Monatsarchive: Oktober 2018

Die 25. Weltsegler-Wahl: Alter Ruhm, neue Titel

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Volvo-Ocean-Race-Gewinnerin Carolijn Brouwer ist zur Wahl der Weltseglerin des Jahres nominiert</p>

Der Weltseglerverband wird am 30. Oktober zum 25. Mal die Weltsegler des Jahres küren. An der Abstimmung kann jeder teilnehmen. Und es gibt neue Kategorien…

„Kiwi Magic“: AC-Cupper aus Neuseeland

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Der Zwölfer aus Neuseeland ist einer der schnellsten der Welt und heute in Nordeuropa unterwegs. Wir gingen an Bord. Das Bootsporträt jetzt im PDF-Download

Das Gesicht des nächsten Volvo Ocean Race

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Carolijn Brouwer war als Siegerin mit Charles Caudreliers Dongfeng Race Team die Seglerin des Rennens 2017/2018. Sie hat nicht ausgeschlossen, dass sie noch einmal antritt</p>

Mehr Technologie, mehr Vielfalt, mehr Nachhaltigkeit und – die Frauen bleiben! So werben die Veranstalter in der vorläufigen „Notice of Race“ für das Rennen

Visum-Verlängerung mit Hindernissen

Mo., Okt.18, Ecuador/Bahía de Caráquez, Tag 1584, 13.337 sm von HH

Wir sitzen mal wieder im Bus nach Portoviejo. Heute soll mein Visum verlängert werden.
Der Tag fängt fragwürdig an: mit uns im Bus fährt Til Schweiger. Spanisch sprechend. Allerdings grottenschlecht synchronisiert. Während der Nuschelkopp Schweiger die Zähne kaum auseinander bekommt, spricht der Synchronsprecher verständliche Sätze. Mund und Stimme passen nicht zusammen. Warum nur zeigen die im Bus nicht einen ihrer üblichen blutrünstigen C-Movies? Muss es der Schweiger sein?

Noch vor Ende des Films müssen wir raus. Wir trotteln den bekannten Weg zum Immigration Büro. Der zweite Schock des Tages, Eingang und Fenster sind dicht verrammelt. Wir schauen uns hilflos um. Und nun? Aber auf die Südamerikaner ist Verlass. Ein Typ mit einem mobilem Kopierer sieht unsere Ratlosigkeit und zeigt uns den Weg zum neuen Büro, keine hundert Meter weiter. Die Immigration ist frisch in ein neues Gebäude umgezogen.

Dort finden wir unsere Immigration-Schönheit von den letzten beiden Treffen. Sie erkennt uns ebenfalls wieder und begrüßt uns mit den Worten: „No hay internet.“ Es gibt kein Internet! Vielleicht heute Nachmittag. Und nun? Sie schickt uns erst mal zur Bank, damit wir die Gebühren (129 USD) einzahlen können. Sollte das Internet dann noch immer nicht funktionieren, können wir doch einfach Morgen wieder kommen. Sie ist die einzige, die darüber lacht.

Wir fahren mit dem Taxi zur Bank, bezahlen und kehren zur Immigration zurück. Noch immer kein Internet. Der Warteraum vor dem Büro der Schönen ist inzwischen proppevoll. Alle warten auf das Internet. Ich bin für einen Stadtbummel, Achim will bleiben. Seine Strategie: den Druck erhöhen durch Anwesenheit. Er wartet an einer Stelle vor ihrer Glastür, dass sie ihn dauerhaft sehen kann. Ich verstecke mich zwischen den anderen Wartenden.
Nach einer halben Stunde knickt sie ein und übergibt Achim ein Formular, was ich ausfüllen und unterschreiben soll. Als ich es bei ihr abgebe, errechnet sie manuell, dass meine zweimal 90 Tage am 30. Dezember abgelaufen sind. Wir haben also schon mal ein Datum. Ganz ohne Internet.
In zwei Stunden, um 15:00 Uhr, sollen wir wieder kommen, dann läuft ihr System garantiert und ich bekäme meinen Verlängerungs-Wisch. Oder eben doch erst Morgen, wiederholt sie ihren schlechten Scherz. :lol:

Wir fahren mit dem Taxi zu einem großen Supermarkt. Auf Schätzchen-Jagd gehen. Der Supermarkt in Bahía ist leider begrenzt sortiert. Wir werden fündig, beide Rucksäcke sind voll, neunzig Dollar soll ich zahlen. „Deine Kreditkarte funktioniert nicht.“, meckert die Kassiererin. Ich bitte sie, es noch einmal zu versuchen und packe im Geiste schon die Rucksäcke wieder aus. „Haben wir überhaupt noch so viel Bargeld mit“? Auch der zweite Versuch bringt keinen Erfolg. Achim und ich kramen unser Bargeld zusammen. Puh, es reicht.

