Monatsarchive: Oktober 2018

Lazy days

Fünf Stunden nachdem Kai-Uwe und Sven die Dilly-Dally verlassen haben, kam schon der erste Spontanbesuch: Mareen und Ilija. Bei bestem Badewetter haben wir
herrliche Tage in Kaş. Heute sind wir nach Kekova gesegelt (oder meistens Motor), denn nach dem Sturm ist der Wind eingeschlafen. Die Bucht, in der wir neulich noch in der Nacht Böen von bis zu
elf Beaufort gehabt haben, ist wie glatt gebügelt. Nach einem kleinen BBQ auf der Dilly-Dally geht es dann auch gleich in die Koje.

Der DSV hat einen neuen Generalsekretär

Germar Brockmeyer: <p>
	Der neue DSV Generalsekret&auml;r Dr. Germar Brockmeyer</p>

Dr. Germar Brockmeyer, bislang kommissarisch in dieser Funktion, übernimmt den Posten nun auch regulär

Jollenzuwachs bei Seascape

Seascape 14 im Test: <p>
	Seascape 14 auf der Hamburger Au&szlig;enalster</p>

Die 4,30-Meter-Jolle ist ein wahres Allroundtalent – ob ein- oder zweihand, ob nur mit Groß oder mit Fock und Gennaker … Die kleinste Seascape macht Spaß

Zurück an die Arbeit an Tally Ho!

Wer wird Weltsegelteam des Jahres?

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Die Volvo-Ocean-Race-Sieger vom Dongfeng Race Team z&auml;hlen zu den Favoriten bei der Wahl zum Segelteam des Jahres</p>

Zur Wahl steht als Volvo-Ocean-Race-Sieger das Dongfeng Race Team, Hollands Olympia-Elite, zwei italienische Nacra-17-Asse und die „Beau Geste“-Big-Boat-Crew

Ausprobiert: Cadillock Batterie-Überwachung

Die weniger als streichholzschachtelgroße Batterie-Spannungsüberwachung von der Firma Cadillock ist einfach zu installieren. Die Gabelterminals der Anschlusskabel werden einfach an den Schrauben des Plus- und Minuspols der Batterie angeklemmt, eine Sicherung ist laut Installationsanleitung nicht vorgesehen.

Die Batterieüberwachung der Bordspannung (automatische Erkennung 12/24 Volt) erfolgt mithilfe einer kostenlos herunterzuladenden App für iOS oder Android. Nach der elektrischen Installation wird per Bluetooth eine Datenübertragung zum Smartphone hergestellt. Eine rote LED quittiert die erfolgreiche Bluetooth-Verbindung. Der Eigenstromverbrauch liegt im ‚Schlafmode‘ bei weniger als 2 Milliampere, sodass durch den permanenten Batterieanschluss keine nennenswerte Entladung im Batterie-Ruhezustand erfolgt.

Nahezu in Echtzeit wird die aktuelle Batteriespannung am Smartphone übersichtlich analog beziehungsweise digital angezeigt. So ist bei laufendem Motor durch steigende Batteriespannung zu erkennen, ob die Ladeendspannung vom Regler der Lichtmaschine eingehalten wird. Ein defekter Laderegler (Überspannung) oder ein gerissener Keilriemen (keine Ladung) der Lichtmaschine werden sofort bemerkt. Bei Unter- oder Überspannung ertönt am Smartphone ein Warnton. Ein hinterlegter Algorithmus soll die Ermittlung des Batterie-Innenwiderstandes ermöglichen. Ein Zellen-Kurzschluss an den Bleiplatten kann so erkannt werden.

Auch wenn, wie bei Batterie-Controllern, keine Bilanzierung der Amperestunden erfolgt, kann der geübte Nutzer aufgrund des Spannungsverlaufs beim Laden erkennen, ob die Batterie neuwertig oder schon gealtert ist. Steigt die Spannung beim Laden ungewöhnlich schnell bis zur Ladeendspannung von etwa 13,8 Volt (bei Starter-Batterien), zeigt das einen Kapazitätsverlust der Batterie. Durch rechtzeitigen Batterietausch kann so besonders im Winter einer Panne vorgebeugt werden.

