Monatsarchive: Januar 2019

Faurby 460 E: Weltdebüt

Würde man die Gesamtlänge inklusive festem Bugspriet als Bemessungsgrundlage nehmen, würde diese Yacht locker in die 48-Fuß-Klasse hineinpassen. Doch mit typisch nordischer Zurückhaltung hat sich die Werft entschlossen, nur die Rumpflänge in den Namen einzubringen. Ein ehrlicher Name für ein ehrlich gebautes Schiff, könnte man denken. Der nähere Blick aufs Schiff und hinter die Kulissen verstärkt diesen positiven Eindruck. Einzeln eingepasste Teakstäbe umrahmen Winschensockel, Tische und Handläufe sind fein säuberlich abgerundet, Polstermöbel edel gearbeitet.

Die Interieur-Aufteilung ist ein Mix aus Klassik und Moderne mit Schwerpunkt auf Geräumigkeit, bzw. Bewegungsfreiheit. Das gilt sowohl im Wohn-/ Küchentrakt, als auch in den Schlafkammern. Besonders großzügig ist aber das Bad dimensioniert. Darüber hinaus sind es die Details, die Freude machen. Am Niedergang gibt es beispielsweise Türen anstelle von Schotten.

Technische Daten

Lüa: 14,70 m
Breite: 3,90 m
Tiefgang: 2,25 m
Verdrängung: 10,5 t
Preis: ab 618.787 Euro

Revierprofil: Kanarische Inseln

Nautische Tipps:

  • Man sollte die Kanaren nicht als Einsteigerrevier des Atlantiks sehen. Zumindest der Skipper sollte ein erfahrener Segler sein.
  • Es wird davon abgeraten, in diesem Revier zu kreuzen. Besonders in den Starkwindzonen ist es unmöglich, Luv zu machen. Läuft der Gezeitenstrom mit, kann die See besonders rau und steil werden kann.
  • Liegeplätze in den Marinas sollten immer vorab reserviert werden. Die Schläge sind meist lang, und das Angebot an Gastliegeplätzen ist auf den Kanaren nicht gerade groß.
  • Wer frischen Fisch liebt, sollte immer eine Schleppangel draußen haben. Besonders an den Kaps hat man gute Chancen, die Bordküche aufzubessern.

Charter:

Charterfirma: Lava Charter S. L. U., Marina Lanzarote, Local B0, Av. Olof Palme a/n., 35500 Arrecife, Spanien. Tel.: 0034 928 663209, Fax: 0034 928 801488, E-Mail: booking@lavacharter.com, Internet: www.lavacharter.com. Vertreten durch: Blu Charter GmbH, Hudestr. 24, 23569 Lübeck, Deutschland. E-Mail: info@blucharter.de, www.blucharter.de.
Schiffe & Preise: Angeboten werden Yachten von 37 bis 56 Fuß zu Wochenpreisen von € 2.460,- bis € 4.820,-.
Revier: Ein Hochseerevier, das Skipper und Crew fordern kann.

(Bild: Jan Bindseil)