Bei der Immigration erwartet uns unsere Freundin. Freudestrahlend überreicht sie mir meine Visumsverlängerung. Ein schönes Ende eines wechselhaften Tages.
Heute Morgen kocht ‚Gestern‘ noch einmal hoch: Wir erhalten eine Mail von unserer Bank, dass gestern zweimal für 90 USD eingekauft wurde. Wenn wir das nicht waren, sollen wir uns melden, allerdings müsse dann meine Kreditkarte gesperrt werden. Oh, nein, bitte nicht!
Die Bank kriegt ganz schnell eine Antwort: Im Prinzip sind wir Verursacher dieser Buchung, jedoch…
Unbürokratisch erhalten wir Bescheid, der doppelte Betrag wird gar nicht belastet und meine Kreditkarte bleibt erhalten. So, nun aber bitte Ende mit diesem Tag.

Zwischenstand: IDM 2018 der Laser St./Radial

Aufatmen konnte allerdings die Wettfahrtleitung um Uli Finckh, denn nach einem “rennfreien” Sonntag – fast ohne einen Windhauch – sind am Montag auf dem Ammersee bei 10 bis 17 Knoten Wind bis zum Nachmittag je vier Wettfahrten zustande gekommen.

Bei den Laser-Männern konnte Philipp Buhl (SCAI) drei der vier Rennen souverän für sich enscheiden. Nik Aaron Willim (NRV) ist ‘Buhli’ mit +5 Punkten auf den Fersen, Dritter ist bisher Max Wilken (Müritz).

Bei den Laser Radial-Frauen (oben) sind alle bekannten deutschen Namen in den Top Ten: Svenja Weger (PYC) hat mit 12 Punkten die Führung vor Laura Bo Voss (MSC; 13 P.) und Julia Büsselberg (VSaW) übernommen. Christin Hoffmann (SCAI) ist mit 63 Zählern auf Rang 16. (Foto: HSC/Tim Marcour)

Ihr Bruder Julian hat in der Open Wertung immer noch Titelchancen; aktuell ist der Bayerische Jugendmeister aus Oberstdorf Zweiter, nur zwei Punkte hinter dem ehemaligen Opti-Ass Roko Mohr – der Streicher dürfte hier Gewissheit bringen. Gunnar Kröplin (Schwerin) ist mit 24 Punkten Dritter.

90 Sekunden Segel-Action

North Pacific Clipper Race

Pazifikstürme, Bruch vor Kap Hoorn, Kat-Kenterungen – bei den Videos, die um den Mirabaud Sailing Video Award konkurrieren, sind Segler die Hauptdarsteller

Strandsegel WM: Grieche zerlegt seinen Segelwagen – Probleme mit Sturm und Wasser

Strandsegeln

Die Strandsegler haben nicht viel Platz bei ihrer WM auf der zusammengeschrumpften Sandbank vor St. Peter Ording. Dem Griechen Georgios Kermas ist das zum Verhängnis geworden. Weiterlesen

Die Elemente im Boot

Comedy: Britin startet Einhand Weltumsegelung – Es ist für sie nicht so einfach :-)

Freunden des britischen Humors könnte diese Episode gefallen. Eine Frau beginnt ihre Einhand-Weltumsegelung in Plymouth. Die Schwierigkeiten häufen sich (ENG). Weiterlesen

Interboot lockt wassersportaffines Publikum an den Bodensee

Glitzerndes Wasser, glänzende Boote und jede Menge Action standen bei der 57. Auflage der Interboot im Mittelpunkt. Neun Tage lang waren 86 500 Wassersportfans (2017: 86 400) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Messegelände in Friedrichshafen zu Gast und ließen sich von 474 Ausstellern und den neuesten Trends inspirieren und zum Kauf überzeugen. „Die Interboot als zweitgrößte Wassersportmesse in Deutschland zeigte wieder einmal, wie beliebt das Hobby im kühlen Nass ist. Mehr als 86 000 Besucher auf dem Messegelände und viele Zehntausende am Interboot-Hafen erlebten die vergangenen Tage Wassersport-Vergnügen“, berichtete Messechef Klaus Wellmann. Ein Anziehungspunkt war das Mitmach-Areal in Halle B1, wo im neuen SUP Testbecken Paddelversuche und auf der stehenden Welle Surf-Erfahrungen gemacht wurden. Rasant und spritzig unterwegs waren die Fahrer der Motosurf-Demorennen auf dem Bodensee. Spätsommergefühle weckte auch der Messe-See, wo Wakeboarding und Schnuppersegeln bei bestem Wetter auf dem Programm standen.