Bedingt ist die Cadillock-Batterieüberwachung auch für zyklisch belastete Versorgungs-/Wohnraum-Batterien geeignet. Fällt die Batteriespannung beim Einschalten eines größeren Verbrauchers, wie beispielsweise des Kühlschrankes oder einer Wasserpumpe, unter den üblichen Wert, weist das auf eine entladene oder nicht mehr leistungsfähige Batterie hin.

Preis: inkl. MwSt. circa 80 Euro www.cadillock.com

Pro: schnell zu installieren, einfache Bedienung

Contra: keine Ampere-Kontrolle

Video Fundstück: Abenteuerliche Bergung – Brutale Technik rettet Yacht

Fies, eine Yacht auf den Steinen zu sehen. Es mag einem bewusst machen, wie gefährlich eine Legerwall-Küste sein kann, wenn mal der Motor ausfällt, oder der Anker nicht hält. Weiterlesen

Frauen-Trio siegt beim Meistergipfel auf der Alster

Meisterschaft der Meister 2018

Zum zweiten Mal in der 38-jährigen Geschichte der Meisterschaft der Meister hat eine Damen-Mannschaft das Gipfeltreffen der deutschen Klassenbesten gewonnen

In Cuenca

Fr., 26.Okt.18, Ecuador/Cuenca Tag 1609, 13.337 sm von HH

In Ecuador herrscht ein ewiger Wettkampf, ob Quito oder Cuenca schöner ist. Unesco Kulturerbe sind sie beide und ebenfalls fast gleich alt: ungefähr 500 Jahre.
Cuenca ist mit 350.000 Einwohnern nur ein Viertel so groß und hat für uns schon daher die Nase vorne. Vom Busbahnhof brauchen wir nicht eine halbe Stunde, sondern sind mit dem Taxi in fünf Minuten an unserem Hostal. Das liegt ruhig am Rand der Altstadt, direkt am Rio Tomebamba, der sich durch die Stadt schlängelt.

Der Tomebamba schlängelt sich durch Cuenca

Der Tomebamba schlängelt sich durch Cuenca

Amaryllis auf der falschen Seite der Fensterbank in unserem Hostal

Amaryllis gehören doch innen auf die Fensterbank? In unserem Hostal sind es die Balkonblumen. :-)

Altes Gemäuer gibt es genug in Cuenca und für jeden Sonntag eine andere Kirche. Eine moderne Straßenbahn steht kurz davor in Betrieb genommen zu werden. Junge Leute, die optisch auch in Hamburg leben könnten, Sneakers, kaputte Jeans und modische Brillen in Sandwich-Optik, flanieren neben Indigena in traditionellen Klamotten. Quito hat mehr Prunk, Cuenca mehr Ruhe und Charme.

Kleines Schläfchen während der Mittagszeit
Cuenca zeigt Flagge für den Unabhängigkeitstag nächste Woche
Die Kuppeln der neuen Kathedrale in Cuenca

Das mächtige Portal der Kathedrale

Das mächtige Portal der Kathedrale

Wir haben uns aus Vilcabamba um tausend Höhenmeter auf 2550 Meter hoch gearbeitet. Im wahrsten Wortsinn. Der Bus hätte gut fünfzig PS mehr gebrauchen können, dann hätten wir für die 250 Kilometer vielleicht eine Stunde weniger gebraucht. Endlos ziehen sich die Schleifen, Biegungen und Steigungen die Anden entlang.
Statt Landwirtschaft, wie im Norden, wird hier hauptsächlich Viehwirtschaft betrieben. Unsere Holsteiner Schwarzbunte hält sich tapfer an den steilen Hängen. Dazwischen gibt es Abschnitte, da hat Ecuador den Anden ganz schön übel mitgespielt. Etliche Berge zeigen anklagend ihre von Erosion kaputte Flanken. Je näher wir Cuenca kommen, desto besser wird es. Großflächig hat eine Wiederaufforstung mit Kiefern stattgefunden.

