Monatsarchive: Oktober 2018

boot: Erstmals mehr als 2.000 Aussteller

und 2.000 Aussteller werden vom 19. bis zum 27. Januar an Bord der 50. boot sein. In 16 Messehallen auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird eine riesige Erlebniswelt rund um das Thema „360° Wassersport erleben“ gestartet. Ob Segeln, Motorboot fahren, Tauchen, Surfen, Paddeln oder einfach am Wasser relaxen, auf der boot 2019 wird ein Feuerwerk an Ideen gestartet, die sich um die Freizeit im, auf oder am Wasser drehen.

Wassersport-Spektakel und Branchenevent

„Die boot Düsseldorf ist die einzige Messe weltweit, die diese Vielfalt umfassend präsentiert. Mit Herstellern aus erwarteten 70 Ländern aus allen Teilen der Welt zeigen wir hier eine einzigartige Produktvielfalt. 1.500 Segel- und Motorboote haben auf der boot ihre Messeheimat“, erläutert boot Director Petros Michelidakis. Die Besucher der größten Wassersportmesse der Welt folgen dem Ruf der Messe nach Düsseldorf sogar aus über 102 Ländern. Michelidakis: „Damit ist die boot nicht nur ein Spektakel für die Besucher aus der Region, sondern vielmehr ein anerkanntes internationales Branchenevent mit B2B-Charakter. So nutzen zum Beispiel Entscheidungsträger großer Charterunternehmen die Messe, um sich ein umfassendes Bild vom Markt zu machen, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten und vergleichen zu können.“ Und dies vermehrt, denn das Chartern wird bei den boot Freunden immer beliebter und ist in der Branche ein echter Trend.

Der Trend zum Luxus: Tender und „Chase Boats“

Nach den Trends für die kommende boot gefragt, nennt die boot Crew in Düsseldorf als erstes die Begriffe „Luxustender“ oder sogenannte „Chase Boats“, die nicht in der Garage der Superyacht Platz nehmen und mit denen die Fahrt der eigenen Superyacht verfolgt werden kann. Sie werden auch gerne genutzt, um einen Ausflug mit Freunden auf eine Angeltour zu unternehmen oder einen einsamen, abgelegenen Strand aufzusuchen. Zu den Top-Anbietern in dieser Klasse gehören auf der boot zum Beispiel Sacs, Wally oder Skipper. Aber auch Großserienhersteller wie Fairline, Princess, Jeanneau, Hanse und viele mehr werden ihre Neuigkeiten in diesem Segment präsentieren. Mit einem zur Yacht passenden Luxustender erfüllen sich viele Eigner den Wunsch nach hohen Stil- und Design-Standards, dem trägt die Mannschaft der boot Rechnung und hat alle Hersteller von High-Class-Booten und –Yachten in den benachbarten Hallen 5 (Luxustender), 6 (Luxusyachten und -tender) und 7a (Superyacht Show) platziert. „Hier ist kein einziger Quadratmeter mehr frei“, freut sich Projekt Manager Arne von Heimendahl.

Ein interessantes Thema, mit den ersten Ausstellern schon zur boot 2018, ist „Fractional Ownership“, wird 2019 weiter vorangetrieben. „Fractional Ownership“ ist das englische Schlagwort für den kollektiven Besitz einer Yacht. Man kann 1/9, 1/6 oder ein 1/3 einer Großyacht erwerben und shippert damit zwischen 6 bis 18 Wochen über die Ozeane.

Nachfrage nach großen Segelyachten und Mehrrumpfbooten

Ähnliches gilt für die Segelhallen 15, 16 und 17. Nahezu alle großen Werften sind an Bord mit Seglern in allen Größen und Klassen. „Die größte Segelyacht auf der boot 2018 war die Oyster 745 und wir erwarten zu unserem Jubiläum wieder einige Yachten aus den Häusern Oyster oder Nautors Swan in dieser Größenordnung“, so Petros Michelidakis. Darüber hinaus werden auch 2019 wieder die Mehrrumpfboote – Katamarane oder Trimarane – sehr gefragt sein. Ideal auch für Einsteiger geeignet, da sie durch ihre Breite dem Boot mehr Stabilität verleihen.