Die Interboot präsentierte in acht Hallen ein breites Spektrum an Booten, Mode und Zubehör. „Die Stimmung in der Ausstellerschaft war größtenteils gut. Vor allem die Motorbootaussteller verzeichneten zahlreiche Geschäftsabschlüsse und erwarten ein gutes Nachmessegeschäft“, resümierte Projektleiter Dirk Kreidenweiß. „Die Mischung aus Produktschau sowie Wassersport-Events und Testmöglichkeiten kommt seit Jahren hervorragend bei Besuchern und Ausstellern an.“ Neu und stark angenommen wurde das Interboot-Gewinnspiel mit acht Traumreisen, die die Sieger an Wassersport-Hotspots entführen.

Eine positive Bilanz zogen auch die Aussteller: „Wir haben in diesen Messe-Auftritt sehr viel investiert und 24 Boote auf der Interboot präsentiert, da wir großen Wert auf die süddeutschen Wassersportler legen und hier auch viele Kunden erreichen. Unser Verkaufsziel für die Messe war bereits am Samstag erfüllt“, betonte Peter Nürnberger, geschäftsführender Gesellschafter Europe Marine. Auch in der Schweizer Halle bewertete Urs Hausammann, Geschäftsführer Hausammann Caravans + Boote AG die neun Interboot-Tage als erfolgreich: „Die Besucher waren sehr interessiert. Dies mündete in zielführenden Gesprächen. Die Interboot bietet jedes Jahr eine gute Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen. Unter der Woche war zwar etwas weniger los, aber dafür waren die Gespräche intensiver. Wir sind grundsätzlich mit dem Messeverlauf zufrieden, zumal wir nach Messe-Ende mit weiteren Abschlüssen rechnen. Unsere Erwartungen werden daher erfüllt.“ Ähnlich sieht das Horst von Hörsten, Geschäftsführer Hallberg-Rassy Deutschland GmbH: „Die Interboot verlief für uns so wie erwartet und erhofft: Wir haben insbesondere an den Wochenenden viele neue Kontakte und auch Bestandskunden an unserem Stand begrüßen können. Als Wassersportmesse in der DACH-Region hat die Interboot für uns eine wichtige Bedeutung und wir werden auch nächstes Jahr wieder mit an Bord sein.“

Sonne, Boote und Bodensee – der Interboot-Hafen war mit seinen rund 100 Wasserfahrzeugen ein Anziehungspunkt an der Friedrichshafener Uferpromenade. Auch als Startpunkt für Regatten und Rennen sowie für zahlreiche Testfahrten erfreute sich der Messe-Standort am Bodenseeufer großer Beliebtheit. „Viele Interessierte nutzten die Möglichkeit ein potenzielles Boot Probe zu fahren, was häufig ausschlaggebend für die Kaufentscheidung war“, erklärte Dirk Kreidenweiß. Am zweiten Interboot Wochenende stachen bei der Kampagne Start Boating Wassersportbegeisterte und -neulinge vom Hafen aus in See.

In einem neuen Modus fand die SUP Team Challenge 2018 statt: Im Testbecken in Halle B1 ging es neben der besten Zeit vor allem auch um Geschicklichkeit. Zehn Zweierteams traten in drei Runden gegeneinander an. Den Sieg erpaddelten die SUPtronauten Alexander Stertzig und Philipp Mrozig aus Konstanz. Die Gewinner fahren im Februar in die Karibik zur British Virgin Island SUP Challenge powered by The Moorings.

Wassersport-Erlebnisse verspricht die nächste Interboot vom 21. bis 29. September 2019. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de oder www.facebook.de/interboot. #interboot

Dumm gelaufen: Chaos an der Luvtonne – Russen sorgen für Massen-Crash

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Das Manöver „Shooting the mark“ – einen Aufschießer an der Luvtonne machen – gehört zu den Standards beim Regattasegeln. Aber das kann mächtig in die Hose gehen. Weiterlesen

Strandsegel-WM, Teil 5: Race day 2