Nach sechst Stunden empfängt Cuenca uns mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Selbst abends reicht eine dünne Jacke. Ganz klar, auch hier gewinnt Cuenca gegenüber Quito.

Tradition in Cuenca

Tradition in Cuenca

Meisterinnenschaft der Meister

Frauen-Trio ringt die Männer-Elite nieder

Die erfolgsverwöhnten 470er-Seglerinnen Theres Dahnke und Birte Winkel setzten sich gemeinsam mit der erfahrenen Sportboot-Seglerin Johanna Meier im Dreier-Finale gegen die Crews von Tobias Schadewaldt (Bundesliga) sowie Jan Philipp Hofmann (505er) durch.

Bereits zum 38. Mal ist das Kultevent durch den Hamburger SC ausgetragen worden. Die Meister und Top-Segler der vergangenen Saison waren aufgerufen, sich auf der Alster untereinander zu messen. Dafür hatte der HSC acht Beneteau First 18 bereitgestellt.

32 Mannschaften hatten für das Event gemeldet – von den erfolgreichen Optimisten- bis hin zu den erfahrenen Yacht-Seglern. Sie alle waren ausgestattet mit großen Erfolgen im vergangenen Jahr. Goldgewinner von Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften waren vertreten. Tobias Schadewaldt reiste mit dem gerade erst vor einer Woche gewonnenen Bundesliga-Sieg an, Segelreporter Carsten Kemmling kam als Titelverteidiger, und einige Wildcards rundeten das Feld ab.

Zunächst ließ der HSC sechs Flights im Bundesliga-Format segeln, um so die acht Mannschaften für das Halbfinale zu ermitteln. Schadewaldt und Kemmling spielten hier ihre Bundesliga-Erfahrung aus und standen nach den sechs Wettfahrten auf den ersten beiden Plätzen. Simon Diesch, frisch gebackener DM-Sieger in der J/70, folgte mit seiner Mannschaft auf Platz drei. Und dann reihte sich schon das Frauen-Trio Dahnke/Winkel/Meier ein. Die beiden Seesegel-Crews um Michael Berghorn sowie Gordon Nickel, Jan Philipp Hofmann und Opti-Ass Cosima Schlüter rundeten das Feld für den Kampf der besten Acht ab.

Erneut war es Schadewaldt, der mit Florian Weser und Sophia Baltes im Kampf der acht Boote ganz an der Spitze stand. Neben ihm konnten sich für das Finale der Top-Drei noch Hofmann mit seinem Stamm-Vorschoter Felix Brockerhoff und Nils Henning Hofmann sowie Dahnke/Winkel/Meier qualifizieren. Hier wurde das Rennen um den Meister der Meister im Modus „2 to win“ entschieden. Und da setzten die Frauen gleich ein Ausrufezeichen. Theres Dahnke/Birte Winkel, die im Sommer EM-Gold und WM-Silber bei den 470er-Juniorinnen gewonnen hatten, und Johanna Meier, die bei der Premiere der Womens Champions League auf Rang drei gesegelt war, gewannen gleich den ersten Lauf. Schadewaldt konnte zwar das zweite Rennen für sich entscheiden, doch dann schnappte die Falle zu. Mit dem zweiten Sieg im Finale setzte sich die Frauen-Power aus Mecklenburg-Vorpommern gegen die deutsche Segel-Elite durch und gewann die 38. Meisterschaft der Meister.

Unter Deck des Astus 20.5

Unter Deck ist der Astus hell gehalten, aber etwas nackt. Einen Himmel oder ähnliche Verkleidungen gibt es nicht. Der Schwertkasten steht außermittig, um den Zugang im Niedergang zu erleichtern.

Im Vorschiff begrenzen die Rohre für die Beams den Platz über der Dreieckskoje. Ablagen sind keine vorgesehen. Es gibt Stauraum im Vorschiff, unter dem Cockpit und unter den Hundekojen. Organisieren und ordnen muss man sich diesen Raum allerdings selbst. Auch wenn auf dem Astus 20.5 die Geschwindigkeit im Vordergrund steht, ermöglicht die Kajüte mit zwei Kojen plus optional zwei Kinderkojen aber das Wasserwandern.