Spektakuläre Neuzugänge gibt es auch im Segelbereich: Die Ausrichter des Clipper Race stellen auf der boot 2019 ihre spannende Regatta, die abenteuerhungrige Segler 11 Monate über die Weltmeere treibt, vor. Hier dürfen nicht nur die Profis ans Steuer, sondern auch leidenschaftliche (Hobby)segler sind gefragt. (www.clipperroundtheworld.com)

boot zeigt aktuellen Trendsport

Mit ihren 50 Jahren wirkt die boot jugendlich frisch und sozusagen „younger than ever“. „Unser Ziel ist es immer ganz nah am Markt zu sein und die aktuellen Trends auf der Messe umzusetzen beziehungsweise selbst zu kreieren“, beschreibt der boot Chef die Situation. Wie etwa beim, 2018 erstmals ausgetragenen, spektakulären Tow-In Windsurfen im 60 Meter langen Flatwater-Pool der boot. Auch die stehende Riesenwelle „THE WAVE“ ist so ein Trendsetter, lässt sie doch ihre Akteure auf einer 1,50 hohen und 9 Meter breiten Welle surfen. Die begehrten Ritte auf der Welle können ab Dezember wieder auf der WAVE-Website gebucht werden. Mit ihren hochkarätigen Challenges mit internationalen Spitzensurfern ist „THE WAVE“ ein echter Publikumsmagnet: 2018 sahen sich 110.000 Menschen die Aktionen auf der Welle an.

MARLIN wieder unterwegs

Geschafft. Wir segeln wieder

Die Sache mit Leslie hat mich schon bewegt. Überhaupt ne ziemliche Suppe auf dem Nordatlantik. Braucht doch keiner. Stabiles Azorenhoch und Nordwindpassat und alles wäre wie früher. Soll aber nicht sein. Die derzeitige Prognose von Leslie ist direkt auf unser Zielgebiet, die Kanaren, zu steuern. Super Sache. Das brauchte ich heute. Wir wollten grade mit einem halbwegs passablem Wetterfenster nach Madeira segeln. „Ich blase den Törn ab. Ich kann nicht in einen prognostizierten Wirbelsturm hineinsegeln mit euch.“ Die Münder gehen runter. Ja klar. Alle haben Verständnis. Saefty first! Aber die Enttäuschung ist auch groß. Ich verschwinde wieder im Schiff, studiere Karten und noonsite.com Infos. Ich mach Google Maps Aufnahmen von Häfen zu denen ich keine Handbücher habe. Ziel ist die marrokanische Küste. Zumindest für den Notfall. Ich telefoniere noch mal mit Nathalie und Jan. „Ne, da würde ich auch nicht reinfahren. Mitten in so nen Wirbelsturm.“

Gegen 14Uhr dann liften wir den Anker, verlassen durch eine steile Tidenwelle, die schützende Bucht von Alvor. Dann kocht Motor Johann vor Wut. „Was hat der denn nun schon wieder?“ Der Deckel vom Wasserfilter sitzt nicht sauber und Johann zieht Luft. Nun. Kein Weltuntergang. Aber fängt ja gut an. Wir setzen die Segel bei Wind aus Süd und ganz langsam nimmt MARLIN Fahrt auf, macht sich selbst den Wind gegenan und schwubbs geht die Nadel auf drei, dreieinhalb und vier Knoten, gen Süd. Geht doch.

Ich erwarte weniger als wenig Wind. Ich hoffe bis nach Agadir zu kommen bevor starke Südwinde uns ausbremsen. Oder aber, die Vorhersagen sehen in ein paar Tagen anders aus. Ich glaube immer noch, dass Wirbelsturm Lesly sich entscheidet an den Azoren vorbei zu ziehen Richtung England und sich dann auflöst in ein Tiefdruckkern mit 40 Knoten Wind.

Gerade kommt über Kurzwelle / PACTOR das aktuelle Satellitenbild rein. Oha. Ja dann. Leider fehlt mir Internet Zugriff um mehr über Leslie in Erfahrung zu bekommen. Aber Skipper Jan meldet sich bestimmt wenn er seinen Rausch von der letzten Party am Samstag ausgeschlafen hat. Wir bewegen uns dann eher gemächlich, aber segelnd Richtung Süd.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Strandsegel-WM, das Finale

Strandsegel-WM, race day 5

Strandsegel-WM, race day 4

Strandsegel-WM, Ende gut, Frauen gut

Bei der Weltmeisterschaft der Strandsegler in Sankt Peter-Ording haben die Frauen den Medaillenspiegel des deutschen Teams gerettet. Silber holten Anke Münch in
der Einheitsklasse Standart und Gitta Steinhusen bei den Miniyachten. Barbara Starke komplettierte das starke Abschneiden der deutschen Seglerinnen mit einer Bronzemedaille – ebenfalls in der
kleinsten Klasse. Bei den Männern segelte als einziger Deutscher der Juister Jens Markowitz auf das Podest. In der größten Klasse, der Klasse 2, wurde er Vize-Weltmeister. 

