Monatsarchive: Dezember 2018

An Heiligabend 176 Tage auf See

Golden Globe Race: <p>
	Jean-Luc Van den Heede f&uuml;hrt im Golden Globe Race auf seiner Rustler 36</p>

Die Spitzenreiter der dezimierten Flotte im Golden Globe Race strebt dem Ziel entgegen. Jean-Luc van den Heede führt das Feld mit 1000 Seemeilen Vorsprung an

SV Carina – Erika Neumann GER

KIWIS KÖNNEN EBEN DOCH FLIEGEN – ERIKA´S BEWEIS

Ein Bilderbogen aus der Bay of Island zu X-Mas

Wahl zum Segler des Monats: Amateur-Segler schlägt die Profis

Im November hatten der NRV Hamburg, der mit dem Gewinn des Ligapokals das Double aus Bundesliga und Pokal in diesem Jahr perfekt machte, sowie die beiden Teilnehmer der Route du Rhum, Boris Herrmann und Arnt Bruhns, für die segelsportlichen Glanzlichter in Deutschland gesorgt. Herrmann segelte im Feld des Imoca60-Feldes auf Platz fünf, Bruhns schaffte als es, sich als Amateur im professionellen Feld der Class40 zu etablieren. Mit seiner „Iskareen“ segelte er auf dem Transatlantik-Rennen von St. Malo/Frankreich nach Guadeloupe in der Karibik auf Platz 17 unter den 53 Startern seiner Klasse. Damit übertraf er seine eigenen Zielsetzungen deutlich und begeisterte die Segel-Fangemeinde in Deutschland.

Die Abstimmung und die Kommentare der User von sail24 waren eindeutig: „Arnt Bruhns, einfach ein extrem cooler Segler…“, hieß es unter anderem. „Arnt und seine RdR waren ein unglaublich erfolgreiches und mega cooles Projekt.“ Aus den Kommentaren auf Sail 24 sprach der höchste Respekt für die Leistung des Familienvaters. „Zweifelsohne kann man die Leistung des Amateurseglers Arnt Bruhns nicht hoch genug einstufen. Ausschließlich angetrieben von der Liebe zum Hochseesegeln, der sechsköpfigen Familie (plus Hund) und Freunden, in akribischer Vorbereitung. Solo, derart erfolgreich den stürmischen Atlantik zu bezwingen, sucht Seinesgleichen. Dies kann, ohne spezielle Unterstützung von Sponsoren oder ähnlichem, nur mit außerordentlicher Seemannschaft passieren, welche den Kern unseres Sports darstellt. Chapeau!“

Gegen diese Anerkennung hatten Boris Herrmann, der sich mit der Route du Rhum auf seine Solo-Weltumsegelung im Rahmen der nächsten Vendée Globe vorbereitet und der NRV Hamburg um den ehemaligen Olympiasegler Tobias Schadewaldt keine Chance.

Die Ergebnisse:

Arnt Bruhns: 71,07 Prozent

NRV Hamburg: 15,70 Prozent

Boris Herrmann: 13,23 Prozent

Tag 15 =>Osterinsel – Meer

So., 23.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1666, 14.889 sm von HH
„Wer Meer hat, braucht weniger“ – „VitaminSea“ – „Meer geht immer“ – Meer als Sehnsucht“, wer diese markigen Buchtitel und Lifestyle-Sprüche benutzt, dem empfehle ich eine lange Ozeanpassage auf einem Segelboot. Da bleiben einem diese Leitsätze schon mal im Halse stecken. Wir beide sind im Augenblick für weniger Meer. Wir kommen jetzt schlechter voran. Den dritten Nachmittag in Folge bricht der Wind auf 5 bis 7 Knoten ein. Zum Glück kommt er in den frühen Abendstunden (noch) wieder. In den Windkarten können wir allerdings schon das große windarme Feld sehen, was sich als Band zwischen uns und die Osterinsel gelegt hat. Das Hochdruckgebiet mit wenig bis keinen Wind ist also noch da.
Das Schlimme an wenig Wind ist nicht die langsame Fahrt, sondern das Rollen in der Dünung. Der Baum klappert, die Segel schlagen und in der Bude fliegt alles hin und her. Es macht mehr Lärm als mit 6 Knoten vorwärts zu preschen. „Segel runter, Bier raus“, lässt Achim vermelden. Das Großsegel haben wir ins dritte Reff genommen, damit es nicht so knallt. Das Vorsegel steht noch halbwegs. Im Augenblick treiben wir mehr als dass wir segeln mit 2 Knoten in die richtige Richtung.“
Das Wetter ist Granate. Blauer Himmel bzw. tagheller Vollmondhimmel seit 24 Stunden. Und! die Wassertemperatur ist um 1,5 Grad gestiegen. Wir sind weiterhin allein hier draußen. Ein paar Seeschwalben begleiten uns. Immer mal wieder tauchen sie neben uns auf.
Essen: Abendessen: Chop Suey mit Rindfleisch, Möhren und Kohl (ja, etwas viel Kohl diese Tage. Aber ich musste zwei große Köpfe vor dem Gammeltod bewahren. Zum ‚Über-Bord-Gehen-lassen‘ haben wir inzwischen zu wenig Auswahl. Kohl angebraten mögen wir zum Glück beide ganz gerne. Und Achim findet, wenn die Griechen den ganzen Tag Krautsalat essen, kann er das auch) Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Gesammelte Wochenübersicht: Bratreis mit Knoblauch, Zwiebeln und dem letzten Rest der Würstchen in Scheiben geschnitten. Dazu Cole Slaw. Obstsalat mit Grapefruit und Apfel.
Meilen: Tagesmeilen 89 , Rest 840 sm auf direktem Weg

Ein Boot für zwei

Saare 38.2 Segeln Eckernförde 2018 KAn_KA_20180914_0251.jpg

Die estnische Werft hat ihre bewährte 38 für die typische Besetzung durch ein Paar modifiziert und als 38.2 neu herausgebracht

Eine Familientreffen in Down Under

Rolex Sydney Hobart Race

Segelfamilie Böhnert feiert Weihnachten in diesem Jahr auf die etwas andere Art: In Sydney startet ihre „Lunatix“ am „Boxing Day“ ins Rolex Sydney Hobart Race

Kompetente Beratung rund um Boot und Trailer auf der boot 2019

 

Der ADAC präsentiert auf der boot 2019 vom 29. Januar bis 27. Januar 2019 am Messestand A 65 in Halle 14 neuen seinen umfangreichen Leistungen auch neue digitale Leistungen an XXL Smartphones für Segler und Bootsfahrer und berät Interessierte zu den unterschiedlichsten Themen.Auf was muss ich beim Bootstransport unbedingt achten?

Die ADAC Sportschifffahrt beantwortet diese Frage!

Bestimmungen und Besonderheiten beim Fahren mit einem Bootsanhänger hat der ADAC zu allen wichtigen europäischen Reiseländern im ADAC Skipperportal kompakt zusammengefasst.

Besuchen Sie uns am Stand A 65 in Halle 14 und erleben Sie das ADAC Schlingermodell für Bootsanhänger.
Das Modell veranschaulicht deutlich die Gefahren falscher Beladung und zeigt, wie Trailer richtig zu beladen sind. Unser Experte des ADAC Fahrsicherheitszentrums Grevenbroich demonstriert das Schlingermodell täglich zur vollen Stunde, berät Interessierte zu Fragen der richtigen Beladung und gibt Tipps für den Fall, dass das Gespann ins Schlingern gerät.

Mit dem kurzen Film zur korrekten Beladung von Bootsanhängern bekommen Sie einen ersten Eindruck vom ADAC Schlingermodell.

 

 

Machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel auf der boot Düsseldorf und gewinnen Sie z.B. den Hauptpreis,  einen Charter-Gutschein  im Wert von 1.000 Euro, eine Secumar Rettungsweste oder ein Jahres-Abo für das ADAC Reisemagazin.

Holen Sie sich Ihre Gewinnspielkarte beim ADAC Stand am Eingang Nord oder direkt in Halle 14 Stand A 65.

 

 

 

Wussten Sie schon?

