Monatsarchive: Oktober 2018

Angekommen in Kas

Nach einer Woche bricht für Kai-Uwe und Sven der letzte Tag auf der Dilly-Dally an. Nach einer stürmischen Nacht ist die See wieder ruhig. Von Kekova geht es knapp
15 Meilen nach Kas, wo ich überwintern möchte. Der Ort hat sich kaum verändert. Herrlich!

Helga Cup: Hamburg wird fördernder Partner – 90 Frauenteams werden erwartet

Helga Cup

Der Helga Cup wird Top Ten Event der Stadt Hamburg und erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung. Das folgt aus dem positiven Votum der hamburger „Zukunftskommission Sport“ . Weiterlesen

Fountaine Pajot 45: Noch ein Neuer

Vor wenigen Monaten erst präsentierte Fountaine Pajot mit dem Astréa einen brandneuen, gut segelnden Katamaran und legt gleich wieder nach. In guter alter Tradition trägt auch dieser Entwurf zunächst einen Arbeitstitel, der sich aus dem Werftnamen und der Längenangabe zusammensetzt. Den endgültigen Serien-Namen des FP 45 erfährt man erst beim Stapellauf von Baunummer 1.

Detaillierte Zeichnungen verraten, dass zwischen beiden Neuen eine große Familienähnlichkeit besteht. Wie der Astréa hat auch der FP 45 einen stufenlosen Übergang vom Deckshaus ins Cockpit und bietet dank umlaufender Fensterfronten einen guten Rundumblick auf Schiff und Umgebung. In die Kabinen (vier in der Quatuor-Version, drei im Maestro-Ausbau) fällt Tageslicht durch Rumpffenster und Luken.

Tagsüber hält man sich erfahrungsgemäß eher in außen liegenden Chillzonen auf. Es stellt sich nur die Frage: Soll man vorn aufs Vorschiff gehen, wo eine komfortable Polsterlandschaft aufgeschlagen werden kann, oder ist es besser, sich unters schattenspendende Biminitop zu setzen? Alternativ könnte man auch auf die Flybridge steigen, wo eine komfortable Loungezone aufgebaut ist. Solange der Wind moderat weht, sitzt man dort sogar während des Segelns sicher und entspannt und kann außerdem bei Bedarf das Segeltrimmen übernehmen, denn neben der Lounge liegt der Steuerstand und davor ein schmales Laufdeck, von wo die Schotwinschen bedient werden können. Zur Standardbeseglung gehören Groß und Roll-Genua, deren Rollleinen ebenfalls auf die Winschen zulaufen.

Sobald der Anker geworfen ist, lässt sich eine weitere Liegefläche aufbauen, zumindest für alle, welche die elektrisch betriebene Beach-Club-Heckplattform mitbestellt haben. Auf Knopfdruck fährt sie nach unten und wird zur geräumigen Liegewiese. Ideal für Sonnenanbeter, die zwischendurch immer mal wieder die schnelle Abkühlung suchen.

Technische Daten

Konstruktion: Berret-Racoupeau Design
Lüa: 13,45 m
Breite: 7, 55 m
Tiefgang: 1,20 m
Verdrängung: 13,6 t
Wassertank: 700 l
Treibstofftank: 470 l
Motor: 2 x 40 PS / opt. 2 x 50 PS
Segelfläche am Wind: 74 m²
Werft: www.fountaine-pajot.com

From Kalkan to Kekova – sun and storm

Knapp 30 Seemeilen sind es von Kalkan nach Kekova. Mit achterlichem Wind und gereffter Genua schob sich die Dilly-Dally mit bis zu acht Knoten durch die See. Sicher und ruhig. Laut Windfinder
sollte der Wind zur Nacht abnehmen. Tat er auch. Für eine halbe Stunde. Dann setzte er erneut ein. Aus exakt der entgegengesetzten Windrichtung. Ein riesiges Tiefdruckgebiet hatte sich aufgebaut.
Und der türkische Wetterdienst meldete 9 bis 10 Windstärken – in Böen elf. Arrrghhhhhhhh….

Unser Anker grub sich aber zum Glück so weit ein, dass sich die alte Lady nicht einen Meter von der Stelle bewegte. Nicht alle hatten so viel Glück….

Vortrag in Hamburg abgesagt

Leider wurde heute der für Januar 2019 geplante Vortrag beim FC St. Pauli in Hamburg wegen organisatorischer Schwierigkeiten abgesagt. Ich arbeite derzeit an einer Ersatzlösung. Sobald es etwas Neues gibt, folgen hier wie üblich aktuelle Infos. Alle übrigen Termine findet ihr hier. Sorry und auf bald. Der Guido

Anders leben: Der Kreis schließt sich – Steuerhuhn Monique und Skip Guirec in der Karibik

Blauwasser, Huhn

Was haben der junge Bretone und sein Huhn nicht alles ersegelt: drei Transat, arktischer Winter im Packeis, Nordwestpassage, Pazifik, Antarktis, Kap Hoorn und Kap der Guten Hoffnung Weiterlesen

Die YACHT-Lesercrew auf dem Podest!

