Monatsarchive: Oktober 2018

Video Fundstück: Kurzfilm von 1969 mit Paul Elvström – „Segeln ist eine Kunst!”

Paul Elvström, Kurzfilm 1969,

Warum er immer wieder „raus“ müsse, wisse er nicht. Warum ihn das alles so fasziniere? Schulterzucken. Nur eines scheint klar zu sein: Segeln war eine Kunst für Paul Elvström. Weiterlesen

Get Up, Stand Up

Nikes Vlog II #15

Der nächste und mit 250 Seemeilen für Nike bisher längste Schlag steht an. Doch zuvor müssen einige von „Karls“ Baustellen abgearbeitet werden

Soapstars der Meere

Frust in der Flaute: „Geschrien, geschimpft, getreten“

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	Die &quot;Hekla&quot; von Georg Schimmelpfennig&nbsp;</p>

Nachdem er Kanaren und Kapverden gut passiert hat, setzen Einhandsegler Georg Schimmelpfennig nun die Flauten in Äquatornähe auf seinem Weg um die Welt zu

Clubswan 36: Klein und wild

Die ClubSwan 36 ist mehr als nur ein neues Schiff. Sie ist ein Statement“, sagt die Werft. Zu Recht, denn mit ihrer neuen One-Design-Yacht trifft sie mitten in die Herzen aller, die davon träumen, sich in einem Feld supereleganter, superschneller und superinnovativer Rennziegen mit Gleichgesinnten zu messen. Allein das Rumpfdesign ist sensationell anders. Rumpf und Deck formen eine ovale Einheit, über die sich ein feines Netz aus Knicken legt. Eine kaum sichtbare Kimmkante zieht sich diagonal übers Seitenteil, plustert den Bug ordentlich auf, bevor sie im Heck in eine scharfe Deckskante mündet. Darunter liegt das Cockpit. Schier und plan, ohne Bänke und mit reichlich Platz zum Segeltrimmen. Den kann die sechsköpfige Crew gut gebrauchen, denn das flexible Rigg hält unzählige Trimm- beziehungs­weise Biegemöglichkeiten parat, um die 90 Quadratmeter Segelfläche zu bändigen. Raumschots sind es sogar 160.

Das wirklich Spektakuläre spielt sich jedoch unter Wasser ab. Erstens ist das Unterwasserschiff so flach, wie man es sonst nur von Gleitjollen kennt, zweitens ist die Wasserlinie einen halben Meter länger als der Rumpf über Deck, drittens trägt die Club­Swan 36 eine Kielfinne, die so schmal ist, wie sie nur extreme Racer aushalten, viertens gibt es zusätzlich ein langes, gebogenes Schwert, das auf Raumgängen für Auftrieb sorgt und am Wind mehr Höhe bringt. Gesteuert wird sportlich mit der Pinne, die auf zwei Ruderblätter wirkt.

Auch das Rigg ist extrem und soll so biegsam sein wie das eines Starbootes

Wie ihre größere Schwester, die ClubSwan 50, wird auch die Neue in extra ausgeschriebenen Regatten starten und dort für Furore sorgen, auf jeden Fall für wundervolle Bilder.

Technische Daten

Konstruktion: Juan Yacht Design
Lüa: 10,50 m
LWL: 11,00 m
Breite: 3,60 m
Tiefgang: 2,75 m
Verdrängung: 2,95 t
Ballast: 1,4 t
Groß:56 m²
Fock: 34 m²
Spi: 103 m²
Preis: auf Anfrage
www.clubswan36.com

Ocean CleanUp: Erste Müllbarriere auf dem Weg zum „Great Pacific Garbage Patch“

Ocean CleanUp

Der charismatische Boyan Slat ist mit seinem Müllsammelprojekt den entscheidenden Schritt weiter gekommen – die Generalprobe im Pazifik ist bestanden. Jetzt wird (hoffentlich) Müll gesammelt!  Weiterlesen

Marine Ferngläser im Test

Das Marine Fernglas im Extremtest

Eine Woche befanden wir uns auf einer Odyssee quer durch Deutschland. Mit der Bahn und einem Koffer voller Ferngläser lernten wir die Bahnhöfe, aber auch die optischen Zentren der Republik kennen. Einen ersten Halt legten wir bei Steiner in Bayreuth ein und führten eine zweitägige Messreihe durch. In der „Stadt der Optik“ Wetzlar folgten bei Minox zwei weitere Tage. Einige Stunden, zahlreiche Verspätungen und Bahnsteige später folgten Messreihen bei Analytik Jena im thüringischen Jena und Eisfeld.

Wichtige Werte wie beispielsweise Transmission und Sehfeld wurden doppelt ermittelt, und um eine eventuelle Serienstreuung bei den Modellen auszuschließen, testeten wir bei Steiner eine Produktreihe und bei Minox und Analytik Jena eine zweite. Mit Ausnahme von zwei Gläsern: Eines war defekt und das andere stellte sich als sprichwörtliche Luftnummer heraus – Leerkarton.

