Monatsarchive: Oktober 2018

Rundherum

Nikes Vlog II #18: <p>
	Nikes Vlog II #18</p>

Nike und Mathieu erkunden das kolumbianische Karibik-Eiland San Andrés per Motorroller und genießen die Unterwasserwelt

Unter Geiern

Mi., 24.Okt.18, Ecuador/Vilcabamba Tag 1607, 13.337 sm von HH

Meine kaputten Wanderschuhe bescheren uns einen Tag Pause. Da ist keiner böse drum. Wir schlendern durch den netten Ort, geben unsere Wäsche zum Waschen und schlecken Eis im Schatten. Außerdem hat unser Hostal (das Schönste für uns in gesamt Ecuador) hat einen herrlichen tropischen Garten in dem man in der Hängematte chillen kann. Groß-ar-tig!

Der chillige Garten vom Hostal Rendez-Vous

Kirche von Vilcabamba

Am nächsten Tag hat der Schuster meine Stiefel fertig. Alle Sohlen und Schichten neu verklebt und zusätzlich genäht – eine Arbeit für die Ewigkeit für nur fünf Dollar.
Wir können wieder in die Berge.

Der beliebteste Wanderweg in Vilcabamba hat einen schlechten Ruf. Es soll dort schon zu Überfällen auf Wanderer gekommen sein. Unser Wirt bestätigt diese Gerüchte, wir sollten dort besser nicht laufen. Ich kann mir das angesichts der zurückhaltenden Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Ecuadorianer nur schwer vorstellen, dass dort hinter Felsen böse Buben lauern sollen. Bislang sind wir überall unbedarft durch die Landschaft marschiert und haben uns nie Sorgen gemacht, dass wir am Ende des Tages keine Wertsachen mehr haben könnten. Wir hören in diesem Fall auf den Rat und suchen uns eine andere Strecke aus.

Diese Tour gefällt mir deutlich besser als vor zwei Tagen. An Feldern vorbei, geht es natürlich bergan, aber wir haben eine schöne Sicht auf das gesamte Tal und sattfrische grüne Felder. Wir passieren schnieke Haciendas und kleine Bauernhöfe. Wer hier ein Grundstück kaufen möchte, muss zehn Dollar für den Quadratmeter zahlen. Unverbaubarer Blick ins Tal inklusive.

Hacienda auf unserem Weg
So grün kann es hier auch aussehen
Valle Vilcabamba

Wir schrauben uns den Berg hoch. Wieder wenig Schatten, es ist schon heiß hier, meine Güte. Mal ist der Wanderweg beschildert, mal lassen wir uns von der Macht leiten. Die Wirtschaftswege und Trampelpfade für die Bauern sind alle miteinander verbunden und solange wir Vilcabamba sehen, kann es nicht so verkehrt sein. Das Schlimmste, was passieren kann, dass wir abgebaute Höhe wieder hoch kraxeln müssen.

Auf einem Grat zwischen Wiesen und Feldern, sehen wir plötzlich einen Schatten über uns. Zwei Geier kommen kreisend näher: „Was laufen da wohl für zwei Leckerbissen durch die Mittagshitze?“ Sie beäugen uns neugierig. Ihre Kreise werden enger. Dabei kriechen wir noch gar nicht auf allen Vieren. Die Geier kreisen. Jetzt keine Schwäche zeigen, bloß nicht stolpern. Die beiden verschwinden wieder.

Wunderschöner Weg - über uns kreisen die Geier

Wunderschöner Weg – über uns kreisen die Geier

Wir stapfen weiter. Da sind sie wieder. Nun zu viert. Sie sitzen tatsächlich vor uns auf dem Weg auf den Zaunpfählen. Was für eine Unverschämtheit. Hinterhältig lassen sie uns näher kommen. Hungrig gucken sie rüber.  :mrgreen: Sehen wir wie Vogelfutter aus? Dann hauen sie doch plötzlich ab. Zu wenig Aas-Geruch? Senf vergessen?
Ungefressen schaffen wir es ins Hostal zurück.