ADAC Mitglieder haben die Möglichkeit ermäßigte Eintrittskarten für den Besuch der Messe zu erwerben.

Preise Erwachsene
Online und in teilnehmenden ADAC Geschäftsstellen zum ermäßigten Preis von 16,- € statt 25,-€
Preise Kinder bis 12 Jahre
Online und in teilnehmenden ADAC Geschäftsstellen zum Preis von 7,- € 

In ausgewählten ADAC Geschäftsstellen oder über den Ticketshop der Messe Düsseldorf erhalten ADAC Mitglieder ermäßigte Eintrittskarten.

Die Messetickets gelten als kostenloser Fahrausweis für den Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). An den Tageskassen der Messe Düsseldorf sind keine Ermäßigungen für ADAC Mitglieder erhältlich.

Kleines Adventsgrillen (Video)

Driving home for Christmas… Nö, dieses Jahr mal nicht. Das Wetter ist einfach zu schön. Und was gibt es da Besseres, als im Advent den Grill auf dem Steg
anzuwerfen. Sehr lecker, diese Lamm-Koteletts. Aber Achtung, der Grill speit Flammen wie ein kleiner Drache. In diesem Sinne: Ein frohes Fest Euch allen, wo immer Ihr auch seid!

Neue Navigations-App: Navico C-MAP Embark

Navico, einer der größten Hersteller von Schiffselektronik, gab den Start von C-MAP Embark bekannt, einer neuen nautischen Navigations-App bekannt. C-MAP Embark basiert auf Kartendaten von offiziellen hydrographischen Büros. Diese Daten werden kontinuierlich aktualisiert und aus Tausenden von Datenquellen ergänzt, um Lücken in Küsten- und Binnengewässern zu schließen. Die Karten werden monatlich aktualisiert und arbeiten plattformübergreifend, sodass Nutzer immer die aktuellsten Karten auf Ihrem Smartphone, Tablett oder PC haben. Die Karten sind so gestaltet, dass sie alle Informationen enthalten, die für eine sichere Navigation erforderlich sind, aber dennoch eine saubere und klare, benutzerfreundliche Ansicht bieten.

Die Karten passen die Farben und den Kontrast je nach Licht automatisch an, so dass sie immer gut abzulesen sind. Individuelle Konfigurationsmöglichkeiten erlauben die Anpassung an eigene Vorstellungen. Für Angler wurde ein Konturmodus entwickelt, der eine hochauflösende Sicht auf die Unterwassertopografie bietet und den Benutzern so hilft, die besten Angelplätze zu finden. Ein 3D-Modus erlaubt das zielgenaue Folgen einer Route z.B. entlang von Tiefenlinien o.ä. Die App bietet zudem hilfreiche Tipps und Informationen über lokale Yachthäfen, Häfen, Strände, Geschäfte und vieles mehr. Für Nutzer des Premium-Paketes besteht die Möglichkeit, Offline-Karten und Wetterberichte herunter zu laden. Embark ist sowohl auf mobilen Geräten als auch auf Desktop PCs verfügbar. So können Routen Zuhause geplant, und an Bord auf dem Mobilgerät abgerufen werden! C-MAP Embark bietet eine kostenlose zweiwöchige Testversion an und steht bei Google-Play und im App-Store zum Download bereit.
www.c-map.com

„Peter von Seestermühe“ gewinnt die ARC 2018

Peter von Seestermühe: <p>
	Der &quot;Peter von Seesterm&uuml;he&quot; auf dem Atlantik kurz vor Erreichen der Karibikinsel Saint Lucia</p>

Christoph von Reibnitz und Crew sind bei der Atlantic Rally for Cruisers berechnet als Gesamtsieger aus der 171 Yachten starken Cruiser-Kategorie hervorgegangen