Seekarten: Imray E2 – Islas Canarias. Ich empfehle die spanischen Seekarten SP60A, 60B, 61A sowie SP 600, 601, 602, 603, 604, 605, 610, 612, 613.
Nautische Literatur: Oliver Solanas Heinrichs & Mike Westin: „Cruising Guide to the Canary Islands“.
Wind & Wetter: Zwischen Mai und September kann der Nordostpassat kräftig wehen. In den Wintermonaten ziehen Atlantiktiefs weit in den Süden. Sie bringen Schlechtwetter und Wind, der aus SW bis NW stürmisch blasen kann.
Wetterberichte: Wetterbericht und Windprognosen von www.windfinder.com waren verlässlich. Andere schwören auf www.passageweather.com. Bei den Spaniern ist der Wetterservice von AEMET (Agencia Estatal de Meteorología) sehr beliebt.
Leuchtfeuer und Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Der Tidenhub beträgt bis zu 3 Meter. Der Kanarenstrom setzt mit 0,5 bis 1 Knoten nach SSW. Der Gezeitenstrom kann bis zu 3 kn. erreichen. Ebbstrom setzt nach S, Flutstrom nach N.
Navigation: meist mit dem Plotter.
Beste Zeit: In den Kanaren kann man das ganze Jahr über segeln.
Anreise: Flüge nach Lanzarote und Teneriffa werden direkt oder über Madrid / Barcelona angeboten.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Spanisch. Englisch wird fast überall gesprochen. Bei Lava Charter spricht man Deutsch.
Klima: Subtropisch gemäßigt, mit Höchsttemperaturen kaum über 30 Grad und Tiefstwerten wenig unter 20 Grad.
Kleidung: Ölzeug und Pullover sollten immer an Bord sein.
Fischfang: Eine Schleppangel ist Pflicht für alle, die frischen Fisch lieben.
Sicherheit: Mit Kleinkriminalität muss man in den Städten rechnen. Schiffe gelten als sicher.
Reiseführer: Eberhard Fohrer: „Lanzarote“, Irene Börjes: „Gran Canaria“ und „Teneriffa“. Alle im Michael Müller Verlag. Bei Baedeker: „Fuerteventura“.

„Handfeste Affäre“: Der „Gorch Fock“-Skandal weitet sich aus

Gorch Fock: <p>
	Das Segelschulschiff &bdquo;Gorch Fock&ldquo;</p>

Der Bundesrechnungshof erhebt Vorwürfe gegen das Verteidigungsministerium – fiel der Reparatur-Beschluss auf Basis falscher Kosten-Angaben?

Panerai wird offizieller Sponsor von Luna Rossa

Vor wenigen Monaten forderte Luna Rossa Challenge den neuseeländischen Verteidiger des America’s Cup als erstes Team für das Recht zur Teilnahme an der 36. Auflage der traditionsreichen Segelregatta heraus. Nun verkündeten der italienische Challenger of Record und der italienische Hersteller von Luxusuhren ihre Partnerschaft. Patrizio Bertelli, Präsident von Luna Rossa und CEO der Prada Group – zusammen mit Pirelli, Titelsponsor von Luna Rossa – und Panerai Chef Jean-Marc Pontroué unterzeichneten eine Vereinbarung, nach der Panerai offizieller Sponsor des Teams Luna Rossa wird. Zu diesem Zweck wird Panerai eine neue Uhrenserie kreieren, die sich unmittelbar von den beim America’s Cup verwendeten Technologien und Materialien inspiriert zeigt und zukünftig von den Mitgliedern des Luna-Rossa-Teams getragen wird. Die erste Veranstaltung der America’s Cup World Series, der Ausscheidungsregatten vor dem Finale in Neuseeland, das 2021 ausgetragen wird, findet in diesem Jahr im sardischen Cagliari, dem Hauptsitz des Teams Luna Rossa, statt.

ARC 2018: An Bord der Swan 441

Am 22. Dezember 2018 erreichten auch die letzten Teilnehmer der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) Rodney Bay auf der Karibikinsel Saint Lucia. Wie die Segler sich und ihre Boote auf den großen Sprung vorbereitet hatten, erzählten sie SAIL24 knapp einen Monat zuvor, kurz vor dem Start der Rallye in Las Palmas. Mit dabei: der erfahrene Blauwasser-Segler und Profi-Skipper Constantin Claviez, der SAIL24 durch seine Swan 441 führte.

Unsportlichkeit-Protest: Regel 69 Verhandlung – Von Bord gepinkelt

Bei der Langkawi Raceweek ist es zu einer Protestverhandlung gekommen wegen „des Zeigens von privaten Teilen“. Die Jury erkannte ein klares Fehlverhalten. Weiterlesen

Happy Birthday, Diogenes im Weinfass!

