Monatsarchive: Oktober 2018

Neue Mittelklasse bei Suzuki

Zum Südpol segeln

J/70-IDM: Doppeltes Brüder-Paar holt Meister-Titel – Legendäre Feier-Bilder, berstende Tische

J70idm

Die zweite Deutsche J/70-Meisterschaft litt am Bodensee unter drei Tagen Stillstand. Dennoch gab es eine würdige und prominent besetzte Siegercrew, die den einzigen Segeltag dominierte. Weiterlesen

Unter Deck der Sarch7

Die komplette Einrichtung der Sarch7 ist phänomenal anders, als man es von den allermeisten Kleinkreuzern gewohnt ist: Sie umfasst einen separaten WC-Raum (gleich backbord um die Ecke), vier Kojen, aufgeteilt in eine Dreieckskoje vorn im Bug und eine quer aufgebaute Doppelkoje achtern unter dem Cockpitboden. Außerdem gibt es einen großzügig dimensionierten, aufklappbaren Salontisch, der gleichzeitig als Kartentisch fungiert und groß genug für vierköpfige Tafel- bzw. Skatrunden ist. Man sitzt auf einer hinter dem Tisch aufgebauten Bank und auf der vorderen Koje. Auf der Steuerbordseite findet man dann noch eine kleine Pantryzeile inklusive Spüle, Einflammenkocher, Schrankraum für eine portable Kühlbox und einen weiteren Schrank für einen Mülleimer.

All das klingt nach einem typischen Fahrtenschiff-Interieur, doch typisch ist hier nichts, denn wir befinden uns auf einem Kajütboot von nicht einmal sieben Metern Länge, das zudem noch mit einem Hubkiel ausgestattet ist. Von ihm sehen wir zunächst nichts, außer einer flachen Box, unter der sich der Führungskasten des Kiels verbirgt.

Bei der Stehhöhe muss man allerdings Abstriche machen, Stehhöhe bei einem Schiff dieser Kürze darf man nicht erwarten und will sie auch nicht haben. Um in Salon und Bad auf 1,60 Meter zu kommen, musste das Freibord ohnehin schon hoch gezeichnet und auf eine Bilge verzichtet werden. In die Achterkoje muss man hineinkriechen, sie liegt unter dem Cockpitboden. Für Kids wird dieser Platz zur heiß geliebten Höhle, für erwachsene Segler ist sie eher ein breites Ein-Personen-Bett. Stauraum für Kleidung findet man unter der Dreieckskoje, in Schwalbennestern und Hängetaschen, wetterfeste Utensilien verschwinden in zwei Backskisten und im Ankerkasten.

Nacra17-Abstürze: Wie Foiling-Champ Nathan Outteridge mit seiner Schwester umgeht

Artemis-Skipper Nathan Otteridge wollte nur ein wenig Spaß mit dem Nacra17-Foiler haben. Nun ist er mit Schwester Haylee schon Vize-Weltmeister. Ein Video zeigt, wie sie leiden muss. Weiterlesen

Zum Nordpol segeln

Segeln in den USA: Wo Amerika noch “great” ist – Jud Smith Wiederbelebung alter Zeiten

Der Vermesser etnschuldigt sich beim Besucher für seinen Präsidenten. In Marblehead ist für die Amerikaner zumindest die Segel-Welt noch in Ordnung. Ein Kind der Stadt gibt in der J/70 den Ton an. Weiterlesen

MARLIN auf der Flucht

Windlos

Die erste Nachtfahrt mit neuen Mitseglern, verbringe ich dann doch meist als gestiefelter Kater mit Rettungsweste auf dem Salonsofa. Mag man ja für übertrieben halten. Ich finde das relativ normal. Ich teile die Nacht durch drei Einzelwachen für Ferdi, Markus und Birgit, die ich einzeln auf ihre Aufgabe bei Nacht einführe und mich dann wieder in Ruhelage aufs Sofa verabschiede. Alles geht gut in dieser Nacht. Keine besonderen Vorkommnisse. MARLIN segelt brav, einsam und lautlos durch die Nacht. Alles in Butter. Die heutige Nacht werde ich zu jedem Wachwechsel dabei sein und mich ansonsten anderen Aufgaben widmen.

