Monatsarchive: Oktober 2018

Vierter Titel in sechs Jahren: Der NRV ist Meister!

Bundesliga Saison 2018 Finale in Hamburg: <p>
	Bundesliga-Saison 2018: Der gastgebende NRV gewinnt das Finale auf der Hamburger Alster und verteidigt den Titel</p>

Schon vor dem Finale war der NRV kaum mehr zu schlagen. Im Heimatrevier auf der Alster agierte das Team um Tobi Schadewaldt erneut meisterlich

NRV rockt die Liga: Vierter Titel in sechs Jahren

In den sechs Events dieser Saison standen die Hamburger viermal auf Platz eins. Die „Ausrutscher“ in Tutzing (8.) und Kiel (5.) taten den Siegen in Friedrichshafen, Travemünde und Berlin keinen Abbruch. Und auch zum Saisonabschluss, beim Heimevent auf der Alster, stand der NRV ganz oben und konnte völlig losgelöst die Meisterschaft feiern. Die ärgsten Konkurrenten vom Bayerischen YC hatten in der Gesamttabelle einen Rückstand von acht Punkten, erwiesen sich als Zweitplatzierte von Hamburg nach ihrem ersten Liga-Erfolg in Kiel vor einem Monat aber als mehr als würdige Vizemeister.

Bereits vor dem finalen Event standen alle Zeichen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des NRV, dem dieser Erfolg perfekt in das Jubiläumsjahr seines 150-jährigen Bestehens passt. Mit sieben Punkten waren die Hamburger in das abschließende Heimspiel gegangen. Nur ein Mittelfeldplatz bei einer gleichzeitigen Topplatzierung des BYC hätte noch eine Wende zugunsten der Süddeutschen bringen können. Doch Tobias Schadewaldt ist in Drucksituationen zu erfahren und das Team mit dem Revier zu vertraut, als dass es bei den Buchmachern tatsächlich hohe Quoten auf eine Niederlage des NRV hätte geben können. Und so segelte das Team mit Tobias Schadewaldt, Johann Kohlhoff, Malte Päsler und Klaas Höpcke auch in Hamburg souverän, auch wenn Steuermann Schadewaldt bei sich selbst ein hohes Maß an Lampenfieber diagnostizierte.

Den NRV-Ergebnissen war dieses Lampenfieber indes nicht anzusehen. Bereits nach dem ersten Tag von Hamburg steuerte das Hamburger Boot souverän auf Meisterkurs. Und nach einem unfreiwilligen Pausentag für alle Teams mangels Winds auf der Alster knüpfte die Crew nahtlos an diese Leistung an. Zwar gab es in den schwierigen Alsterbedingungen auch immer wieder ein paar Platzierungen in der zweiten Hälfte der kleinen Renn-Flotten. Da davon aber alle Mannschaften betroffen waren, hielt der NRV mit sechs Siegen in seinen 15 Wettfahrten die Spitze vor dem abschließenden Rennen, in dem er auf den direkten Konkurrenten vom BYC traf. In dieser finalen Wettfahrt der Saison war der Titel für den NRV zwar lange klar, aber es ging noch um den Sieg beim Hamburger Spieltag. Punktgleich gingen der NRV und der BYC in die Wettfahrt: Nach dem Start trennten sich zunächst die Wege der beiden Boote. Doch aus den Augen ließen sich die Gegner nicht. Der NRV hatte dabei den Rumpf vorn und verteidigte die Platzierung souverän. Mehr noch: Von Platz vier nach der ersten Runde arbeiteten sich die Hamburger weiter nach vorn, griffen sogar noch Platz eins an, kamen aber schließlich als Zweite über die Ziellinie – direkt vor dem BYC. Damit war das Hamburger Event mit einem Punkt Vorsprung für Hamburg entschieden.

„Ein bisschen tut es schon weh, denn wir hätten gern den Abschluss gewonnen. Aber jetzt überwiegt mit Blick auf die gesamte Saison die Freude“, sagte Teresa Hemmeter, die gemeinsam mit Bruder und Steuermann Veit Hemmeter sowie Leopold Lindner und Jan Nürnberger Platz zwei in Hamburg und in der Meisterschaft feierte.

Trotz der Deutlichkeit des Meisterschaftssieges feierten die Hamburger in einer Jubeltraube den erneuten Titelgewinn als sei es die Premierenmeisterschaft. „Wir wollten auch hier unbedingt gewinnen. Deshalb war es vorhin für mich etwas zuviel“, entschuldigte Schadewaldt seine Interview-Absage vor dem Abschlussrennen. Für das junge Crewmitglied Johann Kohlhoff war es der erste Titelgewinn in der Bundesliga: „Es war sehr spannend in der Saison und zum Abschluss, jetzt sind wir sehr glücklich.“ Den Titelgewinn will der gesamte Verein am Sonntag mit Pizza und Freibier feiern.

