Monatsarchive: Oktober 2018

WELTPREMIERE: Bente 39

Dieses Boot wurde heiß erwartet: Nachdem die Bente 24 im Jahr 2015 bereits den Kleinkreuzer-Markt aufgemischt hat, soll nun die Bente 39 neuen Schwung in den umkämpften Bereich um 12 Meter bringen. SAIL24 war an Bord und hat mit dem Konstrukteur und Geschäftsführer von Bente Yachts, Alexander Vrolijk, gesprochen und sich “den Audi der Meere” zeigen lassen.

Ihr Typ ist gefragt!

Marktdaten 2016: <p>
	Ausgew&auml;hlte Ergebnisse der YACHT-Leserumfrage 2016</p>

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Lagoon 46: Blick in die Zukunft

2019 kommt auch von Lagoon ein neues Modell. Gezeichnet wurde der 46 Fuß lange Katamaran von den Multihull-Spezialisten der VPLP-Gruppe, die den Schwerpunkt hier auf bequemes, sprich leichtes Segeln und komfortable Unterbringung gesetzt haben. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Komponenten herzustellen, war die Herausforderung, der die französischen Yachtkonstrukteure mit einem erhöht liegenden Steuerstand und drei großzügigen Polsterlandschaften (vor dem Aufbau, oben auf der Flybridge und im riesigen, überdachten Cockpit) begegnet sind.

Der Steuerstand auf der Flybridge ist mittig angeordnet, mit dem Vorteil, dass zu beiden Seiten Platz bleibt für Crewmitglieder, die beim Trimmen helfen möchten. Sämtliche Fallen und Schoten sind nach achtern aufs Kajütdach umgelenkt, wo sie vom Skipper und seinem Team bedient werden können. Da standardmäßig eine Selbstwendefock gesetzt wird, gibt es ohnehin nicht übermäßig viel zu tun. Wer lieber entspannt und trotzdem gern nah am Geschehen ist, macht es sich auf dem Rücken des Rudergängers bequem, auf der dortigen, komfortablen Polsterlandschaft.

Etwas dunklere Hölzer im Inneren

Fürs Interieur stehen zwei Einrichtungs-Varianten zur Auswahl. Je nach Layout gibt es Schlafplätze für sechs oder acht Personen. In der Eigner-Version wird der gesamte Steuerbord-Schwimmer des Lagoon 46 zur Suite ausgebaut. Das bedeutet: Es gibt ein komfortables Schlafzimmer mit Ankleidebereich und Sitzkombination, die als Lese- oder Büroecke genutzt werden kann. Der vordere Bereich ist einer großzügigen Nasszelle vorbehalten, mit separatem WC-Raum und abgetrennter Duschkammer. Im Backbordschwimmer sind zwei Doppelkabinen eingerichtet, jede mit eigenem Bad. Das alternative Vier-Kabinen-Interieur besitzt in beiden Schwimmern jeweils zwei Kabinen. Wie üblich stammen die Interieurpläne von Nauta Design.

Technische Daten

Konstruktion: VPLP Design
Lüa: 13,99 m
Breite: 7,96 m
Tiefgang: 1,30 m
Verdrängung: 16,6 t
Wassertank: 2 x 300 l
Treibstofftank: 2 x 520 l
Motor: 2 x 45 PS / opt. 2 x 57 PS
Groß: 87 m²
Selbstwendefock: 53 m²
Web: www.cata-lagoon.com

Chaos-Manöver: Missglückte Bergung – Retter in Nöten

Es scheint sich nur um eine Rettungsübung zu handeln. Aber das Manöver endet im Chaos. Hoffentlich hat sich niemand verletzt. Weiterlesen

AkzoNobel im Volvo Ocean Race: eine filmreife Reise

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Team AkzoNobel im Volvo Ocean Race &ndash; hier mit Martine Grael auf dem Vorschiff</p>

Rob Dickinsons Video-Clip über Team AkzoNobel im Volvo Ocean Race hat den Mirabaud Sailing Video Award 2018 gewonnen. Der Sieger-Film und weitere zum Genießen

Gelungene Premiere

Hamburg Boat Show: <p>
	Hamburg Boat Show 2018</p>

26.800 Besucher kamen zur Hamburg Boat Show. Die war zwar kürzer und kleiner als die alte Hanseboot, für Veranstalter und Aussteller aber dennoch ein Erfolg

Segelfilm-Wettbewerb: Zwei Volvo-Ocean-Race-Filme und Nacra7-Lautmalerei

Der englische Produzent Rob Dickinson ist Gesamtsieger des Mirabaud Sailing Video Award 2018. Dickinson reichte einen Film ein, der von den Erlebnissen des AkzoNobel-Teams beim Volvo Ocean Race 17-18 erzählt. Weiterlesen

Mastbruch und Wassereinbruch: Golden-Globe-Skipper havariert

Golden Globe Race

Im Indischen Ozean ist der Mast des französischen Einhandseglers Loïc Lepage gebrochen – er ist unverletzt, doch sein Schiff macht Wasser. Hilfe ist unterwegs

Startnummer 1.352 bei der Barcolana

Vilcabamba – wildromantisches Bergdorf

So., 21.Okt.18, Ecuador/Vilcabamba Tag 1604, 13.337 sm von HH

Die Strecke von Zaruma nach Vilcabamba zieht sich. Für knapp 200 Kilometer benötigen wir sechs Stunden plus Umsteige-Wartezeit. Eine zähe Anreise durch wild zerklüftete Berglandschaft, dünn besiedelt und wenig erschlossen. Die Anden erheben sich hier nur auf 2.500 Meter. Schließlich landen wir dann doch in Vilcabamba.