Motor Johann brummt sein Lied. Es ist dunkel und der Wind ist komplett eingeschlafen. Wirbelsturm Leslie nimmt nun Kurs genau auf Madeira und dann auf die MARLIN. Ich fühle mich fast schon geehrt. Auch wenn ich immer noch nicht daran glaube dass Leslie es schaffen wird, so habe ich dann doch mit meiner Crew gemeinsam entschieden, dass wir Mohamedia anlaufen. Ein Hafen an der Küste Marokkos, 10 Meilen nördlich von Casablanca. Hier sollten wir uns für den Fall eines Falles sicher vertäuen können. Leslie sollte hier seine Stärke weitestgehend verloren haben. Wie sagt mein 1st Mate Mitsegler Stefan Sturm immer: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Ganz so cool wie das erscheint, bin ich in Wahrheit nicht. Marokkro wollte ich immer schon mal sehen und Casablanca sowieso. Also. Machen wir das beste draus. Ist ja höhere Gewalt. Solange auf der MARLIN alles klar ist und die Stimmung gut, ist auch meine Laune gut. Ich kann mich nicht beschweren. Mitsegler Ferdi hat das Segeln im Blut. Mehr als er bisher weiß. Mach nen wirklich guten Job der ITler aus Wien… Markus eigentlich genauso, der hat aber seinen rechten Daumen mit der Heckklappe unseres Stauraums eingeklemmt und dabei seinen Fingernagel im Kranklenhaus verloren. Dementsprechend ist er eher Einhandsegler im Moment. Birgit gibt alles auf der MARLIN und ist uns wirklich eine große Hilfe. Die Bewegungen des Schiffes machen es ihr aber hin und wieder noch zu schaffen. Nun ja. Wir arbeiten dran. ich bin da guter Dinge, dass sich das noch einspielen wird. Und ich? Der Skipper? Bei mir alles im Lot.

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

J/70-IDM war eine Familienangelegenheit

Die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der J/70-Klasse beim Württembergischen Yacht-Club (WYC) ist entschieden: Neue Meister sind Simon und Felix Diesch mit Julian und Philipp Autenrieth (WYC/Bayerischer YC). Mit einem Punkt Rückstand segelte die Hamburger Crew Klaus Brinkbäumer, David und Dorian Heitzig sowie Miklas Meyer (HSC/NRV) auf Rang zwei. Bronze geht an ein weiteres WYC-Team, Max und Moritz Rieger, Thomas Stemmer und Klaus Diesch. Nur vier Rennen, die alle schon am Donnerstag gesegelt wurden, entschieden über Sieg und Platzierte – von Freitag bis Sonntag herrschte hartnäckige Flaute.

Schon im ersten Rennen zeigte sich, dass das Experiment aufgeht: Die beiden Brüderpaare Simon und Felix Diesch sowie Julian und Philipp Autenrieth, die in verschiedenen Kombinationen sehr erfolgreich segeln, saßen noch nie miteinander in einem Boot.

Auch im zweiten Lauf klappte alles, als Dritte kamen sie ins Ziel – und waren im folgenden Rennen erneut das führende Boot, bis dieser Lauf wegen einschlafendem Wind abgebrochen wurde. Da waren sie gerade noch 20 Meter vor der Ziellinie. Der Wind dreht weg – und kam kurz darauf erheblich stärker wieder. Wettfahrtleiter Conrad Rebholz nutzte die Chance – schon angesichts der ungünstigen Windprognose für die folgenden Tage – und ließ zwei weitere Rennen bei nunmehr rund drei Windstärken segeln. „In den letzten beiden Rennen sind wir ein bisschen gestolpert. Wir waren meist nicht weit genug auf einer Seite“, so Philipp Autenrieth. Die Plätze 15 und 14 standen später für das Diesch/Autenrieth-Team in der Ergebnisliste. „Wir waren überrascht, dass es noch für die Spitzenposition reichte“, so Autenrieth weiter.

Die anderen Teams machten eben auch Fehler, wie etwa die Rieger-Crew, die im letzten Lauf nur auf Rang 21 landete und damit die im Rennen zuvor eroberte Führung wieder abgeben musste, insgesamt damit auf Rang drei landete. „Bei Nordost ist die linke Seite meist besser“, erklärte Simon Diesch, warum dem Team aus dem Stand heraus ein Laufsieg gelungen war. „Es war ein Riesenspaß, mal wieder mit dem eigenen Bruder zu segeln und gleich Deutscher Meister zu werden“, freute sich der 23-Jährige.

Zwischen die beiden WYC-Teams schob sich mit einem guten vierten Lauf das Hamburger Team von Klaus Brinkbäumer, der mit der Mannschaft des Titelverteidigers auf dem Bodensee segelte. Der siegreiche Steuermann von 2017, der Hamburger „Segelreporter“ Carsten Kemmling, indes segelte als Crewmitglied bei Michael Grau – und kam immerhin auf den vierten Rang.

Das beste von fünf ausländischen Teams segelte auf Rang sieben: die Crew des Schweizers Thomas Studer vom CV Neuchâtel. Beste Steuerfrau wurde Johanna Meier vom ASV Warnemünde auf Rang 23. Das Damen-Team des WYC (Anne und Ellen Bauer, Lina Schnetz und Theresa Löffler) segelte auf Rang 25. Insgesamt waren 52 Teams aus vier Nationen am Start.