Die Tests wurden gewissenhaft durchgeführt

In einigen Fällen unterschieden sich die Messmethoden voneinander. Bei Steiner in Bayreuth führten wir die Sehfeldmessung durch Ausrichten des Glases auf einer Skala in bekannter Distanz durch. Nach dem Ablesen des Wertes auf der Skala wurde er mit einem Faktor multipliziert, um das Sehfeld auf 1.000 Meter zu erhalten. Bei Minox in Wetzlar setzten wir das Glas auf eine Messeinrichtung und ermittelten den Wert des Sehfeldwinkels. Um beide Ergebnisse besser vergleichen zu können, rechneten wir den Sehfeldwinkel auf die bekannten 1.000 Meter um. Trotz der unterschiedlichen Messmethoden unterscheiden sich beide Werte nur um konstant einen Meter.

Die Transmissionsmessung folgte bei beiden Messungen dem gleichen Prinzip, aber mit unterschiedlichen Apparaturen. Für die Messung wird ein gebündelter Lichtstrahl (100 Prozent) mit einer Farbtemperatur von 3.300° Kelvin in das Objektiv geleitet. Hinter dem Okular befindet sich eine Ulbricht-Kugel. In der Kugel wird gemessen, wie viel Licht der urspünglichen hundert Prozent es durch das Fernglas geschafft haben. Auch hier zeigten sich wieder nur kleine Unterschiede in den Ergebnissen, obwohl der Versuchsaufbau jeweils leicht abgewandelt war.

Im Druckwassertank können verschiedene Wassertiefen simuliert werden

Für den Test der Wasserdichtigkeit der Gläser versenkten wir die Modelle in einem Drucktank, in dem wir durch Erhöhung des Drucks verschiedene Wassertiefen simulieren konnten. Bis auf ein Glas überstanden alle Gläser die 0,5 Meter Tiefe. Im zweiten Durchlauf auf drei Meter Tiefe gab ein weiteres Marine Fernglas auf.

Welches Fernglas für Segler?

Wer auf See eine Ansteuerungstonne sucht, benötigt einen möglichst weiten Bildausschnitt, um sich in der Wasserwüste orientieren zu können. Allerdings muss die Bezeichnung des Seezeichens noch leserlich sein, sodass bei Marinegläsern ein Kompromiss bezüglich der Vergrößerung notwendig ist. Die bei Marinegläsern übliche siebenfache Vergrößerung ist eine gelungene Lösung aus Vergrößerung und Verwacklungsfreiheit. Auf festem Boden können acht- bis zehnfache Vergrößerungen durch einen ruhigen Stand verwacklungsfrei genutzt werden. Auf See – selbst bei leichtem Wellengang – fängt das Bild bereits ab achtfacher Vergrößerung zu tanzen an. Vergleichen lässt es sich mit dem Aufstieg in den Mast: Je höher desto spürbarer werden die kleinsten Bootsbewegungen.

Kaufberatung

Die Suche nach dem richtigen Fernglas ist nicht allein das Vergleichen von gemessenen Werten, sondern auch eine Entscheidung nach individuellen Aspekten des Nutzers. Vor dem endgültigen Kauf sollte immer ausführliches Ausprobieren bei einem Händler stattfinden. Im Idealfall sind die infrage kommenden Gläser bei einem einzigen Händler zugänglich und können einem direkten Vergleich untereinander unterzogen werden. Unterschiede in der Optik zeigen sich am besten in der Dämmerung. Allerdings nicht in geschlossenen Räumen durch ein Fenster hindurch. Lichtstarke Gläser (gute Transmissionswerte, große Ein- und Austrittspupille) können ein helleres Bild liefern als das bloße Auge, während andere Gläser ein dunkleres Bild zeichnen. Strengt das Durchgucken schon nach kurzer Zeit an, stimmt bei dem Glas etwas mit der Justierung nicht. Der nächste Schritt ist eine Beurteilung der Haptik des Glases.

 

Mit 76 Jahren …

Jeanne Socrates: <p>
	Unerm&uuml;dlich: Jeanne Socrates, 76, ist &nbsp;mit ihrer Najad 380&nbsp;am gestrigen 3. Oktober zur Nonstop-Weltumsegelung losgesegelt&nbsp;</p>

Die Britin Jeanne Socrates ist zum vierten Mal aufgebrochen, als ältester Mensch ohne Stopp die Welt zu umsegeln. Es wäre ihr zweiter Einhand-Nonstop-Törn

Auszeichnung: Trans Ocean Preis an Maxus-Segler Kuczynski – Ocean Award an Mini-Seglerin Rixgens

Weltumseglung, einhand, nonstop

Anlässlich des 50. Jubiläums des TO wurden der Trans-Ocean Preis und der Ocean Award während der feierlichen Festveranstaltung am vergangenen Wochenende verliehen. Weiterlesen

Ellison und Coutts segeln auf zwei Rümpfen in die Zukunft

SailGP: <p>
	Die neue Profi-Serie von Larry Ellison und Russell Coutts: der SailGP</p>

Ein Design, sechs Nationalteams, fünf Austragungsorte: Larry Ellison und Russell Coutts haben ihren futuristischen Segel-Circuit heute in London vorgestellt

„Das Meer war die Hölle“

America’s Cup Alternative: SailGP mit AC50 Kats – Oracle, Land Rover und Louis Vuitton

SailGP

Larry Ellison und Russell Coutts haben in London offiziell Fakten zu den durchgesickerten Details ihres neuen SailGP vorgestellt. Die modifizierten Foiler-Kats sollen 53 Knoten erreichen. Es geht um viel Geld. Weiterlesen