 

Die Weltmeisterschaft stand unter keinem guten Stern. Selten wurden bei internationalen Titelkämpfen so wenige Rennen in der Wettkampfwoche gesegelt. Erst am
vorletzten Tag konnten die 155 Piloten aus 14 Nationen die Norm von mindestens drei Rennen in allen fünf Klassen erfüllen. Zuerst peitschte ein Sturm mit bis zu zehn Windstärken auf die
Nordseeküste. Das nur langsam abfließende Wasser hinterließ eine stark ramponierte Piste, extrem schmal und mit gefährlichen Löchern, so dass die Rennleitung aus Sicherheitsgründen keine Rennen
starten ließ. Dann setzte Starkregen die tidenunabhängige „Plate“ unter Wasser. 

 

Erst am Finaltag herrschten perfekte Bedingungen. Sonne satt und vier Windstärken. Das Feld der Miniyachten konnte am Vormittag weitere drei Rennen segeln. Das
Erfolgsduo Gitta Steinhusen und Barbara Starke nutzte die Chance, um sich mit jedem Rennen in der Frauenwertung auf dem Podium festzubeißen. Silber und Bronze waren der Lohn. Bester deutscher
Segler wurde Martin Köhle.  

 

Die größeren Yachten, die einen breiteren Strand benötigen, sollten am Mittag folgen. Ziel war es, dass alle Klassen noch mindestens ein, wenn möglich zwei
Rennen, segeln. Besonders für die deutschen Piloten war jedes weiteres Rennen wichtig. Der Schleswiger Sven Kraja lag am Morgen des Finaltags in der Konstrukteursklasse aussichtsreich auf Rang
vier, ebenso wie Hans-Werner Eickstädt in der Klasse 3, der schnellsten Segelklasse. Punktgleich mit dem drittplatzierten Franzosen, aber schlechter im direkten Vergleich, wollte Eickstädt auf
dem Strand, auf dem er als Kind das Strandsegeln lernte, noch in die Medaillenränge fahren.

 

Nachdem die Miniyachten den Strand verlassen hatten, dauerte es aber knapp zwei Stunden, bis die große Yachten an der Startlinie standen. Zu lange, um die
perfekten Bedingungen auszunutzen. Wegen der vielen Besucher am Strand hatte die Organisation die Priorität auf äußerste Sicherheit gelegt, um die Armada der Segler, die bis zu 120
Stundenkilometer erreichen können, im Schritttempo durch das Nadelöhr an der Badestelle in Sankt Peter-Ording zu geleiten. 

 

Als erste der vier Klassen startete die Klasse 5. Sven Kraja setzte sich schnell an die Spitze des Feldes und sicherte sich seinen ersten Tagessieg bei der WM.
Nur noch zwei Punkte trennten ihn von Silber. Doch dann nahm der Wind immer weiter ab. Als nächstes sollte die Klasse 2 starten, die erst am Vortag ihr erstes Rennen gesegelt war. Jens Markowitz,
der Juister Starkwind-Spezialist, lag sensationell auf Platz zwei. Mit den abflauenden Winden sah er auch seine Chancen auf die Silbermedaillen schwinden. Schwachwind liegt ihm nicht. Doch
Markowitz sollte Glück haben. Der Wind sank unter die erforderlichen vier Meter pro Sekunde, die bei einer Weltmeisterschaft konstant wehen müssen. Rennabbruch! 

 

Für Eickstädt ein Desaster. Damit gab es auch kein Rennen in den anderen Klassen mehr. Von Startplatz drei aus hätte er perfekt das Feld anführen und in die
Medaillenränge fahren können. Auch für Sven Kraja bedeutete das Ende der Rennen erst Pech, dann Blech. Eickstädt und Kraja mussten sich mit dem vierten Platz begnügen. Enttäuschend verlief die WM
für den Olympia-Veteranen und Weltmeister im Tornado Roland Gäbler. In der Klasse 3 hatte er sich eine Platzierung unter den Top-Ten als Minimalziel gesetzt. Mit der Mannschaft, die von den drei
schnellsten Seglern einer Klasse einer gebildet wird, hoffte er auf Silber, schielte sogar auf Gold. Am Ende kam Gäbler, geplagt von starken Rückenschmerzen, nur auf Platz 20 und als
sechsschnellster Deutscher in de Feld nicht einmal annähernd in die Teamwertung. 