Neben dem NRV und dem BYC erklomm noch der Württembergische YC das Siegerpodest in der Saisonwertung und kann nun ebenso wie der WV Hemelingen auf Platz vier für die kommende Saison mit der Teilnahme an der Champions League planen.

Am Ende der Tabelle müssen dagegen der ASV Warnemünde, der Blankeneser SC, die SV Itzehoe und der Lindauer SC die Erstliga-Segel streichen. Sie landeten auf den Abstiegsrängen und treten in der kommenden Saison in der Zweiten Liga an.

Tschüs Marmaris

Nach knapp zwei Wochen in der Marmaris Yacht Marina heißt es morgen: good bye! Die Marina ist klasse, um am Boot zu arbeiten. Allerdings dann doch etwas weit
entfernt (8 Kilometer), um mal eben etwas in Marmaris zu besorgen. Auch wenn direkt der Dolmus an der Marina hält. Die Zeit hier habe ich dennoch genossen. Ein paar Impressionen unten in der
DIA-SHOW

Zaruma – ein altes Goldgräberstädtchen

Fr., 19.Okt.18, Ecuador/Zaruma, Tag 1602, 13.337 sm von HH

Zaruma ist zauberhaft. Zum Glück. Die Anreise ist nicht ganz ohne: erst fünf Stunden Busfahrt bis Guayaquil, dort Ankunft um halb fünf Uhr morgens, dann zwei Stunden abhängen auf dem Busbahnhof. Unsere Augen sind rot und brennen. Und noch weitere fünf Stunden Busfahrt. In der Zeit ist man Business Class von Hamburg nach Singapore geflogen.

Aber jetzt ist alles wieder gut. Zaruma ist reizend und kann auf eine lange Gold-Geschichte zurück blicken. Hier hat schon mal jeder nach dem begehrten Metall gebuddelt. Erst die Kañari, ein indigener Stamm in Ecuador. Diese wurden vertrieben von den Inka. Nach dem Untergang der Inka-Kultur trieben die Spanier mit Hilfe von Sklaven den Goldabbau voran. Erst 1820 erlangte Zaruma Unabhängigkeit von Spanien und bis heute wird hier intensiv nach Gold gesucht.

Kleinstadt-Idylle

Kleinstadt-Idylle

Zaruma Neustadt

Zaruma Neustadt

 

Zaruma Altstadt

Zaruma Altstadt

Neben siebzehn internationalen Unternehmen soll es dreitausend Personen geben, die auf eigene Faust unter Tage nach Gold schürfen. Jetzt läuft Zaruma Gefahr zusammenzubrechen. 2017 stürzte im Zentrum bereits eine Schule ein. Ein weit verzweigtes Stollensystem hat Zaruma zu einem Schwamm werden lassen. Die private Buddelei wurde inzwischen verboten, aber ob dies Verbot eingehalten wird, ist nicht gesichert.

und Fronten

und Fronten

Zaruma ist wunderbar verwinkelt, durchzogen von Treppen und schmalen Gassen. Die erste Stadt in Südamerika, die wir sehen, die nicht im Schachbrett-System gebaut wurde. Die hundertjähren Holzhäuser mit ihren Balkonen und Balustraden versprühen den Charme einer echten Westernstadt.

Hundert Jahre alte Holzhäuser
Balkonen
und Fenstern
und Stiegen und Treppen

Die Fußwege sind mit Arkaden überdacht, die Fußwege aus Holz. Unzerstörbares Tropenholz. Seit Jahrzehnten benutzt und wie neu.

Holz-Bürgersteige

Holz-Bürgersteige

Nur fünfzehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt finden wir die Mine ‚Sextina‘. So benannt, weil früher die Spanier einen Sechsten Teil an den König in Spanien vom gefundenen Gold abgeben mussten. Bereits die Inkas haben hier geschürft.
Die Sextina ist zwar seit 25 Jahren geschlossen, aber Besucher dürfen noch fünfhundert Meter in einen alten Stollen hinein, danach kommt ein Gitter.