Vor uns auf dem Weg lauern die Geier

Vor uns auf dem Weg lauern die Geier

Ugly Bird

Ugly Bird

Fünf entspannte Tage haben wir in Vilcabamba verbracht. Kein Tag zuviel. Hier kann man es aushalten und hundert Jahre alt werden. Morgen geht es zurück im den Norden. Wieder sechs Stunden Bus fahren bis Cuenca.

Kleinkreuzer-Vergleich: Sechsmal mehr oder weniger Wohnraum

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So unterschiedlich die Probanden segeln, so andersartig sind sie von innen. Mit oder ohne Hauptschott, Dinette oder Hundekoje. Der Test, Teil 2, im PDF-Download

Solar-Energie: Alex Thomson mit Elektromotor statt Diesel-System

Alex Thomson

Vor dem Start der Route du Rhum hat Alex Thomson angekündigt, bei seiner neuen „Hugo Boss“ voll auf Solarkraft zu setzen. Das dürfte auch den Normalo-Cruiser weiterbringen. Weiterlesen

Rose of Charity: Promi-Regatta gegen die Plastik-Flut


“Three, two, one“, tönt es knisternd aus dem Funkgerät an Deck der Cheeky Lady. Dann: „One minute to start.“ Schauspieler Kai Lentrodt hält sich den Apparat dicht ans Ohr, um die vom Wind verzerrte Ansage verstehen zu können, und runzelt lachend die Stirn: „War das jetzt noch gar nicht der Startschuss, oder was? Schade, die Position wäre gar nicht schlecht gewesen.“ Auch wenn er den Vorjahres-Cup im Saronischen Golf sogar gewann, ist er so kurz vor dem Start dann doch nervös.

(Bild: DS Automobiles, Christof Arnold)

Den anderen Teilnehmern der fünften Rose of Charity scheint es nicht anders zu gehen. 18 45 bis 51 Fuß große Yachten drängen sich dicht an dicht vor der Marina Baotić unweit der kroatischen Stadt Trogir – darunter drei Stück aus der nagelneuen Oceanis 51.1-Serie. Aus allen Richtungen ist aufgeregtes Rufen zu hören. So richtig einig, wann es nun wirklich losgeht, ist man sich offensichtlich nicht. Der Grund: An Bord befinden sich nicht etwa gut eingespielte, regattaerfahrene Segelteams, sondern bunt zusammengewürfelte fünf- bis sechsköpfige Mannschaften aus Anfängern, Hobbyseglern und Profis – allesamt seit gerade mal ein paar Minuten das erste Mal gemeinsam auf See.

 

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The Rose of Charity 2018 – Tag 2: Wo ist der Wind? #roseofcharity #segeln #boating #sailing #kroatien

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Mit dabei bei dieser karitativen Regatta sind auch dieses Jahr wieder Hannes Jaenicke, Esther Schweins und Rufus Beck – alle begeisterte Segler und in Sachen Rose of Charity klare Wiederholungstäter. Sie erwartet vor der Küste Dalmatiens nicht nur eine segelintensive Regattawoche, mit ihrer Prominenz machen sie dabei auch medienwirksam auf die Organisation One Earth – One Ocean aufmerksam, die sich für eine Säuberung der Ozeane vom Plastikmüll einsetzt. Für viele eine echte Herzensangelegenheit.

Sportliches Kräftemessen und Engagement für einen guten Zweck: für Hannes Jaenicke, Daniel Roesner und Co. die perfekte Mischung. Die meisten Schauspieler sind deshalb nicht zum ersten Mal dabei

Eröffnet wurde die Rose of Charity 2018 bereits einen Tag zuvor. Von Deutschland aus ging es für die meisten Teilnehmer am Nachmittag per Flugzeug bis nach Split und von dort mit einem der Autos aus der Flotte des Mitinitiators DS Automobiles weiter zur modernen Marina Baotić. Das Programm für den Abend: Begrüßungsempfang, Pool-Test der Regattawesten von Bekleidungspartner Marinepool und natürlich allgemeines Kennenlernen der Crews. Schließlich teilt man die kommenden Tage zwar nicht eine Kabine, aber zumindest ein Schiff miteinander.