Tag 14 =>Osterinsel – Held an Bord

Sa., 22.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1665, 14.800 sm von HH
Nach drei Stunden Dümpelei werden wir dann doch tätig. Der Blister (das bunte Leichtwindsegel) wird hergeholt. Das Setzen gelingt problemlos. Wir haben einen Bergeschlauch, eine dünnen Hülle aus Tuch, in dem der Blister steckt. Dieser Schlauch wird mit einem Fall (das sind die Bänder die im Mast bist nach oben führen) bis in die Mastspitze gezogen. Anschließend wird mit einer Leine der Schlauch zusammen gerafft und das Segel entfaltet sich. Wir nehmen Fahrt auf, das Segel verrichtet seinen Dienst. Soweit so gut.
Die Freude währt nicht lange. Natürlich kommt nach kurzer Zeit wieder Wind auf. Der Blister muss zurück in seinen Schlauch. Kein Problem. Das klappt als ob wir Profis wären. Dann zieht Achim an dem Fall, um den 15 Meter langen Schlauch wieder an Deck zu holen. Er zieht und zieht. Nichts. Das Fall ist verklemmt. Uns ist klar, dass der Schlauch nicht am Mast hängen bleiben kann. Die 50 cm dicke Wurst schlackert ungesichert hin und her und würde sich aufreiben. Dann käme der Blister aus seinem Gefängnis und brächte uns bei viel Wind in arge Schwierigkeiten.
Es gibt nur einen Weg das verklemmte Fall zu lösen: wir brauchen jemanden, der in den Mast klettert. Alle Augen auf Achim. Etwas blass um die Nase holt er sein Klettergeschirr. An dem befestigen wir ein weiteres Fall, so dass ich ihn von unten sichern kann, falls er abrutschen sollte. Das verhindert einen Einschlag auf Deck. Diese Methode wenden wir immer an, wenn Achim in den Mast klettern muss. Nur dass wir sonst ruhig im Hafen liegen, ohne Schiffsbewegung. Nicht verhindern kann die Sicherung, dass Achim, sollte er den Halt verlieren, in der Dünung hin und her pendeln wurde. Ohne Verletzungen bekäme er kaum den Mast wieder zu fassen. Die Beschleunigungen in sechstzehn Meter Höhe sind enorm.
„Gut stramm halten“, gibt Achim mir auf den Weg, „du darfst nicht die Spannung verlieren.“ Ich nicke nervös. Dann erklimmt er auch schon die ersten Maststufen. Ich halte das Fall auf Spannung. Plötzlich ist Schluss, ich merke, dass er nicht weiter klettert. Ein Blick nach oben. Achim hängt in sechs Meter Höhe an der ersten Saling. In inniger Umarmung klammert den Mast. „Ich brauche eine Pause“, ruft er mir zu, „es schaukelt ganz ordentlich.“ Du lieber Himmel. Und er muss noch zehn Meter höher. Mir zittern die Knie. Wie mag Achim das erst ergehen? Dann merke ich, dass er weiter klettert. Wenn sich Atanga ganz besonders schlimm auf die Seite legt, ist oben Pause. Ich sehe wieder die Umarmung. Was Achim sonst routiniert wie ein Affe erledigt, dauert heute ewig. Ich konzentriere mich auf mein Fall. Vom Ziehen tun mir hier unten schon die Hände weh. Ich mag nicht dran denken, wie es seinen Händen geht.
Oben angekommen ist das Problem recht schnell gelöst. Der Schäkel hat sich unglücklich hinter einer Rolle verklemmt. So stark verkeilt als wäre er mit einem Hammer dort hinein getrieben worden. Die Lösung heißt Schäkel öffnen und den Schlauch auf Deck fallen lassen. Achim hat zum Öffnen seinen Letherman dabei. Das ist pures Glück. Darüber nachgedacht hat er nicht. Er hätte dann tatsächlich ein zweites Mal klettern müssen :mrgreen: Mit zittrigen Gummihänden öffnet er den Schäkel. Dort oben hat der Mast Ausschläge von drei Metern zu jeder Seite. Und das bei nur 10 Grad Krängung. Einige der Wellen drücken uns durchaus noch kräftiger auf die Seite. Dazu kommen die Fliehkräfte, die ich schon an Deck spüre und zeitweise aus der Bahn geworfen werde. Da soll man wohl Gummiarme haben.
Ich trete zur Seite. Der Bergeschlauch kommt runter. Schnell hole ich die Hälfte an Deck, die ins Wasser gefallen ist. Dann kommt Achim runter. „Ich habe Wackelbeine“, grinst er mich an. Das Grinsen fällt noch etwas schief aus. :-) Wir umarmen und beglückwünschen uns. Tausend Steine fallen mir vom Herzen. Wir tanzen, jubeln und freuen uns. Ein paar Blessuren vom fest klammern an Oberarmen, Schienbeinen und Handgelenken sind nicht der Rede wert. Später in der Nacht lese ich im Logbuch, dass er unter die Beschreibung des Geschehens ‚Horror‘ geschrieben hat.
Das Segel kann nichts dafür, trotzdem steht Morgen bei Ebay Kleinanzeigen: Blister zu verkaufen.
Essen: Abendessen: Würstchen (so eine Art Hot Dog Wurst aus Bahía) mit dem Kartoffelsalat und Krautsalat (auch mal schön nicht kochen zu müssen) Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Die verbliebenen Würstchen vom Vorabend in Scheiben geschnitten und mit Zwiebeln angebraten. Spiegelei drauf. Fertig. Dazu Cole Slaw (amerikanischer Krautsalat mit Mayo/Joghurt und Möhren – meine Kohlköpfe, die als Langzeitgemüse gedacht waren, neigen zum Gammeln und müssen verarbeitet werden). Ein Rest vom Milchreis zum Nachtisch.
Meilen: Tagesmeilen 80 , Rest 925 sm auf direktem Weg