Yacht: <p>
	Die Crew der &quot;Luna Mare&quot; von links nach rechts: Fabian Clau&szlig;en, Tabea Send, Jan Godts, Andreas Fritsch, Konstantin Kr&uuml;ger, Friederike Wilbert, Boris Tempelin</p>

Die Langstrecken-Rookies krönen ihre solide Vorstellung beim Pitter The Race mit einem dritten Platz in der One Design-Gruppe der Bavaria 45 mit Gennaker

Legerwall: Russische Superyacht auf Palmas Mole – Bergung nach zwei Wochen

Mitte Oktober geriet der russische Zweimaster „Sila Sibiri“ auf die Mole von Palma de Mallorca. Die 32 Meter-Yacht erlitt schwere Schäden. Nun wurde sie geborgen. Weiterlesen

Interview: Unterschiede in der Qualität von Segel­tuchen

Ein Großteil der von Segelmachern verwendeten Segeltuche stammt von Dimension-Polyant. Wo liegt der Vorteil von DP gegenüber den Mitbewerbern?
Unser größter Vorteil gegenüber anderen Tuchanbietern ist unser Set-up, dass wir unsere Produkte von Anfang an selber in unseren eigenen Werken herstellen. Das ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal von Dimension-Polyant, denn wir sind weltweit der einzige Segeltuchlieferant mit einer eigenen Produktion. Das hat uns immer die beste Voraussetzung gegeben, eine gleichbleibend hohe Qualität zu erreichen, und höchst innovativ sein zu können.

Robert Kühnen von Dimension Polyant

Entwickelt Ihr eure Tücher selber, oder holt Ihr Euch Spezialisten hinzu?
Auch das passiert unter unserem Dach, es gibt keine besseren Spezialisten als unser eigenes Team. Der Input kommt natürlich zum größten Teil von unseren Segelmacherkunden. Entweder sprechen Sie uns gezielt auf Problemstellungen oder Wünsche an, oder es ergeben sich Ansatzpunkte in unseren gemeinsamen Gesprächen. Wie so häufig, erstmal ist gutes Zuhören angesagt. Ja, und dann arbeiten wir an einer entsprechenden Umsetzung.

Was betrachtet Ihr als die größten Innovationen?
Im Gewebebereich die Square Tuche, Hydra Net und Hydra Net radial und bei den Laminaten die Insert- und die X-Ply Technologie. Diese Entwicklungen sind auch alle patentiert gewesen. Um Produkte wie Hydra Net radial herstellen zu können, haben wir beispielsweise in spezielle Webmaschinen investiert. Das geht eben nur, wenn einem der Betrieb gehört.

Aber gibt es nicht mittlerweile ähnliche Produkte von anderen Anbietern?
Oberflächlich betrachtet: ja. Aber wenn man genauer hinschaut, gibt es deutliche Unterschiede. Hydra Net radial hat mit Abstand den höchsten Anteil an Ultra-PE Garnen. Die speziellen Webmaschinen, von denen ich sprach, ermöglichen uns die Vorspannung der Ultra-PE Garne und der Polyester Garne separat zu steuern. Das hat zum Ergebnis, dass unsere Tuche später im Segel nicht schrumpfen. Natürlich hat das seinen Preis, aber wenn sich ein Segler für das hochwertigste gewebte Segeltuch entscheidet, dann sollte er auch die bestmögliche Qualität bekommen, denn er muss schon tief in die Tasche greifen.

Ärgert Ihr euch nicht über solche Nachahmer?
Nein, nicht grundsätzlich. Da muss man mit leben. Aber es ist sehr bedauerlich, dass Segler immer wieder in die Irre geführt werden. Aktuelles Beispiel: seit kurzem ist ein neues Tuch auf dem Markt, ein Mix aus Ultra-PE und Polyester. Aber im Gegensatz zu Hydra Net radial ist es schussorientiert, als für Cross Cut. So weit, so gut. Aber überhaupt nicht okay ist, dass dieser Anbieter in seiner Werbung sein Produkt als besonders hochwertig darzustellen versucht, indem er die Schußwerte seines Tuches mit den Kettwerten von Hydra Net radial vergleicht. Es wird zwar erklärt, dass die Primärrichtungen vergleichen werden, aber solch eine Gegenüberstellung ist einfach Unsinn.