Ausgelassene Stimmung im schönen Hafen von Maslinica: Kurz vor dem Start der zweiten Etappe wird das obligatorische Gruppenfoto geschossen

Auch die Segler der Cheeky Lady lernten sich jetzt erst kennen. Kasem Hoxha, Heio von Stetten und Kai Lentrodt fanden sich zusammen auf einer Mannschaftsliste. An Bord ihrer zwei Jahre alten Beneteau Oceanis 48 angekommen, machten sie sich fröhlich daran, zusammen Salat zu schnippeln und Pasta für das Abendessen zu kochen, nicht ohne die anderen Teams und ihr Können schon mal abzuschätzen. Mittendrin ein großer Schreck: Die Bugwelle eines vorbeifahrenden Frachters ließ die Boote so kräftig hin und her schaukeln, dass vier von ihnen beschädigt wurden. Die Cheeky Lady erwischte es an der Saling. Gerade noch rechtzeitig konnte der Schaden am nächsten Vormittag repariert werden. Für Kasem Hoxha, Heio von Stetten und Kai Lentrodt ging es deshalb direkt vom Liegeplatz an die Startlinie.

(Bild: DS Automobiles, Christof Arnold)

„Five, four, three, two, one – real start!“ Jetzt aber. Die Cheeky Lady ist ganz vorne im Feld dabei. Die Adria spritzt und schäumt. Skipper Lars Reisberg, der für den Sponsor Enjoy Yachting an Bord ist, hat erst einmal das Ruder übernommen und ruft gegen den Wind an: „Das war super, Leute.“ Vier Stunden haben die Teams der Rose of Charity von nun an Zeit, den Hafen von Maslinica auf der Insel Šolta zu erreichen. Hoch in der Luft kreisen mehrere DJI-Drohnen, um die Flotte aus der Vogelperspektive festzuhalten.

 

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Bei wenig Wind hilft es, das Schiff nach Lee zu trimmen #roseofcharity #segeln #regatta #sailing #boating

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„Klar zur Wende“, ruft Reisberg, und schon beginnt seine Crew mit der Arbeit: Heio von Stetten nimmt die Genuaschot von der Winsch, Kasem Hoxha zieht das Segel auf die neue Lee-Seite. Es funktioniert, auch wenn alles noch ein bisschen zögerlich und unkoordiniert vonstattengeht. Der Skipper hat allerdings noch etwas anderes zu bemängeln: „Wo war das ‚Ist klar‘?“, ruft er und verdreht scherzhaft die Augen.

Nicht immer spielt der Wind mit: Heio von Stetten muss sich an Tag 2 richtig ins Zeug legen, damit die Cheeky Lady vorankommt

Schon auf den ersten Schlägen zeigt sich, dass Beneteau mit der neuen Oceanis-Generation einen großen Sprung gemacht hat. Die drei neuen 51.1 führen souverän das Feld an und kommen mit dem leichten Wind in der kroatischen Adria bestens zurecht. Scheinbar mühelos ziehen die Yachten durch das Wasser. Die etwas ältere Generation der Yachten folgt in einigen Kabellängen Abstand. Der Stimmung an Bord tut es keinen Abbruch. Es wird an den Schoten gezerrt, die Beine baumeln über der Leekante, um die Yachten mit etwas Leetrimm in Schwung zu halten. Gelächter schallt immer wieder über das Wasser. Es wird nicht verbissen um jeden Meter gekämpft, sondern mit viel Freude gesegelt – ein gewisser Ehrgeiz treibt die Crews dennoch an.

(Bild: DS Automobiles, Christof Arnold)

Vor der nächsten Wende werden die Positionen durchgetauscht, wichtige Begriffe noch einmal durchgegangen und gemeinsam überlegt, an welcher Stelle die Abläufe noch verbessert werden können. Spätestens jetzt hat alle der Ehrgeiz gepackt. Die kleine Felseninsel mit weißem Leuchtturm, die Backbord an ihnen vorbeizieht, bleibt deshalb unbeachtet. Das nächste Vorhaben des Teams: Die Manöver sollen schneller und reibungsloser funktionieren.