„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass wir nur an einem Tag richtig segeln konnten. Aber es war gut, dass wir da vier Läufe ins Ziel gebracht haben. Es war danach einfach zu wenig Wind für ein meisterschaftswürdiges Rennen“, bilanzierte Wettfahrtleiter Conrad Rebholz. „Auch ich hätte gerne eine fünfte Wettfahrt gesehen, dann hätten wir noch einen Streicher im Ergebnis. Aber mit vier Rennen ist die Meisterschaft gültig“, kommentierte WYC-Regattaobmann Günther Widmer. Und WYC-Präsident Oswald Freivogel schloss die Meisterschaft mit einem Dank an die vielen Ehrenamtlichen des Clubs: „Wir hatten vier geniale Tage, auch wenn der Wind knauserig war. Ein Riesendank an das große Helfer-Team, das schon das ganze Jahr exorbitant viel geleistet und jetzt noch einen draufgesetzt hat!“

J/70-IDM, Endstand nach vier Wettfahrten (ohne Streicher; 52 Mannschaften aus vier Nationen):

  1. Simon und Felix Diesch, Julian und Philipp Autenrieth (WYC/Bayerischer YC); 1-3-15-14, 33 Punkte
  2. Klaus Brinkbäumer, David und Dorian Heitzig, Miklas Meyer (Hamburger SC/NRV); 5-12-11-6; 34 Punkte
  3. Max und Moritz Rieger, Thomas Stemmer, Klaus Diesch (WYC); 3-6-8-21; 38 Punkte
  4. Michael Grau, Carsten Kemmling, Florian Thoelen, Klaas Höpcke (NRV); 10-22-7-1; 40 Punkte
  5. Maximilian Weiß, Maximilian Adami, Bastian Henning, Jonas Vogt (DTYC Tutzing/Münchner YC); 4-10-10-18; 42 Punkte
  6. Dennis und Kevin Mehlig, Yannick Hafner, Christian Severens (WYC); 7-13-22-2; 44 Punkte

J99: Für die Regattabahn

Zur Sport-Range bei J/Boats gehören aktuell die J/70, die der Deutschen Segel-Bundesliga jede Menge begeisterte Zuschauer beschert, die J/80, die J/88 und die J/111. Ab dem nächsten Jahr vergrößert sich die Flotte um die J/99. Wie alle Js präsentiert sich auch die Neue mit einem vollkommen schnörkellosen Design ohne jegliches Extrem. Der Bug ist gerade geformt und nicht etwa (wie heutzutage vielfach üblich) nach vorn gereckt. Das Achterschiff wird zum Spiegel hin schmaler und läuft nicht kantig geradeaus. Im Heckbereich wird ein flaches Unterwasserschiff sichtbar, dessen Spiegelform in ein harmonisch abgerundetes U mündet. Scharfe Chines sieht man nicht. Auch der flache Kajütaufbau mit den pfeilförmigen Salonfenstern passt zur klassischen Linie. Zwei kleinere Luken für Pantry und Navi-Ecke bringen zusätzlich Licht und Luft ins Schiffsinnere.

Typisch bei allen Js der Sport-Range sind schnelle, sehr ausgewogenen Segeleigenschaften. Speedster nennt J/Boats diese Yachten, die in erster Linie zum Regattasegeln gedacht sind. Auch die neue J/99 soll natürlich Erfolge einfahren, möglichst bei allen großen Langstrecken-Regatten wie dem Fastnet-Rennen oder dem Middle Sea Race, genau wie auf hochkarätigen Short-handed-Veranstaltungen. Das ist ihre Hauptaufgabe. Trotzdem will die Werft sie so ausrüsten, dass auch Fahrtensegeln möglich ist, denn das gehört auch zum Speed­ster-Konzept. Entsprechend gibt es zwei separate Doppelkabinen achtern unter der Plicht. Weitere Kojen können im Salon auf den Längssofas aufgeschlagen werden. Dazwischen liegt der klappbare Tisch. Einen WC-Raum findet man im Bug. Weil hier keine Kojen eingebaut sind, bleibt Platz zum Stauen der Segel. Die Pantry befindet sich an Backbord neben dem Niedergang, ihr gegenüber der Navigationstisch mit Sitz und Blick in Fahrtrichtung.

In Standardausführung wird die J/99 mit Pinne und einem tief reichenden Ruderblatt ausgestattet. Optional sind Doppelruder-Anlage, Radsteuerung und Wasserballast-System. Dass die neue J sehr leistungsfähig ist, darf angenommen werden. Schon mit Beginn der kommenden Saison kann sie zeigen, was in ihr steckt, denn erste Auslieferungen sind bereits zum Saisonstart möglich.
Genauere Angaben zu Segelfläche und Verdrängung gibt es bislang noch nicht, ein Preis für die segelfertige Standard-Ausführung wurde allerdings bereits genannt.

Technische Daten

Lüa: 9,90 m
Tiefgang Standard: 1,90 m
Tiefgang Race: 2,10 m
Breite: 3,40 m
Motor:Volvo D1-20 mit 20 PS
Preis: ab 122.550 Euro
Werft: www.jboats.com
Händler: www.mittelmannswerft.de

Strandseglerinnen holen die Medaillen

Der mit den Stars tanzt

SSL Finale 2017

Starboot-Weltmeister Frithjof Kleen leitet mit dem SSL Training Center ein neues Ausbildungszentrum am Gardasee. Im Traumrevier suchen Top-Segler seinen Rat