Vilcabamba, ein Dorf mit fünftausend Leutchen, liegt hübsch eingeschmiegt in einem Tal auf 1.600 Meter. Der Ort kommt spontan sympathisch rüber. Ein paar Hippies hängen ab, spielen Gitarre oder wollen ihren Schmuck verkaufen. Dazwischen sieht man ein paar Wanderer und hängen gebliebene Ausländer, die sich hier nieder gelassen haben.
Ein Paradies für Trekking und zum Reiten.

Vilcabamba

Vilcabamba

Vilcabamba gilt als das Tal der ‚Hundertjährigen‘. Eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung wird den Einwohnern nachgesagt. Das zieht auch Esoteriker an, die behaupten, hier sei das ‚Herz der Erde‘ zu finden.
Alles Schwindel, der auf der übertriebenen Altersangabe der älteren Vilcabamber beruht. Ein Abgleich von Dokumenten hat ergeben, dass Anwohner mit 60 behaupten 71 zu sein, fünf Jahre später sind sie bereits 80 und mit 87 Jahren auf wundersame Weise 121 Jahre alt.

Dramatische Berge umrunden Vilcabamba

Dramatische Berge umrunden Vilcabamba

Direkt von unserem Hostal aus können wir unsere erste Wanderung starten. Für Ecuador unüblich, gibt es ausgeschilderte Wanderwege. Keine Gefahr sich zu verlaufen.
Unseren ersten Trek wollen wir ruhig angehen lassen. Langsam soll die Cockpit-Fäule aus den Beinen vertrieben werden. Der zwickende Waden-Muskelkater vom kleinen Hausberg in Zaruma ist zum Glück bereits am Abklingen. Zunächst geht der Plan auf. Zu ebener Erde geht es an einem Plätscherbach entlang. Schon bald führt unser Weg einen ausgetrockneten Wasserfall den Berg hoch. Die Sonne sticht. Steht senkrecht über uns. Vilcabamba liegt im Trockenregenwald, da verlieren die meisten Bäume während der Trockenzeit ihr Laub. Die blattlosen Bäume spenden kaum Schatten. Es ist deutlich heißer als erwartet.
Wir schnaufen uns den Hang hoch, Trittsicherheit ist gefragt, der olle Weg hat es in sich.

In einem ausgetrockneten Wasserfall geht es steil hoch

In einem ausgetrockneten Wasserfall geht es steil hoch

quer durch Trockenregenwald
Samenkapseln

Weggefährte

Weggefährte

Auf dem Rückweg treibt es uns dann auch noch in einer langen Kurve um das Dorf herum, so dass wir erst noch dreieinhalb Stunden zurück sind. Schön, dass wir es ruhig angehen lassen wollen. :lol:

Die Dorfmark von Vilcabamba

Die Dorfmark von Vilcabamba

Nächster Weltumsegler in Seenot

Comeback nach 14 Jahren: IDM der Seesegler 2019 zur TW

Der Saisonhöhepunkt der deutschen Seesegler, die Internationalen Deutschen Meisterschaften der ORCi-Klassen, wurden am Freitagabend bei der Sitzung des Seesegel-Ausschuss‘ im Deutschen Segler-Verband (DSV) an die Travemünder Woche vergeben. Damit kehrt das Event nach 2005 wieder in die Lübecker Bucht zurück.

„Ich bin total begeistert. Endlich hat es mal wieder geklappt“, berichtete ein euphorischer Sportlicher Leiter der Travemünder Woche, Jens Kath, nach der Sitzung. „Damit können wir nach 14 Jahren ein Comeback der Seesegel-IDM bei der Travemünder Woche feiern.“ In den vergangenen Jahren hatten die Bewerber-Konkurrenten aus Kiel, Flensburg, Warnemünde und Helgoland stets den Vorzug erhalten. Oft war es die Terminenge mit den internationalen Titelkämpfen wie Europa- oder Weltmeisterschaft der Seesegler, die der Travemünder Woche einen Strich durch die Bewerbung machten. Jetzt aber passte alles: Die Bewerbung der TW überzeugte den Seesegelausschuss, und EM sowie WM kollidieren nicht mit dem Lübecker Segel- und Festivalevent. Im Gegenteil: Die WM in Kroatien Anfang Juni hat keinerlei Überschneidungen mit der Travemünder Woche, und für die EM vom 11. bis 17. August in Schweden (Oxelosund) kann die IDM in der Lübecker Bucht als ideale Vorbereitung genutzt werden.