 

Auch die Standarts warteten vergeblich auf einen weiteren Start. Für Anke Münch bedeutete das Silber. Bester Deutscher wurde Roland Heß, der zusammen mit Manfred
Nielsen und Waldemar Konopka in der Mannschaftswertung die Silbermedaille holte, ebenso Jens Markowitz mit Kurt Wachkamp und Marco De Pizzol in der Klasse 2. Auch Gitta Steinhusen konnte sich
über eine weitere Silbermedaille in der Teamwertung freuen. Mit Martin Köhle und Matthias Böcker kam sie hinter dem Team aus Frankreich auf Platz zwei. Versöhnlich endete die WM auch für Sven
Kraja, der mit Heiko Hartmann und Thomas Bents, hinter Frankreich im Team Vize-Weltmeister wurde. Nur in der schnellsten Klasse musste sich die deutsche Mannschaft mit Hans-Werner Eickstädt, Arnd
Mahrt und Robert Jacobsen mit der Bronzemedaille begnügen.

 

 

Fazit der WM: In der Mannschaft ist das deutsche Team auf der Sandbank eine Bank. 

 

Hurrican Leslie und andere Dinge

Nowindsailing

Meine Offshore Neulinge Markus, Ferdi und Birgit machen sich gut. Es liegt sicherlich nicht an ihnen, dass ich nicht zum Logbook schreiben komme. Bootsjunge Julian hat sich spontan gegen die MARLIN entschieden, was zur Folge hat, dass wir alle seine Aufgaben mit zu erledigen haben. Die Crew ist entschleunigt. Drei Raucher und ich mittendrin als mal wieder frisch gebackener Nichtraucher. Aber ich halte durch.

Wir haben Culatra schon längst verlassen, Portimao erreicht und vor Lagos mit dem Mast gewackelt. Die Grundzüge der christlichen Seefahrt sind angeeignet, Sicherheit erklärt und alles ist entspannt. Wir haben ja auch drei Wochen Zeit. Wir sind verproviantiert, Johann ist wieder mal repariert und sogar das Deck und die Fenster glänzen Dank CREW 47. Was für ein Schiff. Was für eine CREW. Freitags segelt der Skipper nicht los über einen Ocean und somit ist Morgen der Start zum Schlag über den Atlantik nach Madeira / Porto Santo geplant. Wenn da nicht Leslie wäre…

Ich wusste noch gar nichts von Leslie, als ich in der Sicherheitseinweisung erklärte: „Ja und wenn wir dann einen Wirbelsturm haben, gehen wir auf diese Internetseite. National Hurricane Center. Upps. Da ist ja einer…“ Hat mich dann komplett aus der Bahn geworfen. Nicht einfach nur wegen dem Hurrican, der seit heute sich direkt auf die Kanaren bewegt und keineswegs geneigt ist, wie üblich über die Azoren nach England abzuziehen. Sondern vor allen Dingen weil der inzwischen herabgestufte Tropische Wirbelsturm auf jeden Fall, egal wohin er auch zieht, mein Wetter für den geplanten Trip über Madeira zu den Kanaren durcheinanderwirbelt. Vorzugsweise SW Wind erzeugt, die Passatwinde vernichtet oder Windlöcher für mehrere Tage bis zu einer Woche erzeugt. Nun hatte ich eigentlich nicht vor, zu den Kanaren mit Motor unterwegs zu sein. „Mistkackeverdammtealte. Muss dass jetzt sein?“

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Anstreichen nach dem Tidenkalender

Do., 04.Okt.18, Ecuador/Bahía de Caráquez, Tag 1588, 13.337 sm von HH

Im Prinzip liegen wir im Chone Fluss recht ruhig. Nur zwei Stunden um Hochwasser wird es kappelig. Anstreichen während dieser Phase: schwierig. Ein Schupser einer Welle und schon hat man übergemalt. Ich klebe nicht gerne ab. Meine Klebung wird meisten schief und am Klebeband bleibt eine Lackkante stehen. Gefährlich auch das, mit frischem Lack vollgeschmierte Klebeband, was feucht abgerissen werden soll. Garantiert weht das aus und saut irgendwelche Tampen mit Lack voll. Also pinsel ich lieber freihand meine Kanten.
Dafür brauche ich ablaufendes Wasser. Nach 11:00 Uhr geht es aber auch nicht mehr. Dann kommt der (extrem zuverlässige) Mittags-Wind, der Staub von den dicken Straßenbauarbeiten an Land zu uns rüber weht. Mit dem haben wir sowieso schon zu kämpfen. Das ganze Schiff ist staubig. Der Dreck findet seinen Weg bis in die Schränke. Den will ich auf keinen Fall in meinem frischen Lack wieder finden.