Irgendwas ist immer!

{Time:15:00:00}
{Date:20181222}
{Position:15°24.5400’N, 030°09.2800’W}
{Direction/Speed:265°/ 6kn}
{Place:Atlantico} 
{Target:Union Islands}
{Temp Air/Pressure:1014/28°C}
{TempWater:23,0°}
{Wind:10kn/NE}
{Wave:1,5m}
{Vimeo:}
{Photo:20181222}
{Title:Irgendwas ist immer!}

Kleine Mastbesteigung auf See

Gestern habe ich noch erzählt: „Richtig gemein ist es dem ungeliebten Marinanachbarn ein paar Schrauben auf Deck zu werfen und dann am direkt daneben gelegenen Cafe einen Drink zu bestellen und zuzuschauen wie er anfängt, nervös zu suchen wo die Schrauben hergekommen sind.“

“Sag mal Micha. Ich hab da unter dem Dinghy eine Schraube liegen gesehen.“ Ich frage mich grade ob Andy mich jetzt auf den Arm nehmen will. „Hol mal bitte.“ Er drückt mir eine 316er 8×30 Maschinenschraube mit Sprengring in die Hand. „Hmm.“ Er macht keinen Witz. Ich brauche bestimmt zwei Minuten um zu wissen wo die herkommt. „Die kommt vom Signalhorn. Das war eh schon locker.“ Ich überlege kurz ob man da jetzt mal eben hochgeht. Der Wind schläft grade ein. Besser jetzt als später. Gerd zieht mich im Bootsmannstuhl hoch und schnell ist die Schraube wieder an ihrem Platz. Irgendwas ist immer.

Wir werden langsam. Erst am Heiligen Abend soll frischer Wind kommen. Ich denke mal für den Rest der Überquerung. Na denn. Ich habe ein Kilo Squid aus dem Freezer zum Auftauen in die Spüle gestellt. Meine Gedanken kreisen darum, wie ich diese am besten zu einer neuen kulinarischen Komposition mit Bordmitteln verwandeln kann. Die graue Wolkendecke hat sich wie bestellt bei 30° verzogen. Das Satellitenbild und die GRIB Vorhersage zeigen derzeit keine Wolken auf unserem weitern Weg. Die Sonne knallt und meine Mitsegler finden sich mit Sonnencreme im Cockpit zusammen zum allgemeinen Klön. Auch die Bluetooth Verbindung zum Autoradio findet sich schnell. Prima, dass ich meine Eignerkabine habe und hinter der Tür meine eigene kleine Welt habe. So ein bisschen Privacy hat es schon in sich. Gut für mich. Gut für die Crew.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

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