tanz du tanzt oder welchen Dialekt du spricht. Das Motto scheint gelungen, wenn man sich am letzten Vormittag die Darsteller anschaut. Alle zusammen tanzen begeistert den Tanz von Mangareva.

 

Figaro 3: Mixed Team düpiert Männercrews – Samantha Davies und Yann Eliès dominant

Samantha Davies hat beim Sardinha Cup gezeigt, dass sie sich auf hoher See vor keinem Mann verstecken muss. Zusammen mit Yann Eliès siegte sie beim Figaro3-Auftakt gegen die stärksten Offshore-Profis. Weiterlesen

Rückkehr der World-ARC-Segler

Am Samstag, 13. April, endete die World ARC 2018/19 dort, wo sie im Januar 2018 begonnen hatte – an der Küste von Saint Lucia. Unterstützt vom World Cruising Club schlossen 38 Segler auf 16 Yachten ihre Weltumsegelung ab, während der sie drei Ozeane überquert und mehr als 18 Länder besucht hatten. 13 der Boote waren Anfang 2018 gestartet.

Die Crews der Madrigal und PretAixte in Rodney Bay © World Cruising Club

Wie auch in den letzten Jahren wurde der Abschluss des Segelabenteuers mit einer Schiffsparade, einem feierlichen Empfang und einem Rallye-Dinner gefeiert. „Der letzte Tag der World ARC ist immer etwas Besonderes, mit einer tollen Atmosphäre, die von allen sehr geschätzt wird, und wird zu Recht im großen Stil gefeiert“, sagte der Geschäftsführer des World Cruising Club Andrew Bishop. „Das erneute Überqueren der Startlinie in Rodney Bay ist ein emotionaler Moment für diejenigen, die ihre Weltumsegelung abschließen. Herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Weltumsegler!“

Die Route der World ARC © World Cruising Club

Die World ARC startet jedes Jahr in Saint Lucia (Januar) und Australien (September) und ermöglicht eine Weltumsegelung in einer multinationalen Flotte. Während der 15-monatigen Rallye legen die Teilnehmer gut 26.000 Seemeilen zurück. Statt der kompletten Strecke können aber auch nur einzelne Etappen mitgesegelt werden. An der World ARC 2018/19 nahmen insgesamt mehr als 400 Segler auf 42 Booten teil.

Von wegen Opfer

Das Klackern war doch nicht das
Getriebe oder ein defektes Lager! Erst einmal große Erleichterung. Nur die Opferanode hat sich gelockert. Aber wie aus einem kleinen Schaden dann doch noch ein großes Problem werden kann,
entdeckt der Taucher: Anode löst sich, wandert an der Welle zum Rumpf und hämmert ein kleines Loch in den Gelcoat. Gleich geht es zum Kranen. Damit Osmose keine Chance bekommt.

SR-Interview: Tom Slingsby über den Cup – “Herausgekommen sind diese Ungeheuer”

Tom Slingsby

Ralf Abratis hat den Superstar Tom Slingsby zum Interview getroffen. Der Australier kritisiert die aktuelle Entwicklung des America`s Cups scharf. Es seien zu viele Fehlentscheidungen getroffen worden. Weiterlesen

Frachter auf Irrfahrt im Watt?

AIS Imtech: <p>
	Viel zu gro&szlig; f&uuml;r den kleinen Hafen von Langeoog: ein Frachter blockiert laut AIS-Karte die Zufahrtsrinne</p>

Ein 165 Meter langes Schiff hat sich in den kleinen Inselhafen von Langeoog verirrt. Das zumindest zeigt die AIS-Karte. Was steckt dahinter?