 

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Zeit vertreiben, bis der Wind kommt #roseofcharity #nowind #sailing #saillife #kroatien

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Nur eine Frage der Zeit, ist sich Skipper Reisberg sicher. Die Crew müsse sich schließlich erst mal aufeinander einspielen und auch das Boot kennenlernen. Und siehe da: Schon eine Stunde später steht niemand mehr im Weg herum, die Winschkurbel wird genau im richtigen Moment angereicht und jeder weiß, was wann zu tun ist – zumindest ungefähr. Und wieder heißt es: „Klar zur Wende“. Aber diesmal setzt das ganze Team rechtzeitig ein und antwortet voller Enthusiasmus: „Ist klar“.

Nachdem sich die Crew ein wenig aufeinander eingespielt hat, segelt sie ihre Cheeky Lady schon ganz souverän

Der Regattaerfolg will sich trotzdem nicht einstellen. Kurz vor Maslinica liegt die Cheeky Lady ein ganzes Stück abgeschlagen hinter den übrigen Booten zurück. Die 51-Fuß-Yachten haben längst ganz bequem im Hafen festgemacht. Der Stimmung auf der Oceanis 48 tut das nach diesem ersten unvergesslichen Tag auf See jedoch keinen Abbruch. An oberster Stelle steht hier schließlich ohnehin der gute Zweck. Außerdem bleibt in den nächsten Tagen ja noch genug Zeit, um das Feld von hinten aufzurollen – vielleicht wenigstens ein Stückchen. Bei der Zieleinfahrt werden die Fäuste jubelnd in die Luft gestreckt. Gemeinsam fühlt sich dieser Moment dann doch fast wie ein Sieg an.

Vor der Cheeky Lady eröffnet sich der malerische Hafen des kleinen Fischerortes – samt altem Schloss und schmalem Badestrand mit glasklarem türkisen Wasser. Damit dieser Hafen seine Schönheit behält und seine Atmosphäre nicht durch angeschwemmten Plastikmüll zerstört wird, setzen die segelnden Schauspieler hier und in den folgenden Etappenhäfen mit ihrer Flotte ein Zeichen.


Der Rose of Charity DS Sailing Cup

Der Rose of Charity DS Sailing Cup ist gleichzeitig Segelregatta, Flottillentörn und TV-Lifestyle-Event, bei dem Schauspieler, Partner, Sponsoren und Gäste auf gut ausgestatteten Yachten der Marke Beneteau eine Woche für einen guten Zweck um die Wette segeln. Die diesjährige Auflage der Regatta fand vom 2. bis 9. Juni vor der Küste Dalmatiens statt und widmete sich der Organisation One Earth – One Ocean. Mit dem Konzept der ‚Maritimen Müllabfuhr‘ will diese Gewässer weltweit von Plastikmüll, Öl und Chemikalien befreien. Seglerfamilie Oltmann aus Bremen konnte die Rose of Charity 2018 schließlich für sich entscheiden.

Ins Leben gerufen wurde die Rose of Charity DS Experience im Jahr 2013 von Schauspielern und dem Team von ARD Brisant. Der französische Premium-Automobilhersteller DS Automobiles ist seit dem ersten Tag des Projekts Mitinitiator und Hauptsponsor, Marinepool seit 2013 offizieller Ausrüster. Die Yachten werden von den Beneteau-Vertragshändlern, u.a. Enjoy Yachting, zur Verfügung gestellt.

www.roseofcharity.de

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Motoröl ist heutzutage kein allgemeiner Schmierstoff mehr, sondern ein hochspezialisiertes, flüssiges Konstruktionsbauteil, das genau zum jeweiligen Motor passen muss. Das falsche Öl einzufüllen, kann gravierende Folgen haben – von Garantieverlust über erhöhten Verschleiß und Motorprobleme bis hin zu kapitalen Motorschäden. Der neue Ölwegweiser des Öl- und Additivspezialisten Liqui Moly unter www.liqui-moly.de soll hier Abhilfe schaffen.

Wenige Klicks reichen, um Marke, Modell und Motorisierung auszuwählen, und schon erhält man eine Liste der richtigen Motoröle. Außerdem zeigt der Ölwegweiser die richtigen Getriebeöle, Bremsflüssigkeiten, Kühlerfrostschutz, Servolenkungsöle sowie andere Betriebsflüssigkeiten an. Und das nicht nur für Autos, Motorräder und Co., sondern natürlich auch für Bootsmotoren.

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