Inwiefern?
Das hat mit dem Webprozess zu tun. Die Kettfäden haben immer eine gewisse Einarbeitung – man spricht hier fachlich von Crimp – wohingegen die Schußfäden grundsätzlich völlig gerade in einem Segeltuch liegen. Vergleicht man zwei Tuche gleicher Art und gleichen Gewichts, sagen wir mal ein 300 g/m² Dacrontuch, eines kettorientiert für Radial-Schnitt und das andere schußorientiert für Cross-Cut oder Horizontal-Schnitt, dann wird der Schuß im schußorientierten Tuch immer einen höheren Dehnungswiderstand haben als die Kette im kettorientierten Tuch. Das ist technisch gar nicht anders möglich.

Worauf sollte ein Eigner bei der Tuchwahl achten? Kann er Unterschiede in der Qualität von Tüchern erkennen?
Optisch erkennen, eher nicht. Aber er hat durchaus Möglichkeiten, sich ein Bild zu machen. Da ist in erster Linie der Segelmacher seines Vertrauens. Klingt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber es ist durchaus was dran. Ein guter Segelmacher kann eine Menge über die Tucheigenschaften erzählen. Er wägt auch gut ab, was er seinem Kunden empfiehlt, denn er möchte einen zufriedenen Kunden haben, der möglichst noch weitere Segel bei ihm kauft. Ich persönlich würde mir nie ein Segel über das Internet bestellen, und wenn es noch so preiswert ist.
Der Segler kann sich auch Informationen direkt beim Tuchhersteller holen. Aus diesem Grund gehen wir auf Messen, die Hamburg Boat Show oder die boot in Düsseldorf. Oder wir sind mit einem Zelt auf der Kieler Woche. Wir informieren gerne über unsere Produkte und deren Eigenschaften.

Dimension-Polyant hat sich vor einigen Jahren aus der Membranfertigung zurückgezogen. Wie seht Ihr diesen Markt heute?
Das ist so nicht ganz richtig. Wir haben zwar die D4 Technologie an einen großen französischen Segelmacher verkauft, aber wir fertigen immer noch große Mengen an Komponenten. Insofern sind die Membranen auch für uns ein interessanter Markt geblieben. Es ist eben nur nicht so offensichtlich, was hier von Dimension-Polyant kommt. Membransegel haben sicherlich ihren Platz im Segelmarkt, vor allem im Regattabereich. Fahrtenseglern rate ich nach wie vor genau abzuwägen, ob sie sich ein Membransegel anschaffen sollten. Technische Vorteile gegenüber traditionellen Laminatsegeln sind sehr begrenzt, ganz besonders bei Booten unter 45 Fuß. Und dafür soll der Segler eine längere Haltbarkeit eintauschen? Da kann ich nur sagen: Gut abwägen!

Was sind die Segel von morgen?
Die unvermeidliche Frage! Ich glaube nicht, dass es erdrutschartige Neuerungen geben wird, jedenfalls nicht mittelfristig. Es wird das eine oder andere neue Nischenprodukt geben und vorhandene Materialien werden noch weiter optimiert. Aber auch in Zukunft werden Fahrtensegler Wert auf eine akzeptable Lebensdauer legen, aber auch auf eine ansprechende Performance.
Bei Regattasegeln wird natürlich weiterhin die optimale Performance und der bestmögliche Speed an erster Stelle stehen. Hier wird dann bestimmt auch in allen möglichen Richtungen experimentiert.

Titelkampf auf der Alster zum Zugucken

Meisterschaft der Meister: <p>
	Eine Teilnehmercrew beim Training auf der Alster</p>

Die 38. Meisterschaft der Meister geht an diesem Wochende über die Bühne. Erster Start ist Samstag, 9.30 Uhr

Helga Cup avanciert zum Top-Sportevent in Hamburg

Helga Cup: <p>
	Fit f&uuml;r die n&auml;chste Ausgabe: 2019 soll der Helga Cup noch mehr reine Frauencrews aufs Wasser bringen als schon 2018</p>

Marathon, Triathlon – Helga Cup! Die neue Kielboot-Regatta nur für Frauen gehört nun offiziell zu den geförderten sportlichen Großevents der Hansestadt

Katamaran oder Einrumpfyacht für die Langfahrt?

Vergleichstest Mono Kat Synchron Segeln 2015 MAm_DSC7836: <p>
	Schr&auml;g oder aufrecht &ndash; das ist nicht der einzige Unterschied zwischen Kats und Monos&nbsp;&nbsp;</p>

Jetzt auf Bobby Schenks Homepage: Antworten zu einer der Kernfragen in Bezug auf eine Weltumsegelung: Welches Schiff ist am besten geeignet?