Trotz schwieriger Terminfindung und widriger Umstände, klappt die Anstreicherei zufriedenstellend. Ich bekomme unfallfrei Farbe auf Achims gespachteltes Brett. Wie durch ein Wunder hat unser amerikanischer Nachbar Allan noch eine Tube weißes Sika liegen, die er nicht mehr braucht. Wir können das neu aufgebaute Brett (optisch ansprechend) abdichten.
Hurra!

Vorher der hässliche Schwan

Vorher der hässliche Schwan

 

Nachher oben und unten schön versiegelt mit Sika

Nachher oben und unten schön versiegelt mit Sika und lecker lackiert

Jetzt nur noch hinter der Sprayhood pinseln, wo neulich noch das Loch nach außen klaffte.
Hier werde ich nichts mit meiner Freihand-Malerei. Der Winkel zum Brett ist kleiner als 90 Grad. Ich muss abkleben. Malerband befestige ich nah an der Kante und den Rest decke ich mit Zeitungspapier ab.
Das Brett bekommt zwei Anstriche. Und jetzt mache ich einen wirklich dummen, dummen Fehler. Ich lasse meine Klebung zudammen mit dem Lack trocknen. Aus Doofheit? Aus Bequemlichkeit? Weil ich Abkleben nicht mag? Aus extremer Trotteligkeit? Ich weiß es nicht. Dabei weiß ich doch, dass man das nicht macht. :roll:

Da wo das Malerband klebte, ist die Welt in Ordnung. Abreißen, die Lackkante mit einem Messer glätten, fertig. Kommt ja noch eine Versiegelung mit dem Sika rüber. Sieht bombig aus.
Aber es gibt Stellen, da ist der Lack unter die Zeitung gekrochen. Ich versuche noch was zu retten. Keine Chance. Eine hauchdünne Papierschicht scheint für immer verwachsen mit dem Untergrund. Grün-blaue Werbung auf weißem GFK. Sogar ein paar spiegelverkehrte Buchstaben kann ich noch erkennen. Ich möchte weinen.

Stunden später, unter Zuhilfenahme von diversen Messern, Kratzern und einem Ceranfeld-Schaber, ist mein Schaden behoben. GFK ist zum Glück ein geduldiges Opfer für solche Sauereien. Ähnlich wie von Glas kann man Verunreinigungen fast unsichtbar herunterkratzen und polieren.
Hab ich schon gesagt, dass ich Abkleben nicht mag?

Das Loch gefüllt mit Matte und Harz

Das Loch gefüllt mit Matte und Harz. Kann das je wieder schön aussehen?

Loch weg, verklebte Zeitung weg, schwarze Fugen weg, Riss weg. Projekt abgeschlossen!

Golden Globe Race: Favorit Jean Luc van den Heede vor Tasmanien beim Film-Stopp

Golden Globe Race, Jean Luc van den Heede

Schon 1.600 Seemeilen Vorsprung auf den Zweitplatzierten und gerade mal erst die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt – „der Meister“ macht seinem Spitznamen alle Ehre! Weiterlesen

Ex-Volvo Ocean Race: Neuer Arbeitstitel „FCAWR“ – 5 und 6 Personen auf IMOCA

Auf IMOCA: 5-Personen-Crews mit einer Frau oder 6 Personen mit mindestens 4 Frauen – so lautet der erste Kompromiss. IMOCA müssen nach 2010 gebaut und mit Foils ausgestattet sein. Weiterlesen

Heimpiel in Koblenz

Am 2. Februar 2019 gibts endlich mal wieder ein richtiges Heimspiel für mich. Ab 18 Uhr präsentiere ich im alten Kinosaal LUXOR in KOBLENZ den neuen Multimedia Vortrag über meine Reise „UM DEN TIGER“. Dazu gibts lecker Live-Musik mit den Jungs von SAMA und für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt. Ich hoffe wir sehen uns.

TICKETS ➡➡ www.ticket-regional.de/dwersteg

Vorerst nur ein Riss: neue Sun Fast von Jeanneau

Jeanneau Sun Fast: <p>
	Neue Sun Fast von Jeanneau. Offenbar mit Doppelruder, Pinnensteuerung und festem Bugspriet. Mehr ist nicht bekannt</p>

Sportliche Rennserien gewinnen an Attraktivität und Bedeutung. Dafür braucht es sportliche Schiffe. Jeanneau arbeitet an einer neuen Sun Fast