Die ersten vier Regattatage der Travemünder Woche (20. bis 23. Juli 2019) werden die seegängigen Yachten an der Trave-Mündung gastieren. Angelehnt an das Programm der IDM 2018 vor Flensburg sollen an den vier Tagen eine Lang- und eine Mittelstrecke sowie über zwei Tage mehrere Up-and-Down-Wettfahrten gesegelt werden. „Den genauen Zeitplan werden wir nun noch mit der Klassenvereinigung, der Regattavereinigung Seesegeln (RVS), abstimmen. Denn die Segler selbst stehen in unserem Fokus. Deshalb werden wir auch ein rundes Rahmenprogramm ausarbeiten, damit sich die Akteure in Travemünde wohlfühlen.“

Neben den Meisterschaften für die Yachten mit großer Crew hat der Seesegel-Ausschuss auch die Austragung der Doublehand-Meisterschaft, also die Titelkämpfe der Zweimann-Crews, nach Travemünde vergeben. Das rundet das Geschehen ebenso ab wie der Plan einer Zubringerregatta zur Europameisterschaft an der schwedischen Ostküste. „Wir wollen das Zusammenspiel mit der EM natürlich so perfekt wie möglich gestalten“, so Kath. „Mit der IDM der Seesegler haben wir einen starken Baustein für ein super Segel-Programm zur Travemünder Woche, das wir in den kommenden Wochen weiter festzurren werden. Wir freuen uns auf die 130. Travemünder Woche im kommenden Jahr.“ Glücklich zeigte sich auch TW-Gesamtwettfahrtleiter Anderl Denecke. Er schickte Kath per Email zwei knallende Korken als Emoticons und ein „Fantastisch! Gratuliere!“ zu diesem Coup.

Aus dem Kreis des DSV und der RVS ging nach der Entscheidung viel Lob an die Adresse der Travemünder Woche. „Die Travemünder Woche hat eine sehr gute Präsentation vorgelegt, und die Qualität des Segelreviers ist ja ohnehin bestens bekannt. Der Zeitplan auch mit Blick auf die Europameisterschaft passt, und in der Organisation hat die TW ein gutes Team zusammen“, sagte Dr. Wolfgang Schäfer, der Vorsitzende des Seesegel-Ausschuss‘ im DSV. Gerade mit Blick auf die EM hegt Schäfer die Hoffnung auf internationale Wahrnehmung für die Travemünder Woche. „Meine Anregung ist es, die IDM zusätzlich als Pre-Europeans zu vermarkten, das gibt dem Geschehen einen internationalen Touch. Und diesen internationalen Verbund sehe ich selbst als sehr wichtig an.“ Dafür muss die Ausrichtung der IDM auf höchstem Niveau agieren, so Schäfer.

Der Start der Langstrecke vor der Passat war ein Höhepunkt der TW 2018.

Ein Plus beim Aufbau eines großen und hochklassigen Teilnehmerfeldes hat Travemünde durch seine zentrale Lage. Für alle Yachten der deutschen Ostseeküste ist die Lübecker Bucht schnell zu erreichen, und auch für die Nordseesegler ist es auf dem Weg in Richtung Schweden nur ein kleiner Abstecher. Auch die Ansprache an Teilnehmer aus Dänemark und Südschweden ist möglich. „Die grundsätzliche Bereitschaft ambitionierter Crews aus Deutschland ist größer, als es zuletzt den Anschein hatte. Jetzt gilt es, diese Bereitschaft zu aktivieren. Ich glaube, die Travemünder Woche hat genau das verinnerlicht“, sagte Schäfer, der ein zielgruppengerechtes Programm sowohl auf dem Wasser als auch an Land erwartet: „Diese Erwartung ist eine Mischung aus Kompliment an die Travemünder Woche und auch Wunsch.“

Ähnlich sieht es Bertil Balser, der Vorsitzende der RVS: „Ich mag das Revier und freue mich auf das Event. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir nun die Feinabstimmung mit der Travemünder Woche vornehmen.“ Die RVS hat in den vergangenen Jahren bereits intensiv das Seesegel-Geschehen aufgepeppt. Dazu gehören auch die geselligen Ereignisse an Land. Die bereits etablierten Tagessiegerehrungen sollen daher auch bei der IDM 2019 ebenso dazugehören wie auch die After-Sail-Partys. „Ich denke, wir können hier ein rundes Event kreieren.“

In die Feinabstimmung muss laut Balser auch noch die Idee der Meisterschaft für die Doublehand-Crews: „Das muss zeitlich aufeinander abgestimmt sein, denn die Anzahl der ORC-Yachten ist natürlich begrenzt, und wir sollten uns nicht gegenseitig die Teilnehmer wegnehmen.“ Möglich wäre mit der Doublehand-Meisterschaft insgesamt die Vergabe von fünf deutschen Titeln auf der Seebahn, denn die ORCi-Klassen mit großer Crew können in vier Gruppen unterteilt werden. Wolfgang Schäfer hofft mindestens auf eine Teilnehmerzahl, die drei IDM-Titel möglich machen würde.