Gestorben: Jeff Martin machte die Laserklasse groß – aus dem Skilift gefallen

Jeff Martin

Jeff Martin (65), der 40 Jahre lang als Exekutivsekretär der Internationalen Laser-Klassenvereinigung vorstand, ist beim Skiurlaub im französischen Alpenort Méribel verstorben. Weiterlesen

boot-Premieren: Mehrrumpfboote

Fountaine Pajot Astrea 42

Vom kleinen Strandhüpfer bis zum großen Touren-Katamaran: Der boomende Markt für Zwei- und Dreirumpf-Boote hat sich einen festen Platz auf der Messe erarbeitet

SV Shimaguni – Peter Paris GER

BUSCHTROMMEL UNTER SEGLERN – FUNKTIONIERT!

Moin Amos,

vielleicht hast Du ja ein paar Bilder abgespeichert und kannst sie mir zuschicken. Das wäre ein sehr konstruktiver und hilfreicher Beitrag zur Aufklärung von Deiner Seite.

Es gibt eine Art Raubkopie der Windpilot pacific light und der Windpilot pacific. Sie trägt die Typbezeichnung „South Atlantic“. Nicht zu verwechseln mit der alten Windpilot Atlantik. Hier der Link

Im großen und ganzen sieht diese „South Atlantic“-WSA (Windselbststeueranlage) der Windpilot in ihren Versionen sehr ähnlich. Allerdings gibt es einen Unterschied, der den Designklau dann doch wieder relativiert und der die „South Atlantic“ dann doch wieder in die Bedeutungslosigkeit zurückkatapultiert. Die „South Atlantic“ hat eine Gestängekupplung, also werden die Impulse der Windfahne über Edelstahlstangen auf das WSA-Ruderblatt übertragen. Die Windpilot-Anlagen, die von Peter Förthmann stammen, haben im Gegensatz zur Atlantic in allen drei Versionen Kegelzahnräder und sind deshalb vorzuziehen, denn die Impulsgebung der Fahne wird nicht nur feiner auf das Pendelruder der Windpilot übertragen, sondern hinzukommt noch der Vorteil der Gierdämpfung, die ein positives Resultat der Kegelzahnräder ist.

Falls es sich tatsächlich nicht um eine originale Windpilot handelt, sondern – wie von Dir angedeutet – eine „baugleiche“ Kopie der Windpilot sein sollte, kann ich Dir nicht unbedingt empfehlen, die angebotene Anlage zu erwerben. Denn es gibt weitere Nachteile, die anzuführen wären, sollte es sich tatsächlich um die vermutete „South Atlantic“ handeln.

Du kannst es selbst herausfinden, welche Nachteile das sind, in dem Du bei YouTube diesen Film anschaust:

Ich denke, das sollte Dich dann am Ende doch nach Hamburg führen; nämlich zum Gandalf der modernsten und zuverlässigsten Windselbststeueranlagen, die man heutzutage auf dem Markt bekommen kann. Jedenfalls schließt eine Windpilot diese Fehler aus, die in dem Film benannt werden.

Du hast ja einiges vor, und Deine Segelyacht soll viele Meilen fressen. Also halte Dich nicht auf mit unsicheren Lösungen. Im Zweifel lieber das Original kaufen. Für Deine Bandholm 30 ist aus meiner Sicht die Windpilot pacific light ausreichend, denn die Bandholm ist sehr kursstabil; vorausgesetzt, der Segel Trimm wird von Dir gut erledigt und die Segelfläche den vorkommenden Windstärke Bedingungen flächenmäßig angepasst.

Ich bin gespannt, wann es losgehen soll mit Deiner Atlantikrundreise!

Mit freundlichem Gruß

Peter Paris

SV Gegenwind – Asha Reich + Helge Assmann GER

GEGENWIND IM PARADIES – NEIN WIRKLICH! 