Der Eintritt ist frei. Wir dürfen ohne Begleitung rein. Gut, verlaufen kann man sich nicht, es gibt nur einen Gang. Aber es verwundert uns dann doch. Es besteht Helmpflicht für alle Besucher und Gummistiefel stehen am Eingang bereit. Es ist ja unter Tage immer ein wenig unheimlich. Wird der Stollen nun auch noch diesen einen Tag länger halten? Man kann es nur hoffen. Jetzt bitte keinen Stromausfall. Am Ende des Stollen verstehen wir auch den Sinn der Helme, der Gang wird niedriger und am rohen Stein hauen sich die größeren Besucher schnell die Pläte auf.

Mine Sextina
Kleidsam in Gummistiefeln und Helm
Minenarbeiter

Die Menschen in Zaruma sind super freundlich, grüßen uns auf der Straße und freuen sich über uns Touristen. Ein Blick in das Gästebuch im winzigen Museum zeigt, dass ausländische Gäste sich hierher kaum verirren. Das wird diesem hübschen, gemütlichen Ort nicht gerecht. Dazu perfektes Wetter, sommerlich am Tag, frühlingshafte Temperaturen in der Nacht. Die Bevölkerung ist sehr hellhäutig, indigene Züge sind mit europäischen längst verschmolzen. Hier läuft auch niemand mehr in Trachten, so wie im Norden in den Bergen.
Die Region hat Geld.  Die Häuser sind gut in Schuß, die Autos groß. Zu groß für die verwinkelten Gassen. Der kleine Ort ist zu Stoßzeiten ein Chaos. Der einzige Wehmutstropfen an Zaruma.
Im Nachbardorf soll es einen Fußballplatz, der auf dem Schutt einer alten Mine errichtet wurde. Die Kinder sollen Fußball auf Goldresten  im Wert von 30 Millionen Dollar spielen.

Unter Deck der Ansa 42

Wer sich über den Niedergang den Weg ins Innere der Ansa 42 bahnt, kommt aus dem Staunen nicht heraus, denn eigentlich gibt es gleich zwei davon – unterbrochen nur durch einen kleinen Führungssteg für die Schiebeluken. Einer führt vorbei an der Navigation in den Salon, der andere direkt in die Pantry. Die Luken darüber sind riesig, was quasi das Kochen unter freiem Himmel erlaubt.

Als Designer wollte Mannerfelt der damals typischen Höhlenatmosphäre unter Deck ein Ende setzen, was wahrlich gelang: Sind die Schiebeluks aufgeschoben, herrscht Cabrio-Atmosphäre im Bereich der großen, voll fahrtentauglichen L-Pantry steuerbords. Genauso in der gegenüberliegenden Navigation, die auf diesem Boot in Fahrtrichtung konzipiert wurde, um eine Hundekoje unter der Plicht zu platzieren. Auf anderen Ansas ist sie zum Niedergang hin ausgerichtet; statt der Hundekoje gibt es dann eine zweite Backskiste.

Kinder schlafen besser in der recht kleinen, abgetrennten Achterkoje mit separatem Zugang vom Cockpit aus. Denn das geräumige Vorschiff mit liebevollen Seitenwegerungen und großen Stauschränken sollte man ihnen schon aus pädagogischen Gründen noch nicht überlassen. Zumal sich direkt achtern anliegend und wiederum separiert die geräumige Nasszelle mit Pump-WC sowie ein weiterer großer Stauschrank befindet.

Die eigentliche Augenweide aber ist der großzügige Salon mit dem bequemen U-Sofa steuerbords und dem gegenüberliegenden L-Sofa. Auch er ist vollflächig mit Seitenwegerungen und in Holz gerahmten Rumpffenstern versehen. Die Decke wurde weiß über Holzpaneele abgehängt – was dem Ausbau ein maritimes Flair der frühen 1980er verleiht. Im Gegensatz zu vielen anderen Yachten dieser Ära wirkt er hier aber nicht zu überladen und dunkel, da der doppelte Niedergang plus großem Skylight (normalerweise eine Luke) der Ansa viel Licht und Luft spendet.

Alles in allem wirkt das Interieur hochwertig und fahrtentauglich. Neben ausreichenden Staumöglichkeiten finden sich ebenso Schlingerleisten wie Handläufe und Haltestangen. Zumindest dieser Teak-Ausbau zeigt sich in einem schönen Finish mit gerundeten Laibungen und einheitlicher Maserung. Ansas wurden aber auf verschiedenen Werften ausgebaut. Das Layout blieb im Wesentlichen aber immer gleich. Und bietet dank abgetrennter Achterkoje auch einer vierköpfigen Familie viel Platz für ausgedehnte Fahrtentörns ohne allabendliche Umbauten – Das war wegweisend in einer Zeit, in der die meisten Werften noch auf Salon- oder Hundekoje setzten.

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