Moin, moin oder wie man hier sagt BULA, BULA,

Wir befinden uns in Fidschi und somit haben wir nicht nur die Hälfte unserer faszinierenden Erde umrundet, sondern auch die Datumsgrenze hinter uns gelassen.

Unser Jahreswechsel war ungewöhnlich, denn bereits an Weihnachten gab es für die Neujahrsparty eine Zyklonwarnung. So blieben wir ruhig an Bord und verzichteten sogar auf das übliche Glas Sekt um im Fall der Fälle fit zu sein – aber nichts passierte, denn das zyklondrohende Tiefdruckgebiet hatte sich kurz vor Fidschi aufgelöst.
Zeit für eine völlige Entwarnung gab es trotzdem nicht, denn der nächste Zyklon war angekündigt. Zyklon MONA zog in Hurrikanstärke 1 (Windstärke 10) über uns hinweg. Wir, an unserer gut von Bergen umgebenen Zyklonmooring, merkten allerdings außer Regen nichts davon.

So hatten wir also einen spannenden Jahresbeginn mit gutem Ausgang.
Dies nehmen wir als gutes Ohmen für das anbrechende Jahr!
2019 wird uns vermutlich einige große Veränderungen bringen, auch wenn wir jetzt noch absolut nicht einschätzen können, wo uns der Wind hintreiben wird. Wir spielen mit dem Gedanken, daß uns dieses Jahr unsere Lebensreise wieder mehr an Land spülen wird. Wo wir unseren Lebensanker fallen lassen, das ist für uns noch völlig offen. Wir sind uns einig, daß es Zeit für eine Veränderung wird, auch da wir ja die letzten Jahre keine Einkünfte hatten. Dies wollen wir nun langsam verändern. Vielleicht führt uns dieser Weg wieder nach Deutschland. Aber andererseits haben wir gelernt, daß unsere Erde so bunt und vielfältig ist, daß wir uns auch andere Gegenden vorstellen können. Die Möglichkeit andere Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen und mit der Zeit hinter deren Fassade zu schauen ist etwas, das wir beide eigentlich nicht mehr missen wollen. Hierzu wollen wir uns die nächsten Monate während der Zyklonensaison Zeit nehmen.

Derzeit befinden wir uns in einem Gebiet mit einer der besten Internetmöglichkeiten seit unserer Abfahrt, somit können uns eigentlich nur “gesellschaftliche Verpflichtungen” davon abhalten, unsere Berichte und Bilder gut und zeitnah einzustellen. Auf jeden Fall freuen wir uns auch weiterhin sehr, wenn wir von Euch in unserer Plauderecke, per Mail oder Facebook- Messenger lesen. Seid nicht verzagt, wenn Ihr auf eine Antwort von uns einige Tage warten müsst. Bitte nehmt dies aber nicht als Grund Euch nicht zu melden, denn Eure vermeintlich uninteressanten und langweiligen Alltagsgeschichten sind gerade nach so langer Zeit auf Reisen wie Sternschnuppen in einer klaren Nacht.

2019 wird für uns hoffentlich ein Jahr mit vielen spannenden und bisher noch nie dagewesenen Erlebnissen und Bekanntschaften, in denen wir aber auch wieder viele Seemeilen in unserem Kielwasser lassen wollen.

Wir wünschen Euch und Euren Lieben alles Gute und vor allem ein gesundes Jahr 2019.

Viele Grüße von der SY Gegenwind aus Savusavu, Vanua Levu, Fidschi
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

Lagoon 46, Fahrtenkatamaran aus Frankreich

Lagoon46 Frankreich 2018 PR_Lagoon46_NCZ4550_A3: <p>
	Lagoon 46: Flybridge mit angrenzender Lounge</p>

Der französische Weltmarktführer expandiert und bringt ein neues Volumenmodell. Was der neue Katamaran aus der 14-Meter-Klasse kann. Der Test im PDF-Download